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Ausschreibung - Krokoyama Cup

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Stadtzeitung
8. Jahrgang • 42. Woche • 17. Oktober 2014 • aktuell • erscheint alle 2 Wochen •
BEATRICE SOLTYS
Diese Woche:
ImmobilienProfi
S. 6
•Angebote
Sonderthema
•Heizöl und
Abrechnung
S. 6
•Outlet und
Fabrikverkäufe S. 10
•Unterjesinger
Kirbe
S. 13
•Trauerhilfe und
DauergrabpflegeS. 15
•Garten im Herbst
S. 21
•Ausbildung,
Weiterbildung,
Lernen
S. 22/23
•Unsere Region hat
so viel zu bieten
S. 25
Recht im Fokus
•Eheverträge und
Scheidungsfolgen vereinbarungenS. 7
Im Porträt
•Baisinger
BierManufaktur
S. 11
Kulturfenster
•Kulturelle Hinweise
S. 18/19
Stellenmarkt
100 % für
Tübingen
•Stellenanzeigen
S. 22
Gesundheit
•ECIWO-Akupunktur
S. 24
Ihre Ansprechpartner
•von A – Z
S. 26
2
Auf ein Wort ...
Drohnentod aus
Deutschland
Das Tübinger Max-Planck-Institut
für biologische Kybernetik (MPI)
geriet kürzlich international in die
Presse, nachdem Stern TV blutige
Undercover-Aufnahmen aus den
Labors, in denen Hirnforschung an
Affen betrieben wird, veröffentlicht
hatte. Am globalen Aktionstag gegen Kriegs- und Überwachungsdrohnen machten am 4. Oktober
Demonstranten vor dem Institut
auf einen weiteren Kritikpunkt
aufmerksam: Am MPI werde unter
anderem an Steuerungskonsolen
für Drohnen geforscht, das Institut
kooperiere dabei mit Rüstungsunternehmen. Die Forschung sei also
„primär kommerziell und sicherheitspolitisch“, potentielle therapeutische Erkenntnisse allenfalls
Zufallsprodukte – und „wohlfeile
Argumente für ethische Rechtfertigungen“, so die Tübinger Informationsstelle Militarisierung. Da das
MPI unter anderem aus Steuergeldern finanziert wird, stellt sich die
Frage, warum es nicht weit her ist
mit der Transparenz gegenüber der
Öffentlichkeit?
Nach der Veranstaltung vor dem
MPI ging es von Tübingen aus
weiter nach Stuttgart-Möhringen,
wo man noch mehr Haarsträubendes erfuhr: Wer weiß denn hierzulande, dass der Drohnenkrieg der
USA in Afrika maßgeblich von
Deutschland aus mit koordiniert
wird? Im US-Afrikakommando
AFRICOM in Stuttgart-Möhringen
werden die Todeslisten erstellt, in
denen jene Personen, die – ohne
Urteil, ohne Prozess, nach Gutdünken des US-amerikanischen Präsidenten – in Afrika durch Drohnen
gezielt getötet werden sollen. Die
BRD unterstützt also die völkerrechtlich überaus fragwürdigen
außergerichtlichen Hinrichtungen,
die durch Drohnen ausgeführt
werden und viele zivile Opfer fordern. Auch hier wieder: Ob die Bevölkerung das will oder nicht, hat
niemand gefragt, das AFRICOM
wurde am Parlament vorbei mit
stillschweigender diplomatischer
Zustimmung eingerichtet, der Bundestag, der eigentlich hätte gefragt
werden müssen, wurde ignoriert.
Die Bundesregierung duldet das
Morden durch Drohnenangriffe
nicht nur, sondern subventioniert
es, indem sie deutsche Steuergelder in den Ausbau der US-Militärbasen in Deutschland steckt. Ist
das noch „Demokratie“?
(rud)
Nachrichten
17. Oktober 2014
Die Medizinische Fakultät feiert ihre Doktoranden
Die Promotionsfeier der Medizinischen Fakultät der
Universität Tübingen findet am Samstag, den 18. Oktober ab 9.30 Uhr im Festsaal der Neuen Aula (Geschwister-Scholl-Platz) statt.
steht unter dem Motto „Klinisch erprobt und gut verträglich!“ Tanzbegeisterte sind herzlich eingeladen,
Karten für kurzfristig Entschlossene unter medizinerball@med.uni-tuebingen.de erhältlich.
Am Abend findet dann ab 20.00 Uhr der Tübinger Medizinerball im Sparkassen Carré statt. Die Ballnacht
Infos auf www.medizin.uni-tuebingen.de/medizinerball
Verkehrspolitische Wahlprüfsteine zur OB-Wahl
„Bitte keine obszönen Fragen mehr!“
Die Tübinger Kreisverbände des ADFC und des VCD
wollten die Einstellungen der OB-Kandidaten zu Verkehrsfragen erfahren und haben dazu 14 Fragen formuliert. Alle Fragen und Antworten können in einer
Übersicht zusammengestellt auf http://www.vcd.org/
vorort/tuebingen/ gelesen werden.
