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HSV mit Droby und Glück, Marcelo mit doppeltem Pech - Neu

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NR. 05/15
08. Februar 2015
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HSV mit Droby
und Glück,
Marcelo mit
doppeltem Pech
Der Hannoveraner Verteidiger Marcelo (Nummer 25), der den Ball vor beiden HSVTreffern jeweils noch entscheidend abfälschte, im Luftkampf mit dem Hamburger
Nicolai Müllr (links). Foto: Eibner-Pressefoto
FUSSBALL 1. BUNDESLIGA
SEITE 03
Selke und Junuzovic treffen
Vierter Werder-Sieg in Folge:
Die sensationelle Erfolgsserie hält an
SV Werder Bremen –
TSV Bayer 04 Leverkusen 2:1
(2:1)
Trainer Roger Schmidt wird wegen Reklamierens auf die Tribüne
verwiesen (65.)
SV Werder Bremen: Wolf – Gebre Selassie, Galvez (50. Lukimya
Mulongoti), Vestergaard, Sternberg – Bargfrede, Kroos – Fritz,
Junuzovic (86. Santiago Garcia)
– Bartels – Selke (63. Öztunali).
Trainer: Viktor Skripnik
TSV Bayer 04 Leverkusen: Leno
– Hilbert, Toprak, Spahic, Wendell
– Bender, Castro – Bellarabi, Calhanoglu (46. Heung-Min Son),
Brandt (85. Papadopoulos) –
Kießling (69. Drmic). Trainer: Roger Schmidt
Schiedsrichter: Peter Sippel
(Würzburger Kickers)
Zuschauer: 39.653
Tore: 1:0 Selke (18.), 2:0 Junuzovic (29.), 2:1 Calhanoglu (43.)
Gelbe Karten: Fritz (3. Gelbe
Karte) – Toprak (5. Gelbe Karte,
gesperrt), Castro (3. Gelbe Karte),
Wendell (5. Gelbe Karte, gesperrt)
Besonderes Vorkommnis: –
Auch am zweiten Sonntag im Februar wurde um 15.30 Uhr ein
Heimspiel des SV Werder Bremen
angepfiffen: Nach dem 1:0-Sieg
gegen Hertha BSC Berlin am 1.
Februar ging es sieben Tage später gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen. Bei den Gästen saßen
die beiden ehemaligen WerderProfis Sebastian Boenisch und Simon Rolfes sowie Heung-Min
Song, Ex-Stürmer des Hamburger
SV, saßen bei Bayer nur auf der
Bank. Dafür durfte der gebürtige
Bremer Julian Brandt beginnen.
Nach einer gemächlichen Anfangsphase beider Mannschaften
gab es in der vierten Minute so etwas wie die erste Torchance für
die Hausherren: Zlatko Junuzovic
schickte Fin Bartels steil, doch den
Schuss des gebürtigen Bremers
konnte Gäste-Verteidiger Emir
Spahic noch abblocken. In der
siebten Minute hatte der Leverkusener Torjäger Stefan Kießling
seine erste auffällige Szene –
doch dann wurde er nach Roberto
Hilberts Linksflanke wegen einer
Abseitsstellung zurückgepfiffen.
Anschließend versuchte der
Werksklub, ein Pressing aufzuziehen, und hatte insgesamt auch
deutlich mehr Ballbesitz – doch
die Bremer waren immer wieder
dazu in der Lage, sich spielerisch
aus der eigenen Spielfeldhälfte zu
befreien. Und nach einer Viertelstunde gab es die zweite gute
Werder-Chance: Nach Junuzovics
Freistoßflanke aus dem rechten
Halbfeld kam der aufgerückte Innenverteidiger Jannik Vestergaard
zum Kopfball, setzte diesen aber
knapp über die Latte.
Zwei Minuten später brachte ein
blitzschneller Bremer Angriff aber
den Führungstreffer: Bartels war
auf der linken Seite für keinen Leverkusener zu stoppen und passte
perfekt in die Mitte zu Davie Selke,
der den Ball mit vollem Risiko direkt nahm und wuchtig zum 1:0
versenkte – ein herrlicher Treffer.
SEITE 04
In der Schlussphase gab es zahlreiche umkämpfte Situationen. Die Bremer, die
hier mit vereinten Kräften vor Lars Bender (Mitte) klären, retteten ihre knappe
Führung gegen Leverkusen aber ins Ziel. Foto: Eibner-Pressefoto
FUSSBALL 1. BUNDESLIGA
Im direkten Gegenzug versuchte
Hakan Calhanoglu es mit einem
Fernschuss und der Ball flatterte
extrem, hing am Ende aber doch
deutlich am Ziel vorbei. Etwas zu
hoch hatte danach der Ex-Braunschweiger Karim Bellarabi sein Visier eingestellt: Als die Hausherren einen Eckstoß nicht entscheidend klären konnten, ging Bellarabis Nachschuss über die Latte
(24.). Doch die Bremer beschränkten sich nach ihrer Führung keinesfalls darauf, das knappe 1:0
nur zu verwalten, sondern nahmen weiterhin aktiv am Spielgeschehen teil.
Dies hätte in der 27. Minute gleich
zweimal zum 2:0 führen können:
Zunächst gab Theodor Gebre Selassie nach einer Freistoßflanke
von Bartels einen schulbuchmäßigen Kopfball ab, den BayerKeeper Bernd Leno jedoch glänzend parierte. Und nur wenige Augenblicke später zog Bartels
selbst von der Strafraumgrenze
aus ab, schoss aber hauchdünn
am linken Pfosten vorbei. Der gute
Vorsatz von Leno, seinen Gegentor-Schnitt auf einen Gegentreffer
pro Partie zu senken, war dann
nach einer halben Stunde aber
doch Makulatur. Weil Ömer Toprak
mit einem Handspiel vollkommen
überflüssig einen Freistoß verursacht und Junuzovic diesen aus
17 Metern ins Netz gezaubert
hatte, führten die Bremer nicht unverdient mit 2:0.
Die Leverkusener gaben aber
nicht auf: Beinahe hätte Brandt
sich in seiner Geburtsstadt in die
Torschützenliste eingetragen,
doch nach Bellarabis guter Linksflanke köpfte er knapp am kurzen
Pfosten vorbei (40.). Drei Minuten
später mussten die Bremer allerdings den Anschlusstreffer hinnehmen: Erneut konnte die rechte
Bremer Abwehrseite ein gutes Zusammenspiel von Bellarabi und
Brandt nicht unterbinden. Brandt
bediente schließlich Gonzalo Castro, dessen Schuss vom rechten
Pfosten zurück ins Feld sprang.
Auch den ersten Nachschuss
konnten die Gäste noch nicht verwandeln (Wendell scheiterte am
stark reagierenden Werder-Torwart Raphael Wolf), aber den
zweiten Abpraller drückte dann
Calhanoglu per Kopf über die Linie – ausgerechnet jener Calhanoglu, der in der vergangenen
Saison noch für den Hamburger
SV am Ball war.
In der Pause war für Calhanoglu
trotzdem Feierabend, Heung-Min
Son sollte das Offensivspiel der
Rheinländer fortan beleben. Kurz
nach dem Seitenwechsel musste
auch Werder-Coach Viktor Skripnik erstmals wechseln: Alejandro
Galvez musste mit einer Verletzung am rechten Knöchel passen,
für ihn kam Assani Lukimya Mulongoti in die Partie. Als sich die
Bremer Abwehr noch nicht wieder
richtig sortiert hatte, hätten die Leverkusener bereits zum Ausgleich
kommen können, ja müssen:
Kießling scheiterte von halblinks
aus aber am kurzen Pfosten (52.).
In der 65. Minute wurde BayerCoach Roger Schmidt dann von
Schiedsrichter Peter Sippel (aus
München) auf die Tribüne verwiesen. Der Grund dafür: Wie schon
bei ihrer 0:1-Niederlage beim HSV
am 1. November 2014, hatten sich
die Leverkusener (und allen voran
ihr Trainer) über die angeblich zu
harte gegnerische Spielweise beschwert.
In einer ruppigen Schlussphase
hatten beide Teams noch jeweils
eine Chance: Einen Drmic-Kopfball parierte Wolf, den Nachschuss jagte Bellarabi über die
Latte (72.). Auf der Gegenseite
verpasste Junuzovic bei einem
der wenigen Werder-Konter das
3:1, als er mittig in Lenos Arme
zielte (84.). Doch es reichte für die
Bremer auch so zum vierten (!)
Sieg in Folge, durch den sich der
ehemalige Abstiegskandidat bereits auf den achten Platz verbesserte – eine sensationelle Erfolgsserie!
BS
FUSSBALL 1. BUNDESLIGA
SEITE 05
Erfolgreich in der Englischen Woche
Mit Skripnik gelingt der dritte
Sieg in Folge – das gab es zuletzt 2011
TSG 1899 Hoffenheim –
SV Werder Bremen 1:2 (1:1)
TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Beck, Strobl, Bicakcic,
Jin-Su Kim – Schwegler (78.
Rudy), Polanski – Volland, Elyounoussi (65. Schipplock) – Roberto Firmino – Szalai (65. Modeste).
Trainer: Markus Gisdol
SV Werder Bremen: Wolf – Gebre Selassie, Galvez, Vestergaard, Santiago Garcia – Bargfrede – Fritz, Bartels – Öztunali
(46. Kroos) – di Santo (89. Hajrovic), Selke (81. Sternberg). Trainer: Viktor Skripnik
Schiedsrichter: Guido Winkmann (SV Nütterden)
Zuschauer: 23.621
Tore: 0:1 di Santo (8.), 1:1 Bicakcic (34.), 1:2 Bargfrede (52.)
Gelbe Karten: Rudy (5. Gelbe
Karte, gesperrt) – Kroos (3.
Gelbe Karte), Santiago Garcia
(6.), di Santo (3.), Bartels (4.)
Der SV Werder Bremen
schwamm auch in der „Englischen Woche“ weiter auf der Erfolgswelle: Am Mittwochabend
gewannen die Bremer bei der
TSG 1899 Hoffenheim mit 2:1
und feierten damit bereits ihren
dritten Bundesliga-Sieg in Folge.
Dies gab es zuletzt im September 2011, als Thomas Schaaf
noch Werder-Trainer war; Robin
Dutt, der im Sommer 2013 das
Erbe von Schaaf antrat, war eine
solche Erfolgsserie nicht vergönnt – Viktor Skripnik, der Dutt
am 26. Oktober 2014 beerbte,
feierte nun insgesamt bereits seinen sechsten Sieg im zehnten
Spiel.
Die Partie in der Wirsol RheinNeckar-Arena in Sinsheim hätte
für die Bremer besser kaum beginnen können. Als gerade einmal acht Minuten gespielt waren,
legte Davie Selke von halbrechts
aus mustergültig auf für seinen
Sturmpartner Franco di Santo,
der von halblinks aus genau Maß
nahm und den Ball flach links
zum 0:1 versenkte. Die Hoffenheimer übernahmen fortan das
Zepter und drängten auf den
schnellen Ausgleich. Kevin Volland vernaschte über seine
rechte Seite Santiago Garcia,
blieb dann aber an Werder-Torwart Raphael Wolf hängen. Besser machte es Santiago Garcia,
als er energisch gegen Tarik Elyounoussi klärte, der nach Roberto Firminos Dribbling über die
linke Seite freie Bahn hatte.
