close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

DIE NEUEN BÜCHER

EinbettenHerunterladen
DIE NEUEN BÜCHER
S e p t e m b e r 2014 b i s F e b r u a r 2 015
Rowohlt · Berlin Verlag | Kreuzbergstraße 30 | 10965 Berlin
SpitzentiteL
September 2014 – Februar 2015
Literatur
Sachbuch
4
«Die Sterne wandern, und
ich wandre auch.» Die
Wolfgang Herrndorf
Geschichte des verrückten,
hellsichtigen Mädchens
Bilder deiner großen Liebe
Wolfgang Büscher
4
20
Ein Frühling in Jerusalem
12
Isa. Wolfgang Herrndorfs
letzter Roman.
Für dich Peanuts, für mich
ein Leben … Thomas Melles
Christian Ankowitsch
heftiger, poetischer Roman
Szilárd Rubin
über zwei Underdogs und
Der Eisengel
Warum Einstein niemals
10
26
Socken trug
die Liebe.
20
Thomas Melle
3000 Euro
Richard Overy
12
28
Der Bombenkrieg
Jerusalem – Mythos
und Mysterium: das
neue Reiseabenteuer
von Wolfgang Büscher.
Max Goldt/Martin Z. Schröder
Chefinnen in
bodenlangen Jeansröcken
Wolfgang Sandner
16
32
Keith Jarrett
28
«Dieses gewaltige Buch
entlarvt die vielen Mythen
über den Bombenkrieg …
Ein Meisterwerk der
36
André Kubiczek
Das fabelhafte Jahr der Anarchie
Willi Winkler
18
34
Deutschland, eine Winterreise
Geschichtsschreibung.»
The Times
Reden ist Silber, Smalltalk
ist Gold. Alexander von
Schönburg über die
große Kunst des kleinen
Alexander von Schönburg
36
Smalltalk
Gesprächs.
Melvin J. Lasky
42
© Umschlag: Wolfgang Herrndorf
Und alles war still
Literatur
SpitzentiteL
Oktober 2014
«Wie Wolfgang Herrndorf
erzählt, mit einer Sprache,
nach der man süchtig werden kann,
das ist brillant.»
Frankfurter Rundschau
«Wolfgang Herrndorf ist einer der besten
Schriftsteller deutscher Sprache, einige sagen sogar:
der beste seiner Generation.»
Süddeutsche Zeitung
«Bewundernswert ist die erzählerische Virtuosität
dieses Schriftstellers. Herrndorf braucht nur
wenige Sätze, um dem Leser selbst komplexe Charaktere
plastisch vor Augen zu stellen.»
Focus
© Isolde Ohlbaum
«Ohne Wenn und Aber: Wolfgang Herrndorf zählt zu den
originellsten, einfallsreichsten und stilsichersten Autoren der
deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.»
Deutschlandradio Kultur
«Herrndorfs Sprache ist präzise bis ins Detail,
liest sich dabei aber immer so locker,
dass man leicht vergisst, wie schwierig so
ein selbstverständlicher Ton hinzubekommen ist.»
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Literatur
Oktober 2014
«Wolfgang Herrndorf verfügt über die seltene Gabe, mit
authentischer, roher Figurensprache, mit Jugendslang und
knappem Wortschatz, umstandslos, rasant, aber vor allem
zart die Wirklichkeit fremder Welten zu transportieren.»
Berliner Zeitung
«Einer der einfallsreichsten und stilsichersten Autoren
der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.»
Die Geschichte des verrückten,
hellsichtigen Mädchens Isa.
Wolfgang Herrndorfs unvollendeter
letzter Roman
Neue Zürcher Zeitung
SpitzentiteL
Die WeRBUnG

Ein Mädchen steht im Hof einer Anstalt. Das Tor geht auf,
das Mädchen huscht hinaus und beginnt seine Reise, durch
Wälder, Felder, Dörfer und an der Autobahn entlang: «Die
Sterne wandern, und ich wandre auch.» Isa heißt sie, und
Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg
geboren und 2013 in Berlin gestorben,
hat ursprünglich Malerei studiert. 2002
erschien sein Debütroman «In Plüschgewittern», 2007 «Diesseits des Van-AllenGürtels», 2010 und 2011 folgten die Romane
«Tschick» und «Sand», 2013 das posthum
herausgegebene Tagebuch «Arbeit und
Struktur».
Isa wird den Menschen begegnen – freundlichen und rätselhaften, schlechten und traurigen. Einem Binnenschiffer, der vielleicht ein
Bankräuber ist, einem merkwürdigen Schriftsteller, einem toten Förster, einem Fernfahrer
auf Abwegen; und auf einer Müllhalde trifft sie
zwei Vierzehnjährige, einer davon, der schüchterne Blonde, gefällt ihr.
An dem Roman über die verlorene, verrückte,
hinreißende Isa hat Wolfgang Herrndorf bis
zuletzt gearbeitet, er hat ihn selbst noch zur Veröffentlichung bestimmt. Eine romantische Wanderschaft durch
Tage und Nächte; unvollendet und doch ein vollkommenes Leseerlebnis. «Die Wärme des Tages ist im Gras. Ich
liege auf dem Rücken. Weiß umrandete Wolken ziehen vor
dem Mond vorbei. Ich stelle mir vor, jemand sieht mich
Wolfgang Herrndorf
Bilder deiner großen Liebe
Ein unvollendeter Roman
144 Seiten
Gebunden
Lieferbar ab 26. 9. 2014
€ 16,95 (D) / € 17,50 (A) / sFr. 24,50*
ISBN: 978-3-87134-791-7
Warengruppe 1112
Auch als E-Book erhältlich
von oben, aber niemand sieht mich. Dabei liege ich so maDas Hörbuch erscheint
bei Argon
(978-3-8398-1355-3)
6
lerisch. Das glaube ich, und ich fühle mich so wohl und so
tot und wie ein aufgestauter Fluss, über den in der Nacht
immer wieder einmal der Wind geht.»
7
Literatur
SpitzentiteL
Oktober 2014
pLAKAt
DIE WERBUNG
«Was für eine schöne Fahrt in
einer solchen Nacht,
in einer solchen Wärme.»
Die Geschichte des verrückten, hellsichtigen
Mädchens Isa. Wolfgang Herrndorfs letzter Roman.
GROSSe
AnzeiGenKAMpAGne
© Wolfgang Herrndorf; plainpicture/Bildhuset
GROSSe OnLineKAMpAGne
in
schöne Fahr t
«Was für eine en Nacht,
einer solch Wärme.»
en
in einer solch
Literatur
November 2014
«Szilárd Rubin saß zum Zeitpunkt seiner Wiederentdeckung auf einem
weltliterarischen Schatz.»
Frankfurter Allgemeine Zeitung
«Rubin versteht es, ein Leben zu kondensieren, Einzelszenen so unvergesslich
in den Blick zu rücken, wie es nur die ganz Großen können.»