Beatrice Soltys, Boris Palmer und Markus Vogt haben
unsere Fragen beantwortet; mit dem vierten Kandidat
Hermann Johannes Saßmannshausen gelang uns keine Kontaktaufnahme per E-Mail.
Trotz genereller Zustimmung schränkt Frau Soltys
ihre Aussage bezüglich der Tübinger Innenstadtstrecke
nach WHO ein – diese ist jedoch das zentrale Herzstück
der Regionalstadtbahn: Muss weiterhin am Tübinger
Hauptbahnhof umgestiegen werden, so kann die Regionalstadtbahn ihren verkehrlichen und gesamtwirtschaftlichen Nutzen nur zu einem geringen Teil entfalten. Andererseits bleibt auch festzuhalten, dass OB
Palmer in den vergangenen 8 Jahren auch nicht allzu
viel Druck in dieser Angelegenheit gemacht hat.
Frau Soltys und Herr Vogt sprechen sich uneingeschränkt für ein weiteres Parkhaus auf dem Schnarrenberg aus. In der Konsequenz führt dies zu weiterem
Autoverkehr, insbesondere in der Weststadt.
Erfreulich ist, dass sich Frau Soltys und Herr Palmer
für eine Fahrradstation am Europaplatz einsetzen wollen; diese ist bisher in den Plänen zur Neugestaltung
nicht enthalten!
Maßnahmen, die den Autoverkehr reduzieren, oder
zumindest die von ihm ausgehenden negativen Folgeerscheinungen abschwächen könnten, sind bei allen
Kandidaten unpopulär. Für die Sperrung der Mühlstraße oder Rückbau von Straßen gibt es Absagen.
Stattdessen wird der Ausbau von Zufahrtsstraßen, wie
die B28neu befürwortet. Rückbau scheint dagegen nur
denkbar, wo parallel ein autobahnähnlicher Ersatz geschaffen wird.
Regelgeschwindigkeit innerorts: Herr Vogt will Tempo
50, Frau Soltys Tempo 40 und flächendeckendes Tempo 30 ohne Einschränkungen gibt es auch mit Herrn
Palmer nicht. Dabei wird neben der Feinstaub-Diskussion gerne vergessen, dass Tempo 30 aus Gründen der
Verkehrssicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer
und um eine Lärmminderung zu erreichen, die bessere
Alternative ist.
Fazit: Leider lässt sich bei keinem der KandidatInnen
ein deutlicher Fokus auf einen sozial- und umweltverträglichem Verkehr feststellen. Markus Vogt, alias
Häns Dämpf, bringt dies zusammenfassend so auf den
Punkt: „Bitte keine obszönen Fragen mehr!“.
Ein optimales Bus- und Bahnangebot, mehr Platz für
Fahrräder, umweltschonende Autos, mehr Sicherheit
für Kinder: So sieht nachhaltige Mobilität für den Verkehrsclub Deutschland aus. Um diese Vision zu verwirklichen, wurde der VCD e. V. 1986 gegründet.
Seitdem haben umweltbewusste mobile Menschen
eine Alternative zu den herkömmlichen Automobilclubs und die Verkehrspolitik ein ökologisches Korrektiv. Derzeit unterstützen 55.000 Menschen den VCD.
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Städtische Mitteilungen
17. Oktober 2014
im Fokus
3
Mitteilungen der Universitätsstadt Tübingen
Die Abenteuer einer kleinen Seeräuberin
Wahlergebnisse live
Die 34. Tübinger Kinder- und Jugendbuchwoche wird am Sonntag, 19. Oktober, um 15 Uhr im LTT mit der Kinderund Jugendbuchautorin Kirsten Boie eröffnet. Der Eintritt ist frei.
Wer wird Oberbürgermeister? Das
entscheidet sich am Sonntagabend.
liegen ihr weit mehr als Hofzeremonien. Als sich herausstellt, dass die
Prophezeiung ein anderes Mädchen
gemeint hat, ist sie deshalb gar nicht
traurig. Glücklich sticht sie mit ihren
Piratenvätern in See, wo schon das
nächste Abenteuer auf sie wartet.
