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Happy Birthday monopoly

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8. Jahrgang · 2/2015
Magazin für Stadt und Landkreis Gießen
Happy Birthday
monopoly:
Der BrettspielKlassiker
wird 80
rampenlicht
Campus
Der Wettenberger
Kurosch abbasi steht
als udo Lindenberg
auf der Bühne. Seite 14
Studienabbruch:
Was nach dem aus
an der Hochschule
Seite 36
kommt.
Editorial
Es ist entsetzlich. Seit der Recherche zu dieser Ausgabe werde ich von einem Ohrwurm heimgesucht. Er kommt plötzlich.
Am Schreibtisch. Im Bus. Oder im Fitnessstudio. Mittlerweile sind wir uns so vertraut, dass ich sofort einstimme, wenn er
sich wieder zu Wort meldet. Blöderweise beginne ich dann außerdem, mit dem Oberkörper zu wippen und mit den
Fingern zu schnippen. »Wir sind nur die Randfiguren in einem schlechten Spiel. Monooooopoly. Monooooopoly. Und
die Herren der Schlossallee verlangen viel zu viel.« An dieser Stelle setzt im Lied der Instrumentalpart ein. Ich fürchte, ich
verziehe mein Gesicht jetzt bemitleidenswert. »Dudududuuuududududuuuuududududududuffduffduffduffduff.« Immerhin ist der Text sozialkritisch. Nicht im Fitnessstudio, aber manchmal im Bus schließen sich daher lebhafte Diskussionen
mit meinen Zuhörern an den Refrain an. Ich meine, es hätte mich schlechter treffen können. Zu »Atemlos durch die
Nacht« oder »Da, da, da« wären mir jedenfalls schnell die Argumente ausgegangen. Was das jetzt alles mit dieser
Ausgabe zu tun hat, wollen Sie wissen? Blättern Sie einfach mal ... Ah, moment. Da ist er wieder: »Monooooopoly ...«
Marc Schäfer
Foto: mac
Foto: Agentur
Inhalt
Blickpunkt
4
Zum 80. Geburtstag von Monopoly: Die Entstehungsgeschichte · Der zweifache Deutsche
Meister im Interview · Nie mehr verlieren: Die besten Strategien
Brad Shaws Kolumne
17
Campus
18
Das Männerballett »Elefantenfüße« aus
Lich-Muschenheim zählt zu
den Highlights der Kampagne
Unterwegs
22
Auslese
24
Veranstaltungskalender
27
Mediathek
32
36
38
Gießen bekommt sein eigenes KulturFestival auf dem Messegelände
Sportwelt
40
Im Interview: Jonathan Malu von den
Gießen 46ers · Eisstockschießen:
streifzug-Redakteure wagen sich aufs Eis
Vinothek
44
Wein des Monats
Sperrsitz
Neu im Kino
14
Musical-Star aus Wettenberg:
Kurosch Abbasi im Interview
streifzug
Magazin für Stadt und Landkreis Gießen
Vor dem Abgrund? Was kommt nach dem
Studienabbruch?
Kultur
Neu in Gießen:
Die WG-Bar in der Bahnhofstraße
CD, Buch und App im Test
33
Ein besonderes Konzert:
Milky Chance trifft Mendelssohn
Unser Kolumnist Brad Shaw lässt sich
von Monopoly inspirieren und schreibt
über die Schlossallee
Fasching
Am main
Rampenlicht
45
Impressum
Herausgeber:
Mittelhessische Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. KG
Druck: Dierichs Druck+Media GmbH & Co. KG, Kassel
Redaktion: Marc Schäfer (verantwortlich), Florian Dörr
E-Mail: streifzug@giessener-allgemeine.de
Verlag: Mittelhessische Druck- und Verlagshaus GmbH & Co.
KG, Marburger Straße 20, 35390 Gießen (zugleich auch
­ladungsfähige Anschrift für alle im Impressum genannten Verantwortlichen), Sitz: Gießen, Amtsgericht Gießen HRA 4409;
PhG: Mittelhessische Druck- und Verlagshaus Verwaltungs­
gesellschaft mbH, Sitz: Gießen, Amtsgericht Gießen HRB
8053, Geschäftsführer: Dr. Jan Eric Rempel (Gießen), Dr. Max
Rempel (Gießen); Alleiniger Kommanditist: Mittelhessische
Druck- und Verlagsgesellschaft mbH, Sitz: Gießen, Amtsgericht Gießen HRB 43, Geschäftsführer: Dr. Jan Eric Rempel
(Gießen), Dr. Max Rempel (Gießen).
Erscheinungsweise: Der Streifzug erscheint monatlich in der
­»Gießener Allgemeinen Zeitung«, »Alsfelder Allgemeinen
Zeitung« sowie in über 250 ausgewählten, stark frequentierten Auslagestellen. Auflage: 37 500 Exemplare
Anzeigenleitung: Jens Trabusch
Anzeigenverkaufsleitung:
Ulrich Brandt, Tel. 06 41/30 03-2 24, Anschrift siehe oben
Gültig ist der Anzeigen­tarif Nr. 63 vom 1. Januar 2015
streifzug – Magazin für Stadt und Landkreis Gießen
Titelbild: Mr. Monopoly (Grafik)
Sofern Sie Artikel dieser Publikation in Ihren internen elek­tro­
­nischen Pressespiegel übernehmen wollen, erhalten Sie die
erforderlichen Rechte unter www.presse-monitor.de oder unter Telefon 0 30/28 49 30, Presse-Monitor Deutschland GmbH
& Co. KG. © Streifzug, Gießen
2/2015 streifzug 3
Das Jahrhundertspiel
Am Anfang waren die Zweifel groß: Kein Zielfeld, komplizierte Regeln und
meist ist auch nach zwei Stunden noch kein Ende in Sicht. Inzwischen ist Monopoly eines
der erfolgreichsten Spiele aller Zeiten. Sogar eine eigene Version für Gießen gibt es.
Milliarden wurden umgesetzt. Nur die Miterfinderin ging weitgehend leer aus.
Charles Darrow langweilt sich. Seit die Wirtschaftskrise in der westlichen Welt wütet, ist
der Heizungsbauer arbeitslos. Wohin also
mit der Zeit? Aus Holzabfällen, Kartons und
ein paar Nähutensilien seiner Ehefrau bastelt
er einige Karten und Figuren. Ein Wachstuch
auf dem heimischen Esstisch bemalt er mit
den Straßenzügen von Atlantic City. 80 Jahre
später soll das Spiel eines der erfolgreichsten
aller Zeiten sein. Seinem Erfinder brachte es
Millionen ein.
Es ist eine fantastische Geschichte, die über
Charles Darrow und seine große Erfindung
erzählt wird: Mit Monopoly wird ein
amerikanischer Traum wahr. Das einzige
Manko: Ganz so lief es nicht.
Denn da ist auch noch Elizabeth Magie. Die
Anhängerin der sozialreformerischen Ideen
von Henry George hat sich ein Ziel gesetzt:
Sie will den Menschen möglichst anschaulich erklären, dass Einkünfte über Grundbesitz die gesellschaftliche Schere auseinandertreiben. Die einen werden immer reicher.
Die anderen werden immer ärmer. Also entwickelt sie zwei Spiele. In der ersten Variante
setzt Elizabeth Magie das Grundeigentum
außer Kraft – wodurch letztlich alle Spieler
70 Tage
Raumfahrt
Verbot I
sportlich
Das längste Spiel dauerte
1680 Stunden. Das entspricht
70 Tagen Monopoly rund um
die Uhr.
Die Nasa bestellte für ihre
Astronauten einst zwei weltraumtaugliche Varianten des
Spiels mit nicht-entflammbarem Papier.
Joseph Goebbels ließ das Spiel
während des 3. Reichs wegen
des angeblichen »jüdisch-spekulativen« Charakters verbieten. Gerüchten zufolge sollen
die Wuchermieten in Schwanenwerder der Grund gewesen sein. Dort lebte der
Reichpropagandaminister
Das längste Spiel, das jemals
auf einem Schwebebalken gespielt wurde, dauerte 200
Stunden.
4 streifzug
2/2015
BLicKpunKt
mussten die Spieler durch das Sammeln von
Anerkennungspunkten aus einem anfänglichen Monopol eine freie Marktwirtschaft
schaffen. Der entsprechende Rechtsstreit
dauerte zehn Jahre.
Von den klassischen Varianten von Monopoly wurden inzwischen mehr als 250 Millionen Stück verkauft. Inklusive etwa fünfeinhalb Milliarden produzierter Häuschen. Das
soll grob der realen Anzahl von Gebäuden
entsprechen, die es auf dem Planeten gibt.
1967 starb Charles Darrow im Alter von
78 Jahren in Pennsylvania. Seinen Erben
hinterließ der einst arbeitslose Heizungsbauer ein Vermögen. Lizzie Magie dagegen, die andere Erfinderin von Monopoly,
durfte die Rechte an ihrer Erfindung auch
an Parker Brothers abtreten, gerade als sich
Monopoly anschickte, richtig durch die
Decke zu gehen und sich zum Jahrhundertspiel zu entwickeln. 500 Dollar bekam
sie dafür.
bf
Mittlerweile ist Monopoly in 111 Ländern
und in 43 verschiedenen Sprachen erhältlich.
Jede Stadt, die etwas auf sich hält,
hat ihre eigene Version.
Großkapitalist
Rund um die Welt
Insgesamt können die Spieler
bei Monopoly ein Kapital von
20 580 Dollar erwirtschaften.
Würde man alle Bretter der
bislang verkauften Spiele
aneinanderlegen, würde das
Feld den Erdball dreieinhalb
Mal umrunden.
EREIGnIsfELd
?
Fotos: dpa
immer reicher werden. In der zweiten
Version bleibt sie näher an den geltenden
Regeln der Weltwirtschaft und erreicht
damit, dass aus ihrem Spiel nach einiger Zeit
Gewinner und Verlierer hervorgehen. Die
Idee von Monopoly.
Nach einigem Hin und Her wird 1935 dennoch Charles Darrow zum Millionär, als er
die Rechte am Spiel an Parker Brothers verkauft. Nicht die schlechteste Kaufentscheidung der Spielefirma: Bereits im ersten Jahr
werden 20 000 Spiele pro Woche produziert.
Am Ende des ersten Jahres hat sich Monopoly über eine Million mal verkauft. Ein Brettspiel. Mitten in der Weltwirtschaftskrise.
73 Jahre später am anderen Ende der Welt. In
Gießen kann der damalige Bau- und
Planungsdezernent Thomas Rausch seine
Enttäuschung nicht ganz verbergen: Für
70 Millionen Euro hat er ein sehr schickes
Rathaus bauen lassen, in der ersten GießenVersion von Monopoly ist der Berliner Platz
trotzdem nur 240 Euro wert. Richtig Geld
verdienen lässt sich nur im Seltersweg,
damals die Schlossallee Gießens. In den
sauren Apfel, die billige Bad- und Turmstraße
aus dem deutschen Original abgeben zu
müssen, beißen die Reichenberger und die
Krofdorfer Straße. Damals wie heute richtig:
Gießen hat nur einen kostenfreien Parkplatz,
aber in Lützellinden immerhin einen Flugplatz. Auch in der aktualisierten Version, die
vor kurzem produziert wurde und bei Spielwaren Fuhr zu haben ist, ist das der Fall.
Wie die Variante für Gießen gibt es unzählige Abwandlungen des Spiels: Zu jeder
halbwegs großen Stadt natürlich, auch aus
Schokolade oder mit Häusern aus echtem
Gold. Nicht ganz so gut kam zumindest bei
der Spielefirma General Mills, die Parker
Brothers irgendwann übernommen hatte, das
Anti-Monopoly des Ökonomieprofessor
Ralph Anspach an. In einer ersten Version
Multilingual
Monopoly ist aktuell in
47 Sprachen in 114 Ländern
erhältlich.
2/2015
streifzug 5
Knallharter Kapitalist
Foto: dpa
BLicKpunKt
hans-Georg schellinger ist der deutsche Mr. Monopoly. 2004 und 2009 gewann der
Reutlinger die deutsche Meisterschaft. In diesem Jahr will er den Titel verteidigen und in Macau
Weltmeister werden. Im Interview mit dem streifzug spricht der 51-Jährige über seine
Leidenschaft, knallharten Kapitalismus und seine Pleite gegen eine oma aus dem seniorenheim.
Charmant
dünne Luft
nie gehört
sehenswert
Das Monopoly-Maskottchen
hieß in Deutschland bis vor
etwa 30 Jahren noch
Onkel Pfennigfuchser.
1983 fand die deutsche
Meisterschaft in knapp
3 000 Metern Höhe auf der
Zugspitze statt.
Der offizielle Untertitel des
Spiels lautet:
»Das berühmte Spiel um den
großen Deal.«
Die Dokumentation
»The Monopoly Story«
konnten Fans 2010 im Kino
sehen. Sie wurde mit einem
Emmy ausgezeichnet.
6 streifzug
2/2015
Herr Schellinger, hat man als zweimaliger
Deutscher Meister im Monopoly noch
Träume?
HGS: Natürlich. Ich will den Hattrick. Es
gibt einen Spieler, der schon dreimal
Deutscher Meister geworden ist, aber nicht
in Folge. Ich bin heiß darauf, meinen Titel
zu verteidigen.
Was winkt dem Champion denn als Preis?
HGS: Ruhm und Ehre. Und die Reise zur
WM. Die findet in diesem Jahr in Macau
statt. Bisher war ich in Tokio und Las Vegas
dabei. Aber das neue Spielerparadies in
Asien reizt mich sehr.
Dann wünsche ich Ihnen Glück im Spiel.
HGS: Danke. Das kann ich gebrauchen,
aber es ist nicht alleine entscheidend.
Anfangs habe ich Monopoly auch als
Glücksspiel angesehen, aber vor allem die
Verhandlungsführungen sind nicht unwichtig. Vor allem in einem Turnierspiel. Da
entstehen manchmal Zugzwänge, sodass
man flexibel und variabel sein muss. Viele
Spieler versteifen sich zu sehr auf eine
Straße und sind dann bockig, wenn es anders kommt. Man muss aber immer weiter
handeln, bis man das Monopol hat, um
bauen zu können. Wenn man keine Häuser
hat, kann man nicht gewinnen. Klar gehört
auch Glück dazu, aber komischerweise
scheinen immer dieselben Spieler das
Glück zu haben. Beim letzten DM-Finale
saßen drei Spieler am Tisch, die zusammen
sieben von elf möglichen Titeln gewonnen
hatten.
Das kann wohl wirklich kein Zufall sein.
HGS: Sag ich auch. Ins Finale kommt man
mit der richtigen Taktik. Im Finale entscheidet dann oft das Glück, denn die Spieler
dort können alle spielen. Die machen keine
Fehler.
Brilliant
Das teuerste Spiel wurde von
Sidney Mobell, einem Juwelier
aus San Francisco, 1998 zu
einem Preis von zwei
Millionen Dollar entwickelt.
Verraten Sie uns Ihr Erfolgsgeheimnis?
HGS: Meine Strategie ist Flexibilität. Man
kann mit jeder Straße gewinnen, auch mit
der Turm- und der Badstraße. Man braucht
Verhandlungsgeschick und Gespür für den
richtigen Moment. Manchmal muss man
auch mit der zweitbesten Lösung zufrieden
sein. Auch damit kann man ein Spiel
gewinnen.
Was raten Sie einem unbedarften Anfänger,
der auch mal gewinnen will?
HGS: Würfeln, kaufen, würfeln, kaufen. Alles kaufen, was man kriegen kann. Das ist
später alles Verhandlungsmasse. Das dritte
Haus ist wichtig. Die Wertsteigerung vom
zweiten zum dritten Haus ist am höchsten.
Unproportional. Ich sage immer, bis zum
dritten Haus alles investieren, was du hast.
Auf Null runter spielen. Und auch Gebäude
belasten. Ich behalte nur so viel Reserven,
dass ich auch eine teure Miete zahlen kann,
ohne abreißen zu müssen. Wenn jemand in
Wurfweite ist, also sieben oder acht Felder
vor meiner Straße, baue ich auch mal riskant. Während eines Turniers kann man jederzeit bauen, auch nach einem Pasch.
Das hört sich knallhart an.
HGS: Das ist es ja auch. Der Sinn ist es,
den anderen in den Ruin zu treiben. Im
normalen Leben wäre das wirtschaftlich natürlich nicht sinnvoll, aber im Spiel geht es
um knallharten, sinnlosen Kapitalismus. Da
wird nicht gejammert. Da wird rücksichtslos gespielt. Diese ganzen familientauglichen Regeln machen Monopoly ja zu einem Kuschelspiel, weil niemand pleite
gehen will. Das sind aber im Grunde alles
Spieleverlängerer. Bei einem Turnier sind
fast alle Spiele nach spätestens 90 Minuten
vorbei. Ich war auch schon einmal nach 22
Minuten pleite. Das war 2009 ausgerechnet
in einem WM-Finale.
südbahnhof
War das Ihre empfindlichste Niederlage?
HGS: Nein. Das war auf einem Turnier in
Koblenz, wenn man so will. Da hatten die
Veranstalter nicht genug Teilnehmer und
haben zwei Omas aus dem Altenheim akquiriert. Die eine hatte keine Ahnung von
dem Spiel, aber so viel Glück, dass sie sich
nicht gegen den Sieg wehren konnte. In
dem WM-Spiel hatte ich in den 22 Minuten
auch keinen Fehler gemacht, aber es gab
keine Optionen. Das Spiel ist also wie gesagt auch vom Glück abhängig. Man kann
nicht sagen, ich bin ein guter Spieler, deswegen gewinne ich. Aber wenn ich mit drei
unbedarften Spielern zehn Partien spiele,
gewinne ich sechs oder sieben.
Trainieren Sie häufig?
HGS: Monopoly muss ich nicht mehr trainieren. Ich spiele hin und wieder mit Freunden, aber ich habe noch nie vor einer Meisterschaft trainiert. Ich gehe jede Woche zu
einem Spieleabend und fahre einmal im
Jahr für eine Woche in einen Spieleurlaub.
Da kommen 300 Leute, die eine Woche
nichts machen außer spielen. Monopoly
wird aber nicht gespielt, eher neue Spiele.
Was reizt Sie an Monopoly?
HSG: Das ist ein Weltphänomen. Zur WM
kommen Teilnehmer aus 40 Nationen. Jeder
Mensch kennt das Spiel. Außerdem bin ich
zwar kein Sportler, aber ich liebe den Wettkampf. Monopoly ist eine tolle Plattform. Es
wird hart gespielt. Und ich will gewinnen.
Macau wäre ein schöner Ort, um Weltmeister zu werden.
HGS: Das habe ich auf meiner Agenda.
Aber dazu muss ich zunächst meinen
DM-Titel verteidigen. Bei der letzten WM in
Las Vegas war ich im Halbfinale. Es ist also
klar, wer Weltmeister werden will, muss gegen mich gewinnen.
Marc Schäfer
Einzigartig
Variantenreich
Die deutsche Edition ist die
einzige, deren Straßen ausschließlich fiktive Namen
besitzen.
Es gibt mehr als 300 lizenzierte
Sondereditionen mit Themen
wie Elvis Presley, Coca-Cola
und Harley Davidson.
In Deutschland gibt es vor
allem Städte- (Gießen) und
Vereinsausgaben (Bayern
München).
2/2015 streifzug 7
BLicKpunKt
Bahnhöfe kaufen!
Vor einigen Jahren hat der us-amerikanische Informatiker Truman Collins Monopoly-spiele
simuliert. Insgesamt ließ er virtuelle spieler dabei 32-Milliarden-Mal würfeln. da sich der
Brettspielklassiker seitdem nicht verändert hat, gelten seine Erkenntnisse noch heute. Und
noch besser: sie verraten die besten strategien, um seine Gegner in den Ruin zu treiben.
der streifzug stellt einige davon vor und verzichtet großzügig auf Gewinnbeteiligung.
Bunter hund
Die Markenbekanntheit
von Monopoly liegt in
Deutschland bei 98 Prozent,
in den USA bei 97 Prozent.
8 streifzug
2/2015
GEMEInsChafTsfELd
Bonzen-Viertel
Kick-start
In der deutschen Erstausgabe
von 1936 mit Berliner Straßennamen waren »Grunewald«
und »Insel Schwanenwerder«
die teuersten Grundstücke.
Im ersten Jahr nach
der Veröffentlichung wurden
jede Woche 35 000 Spiele
produziert.
BLicKpunKt
Kaufen Sie Bahnhöfe
Bahnhöfe werden von Monopoly-Anfängern oft unterschätzt. Wer will sich auf der
Jagd nach der scheinbar attraktiven, weil
teuren Schlossallee schon mit so einem alten Bahnhof zufriedengeben. Doch was
taugt der Schein. Natürlich klingen vermeintliche Mieteinnahmen verlockend,
doch an der Schlossallee kommt kaum ein
Spieler vorbei, manche müssen ins Gefängnis, andere rücken vor bis auf Los. Mit
seinem Geld – hat Collins herausgefunden
– kann man auf Bahnhöfen mehr anfangen. Wer den vierten Bahnhof kauft, bekommt in den folgenden 20 Runden für
jede 100 Monopoly-Dollar Kaufpreis
durchschnittlich 768 Monopoly-Dollar
zurück. Auch die Verteilung der Bahnhöfe
ist vorteilhaft: Das Geld kommt in kleinen,
aber häufigen Portionen, sodass dem
Besitzer selten das Geld ausgeht.
Elektrizitäts- und Wasserwerk sind dagegen laut Collins’ Analyse unattraktiv.
Kaufen Sie Orange
Die profitabelsten Straßen im ganzen
Monopoly-Universum sind laut der Simulation die in Orange. Jeder Dritte, der sich
aus dem Gefängnis herauswürfelt, landet
entweder auf der Münchner oder Wiener
Straße, behauptet Collins. Wenn Sie zwei
dieser Straßen haben und die dritte
kaufen, haben Sie nach zehn Runden den
Kaufpreis für die dritte Straße fast wieder
drin – von 100 Monopoly-Dollar sind
dann 93 zurück. Auch die günstigeren
violetten und hellblauen Straßen sind
attraktiv; sie sind günstig, also kann man
sie sich locker leisten, und sie werden
beim Bebauen sehr rentabel.
überlebenswichtig
Das Spielbrett diente
deutschen Kriegsgefangenen
im Zweiten Weltkriegs als
Versteck für Fluchtpläne und
Dokumente. Sogar Geld
wurde mit Monopoly
geschmuggelt.
Befolgen Sie die
Drei-Häuser-Strategie
Wenn Sie anfangen zu bauen, setzen Sie
bloß drei Häuser auf jede Straße. Aus den
Berechnungen des Informatikers geht hervor, dass der Kauf des dritten Hauses die
höchsten Zinsen bringt. Das befolgt
übrigens auch der Deutsche Meister
Hans-Georg Schellinger aus Reutlingen
(siehe Interview auf den Seiten 6/7). Für
jede 100 Monopoly-Dollar, die ein Spieler
für sein drittes Haus auf einer orangefarbenen Straße ausgibt, kommen in 20 Runden
mehr als 1000 Monopoly-Dollar zurück.
Wirtschaftsredakteur Patrick Bernau gab in
der FAZ den Rat: »Beginnen Sie mit der
teuersten Straße einer Farbgruppe, weil
dort die Mieten am höchsten sind, und
arbeiten Sie sich dann zu den günstigeren
Straßen vor. Das vierte Haus auf einer
Straße ist meist schon weniger profitabel.
Die Drei-Häuser-Strategie hat übrigens
noch einen positiven Nebeneffekt. Das
liegt daran, dass die Häuser im Spiel
knapp sind – und wenn Sie anstatt eines
Hotels drei Häuser auf jede Ihrer Straßen
stellen, bleiben weniger für die anderen
Spieler übrig.«
Tauschen Sie sich reich
»Haben Sie keine Angst vorm Straßentauschen!«, schreibt Bernau. Auch wenn
Sie eine teure Straße aufgeben, um eine
billige zu bekommen, rät der Autor zum
Tausch. Ein Beispiel hat er auch parat:
»Stellen Sie sich vor, Sie geben den teuren, grünen Rathausplatz ab und bekommen dafür die billige, hellblaue Chausseestraße. Dann verlangen Sie von Ihrem
osTBahnhof
Gegner noch einen Wertausgleich in bar –
und mit diesem Geld bauen Sie gleich
fünf Häuser auf Ihre drei blauen Straßen.
Dem Gegner fehlt dagegen Geld, das er
zum Bauen verwenden könnte. So bringt
Ihr Teil des Tausches deutlich höhere Zinsen als der des Gegners.«
Bleiben Sie im Gefängnis
Anders als im wahren Leben ist das
Monopoly-Gefängnis ein guter Ort, um
reich zu werden. Außerdem hat man dort
seine Ruhe und kann nicht zu teuren
Mietzahlungen gezwungen werden. Die
fällige Strafe zahlen, um schnellstmöglich
aus dem Kerker zu kommen, lohnt sich im
Übrigen bloß in der Anfangsphase, wenn
noch Straßen zu vergeben sind. Wenn alle
Straßen vergeben sind und die Mieten
steigen, warten Sie auf einen Pasch –
und lassen Sie sich Zeit.
Nehmen Sie unbedingt
Hypotheken auf
Wenn Sie Geld brauchen, verkaufen
Sie keine Häuser, sondern beleihen Sie
unbebaute Straßen, denn dort wartet
weniger Profit. Haben Sie keine Angst vor
Schulden und nehmen Sie ruhig eine
Hypothek auf. Es kann sich sogar lohnen,
sich zu verschulden, um mit dem Geld ein
Haus zu kaufen. Bernau warnt aber:
»Sie verlieren dann einen Notfallpuffer,
den Sie bei einer Landung auf der
Schlossallee gut gebrauchen können.«
Aber dort – das hat Collins ja glücklicherweise herausgewürfelt – kommt man ja
sowieso nur alle Schaltjahre mal vorbei.
mac
Rarität
fehlerhaft
Eines der ersten von Erfinder
Charles Darrow per Hand
gefertigten Spiele wechselte
später für 22000 US-Dollar
den Besitzer.
Ein Schreibfehler, der Darrow
unterlief, hält sich hartnäckig
in der US-Version.
Statt »Marven Gardens«
heißt es bis heute »Marvin
Gardens«, da Spieler gegen
eine Korrektur protestierten.
2/2015
streifzug 9
Für die Verweigerer
Zugegeben: Nicht jeder mag Monopoly. Doch für die Verweigerer
bietet der Gießen-Spiele-Markt immerhin ein paar Alternativen.
Der streifzug hat sich umgeschaut.
nachschub
Blindenschrift
1961 wurde bei einem
Monopoly-Event die Bank
pleitegespielt. Auf ein
Telegramm hin schickte
Hersteller Parker eine Million
Monopoly-Dollar, damit
weitergespielt werden konnte.
In einem Panzerwagen.
In den 1970er Jahren wurde
eine Braille-Edition für
Sehbehinderte entwickelt.
10 streifzug
2/2015
WEsTBahnhof
Rue de la Paix
Die »Schlossallee« hat viele
Namen. In den USA heißt die
teuerste Straße »Boardwalk«,
in Spanien »Paseo del Prado«
und in Frankreich
»Rue de la Paix«
Puzzle
Memory Quiz
Gießen als Großformat. Diesen – zugegebenermaßen bislang wohl nicht allzu
oft ausgesprochenen – Traum erfüllt das
Puzzle zur Stadt. Zu sehen ist eine
Collage der schöneren Ecken: Kirchenplatz, Stadttheater, Bahnhof. Vorher
haben die Macher natürlich – so gehört
sich das nun einmal für ein Puzzle – die
Arbeit gesetzt: 1000 Teile warten darauf,
zusammengesetzt zu werden, bis
Gießen zum Großformat wird.
Natürlich gibt es diese Orte in der Stadt,
an die muss man sich nicht unbedingt
erinnern. Aber dann gibt es auch die
anderen: Das Alte Schloss zum Beispiel.
