close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Klimaschutz: Zertifikate sind der Schlüssel

EinbettenHerunterladen
4
°Lokales°
Montag, 13. Oktober 2014 · Nr. 238
Beurteilungen
viel genauer
Mit der Kraft der Sonne
Photovoltaikanlage auf der St.-Ursula-Schule eingeweiht – Projekttag Energie für Grundschüler
as Lüneburg. Das Wetter hätte nicht besser sein können für
diesen Tag, denn mit der Kraft
der Sonne wird die St.-UrsulaSchule künftig einen Teil ihrer
Stromversorgung
erzeugen.
Bei strahlendem Sonnenschein
wurde jetzt die neue Solaranlage auf dem Dach der Schule eingeweiht. Der offizielle
Akt war eingebunden in einen
Energie-Projekttag, bei dem die
230 Grundschüler vieles rund
um das Thema zukunftsfähige
Energieversorgung und Enegieeinsparen erfuhren.
Laut Prognose von Experten
wird sich die Erde bis 2050 um
fünf Grad erwärmen. Dehalb
sei der Klimaschutz eines der
wichtigsten Themen der Gegenwart und Zukunft, sagte Schulleiter Patrick Schnüttgen bei
der Einweihung, an der neben
Kindern, Eltern und Lehrern
auch Oberbürgermeister Ulrich
Mädge und Dechant Carsten
Menges teilnahmen. „Wir müssen Kinder, die die Entscheidungsträger von morgen sind,
für regenerative Energien und
Einsparmöglichkeiten sensibilisieren.“ Die Photovoltaikanlage
sei dafür eine gute Möglichkeit.
Die Lüneburger Energiegenossenschaft „Zukunftsgenossen“, bei der unter anderem
auch die Stadt Mitglied ist,
hatte das Projekt angeschoben
und mit der Stadt dazu einen
Vertrag geschlossen. 228 Module wurden auf dem Dach
der Schule installiert mit 59,28
kWp Leistung. Ralf Brügmann
von der Elbe-Energie-Technik,
Dennis Juraschek von der Avacon steuerte den Hubsteiger in luftige Höhe, damit Dechant Carsten Menges die Solaranlage segnen konnte.
der auch Zukunftsgenosse ist
und im Aufsichtsrat sitzt, erläutert: „Damit könnten 14
Einfamilienhäuser mit Strom
versorgt werden.“ Laut Horst
Jäger, ebenfalls Zukunftsgenosse, wird zirka 30 Prozent des
gewonnenen Stroms nach dem
Erneuerbaren-Energien-Gesetz
ins Avacon-Netz eingespeist,
zirka 70 Prozent sind für den
Eigenverbrauch der Schule
gedacht. „Ihren kompletten
Strombedarf wird sie damit
allerdings nicht decken kön-
nen.“ Aber es ist einer von vielen kleinen Schritten, um den
Klimawandel voranzubringen,
ist Oberbürgermeister Ulrich
Mädge überzeugt. „Der Klimawandel fängt in den Kommunen an. Es ist unsere Aufgabe,
diesen mit Ihnen und und Ihren
Kindern zu schaffen“, sagte der
Verwaltungschef zu den Gästen. Gleichzeitig appellierte er
an die Schüler, verantwortungsbewusst mit Energie umzugehen.
Die erfuhren beim Energietag
in Projekten viel Interessantes. „Wir haben zum Beispiel
ein Windkraftwerk gebaut und
ein Auto aus Legosteinen mit
Solarplatte, das ist durch die
Sonneneinstrahlung gefahren“,
berichtet Marlene Sanderell,
Schülerin der Klasse 3b. Linus
Monderloh aus der 3c fand besonders spannend, was über die
Energiequellen Wind, Wasser
und Sonne berichtet wurde.
Wie die Photovoltaikanlage auf
dem Dach ihrer Schule funktioniert und was sie leistet, hat
Foto: t&w
Ralf Brügmann einfach erklärt.
Bei einer Schätzaufgabe konnten die Kinder erraten, wie
viel Strom die Anlage in zehn
Minuten erzeugt und wie viel
man dafür zahlen müsste, wenn
es die Anlage nicht gäbe. Der
Gewinn: 20 Kinder durften mit
dem Hubsteiger der Avacon abheben und einen Blick auf die
Solaranlage werfen, die von
unten nicht zu sehen ist. Auch
Dechant Carsten Menges nutzte diesen Aufstieg, um die neue
Anlage zu segnen.
Hilfe für
Angehörige
Ein feuriges
Laternenfest
lz Lüneburg/Reppenstedt.
