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9 Löcher GVSH Jugendliga 2015

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FRIEDENSKIRCHE
Marktheidenfeld
1 - 2015 Dezember - Februar
„Licht scheint
in die Finsternis“
VORWORT
Liebe Leserinnen und Leser,
Die Friedenskirche steht im Mittelpunkt dieses Gemeindebriefes. Im
Rahmen ihrer Seminararbeit hat
sich eine Abiturientin intensiv mit
der Architektur und den Besonderheiten unseres Kirchengebäudes beschäftigt (s. Auszüge ihrer
Arbeit S.14-21).
Das ist hilfreich, denn schließlich
werden wir uns im neuen Jahr intensiver um die Sanierung unseres Gebäudes kümmern müssen.
Vielleicht gibt es so manche Details, die Ihnen als Gemeindeglied
und Gottesdienstbesucher noch
gar nicht aufgefallen sind …
Passend zu unserem Sanierungsprojekt erreicht uns eine
Kirchen haben eine
Pressemitteilung des LandesAnziehungskraft
bischofs: „Kirchen haben eine
Anziehungskraft für alle Menfür alle Menschen
schen“. Stimmt. Das werden
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„Kirchengebäu
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dort – etwa an Lebensaus diesen punktuellen BeEKD-Ratspräsident
stationen wie Konfirmati- Prof. Dr. Heinrich
gegnungen eine Sehnsucht
Bedford-Strohm
on oder der Trauung wird, noch mehr im Glauben
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Kraft
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Neugestaltung alter Gebäu
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des Evangeliums aus
Es grüßt Sie herzlich
Ihre Kirchengemeinde
ANDACHT
Liebe Mitchristen durch Christus in die Welt gekom„Licht scheint in
die Finsternis“...
Das ist die Weihnachtsbotschaft
des Evangelisten Johannes (Kap.
1,5). Er weiß: Ohne Gott ist die
Welt dunkel und trostlos, die Menschen sind traurig und perspektivlos, das mitmenschliche Miteinander ist verfinstert ...
Darum beschreibt er das Weihnachtsereignis, die Ankunft des
göttlichen Retters als „Licht“, das
in die Dunkelheit scheint und das
Leben hell macht: Ein Strahl der
himmlischen Herrlichkeit Gottes
strahlt in die dunkle Welt.
Stellen Sie sich vor, sie müssten
durch einen langen dunklen Tunnel laufen: Die Knie zittern, der
Angstschweiß steht auf der Stirn.
Erst wenn Sie Licht am Ende des
Tunnels sehen, werden Ihre
Schritte wieder fester, mutiger,
schneller. Nur wer Licht sieht hat
Hoffnung, dass es am Ende weitergeht. Dies ist ein Gleichnis für
unser Leben. Wir Menschen brauchen Licht zum Leben und zur
Orientierung. Wenn wir Licht von
der Ewigkeit her strahlen sehen,
laufen wir fröhlicher, entschlossener und tatkräftiger unseren Weg.
Ganz bewusst feiern wir Christen
Weihnachten und lassen uns bescheinen von dem Licht, das
men ist.
An uns ist es nun, dieses Licht
weiterstrahlen zu lassen, und den
Menschen Hoffnung und Orientierung zu geben.
-> Es wäre schön und wichtig,
wenn wir Christen glaubwürdig
und ohne aufdringlich zu sein den
Menschen das Licht zeigten, das
von der Ewigkeit her in unsere
Zeit herein strahlt.
-> Es wäre schön wenn wir Hoffnung ausstrahlten, die Gott uns
durch den Erlöser in der Krippe
schenkt.
-> Es wäre schön wenn wir mit
liebevollen Worten, hilfreichen
Gesten und tätiger Großzügigkeit
leuchteten in dieser Zeit.
Wir sollten uns immer wieder
selbstkritisch fragen, welche Ausstrahlung jede/r einzelne ganz
persönlich hat, welche Ausstrahlung auf unsere Kinder, welche
Ausstrahlung auf die Menschen
um uns herum, die nur für das
Diesseits leben und ansonsten im
Dunkeln tappen.
Ich wünsche Ihnen allen ein lichterfülltes und gesegnetes Weihnachtsfest.
Möge die Friedenskirche ein Ort
sein, wo für unseren kleinen Bereich eine Lichtspur des Himmelreiches wahrgenommen werden
kann.
Ihr Pfr. Bernd Töpfer
3
ÖKUMENE
Fotos: Bruder Bodo CT
Collage: Bruder Uwe CT
Nachhaltig volle Kirche bei Ökumenischen
Gottesdiensten im Kloster Triefenstein
Seit über 20 Jahren erfreuen sich
die „Ökumenischen Gottesdienste im Kloster Triefenstein“ nachhaltig großer Beliebtheit.
Die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden von Erlenbach-Triefenstein, Kreuzwertheim und Marktheidenfeld sowie
die Christusträger-Bruderschaft
laden 3-4 mal im Jahr Sonntag
Abend um 19:00 Uhr jeweils zu
einem aktuellen Thema in die barocke Klosterkirche ein.
Die Verantwortlichen Past.-Ref.
Reinhold Grimm und Pfarrer Matthias Wolpert (von kath. Seite),
sowie Pfarrer Klaus Betschinske,
Pfarrer Bernd Töpfer und Prior
4
Pfarrer Christian Hauter CT (von
evang. Seite) schätzen die gute
Möglichkeit auch mit ungewöhnlichen Gottesdienstformen und
modernen Elementen originelle
und kreative Gottesdienste zu
gestalten. Oft werden sie dabei
auch unterstützt durch hochkarätige musikalische Umrahmungen
(hier „New Gideon Brass“ aus
Marburg am 9. November 2014
zum Thema „Mauerfall“). Die Besucher aus der ganzen Region
Main-Spessart und Main-Tauber
danken es mit meist vollen Bankreihen und Zusatzstühlen.
enische
Der nächste Ökum
oster findet am
Gottesdienst im Kl
r statt.(s.S.11)
8. Febr.,19:00 Uh
ORGELFEST
1914 - 2014
Orgel-Geburtstagsfest
„100 Jahre Steinmeyer-Orgel
in der Friedenskirche“
Sonntag, 7. Dezember 2014
9:30 h Festgottesdienst
mit Heiligem Abendmahl
An der Orgel mit Solisten:
Bezirkskantor Mark Genzel / Lohr a.M.