Oder die schönen Ecken an der Lahn.
Natürlich das Hauptgebäude am Universitätsplatz. Diese und weitere sehenswerte Plätze ehrt das Memory zur Stadt.
Gießen spielend erleben, heißt das
Motto. Wer sich nicht erinnert, der
gewinnt eben nicht.
Wer kennt Gießen? Das Quiz zur Stadt
liefert Antworten. Von ziemlich leicht bis
ganz schön schwierig reicht das breite
Spektrum der Fragen. Beispiele: Woher
kommt der Name der Stadt? Oder:
Welches Gebäude in Gießen für 600
Zuschauer wurde 1907 in der Stadt
eröffnet. Da konnte sogar die Redaktion
noch etwas lernen. Hinter dem Quiz
steckt übrigens die Tourist Information.
Ein Produkt aus und für Gießen also.
Werbung in eigener Sache
Im Dezember 2012 bastelten wir vom streifzug unser eigenes Spiel zur Stadt. Eine Art »Mensch ärgere dich nicht« mit Nebenstraßen,
erweitert durch zahlreiche Ereignisfelder, die das Stadtleben thematisierten. An Aktualität hat unser Spiel zur Stadt nicht verloren.
Zu finden ist die Vorlage weiterhin im Internet unter www.giessener-allgemeine.de/spiel.
Hauptstädte
Immobilien-Hai
Bau-Boom
Türöffner
In den meisten Ländervarianten werden Straßennamen aus
Hauptstädten benutzt. In
Italien und der Türkei trifft das
nicht zu. Dort kauft man
Grundstücke aus Mailand und
Istanbul. In den Niederlanden
sind die Farben unterschiedlichen Städten zugeordnet.
Wenn die 20 580 MonopolyDollar, die jedes Spiel enthält,
1935 echtes Geld gewesen
wären, hätte man sich damals
fünf neue Häuser davon
leisten können.
Über 6 Milliarden Häuser
und mehr als 2,25 Milliarden
Hotels wurden weltweit für
das Spiel produziert.
Schauspieler Johnny Depp
verdankt Monopoly laut
einem Gerücht seine Karriere:
Er gewann gegen Kollege
Nicolas Cage, der ihn dafür
seinem Agenten vorstellte.
2/2015 streifzug 11
Monopoly-Quiz
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sie sind Monopoly-Experte und wissen alles
über das Kult-spiel? dann versuchen sie sich
an unserem Quiz. den Besten winkt eine
Gießen-Edition als Gewinn.
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Verboten II
Um die Spieldauer zu
verkürzen, wurde 2008 ein
Tempowürfel entwickelt.
Taucher spielten 45 Tage lang
unter Wasser mit einer
40 Kilogramm schweren
Spezialanfertigung
aus Eisenblech.
Das Originalspiel von
Charles Darrow kostete
damals rund zwei Dollar.
Bis zum Fall des Eisernen
Vorhangs stand Monopoly im
Ostblock auf dem Index.
Auf Kuba, in Nordvietnam,
Nordkorea oder China gibt es
bis heute offiziell keine
Editionen zu kaufen.
12 streifzug
2/2015
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Der streifzug verlost gemeinsam mit Spielwaren Fuhr drei
Gießen-Editionen von Monopoly. Einfach den Coupon
ausfüllen und bis zum 15. Februar 2015 an den streifzug,
Marburger Straße 20, 35390 Gießen oder eine Mail mit der
Lösung an streifzug@giessener-allgemeine.de senden.
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Euro-Umstellung
Mindestlohn
Der Opernplatz
wird pro Spiel prozentual
1,48-mal häufiger »besucht«
als die Parkstraße.
2001 wurde die SpielgeldWährung von D-Mark in Euro
umgestellt. Mittlerweile ist
der Monopoly-Dollar die
international gültige Währung.
Durchschnittlich verdient
ein Spieler bei jeder Runde
über das Spielbrett
rund 175 Monopoly-Dollar.
2/2015
streifzug 13
rampenlicht
14 streifzug 2/2015
rampenlicht
»Udo Lindenberg meinte:
Gut gemacht, mein Junge«
Manchmal ist er ein Mörder, manchmal Udo Lindenberg. Kurosch Abbasi ist seit seiner
Premiere im Stadttheater Gießen in ganz unterschiedliche Rollen geschlüpft, die er nicht nur
spielt, sondern auch singt. Zurzeit tritt er am Potsdamer Platz in Berlin in dem Musical
»Hinterm Horizont« auf – mal als Udo Lindenberg, mal als dessen Sohn Steve.
Im Interview mit dem streifzug erzählt er, warum er das Stadttheater verlassen hat, wohin ihn
sein Weg führt und wieso er froh ist, eine »doppelte« Herkunft zu haben.
Herr Abbasi, Sie haben Sisi ermordet ...
KA: Ja, das war ziemlich spannend. Mit
durchaus ironischen und lustigen Zügen.
Das ist aber eine seltsame Beschreibung für
so eine abscheuliche Tat, immerhin spielen
Sie im Musical »Elisabeth« die Rolle von
Luigi Lucheni, dem Mörder der Kaiserin.
Ist das nicht eine undankbare Figur?
KA: Überhaupt nicht. Der Mord ist nur ein
kleiner Teil. Lucheni ist eigentlich der Erzähler und präsentiert das Stück aus Sicht
des Mörders. Das bringt eine ganz andere
Sichtweise als die Romy-Schneider-Filme,
in denen ja alles sehr kitschig dargestellt
wird.
Sisi ist also nicht nur liebenswert-romantisch gewesen?
KA: Nein, sie war schon eine verbitterte,
einsame Person, die auch sehr kalte Züge
hatte. Lucheni ist als Erzähler eher der
Publikumsliebling.
Gleiches gilt wohl für Udo Lindenberg,
den Sie im Stück »Hinterm Horizont«
spielen und singen. Wie sind Sie zu so
einer prominenten Rolle gekommen?
KA: Ich habe mich auf die Ausschreibung
beworben, obwohl ich mir im Leben nicht
vorstellen konnte, dass ein persischer
Darsteller in einem deutsch-deutschen
Stück die Hauptrolle spielt. Doch
glücklicher­­weise hat es gleich beim ersten
Anlauf geklappt.
Und wie sind Sie zu Lindenberg geworden?
KA: Ich habe viele Gespräche mit dem echten Udo Lindenberg geführt. Er kommt
mehrmals im Monat nach Berlin, schaut
sich das Stück an und hat einen sehr engen
Kontakt zu den Darstellern. Dadurch kann
ich immer wieder sehen, wie er sich gibt.
Wie gibt er sich denn?
KA: Er ist ein unglaublich warmer, herzlicher Mensch, der sehr offen ist. Eine besondere Gabe habe ich an ihm festgestellt:
Wenn ich ein Gespräch mit ihm anfange
über irgendein beliebiges Thema, beispielsweise über meine Familie, weiß er vier
Wochen danach immer noch den Namen
meiner Mutter und knüpft daran an.
Stellt er große Ansprüche an die Darsteller,
die ihn verkörpern?
KA: Überhaupt nicht. Das Einzige, was er
mir gesagt hat, war: »Mach dein eigenes
Ding.«
Gab es Rückmeldung von ihm?
KA: Er war sehr happy und meinte: »Gut
gemacht, mein Junge.«
Sie haben persische Wurzeln. Beeinflussen
die Sie?
KA: Ich beherrsche die Sprache, es ist
schön, rüber zu fliegen. Aber ich merke
Kurosch Abbasi ...
»In Gießen bin ich geboren, hier lebt meine Familie
und hier sind meine Freunde«, sagt Kurosch Abbasi.
Der 28-Jährige kommt mehrmals im Jahr zu Besuch
in sein Elternhaus, das die aus dem Iran stammende
Familie vor etwa 18 Jahren in Krofdorf-Gleiberg gebaut hat, und in dem er bis zum Abitur lebte. Bleiben
wollte er nicht. Nicht, weil es ihm nicht gefällt. Sondern weil er sich entwickeln wollte, ein Studium in
München abschloss und als Musical-Darsteller für
Engagements in ganz Deutschland oder Österreich
offen ist. Seine Karriere begann bereits mit 15 Jahren.
Damals bekam er seine erste Rolle in einer Produktion des Stadttheaters Gießen.
Seither übernahm er zahlreiche Rollen in den Musicals »Grease« oder »Westside
Story«. Vor einem Jahr ging er nach Berlin, wo er Udo Lindenberg in »Hinterm
Horizont« verkörpert. Eine »deutsch-deutsche Geschichte«, wie Abbasi sagt, die
sich um das Leben Lindenbergs dreht, der sich nach einem Auftritt 1983 im Palast
der Republik in eine Ostberlinerin verliebt. Nebenbei singt und spielt Abbasi in
»Elisabeth« eine Hauptrolle. Ob er noch mal in Gießen auftritt? Klar, er wäre dabei.
2/2015 streifzug 15
RAmpenlicht
doch immer wieder, dass ich sehr deutsch
bin. Ich habe gewisse deutsche Charakterzüge: Pünktlichkeit, Gründlichkeit. Irgendwie habe ich beide Nationalitäten in mir.
Und ich komme mit dieser doppelten
Herkunft sehr gut klar.
Fließt das in Ihre Arbeit ein?
KA: Ich denke, dass mir gewisse Eigenschaften der persischen Mentalität bei meiner
Arbeit weiterhelfen. Ich bin ein offener
Mensch, kommuniziere gerne.
Als Musical-Darsteller singen und spielen
sie. Worauf kommt es eher an, ob Sie eine
Rolle annehmen?
KA: Beides muss passen. Ein perfektes
Musical hat im Idealfall ein interessantes
Rollenprofil, und Musik und Texte sind
gleichermaßen interessant. Die Mischung
sorgt dafür, dass ich sage: Da will ich mitmachen. Und dann muss ich mich gegen
viele Bewerber durchsetzen, gefühlt eine
Million Konkurrenten.
Welche Rolle würden Sie nie annehmen?
KA: Ich glaube, die ist noch gar nicht geschrieben worden.
Sie stehen täglich auf der Bühne. Ist das
inzwischen reine Routine oder gibt es noch
immer ein Horrorszenario?
KA: Den Text zu vergessen.
ist, hat mich angerufen und gesagt: Ja, es
gibt Möglichkeiten. Sie können vorsprechen, vielleicht für Chorpartien oder ganz
kleine Rollen. Und so habe ich angefangen
und mit der Zeit immer größere Rollen
bekommen.
Bühne zu stehen. Auch Sänger erzählen
zwar eine Geschichte, auf ihre Weise, aber
der Rahmen mit Schauspiel, mit Tanz und
Gesang macht es aus, warum ich gerne auf
einer Theaterbühne stehe. Ich bin sehr
glücklich, zurzeit in Berlin zu sein.
Als kleiner Junge habe ich
Intendantin Miville einen
Brief geschrieben, in dem
stand, dass ich unbedingt
auf die Bühne will.
Wo Sie fast täglich singen »Hinterm
Horizont geht’s weiter«. Wie geht es bei
Ihnen weiter?
KA: Ich wünsche mir, dass ich noch lange
in Berlin bleibe. Nebenbei werde ich bei
»Elisabeth« den Mörder spielen. Es stehen
noch ein, zwei Sachen an, die ich aber
noch mit meinem Arbeitgeber abklären
muss.
Sie wollten aber nicht bleiben?
KA: Ich wollte mein Handwerk von der
Pike auf erlernen und bin dann nach
München an die Hochschule für Musik und
Theater gegangen. Um ein abgeschlossenes
Studium zu haben. Ich kann mir aber vorstellen, auch wieder mal in Gießen
aufzutreten.
Rückblickend gesprochen: Sind Sie froh,
Musical-Darsteller geworden zu sein,
oder wären Sie lieber als Solokünstler
durchgestartet?
KA: Ich liebe es, Geschichten zu erzählen.
Deswegen gefällt es mir, auf einer Musical-
Wenn Sie sich eine Bühne für einen
Auftritt aussuchen könnten: Wo würden
Sie singen?
KA: In London in der Royal Albert Hall. Das
ist ein großer Traum. Ich schätze, es ist ein
Traum von jedem Musical-Darsteller.
Und in der Heimat Ihrer Eltern, dem Iran.
Könnten Sie sich vorstellen, auch dort einmal aufzutreten?
KA: Unbedingt. Wenn ich das Glück hätte,
mit einer Produktion nach Teheran zu fliegen, würde ich diese Möglichkeit auf jeden
Fall wahrnehmen. Ob das jemals passieren
wird, weiß ich nicht. Aber Träume darf man
haben. Sabrina Dämon
Schon mal passiert?
KA: Leider schon ein paar Mal. Aber ich
weiß nicht, was sich dann einschaltet, vielleicht ein zweites Ich, das unterbewusst
den Text parat hat.
Es ging also immer weiter?
KA: Irgendwie konnte ich mich immer retten. Es gibt diese zwei, drei Sekunden der
Leere, in denen nichts passiert. Die irritierten Gesichter der Kollegen und vielleicht
noch ein Schmunzeln. Aber man hangelt
sich aus der Situation heraus. Ich schätze,
die Zuschauer merken es gar nicht.
Ins Gießener Stadttheater ...
KA: Ich habe mich damals als kleiner Schüler direkt an die Intendantin gewendet und
ihr einen Brief geschrieben. Darin stand,
dass ich unbedingt auf die Bühne will. Frau
Miville, die heute immer noch Intendantin
16 streifzug 2/2015
Der Wettenberger Kurosch
Abbasi steht im Musical
»Elisabeth« auf der Bühne
Fotos: Agentur
Sie haben mit 15 das erste Mal auf der
Bühne gestanden.
KA: Ich wollte schon immer Musik machen,
habe in der Schule in Bands und Theater
gespielt, bis mir das nicht mehr gereicht
hat. Ich wollte einen Schritt weiter.
Brad Shaws KolumNE
Brad Shaw schreibt exklusiv Kolumnen
für den streifzug. Normalerweise veröffentlicht der Journalist sie im Netz auf
www.bradsticks.com. Sein Blog befasst
sich mit ­Lifestyle, Fashion, Musik, Promis und Kultur – und immer wieder mit
der Suche nach Mr. und Mrs. Right.
Manche Ereignisse werfen ihre Schatten voraus,
andere wirft das Leben einfach auf. Wie eine
Ereigniskarte bei Monopoly – dem Spiel, das fast
eine Metapher für das Leben sein könnte. Wäre
es nicht zu kurz gefasst, unseren Weg als Wettlauf im sozialen Aufstieg zu sehen – am besten in
Rekordzeit von der WG in der Badstraße ins Palais in der Schlossallee, für die es eben mehr
braucht als eine Straße und viele Bäume. Es
braucht vor allem eine Daseinsberechtigung, die
frei von Hypotheken ist. Zumindest, um wirklich
anzukommen.
Vielleicht ist Monopoly insofern wirklich eine
Metapher, zumindest für das allgemein angestrebte Leben. Insofern wir daran glauben, dass
der Weg in die Beletage wirklich geradlinig
verläuft. Tut er aber nicht. Weil wir uns bewegen
müssen und zwangsläufig auf Ereignisfeldern
landen, selbst noch, wenn wir scheinbar schon
ganz oben angekommen sind.
Schlossallee
Er brauchte vor allem eine Pause. Vom pausenlosen Ringen um etwas, in dem er längst keinen
Sinn mehr sah, sehr wohl aber sah er, dass er
sich verändert hatte. Manchmal sah er noch irgendetwas von dem durchblitzen, was es mal
war, zumindest augenscheinlich; etwas von dem,
was er einst selbst darin gesehen hatte. Doch das
seien nur noch kurze Momentaufnahmen gewesen, wie er sagte. »Nichts gemessen am Wert,
den es mal hatte, an dem, was es hätte sein
können.«
So begann er, sich freizukämpfen, sich freizumachen, um freizudrehen. Um wieder zu sehen,
wie es sich ohne anfühlt. Denn wo er nichts
mehr sah, sah er endlich dahinter – und dann
darüber hinweg. Selbst über seine Hypotheken.
Plötzlich sah er viel weiter als zuvor. Dinge, die
es zu holen galt, oder zurückzuholen.
Manchmal, wenn wir glauben, dass das Glück
uns hold ist, holt das Leben eine Ereigniskarte
raus – und spielt uns einen Streich. Denn wenn
das Leben eine solche auswirft, dann selten den
Freifahrtschein. Den müssen wir uns selbst
erkämpfen. Die großen Ereignisse im Leben sind
auf den ersten Blick solche, die uns erst zurückwerfen, im Zweifelsfall an den Startpunkt, aber
irgendwann auf ein höheres Level bringen. Zuvor
heißt es allerdings: Los! Was bleibt uns auch anderes übrig?
Denn wo es nichts mehr
zu verlieren gibt,
gibt es plötzlich wieder
eine Menge zu holen.
Oder zurückzuholen.
So ist der Fall vom Palais zurück auf den verlorenen Posten nie auszuschließen. Was uns auf dem
Spielbrett das Genick bricht, kann im wahren
Leben ein Anfang sein – manchmal sogar ein
Freifahrtschein. Wie in seinem Fall: Zwar war er
aus der Beletage geflogen, aber noch lange nicht
aus dem Spiel des Lebens. Weil er endlich alles
auf eine Karte setzte und die eine ausspielte, die
Menschen über alle anderen Ereignisse hinauswachsen lässt: die Verzweiflungskarte. Im
Moment, in dem er sie zurück auf den Stapel
legte, kam der Mut zurück – und die Neugier auf
das, was jenseits der vorgezeichneten geraden
Wege war.
Er badete die ärgerlichen Ereigniskarten aus und
fing postwendend an, sich vom Boden des
verlorenen Postens einzusammeln und Stärke
für das zu sammeln, was folgen sollte. Denn das
ist komfortabel an der Lage in der Badstraße: Im
täglichen Stellungskrieg wird die Position fortan
immer eine bessere sein.
Wahrscheinlich wird nirgendwo leichter gewonnen als auf den augenscheinlich verlorenen Posten. Wer genauer hinsieht, sieht auf ihnen immer
die Chance, frei zu drehen. Denn wo es nichts
mehr zu verlieren gibt, gibt es plötzlich wieder
eine Menge zu holen. Oder zurückzuholen. Im
Spiel und im Leben. Wer das versteht, wird postwendend an den Punkt gelangen, an dem es sich
wieder zu kämpfen lohnt – und zur Kraft, die es
zum Gewinnen braucht.
Immer wieder beeindrucken mich Menschen,
die auf verlorenen Posten kämpfen und plötzlich wieder zu alter Stärke zurückfinden, weil
sie wieder sie selbst werden – und dem Nichts
alles entgegensetzten, was sie wirklich ausmacht. Denn wo sie nichts mehr sehen, müssen
sie sich auch nicht mehr sichern und werden
über alle Maßen frei. Und plötzlich siehst du
wieder etwas von dem in ihren Augen durchblitzen, was sie mal ausmachte; etwas, das sie
sich gerade zurückholen. Immer wenn sie zum
letzten Schlag ausholen, der ein Verzweiflungsschlag sein mag, aber deshalb umso vernichtender.
Das Leben hatte ihn mit voller Härte erwischt.
Doch er war nicht ausgewichen. Er war stehen
geblieben. Mit all dem, für das er steht. Für all
das, was ihn ausmacht. Oder ausmachte. Bevor
er begonnen hatte, sich zurückdrängen zu
lassen, weg aus der Beletage in die Randbezirke
des Lebens. Bevor er sich aufgab und nur noch
tat, was man ihm eingab. Bis er sich selbst nicht
mehr hinter seinen Hypotheken sah, als ich ihn
längst aus den Augen verloren hatte. Aber er
hatte in all seinem Leiden noch immer diese Leidenschaft. Im Moment, in dem er sich auf diese
besann, kam er zurück auf die Gewinnerstraße.
Plötzlich habe er wieder zu kämpfen begonnen,
wie er mir später berichtete. Nicht gegen, nur
für etwas. Nicht gegen die Verluste, die er erlebt
hatte, sondern nur noch für sich selbst. Lustvoll
und leidenschaftlich auf scheinbar verlorenem
Posten.
Letzte Woche fand ich eine Mail in meinem
Postfach. Er schrieb, wie stark er sich gefühlt
habe, ab dem Moment, in dem er sich selbst
wiederfand. Irgendwo versteckt in all dem, was
sie von ihm erwarteten, was sie aus ihm machten, was sie in ihm sahen. Doch plötzlich sah er
nur noch sich und irgendwo darüber das, was
er mal sein wollte. Und wieder wurde. Auf der
nächsten Bühne seines Lebens.
Wo ein Wille ist, da ist immer ein Weg. Vor allem auf verlorenen Posten. Sobald wir verstehen, dass uns nichts weiter nach vorn bringt als
das, was wir wirklich sind. All das, für das wir
wirklich stehen unter den Dingen, die sie in uns
sehen und aus uns machen. Menschen und Ereignisse. Denn das, was wir sind, ist immer
mehr als jene Figur, die im Garten des Palais in
der Schlossallee nach draußen schaut, und sich
fragt, was hinter dem Zaun sein könnte, der sie
sichert, solange sie ihn halten kann.
Heute kennt er dieses Gefühl und den Weg
nach unten und zurück gleichermaßen. Sollte er
irgendwann wieder auf der Straße stehen, wird
eine Allee für ihn nicht mehr die Beletage sein,
sondern wieder eine Straße mit vielen Bäumen.
Eine Straße, die irgendwohin führt, mit Bäumen,
unter denen er Schutz suchen kann, wenn ein
Gewitter aufzieht. Irgendwo da da draußen,
jenseits der begrenzten Spielfelder. Im Leben
zwischen Badstraße und Schlossallee, wo die
Ereignisfelder viele sind – und es so viele neue
Karten auszuspielen gilt. Zum Beispiel die der
Zuversicht und der Dankbarkeit.
Auf der nächsten Ebene.
haw
Brad S
2/2015 streifzug 17
Fotos: Becker
Stadtgespräch
Evolution des Bierbauchballetts
Einfach nur Ausziehen? Das war gestern. Was einst Sinnbild für bierbäuchige Herren
in rosa Tutus war, die ihre strammen Waden in Nylonstrumpfhosen pressten und
eher schwerfällig über die Bühne staksten, ist mittlerweile eine artistische Hausnummer
geworden: das Männerballett. In diesem Genre sind die »Elefantenfüße« aus
Lich-Muschenheim ganz weit vorne dabei. Am 13. Februar steigt im Ort das sechste
Männerballett-Tanzturnier. Ein Highlight der Kampagne.
Das Genre boomt seit einigen Jahren: In der
Faschingszeit bieten die vielen Männer­
ballett-Gruppen der Region filigrane Bewegungen, einfallsreich gestaltete Kostüme, ein
ausgefeiltes Bühnenbild und jede Menge
Spaß. Zu einem Highlight der Kampagne hat
sich daher auch das Männerballett-Tanzturnier entwickelt, das die »Elefantenfüße« am
13. Februar bereits zum sechsten Mal in
Muschenheim ausrichten. Wenn die Gruppen
aus der Region um die Pokale wetteifern,
Bäuche im Takt wippen lassen und ihre
Waden zur Schau stellen, dann ist die Halle
proppenvoll und der Jubel groß.
18 streifzug 2/2015
In den vergangenen Jahren hat sich auf
diesem Gebiet einiges getan. Das Bierbauchballett hat eine Evolution erlebt. Geblieben
sind vielleicht die weißen Ballettschläppchen, die die Herren damals zur Musik von
»Schwanensee« trugen, sonst aber haben die
»alten« Männerballett-Darbietungen nicht
mehr viel mit den derzeitigen gemein. Längst
geht es nämlich nicht mehr einfach nur um
das sachgerechte Ausziehen. Natürlich ist das
– vor allem vom weiblichen Publikum
weiterhin gefragt und der Applaus groß,
wenn die Hüllen fallen, doch es geht auch
ohne nackte Haut – zumindest beinahe.
Die »Elefantenfüße« zeigen in ihrem neuen
Programm exemplarisch, welche Entwicklung
das Phänomen genommen hat. »Schwanensee« war auch bei ihnen gestern. Auch die
Haremsdame haben sie schon gegeben und
den Babysitter-Boogie auf die Bühne gebracht. Als »Lord of the Dorf« steppten sie á
la »Lord of the Dance« in gelben Gummi­
stiefeln über die Bretter, und Barbie sprang
sehnsüchtig ihrem Ken in die Arme, als das
Kinderzimmer erwachte: Seit fast 30 Jahren
sorgt das Muschenheimer Männerballett in
der Faschingszeit für Erheiterung – von Jahr
zu Jahr wurden dabei die Auftritte ausgereif-
Fasching
ter und spektakulärer. Auch der Generationenwechsel hat dazu beigetragen.
Denn während früher noch die Vätergeneration das Tutu trug, sind es heute die Söhne, die
auf der Bühne stehen. Auch Marc Becker
zählt seit über zehn Jahren zum illustren
Kreis des Männerballetts, das damals kurz
vor der Auflösung stand: »Es gab nicht viel im
Dorf, wo junge Leute hingehen konnten. Also
warum nicht dabei mitmachen?« Ganz unterschiedliche Beweggründe haben die anderen. »Es ist Ausgleich zum Job«, sagt Christopher Menges. Andere hatten Anschluss ans
Dorf gesucht oder sich »hochgearbeitet« vom
Kulissenschieber in der Prunksitzung zum
Männerballett-Mitglied. Wieder andere
wollen jungen Damen imponieren.
»Früher haben wir auf ein Lied getanzt, das
maximal vier oder fünf Minuten lang war«,
erinnert sich Stefan Schwarz. Heute sind es
vier, fünf Lieder, die zusammengeschnitten
sind. Der Auftritt dauert fast zehn Minuten.
Um das zu stemmen, beginnt die Gruppe
mittlerweile schon im September mit dem
wöchentlichen Training und längst nicht
mehr wie früher einige Wochen vor dem
Auftritt. Die Mühen werden dann aber auch
belohnt: Statt des einen Auftritts – wie vor
einigen Jahren noch üblich – sind es nun fast
zehn pro Saison. Die Jungs sind gefragt.
Denn anstelle der mehr oder minder anmutigen Stripshows bringen sie heute Showtänze
mit wagemutigen Stunts und ausgefeilten
Kulissen auf die Bühne. Ein Markenzeichen
der »Elefantenfüße« ist, dass sie während des
Auftritts mehrmals die Kostüme wechseln
und in Gruppen tanzen. Im vergangenen Jahr
haben sie mit ihrem »Zirkus Elefantelli« die
Jury überzeugt, und beim zweiten Turnier im
Gießener Land in Grünberg-Stangenrod –
dieses Jahr findet es am 14. März statt – den
ersten Platz belegt.
»Von Jahr zu Jahr haben sich die Jungs gesteigert«, weiß Eva-Maria Weil, die zusammen
mit Sandra Zscherp die Truppe trainiert.
Übernommen haben sie das Amt von ihren
Müttern. »Jedes Jahr bin ich von Neuem darüber erstaunt, was sie alles leisten«, sagt sie
mit Blick auf die Hebe- und Wurffiguren,
Pyramiden und Show-Einlagen, die die Jungs
bewerkstelligen. Den Frauen-Show-Tanzgruppen stünden sie in nichts nach. Im Gegenteil: Weil viel mehr Kraft da ist, sind ganz
andere Sachen möglich, sagen die Trainerinnen. Spaß macht es den beiden einzigen
Damen allemal – auch wenn ein Haufen
Männer viel anstrengender sei als ein Haufen
Frauen. »Das Allerbeste ist, wenn sie sich darüber streiten, wer in der ersten Reihe tanzen
darf«, sagt Eva-Maria Weil und lacht.
Der Spaß kommt selbstverständlich nicht zu
kurz – auf der Bühne und bei den Proben.
