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FIRMENPROFIL ERHÄLTLICHES INFORMATIONSMATERIAL ZUM THEMA

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FIRMENPORTRAITS
SEDUS STOLL AG
Brückenstraße 15
79761 Waldshut
www.sedus.com
info@sedus.de
ANSPRECHPARTNER
Dorothea Scheidl-Nennemann
Public Relations Manager
Tel. +49 (0)7751 / 84 - 2 91
presse@sedus.de
BRANCHE
Büromöbel
BESCHÄFTIGTE
850
FIRMENPROFIL
Die Sedus Stoll AG wurde 1871 gegründet und ist
heute einer der bekanntesten Büromöbelhersteller
weltweit. Der internationale Vertrieb erfolgt durch
acht Tochtergesellschaften in Europa, Niederlassungen in Dubai und Delhi sowie durch Partner in
über 70 Ländern. Das Unternehmen hat bereits in
den 1920er Jahren wesentliche Meilensteine in der
Ergonomie gesetzt und gilt als Pionier ökologischer
Unternehmensphilosophie.
B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 2012
ERHÄLTLICHES INFORMATIONSMATERIAL ZUM
THEMA NACHHALTIGKEIT
• jährliche Umwelterklärung
• GRI geprüfter Nachhaltigkeitsbericht
• Broschüre „Nachhaltiges Handeln“ für den Lebensraum Büro
• Lieferantenrichtlinien
INTERVIEW MIT HOLGER JAHNKE, VORSTAND MARKETING UND VERTRIEB, SEDUS STOLL AG
Herr Jahnke, wo sehen Sie beim Thema „Nachhaltigkeit
in der Lieferkette“ die größten Herausforderungen?
Die besteht sicher darin, Lieferanten durch das Supply
Chain Management zu auditieren und alle Aspekte
regelmäßig, mindestens alle zwei Jahre, auf den Prüfstand zu stellen. Vereinbarungen zur Nachhaltigkeit
sind fester Bestandteil der Vertragsgestaltung und
der Anspruch der Sedus Stoll AG ist bereits in den
Lieferantenrichtlinien definiert. Von der Beschaffung
bis zur Auslieferung, von Standards bis zu Einzelmaßnahmen können die Vereinbarungen sehr stark ins
Detail gehen. Dabei werden Verpackungen definiert,
Material wiederverwendet oder recycelt. Sedus hat
beispielsweise eigene faltbare, stapelbare Behälter
entwickelt, in denen die Ware vom Lieferanten ins
Lager und dann in die Produktion transportiert wird.
Mit welchen Maßnahmen begegnen Sie in Ihrem Unternehmen diesen Herausforderungen?
Etwa 25 Prozent unserer Lieferanten decken 90
Prozent der von Sedus konzernweit eingekauften
Produktionsmaterialien ab. Wir prüfen dabei vor Ort
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Managementsysteme, Qualifikation und Kommunikation, Umwelt- und Arbeitsschutz, Menschenrechtsaspekte, die Maßnahmen zur Verpflichtung
zur Nachhaltigkeit, Auftragserfüllungsprozesse und
Verbesserungskreisläufe. Im Mittelpunkt dieses Audits
steht das Aufdecken und Beheben von Schwachpunkten sowie die Weiterentwicklung der Partnerschaft
mit den Lieferanten.
Dabei achten wir darauf, dass unsere Lieferanten
aus der Region kommen und der LKW-Transitverkehr
aufs nötigste reduziert wird. Viele sind aus der Umgebung, maximal bis zu 800 km entfernt. Holz stammt
beispielsweise aus nachhaltiger Forstwirtschaft in
Deutschland, Frankreich und der Schweiz, Leder aus
Süddeutschland. Voluminöse Teile wie Polsterschaum
kommen aus der direkten Nachbarschaft. Stahlrohre
werden sogar in der eigenen Galvanik verchromt,
wodurch nicht nur die Einhaltung der Umweltrichtlinien sichergestellt ist, sondern auch zusätzliche
Transportwege entfallen.