Nach einer guten halben Stunde
fiel aber der Ausgleich: Pirmin
Schweglers Eckstoß von der linken Seite verlängerte Adam Szalai; weil dann ausgerechnet der
neue Werder-Verteidiger Jannik
Vestergaard an seiner früheren
Wirkungsstätte (bis Ende Januar
stand der Däne noch bei Hoffenheim unter Vertrag) schlief und
Wolf am Ball vorbei flog, konnte
der Ex-Braunschweiger Ermin Bicakcic zum 1:1 einköpfen. Erneut
keine Pluspunkte sammelte Wolf
im internen Konkurrenzkampf gegen Neuzugang Koen Casteels
(einen weiteren Ex-Hoffenheimer), als er an einem Freistoß
von Jin-Su Kim vorbei flog. Tobias Strobl konnte davon allerdings nicht profitieren, sondern
bekam vor dem leeren GästeGehäuse keinen Torschuss zustande, ehe Santiago Garcia per
Grätsche klären konnte (39.).
Umso besser reagierte Wolf dafür, als Schwegler es nach guter
Vorarbeit von Roberto Firmino
und Szalai über die linke Seite
mit einem Gewaltschuss versuchte (43.). Die Bremer, die sich
glücklich schätzen mussten, inzwischen nicht schon in Rückstand geraten zu sein, hatten
dann die letzte Aktion der ersten
Halbzeit: Nach Santiago Garcias
Kopfballvorlage gab der Ex-Hoffenheimer Selke (kickte von 2009
bis zum Dezember 2012 im
Kraichgau) einen Drehschuss ab,
den TSG-Torwart Oliver Baumann aber gut parierte (45.).
In den zweiten Durchgang legten
die Bremer dann wieder einen
Start nach Maß hin: Weil die
1899-Abwehr nach einem Bremer Einwurf nicht auf der Höhe
des Geschehens war, kam zunächst di Santo von halbrechts
aus zum Torschuss, der noch abgeblockt wurde. Der Ball landete
aber direkt vor den Füßen von
Philipp Bargfrede, der aus 16
Metern per Direktabnahme zum
1:2 erfolgreich war – auch, weil
sein Schuss noch abgefälscht
wurde. Die Hausherren waren erneut bemüht, eine schnelle Antwort zu finden: Bicakcics Volleyversuch nach einer Linksflanke
landete aber in der fünften Etage
und als es Jin-Su Kim mit einem
Freistoß durch die Werder-Abwehrmauer versuchte, ging der
Ball knapp rechts am Ziel vorbei.
Die Gäste agierten anschließend
aber mit einer geschickten Vorwärts-Verteidigung und beschäftigten die Kraichgauer auch weiterhin in deren Spielfeldhälfte.
Eine Flanke von Fin Bartels landete leicht im Rücken von di
Santo, der deshalb keinen gefährlichen Kopfball mehr zustande bekam. Dann zielte Bargfrede bei einem Konter von halblinks aus nur knapp am langen
Pfosten vorbei (75.). Doch auch
so reichte es zum bereits vierten
Werder-Sieg im siebten Gastspiel bei Hoffenheim.
BS
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FUSSBALL 1. BUNDESLIGA
Hannover trifft 3x - und verliert
Hamburger SV mit viel Glück zum
wichtigen Heimsieg im Nordderby
Hamburger SV Hannover 96 2:1 (1:0)
Hamburger SV: Drobny - Westermann (46. Götz), Djourou,
Rajkovic, Marcos (78. Kacar) Diaz, van der Vaart (46. Jiracek),
Sieber, Müller, Jansen - Olic.
Trainer: Josef „Joe“ Zinnbauer
Hannover 96: Zieler - Sakko
(46. Pereira), Marcelo, Schulz
(63. Sobiech), Albornoz Schmiedebach, Sané, Briand,
Stindl, Kiyotake (84. Bittencourt)
- Joselu.
Trainer: Tayfun Korkut
Schiedsrichter: Manuel Gräfe
(Berlin)
Gelbe Karten: Jansen - Keine
Zuschauer: 51.779 (in der imtech Arena im altehrwürdigen
Hamburger Volkspark)
Besoderes Vorkommnis: Drobny
hält Foulelfmeter von Joule (23.)
Tore: 1:0 Marcelo (26., Eigentor), 2:0 Jansen (50.), 2:1 Sobiech (66.)
Luftkampf zwischen dem starken Hamburger Marcell Jansen (rechts) und dem
Hannoveraner Jimmy Briand. Foto: Eibner-Pressefoto
Der Hamburger SV schickt sich
an, in der Bundesliga aus dem
Tabellenkeller zu klettern. Nach
der 0:2 Heimniederlage zum
Rückrundenauftakt gegen den 1.
FC Köln und dem Abrutschen
auf Relegationsplatz 16, fuhr der
Bundesliga-Dino binnen drei Tagen zwei Siege in Folge ein. Am
Mittwochabend gewann der HSV
beim Aufsteiger SC Paderborn
mit 3:0 und revanchierte sich damit für die Heimniederlage zum
Saisonauftakt am 31. August, mit
exakt dem selben Ergebnis. Am
Samstagabend fuhr die Mannschaft von Trainer Joe Zinnbauer
dann einen weiteren wichtigen
„Dreier“ ein. Mit 2:1 wurde der
„HSV aus Niedersachen“ Hannover 96 im heimischen Volkspark niedergerungen. Über
neunzig Minuten war es ein sehr
glücklicher Erfolg für die Elbstädter, denn die Gäste zeigten die
wesentlich bessere Spielanlage
und hatte mehrere Möglichkeiten
in Führung zu gehen. Bereits
nach zwei Minuten wurde Joselu
beim Schussversuch gerade
noch zur Ecke abgeblockt. In der
sechsten Minute dann der erste
Hochkaräter für die „Roten“ aus
der niedersächsischen Landeshauptstadt. Marcel Schmiedebach zog aus zentraler Position
volley ab, scheiterte jedoch am
starken HSV-Keeper Jaroslav
Drobny, der den Ball über den
Querbalken lenkte. Zwei Minuten
FUSSBALL 1. BUNDESLIGA
später war es dann wieder Joselu, der 96 in Front hätte bringen können, doch der Stürmer
verzog aus halbrechter Position.
Nach dem der starke Jimmy Briand beim Schuss geblockt wurde
(10.), hatte der HSV in der 17.
Minute seinen ersten konstruktiven Angriff. Doch eine Linksflanke von Ronny Marcos, verpasste Nicolai Müller mit dem
Kopf nur knapp. In der 23. Minute hätte dann das 0:1 zugunsten der Gäste fallen müssen.
HSV-Kapitän Rafael van der
Vaart traf im Strafraum Salif
Sané mit dem Fuß am Bein und
der Hannoveraner kam zu Fall.
Folgerichtig gab es Foulelfmeter.
Doch Drobny machte sich lang
und parierte den Flachschuss
von Josule und verhinderte den
Hamburger Rückstand. Die
Gastgeber kamen nun besser
ins Spiel und ging drei Minuten
später mit viel Glück selbst in
Führung. Denn eine Linksflanke
von Zoltan Stieber, lenkte Marcelo über 96-Keeper Ron-Robert
Zieler zum 1:0 ins eigene Tor.
Die Gäste versuchten wieder
ihre Linie zu finden, doch mehr
als eine Direktabnahme von Briand, die am langen linken Pfosten vorbei flog, war nicht drin
(43.). Kurz zuvor verzog auf der
Gegenseite Heiko Westermann
aus identischer Position ebenfalls. In der zweiten Halbzeit war
der HSV fünf Minuten nach Wiederbeginn ein weiteres mal im
Glück und kam so zum zweiten
Torerfolg. Marcell Jansen schoss
zentral aus 18 Meter auf das
Hannoveraner Gehäuse. Seinen
Schuss fälschte erneut Marcelo
ab und so landete der Ball unhaltbar für Zieler zum 2:0 im
Netz. In der 57. Minute verpasste
Winterneuzugang Marcelo Diaz
mit einem schönen Freistoss aus
halblinker Position nur hauchdünn das 3:0. Nachdem Sané in
der 63. Minute den Ball direkt in
die Arme von Drobny schoss, fiel
drei Minuten später der Anschlusstreffer der Niedersach-
sen. Der kurz zuvor eingewechselte Artur Sobiech, der für große
Gefahr sorgte, nutzte eine Unentschlossenheit in der Hamburger Defensive und schoss zum
2:1 ein. Drei Minuten später
hatte Josule mit einem Fallrückzieher den Ausgleich auf dem
Fuß, doch der Ball flog über das
Tor. Beinahe im Gegenzug hatte
Stieber die Chance zum 3:1,
scheiterte aber freistehend am
stark reagierenden Zieler. In der
80. Minute sorgte ein Befreiungsschlag von Drobny für eine erneute Chance des HSV, den
Zwei Tore Abstand wieder herzustellen. Der Ball kam zum
durchstartenden Olic, der aber
stark bedrängt, ebenfalls an Zieler scheiterte. In der Schlussphase setzte 96 dann alles auf
eine Karte. Doch Briand stocherte den Ball am rechten Pfosten vorbei (84.) und Sobiech
schoss einen Freistoss ebenfalls
knapp rechts neben das Tor
(90.+1.). In den weiteren zwei
Minuten der Nachspielzeit, hielt
Drobny den Ball dann immer vor
den gegnerischen Offensivspielern und den Sieg für den HSV
fest. „Fußball ist nicht immer gerecht“, war 96-Trainer Tayfun
Korkut nach der Partie nur über
das Endresultat nach neunzig
Minuten frustriert. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf
machen. Wir sind gefestigt, werden mit diesem offensiven Konzept weiterspielen und hoffen,
dass sich bald die nötigen Erfolge einstellen“, so der 96Coach. HSV-Trainer Joe Zinnbauer war nach dem Spiel froh
über die drei Punkte. „Hannover
war eindeutig die bessere Mannschaft. Wir haben uns für das
Konzept entschieden, hinten
nichts zuzulassen. Dass ist unseren Verletzungssorgen geschuldet. Mit der Einstellung meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden, man hat gesehen, dass
sie wollte“, atmete Zinnbauer
nach neunzig Minuten Kampf
des HSV tief durch.
jös
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FUSSBALL 1. BUNDESLIGA
„Wölfe“ glänzen mit Effizienz
De Bruynes Torhunger ist
noch immer nicht gestillt
VfL Wolfsburg –
TSG 1899 Hoffenheim 3:0 (2:0)
VfL Wolfsburg: Benaglio – Vieirinha (73. Guilavogui), Naldo,
Knoche, Ricardo Rodriguez – Arnold, Luiz Gustavo – Caligiuri (65.
Jung), de Bruyne (86. Schäfer),
Schürrle – Dost.
Trainer: Dieter Hecking
TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Beck, Strobl, Bicakcic,
Jun-Su Kim – Polanski, Schwegler (65. Modeste) – Nadiem Amiri,
Elyounoussi (46. Zuber) – Roberto Firmino, Volland.
Trainer: Markus Gisdol
Schiedsrichter: Dr. Jochen
Drees (Blau-Weiß MünsterSarmsheim)
Zuschauer: 26.356
Tore: 1:0 Dost (4.), 2:0 de Bruyne
(28.), 3:0 de Bruyne (84.)