»Die Mischung aus Tanz und Spaß macht uns
aus,« findet Tänzer Marc Becker. Diese
Mischung lässt die Jungs – mittlerweile sind
es 16 im Alter von 19 bis Ende 40 – jedes Jahr
wieder auf die Bühne gehen. »Einige
Gruppen machen nur Quatsch, andere sind
verbissene Tänzer, die mit ihrer Choreografie
überzeugen wollen. Bei uns ist es der Mittelweg«, sagt der 31-Jährige mit Blick auf die
Konkurrenz.
Spaß haben die Jungs auch, wenn sie neue
Tänze entwickeln. Ideen für die neue Kampagne entstehen meist bereits am Faschingsdienstag beim »Strohbär«. Spätestens dann
werden auch neue Mitglieder geworben, die
sich mit Unterschrift auf dem Bierdeckel fürs
Ballett verpflichten. Zu- und Abgänge gibt es
immer wieder, doch der harte Kern des jetzigen Balletts tanzt seit sechs, sieben Jahren
zusammen. Ein eingespieltes Team. Das
macht auch Trainerin Sandra Zscherp stolz:
»Es ist einfach großartig, wenn du unten vor
der Bühne stehst, und Gänsehaut bekommst,
weil die Leute in der Halle total ausflippen.«
Ob Bierbauch oder Waschbrettbauch ist
dann völlig egal.
Nastasja Becker
2/2015 streifzug 19
Fastnacht 2015
alsFelD
ButzBach
7. 2., 19.31, Fastnachtssitzung,
DGH Altenburg
8. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
DGH Altenburg
14. 2., 19.31, Fastnachtssitzung,
Hessenhalle Alsfeld
15. 2., 13.11, Hessens kleinster
Fastnachtsumzug, Innenstadt Alsfeld
15. 2., 14.11, Kinderfastnachtdisco,
Hessenhalle Alsfeld
6. 2., 20.01, Männersitzung,
Bürgerhaus Griedel
13. 2., 20.00 Discoparty,
Bürgerhaus Griedel
15. 2., 13.11, Fastnachtsumzug,
Griedel, anschl. Fastnachtstreiben im
Bürgerhaus
16. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
Bürgerhaus Griedel
16. 2., 20.11, Rosenmontagsparty,
Bürgerhaus Griedel
allenDorF
12. 2., 20.11, Weiberfastnacht,
DGH Climbach
15. 2., 14.11 Kinderfastnacht,
Bürgerhaus Nordeck
BieBertal
31. 1., 19.31, 1. Fremdensitzung,
Bürgerhaus Rodheim
7. 2., 19.31, 2. Fremdensitzung,
Bürgerhaus Rodheim
8. 2., 14.31, Familienfastnachtssitzung,
Bürgerhaus Rodheim
14. 2., 20.00, Buntes Fastnachtstreiben, Landgasthof Zum Hirsch,
Königsberg
14. 2., 13.33, Familienfastnacht, Saal
der ehem. Wilhelmshöhe, Vetzberg
14. 2., 20.11, Fastnachtssitzung, Saal
der ehem. Wilhelmshöhe, Vetzberg
15. 2., 13.31, Fastnachtsumzug,
Innerorts, Vetzberg
16. 2., 14.00, Kinderfastnacht,
Landgasthof Zum Hirsch, Königsberg
17. 2., 20.00, Fastnachtsparty,
Landgasthof Zum Hirsch, Königsberg
Buseck
30. 1., 19.33, 1. Fastnachtssitzung,
Pfarrsaal St. Marien Großen-Buseck
31. 1., 19.11, 2 Fastnachtssitzung,
Pfarrsaal St. Marien Großen-Buseck
1. 2., 17.11, 3. Fastnachtssitzung,
Pfarrsaal St. Marien Großen-Buseck
7. 2., 19.31, Prunksitzung,
Harbig-Halle Alten-Buseck
12. 2., 19.11, Weiberfastnacht,
Pfarrsaal St. Marien Großen-Buseck
12. 2., 20.11, Weiberfastnacht,
DGH Trohe
14. 2., 19.31, Prunksitzung,
Kulturzentrum Großen-Buseck
14. 2., 13.33, Kinderfastnacht,
Harbig-Halle Alten-Buseck
16. 2., 20.00, Rosenmontagsball
(Disco-Party 18+), Harbig-Halle,
Alten-Buseck
DutenhoFen
7. 2., 19.11, Elferratssitzung,
Sport- und Kulturhalle Dutenhofen
7. 2., Fastnachts-Disco
mit DJ Mike A. (nach Elferratssitzung),
Sport- und Kulturhalle Dutenhofen
8. 2., 14.33, Kinderfastnacht,
Sport- und Kulturhalle Dutenhofen
FelDatal
30.1./31. 1., 19.33, Fealler Hutnoacht,
Feldahalle Groß-Felda
16. 2.,19.11, Rosenmontagstreiben
mit Kostümprämierung,
Feldahalle, Groß-Felda
17. 2., 14.11, Jugend in der Bütt,
Feldahalle, Groß-Felda
FernWalD
14. 2., 14.30, Kinder- und
Jugendfastnachtsparty,
TSG-Halle Steinbach
14. 2., 19.33, Fastnachtsveranstaltung,
Bürgerhaus Annerod
14. 2., 14.33, Kinderfastnacht,
Bürgerhaus Annerod
giessen
31. 1., 20.00, Gießener Ballnacht,
Kongresshalle
6. 2., 19.11, Fastnachtssitzung
Club 68, Bürgerhaus Kleinlinden
7. 2., 19.33, Rabatz in Bonifaz,
Bürgerhaus Kleinlinden
8. 2., 11.11., Bräu der Tollitäten,
Brauhaus
12. 2., 14.11, Sturm aufs Rathaus,
Berliner Platz
12. 2., 20.11, Weiberfastnacht,
Kongresshalle
13. 2., 20.11, Fremdensitzung,
Kongresshalle
13. 2., 22.00, Gothic-Maskenball,
Scarabee Gießen
14. 2., 20.11, Prunksitzung,
Kongresshalle
14. 2., 20.11, Fastnachtssitzung,
Mehrzweckhalle Gießen-Allendorf
14. 2., 20.00, Fastnachtssitzung,
Bürgerhaus Rödgen
15. 2, 13.33, Fastnachtsumzug,
ab Eichgärtenallee Gießen
16. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
Kongresshalle
17. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
Bürgerhaus Rödgen
gemünDen
6. 2., 20.11, 1. Fremdensitzung,
Mehrzweckhalle Nieder-Gemünden
7. 2., 20.11, 2. Fremdensitzung,
Mehrzweckhalle Nieder-Gemünden
8. 2., 15.11, Kinderfastnacht,
DGH Ehringshausen
13. 2., 20.11, 1. Kappenabend,
DGH Ehringshausen
14. 2., 20.11, 2. Kappenabend,
DGH Ehringshausen
16. 2., 13.00, Fastnachtsumzug,
ab Sportheim Nieder-Gemünden
17. 2., 13.31, Fastnachtsumzug,
ab Sportheim Ehringshausen
grünBerg
31. 1., 20.00, Fremdensitzung,
Mehrzweckhalle Queckborn
1. 2., 14.00, Kinderfastnacht,
Mehrzweckhalle Queckborn
12. 2., 20.11, Weiberfastnacht,
Saal Herzberger Harbach
12. 2., 20.00, Weiberfastnacht,
DGH Lumda
13. 2., 20.11, Fremdensitzung,
DGH Weickartshain
14. 2., 20.11, Prunksitzung,
Gallushalle Grünberg
17. 2., 11.11, Sturm aufs Rathaus,
Marktplatz Grünberg
17. 2., 15.11, Kinderfastnacht,
Gallushalle Grünberg
heuchelheim
1. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
Turnhalle Heuchelheim
8. 2., 14.33, Familiensitzung,
Turnhalle Heuchelheim
11. 2., 17.00, Sturm aufs Rathaus,
Heuchelheim
Fastnach
3,
15.2, 13.3
n
e
ß
ie
G
tsumzug
17. 2., 14.1
1,
Fastnachts
umzug He
uchelheim
13. 2., 20.11,
Fastnachtsparty,
Mehrzweckgebäude Kinzenbach
14. 2., 20.11, Fastnachtssitzung,
Mehrzweckgebäude Kinzenbach
16. 2., 19.33, RosenmontagsPrunksitzung, Turnhalle Heuchelheim
17. 2., 14.11, Fastnachtsumzug,
Ortsmitte Heuchelheim
hungen
31. 1., 19.31, 2. Prunksitzung,
Bürgerhaus Bellersheim
31. 1., 20.11, Fremdensitzung,
Bürgerhaus Villingen
1. 2., 14.11, Sonntagssitzung,
Bürgerhaus Bellersheim
6. 2., 20.11, 1. Fremdensitzung,
DGH Nonnenroth
7. 2., 20.11, 2. Fremdensitzung,
DGH Nonnenroth
7. 2., 19.33, Fastnachtssitzung,
Stadthalle Hungen
8. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
Bürgerhaus Bellersheim
11. 2., 20.00, 1. Weiberfastnacht,
Bürgerhaus Bellersheim
12. 2., 20.00, 2. Weiberfastnacht,
Bürgerhaus Bellersheim
14. 2., 19.00, Närrisches Treiben,
Bürgerhaus Bellersheim
15. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
Bürgerhaus Villingen
16. 2., 20.11, Rosenmontagsball,
Stadthalle Hungen
17. 2., 14.11, Fastnachtsumzug,
Innerorts (Danziger Straße) Bellersheim
17. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
Stadthalle Hungen
hüttenBerg
31. 1., 19.11, 2. Elferratssitzung,
Bürgerstuben Hüttenberg
7. 2., 20.11, Fastnachtssitzung,
DGH Volpertshausen
8. 2., 15.11, Kinderfastnacht,
DGH Volpertshausen
14. 2., 15.00, Kinderfastnacht,
Bürgerstuben Hüttenberg
14. 2., 20.11, Fastnachtsball,
DGH Klein-Rechtenbach
17. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
DGH Klein-Rechtenbach
homBerg/ohm
7. 2., 19.31, Fastnachtssitzung,
Stadthalle Homberg
12. 2., 19.31, Altweiberfastnacht,
Stadthalle Homberg
14. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
Stadthalle Homberg
kirtorF
7. 2., 19.33, Kostümsitzung,
Gleentalhalle Kirtorf
lahnau
31. 1., 15.11, Kinderfastnacht,
Bürgerhaus Atzbach
14. 2., 19.31, Fastnachtsball,
Bürgerhaus Atzbach
langgÖns
7. 2., 14.00, Kinderfastnacht,
Bürgerhaus Dornholzhausen
7. 2., 19.31, Fastnachtssitzung,
Bürgerhaus Espa
14. 2., 20.11, Gala-Prunksitzung,
Bürgerhaus Dornholzhausen
14. 2., 20.11, Elferratssitzung,
Bürgerhaus Niederkleen
15. 2., 15.11, Kinderfastnacht,
Bürgerhaus Niederkleen
16. 2., 20.11, Fastnachts-Disco-Abend,
Bürgerhaus Niederkleen
17. 2., 15.11, Kinderfastnacht,
Sportheim Cleeberg
lauBach
31. 1., 20.11, Kirchenfastnacht,
Gemeindezentrum Laubach
1. 2., 15.11., Kirchenfastnacht,
Gemeindezentrum Laubach
1. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
DGH Altenhain
6. 2., 20.11, 1. Prunksitzung,
DGH Freienseen
7. 2., 20.11, 2. Prunksitzung,
DGH Freienseen
7. 2., 19.33, Prunksitzung,
DGH Wetterfeld
8. 2., 14.11, Prunksitzung,
DGH Wetterfeld
12. 2., 17.33, Sturm aufs Rathaus,
Laubach
14. 2., 14.11, Fastnachtsumzug,
Innenstadt Laubach
14. 2., 20.11, Fremdensitzung,
DGH Münster
14. 2., 20.11, Prunksitzung,
Bürgerhaus Ruppertsburg
15. 2., 14.11., Kinderfastnacht,
DGH Freienseen
15. 2., 14.11, Kindersitzung,
DGH Wetterfeld
15. 2., 14.11, ab Kindergarten
kleiner Umzug,
anschl. Kinderfastnacht,
Bürgerhaus Ruppertsburg
16. 2., 19.33, Rosenmontagsparty,
DGH Münster
17. 2., 14.11, Fastnachtsumzug,
Innerorts Freienseen
17. 2., 14.11, Kinderfastnacht mit
Strohbärumzug, DGH Münster
lich
31. 1., 20.11, Fremdensitzung,
DGH Ober-Bessingen
6. 2., 20.00, Weiberfastnacht,
Volkshalle Langsdorf
7. 2., 20.11, Prunksitzung,
Sport- und Kulturhalle Muschenheim
13. 2., 20.11, Männerbalettturnier,
Sport- und Kulturhalle Muschenheim
linDen
31. 1., 19.31, 1. Fremdensitzung,
TV-Halle, Großen-Linden
7. 2., 19.31, 2. Fremdensitzung,
TV-Halle, Großen-Linden
8. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
Volkshalle Leihgestern
14. 2., 16.00, Sturm aufs Rathaus,
Großen-Linden
16. 2., 19.00, Rosenmontagsfete,
TV-Halle, Großen-Linden
17. 2., 14.30, Jugendsitzung,
TV-Halle, Großen-Linden
lollar
12. 2.
,2
Altwe 0.00,
iberfa
stnach
t
, Krof
11. 2., 19.11, Sturm aufs Rathaus,
Bürgerhaus Lollar
15. 2., 14.11., Kinderfastnacht,
Bürgerhaus Lollar
17. 2., 14.11, Fastnachtsumzug,
ab Steinstraße Lollar
mücke
30. 1., 19.33, 1. Fastnachtssitzung,
DGH Nieder-Ohmen
31. 1., 20.11, 1. Fremdensitzung,
Gasthaus Hörle, Merlau
31. 1., 20.11, Fremdensitzung,
Sportheim Ruppertenrod
31. 1., 19.00, 2. Fastnachtssitzung,
DGH Nieder-Ohmen
1. 2., 14.11, Nachwuchssitzung,
Narhalla Schützenhaus Atzenhain
1. 2., 14.11, Kindersitzung,
Sportheim Ruppertenrod
6. 2., 20.11, (Sch)Nibbel-Sause Vol. 3,
Fastnachtsparty, DGH Flensungen
6. 2., 20.11, 2. Fremdensitzung,
Gasthaus Hörle, Merlau
7. 2., 20.11, Fremdensitzung,
Turnhalle Groß-Eichen
7. 2., 20.11, Fastnachtssitzung,
DGH Flensungen
8. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
DGH Bernsfeld
8. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
DGH Flensungen
8. 2., 14.11, Jugend in der Bütt,
Gasthaus Hörle, Merlau
8. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
Turnhalle Groß-Eichen
8. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
Sportheim Ober-Ohmen
12. 2., 20.11, Weiberfastnacht,
Gasthaus Hörle, Merlau
13. 2., 20.11, 1. Prunksitzung,
Narrhalla Schützenhaus Atzenhain
13. 2., 20.11, Maskenball,
DGH Bernsfeld
13. 2., 20.11, 1. Fremdensitzung,
Sportheim Ober-Ohmen
14. 2., 20.11, 2. Prunksitzung,
Narrhalla Schützenhaus Atzenhain
14. 2., 13.00, Kinderfastnacht,
DGH Sellnrod
14. 2., 20.11, 2. Fremdensitzung,
Sportheim Ober-Ohmen
15. 2., 13.11., Fastnachtsumzug,
Innerorts Flensungen
17. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
Gasthaus Hörle, Merlau
Pohlheim
31. 1., 19.31, Elferratssitzung,
Bürgerhaus Hausen
7. 2., 19.31, Maskenball,
Kulturelle Mitte Holzheim
7. 2., 19.33, Elferratssitzung,
Limeshalle Grüningen
7. 2., 19.31, Prunksitzung,
Volkshalle Watzenborn-Steinbg.
8. 2., 14.31, Kinderfastnacht,
Kulturelle Mitte Holzheim
12. 2., 20.11, Weiberfastnacht,
Bürgerhaus Hausen
12. 2., 18.00, Weiberfastnacht,
Kulturelle Mitte Holzheim
13. 2., 20.11, Frauensitzung,
Limeshalle Grüningen
dorf-G
leiber
14. 2., 14.31, Straßenkarneval,
vor dem Alten Rathaus Hausen
14. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
Volkshalle Watzenborn-Steinbg.
14. 2., 19.33, Elferratssitzung,
Sport- und Kulturhalle Garbenteich
14. 2., 20.11, Närrisches Treiben,
Klosterwaldhalle Dorf-Güll
15. 2., 14.31, Kinderfastnacht,
Klosterwaldhalle Dorf-Güll
15. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
Sport- und Kulturhalle Garbenteich
15. 2., 15.11, Kinderfastnacht,
Limeshalle Grüningen
17. 2., 14.11, Fastnachtsumzug
Limeshalle Grüningen
17. 2., 14.11, Fastnachtsumzug,
anschl. Kinderfastnacht und Kehraus,
Bürgerhaus Hausen
raBenau
7. 2., 19.11, Prunksitzung,
Lumdatalhalle Londorf
8. 2., 15.11, 1. Kindersitzung,
Lumdatalhalle Londorf
13. 2., 19.11, Närrische
Hüttenschlagerparty,
Gaststätte Zum Lumdatal, Londorf
14. 2., 19.11, Prunksitzung,
DGH Allertshausen
14. 2., 20.11, Prunksitzung,
DGH Kesselbach
14. 2., 20.11, Prunksitzung,
DGH Odenhausen
15. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
DGH Allertshausen
15. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
DGH Kesselbach
16. 2., 10.11, Bärenumzug,
TP: Lumdatalhalle Londorf
17. 2., 14.11, Fastnachtsveranstaltung,
DGH Odenhausen
17. 2., 14.11, Strohbär-Rundgang,
anschl. Kinderfastnacht,
Sport- undKulturhalle Rüddingshausen
reiskirchen
31. 1., 19.33, Prunksitzung,
Bürgerhaus Reiskirchen
31. 1., 20.11, Fremdensitzung,
DGH Hattenrod
6. 2., 19.33, 1. Fremdensitzung,
Bürgerhaus Burkhardsfelden
6. 2., 19.31, Weiberfastnacht,
Sport- und Kulturhalle Saasen
7. 2., 19.33, 2. Fremdensitzung,
Bürgerhaus Burkhardsfelden
8. 2., 14.11, Jugend in der Bütt,
Bürgerhaus Burkhardsfelden
8. 2., 14.33, Kinderfastnacht,
DGH Hattenrod
13. 2., 20.11, Altweiberfastnacht,
Bürgerhaus Reiskirchen
16. 2., 15.11, Rosenmontagsumzug,
Start: DGH Hattenrod
17. 2., 14.11, Kinderfastnachtsparty,
Bürgerhaus Reiskirchen
g
schotten
14. 2., 20.11, Schötter Spötter
Fastnachtssitzung,
Festhalle Schotten
16. 2., 14.00, Kinderfastnacht,
Festhalle Schotten
stauFenBerg
31. 1., 19.31, Prunksitzung
(TV Mainzlar), Stadthalle Staufenberg
7. 2., 19.31, Prunksitzung,
Sport- und Kulturhalle Treis
14. 2., 14.11, Kindersitzung,
(TV Mainzlar), Stadthalle Staufenberg
ulrichstein
31. 1., 20.10, Fastnachtsveranstaltung,
DGH Rebgeshain
1. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
DGH Rebgeshain
12. 2., 19.33, Weiberfastnacht,
Stadthalle Ulrichstein
14. 2., 20.11, Fastnachtssitzung,
Stadthalle Ulrichstein
15. 2., 14.11, Kinderfastnacht,
Stadthalle Ulrichstein
WettenBerg
31. 1., 19.11, Prunksitzung,
Mehrzweckhalle Krofdorf-Gleiberg
7. 2., 19.11, Fremdensitzung,
Mehrzweckhalle Krofdorf-Gleiberg
12. 2., 20.00, Altweiberfastnacht,
Mehrzweckhalle Krofdorf-Gleiberg
14. 2., 19.31, Fremdensitzung,
Bürgerhaus Launsbach
15. 2., 14.31, Kinderfastnacht,
Bürgerhaus Launsbach
17. 2., 14.11, Fastnachtsumzug,
Innerorts, Krofdorf-Gleiberg
Wetzlar
31. 1., 19.11, Gala-Prunksitzung,
Stadthalle Wetzlar
4. 2., 15.11, Kinderfastnacht,
Stadthalle Wetzlar
7. 2., 20.11, Fastnachtsparty,
Stadthalle Wetzlar
13. 2., 20.11, Weiberfastnacht,
Stadthalle Wetzlar
14. 2., 11.11, Kleiner Umzug,
Schillerplatz, Eisenmarkt, Fischmarkt,
Wetzlar
15. 2., 13.31, Karnevalsumzug,
Innenstadt Wetzlar
17. 2., 11.11, Närrischer
Frühschoppen, Stadthalle Wetzlar
18. 2., 19.11, Heringsgala,
Bürgerhaus Nauborn
2/2015
streifzug 21
Unterwegs
WG Bar
Bahnhofstraße 53 · 35390 Gießen · Telefon 01 76/52 07 97 48
Hessam Haghi ist ein Mann mit Ideen. Als er
vor 15 Jahren in Frankfurt Informatik studierte,
war er nicht einverstanden mit dem kulinarischen Angebot der Mensa. »Irgendwann wurde gegenüber des Campus ein Laden frei. Da
machten wir dann unsere eigene Gastronomie auf«, erinnert er sich. Bis zum heutigen
Tag ist Haghi der Branche treu geblieben.
An der Bahnhofstraße 53, dort, wo zuletzt
das Giramondi beheimatet war, betreibt er
nun seit einigen Wochen die WG Bar. »Es ist
nicht leicht, in der Innenstadt einen Laden zu
finden. Vieles, was gut liegt, ist schon wieder
weg, kurz nachdem es frei ist«, erklärt der
Betreiber.
Die Möbelstücke hat er einzeln im Internet
ersteigert, sei, um sie abzuholen, durchs halbe Bundesgebiet gefahren. »Es soll, der Name sagt es ja schon, wie in einer Wohngemeinschaft aussehen. Ein bisschen alternativ
und etwas chaotisch«, meint Haghi. Dass das
natürlich ein Klischee ist, sei dem Gastronomen verziehen. Denn seine Ideen sind gut:
Einen Kicker hat er bereits in einem Hinterzimmer des 60 Quadratmeter großen
Gastraums aufgestellt. Eine Playstation, an
22 streifzug 2/2015
der seine Kunden spielen können, könnte er
sich zumindest sehr gut vorstellen. Ein Bücherregal, an dem sich Lesefreunde bedienen
können, ebenfalls. »Ich mal mir auch aus,
dass wir demnächst einen Kleiderschrank
aufstellen, über den Studenten ihre selbst­
gemachten Klamotten verkaufen können«,
erklärt der Mann mit Ideen. Für Vorschläge
sei er dankbar.
»Wir wollen auch eine Plattform bieten«,
sagt Hessam Haghi, der vor 40 Jahren im Iran
geboren wurde und als Jugendlicher nach
Deutschland kam. Die ersten Künstler seien
bereits auf ihn zugekommen, ihre Bilder werden demnächst an den Wänden der WG Bar
hängen. Offen sei er auch für DJs, die am
Wochenende in der Bahnhofstraße 53 auf­
legen möchten. »Fachschaften können ebenfalls gerne auf uns zukommen. Dann könnten wir über mögliche Partys sprechen.«
Mit der Resonanz sei er nach einigen Wochen durchaus zufrieden: »Wir haben die
WG Bar in einer besonderen Zeit aufgemacht. Erst kamen die Feiertage. Dann die
Semesterferien«, erklärt der Betreiber, der zuvor auch eine Shisha-Bar in der Stadt betrieb.
»Das Kundenpotenzial in Gießen ist durch
die beiden Hochschulen natürlich groß.«
Dem noch jungen Team habe der seichte Einstieg die Einarbeitung erleichtert.
Seinen Gästen bietet Haghi eine recht große
Getränkekarte mit weitgehend studentenfreundlichen Preisen: Cocktails etwa gibt es
für 4,50 bis 6 Euro. Eventuell schon im Februar soll ein Sonntags-Brunch hinzukommen.
»Wir möchten das Angebot langsam ausbauen«, verrät der Betreiber.
Gemütlich ist der Laden geworden. Und die
Ideen sind gut. Wenn die Umsetzung mit
Playstation, Bücherleihe, Ausstellungsfläche
gelingt, könnte die WG Bar eine Bereicherung für die Innenstadt werden: Eine atmosphärisch eben mal etwas andere Gastronomie für Gießen. Dass Hessam Haghi kein
Informatiker geworden ist, scheint eine gute
Sache zu sein. Florian Dörr
///
Montags bis freitags ist die WG Bar derzeit
von 18 bis 1 Uhr geöffnet. Samstags sogar bis
3 Uhr. Ein Sonntags-Brunch ist angedacht.
Unterwegs
… in Wetzlar
Karten für Bülent Ceylan
Im Dezember brachte er mit »Haardrock« die Rittal Arena zum Beben. Aufgrund der hohen
Nachfrage für die restlos ausverkaufte Show kommt Bülent Ceylan nun für einen Zusatztermin
zurück. Warum sein Programm mit dem Erscheinen des unbesiegbaren Ceylander beginnt,
woher der Spitzname Türkochonder kommt und warum manche Geschichten »Long Long Hair«
sind, verrät Bülent Ceylan in seinem aktuellen Programm. Da wo er bei den »Wilden Kreatürken« aufgehört hat, will Bülent Ceylan nun weitermachen. Zur Unterstützung bringt er natürlich wieder seine Freunde mit: Harald, den Original Mannheimer Naseweisen, Hasan, den
türkischen Testosteron-Vollpfosten, Anneliese, die höchstens mal unheilschwangere Pelzhändlerin, und Mompfreed, den Hausmeister, mit dem Feingefühl einer Feuersbrunst. Der
streifzug verlost 3x2 Tickets für »Haardrock« mit Bülent Ceylan am 28. Februar in der Rittal
Arena. Wer dabei sein will, schickt bis zum 10. Februar eine Mail mit dem Betreff »Haardrock« an streifzug@giessener-allgemeine.de. Name und Telefonnummer nicht vergessen.
… in Marburg
Antilopen Gang auf Tour
Über Jahre machten sie ihr eigenes Ding: Sie veröffentlichten ihre Musik selbst. Sie planten
ihre Tourneen in mühevoller Kleinarbeit. Nun hat sich die Antilopen Gang selbst auf ein
neues Level gehoben. Im November erschien mit »Aversion« das Quasi-Debüt der Formation um die Rapper Danger Dan, Koljah und Panik Panzer. Vor allem ihr Song »Beate
Zschäpe hört U2« wurde heiß diskutiert. In ziemlich jeder Musikzeitschrift, die etwas auf
sich hält, kamen die Musiker aus Köln, Düsseldorf und Berlin plötzlich zu Wort. Live war
die Antilopen Gang schon immer ein Erlebnis. Oft sogar ein positives: Der DJ trommelt auf
Metallschrott, schamlos kitschige Piano-Einlagen mit mehrstimmigen Gesängen werden
abgelöst von unvermittelten Gabba-Gewittern, dann Punkrock samt Schweinepogo. Ein
Wechselbad der Gefühle. Zu erleben gibt es »Aversion« auf der Bühne des KFZ Marburg
am 12. Februar. Wer nicht dabei sein kann, die Antilopen Gang aber nicht verpassen will,
dem sei ans Herz gelegt: Einen Tag später kommen sie ins Frankfurter Zoom.