CANDLE - LIGHTING
Hunderte von Kerzen
brennen wieder in unserem Glasturm
am World-Wide-Candle-Lighting-Day
am 2. Sonntag im Dezember (14.12.)
An diesem Tag gedenken wir mit vielen
Christen weltweit der verstorbenen Kinder. Zu einem Ökumenischen Gottesdienst in der Friedenskirche laden wir
um 19:00 Uhr die verwaisten Eltern und
Geschwister aus der ganzen Region
Main-Spessart und Main-Tauber ein.
Anschließend ist Gelegenheit zu Gesprächen
bei Tee
Verantwortlich:
und Ge- Past.-Ref. Reinhold Grimm
bäck im Gem.-Ref. Rita Geißler
Gemein- Past.-Ref. Alexander Wolf
Uwe Schlosser
dehaus. Dipl.-Rel.-Päd.
Pfarrer Bernd Töpfer
5
KONFIRMANDEN 2015
Konfirmanden laden ein zur Besinnung
Die Konfirmand/innen laden in der Adventszeit wieder zu Besinnung und Ruhe ein. Als Gegenpol zur
vorweihnachtlichen Hektik finden in den Adventswochen selbstgestaltete Andachten statt.
Im Advent immer mittwochs:
19:00 - 19:20 Uhr
in der Friedenskirche,
am 3., 10. und 17. Dezember
Bei Liedern und Texten aus der
Bibel eröffnet sich Raum um
dem eigentlichen Sinn von
Weihnachten nachzuspüren.
Die Konfi-Winterfreizeit im Jugendhaus in Michelrieth
Themen: „Exodus“,
Gruppe A
Gruppe B
„Passahfest“, „Abend16.-18. Januar 2015 23.-25. Januar 2015
mahl“, „Konfirmation“
Freitag 17.00 h bis Sonntag 13.00 h
Der 11. Konfi-Tag Rückblick Auswertung Ausblick
28. Febr. 2015
9.30 h
Vorbereitung des Vorstellungsgottesdienstes
Der Konfi-Elternabend Do. 26. März 2015
19.30 h
Der 12. Konfi-Tag
9.30 h bis 15.00 h
28. März. 2015 Thema: „Passion und Auferstehung“
KONFIRMANDEN 2016
Interessierte Jugendliche Jg. 2001/2002, die
IN !
am 17. April oder 24. Apríl 2016 konfirtung: T E R M
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A
miert werden möchten, werden am 1. Februar 2015 im Hauptgottesdienst feierlich in
Sonntag,
9:30 h
die Vorbereitung aufgenommen. Bei einem
1. Febr. 2015 um
anschließenden Informationstreffen zusamtesdienst
men mit den Eltern erfolgt die Anmeldung.
Einführungsgot
den 2016
der Konfirman
6
FREIZEIT
- Auftanken für Leib, Seele und Geist -
Freizeit für alle Interessierten,
die Erholung und Stärkung suchen:
Samstag, 23. - Samstag, 30. Mai 2015
Offen für alle
bei den Christusträger-Brüdern in Ralligen am Thuner See / Schweiz
Begleitung durch Prior Pfr. Christian Hauter
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Ausschreibung, Anmeldeformular
und weitere Infos auf unserer
Homepage:
www.marktheidenfeld-evangelisch.de/
Gemeindefreizeit
Anmeldung bitte schriftlich an das Pfarramt, Friedenstraße 3, 97828 Marktheidenf
n
„Ralligen ist die konsequente Weiterentwicklung des
Paradieses“ so sagt man.
In der Tat, allein die herrliche Lage in der Nähe von
so bekannten Ferienorten
wie Interlaken und Grindelwald, in greifbarer Nachbarschaft zu den Bergen Eiger,
Mönch und Jungfrau, direkt
am Thuner See gelegen,
bietet beste Voraussetzungen für einen an Leib, Seele und Geist erholsamen
Aufenthalt: Morgens werden jeweils geistliche Impulse, Begleitung und Gesprächsgruppen angeboten, der Nachmittag ist frei
für Ausflüge, Bootfahren,
Schwimmen, Bergwanderungen, Spiel, Spaß und
Sport…- Auch ein Kinderprogramm ist vorgesehen.
Preise: pro Tag / inclusive Vollpension
Erwachsene im DZ mit Du/WC
im einfachen DZ
Erwachsene im EZ
Junge Erwachsene (16-19 J.)
Jugendliche (12-15 J.)
Kinder (4-11 J.)
Kleinkinder (0-3 J.) pauschal f.ganze Zeit
62,- €
48,- €
67,- €
39,- €
30,- €
21,- €
10,- €
7
AUS UNSERER GEMEINDE
Taufen
am
aus
in
4 Taufen im Zeitraum
Trauungen
am
aus
in
2 Trauungen im Zeitraum
Beerdigungen
am
aus
in
5 Beerdigungen im
Zeitraum
DANKESCHÖN
Ganz herzlichen Dank für alle Gaben und Spenden
-> Alle Spenden und Kollekten rund um das Erntedankfest waren
für die Hilfe der Ebola-Opfer im Westafrikanischen Liberia bestimmt.
Viele Besucher beteiligten sich am Festgottesdienst und anschließend auch noch am Gemeindeessen im neuen Gemeindehaus.
Es kamen insgesamt 3608.– € für Liberia zusammen.
-> Bei der Sammlung während des Posaunenkonzertes Posaunenschall und Mauerfall am 9. Nov. wurden 475.- € für das Krankenhaus
der Christusträger Brüder im afrikanischen Wanga (Kongo) gegeben.