Die Lesung ist der Auftakt zur Tübinger Kinder- und Jugendbuchwoche
mit Lesungen, Autorenbegegnungen,
Erzählstunden, Filmen, Theatervorstellungen und Workshops.
www.tuebingen.de/
jugendbuchwoche
Boris Palmer, Markus Vogt, Beatrice
Soltys und Hermann Johannes Saßmannshausen kandidieren bei der
Oberbürgermeisterwahl an diesem
Sonntag, 19. Oktober. Zur öffentlichen
Präsentation der Wahlergebnisse lädt
die Universitätsstadt Tübingen alle
Interessierten ab 18 Uhr in die Mensa
in der Uhlandstraße ein. Die Auszählungsergebnisse aus den Wahlbezirken
werden auf einer Leinwand präsentiert. Mit den ersten Teilergebnissen
ist gegen 18.20 Uhr zu rechnen. Das
vorläufige Endergebnis dürfte gegen
19 Uhr vorliegen. Am Wahlabend sind
die Ergebnisse auch auf der städtischen Internetseite abrufbar.
www.tuebingen.de/wahlen
Die bekannte Kinderbuchautorin
Kirsten Boie ist an diesem Sonntag,
19. Oktober, in Tübingen zu Gast. Zur
Autorenlesung aus ihrem neuen Buch
„Leinen los, Seeräubermoses“ sind
alle Interessierten ab sechs Jahren
herzlich eingeladen um 15 Uhr im LTT,
Eberhardstraße 6. Der Eintritt ist frei.
„Leinen los, Seeräubermoses“ erzählt
von Moses, dem Seeräubermädchen,
das durch eine Prophezeiung von
einem Tag auf den anderen zu Prinzessin Isadora wird. Das freut Moses
aber gar nicht, denn Seemannsflüche
Die Kinderbuchautorin Kirsten Boie.
Bild: Jörg Schwalfenberg
Herbstkonzert der Jugendsinfonieorchester aus Tübingen und Kassel
Am 22. Oktober um 19 Uhr geben die Jugendsinfonieorchester aus Tübingen und Kassel ihr fünftes gemeinsames
Konzert. Damit setzen sie ihre Kooperation fort, die im Sommer unter der Leitung von Kiril Stankow gestartet ist.
Beim gemeinsamen Herbstkonzert
bringen die jungen Musikerinnen und
Musiker unter der Leitung von Kiril
Stankow drei Werke zur Aufführung.
Das Programm startet mit der Ouvertüre aus der Kinderoper „Hänsel und
Gretel“ von Engelbert Humperdinck.
Für Sergej Prokofjews Violinkonzert
Nr. 1 konnte der junge aufstrebende Violinist Fjodor Selzer als Solist
gewonnen werden. Der ehemalige
Konzertmeister des Landesjugendorchesters Hessen studiert an der
Musikhochschule in Freiburg. Zum
Abschluss spielen die beiden Orchester Anton Bruckners 6. Sinfonie,
die auf das Klangbild eines großen
Orchesters ausgerichtet ist.
Das 1955 gegründete Jugendsinfonieorchester der Tübinger Musikschule
besteht aus rund 70 Instrumentalisten
zwischen 14 und 20 Jahren. Kiril Stankow ist seit November 2011 Dirigent
und künstlerischer Leiter des Jugendsinfonieorchesters. Unter seiner
Heizpumpentausch
Die Stadtverwaltung, die Stadtwerke
Tübingen und die örtliche Innung
für Sanitär und Heizung fördern den
Wechsel auf effiziente Heizpumpen.
Wer ein altes Gerät im Heizungskeller
gegen ein neues tauscht, hat jetzt die
Chance, 333 Euro in bar zu gewinnen.
Insgesamt stehen drei Preise in dieser
Höhe zur Verfügung. Sie werden unter allen Personen verlost, die einen
Pumpentausch in einem Tübinger
Gebäude mit einer Rechnung belegen
können. Einsendeschluss ist Samstag,
15. November 2014.
www.tuebingen.de/pumpentausch
Leitung kooperieren die Orchester
aus Tübingen und Kassel seit Sommer
2014 und geben nun ihr mittlerweile
fünftes gemeinsames Konzert.
Dazu sind alle Interessierten herzlich
eingeladen am Mittwoch, 22. Oktober,
um 19 Uhr im Festsaal der Universität
(Neue Aula), Geschwister-Scholl-Platz.
Karten gibt es im Vorverkauf bei der
Tübinger Musikschule, Telefon 07071
55940, beim Bürger- und Verkehrsverein, unter www.reservix.de sowie an
der Abendkasse. Die Karten kosten
14,20 Euro (ermäßigt 7,60 Euro) im
Vorverkauf und an der Abendkasse
15 Euro (ermäßigt 8 Euro).
Verantwortlich für diese Seite
2014
Universitätsstadt Tübingen
Öffentlichkeitsarbeit
Redaktion: Sabine Schmincke
presse@tuebingen.de
www.tuebingen.de/presse
4
kurz notiert
Nachrichten
17. Oktober 2014
Interkulturelle Zirkuswerkstatt für Kinder
in den Herbstferien
Waldhäuser Ost e. V.