… in Bad Nauheim
Wetterauer Schwanensee
Das Russische Nationalballett aus Moskau präsentiert den beliebten Ballettklassiker
»Schwanensee« in der Wetterau: Am 28. Februar ist es im Bad Nauheimer Dolce Theater
soweit. Musik von Tschaikowski, mitreißende Tänze und eine opulente Ausstattung sollen
diese Aufführung zu einem Erlebnis machen. Die Geschichte in Kurzform: Prinz Siegfried
verliebt sich in die schöne Odette und schwört ihr ewige Treue. Doch das Mädchen ist mit
einem bösen Zauber belegt, sie kann nur nachts wenige Stunden menschliche Gestalt
annehmen. Der hinterhältige Magier Rotbart wittert seine Chance und lässt seine Tochter
Odile in Gestalt von Odette auf dem Schloss erscheinen. Der Prinz wird getäuscht und
bricht sein Treueversprechen. Als er erkennt, dass er betrogen wurde, bittet er bei Odette
um Vergebung. Das Russische Nationalballett aus Moskau, bei dem auch in »Schwanensee« im Bad Nauheimer Dolce Theater Star-Solisten des Bolschoi-Balletts mittanzen, gilt
als eines der besten Ensembles, die derzeitig in Deutschland unterwegs sind.
2/2015 streifzug 23
AUSLESE
André Rieu in Wetzlar
Bereits im Alter von fünf Jahren begann André Rieu mit dem ersten
Violinunterricht. Was folgte, war eine unvergleichliche Karriere. Mittlerweile gilt der Niederländer als einer der bekanntesten Violinisten
seiner Zeit, der vor zwei Jahrzehnten den Durchbruch schaffte und
seitdem die Massen in den Bann zieht. Der Walzerkönig zieht aktuell
wieder mit seinem Orchester durch die Lande, wo er klassische Stücke in populärer Form und durch Showeffekte angereichert einem
breiten Publikum schmackhaft macht. »Eine Nacht in Venedig« heißt
die neue Tour, die bereits den italienischen Touch im Namen trägt.
Hierbei macht er auch in der Wetzlarer Rittal-Arena Station, wo man
den Klängen seiner Geige am 20. Februar (20 Uhr) lauschen kann.
GLANZLICHTER
DES MONATS
46ers vs. Bayer
Nachwuchsbandfestival
Als das größte und beste Festival für Nachwuchsbands bezeichnet sich
Emergenza. Auch in Marburg können sich junge und aufstrebende
Musikkünstler mit ihresgleichen messen, um Festival-Flair zu erleben,
aber auch um einen Schritt auf der Karriereleiter nach oben machen
zu können. Im Februar entscheidet eine erlesene Jury
über das Weiterkommen der
Bands und Solokünstler. Am
14. und 21. Februar werden
im KFZ die Stimmen, Gitarren, Bässe und Drums erklingen und die Universitätsstadt
in ein Mekka für Nachwuchsmusiker verwandeln.
Noch vor zehn
bis 15 Jahren wäre es das absolute
Highlight eines
jeden deutschen
Basketball-Fans
gewesen, wenn
das Gründungsmitglied der Bundesliga, der fünffache deutsche
Meister MTV
Gießen, auf den
Rekordmeister
Bayer Leverkusen getroffen wäre. Die Zeiten haben sich
geändert, mittlerweile sind beide Traditionsmannschaften
in der Pro A beheimatet. Aber dennoch dürfte das Duell
zwischen den inzwischen Gießen 46ers und Bayer Giants
Leverkusen heißenden Teams die Gießener Osthalle elektrisieren. Immerhin spielen die Mittelhessen eine glanzvolle Saison, in der sie sich als absolutes Spitzenteam herauskristallisierten, das um den Wiederaufstieg in die höchste
deutsche Spielklasse kämpft. Leverkusen hingegen fightet
gegen den Abstieg in die Pro B. Tip-off ist am 8. Februar
um 17 Uhr.
Ferien in Nordkorea
Nordkorea ist eines der abgeschottetsten Länder der Welt, wenn nicht sogar das
abgeschottetste überhaupt. Über den nordkoreanischen Umgang mit Menschenrechten
ranken sich Gerüchte und Vermutungen wie über kaum ein anderes Land. Von einer
Demokratie scheint die Politik Kim Jong-Uns jedenfalls weiter entfernt zu sein als der
Saturn von der Sonne. Dennoch gelang dem Journalisten Christian Eisert die Einreise,
weil er bei seinem Visa-Antrag schummelte. Die Ausreise trotz ständiger Überwachung
durch Geheimdienstler übrigens auch. Seine Eindrücke von einer 1500 Kilometer langen
Reise durch den totalitär geführten Staat – auch äußerst überraschende – formulierte er
in seinem Bestseller »Kim & Struppi«. Aus diesem liest er am 25. Feburar in der Gießener
Thalia-Buchhandlung.
24 streifzug 2/2015
auSLeSe
Lichtbildfestival in Marburg
Die Welt ist ein großer bunter Ort, der mit schier unvorstellbarer Vielfalt lockt. Wer
sich einen tief gehenden Eindruck über diese Vielfalt verschaffen will, sollte am
Wochenende des 6. bis 8. Februar die Reise ins Marburger KFZ wagen. Dort nämlich zeigt das 9. Marburger Lichtbildfestival imposante Bilder aus Island, Marokko,
Bhutan, Schweden & Norwegen, der Fahrradstrecke zwischen Berlin und Shanghai
sowie von der Serengeti. Man merkt bereits: Diverser könnte die Auswahl kaum
sein. Neben dem bloßen zeigen von Bildern und Filmen ist auch genügend Platz
für Diskussionen vorgesehen. Ein weiterer Höhepunkt folgt an selber Stelle am
17. Februar, wenn das Festival mit einem Vortrag über die Kanaren seine Abschlussveranstaltung erlebt.
Liv live
Ex-Präsident Wulff in Lauterbach
Songwriter-Lyrik, norwegischer Folk mit
einer Prise Indie-Rock – so lässt sich der
Musikstil von Liv am ehesten beschreiben. Die Deutschnorwegerin studierte
Geige in Karlsruhe und Jazz-Gesang in
New York und entwickelte daraus ihren
eigenen Singer-Songwriter-Stil. In englischen und norwegischen Texten singt sie
ein skandinavisches fremd-vertrautes Lebensgefühl herbei, an dem sie auch ihre
Zuhörer im Gießener Ulenspiegel teilhaben lässt. Dort nämlich präsentiert sie
am 5. Februar mit Bandunterstützung ihr
vor einigen Monaten erschienenes DebütAlbum »Build My Own World«. Ihre
Dichtkunst veredelt sie hierbei unter anderem mit Violine, Holzspielzeug,
Akkordeon, Melodika und Loopstation –
und erzeugt damit unvergleichliche
Klangwelten.
598 Tage lang war er der Präsident der
Bundesrepublik, bevor Christian Wulff
2012 aufgrund von Skandalen vorzeitig
zurücktrat. Vorteilsannahme im Amt war
der Anklagepunkt gegen den zehnten
Präsident Deutschlands, wegen dem
die Staatsanwaltschaft gegen den CDUPolitiker ermittelte. Auch die Skandale
um seine Ex-Gattin Bettina kratzten stark
am Image Wulffs. Mittlerweile ist der
Ex-Präsident von allen Vorwürfen offiziell
freigesprochen worden und hat seine
Erlebnisse in seinem Buch »Ganz oben –
Ganz unten« verarbeitet. Es handelt sich
um ein Lehrstück über Politik, Presse und
Justiz, aus dem der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident am
11. Februar (20 Uhr) im Rahmen der
Reihe »Der Vulkan lässt lesen« in der
Lauterbacher Sparkasse vorträgt.
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8. Jahrgang · 1/2015
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Der Jahresrückblick
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Die neue Kanzlerin
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Seite 36
Gespräch.
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015
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Veranstaltungen
1 So
Bühne
Gießen
Die Abenteuer
von Pinocchio
Kimugi-Theater
11.00 & 15.00
Bürgerhaus Wieseck
Conny
Das Kindermusical
15.00 Kongresshalle
Der große Gatsby
15.00 Stadttheater
Frau Holle
Tinko-Kindertheater
16.00 Kleine Bühne
Der Weibsteufel
20.00 taT
Disco/Party
Gießen
Discofox-Party
20.30 Astaire’s
konzerte
Pohlheim
Sarah Brendel
Deutsche Sängerin &
Songschreiberin
17.00 Gemeindezentrum Holzheim
märkte/messen
Gießen
Antik & Trödelmarkt
8.00 Hessenhallen
Alsfeld
Weiberschätze Vol. 5
Der Markt für Frauen
11.00 Stadthalle
sonstiges
Gießen
Seniorennachmittag
15.00 Mathematikum
Pub Quiz
21.00 Irish Pub
Vorträge
Gießen
konzerte
Konfliktregionen im
östlichen Europa
Ringvorlesung des
Präsidenten der JustusLiebig-Universität.
Prof. Dr. Karl Schlögel
über die russische Intelligenzia und die Ukraine
19.15 Uni-Hauptgebäude, Aula
3 Di
Bühne
Gießen
Wie Ida einen Schatz
versteckt und
Jakob keinen findet
10.00 taT
Exponat des Monats
Eulers Linien
15.00 Mathematikum
Tanzcafé
15.00 Astaire’s
2 Mo
Vorträge
Gießen
Zurück zum Feuer
Saskia Hennig von
Lange liest aus ihrem
Romandebüt
19.30 KiZ,
Kongresshalle
5 Do
Bühne
Affenkammer-Party
22.00 Monkeys
konzerte
Marburg
Annenmaykantereit
Rock, Pop, Blues
20.00 KFZ
sonstiges
Lachtreff/Yoga
19.30 Familienzentrum Bernhard Itzel
Gießen
Jakob Kühnemann
Quartett
Jazz
20.30 Ulenspiegel
Bernd Rinser
RootsRock
21.00 Irish Pub
Disco/Party
Modellbaubörse
10.00 Sammler- und
Hobbywelt
sonstiges
Gießen
Gießen
Gießen
Hochzeitsmesse
11.00 Schloss
Marburg
FEIERabend.
Mit Le Pink
Die neue
After-Work-Partyreihe
20.00 KFZ
Buseck
Romrod
Study-Azubi-Night
21.00 Irish Pub
4 Mi
Bühne
Gießen
Wie Ida einen Schatz
versteckt und Jakob
keinen findet
10.00 taT
Alsfeld
Musical Greets Pop
Mit Alexander Klaws
20.00 Hessenhalle
Disco/Party
Disco/Party
Gießen
Gießen
Independent tanzbar
21.30 Ulenspiegel
Tanzparty
20.30 Astaire’s
Gießen
Fratzenfisch
Die
MonsterMusicPickelShow für alle ab 12 Jahre
11.00 taT
Linda di Chamounix
Oper in italienischer
Sprache mit deutschen
Übertiteln
19.30 Stadttheater
Die Verwirrungen des
Zöglings Törleß
20.00 taT
Disco/Party
Gießen
Elektro.House.EDM.
Trap
23.00 Scarabée
Flohmärkte
Lollar
Scheunenflohmarkt
15.00 Alte Schmiede
Ruttershausen
konzerte
Gießen
Kammerkonzert
Städtische Philharmonie
Gießen
15.30 Altes Schloss,
Netanya-Saal
Semesterabschlusskonzert
Musik bei Vitos
19.00 Vitos-Klinik
Liv
20.30 Ulenspiegel
Bernd Rinser
RootsRock
21.00 Irish Pub
Marburg
Jamaram
Support: Waste.
Reggae, Ska
20.00 KFZ
sonstiges
Gießen
Flimmerkiste
Hard Candy
20.00 Uni Gießen,
Landgraf-PhilippPlatz
Vorträge
Gießen
Tiere, Täter, Opfer, Afrikanische Begegnungen
Ringvorlesung der Forschergruppe Gewaltgemeinschaften. Mit Prof.
Winfried Speitkamp
und Stephanie Zehnle
18.15 MargareteBieber-Saal
6 Fr
Bühne
Gießen
Die Verwirrungen des
Zöglings Törleß
Zum letzten Mal
10.00 taT
Die Schmachtigallen in
Spiel des Lebens
Kabarettistisches Spiel
19.30 Stadttheater
Disco/Party
Gießen
Tanzparty
20.30 Astaire’s
Party tanzbar
21.30 Ulenspiegel
Fridays at Admiral
22.00 Admiral
Music Lounge
Gib dem Affen Zucker
22.00 Monkeys
Kreuz & Quer
Von Rock bis Pop
22.00 Scarabée
Ihre Veranstaltungen in der
Kongresshalle Gießen
1. 2. | Sonntag | 15.00 Uhr
Conni – Kindermusical
www.kb-emmert.de
6. 2. | Freitag | 20 Uhr
A Spectacular Night of Queen
www.star-concerts.de
7. 2. | Samstag | 20 Uhr
Semesterabschlusskonzert des
Orchesters der Justus-Liebig-Universität
www.uni-giessen.de/uniorchester
8. 2. | Sonntag | 11–16 Uhr
2. Großer Puppen-, Bären- und
Spielzeugmarkt
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12. 2. | Donnerstag | 20 Uhr
Weiberfassenacht der GFV
www.gfv-helau.de
13. 2. | Freitag | 20 Uhr
Fremdensitzung der GFV
www.gfv-helau.de
14. 2. | Samstag | 13.30 Uhr
Seniorennachmittag mit der GFV
www.gfv-helau.de
14. 2. | Samstag | 20 Uhr
Prunksitzung der GFV
www.gfv-helau.de
16. 2. | Montag | 14 Uhr
Kinderfasching mit der GFV
www.gfv-helau.de
24. 2. | Dienstag | 20 Uhr
Blickfang »Laos & Kambodscha«
www.michael-fleck-de
25. 2. | Mittwoch | 14 –18 Uhr
Seminar »Aktuelles Steuerrecht«
www.aws-online.de
28. 2. | Samstag | 20 Uhr
Olaf Schubert & seine Freunde »So!«
verlegt vom 27. 2. 2015
www.s-promotion.de
5. 3. | Donnerstag | 20 Uhr
Tom Beck und Band
www.generation-music-gmbh.de
6. 3. | Freitag | 20 Uhr
Michl Müller – Ausfahrt freihalten!
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(Sch)nibbel-Sause
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Flensungen
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Veranstaltungen im Februar
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Telefon 06 41/3 83 06
www.schlosskeller-giessen.de
Flohmärkte
Marburg
Lollar
9. Marburger
Lichtbildfestival
Island – Die Insel aus
Eis und Feuer.
Vortrag und Diskussion
14.00 KFZ
Vogelbörse
7.00 Bürgerhaus
Konzerte
Samstag Nacht im
Monkeys
22.00 Monkeys
Electro Party
23.00 MuK
Rock of Ages
22.00 Scarabée
Gießen
Flohmärkte
Marokko – Perle des
Maghreb. Vortrag und
Diskussion
17.00 KFZ
Lollar
Scheunenflohmarkt
15.00 Alte Schmiede
Ruttershausen
A spectacular Night
of Queen
A Tribute to the
Greatest Rockband mit
The Bohemians und
Sinfonieorchester
20.00 Kongresshalle
2B2
Singer-Songwriter, Pop,
Alternativ, Crossover
21.00 Irish Pub
Grünberg
April King & Band
Jazzkonzert
20.30 Gasthaus
Zum Bahnhof
Vorträge
28.02. GIESSEN Kongresshalle
28.02. WETZLAR Rittal Arena
06.03. GIESSEN Kongressh. +03.09. WETZLAR Stadth.
Gießen
Das Monster
vom blauen Planeten
Freitag.Vier. Bilderbuchkino mit Eva Salzmann
16.00 Stadtbibliothek
Alte Liebe
Eingerichtet und
gelesen von Carolin
Weber u. Roman Kurtz.
Musikalische Begleitung von Martin Spahr
20.00 taT
Marburg
24.04. WETZLAR
Rittal Arena
26.04. INGO APPELT GIESSEN Kongresshalle
16.09. DR. E.V. HIRSCHHAUSEN WETZLAR Rittal Arena
19.11. GLASBLASSINGQUINTETT GIESSEN Kongresshalle
13.12. MICHAEL HATZIUS DIE ECHSE GIESSEN Kongresshalle
TICKETS UNTER WWW.S-PROMOTION.DE
sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen
TICKETHOTLINE 06073-722 740
9. Marburger
Lichtbildfestival
Panamericana – Auf der
Traumstraße Amerikas.
Vortrag & Diskussion
19.30 KFZ
7 Sa
Bühne
Gießen
Dornröschen
16.00 Kleine Bühne
Der Goldene Drache
19.30 Stadttheater
Willkommen Zuhause.
Die Minidramen des
Alltags
Abendtheater
20.00 Kleine Bühne
Wir lieben und wissen
nichts
20.00 taT
Trödelmarkt
7.00 Rodheimer
Straße
Flohmarkt
Zugunsten der
Tieroase Heuchelheim
10.00 Gießener
Straße 19
Buseck
Flohmarkt
8.00 Sammler- und
Hobbywelt
Lollar
Scheunenflohmarkt
10.00 Alte Schmiede
Ruttershausen
Konzerte
Lich
Opern-Arien-Abend für
Oboe und Klavier
19.00 Gemeindesaal
Märkte/Messen
Gießen
MotoExpo
Motorrad-Messe
10.00 Hessenhalle
Sonstiges
Gießen
Sicher und Stark
Selbstbehauptung für
Jungen zwischen
13 und 15 Jahren
10.00 Jokus
Tiere im funkelnden
Kleid
MuSEHum.
Modellieren nach
Gaudis Drachen.
Workshop
für Kinder von 6 bis
9 Jahren
11.00 Oberhessisches Museum
Vorträge
Gießen
Disco/Party
Das Konzept
der Farbe in der Teilchenphysik
Physik im Blick
10.00 WilhelmHänle-Hörsaal des
Physikalischen
Instituts
Gießen
Alsfeld
Guiness-Karaoke mit
Andy Pfälzer
21.00 Irish Pub
House is Back pres.
Basti M
22.00 Admiral
Music Lounge
28 streifzug 2/2015
Gießen
Ungerecht wie die
Liebe
Der Vulkan lässt lesen.
Mit Ulla Meinecke und
Ingo York (Gitarrist)
20.00 Autohaus
Deisenroth
Bhutan – das Königreich des Glücks.
Vortrag und Diskussion
20.00 KFZ
8 So
Bühne
Gießen
Spieluhr
Vorgestellt. Drei Tanzstücke um die Kindheit
11.00 Stadttheater
Faust – der Tragödie
erster Teil
Produktion des Jugendclubs-Tanz
15.00 und 20.00 taT
Dornröschen
16.00 Kleine Bühne
Der Kuss der Spinnenfrau
Musical
19.30 Stadttheater
Disco/Party
Gießen
Tanzparty
20.30 Astaire’s
Führungen
Gießen
Führung durch
das Mathematikum
14.00 Mathematikum
Konzerte
Gießen
Hába-Quartett und
Lászl Fenyö
Benefizkonzert mit
Stücken von Bach,
Haydn und Schubert
zugunsten der Jugendwerkstatt und Integrationshilfe für Flüchtlingskinder in der
Grundschule
16.00 Uni-Haupt­
gebäude, Aula
Märkte/Messen
Gießen
Sonstiges
Gießen
Sicher und Stark
Selbstbehauptung für
Jungen
10.00 Jokus
Tanzcafé
15.00 Astaire’s
Sport
Gießen
Basketball Pro A
Gießen 46ers – Bayer
Giants Leverkusen
17.00 Sporthalle Ost
Vorträge
Marburg
9. Marburger
Lichtbildfestival
Foto-Workshop –
Reisefotografie
12.00 KFZ
Schweden und
Norwegen – im Norden
Europas.
Vortrag und Diskussion
14.00 KFZ
Zwei nach Shanghai –
mit dem Fahrrad von
Berlin nach Shanghai.
Vortrag und Diskussion
17.00 KFZ
Serengeti
20.00 KFZ
9 Mo
Disco/Party
Gießen
Karaoke
21.00 Irish Pub
Independent tanzbar
21.30 Ulenspiegel
Konzerte
Gießen
Gießener Jazz Big Band
19.00 MuK
10 Di
Disco/Party
Gießen
Affenkammer-Party
22.00 Monkeys
Sonstiges
MotoExpo
Motorrad-Messe
10.00 Hessenhalle
2. Puppen-, Bären- und
Spielzeugmarkt
11.00 Kongresshalle
Gießen
Buseck
Heuchelheim
Antik- und Sammlermarkt
9.00 Sammler- und
Hobbywelt
Mikroorganismen –
Freunde oder Feinde
19.30 Gaststätte
Zum Treppchen
Lachtreff/Yoga
19.30 Familienzen­
trum Bernhard Itzel
Vorträge
Veranstaltungen im Februar
75. Poetry Slam
20.00 KFZ
11 Mi
Bühne
Gießen
Der dickste Pinguin
vom Pol
10.00 taT
Disco/Party
Gießen
Tanzparty
20.30 Astaire’s
Study-Azubi-Night
21.00 Irish Pub
Marburg
tanzbar
19.00 KFZ
Sonstiges
Gießen
Poetry Slam
20.00 Jokus
Vorträge
Gießen
Treue, Verrat und Rache
Die Ehre gotischer
Krieger und die Logik
der Gewalt. Ringvor­
lesung der Forschergruppe Gewaltgemeinschaften
18.15 MargareteBieber-Saal
Lauterbach
Ganz oben Ganz unten
Der Vulkan lässt lesen.
Mit Christian Wulff
20.00 Sparkasse
Oberhessen, Aula
12 Do
Bühne
Gießen
Fratzenfisch
Die MonsterMusicPickelShow
18.00 taT
Alsfeld
Martin Rütter
Comedy.
NachSITZen-Tour
20.00 Hessenhalle
Disco/Party
Gießen
Elektro.House.EDM.
Trap
23.00 Scarabée
Flohmärkte
Lollar
Scheunenflohmarkt
15.00 Alte Schmiede
Ruttershausen
Konzerte
Sport
Konzerte
Gießen
Alsfeld
Gießen
The Roadful & his
Strange Brothers
Blues, Rock, Folk Rock
21.00 Irish Pub
Kicker-Business-Night
Tischkicker-Turnier im
WM-Modus
18.00 Foyer der VR
Bank HessenLand
The Livercheese Booth
Corporation
21.00 Irish Pub
Marburg
Antilopen Gang
HipHop
20.00 KFZ
Sonstiges
Gießen
Flimmerkiste
Der Vorname
20.00 LandgrafPhilipp-Platz
13 Fr
Ausstellungen
Gießen
Ahead! A studio show
Finissage der 3Steps
18.00 Showroom,
Bleichstraße 13
Bühne
Gießen
Der große Gatsby
19.30 Stadttheater
Der Weibsteufel
20.00 taT
Disco/Party
Gießen
Tanzparty
20.30 Astaire’s
Party tanzbar
21.30 Ulenspiegel
Black Sushi
22.00 Admiral
Music Lounge
Gib dem Affen Zucker
22.00 Monkeys
Gothic-Maskenball
22.00 Scarabée
Eurodance 90s Party
22.00 MuK
Flohmärkte
Lollar
Scheunenflohmarkt
15.00 Alte Schmiede
Ruttershausen
Führungen
Schotten
Vorträge
Gießen
Gegenspiel
Literarisches Zentrum.
Stephan Thome liest
19.30 Stadtbibliothek
Marburg
Onno Viets und das
Schiff der baumelnden
Seelen
Welt-Premierenlesung
mit Frank Schulz
20.00 KFZ
14 Sa
Bühne
Gießen
Spieluhr
Drei Tanzstücke um die
Kindheit
19.30 Stadttheater
König Ödipus
Wiederaufnahme. Soloabend mit Martin Gärtner
20.00 taT
Disco/Party
Gießen
Faschingsmuffel-Party
20.00 Astaire’s
Do Not Disturb
22.00 Admiral Music
Lounge
Samstagnacht
im Monkeys
22.00 Monkeys
80s Party
22.00 MuK
Rock of Ages
22.00 Scarabée
Flohmärkte
Gießen
Trödelmarkt
7.00 Rodheimer
Straße
Flohmarkt
10.00 Gießener
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Singleglück
Info:
ritz-naturattraktionen.de
17.30 Hoherodskopf
Buseck
Konzerte
Lollar
Gießen
Fin Gren
Singer-Songwriter
21.00 Irish Pub
Flohmarkt
8.00 Sammler- und
Hobbywelt
Scheunenflohmarkt
10.00 Alte Schmiede
Ruttershausen
Führungen
Grünberg
Schotten
Klonk
Jazzkonzert
20.30 Gasthaus
Zum Bahnhof
Fackelwanderung
Info: ritz-naturattraktionen.de
17.30 Hoherodskopf
Alsfeld
Alsfelder MusikArt
Offenburger Streichtrio
u. Stefan Schilli (Oboe)
20.00 AlbertSchweitzer-Schule
Marburg
Emergenza Festival:
Vorrunde 1
Nachwuchs-Festival
19.30 KFZ
Vorträge
Gießen
Natur ist bunt
Physik im Blick
10.00 WilhelmHänle-Hörsaal
Mathematik
beim Einkaufen
Kindervorlesung
11.00 Mathematikum
DTT Konzerte GmbH präsentiert
GIESSENER
KULTUR
SOMMER
17.07.-09.08.15
ZELTPALAST
AN DER MESSE
UnterderSchirmherrschaftderOberbürgermeisterin
DietlindGrabe-Bolz
17.07. SCHANDMAUL UnendlichTour2015
18.07. PINKFLOYD performedbyECHOES
20.07. THEHOOTERS “35“Live2015
22.07. MARKFORSTER Bauch&KopfTour2015
23.07. DIETERTHOMASKUHN&BAND
Sommernachtstour2015
15 So
30.07. CHINESISCHERNATIONALCIRCUS
Disco/Party
07.08. ABBANIGHT DieSommerpartymitallenHits
Gießen
08.08. GREGORMEYLE
Discofox-Party
20.30 Astaire’s
09.08. DIEZAUBERFLÖTE
Führungen
Gießen
ShanghaiNightsunplugged
02.08. KONSTANTINWECKER
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Marburg
Führung Alltags 1x1
11.00 Mathematikum
Konzerte
Wettenberg
Reine Freude
Mit dem Cellist
Istaván Várdai
und der
Kronberg Academy
17.00 ev. Kirche
Wißmar
Vorträge
Gießen
Mein Leben mit
Migrationshintergrund
Erzählcafé mit
Ömer Gütmen
11.00 ZiBB
16 Mo
Ausstellungen
Gießen
Der Goethe-Bund in
Gießen
Eröffnung. Das bürger­
liche Kulturleben in der
Weimarer Republik und
im Dritten Reich
18.00 Stadtbibliothek
Dirk Großhaus
Maler- und Lackierermeister
Geprüfter
Restaurator
im Maler- und
Lackiererhandwerk
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Veranstaltungen im Februar
Disco/Party
Konzerte
Vorträge
Vorträge
Gießen
Gießen
Gießen
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Independent tanzbar
21.30 Ulenspiegel
5. Sinfoniekonzert
Mit dem Philharmonischem Orchester
20.00 Stadttheater
Der Totenberg
bei Treis an der Lumda
Vortrag von Volker Hess
20.00 Altes Schloss,
Netanya-Saal
Claude Monet
15.30 Altes Schloss,
Netanya-Saal
Laubach
Coverband EVE
19.33 DGH Münster
Vorträge
Marburg
Sonstiges
9. Marburger
Lichtbildfestival
Die Kanaren.
Vortrag und Diskussion
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Regionalentscheid des
Vorlesewettbewerbs für
Förderschüler
Literarisches Zentrum
13.00 KiZ,
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23.00 Scarabée
Michael Kohlhaas
Kostprobe
20.00 taT
Lollar
Flohmärkte
Gießen
Scheunenflohmarkt
15.00 Alte Schmiede
Ruttershausen
Tanzparty
Konzerte
Gießen
20.30 Astaire’s
Affenkammer-Party
22.00 Monkeys
Study-Azubi-Night
21.00 Irish Pub
Wünschen Sie Ihre
Veranstaltung im
Bühne
Gießen
Disco/Party
Disco/Party
19 Do
streifzug
Schreiben Sie bis zum 16. Februar per E-Mail an:
streifzug@giessener-allgemeine.de
Die Auswahl obliegt der Redaktion. Für die Richtigkeit
der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.