-> Das Kirchgeld 2014 für die Sanierung der Friedenskirche u.a.
erbrachte bislang schon über 24.045.– € - Das alles ist prima. Danke
8
GOTTESDIENSTE SENIORENHEIME
Heim
Tag
Datum
Kreisseniorenheim Wohnber. „Mitteltor”
Montag
24. November 09:30
Marktheidenfeld
Montag
29. Dezember 09:30
Montag
26. Januar
09:30
Montag
23. Februar
09:30
Mittwoch
19. November 09:30
Mittwoch
31. Dezember 09:30
Mittwoch
28. Januar
09:30
Mittwoch
25. Februar
09:30
Julius-Echter-Stift
Ort
Hauskapelle
Hafenlohr
Haus Mainbrücke
Veranstaltungsraum Freitag
28. November 10.30
Freitag
26. Dezember 10.30
Freitag
30. Januar
10.30
Freitag
27. Februar
10.30
Mittwoch
19. November 09:30
Marktheidenfeld
Haus Lehmgruben
Uhr
Johanneskapelle
Marktheidenfeld
dieser Tabelle
Alle Gottesdienste in
Abendmahl
em
sind jeweils mit Heilig
Sonntag 01. Februar
09:30
Sonntag 01. März
09:30
ERWACHSENE
Neubürgertreffen
„Bei einer Tasse Tee“
jeweils Sonntag ab 14.00 Uhr
Frauentreff
Jeweils 1. Mittwoch 9:00 Uhr
im Gemeindehaus
Jahresprogramm ist in Vorbereitung.
7. Dez., 6. Jan., 1. Febr., 1. März
Weltgebetstag
Mit Teetrinken und Singen als
„Atemholen der Seele“. Fragen
Freitag, 6. März 2015. Vorbereitungsaus der Bibel und zum Leben
termine: Auf Abkündigungen achten !
9
HAUSKREIS - FREIZEIT
ausspannen ...
aufatmen ...
auftanken...
Bei den ChristusträgerBrüdern im
Kloster Triefenstein
16. – 18. Januar 2015
Leitung:
Dekan Michael Wehrwein
Anmeldung: 09352/ 87 16 17
DER GRÜNE GOCKEL
Stand des Projektes
Der Gockel hat die Landebahn
schon gesichtet und wird im Januar
2015 zur Landung ansetzen. Unser
Umweltteam hilft ihm dabei und ist
im Oktober mit der Bewertung der
Situation unserer Gemeinde fertig
geworden. Jetzt geht es darum,
Wichtiges vom Unwichtigen zu unterscheiden und zu bewerten. Das
Umweltprogramm wird erarbeitet
und im Dezember vom Kirchenvorstand beraten und in Kraft gesetzt
werden. Gleichzeitig wird unsere
Umwelterklärung erarbeitet und zur
Veröffentlichung vorbereitet. Das
wird eine spannende Zeit zu sehen,
wo unsere Gemeinde und jede(r)
Einzelne seinen Beitrag leistet.
Dabei geht es nicht so sehr um Kostenreduzierung sondern um die Bewahrung der Schöpfung in der uns
übertragenen Verantwortung.
10
Wir alle sind aufgerufen mitzudenken, an der Umsetzung mitzuarbeiten und mit unsere Ressourcen
pfleglich umzugehen.
Wenn wir den “Grünen Gockel” im
Januar 2015 verliehen bekommen,
können wir sagen: „Wir sind eine
umweltfreundliche Kirchengemeinde“. Viel wichtiger aber ist, dass wir
als Kirche glaubwürdig und nachweisbar sagen können: „Wir nehmen
unseren Auftrag, Gott den Schöpfer
zu ehren und seine Schöpfung zu
erhalten ernst und tun das uns Mögliche dafür“.
Ullrich Ruwe
ÖKUMENE
Ökumenischer Gottesdienst
im Kloster Triefenstein
Stille Zeiten im Advent
mit Gemeindeassistent Gottfried Henning
Johanneskapelle im Haus Lehmgruben
am 2., 9. und 14. Dezember
jeweils Dienstag um 16:00 Uhr
am 2., 9. und 14. Dezember
Sehen - Hören - Beten
„Seltsames, wunderbares Afghanistan ...“
mit Prior Bruder Christian CT
und Musik der FSJ-Band
Sonntag, 8. Februar,
19:00 h
Es laden ein: Die katholischen und evangelischen
Kirchengemeinden von Kreuzwertheim,
Marktheidenfeld, Erlenbach-Triefenstein
und die Christusträger Bruderschaft
„Apfel, Nuss und Mandelkern“ - Otto Schließke
Dem Geheimnis der Weihnacht
begegnen mit Worten und Symbolen
biblischer Verheißung
REISEBERICHT
Ein Herz für die Kinder von Jujuy
Eine Einladung im
Rahmen der Komm
unikationsinitiative
„Heute-bin-ich-d
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:00 h
Seit 20 Jahren unterstützt un7. Dez.,11
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sere Basargruppe unter Leisaal
Gemeinde
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tung von Ursula Korn das
im
Kinderheim der ChristusträgerSchwestern in Jujuy in Argentinien.
Im Oktober diesen Jahres hatten Uschi Korn und
Siglinde Ludwig die Gelegenheit, für 3 Wochen nach
Argentinien zu reisen, um die Schwestern und die
Kinder im „Hogar del Sol“ zu besuchen.
Im Rahmen eines gemütlichen Beisammenseins bei Tee und Gebäck wird Uschi Korn mit
Bildern von ihrer Reise berichten. Gleichzeitig
wird Gelegenheit sein, Adventliches vom neuBasar zugunsten von Jujuy zu erwerben.
en
11
UNSERE GOTTESDIENSTE
Sonntag: 9.:30 Uhr, Friedenskirche Marktheidenfeld;
gleichzeitig Kindergottesdienst und Kleinkinderbetreuung
ab 9:00 Uhr Gebetskreis vor dem Gottesdienst
Feiertag: 9.30 Uhr, Friedenskirche
TAG
ANLASS
LEITUNG
BESONDERES
KOLL.
Präd. Henning
Konfirmanden
16:00 Johanneskapelle
19:00 Friedenskirche
s.S.11
s.S.6
Dezember
02.12.
03.12.
Stille Zeit im Advent
Adventsandacht
07.12.
