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Lerne zu Lernen eBook

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Lernen zu Lernen - Lernerfolg verdreifacht
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written by Tim Burkholder
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Einführung:
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Ich stehe am Anfang meines Weges. Gymnasium 6. Klasse. Matheunterricht.
Die Stunde war wieder mal der reinste Horror für meine Mitschüler und
mich.
Immer noch mehr als grün hinter den Ohren wechseln mein Banknachbar
und ich entsetzte Blicke.
Gerade mal 5 Minuten waren vergangen seit wir das letzte Mal auf die Uhr
geschaut hatten.
Okay, weg mit der Uhr. Vielleicht hilft uns das.
Nichts hilft.
Unerträglich schienen die Moralpredigten unseres Lehrers zu sein.
Gerade in der Pubertät angekommen vernahmen wir die Lebensgeschichten
unserer Lehrkraft, die versuchte, innerhalb einer Mathestunde die ganze
Fülle seiner Weisheit über uns zu ergießen.
Natürlich wäre sein Vortrag nicht minder effektiv gewesen, wenn er ihn auf
Chinesisch gehalten worden wäre.
Während ich mit meinem Banknachbar über das neueste Spiel auf der
Playstation 2 plauderte und gleichzeitig mit der Fußballerin aus der ersten
Reihe Zettelchen austauschte, weckte mich plötzlich eine dunkle Stimme aus
meinem intellektuellem Tiefschlaf:
“Herr Burkholder! Wieder mal mit den Gedanken überall, nur nicht im
Unterricht. Haben sie verstanden, was ich ihnen versuche klarzumachen?”,
prasselte es auf mich ein.
Hatte ich natürlich nicht.
“ Ja natürlich Herr K.” , log ich ohne rot zu werden.
“ Na gut, dann wiederholen sie bitte, was ich gerade gesagt habe.”
“ Hmmmm. Ich habe die ganze Zeit zugehört, nur die letzten 2 Sätze. Die
sind mir entgangen.”, versuchte ich die schier aussichtslose Situation zu
retten.
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“ Ich versuche ihnen klarzumachen, dass das Wichtigste ist, erst einmal
lernen zu lernen.
Was für ein Mist. Ich beantwortete unter der Bank noch schnell die
Zettelnachricht von Lisa, die mir trotz grober Rechtschreibfehler, gut gefiel
und bereitete mich mental schon auf das D-Jugend Spiel vor, das das
Highlight meiner Woche war.
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Die Situation erscheint mir heute realer als je zuvor.
Das Gymnasium meisterte ich im Spaziergang mit Bestnoten in allen
Fächern, die mir besonders Spaß machten.
Für mein Abitur betrug mein Arbeitsaufwand vielleicht 20 % der Zeit, die
meine Mitschüler für das Büffeln von Biologie, Chemie oder Mathe
aufbrachten.
Trotzdem war die 1 vor dem Komma fast kein Aufwand für mich. Genug
Freizeit blieb um wirklich interessante Dinge zu verfolgen.
Dies soll weder eine Lobrede für mich selbst sein, noch will ich andere für
ihre Lernstrategien kritisieren.
Was den Unterschied machte: Im Laufe des Gymnasiums hatte ich gelernt zu
lernen.
Der Großteil meiner Mitschüler verschwendete kostbare Zeit.
Effektiv lernen ist meilenweit entfernt von stupidem Büffeln und auswendig
lernen.
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Mittlerweile stehe ich inmitten meines Studiums, balanciere mein aktives
soziales Leben mit meiner sportlichen Laufbahn, gebe dazu
Nachhilfestunden, coache eine Sportmannschaft und gehe einer
Nebentätigkeit nach.
In einer Vielzahl dieser Bereiche wende ich meine Prinzipien mittlerweile
instinktiv an, da eine solche Quantität von Aktivitäten sonst wohl kaum zu
stemmen wäre.
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Viele der genannten Prinzipien werden sie schonmal gehört haben, doch die
Anwendung dieser ist der “Difference Maker”. 2 of 32
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Dies ist der Grund warum ich diesem Buche geschrieben habe.
Effektive Lernstrategien unterscheiden sich in vielen Aspekten von stupidem
Büffeln und im Laufe der Zeit habe ich glücklicherweise lernen dürfen was es
heißt, wirklich effektiv zu sein.
In meiner Freizeit versuche ich diese Prinzipien immer wieder anzuwenden,
was mir auch nicht immer zu 100 % gelingt. Es geht einzig allein um die
individuelle Entwicklung in Richtung Effektivität.
Zwischen aktivem und passivem Lernen liegen Welten und sobald du
verstehst, wie sie vom einen in den anderen Modus wechseln können,
werden die Lernerfolge nicht ausbleiben.
Gute Abschlüsse und Noten sind heute so enorm wichtig, dass wir lernen
müssen, unsere Zeit effektiv zu nutzen, um somit ein möglichst stressfreies
Lernumfeld zu schaffen, indem es möglich sein muss, eine gute Balance
zwischen Freizeit und Schule/Studium zu finden.