ORF
Ein monströses Verbrechen und die
leidenschaftliche Suche nach der
Wahrheit. Szilárd Rubins grandioser
Kriminalroman
Budapest, Mitte der sechziger Jahre. Ein Schriftsteller stößt
auf die seltsam anziehende Fotografie einer jungen Frau.
Ihre zarte Schönheit verbirgt Entsetzliches: Piroska, die
«Vampirin von Törökszentmiklós», wurde zehn Jahre zuvor
Der ungarische Autor Szilárd Rubin, geboren 1927 in Budapest, gestorben 2010,
schrieb bereits seit den fünfziger Jahren.
Würdigung als Autor von Weltrang erfuhr der geistreiche Melancholiker aber
erst in den letzten Jahren seines Lebens.
Als sein Roman «Kurze Geschichte von
der ewigen Liebe» (1963 veröffentlicht,
2004 in Ungarn wiederentdeckt) 2009
in deutscher Sprache herauskam, löste
er Begeisterung aus: Ihm gebührt,
schrieb die FAZ, «ein Platz unter den
aufregendsten Liebesromanen des
20. Jahrhunderts, auf Augenhöhe mit
Scott Fitzgeralds ‹Großem Gatsby›».
2010 erschien «Eine beinahe alltägliche
Geschichte», 2012 «Die Wolfsgrube».
für den Mord an fünf Mädchen hingerichtet. Der
bizarre Fall hatte zunächst hohe Wellen geschlagen, wurde aber überraschend schnell für erledigt
erklärt. Gebannt geht der Erzähler der Sache nach:
Er reist an den Ort des Geschehens, stöbert Zeugen auf, stößt auf widersprüchliche Aussagen. Fest
steht nur, dass Piroska sich als Prostituierte bei den
nahe stationierten, unantastbaren Sowjetsoldaten
verdingt hat. Aber dann erfährt er von einem Militärgürtel, der bei den Leichen lag – und blickt in die
dunkle Seele der Stadt, in ein Gestrüpp von Angst
und Lüge, Schweigen und Schuld.
Über mehrere Jahrzehnte arbeitete Szilárd Rubin
an diesem posthum veröffentlichten Roman, der
um ein bis heute in Ungarn nicht aufgeklärtes
Verbrechen kreist. Ein Meisterstück zwischen
Szilárd Rubin
Der Eisengel
Roman
Aus dem Ungarischen von
Timea Tankó
208 Seiten
Gebunden
Lieferbar ab 24. 10. 2014
€ 19,95 (D) / € 20,60 (A) / sFr. 28,50*
ISBN: 978-3-87134-789-4
Warengruppe: 1112
Auch als E-Book erhältlich
Fiktion und Realität in der Art von Truman
Capotes «Kaltblütig», ein fesselnder Kriminalfall
und zugleich ein brillanter, dichter Roman. Rubin ist hier so
konsequent, leidenschaftlich und radikal wie selten zuvor.
10
11
SpitzenTITEL
m
r
o
F
d
n
u
t
l
a
h
n
t
I
e
n
d
i
n
t
fi
ä
t
n
i
l
a
a
m
k
i
;
d
n
a
i
e
l
h
R
l
c
r
o
a
z
e
r
«Dies n Respekt deutschsp
a
r
gel
e
m
e
i
p
s
d
s
s
e
n
i
t
er Tag
mus
f
D
o
»
.
r
o
s
u
t
t
a
h
r
c
e
i
t
i
n
l
s
e
t
i
r
s
a
w
n
nd
u
e
,
g
e
h
e
G
rac
p
n
S
ie
e
e
d
i
g
t
d
s
t
i
b
t
le lie
Dich
o
p
el
rt:
m
e
M
e
d
T
s
i
a
s
w
«Thom be wird er d, ein flotte ungen,
n
d
ie
e
n
L
l
r
e
e
e
n
W
p
i
se
ne
nd
h
u
ü
l
l
k
a
,
eitung
r
r
Z
e
p
e
s
,
n
i
seine sie dem Le kfurter Allgeme
kt
Fran
n
»
e
.
h
e
c
z
t
s
Wi
d
n
u
Volten
«Thom
as
nach E Melle erzä
hlt von
chthei
t,
d
hunge
n, nac nach authe er Sehnsuc
ntisch
h rein
ht
Gefüh
e
e
n Seel
n Bezi
len.» R
Lauda
e
ei
c
n
h
ard Kä
und w
tio För
mmerl
derpre
ahren
ings,
is zum
Breme
© Karsten Thielker
r Liter
aturpr
eis
m der
u
i
r
o
t
a
r
o
Lab
m
e
n
i
e
n
i
r
u
e
e Welt
l
i
D
g
n
»
.
o
s
j
z
o
irtu
v
t
h
«Ein Sat
c
i
s
n
i
er H
d
e
j
n
I
.
r
e
t
Wör
Literatur
September 2014
«Wo andere Texte kokett mit roten Tüchern wedeln, riecht dieser
nach echter Gefahr. Wenn man ihn sticht, dann blutet er. Wo andere
Autoren sportlich sind, hat dieser Kraft … Thomas Melle ist ein
großer Schriftsteller.»
Robin Detje über «Sickster»
«Thomas Melle erkennt die Risse in der Gesellschaft,
wenn sie noch beinahe unsichtbar sind.»
Für dich Peanuts, für mich ein
Leben ... Thomas Melles heftiger,
poetischer Roman über zwei
Underdogs und die Liebe
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
SpitzentiteL
WeRBUnG
Denise kommt mehr schlecht als recht mit ihrem Leben
klar. Sie arbeitet im Discounter, ihre kleine Tochter Linda
überfordert sie oft; eine langersehnte New-York-Reise
Thomas Melle, 1975 in Bonn geboren,
studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie in Tübingen,
Austin (Texas) und Berlin. Er ist Autor
vielgespielter Theaterstücke und übersetzte u. a. William T. Vollmanns Roman
«Huren für Gloria». Für seinen Erzählungsband «Raumforderung» (2007) erhielt
Thomas Melle den Förderpreis zum
Bremer Literaturpreis. Sein Debütroman
«Sickster» (2011) war für den Deutschen
Buchpreis nominiert und wurde mit
dem Franz-Hessel-Preis ausgezeichnet.
Thomas Melle lebt in Berlin.
bleibt ein – immerhin tröstlicher – Traum. Mit
dem Lohn für einen Pornodreh will sie endlich
weiterkommen, aber man lässt sie auf ihr Geld
warten. Immer öfter steht Anton an ihrer Kasse, der abgestürzte, verschuldete Ex-Jurastudent,
der im Wohnheim schläft. Vorsichtig kommen
sich die beiden näher. Während Denise wütend,
aber auch stolz um ihr Recht und für ihre Tochter
kämpft, während Anton seiner Privatinsolvenz
entgegenbangt, arrivierte frühere Freunde trifft,
mal Hoffnung schöpft und sie dann wieder verliert, entwickelt sich eine zarte, fast unmögliche
Liebe. Beide versuchen, sich einander zu öffnen,
doch als Denise endlich ihr Geld bekommen soll
und Antons Gerichtstermin naht, müssen sie
sich fragen, wie viel Nähe ihr Leben wirklich zulässt ...
