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2015-05-08-Einladung zur Veranstaltung Naturnaher Wald.pdf

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P.b.b. 14Z039972 M
Universitätszahnklinik Wien, Sensengasse 2a, 1090 Wien
2 | 2014
Das neue Journal der Universitätszahnklinik Wien
APC Flash-Free:
Das System im Test – 04
Gingivale Rezession:
Deckung von Defekten – 08
Weltweit vernetzt:
Unsere Spezialisten – 16
Im Zentrum
Forschung und Ausbildung in Parodontologie
Ein Tochterunternehmen
der MedUni Wien
Editorial
Sehr geehrte Leserinnen und Leser!
U
nser neues Journal, DentUnique, gibt Ihnen einen
exklusiven Einblick in die Tätigkeiten an der
Universitätszahnklinik Wien.
In dem Journal berichten wir über aktuelle Forschungs­
erkenntnisse, schildern Patientenfälle und informieren
über die zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten an der
Universitätszahnklinik Wien.
Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz,
Klinikleiter der Universitätszahnklinik Wien
In dieser Ausgabe steht besonders die Parodontologie im
Blickpunkt. Diese nimmt in der Universitätszahnklinik
einen besonders wichtigen Stellenwert ein, denn sie bildet
den Mittelpunkt der interdisziplinären Zusammenarbeit
in der Klinik. Das Team der Parodontologie besteht aus
gefragten Spezi­alistInnen, wovon einige auch international
vertreten sind. Nicht zu vergessen sind die ausgezeichnete
Forschungsarbeit, die in der Parodontologie der Universi­
tätszahnklinik Wien geleistet wird, sowie die vielen Publika­
tionen und Fortbildungen, die hier angeboten werden.
Insbesondere wollen wir uns für die tolle Zusammen­arbeit
mit der Österreichischen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und
Kieferheilkunde bedanken.
Wir wünschen uns mit diesem neuen Medium, DentUnique,
Sie an unserem klinischen Alltag teilhaben zu lassen und
freuen uns auf einen guten Kontakt und Zusammenarbeit
mit Ihnen – zum Wohle der PatientInnen.
Impressum: Medieninhaber/Herausgeber: Bernhard-Gottlieb-Universitätszahnklinik, Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde GmbH,
1090 Wien, Sensengasse 2a, Tel.: +43-1- 40 070, Fax: +43-1- 40 070-3039, E-Mail: office-zmk@meduniwien.ac.at, www.unizahnklinik-wien.at
Herausgeber: Geschäftsführer Univ.-Prof. DDr. Andreas Moritz und Thomas Stock Erscheinungsort: Wien Auflage: 5.000 Verlag: Albatros Media
GmbH, Grüngasse 16, 1050 Wien, office@albatros-media.at, www.albatros-media.at Redaktion: Mag. Marianne Kitzler (Leitung), Bettina Benesch,
Karin Froeschl-Wittich, Tamara Valdo Grafik & Produktion: Julia Proyer (Leitung), Doreen Agbontaen Verlagsleitung: Mag. Peter Morawetz
Designkonzept: Julia Proyer Coverfoto: Universitätszahnklinik Wien/Fuchs Fotos: Falls nicht anders angegeben: Universitätszahnklinik Wien
Druck: NÖ Pressehaus, 3100 St. Pölten
Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz
Die Bernhard-Gottlieb-Universitätszahnklinik GmbH ist eine 100%-Tochtergesellschaft der Medizinischen Universität Wien, www.meduniwien.ac.at/
homepage/info/impressum. Grundlegende Richtung des Magazins: DentUnique informiert ZahnärztInnen, Studierende und MitarbeiterInnen der
Universitätszahnklinik Wien über Forschung, Fallstudien, Weiterbildungsangebote und die Tätigkeiten der Institution.
02 DentUnique 2/2014
Inhalt
Inhalt
04
Forschung
04 Im Test: APC Flash-Free
System von 3M Unitek
07 Top in Sachen Forschung
Praxis
08 Deckung multipler gingivaler
Rezessionsdefekte
12 Prophylaktische Entfernung
des Frenulums
12
13 Historisches aus dem
Zahnmuseum Wien
Menschen
14 Facts über die Universitäts zahnklinik Wien: Fachbe reiche, Ambulanzen,
Öffnungszeiten
16
15 Kluge Köpfe
16 ZahnärztInnen der Universitäts zahnklinik international
vernetzt
Service
18 Parodontologie erstrahlt
in neuem Glanz
In den Kalender
Orale Chirurgie / Fortbildung: „Bring Your Cases“
/ Augmentation: Ja oder
Nein?
Betreuung:
Univ.-Prof. DDr. C. Ulm,
Univ.-Prof. DDr. W. Zechner,
Univ.-Prof. DDr. G. Tepper,
PD DDr. C. Vasak
Datum: 15. 10. 2014
Uhrzeit: 09.00 h
Ort: Seminarraum B2,
Universitätszahnklinik Wien
Anmeldung:
oralechirurgie-kurse@
meduniwien.ac.at
Jahrestagung der DGFDT –
Stellenwert der Kiefergelenkchirurgie bei funktionellen Erkrankungen
Datum: 13.–15. 11. 2014
Uhrzeit: 14.00 h
Ort: Maritim Hotel, Bad
Homburg (Deutschland)
Anmeldung:
dgfdt@mci-group.com
Adventkongress der
Österreichischen Gesellschaft für Esthetic Dentistry
Datum: 12.–13. 12. 2014
Ort: Universitätszahnklinik
Wien
21 Buchtipp: Oral Laser
Application
18
22 Praxisnahe Ausbildung –
der Paromaster
23 Erster erfolgreicher
Durchgang des
Prothetikmasters
DentUnique 2/2014 03
Forschung
Produktneuheit
unter der Lupe
1a
Hält das APC
Flash-Free System
von 3M Unitek, was
der Hersteller verspricht? Dr. Michael
Bertl berichtet:
1b
1c
Am Typodonten aufgesetzte
Brackets mit klar erkennbarem
Adhäsivüberschuss beim APC II
(a) und APC Plus (b) System.
APC Flash-Free (c)
04 DentUnique 2/2014
Forschung
A
dhäsivüberschüsse nach dem Bonding von Brackets
fördern die Akkumulation von Plaque, können zur
mechanischen ­Irritation der Gingiva führen und
auch die ­Entstehung von White-Spot-­Läsionen begünsti­
gen.1–4 Im Gegensatz zu ­chemisch härtenden Adhäsiven
lassen sich Überschüsse von lichthärtenden Systemen
relativ einfach vor dem Aushärten bzw. einer kurzen An­
härtephase entfernen.5 Adhäsive mit Farbumschlag haben
diesen Vorgang in den letzten Jahren zusätzlich erleich­
tert.2
2
APC Flash-Free
3M Unitek vertreibt aktuell die nächste Generation sei­
nes APC-­Bracketsystems mit vorappliziertem Adhäsiv
unter dem Namen „APC Flash-Free“. Besonders dabei
ist, dass diese Vorbeschichtung aus einem in Adhäsiv
getränkten Vlies besteht. Sowohl Größe und Form die­
ses Vlieses als auch die Adhäsivmenge sind dabei auf
die jeweilige Zahnform abgestimmt. Nach Aufsetzen des
Brackets soll dadurch ein lückenfreier Verbund bei opti­
malem Randschluss entstehen, und das ohne jeglichen ▶
4
REMAufnahme
(x 50) eines
APC-PlusBrackets
unmittelbar nach
Positionierung
REMAufnahme
(x 40) eines
APC-FlashFreeBrackets
unmittelbar nach
Positionierung
3a
5a
REMAufnahme
(x 60; x 100)
eines
APC-FlashFree-Brackets nach
Lichthärtung
REMAufnahme
(x 60; x 120)
eines APCPlus-Brackets nach
Entfernung
des Adhäsivüberschusses
und Lichthärtung
3b
5b
DentUnique 2/2014 05
Forschung
Adhäsivüberschuss. Ein ­manuelles Entfernen des Über­
schusses ist nicht mehr notwendig – das Bracket kann so­
fort nach dem Positionieren ­lichtgehärtet werden.