Gelbe Karten: Schürrle (1. Gelbe
Karte), Guilavogui (1. Gelbe
Karte) – Polanski (5. Gelbe Karte,
gesperrt)
Kurz vor dem Ablauf der WinterTransferperiode war er am Montagabend, 2. Februar endlich perfekt, der Wechsel von André
Schürrle vom englischen Spitzenklub FC Chelsea London zum VfL
Wolfsburg. Rund 32 Millionen
Euro ließen die „Wölfe“ sich die
Der mit dem Ball tanzt: Kevin de Bruyne machte gegen Hoffenheim mit einem Doppelpack einmal mehr den Unterschied
für den VfL Wolfsburg aus. Foto: Eibner-Pressefoto (Archiv)
Rückkehr des Weltmeisters in die
Bundesliga kosten. Als der VfL
am Dienstagabend soeben noch
ein 1:1-Unentschieden bei Eintracht Frankfurt erreichte, stand
Schürrle noch nicht im Kader. Der
24-Jährige konnte sich am Fernseher darüber freuen, dass Kevin
de Bruyne, den der VfL vor einem
Jahr ebenfalls vom FC Chelsea
verpflichtet hatte (für den Belgier
waren damals immerhin rund 22
Millionen Euro aus der Autostadt
an die Themse geflossen) in der
88. Minute noch zum Endstand
ausglich.
Am Sonnabendnachmittag wurde
Schürrle von VfL-Coach Dieter
Hecking aber gleich in die StartElf beordert – und das war aus
Wolfsburger Sicht auch gut so.
Als das Bundesliga-Spiel gegen
die TSG 1899 Hoffenheim gerade
einmal vier Minuten alt war,
flankte Schürrle von links bereits
scharf in die Mitte. Der Ball wurde
noch minimal abgefälscht und
dann war es Bast Dost, der energisch in die Flanke herein spritzte
und das 1:0 erzielte. Jener Dost,
der acht Tage zuvor schon beim
4:1-Sieg gegen den FC Bayern
München zum Rückrunden-Start
einen Blitztreffer erzielt hatte. In
der 28. Minute schnupperte
Schürrle selbst an seinem DebütTreffer: Nach einer Rechtsflanke
von Daniel Caligiuri nahm der ExLeverkusener den Ball mit vollem
Risiko direkt und jagte ihn brachial an die Latte. So brachial,
dass der Ball von dort in hohem
Bogen direkt zum rund 15 Meter
vor dem Tor lauernden de Bruyne
sprang, der zum 2:0 ins verwaiste
Gehäuse einköpfte.
FUSSBALL 1. BUNDESLIGA
In einer weiteren Szene
schrammte Schürrle nur knapp
an einem Tor in seinem Premieren-Spiel für den VfL vorbei: Nach
einem schönen Spielzug war er
von links aus bereits an TSG-Torwart Oliver Baumann vorbei gekommen, blieb dann aber an einer beherzten Grätsche von
Gäste-Verteidiger Andreas Beck
hängen. Und Schürrle zeigte,
dass er auch austeilen kann: Mit
einer in der Premier League sicher nicht unüblichen Härte leistete er sich im Mittelfeld ein Foul
an Pirmin Schwegler, für das ihm
Schiedsrichter Dr. Jochen Drees
(aus Münster-Sarmsheim) sogleich die Gelbe Karte zeigte.
Weil ein Schuss des Hoffenheimers Tarik Elyounoussi, abgegeben von halblinks aus gut 18 Metern, knapp am langen Eck vorbei
zischte, wurden die Seiten beim
Stand von 2:0 gewechselt.
Im zweiten Durchgang hätten die
Gäste aus dem Kraichgau aber
mindestens den Anschlusstreffer
und eigentlich sogar auch den
Ausgleich erzielen können, ja
müssen. Glück hatten die
„Wölfe“, als ein klares Foul ihres
Verteidigers Robin Knoche im eigenen Strafraum an Volland
(beide Akteure stehen bekanntermaßen im Fokus von Bundestrainer Joachim Löw) nicht mit einem
Elfmeter geahndet wurde. Dann
zeigte VfL-Keeper Diego Benaglio gleich zweimal seine Klasse.
Zunächst wehrte der Schweizer
einen halbhohen Schuss von Roberto Firmino, der nach einem
überraschenden Hackentrick von
Benaglios Landsmann Steven
Zuber freie Bahn hatte, stark ab
(69.). Nur zwei Minuten später
fand dann der eingewechselte
TSG-Stürmer Anthony Modeste
mit einem Flachschuss seinen
Meister in Benaglio.
Auch die beiden nächsten aussichtsreichen Versuche der
Gäste fanden in der VolkswagenArena nicht den Weg ins Ziel: Zunächst scheiterte Zuber mit einem mittigen Flachschuss an Benaglio (78.), dann zielte Roberto
Firmino aus spitzestem Winkel
knapp vorbei (79.). Besser machten es dann erneut die „Wölfe“;
die mit einer gnadenlosen Effizienz in der 84. Minute erneut zubissen und das alles entscheidende 3:0 nachlegten. Nach einem Pass von Dost zog de
Bruyne von halbrechts aus 20
Metern knallhart ab und der Ball
zappelte links halbhoch zum End-
stand im Netz.
VfL-Coach Dieter Hecking erklärte anschließend auf der Internet-Seite
seines
Vereins
(„www.vfl-woflsburg.de“): „Wir haben in der ersten Halbzeit sehr
effizient gespielt und weitestgehend die Kontrolle über das Spiel
gehabt. Nach dem 2:0 haben wir
dann aber zu viele Räume freigegeben, und die Hoffenheimer
haben uns durch ihre starke Offensivreihe einige Probleme bereitet. Im zweiten Durchgang haben wir noch fahriger und unkonzentrierter gespielt und die TSG
zu Chancen eingeladen. Wenn
wir nicht Diego Benaglio gehabt
hätten, der ein paar Mal stark gehalten hat, hätte die Partie auch
eine andere Wendung nehmen
können. Aber es ist auch die
Qualität, die wir im Moment haben, dass wir immer für ein Tor
gut sind.“
Die „Wölfe“, die ihre Zielsetzung
nun auch offiziell nach oben korrigiert haben und zum zweiten
Mal in ihrer Vereinsgeschichte die
Qualifikation für die UEFA-Champions-League erreichen möchten,
sind nun am Sonnabend, 14.
Februar bei einem direkten Konkurrenten gefordert: Ab 15.30 Uhr
sind sie zum Duell zweier WerkKlubs beim TSV Bayer 04 Leverkusen zu Gast. Für Schürrle ist
es ein Auftritt an seiner früheren
Wirkungsstätte (von 2011 bis
2013 war er für Leverkusen aktiv). Auf der Gegenseite steht im
Bayer-Kader mit dem gebürtigen
Bremer Julian Brandt auch ein
Ex-Wolfsburger (von 2011 bis
zum Januar 2014 kickte er in der
VfL-Jugend).
BS
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SEITE 10
FUSSBALL 1. BUNDESLIGA
Boateng sieht zum vierten Mal „Rot“
Wieder nur 1:1 gegen die Matteo
FC Bayern München –
FC Schalke 04 1:1 (0:0)
FC Bayern München: Neuer –
Benatia, J. Boateng, Alaba – Weiser (88. Rode), Xabi Alonso,
Schweinsteiger, Juan Bernat –
Robben, Götze (27. Dante) – Müller (55. Lewandowski).
Trainer: Josep Guardiola
FC Schalke 04: Giefer – Höwedes, Matip, Nastasic – Uchida,
Fuchs – Neustädter – K.-P- Boateng, Meer – Choupo-Moting,
Sam. Trainer: Roberto di Matteo
Schiedsrichter: Bastian Dankert
(Brüsewitzer SV)
Zuschauer: 75.000 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Robben (67.), 1:1 Höwedes (72.)
1. Bundesliga
20. Spieltag:
FC Schalke 04 - Bor. Mönchengladbach
VfL Wolfsburg - TSG Hoffenheim
1. FSV Mainz 05 - Hertha BSC
SC Freiburg - Borussia Dortmund
VfB Stuttgart - Bayern München
1. FC Köln - SC Paderborn 07
Hamburger SV - Hannover 96
Werder Bremen - Bayer 04 Leverkusen
FC Augsburg - Eintracht Frankfurt
PL. Verein
Sp.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
20
20
20
20
20
20
20
20
20
20
20
20
20
20
20
20
20
20
Bayern München
VfL Wolfsburg
FC Schalke 04
FC Augsburg
Borussia M'gladbach
Bayer 04 Leverkusen
1899 Hoffenheim
Werder Bremen
Eintracht Frankfurt
Hannover 96
1. FC Köln
Hamburger SV
1. FSV Mainz 05
Hertha BSC
SC Paderborn 07
Borussia Dortmund
SC Freiburg
VfB Stuttgart
21. Spieltag:
Fr 13.02. 20:30
Sa 14.02. 15:30
Sa 14.02. 15:30
Sa 14.02. 15:30
Sa 14.02. 15:30
Sa 14.02. 15:30
Sa 14.02. 18:30
So 15.02. 15:30
So 15.02. 17:30
1
3
0
0
0
0
2
2
2
S U N
15 4
12 5
10 4
11 1
9 6
8 8
7 5
7 5
6 7
7 4
6 6
6 5
4 10
6 3
4 8
5 4
3 9
4 6
Diff.
1 36
3 22
6
9
8
4
5 10
4
8
8
-2
8
-9
7
-3
9
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8
-4
9
-8
6
-1
11 -12
8 -13
11 -6
8
-9
10 -15
:
:
:
:
:
:
:
:
:
0
0
2
3
2
0
1
1
2
Tore
Pkt.
45:9
41:19
31:22
28:24
27:17
30:22
31:33
32:41
38:41
23:30
19:23
14:22
25:26
26:38
21:34
21:27
21:30
20:35
49
41
34
34
33
32
26
26
25
25
24
23
22
21
20
19
18
18
Borussia Dortmund - 1. FSV Mainz 05
Bayern München - Hamburger SV
Bayer 04 Leverkusen - VfL Wolfsburg
Bor. Mönchengladbach - 1. FC Köln
TSG Hoffenheim - VfB Stuttgart
Werder Bremen - FC Augsburg
Eintracht Frankfurt - FC Schalke 04
Hertha BSC - SC Freiburg
Hannover 96 - SC Paderborn 07
Gelbe Karten: Benatia (3. Gelbe
Karte), Weiser (1. Gelbe Karte),
Schweinsteiger (2. Gelbe Karte)
– Höwedes (3. Gelbe Karte)
Rote Karte: Boateng (17., wegen
Notbremse an Sam) –
Besonderes Vorkommnis: –
Choupo-Moting scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Neuer (18.)
Zugegeben, ganz so schmerzhaft
wie am 19. Mai 2012, als der FC
Bayern München im eignen Stadion das Finale der UEFA-Champions-League gegen den FC
Chelsea London im Elfmeterschießen verlor, wurde es am
Dienstag, 3. Februar für den FC
Bayern München nicht. Aber erneut mussten sich die Münchener
gegen Roberto die Matteo, der
damals Chelsea trainierte und
nun Coach des FC Schalke 04
ist, am Ende der regulären Spielzeit mit einem 1:1-Unentschieden
begnügen. Und erneut wurde Jerome Boateng zur tragischen Figur: Hatte er damals im „Finale
dahoam“ in der 88. Minute vor
dem 1:1-Ausgleich der Londoner
den entscheidenden Zweikampf
gegen Didier Drogba verloren, so
handelte er sich nun schon in der
17. Minute die Rote Karte ein (bereits die vierte im 179. Bundesliga-Spiel), nachdem er gegen gebürtigen Kieler Sidney Sam die
„Notbremse“ gezogen hatte.