Berliner Ring 20, 72076 Tübingen
Veranstaltungen vom
20. bis 31. Oktober:
Mo., 20. Oktober, 15.00-17.00 Uhr
Cupcakes & Conversation. Come
join us as we chat in English and
munch homemade cupcakes and
other goodies. We'll offer various
activities to amuse and challenge
ourselves: games, seasonal crafts,
stories, etc. All ages! Janice Lupas,
Traudel Schmidt
Di., 21. Oktober, 15.30-17.00 Uhr
Kosmische Wunder. Was moderne
Astronomie uns vor Augen stellt.
Wolfgang Wettlaufer
Mi., 22. Oktober, 14.30-17.00 Uhr
Wir quilten Gürteltaschen. Christine
Renner
Fr., 24. Oktober, 16.30 Uhr
Bedienung unseres Beamers für
Veranstaltungen. Einführung und
Übung. Bernd Lange
Mo., 27. Oktober, 17.00-18.30 Uhr
Projekt Stadtteilzeitung WHO. Wer
hätte Lust, sich an der Herausgabe
einer kleinen Zeitung mit zwei Ausgaben im Jahr zu beteiligen? Johannes Bleek
Di., 28. Oktober, 15.30-17.00 Uhr
Tadschikistan. Eine Reise ins PamirGebirge zu Ismaeliten und Nomaden.
Volker Carstens
Do., 30. Oktober, 19.30-21.00 Uhr
Transition Town Initiative Tübingen. Dieses Konzept ist ein pragmatischer, ideologiefreier Ansatz
sich den zukünftigen Problemen zu
stellen, die sich auf lokaler Ebene
aus Klimawandel, begrenzten Naturressourcen und sich zuspitzender
Wirtschaftskrise ergeben. Information und Diskussion mit Aktiven der
Tübinger Gruppe.
Fr., 31. Oktober, 15.30-16.30 Uhr
Gymnastik für Ältere. Bewegungsangebote für Senioren 60+. Hildegard Kehrer
Weitere Veranstaltungen unter:
www.stadtteiltreff-who.de.
Von Montag, 27., bis Mittwoch, 29. Oktober 2014,
heißt es wieder „Manege frei!“ für Nachwuchstalente. An drei Nachmittagen erlernen Kinder zwischen
neun und 14 Jahren das Jonglieren und Balancieren.
Angeleitet werden sie dabei von Jugendtrainerinnen
und Jugendtrainern des Zirkus Zambaioni sowie von
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fachabteilung
Jugendarbeit.
Die Zirkuswerkstatt dauert am Montag und Dienstag
von 14.00 bis 17.30 Uhr und am Mittwoch von 14.00
bis 18.00 Uhr. Zum Abschluss gibt es eine gemeinsame
Vorführung. Die Teilnahme kostet 30 Euro pro Kind
und 20 Euro pro Geschwisterkind. Getränke und gesunde Früchtesnacks sind inbegriffen. Für Besitzer der
Tübinger KinderCard ist die Teilnahme kostenlos.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wer teilnehmen
möchte, sollte sich bis spätestens Donnerstag, 23.
­Oktober 2014, anmelden. Anmeldungen nimmt die
Koordinationsstelle für Sport, Bewegungskultur und
Prävention entgegen unter Telefon 0 70 71/2 04-1656
oder per ­E-Mail an jugend-sportkoordination@
tuebingen.de
Der literarische Tübingen-Kalender 2015
Wieder hebt dieser schöne Kalender neue literarische
Schätze der Stadt Tübingen und nimmt uns mit auf
eine oft überraschende Reise von Trockenmilchlieferungen aus Amerika, Düngemittelforschung aus
Russland bis hin zu Weisheiten aus China und in
die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit hinein. Wir begegnen Dorfgeschichten, Mädchenromanen, marxistischer Philosophie,
Modekritik, Sintflutprophezeiungen, Goethes Farbenlehre und Celans Hölderlin-Liebe. Und blicken
in die literarischen Anfänge einer RAF-Terroristin.
Nacheinander lernen wir kennen: die Historikerin Lilli
Zapf, den in Vergessenheit geratenen Bestsellerautor
Berthold Auerbach, die Chemikerin und erste Professorin Deutschlands Margarete von Wrangell, den Dichter
Paul Celan, den Sinologen Richard Wilhelm, die Sängerin Meta Diestel, den Philosophen Ernst Bloch, die
Schriftsteller Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Theodor Vischer, die Germanistin Gudrun Ensslin,
Nesthäkchen-Autorin Else Ury und den Astronomen
Johannes Stöffler, der die Tübinger Rathaus-Uhr erbaute.
Wandkalender Din A 3, recyclingpapier white silk,
14 Seiten, Biographische Texte von Andrea Bachmann,
16,80 Euro, im Buchhandel erhältlich.
