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INFORMATION
zur Pressekonferenz
mit
Sozial-Landesrätin Mag.a Gertraud Jahn
am
5. Februar 2015
zum Thema
"15 Jahre Land der Menschen – AUFEINANDER
ZUGEHEN OÖ –
Initiativen gegen Rassismus und für Zivilcourage"
Weitere Gesprächsteilnehmer:
Dipl. Päd.in Erika Kirchweger, Obfrau Land der Menschen,
Mag. Reinhard Leonhardsberger, GF Land der Menschen
Mag.a Melanie Zach, Projektkoordinatorin
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15 Jahre Land der Menschen
Sozial-Landesrätin Mag.a Gertraud Jahn
Dass angesichts der Anschläge der IS-Terroristen auch in Europa Ängste und
Verunsicherung bei den Menschen ausgelöst wurden, ist nur allzu verständlich. Die
Bevölkerung braucht die Gewissheit, dass für die Sicherheit umfassende Maßnahmen
gesetzt werden und zum anderen müssen wir das gegenseitige Verständnis finden, damit ein
gutes Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten gelingen kann und durch den
Missbrauch der islamischen Religion für Politterrorismus nicht eine neue Welle der
Radikalisierung entsteht. Die Bundesregierung hat ein umfassendes Sicherheitspaket
verabschiedet und in OÖ haben wir durch die Gründung des „Netzwerks für sozialen
Zusammenhalt – gegen Dschihadismus“ eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht.
So
wurde
etwa
eine
Schulungsreihe
durch
den
Verfassungsschutz
für
Flüchtlingsbetreuer/innen, Streetworker/innen, Jugendbetreuer/innen etc. abgehalten um
Radikalisierungstendenzen rasch zu erkennen. Am 12. Februar führt das Netzwerk Sozialer
Zusammenhalt ein Seminar durch, welches sich dem aktuellen Thema „Dschihadismus“
widmet. Zielgruppe sind Multiplikator/innen aus Mitgliedsorganisationen und anderen
Vereinen, Institutionen die mit dem Thema konfrontiert sind. Im Bildungsbereich werden
umfassende Maßnahmen gesetzt, denn der wirksamste Weg um Radikalisierung junger
Menschen zu verhindern, ist ihnen eine positive Zukunftsperspektive und einen Platz in
unserer Gesellschaft zu geben.
Dazu gibt es in Oberösterreich umfassende Projekte, die die Integration – vom Spracherwerb
bis zur Arbeitsmarktintegration – fördern. Und wir müssen gerade in der jetzigen Situation
besonders darauf schauen, dass nicht eine negative Stimmung gegen die vielen fleißigen
Muslime im Land geschürt wird, die selber am meisten in Sorge um ihre Länder sind. Es
mehren sich die Übergriffe auf die muslimische Bevölkerung, Gebetshäuser werden
geschändet usw. Das Kalkül der IS-Terroristen, durch Gewalt Gegengewalt und eine Welle
der Radikalisierung auszulösen, darf nicht aufgehen! Nur Menschlichkeit, Zusammenhalt und
Respekt voreinander kann ein positives Zusammenleben sichern.
Für diesen Weg steht der Verein „Land der Menschen – Aufeinander Zugehen OÖ“, in dem
12 Organisationen gemeinsam daran arbeiten, die Begegnung und das gegenseitige
Verständnis zu fördern.
Pressekonferenz am 5. Februar 2015
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15 Jahre Land der Menschen
Land der Menschen - AUFEINANDER ZUGEHEN OÖ!
Aufeinander Zugehen - Diesem Motto hat sich unsere Initiative verschrieben. Land der
Menschen ist ein Zusammenschluss von zwölf Organisationen, die sich gemeinsam seit
2000 für die Förderung eines friedvollen und respektvollen Zusammenlebens in
Oberösterreich einsetzen. Zu den Trägervereinen zählen: Caritas in Oberösterreich,
Evangelisches Diakoniewerk Gallneukirchen, Oberösterreichisches Hilfswerk, Volkshilfe
Oberösterreich, Rotes Kreuz Oberösterreich, Katholische Aktion Oberösterreich, Die
Kinderfreunde Oberösterreich, migrare - Zentrum für Migrant/innen Oberösterreich, ÖGB
Oberösterreich, Pädagogische Hochschule Oberösterreich und SOS Menschenrechte und
die Grüne Bildungswerkstatt.
