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KElNE ANGST, ES GEHT!

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Jugend am Werk Steiermark n
Keine Angst, es geht!
Flüchtlingsbetreuung. Jugend am Werk hat auf eine Anfrage des Landes rasch reagiert
und betreut seit Dezember Flüchtlinge. Die AsylwerberInnen werden nicht in Großquartieren,
sondern in Wohnungen untergebracht, was die Integration in den Gemeinden erleichtert.
E
s kommen 30 Flüchtlinge in unsere Gemeinde?
Dann integrieren wir
sie halt!“ In Wolfsberg im
Schwarzautal (Bezirk Leibnitz) ist man entspannt an das
Thema Flüchtlinge herangegangen. Bürgermeister, Pfarrer, Feuerwehr und die Bevölkerung – sie alle haben an einem Strang gezogen und die
Asylwerbenden von Anfang
an willkommen geheißen.
„Die Blasmusik hat bereits für
sie gespielt, der Fußballverein
seine Tore geöffnet. Eine ehemalige Lehrerin gibt DeutschKurse“, weiß Walter Lanzinger
von Jugend am Werk.
Walter Ferk
Geschäftsführer
Jugend am Werk Steiermark
klusiven Gesellschaft bringen
wir die AsylwerberInnen nicht
in Großheimen, sondern in
„normalen“ Wohnungen unter“, erklärt JaW-Geschäftsführer Walerich Berger.
„Durch die Unterbringung in
den Wohnungen und die direkte Nachbarschaft werden
die Flüchtlinge schneller und
besser in die Gemeinschaft
aufgenommen und entwickeln
sehr großes Interesse an den
Deutsch-Kursen. Sie wollen
unbedingt schnell lernen, um
sich mit den Nachbarn unterhalten zu können“, erzählt Elke
Maurer von Jugend am Werk
aus der Praxis.
Solidarisch. Auch in Köflach
haben sich die BewohnerInnen bereits mit den Neuankömmlingen angefreundet.
„Wir haben miteinander gefeiert und arabisch-österreichisch gekocht. Wir profitieren gegenseitig, es ist ein toller
Austausch“, erzählt Nachbarin
Gabriela Gößler. Eine andere
ergänzt: „Ich glaube, die Bevölkerung ist weiter als die Politik.“ Aber es gibt auch Ängste. Manche haben ein ungutes
Gefühl, wenn die Asylwerber
in Gruppen durch die Stadt
gehen. Ein Flüchtlingsbetreuer klärt auf: „Sie sind in Gruppen unterwegs, weil sie teil-
weise ein ungutes Gefühl haben, wenn sie alleine gehen…“
Information. Bei einer Informationsveranstaltung konnten
viele Ungewissheiten aus dem
Weg geräumt werden. So zum
Beispiel die Vorstellung, dass
AsylwerberInnen 1900 Euro
im Monat bekommen und
ihre Familien auf Kosten Österreichs/des Steuerzahlers
nachholen. Beides stimmt
nicht. Die Nachholung muss
selbst finanziert werden und
pro Monat gibt es 40 Euro
Taschengeld, bei Selbstverpflegung zusätzlich 110 Euro.
Weitere Gemeinden. Insgesamt werden von Jugend am
Werk Steiermark in Zusammenarbeit mit ergänzenden
Organisationen wie der Caritas 150 AsylwerberInnen betreut. Da der Bedarf steigt,
werden zusätzliche Wohnungen in weiteren Gemeinden
und Bezirken dazukommen.
www.jaw.or.at
n
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Fotos: JuGENd Am WErk stEIErmArk
Wohnungen. Jugend am Werk
hat in den Bezirken Leibnitz
und Voitsberg Wohnungen
angemietet, in denen jeweils
vier bis sechs Personen untergebracht sind. „Wir gehen
auch in der Flüchtlingsbetreuung konsequent den Weg der
Deinstitutionalisierung. Gemäß unserer Vision einer in-
„Wir übernehmen Verantwortung in einem Bereich,
der derzeit zu den größten
humanitären Herausforderungen in und außerhalb
Europas zählt.“
Viele haben Gewand, das sie selbst nicht mehr tragen, gespendet. Den Flüchtlingen fehlen feste Schuhe und warme Kleidung.
In Wolfsberg im Schwarzautal wurden die Asylwerber besonders
herzlich willkommen geheißen und aufgenommen.
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Weekend Magazin 9
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