Thomas Melle erzählt von einer Liebe am unteren Rand
Thomas Melle
3000 Euro
Roman
208 Seiten
Gebunden
Lieferbar ab 29. 8. 2014
€ 18,95 (D) / € 19,50 (A) / sFr. 27,50*
ISBN: 978-3-87134-777-1
Warengruppe: 1112
Auch als E-Book erhältlich
der Gesellschaft, von der menschlichen Existenz in all ihrer drastischen Schönheit und Zerbrechlichkeit – ein zärtlicher, heftiger Roman über zwei Menschen und die Frage,
was dreitausend Euro wert sein können.
14
Foto: © Karsten Thielker
15
Literatur
Oktober 2014
Zwischen 1998 und 2012 erschienen vier Broschurhefte in limitierter Auflage,
in denen Martin Z. Schröder literarische Texte unbestimmter Gattung,
verfasst von Max Goldt, mit allen Mitteln des Bleisatzes kunstvoll gestaltete.
«Chefinnen in bodenlangen Jeansröcken» gibt diese längst vergriffenen
Hefte originalgetreu wieder und macht sie endlich einem größeren Publikum
zugänglich. Ein Buch für alle, die das Komische und das Besondere lieben.
«Die Zusammenarbeit von Max Goldt
und Martin Z. Schröder hat zu höchster
Kunst geführt, einer blitzenden
Verbindung von Schrift und Idee,
Schönheit und Witz.»
Der Tagesspiegel
Aus dem Buch «It’s only a movie», pflegte Alfred Hitchcock
zu sagen, wenn jemand, insbesondere er selbst, an einem
seiner Filme etwas auszusetzen hatte. Ein nicht rundum geMax Goldt, geboren 1958 in Göttingen,
lebt in Berlin. Zuletzt veröffentlichte
er «Die Chefin verzichtet» (2012) und
«Gattin aus Holzabfällen» (2010).
2008 erhielt er den Hugo-Ball-Preis
und den renommierten Kleist-Preis.
Martin Z. Schröder, geboren 1967 in
Berlin, ist gelernter Schriftsetzer und
unterrichtete u. a. an der Potsdamer
Fachhochschule im Fachbereich
Design. 2002 erschien sein Roman
«Allgemeine Geschäftsbedingungen».
Martin Z. Schröder führt eine Akzidenzdruckerei in Berlin-Weißensee.
16
Foto: © Billy & Hells; Martin Z. Schröder
lungenes Kunstwerk ist also halb so schlimm. Viel
schlimmer ist es, mit vollem Mund niesen zu müssen,
zum Beispiel während eines Staatsbanketts: Man hält
sich zwar die Hand vors Gesicht, bedeckt jedoch den
Mund nicht ausreichend, sodaß ein Schwall halbzerkauten Pangasiusfilets mit Prinzeßkartöffelchen in
Geschoßgeschwindigkeit dem gegenübersitzenden,
ohnehin etwas gereizt wirkenden Botschafter von Libyen ins Gesicht fliegt. Und dann fällt einem zu allem
Überfluß nicht sofort ein, was «Entschuldigung» auf
Arabisch heißt.
Max Goldt /
Martin Z. Schröder
Chefinnen in bodenlangen
Jeansröcken
144 Seiten
Gebundener Halbleinenband
Lieferbar ab 26. 9. 2014
€ 25,00 (D) / € 25,70 (A) / sFr. 35,50*
ISBN: 978-3-87134-792-4
Warengruppe 1112
17
Literatur
September 2014
«André Kubiczek weiß wie wenige Schriftsteller seiner
Generation, wie man einer Geschichte Spannung verleiht.»
Frankfurter Allgemeine Zeitung
«Eines der interessantesten Talente der deutschen
Gegenwartsliteratur.»
Neue Zürcher Zeitung
Frühsommer 1990: André Kubiczeks
mitreißender Roman über Wochen
zwischen Glück und Ernüchterung
Mai 1990: Andreas und Ulrike ziehen in die Niederlausitz,
in die Gegend der verwaisten Dörfer und aufgegebenen
Höfe, nach Neu Buckow. Sie wollen ein altes Bauernhaus reAndré Kubiczek, 1969 in Potsdam geboren,
lebt als freier Schriftsteller in Berlin. 2002
erschien sein hochgelobter Roman «Junge
Talente», 2003 «Die Guten und die Bösen»,
über den die «Süddeutsche Zeitung» schrieb:
«Kubiczeks zweiter Roman übertrifft den
ersten noch an Witz und Einfallsreichtum.»
Es folgten «Oben leuchten die Sterne»,
«Kopf unter Wasser» und «Der Genosse, die
Prinzessin und ihr lieber Herr Sohn». 2007
wurde André Kubiczek mit dem CandidePreis ausgezeichnet.
novieren und mitten in der brandenburgischen
Steppe ihren Traum vom gemeinsamen Leben
verwirklichen, verliebt, wie sie mit Anfang
zwanzig sind, prächtig gelaunt und radikal optimistisch. Die Zukunft mit ihren bürgerlichen
Kategorien ist in diesen Tagen weiter entfernt
als das Pleistozän. In der sich auf lösenden DDR
herrscht freundlicher Ausnahmezustand: Im
März fiel die Entscheidung für die Wiedervereinigung, im Juli wird die Währungsunion umgesetzt. Das junge Paar baut indessen
an seiner privaten Idylle, nur Ulrikes Bruder
Arnd, den sie wegen seines «apokalyptischen
Blicks» verspotten, bringt bei Besuchen Nachrichten aus
der Wirklichkeit mit: Neue Geschäftemacher dringen ins
Land, Gebrauchtwagenhändler nisten sich in den Brachen
der Städte ein. Arnd wird immer zorniger, schwadroniert
von Aktionen, um die kapitalistischen Besatzer zu vertreiben. Da geht, gerade als er zu Besuch ist, die neu eröffnete
André Kubiczek
Das fabelhafte Jahr der Anarchie
Roman
256 Seiten
Gebunden
Lieferbar ab 29. 8. 2014
€ 19,95 (D) / € 20,60 (A) / sFr. 28,50*
ISBN: 978-3-87134-774-0
Warengruppe: 1112
Auch als E-Book erhältlich
Bankfiliale in Flammen auf ...
Der erste Roman über die schönste Anarchie unserer jüngeren Geschichte – und ein Buch über das wunderbare,
ängstliche Glück, das jedem Anfang innewohnt.