Ein Koordinationsbüro betreibt die Vernetzung bestehender und neuer Initiativen, sowie die
Unterstützung, Planung und Umsetzung von gemeinsamen Projekten.
Der
Verein
hat
für
seine
Bemühungen
bereits
mehrere
Preise
gewonnen:
Menschenrechtspreis 2001 des Landes Oberösterreich, Grünpreis 2003 für Engagement und
Zivilcourage in OÖ, Ute-Bock- Preis 2008 für Zivilcourage und einen Anerkennungsplatz
beim Integrationssportpreis 2013.
Die Förderungen für den laufenden Aufwand unseres Jahresprogramms kommen dabei vom
Amt der Oö. Landesregierung. Zum einen von der Direktion Finanzen, Landeshauptmann Dr.
Josef Pühringer, und zum anderen von der Direktion Soziales und Gesundheit”, Landesrätin
Mag.a Gertraud Jahn.
Pressekonferenz am 5. Februar 2015
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15 Jahre Land der Menschen
Motive und Positionen des Vereins
Menschen unterschiedlicher Herkunft, die nach Oberösterreich zugewandert sind, tragen
auch wesentlich zu unserem Wohlstand und zur Sicherung unseres Sozialsystems bei.
Diesen Menschen, die aus verschiedenen Gründen zu uns gekommen sind, hat
Oberösterreich eine neue Heimat geboten. Diese Rolle soll unser Land auch weiterhin
wahrnehmen. Rassismus, Radikalismus und Fremdenfeindlichkeit schaden dem friedvollen
Zusammenleben der Menschen. Wir erteilen allen menschenverachtenden Strömungen,
Aussagen oder Aktionen eine klare Absage.
Menschen mit Migrationshintergrund sollen sich in Oberösterreich geachtet, respektiert und
zuhause fühlen können. Wir wissen natürlich, dass Zuwanderung Konflikte und Probleme
bergen kann, gleichzeitig sehen wir darin aber auch eine Chance und eine Bereicherung. Die
Ängste der hiesigen Bevölkerung vor dem Fremden sind dabei ebenso ernst zu nehmen, wie
die Gefahren, die eine Politik der Ausgrenzung birgt.
Wir bekennen uns zu den Empfehlungen des Integrationsleitbildes des Landes
Oberösterreich und wollen diese mit unseren Ressourcen bei der Umsetzung aktiv
unterstützen. Bei unseren Bemühungen um ein besseres Zusammenleben sind wir
überparteilich und überkonfessionell und verpflichten uns ausschließlich den Grundsätzen
der Humanität und der Menschenrechte. Wir nutzen die unterschiedlichen Strukturen der in
der Initiative Land der Menschen vertretenen Organisationen, um unsere gemeinsamen
Anliegen zu verfolgen.
Initiativen und Projekte des Vereins
Der Verein initiiert Projekte und Veranstaltungen in Schulen, Städten und Gemeinden, um
diese in ihrer Aufklärungsarbeit zu den Themen Vorurteile, Zivilcourage, Menschenrechte,
Integration, Radikalismus, Interkulturelle Kommunikation, Antisemitismus, Rassismus,
Faschismus und Fremdenfeindlichkeit zu unterstützen. Dabei sehen wir Multiplikator/innen
und Jugendliche als wichtigste Zielgruppen an. Beispiele für unsere Arbeit in diesem Bereich
sind:
Das Medienpaket „Sichtweisen“ unterstützt Lehrer/innen
und
Multiplikator/innen
mit
Unterrichtsmaterial
für
16
Einheiten bei der Bewusstseinsbildung zu den Themen
Pressekonferenz am 5. Februar 2015
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15 Jahre Land der Menschen
Integration, Legalität, Vorurteile und Zivilcourage. Es ist auf Deutsch, Französisch und
Englisch gratis downloadbar.