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Im Folgenden werde ich meine Top-Strategien in Sachen effektivem Lernen
und Produktivität in kleinen Appetithäppchen servieren, sodass die Kapitel
einzeln in wenigen Minuten gelesen werden können.
Das dominierende Konzept, das sich wie ein roter Faden durch das Buch
ziehen wird, werde ich dir erklären, sodass du, die generellen Fehlerquellen
verstehen - und in Zukunft vermeiden können.
Das Wichtigste ist aber das Gelesene auch anwenden zu wissen. Lesen wird
ihnen keine Resultate bringen, sondern die Anwendung der Ratschläge und
Konzepte.
Eine Vielzahl der Konzepte sind simultan anwendbar und ich ermutige auch
dazu, dies zu tun.
Ich wünsche viel Spaß und Erfolg im Umgang mit der Lektüre.
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Schneller Lernen - Warum?
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Grundsätzlich ist Effektivität in unserer Zeit eine Tugend, die mittlerweile
die Welt regiert.
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Trotzdem geht es mir nicht hauptsächlich darum, das Arbeiten effizienter zu
machen. Dies soll der Weg sein, der mich ans Ziel führen wird. Es geht mir
vor allem darum, wichtige Zeit, die der Entwicklung eines jeden Kindes zu
Gute kommen soll, zu generieren, um wichtigere Dinge, als den
Hausaufgaben nachgehen zu können.
Drastisch formuliert?
Ja!
Viel zu oft bin ich Zeuge von Tagesabläufen einiger Kinder, die kaum mehr
Zeit finden, wirklich Kind zu sein. Gedrängt von Ganztagsschulen und
anderen Druckfaktionen nimmt die Schule jeden Tag weitaus mehr Zeit in
Anspruch als sie meiner Meinung nach sollte.
Dass die Bildung eines jeden Schülers bzw. Kindes eine der wichtigsten
Faktoren und Determinante von zukünftigem Erfolg in der Berufswelt ist
will ich nicht abstreiten, jedoch kommen mir, durch den täglichen Kontakt
mit Kindern und Jugendlichen, zu viele Kinder unter die Augen, die keine
Zeit haben ( oder eher finden ), um ihre Freizeit SINNVOLL zu füllen, da die
Vor- und Nachbereitung von schulischen Angelegenheiten den Großteil ihres
Kindeslebens auffrisst.
Durch tolle Unterstützung in familiärer Hinsicht war es mir immer möglich,
mich regelmäßig mit Freunden zu verabreden und wirklich Kind zu sein.
Meiner Eltern schafften es mir tolle Strategien beizubringen, die ich damals
natürlich nicht verstand. Ich bin ihnen so unendlich dankbar.
Nach meiner Meinung schaffen es Kinder oftmals nicht mehr richtig
abzuschalten, aufgrund von a) schulischem Druck, b) schlechten
Lernmethoden c) Verschwenden von wertvoller Freizeit.
Ich schreibe dieses Buch, da es mich frustriert Kinder gestresst und
ausgelaugt zu sehen. Kinder, die es nicht mehr schaffen 2x pro Woche ihren
Lieblingssport zu betreiben, da der nächste große Test schon vor der Tür
steht.
All dem will ich versuchen wenigsten ein wenig Abhilfe zu schaffen, indem
ich wertvolle und effiziente Lernmethoden vorstelle um somit wieder mehr
Zeit für die Dinge zu schaffen, die Kindern und Jugendlichen wirklich Spaß
machen und am Herzen liegen.
Damit meine ich natürlich nicht das exzessive Konsumieren von den
neuesten Videospielen, sondern das wirklich befreite Gefühl, die wichtigen
Dinge zu tun.
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Nachdem wir es geschafft haben, uns adäquat auf Schule vorzubereiten,
bleibt auch wieder mehr Zeit für anderen Dinge wie Freunde, Familie, Spaß
und Spiel.
Somit versuche ich hiermit meinen Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten,
indem ich meine positiven Erfahrungen und Kenntnisse mit Dir teile.
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Vielen Dank an meine unglaubliche Familie, die mich in allen Lebenslagen
zu unterstützen weiß.
Ihr seid das Wichtigste in meinem Leben.
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That's been one of my mantras - focus and simplicity. Simple can be harder
than complex: You have to work hard to get your thinking clean to make it
simple. But it's worth it in the end because once you get there, you can
move mountains.
Steve Jobs
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Konzept 1: Mach erst mal reinen Tisch!
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Über einen Tag am Schreibtisch sammelt sich eine Vielzahl diverser
Dokumente, Elektrogeräte, Kaffeetassen, Büroartikel oder ähnliches an.
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Dein Schreibtisch sollte ein Platz ohne Ablenkung sein, der dir eine ruhige
Arbeitsatmosphäre gewährt.
All die Dinge die du auf deinem Schreibtisch ablagerst, bereiten dir visuellen
Stress, den wir nicht gebrauchen können, wenn wir wirklich effektiv sein
wollen.
Darum: Weg mit den Tassen, den Ordnern und den Hausaufgaben für
nächste Woche und volle Konzentration auf die Aufgabe die du bewältigen
willst.