18
Foto: © Stephanie Haerdle
19
Sachbuch
SpitzentiteL
Dezember 2014
© Martin U. K. Lengemann
E I N F RÜ H L I N G I N J E RU S A L E M
Das neue Reiseabenteuer von Wolfgang Büscher
«Wie Büscher Geschichten zutage fördert, ist packend und zeugt von seiner
großen Erzählkraft.» Neue Zürcher Zeitung
«Büscher hat gute Aussichten, einmal zu den Klassikern der Reiseliteratur zu zählen,
noch vor Bruce Chatwin.» Süddeutsche Zeitung
«Von den Gipfeln des Himalaya bis zu einer Bar in Berlin-Mitte: Wolfgang Büscher
ist überall zu Hause.» Rolling Stone
«Wolfgang Büscher hat der Reiseliteratur zu neuem Glanz verholfen.» Deutschlandfunk
Sachbuch
Dezember 2014
«Reiseerfahrungen, die zum Besten gehören, was in
den letzten Jahren in deutscher Sprache erschienen ist.»
Der Spiegel
«Seit Jahren hat niemand in Deutschland solche
Prosa geschrieben.»
Werner Herzog
Jerusalem – Mythos und Mysterium:
das neue Reiseabenteuer von
Wolfgang Büscher
SpitzentiteL
Die WeRBUnG

Wolfgang Büscher in Jerusalem: Zwei Monate hat er in der
Altstadt gelebt, erst in einem arabischen Hostel am Jaffator,
dann in einem griechischen Konvent aus der Kreuzritterzeit. Er war einfach da, und doch hat er sich auf fast zweitausend Jahre alten Spuren bewegt – schon in den ersten
Jahrhunderten nach Christus gingen Europäer nach JerusaWolfgang Büscher, geboren 1951, ist Autor
der «Welt». 1998 erschien sein Buch «Drei
Stunden Null», 2003 «Berlin – Moskau»,
2006 «Deutschland, eine Reise», 2008
«Asiatische Absencen» und 2011 «Hartland».
Wolfgang Büscher erhielt zahlreiche Preise,
zuletzt den Johann-Gottfried-Seume-Literaturpreis und den Ludwig-Börne-Preis.
lem, um eine Weile zu bleiben oder sogar ganz.
Büscher bewegt sich durch die Räume, den
Widerhall dieser zweitausend Jahre. Ein Ort,
aufgeladen mit Religion, Prophetie, Politik.
Früh um fünf auf dem Ölberg stehend, kann
man es hören und sehen – erst die Muezzine,
dann die Glocken, dann das erste Sonnenlicht
auf der goldenen Kuppel des Felsendoms.
In all das taucht Büscher ein. Er hört Jerusa-
lem zu, nimmt seine Bilder und Stimmen auf, dringt immer tiefer ein in die Geheimnisse der Stadt. Verbringt die
Tage im arabischen, christlichen, jüdischen Viertel, in den
halbdunklen Gassen und Souks, auf der Via Dolorosa, an
der Klagemauer und in Gewölben, in denen arabische Männer Kardamomkaffee trinken und Wasserpfeife rauchen.
Er läuft durchs Kidrontal, durch den Garten Gethsemane,
Wolfgang Büscher
Ein Frühling in Jerusalem
256 Seiten
Gebunden
Lieferbar ab 28. 11. 2014
€ 19,95 (D) / € 20,60 (A) / sFr. 28,50*
ISBN: 978-3-87134-784-9
Warengruppe: 1364
Auch als E-Book erhältlich
wandert über das Dach von Jerusalem und lässt sich eine
Nacht lang in der Grabeskirche einschließen. Ein Frühling
in Jerusalem: eine einzigartige Reise in eine unerschöpfliche Vergangenheit, in eine faszinierende Gegenwart.
22
Foto: © Frank Zauritz
23
Sachbuch
SpitzentiteL
Dezember 2014
pLAKAt
DIE WERBUNG
GROSSe
AnzeiGenKAMpAGne
Im Hier und Jetzt
und Gestern
© Martin U. K. Lengemann; plainpicture/neuebildanstalt/Kosa
Wolfgang Büscher taucht ein in Jerusalems
lebendige Gegenwart und seine einzigartige Vergangenheit.
Ein literarisches Abenteuerbuch.
Jetzt
Im Hier und
und Gestern
Sachbuch
Februar 2015
«Ein Feuerwerk wundersamer Geschichten und Fallbeispiele,
von sehr, sehr lustig bis abgründig skurril.»
Deutschlandradio Kultur über «Mach’s falsch, und du machst es richtig»
«Ein wunderbarer Schreibstil ... Sehr witzig und sehr informativ.»
Bayerischer Rundfunk über «Mach’s falsch, und du machst es richtig»
Körperintelligenz – das ultimative
Handbuch für alle, die sich nicht nur
auf ihren Kopf verlassen wollen!
Wer hungrig ist, denkt kreativer. Wer einen Laborkittel
überzieht, agiert aufmerksamer. Und wer Schüler in die
erste Reihe setzt, macht sie klüger. Wie wir denken, hängt
von jeder Menge kleiner Details ab. Denn wir denken nicht
mit dem Kopf allein – sondern mit dem ganzen Körper.
Christian Ankowitsch, geboren 1959 in
Klosterneuburg bei Wien, war von 1993 bis
2001 Redakteur der «Zeit» und lebt heute
als freier Journalist und Buchautor mit
seiner Familie in Berlin. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, u. a. «Dr. Ankowitschs
Kleines Konversationslexikon» (2004),
«Dr. Ankowitschs Kleiner Seelenklempner»
(2009) und «Mach’s falsch, und du machst
es richtig» (2011). Seit 2011 moderiert
Christian Ankowitsch das Literaturmagazin
«les.art» im ORF.
Christian Ankowitsch, Erfolgsautor und Spezialist für die Prüfungen des Alltags, erklärt uns die
Wechselwirkungen zwischen Körper und Gehirn, die wir sonst nicht wahrnehmen oder unterschätzen: Wer hätte beispielsweise vermutet,
dass man etwas besser versteht, wenn man eine
dazu passende Bewegung macht? Dass wir unsere Mitmenschen positiver beurteilen, sobald
wir eine wärmende Tasse in den Händen halten?
Und bei manchen Problemen kommt man der
Lösung schon näher, wenn man Kleinigkeiten
ändert: sich auf den Boden legt; andere Schuhe
anzieht; die Faust ballt. Unterhaltsam und le-
bensklug führt Christian Ankowitsch uns vor Augen, auf
welch überraschende Weise Umgebung und Körpergefühl
unser Denken beeinf lussen – und verrät so verblüffende
wie praktikable Tricks, wie wir dieses Zusammenspiel zu
Christian Ankowitsch
Warum Einstein niemals Socken trug
Wie scheinbar Nebensächliches
unser Denken beeinflusst
224 Seiten
Gebunden
Lieferbar ab 30. 1. 2015
€ 18,95 (D) / € 19,50 (A) / sFr. 27,50*
ISBN: 978-3-87134-793-1
Warengruppe: 1933
Auch als E-Book erhältlich
unserem Vorteil nutzen können. Ein unverzichtbares Buch
für alle, die verstehen wollen, was wirklich vor sich geht,
wenn wir denken, urteilen und handeln.