Glück hatten die Bayern, dass ihr
Torwart Manuel Neuer den vom
gebürtigen Hamburger Eric Maxim Choupo-Moting extrem
schwach (flach rechts vom Schützen aus gesehen) geschossenen
Foulelfmeter parieren konnte. Kurios wurde es dann nach einer
guten Stunde, als die Bayern in
Führung gingen – allerdings erkannte Schiedsrichter Bastian
Dankert (aus Rostock) das Eigentor des Schalkers Atsuto Uchida
zu Unrecht nicht an, weil er den
Ball vor dem Rückpass von Robert Lewandowski fälschlicherweise bereits im Toraus gesehen
hatte. Die großen Proteste, auch
von Bayern-Coach Josep Guardiola, blieben vergeblich. Nach
dem folgenden Eckstoß hatten
alle Münchener dann aber doch
Grund zum Jubeln, weil Arjen
Robben den von Xabi Alonso hereingegebenen zum 1:0 einköpfte. Doch wie gewonnen, so
zerronnen: Nur fünf Minuten später gab es in der ausverkauften
Allianz-Arena auch für die Gelsenkirchener einen Eckstoß, den
Sam von links herein gab und Benedikt Höwedes zum 1:1 ins
lange Eck einköpfte. Kurios:
Schon das Hinspiel endete, nach
einem Höwedes-Tor, mit 1:1. Im
Rückspiel drängten die Bayern
trotz langer Unterzahl bis zum
Ende auf den Siegtreffer, der aber
nicht mehr fallen wollte. Bei den
letzten beiden aussichtsreichen
Angriffen der Hausherren zielten
sowohl Juan Bernat von halblinks
aus (82.) als auch Robert Lewandowski (90.) knapp vorbei, so
dass S04-Keeper Timon Wellenreuther (der 19-Jährige ersetzte
nach der Pause den verletzten
Fabian Giefer) bei seinem Bundesliga-Debüt nur einmal hinter
sich greifen musste.
BS
FUSSBALL REGIONALLIGA NORD
SEITE 11
Zwei Spiele, zwei Unentschieden
VfR zeigt Moral gegen Todesfelde,
enttäuscht aber in Hamburg
Am Wochenende 7./8. Februar
standen für den Nord-Regionalligisten VfR Neumünster
gleich zwei Testspiele an. Am
Sonnabend trafen die Schwalestädter zunächst auf den
Schleswig-Holstein-Ligisten SV
Todesfelde. Der Ball rollte dabei auf dem Kunstrasenplatz in
der „Eintracht-Arena“ an der
Burgfeldstraße in Bad Segeberg. Dort erwischten die Todesfelder zunächst den besseren Start: Dennis Studt brachte
den Fünftligisten nach perfekter
Vorarbeit von Luca Sixtus früh
in Führung (9.). In der 39. Minute war es erneut Sixtus, der
mit einem schönen Heber auf
2:0 erhöhte. Nach dem Seitenwechsel hatten die Todesfelder
zunächst einige gute Chancen,
um gar das dritte Tor nachzulegen. Dann zeigten die Neumünsteraner um Kapitän Patrick Nagel aber Kampfgeist
und erspielten sich ihrerseits
einige gute Gelegenheiten, die
zunächst jedoch allesamt vergeben wurden. Nach dem Anschlusstreffer von Emanuel
Bento konnte Abdel Abou-Khalil kurz vor Ultimo aber tatsächlich noch zum 2:2-Endstand
ausgleichen.
Zu ihrem letzten Testspiel vor
dem Restrunden-Auftakt in der
Regionalliga Nord gastierten
die Lila-Weißen dann am
Sonntagnachmittag beim Klub
Kosova, einem Team aus der
Hamburger Landesliga (der
sechsthöchsten Spielklasse).
Die Partie kam zustande, weil
Kosova-Obmann Arton Mazrekaj gute Kontakte pflegt zu
Sami Musa, dem Ersten Vorsitzenden des Hamburger
Kreisklassen-Teams FC Musa
97, der wiederum ein guter Bekannter von VfR-Coach Uwe
Erkenbrecher ist. Das Besondere an der Partie: Der komplette Erlös ging an das Kinderhospiz Sternenbrücke.
Auf dem Kunstrasenplatz an
der Dratelnstraße in HamburgWilhelmsburg erwischten die
Gäste den besseren Beginn.
Orhan Gazi Kuscu sorgte nach
einer Viertelstunde für den verdienten Führungstreffer. Die
Neumünsteraner hatten einige
Chancen, ihre Führung anschließend auszubauen. Emanuel Bento, Abdel Abou-Khalil
und Idris Alioua konnten diese
aber nicht nutzen: Entweder
scheiterten sie am guten Kosova-Keeper Muzli Kameraj
oder zielten knapp vorbei. In
der Pause nahm Erkenbrecher
insgesamt drei Wechsel vor.
Unter anderem kam dabei der
Grieche Angelos Eleftheriadis
(23), den die Neumünsteraner
nach der Trennung von Ljubisa
Gavric (23) noch auf den letzten Drücker vom SV Wilhelmshaven 92 (Oberliga Niedersachsen) verpflichtet hatten,
ins Spiel. Die Rasensportler
waren auch im zweiten Durchgang weiter überlegen, doch
auch die Hausherren trugen einige ansehnliche Angriffe vor.
Und in der 83. Minute kam der
kampfstarke Klub Kosova tatsächlich zum Ausgleich, als
Vulnet Sinani einen Elfmeter
gegen den eingewechselten
VfR-Keeper Tom Pöhls zum
1:1-Endstand verwandelte.
„Wir haben uns gegen eine
starke Neumünsteraner Mannschaft hervorragend aus der Affäre gezogen“, lobte KosovaObmann Arton Mazrekaj.
Am kommenden Sonnabend,
21. Februar wird es für den VfR
Neumünster erstmals in diesem Jahr wieder ernst. Immer
unter der Voraussetzung, dass
die Witterungs- und Platzverhältnisse es zulassen, soll es
dann ab 14 Uhr im heimischen
VfR-Stadion an der Geerdtstraße gegen den Lüneburger
SK Hansa gehen. Vor dem Anpfiff weist der LSK als Tabellen-13. sechs Punkte mehr auf
als die Rasensportler, die als
Drittletzter den ersten Regelabstiegsplatz belegen. Das Hinspiel am 24. August 2014 hatten die Schwalestädter beim
damaligen Neuling mit 2:0 gewonnen. Ali Moslehe, der vom
Juli 2013 bis zum Januar 2014
noch für den VfR kickte (13
Spiele, vier Tore), gastiert dann
an seiner ehemaligen Wirkungsstätte.
BS
Hütete im Testspiel beim Klub Kosova in der ersten Halbzeit das VfR-Gehäuse:
Marc Aaron Kassler. Foto: BS (Archiv)
SEITE 12
FUSSBALL REGIONALLIGA NORD
ETSV Weiche schon gut in Form
Hallenkreismeister und erfolgreiche
Testspielergebnisse
Die Winterpause bei den Amateurfußballern neigt sich allmählich dem Ende zu. Nachdem die
Bundesliga-Profis bereits seit
dem letzten Wochenende aktiv
sind und mit einer englischen
Woche die Rückrunde begannen, startete am diesen Wochenende auch die Regionalliga Nord in ihre Restrunde. Dabei hatte der ETSV Weiche
Flensburg allerdings noch spielfrei. Die Eisenbahner greifen
erst am kommenden Sonntag,
15. Februar (14 Uhr), beim ehemaligen Zweitbundesligisten
SV Meppen in den Punktspielbetrieb ein. Doch in der zehn
Wochen andauernden „Unterbrechung“ nach dem letzten
Spiel 2014, einem 2:1 Sieg über
Ligaprimus Hamburger SV II,
zeigte das Team von Daniel
Jurgeleit eine sehr gute Vorbereitung auf den Pflichtspielbeginn 2015. Bei den vier Hallen-
Regionalliga Nord
20. Spieltag:
BV Cloppenburg - BSV SW Rehden
Eintracht Braunschweig II - FT Braunschweig
ETSV Weiche Flensburg - Hamburger SV II
VfL Wolfsburg II - VfR Neumünster
Lüneburger SK Hansa - Hannover 96 II
Eintracht Norderstedt - TSV Havelse
Werder Bremen II - FC St. Pauli II
Goslarer SC 08 - VfB Lübeck
VfB Oldenburg - SV Meppen
PL. Verein
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
Sp.
Hamburger SV II
20
SV Werder Bremen II
20
VfL Wolfsburg II
20
SV Meppen
20
ETSV Weiche
20
TSV Havelse
20
FC St. Pauli II
20
Eintracht Norderstedt
19
Eintracht Braunschweig II 20
VfB Lübeck
19
Hannover 96 II
19
VfB Oldenburg
20
Lüneburger SK Hansa
20
BV Cloppenburg
20
Goslarer SC 08
19
VfR Neumünster
20
BSV Schwarz-Weiß Rehden 20
FT Braunschweig
20
21. Spieltag:
Sa 14.02. 14:00
Sa 14.02. 14:00
Sa 14.02. 14:00
Sa 14.02. 14:00
So 15.02. 14:00
So 15.02. 14:00
So 15.02. 14:00
So 15.02. 15:00
So 15.02. 15:00
1
2
2
3
2
1
1
x
1
:
:
:
:
:
:
:
:
:
1
1
1
2
0
0
1
x
2
S U N
Diff.
Tore
Pkt.
14
11
11
9
9
9
8
9
7
7
7
7
6
5
5
5
2
2
36
30
16
9
13
6
-2
-4
8
1
2
-5
-10
-14
-17
-17
-14
-38
57:21
54:24
44:28
37:28
34:21
30:24
25:27
25:29
43:35
25:24
27:25
27:32
24:34
27:41
23:40
23:40
21:35
17:55
45
40
37
33
32
31
30
30
29
28
26
25
23
20
19
17
15
9
3
7
4
6
5
4
6
3
8
7
5
4
5
5
4
2
9
3
3
2
5
5
6
7
6
7
5
5
7
9
9
10
10
13
9
15
Hannover 96 II - Werder Bremen II
Hamburger SV II - VfL Wolfsburg II
VfB Lübeck - Eintracht Norderstedt
FC St. Pauli II - BV Cloppenburg
FT Braunschweig - Goslarer SC 08
VfR Neumünster - Lüneburger SK Hansa
TSV Havelse - VfB Oldenburg
SV Meppen - ETSV Weiche Flensburg
BSV SW Rehden - Eintracht Braunschweig II
turnieren im Januar, zogen die
Fördestädter immer ins Halbfinale ein. Beim team cup des
PSV Flensburg zum Jahresauftakt, verpasste man durch ein
deutliches 1:5 gegen Flensburg
08 zwar das Finale, konnte es
im Sparda-Bank Hallen-Cup,
am 6. Januar, in der FLENS
ARENA aber besser machen
und zog dort erneut ins Finale
ein. Nach dem Husarenstreich
aus dem Vorjahr, als man mit
5:3 über den FC St. Pauli triumphierte, musste man sich
diesmal dem 3. Liga Spitzenreiter Arminia Bielefeld mit 2:4
beugen. Nur vier Tage später,
schaffte man es als Titelverteidiger beim Hallenmasters in
Kiel zwar ins Semifinale,
musste sich aber nach einem
Neun-Meter Krimi dem Ligarivalen VfB Lübeck mit 4:5 geschlagen geben. Zum Abschluss der Hallensaison,
reichte es dann aber doch zu
einem Titel. Bei den Hallenkreismeisterschaften der Kreise
Schleswig und Flensburg, gab
es einen knappen, aber verdienten 2:1 Finalsieg über den
Verbandsligisten Schleswig 06.