„SpaS – Sport am Samstag“ am 18. Oktober
Der nächste Spiel-, Sport- und Freizeittreff „SpaS –
Sport am Samstag“ für Mädchen und Jungen zwischen
zwölf und 16 Jahren, findet statt am Samstag, 18. Oktober, 18.00 bis 21.00 Uhr, in der Schul- und Turnhalle
am Feuerhägle, Primus-Truber-Straße 47.
Dann steht die Sporthalle wieder für Ballspiele, Parcours, Tischtennis und Badminton bereit. Dazu gibt
es Snacks und günstige Sportdrinks. Die Teilnahme ist
kostenlos.
SpaS-Angebote finden einmal im Monat an einem
Samstagabend statt, sind kostenlos und werden von
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fachabteilung
Jugendarbeit der Universitätsstadt Tübingen und dem
Verein Pfunzkerle e.V. betreut. Weitere Vereine und Institutionen sowie Jugendliche aus Tübingen gestalten
das Programm mit.
Wer ein neues Sportprogramm anbieten möchte, kann
sich an die Jugend-Sportkoordination der städtischen
Fachabteilung Jugendarbeit wenden:
Michael Weyhing, Telefon 0 70 71/2 04-16 56, E-Mail:
jugend-sportkoordination@tuebingen.de
Zweite Infoveranstaltung zum Feuerwehrhaus Lustnau
Im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau des
Feuerwehrhauses in der Bebenhäuser Straße lädt die
Universitätsstadt Tübingen zu einer weiteren öffentlichen Informationsveranstaltung ein, am Dienstag,
21. Oktober, 19.00 Uhr, im Feuerwehrhaus Lustnau,
Harpprechtstraße.
Bei dieser Gesprächsrunde möchte die Stadt insbesondere auf folgende Fragen noch einmal eingehen: Warum kann am bisherigen Standort kein Feuerwehrhaus
gebaut oder ertüchtigt werden? Wie soll das bisherige
Areal an der Harpprechtstraße zukünftig genutzt wer-
den? Gibt es alternative Standorte? Wie werden Umwelt- und Lärmschutz umgesetzt und wie steht es mit
dem Hochwasserschutz am neuen Standort?
Nicht alle Punkte konnten in der ersten Veranstaltung
im Mai 2014 abschließend geklärt werden. Deshalb
nehmen Fachleute der Verwaltung zu den noch offenen Punkten Stellung. Die Stadtverwaltung hofft, dass
die Bedenken ausgeräumt werden können und dass
ein Konsens für den neuen Standort in der Bebenhäuser Straße erreicht werden kann.
Auto im Fokus
Nebelfahrten – Sicherheitsregeln für den Blindflug
auf vier Rädern
Rund 320 Unfälle mit Verletzten wurden 2013
durch Nebel verursacht
Fuß vom Gas – lautet die Grundregel für Fahrten im Nebel Foto: dmd/ADAC
Der Herbst birgt eine Handvoll Gefahren für die Autofahrer. Wer sich nicht vorab auf die veränderten Verhältnisse auf den Straßen und Wegen einstellt, erhöht
noch das Risiko. Eine der gefährlichsten Situationen
in der Übergangsjahreszeit tritt auf, wenn sich der
Nebel über die Landschaft legt und die Sicht bis auf
wenige Meter verkürzt. Hier die besten Tipps, um den
Blindflug auf vier Reifen sicher zu überstehen.
Die wichtigste Regel lautet: Erstmal runter vom Gas.
Wer mit überhöhter Geschwindigkeit den Nebel kreuzt,
bringt sich selbst und die anderen Verkehrsteilnehmer
in überhöhte Gefahr. Nicht umsonst wurden im Jahr
2013 rund 320 nebelbedingte Unfälle mit Personenschaden vom ADAC registriert. Wer genug Abstand
zum Vordermann hält, vermeidet Kollisionen. Diesen
Grundsatz sollten alle Autofahrer bei Fahrten durch
den Nebel noch mehr als in normalen Sicht-Situationen beachten.
Dabei gilt als Norm: Der Mindestabstand ist so groß
wie die Geschwindigkeit. Sieht man hinter dem Steuer
nicht weiter als 50 Meter – also die Distanz zwischen
zwei Leitpfosten am Fahrbahnrand – sollte dieselbe
Zahl auf dem Tacho nicht überschritten werden. Bei
unter 50 Metern Sicht muss zudem die Nebelschlussleuchte eingeschaltet werden. Nicht vergessen: Selbst
wenn sich die normalen Scheinwerfer des Fahrzeugs
normalerweise automatisch den veränderten Lichtverhältnissen anpassen und sich von selbst einschalten,
funktioniert dies nicht für die Nebelschlussleuchte.
Also auf jeden Fall daran denken, diesen Schalter manuell zu betätigen.