APC Flash-Free System ist überlegen
In Abbildung 1 sind die drei aktuell erhältlichen APC-Bracket­
systeme unmittelbar nach Aufsetzen und Andrücken auf ei­
nen Typodonten dargestellt: APC II (a), APC Plus (b) und APC
Flash-Free (c). Um die Adhäsivüberschüsse und den Rand­
spalt gut zu veranschaulichen, wurden die Typodontenzähne
während der weiteren Arbeitsschritte in einem Rasterelektro­
nenmikroskop (REM) untersucht. Abbildung 2 zeigt ein APCPlus-Bracket vor Entfernung der Überschüsse. In Abbildung 3
ist eine deutliche Inhomogenität des Klebespalts nach Licht­
härtung erkennbar, obwohl die Überschüsse sorgfältig ent­
fernt wurden. Abbildungen 4 bis 5 zeigen das APC Flash-Free
System bei den gleichen Arbeitsschritten. Der Randschluss ist
durchgehend und bildet einen homogenen Verlauf zwischen
Bracket und Zahn. Die Verarbeitungszeit ist niedrig.
Vorteile bei Plaque und White Spot
Es gibt aktuell noch keine unabhän­gigen Untersuchungen
zu Bracketverlustraten oder Ergebnisse von Schertests. Das
APC Flash-Free System könnte jedoch auch Vorteile bei der
Vermeidung von Plaqueakkumulation und White-Spot-Läsi­
onen bieten. Derzeit ist das APC Flash-Free System nur für
Clarity Advances Keramikbrackets erhältlich. Weitere Pro­
duktlinien ­sollen im Laufe des Jahres folgen. •
1 Alexander SA, Ripa LW. Effects of self-applied topical fluoride preparations in orthodontic patients. Angle Orthod. 2000;70:424–430.
2 Armstrong D, Shen G, Petocz P, Darendeliler MA. Excess adhesive flash upon bracket placement. A typodont study comparing APC PLUS and
Transbond XT. Angle Orthod. 2007;77:1101–1108.
3 Ogaard B, Rolla G, Arends J, ten Cate JM. Orthodontic appliances and enamel demineralization. Part 2. Prevention and treatment of lesions.
Am J Orthod Dentofacial Orthop. 1988;94:123–128.
4 Vorhies AB, Donly KJ, Staley RN, Wefel JS. Enamel demineralization adjacent to orthodontic brackets bonded with hybrid glass ionomer
­cements: an in vitro study. Am J Orthod Dentofacial Orthop. 1998;114:668–674.
5 Bishara SE, VonWald L, Olsen ME, Laffoon JF. Comparisons of two approaches for removing excess adhesive during the bonding procedure.
Angle Orthod. 2000;70:149–153.
Henry KEAZOR
Dr. Elizabeth MENZEL
Prof. DDr. Andreas MORITZ
Dr. Jörg SCHWARZE
Dr. Jean-Stéphane SIMON
Dr. Andrea THALHEIM
Doz. Dr. Frank WEILAND
Doz. Dr. Gernot WIMMER
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28.05.14 10:02
Fokus Forschung
Top in der Forschung
An dieser Stelle präsentieren wir künftig
wegweisende Forschungsergebnisse mit
hoher Relevanz für die klinische Praxis.
M
it dem Jahr 1998 begann eine
neue Ära an der Universitäts­
zahnklinik: Jene des Diplom­
studiums Zahnmedizin. Im Rahmen
dieser Neuorganisation stieg auch
die Forschungstätigkeit. In den ver­
gangenen Jahren hat sich der Output
deutlich gesteigert: Zwischen 2006
und 2013 verdoppelte sich die Zahl
der Printpublikationen von 18 auf
36. Ähnlich verhält es sich mit dem
Impactfactor Print: Er lag 2006 bei
29,30 Punkten; im Jahr 2013 bereits
bei 63,11. Bis Mai 2014 veröffentlich­
ten die ForscherInnen der Zahnklinik
35 Arbeiten in Print- und OnlineFachmedien, zusätzliche sieben Ein­
reichungen wurden von den Redak­
tionen angenommen. Die Zahnklinik
erreichte damit in den ersten fünf
Monaten des Jahres insgesamt 97,54
Impactpunkte.
Breites Forschungsfeld
Die Forschungsarbeit umfasst sämt­
liche Disziplinen der Zahnmedizin:
Zahnimplantate und deren Ober­
flächen,
implantatprothetische
Versorgungen, Lasertechnik, Zahn­
regulierungen, Techniken der Kno­
chenregeneration und innovative
Materialien zur Zahnversorgung.
So zeigten Christoph Vasak et al.1,
dass hydrophile Titan-ImplantatOberflächen im Vergleich zu hydro­
phoben eine leicht verstärkte Kno­
chenapposition in der Frühphase
der Implantateinheilung bewirken.
1 Vasak C, Busenlechner D, Schwarze UY, Leitner HF, Munoz Guzon F, Hefti T, Schlottig F, Gruber
R. Early bone apposition to hydrophilic and hydrophobic titanium implant surfaces: a histo­
logic and histomorphometric study in minipigs. Clin Oral Implants Res. 2013 Oct 10.
2 Al Mustafa M, Agis H, Müller HD, Watzek G, Gruber R. In vitro adhesion of fibroblastic cells
to titanium alloy discs treated with sodium hydroxide. Clin Oral Implants Res. 2013 Dec 26.
3 Fügl A, Gasser H, Watzak G, Bucher A, Feierfeil J, Jürgens G, Watzek G, Hallström S, Gruber R.
S-nitroso albumin enhances bone formation in a rabbit calvaria model. Int J Oral Maxillofac
Surg. 2014 Mar;43(3):381–6.
4 Andrukhov O, Andrukhova O, Hulan U, Tang Y, Bantleon HP, Rausch-Fan X. Both 25-Hydro­
xyvitamin-D3 and 1,25-Dihydroxyvitamin-D3 Reduces Inflammatory Response in Human
Periodontal Ligament Cells. PLoS One. 2014 Feb 28;9(2):e90301.
An Implantatoberflächen forschte
auch ein Team um Al Mustafa2. Die
ForscherInnen zeigten in-vitro, dass
die Behandlung mit Alkali die frühe
Adhäsion auf einer Titanlegierung
(Ti-6AL-4V) verstärkt – und zwar
sowohl die Adhäsion von gingivalen
Fibroblasten und Knochenzellen als
auch der Osteosarcom- und Fibro­
blastom-Zelllinien MG63 and L929.