Die Betreuung von Menschen
mit Demenz ist für betroffene
Angehörige häufig eine emotionale Herausforderung. Die Alzheimer Gesellschaft Lüneburg
bietet deshalb seit vielen Jahren
eine Selbsthilfegruppe für betroffene Angehörige an, in der
sie sich austauschen können
und Entlastung erfahren. Nun
soll in Reppenstedt eine zweite
Gruppe gründet werden. Weitere Informationen dazu gibt es
bei der Alzheimer Gesellschaft
unter
76 66 56.
E
ine feurige Show (t&wFoto) gab es zum Abschluss
des Mondscheinlaternenfestes,
zu dem das Stadtteilhaus Salino in den Kurpark eingeladen
hatte. Zuvor standen Spiel und
Spaß auf dem Programm sowie
natürlich ein Umzug mit bunten Lampions. Den nächsten
Laternenumzug
veranstaltet
der MTV Treubund am kommenden Sonnabend, 18. Oktober, ab 18.30 Uhr. Begleitet
von Spielmannszügen geht es
vom Sportpark Uelzener Straße
durchs Rote Feld zum Kurpark.
lz Lüneburg. Schüler, Eltern
und der Förderverein der Integrierten Gesamtschule (IGS)
in Kaltenmoor reagieren auf
Aussagen der Jungen Liberalen,
der
Nachwuchsorganisation
der FDP, zur schulpolitischen
Entwicklung in Niedersachsen.
Der Landesvorsitzende Niklas
Drexler hatte bei einem Besuch
in Lüneburg jüngst erklärt, dass
die Schüler in einer Gesamtschule lange Zeit keine Noten
erhielten, das könne später zu
einem „bösen Erwachen“ führen (LZ berichtete). Die IGSVerteter verweisen darauf, dass
die Mädchen und Jungen in jedem Halbjahr eine Beurteilung
erhalten, das sei also nicht viel
anders als an anderen Schulen,
in der Beurteilung des Fachwissens, weiterer Fähigkeiten
und sozialer Kompetenzen
nur genauer. Ab dem zweitem
Halbjahr in Klasse 8 gebe es
Notenzeugnisse. Die Eltern
seien dadurch stets über den
Leistungsstand ihrer Kinder informiert. Der Förderverein und
die Schüler wollen die Jungen
Liberalen nun einladen, um ihnen vor Ort zu erklären, wie die
Schule arbeitet.
Kita-Väter
packen an
lz Lüneburg. Zwei Samstage opferten sechs Väter von
Kindern der Kita Marienplatz,
um auf dem Hofgelände der
Einrichtung ein Carport aufzubauen. Es soll Kindern und
Erziehern die Möglichkeit für
Werkangebote auf dem Außengelände ermöglichen. Unternehmungen wie das Werken,
das mit hoher Lautstärke verbunden ist, können so aus dem
Gruppenraum verlagert werden. Ebenso können dort Angebote aus dem Atelier stattfinden, und der Unterstand bietet
Platz für Elterncafés, Feste oder
zum Grillen.
Die Idee zum Carport-Bau
entstand, als eine marode Spielhütte abgerissen werden musste. Eltern und Erzieherinnen
waren sich schnell einig, dass
für Ersatz gesorgt werden muss.
Kita-Leiterin Petra Selent lobt
den Einsatz der Eltern: „In Zeiten knapper Kassen muss man
schauen, wie man miteinander
etwas Gutes auf die Beine stellen kann. Dieses ist in diesem
Fall geglückt.“
„Keine Scheu vor Fremden“
Fabs bringt Farbe ins Leben
Landessuperintendent Rathing eröffnet Predigtreihe des Bischofsrates
Einrichtung lässt 50-jähriges Wirken im Glockenhaus Revue passieren
lz Lüneburg. Landessuperintendent Dieter Rathing setzt
sich angesichts des weltweiten
Flüchtlingselends für „Zugangswege in unser Land neben dem
Asyl“ ein. Zudem sollten die
Asylverfahren beschleunigt und
Arbeitsverbote für Flüchtlinge
gelockert werden. Mit seiner
Kanzelrede in St. Johannis eröffnete der Regionalbischof für
den Sprengel Lüneburg eine
Predigtreihe des Bischofsrates
zum EKD-Themenjahr „Reformation und Politik“.
Die Bibel sei voller Geschichten von Menschen, die ihre Heimat verlassen und in die Fremde gehen, sagte Rathing. Dabei
seien die Gründe damals wie
heute dieselben: Auswandern,
Hunger, Flucht vor Verfolgung.