Den Schwung dieses Erfolges
nahmen die Jurgeleit-Mannen,
der sich berechtige Hoffnungen
auf den Titel Schleswig-Holsteins Trainer des Jahres 2014
machen kann, auch mit in die
Testspiele unter freiem Himmel.
Zwar wurde der Vertrag mit
Ömer Akyörük, der erst zu Saisonbeginn kam und sich nicht
als erhoffte Verstärkung erwies,
aufgelöst, doch der Kader des
ETSV Weiche präsentierte sich
spielstark.
Nachdem
der
Schleswig-Holstein Ligist Heider SV klar mit 6:1 besiegt
wurde, gab es einen leichten
Aufgalopp gegen den dänischen Nachbarverein Egen UIF
aus der Danmarksserien 3, der
vergleichbar mit einem guten
Kreisligisten ist. Hoch mit 16:0
gewann der ETSV und Co- und
Torwarttrainer Jan Neujahr
sprach von „etwas Bewegungstherapie“. Lukas Linhardt, Jannik Ostermann, Timo Carstensen, sowie Florian Meyer mit
zwei Toren, sorgten schon zur
Pause für einen klaren 5:0 Vorsprung. Im zweiten Durchgang
machte ein Eigentor der Dänen
das halbe Dutzend voll. Abermals Jannik Ostermann, Kevin
Schulz, Dawid Kroll und ein
Doppelpack von Marcel Cornils
sorgten für das 11:0. Danach
machte Torjäger Tim Wulff nicht
nur das Dutzend voll, sondern
mit einem Fünferpack in Folge,
den 16:0 Endstand klar. Gegen
ein weiteres Team aus dem benachbarten Königreich, dem FC
Sydvest 05, gab es ebenfalls
einen sehr klaren Erfolg. Gegen
einen Gegner, der in der 2. Division Vest Dänemarks spielt
und das eigentlich Regionalliga
Nivau haben sollte, behielt der
ETSV Weiche mit 6:0 die Oberhand. Drei Tore binnen sieben
Minuten sorgten bis zur zwanzigsten Minute für einen schnellen 3:0 Vorsprung. Cornils,
Meyer und Christian Jürgensen
trafen für den Fünften der Regionalliga Nord, der in der zweiten Halbzeit drei weitere Tore
erzielte. Jonas Walter, abermals
Cornils und Wulff, machten das
halbe Dutzend voll.
jös
FUSSBALL SCHLESWIG-HOLSTEIN LIGA
SEITE 13
Heide weiter mit Beiroth und Sabaly
Unbefristete Verträge für Trainerduo
Wie schon in den letzten Spielzeiten, so kämpft der Heider SV
auch in der Saison 2014/2015 in
der Schleswig-Holstein-Liga um
den Klassenerhalt. Bemerkenswert ist, dass, obwohl die Dithmarscher als Viertletzter auf einem Abstiegsplatz überwintern,
die Liga GmbH die Verträge mit
dem Trainerduo Sönke Beiroth
und Mamadou Sabaly in der Winterpause vorzeitig verlängerte –
mit einem unbefristeten Datum.
Während Sabaly (41) bis vom
November 2012 bis zum Juni
2014 bereits als Co-Trainer unter
dem damaligen Chefcoach Thomas Möller in Heide tätig war, war
Beiroth (53) am 1. Juli neu zu den
Heider Herren gestoßen. Und
nach dieser Vertragsverlängerung folgten auch positive Gespräche mit den Spielern des aktuellen Kaders: „Die Verantwortlichen und das Trainerteam sind
stolz nach ihrer Verlängerung
auch die Mannschaft davon überzeugt zu haben, dass der Entwicklungsprozess noch nicht abgeschlossen ist. Deswegen hat
es einige Spieler auch dazu bewogen, dem Verein Planungssicherheit zu geben und ihre definitive Zusage bereits im Januar
zu erteilen, um in der kommenden Saison mit dem Trainerteam
wieder eine weitere Entwicklung
zu nehmen“, hieß es dazu auf der
facebook-Seite der Liga GmbH
des Heider SV.
Ihr erstes Testspiel im Jahr 2015
verloren die Heider beim klassenhöheren ETSV Weiche Flensburg
(Regionalliga Nord) deutlich mit
1.6. Dabei gelang HSV-Torjäger
Tobias Haas, der in der Schleswig-Holstein-Liga mit zwölf Treffern fast die Hälfte aller bisherigen 25 Heider Saisontore erzielte, mit dem zwischenzeitlichen
1:3 per Foulelfmeter der Ehrentreffer des Fünftligisten. Am
Sonnabend, 31. Januar testeten
die Heider erneut:: Obwohl der
Parkplatz in Heide leicht mit
Schnee bedeckt war, machte sich
der Tross mit einem großen Reisebus auf den Weg quer durch
das nördlichste Bundesland nach
Lübeck, wo die Dithmarscher bei
der Zweiten Mannschaft des VfB
Lübeck (Verbandsliga Süd-Ost)
zu Gast waren. Auf dem Kunst-
rasen-Nebenplatz des LohmühleStadions lag kein Schnee – und
die Gäste gingen nach sechs Minuten durch Tobias Hass in Führung. In der 34. Minute kam die
VfB-Reserve zwar durch Ugur
Dagli zum Ausgleich, doch dann
stellte der Heider Oliver Schmeling den 1:2-Halbzeitstand her
(35.). Im zweiten Durchgang war
es Marco Bojens, der früh auf 13 erhöhte (58.). Nach dem 1:4
von Bastian Sticken (62.) konnten
die klassentieferen Lübecker
durch Samet Demircan (67.) und
Homan Said (89.) noch zum 3.4Endstand verkürzen (75.).
Am Sonnabend, 14. Februar bestreiten die Heider ihr nächstes
Testspiel beim klassentieferen
TSV Lägerdorf (Verbandsliga
Süd-West). Ab 14 Uhr soll der
Ball im Itzehoer Vorort an der
Breitenburger Straße rollen. Erstmals wieder ernst im Kampf um
Schleswig-Holstein-Liga-Punkte
wird es exakt zwei Wochen später: Am Sonnabend, 29. Februar
empfangen die Heider im heimischen Stadion an der Meldorfer
Straße den letztjährigen Neuling
FC Angeln 02, der als Schlusslicht bereits zehn Zähler hinter
Heide liegt. Aber auch die Dithmarscher müssen dringend punkten, damit ihr Rückstand auf das
rettende Ufer, der aktuell nur zwei
Zähler beträgt, nicht größer wird.
Für den in diesem Frühjahr anstehenden Kampf um den Klassenerhalt, in dem neben dem
TSV Bordesholm und dem SV
Henstedt-Ulzburg, die aktuell im
Klassement hinter Heide liegen,
Flensburg 08, der FC Dornbreite
Lübeck und der TSV Altenholz die
größten Konkurrenten sind, haben die Dithmarscher sich in der
Winterpause verstärkt. Torwart
Mirko Wendt (), der vom Verbandsliga-Süd-West-Spitzenklub
FC Reher-Puls kam, wird sich
aber vermutlich hinter Robin
Carstens (19) einreihen müssen,
der in der bisherigen Saison bärenstark hielt und unter anderem
drei Elfmeter parierte. Und Daniel
Wedel (24), der ebenfalls von Reher-Puls kam, in seiner Jugend
bis 2009 sowie im Jahr 2010 aber
schon einmal für die Heider
kickte, soll die Möglichkeiten in
der Offensive erhöhen.
BS
SEITE 14
FUSSBALL S-H VERBANDSLIGA NORD-WEST
Husumer Premieren-Test fiel aus
Ist die Vizemeisterschaft noch drin?
Würde die Spiellassen-Einteilung in Deutschland nach
Einwohner-Zahlen erfolgen,
hätte die Husumer SV ihren
Platz in der Schleswig-Holstein-Liga sicher. Mit seinen
rund 22.000 Einwohnern rangiert Husum im nördlichsten
Bundesland etwa an 16. Position. Weil es aber nach den
erspielten Punkten geht und
am Ende einer jeden Saison
einen Auf- und Abstieg gibt,
verpassten die Husumer im
Mai 2014 hauchdünn den
Klassenerhalt in SchleswigHolsteins höchster Spielklasse, weil sie am Ende
zwei Zähler weniger aufwiesen als der FC Dornbreite
Lübeck. In dieser Saison den
sofortigen Wiederaufstieg zu
schaffen, wird schwer, ist
aber nicht unmöglich.
TSB Flensburg wird, daran
gibt es kaum noch einen
Zweifel, die Verbandsliga
Nord-West als Meister abschließen – 20 ihrer bisherigen 21 Saisonspiele gewann
das TSB-Team und liegt damit 15 Punkte vor dem zweitplatzierten SV Frisia 03 Risum-Lindholm. Die Husumer
überwintern als Rang-Dritter
mit sechs Punkten Rückstand auf Frisia, das allerdings noch zwei Partien
mehr zu bestreiten hat. Allerdings musste Frisia am
Dienstag den überraschenden Rücktritt seines Langzeit-Trainers Bodo Schmidt
hinnehmen: Der frühere Bundesliga-Profi des 1. FC Köln
hatte den Verein siebeneinhalb Jahre lang betreut.
Am Sonntag, 31. Mai gastieren die Husumer am letzten
Spieltag bei Risum-Lindholm
– ob es dann ein Endspiel
um die Vizemeisterschaft
gibt? Die vier VerbandsligaVizemeister würden nach
dem Ende der regulären Saison in einer Aufstiegsrunde
einen fünften Aufsteiger in
die Schleswig-Holstein-Liga
ermitteln, wenn aus der
Schleswig-Holstein-Liga ein
Team (beispielsweise der SV
Eichede oder der TSV
Schilksee) in die Regionalliga Nord aufsteigt und im
Gegenzug kein Team aus
der Regionalliga in die
Schleswig-Holstein-Liga absteigt.
Um in den in der Restrunde
noch verbleibenden 13 Spielen den Rückstand auf Risum-Lindholm wettzumachen, wollten die Husumer
eigentlich am Sonnabend, 7.
Februar ihr erstes Testspiel
im Rahmen der Winter-Vorbereitung bestreiten. Im
nordfriesischen Viöl war dafür ein Vergleich mit dem
Schleswig-Holstein-Ligisten
Flensburg 08 angedacht –
doch weil der Platz nicht vom
Schnee geräumt wurde,
musste diese Partie ebenso
abgesagt werden wie das
danach geplante Testspiel
zwischen den beiden NordWest-Verbandsligisten SV
Blau-Weiß Löwenstedt und
IF Stjernen Flensborg.
Ärgerlich für HuSV-Coach
Olaf Thede, dem nun nur
noch ein Testspiel vor dem
Restrunden-Auftakt bleibt. In
diesem gastieren die Heider
am kommenden Sonnabend,
14. Februar beim klassentieferen MTV Tellingstedt, der
in der Kreisliga West als Spitzenreiter überwintert und den
sofortigen Wiederaufstieg in
die Verbandsliga anpeilt, die
er im Sommer 2014 nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber dem damals punktgleichen Stjernen
Flensborg verlassen musste.