Gießen
Theater unterwegs
Mit Bläserquintett
13.00 Rathaus
Märkte/Messen
Gießen
BAUExpo
Bauen, Wohnen,
Renovieren, Gartenund Landschaftsgestaltung sowie Energie
10.00 Hessenhalle
20 Fr
Gib dem Affen Zucker
22.00 Monkeys
Marburg
Electro Swing
Revolution Vol. 4
20 Jahre Swing trifft auf
Electro
23.00 KFZ
Bühne
Flohmärkte
Gießen
Lollar
Ein geträumtes Leben
Lyrik und Prosa –
Foyer um fünf
17.00 Stadttheater
Perve
The Keller Theatre
19.30 Kleine Bühne
Die Schmachtigallen in
Spiel des Lebens
Kabarettistisches Spiel
19.30 Stadttheater
Tschick
20.00 taT
Scheunenflohmarkt
15.00 Alte Schmiede
Ruttershausen
Buseck
Wenn Engel lachen
Reformatorisches
Kammer-Musical.
Die Liebesgeschichte(n)
der Katharina von Bora
18.00 Kulturzentrum
am Schlosspark
Disco/Party
Gießen
Tanzparty
20.30 Astaire’s
Party tanzbar
21.30 Ulenspiegel
Tattoos and High Heels
22.00 Admiral
Music Lounge
Konzerte
Gießen
Gelon
21.00 Irish Pub
Policemen
22.00 Scarabée
Grünberg
Tony lakatos Trio
Jazzkonzert
20.30 Gasthaus
Zum Bahnhof
Lich
Poppy Ackroyd
artist s view –
das Konzert
zum Film
20.00 Kino
Traumstern
Marburg
Anette Askvik
Norwegischer Folk
20.00 KFZ
Wetzlar
André Rieu &
Orchester
Der Walzerkönig mit
neuem Programm
20.00 Rittal-Arena
Märkte/Messen
Gießen
BAUExpo
10.00 Hessenhalle
21 Sa
08.03.15 | BÜRGERHAUS |BUTZBACH
12.03.15 | GALLUSHALLE | GRÜNBERG
Tickets ab sofort frei Haus auf www.resetproduction.de, unter 0365 - 5481830, Tickets ab versandkostenfrei auf www.
resetproduction.de und unter 0365 - 5481830, in der Geschäftsstelle der Butzbacher Zeitung für Butzbach, in der Buchhandlung Reinhard für Grünberg sowie an allen bekannten VVK-Stellen der Region.
30 streifzug 2/2015
Bühne
Gießen
Linda di Chamounix
Oper in
italienischer Sprache
mit deutschen
Übertiteln
19.30 Stadttheater
Erklärt Pereira
Theaterfassung von Didier Bezace
20.00 taT
Disco/Party
Gießen
Tanzparty
20.00 Astaire’s
Subculture Clash-Party
21.30 AK44
Nightwax
22.00 Admiral
Music Lounge
Samstagnacht
im Monkeys
22.00 Monkeys
Techno-Party
23.00 MuK
Rock of Ages
22.00 Scarabée
Flohmärkte
Gießen
Trödelmarkt
7.00 Rodheimer
Straße
Flohmarkt
10.00 Gießener
Straße 19
Buseck
Flohmarkt
8.00 Sammler- und
Hobbywelt
Lollar
Scheunenflohmarkt
10.00 Alte Schmiede
Ruttershausen
Führungen
Gießen
Führung
11.00 Mathematikum
Konzerte
Gießen
Reinhold Meiners
Liedermacher
21.00 Irish Pub
Marburg
Emergenza:
Vorrunde 2
19.30 KFZ
Märkte/Messen
Gießen
BAUExpo
10.00 Hessenhalle
Alsfeld
Antik-,
Sammler & Trödelmarkt
9.00 Hessenhalle
Wetzlar
23. Kreativer
Ostermarkt
13.00 Stadthalle
Sonstiges
Gießen
Naive Malerei
mit Henri Rousseau
Workshop für Kinder
von 8 bis 12 Jahren
11.00 Altes Schloss,
Oberhessisches
Museum
Sport
Gießen
Basketball Pro A
Gießen 46ers –
Team Ehingen Urspring
20.00 Sporthalle Ost
Veranstaltungen im Februar
22 So
23 Mo 25 Mi
Bühne
Disco/Party
Disco/Party
Gießen
Gießen
Gießen
Wie Ida einen
Schatz versteckt und
Jakob keinen findet
11.00 taT
Frau Müller muss weg
19.30 Stadttheater
Smart Reality (UA)
Tanzabend
20.00 taT
Karaoke
21.00 Irish Pub
Independent tanzbar
21.30 Ulenspiegel
Tanzparty
20.30 Astaire’s
Study-Azubi-Night
21.00 Irish Pub
Konzerte
Marburg
Disco/Party
Gießen
Tanzparty
20.30 Astaire’s
Konzerte
Gießen
5 vor Blech
2. Kammerkonzert
11.00 Stadttheater
Grünberg
Catherine Gordelad
Klaviermusik
18.00 Barfüßerkloster
Frei sein
Konzert und Lesung mit
Vaile Fuchs
20.00 Barfüßer­kloster
Märkte/Messen
Gießen
BAUExpo
10.00 Hessenhalle
Gießen
Klassikkonzert
Mit Susanna
Yoko-Henkel (Violine)
u. Milana Chernyavska
(Klavier)
20.00 Rathaus,
Konzertsaal
Sonstiges
Marburg
Poetry Slam Spezial
Lars Ruppel und
Sebastian 23 sind
Die Erzfreunde
20.00 KFZ
Sonstiges
Tanzcafé
15.00 Astaire’s
Darkdinner
17.30 Gaststätte
Jhrings
Schotten
Tischlein Deck Dich
Vulkanische
Gaumenfreuden
Grüner Salon
Grebenhain
Vorträge
Gießen
Mein gutes Leben auf
vier Rädern
Internationales Erzählcafé mit Christine Stapf.
Im Alter von 13 Jahren
musste sie ihre
Rollschuhe gegen einen
Rollstuhl tauschen
11.00 ZiBB
Gießen
Das Pubertier
Der Vulkan lässt lesen.
Mit Jan Weiler
20.00 Sparkasse
Oberhessen, Aula
Perve
Keller Theatre
19.30 Kleine Bühne
Wir lieben und wissen
nichts
20.00 taT
Gießen
Frau Müller muss weg
Theater unterwegs
19.30 Gesamtschule
Gießen-Ost
Der Hauptmann von
Köpenick
HinterHofTheater.
Zusatztermin
zugunsten der
Lebenshilfe Gießen
20.00 Miller Hall
Michael Kohlhaas
20.00 taT
Konzerte
Marburg
Nick Parker & The False
Alarms
21.00 Molly Malones
Sonstiges
Gießen
Lachtreff/Yoga
19.30 Familienzen­
trum Bernhard Itzel
Vorträge
Gießen
Wir impfen nicht!
Kommunales Kino –
Filmvorführung und
Gespräch:
Ebola-Pandemie-Gefahr?
19.00 Jokus
Weit fliegen oder tief
tauchen
Aktuelle Arbeiten zur
Ökologie von
Seevögeln
19.30 HermannHoffmann-Akademie
HDAV-Live-Reportage
Laos und Kambodscha
– Abenteuer Mekong
20.00 Kongresshalle
Wanderungen durch
irisch-literarische
Landschaften
Lichtbildervortrag mit
Eckhard Ladner
15.30 Altes Schloss,
Netanya-Saal
Lauterbach
Gießen
Affenkammer-Party
22.00 Monkeys
Vorträge
Gießen
27 Fr
Bühne
Disco/Party
Etta Scollo –
Scollo Con Cello
Duo mit Pop bis Lyrik,
von Jazz bis Folklore
20.00 KFZ
Ferien in Nordkorea
Christian Eisert
liest aus
»Kim & Struppi«
19.30 Thalia
Bühne
Antik-,
Sammler & Trödelmarkt
9.00 Hessenhalle
Gießen
Gießen
26 Do
Gießen
23. Kreativer
Ostermarkt
11.00 Stadthalle
Vorträge
24 Di
Alsfeld
Wetzlar
30plus-Party
19.00 KFZ
Marburg
Schlitz
Evolution mit Vince
Ebert
Vogelsberger
Gipfel Kabarett
20.00 Schloss
Hallenburg
Bühne
Disco/Party
Gießen
Tanzparty
20.30 Astaire’s
Party tanzbar
21.30 Ulenspiegel
Battle of Cologne
22.00 Admiral
Music Lounge
Gib dem Affen Zucker
22.00 Monkeys
Voodoo You Love?!
Funk, Soul, Stoner
Rock, Psychedelic Rock
22.00 Scarabée
Flohmärkte
Lollar
Scheunenflohmarkt
15.00 Alte Schmiede
Ruttershausen
Disco/Party
Konzerte
Gießen
Gießen
Elektro.House.EDM.
Trap
23.00 Scarabée
Tulum Muzika
Roma-Lieder
19.00 ZiBB
Festival of the Proms
Benefiz-Reihe des
Rotary Hilfsfonds
Gießen. Zwischen
Klassik und Pop mit
dem Orchester und
Chor der Liebigschule
sowie Solisten
19.30 Stadttheater
AfroKunda Akustik-Trio
20.00 Vitos-Klinik
Andreas Strott
Acoustic Sounds
21.00 Irish Pub
Flohmärkte
Lollar
Scheunenflohmarkt
15.00 Alte Schmiede
Ruttershausen
Konzerte
Gießen
Contrast Trio
Lyrische Passagen,
imaginäre Soundtracks,
energiegeladener
Jazz
20.30 Ulenspiegel
Tobi Wessel
Acoustic-Rock,
Blues und Balladen
21.00 Irish Pub
Grünberg
Contrast Trio
Jazzkonzert
20.30 Gasthaus
Zum Bahnhof
Märkte/Messen
Flohmärkte
Alsfeld
Gießen
Jagdmesse
Jagen-Reiten-FischenOffroad
9.30 Hessenhalle
Trödelmarkt
7.00 Rodheimer
Straße
Flohmarkt
10.00 Gießener
Straße 19
28 Sa
Buseck
Flohmarkt
8.00 Sammler- und
Hobbywelt
Bühne
Gießen
Rumpelstilzchen
Märchen
16.00 Kleine Bühne
Crazy Broadway 2
Musical-Hommage
19.00 Astaire’s
Perve
Keller Theatre
19.30 Kleine Bühne
Spieluhr
Drei Tanzstücke um die
Kindheit
19.30 Stadttheater
Olaf Schubert & seine
Freunde
SO! – der Mann mit seinem kariertem Pullunder
20.00 Kongresshalle
Da kommt noch wer
Oper
20.00 taT
Wetzlar
Bülent Ceylan
Comedy. Zusatzshow
aufgrund der sensationellen Nachfrage
19.00 Rittal Arena
Disco/Party
Gießen
Tanzparty
20.00 Astaire’s
Leonardo Aquino
22.00 Admiral
Music Lounge
IndieFresseParty
22.00 Monkeys
Rock of Ages
22.00 Scarabée
Lollar
Scheunenflohmarkt
10.00 Alte Schmiede
Ruttershausen
Konzerte
Gießen
Singen... macht Freude
Barbara Yeo-Emde mit
FIlmmusik, Opernarien
und Musicalklängen
19.00 Vitos-Klinik
Frozen Kilt
Rock, Rhythm´n´Blues
& Bluesrock
21.00 Irish Pub
Lauterbach
Metalnacht
Mit Crossplane, Cycle
Beating und Dimeless
20.00 Crown
Märkte/Messen
Alsfeld
Jagdmesse
Jagen-Reiten-FischenOffroad
9.30 Hessenhalle
Sonstiges
Gießen
Kunterbunt gemalt und
mit Sonne erstrahlt
MuSEHum. Workshop
für Kinder bis 9 Jahren
11.00 Altes Schloss,
Oberhessisches
Museum
streifzug
Magazin für Stadt und Landkreis Gießen
März-Ausgabe
› Erscheinungstermin: 25. Februar 2015
› Anzeigenschluss: 12. Februar 2015
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2/2015 streifzug 31
Veranstaltungen im Februar
Hilfe fürs Hirn
Der andere Freigeist
Passwörter sind ein leidiges Thema. Hinreichend sicher
sind sie nur, wenn man für jede Anwendung ein anderes
nutzt. Immerhin gibt es Software, die das Leben mit den
Codes erleichtert. Allerdings speichern die Anwendungen die
Passwörter. Und was gespeichert wird, kann auch gestohlen werden.
Doch nun gibt es einen vielversprechenden neuen Ansatz namens
»Master Password«, bei dem die Passwörter nicht gespeichert werden
müssen. Jedes Passwort wird bei Bedarf einfach offline neu generiert.
Aus einem Algorithmus, einem Master-Passwort, dem Namen des
Nutzers und dem Namen der Seite oder des Dienstes. Man muss sich
also nur ein Master-Passwort merken, den eigenen Namen sollte man
nicht vergessen und das Schema,
nach dem man die Seitennamen angibt. Also als ganze Adresse, als Wort
mit Groß- und Kleinschreibung oder
nur klein geschrieben. Soll oder
muss das Passwort geändert werden,
wird einfach nur beim betroffenen
Passwort-Eintrag der sogenannte
Zähler erhöht. Bisher gibt es die App
nur für iOS, doch Android ist in der
Mache.
bf
Alle wollen die Libertines. Nach rund zehn Jahren Pause
soll es in diesem Jahr auch eine neue Platte geben. Sofern
denn Pete Doherty in der Bahn bleibt. Was aber gerne vergessen wird: Mit Carl Barât war der zweite geniale Kopf der
Band nie so richtig verschwunden. Mit den Jackals bringt er
Mitte Februar nun ein neues Album namens »Let It Reign«
heraus. Die Entstehungsgeschichte ist eine besondere: »Ich
habe dieses Album ursprünglich als reines Soloalbum begonnen«, sagt Barât und ergänzt: »Doch irgendwann habe
ich meine Gesellschaft nicht mehr ertragen.« Also suchte er
via Internet nach Musikern, die ihn unterstützen wollten. Tausende
meldeten sich, wurden gecastet, einige schafften es letztlich in die Band.
Nun soll »Let It Reign« natürlich nicht
nach den Libertines klingen, doch Carl
Barât mischt wieder Glamrock, Britpop und Punk der späten 1990er Jahre. Ein bisschen weniger rotzig. Ein
paar geniale Momente weniger. Aber
definitiv eine gute Platte, um die Zeit
bis zum neuen Album der Libertines
zu überstehen. fd
Einziger Hesse in Springfield
Er brachte Homer den Handkääs und Springfield den Schobbe. Bobby von Schwanheim
hat die »Simpsons« das Hessische gelehrt.
Rund ein Vierteljahrhundert ist es her, dass
er den Fernseher anschaltet und – damals
noch im ZDF – zum ersten Mal eine Familie
sieht, die schon bald zu den bekanntesten des Planeten zählen
soll: Die »Simpsons« stecken
noch in den Kinderschuhen, doch
der Frankfurter ist hin und weg.
»Seit es sie gibt, bin ich dabei«,
erinnert er sich. Damals wurde
die gelbe Zeichentrickfilmfamilie
von vielen als Kinderfernsehen
abgetan. Bekanntlich ist die Sendung inzwischen die langlebigste
Hauptabendserie der amerikanischen Geschichte und eines der
erfolgreichsten TV-Formate der Welt. Dabei
waren sie ursprünglich lediglich als Pausenfüller für die zeitweise recht beliebte »Tracey Ullman Show« auf Fox gedacht.
Heute, etwa 25 Jahre sind inzwischen seit
den ersten Episoden vergangen, ist von
Schwanheim der wohl einzige Hesse, der
selbst »simpsonifiziert« wurde: Die Macher
der Serie haben eine Figur nach seinem Vorbild gemalt. Ȇberhaupt bin ich einer der
wenigen Deutschen, die es überhaupt zu
den ›Simpsons‹ geschafft hat, ohne zuvor im
Dschungelcamp oder sonst irgendwie halbwegs prominent gewesen zu sein.«
32 streifzug 2/2015
Einerseits eine große Ehre. Andererseits
auch fast schon eine Selbstverständlichkeit.
Immerhin gehört der Frankfurter fast zur Familie. Unter dem Titel »Fer Simbel« hat er
zwei Comics ins Hessische übersetzt. Im
ersten eröffnet Homer mit seinen Freunden
eine Kneipe »Die Schobbepetzer«
und macht damit Moe Konkurrenz. Im zweiten fallen dem Familienvater »Intelligenzpillen« in die
Hände. Das kann natürlich nicht
gut gehen. Und ganz nebenbei
wird auch noch aufgeklärt, welcher Bewohner Springfields »de
Orischinal-Bembel vom Heinz
Schenk aus em Blaue Bock« sein
Eigen nennt.
»Es ist nicht ganz leicht, das amerikanische Spießbürgertum ins
Hessische zu übertragen«, sagt Bobby von
Schwanheim zur Entstehungsgeschichte.
»Allerdings machen wir das mit unserer
Band Reimtext bereits seit vielen Jahren:
Südstaatenmusik aus Südhessen.« Die Arbeit von Reimtext blieb wohl auch bei Panini Comics nicht unbemerkt, sodass eines
Tages das Telefon des Frankfurters läutete:
»Sie wollten in vier Wochen eine Übersetzung. Das war natürlich Wahnsinn. Also habe ich mir einen Bembel gefüllt, mich eingelesen und bin in eine Trance verfallen.
Danach hat Homer gebabbelt.« Nicht nur
Schobbe und Handkääs finden in »Fer Sim-
bel« einen Platz, sondern
auch allerlei politische
Unkorrektheiten: »Das
ist an den ›Simpsons‹ ja
das Schöne. Aber die
Übersetzung ins Deutsche ist
oft zu brav. Da trifft es das Hessische viel
besser«, meint der Frankfurter.
Einen persönlichen Liebling bei den »Simpsons« hat von Schwanheim natürlich auch:
Moe. »Als Musiker habe ich eine gewisse
Affinität zu Wirten. Von diesen leicht depressiven und leicht schrulligen Figuren mit
dem ausgeprägten Geschäftssinn kenne ich
einige.« Die gibt es heute in Frankfurt genauso wie vor einem Vierteljahrhundert in
den USA.
Nun ist bei den »Simpsons« übrigens Staffel
26 unter Dach und Fach. Zwar ist von den
13,4 Millionen Haushalten, die in der ersten
Staffel in den USA zuschauten, nur noch gut
die Hälfte übrig. In Deutschland schalten
knapp zwei Millionen Zuschauer die Erstausstrahlungen ein. Diese Zahlen sind aber
immerhin stabil – und für die meisten Serien auch heute noch ein eher unerreichbarer
Traum.
fd/dpa
///
Matt Groening, Bill Morrison, Bobby von
Schwanheim: »Die Simpsons auf
Hessisch«, Panini Comics, 56 Seiten,
ISBN 978-3-862-01664-8.
Fotos: Sven Stinn
Milky Chance trifft Mendelssohn
Milky Chance aus Kassel sind die Senkrechtstarter der deutschen Musikszene.
Ihre Songs, in denen die zwei Musiker Songwriting-Elemente mit elektronischen Sounds
paaren, laufen im Mainstream-Radio, heben sich aber vom Gedudel ab. Dass sie
nun Gast beim »Music Discovery Project« des hr-Sinfonieorchesters sind, ist Zeichen der
Wertschätzung.
beiden Musiker, eine eigene Plattenfirma zu
gründen: Lichtdicht Records. Hier können sie
ihr Ding machen.
Beim gemeinsamen Projekt mit dem hr-Sinfonieorchester um den amerikanischen Dirigenten Evan Christ wollen Rehbein und
Dausch ein multimediales, grenzüberschreitendes Konzert spielen, musikalische Stile
verschmelzen und so einen neuen Klang
kreieren. Dabei wollen sich die Beteiligten
mit ausdrucksstarken musikalischen Werken
auseinandersetzen. Im Mittelpunkt stehen
diesmal Orchesterstücke von Mendelssohn
bis Ives und Beethoven bis Piazzolla, die auf
die charakteristischen Songs von Milky
Chance treffen. Zu der Kooperation mit dem
Hessischen Rundfunk waren Rehbein und
Dausch gekommen wie die Jungfrau zum
Kind. Beim Soundcheck vor einem ihrer
Konzerte in Frankfurt sei eine Mitarbeiterin
des hr auf sie zugekommen und habe ihnen
von dem Projekt erzählt. »Wir haben uns
tierisch gefreut, dass wir gefragt wurden«,
sagt Rehbein in einem Interview. Sie hätten
in der Schule den Leistungskurs in Musik
belegt und in den vergangenen Jahren viel
mit Klassik und Orchestermusik zu tun gehabt. Vor der Aufgabe hätten die Musiker
durchaus Respekt – aber keine Angst. Denn
es reize sie, mit einem Orchester auf der
Bühne stehen zu können. »Es ist doch Neuland, und ich glaube, das Gefühl ist überwältigend.«
Kays Al-Khanak
///
Das Konzert am 28. Februar kann im
Livestream erlebt werden. Einfach im Internet
www.you-fm.de ansteuern.
Milky Chance bringen ihren
Sound mit Klassikwerken
zusammen.
Foto: hr/Holger Jenss
Was haben Milky Chance, Nena, Lou Bega,
die Scorpions und Cascada gemeinsam? Sie
standen mit ihren Platten in den US-Charts.
Dass das nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal sein muss, kann man anhand einiger der
genannten Musiker ablesen. Man könnte es
aber auch anderes sehen: Milky Chance
waren mit ihrer Platte »Sadnecessary« in den
US-Charts vertreten, obwohl sie musikalische
Qualität mitbringen. Ihre Songs kommen an,
laufen im Radio auf und ab. Zwischenzeitlich spielten Sender die Singles parallel. Ihr
Hit »Stolen Dance« ist ein typischer Song der
Hessen: Im Herzen ein Singer/SongwritingStück mit einer Mando-Diao-GedächtnisStimmfärbung im Refrain, gäbe es da nicht
den elektronischen Beat, der für die Massentauglichkeit jenseits von Liebhabern des Jungen oder des Mädchens mit der Gitarre sorgt.
Clemens Rehbein und Philipp Dausch
haben ihren Erfolg keiner Plattenfirma zu
verdanken, sind kein gezielt gestreutes
Produkt für eine bestimmte Zeit auf dem Musikmarkt. Sie scheinen auch kein vorübergehendes Phä­nomen zu sein wie viele andere
Bands und Solokünstler, die im Netz entdeckt wurden und schnell von sich reden gemacht haben. Dazu haben sie ihren eigenen
Stil gefunden – und damit eine Art Alleinstellungsmerkmal. Rehbein hatte die Songs von
Milky Chance einst ins Internet gestellt, um
sie seinen Freunden zugänglich zu machen.
Mit den in die Höhe schnellenden Klickzahlen kamen Majorlabels und wollten das Duo
unter Vertrag nehmen. Doch das hätte das
Ende ihrer Unabhängigkeit bedeutet. Zusammen mit drei Freunden entscheiden sich die
2/2015 streifzug 33
Am Main
Übersinnlicher
Handwerker
Wenn Thorsten Havener PINs errät oder weiß, wohin sein Kandidat aus dem Publikum als
Nächstes in den Urlaub fährt, dann ist das keine Magie, sondern Handwerk.
Anstoß dafür gab ein trauriges Ereignis. Der Mann, der das Lesen der menschlichen
Körpersprache fließend beherrscht, kommt am 5. Februar in die Frankfurter Jahrhunderthalle.
»Wie hat er das denn jetzt schon wieder gemacht?« Auf diese Frage gibt Thorsten Havener seinem Publikum am Ende seiner Show
keine Antwort. Wäre ja auch zu komisch,
wenn ein Magier seine besten Tricks verraten
würde. Aber ein Magier impliziert Zauberhaftes, Übersinnliches, Fantastisches. Und
das ist etwas, das Havener eben nicht darstellt und darstellen will. Sein Geheimnis: Er
schaut einfach genauer hin als andere. Jede
Geste interpretiert er – selbst die, die unterlassen wird. »Körperlesen« nennt Havener
das: Wohin zeigen die Füße? Hat die Augen-
braue gezuckt? Was sagt dieses Lächeln aus?
Also nichts mit Gedankenlesen? In einem Interview mit der »Frankfurter Allgemeinen
Zeitung« erzählt Havener, er habe sich viel
mit Methoden der Entspannung, Hypnose,
Körpersprache und Aufmerksamkeitslenkung
beschäftigt. Er könne Menschen eben gut
einschätzen.
Dabei hatte gerade die Magie den ersten Anstoß für Haveners große Leidenschaft gegeben – anlässlich eines traurigen Ereignisses.
Im April 1986 sprang sein Bruder mit einem
Fallschirm ab und verunglückte dabei töd-
lich. Unter den Dingen, die er zurückließ,
fanden sich auch Zauberutensilien. Diese
nahm Havener an sich – und entdeckte so
die Welt der Magie für sich. Er trat erst auf
kleinen, dann immer öfter auf größeren Bühnen auf. Seine Vorbilder: Siegfried und Roy
mit ihrer Tiger-Show in Las Vegas.
Doch zuerst ist Haveners Weg ein vernünftiger: Er studiert, wird Dolmetscher für Englisch und Französisch. Als Austauschstudent
in Amerika dann gibt es ein zweites, einschneidendes Erlebnis für ihn: Als Dolmetscher achtet er irgendwann einmal nicht
Veranstaltungen in Frankfurt
Sonntag, 1. Januar
Dienstag, 3. Februar
Freitag, 6. Februar
Ja, ich will
Johanna Borchert
Dietrich Faber
Sein Heiratsantrag klingt so romantisch wie
eine Produktbeschreibung bei Obi und fürs
Kuscheln gibt’s einfach keine freien Termine
mehr. Pärchen-Comedy aus Stuttgart.
➛➛ 18.00 Die Käs
Montag, 2. Februar
Alex Clare
Mit seinem Song »Too Close« schaffte er vor
drei Jahren den Durchbruch mit einem
Sound, der Dubstep und Soul mischt. Über
allem steht aber die ungewöhnliche Stimme
des Musikers und seine intensive Nähe zum
Publikum.
➛➛ 20.00 Batschkapp
Zoot Woman
Die derzeit ordentlich gehypten Briten um
Stuart Price liefern als Zoot Woman Reminiszenzen an den großen Synth Pop der 1980er
Jahre.
➛➛ 21.00 Zoom
34 streifzug 2/2015
Sie gilt als das Ereignis der deutschen JazzSzene: Johanna Borchert hat Mut, mit Pop zu
flirten, dem Songwriting schöne Augen zu
machen, bleibt aber immer dem Jazz treu.
➛➛ 20.00 Brotfabrik
Monster Magnet
Es scheint so, als seien die Jungs um Dave
Wyndorf im falschen Jahrzehnt geboren. Die
1970er Jahre wären für die Rocker alter Schule wohl eher perfekt gewesen. Na ja, als Zeitreisende im Dienste der bratenden Gitarre
sind sie heute noch gut zu gebrauchen.
➛➛ 20.00 Batschkapp
Donnerstag, 5. Februar
Hennes Bender
Dieser Mann braucht keine Pyroshow. Er ist
selbst eine. Hennes Bender – und wie ihn die
Welt wütend macht.
➛➛ 20.00 Die Käs
Die Show zum Bröhmann-Buch »Tote Hunde
beißen nicht« in Frankfurt. Während das
Buch irgendwo zwischen Krimi und Komödie
wandelt, setzt das Bühnenprogramm von
Dietrich Faber fast ausschließlich auf Humor.
Gut so.
➛➛ 20.00 Die Käs
Dienstag, 10. Februar
Grant Nicholas
Der Leadsänger der walisischen Rockband
Feeder auf Solopfaden.
➛➛ 20.00 Brotfabrik
Mittwoch, 11. Februar
Shadowland
Menschenfresser, Elefanten und Würmer bevölkern die Bühne – und bestehen eigentlich
nur aus Licht und Schatten. Wenig beeindruckend? Von wegen.