Ein ForscherInnenteam um Ale­
xander Fügl3 belegte im Tiermo­
dell erstmals den positiven Einfluss
von Stickstoffmonoxid (NO) auf das
Knochenwachstum: Im Vergleich zu
Humanalbumin fördert S-Nitroso
Human Serum Albumin (S-NO-HSA)
die Knochenentwicklung auf einer
Titanoberfläche signifikant. Zusätz­
lich unterstützt es die Degration des
Kollagenschwamms.
Neue Facetten des Vitamins D3
entschlüsselte ein Team um Oleh An­
drukov4 : Demnach spielt Calcifediol,
eine wichtige Hormonvorstufe im
Vitamin D-Stoffwechsel, eine Rolle
im Zusammenhang mit Parodonti­
tis. Laut den ForscherInnen hemmt
Calcifediol die Produktion von proin­
flammatorischen Zytokinen aus dem
parodontalen Ligament. Die Ergeb­
nisse legen nahe, dass die topische
Applikation von Calcifediol ein po­
tentielles Werkzeug in der parodon­
talen Therapie ist.
Mehr über diese und weitere For­
schungserbnisse erfahren Sie in den
kommenden Ausgaben von Den­
Unique. •
DentUnique 2/2014 07
Praxis
Plastische
Parodontalchirurgie
Deckung multipler gingivaler Rezessionsdefekte mittels freier Bindegewebstransplantate und coronaler Verschiebelappen.
08 DentUnique 2/2014
Praxis
D
ie Behandlung von Rezessionsdefekten ist oft
eine ästhetische Herausforderung für Zahn­
ärzte und Zahnärztinnen. Epidemiologische
Untersuchungen zeigen, dass ein beträchtlicher Teil
der erwachsenen Bevölkerung gingivale Rezessionen
aufweist.1 Neben dem ästhetischen Problem kann
ein Rezessionsdefekt oft auch einen Risikofaktor für
Zahn-Hypersensitivität und Zahnhalssubstanzver­
lust sein.2 Als ­Hauptfaktoren für das Entstehen von
­gingivalen Rezessionen gelten gingivale anatomische
Faktoren wie knöcherne Dehiszenzen, ein chroni­
sches Trauma, Zahnfehlstellungen und Parodontitis.3
Ausgangsbefunde
Zur Deckung von Rezessionsdefekten werden ver­
schiedenste Techniken eingesetzt, wie etwa ein freies
Schleimhauttransplantat, ein coronaler Verschiebe­
lappen, ein subepitheliales Bindegewebstransplantat,
ein lateraler Verschiebelappen, ein Doppelpapillen­
lappen oder ein Semilunarlappen.4 Die besten Erfolge
werden mit subepithelialen Bindegewebstransplan­
taten sowie coronalen Verschiebelappen alleine oder
in Kombination mit einem Transplantat oder Bioma­
terial erzielt. Daher sollte diesen Verfahren, wenn
möglich, der Vorzug gegeben werden.5 Ein freies
Bindegewebstransplantat in Kombination mit einem
coronalen Verschiebelappen ermöglicht einen hohen
mittleren Grad an Rezessionsdeckung mit einem ho­
hen Maß an Vorhersagbarkeit.6 ▶
1 Richmond S et al. The relationship of medical and dental
factors to perceived general and dental health. Community
Dent Oral Epidemiol, 2007. 35(2):89–97.
2 Trombelli L. Periodontal regeneration in gingival recession
defects. Periodontol 2000, 1999. 19:138–50.
3 Camargo PM, Melnick PR, and Kenney EB. The use of free
gingival grafts for aesthetic purposes. Periodontol 2000,
2001. 27:72–96.
4 Mareque-Bueno S. A novel surgical procedure for coronally
repositioning of the buccal implant mucosa using acellular
dermal matrix: a case report. J Periodontol. 82(1):151–6.
5 Chambrone L et al. Root coverage procedures for the
treatment of localised recession-type defects. Cochrane
Database Syst Rev, 2009(2): p. CD007161.
6 Cairo F, Pagliaro U, and Nieri M. Treatment of gingival reces­
sion with coronally advanced flap procedures: a systematic
review. J Clin Periodontol, 2008. 35(8 Suppl):136–62.
DentUnique 2/2014 09
Praxis
Resultate sechs Jahre nach den Rezessionsdeckungen
Der Fall
Beim vorliegenden Fall sind in den Ausgangsbefunden
multiple Rezessionen der Miller-Klasse I mit bis zu
vier Millimetern Rezessionstiefe zu sehen. Es ­wurde
eine Kombination aus subepithelialem Bindegewebe
und coronalem Verschiebelappen gewählt, um diese
Defekte der Miller-Klasse I zu decken. Rezessionsdefekte
der Klassen I und II nach Miller, also ohne approximalen
Papillen- oder Knochenverlust, haben eine gute Progno­
se in Bezug auf die Stabilität der Rezessionsdeckung.
Mehr als ein Implantat
Ein Gefühl des Vertrauens
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Entwickelt um Zahnfehlstellungen vorzubeugen.
Der MAM Perfect: 60 % dünner, 4 mal weicher*
Unabhängige Untersuchungen bewei sen Innovation und Wirkung des
ge meinsam mit Zahn- und Kinderärzten entwickelten MAM Perfect:
Die Miller-Klassifikation von Rezessionen, Mitte der
80er-Jahre publiziert, ist ausgesprochen hilfreich, um
die Vorhersehbarkeit einer chirurgischen Rezessions­
deckung abzuschätzen. Wobei Miller-Klasse I und II
Defekte im Gegensatz zu Defekten der Miller-Klasse
III und IV mit einem approximalen Knochenverlust
nach Chirurgie eine gute Langzeitstabilität aufwei­
sen.7 Je größer der initiale Rezessionsdefekt (>4 mm)
und je dünner die Gewebedicke des Gingivallappens
(<1 mm), umso schwieriger wird eine vollständi­
ge Deckung der gingivalen Rezession mittels eines
­coronalen Verschiebelappens.8 Aufgrund des dün­
nen Biotyps im vorliegenden Fall wurde eine „Verdi­
ckung“ des Gewebes und damit mehr Stabilität über
zusätzliche subepitheliale Bindegewebstransplantate
angestrebt.
Die Patientin war 30 Jahre alt, klinisch gesund,
Nichtraucherin und hatte in ihrer Jugend eine
­abnehmbare kieferorthopädische Therapie. •
Sein außergewöhnlich dünner Saugerhals und das besonders weiche
Sauger-Material wurden im Vergleich getestet. Weniger Druck auf Zähne
und Kiefer unterstützt die gesunde Gebiss-Entwicklung. Dahinter stehen
die Experten persönlich.