2. Advent
Gemeinde
09.12.
10.12.
Stille Zeit im Advent
Adventsandacht
Präd. Henning
Konfirmanden
s.S.5
s.S.11
s.S.11
s.S.6
14.12.
3. Advent
Pfrin. Allolio
Pfr. Töpfer
+ Abendmahl
& Bezirkskantor 11:00 h Taufe
Orgelgeburtstagsfest
Mark Genzel 11:00 h Reisebericht
Worldwide
Candle-Lighting Ökumen. Team
16:00 Johanneskapelle
19:00 Friedenskirche
Osteuropa
19:00 Friedenskirche
s.S.5
16.12.
17.12.
Stille Zeit im Advent
Adventsandacht
Präd. Henning
Konfirmanden
16:00 Johanneskapelle
19:00 Friedenskirche
S.S.11
s.S.6
21.12.
4. Advent
Pfr. Töpfer
9:30 Hauptgottesdienst
Pfr. Töpfer
11:00 Sing-Gottesdienst
Gemeindehaus
+ öffentl.Generalprobe Weihnachtsspiel
24.12.
Heilig Abend
Pfrin. Allolio
& Kirchenmäuse
Diakon Gräßel
Brot für
mit Weihnachtsspiell die Welt
15:00 Familien-GD
15:00 Christvesper 1
Johanneskapelle
Pfr. Töpfer
12
16:30 Posaunenklang im Turm
17:00 Christvesper 2
Brot für
die Welt
Pfr. Töpfer
18:00 Christvesper 3
Brot für
die Welt
25.12.
1. Weihnachtstag
Pfr. Töpfer
Festgottesdienst + AM
Ev.Schulen
26.12.
2. Weihnachtstag
Pfrin. Allolio
Festgottesdienst
Diak.Werk
Lohr
28.12.
1. So. n. Weihn.
Pfr. Töpfer
+ Kirchenkaffee
Gemeindehaus
31.12.
Silvester
Präd. Ratai
16:00 Johanneskapelle
JahresschlussGottesdienst
Pfrin. Allolio
18:00 Friedenskirche
Hauskreis Stahl
23:45 Mitternachtsandacht
Gemeindehaus
UNSERE GOTTESDIENSTE
TAG
ANLASS
LEITUNG
BESONDERES
KOLL.
Präd. Henning
+ Abendmahl
Gemeinde
2015
Januar
01.01.
Neujahr
04.01.
2. So.n.Weihnachten Pfr.i.R.Wunderlich
06.01.
Epiphanias
Pfrin. Allolio
Weltmission
11.01.
1. So.n.Epiphanias
Pfr. Töpfer
Gemeinde
18.01.
2. So.n.Epiphanias
Präd. Henning
Konfifreizeit in Michelrieth A Altenheimseelsorge
25.01.
3. So.n.Epiphanias
Pfrin. Allolio
+ Kirchenkaffee
Gemeinde
Gemeinde
Konfifreizeit in Michelrieth B
Februar
01.02.
Septuagesimae
Pfr. Töpfer
+ Abendmahl (Traubensaft) Diak. Werk
der EKD
Im Anschluss:
11:00-12:00 Konfi-ElternInformationstreffen
Diakon Gräßel
9:30 Johanneskapelle+AM
Einführung der Konfirmanden 2016
08.02.
Sexagesimae
Ökumen. Gottesdienst
Pfr. Töpfer
Ökumen. Team
Gäste: Christel Oefele
und Jubilate Deo - Chor
Kindertagesstätten
19:00 Kloster Triefenstein s.S.4+11
15.02.
Estomihi
Pfrin. Allolio
22.02.
Invokavit
Präd. Henning
+ Kirchenkaffee
Fastenopfer
Osteuropa
01.03.
Reminiszere
Pfrin. Allolio
+ Abendmahl
Rummelsberg
Diakon Gräßel
9:30 Johanneskapelle+AM
06.03.
Weltgebetstag
ökumen. Team
08.03.
Okuli
Pfr. Töpfer
15.03.
Lätare
Pfrin. Allolio
22.03.
Judika
Gemeinde
März
Bes.GD
Pfr. Töpfer
Gemeinde
Dienst an
Frauen und
Müttern
+ Kirchenkaffee
Diakonie I
13
FRIEDENSKIRCHE
Wissenschaftpropädeutisches Seminar
Rahmenthema:
Protestanten in Main-Spessart
– eine Erfolgsgeschichte
Balthasar-Neumann-Gymnasium Marktheidenfeld
Q12 - 2013/2014 (Seminarleiter: Stud.Dir. N.N.)
von N.N. (Name nur im gedruckten Gemeindebrief)
Thema: „Die Friedenskirche in Marktheidenfeld –
Schwerpunkt Architektur“ (in Auszügen)
Einführung
Die Friedenskirche aus
dem vorletzten Jahrhundert (1896) steht mitten
in einer neuen Zeit.
Im Laufe des Lebens gibt es viele wichtige Stationen,
die einem Menschen noch lange im Gedächtnis bleiben. Hierzu können auch religiöse Feste gehören, wie
zum Beispiel in der christlichen Kirche die Taufe, die
Konfirmation oder auch die kirchliche Hochzeit. Doch
um all diese Feste zu feiern, werden die geeigneten
Räumlichkeiten benötigt... In diesem Fall handelt es
sich um die Evangelisch-Lutherische Friedenskirche in
Marktheidenfeld. Meine Seminararbeit soll das Thema
der Kirchenarchitektur behandeln und den Kirchenbau
in den Vordergrund stellen. …
Dieses zweistöckige „Mehrzweck-Gebäude“ wurde am
17. Mai 1896 eingeweiht und der Betsaal im Obergeschoss mit einem weit vorausschauenden Angebot
von damals ca. 180 Sitzplätzen (bei 170 Gemeindegliedern!) ausgestattet.
Die Kirche ist im neugotischen Stil erbaut. … Unter einer Kirche versteht
man ein Bauwerk des christlichen Glaubens, in dem es für Gläubige möglich ist, ihren Glauben durch das Gebet oder auch in Gottesdiensten zu festigen. … Das Wort „Kirche“ wird aus dem Griechischen abgeleitet: „kyriake“
bedeutet so viel wie „dem Herrn gehörig“.