Die vorderen Scheinwerfer dürfen bei Nebel auf keinen Fall auf Fernlicht geschaltet werden. Der starke
Lichtstrahl wird von der weißen Wand reflektiert,
blendet und verschlechtert die Sicht noch mehr. Für
Nebelfahrten ist das Abblendlicht die beste Lichtquelle. Nichtsdestotrotz strengt die Situation die Augen
des Fahrers sehr an. Wird es zu viel, lieber kurz anhalten und sich ausruhen. Während einer solchen Pause
empfiehlt es sich, kurz die Scheinwerfer rund um das
Fahrzeug zu prüfen und, falls nötig, sauber zu machen. Während der Fahrt sollte man regelmäßig die
winzigen Wassertröpfchen auf der Windschutzscheibe
mit dem Scheibenwischer entfernen.
(dmd)
La Beauté
5
Dauerhafte Schönheit mit
Conture® Make-up
Liebe Leser/innen,
Conture® Make-up –
mit diesem Namen wird
verdeutlicht, dass nicht
geschminkt wird, sondern auf ganz natürliche
Weise facettenreich die
Konturen
pigmentiert
werden. D. h. perfekte Augenbrauen verleihen Ihrem Gesicht
Ausdrucksstärke, Ihre Augen werden durch
Lidstriche perfekt in Szene gesetzt und Ihre
Lippen wirken durch natürliche Konturen mit
farbiger Einschattierung voll und ebenmäßig.
Mit dem Long-Time-Liner® Conture® Makeup wird zum einen die natürliche Schönheit
jedes Menschen hervorgehoben, zum anderen
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Schminken und Abschminken endgültig der
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uns antreibt, ist Ihre persönliche Zufriedenheit. Wenn Sie sich wohlfühlen und glücklich
sind, sind auch wir „happy“.
Unzählige Frauen stehen morgens früh auf,
um perfekt gestylt in den Tag zu starten.
Wie schön wäre es, wenn das morgendliche
Schminkritual nicht mehr nötig wäre und
Sie etwas länger schlafen könnten. Wenn
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Nagy, die über 20 Jahre Berufserfahrung in
diesem Bereich hat. Mit einer Conture® MakeUp Methode von Long-Time-Liner® kann Ihre
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wirkende Pigmentierung vorzunehmen. Auch
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beim Sport, beim Baden oder beim Saunieren
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Das tägliche Schminken und Abschminken
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Sanitätsdienst und dem Besuchszu Begegnungen in der Nachbardienst nach Krankenhausaufenthalt:
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Kaltgetränke) mit Strick-Café und einer
Umfeld der Betroffenen nicht ausSpielrunde sowie allgemein interessiereicht. Wir unterstützen z.B. durch
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übergreifend ist jeder willkommen.
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Öffnungszeit: jeden Mittwoch 14.30
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Entgegennahme der Bestellungen,
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individuelle Vorbereitung und Förder Einnahmen und Erstellen des
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beitung ist selbstverständlich. Einsatztermine können im Team abgestimmt
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Adelheid Schmidt, Koordinatorin
Unsere Kontaktdaten
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Hegelstr. 1/1
Gerd K. Hagmeyer
72072 Tübingen
Derendinger Straße 78, 72072 Tübingen
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Telefon (07071) 791519
adelheid.schmidt@johanniter.de
Email: gerdhagmeyer@gmx.de
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www.buergerverein-derendingen.eu
Weitere Möglichkeiten
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www.engagiert-im-kreis-tuebingen.de
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www.bueroaktiv.de/freiwilligenboerse
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Gemütliche Doppelhaushälfte mit
großem Garten. Beschauliches
Wohnen in angenehm ruhiger Lage
in Kusterdingen! Baujahr 1952, renovierungsbedürftig. Energieausweis wird erstellt.
€ 185.000
Tel. 07121/930 750
Sonderthema: Heizöl und Abrechnung
Ein warmes Zuhause mit unbeschwertem Heizen!
Nun beginnt nicht nur die kalte Jahreszeit, sondern notwendigerweise auch
die Heizperiode.
Da sich verständlicherweise niemand gern
in einer kalten Wohnung oder einem kalten Haus aufhält, muss die Heizanlage, der
den Sommer über eine Ruhepause gegönnt
wurde, jetzt wieder zeigen, was sie kann.
Berücksichtigt man die Tatsache, dass die
Kosten für Heizung im Regelfall einen
nicht gerade geringen Teil der jährlichen
Unterhaltskosten für Haus oder Wohnung
ausmachen, wird sich mancher folgerichtig fragen: Habe ich noch genug Heizöl
im Tank? Wo bekomme ich neues Heizöl
her und was kostet es? Durch eine richtige
Beratung und Ausstattung lassen sich unnötige Kosten vermeiden, der Energieverbrauch senken und somit Geld sparen!