Ab 14 Uhr soll der Ball auf
dem Rasenplatz an der Tellingstedter Bahnhofstraße
rollen.
Eine Woche später, nämlich
am Sonnabend, 21. Februar,
steht bereits das erste Punktspiel im neuen Jahr an: Ab
14 Uhr soll es dabei am heimischen Hasselbarg gegen
den Tabellen-13. Heider SV
II gehen. Thede trifft dann auf
seinen Ex-Klub: Sowohl als
Trainer (vom Juli 2004 bis
zum Dezember 2009 in der
Jugend sowie bis zum Februar 2011 bei den Ersten
Herren) als auch als Spieler
war er für die Heider aktiv.
Auch der Husumer Mittelfeldmann Sebastian Steglich hat
eine „Heider Vergangenheit“
(vom Juli 2012 bis zum Januar 2014 kickte er an der
Meldorfer Straße). Im Hinspiel am 6. August 2014 hatten die Husumer einen 5:0Kantersieg bei der Heider
Reserve gefeiert.
BS
HALLENFUSSBALL
SEITE 15
Der Pokal bleibt in Hörnerkirchen
Die Kreisliga-Mannschaft gewinnt
das Turnier ihrer eigenen Reserve
Bevor am kommenden Wochenende vom Freitag, 13. Februar bis
zum Sonntag, 15. Februar im Hamburger Amateur-Bereich der erste
reguläre Liga-Spieltag im Jahr 2015
ansteht, richtete die Zweite Mannschaft des SV Hörnerkirchen (Kreisklasse 1) am Sonnabend noch ihr
Hallenturnier um den „Höki II-Cup
2015“ aus. Und in der Sporthalle
Hörnerkirchen gab es am Ende erneut einen „Heimsieg“: Hatte vor
Jahresfrist die Reserve von „Höki“
ihr eigenes Turnier gewonnen, so
triumphierte nun die Hörnerkirchener Liga-Mannschaft, die in der
Kreisliga 8 als Schlusslicht auf einem Abstiegsplatz überwintert, im
Kampf um den Klassenerhalt aber
noch lange nicht aufgegeben hat.
Im Finale gewann die Hörnerkirchener „Erste“ mit 4:1 gegen das klassentiefere Holsatia/Elmshorner MTV
II (Kreisklasse 1). Marco Eichhorn,
Jan Ring, Simon Ristow und Fabian
Schlüter trafen dabei für die Hausherren.
„Es war ein gelungenes Turnier“,
freute sich Christopher Schönhoff,
Trainer der Reserve von „Höki“, die
in der Gruppenphase noch selbst
auftrumpfte und mit zehn von zwölf
möglichen Zählern Gruppen-Sieger
vor dem punktgleichen TV Oyten,
der in der Kreisliga Verden um
Punkte kämpft und die weiteste Anreise in den Norden des Kreises
Pinneberg zu absolvieren hatte,
wurde. Aber auch der TSV Holm II
(aus Hamburgs Kreisklasse 1 und
der Heidmoorer SV (C-Kreisklasse
Segeberg) erreichten in der Gruppe
B das Viertelfinale. In der Gruppe A
verlief es ähnlich: Hier wurde der
SV Sülfeld II (B-Kreisklasse Segeberg) mit ebenfalls zehn Zählern
Gruppensieger vor dem punktgleichen Hörnerkirchener KreisligaTeam. Auch der TSV Sparrieshoop
und Holsatia/Elmshorner MTV II
(beide aus der Hamburger Kreis-
klasse 1) erreichten das Viertelfinale.
Etwas überraschend zog hier Hörnerkirchen II gegen die Holsatia-Reserve, die sich mit nur einem Sieg
und drei Niederlagen ins Viertelfinale „gemogelt“ hatte, mit 2:4 den
Kürzeren und verpasste die Chance
auf die Titelverteidigung damit vorzeitig. Auch für die bis dahin starken
Gäste aus Oyten war das Viertelfinale etwas überraschend die Endstation (2:3 gegen Sparrieshoop II).
Erwartungsgemäß erreichten dagegen die Hörnerkirchener Liga-Mannschaft (locker mit 3:0 gegen Holm
II) und Sülfeld II das Halbfinale.
Den deutlichsten Sieg des Tages
feierte derweil der Moorreger SV II
(Kreisklasse 4) im Spiel um den
neunten Platz. War die MSV-Reserve in ihrer Gruppe noch sieglos
geblieben, ließ sie es gegen die „AllStars“ von Hörnerkirchen beim 6:0Erfolg gleich sechsmal krachen. Lukas Nickels, der für das Team vom
Himmelsbarg gleich viermal traf,
hatte ebenfalls nur lobende Worte
für das Hallenturnier übrig: „Es waren durchweg faire Spiele, bei denen der Spaß ganz klar im Vordergrund stand!“
Nachdem die Plätze fünf bis sieben
per Siebenmeterschießen ausgeschossen worden waren (Holm II
zielte am besten und wurde somit
Fünfter vor Hörnerkirchen II, Oyten
und Heidmoor), mussten auch beide
Halbfinal-Partien vom Siebenmeterpunkt aus entschieden werden. Sowohl zwischen Sülfeld II und Holsatia/EMTV II als auch zwischen Sparrieshoop II und Hörnerkirche hatte
es nach Ablauf der regulären Spielzeit jeweils einen ausgeglichenen
Spielstand gegeben. „Mehr Spannung geht nicht“, freute sich Schönhoff. Den Bronze-Rang sicherte sich
Sülfeld II. Nach dem Turnier gab es
noch eine feucht-fröhliche AfterShow-Party in „Frankys Bar“. BS
Hallenturnier des SV Hörnerkirchen II
Gruppe A
Ergebnisse:
SV Hörnerkirchen – SV Hörnerkirchen „All-Stars“
TSV Sparrieshoop II – Holsatia/Elmshorner MTV II
SV Hörnerkirchen „All-Stars“ – SV Sülfeld II
Holsatia/Elmshorner MTV II – SV Hörnerkirchen
SV Sülfeld II – TSV Sparrieshoop II
SV Hörnerkirchen „All-Stars“ – Holsatia/Elmshorner MTV II
SV Sülfeld II – SV Hörnerkirchen
TSV Sparrieshoop II – SV Hörnerkirchen „All-Stars“
Holsatia/Elmshorner MTV II – SV Sülfeld II
SV Hörnerkirchen – TSV Sparrieshoop II
5:0
4:1
1:6
1:4
4:0
1:4
0:0
5:1
1:4
2:0
Tabelle:
1. SV Sülfeld II
2. SV Hörnerkirchen
3. TSV Sparrieshoop II
4. Holsatia/Elmshorner MTV II
5. SV Hörnerkirchen „All-Stars“
14:2 (+ 12) Tore / 10 Punkte
11:1 (+ 10) Tore / 10 Punkte
9:8 (+ 1) Tore / 6 Punkte
7:13 (- 6) Tore / 3 Punkte
3:20 (- 17) Tore / 0 Punkte
Gruppe 2
Ergebnisse:
Moorreger SV II – TSV Holm II
SV Hörnerkirchen II – TV Oyten
TSV Holm II – Heidmoorer SV
TV Oyten – Moorreger SV II
Heidmoorer SV – SV Hörnerkirchen II
TSV Holm II – TV Oyten
Heidmoorer SV – Moorreger SV II
SV Hörnerkirchen II – TSV Holm II
TV Oyten – Heidmoorer SV
Moorreger SV II – SV Hörnerkirchen II
2:2
1:0
2:2
3:2
0:1
1:4
0:0
0:0
2:0
0:4
Tabelle:
1. SV Hörnerkirchen II
2. TV Oyten
3. TSV Holm II
4. Heidmoorer SV
5. Moorreger SV II
6:0
9:4
5:8
2:5
4:9
(+ 6) Tore / 10 Punkte
(+ 5) Tore / 9 Punkte
(- 3) Tore / 3 Punkte
(- 3) Tore / 2 Punkte
(- 5) Tore / 2 Punkte
Viertelfinale:
SV Sülfeld II – Heidmoorer SV
Holsatia/Elmshorner MTV II – SV Hörnerkirchen II
TV Oyten – TSV Sparrieshoop II
TSV Holm II – SV Hörnerkirchen
3:1
4:2
2:3
0:3
Spiel um den 9. Platz:
SV Hörnerkirchen „All-Stars“ – Moorreger SV II
0:6
Halbfinale:
SV Sülfeld – Holsatia/Elmshorner MTV II 1:1,
TSV Sparrieshoop II – SV Hörnerkirchen 2:2,
3:4 s.m.s
4:5 s.m.s
Spiel um den 3. Platz:
TSV Sparrieshoop – SV Sülfeld II
2:3
Finale:
SV Hörnerkirchen – Holsatia/Elmshorner MTV II
4:1
SEITE 16
HANDBALL EHF-CHAMPIONS-LEAGUE
Winterpause beendet
Die SG Flensburg-Handewitt
empfängt Besiktas Mogaz HT
Das schon traditionelle All-StarGame nach den stets im Januar ausgetragenen Welt-oder
Europameisterschaften beendet die Winterpause der nicht
bei den großen Turnieren eingesetzten Aktiven der Handball-Bundesliga. Bei der diesmal im Wüstenstaat Katar ausgetragenen Weltmeisterschaft
hatte mit Frankreich letztlich
eine der favorisierten Nationen
den Titel errungen; als Sensation ist aber die Tatsache zu
bewerten, dass mit dem Ausrichter Katar eine bis dahin im
Welthandball absolut „unwichtige Nation“ bis ins Finale vordringen konnte und auf dem
Weg dahin so renommierte Nationen wie Österreich, Deutschland und Polen ausgeschaltet
wurden. Inwieweit das Regelwerk geändert werden muss,
um künftig regelmäßige Titelgewinne von finanzstarken Nationen zu verhindern, bleibt abzuwarten. Im Sinne eines fairen
Ablaufs von Titelturnieren ist
das Zusammenkaufen einer internationalen „Söldnertruppe
sicherlich nicht! Von Seiten der
nördlichsten Bundesligamannschaft, der SG Flensburg-Handewitt, waren bei der Austragung in Katar mit den beiden
schwedischen Abwehrstrategen Mattias Andersson und Tobias Karlsson – mit Johan Jakobsson musste ein verletzter
Spieler in letzte Sekunde pas-
sen – und der dänischen Flügelzange Anders Eggert und
Lasse Svan vier Spieler im Einsatz. Während die schwedische Nationalmannschaft im
Achtelfinale die Segel streichen
musste, schieden unsere direkten skandinavischen Nachbarn
aus Dänemark im Viertelfinale
aus. In den Platzierungsspielen
besiegten die Dänen Kroatien
mit 28:24 und sicherten sich
neben dem fünften Platz auch
die Teilnahme an einem Qualifizierungsturnier für die nächste
Olympiade. An dem schon erwähnten All-Star-Game, dass
die Deutsche Nationalmannschaft mit 38:35 für sich entscheiden konnte, nahmen von
SG-Seite die Dänen Anders
Eggert und Thomas Mogensen
teil, die schwedischen Farben
der SG vertrat Mattias Andersson, der in gewohnter Manier
das Tor hütete.