Der Baustil: Neugotik
Der Kenner erkennt sehr bald, dass die Friedenskirche im Stil der Kunstepoche Neugotik erbaut ist. …
Unter Neugotik (auch Neo-Gotik) versteht man die „Wiederentdeckung der
gotischen Formensprache im 19. Und 20. Jahrhundert“. Die Formensprache
der Neugotik ist also eine Nachbildung der Gotik, einer „großen Epoche der
14
FRIEDENSKIRCHE
europäischen Kunst ab Mitte des 12. Jahrhunderts bis zum Ende des Mittelalters, in manchen Ländern bis ins 16. Jahrhundert hinein“… Als erstes
Merkmal für die Neugotik sind die häufig verwendeten Spitzbögen anzuführen. Diese stellen einen starken Kontrast zu den in der romanischen Baukunst typischen Rundbögen und Kreuzgratgewölben dar.
Allgemein fallen kirchliche Gebäude der Neugotik durch ein sehr schmales,
aber hohes Volumen auf, hierbei spricht man auch von Vertikalismus. Diese
charakteristisch enorme Bauhöhe wurde oft durch sehr schlanke Türme
noch optisch verstärkt. Der Grund hierfür lag darin, dass die Menschen den
Weg zu Gott in der Höhe, nämlich im Streben zum Himmel, suchten…
Die gewollt großzügige Durchflutung mit Licht ist ebenfalls als Merkmal der
Neugotik aufzuzählen, ebenso wie die Gliederung in einzelne Raumteile.
Hierzu zählt nicht nur, dass sich der Hauptraum in einzelne kleinere Raumteile gliedern lässt, sondern auch die Verwendung von Emporen, welche
wie ein Obergeschoss wirkten und galerieartig über den Hauptraum gebaut
worden waren.
Der Zweck des Kirchenbaus
In einer Arbeitshilfe für den evangelischen Religionsunterricht heißt es: Ein
Kirchengebäude „muss so ausgestattet sein, dass in ihm das Wort Gottes
verkündigt und die Sakramente gereicht werden können. Der gottesdienstliche Bau und Raum soll sich um seines Zweckes willen klar unterscheiden
von Bauten und Räumen, die profanen Aufgaben dienen.“ Als Zweck wird
„die Begegnung mit dem gnadenhaft in Wort und Sakrament gegenwärtigen
heiligen Gott“ angeführt. Allerdings ist es interessant zu wissen, dass bereits Luther den Gottesdienst nicht nur auf einen Bau, wie eine Kirche beschränkte: „Kan es nicht geschehen unterm Dach
oder in der Kirchen, so geschehe es auff eim platz
unter dem Himel, und wo raum dazu ist.“
Die Bedeutung des Taufsteins
Durch die Taufe gehören Christen zur weltweiten
Gemeinde und zu Gott. … Das Sakrament der Taufe
ist auch deswegen besonders wichtig, da es sich
hierbei um ein einmaliges Fest im Leben eines
Christen handelt. In einer Anleitung heißt es: Die
Taufe ist „im Kirchenraum (zwar) nicht an einen bestimmten Platz gebunden“, allerdings sollte bei den
Vorbereitungen zu einer solchen Feierlichkeit beachtet werden, dass „die kleine Taufgemeinde sich nicht
Der oktagonale Taufstein:
im weiten Kirchenschiff verliert:“ In der FriedenskirHinweis auf den „8. Tag“
che ist dieses Problem nicht gegeben, da der Got15
FRIEDENSKIRCHE
tesdienstraum für die Gemeinde zwar ausreichend Platz bietet, es aber
trotzdem nicht die Möglichkeit besteht, sich hierin zu verlieren. Der Taufstein ist hier aus rotem Buntsandstein gestaltet, welcher typisch für die Region des Spessarts ist. Er besitzt einen oktogonalen Grundriss. Die symbolische Bedeutung hierfür führt zurück auf die Schöpfungsgeschichte. Der
achte Tag wird als Tag der Auferstehung gesehen. Auf den Täufling bezogen heißt das, dass ihm durch die Taufe neues Leben geschenkt ist.
Die Sakristei
Früher existierte in der
Friedenskirche auch
eine Sakristei im hinteren Teil des Kirchenraumes links unter der
Empore. Mit der Zeit
wuchs die evangelische Gemeinde und
so war mehr Platz von
Das „Heilige Schlupfloch“ Nöten, was schließlich Die „Neue Sakristei“: Lichtdurchflutet
wie auch alles andere im Treppenturm
„Heilig“, weil hier früher die
dazu führte, dass bei
Sakristei war; „Schlupfloch“,
der letzten Innenrenovierung im Jahr 2000 die Zwiweil hier schnell noch die
Zuspätgekommenen Platz schenwand herausgenommen und der Sakristei-Raum
dem Kirchenraum zugeschlagen wurde. (Gewinn: 3
im Gottesdienst finden
Bankreihen = 21 Plätze) Heute befindet sich die Sakristei im Erdgeschoss des im Jahr 2000 eingeweihten Treppenturmes. Per
Definition ist die Sakristei ein „Kirchennebenraum, in dem die priesterliche
Gerätschaft aufbewahrt wird“. Es handelt sich bei einer Sakristei aber nicht
nur um eine Art Vorratskammer für den Gottesdienst, sondern sie ist auch
ein liturgischer Ort. Hier „bereiten sich diejenigen,
die den Gottesdienst zu zelebrieren haben, innerlich auf ihre Aufgaben vor.“
Die Kanzel
Die Kanzel dient dazu, dass bei der Predigt jeder
Gottesdienstbesucher dem Pfarrer in seinen Gesten, aber auch Worten folgen kann. In der Friedenskirche befindet sie sich im vorderen Teil des
Gottesdienstraumes auf der rechten Seite. Sie ist
aus Holz gestaltet und optisch gekennzeichnet
durch sehr klar strukturierte Linien, welche jeweils
parallel senkrecht und waagerecht zueinander
angeordnet sind. Auf einen Schalldeckel wurde
verzichtet.