Informieren Sie sich also umgehend über
die neueste Technik und bringen Sie in Erfahrung, welche Abrechnungssysteme und
welches Heizöl für Sie richtig ist, denn es
gibt verschiedene Varianten und Energieeffizienzen. Lassen Sie sich von den Fachleuten beraten, denn diese sorgen dafür,
dass Sie es den Winter über warm haben
und das am Ende auch Ihre Abrechnung
stimmt! (HaMa)
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Foto: pixelio.de
Recht im Fokus
17. Oktober 2014
HEUTE:
Eheverträge und Scheidungsfolgenvereinbarungen –
oder – wie Sie heute bereits an morgen denken
Im Rahmen von Hochzeitsvorbereitungen stehen meist Angelegenheiten im
Vordergrund, wie z. B. die Besichtigung
verschiedener Lokalitäten, die Erstellung der Gästeliste sowie Sitzordnung
und natürlich die Suche nach dem richtigen, perfekten und einmaligen Hochzeitskleid.
Es überrascht daher nicht, dass sich die
wenigsten Ehepaare, für die es die erste
Hochzeit ist, Gedanken über die rechtlichen Konsequenzen einer Eheschließung machen.
Berücksichtigt man aber, dass die rechtlichen Wirkungen einer Eheschließung
deutlich nachhaltiger sind als der Abschluss eines Kauf-, Miet- oder Arbeitsvertrages, den wir in der Regel ebenfalls
nicht ohne vorherige rechtliche Beratung abschließen würden, so lässt sich
dieses Phänomen nur mit dem statistisch widerlegbaren Vertrauen darauf
erklären, dass man sich schon nicht
scheiden lässt bzw. im Ernstfall doch
alles gut geht.
Diese Hoffnung kann berechtigt sein,
muss es aber nicht, so dass es ratsam
erscheint, sich bereits anlässlich der
Eheschließung eingehend beraten und
über die Möglichkeiten ehevertraglicher
Regelungen aufklären zu lassen.
Die zentralen Regelungsbereiche in einem Ehevertrag sind dabei der Güterstand, der Versorgungsausgleich und
der Unterhalt von Kind sowie Ehepartner.
Hinsichtlich des Regelungsbereichs
Güterstand muss man wissen, dass im
Gesetz der Güterstand der Zugewinngemeinschaft normiert ist. Trifft man also
keine Vereinbarung, so wird anlässlich
von Trennung und Scheidung das jeweilige Endvermögen (Vermögen bei
Zustellung des Scheidungsantrages) und
das jeweilige Anfangsvermögen (Vermögen bei standesamtlicher Trauung)
ermittelt. Stellt sich bei einem Vergleich
der beiden Vermögensmassen heraus,
dass einer der Eheleute in der Ehezeit
mehr hinzuerworben hat als der andere,
so ist ein Ausgleich vorzunehmen.
Es handelt sich hierbei um einen reinen
Geldausgleich. Das Eigentum an den jeweiligen Vermögenswerten bleibt hiervon unberührt.
Möchte man vermeiden, dass ein Ausgleich stattfindet oder aber, dass einzelne Vermögenswerte berücksichtigt
werden, so besteht die Möglichkeit, entweder den gesetzlichen Güterstand zu
modifizieren oder aber einen anderen
Güterstand zu wählen.
Dies dürfte sich insbesondere dann anbieten, wenn einer der Eheleute selb-
ständig oder aber hohes, in Sachwerten
gebundenes Vermögen vorhanden ist.
Beim Regelungsbereich Versorgungsausgleich muss man sich zunächst darüber bewusst werden, dass im Gesetz
der Ausgleich eines jeden in der Ehezeit
erworbenen Rentenanrechtes vorgesehen ist.
Auf diesem Wege wird erreicht, dass
beide Ehegatten – gleich welche Rollenverteilung in der Ehe bestanden hat –
in gleichem Maße an der in der Ehezeit
nicht unbedingt regeln. Im Übrigen hält
sich die „Streitbereitschaft“ beim Kindesunterhalt in Grenzen.
Hingegen bietet sich eine Regelung des
Ehegattenunterhaltes gerade im Rahmen eines Ehevertrages, also zu einem
Zeitpunkt, zu dem man noch vernünftig
miteinander reden kann, an.
Möchte man langwierige Auseinandersetzungen im Fall der Trennung und
Scheidung vermeiden, so ist es z. B. möglich, einen konkreten Bedarf festzulegen
betriebenen Altersvorsorge teilnehmen
und insoweit keinen Nachteil erfahren.
Sondersituationen können aber dazu
führen, dass eine hälftige Teilung der
Anrechte nicht unbedingt sinnvoll oder
aber gewünscht ist. Es kommt dann in
Betracht, den Versorgungsausgleich
ganz oder teilweise, ohne oder mit einer
Abfindung, auszuschließen oder aber
in Verbindung mit anderen Bereichen
(Ehegattenunterhalt,
Zugewinnausgleich) eine Gesamtlösung zu finden.
Betreffend den Regelungsbereich Unterhalt muss unterschieden werden zwischen Kindesunterhalt und Ehegattenunterhalt.