Prof. Dr. Hans-Peter Bantleon, Leiter der Abteilung Kieferorthopädie
Universitätszahnklinik Wien, Österreich: „Sogar als ausgesprochen
zahngerecht bezeichnete Schnuller erfordern weit mehr Kraftaufwand
als der MAM Perfect.“
Prof. Dr. Reinhold Kerbl, Vorstand der Abteilung für Kinder und
Jugendliche Landesklinikum Leoben, Österreich: „Der Kieferabstand
ist beim MAM Perfect durch den besonders schmalen Halsteil und das
weiche Material signifikant geringer.“
Dr. Yvonne Wagner, Zahnärztin Uni versitätsklinikum Jena, Deutschland:
„Der extra dünne und weiche Saugerhals des MAM Perfect minimiert den Druck auf Babys Kiefer. Dies reduziert das Risiko von Zahnfehlstellungen.“
Die vollständigen Studien finden Sie unter:
mambaby.com/professionals
*Wissenschaftliche Berichte des OFI Instituts belegen: der einzigartige Saugerhals des MAM Perfect ist
60% dünner; klinische Tests der Universitätszahnklinik Wien bestätigen: er ist außerdem 4 mal weicher
als vergleichbare Schnuller (Durchschnittswerte: 36 – 76% dünner / 2 – 8 mal weicher als übliche
Silikonschnuller).
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7 Miller PD Jr. A classification of marginal tissue recession. Int
J Periodontics Restorative Dent, 1985. 5(2):8–13.
8 Berlucchi I et al. The influence of anatomical features on the
outcome of gingival recessions treated with coronally advan­
ced flap and enamel matrix derivative: a 1-year prospective
study. J Periodontol, 2005. 76(6):899–907.
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Praxis
Sanfte
Frenektomie
durch Laser
Ausgangssituation
Prophylaktische Entfernung des Frenulums
vor kieferorthopädischer Behandlung.
D
er Begriff Frenulum (lat.
Bändchen) bezeichnet grund­
sätzlich eine kleine Falte der
Schleimhaut. In der Mundhöhle fin­
den sich Frenula meist zwischen den
zentralen Schneidezähnen und in der
Eckzahn- und Prämolarenregion.
Während des Sprechens und Kauens
üben die Frenula einen gewissen Zug
auf den Zahnfleischrand oder ­einzelne
Papillen aus. Dieser Zug kann so stark
sein, dass er zu Rezessionen der
­Gingiva führt. Zu den Charakteristiken
eines problematischen Bändchens ge­
hören das Ausbleichen der Papille auf
Zug, die Nähe des Bändchenansatzes
zum Gingiva-Rand und die Breite des
Bändchenansatzes in der befestigten
Gingiva.
Hoch einstrahlende Bänder gelten
als Risikofaktor für Rezessionen. Es
ist daher angezeigt, weit einstrah­
lende Lippen- und Wangenbänd­
chen chirurgisch zu durchtrennen
(Freno­tomie) oder das gesamte
Bandgewebe auszuschneiden (Fre­
nektomie). Gegebenenfalls wird
dieser chirurgische Eingriff mit ei­
nem ­Bindegewebstransplantat oder
­einem freien Schleimhauttransplan­
tat kombiniert. Für den parodon­talen
Bereich ist eine Frenotomie meist
ausreichend. Dabei wird der Ansatz
des Frenulums nach apikal versetzt
und damit eine Zone befestigter
Gingiva zwischen Gingiva-Rand und
­Frenulumansatz geschaffen.
Frenektomie mit Laser
Vestibulumplastik mit Laser
Wundversorgung mit Solcoseryl-Salbe
Das Team
Assoc.-Prof. Univ.-Doz.
DDr. Xiaohui Rausch-Fan,
Leiterin des Fachbereichs
Parodontologie
Univ.-Ass. DDr. Markus Laky,
Assistenzarzt, Home Unit II
Drei Tage nach Eingriff
12 DentUnique 1/2014
Praxis
Damals
Nach sechs Tagen
Vorteile des
Lasers
Zehn Tage nach Eingriff
Die Behandlung eines problematischen Lippenbändchens
mit Laser ist vor allem prophylaktisch und bei leichten
Fällen indiziert.
Im Vergleich zur herkömmlichen Operation hat der Laser
im Bereich der Frenektomie/
Frenotomie zahlreiche Vorteile:
•Die Behandlung ist atraumatisch; keine Blutung,
Wundheilung nach zwei Wochen
•die Intervention findet unter
Lokalanästhesie statt und
•verursacht postoperativ
kaum Schmerzen,
•sie ist mit einer Dauer von
zehn Minuten deutlich zeitsparender,
•die Wunde ist klein,
•der Verschluss mit Nähten
nicht notwendig,
Heilung nach 80 Tagen
•die Wundheilung ist in etwa
zwei Wochen abgeschlossen.
Der Fall
Die 22-jährige Patientin steht vor einer kiefer­
orthopädischen Intervention, die im September
2014 startet. Erste Frenulum-bedingte Rezes­
sionen an den Schneidezähnen im Unterkiefer
waren bereits sichtbar, daher sollte das Lippen­
bändchen prophylaktisch mit Laser entfernt
werden. Ziel des Eingriffs war es, das Bändchen
zu entfernen und das Vestibulum zu vergrößern.
Die Laserbehandlung fand im ­Februar 2014
statt. •
Richtmaschine
aus der CarabelliSammlung
Georg Carabelli, der ab 1821
als Erster Vorlesungen über
„Zahnarzneykunde“ hielt, legte
eine Lehrmittelsammlung für
seine Vorträge an. Hier sieht
man daraus eine orthodontische Apparatur aus Edelmetall
(eine sog. Richtmaschine) auf
einem aus Elfenbein geschnitzten Oberkiefermodell, die zur
Beseitigung eines Frontzahnfehlstandes angefertigt ­wurde.
Der rechte obere mittlere
Schneidezahn sollte damit
zurückgedrückt (retrudiert),
der linke hingegen mit der
Umschlingung nach vorne gezogen (protrudiert) werden. Die
seitlichen Aufbisse waren zur
Bisssperre vorgesehen, um die
Bewegungen der Front nicht
durch eine Interferenz mit
den unteren Schneidezähnen
zu behindern. Die seitlichen
Klammerelemente dienten zur
Befestigung an den Oberkiefer­
seitzähnen. Beachtenswert
an diesem Schaustück ist,
dass in dieses Modell Federn
eingearbeitet wurden, die eine
Aktivierung der mechanischen
Teile ermöglichten und damit
dem leichteren Verständnis der
Hörerschaft dienen sollten. •
DDr. Johannes Kirchner,
Kustos des Zahnmuseums Wien
DentUnique 2/2014 13
Menschen
Gut zu wissen
Anfahrt:
Öffentliche Verkehrsmittel:
• 37/38/40/41/42 von Schottentor –
Haltestelle: Schwarzspanierstraße
• 40/41/42 von Währinger Straße –
Volksoper – Haltestelle:
Sensengasse
• 5/33 Haltestelle: Lazarettgasse
• 43/44 Haltestelle: Lange Gasse
(kurzer Fußmarsch durch das
Alte AKH)
Mit dem Auto:
Gebührenpflichtige BOE-Parkgarage
in der Sensengasse 3
Bitte beachten Sie, dass im gesamten
9. Bezirk Kurzparkzone ist.
Fachbereiche:
• Zahnerhaltung und Parodontologie
• Unit – zahnärztliche Ausbildung
• Kieferorthopädie
• Orale Chirurgie
• Prothetik
• Radiologie
Spezialambulanzen:
Konservierende Spezialambulanz
• Ästhetische Zahnheilkunde
• Bleaching
• Endodontie
• Laserzahnheilkunde
• Parodontologie und
Mukogingivalchirurgie
Chirurgische Spezialambulanz
• Implantologie
• Mundschleimhauterkrankungen
• Nichtanlage und Fehlbildungen
• Parodontalchirurgie
• Präprothetische Chirurgie
Prothetische Spezialambulanz
• Achsiographie
• Ambulanz für Funktionsstörungen
• Biofeedback
• Komplexe Fallplanungen
• Komplexe Implantatfallplanungen
14 DentUnique 2/2014
Kieferorthopädische Spezialambulanz
• Prächirurgische Kieferorthopädie
• Präprothetische Kieferorthopädie
Ambulanz für PatientInnen mit
Blutungsneigung
Ansprechpartner/Innen –
Kontakte:
Tel.: +43 1 40 070
E-Mail: office-zmk@meduniwien.ac.at
Zentrale Aufnahme
Stefanie Brandner, Agnes Font,
Bettina Lackner, Monika Saffer,
Cornelia Schmid, Katharina
Celar-Vojtechovsky
Tel.: +43 1 40 070 2000
E-Mail: aufnahme-zmk@
meduniwien.ac.at
Allgemeine Ambulanz
Gertraud Huber, Gabriele ­Pleininger,
Karoline Schweinberger,
Irene Horvath, Susanne Großberger,
Silvia Huber
Tel.: +43 1 40 070 2020
E-Mail: ambulanz-zmk@
meduniwien.ac.at
Klinische Bereiche
• Zahnerhaltung und Parodontologie
Sekretariat: Edda Gsell
Tel.: +43 1 40 070 2101
E-Mail: zahnerhaltung-zmk@
meduniwien.ac.at
• Unit und konservierende
Spezial­ambulanzen
Monika Dangl
Tel.: +43 1 40 070 2323
E-Mail: unit-zmk@
meduniwien.ac.at
• Prophylaxecenter
Tel.: +43 1 40 070 4720
E-Mail: prophylaxecenter@
meduniwien.ac.at
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Wien, Sensengasse 2a,
1090 Wien
• Kieferorthopädie
Leitstelle: Evelyne Marchsteiner,
Katrin Wychera
Tel.: +43 1 40 070 4320
Sekretariat: Maria Strobl
Tel.: +43 1 40 070 4301
E-Mail: kfo-zmk@meduniwien.ac.at
• Orale Chirurgie
Leitstelle, OP-Organisation:
Kathrin Fröschl
Tel.: +43 1 40 070 4121
Sekretariat: Brigitte Kneidinger
Tel.: +43 1 40 070 4101
E-Mail: oralchir-zmk@
meduniwien.ac.at
• Prothetik
Sekretariat: Bettina Haruksteiner
Tel.: +43 1 40 070 4901
E-Mail: prothetik-zmk@
meduniwien.ac.at
• Radiologie
Leitstelle: Christine Niziolek
Tel.: +43 1 40 070 2420
E-Mail: radiologie-zmk@
meduniwien.ac.at
Öffnungszeiten:
Immer nach Terminvereinbarung!
• Aufnahme von PatientInnen
Zentrale Aufnahme und Notbehand lungen: Montag–Freitag
7.30–13 Uhr; Samstag, Sonn- und
Feiertage 8–13 Uhr
• Behandlungszeiten in den
klinischen Bereichen
Montag–Freitag 8–16 Uhr
nach Terminvereinbarung
• Kieferorthopädie: Montag–
Donnerstag 8–17 Uhr
Freitag 8–13 Uhr
Menschen
Kluge Köpfe
Hier stellen wir
Ihnen einige
MitarbeiterIn­nen
des äußerst kompetenten Teams
der Universitätszahnklinik vor:
A.o. Univ.-Prof. DDr.
Martina Schmid-Schwap
A.o. Univ.-Prof. DDr. Martina SchmidSchwap ist seit 1995 Universitäts­
assistentin an der Abteilung für
Prothetik, hat eine leitende Funktion
im Kompetenzzentrum für Funkti­
onsstörungen inne und ist interne
Konfliktberaterin an der MedUni
Wien. Sie wurde bereits zweimal
mit dem Rudolf-Slavicek-Preis der
ÖGZMK sowie dem Austrian Den­
tal Award für den besten Vortrag
ausgezeichnet. Neben zahlreichen
Publikationen und Vorträgen erfolgte
ihre Habilitation im Jahr 2013 mit
der Schrift „Neue Aspekte in der
Diagnostik und Therapie der tempo­
romandibulären Dysfunktion“ für das
Fach Zahn-, Mund- und Kieferheil­
kunde. Den derzeitigen Forschungs­
schwerpunkt stellt die Magnetreso­
nanztomographie des Kiefergelenks
dar, dieser wird in Kooperation mit
Prof. Trattnig (Exzellenzzentrum für
Hochfeld-MR) durchgeführt und vom
FWF gefördert.
Univ.-Ass. Dr. Frank Falkensammer
Priv.-Doz.
Dr. Georg D.
Strbac
Priv.-Doz. Dr. Georg D. Strbac ist seit
2004 Universitätsassistent an der
Abteilung für Orale Chirurgie und
habilitierte 2013 an der Medizini­
schen Universität Wien. Er ist Vor­
tragender zahlreicher Lehrveran­
staltungen, postpromotioneller und
fachspezifischer Fortbildungen und
wurde 2007/2008 zu einem der am
besten evaluierenden Lehrenden an
der Medizinischen Universität Wien
auserwählt. Er verfasste zahlreiche
wissenschaftliche Publikationen
und Buchbeiträge und ist wissen­
schaftlicher Projektleiter angesehe­
ner internationaler Fonds. Für seine
wissenschaftliche Tätigkeit erhielt
er renommierte nationale und
internationale Preise und Auszeich­
nungen. Dazu zählen der RudolfSlavicek Preis der ÖGZMK, der Wis­
senschaftliche Förderpreis für KFO
der ÖGKFO, der Stomatologie-Preis
für die beste internationale Pub­
likation, der Best Research Poster
Award World Tour und der Clinical
Research Award der European
Association for Osseointegration.
Strbac meldete auch einige Patente
wie den radiologischen Schleim­
hautmarker und das Dentalchirur­
gische Kühlsystem für die Medizini­
sche Universität Wien an.
Seit 2007 ist Univ.-Ass. Dr. Frank
Falkensammer als Assistenzarzt
an der Abteilung für Kieferortho­
pädie an der Universitätszahn­
klinik Wien tätig. Davor schloss er
sein zahnmedizinisches Studium
sowie das Studium der medizi­
nischen Wissenschaften in Graz
ab. Falkensammer hält Vorträge
auf nationalen und internatio­
nalen Kongressen, ist Mitglied des
European Board of Orthodontists
und war 2011 Posterpreisträger
des Österreichischen Zahnärzte­
kongresses sowie 2010, 2011 und
2014 Preisträger des wissenschaft­
lichen Förderpreises der ÖGKFO.