➛➛ 20.00 Alte Opfer
nur darauf, was jemand sagt, sondern wie.
Er habe sich einfühlen können, sagt Havener im besagten Interview. »Ich wusste,
jetzt macht er gleich einen Witz, jetzt kommen die Zahlen.«
Havener hat sich mit seiner Gabe mehrere
Standbeine geschaffen. Er schreibt Bücher,
hatte eine eigene TV-Sendung, arbeitet als
Berater und Trainer für besondere Berufe –
und geht auf Tour. »Meine Leidenschaft ist
das Entertainment«, sagt der Gestendeuter,
der als erster Deutscher die Magierikone
David Copperfield interviewte. »Ich will,
dass die Leute nach der Show sagen: ›Ich
weiß zwar nicht, was es war, aber es hat
mir einen Riesenspaß gebracht.‹« Und
wenn sie am nächsten Tag mehr auf die
nonverbalen Signale ihrer Mitmenschen
achteten – umso besser. Vielleicht bestehen
die Zuschauer dann in Zukunft beim Date
auf einen Glastisch, um die Beine des anderen besser im Blick zu haben. Oder sie
gucken genau hin, ob das Auge zuckt,
kneift, sich die Pupillen weiten, und und
und. Kays Al-Khanak
Schau mir in die Augen,
Kleines! Thorsten Havener
liest Körpersprache wie
andere Bücher.
Foto: Agentur
///
Mit seinem Programm »Der KörperspracheCode« zeigt er eine aktualisierte Fassung
seiner Erfolgsshow »Ich weiß, was du
denkst«. Los geht’s um 20 Uhr in der Frankfurter Jahrhunderthalle.
Findus
Rockmusik ohne Effekthascherei und Eitelkeiten.
➛➛ 20.00 Das Bett
Freitag, 13. Februar
I am not a Band
Der Brückenschlag von klassischer und elektronischer Musik gelingt den beiden Berlinern.
Sie schaffen es, Melancholie tanzbar zu machen.
➛➛ 20.00 Das Bett
Sonntag, 15. Februar
Dominique Horwitz
Der Charakterschauspieler mit den markanten Ohren singt Lieder von Jacques Brel. Musikalisch unterstützt wird er von der Württembergische Philharmonie Reutlingen.
➛➛ 17.00 Alte Oper
2013 geprägt. Babo bedeutet Chef. Nun hat
der Rapper unter anderem sein neues Album
»Russisch Roulette« im Gepäck.
mit seiner Band auf den Broadway. Kann
nicht schiefgehen, denn da gehört er hin.
➛➛ 20.00 Batschkapp
Black Label Society
Dienstag, 17. Januar
Die spanische Fliege
Das Leben eines Senffabrikanten gerät nach
einer Affäre aus den Fugen.
➛➛ 20.00 Fritz-Rémond-Theater
Freitag, 20. Februar
Rachel Yamagata
➛➛ 20.00 Alte Oper
Gitarren-Ikone Zakk Wylde kehrt mit seiner
15 Jahre alten Heavy-Rock-Band nach
Deutschland zurück.
➛➛ 20.00 Batschkapp
Freitag, 27. Februar
Music Discovery Project
Die Sängerin und Klavierspielerin mit japanischen Wurzeln spielt Musik, die in romantischen US-Komödien und -Serien liebend gerne verwendet wird.
Das hr-Sinfonieorchester und Pop? Warum
nicht: Bei diesem Projekt lädt das Orchester
international bekannte Musiker und Bands
ein. Diesmal ist es Milky Chance.
➛➛ 20.00 Jahrhunderthalle
➛➛ 20.00 Brotfabrik
Samstag, 28. Februar
Dienstag, 24. Februar
Haftbefehl
Götz Alsmann & Band
Dieser Mann hat mit seinem Songtitel »Chabos wissen, wer der Babo ist« das Jugendwort
Der letzte Gentleman-Entertainer und ewige
Mitbewohnersucher Götz Alsmann wagt sich
Don Quichote
Der Mann von La Mancha zu Gast am Palmengarten.
➛➛ 19.30 Papageno Musiktheater
2/2015 streifzug 35
Foto: Fotolia
Chancen im Scheitern
Der Studienabbruch als Ende der beruflichen Karriere:
Das war einmal in Deutschland. Heute haben Abbrecher nicht nur
zahlreiche Anlaufstellen, sondern mindestens ebenso viele Chancen.
Einige werden von Arbeitgebern sogar gesucht.
Seit elf Semestern ist er bereits eingeschrieben.
Eigentlich lief alles ganz okay, bis ihn eine persönliche Krise aus der Bahn warf. Nun kann er sich eine
Zukunft als Lehrer nicht mehr vorstellen. Bei ihr ist
die Sache anders: Gerade einmal wenige Monate ist
sie Studentin der Lebensmitteltechnologie. Nach wenigen Wochen war ihr bereits klar, dass das Studium
ihren Vorstellungen so überhaupt nicht entspricht.
Doch sie hat Angst vor dem Stempel: Abbrecher.
»Es sind nicht gerade wenige Menschen, die über
einen Studienabbruch nachdenken«, sagt Petra
Rothhardt vom Hochschul-Team der Agentur für
Arbeit. Eine wichtige Nachricht für die Studenten,
die zu ihren Informationsveranstaltungen oder in die
Beratungsgespräche kommen: Sie sind nicht allein
mit ihren Sorgen. Bundesweit wird die Zahl der
Studien­abbrecher jährlich auf 100 000 geschätzt. Bei
Bachelor-Studenten liegt die Abbrecherquote nach
caMpuS
Daten des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung bei über
20 Prozent. Exakte Zahlen liegen weder
der Technischen Hochschule Mittelhessen
noch der Justus-Liebig-Universität vor.
Exmatrikulationen könnten schließlich unterschiedliche Gründe haben. Der erfolgreiche Abschluss natürlich, ebenso ein einfacher Wohnortwechsel. »Es gibt jedoch
Fächer in den technischen und naturwissenschaftlischen Bereichen, da ist die Abbrecherquote höher«, erklärt Dr. Eva Gros
von der Zentralen Studienberatung der Justus-Liebig-Universität. Vor allem wird es
den Studierenden in diesen Fächern durch
die Prüfungsdichte schneller bewusst, wenn
sie sich in Wahrheit gar nicht so sehr für
das Fach interessieren. Prinzipiell gilt jedoch: »Es gibt in eigentlich jedem Studiengang gewisse Teile, für die sich ein Student
vielleicht nicht interessiert«, erklärt beim
Hochschul-Team der Agentur für Arbeit
auch Christine Schramm-Spehrer.
Die Gründe für einen Abbruch sind jedoch
breit gefächert. Oft spielen familiäre Probleme oder Krankheit eine Rolle. Auch Leistungsdruck und Prüfungsangst werden in
den Informationsveranstaltungen und den
Beratungsgesprächen thematisiert.
Ebenso Fragen der Studienfinanzierung. Mit
solchen beschäftigt sich Gabriele SchäferKühn vom Studentenwerk Gießen: »Bevor
sich Studenten entscheiden, aus finanziellen
Gründen ihr Studium abzubrechen, sollten
sie sich bei uns melden. Vielleicht können
wir eine Lösung finden«, sagt sie.
Ist die Entscheidung für einen Abbruch allerdings einmal gefällt, gilt es, den neuen
Weg mit den persönlichen Interessen in
Einklang zu bringen. »Manchmal ergibt es
Sinn, etwas neues bei null anzufangen,
auch wenn dabei im Zweifel nichts anerkannt wird von dem, was während des ersten Studiums bereits geleistet wurde«,
macht Petra Rothhardt Mut zu einem Neustart und erklärt: »Wirklich herauszufinden,
was einem selbst liegt, ist oft harte Arbeit.«
Neben Praktika, soll es denn in Richtung
Ausbildung und Beruf gehen, rät die Berate-
rin aus dem Hochschulteam der Agentur für
Arbeit, wenn ein neues Studium angedacht
ist, zu einem vorzeitigen Besuch in entsprechenden Vorlesungen: »Die meisten Dozenten haben nichts dagegen, wenn man
auf diesem Weg hineinschnuppern will.«
Zudem bieten sowohl die beiden großen
heimischen Hochschulen als auch die
Agentur für Arbeit studienfeldbezogene
Tests an. Ziel ist eine Antwort auf die Frage:
Ist dieses Studium das richtige für mich?
»Wir raten zu einem solchen Test in Kombination mit einer Beratung, um die Ergebnisse besser interpretieren zu können«, spricht
sich Dr. Eva Gros für ein Mehr an Information vor dem Antritt des Studiums aus.
Ausbildung und Beruf sollten aber auch
Abbrecher bei ihrer Zukunftsplanung zumindest in Betracht ziehen. »Es gibt immer
mehr Arbeitgeber in Deutschland, die gerne
Leute mit angefangenem Studium nehmen«, verrät Christine Schramm-Spehrer.
Chemiker oder Informatiker ohne Abschluss
seien nur zwei Beispiele. Die Wirtschaft
braucht in Zeiten des Fachkräftemangels
dringend qualifizierte Mitarbeiter. Das war
nicht immer so: »Traditionell ist Deutschland das Land der Abschlüsse. Aber ein abgebrochenes Studium heißt nicht, dass ein
Abschluss nicht irgendwann nachgeholt
werden kann.« Allerdings sind nicht alle
Branchen so offen: Geisteswissenschaftler
oder Wirtschaftswissenschaftler haben es
wesentlich schwerer. Auch sollte die Entscheidung nicht allzu lange hinausgezögert
werden: »Wenn Studenten sehr lange
gebraucht haben, um sich umzuorientieren,
wird es bei manchen Arbeitgebern schwierig. Aber ausgeschlossen ist es nicht«, sagt
Petra Rothhardt.
Der befürchtete Stempel – Abbrecher – ist
in dieser krassen Form Vergangenheit. Sowohl im Lehramt als auch in der Lebensmitteltechnologie. Der Zug ist nie ganz
abgefahren. Nicht nach elf Semestern. Und
schon gar nicht nach einem. Auch in dieser
Zeit sind viele Studenten gereift und haben
wertvolle Erfahrungen gesammelt.
Florian Dörr
die vier wichtigsten ansprechpartner:
1. Zentrale Studienberatung der Justus-Liebig-Universität: zsb@uni-giessen.de
2. Finanzierungsfragen über Studentenwerk: beratung.service@studwerk.uni-giessen.de
3. Hochschul-Team der Agentur für Arbeit: gießen.hochschulteam@arbeitsagentur.de
4. Studienberatung der Technischen Hochschule Mittelhessen: studienberatung@thm.de
studium plus schwimmbad
Wird das Studium an der Justus-LiebigUniversität ab 2016 noch ein Stückchen
attraktiver? Erst kam das Theaterticket,
dann die Jahreskarte für die Landesgartenschau. Nun könnten die Gießener Studierenden eine Art Flatrate fürs Freibad bekommen. Das zumindest sieht ein Angebot
vor, das die Stadtwerke dem AStA der
Justus-Liebig-Universität gemacht haben:
Für zwei Euro pro Sommerhalbjahr und
Student sollen Letztere die Freibäder Ringallee, Lützellinden, Kleinlinden frei nutzen
dürfen.
»Sollte das Angebot angenommen werden,
würde es jedoch erst ab dem Sommersemester 2016 in Kraft treten, da der Semesterbeitrag für 2015 bereits raus ist«, erklärt
Timo Otten vom AStA. In der pauschalen
Abgabe, die jeder Student pro Semester
zahlen muss, sind das Semesterticket,
Verwaltungskosten sowie für 1,50 Euro das
zitierte Theaterticket enthalten. Damit
können die Gießener Studierenden
beliebig oft Aufführungen des Stadttheaters
besuchen. Zur Verfügung stehen alle
Eintrittskarten, die drei Tage vor Aufführung noch nicht verkauft sind.
So viele Studierende wie im aktuellen
Semester gab es an der Justus-Liebig-Universität noch nie: 27 500 hatten sich zum
Wintersemester 2014/15 eingeschrieben.
Für die Stadtwerke bedeutet das sichere
Einnahmen von über 50 000 Euro. Zum
Vergleich: Im vergangenen Sommer hatten
die drei Gießener Freibäder insgesamt
102 000 Besucher verbucht. Wenn das
Angebot einer Flatrate fürs Freibad auch
auf die Studierenden der Technischen
Hochschule Mittelhessen ausgeweitet
wird, und sollte es von ihnen letztlich angenommen werden, so würde das noch
einmal satte Mehreinnahmen für die Stadtwerke bedeuten.
Wie geht es also weiter mit dem möglichen Ticket für die Gießener Studierenden?
Klar ist nur, dass es verbunden mit der aktuellen Wahl zu den studentischen und
universitären Gremien an der JustusLiebig-Universität keine Meinungsumfrage
unter den Studierenden geben wird.
Das Angebot von zwei Euro scheint man
beim AStA zudem noch senken zu wollen:
»Es wird Verhandlungen geben«, sagt Timo
Otten. Das hatte auch schon bei der Jahreskarte zur Landesgartenschau sehr gut
funktioniert. Hier hatten Stadt und
LGS GmbH ein Angebot von 13,50 Euro
gemacht. Am Ende zahlten die Studierenden fünf Euro.
2/2015
streifzug 37
Kultur
Dieter Thomas Kuhn
23. 7. 2015
Abba Night
7. 8. 2015
Konstantin Wecker
2. 8. 2015
Gießen bekommt
Kultur
Schandmaul
17. 7. 2015
Gregor Meyle
8. 8. 2015
The Hooters
20. 7. 2015
38 streifzug 2/2015
Für fast vier Wochen im Sommer soll sich
die Freifläche auf dem Messegelände in
einen Zeltpalast mit Kultbühne verwandeln: DTT Konzerte und die Stadt laden
zum Gießener Kultursommer 2015. Mark
Forster, die Artisten des chinesischen
Nationalzirkus oder Gregor Meyle: In
Gießen geben sie sich zwischen dem
17. Juli und dem 9. August quasi die Klinke
in die Hand. Fast vier Wochen lang soll
ein attraktives Musik-, Show- und
Comedy-Programm geboten werden.
Den Auftakt des Sommerspektakels gestalten am 17. Juli die Mittelalterrocker von
Schandmaul, die ihr Album »Unendlich«
präsentieren. Am Tag darauf lassen Echoes
Die Zauberflöte
9. 8. 2015
die größten Klassiker der legendären
Rockband Pink Floyd aufleben und auch
die Hooters, seit 1980 nicht nur mit »All
you Zombies« weltweit bekannt, machen
in Gießen Station. Am Montag, 20. Juli,
treten sie beim Gießener Kultursommer
auf. Ordentlich abfeiern kann das geneigte
Publikum, wenn am 23. Juli Föhnwellenbarde Dieter Thomas Kuhn mit seiner
Band kommt, und am 7. August, wenn die
Abba Night mit Glitzerlook und Plateausohlen die Songs der legendären Band aus
Schweden zur Sommerparty spielt. Aber
auch das jugendliche Publikum wird sich
angesprochen fühlen: Am 22. Juli ist Mark
Forster, der 2015 gemeinsam mit Rapper
Echoes
18. 7. 2015
Kultur
Premieren im
Theater
Spieluhr
Tanzabend (Uraufführung)
14. Februar, 19.30 Uhr, Großes Haus
Nichts prägt einen Menschen so, wie
seine Kindheit – auch wenn die Erinnerung daran mit der Zeit verblassen kann.
Drei Choreografen machen sich mit der
Tanzcompagnie Gießen auf eine
Spurensuche in eigenen und fremden
Biografien: Wovon träumten wir?
Was haben wir als Kinder gefürchtet?
Was konnten wir aus der Kindheit retten
in die Welt der Erwachsenen?
Pascal Touzeau, bis 2014 Ballettdirektor
des Ballettmainz, der englische Choreograf James Wilton und Tarek Assam
präsentieren drei Tanzstücke über die
Kraft der Erinnerung und über Kindheitsbilder zwischen Scheu und Nostalgie.
Der chinesische Nationalzirkus
30. 7. 2015
sommer
Sido den Hit »Au revoir« geliefert hat, zu
Gast. Und auch Gregor Meyle, der erst vor
einigen Wochen Gießen einen Konzertbesuch abgestattet hatte, kann man wieder
erleben: Der Singer-Songwriter tritt am
8. August im Zelt an der Messe auf. Ein in
Gießen immer wieder gern gehörter Gast
ist auch Konstantin Wecker, der dann am
2. August aufspielen soll.
Weitere Höhepunkte des Gießener Kultursommers werden am 30. Juli das Gastspiel
des chinesischen Nationalzirkus mit der
spektakulären Schau »Shanghai nights unplugged« und am 9. August Mozarts Oper
»Die Zauberflöte«, gespielt und gesungen
vom Budapester Operntheater mit Sopra-
Mark Forster
22. 7. 2015
Frau Müller muss weg
Schauspiel
22. Februar, 19.30 Uhr, Großes Haus
nistin Susann Hagel, Tenor Brent Damkier
und Dirigent Gergely Kaposi sein.
Weitere Veranstaltungen folgen, auch Magie- und Comedy-Shows. Im Zeltpalast
stehen je nach Veranstaltung bis zu 2500
Plätze zur Verfügung. Zudem will der Gießener Kultursommer an den Veranstaltungstagen auch Kulinarisches auf dem
Messegelände bieten. gl
///
Karten unter www.giessen-tickets.de
und in der Geschäftsstelle der
Gießener Allgemeinen Zeitung am
Gießener Kirchenplatz.
Fünf besorgte Vertreter der Elternschaft
der Klasse 4b haben die Klassenlehrerin
um einen Termin gebeten. In drei Monaten werden die Zeugnisse verteilt, die
über den weiteren schulischen Werdegang entscheiden. Aber ausgerechnet
jetzt schwächeln die Kinder in ihren
Leistungen dramatisch. Für die Eltern
steht fest: Die Lehrerin ist schuld. Frau
Müller muss weg. Lutz Hübner hat eine
bissige Komödie geschrieben, exzellent
beobachtet, mit brillanten Dialogen und
überraschenden Wendungen.
Michael Kohlhaas
Chronik nach der Novelle von Kleist
26. Februar, 20 Uhr, taT-Studiobühne
Als der Rosshändler Michael Kohlhaas
durch den Junker Wenzel von Tronka um
zwei Pferde gebracht wird, wendet er
sich vergeblich an die Justiz. Vetternwirtschaft und Willkür verhindern, dass er
den Junker anklagen kann. Kohlhaas
greift zur Selbstjustiz und beginnt einen
grausamen Rachefeldzug. Regisseurin
Astrid Jacob vereint in ihrer Spielfassung
die ausdrucksstarke Sprache Heinrich
von Kleists mit der Intensität dieses radikalen Stücks deutscher Literaturgeschichte.
2/2015 streifzug 39
Sportwelt
»Ich will mit Gießen
in die Euro-League«
»Lass uns im Dach-Café treffen, ich muss danach dort zum Zahnarzt« – Jonathan Malu,
Center der Gießen 46ers, kann gerade erst wieder trainieren, als er sich mit dem streifzug
trifft. Ein entzündeter Zahn setzte den 21-Jährigen außer Gefecht. Im Interview spricht er über
Gedanken an den Aufstieg, Milliardäre und seine neueste Spielekonsole.
Knapp ein Jahr ist Malu jetzt in
Gießen. Anfang 2014 wurde der
Youngster als Ersatz für Rickey Young
von den Eisbären Bremerhaven an
die Lahn geholt. Geboren in
Wiesbaden wuchs der Profi im
Rheinland auf und spielte in
seiner Jugend für die Köln 99ers
sowie die Telekom Baskets Bonn,
ehe es ihn an die Nordseeküste
zog. Dort lief er in der U19-Bundesliga, der Regionalliga und,
immerhin zweimal, in der BBL
auf, ehe 46ers-Coach Denis
Wucherer im vergangenen Winter
anklopfte. Schnell avancierte
»Jonny« in Gießen zum Publikumsliebling, denn der Zwei-MeterMann geht gerne dahin, wo es weh tut, erledigt die »Drecksarbeit« am Brett und
wird von Spiel zu Spiel besser. Doch
nicht nur auf dem Parkett ist Malu ein
spannender Charakter ...
Sie haben sich vor Kurzem eine
Playstation 4 besorgt.
JM: Ja, ich habe mit meinen Brüdern
meine Playstation 3 gegen die PS4
getauscht ...
Moment. Sie haben eine alte Konsole
gegen eine neue getauscht?
JM: (lacht) Meine Brüder wollten online
spielen, und bei der PS3 ist das noch
kostenlos. Ich investiere die 15 Euro im
Monat. Da haben sie gesagt, ich kann
die PS4 mitnehmen und sie holen jetzt
am Wochenende die alte Konsole ab.
Wer im 46ers-Kader ist der beste
Zocker?
JM: Cameron Wells! Er spielt bei
NBA 2k wie im richtigen Leben,
40 streifzug 2/2015
du kannst ihn nicht aufhalten. Die Amis spielen fast nur 2k, bei FIFA haben sie keine
Chance. Benni Lischka ist noch gut, aber gegen ihn habe ich noch nicht gespielt. Vielleicht hat er momentan aber auch keine Lust
auf FIFA, so wie der BVB momentan
dasteht ...
War es an der Zeit, die Playstation auf
das neueste Modell zu bringen, weil
Gießen Ihnen nach einem Jahr langweilig
geworden ist?
JM: Nein, gar nicht. Es ist nur so, dass ich
im Winter nicht so gerne rausgehe, ich bin
ein Sommertyp. Ich spiele nicht die ganze
Zeit. Es ist mehr so, dass ich lese und wenn
ich keine Information mehr aufnehmen
kann, dann spiele ich ein bisschen.
Was ist das letzte Buch, das Sie gelesen
haben?
JM: Die Biografie von Steve Jobs. Und ich
habe eine englische Biografie von Michael
Jordan angefangen. Und dann habe ich noch
ein Physikbuch, das ich lesen will.
Ein Physikbuch?
JM: Ja, das wird meine größte Herausforderung. Ich habe einen Kollegen, der Medizintechniker ist, ein Ass in Physik, der mir
das gegeben hat. Ich will nicht nur das lesen, womit ich sowieso zu tun habe, also
zum Beispiel Basketball, ich will auch mal
etwas anderes sehen, andere Perspektiven
ein­nehmen. Ich habe auch noch zwei Bücher von Warren Buffett, die warten.
Wen würden Sie lieber treffen? Warren
Buffett oder Steve Jobs?
JM: Buffett. Beide haben aus Nichts alles
geschaffen, aber Buffett ist mehr die wirtschaftliche Seite, Jobs die technische, die
IT-Seite. Ich bin mehr der Wirtschaftstyp.
Sportwelt
Das passt zu Ihrem Studienwunsch: BWL
und Management. Wie sieht es damit aus?
JM: Ich habe noch nicht angefangen. Ich
möchte mich in diesem Jahr einschreiben,
aber erst wenn die Saison vorbei ist. Erst
Basketball. Es wird ein Fernstudium. Flexibilität ist da das goldene Wort.
JM: Zuerst würde ich eine Trainingshalle neben die Geschäftsstelle bauen, wo man 24
Stunden am Tag trainieren kann. Und nur
Basketball-Linien und eine Kabine, in der
wir unser Zeug lassen können. Mehr brauche ich nicht. An der Osthalle würde ich
nichts ändern, die ist Tradition pur.
Und wenn die 46ers im Sommer einen
Drei-Jahres-Vertrag auf den Tisch legen,
wäre dann ein Studium an der
Justus-Liebig-Universität eine Option?
JM: Dann müsste man noch einmal darüber
sprechen. Noch ist kein Angebot da. (lacht)
Sind Sie mit sich zufrieden in der Saison?
JM: Durch kleine Wehwehchen hänge ich
etwas hinterher. Das wirklich Wichtige ist
aber sowieso der Teamerfolg, der Tabellenstand. Von daher bin ich sehr zufrieden.
Wie abhängig ist Ihr Verbleib von Coach
Wucherer? Ist es wichtig, zu wissen, wer
nächstes Jahr Trainer ist?
JM: Klar. In erster Linie zählt der Sport, und
das Sportliche ist abhängig von der Philosophie des Trainers. Wenn du also nicht
weißt, welcher Trainer kommt, woher sollst
du wissen, ob das deine Idee vom Spiel ist?
Wo sehen Sie sich in fünf Jahren, sportlich?
JM: Schwer zu sagen. Wo ich sein möchte
und wo ich sein werde, sind manchmal
zwei unterschiedliche Sachen (lacht). Wenn
alle meine Wünsche in Erfüllung gehen,
spiele ich mit Gießen in der Euro-League!
Wenn viele Wünsche in Erfüllung gehen,
spiele ich mit Gießen im Euro-Cup. Das
wäre natürlich eine enorme Entwicklung für
den Verein.
Angenommen, Sie hätten freie Hand und
ein großes Budget – was würden Sie tun,
damit die 46ers der Vision näher kommen?
Sie sind derzeit Zweiter. Aber die ProA ist
nah beieinander. Sind die 46ers wirklich
die zweitbeste Mannschaft der Liga?
JM: Wir sind das zweitbeste Team der Liga,
weil wir die Mannschaften hinter uns geschlagen haben und Würzburg so gut wie
geschlagen haben. Wir können mit Würzburg mithalten – und werden das auch,
wenn wir alle gesund sind.
In der vergangenen Saison kam Gießen ins
Halbfinale. Welches Team ist besser?
JM: Die aktuelle Mannschaft. Wir sind tiefer, auch wenn das letzte Team natürlich
auch talentiert war und Myles Hesson und
Joshiko Saibou jetzt BBL spielen.
Denken die Spieler schon an den Aufstieg?
JM: Das Ziel ist, so viel zu gewinnen wie
möglich. Wir denken von Spiel zu Spiel,
nicht, was in zwei Wochen ist. Wir konzentrieren uns auf jeden Gegner, bringen unsere Leistung und dann ...
Martin Vogel
46ers@home
Die Saison in der zweiten BasketballBundesliga ProA geht langsam in ihre
heiße Phase und die zuletzt zweit­
platzierten Gießen 46ers haben im
Februar zwei richtig interessante Heimspiele auf dem Programm.
Mit den Bayer Giants Leverkusen
(Sonntag, 8. Februar) haben die Schützlinge von Trainer Denis Wucherer noch
eine Rechnung offen. Im Hinspiel
mussten die Gießener gegen die Rheinländer in die Verlängerung, und eine
Sekunde vor Schluss sah es dank zweier Freiwürfe bereits nach einer zweiten
Verlängerung aus – dann nahm Leverkusens Reserve-Guard Kai Buchmann
von der eigenen Dreierlinie Maß und
traf einen unglaublichen Buzzer-Beater
zum 76:73-Sieg der Giants.
Sprungball in der Osthalle ist um
17 Uhr.
Mit Team Urspring/Ehingen wartet am
Samstag (21. Februar) dann eines der
Kellerkinder der ProA auf die Gießener
(20 Uhr). Die schwäbische Talentschmiede musste im Sommer einen
Umbruch hinnehmen, bringt aber mit
Spielern wie Center Mahir Agva
(11,6 Punkte und 9,6 Rebounds im
Schnitt) einige interessante Talente mit
an die Lahn, die man sich nicht ent­
gehen lassen sollte.
Jonathan Malu spielt Basketball
mit vollem Einsatz
Fotos: hf/mv
Dazu warten zwei spannende Auswärtsspiele auf die Playoff-Aspiranten
aus Gießen: Vor allem das Duell am
Valentinstag (14. Februar) um 19 Uhr
bei Tabellenführer Baskets Würzburg,
die »Fortsetzung« des spannenden
Spitzenspiels kurz vor Weihnachten in
der Osthalle, wird das Augenmerk der
ganzen Liga auf sich ziehen.
Aber auch das Duell mit den Academics Heidelberg (27. Februar,
19.30 Uhr) könnte spannend werden,
sind die Universitätsstädter doch,
gemeinsam mit anderen, im Rennen
um das Heimrecht in den Playoffs.