Versuche Oberflächen generell sauber und frei von unnötigem Krempel zu
halten.
Du wirst feststellen, dass deine Produktivität mit vermehrter Ordnung
steigen wird.
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Konzept 2:
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Time yourself
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Bei der Vorbereitung auf ein Naturwissenschafts - Test erlag ich selbst
einmal der “Procrastination” (Aufschieben). Gerade von der Schule
heimgekehrt, machte ich mich mit wenig Motivation an die Vorbereitung,
doch nach kurzer Zeit schien der Blick in den Kühlschrank deutlich
attraktiver als jener ins Chemiebuch.
Nach einem kurzen Snack versuchte ich etwas Musik aufzulegen, da dies
eventuell meine Konzentration erhöhen könnte.
Falsch gedacht. Nachdem ich youtube geöffnet hatte, um meine
Lieblingsmusik auszuwählen, verlor ich mich im weiten Ozean des Internets
und schob meine Lernphase weiter auf.
Durchstehen musste ich sie sowieso, nur wann war noch nicht gewiss.
Gegen das Aufschieben schwieriger Aufgaben sind wir alle nicht immun.
Wichtig ist nur den Prozess zu erkennen und sich NUR auf die anstehende
Aufgabe zu konzentrieren.
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Wie viele Stunden verbringst du wirklich mit dem eigentlichen Lernprozess?
Wie viele Minuten lässt du verstreichen, weil du auf Handynachrichten
antwortest, die dir so wichtig erscheinen.
Oft ist dies nur eine Form eine unangenehme Aufgabe aufzuschieben.
Versuche dir erst einmal das Ziel zu setzen für 30 Minuten in deinem Stuhl
sitzen zu bleiben ohne etwas anderes zu fokussieren, als die Aufgabe, die
sich vor dir befindet. Versuch es jetzt!
Schwierig, nicht wahr? Fokussierte Arbeit ist im Zeitalter des Multitasking
extrem schwierig, da uns Multitasking das Gefühl gibt, produktiv zu sein,
obwohl wir es nicht sind. Single- Tasking ist der Schlüssel zum Erfolg.
Zu dem Konzept des Time Logs rate ich jedem, der sein Leben wirklich
gewissenhaft leben will, denn viel zu oft verbringen wir Zeit mit Dingen, die
uns weder langfristige Freude, Resultate oder Zufriedenheit bringen.
Es kann komisch erscheinen, jede Aktivität aufzuschreiben, doch es ist nur
für einen Tag und kann ein wirklicher Augenöffner sein. Oftmals denken wir
wir arbeiten schon mehrere Stunden an einem Projekt, wobei wir wirklich
erst wenige Minuten fokussiert und intensiv arbeiten.
Um dir wirklich über dein Day-to-Day Aktivitäten im Klaren zu sein, musst
du den Timelog einmal ausprobieren.
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Konzept 3: Verwende Metaphern - Bildhaftes Lernen
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Mein damaliger Physiklehrer war sicherlich einer der strengsten Lehrer der
Schule.
Jede Stunde sollte vor und nachbereitet werden, Tests waren fast
wöchentlich terminiert und individuelles Abfragen an der Tafel war an der
Tagesordnung.
Trotzdem verstand er es uns die Physik, ein sehr komplexes Fach mit teils
schwer zu verstehenden Zusammenhängen nahe zu bringen. Dies war nur
unter der Verwendung von Metaphern möglich, die er nutzte um die Themen
vereinfacht zu veranschaulichen.
Hinter jeder Formel stand immer eine Geschichte, ein Bild, mit dem er
versuchte, uns das Lernen zu erleichtern. Einmal verinnerlicht und wirklich
verstanden, war reines auswendig lernen nicht mehr gebraucht.
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F=m*a
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Oh mann, wieder ne Formel.
Kein Problem, man muss nur verstehen was dahinter steckt.
Die Kraft ist das Produkt aus Masse und Beschleunigung. Jetzt stellen sie
sich vor sie werfen einen Ball. Entscheidend dafür, wie viel Kraft hinter
ihrem Wurf stecken wird, ist die Masse des Balles und mit welcher
Geschwindigkeit sie ihn abfeuern. Ist der Ball doppelt so schwer, wird er bei
gleicher Beschleunigung doppelt so hart auf die Wand auftreten. (Doppelt so
viel Kraft)
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Diese Vorstellung von bereits bekannten Prozesses für solche Abstrakte
Konzepte hilft ungemein, um sie wirklich zu verinnerlichen und zu
verstehen.
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Formeln für die Geschwindigkeit:
Geschwindigkeit = Weg / Zeit
v=s/t
Jeder kann leicht verstehen, dass ich umso länger brauche, je größer mein
Weg ist ( Bei Konstanter Geschwindigkeit)
Doppelter Weg heißt also Doppelte Zeit. Dieser Zusammenhang, bei dem
beide Größen gleichmäßig anwachsen heißt Proportionalität.
Proportionalitäten werden IMMER als Quotient also als Bruch dargestellt.
Somit wissen wir ab sofort immer -> Doppelter Weg = Doppelte Zeit bei
gleicher Geschwindigkeit.