Die Bibel unterscheide nicht
zwischen guten und schlechten
Fremden. Sie sollten auch nicht
nur aus Mitleid aufgenommen
werden „oder weil man reich
genug ist, um zu teilen, oder
weil man von den Fremden
profitieren könnte“. Die Bibel
begründe humanitäres Handeln
vielmehr mit einer Erinnerung:
„Denn ihr seid auch Fremdlinge
gewesen in Ägyptenland.“
Viele Menschen der älteren
Generation hätten noch erlebt,
wie ganz Europa ein Kontinent
von Flüchtlingen und Vertriebenen war. Solches Bewusstsein könne Menschen für die
Not der Flüchtlinge von innen
heraus öffnen. „Es ist das Gesicht eines Menschen, der wir
sein könnten“, gab Rathing unter anderem mit Blick auf die
Bilder von kletternden Menschen an Stacheldrahtzäunen
in Nordafrika zu bedenken.
Der Regionalbischof dankte
in seiner Predigt „dem viel gescholtenen Fernsehen, Journalisten und Bildreportern“. Sie
machten die Geschichten von
Flüchtlingen publik. So gingen
heute viele Menschen nachdenklicher,
aufgeschlossener
und hilfsbereiter auf Asylbewerber zu als noch vor 20 Jahren,
sagte Rathing und lobte in dem
Zusammenhang auch das En-
gagement der Willkommensinitiative Lüneburg.
Im Jesus-Gleichnis vom bittenden Freund (Lukas 11,5-13)
fand der Theologe zudem eine
Ermutigung zum hartnäckigen
und nachhaltigen Gebet „auch
von denen, die stellvertretend
ihre Stimme den Flüchtlingen leihen“. Gewiss könne
Deutschland nicht die Armutsund Demokratieprobleme der
Welt lösen. Gleichwohl stimme
die von Joachim Gauck wiederholt gestellte Frage demütig:
„Tun wir wirklich alles, was wir
tun könnten?“
Der von Helmut Schmidt geprägte Satz, wonach man mit
der Bergpredigt nicht die Welt
regieren könne, sei richtig.
„Aber man kann mit der Bergpredigt die Herzen der Menschen erreichen, und so erreichte Herzen regieren die Welt
anders“, zeigte sich Rathing
überzeugt. Er ermutigte die Zuhörer: „Euer Herz ist so groß,
dass es keine Scheu haben muss
vor allem, was fremd ist.“
as Lüneburg. Bedeutende Ereignisse des Jahres 1964
zeigte ein Schwarz-Weiß-Film
des TV-Pioniers Tilo Koch im
Glockenhaus. Dorthin hatte
jetzt die Evangelische FamilienBildungsstätte (Fabs) anlässlich
ihres 50-jährigen Bestehens
eingeladen. „In Lüneburg wurde es in jenem Jahr bunt durch
die Evangelische Mütterschule,
dem Vorläufer der Fabs, die am
22. Mai 1964 gegründete wurde“, sagte Matthias Skorning,
seit 1991 Leiter der Fabs. Rund
120 Gäste waren gekommen,
darunter viele Kursleiter, die
in all den Jahren mit Schwung
und immer neuen Angeboten
die Einrichtung zu einer wichtigen Institution in Lüneburg
gemacht haben.
Couragierte Frauen haben
einst die Mütterschule gegründet, im Oktober vor 50 Jahren
liefen die ersten Kurse. Daraus
entwickelte sich im Laufe der
Jahre ein dickes Programm, das
aktuell mehr als 400 Veranstaltungen mit Angeboten für jeden
Geschmack und alle Altersgruppen vorhält. Heute hat die
Fabs zwei Pädagogen-Stellen,
die sich Skorning, Helga Lindenau und Frauke Hahnemann
teilen, unterstützt werden sie
von Sekretärin Heidi Kastens
und 140 Honorarkräften.
Statt großer Reden gab es
zum Jubiläum eine Revue durch
die Jahre. Superintendentin
Christine Schmid, Bürgermeisterin Regina Baumgarten, Martin Wiese, Leiter Fachbereich
Soziales beim Kreis, Magda
Meyer-Schulte vom Sprecherkreis Evangelische FamilienBildungsstätten in Niedersachsen, und Ulrike Stephan von
der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft Familie erzählten
auf dem Podium auch über
persönliche Erfahrungen mit
der Einrichtung. Musikalisch
begleitet und moderiert wurde
die Runde von Bea Nyga. Das
Wirken des Fabs setzte Janine
Hübner charmant in Szene.
Helga Lindenau und Matthias Skorning
stoßen mit
ihren Gästen
auf 50 Jahre
Erfolgsgeschichte der
Fabs an.
Foto: be
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
6
Dateigröße
136 KB
Tags
1/--Seiten
melden