Unser Format „Taschenbüchlein“ soll einen
Beitrag zu einem respektvolleren Umgang
mit sog. Ausländer/innen leisten, Vorurteile
abbauen
helfen
und
die
Würde
jedes
Menschen in den Mittelpunkt rücken. Das
2011
herausgegebene
Taschenbüchlein
„JEDES MAL ANDERS. Sieben Geschichten über interkulturelle Begegnungen“ wurde über
15.000 Mal angefragt. Das 2012 herausgebrachte Taschenbüchlein „Das sind unsere
Rechte - Elf Geschichten über Menschenrechte“ wurde bereits fast
10.000 Mal verschickt. Das bisher letzte Taschenbüchlein zum
Thema „Integration” wurde 2013 veröffentlicht und ist ebenfalls
bereits an die 10.000 Mal bestellt worden. Alle Taschenbüchlein sind
außerdem kostenlos auf unserer Homepage downloadbar.
Unsere Argumentationstrainings zu Stammtischparolen sollen
die Teilnehmer/innen ermutigen, zu intervenieren und bei öffentlich
geäußerten populistischen Parolen effektiven Widerspruch zu artikulieren. Die Trainings
werden
von
Dr.in
Marion
Wisinger,
Historikerin,
Trainerin,
Moderatorin
und
Erwachsenenbildnerin, abgehalten.
„Es gärt“ ist eine jährlich stattfindende dreitägige
Veranstaltungsreihe
in
Kooperation
mit
der
„Friedensstadt Linz“, bei der Schüler/innen die
Themen
Rassismus
und
Fremdenfeindlichkeit
bearbeiten. Bis 2012 stand Frau Ceija Stojka als KZ-Überlebende und
Zeitzeugin der Zeit des Nationalsozialismus Rede und Antwort. Leider ist Frau Ceija Stojka
Anfang 2013 verstorben. Seither konnte das Projekt mit Ari Rath und Reuven Moskowitz
fortgeführt werden. Genaue Berichte darüber - inklusive Fotos - finden Sie auf unserer
Homepage. Interviews mit den beiden finden Sie auf unserem YouTube-chanel:
www.youtube.com/LandderMenschen
Pressekonferenz am 5. Februar 2015
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15 Jahre Land der Menschen
„Rassismus?
Mog i ned!“
ist eine gemeinsame Kampagne von Land der
Menschen,
Volkshilfe,
Menschenrechte
und
Diakonie,
migrare,
bei
SOS
der
die
Initiator/innen zu einer Workshopreihe luden und
zu einem Ideenwettbewerb gegen Rassismus
aufriefen. Die Siegerideen des Ideenwettbewerbs
in den Kategorien Freecard, Plakat oder Drehbuch für einen kurzen Spot wurden
anschließend mit professioneller Unterstützung umgesetzt und präsentiert. Das Video finden
Sie auf unserem YouTube-chanel: www.youtube.com/LandderMenschen
Das projektXchange, ein außergewöhnliches
und vielfach zu kopieren versuchtes Projekt des
Roten Kreuzes, wird in OÖ durch den Verein
Land der Menschen koordiniert. Bei diesem
Schulprojekt wird versucht, Vorurteile durch den
direkten Kontakt zwischen Schüler/innen und
Menschen
mit
Migrationshintergrund
abzubauen. Rund 180 Personen, darunter
zahlreiche Promis wie Arabella Kiesbauer, Ivica Vastic, Eric Papilaya, ..., engagieren sich
bereits im Projekt als "Botschafter/innen der Integration" und beantworten Fragen, die von
den Schüler/innen gestellt werden. In Kooperation mit Direktorstellvertreter BDS Dipl. Päd.
Ing. Oberhaidinger Horst von der BS 5 versuchen wir dieses außergewöhnliche Projekt
insbesondere auch in Berufsschulen zu tragen.
2012 veranstaltete die Katholische Kirche (Diözesansportgemeinschaft und Theol.