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v=s/t
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Konzept 4: Die Feynman Technik
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Oftmals spielt uns unser Gehirn einen Streich und versucht uns
klarzumachen, dass wir einen Text verstanden haben, obwohl dem nicht so
ist. Wichtige Fakten gehen verloren und essentielle Punkte bleiben nicht im
Gedächtnis gespeichert.
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Der Physiker Richard Feynman war schon immer begeistert von komplexen
Zusammenhängen. Sein Wissensdurst war kaum zu stillen und unentwegt
löcherte er sein Vater mit Fragen, warum die Welt so funktioniert wie sie
funktioniere.
Viele Lerner heutzutage profitieren von der nach ihm benannten Feynman
Technik, in der es darum geht, sich selbst die gelernten Konzepte versucht zu
erklären, als ob man sie einem Fremden, der davon noch nie etwas gehört
hat, erklärt.
Versuche dir zum Beispiel noch einmal vor Augen zu führen, wie das
Konzept der Photosynthese funktioniert. Wissenslücken können somit schnell
und einfach erkannt und beseitigt werden.
Sobald du merkst, dass du nicht mehr weiterkommst, schau dir schmal das
Material an und versuch es noch einmal mit geschlossenem Buch.
Diese Technik hilft dir ausserdem neue, offene Fragen zu generieren. Immer
wieder wirst du auf Stellen treffen, die du nur halbwegs oder bisher noch
gar nicht verstanden hast. Übergehe diese nicht einfach, sonder investiere
die Zeit bis du das Konzept bis ins Detail verstanden hast.
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Erkläre dir verschiedene Konzepte, als würdest du sie jemand Fremden
versuchen zu erklären.
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Konzept 5: No Cramming - Keine Lernmarathons
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Jeder der schonmal einen großen Abschlusstest geschrieben hat kennt das
Szenario.
Alle Kopierer sind von morgens 7 Uhr bis Nachmittags 17 Uhr besetzt, da
jeder versucht, wichtige Informationen und Blätter zusammenzufassen und
sich wichtige Konzepte innerhalb von 2 Tagen in den Kopf zu hämmern.
Leider resultiert dieses Verhalten oft nur in Frustration, Stress, mittelmäßige
Noten und schlechte Laune.
Nie habe ich vor großen Tests mehrere Stunden lernen müssen, da ich
versucht habe, die Konzepte in der Schule und Zuhause wirklich (siehe
Feynman) zu verstehen. Sobald dies geschehen ist, ist die Revision vor dem
großen Test nur noch wie das Warmmachen vor dem Wettkampf. Es sollte
ohne große Belastung sein und dich nur auf den großen Test vorbereiten.
Ohne große Mühe wirst du Konzepte, die du einmal richtig verstanden hast,
abrufen können, wenn es darauf ankommt.
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Das heißt: Vergiss die Lernmarathons am Ende der Unterrichtsreihe und
investiere 1-2 mal die Woche Zeit, um alle wichtigen Konzepte noch einmal
durchzugehen. So wirst du am Ball bleiben und am Ende relaxed bleiben
können, wenn die anderen gestresst von der Schule kommen, wissend, dass
der große Lernmarathon noch bevorsteht.
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Konzept 6: Mach was dir gefällt
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Dies ist ein Konzept, dass mir extrem am Herzen liegt, da es das EINE ist,
dass meine Affinität für die Sprachwelt am Meisten beeinflusst hast.
Sprachenlernen kann oft verdammt langweilig sein. Etwas so lebendiges wie
eine Sprache mit endlosen Grammatikstunden abzustumpfen war für mich
die Hölle.
Sprachen dienen dazu gehört und gesprochen zu werden. Mittler um die
Kommunikation zwischen menschlichen Wesen zu vereinfachen und möglich
zu machen.
In der 11. Klasse schrieb ich mich für den Spanisch Kurs ein. Die Lehrzeit
pro Woche betrug eine Doppelstunde und wir verbrachten die meiste Zeit
mit der Konjugation von ser und estar ( 2 elementaren Verben im
Spanischen).
Fest stand, dass ich auch nach einem halben Jahr Spanisch-Unterricht
keinen geraden Satz hinbrachte, was nicht meinem nicht-vorhandenen
Talent für die spanische Sprache geschuldet war, sondern viel eher der Art,
wie die Sprache unterrichtet wurde.
Also entschloss ich mich, mich von dem Kurs abzumelden. Trotz
mangelnder Erfolge war Spanisch sehr interessant für mich, also beschloss
ich, die Sprache auf eigene Faust zu lernen.
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Ich machte es wie immer: Ich besorgte mir Material, das mir gefiel und
verbrachte jeden Tag ein wenig Zeit mit der Sprache. Ich war durchaus
motiviert und angestachelt, da ich natürlich wissen wollte, wie sehr ich in
der Sprache fortschreiten konnte ohne einen Kurs zu besuchen.
Meine Lieblings-Sitcoms versuchte ich auf Spanisch zu verstehen. Bestenfalls
Episoden, die ich schon kannte, was das Verstehen etwas erleichterte.