Edith Sainovic
Edith Sainovic ist bereits seit
25 Jahren an der Universitätszahn­
klinik tätig. Sie ist diplomierte
Krankenschwester und hat damals
als OP-Schwester dort begonnen.
Auch heute noch assistiert sie als
Dienstälteste bei Zahn-, Mund- und
Kieferoperationen.
DentUnique 2/2014 15
Menschen
ZahnärztInnen
ohne Grenzen
Internationale Vernetzung ist heute der
Schlüssel zum Erfolg
in Forschung und
Entwicklung. Die Universitätszahnklinik
Wien liegt auch hier
am Puls der Zeit. In
den USA und Europa
bringen derzeit vier
ExpertInnen ihr Fachwissen in wegweisende Projekte ein, um
mit neuen Impulsen
für die Zukunft nach
Österreich zurückzukehren.
16 DentUnique 2/2014
Prof. DI Dr. Reinhard Gruber absolviert das Studium
der Lebensmittel- und Biotechnologie an der Univer­
sität für Bodenkultur Wien, promoviert an der Medi­
zinischen Universität Wien und wechselt 1999 unter
Prof. Watzek an die Abteilung für Orale Chirurgie der
Universitätszahnklinik Wien. 2004 wird ihm die Venia
docendi für Zellbiologie erteilt. Er ist als Gastwissen­
schaftler am Bone Tissue Engineering Center an der
Carnegie Mellon University in Pittsburgh sowie an der
Dental School der University of Michigan, USA, tätig,
gründet das interdisziplinäre Doktorandenprogramm
„Bone and Joint Regeneration“ und fungiert in interna­
tionalen Prüfungskommissionen, u. a. an der Universi­
tät La Sapienza in Rom, Italien. Seit 2012 leitet er das
Labor für Orale Zellbiologie an den Zahnmedizinischen
Kliniken der Universität Bern, Schweiz, und wird Pri­
vatdozent mit gleichzeitiger Ernennung zum assoziier­
ten Professor. Darüber hinaus engagiert er sich in der
postgraduellen Ausbildung und baut eine Forschungs­
gruppe mit nationalen und internationalen Gästen auf.
Mit Prof. Zysset etabliert er eine fächerübergreifende
Lehrveranstaltung zum Thema „Regenerative Den­
tistry“ für Studierende des Master of Science in Bio­
medical Engineering Programms der Medizinischen
Fakultät Bern. Seine Forschungsaktivitäten sind breit
gefächert und vereinen die technischen Aspekte sei­
nes Diplomstudiums, die zellbiologische und
pathophysiologische Sichtweise sowie die kli­
nischen Aspekte der Zahnmedizin mit anderen
Fachdisziplinen im Bereich der Knochen- und
Gelenksregeneration. Als Beispiel seien die
grundlegenden Arbeiten über die Wirkung von
Thrombozyten auf Knochenzellen, den Einsatz
mesenchymaler Stammzellen zur Förderung
der Knochenregeration sowie die Studien über
die Wirkung von Medikamenten zur Behand­
lung der Osteoporose in der Zahnmedizin er­
wähnt. Erfreulicherweise folgt Prof. Gruber
dem Ruf des Rektors der Medizinischen Uni­
versität Wien und übernimmt ab Oktober 2014
die Professur für Orale Biologie an der Univer­
sitätszahnklinik Wien.
Menschen
Priv.-Doz. Dr. med. dent.
Kristina Bertl, MSc (Perio­
dontology) ist nach einer
erfolgreichen Zusammen­
arbeit mit der Abteilung für
medizinische ­Mikrobiologie
an der Universität Gro­
ningen, Niederlande, seit
Februar 2014 in Malmö,
Schweden, an der Abteilung
für Parodontologie unter
Prof. Andreas ­Stavropoulos
tätig. Der Aufenthalt ist bis Jah­
resende geplant, der Forschungs­
schwerpunkt liegt auf dem Anwen­
dungsbereich der Hyaluronsäure in
der Parodontologie. Zu diesem The­
ma wird auch eine klinische ­Studie
gemeinsam mit der Universität
Kopenhagen, Dänemark, gestartet.
Und die Kooperation mit Malmö ist
mittlerweile keine Einbahnstraße
mehr. So wird derzeit die histolo­
gische und morphometrische Aus­
wertung einer schwedischen Studie
in Zusammenarbeit mit dem KarlDonath-Labor für Biomaterialfor­
schung in Wien durchgeführt.
Ass.-Prof. DI Hermann Agis, PhD
schließt sein Biotechnologiestudi­
um an der Universität für Boden­
kultur Wien ab, danach folgt die
Dissertation an der Medizinischen
Universität Wien. 2013 tritt er
in den USA sein Postdoctoral Re­
search Fellowship im Labor von
Prof. William V. Giannobile, DDS
DMD an der School of Dentistry
der University of Michigan an, wo
er sich mit der Entwicklung von
Strategien zur Förderung der Kno­
chen- und Weichgewebe-Regene­
ration in oralem Gewebe sowie
der Zahnpulpa beschäf­
tigt. Weiters arbeitet er
an der Entwicklung neuer
3D-Zellkulturmodelle zur
Evaluierung von Bioma­
terialien. Die Ergebnisse
dieser Forschung werden
auf internationalen Kon­
gressen und Tagungen
wie dem Symposium der
American Society for Bone
and Mineral Research
­(ASBMR) präsentiert. Seine zu­
künftige Arbeit an der Universi­
tätszahnklinik Wien wird an diese
Errungenschaften anknüpfen.
Ass.-Prof. DDr. Barbara Cvikl schließt 2001 an der Me­
dizinischen Universität Wien das Human­medizinstudium
sowie 2006 das Zahnmedizinstudium ab und ist maßgeb­
lich an der Einführung und Fachkoordination des ErasmusProgramms für ZahnmedizinerInnen beteiligt. 2013 geht
sie an die Klinik für Zahnerhaltung, Präventiv- und Kin­
derzahnmedizin der Zahnmedizinischen Kliniken der Uni­
versität Bern, Schweiz, unter der Leitung von Univ.-Prof.
Dr. DI ETH Adrian Lussi. Ihr breites Spektrum an For­
schungsthemen reicht von molekularbiologischen Unter­
suchungen im Bereich der Zellkultur über Materialfor­
schung bis hin zur klinischen Diagnostik und Histologie.
Nach der Rückkehr an ihre Alma Mater freut sie sich auf eine wei­
terführende intensive Kooperation zwischen den beiden Univer­
sitäten Bern und Wien.
DentUnique 2/2014 17
Service
Parodontologie neu
Die Paro an der Zahnklinik wird gestärkt: neue Organisation, hoher Forschungsoutput, verbesserte Klinik,
Nachwuchsförderung, Verbesserung der Fortbildung
für niedergelassene Zahnärztinnen und Zahnärzte.