Dabei wird man davon ausgehen können, dass sich in der Regel ein Regelungsbedürfnis für den Kindesunterhalt
eher in einer Scheidungsfolgenvereinbarung, also in einem anlässlich von
Trennung und Scheidung geschlossenen Ehevertrag, ergibt. Nachdem die
für den Kindesunterhalt geschuldeten
Unterhaltssätze in der Düsseldorfer Tabelle festgelegt sind und der Unterhaltsschuldner sowie die Voraussetzungen
eines Unterhaltsanspruchs im Gesetz
definiert sind, muss man diesen Bereich
oder bestimmte Regularien betreffend
die Erwerbsobliegenheit vorzusehen.
Beim nachehelichen Ehegatten­unterhalt
ist es möglich, auf Ehegattenunterhalt
zu verzichten, diesen zeitlich oder betragsmäßig einzugrenzen bzw. zu erweitern oder aber auf bestimmte Unterhaltstatbestände zu begrenzen.
Nachdem nicht jeder Ehevertrag der
Wirksamkeits- und Ausübungskontrolle, die ein Gericht ggf. durchzuführen
hat, standhält, ist es dringend zu empfehlen, sich bei einem Fachanwalt für
Familienrecht beraten zu lassen. Zudem
kann man sich anderweitig informieren,
z. B. durch Besuch von Vortragsveranstaltungen, wie z. B. die des ISUV e. V.;
nächster Termin: 6. November, 19.30
Uhr, mit dem Doppelthema „Steuerrechtliche Auswirkungen von Trennung
und Scheidung“ sowie „Eheverträge
und Scheidungsfolgenvereinbarungen“
im Hotel Domizil (Eintritt frei).
Rechtsanwälte
Dipl.-Betriebswirt Volker Spohn (Mediator), Johanna Geiger-Mohr, Songül Saglik,
Fachanwälte für Familienrecht,
Bärbel Barunovic, Simon Hofmann,
Gartenstraße 5, 72074 Tübingen,
Telefon 0 70 71/56 99-0
Wilhelm-Maybach-Straße 11
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Gerichtsurteil
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Hund muss auf Gemeinschaftsflächen einer
Eigentumswohnanlage
nicht angeleint werden
Ein freilaufender Hund beeinträchtigt
nicht das Recht eines Wohnungseigentümers, sein Eigentum ungestört
nutzen zu können. Dies entschied das
Amtsgericht München.
Der Kläger des zugrunde liegenden
Falls ist Miteigentümer einer Wohnungseigentümergemeinschaft
im
Stadtteil Perlach in München. Er
bewohnt seine Eigentumswohnung
selbst. Die Beklagten sind seit Juli
2012 Mieter einer Wohnung in derselben Anlage. Die Mieter halten mit
Genehmigung der Eigentümergemeinschaft und ihrer Vermieter den
Hund Ara. Ara ist ca. 28 Kilogramm
schwer und hat eine Schulterhöhe
von etwa 48 Zentimeter.
Wohnungseigentümer fühlt sich
durch nicht angeleinten Hund des
Nachbarn beeinträchtigt. Der Kläger
will mit der Klage erreichen, dass das
Gericht den beklagten Mietern einen
Leinenzwang auferlegt, wenn der
Hund sich außerhalb der Wohnung
auf dem Gelände der Eigentümergemeinschaft befindet. Der Kläger trägt
vor, dass der Hund jung und ungestüm sei. Der Hund habe einmal versucht, die Ehefrau des Klägers zu beschnüffeln und an ihr hochzuspringen. Diverse Male hätten der Kläger
und seine Ehefrau ihren Weg ändern
oder abwarten müssen, um eine Begegnung mit dem Hund zu vermeiden. Der Kläger fühlt sich durch den
nicht angeleinten Hund beeinträchtigt und in seiner Bewegungsfreiheit
eingeschränkt.
AG: Hund muss nicht angeleint werden. Die Richterin des Amtsgerichts
München gab nun den Hundehaltern
und Mietern der Wohnanlage Recht
und entschied, dass der Hund nicht
angeleint werden muss. Die Hausordnung sehe keine Leinenpflicht für
Hunde auf der Anlage vor, so dass
danach die Mieter nicht zum Anleinen des Hundes verpflichtet sind.
Der Hund wird seit einiger Zeit auf
dem Gelände grundsätzlich an der
Leine geführt. Den Hundehaltern sei
sehr an einer Streitbeilegung gelegen.
Deshalb werde der Hund seit einiger
Zeit auf dem Gelände grundsätzlich
an der Leine geführt. Der Kläger sollte dies dankend annehmen, denn einen Rechtsanspruch hierauf habe er
nicht!
Amtsgericht München, Urteil vom
23. 10. 2014 – 113 C 19711/13 –
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Seele and Geist
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