Somit schnappte ich jeden Tag neue Wörter und Sätze auf, die mir dabei
halfen, Spanisch jederzeit ohne Probleme zu verstehen.
Nach einem halben Jahr konnte ich ohne Probleme Sätze formulieren und
trotz mittlerweile nur sporadischem Lernen schaffe ich es, mich mit 2
Erasmus Studentinnen auf Spanisch zu unterhalten.
Ich könnte wetten, dass meine Mitschüler mittlerweile 90 % des Gelernten
vergessen haben.
Mein bester Tipp zum Fremdsprachen Lernen: Schau dir jeden Tag ein bis
zwei Folgen deiner Lieblingsserie in deiner Zielsprache an, bis du sie ohne
Untertitel verstehst. Du wirst verblüfft von deinem Fortschritt sein.
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Konzept 7: Deadlines
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Oftmals schaffen wir es nur uns zu motivieren, wenn wir von extrinsischen
Faktoren wie Zeitlimits gedrängt sind. Trotzdem schaffen wir es oft in dieser
Zeit extrem fokussierte Arbeit zu verrichten.
Doch wir können diese Art von Deadline auch zu unseren Gunsten arbeiten
lassen. Der einzige Haken: Es erfordert viel Motivation und vor allem
Disziplin.
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Du bekommst zum Beispiel eine Hausarbeit auferlegt, auf die du wirklich
gar keine Lust hast. 3 Wochen hast du dafür Zeit. Jetzt erinnere dich daran,
was deine Mutter immer gesagt hat: “Schieb es nicht auf, sondern mach es
so schnell wie möglich.”
Sobald die Arbeit getan ist, wirst du wieder Zeit für andere schönere Dinge
haben, Projekte, die dich wirklich interessieren.
Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen.
Statt den eigentlichen 3 Wochen versuch dir einmal unrealistisch knappe
Deadlines zu setzen. Erzeuge dir selbst kurzfristig etwas Druck, um
langfristig davon zu profitieren.
Statt 3 Wochen versuche die Arbeit in 3 Tagen zu schreiben. Unrealistisch?
Vielleicht, doch auch wenn du an deiner eigenen Deadline scheiterst, wirst
du soviel Fortschritt gemacht haben, dass nur noch wenig fehlt, bis die
Arbeit komplettiert ist.
Der Trick daran ist ein falsches Zeitlimit in deinem Kopf zu kreieren, um
soviel fokussierte Arbeit wie möglich in kurzer Zeit verrichten zu können.
Merke dir: Dehne nie Fristen bis zum letzten Tag aus, sondern limitiere dich
selbst um zukünftig stressfrei arbeiten zu können, den Kopf frei zu haben
und Zeit für interessantere Dinge zu haben.
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Konzept 8: Karteikarten
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Einige der Leser haben bestimmt schon Karteikarten zum Lernen von
Vokabeln benutzt.
Obwohl ich nie Karteikarten zum Vokabellernen eingesetzt habe, sondern
immer auf alternative Methoden setze, finde ich das Benutzen dieser sehr
hilfreich. Nur in einer anderen Art.
Selbst benutze ich die Karteikarten für mein Studium und bin wirklich froh,
dieses Konzept aufgeschnappt zu haben.
Grundsätzlich ist meine Art mit Karteikarten zu lernen sehr simpel. Ich
schreibe auf die Vorderseite der Karte etwa “Nenne 5 Funktionen von
Sprache.”
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Auf die Rückseite kommt die Antwort. Trotz der Einfachheit dieser Methode
kann ich ihr sehr viele Vorteile attestieren:
a)
Active Recall: Effektives Lernen ist nur möglich, wenn der Lernprozess
aktiv ist. Stupides Überfliegen von Texten wäre eine passive Lernart.
Aktiv sind wir immer, wenn wir versuchen uns zu erinnern und unser
Wissen testen.
b)
Tragbar: Die Karteikarten sind günstig und schnell eingepackt. Lernen
im Zug oder im Bus ist ohne viel Papierkram möglich.
c)
Allein schon beim Verfassen von den Karteikarten werdet ihr viel
Lernen.
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Konzept 9: Bleib positiv
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Ein weiteres Szenario, das mich oft frustriert ist folgendes:
Der Chemieunterricht war die letzten 2 Wochen wirklich langweilig. Der
Lehrer hat keinen guten Job gemacht, da er es nicht schaffte, das Material
anschaulich verständlich zu machen.
Die Grundeinstellung der Schüler für den Anfang der Stunde ist folgende:
Hoffentlich geht die Stunde heut schnell vorüber, Chemie ist der Horror.
Vergleiche diese Einstellung mit dieser: Ja, die letzten 2 Mal war die Stunde
zwar langweilig. Trotzdem ist heut ein neuer Tag und mal sehen, vielleicht
wird's heute interessant.
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Eine positive Grundeinstellung hilft immer! Ich kann es nicht oft genug
sagen. Egal was du tust, VERSUCHE erst einmal Spaß zu haben und sei
offen für neue Dinge, die du eventuell noch nie versucht hast.