26
Foto: © Josef Fischnaller
27
Sachbuch
Oktober 2014
SpitzentiteL
RICHARD OVERY
D E R BO M B E N KR I E G
EUROPA 1939 – 1945
«Das wichtigste Buch über den Zweiten
Weltkrieg, das bislang in diesem
Jahrhundert erschienen ist ... Richard
Overys herausragende Untersuchung
muss als Standardwerk über den
Bombenkrieg betrachtet werden, nicht
nur in Großbritannien und Deutschland, sondern in ganz Europa.»
Richard Evans
«Dieses gewaltige Buch entlarvt die
vielen Mythen über den Bombenkrieg ...
Das Ergebnis ist ein Meisterwerk der
Geschichtsschreibung.»
The Times
«Herausragend ... In dieser ersten
Gesamtdarstellung des Bombenkriegs
in Europa zeigt Overy einen unglaublich breiten und fundierten Zugriff.»
The Spectator
© Hulton Archive /Getty Images
«Dieses Meisterwerk stellt den
Höhepunkt von Overys Œuvre dar.»
Times Higher Education
«Was Overys Geschichte des Bombenkriegs von anderen Werken abhebt, sind
der erzählerische Reichtum und die
analytische Kraft, über die er verfügt.»
The Economist
Sachbuch
Oktober 2014
«Richard Overy hat mehr getan, als nur eine Debatte anzustoßen.
Er hat neue Maßstäbe in der Erforschung des Luftkriegs gesetzt.»
The Financial Times
«Monumental ... Ein bedeutender Beitrag zu einem der kontroversesten
Aspekte des Zweiten Weltkriegs – ungeheuer beeindruckend.»
Literary Review
«Das wichtigste Buch über den
Zweiten Weltkrieg, das bislang in
diesem Jahrhundert erschienen ist.»
SpitzentiteL
WeRBUnG
Richard Evans
Nichts hat die Zerstörungskraft des Zweiten Weltkriegs so
sehr ins kollektive Gedächtnis eingebrannt wie der Bombenkrieg: Mit nie dagewesener Gewalt vernichtete er Dutzende Städte in ganz Europa, 600 000 Menschen starben,
Millionen verloren alles; die Ruinen von Coventry oder
Dresden wurden zu Symbolen einer technischen, menschengemachten Apokalypse.
In der ersten umfassenden Darstellung erzählt Richard
Overy die Geschichte dieses Krieges. Er schildert die Anfänge der neuen Strategie des «Moral Bombing», ihre Entwicklung wie schließlich ihr Scheitern, und er deckt zahlreiche
Mythen und Irrtümer auf, die bis heute kursieren. Erstmals
Richard Overy, geboren 1947 in London,
zählt zu den bedeutendsten Zeithistorikern
unserer Tage. Er lehrt Geschichte an der
University of Exeter und lebt in London.
Mehrere seiner Bücher, darunter «Russlands Krieg» (2003) und «Die Diktatoren»
(2005), gelten als Standardwerke.
entsteht ein internationales Gesamtbild, von
der Offensive gegen das Ruhrgebiet bis zu den
«Baedeker-Angriffen», die unschätzbares historisches Erbe auslöschten, von den deutschen
Bomben auf Stalingrad bis zu wenig bekannten
Schauplätzen wie Rom oder Bulgarien. Overy
zeigt, warum der Luftkrieg trotz Ineffektivität
und mörderischer Kosten ausgeweitet wurde,
welche Rolle Hermann Göring oder General Harris dabei spielten. Aber auch die kulturellen und menschlichen
Richard Overy
Der Bombenkrieg
Europa 1939–1945
Aus dem Englischen von Hainer Kober
992 Seiten
Gebunden
Mit ca. 80 s/w-Abbildungen
Lieferbar ab 26. 9. 2014
€ 39,95 (D) / € 41,10 (A) / sFr. 53,90*
ISBN: 978-3-87134-782-5
Warengruppe: 1947
Auch als E-Book erhältlich
Verheerungen treten vor Augen, die Not und Hoffnung in
den Luftschutzkellern wie bei den Piloten. Richard Overy
zeichnet ein monumentales Panorama Europas in dunkler
Zeit – das Standardwerk über den Bombenkrieg.
30
Foto: © privat
31
Sachbuch
Dezember 2014
«Wolfgang Sandner gelingt es, Musik in Sprache zu übersetzen.»
die tageszeitung
«Eine Sprache, die sich der Musik empathisch annähert:
analytisch und bildhaft, sensibel und kraftvoll zugleich.»
Deutschlandfunk
Eine außergewöhnliche Biographie
zum 70. Geburtstag des genialen
Künstlers Keith Jarrett
Keith Jarrett ist einer der einf lussreichsten Musiker des 20.
Jahrhunderts, ein Jazzvisionär und glänzender Interpret
der Klassik, ein Meister der Improvisation – sein legendäres
«Köln Concert» von 1975 ist bis heute die meistverkaufte
Soloplatte des Jazz überhaupt.
Wolfgang Sandner, geboren 1942, war
Produzent der Plattenfirma Wergo, bevor
er 1981 zur «Frankfurter Allgemeinen
Zeitung» wechselte, für die er fast drei
Jahrzehnte als Musikredakteur arbeitete.
Er lehrt als Professor am musikwissenschaftlichen Institut der Universität
Marburg und widmete sich als Autor
und Herausgeber so unterschiedlichen
Künstlern wie Carl Maria von Weber,
Tom Waits oder Gidon Kremer. 2010
erschien seine vielgelobte Biographie
über Miles Davis.
Wolfgang Sandner kennt Keith Jarrett, über dessen Leben bislang nur wenig bekannt ist, seit
vielen Jahren, war Gast in Jarretts Haus und hat
in langen, intensiven Gesprächen den Menschen
hinter der Musik erlebt. Nun erzählt er die Biographie des Künstlers: von Jarretts Kindheit, in
der er als Wunderkind die Bühne betrat, über
seine Selbstfindung im Spiel mit Größen wie
Chet Baker, Charles Lloyd oder Miles Davis bis
zu seinen gefeierten Interpretationen der Werke
Bachs, Mozarts oder Schostakowitschs. Sandner
zeigt, was Jarrett und seine Musik prägte, erzählt
aber auch von Schicksalsschlägen – wie jenem
chronischen Erschöpfungssyndrom, das Jarrett
für Jahre verstummen ließ, bevor er sich Ende der Neunziger triumphal zurückmeldete. Das Porträt eines der größten Pianisten der Gegenwart, erzählt von einem der weni-
Wolfgang Sandner
Keith Jarrett
Eine Biographie
320 Seiten
Gebunden
Mit ca. 20 s/w-Abbildungen
Lieferbar ab 28. 11. 2014
€ 22,95 (D) / € 23,60 (A) / sFr. 32,90*
ISBN: 978-3-87134-780-1
Warengruppe: 1961
Auch als E-Book erhältlich
gen, die Jarrett nahekommen konnten – und zugleich eine
Musikgeschichte der letzten fünfzig Jahre, voller Momente
magischer Intensität, in denen sich die treibende Kraft der
Musik offenbart.