16
Die Kanzel: sachlich,
schlicht und funktionell
FRIEDENSKIRCHE
Der Altar
Als Richtlinie für einen Altar wird die Lage in der
Mittelachse des Raumes angeführt, sowie die Erhöhung um mindestens zwei Stufen. Diese beiden
Merkmale lassen sich auch in der Friedenskirche
wiederfinden. Aufgrund seiner Erhöhung hat der
Altar auch seinen Namen: ursprünglich stammt
das Wort vom lateinischen Verb „altare“ ab, was
so viel bedeutet, wie „erheben“, „hochstellen“ oder
eben „erhöhen“.
Im 1. Korinther 10,21 wird die Funktion des Altars
erläutert: Er ist der „Tisch des Herrn“. Hier verFriedenskirche: Altarraum
sammelt sich die christliche Gemeinde, um gemeinsam das Abendmahl zu feiern. In der Friedenskirche steht den Gottesdienstbesuchern nur sehr wenig Platz für das Abendmahl zur Verfügung.
Aus diesem Grund wird vor der Austeilung das Lesepult zur Seite geräumt.
So entsteht genügend Platz für einen Halbkreis der Kommunikanten um
den Altar.
„In der Gestaltung des Altars (…) (muss) mit besonderer Sorgfalt verfahren
werden“, das heißt also folgernd, dass er, ebenso wie seine Ausstattung
(z.B. Altarkreuz und Leuchter) „ein Stück gediegener handwerklicher Arbeit
sein“ soll und minderwertige Baustoffe nicht dem Zweck dienen. Außerdem
ist es noch interessant zu wissen, dass ein Altar in seinem Aufbau aus zwei
Teilen besteht, nämlich „dem Unterbau (lat. stipes) und der Platte (mensa).“
In der Friedenskirche findet man auf dem Altar hinten in der Mitte stehend
frische Blumen, sowie rechts und links davon je eine Kerze. Für Festgottesdienste gibt es zwei kunstvoll aus Silber geschmiedete Leuchter mit je 3
Kerzen. Hinter den Blumen befindet sich ein Altarkreuz, welches aus buntem Glas zusammengesetzt und durch einen Rand aus Metall eingefasst
ist. Im Mittelpunkt des Kreuzes kann man das Opferlamm erkennen.
Dieses steht symbolisch für Jesus Christus, welcher sich für uns Menschen
geopfert hat. Besonders wichtig ist die auf dem Altar liegende Agende. Diese „enthält alle liturgischen Texte, die für einen Gottesdienst benötigt werden, sowie entsprechende Angaben, wie damit zu verfahren ist. Sie legt die
Struktur eines Gottesdienstes fest.“ In der Friedenskirche liegt allerdings
eine Bibel auf dem Altar. Auf dem Lesepult liegt ein Lektionar mit den für
den jeweiligen Gottesdienst vorgesehenen Bibelleseabschnitten.
Kanzel und Altar besitzen die größte Bedeutung in einem gottesdienstlichen
Raum nach Luther, weshalb diese dem Betrachter auch optisch zuerst ins
Auge fallen sollen. Wichtig zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang die
Innenrenovierungen der Marktheidenfelder Friedenskirche. Anfang der 60er
Jahre wurde erheblich in den Stil der Kirche eingegriffen:
17
FRIEDENSKIRCHE
Der neugotische Hochaltar und die dazu passende Kanzel wurden herausgenommen und durch die moderne Altartisch-Gestaltung und die moderne
Kanzel ersetzt.
Die Orgel
von der Firma Steinmeyer aus Oettingen wurde
1914 auf der Empore eingerichtet. Der Klang
dieses Instruments wurde im Zuge der Renovierung in den 60er Jahren dem damaligen Musikgeschmack angepasst, sodass gedämpft wurde, dafür aber spitz und schriller klang. Dieser
Umbau wurde bei einer Orgelrestauration im
Jahr 2004 zurückgenommen und der ursprüngliche Zustand im Inneren und Äußeren der Orgel
wieder hergestellt. …Daraufhin sind die Sitzgelegenheiten noch wichtig zu erwähnen. Auch
hier findet sich in der Friedenskirche wieder die
für die Epoche der Neugotik typische Form des
Spitzbogens, allerdings in abgewandelter Form:
Die gesamte Form der Außenseiten der Bänke
ist zwar nach oben gerichtet, allerdings ist das
Die Steinmeyer-Orgel: Opus
Holz verziert mit einigen Ornamenten, welche
1216 aus dem Jahr 1914
wiederum typisch für die Neugotik sind, da sie
kombiniert sind aus Dreiecken, sowie Kreisen. Diese nennt man auch Dreipass oder –blatt. Die Bänke an sich sind im Gesamten aus Holz gestaltet,
ein Teppich auf der Sitzfläche, sowie eine Heizung unter jeder einzelnen
Bank sorgen auch im Winter für Wärme und Bequemlichkeit. Der Zweck
von Bänken besteht seit der Reformation darin, dass die Gemeinde der Predigt aufmerksam und konzentriert folgen kann.
Der Außenbereich
Im Außenbereich der Marktheidenfelder Friedenskirche stechen drei Merkmale der Neugotik besonders hervor. Hierzu zählen der
allgemein scharfkantige Aufbau am Dach
sowie den beiden Eingangsbereichen, der
besondere Aufbau des Kirchturmes und auffällige Ausschmückungen der Außenwand im
Bereich des Haupteinganges. Der besondere
Aufbau des Kirchturmes wird im Folgenden
besonders erwähnt, da dieser sich aufgrund
seiner geschichtlichen Entwicklung sehr von
anderen evangelischen Kirchen abhebt.
18
Die Apsis der Friedenskirche
mit neugotischen Eckpfeilern
FRIEDENSKIRCHE
Die Scharfkantigkeit
Dieses Merkmal zeigt sich an anderen Bauwerken der
Neugotik sehr deutlich in den häufig angewendeten
Spitzbögen. Hierbei handelt es sich im unteren Teil zwar
noch um eine rechteckige Form, nach oben hin aber
wandeln sich die rechte, aber auch die linke Seitenlinie
gleichmäßig zu Halbkreisen, welche wiederum gleichmäßig zusammenlaufen und schließlich in einer Spitze ihre
Form vollenden.