Kurzum: Der Februar ist ein echtes
Appetithäppchen für BasketballFeinschmecker – in vier Gängen.
2/2015 streifzug 41
Ab
aufs
Eis
Wissen Sie noch, wo Sie am 13. Juli 2014 das Finale der Fußball-WM gesehen haben?
Schon gut, blöde Frage. Wie wäre es mit dieser: Wissen Sie noch, wo Sie am
1. März 2014 waren? Als sich Christian Mader in einem packenden Finale den WM-Titel
sicherte? Nein? Liegt vermutlich daran, dass es die Weltmeisterschaft im Eisstockschießen war.
Die streifzug-Redakteure Laura Kaufmann und Christoph Hoffmann haben den Präzisionssport
mal ausprobiert – auch wenn in ihrem Fall von Präzision keine Rede sein konnte.
Christoph: Zugegeben: Ich dachte immer,
Eisstockschießen wäre der deutsche Name
für Curling. Diese Sportart, bei der einer den
Spielstein behutsam über das Eis schickt und
seine Kollegen wie besessen den Weg freischrubben. Ist es aber nicht. Eisstockschießen
ist ein Präzisionssport, der eine längere Tradition hat als Fußball, Tennis und Basketball
zusammen. Auch in der Wetterau wird schon
lange der Eisstock geschwungen. Die Sportler des EC Eishoppers Bad Nauheim trainieren jeden Montagabend um 20.30 Uhr im
Colonel-Knight-Stadion. Also habe ich beschlossen, mir das Treiben mal aus der Nähe
anzuschauen. Meine streifzug-Kollegin Laura
habe ich gleich mitgenommen. Das erhöht
die Chance, auf dem Eis nur die zweitschlechteste Figur abzugeben.
Laura: Wintersport ist nicht mein Ding. Ich
fahre zwar passabel Schlitten, das war’s dann
aber auch. Zu Ski, Snowboard und Co. finde
ich keinen Zugang. Nicht nur, weil es an der
Begabung mangelt, sondern vor allem, weil’s
mich im Winter zum Urlauben ins Warme
zieht. Frieren kann ich schließlich auch daheim. Und nach drei Minuten im Stadion tue
ich das. Bestimmt wird’s beim Eisstockschie-
42 streifzug 2/2015
ßen warm. Schließlich ist der Sport olympisch. Nein falsch, das war Curling. Bevor es
losgeht, gucken Christoph und ich zu, wie
der Eishockey-Nachwuchs trainiert. Ganz
schön rabiat, die Jungs. Zum Glück gibt’s
beim Eisstockschießen keine blauen Flecken
– zumindest, solange keiner hinfällt. Das Eis
sieht allerdings gefährlich glatt aus – also
doch eine Risikosportart?!
Christoph: Also ich würde blaue Flecken am
Allerwertesten nicht ausschließen. Und Erfrierungen auch nicht, denn in der Halle ist
es deutlich kälter aus draußen. Rainer Pfeffer
scheint das nicht zu stören. Gut gelaunt begrüßt uns der Eishoppers-Vorsitzende und
geht mit uns in Richtung Ersatzbank. Dort,
wo beim Eishockey die Gästespieler Platz
nehmen, sitzen schon einige Eishoppers und
präparieren ihre Ausrüstung. »Der Eisstock
besteht aus drei Teilen. Zusammen wiegt er
knapp fünf Kilo«, sagt Pfeffer und schraubt
Stiel, Stockkörper und Laufsohle zusammen.
»Von letzterer gibt es verschiedene Versionen. Je glatter die Laufsohle, desto schneller
der Eisstock.« Bevor wir aufs Eis dürfen, gibt’s
noch eine kleine Einweisung in die Regelkunde. Zusammengefasst: Zwei Teams – im
Fachjargon Moarschaften genannt – à vier
Mitgliedern versuchen, ihren Stock so nah
wie möglich an der Daube zu positionieren.
Dieser schwarze Ring muss mindestens
24,5 Meter vom Start entfernt in einem drei
mal sechs Meter großen Feld liegen. Wie
beim Curling oder beim Boule können die
gegnerischen Spielgeräte weggekickt
werden. Es gibt noch jede Menge weiterer
Regeln, Tricks und Strategien, die wir uns
aber allesamt nicht merken konnten. Wir
sind eben Praktiker. »Wir gehen hier rüber«,
sagt Pfeffer und bohrt mit einem Handbohrer
die Löcher für das Standeisen ins Eis. Anschließend zeichnet er das Spielfeld ein und
legt die Daube ins Ziel. Unsere Bahn ist gut
und gerne zehn Meter von den Profis entfernt. Somit müssten sie vor unkontrolliert
umherfliegenden Eisstöcken ausreichend geschützt sein. Es kann losgehen. Ladies first.
Laura: Christoph lässt mir also den Vortritt.
Außerdem reicht er mir den Eisstock mit dem
Blumenmuster. Sehr nett von ihm. Vielleicht
will er aber nur nicht der erste sein, der sich
blamiert. Wie auch immer. Jetzt ist Konzentration gefragt. Den rechten Fuß auf das
Standeisen, den linken aufs Eis. Gerade
SportweLt
stehen bleiben. Dann den Stock schwingen,
schwingen, schwingen. Aber bloß nicht gegen das Bein hauen. Dabei noch die Daube
anvisieren. »Beim Loslassen in die Knie gehen und mitlaufen«, erinnert Pfeffer. Also gehe ich in die Knie, ziele und schieße – das
Mitlaufen klappt nicht. Der Stock klappert
aufs Eis, schliddert lange nicht so schnell und
gerade wie gewollt dem Ziel entgegen und
bleibt gute zehn Meter vor der Daube liegen.
Das war nichts. Null Punkte.
diesmal ist der Eisstock jedoch viel zu
schnell und schießt über das Ziel hinaus.
Pfeffer findet es gar nicht so schlecht, dass
Laura und ich versagen. »Wie sähe das
denn für uns aus, wenn Sie herkämen und
gleich perfekte Würfe abliefern würden?!«
Laura: Rainer Pfeffer will mir keinen Eisstock geben, der leichter ist oder dank
extrem glatter Laufsohle weiter rutscht.
Angeblich habe ich schon den mit der glattesten Beschichtung. Dafür bekomme ich
vom Profi einen guten Ratschlag, nämlich
Christoph: Laura macht auf dem Eis eine
mit mehr Schmackes an die Sache ranzugegute Figur. Keine Abzüge in der B-Note.
hen. Nun gut, ich werde es versuchen. Also
Allerdings ist ihr Wurf deutlich zu kurz.
schwinge, schwinge, schwinge ich den EisMein Jugendfußballtrainer hätte wohl ein
stock und lasse los – mitButterbrot in Richtung
zulaufen traue ich mich
des Eisstocks geschmisEleganz? Gibt’s nebenan nicht. Zu gefährlich.
sen – »Der verhungert
ist bei seinem
doch«. Die Kollegin
bei den Eiskunstläufern Christoph
Mitlauf-Versuch schließkönnte Verstärkung von
lich stark ins Rutschen
den Curlern gebraugekommen. Trotz aller Anfänger-Fehler:
chen, die mit ihrem Geschrubbe den EisMein Eisstock saust der Daube deutlich
stock schneller machen. Doch Curler sind
schneller als beim ersten Versuch entgegen,
weit und breit nicht zu sehen. Dafür maschafft es aber wieder nicht ganz bis zu ihr,
chen sich auf der anderen Seite die Eisbleibt fünf Meter vor dem Ziel liegen.
kunstläufer warm. Grazil drehen sie ihre
Runden und setzen zu Pirouetten an. Ich
Christoph: Bei mir ist es genau umgekehrt.
dachte, nur südländische Frauen können
Mein Eisstock rutscht immer viel zu weit,
das Kinn so stolz in die Höhe recken. Jetzt
ich brauche was Langsameres. Und tatsächaber Konzentration auf den Wurf. Da ich
lich: Mit der stumpferen Laufsohle gelingt
Linkshänder bin, muss ich mich anders posmit auf Anhieb ein Wurf, wie ihn das Colotieren. Linker Fuß auf das Eisen, den rechten
nel-Knight-Stadium noch nicht gesehen hat.
zirka 20 Zentimeter davor. »So stehen Sie
Mit unglaublich viel Effet schiebt sich mein
schon mal ganz gut. Und nicht vergessen:
Eisstock an Lauras vorbei und bleibt wenige
mitlaufen«, meint Pfeffer, als ich anfange,
Zentimeter vor der Daube liegen. Ich reiße
den Eisstock zu schwingen. Ich bezweifle,
die Arme in die Höhe und lasse mich vom
es mit der Eleganz der Eiskunstläufer aufimaginären Publikum feiern. In meinem
nehmen zu können. Ich fühle mich eher wie
Rücken spüre ich die Profis tuscheln. »Wer
eine Oma, die einen Eimer Wasser auskippt.
ist dieser Mann?« »Nicht schlecht«, räumt
Nach dem vierten Schwung rutsche ich fast
auch Rainer Pfeffer ein, bevor er meinen
aus und lasse gleichzeitig den Stock los.
Eisstock mit nur einem Versuch aus dem
Mehr fliegend als gleitend macht sich das
Spielfeld kickt. Null Punkte.
Spielgerät auf den Weg und bleibt ein gutes
Stück vor Lauras liegen. Pfeffer runzelt die
Stirn. Der zweite Versuch klappt besser,
Laura: Da hat der Kollege einmal Glück
und lässt sich gleich feiern. Pfeffer weist ihn
nonverbal in die Schranken, kickt seinen
Eisstock mit seinem kurzerhand weg und
direkt danach auch meinen. Frustriert bin
ich deswegen nicht, schließlich klappt’s mit
jedem Versuch besser, meine Würfe werden
immer präziser, Christophs auch. Eigentlich
schön. Aber eben nur eigentlich. Denn die
Kälte macht mir zu schaffen. Ich bin einfach nicht fürs Eis gemacht, sondern, wie
Oma sagen würde, wohl doch aus Zucker.
Die Eiskunstläufer nebenan scheinen das
Problem nicht zu haben. Die Eishoppers
auch nicht. Als ich die Handschuhe anzieKeine Abzüge
hen will, rät Rainer Pfeffer ab – zu störend
in der B-Note.
beim Eisstockschießen. Er hat trotzdem eine
Läuft ...
Idee: »Einfach die Sommervariante, die auf
Asphalt gespielt wird, ausprobieren.«
Christoph: Ich muss zugeben: Mir wird
auch kalt. Oder besser gesagt: Mir war von
Anfang an kalt. Eine dünne Sneaker-Sohle
ist definitiv nicht die beste Isolation gegen
das Eis. Aber es hat großen Spaß gemacht,
vor allem wenn man merkt, dass sich
schnell Fortschritte einstellen. Und dann
dieser sensationelle Wurf ... Wenn mich in
ferner Zukunft jemand fragt, was ich am 21.
Februar 2015 gemacht habe, werde ich eine
Antwort parat haben: »Ich habe die Eisstock-Europameisterschaft im österreichischen Amstetten verfolgt.« Für einen Platz
auf dem Eis dürfte es jedoch eng werden.
selber testen
Wer Lust hat, den Sport mal auszuprobieren, kann sich bei Rainer Pfeffer (Foto)
melden und montags ab 20.30 Uhr
reinschnuppern. Wie bei den streifzugRedakteuren würde er sich für die Neulinge Zeit nehmen und ein eigenes Feld
abzeichnen. Tipp: warme Socken anziehen. Nähere Infos dazu gibt’s bei Rainer
Pfeffer unter der Tel. 0 60 32/66 12. chh
2/2015
streifzug 43
wein deS MonatS
Vinothek
in
Wedes
Monats
Glenmorangie
»Quinta Ruban«, Schottland, zwölf
Jahre alter Single Malt, 46 Prozent
Alkohol, knapp 50 Euro; Bezug
übers Internet oder den gut sortierten Fachhandel
Smooth Operator
Es kann nur einen geben. Bei Glenmorangie nehmen sie es damit nicht so genau.
Die alte schottische Whiskydestillerie in
den Highlands, die übersetzt Tal der tiefen
Ruhe heißt, hat sich seit den 1990er
Jahren darauf spezialisiert, ihre zahlreichen Single Malts zu verfeinern: Die beiden letzten
Jahre seiner Reife zieht der
feine Scotch von BourbonFässern in andere Gebinde
um. Auf diese Weise
kreieren sie auf der Insel
einzigartigen Whisky. Er
ziert heute statt eines Weins
diese Seite – Rebsaftaroma
inklusive.
Sherryfässer haben bei Glenmorangie
Konjunktur und veredeln den »Lasanta«
zu einem fruchtig-feurigen Absacker,
während Madeirafässer Fülle garantieren
und Rotweinbarriques aus Frankreich Raffinesse bieten. Ein Highlight aus den Highlands ist der zwölf Jahre alte »Quinta
Ruban«, der die letzten 24 Monate seines
Schönheitsschlafs in alten Portweinfässern
sik
Muzum
aus Portugal hält, ehe er abgefüllt wird –
der Smooth Operator unter den
Glenmorangies.
Im Glas dunkler Bernsteinteint wie nach
dem Spanienurlaub; intensive Duftkombination aus kandierten Früchten, Schoko und Orangenschale; am Gaumen weich
und konzentriert, mit
Mandeln, Honig, Zartbitterschokolade und Minze; im
langen Finale Karamell und
Würznoten.
Der »Quinta Ruban« firmiert
Weinautor
als üppiger Single Malt und
z
Mer
Manfred
garantiert ein außerordentliches Genusserlebnis dank der
Portwein-Politur. Verspielte Naturen
werden den Stoff für seinen Geschmacksreichtum lieben. Die sixteen men of Tain
(die 16 Mitarbeiter der Brennerei im
Örtchen Tain) haben mal wieder ganze
Arbeit geleistet, auch wenn mittlerweile
eine Frau zu den tolldreisten Kerlen
gehören soll.
Der Tag geht, Glenmorangie bleibt.
»Smooth Operator« von Sade
ist eine entspannte Option, doch
der Nummer-eins-Hit zum Glenmorangie kommt von Queen: »Who
wants to live forever?« Freddie Mercury macht
vor, wie’s geht.
mm
Wein
schreiben sie an
Manfred Merz:
vinothek@mdv-online.de
Sperrsitz
Kingsman
Spionage mit Colin Firth – Start: 26. Februar – Kinopolis
Harry Hart (Colin Firth) ist ein britischer
Geheimagent der alten Schule. Er ist cool,
abgebrüht und dabei charmant. Sein Geld
verdient er beim geheimsten aller Nachrichtendienste: den Kingsmen. Die
Agenten, die sich selbst als moderne Ritter
verstehen, sind ständig auf der Suche nach
neuen Rekruten. Eines Tages wird Harry auf
den Straßenjungen Eggsy (Taron Egerton)
aufmerksam, der, wie er findet, einiges an
Potenzial zeigt. Allerdings liebäugelt Eggsy
auch mit der Welt jenseits des Gesetzes
und kennt keine Disziplin. Da Eggsys Vater
Harry einst das Leben rettete, bewahrt der
Agent den jungen Erwachsenen vor dem
Gefängnis und schleust ihn in das harte Rekrutierungsprogramm seiner Organisation
ein. Währenddessen untersucht er selbst
das Verschwinden mehrerer hochrangiger
Persönlichkeiten und gerät dabei an den
Milliardär Richmond Valentine (Samuel L.
Jackson), der bei einem ominösen Plan zur
Rettung der Erde vor nichts und niemandem Halt macht.
Gewinnspiel
Der streifzug verlost mit den Gießener ­Kinos 3x 2 Tickets für die erste
Vorstellung des Films »Kingsman«
am 26. Februar. Wer den Film sehen
möchte, sollte bis zum 18. Februar
eine Karte mit dem Kennwort »Kino«
an streifzug, Mar­burger Straße 20,
35390 Gießen oder eine Mail an
streifzug@­giessener-allgemeine.de
­senden.
2/2015 streifzug 45
Sperrsitz
Neu im
Gießen
Kinocenter Gießen
Bahnhofstraße 34, Telefon 06 41/7 21 08
Kinopolis Gießen
Ostanlage 43–45, Telefon 06 41/5 65 57 89
Kommunales Kino Jokus
Ostanlage 25 a, Telefon 06 41/3 06-24 95
Kino
Inherent Vice
Grünberg
Bismarckstraße 10, Telefon 0 64 01/68 69
Joaquin Phoenix als Privatdetektiv – Start: 12. Februar – Kinocenter
Lich
Kino »Traumstern«
Gießener Straße 15, Telefon 0 64 04/38 10
Weitere Kino-Tipps
finden Sie täglich in der Gießener Allgemeine
Zeitung oder auf unserer Internetseite unter
www.giessener-allgemeine.de/kino.
Vorhang auf
in den Gießener Kinos!
KINOPOLIS Gießen
Unser Preview-Tipp für Frauen
Mittwoch, 18.02.2015
um 20:00 Uhr
Eintritt inklusive einem Glas Sekt!
Stretchlimousine!
Mit Verlosung für eine Fahrt in einer
THE ROYAL OPERA
DER FLIEGENDE HOLLÄNDER
RICHARD WAGNER
DI, DEN 24. FEBRUAR 2015 UM 20:15 UHR
Life Reimagined Werbekampagne. Bilder
KINOSAISON
(©ROH, 2014)
KINOCENTER Gießen
KINOPOLIS
Ostanlage 43-45 • 35390 Gießen
Kinocenter • Bahnhofstraße 34 • 35390 Gießen
Roxy • Ludwigsplatz 4 • 35390 Gießen
Kinocenter
Heli
• Frankfurterstraße
34 • 35390
Gießen
Bahnhofstraße
34 • 35390
Gießen
Mehr Infos im
im Kino und unter www.kinopolis.de
www.die-giessener-kinos.de
www die giessener kinos de
46 streifzug 2/2015
Los Angeles im wilden Jahr 1970: Der
drogenaffine Privatdetektiv Larry »Doc«
Sportello (Joaquin Phoenix) staunt nicht
schlecht, als seine Ex-Freundin Shasta
(Katherine Waterston) eines Abends unvermittelt vor seiner Tür steht. Sie erzählt
ihm von ihrer Affäre mit dem Milliardär
Mickey Wolfman (Eric Roberts) sowie
dem Plan von dessen Frau Sloane (Serena
Scott Thomas) und deren Liebhaber, den
reichen Bauherrn zu entführen und in eine psychiatrische Anstalt zu stecken.
»Doc« soll der verliebten Shasta nun
helfen, dieses Vorhaben zu verhindern.
Doch kaum hat der Ermittler mit seinen
ersten Nachforschungen begonnen, verschwindet Mickey auch schon. Während
»Doc« seine Bemühungen zur Aufklärung
des Falls verstärkt, bekommt er es mit
seinem verfeindeten Ex-Kollegen Christian
»Bigfoot« Bjornsen (Josh Brolin) und mehr
und mehr anderen zwielichtigen Gestalten zu tun. Dabei verstrickt sich »Doc«
immer tiefer in Ärger, aus dem ein unbeschadetes Entkommen zunehmend
unwahrscheinlicher wird.
Sperrsitz
Traumfrauen
Starensemble plus Mittelhessen – Start: 19. Februar – Kinopolis
Für die ordnungsliebende Leni Reimann (Hannah Herzsprung)
bricht eine Welt zusammen, als sie über einen Video-Chat sieht,
dass sich im Apartment ihres Lebensgefährten eine nackte Frau
aufhält. Leni verlässt ihren Freund Hals über Kopf und flüchtet
sich aus Rat- und Ziellosigkeit in die WG ihrer Schwester Hannah
(Karoline Herfurth). Leni versteht sich gut mit Hannahs Mitbewohnerin Vivienne (Palina Rojinski), die ihr erklärt, dass es das
beste Mittel gegen Liebeskummer sei, mit möglichst vielen Män-
Fifty Shades of Grey
Dakota Johnson und der Milliardär – Start: 12. Februar – Kinopolis
nern zu schlafen. Nebenbei hat auch Lenis Mutter Margaux (Iris
Berben) Probleme mit der Neuausrichtung ihres Lebens, nachdem
sie von ihrem Mann nach 30 Jahren Ehe für eine Physiotherapeutin verlassen wurde. Für die beiden Frauen beginnt eine Zeit der
Selbstfindung, in der sie lernen müssen, ihr bisheriges Leben und
ihre Zielsetzungen zu hinterfragen und den Mut zu finden, auch
mal vom scheinbar idealen Weg abzukommen. Regisseurin ist
übrigens Anika Decker aus Marburg.
Als Literatur-Studentin Anastasia Steele (Dakota Johnson) den aufstrebenden Unternehmer Christian Grey (Jamie Dornan) für ihre
Universitätszeitung interviewt, begegnet sie einem Mann, mit
dessen arroganter und anzüglicher Art sie nicht recht umzugehen
vermag. Doch den attraktiven Milliardär umhüllt eine anziehende
Aura, der sich die junge Frau schon bald nicht mehr entziehen
kann. Anastasia, ein unbeschriebenes Blatt in Sachen Liebe und
Begehren, gibt sich der Faszination hin. Grey kostet es keine
Anstrengung, die Studentin in seine Arme zu treiben. Seine einschüchternde Art löst bei Anastasia Angst und körperliche Zuneigung zugleich aus. Zwischen den beiden entwickelt sich eine
Affäre, wobei der junge Mann stets die Oberhand behält. Im Laufe
ihrer Liaison begegnet Anastasia den dunklen Geheimnissen des
vermögenden Mannes und entdeckt an sich ungeahnte Seiten der
Lust, Fesseln und Peitsche eingeschlossen.
Heute bin ich Samba
Charlotte Gainsbourg und Omar Sy verlieren die Distanz – Start: 26. Februar – Kinocenter
Zehn Jahre ist es her, dass Samba (Omar Sy) – nicht ganz legal – aus Senegal nach
Frankreich kam. Seitdem hält er sich in Paris mit Aushilfsjobs über Wasser und
versucht nicht aufzufallen. Dennoch hält er an seinem großen Traum, eines Tages als
Koch zu arbeiten, optimistisch fest. Doch dann landet er in Abschiebehaft. Jetzt
steckt Samba also richtig in der Klemme und braucht dringend Hilfe. Die erhofft er
sich von der recht dünnhäutigen Karrierefrau Alice (Charlotte Gainsbourg), die sich
nach einem Burn-out nun ehrenamtlich im Sozialdienst engagiert. Samba ist ihr
erster Fall und sie macht direkt einmal alles falsch. Obwohl ihr die Kolleginnen
doch eingeschärft haben, immer die Distanz zu wahren ...
2/2015 streifzug 47
Die »Allgemeine« auch digital lesen
In Stadt und Landkreis Gießen...
Im Kernverbreitungsgebiet.. .
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G 3266 A
Heute, 17 Uhr
Anzeigenschluss für den
großen Markt der Kleinanzeigen
MITTELHESSISCHE ALLGEMEINE
Mittwoch, 19. November 2014
Nummer
–
. Jahrgang
Mo. – Do. 1,50 EUR, Fr. u. Sa. 1,70 EUR
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kleinanzeigen@giessener-allgemeine.de
von privat
an privat
Atommüll
Ahnen begleitet
Klesniks verlängert
Ampel-Ärger
Echte Großbaustelle
Abfallmenge wohl
größer als bisher gedacht
Politik – Seite 2
»Maori Porträts« reisen
erstmals nach Berlin
Kultur – Seite 8
Lette bleibt HSG Wetzlar
bis Juni 2016 erhalten
Sport – Seite 18
In der GAZ-Serie geht’s heute
um die Marburger Straße
Stadt Gießen – Seite 25
50 Millionen Euro kosten die
Autobahnbrücken bei Dorlar
Kreis Gießen – Seite 37
Gericht lässt Klage
gegen Edathy zu
In Stadt und Landkreis Gießen...
Übersicht
...die Nr.
Inhalt
Im Kernverbreitungsgebiet.. .
Verde n (dpa). Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy kommt
wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie vor Gericht. Eine entsprechende Anklage der Staatsanwaltschaft Hannover ließ das Landgericht im niedersächsischen Verden gestern zu. Der 45-Jährige sei
»hinreichend tatverdächtig«, erklärte die
Kammer. Erster Prozesstag soll der 23. Februar sein. Bis Ende April sind neun weitere
Termine geplant.
Edathy hat den Besitz von Nacktbildern
zwar zugegeben, aber immer betont, dass
sich darunter keine strafbaren Kinderpornos befänden. Am 18. Dezember will Edathy in Berlin vor d
ie Medien treten. »Ich
habe heute fernmündlich den Vorsitzenden
der Bundespressekonferenz darüber inforHeute,
17 dass
Uhrich als Gast für ein Statement
miert,
und die Beantwortung von Fragen am VorAnzeigenschluss für den
mittag
des
18.
Dezember
2014 zur Verfügroßen Markt der Kleinanzeigen
gung stehe«, teilte Edathy gestern Abend
Telefon 06 41/30
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(Seite 4)
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Politik – Seite 2
»Maori Porträts« reisen
erstmals nach Berlin
Kultur – Seite 8
Lette bleibt HSG Wetzlar
bis Juni 2016 erhalten
Sport – Seite 18
In der GAZ-Serie geht’s heute
um die Marburger Straße
Stadt Gießen – Seite 25
von privat
Hongkong
an privat
räumt Barrikaden
H o n g k o n g (dpa). Nach mehr als siebenwöchigen Demonstrationen in Hongkong
Straßensperren am wichtigsten Protestlager der Aktivisten ge-
hat die Polizei
Echte Großbaustelle
Nähe von Hongkongs Regierungssitz vor.
Ein Hongkonger Gericht hatte die Räumung zuvor angeordnet. Aktivisten leisteten kaum Widerstand. Protestführer Joshua
Wong sagte: »Wir respektieren die Entscheidung des Gerichtes.« Aktivisten würden aber weiterhin an anderen Straßenzügen rund um den Regierungssitz bleiben.
Gericht lässt Klage
gegen Edathy zu
Verde n (dpa). Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy kommt
wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie vor Gericht. Eine entsprechende Anklage der Staatsanwaltschaft Hannover ließ das Landgericht im niedersächsischen Verden gestern zu. Der 45-Jährige sei
»hinreichend tatverdächtig«, erklärte die
Kammer. Erster Prozesstag soll der 23. Februar sein. Bis Ende April sind neun weitere
Termine geplant.
Edathy hat den Besitz von Nacktbildern
zwar zugegeben, aber immer betont, dass
sich darunter keine strafbaren Kinderpornos befänden. Am 18. Dezember will Edathy in Berlin vor d
ie Medien treten. »Ich
habe heute fernmündlich den Vorsitzenden
der Bundespressekonferenz darüber informiert, dass ich als Gast für ein Statement
und die Beantwortung von Fragen am Vormittag des 18. Dezember 2014 zur Verfügung stehe«, teilte Edathy gestern Abend
mit.
(Seite 4)
In Stadt und Landkreis Gießen...
Keine Einigung im
EU-Haushaltsstreit(Seite 4)
mit.
gung stehe«, teilte Edath
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wegen des Verdachts auf Besitz von Kindertagsabgeordnete
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Der frühere SPD-BundesBewölkt,
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Keine Einigung im
EU-Haushaltsstreit
G 3266 A
Heute, 17 Uhr
Anzeigenschluss für den
großen Markt der Kleinanzeigen
Ahnen begleitet
»Maori Porträts« reisen
erstmals nach Berlin
Kultur – Seite 8
Gericht lässt Klage
gegen Edathy zu
Verde n (dpa). Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy kommt
wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie vor Gericht. Eine entsprechende Anklage der Staatsanwaltschaft Hannover ließ das Landgericht im niedersächsischen Verden gestern zu. Der 45-Jährige sei
»hinreichend tatverdächtig«, erklärte die
Kammer. Erster Prozesstag soll der 23. Februar sein. Bis Ende April sind neun weitere
Termine geplant.