Erwachsenenbildung) gemeinsam mit Land der Menschen und der Islam. Religionsgemeinde
Pressekonferenz am 5. Februar 2015
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15 Jahre Land der Menschen
Linz erstmals ein Interreligiöses Fußballspiel bei dem Seelsorger, Imame und Theologen
gegeneinander und in gemischten Teams spielten. Dazu gab es Kebap und Süßspeisen und
anschließend wurde gemeinsam gefeiert. Bei der Wiederholung 2013 spielten bereits 6
Religionsgemeinschaften mit: Die Römisch Katholische Kirche in OÖ, die Islamische
Religionsgemeinde Linz für das Bundesland OÖ, die Evangelische Kirche A.B. in
Oberösterreich, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage, die Freie
Christengemeinde
OÖ
und
die
Neuapostolische
Kirche
OÖ.
Die
Buddhistische
Religionsgemeinschaft konnte nicht genug Spieler finden, war jedoch am Spielfeldrand auch
mit dabei. Und auch 2014 fand dieser Event, für den die Veranstalter beim
Integrationssportpreis 2013 den Anerkennungspreis bekamen, wieder statt.
Seit
2013
ist
Land
der
Menschen
Kooperationspartner des Umbrella March, bei
dem 2014 bereits rund 400 Teilnehmer/innen
mitmarschierten und ein Zeichen für eine
menschenwürdige Asylpolitik in der EU und in
Österreich
setzten.
Gemeinsam
mit
der
Volkshilfe, der Caritas, SOS - Menschenrechte
und migrare wurden im Anschluss noch Reden am AEC Platz u.a. von Barbara Heilige
gehalten. Darüber hinaus konnten zwei Bands für Konzerte organisiert werden.
Seit
2013
organisiert
der Verein für
Schulen
außerdem
Aktionstage
unter
dem
Motto
"Aufeinander
Zugehen".
Dabei
finden
dutzende
Workshops aus zahlreichen NGOs in einer Schule statt, die an diesem Tag die
Klassenverbände auflöst und den Schüler/innen die Möglichkeit gibt, sich ihren Interessen
folgend in zweistündigen Workshops zu Sachthemen zu informieren. Ermöglicht wird dies
durch die Unterstützung u.a. folgender Organisationen: SOS Menschenrechte, Südwind, das
Mauthausen Komitee, die Volkshilfe, die Muslimische Jugend, Attac, die Caritas Fach- und
Forschungsstelle,
Schuldnerhilfe
OÖ,
Anti
Atom
Komitee,
Österreichische
Gewerkschaftsjugend, projektXchange, Amnesty International, Landeskriminalamt, …
Pressekonferenz am 5. Februar 2015
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15 Jahre Land der Menschen
Persönlichkeitsbildung und Politische Bildung standen im Vordergrund: Wie kommt man zu
seinen Rechten und welche Menschenrechte sind indiskutabel? Welche Ideen der
Nachhaltigkeit im Bereich der Wirtschaft und Gesellschaft gibt es bereits? Wer bestimmt,
was unter „Gewalt“ zu verstehen ist und wie kann ich mich vor Cybermobbing schützen?
Solche und ähnliche Fragen wurden methodisch vielfältig angegangen.
Gemeinsam mit 16 weiteren Organisationen beteiligte sich Land der Menschen am Langen
Tag der Flucht (26.9.2014) an der Straßenaktion Fluchtpunkte, bei der in interaktiven
Stationen die Etappen einer Flucht vom Heimatland bis nach Österreich nachgezeichnet
wurden. Zahlreiche Passant/innen blieben stehen, fragten nach und zeigten Interesse an der
Thematik. Mit einem Spielepass bestückt, machten sich die Besucher/innen auf den Weg,
um bei den acht Stationen nachzufragen, Informationen einzuholen und Fingerabdrücke zu
sammeln. Ein schmackhaftes Essen, zubereitet von KAMA, war der "Gewinn". Etwas später
konnte man der interessanten Live-Sendung lauschen, bei der es um persönliche
Erfahrungen mit Flucht ging.