Vielleicht findest du die Dinge dann interessant, wenn du es erst einmal
versuchst, sie interessant zu finden.
Denk hier mal an das Kind, dass dem Brokkoli nicht mal eine Chance gibt.
Vielleicht schmeckt er ja gar nicht so schlecht.
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Konzept 9: To Do List
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Ich ermutige jeden Leser sich eine To Do Liste anzulegen.
To Do Listen sind super, da sie euren Kopf für andere Dinge frei machen,
anstatt ihn dafür verwenden zu müssen, an eventuell unwichtige Dinge
denken zu müssen.
Diese To Do Listen sollten abends angefertigt werden und euch bestenfalls
über den Tag begleiten. Somit könnt ihr Gedanken und eventuelle Vorhaben,
die euch über den Tag durch den Kopf schwirren direkt niederschreiben und
müsst euch nicht anstrengen, diese Dinge nicht wieder zu vergessen.
To Do Listen helfen euch täglich die für euch wichtigen Dinge zu erreichen,
sofern ihr diese diszipliniert abarbeitet.
Macht aber nicht den Fehler und füllt eure To Do Liste mit zu viel Kram, der
euch wesentlich weiterbringt, sondern fokussiert euch auf die wirklich
wichtigen Dinge, die ihr erreichen wollt, um abends zufrieden ins Bett gehen
zu können.
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Die Anzahl der Dinge auf der To-Do Liste kann natürlich variieren.
Trotzdem versuche ich es relativ simple zu halten und versuche mich an
täglich 3 wichtigen Dingen.
Viel mehr resultiert für mich in zu viel Stress und Unzufriedenheit.
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Konzept 10: Schalt dein Smartphone aus.
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Keine Erklärung benötigt.
Trotzdem weiß ich, dass du es nicht tun wirst.
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Konzept 11: Kenn dich und deinen persönlichen Rhythmus
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Ich war schon immer jemand, der morgens viel besser lernen konnte, als
abends. Wenn ich weiß, dass ich wenig Zeit haben werde, versuche ich 2
Stunden früher aufzustehen, um meine Morgenstunden produktiv nutzen zu
können.
Viele meiner Freunde sind der Meinung, dass sie lieber abends oder sogar
nachts lernen und sich den Rest des Tages anderweitig beschäftigen. Für
mich ist der Abend meist für Freunde und Familie bestimmt, was diese
Möglichkeit seit jeher ausschließt, da ich es gar nicht anders gewöhnt bin.
Hier gilt es nicht irgendjemand zu kopieren, sondern darum sich selbst zu
kennen und das meiste aus den Stunden zu machen, in den man sich am
produktivsten fühlt.
Wichtig ist nur das die Arbeit gemacht wird, egal ob das morgens, abends,
in der Badewanne oder auf der Toilette ist.
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Konzept 12: In der Haut des Lehrers
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That’s a big one.
Dieses Konzept verhalf mir reihenweise zu guten Noten, obwohl es so simpel
erscheint.
Jedes Mal wenn dir Material im Unterricht präsentiert wird, frag dich
einmal selbst, ob das Besprochene wirklich klausurrelevant sein kann. Oft
bleiben viele Schüler im Lernen von Details hängen, Ineffizienz pur.
Wir brauchen die großen Konzepte um erfolgreich zu sein. Die gilt es zu
verstehen.
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Versuche dich wirklich in die Haut des Lehrers hineinzuversetzen. Wie
würdest du nach diesem Konzept fragen? Wie könnte eine mögliche Frage
aussehen.
Nachdem du das gemacht hast, benutzt du das allseits beliebte Internet und
bereitest dich auf diese Eventualitäten vor.
Nicht nur wirst du vieles bereits gelernte besser verstehen, sondern wirst du
einen breit gefächertes Hintergrundwissen anlegen können und somit einen
deutlichen Vorteil gegenüber deinen Klassenkameraden haben.
Als ich mich zum Beispiel auf meine Sozialkunde Klausur vorbereitete, unser
Thema war “Parteien”, nutzte ich die Macht des Internets extrem zu meinem
Vorteil.
Parteien…Welche Problemfragen könnte man darüber stellen? Nach 5
minütigem recherchieren, stieß ich auf das Thema “NPD Verbot”.
Eine mögliche Frage wäre zum Beispiel: Liste verschiede Pro und Contra
Argumente, weshalb die NPD verboten werden sollte.
Minimaler Aufwand, maximaler Gewinn. Da ich beide Positionen leicht
beantworten konnte, hatte ich Glück und es war genau die Frage, die uns
der Lehrer stellte.
Die 1 war sicher.
Versucht euch wirklich an verschiedene Problemfragen heranzutasten, indem
ihr entweder Pro/Contra Listen anfertigt oder verschiedne Meinung über das
Thema in Betracht zieht.
Dieses Hintergrundwissen ist extrem wichtig, verschafft euch Riesen-Vorteile
und ist heutzutage leichter als je zu vor zu beschaffen.