Schon am vergangenen Dienstag begann für die nicht bei der
WM und dem All-Star-Game
eingesetzten SG-Spielern der
Ernst wieder. Auch ohne die erwähnten Aktiven und auch
ohne die noch geschonten Jacob Heinl und Jim Gottfridsson,
dafür aber wieder mit dem gesunden Linkshänder Johan Jakobsson, gewann der Bundesligist gegen den auch in der
Fördestadt
beheimateten
Oberligisten DHK Flensborg
standesgemäß mit 30:18 (16:9)
und zeigte sich dabei für das
am kommenden Mittwoch anstehenden vorletzten Gruppenspiel der EHF Champions League gegen den türkischen Vertreter Besiktas Mogaz HT gerüstet. Das Hinspiel, das am
16. Oktober des vergangenen
Jahres in Ismit stattfand,
konnte der aktuelle europäische Champion, die SG Flensburg-Handewitt, mit 27:20 für
sich entscheiden. Allerdings
täuscht das deutliche Ergebnis
über den wahren Spielverlauf
hinweg. Bis zur Halbzeit konnten die als Handballexoten angesehenen türken die Partie
durchaus offen gestalten und
auch nach dem Seitenwechsel
wehrte sich die Mannschaft
vom Bosporus nach Kräften.
Letztlich setzte sich aber die
Truppe von Ljubomir Vranjes
klar durch und konnte in den
sich anschließenden Partien
gegen Kolding-Kopenhagen
und Alingsas HK bereits vorzeitig das Billett für die nächste
Runde buchen. Allerdings wird
lediglich der dritte Platz in der
Champions League-Gruppe B
für den noch amtierenden Titelträger herauskommen. Die
beiden Niederlagen gegen die
spanische Ausnahmemannschaft des FC Barcelona und
die schon fast sensationelle
Auftaktpleite bei Kolding-Kopenhagen, wo die SG mit 21:35
unterging, verhindern eine bessere Platzierung. Nach der Partie gegen Besiktas Mogaz HT
muss die SG am 22. Februar
bei Wisla Plock dem polnischen Vertreter das Rückspiel
bestreiten. Das Hinspiel wurde
in der „Flens-Arena“ mit 35:28
gewonnen. Nach dem ver-
meintlich leichten Auftakt in der
Königsklasse beginnt umgehend auch wieder die Terminhatz in der Bundesliga. Am
nächsten Sonntag will die abstiegsgefährdete TSG Ludwigshafen-Friesenheim den favorisierten Nordlichtern das
Siegen schwer machen und
am darauffolgenden Mittwoch,
den 18. Februar steht die Revanche für die zweite Saisonniederlage, die die SG beim SC
Magdeburg im September mit
26:29 erlitten hat, auf dem Programm. Ebenfalls noch im laufenden Monat empfangen die
Fördestädter den TuS N-Lübbecke und reisen zu einem
vielleicht vorentscheidenden
Match nach Mannheim, wo die
Rhein Neckar-Löwen wie die
SG Flensburg-Handewitt um
ihre Meisterschaftschance alle
Kräfte mobilisieren werden. Im
DHB-Pokal will der VfL Gummersbach am 4. März in der eigenen Halle den erneuten Einzug der SG in das DHB-FINALFOUR-Turnier verhindern. Wer
der nächste Prüfstein in der Königsklasse für den Titelverteidiger sein wird, wird die Auslosung, die im März in Wien stattfinden wird, ergeben. Für den
Geschäftsführer der SG Flensburg-Handewitt ist ein Sieg
über den türkischen Meister
unbedingt notwendig um im
Ringen um den dritten Platz in
der CL-Gruppe B gegenüber
den Polen von Wisla Plock die
besseren Karten zu haben.
„Wir sind gewarnt. Das Hinspiel
im Oktober zeigte deutlich,
dass Besiktas ein unangenehmer Gegner ist. Wir benötigen
die volle Unterstützung durch
unsere Fans!“
AB
HANDBALL EHF-CHAMPIONS-LEAGUE
SEITE 17
Champions League-Gruppe A
THW Kiel will Platz Eins in der
Gruppe A unbedingt behalten
Für THW Trainer Alfred Gislason der die Spiele der Handball- Weltmeisterschaft nicht
vor Ort in Katar sondern im
heimischen Kiel vor dem Fernseher verfolgt hat, war es ein
besonderes Anliegen, dass
seine bei den Titelkämpfen im
Einsatz befindlichen Akteure
gesund an die Kieler Förde
zurück kehren. Nun: So ganz
sind seine Hoffnungen nicht
erfüllt worden. Mit Aron Palmarsson und Steffen Weinhold
sind zwei tragende Säulen des
Rückraums erheblich angeknackst. Aron Palmarsson erlitt beim Spiel seiner isländischen Nationalmannschaft
eine Gehirnerschütterung und
muss vermutlich wie Steffen
Weinhold, der trotz Oberschenkelzerrung im letzten
Spiel der Deutschen Auswahl
eingesetzt wurde, beim Auftakt nach der „Winterpause“
ersetzt werden. Mit Patrick Wiencek ist der Einsatz eines
weiteren Stammspielers fraglich. Bereits am kommenden
Mittwoch starten die Zebras
mit dem Bundesligaauswärtsspiel bei MT Melsungen in
eine strapaziöse Rückrunde.
Nur drei Tage später empfangen die Landeshauptstädter in
der Gruppenphase der Champions League in der heimischen Sparkassen-Arena den
mazedonischen Meister HC
Metalurg Skopje zum Rückspiel. Das Hinspiel, das am
18. Oktober des vergangenen
Jahres in Skopje stattfand, gewannen die Zebras mit 42:27
mehr als deutlich. Die Gäste
werden, ohne Überheblichkeit,
wie der dann noch in der Königsklasse erwartete weißrussische Meister HC Meshkov
Brest kaum ein Stolperstein
für den THW Kiel sein, der danach mit 16:2 Punkten als Tabellenführer der CL-Gruppe A
in die nächste Runde einziehen wird! Die zwei Verlustpunkte resultieren aus der
schon sensationell anzusehenden Auftaktniederlage die
der deutsche Meister beim
kroatischen Serienmeister RK
Zagreb hinnehmen musste.
Auch die sich anschließenden
Partien konnte der THW nur
knapp für sich entscheiden.
Gegen La Rioja langte es zu
einem 34:22 Heimsieg; Im
weißrussischen Brest gelang
ein äußerst glücklicher 25:24
Erfolg und erst beim Hinspiel
in Skopje platzte der Knoten.
Hier dominierten die GislasonSchützlinge mit 42:27. Das
hierbei errungene Selbstbewusstsein trug sicherlich auch
zu den zwei Erfolgen über den
hoch gehandelten französischen Vertreter Paris St. Germain bei. Die Franzosen
mussten sich in eigener Halle
mit 25:27 geschlagen geben
und unterlagen auch im Kieler
Handballtempel mit 29:33. Die
Revanche für die bis dahin
einzige Niederlage in der Königsklasse fand am 26. No-
vember an der Kieler Förde
statt. Mit einer absolut hochklassigen Leistung schlugen
die hochmotivierten Gastgeber den kroatischen Gast mit
34:27 und ließen den Gästen
zu keiner Zeit eine Siegchance. Das Rückspiel beim
spanischen Vizemeister La
Rioja konnte der deutsche
Meister gelassen angehen
und schließlich auch ohne
Probleme mit 34:30 für sich
entscheiden. Jetzt stehen also
noch die zwei restlichen Gruppenspiele gegen Skopje und
Brest an, ehe der THW als
Gruppensieger auf einen
Viertplatzierten Gegner einer
anderen Gruppe trifft.
Beim All Star Game in Nürnberg, bei dem die Deutsche
Nationalmannschaft auf eine
internationale Bundesligaauswahl traf, waren von Kieler
Seite die von den Fans und
Treainern gewählten Filip Jicha, Rene Toft Hansen, Marko
Vujin und Joan Canellas im
Einsatz. Als Trainer fungierten
SG-Coach Ljubomir Vranjes
und THW`s Alfred Gislason.
Das schon zum 11. Mal ausgetragene All Star Game endete mit einem Sieg für die
Deutsche Auswahl, die damit
jetzt 8:3 führt! Der verbliebene
Kader trug in Glückstadt ein
Benefizspiel zugunsten des
verunglückten Sportlehrers
Christopher Calm aus. Der
38:23 Sieg ist nebensächlich;
wichtig ist die daraus resultierende 6000 Euro Spende! AB
Handball EHF-Champions-League
Gruppe A Ansetzungen
Sonnabend, 14. Februar, 18 Uhr:
RK Zagreb – Naturhouse La Rioja
Sonntag, 15. Dezember, 17 Uhr:
Paris Saint-Germain Handball – HC Meshkov Brest
Sonntag, 15. Dezember, 18.30 Uhr:
THW Kiel – HC Metalurg Skopje
Gruppe B Ansetzungen
Mittwoch, 11. Februar, 19.30 Uhr:
SG Flensburg-Handewitt – Besiktas Istanbul
Sonnabend, 14. Februar, 16.15 Uhr:
FC Barcelona – KIF Kolding Kopenhagen
Sonntag, 15. Februar, 13.30 Uhr:
Alingsas HK – Orlen Wisla Plock
SEITE 18
HANDBALL 1. BUNDESLIGA
Vier SG-Asse beim All-Star-Game
Vranjes und Gislason coachen die
Internationale Auswahl
SG Trainer Vranjes. Foto: Benjamin Nolte
Der Wiedereinstieg in den Bundesligaalltag nach Europa-oder
Weltmeisterschaften startet seit
11 Jahren mit dem Aufeinandertreffen der aktuellen Deutschen
Nationalmannschaft und einer
Auswahl von in der Bundesliga
eingesetzten internationalen
Spielern. Dabei wird die internationale Auswahl in der Regel von
den Fans und den involvierten
Journalisten aufgestellt. Das
diesjährige „Kräftemessen,“ das
im Anschluss an die „katarische
Wüsten-Weltmeisterschaft“ in
Nürnberg stattfand, sorgte einmal mehr für beste Unterhaltung. Da die Deutsche Nationalmannschaft, im Gegensatz zu
den letzten All-Star-Game-Austragungen, bei der Weltmeisterschaft durchaus zu gefallen
wusste, war das Interesse bei
den Fans groß. 7622 Zuschauer
sorgten für eine ausverkaufte
Halle in der „Nürnberger Handball-Diaspora.“ Während auf der
Bank der Deutschen HandballNationalmannschaft naturgemäß der isländische Trainer Dagur Sigurdsson das Sagen hatte,
war die Befehlsgewalt auf Seiten
der internationalen Auswahl die
Hierarchie nicht eindeutig geklärt; Ljubomir Vranjes von der
SG Flensburg-Handewitt und Alfred Gislason, im normalen
Handball-Alltag mit absolut unterschiedlichen Interessen, teilten sich hier das Kommando.
Vor dem Anwurf wurden mit dem
französischen Goldmedaillengewinner Kevynn Nyokas und Bartosz Jurecki, der mit der polnischen Auswahl bei der WM den
dritten Platz belegen konnte,
zwei Medaillengewinner ausge-
zeichnet. Dann sahen die begeisterten Zuschauer eine
Handball-Gala mit Tempo, Tricks
und ganz vielen besonderen Toren! Die Aussage des Präsidenten des Deutschen HandballBundes Bernhard Bauer „Es ist
Show-Time“erfüllte sich komplett. Beide Mannschaften agierten fast körperlos, geizten nicht
mit spektakulären Tricks und
Torwürfen und setzten die Fans
wiederholte Male in Begeisterung. Während auf Seiten der
Deutschen Auswahl kein Spieler
der nördlichsten Bundesligamannschaft zum Einsatz kam,
waren die „Internationalen“ mit
Mattias Andersson, Anders Eggert und Thomas Mogensen
gleich dreimal SG FlensburgHandewitt belegt. Dazu kam natürlich noch die „tragende Rolle“
des schwedischen Handballlehrers Ljubomir Vranjes, der schon
vor der WM zum Welt-Trainer
des Jahres gewählt wurde!