32
Foto: © Wonge Bergmann
33
Sachbuch
November 2014
«Solch unverbrauchte Gedanken in schöner Sprachmacht sind
selten geworden.»
Sonia Mikich über Willi Winkler
«Willi Winkler ist einer unserer bösesten und einer unserer
zärtlichsten Schreiber. Kurz: Er ist ein phantastischer Erzähler.»
Claudius Seidl
Ein deutscher Winter –
Willi Winklers abenteuerliche Pilgerreise durch ein unbekanntes Land
800 Kilometer sind es zu Fuß vom atheistischen Hamburg ins erzkatholische Altötting. Willi Winkler hat sich
im Winter 2013/14 auf diese Wallfahrt begeben – die ihn
durch ein erstaunlich unbekanntes Deutschland führte.
Für Wochen war er aus der Welt. Keine Finanzkrise, kein
Willi Winkler, geboren 1957, war Redakteur
der «Zeit», Kulturchef beim «Spiegel» und
schreibt heute für die «Süddeutsche
Zeitung». Zahlreiche Buchveröffentlichungen. 1998 erhielt Willi Winkler den
Ben-Witter-Preis, 2010 den Otto-BrennerPreis für kritischen Journalismus, 2013
den Michael-Althen-Preis.
Kanzler-Machtwort, keine Fußballergebnisse,
nichts. Dafür erfährt Winkler, dass Deutschland weiter geteilt ist: Im Norden kennt niemand das Altöttinger Gnadenbild, und von
der Walhalla an der Donau aus gesehen liegt
Hamburg irgendwo hinter den sieben Bergen
Norwegens. Winkler bezwingt die Lüneburger
Heide und die Grenze zur ehemaligen DDR,
besucht den Halberstädter Dom und Luthers
Sterbehaus in Eisleben, stapft im Fichtelgebirge durch tiefen
Schnee. Er trifft Niedersachsen, richtige Sachsen, Thüringer
und Bayern, Totengräber, Jäger, FC-Nürnberg-Fans, Waldarbeiter und Stammtischhocker. Die meisten erklären ihn für
verrückt: Von Hamburg nach Altötting? Zu Fuß? Im Winter?
Aber Deutschland im Winter ist auch fast menschenleer,
und unvermutet taucht hinter Einkaufszentren wieder
eine Landschaft auf. In der Morgensonne warten selbst die
Willi Winkler
Deutschland, eine Winterreise
160 Seiten
Gebunden
Lieferbar ab 24. 10. 2014
€ 18,95 (D) / € 19,50 (A) / sFr. 27,50*
ISBN: 978-3-87134-796-2
Warengruppe 1361
Auch als E-Book erhältlich
Windparks auf einen neuen Caspar David Friedrich, und
neben der ICE-Trasse f ließt die Saale fast noch so, wie
Goethe sie sah. Eine abenteuerliche Pilgerreise, nach der
man unser Land ganz neu erlebt.
34
Foto: © Kristina Krombholz
35
SpitzenTITEL
LESEPROBE
Sachbuch Januar 2015
Alexander von Schönburg
Smalltalk
© Benno Kraehahn
Die Kunst des
Stilvollen mitredens
Entscheidend, um auf gesellschaftlichem Parkett zu brillieren, ist nicht nur das, was man sagt – sondern
auch das, was man tut. Oder, im Kommunikationsberater- und Benimmseminar-Sprech: die Körpersprache. Das hat mir eine Person beigebracht, die völlig ungebildet, aber blitzgescheit ist.
Es war an dem Tag, an dem ich ein schlimmes Smalltalk-Desaster auf einer Party erleben musste. Ich
war junger Gesellschaftsjournalist und zum ersten Mal in Hollywood. Ein deutsches Magazin hatte
mich beauftragt, über die Oscar-Verleihung zu berichten. Ich kannte niemanden in der Stadt, landete
aber – was ich zunächst als unfassbares Glück betrachtete – auf der legendären Pre-Oscar-Gartenparty
der Modekönigin Diane von Fürstenberg. Ich hatte meinen schönsten Sommeranzug an, trug meine Lieblingskrawatte, die Schuhe blitzten – und ich kannte keine Sau. Je mehr ich mich bemühte, mit Leuten
ins Gespräch zu kommen, desto mehr merkte man mir genau dies an: dass ich mich bemühte. Da drüben
stand Rupert Murdoch. Ich schlich mich an, wartete auf einen passenden Moment, brabbelte
etwas von der Los Angeles Times, die damals zum Verkauf stand, und fragte keck, ob das nicht
etwas für ihn sei. Er würdigte mich eines kurzen Blickes, sah, dass ich unsicher wirkte,
meinte: «Nur Idioten kaufen heute noch Zeitungen!» und drehte mir den Rücken zu.
Ich entdeckte Peter O’Toole. Die Rettung, dachte ich, der ist sicher nett. «I loved
Lawrence of Arabia», sagte ich ihm. «And?», sagte er, sah gelangweilt an mir
vorbei und wandte sich ab. Ich versuchte es von da an mit Leuten, deren
Gesichter ich nicht aus dem Fernsehen oder von der Leinwand kannte (was
schwer war an diesem Nachmittag). Aber es half nichts. Alle gingen mir
aus dem Weg oder ließen mich auflaufen. Am Ende fragte ich so idiotische
Dinge wie «Where did you go on holiday?». In Gesellschaft ist diese Frage
ein Armutszeugnis, schlimmer noch als «Wo kommen Sie her?» oder «Was
machen Sie beruflich?». Ich muss gewirkt haben wie Peter Sellers in «The
Party» – ein hoffnungsloser Idiot, den seine Unsicherheit wie eine Giftwolke
umgab. Unsicherheit wirkt in Gesellschaft toxisch, keiner will mit dir zu tun
haben, aus Angst, angesteckt zu werden. Meine Rettung war an diesem Nachmittag ausgerechnet Paris Hilton, die mir einige ganz persönliche Tricks verriet ...
Sachbuch
Januar 2015
«Schönburgs Humor, der verführerische Charme seiner Thesen
und seine Schlitzohrigkeit sind dazu angetan, dass man ihm zustimmt.»
Nürnberger Nachrichten
«Dieses Buch hat mein Leben verändert.»
Christian Kracht über «Die Kunst des stilvollen Verarmens»
Reden ist Silber, Smalltalk ist Gold.