Der Okulus
Die Fenster der Kirche sind zwar in drei Teile unterteilt,
sie ergeben einen sogenannten „Oculus“ (lat. Auge), d.h.
ein rundes Fenster im oberen Teil des gesamten Spitzbogens…. Die Unterteilung in einzelne farbige Glasbausteine, ist ebenfalls ein deutliches Merkmal für die Epoche
der Neugotik. Geht man auf die Säulen des Fensters ein,
so kann man sagen, dass diese „die Fensterbögen stützen, zumindest optisch.“
Der Eingangsbereich der Friedenskirche fällt vor allem
durch einen Spruch direkt über der Türe auf: „Des Herren Wort bleibet in Ewigkeit.“ (1. Petrus 1,25) steht auf
weißem Marmor geschrieben, welcher in Form eines
Dreipasses oder auch Dreiblatts gestaltet ist (vgl. Sitzgelegenheiten). Eingerahmt soll der Spruch den Besucher
schon beim Betreten der Kirche auf den Sinn des Gottesdienstbesuches einstimmen, aber ihn auch auf die Aktualität Gottes Wortes aufmerksam machen. (3 ist jeweils
Hinweis auf die Trinität).
Der „Okulus“
Der „Dreipass“
Weiterhin lässt sich sagen, dass drei Treppenstufen zum
Haupteingang hinführen, wobei die auffällige neugotische
Holztür auf der vierten Stufe ihren Platz findet. Durch einen Rahmen circa einen halben Meter über der Türe, der
auch aus Buntsandstein gestaltet ist, wird der symbolische Eindruck erweckt, als sei der Eingangsbereich insgesamt gut geschützt oder gar überdacht. Er dient allerdings nur dem dekorativen Zweck.
Zuletzt kann man noch den Gesamtaufbau der Kirche
unter dem Aspekt der Scharfkantigkeit betrachten. Entfernt man sich einige Meter von dem Bauwerk und betrachtet die Kirche nun von nord-westlicher Seite her, so
Immer wieder die
dreigliedrige Form
19
FRIEDENSKIRCHE
stellt man fest, dass das gesamte Gebäude in der
Form eines Spitzbogens aufgebaut ist. Die Mauern
bilden hierbei den rechteckigen Teil, welche mit Einbezug des Dachbogens weiterführend die beiden
gleichmäßig angeordneten Halbkreise bilden, die im
Kirchturm der Kirche schließlich mit einer Spitze abschließen.
Die Besonderheiten des Kirchturms
Heute kann man nachlesen, dass es die ersten evanEin Mittelding aus
gelischen Christen in Marktheidenfeld nicht leicht hatTurm
und Dachreiter
ten. Einerseits wurde am 30. Mai 1880 ein kleiner Betsaal eingeweiht. Dieser „befand sich unter dem Dach
im Eckhaus am oberen Ende der Mitteltorstraße zum heutigen Adenauerplatz.“
Der Bau einer eigenen evangelischen Kirche wurde den Protestanten zu
dieser Zeit allerdings nicht genehmigt. Im Jahre 1886 gründeten etwa 170
evangelische Christen in Marktheidenfeld schließlich einen Kirchenbauverein. Hierdurch war es bereits 1895 möglich, den Grundstein zumindest für
ein „Kirchengemeindehaus“ zu legen. Ein Kirchturm wurde als typisches
Merkmal für eine Kirche angesehen und so konnte dieser nur architektonisch angedeutet werden, was auch heute noch ersichtlich ist. Erst 1925
wurde ein Geläut mit drei Glocken beschafft. Nach Überstehen des zweiten
Weltkrieges setzte man diese ein, doch bereits 1961 beschaffte man auf
Wunsch des damaligen Pfarrers Karl Kögel neue Kirchenglocken. Die drei
Glocken wurden benannt als „Auferstehungsglocke, „Kreuzglocke“ und
„Gebetsglocke“. Schließlich baute man 1964/65 noch eine elektrische Läuteanlage ein.
Das Fazit
Die Friedenskirche in Marktheidenfeld hat bereits eine lange geschichtliche
Entwicklung hinter sich. Obwohl sie schon über 110 Jahre besteht, hat die
Kirche in Marktheidenfeld nicht an Bedeutung verloren, im Gegenteil: Die
kleine Anzahl an Protestanten, die sich im Jahr 1896 zusammenschloss um
eine Kirche zu bauen, aber nur ein Kirchengemeindehaus errichten durfte,
hat sich in der Zwischenzeit deutlich vergrößert, und zwar so stark, dass die
heutige Friedenskirche an wichtigen Anlässen wie Weihnachten oftmals zu
wenig Platz für die Gottesdienstbesucher bietet. In diesem Fall finden mehrere Gottesdienste zu verschiedenen Zeiten statt, welche trotzdem noch gut
besucht sind. Der Bau von modernen Bauwerken, wie dem Treppenturm
oder dem neu errichteten Gemeindehaus zeigen, dass es auch in der heutigen Zeit noch wichtig ist, Kirchenbauten zu gestalten, welche der Pflege
des Glaubens, auch jedes einzelnen Menschen dienen.
20
FRIEDENSKIRCHE
Schluss: Der Zustand der Friedenskirche heute
Zum Ende der Arbeit ist es interessant, auf den aktuellen Stand der Friedenskirche Bezug zu nehmen. Leider wurden seit dem letzten Winter immer
häufiger Bruchstücke der Buntsandsteinfassade aufgefunden, welche wetterbedingt abschiefern. Insgesamt sind auch viele Fehlstellen zu sehen und
auch unzählige Mörtelfugen zeigen Löcher. Den „Schwerpunkt bildet die
stärker bewitterte Westseite“.