D
ie Parodontologie der Zahn­
klinik Wien hat die größte
Forschungsgruppe mit dem
höchsten Forschungsoutput des Hau­
ses. Verantwortlich dafür ist zu einem
Gutteil Xiaohui Rausch-Fan. Sie baute
neben ihrer langjährigen klinischen
Tätigkeit im Bereich der Parodonto­
logie das Compentence Center for
Oral Biology and Immunology auf. Seit
Kurzem leitet sie den Teil­bereich Par­
odontologie – ­Prophylaxe, angesiedelt
im Fachbereich Zahn­erhaltung und
Parodontologie (mehr zur Person sie­
he Kasten rechts). ▶
18 DentUnique 2/2014
Xiaohui Rausch-Fan
Assoc. Prof. Univ.-Doz. DDr. Xiaohui Rausch-Fan studierte in China
Humanmedizin und erwarb in Japan einen PhD in medizinischen Wissenschaften. Nach der Nostrifizierung in Österreich begann sie eine
zahnärztliche Ausbildung in Wien. Von 2002 bis 2012 arbeitete sie als
Fach- und Oberärztin an der damaligen Abteilung für Parodontologie.
2005 habilitierte Rausch-Fan an der Medizinischen Universität Wien
im Fachbereich Parodontologie. Von 2004 bis 2009 schloss sie erfolgreich eine zusätzliche Fachausbildung in der Kieferorthopädie an der
Donau-Universität Krems ab. Seit 2012 arbeitet sie im Fachbereich der
Kieferorthopädie und leitet das Competence Center for Oral Biology and
Immunology. Im Juni 2014 übernahm sie die Leitung des Fachbereichs
Parodontologie – Prophylaxe.
Service
Rausch-Fan verfolgt in der Parodon­
tologie künftig drei Ziele: die inter­
disziplinäre Zusammenarbeit im kli­
nischen Bereich stärken, Nachwuchs
fördern und die postgraduale Ausbil­
dung auf ein neues Niveau heben.
Interdisziplinär arbeiten
Die Parodontologie ist alles andere
als ein Einzelfach: Schnittmengen zu
zahlreichen anderen zahnmedizini­
schen Disziplinen zeigen, wie wichtig
die interdisziplinäre Zusammenarbeit
ist. Klassisch ist die Kooperation mit
der Kieferorthopädie, der Prothetik
und der Endodontie. „Es ist wichtig,
dass wir im Sinne der PatientInnen
interdisziplinär planen und die Be­
handlungsstrategie entsprechend ge­
meinsam beschließen“, sagt RauschFan. ▶
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Service
Junge fördern
Die neue Leiterin möchte den Nach­
wuchs sowohl auf klinischer Seite als
auch in der Forschung fördern. So sol­
len zum Beispiel junge AssistentInnen
hohe klinische und interdisziplinäre
Fähigkeiten im Bereich der Parodon­
tologie erwerben und vermehrt junge
Parospezialisten an der Zahnklinik
habilitieren.
Masterlehrgang Parodontologie
Im Herbst 2014 startet der postgraduale Lehrgang aus Parodontologie,
der „Paromaster“. Die Besonderheit des Lehrgangs ist die große Anzahl an supervidierten Stunden an PatientInnen. Weitere Informationen
zum Lehrgang finden Sie auf S. 22.
20 DentUnique 2/2014
Fortbildung verbessern
Auch die Fort- und Weiterbildung der
niedergelassenen ZahnärztInnen will
Rausch-Fan verbessern. Gelingen soll
das etwa durch den postgradualen
Lehrgang Paromaster. Nicht nur für
deutschsprachige Zahnärzte, sondern
auch auf Englisch soll das State of the
Art-Wissen auf internationalem Ni­
veau vermittelt werden, sodass das
Fach „ParoWien“ sowohl im Inland als
auch im Ausland verstärkt anerkannt
wird.
Fokus Forschung
Forschungsschwerpunkte in der expe­
rimentellen Parodontologie sind nach
wie vor Immunpathogenese, Frühdia­
gnostik im Speichel und Mechanismen
der Regeneration des parodontalen
Gewebes mit verschiedenen Bioma­
terialen. Neue Entwicklungen in der
klinischen Forschung sollen interdis­
ziplinär erfolgen, wie z. B. Regenera­
tion und Reparation parodontalen Ge­
webes in Kombination mit Therapien
der Kieferorthopädie und Endodontie
unter Einbindung moderner techni­
scher Therapien wie Laser und photo­
dynamische Methoden. •
Service
Buchtipp
Oral Laser
Application
D
as Buch „Orale Lasertherapie“
behandelt alle Anwendungs­
gebiete von Lasern im ­Rahmen
der Zahn-, Mund- und Kieferheil­
kunde und stellt einen einzigartigen
Wissens­fundus auf diesem Gebiet
dar. Es beschäftigt sich eingehend mit
allen Indikationen wie der laserge­
stützten Kavitätenpräparation, den
Vorzügen des Lasereinsatzes im Rah­
men der Endodontie oder der laser­
gestützten Parodontaltherapie – um
nur einige Highlights zu nennen.
Selbstverständlich kommen auch
jüngere Indikationen wie das laser­
gestützte Bleaching, Softlaseranwen­
dungen oder die Behandlung hyper­
sensibler Zahnhälse nicht zu kurz.
Die vermittelten Informationen bie­
ten gleichermaßen den wissenschaft­
lichen Hintergrund der jeweiligen
Indikation wie auch eine detaillierte
Anleitung zur praktischen Anwen­
dung. Das Buch ermöglicht der Neu­
einsteigerin oder dem Neueinsteiger
einen von Beginn an erfolgreichen
und verantwortungsvollen Umgang
mit der innovativen Lasertechnik.
Umfangreiche Falldokumentatio­
nen versetzen die LeserInnen in die
Lage, Therapieziele abzuschätzen
und das Erreichte mit den Ergebnis­
sen anderer erfahrener AnwenderIn­
nen zu vergleichen. „Orale Laserthe­
rapie“ kann ohne Übertreibung als
„Pflichtlektüre“ für alle auf dem Ge­
biet der Laserzahnheilkunde tätigen
AnwenderInnen bezeichnet werden.
Im Jahr 2005 erschien die ­erste
Auflage des Buches in deutscher
Sprache, 2006 kam die englische
Auflage in den Druck und dieses
Jahr kommt die chinesische Über­
setzung des Buches auf den Markt.
Im Rahmen des Weltkongresses der
SOLA (International Society for Oral
Laser Applications), der am 20. und
21. September 2014 in Peking über
die Bühne geht, wird die chinesische
Ausgabe des Buches vom Autor, dem
Klinikvorstand der Universitätszahn­
klinik Wien, Univ.-Prof. DDr. Andreas
Moritz, erstmals präsentiert. •
Autor: Andreas Moritz,
Quintessenz Verlag, 2006,
592 Seiten, 820 Abb.,
ISBN 978-1-85097-150-4
DentUnique 2/2014 21
Service
Die ausgezeichneten AbsolventInnen des Masterlehrgangs aus Parodontologie
Praxisnahe Fortbildung
Seit 2008 wird der postgraduale Lehrgang aus Parodontologie nun
schon an der Universitätszahnklinik Wien angeboten. Der Lehrgang
wird in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für
Parodontologie durchgeführt und startet alle zwei Jahre.
D
ie Notwendigkeit des Fort­
bildungsangebots besteht ei­
nerseits aus dem steigenden
Bedarf an komplexen zahnärztlichen
Behandlungen für Erwachsene und
ältere Menschen sowie aus dem Be­
darf an verbesserten Technologien in
der Zahnheilkunde und dem verstärk­
ten Interesse an Selbstvorsorge und
Prophylaxe. Vor allem Parodontitis
stellt eine der häufigsten Ursachen
für Zahnverlust und Extraktionen dar.