Alexander von Schönburg über die
große Kunst des kleinen Gesprächs
SpitzentiteL
Die WeRBUnG

Sokrates’ Satz «Ich weiß, dass ich nichts weiß» ist die zentrale philosophische Erkenntnis der Menschheit. Wie recht er
Alexander von Schönburg, Jahrgang 1969,
hat u. a. für «Die Zeit», die «Vanity Fair» und
die «Vogue» geschrieben. Er war Redakteur der «FAZ» und Chefredakteur von
«Park Avenue», seit 2009 ist er Mitglied der
«Bild»-Chefredaktion. Seine Bücher «Die
Kunst des stilvollen Verarmens» (2005),
«Das Lexikon der überflüssigen Dinge»
(2006) und «Alles, was Sie schon immer
über Könige wissen wollten, aber nie zu
fragen wagten» (2008) waren Bestseller.
Alexander von Schönburg lebt mit seiner
Familie in Berlin.
hatte! Doch das Leben lässt sich meistern, auch
wenn man mal nicht den wirklichen Durchblick hat. Solange Sie in der richtigen Situation
das Richtige sagen.
Mit Witz und scharfem Blick führt Alexander
von Schönburg in die Königsdisziplin der Konversation ein – den Smalltalk. Als Experte für
alle Fragen des stilvollen Auftritts lautet sein
dringender Rat: Halten Sie sich an die geeigneten Themen! Nach der Lektüre dieses Buches
plaudern Sie ganz nonchalant über das Gottesteilchen, schütteln dann ein paar f lockige Sätze über den neuen Tarantino aus dem Ärmel
und räsonieren anschließend wie selbstver-
ständlich über die Lehren des Buddhismus. Alexander von
Schönburg liefert eine charmante Handreichung für die
Kunst der Konversation – und zugleich ein heiteres Glossar
der Gegenwart. Er zeigt: Nichts ist leichter, als Menschen
mit einer gekonnten Unterhaltung für sich einzunehmen.
Ein geistreiches wie heiteres Buch über die große Kunst
Alexander von Schönburg
Smalltalk
Die Kunst des stilvollen Mitredens
256 Seiten
Laminierter Pappband
Lieferbar ab 19. 12. 2014
€ 16,00 (D) / € 16,50 (A) / sFr. 23,50*
ISBN: 978-3-87134-787-0
Warengruppe: 1933
Auch als E-Book erhältlich
des kleinen Gesprächs, unverzichtbar für alle, die auch die
auswegloseste Gesprächssituation glamourös und mit Stil
bestehen wollen!
38
Foto: © Benno Kraehahn
39
Sachbuch
SpitzentiteL
Januar 2015
GROSSe
AnzeiGenKAMpAGne
Reden
ist
Silber,
alk ist
Gold.
Smallt
Reden
is
Smallta t Silber,
lk ist G
old.
pLAKAt
tHeKenBOX
FÜr AlexAnDer von schönburg
© Luciano Lozano/Ikon Images/Corbis; Benno Kraehahn
DIE�WERBUNG
Reden ist Silber,
Smalltalk ist Gold.
Alexander von Schönburg
über die große Kunst des kleinen Gesprächs.
Sachbuch
November 2014
«Dienstag, 8. Mai 1945. Ein warmer, sonniger Tag. Der Krieg ist
vorbei. Laster in Konvois, überladen mit Gefangenen. Eine alte
Frau, ein junges Mädchen winken zum Abschied, gehen langsam
weiter. Kinder spielen in Schützengräben, in Wrackteilen von
Flakausrüstungen. Straßenschilder der 3. Division. Dachau.»
Siebzig Jahre nach dem Ende des
Zweiten Weltkriegs: Ein berührendes
Tagebuch, das Deutschland in der
«Stunde Null» lebendig werden lässt
«Selbst als ein Ungläubiger stand ich demütig und beschämt vor den Ruinen dieses fremden Landes», notiert
Melvin Lasky, als er im letzten Kriegsjahr mit der US-Army
nach Deutschland kommt. Hier soll der Oberleutnant MaMelvin J. Lasky, geboren 1920 und Sohn
polnischer Juden, lebt in New York,
als er 1943 als «Combat Historian» in
die US-Army einberufen wird. Ein Jahr
darauf bereist er das kriegszerstörte
Deutschland. Nach der Kapitulation
prägt er als Kulturbeauftragter der
amerikanischen Besatzung in Berlin das
intellektuelle Leben entscheidend mit. Er
gründet die Zeitschrift «Der Monat» und
wird damit zu einem der bedeutendsten
Publizisten der Nachkriegszeit. 2004
stirbt er in Berlin. Sein Tagebuch wird
von dem Historiker Wolfgang Schuller
herausgegeben, der ein langjähriger
Freund der Familie Lasky ist.
terial für eine Geschichte der Invasion sammeln,
doch was er sieht, lässt sich nicht schematisieren:
Chaos, Trümmer, Unmenschlichkeit überall. Fassungslos reist er durch tote Ruinenlandschaften,
vom Elsass über Bayern, Kassel und Braunschweig
bis in die versehrte Reichshauptstadt, skizziert
die Anfänge der Besatzungspolitik und, vor allem,
hört den Menschen zu, die er trifft. Ihre Stimmen –
von KZ-Überlebenden, Widerstandskämpfern,
alliierten Soldaten, Kriegsgefangenen, Nazis,
Mitläufern und Ausgebombten – fügen sich zu
einem beeindruckenden Mosaik des Jahres 1945
und machen das bislang unveröffentlichte Tagebuch zu einem einzigartigen Zeitzeugnis.
Doch Lasky, Fremder, Feind und Freund zugleich,
ist nicht nur ein brillanter Beobachter und ge-
Melvin J. Lasky
Und alles war still
Deutsches Tagebuch 1945
Aus dem Englischen von
Christa Krüger und Henning Thies
416 Seiten
Gebunden
Mit ca. 30 s/w-Abbildungen
Lieferbar ab 24. 10. 2014
€ 24,95 (D) / € 25,70 (A) / sFr. 35,50*
ISBN: 978-3-87134-708-5
Warengruppe: 1948
Auch als E-Book erhältlich
nauer Chronist, sondern auch ein großer Erzähler.
Ein außergewöhnlicher Erlebnisbericht voll eindrucksvoller
Szenen und Bilder, das Panorama eines zerstörten Landes
zwischen totaler Niederlage und ungewisser Zukunft.
42
Foto: © Lasky Center for Transatlantic Studies
43
BeReitS eRSCHienen
BeReitS eRSCHienen
«Unsere Urkatastrophe und unsere Geburt ... das brillanteste Buch über
den Ersten Weltkrieg, eiskalt, elegant, elegisch.»
«Ein glänzendes Beispiel souveränen Denkens jenseits selbst auferlegter
Grenzen und Fixierungen: scharfsinnig, entspannt, selbstreflexiv.»
Die Zeit
die tageszeitung
«Das Selbstverständliche zu hinterfragen und so neue, überraschende
Interpretationen zu liefern, macht die Faszination dieses Buches aus.