Geschichten aus aller Welt mehrsprachig erzählt in der Friedensstadt Linz
Beim Linzer Begegnungsfest 2013 wurde ein
„Erzählzelt“
veranstaltet,
in
dem
Menschen
unterschiedlicher Herkunft Geschichten aus ihren
Heimatländern
–
auf
Deutsch
und
in
ihrer
Muttersprache - erzählten. Die Zuhörer/innen
waren begeistert. So entstand die Idee eines „Märchenbuches“ mit zweisprachig erzählten
Märchen und dazugehörigen Hörbüchern. Reiner Steinweg (Friedensinitiative der Stadt
Linz), Veronika Moser (Radio FRO 105,0) Reinhard Leonhardsberger (Land der Menschen),
Philipp Pamminger (Illustrator), Martin Tiefenthaler (Mastering), Florian Holter (Grafiker) und
Michael Brauner (Druckerei Gutenberg) arbeiteten neben zahlreichen ehrenamtlichen
Erzähler/innen an der Realisierung.
Insgesamt
finden
sich
im
Geschichtenbuch
29
Geschichten
aus
folgenden
Ländern/Regionen/Sprachen: Spanisch (Peru), Mühlviertlerisch (Oberösterreich), Kurdisch,
Russisch (Usbekistan), Serbokroatisch (Bosnien-Herzegowina), Farsi (Iran), Türkisch
(Türkei), Niederdeutsch (Norddeutschland), Thai (Thailand), Akan (Ghana), Lingala
Pressekonferenz am 5. Februar 2015
15 Jahre Land der Menschen
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(D.R.Kongo), Afghanistan, Polnisch (Deutschland), Arabisch (Syrien), Suaheli (Kenia),
Portugiesisch (Portugal), Spanisch (Kolumbien), Polnisch (Oberösterreich), LustenauerDialekt (Vorarlberg), Arabisch (Ägypten);
Geschichtenerzählen wird als Sprachtraining und zum kulturellen Austausch genutzt. Denn so die Idee - jedeR kennt Geschichten. Die Bilder, die beim Erzählen aufsteigen, helfen, sich
die Worte und Satzkonstruktionen zu merken. Je häufiger man die gleiche Geschichte in
unterschiedlichen Situationen wiederholt, desto sicherer wird man. Und die Beziehung zu
den Zuhörer/innen stärkt den Mut, sich in der fremden Sprache zu bewegen. Zugleich gibt es
einen kleinen Einblick in den kulturellen Reichtum einer Stadt wie Linz.
Das A4 große, 144 Seiten dicke, farblich illustrierte, Hardcover-(Hör)buch mit 2 CDs konnte
zum reinen Produktionskostenpreis von 10 € pro Buch über 1000-mal österreichweit an
Bibliotheken, Vereine, öffentliche Einrichtungen usw. weiter gegeben werden. Buch und
Hörbuch können außerdem kostenlos auf unserer Homepage heruntergeladen werden.
2014 begonnen - Fertigstellung 2015
Zeitzeug/innen-Dokumentation
Gemeinsam mit der Friedensinitiative der Stadt Linz und der Antifa OÖ wird mit Ari Rath,
Reuven Moskowitz, Nuna Stojka und Andreas Peham ein Dokumentarfilm mit und über
Zeitzeug/innen bzw. der Nachfolgegeneration von Zeitzeug/innen gedreht, der einerseits die
Arbeit der Workshopreihe „Es Gärt“ dokumentiert und andererseits Pädagog/innen im
Umgang mit dieser Thematik unterstützen soll.
Argumentationstraining auf Radio FRO
Derzeit wird gemeinsam mit SOS-Menschenrechte, dem Friedensbüro Salzburg und Radio
FRO ein Argumentationstraining zu Stammtischparolen fürs Radio produziert, das zehn ca.
10 minütige Sendungen umfassen wird.