In diesem Bereich herrscht bei Zahn­
ärztInnen jedoch noch Unsicherheit
über die Diagnosestellung und Thera­
piemöglichkeiten, was oftmals in ei­
ner unzulänglichen Betreuung resul­
tiert. Und genau diese Unsicherheiten
soll der Paromaster beseitigen.
Curriculum des Studiengangs
Der internationale Studiengang bie­
tet die Möglichkeit, im intensiven
Kleingruppenunterricht die nötige
Kompetenz für die Behandlung paro­
dontal schwer erkrankter PatientIn­
nen zu erwerben. TeilnehmerInnen
lernen die klinischen Fertigkeiten
der Parodontologie zu ­beherrschen
und eignen sich fundierte Kenntnisse
22 DentUnique 2/2014
der fachspezifischen Literatur an. Sie
erwerben Fähigkeiten, um mit Anam­
nese und Befundaufnahme Diagnosen
zu erstellen, Behandlungspläne zu
erarbeiten, fachspezifische Therapi­
en durchzuführen und die Resultate
kritisch zu bewerten, die sich durch
Reevaluation und die Weiterbetreu­
ung früher behandelter Fälle ergeben.
Darüber hinaus sollen jene Kennt­
nisse erworben werden, die eine in­
terdisziplinäre Betreuung komplexer
Fälle gemeinsam mit den anderen
Spezialdisziplinen der Zahnmedizin,
insbesondere der Implantattherapie,
gewährleisten.
Umfang des Lehrgangs
Insgesamt finden 30 Kurswochenen­
den mit 400 Theoriestunden statt, in
denen UniversitätsdozentInnen aus
dem In- und Ausland die fachspezi­
fischen Unterrichtsinhalte referieren.
Das DozentInnenteam setzt sich aus
Angehörigen der MedUni Wien, der
Medizinischen Universitäten Graz, Zü­
rich, Bern, Würzburg und Bonn sowie
aus ausländischen GastreferentInnen
zusammen. Das Besondere des Paro­
masters ist jedoch die große Anzahl
an supervidierten ­Praktikumsstunden
an PatientInnen – über 100 Stunden
pro TeilnehmerIn. Die Praxis gliedert
sich in Hands-on-Kurse am Phantom,
Humanpräparat oder Schweinekiefer
und die tatsächliche PatientInnenbe­
treuung. Ein wichtiger Teil der Ausbil­
dung ist ebenso die Implementation
der Implantattherapie im parodontal
geschädigten Gebiss. Am Ende des
zweiten Semesters beginnen die Teil­
nehmerInnen mit der Arbeit an einer
Master-Thesis unter der Betreuung
einer oder eines Habilitierten. Abge­
schlossen wird die Ausbildung mit
einer kommissionellen Prüfung. Die
AbsolventInnen erhalten den Titel
Master of Science in Periodontology,
Mitglieder der ÖGP werden außerdem
als SpezialistInnen für Parodontologie
der ÖGP anerkannt. Die wissenschaft­
liche Leitung des Paromasters obliegt
Univ.-Ass. Dr. Corinna Bruckmann,
MSc, die sich an der Katholischen Uni­
versität Nijmegen in den Niederlanden
zur Parodontologin spezialisiert hat.
Ein wissenschaftlicher Beirat unter
der Leitung von Ass.-Prof. DDr. Gerlin­
de Durstberger überwacht das Curri­
culum im Hinblick auf Aktualität. •
Service
Master
mit Bravour
Dieses Jahr wurde der erste Durchgang des
englischsprachigen Masterstudiums in
Prothetik abgeschlossen – mit Erfolg. Die
internationalen TeilnehmerInnen haben mit
Bravour bestanden.
Die TeilnehmerInnen des Masterlehrgangs mit Vortragendem Prof. Slavicek
D
er Master in Prothetik startete
im Jahr 2012 mit 15 Teilneh­
merInnen aus Italien, Deutsch­
land, Belgien, Portugal, Syrien, Russ­
land, Moldawien, ­Indien, Japan, China
und den Vereinigten Arabischen Emi­
raten. Diese waren – das ist die Vor­
aussetzung für die Teilnahme – bereits
zu Beginn des postgradualen Studien­
gangs AbsolventInnen des Diplom­
studiums der Zahnmedizin sowie
FachärztInnen für Zahn-, Mund- und
Kieferheilkunde. In insgesamt vier Se­
mestern haben die TeilnehmerInnen
sieben einwöchige Module berufsbe­
gleitend absolviert und an ihrer Mas­
ter-Thesis gearbeitet. Der Lehrgang
wird von o. Univ.-Prof. DDr. Eva Piehs­
linger geleitet und findet in Kooperati­
on mit der Medizinischen Universität
Graz statt. Bereits im März 2014 star­
tete der zweite Durchgang.
Lehrgangsinhalt
Eingeführt wurde der Masterstudien­
gang aus dem Grund, da die Anzahl
der PatientInnen mit Funktionsstö­
rungen, besonders im hohen Lebens­
alter, stetig im Ansteigen ist und eine
spezielle Ausbildung der diagnosti­
schen und therapeutischen Möglich­
keiten ­daher dringend notwendig
ist. Da das Studium in englischer
Sprache abgehalten wird, kann das
Spezialwissen im Bereich der prothe­
tischen Zahnheilkunde auch einem
­internationalen ­Publikum angeboten
werden. Im Zuge des Studiums wer­
Prof. Sato, Vortragender des Universitätslehrgangs Prothetik
den den TeilnehmerInnen detaillier­
te Fachkenntnisse und Fertigkeiten,
die über das in der zahnärztlichen
Ausbildung vermittelte Wissen hin­
ausgehen, ­nähergebracht. Die theo­
retischen ­sowie praktischen Lehrin­
halte reichen von den Funktionen
des Kauorgans über interdisziplinäre
Dia­gnostik, Orthodontie und okklu­
sale Rehabilitation bis hin zu Teles­
kopprothetik, Vollkeramikrestaura­
tionen und implantatprothetischen
­Versorgungen. Die Schwerpunkte
des Studiums liegen jedoch eindeu­
tig in der Interdisziplinarität: Die
Zusammenarbeit mit Physiotherapie,
Logopädie, Psychiatrie und Kieferor­
thopädie lehrt die TeilnehmerInnen,
komplexe Fallplanungen selbstän­
dig durchzuführen und komplizierte
prothetische Fälle interdisziplinär zu
lösen.
Kleingruppe statt Frontalvortrag
Das Ausmaß des Studiums ist in ins­
gesamt 20 Semesterwochenstunden
Theorie sowie vier Semesterwochen­
stunden Praxis unterteilt. Die theore­
tischen Inhalte werden jedoch nicht
nur durch Frontalvorträge vermit­
telt, sondern häufig in Kleingruppen­
unterricht durchgeführt, vor allem
bei Fallplanungen. Die Vortragenden
sind teils von der MedUni Wien sowie
von der Medizinischen ­Universität
Graz und aus dem Ausland. •
DentUnique 2/2014 23
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