Damit schafft Münkler einen Sog, der den Leser fast mühelos durch dieses
Großwerk zieht ... Eine Enzyklopädie der Epoche.»
«Dieses Buch ist ein Dokument der Skepsis, ohne eine neue Theorie zu
errichten. Es ist ein ‹Bildungsroman›, der auf keine fertige Erkenntnis zusteuert,
sondern: eben bildet. Also zum Zweifel anleitet, zum Weiterlesen.»
Berliner Zeitung
Focus
«Auf lange Zeit ein Standardwerk.»
Tagesanzeiger
PREISTR ÄGER
Bestseller
Herfried Münkler
Der Große Krieg
Die Welt 1914 bis 1918
928 Seiten
Gebunden
Mit ca. 100 s/w-Abbildungen
€ 29,95 (D) / € 30,80 (A) / sFr. 40,90*
ISBN: 978-3-87134-720-7
Warengruppe 1946
Auch als E-Book erhältlich
44
Helmut Lethen
Der Schatten des Fotografen
Bilder und ihre Wirklichkeit
272 Seiten
Gebunden
Mit 15 s/w-Abbildungen
€ 19,95 (D) / € 20,60 (A) / sFr. 28,50*
ISBN: 978-3-87134-586-9
Warengruppe 1510
Auch als E-Book erhältlich
45
BeReitS eRSCHienen
WeGWeiSeR
«Evers’ lakonischer Humor ist universell.»
Rowohlt · Berlin Verlag
Kreuzbergstraße 30, 10965 Berlin
Telefon 030/28 53 84-0, Fax 030/28 53 84-22
Die Welt
BZ
«Evers’ Geschichten sind federleicht, voll fatalistischen Humors.»
Süddeutsche Zeitung
Gunnar Schmidt
Bestellungen bitte an
Andrea Huckenbeck
HGV Verlagsservice mbH
Weidestraße 122 A
D-22083 Hamburg
Hektorstraße 2, 10711 Berlin
Telefon 030/31 99 28 46, Fax 030/31 00 41 75
Andrea.Huckenbeck@rowohlt.de
Telefon 040/84 00 08-88
Fax 040/84 00 08-55
e-mail: bestellung@hgv-online.de
Oliver Lange
Anfragen, Wünsche, Reklamationen
Telefon 040/84 00 08-77
Fax 040/84 00 08-44
e-mail: kundeninfo@hgv-online.de
Verlagsauslieferung
Sigloch Distribution
Am Buchberg 8, 74572 Blaufelden
Genehmigte Remissionen und Umtausch bitte an
Sigloch Distribution GmbH
Tor 30-40
Am Buchberg 8, 74572 Blaufelden
Verlagsauslieferung für die Schweiz
Bestseller
Buchzentrum AG, Industriestr. Ost 10,
CH-4614 Hägendorf
Telefon +41/62/209 25 25, Fax +41/62/922 26 04
Verkaufsleitung
Elisabeth Hardeland
Telefon 040/72 72-250, Fax -342
Elisabeth.Hardeland@rowohlt.de
Vertriebswerbung
Heidi Wübbelsmann
Telefon 040/72 72-339, Fax -342
Heidi.Wuebbelsmann@rowohlt.de
Autorenlesungen
Tessa Martin
Telefon 040/72 72-347, Fax -342
Tessa.Martin@rowohlt.de
Nora Kehr
Telefon 040/72 72-314, Fax -342
Nora.Kehr@rowohlt.de
Horst Evers
Vom Mentalen her quasi Weltmeister
272 Seiten
Gebunden
Mit zahlr. s/w-Abbildungen
€ 18,95 (D) / € 19,50 (A) / sFr. 27,50*
ISBN: 978-3-87134-776-4
Warengruppe 1112
Auch als E-Book erhältlich
presse
Regina Steinicke (Leitung)
Telefon 040/72 72-234
Regina.Steinicke@rowohlt.de
Nora Gottschalk (Sachbuch)
Telefon 040/72 72-359
Nora.Gottschalk@rowohlt.de
Wendy Kerstan (Belletristik)
Telefon 040/72 72-428
Wendy.Kerstan@rowohlt.de
Rezensionsexemplar-Bestellungen
Fax 040/72 72-395 oder presse@rowohlt.de
46
Marion Bluhm
Am Mergelberg 3, 30900 Wedemark
Telefon 051 30/56 64, Fax 0 51 30/37 93 85
Marion.Bluhm@rowohlt.de
Verlagsleitung
«Ein Genuss ... Das Buch ist rund.»
Unsere Verlagsvertreter für Deutschland
Rheinaustraße 97, 53225 Bonn
Telefon 02 28/946 93 65, Fax 040/72 72-8491
Oliver.Lange@rowohlt.de
Harald Mrfka
Gunterstraße 3, 69469 Weinheim
Telefon 06 201/87 22-375, Fax 06 201/87 22-559
Harald.Mrfka@rowohlt.de
Martina panzer
Rowohlt Verlag
Telefon 040/72 72-358, Fax 040/72 72-342
Martina.Panzer@rowohlt.de
Andreas Radzioch
Theresienstraße 22, 90403 Nürnberg
Telefon 09 11/36 11 28, Fax 09 11/36 41 21
Andreas.Radzioch@rowohlt.de
traugott Schreiner
Rowohlt Verlag
Telefon 040/72 72-322, Fax 040/72 72-342
Traugott.Schreiner@rowohlt.de
Viola Schröder
Rowohlt Verlag
Telefon 040/72 72-409, Fax 040/72 72-342
Viola.Schroeder@rowohlt.de
tobias Selke
Rowohlt Verlag
Telefon 040/72 72-396, Fax 040/72 72-342
Tobias.Selke@rowohlt.de
Marcus Wenske
Thomas-Müntzer-Straße 25, 99084 Erfurt
Telefon 03 61/551 28 83, Fax 03 61/551 28 82
Marcus.Wenske@rowohlt.de
Sabine Wieländer
Dr.-Carlo-Schmid-Straße 184, 90491 Nürnberg
Telefon 09 11/598 07 72, Fax 09 11/598 07 74
Sabine.Wielaender@rowohlt.de
Für Österreich
Josef Birsak
Hunderterweg 7b, A-4600 Wels
Telefon/Fax +43/72 42/468 03
BueroBirsak@rowohlt.de
Für die Schweiz
Michel Guyot
Buchzentrum AG, Industriestraße Ost 10, CH-4614 Hägendorf
Telefon +41/62/209 25 25, Fax +41/62/209 27 88
guyot@buchzentrum.ch
Rowohlt·Berlin Verlag 2014 | Preis- und Programmänderungen vorbehalten | * Es gelten die Schweizer-Franken-Preise als unverbindliche Preisempfehlung (UVP).
47
Autor
Document
Kategorie
Uncategorized
Seitenansichten
29
Dateigröße
6 367 KB
Tags
1/--Seiten
melden