Aufenthaltstitel-Kartenspiel
Gemeinsam mit dem Integrationsbüro "mosaik" Traun (Volkshilfe) wurde ein Kartenspiel
entwickelt, das sich, basierend auf den Spielregeln von „Hosn obi“, mit den Themen
Migration und Aufenthaltstitel auseinander setzt. Das Ziel ist es, mit Hilfe eines altbekannten
Spiels in neuem Design, ganz nebenbei für diese komplexe Thematik zu sensibilisieren. In
Pressekonferenz am 5. Februar 2015
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15 Jahre Land der Menschen
der Spielanleitung werden unterschiedliche Migrationsformen und Aufenthaltstitel, sowie die
damit verbundenen Rechte und Pflichten erklärt. Beispiele der ersten Prototypen:
Projekte 2015
Zum einen werden die oben angeführten Projekte und Netzwerke 2015 weiter geführt. Zum
anderen werden begonnene Projekte abgeschlossen und darüber hinaus auch noch neue
Projekte umgesetzt.
Pädagogisches Material zur Zeitzeug/innen-Dokumentation
Passend zur Dokumentation wird ein pädagogisches Material gestaltet, das den Umgang
und die Anwendung der Dokumentation für den Schulunterricht erleichtern soll.
Schwerpunkt Armut
2015 wird Land der Menschen außerdem in Kooperation mit Volkshilfe, Diakonie, SOSMenschenrechte, Radio FRO und anderen, spezielle Sensibilisierungsmaßnahmen zum
Thema Notreisende und Armutsmigration umsetzen. Bereits geplante Aktivitäten sind:
-
Es sollen sogenannte Erzählcafés stattfinden, bei denen Betroffene von ihren
Schicksalen berichten.
-
Diese Erzählungen sollen auch multimedial umgesetzt werden.
-
Wir möchten mit Betroffenen außerdem einige Workshops in Schulen abhalten, um
so Begegnung zu schaffen.
-
Darüber hinaus soll im Herbst eine Vortragsreihe zum Thema “Betteln und
Menschenrechte” im Wissensturm in Kooperation mit der VHS stattfinden.
Pressekonferenz am 5. Februar 2015
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15 Jahre Land der Menschen
Noch
in der Konzeptphase befinden
sich Projekte
zum Thema
Menschen
mit
Behinderungen, eine Kooperationsveranstaltung mit dem Gedenkort Schloss Hartheim im
Zuge des historischen Sommerkinos “im_fokus”, sowie eine Neuauflage eines Erzählzelts
zum Langen Tag der Sprachen (26.9.2015).
Netzwerke und Kooperationen
Das Vernetzen bestehender Projekte, Strukturen, Personen und Handlungsfelder ist eine
unserer Kernkompetenzen. Über die Zusammenarbeit der im Vorstand von Land der
Menschen vertretenen Organisationen hinaus, kooperieren wir außerdem regelmäßig mit:
ANTIFA-OÖ
In Oberösterreich sind beachtlich viele Gruppen antifaschistisch und antirassistisch aktiv.
Das Netzwerk versucht unter anderem diese Gruppen durch Informations- und
Wissensaustausch
zu
unterstützen,
um
Beobachtungen
und
Wahrnehmungen
zu
Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit breiter kommunizieren zu können.
Friedensstadt Linz
1986 hat sich die oberösterreichische Landeshauptstadt zur „Friedensstadt Linz“ deklariert.
Das Ziel: kommunale Verantwortung für friedensfördernde Maßnahmen festzuschreiben
beziehungsweise zu unterstützen.
Radio FRO 105,0
Radio FRO ist das Freie Radio im Großraum Linz. Mehr als 300 Initiativen, Gruppen und
Einzelpersonen aus verschiedenen Communities bringen auf Radio FRO regelmäßig und
ehrenamtlich über 120 verschiedene Sendungen in über zehn Sprachen zu Gehör.
Friedensbüro Salzburg
Das Friedensbüro Salzburg ist in der friedenspädagogischen und friedenspolitischen
Bildungsarbeit tätig und entwickelt zahlreiche Bildungsangebote zu Gewaltprävention, ziviler
Konfliktbearbeitung und Politischer Bildung und ist Ansprechpartner für Menschen, die sich
für sozialen und globalen Frieden und gegen den Krieg engagieren.
Alle Fotos: Land der Menschen
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