In der ersten Halbzeit dominierte
die „Weltauswahl“ das Geschehen; Filip Jicha und Co. Lagen
beim Pausenpfiff mit 20:17 in
Front. Offensichtlich wollte der
neue Bundestrainer Sigurdsson
dieses Prestigespiel auf keinen
Fall verlieren; seine Truppe steigerte sich in der zweiten Spielhälfte enorm und gewann die
Partie letztlich verdient mit
38:35. Fast alle eingesetzten
Spieler, selbst SG-Keeper Mattias Andersson, konnten sich in
die Torschützenliste eintragen.
Zwischenzeitlich hütete einer der
Schiedsrichter das Tor der Deutschen Nationalmannschaft und
die Deutsche Nummer Eins
agierte „als Mann an der Pfeife.“
HANDBALL 1. BUNDESLIGA
SG-Regisseur Thomas Mogensen erzielte einen spektakulären
Treffer mit einer 360 Grad Pirouette und Anders Eggert traf nach
einem gekonnten Kempatrick! In
der Gesamtbilanz baute die
Deutsche Nationalmannschaft
ihren Vorsprung auf 8:3 aus und
sorgte mit diesem Erfolg für
rundum zufriedene Gesichter.
Am Rande dieser Nürnberger
Spaßveranstaltung wurde bekannt, dass der momentane Tabellendritte der DKB-HandballBundesliga, die SG FlensburgHandewitt, die durch die schwerwiegende Verletzung von Holger
Glandorf entstandene Lücke im
Halbrechten Rückraum, geschlossen hat. Bekanntlich erlitt
Holger Glandorf kurz vor Ende
der siegreichen Partie gegen
den Klassenprimus THW Kiel einen Achillessehnenabriss und
wird in der laufenden Serie nicht
mehr zum Einsatz kommen können. Der während der Weltmeisterschaft in Katar anwesende
Trainer der Fördestädter sorgte
gemeinsam mit SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke für ein
Ende der Vakanz: Mit dem 31jährigen aus Ägypten stammenden Ahmed Elamar soll die Lücke ab sofort geschlossen werden. Elamar wird vom katarischen Verein Al-Jaish bis zum
Saisonende ausgeliehen und ist
sofort Einsatz berechtigt. Ahmed
Elamar ist 1,90 m groß, hat bisher 230 Länderspiele für Ägypten bestritten und ist mit dabei
erzielte 920 Toren Rekordtor-
schütze seines Landes. Bei der
Weltmeisterschaft in Katar warf
der Linkshänder in sechs Spielen 27 Tore. Die Verpflichtung
wurde notwendig, weil der ursprünglich für Glandorf verpflichtete Schwede Albin Tingsvall aus
beruflichen Gründen sein Engagement bei der SG nicht fortsetzen konnte. SG-Trainer Ljubomir
Vranjes: „Ich bin froh, dass wir
SEITE 19
nun mit Ahmed Elahmar eine Alternative im Rückraum haben.
Seine Spielweise passt gut zu
unserem Spiel und er verfügt
über viel Erfahrung.“ Ob der
„Neue“ bereits beim am Mittwoch stattfindenden Champions
League-Gruppenspiel der SG
gegen den türkischen Vertreter
Besiktas Mogaz Istanbul zum
Einsatz kommen wird, ist noch
nicht entschieden. Sein Statement: „Ich bin sehr stolz, dass
die SG mich gefragt hat, ob ich
helfen kann.Ich freue mich auf
die neuen Erfahrungen.“
AB
Handball 1. Bundesliga
20. Spieltag:
HBW Balingen-Weilstetten - SG BBM Bietigheim
THW Kiel - HSG Wetzlar
Bergischer HC - HC Erlangen
VfL Gummersbach - Füchse Berlin
TBV Lemgo - MT Melsungen
Frisch Auf Göppingen - SC Magdeburg
HSV Hamburg - Rhein-Neckar Löwen
TSV Hannover-Burgdorf - TSG Friesenheim
TSV GWD Minden - SG BBM Bietigheim
SG Flensburg-Handewitt - TuS N-Lübbecke
PL. Verein
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19.
21.
Mi
Sa
Sa
Sa
Sa
Sa
Sa
Sa
Sa
So
Sp.
S U N
Diff.
25
32
32
27
33
33
25
27
25
xx
Tore
:
:
:
:
:
:
:
:
:
:
24
25
27
26
30
36
26
19
27
xx
Pkt.
THW Kiel
21
18 0 3 111 613:502 36:6
Rhein-Neckar Löwen
20
17 0 3 109 597:488 34:6
SG Flensburg-Handewitt 20
15 2 3 104 598:494 32:8
SC Magdeburg
21
15 1 5 59 620:561 31:11
FA Göppingen
21
11 2 8
9
577:568 24:18
MT Melsungen
21
10 3 8 39 619:580 23:19
VfL Gummersbach
21
10 2 9
-6 579:585 22:20
TSV Hannover-Burgdorf 21
9 3 9
2
588:586 21:21
HSG Wetzlar
21
8 4 9
1
542:541 20:22
Füchse Berlin
21
9 2 10 -18 563:581 20:22
HSV Hamburg
22
9 2 11
9
601:592 20:24
Bergischer HC
21
9 1 11 -49 562:611 19:23
TuS N-Lübbecke
20
7 3 10 0
569:569 17:23
HBW Balingen-Weilstetten20
8 1 11 -44 487:531 17:23
GWD Minden
21
7 0 14 -51 556:607 14:28
TSG Friesenheim
21
7 0 14 -89 522:611 14:28
HC Erlangen
21
5 3 13 -69 512:581 13:29
TBV Lemgo
21
5 2 14 -18 605:623 12:30
SG BBM Bietigheim
21
3 1 17 -99 543:642 7:35
Spieltag:
11.02. 18:00 HBW Balingen-Weilstetten - TSV Hannover-Burgdorf
14.02. 18:00 Rhein-Neckar Löwen - Bergischer HC
14.02. 18:00 Füchse Berlin - TSV GWD Minden
14.02. 18:00 MT Melsungen - THW Kiel
14.02. 18:00 SC Magdeburg - VfL Gummersbach
14.02. 18:00 TuS N-Lübbecke - TSV Hannover-Burgdorf
14.02. 18:00 HSG Wetzlar - HSV Hamburg
14.02. 18:00 TSG Friesenheim - SG Flensburg-Handewitt
14.02. 18:00 HC Erlangen - Frisch Auf Göppingen
15.02. 17:15 SG BBM Bietigheim - TBV Lemgo
SEITE 20
HANDBALL 1. BUNDESLIGA
Mit Vollgas in die Rückrunde
Der THW beginnt mit einem
schweren Auswärtsspiel
Es gibt ungemein viele Rekorde die der THW Kiel in seiner ruhmreichen Geschichte
verbuchen konnte: So konnte
der ruhmreiche Verein dreimal
die Königsklasse für sich entscheiden. 2007, 2010 und
2012 trugen die Zebras die
Krone des Handballsports. Mit
19 (in Worten: neunzehn)
Deutschen Meisterschaften
thronen die Schleswig-Holsteinischen Landeshauptstädter
weit über der Konkurrenz! Den
DHB-Pokal gewannen die Fördestädter neunmal. In den Jahren 1998, 1999, 2000, 2007,
2008, 2009, 2011, 2012 und
2013 konnten die Mitbewerber
nur gratulieren. Der EHF-Pokal
wurde in den Jahren 1998,
2002 und 2004 gewonnen und
den Super-Globe-Pokal, den
Wettbewerb um die Weltmeisterschaft für Vereinsmannschaften gewann der Turnver-
ein Hassee Winterbek im
Jahre 2011. Dazu kommen
noch die Erfolge in den Partien
um den Deutschen Supercup.
Hier konnte der Verein achtmal
seinen Namen in die Trophäe
eingravieren lassen. Eine unglaubliche Anzahl an Erfolgen,
die weltweit unerreichbar ist
und bleiben wird! Die Krönung
gelang
in
der
Saison
2011/2012 in der der THW Kiel
mit dem Gewinn von Meisaterschaft, DHB-Pokal und Champions League das Triple erringen konnte! Auf einen Eintrag
in die Annalen hätten die Verantwortlichen aber sicher
gerne verzichtet: Nach dem
ersten Spieltag der laufenden
Saison belegte der ruhmreiche
THW Kiel, auf Grund einer
deutlichen Auswärtsniederlage
beim TBV Lemgo den letzten,
den 19. Tabellenplatz der
Handball-Bundesliga! Ein No-
vum, das sich vermutlich nicht
wiederholen wird! Dieser peinliche Eintrag wurde aber
schnell ausgelöscht; schon das
zweite Saisonspiel brachte mit
dem 30:26 Erfolg im Landesderby über die SG FlensburgHandewitt ein Erfolgserlebnis,
das wie der Auswärtssieg beim
HSV fünf Tage danach den
Aufstieg in höhere Tabellenregionen bedeutete. Kontinuität
war aber noch nicht eingekehrt; einen Spieltag später
gab es eine ernüchternde
Pleite, als die Zebras beim Abstiegskandidaten BalingenWeilstetten unterlagen. Eine
besonders schmerzhafte Niederlage gab es dann am 20.
Dezember zu vermelden. Im
Rückspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt hatten die Gislason-Schützlinge
keine
Chance und unterlagen dem
Erzrivalen sang-und klanglos
mit 22:26. Auf Grund der ansonsten fast makellosen Bilanz
und der Tatsache, dass auch
die anderen Spitzenvereine
Niederlagen hinnehmen mussten, liegen die Zebras jetzt zum
Start nach der Winterpause
fast schon gewohnheitsmäßig
auf dem ersten Tabellenplatz
der DKB-Handball-Bundesliga
und steuern,allen Unkenrufen
zum Trotz auf zumindest einen
weiteren Titelgewinn hin. Um
das Final Four um den Deutschen Pokal zu erreichen,
muss die Truppe aber am 4.
März die hohe Hürde im tierischen Duell bei den Rhein Neckar-Löwen überwinden. Sollte
das gelingen, warten beim
Endturnier in Hamburg die
siegreichen Mannschaften aus
den Partien: VfL Gummersbach vs SG Flensburg-Handewitt; SC Magdeburg – Frisch
Auf Göppingen und SC DhfK
Leipzig gegen Füchse Berlin!
Einen Fehlstart wie zu Beginn
der Serie können sich die Landeshauptstädter nicht erlauben; die Rhein Neckar-Löwen
und die SG Flensburg-Handewitt werden jede Schwäche erbarmungslos nutzen um ihrerseits endlich einmal wieder Titel einheimsen zu können.
Während der Landesrivale aus
dem 80 Kilometer entfernten
Flensburg wie der THW noch
auf drei Hochzeiten tanzt und
die Pokalhürde im Bergischen
Land überwindbar erscheint,
kann für die Löwen eine Niederlage im Pokal das Ende aller Titelträume bedeuten, da
der amtierende Deutsche
Meister Gastgeber im Rückspiel dieser beiden Anwärter
sein wird. Alfred Gislason hofft
auf eine schnelle Genesung
seiner nach der WM angeschlagenen Spieler.
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