Edathy hat den Besitz von Nacktbildern
zwar zugegeben, aber immer betont, dass
sich darunter keine strafbaren Kinderpornos befänden. Am 18. Dezember will Edathy in Berlin vor d
ie Medien treten. »Ich
habe heute fernmündlich den Vorsitzenden
der Bundespressekonferenz darüber informiert, dass ich als Gast für ein Statement
und die Beantwortung von Fragen am Vormittag des 18. Dezember 2014 zur Verfügung stehe«, teilte Edathy gestern Abend
mit.
(Seite 4)
Hongkong
räumt Barrikaden
H o n g k o n g (dpa). Nach mehr als siebenwöchigen Demonstrationen in Hongkong
hat die Polizei Straßensperren am wichtigsten Protestlager der Aktivisten geräumt. Beamte und Straßenarbeiter gingen
gestern gegen Barrikaden rund um ein
Hochhaus im Stadtgebiet Admiralty in der
Nähe von Hongkongs Regierungssitz vor.
Ein Hongkonger Gericht hatte die Räumung zuvor angeordnet. Aktivisten leisteten kaum Widerstand. Protestführer Joshua
Wong sagte: »Wir respektieren die Entscheidung des Gerichtes.« Aktivisten würden aber weiterhin an anderen Straßenzügen rund um den Regierungssitz bleiben.
Nummer
–
. Jahrgang
von privat
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Echte Großbaustelle
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EU. Europaparlamentarier warfen den Regierungen der Mitgliedstaaten in scharfer
Form vor, eine Zahlungskrise der Union zu
riskieren. Unterhändler der EU-Staaten
und des Europaparlaments konnten sich in
der Nacht zum Dienstag nicht auf einen
Kompromiss zu Ausgaben einigen, die einen Umfang von mindestens 140 Milliarden
Euro haben sollen. Die Abgeordneten fordern deutlich mehr Geld für das Budget, als
1 / 40
OK
Anschlag
auf Synagoge
die
Staaten
geben
wollen.
(Seite 4)
MITTELHESSISCHE ALLGEMEINE
Atommüll
Abfallmenge wohl
größer als bisher gedacht
Politik – Seite 2
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Telefon 06 41/30 03-33
kleinanzeigen@giessener-allgemeine.de
Mo. – Do. 1,50 EUR, Fr. u. Sa. 1,70 EUR
Klesniks verlängert
Lette bleibt HSG Wetzlar
bis Juni 2016 erhalten
Sport – Seite 18
In der GAZ-Serie geht’s heute
um die Marburger Straße
Stadt Gießen – Seite 25
50 Millionen Euro kosten die
Autobahnbrücken bei Dorlar
Kreis Gießen – Seite 37
Ein Jude betet nach der Bluttat in dem Raum der Synagoge, in dem der Anschlag verübt wurde. Die Opfer stammten aus den USA und
Großbritannien.
(Foto: dpa)
Vier Menschen sterben in Jerusalem – Angreifer erschossen – Volksfront bekennt sich
Je r u s a l e m (dpa). Ein Terroranschlag von
Palästinensern auf eine Synagoge in Jerusalem mit vier Toten hat Hoffnungen auf eine
Beruhigung der angespannten Lage zunichtegemacht. Die zwei Angreifer töteten gestern vier jüdische Betende und verletzten
acht weitere. Israels Regierung hat gestern
Gegenmaßnahmen angekündigt. Polizeiminister Izchak Aharonovich will es mehr Israelis erlauben, zur Selbstverteidigung Waffen zu tragen. Ministerpräsident Benjamin
Netanjahu kündigte am Abend die rasche
Zerstörung der Häuser von Attentätern an.
Andere Minister forderten rigorose Strafmaßnahmen gegen die Familien der Täter.
Die Attentäter aus dem arabischen Ostteil
Jerusalems wurden wenige Minuten nach
dem Angriff von Polizisten erschossen. Sie
griffen die Betenden in dem Gotteshaus in
Har Nof mit Messern und Äxten an und feuerten Schüsse ab.
Es war der erste tödliche Anschlag auf eine
Synagoge in Jerusalem. Drei der Opfer
stammten aus den USA und eines aus Großbritannien, wie Polizeisprecher Micky Rosenfeld bestätigte. Augenzeugen sprachen
von einem »Massaker« unter den Betenden.
Tausende Menschen nahmen später an d
en
A
Begräbnissen teil. Medienberichten zufolge
trugen die Opfer Titel als Rabbiner.
In den vergangenen Wochen hatte es eine
ganze Serie von Anschlägen auf Israelis gegeben. Seit dem Abbruch d
er Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern im April ist die Lage in Nahost immer weiter eskaliert.
Zuletzt sorgte der Tod eines arabischen
Busfahrers, der am Sonntag erhängt aufgefunden worden war, bei den Palästinensern
für neuen Zorn. Eine israelische Autopsie ergab, der Mann habe Suizid begangen. Palästinenser gehen dagegen von einem Lynchmord d urch jüdische Siedler aus. Der Fall
heizte die Stimmung weiter an, die ohnehin
nach einem Streit um die Nutzung des Tempelbergs in Jerusalem (Haram al-Scharif),
der Muslimen und Juden heilig ist, sehr angespannt war.
Die radikale Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) teilte mit, zwei ihrer Mitglieder hätten den Anschlag verübt. Netanjahu
warf Palästinenserpräsident Mahmud Abbas
vor, Terroristen durch Hetze zu ermutigen.
»Wir befinden uns mitten in einer Terrorkampagne, die sich auf Jerusalem konzentriert«, sagte Netanjahu.
I
Der Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet, Joram Cohen, widersprach d
en Vorwürfen Netanjahus, Abbas
hetze zu Gewalt gegen Israel auf. »Abu Masen (Abbas) ist nicht an Terror interessiert
und hetzt nicht zur Gewalt auf, auch nicht
unter der Hand, obwohl ein Teil der Öffentlichkeit seine Äußerungen so auslegt«, sagte
Cohen.
US-Außenminister John Kerry verurteilte
den Terrorakt und sprach von sinnloser Brutalität. Außenminister Frank-Walter Steinmeier warnte vor einer neuen Spirale der
Gewalt. Die EU-Außenbeauftragte Federica
Mogherini rief beide Seiten zur Zurückhaltung und zu einer Rückkehr zu Friedensgesprächen auf.
Das spanische Parlament hat sich unterdessen für die Anerkennung Palästinas als
eigenem Staat ausgesprochen. In einer an
Dienstagabend in Madrid mit 319 zu zwei
Stimmen gebilligten Vorlage wird d ie Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy
aufgefordert, Palästina als Staat anzuerkennen. Die friedliche Koexistenz von zwei
Staaten – Israel und Palästina – sei die einzig mögliche Lösung für den Nahost-Konflikt, hieß es.
(Seite 4)
Ein Jude betet nach der Bluttat in dem Raum der Synagoge, in dem der Anschlag verübt wurde. Die Opfer stammten aus den
US USA
DEMundNHALT
Großbritannien.
(Foto: dpa)
B r ü s s e l (dpa). Nach vorläufig gescheiterten Verhandlungen eskaliert d
er Streit
um den milliardenschweren Haushalt der
EU. Europaparlamentarier warfen den Regierungen der Mitgliedstaaten in scharfer
Form vor, eine Zahlungskrise der Union zu
riskieren. Unterhändler der EU-Staaten
und des Europaparlaments konnten sich in
der Nacht zum Dienstag nicht auf einen
Kompromiss zu Ausgaben einigen, die einen Umfang von mindestens 140 Milliarden
Euro haben sollen. Die Abgeordneten fordern deutlich mehr Geld für das Budget, als
die Staaten geben wollen.
(Seite 4)
Anschlag auf Synagoge
AUS DEM INHALT
■
■
Anschlag auf Synagoge
8
10
11
31
32
33–34
48
MEINE SEITE
Tierische Einwanderer
24
MITTAGSTISCH
FAMILIENANZEIGEN
30
36
IHR DRAHT ZU UNS
Zentrale
Leserservice
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Redaktion
06 41/3 00 30
06 41/30 03 77
06 41/30 03 33
06 41/3 00 31 23
www.giessener-allgemeine.de
30147
tegemacht. Die zwei Angreifer töteten gestern vier jüdische Betende und verletzten
acht weitere. Israels Regierung hat gestern
Gegenmaßnahmen angekündigt. Polizeiminister Izchak Aharonovich will es mehr Israelis erlauben, zur Selbstverteidigung Waffen zu tragen. Ministerpräsident Benjamin
Netanjahu kündigte am Abend die rasche
Zerstörung der Häuser von Attentätern an.
Andere Minister forderten rigorose Strafmaßnahmen gegen die Familien der Täter.
Die Attentäter aus dem arabischen Ostteil
Jerusalems wurden wenige Minuten nach
dem Angriff von Polizisten erschossen. Sie
griffen die Betenden in dem Gotteshaus in
Har Nof mit Messern und Äxten an und feuerten Schüsse ab.
Es war der erste tödliche Anschlag auf eine
Synagoge in Jerusalem. Drei der Opfer
stammten aus den USA und eines aus Großbritannien, wie Polizeisprecher Micky Rosenfeld bestätigte. Augenzeugen sprachen
von einem »Massaker« unter den Betenden.
Tausende Menschen nahmen später an d
en
geben. Seit dem Abbruch d
er Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern im April ist die Lage in Nahost immer weiter eskaliert.
Zuletzt sorgte der Tod eines arabischen
Busfahrers, der am Sonntag erhängt aufgefunden worden war, bei den Palästinensern
für neuen Zorn. Eine israelische Autopsie ergab, der Mann habe Suizid begangen. Palästinenser gehen dagegen von einem Lynchmord d urch jüdische Siedler aus. Der Fall
heizte die Stimmung weiter an, die ohnehin
nach einem Streit um die Nutzung des Tempelbergs in Jerusalem (Haram al-Scharif),
der Muslimen und Juden heilig ist, sehr angespannt war.
Die radikale Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) teilte mit, zwei ihrer Mitglieder hätten den Anschlag verübt. Netanjahu
warf Palästinenserpräsident Mahmud Abbas
vor, Terroristen durch Hetze zu ermutigen.
»Wir befinden uns mitten in einer Terrorkampagne, die sich auf Jerusalem konzentriert«, sagte Netanjahu.
4 194354 401500
Vorsichtige Annäherung
Ahnen begleitet
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Klesniks verlängert
Ampel-Är
Steinmeier sucht Gemeinsamkeiten mit Moskau
M o s k a u (dpa). Trotz anhaltend schwerer
Differenzen über die Ukraine bemühen sich
Deutschland und Russland um eine vorsichtige
Wiederannäherung.
Außenminister
Frank-Walter Steinmeier mahnte am Dienstag in Moskau zu gemeinsamen Anstrengungen bei anderen Krisenherden der internationalen Politik. Als Beispiel nannte er die
Atomverhandlungen mit dem Iran und den
Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer
Staat (IS). Kremlchef Wladimir Putin lud
den SPD-Politiker noch für den Abend überraschend zu einem Treffen ein.
Aus deutschen Delegationskreisen hieß es
nach d
em etwa 75-minütigen Gespräch im
Kreml, die Unterredung sei »ernsthaft und
offen« gewesen. Der Meinungsaustausch habe sich um »Wege aus der Ukraine-Krise, die
neue Perspektiven der Kooperation eröffnen
könnten«, gedreht. Zuletzt hatte Steinmeier
den Kremlchef im Februar gesehen, kurz vor
der Annexion der Halbinsel Krim durch
Russland. Steinmeier verlängerte seinen Besuch für die Unterredung und trat mit Verzögerung am Abend die Heimreise nach Berlin an.
Steinmeier und der russische Außenminis-
ter Sergej Lawrow machten bei einer gemeinsamen Pressekonferenz aus der unterschiedlichen Bewertung des blutigen Konflikts im Osten der Ukraine keinen Hehl.
Steinmeier sprach von einer »wirklich ernsthaften Krise für die europäische Friedensordnung«. Zuvor schon hatte er nach einem
Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten
Petro Poroschenko vor einer »militärischen
Großkonfrontation« gewarnt.
Steinmeier forderte alle Konfliktparteien
auf, die bereits im September geschlossenen
Waffenstillstandsvereinbarungen von Minsk
endlich einzuhalten. Zugleich mahnte er:
»Es ist aber auch Zeit, jenseits von Ukraine
zu denken. Wir haben mit ein paar anderen
Bedrohungen weltweit fertigzuwerden.«
Russland ist nach Lawrows Worten bereit,
den sogenannten Minsk-Prozess »ohne Vorbedingungen« fortzusetzen. Zugleich beschuldigte er jedoch d
ie Führung in Kiew,
die Vereinbarungen zu torpedieren. Zum
deutsch-russischen Verhältnis meinte der
Minister: »Trotz aller Unterschiede, wie wir
die Lage in der Ukraine beurteilen, ist wichtig, dass der Dialog zwischen uns nicht aufhört.«
Strompreis
könnte leicht steigen
Berlin (dpa). Die aus Klimaschutzgründen diskutierte Stilllegung von zehn deutschen Kohlekraftwerken könnte den
Strompreis leicht erhöhen. Im Einkauf an
der Strombörse würde der Preis zwischen
1,70 und fünf Euro je Megawattstunde steigen, ergeben Berechnungen von zwei großen Energieversorgern, die der Deutschen
Presse-Agentur vorliegen. Derzeit liegt der
Börsenpreis für Strom bei knapp 50 Euro
für eine Megawattstunde.
Mehr Tote
durch Terrorismus
L o n d o n (dpa). Die Zahl der Terroranschläge mit Toten und Verletzten ist im vergangenen Jahr nach einem Bericht der
Menschenrechtsorganisation Vision of Humanity drastisch gestiegen. 2013 seien
17 958 Menschen bei Anschlägen getötet
worden, 61 Prozent mehr als im Jahr zuvor,
heißt es im Global Terrorism Index der Organisation. Allein zwei Drittel d
er Opfer
gehen auf das Konto von vier islamistischen Terrororganisationen: Taliban, El
Kaida, Boko Haram und Islamischer Staat.
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den Terrorakt und sprach von sinnloser Brutalität. Außenminister Frank-Walter
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MITTAGSTISCH
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Gewalt. Die EU-Außenbeauftragte Federica
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06 41/3 00 30
Das spanische Parlament Zentrale
hat sich unterdessen für die AnerkennungLeserservice
Palästinas als
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Dienstagabend in Madrid mit
319 zu zwei
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rung von Ministerpräsident Mariano Rajoy
aufgefordert, Palästina als Staat anzuerkenwww.giessener-allgemeine.de
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Staaten – Israel und Palästina – sei die einzig mögliche Lösung für den Nahost-Kon30147
flikt, hieß es.
(Seite 4)
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Vorsichtige Annäherung
Begräbnissen teil. Medienberichten zufolge
trugen die Opfer Titel als Rabbiner.
In den vergangenen Wochen hatte es eine
ganze Serie von Anschlägen auf Israelis gegeben. Seit dem Abbruch d
er Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern im April ist die Lage in Nahost immer weiter eskaliert.
Zuletzt sorgte der Tod eines arabischen
Busfahrers, der am Sonntag erhängt aufgefunden worden war, bei den Palästinensern
für neuen Zorn. Eine israelische Autopsie ergab, der Mann habe Suizid begangen. Palästinenser gehen dagegen von einem Lynchmord d urch jüdische Siedler aus. Der Fall
heizte die Stimmung weiter an, die ohnehin
nach einem Streit um die Nutzung des Tempelbergs in Jerusalem (Haram al-Scharif),
der Muslimen und Juden heilig ist, sehr angespannt war.
Die radikale Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) teilte mit, zwei ihrer Mitglieder hätten den Anschlag verübt. Netanjahu
warf Palästinenserpräsident Mahmud Abbas
vor, Terroristen durch Hetze zu ermutigen.
»Wir befinden uns mitten in einer Terrorkampagne, die sich auf Jerusalem konzentriert«, sagte Netanjahu.
Der Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet, Joram Cohen, widersprach d
en Vorwürfen Netanjahus, Abbas
hetze zu Gewalt gegen Israel auf. »Abu Masen (Abbas) ist nicht an Terror interessiert
und hetzt nicht zur Gewalt auf, auch nicht
unter der Hand, obwohl ein Teil der Öffentlichkeit seine Äußerungen so auslegt«, sagte
Cohen.
US-Außenminister John Kerry verurteilte
den Terrorakt und sprach von sinnloser Brutalität. Außenminister Frank-Walter Steinmeier warnte vor einer neuen Spirale der
Gewalt. Die EU-Außenbeauftragte Federica
Mogherini rief beide Seiten zur Zurückhaltung und zu einer Rückkehr zu Friedensgesprächen auf.
Das spanische Parlament hat sich unterdessen für die Anerkennung Palästinas als
eigenem Staat ausgesprochen. In einer an
Dienstagabend in Madrid mit 319 zu zwei
Stimmen gebilligten Vorlage wird d ie Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy
aufgefordert, Palästina als Staat anzuerkennen. Die friedliche Koexistenz von zwei
Staaten – Israel und Palästina – sei die einzig mögliche Lösung für den Nahost-Konflikt, hieß es.
(Seite 4)
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Vier Menschen sterben in Jerusalem – Angreifer erschossen – Volksfront bekennt sichFernsehen
Meinungstreff
Je r u s a l e m (dpa). Ein Terroranschlag von Begräbnissen teil. Medienberichten zufolge
Der Chef des israelischen Mittelhessen
InlandsgeheimPalästinensern auf eine Synagoge in Jerusa- trugen die Opfer Titel als Rabbiner.
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mit Gießen-Info
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Mittelhessen
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Barrikaden
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zögerung am Abend die
Strompreis 4 194354 401500
könnte leicht steigen
Strompreis
könnte leicht steigen
Vorsichtige Annäherung
Steinmeier sucht Gemeinsamkeiten mit Moskau
M o s k a u (dpa). Trotz anhaltend schwerer
Differenzen über die Ukraine bemühen sich
Deutschland und Russland um eine vorsichtige
Wiederannäherung.
Außenminister
Frank-Walter Steinmeier mahnte am Dienstag in Moskau zu gemeinsamen Anstrengungen bei anderen Krisenherden der internationalen Politik. Als Beispiel nannte er die
Atomverhandlungen mit dem Iran und den
Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer
Staat (IS). Kremlchef Wladimir Putin lud
den SPD-Politiker noch für den Abend überraschend zu einem Treffen ein.
Aus deutschen Delegationskreisen hieß es
nach d
em etwa 75-minütigen Gespräch im
Kreml, die Unterredung sei »ernsthaft und
offen« gewesen. Der Meinungsaustausch habe sich um »Wege aus der Ukraine-Krise, die
neue Perspektiven der Kooperation eröffnen
könnten«, gedreht. Zuletzt hatte Steinmeier
den Kremlchef im Februar gesehen, kurz vor
der Annexion der Halbinsel Krim durch
Russland. Steinmeier verlängerte seinen Besuch für die Unterredung und trat mit Verzögerung am Abend die Heimreise nach Berlin an.
Steinmeier und der russische Außenminis-
ter Sergej Lawrow machten bei einer gemeinsamen Pressekonferenz aus der unterschiedlichen Bewertung des blutigen Konflikts im Osten der Ukraine keinen Hehl.
Steinmeier sprach von einer »wirklich ernsthaften Krise für die europäische Friedensordnung«. Zuvor schon hatte er nach einem
Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten
Petro Poroschenko vor einer »militärischen
Großkonfrontation« gewarnt.
Steinmeier forderte alle Konfliktparteien
auf, die bereits im September geschlossenen
Waffenstillstandsvereinbarungen von Minsk
endlich einzuhalten. Zugleich mahnte er:
»Es ist aber auch Zeit, jenseits von Ukraine
zu denken. Wir haben mit ein paar anderen
Bedrohungen weltweit fertigzuwerden.«
Russland ist nach Lawrows Worten bereit,
den sogenannten Minsk-Prozess »ohne Vorbedingungen« fortzusetzen. Zugleich beschuldigte er jedoch d
ie Führung in Kiew,
die Vereinbarungen zu torpedieren. Zum
deutsch-russischen Verhältnis meinte der
Minister: »Trotz aller Unterschiede, wie wir
die Lage in der Ukraine beurteilen, ist wichtig, dass der Dialog zwischen uns nicht aufhört.«
Berlin (dpa). Die aus Klimaschutzgründen diskutierte Stilllegung von zehn deutschen Kohlekraftwerken könnte den
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Strompreis leicht erhöhen. Im Einkauf1an
der Strombörse würde der Preis zwischen
1,70 und fünf Euro je Megawattstunde steigen, ergeben Berechnungen von zwei großen Energieversorgern, die der Deutschen
Presse-Agentur vorliegen. Derzeit liegt der
Börsenpreis für Strom bei knapp 50 Euro
für eine Megawattstunde.
Mehr Tote
durch Terrorismus
Berlin (dpa). Die aus Klimaschutzgründen diskutierte Stilllegung von zehn deutschen Kohlekraftwerken könnte den
Strompreis leicht erhöhen. Im Einkauf an
der Strombörse würde der Preis zwischen
1,70 und fünf Euro je Megawattstunde steigen, ergeben Berechnungen von zwei großen Energieversorgern, die der Deutschen
Presse-Agentur vorliegen. Derzeit liegt der
Börsenpreis für Strom bei knapp 50 Euro
für eine Megawattstunde.
Kultur – Seite 8
erstmals nach Berlin
Porträts« reisen
Mehr Tote
durch Terrorismus
begleitet
L o n d o n (dpa). Die Zahl der Terroranschläge mit Toten und Verletzten ist im vergangenen Jahr nach einem Bericht der
Menschenrechtsorganisation Vision of Humanity drastisch gestiegen. 2013 seien
17 958 Menschen bei Anschlägen getötet
worden, 61 Prozent mehr als im Jahr zuvor,
heißt es im Global Terrorism Index der Organisation. Allein zwei Drittel d
er Opfer
gehen auf das Konto von vier islamistischen Terrororganisationen: Taliban, El
Kaida, Boko Haram und Islamischer Staat.
Sport – Seite 18
bis Juni 2016 erhalten
Lette bleibt HSG Wetzlar
Klesniks verlängert
MITTELHESSISCHE ALLGEMEINE
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OK
L o n d o n (dpa). Die Zahl der Terroranschläge mit Toten und Verletzten ist im vergangenen Jahr nach einem Bericht der
Menschenrechtsorganisation Vision of Humanity drastisch gestiegen. 2013 seien
17 958 Menschen bei Anschlägen getötet
worden, 61 Prozent mehr als im Jahr zuvor,
heißt es im Global Terrorism Index der Organisation. Allein zwei Drittel d
er Opfer
gehen auf das Konto von vier islamistischen Terrororganisationen: Taliban, El
Kaida, Boko Haram und Islamischer Staat.
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OK
Vier Menschen sterben in Jerusalem – Angreifer erschossen – Volksfront bekennt sich
Je r u s a l e m (dpa). Ein Terroranschlag von
Palästinensern auf eine Synagoge in Jerusalem mit vier Toten hat Hoffnungen auf eine
Beruhigung der angespannten Lage zunichtegemacht. Die zwei Angreifer töteten gestern vier jüdische Betende und verletzten
acht weitere. Israels Regierung hat gestern
Gegenmaßnahmen angekündigt. Polizeiminister Izchak Aharonovich will es mehr Israelis erlauben, zur Selbstverteidigung Waffen zu tragen. Ministerpräsident Benjamin
Netanjahu kündigte am Abend die rasche
Zerstörung der Häuser von Attentätern an.
Andere Minister forderten rigorose Strafmaßnahmen gegen die Familien der Täter.
Die Attentäter aus dem arabischen Ostteil
Jerusalems wurden wenige Minuten nach
dem Angriff von Polizisten erschossen. Sie
griffen die Betenden in dem Gotteshaus in
Har Nof mit Messern und Äxten an und feuerten Schüsse ab.
Es war der erste tödliche Anschlag auf eine
Synagoge in Jerusalem. Drei der Opfer
stammten aus den USA und eines aus Großbritannien, wie Polizeisprecher Micky Rosenfeld bestätigte. Augenzeugen sprachen
von einem »Massaker« unter den Betenden.
Tausende Menschen nahmen später an d
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lässt Klage 10
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M o s k a u (dpa). Trotz anhaltend schwerer ter Sergej Lawrow machten bei einer gePinnwand mit Gießen-Info
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Differenzen
über die Ukraine bemühen
sich 18meinsamen Pressekonferenz
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– Seite 8
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und Russland um eine vorsich- schiedlichen Bewertung des blutigen Kongrößer als bisher gedacht
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tag in Moskau zu gemeinsamen Anstrengun- haften Krise für die europäische FriedensTierische Einwanderer
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gen bei anderen Krisenherden der interna- ordnung«. Zuvor schon hatte er nach einem
tionalen Politik. Als Beispiel nannte er die Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten
Atomverhandlungen mit dem Iran und den Petro Poroschenko vor einer »militärischen
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FAMILIENANZEIGEN
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Staat (IS). Kremlchef Wladimir Putin lud
Steinmeier forderte alle Konfliktparteien
Mittwoch, 19. November 2014
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Waffenstillstandsvereinbarungen
Aus deutschen Delegationskreisen hieß es endlich einzuhalten. Zugleich mahnte er:
Zentrale
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em etwa 75-minütigen Gespräch im »Es ist aber auch Zeit, jenseits von Ukraine
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Kreml, die Unterredung sei »ernsthaft und zu denken. Wir haben mit ein paar anderen
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offen« gewesen. Der Meinungsaustausch ha- Bedrohungen weltweit fertigzuwerden.«
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06 41/3 00 31 23
be sich um »Wege aus der Ukraine-Krise, die
Russland ist nach Lawrows Worten bereit,
neue Perspektiven der Kooperation eröffnen den sogenannten Minsk-Prozess »ohne Vorwww.giessener-allgemeine.de
könnten«, gedreht. Zuletzt hatte Steinmeier bedingungen« fortzusetzen. Zugleich beden Kremlchef im Februar gesehen, kurz vor schuldigte er jedoch d
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der Annexion der Halbinsel Krim durch die Vereinbarungen zu torpedieren. Zum
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Russland. Steinmeier verlängerte seinen Be- deutsch-russischen Verhältnis meinte der
such für die Unterredung und trat mit Ver- Minister: »Trotz aller Unterschiede, wie wir
zögerung am Abend die Heimreise nach Ber- die Lage in der Ukraine beurteilen, ist wichlin an.
tig, dass der Dialog zwischen uns nicht auf4 194354 401500
Steinmeier und der russische Außenminis- hört.«
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Keine Einigung im
EU-Haushaltsstreit
H o n g k o n g (dpa). Nach mehr als siebenwöchigen Demonstrationen in Hongkong
hat die Polizei Straßensperren am wichtigsten Protestlager der Aktivisten geräumt. Beamte und Straßenarbeiter gingen
gestern gegen Barrikaden rund um ein
Hochhaus im Stadtgebiet Admiralty in der
Nähe von Hongkongs Regierungssitz vor.
Ein Hongkonger Gericht hatte die Räumung zuvor angeordnet. Aktivisten leisteten kaum Widerstand. Protestführer Joshua
Wong sagte: »Wir respektieren die Entscheidung des Gerichtes.« Aktivisten würden aber weiterhin an anderen Straßenzügen rund um den Regierungssitz bleiben.
gegen Edathy zu
Im Kernverbreitungsgebiet.. .
...die Nr.
Mittwoch, 19. November 2014
Hongkong
räumt Barrikaden
Ein Jude betet nach der Bluttat in dem Raum der Synagoge, in dem der Anschlag verübt wurde. Die Opfer stammten aus den USA und
1 / 40
Großbritannien.
(Foto: dpa)
50 Millionen Euro
kosten
die und Straßenarbeiter gingen
räumt.
Beamte
Autobahnbrücken
bei Dorlar
gestern
gegen Barrikaden rund um ein
Hochhaus
Kreis Gießen
– Seite 37im Stadtgebiet Admiralty in der
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