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Konzept 13: Study on the go
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Ich bin mit einem Schwimmer befreundet, der zu diesem Konzept aufgrund
der Vielzahl an Trainingsstunden, die er absolvieren muss, gezwungen ist.
Er lernt immer nur unterwegs, da zum Heimstudium fast keine Zeit bleibt.
Trotzdem können wir das Konzept “Study on the go” (Lernen unterwegs) für
uns nutzen indem wir Momente des Nichtstun, zum Beispiel im Zug, im Bus
oder auch in Wartezimmern für uns nutzen.
Diese Zeit der Überbrückung können wir leicht nutzen um nochmal ein Blick
auf unsere Karteikarten zu werfen oder einige Audiodateien anzuhören, um
unser Sprachwissen zu verbessern.
Tendenziell neigt die Welt immer mehr dazu diese Momente des Nichtstun
damit auszufüllen, die neuesten Nachrichten auf diversen sozialen
Netzwerken zu checken oder Nachrichten zu beantworten. Tut dies bitte
nicht, versucht aktiv etwas anders zu sein als der Rest. Ihr tut euch und
euren Mitmenschen einen großen Gefallen.
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Konzept 14: Hol dir Hilfe
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Sollten Selbststudium und die von mir genannten Methoden auch einmal
scheitern, existiert immer noch die Möglichkeit sich einen Experten in dem
gewünschten Feld zu konsultieren. Bei verpasstem Unterricht, sei es
aufgrund von Krankheiten oder diversen außerschulischen Aktivitäten ist es
oft sehr hilfreich professionelle Nachhilfe zu vereinbaren.
Die Experten können besser auf individuelle Probleme eingehen, die
eventuell in der großen Klassen untergehen.
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Wissenslücken sind schnell wieder geschlossen, sodass ein baldiges
autonomes Lernen wieder möglich ist.
Trotzdem sollte man keinen voreiligen Vertrag mit einer
Nachhilfeorganisation abschließen, sondern erst einmal testen, wie gut das
Kind mit dem Nachhilfelehrer zu Recht kommt, sodass ein Lernen auf
“gleicher Wellenlänge” möglich ist.
Der Nachhilfelehrer kann auch dazu dienen, fehlende Eigenmotivation zu
kompensieren, da man in den Arbeitsstunden, die man mit ihm verbringt,
dazu gezwungen wird, zu arbeiten.
Konzept 15: Batching
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Batching ist ein Konzept, das ich auch erst kürzlich für mich gewinnen
konnte.
Batching ist allgemein das Abarbeiten einer Kette von kleinsten Aufgaben in
einem Zug.
Unsere To Do Listen sind jeden Tag so voll, dass es schwer ist, den Überblick
und die Kontrolle zu behalten.
Kleine Miniaufgaben, die wir jeden Tag machen (müssen), können uns den
ganzen Tag aufhalten, wenn wir sie nicht direkt fertigstellen.
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Wenn ich von der Universität heimkehre, mache ich immer folgendes: Ich
stelle den Rucksack in die Ecke und dehne mich für 10 min und mache
Übungen für meine Mobilität.
Danach werden lose Blätter und Mitschriften in die dafür vorgesehenen
Ordner geheftet und die Vorlesung dabei noch einmal resümiert.
Danach höre ich für 10 min etwas in einer anderen Sprache, die ich gerade
lerne, bevor ich mich dann für den Lunch vorbereite.
Ich rate vor allem morgens und abends zu geregelten Batching - Abläufen,
womit wir mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: a) Wir schaffen es,
wichtige Dinge in kurzer Zeit zu erledigen b) Wir schaffen neue
Angewohnheiten (Habits siehe Konzept 16) c) Es vereinfacht dein Tag
enorm.
Für jeden kann Batching etwas anderes bedeuten.
Für manche Mütter bedeutet es zum Beispiel die morgendliche Zeitung,
Frühsport, das Frühstück der Kinder und die Spülmaschine.
Folgendes musst du tun: Leg dir eine Liste von täglich anstehenden
Kleinprojekten an und arbeite dieses in einem Zug ab. Du wirst ein gutes
Gefühl aufgrund der erledigten Aufgaben haben und den Kopf frei für
andere wichtigere Dinge.
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Konzept 16: Beware of your habits - Achte auf deine Angewohnheiten
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Von Natur aus sind die Menschen fast gleich; erst die Gewohnheiten
entfernen sie voneinander.
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Konfuzius
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Jeder von uns hat sich über die Jahre eine Vielzahl schlechter
Angewohnheiten angeeignet. Bewusst oder unbewusst. Da wir diese Dinge
schon über mehrere Jahre hinweg tun, fällt es extrem schwer gewisse
Verhaltensmuster zu ändern. Wir laufen quasi auf Autopilot.
Darum empfehle ich unbedingt den Timelog (Konzept 2) zu testen, um
wirklich zu realisieren, wie viel Stunden, welche Aktivitäten einnehmen.
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Angewohenheiten regieren unser tägliches Leben. Oftmals essen wir viel zu
schnell, schauen fern ohne wirklich aufzupassen oder fahren Auto ohne
wirklich präsent zu sein. Jeder ist Zeuge dieser Phänomene.