Friedenskirche: Ein Festgottesdienst mit Posaunen
Im Erdgeschoss bedarf es einer grundlegenden energetischen Sanierung
und der Erneuerung von Fenstern und Türen. Ferner muss in absehbarer
Zeit der Glockenstuhl saniert und Schäden am Läutwerk behoben werden.
Für diese Sanierung soll noch in diesem Jahr ein Gesamtkonzept erstellt
werden, das alle Bereiche einer umfassenden Renovierung mit einschließt.
Abrundend ist also zu sagen, dass an der Friedenskirche auch nach dem
Bau eines neuen Gemeindehauses die architektonischen Arbeiten noch
nicht vollendet sind und das Thema Architektur in Marktheidenfeld von großer Bedeutung ist, vor allem durch die Vielfalt und das Mischen von unterschiedlichen Stilen und Epochen, welche zusammengesetzt ein großes
Ganzes ergeben, nämlich einen Ort des Glaubens für die aktuell 3.090
evangelischen Gemeindemitglieder in Marktheidenfeld.
N.N.
21
FESTE TERMINE
HAUSKREISE
Montag
20:00
Dienstag
20:00
Freitag
20:00
Hauskreis Gegenheimer, Lengfurt
(Tel. 09395 / 99 92 3)
Hauskreis Fam. Lenk, Hauptstr.73, Roden ( Tel.09396/995684)
Hauskreis Stahl sen., Edith-Stein Str. 9, (Tel. 09391 / 89 04)
BIBELGESPRÄCHE
Montag
20:00 Bibelkreis
(Margarete Stahl, Tel. 09391 / 89 04)
Montag
20:00 Bibelkreis Familie Stahl
(Tel.: 09391 / 46 28)
Donnerstag
9:00 Bibelgesprächskreis für Frauen
(Ursula Korn, Tel. 46 18)
MUSIK
Montag
Dienstag
Freitag
20:00
20:00
20:00
Kammermusikkreis
(Stefanie Leser, Tel. 09393 / 15 48)
Kirchenchor
(Annerose Zinßler, Tel. 09395 / 519)
Posaunenchor
(Theo Stahl: 91 59 33, B. Richter: 98 61 15)
KINDERGOTTESDIENST
Vorbereitung n. Absprache
(Carsten Coulon, Tel. 91 21 39)
KLEINKINDER
Dienstag
09:30 Spielgruppe „Mutter und Kind“ (kann neu gegründet werden)
Mittwoch
09:30 Spielgruppe „Mutter und Kind“ (kann neu gegründet werden)
Donnerstag
09:30 Spielgruppe „Mutter und Kind“ (kann neu gegründet werden)
JUGEND
Montag
17:00
Mädchenjungschar ab 11 (Lena Klüpfel, Tel. 09394/99 47 47
und Theresa Schäfer)
Montag
Dienstag
Mittwoch
19:30
19:00
16:30
CVJM - Sport
(Michael Maushake, Tel. 09394 / 36 19 91 7)
Konfi-Teamer Vorbereitung
(Pfr. Töpfer, Tel. 23 25)
Kirchenmäuse, 6-10 J. (Lena Klüpfel, Tel. 09394 / 99 47 47)
ERWACHSENE
Mittwoch
9:00 Basargruppe (Ursula Korn, Tel. 46 18, Thea Schmitz, 27 41)
1. Mi. / Monat
9:00 Frauentreff im Gemeindehaus
(Ursula Korn, Tel. 46 18)
Donnerstag
20:00 Anonyme Alkoholiker und AL—ANON
(Familiengruppe)
1. So. / Monat 14:00 „Der begleitende Weg"
(Gottfried Henning, Tel. 25 07)
Montag
14:30 Geselliges Tanzen
(Inge Fürchow, Tel. 17 43)
Mittw.+ Sonnt. 14:30 Seniorencafé Haus Lehmgruben (Gertraud Gräßel, 98 64 0)
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JAHRESLOSUNG 2015
NEUJAHRS-DANK
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23
BRÜCKE ZUR GEMEINDE
VERTRAUENSMANN
des Kirchenvorstands
Hermann Gegenheimer
Theodor-Heuss-Str. 46, 97855 Lengfurt
Tel.: 09395 / 99 9 23
MESNER
Georg Borst
Handy: 0176 / 30 69 16 38
PFARRER
Bernd Töpfer
Evang.– Luth. Pfarramt,
Friedenstraße 3, 97828 Marktheidenfeld
Tel.: 09391 / 2325
Sprechstunde: Donnerstag 17 - 19 Uhr
Email: bernd.toepfer@elkb.de
PFARRERIN
Margarete Allolio
0,5
Würzburg
Amtszimmer: Friedenskirche Lutherstube
Tel. 09391 / 91 81 4 21 mit AB
Email: margarethe_allolio@web.de
GEMEINDEASSISTENT
Gottfried Henning
Stauffenbergring 32a
97828 Marktheidenfeld
Tel.: 09391 / 25 07
Email: gottfried-henning@t-online.de
BÜRO
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Dienstag bis Freitag: 9 - 12 Uhr
Tel.: 09391 / 23 25
Fax : 09391 / 91 97 27
Email: pfarramt.marktheidenfeld@elkb.de
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KIRCHENGEMEINDE
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24
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Lieselotte Heim
(Blumenschmuck)
Friedenstraße 2, Tel.: 09391 / 33 50
Handy: 0175 / 33 19 30 6
SENIORENZENTRUM
„HAUS LEHMGRUBEN“
Alten– und Pflegeheim
der Rummelsberger
Diakon Ulrich Gräßel
Lehmgrubener Str. 18
Tel.: 09391 / 98 64 0
ÖKUM. SOZIALSTATION
ST. ELISABETH e.V.
Montfortstraße 5
Tel.: 09391 / 27 00
______________________________
IMPRESSUM
V.i.S.d.P. Pfarrer Bernd Töpfer
BILDNACHWEIS:
Titelbild: Christian Schwab
Marktheidenfeld
DRUCK:
Schleunungdruck GmbH
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Auflage ca. 2.800
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NÄCHSTE AUSGABE
2 - 2015
Erscheinungstermin:
1. März
Redaktionsschluss: 14. Febr.
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