Mittlerweile haben 87 Prozent unserer Lieferanten
die „Verpflichtung zur Nachhaltigkeit“ unterzeichnet.
FIRMENPORTRAITS
Wie ist die Reaktion Ihrer Lieferanten und Kunden
darauf?
In der Regel sehr positiv. Die Definition der Lieferkette erleichtert das Geschäft, denn von Hersteller
zu Hersteller spricht man dieselbe Sprache. Hohe
Anforderungen können auch als Motivation interessierter Lieferanten gesehen werden, an der Nachvollziehbarkeit zu arbeiten.
Die Kunden sind begeistert und begrüßen meist
jede Form der Transparenz aufgrund gestiegenen
Umweltbewusstseins und eigener Zertifizierungsmaßnahmen. Insbesondere wenn Gebäudezertifizierungen nach LEED etc. anstehen, passen unsere
Produkte wiederum gut in die Nachhaltigkeitskette
anderer. Auch das Bekenntnis von Sedus als Hersteller im Sinne des „Made in Germany“ untermauert
diesen Ansatz. In großen Projektausschreibungen
gehören die Aspekte der Nachhaltigkeit mittlerweile
zum Standard.
Welche Chancen sehen Sie für Unternehmen, die über
die gesetzlichen Vorgaben hinaus auf Nachhaltigkeit
in der Lieferkette achten?
Wer die gesetzlichen Vorgaben einhält, ist ja gerade
noch legal. Von nachhaltiger Philosophie kann erst
die Rede sein, wenn man darüber hinaus wesentlich
mehr zu bieten hat und aus freien Stücken sowie
echtem Interesse an der Erhaltung der Umwelt die
Maßstäbe höher ansetzt. Bei Sedus gilt das Credo
„Ökonomie und Ökologie sind keine Gegensätze,
sondern unverzichtbare Teile eines Ganzen“. Ökologie kann also durchaus mit echter Wirtschaftlichkeit
und einer Kostenersparnis gepaart sein. Eine der
bedeutendsten Chancen ist es aber, einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Lebensgrundlage für
nachkommende Generationen zu leisten. Kunden
wissen das zunehmend zu schätzen und richten ihre
Kaufentscheidungen danach aus.
Wie lässt sich erreichen, dass nicht nur einzelne Vorreiter, sondern die Wirtschaft insgesamt Nachhaltigkeitskriterien beim Supply Chain Management stärker
berücksichtigt?
Die Folgen von ökologischen Fehlentscheidungen
können in den Medien nicht präsent genug sein.
Hohe, von staatlicher Seite vorgegebene, nationale
oder internationale Standards und deren Einhaltung
sind eine der Voraussetzungen. Liberalisierungen im
Sinne des Transatlantischen Freihandelsabkommens
sind aus Sicht des Umweltschutzes mit Vorsicht zu
genießen. Interessens- und Wirtschaftsverbände, die
auf Nachhaltigkeit bauen, bieten sicher eine gute
Basis, Plattformen zu bilden und Unternehmen mit
ökologischem Anspruch untereinander zu vernetzen.
Wie kommunizieren Sie Ihre Supply Chain Transparenz?
Sedus verfügt durch die jahrzehntelange ökologische
Praxis über einen hohen Grad an Glaubwürdigkeit,
der nicht in Frage gestellt wird. Mit unserer weit
über 140jährigen Firmengeschichte sind wir kein
Newcomer und die ökologische Haltung ist in unseren
Unternehmensgrundsätzen definiert. Wie erwähnt,
gibt es Lieferantenrichtlinien, die auch an Kunden
weitergegeben werden können. Der auf der Website
abrufbare GRI-Bericht untermauert die Transparenz
bis ins Detail und bei Betriebsbesichtigungen können
sich Kunden oder Kaufinteressenten mit eigenen
Augen überzeugen.
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