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Einer der besten Tipps, die ich dir geben kann, ist, sich gesunde und
produktive “habits" anzugewöhnen. Man sagt, um sich etwas
anzugewöhnen, dauert es 21 Tage. Ich empfehle immer einen Monat.
Wichtig ist, nie zu versuchen zu viel zu verändern. Step by Step ist der
richtige Weg.
Dies ist auch der Grund warum all die guten Vorsätze für das neue Jahr
immer scheitern. Wir überschätzen uns und unsere Willenskraft maßlos,
was dazu führt, dass wir glauben, mehrere Dinge simultan drastisch
verändern zu können.
Jeder will ab morgen täglich Sport treiben, abnehmen, mehr Lesen, mehr
Geld verdienen. Leider schwindet die Motivation nach einigen Tagen und
statt einer signifikanten Veränderung, bleibt man auf der Stelle stehen.
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Pickt dir also eine für euch wichtige Veränderung heraus und versucht die
30 Tage durchzustehen. Danach ist es leicht! Viel Erfolg!
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Versuche zum Beispiel für 30 Tage:
-
Jeden Abend 10 Seiten zu lesen
-
Hausaufgaben immer am gleichen Tag zu erledigen
-
3 Liter Wasser pro Tag zu trinken
-
Statt 2 nur eine Stunde TV pro Tag
!
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Konzept 17: Start Small, but start now!
!
Start where you are. Use what you have. Do what you
can.
Arthur Ashe
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Oftmals lassen wir uns von der Größe einer Aufgabe einschüchtern, sind
irritiert, da wir nicht wissen, wo wir anfangen sollen.
Wir denken stundenlang darüber nach, was wir verbessern könnten und wie
der Plan für das Projekt aussehen wird.
In den meisten Fällen bleiben wir aber auf der Stelle stehen, da wir gar
nicht anfangen. Nur wenn wir anfangen, machen wir einen Schritt in
Richtung Besserung, doch oftmals scheint uns dieser kleine Schritt so
unbedeutend, dass wir ihn erst später oder nie gehen wollen.
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Trotzdem wissen wir tief drinnen, dass es die Summe der kleinen Dinge ist,
die Große Dinge schafft.
Das Wichtigste ist, den ersten Schritt JETZT zu machen, egal wie klein der
Schritt ist. Du kannst JETZT laufen gehen, du kannst JETZT ein Buch lesen,
du kannst JETZT für dein Test lernen. Und nicht später.
Wichtig ist dir den ersten Schritt so leicht zu machen, dass es kaum
anstrengend ist. Danach kannst du versuchen Schritt für Schritt die Summe
bzw. die Zeit zu erhöhen.
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Zu Reha-Zwecken musste ich mir angewöhnen mich täglich zu dehnen. Ich
nutzte kleine Werbepausen immer um mich nur 20 Sekunden lang zu
dehnen. Nach einer Woche war ich bei 30 Sekunden. Mittlerweile denke ich
gar nicht mehr darüber nach und dehne oft die ganze Werbepause hindurch.
Der erste Schritt muss nicht groß sein, doch er muss gegangen werden.
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Konzept 18: K.I.S.S (Keep It Simple Stupid) - Es ist nicht kompliziert.
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Wenn sich die meisten Leute Ziele setzen verbringen sie oft mehrere Tage,
Wochen, Monate mit der Planung wie sie diese erreichen können.
Haben sich die Leute als Zeil “10 Kilo Abnehmen” gesteckt, verbringen sie
erst einmal 3 Wochen damit, Zeitschriften über die neusten Diättrends zu
lesen, anstatt einfach mehr Gemüse und weniger Junk Food zu essen.
Die simplen Methoden sind jene, die uns am weitesten bringen und die
besten Resultate mit sich ziehen.
Wenn du Zweifel hast, versuch immer erst einmal die Situation zu
vereinfachen.
Welcher Schritt bringt keine Resultate, was kann ich tun, damit ich JETZT
einen Schritt nach vorne mache. Das Problem ist, das wir oft instinktiv
wissen, was die Beste Methode ist.
Leider ist es auch oft die schwierigste und wir vermeiden sie aus Angst vor
einer harten Aufgabe, da wir eventuell scheitern könnten.
Just do it, wie Nike sagen würde.
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Schlusswort
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Ich hoffe, dass du während der Lektüre einige neue Denkanstöße bekommen
hast. Du solltest nun einen groben Überblick haben, was es heißt, wirklich
produktiv zu arbeiten und sich nicht nur produktiv zu fühlen.
Wie ich bereits erwähnt habe, ist es wichtig, dass du, am besten heute noch,
einige dieser Techniken, ausprobierst und dann entscheidest, was zu dir
passt. Das wichtigste ist, dass du endlich Zeit für andere Dinge hast, sobald
die Arbeit getan ist.
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Denke immer daran, dass du nie perfekt sein wirst. Es geht um stetige
Verbesserung. Gesteh dir kleine Fehler und Misserfolge ein und versuche dich
jeden Tag ein kleines Stück zu verbessern.
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Gib dein Bestes und genieße den Prozess.
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