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Ausschreibung Bambini Sommer 2015

EinbettenHerunterladen
iNFO
An einen Haushalt
Zugestellt durch post.at
Nr. 4 - 2014 < Oktober 2014
Angeworben
... einen Tag beschäftigt,
rausgeworfen - ohne den
Lohn zu zahlen: Ein
skrupelloses Spiel mit
Arbeitssuchenden.
Mexiko...
...schlägt Österreich:
Zeitdruck und lange Arbeitszeiten sind bei den Mittelamerikanern weniger
schlimm wie bei uns. Sagt
eine OECD-Studien.
Hochwasser
Wie man Schäden für das
Finanzamt dokumentiert.
bgld.arbeiterkammer.at
02682 740
AK/ÖGB-Steuermodell:
Wie hoch ist bei meinem
Einkommen die Entlastung
nach dem AK/ÖGB-Steuermodell. Lesen Sie nach!
Foto­­: AK Burgenland, Felder
Entlastung
Mehr Geld.
Keine
Verlierer!
Aktuell
So erreichen
Sie uns:
Lohnsteuer senken bringt
Arbeit ist in Österreich zu hoch steuerlich belastet, Vermögen
kaum. Diese Fakten sind unbestritten. Arbeiterkammer und
ÖGB haben über den Sommer ein Steuermodell berechnet, das
keine Verlierer kennt: Alle ArbeitnehmerInnen und Pensionisten werden durch eine Lohnsteuersenkung spürbar entlastet. Wer etwa 1.500 Euro brutto verdient, erspart sich 534,57
Euro Lohnsteuer im Jahr.
Eisenstadt:
02682 740
Neusiedl am See:
02167 8120
Oberpullendorf:
02612 42255
Oberwart:
03352 32588
Güssing:
03322 42755
Jennersdorf:
03329 46255
Im Internet:
bgld.
arbeiterkammer.at
Auf Facebook:
www.facebook.com/
ArbeiterkammerBurgenland
E-Mail:
akbgld
@akbgld.at
S
teuern sind nicht etwas, was
jemandem einfach weggenommen wird. Die Menschen
bekommen für ihre Steuern etwas zurück: Schulen und Straßen,
Kindergärten und Krankenhäuser,
sozialen Wohnbau, öffentliche
Verkehrsmittel und vieles mehr.
Das alles wird durch Steuern finanziert, und das trägt wesentlich
zur Umverteilung bei. Ein hohes
Steueraufkommen ist wichtig und
notwendig, damit Sozialleistungen nicht gekürzt werden, sondern weiter ausgebaut werden
können. Entscheidend ist aber,
wer die Steuern aufbringen muss.
Es geht also um eine gerechte Verteilung der Steuern.
2014 überholen Einnahmen aus
der Lohnsteuer zum ersten Mal
in der Geschichte Österreichs
die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer. Von den Lohn- und
Gehaltserhöhungen bleibt den
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern netto zu wenig übrig.
Daher kämpfen AK und ÖGB für
eine Lohnsteuersenkung – für
mehr Netto vom Brutto.
Das sieht das AK/ÖGB-Modell
vor: n Nur mehr halb so viel
Lohnsteuer auf kleine Einkommen
n Mehr und flachere Steuerstufen (siehe Tabelle auf Seite 3)
n Eingangssteuersatz 25 statt
36,5 Prozent n Steuergutschrift
für die, die keine Steuer zahlen
(Erhöhung der Negativsteuer von 110 auf 450 Euro) n
auch
für
PensionistInnen
(Einführung einer Gutschrift
von 110 Euro) n Absetzbeträge
werden angehoben (Arbeitnehmer- und Verkehrsabsetzbetrag
auf 450 Euro) n Auch hohe Einkommen sollen entlastet werden (Spitzensteuersatz bleibt
gleich, wird erst ab einem Jahres­
einkommen von 80.000 statt derzeit 60.000 Euro fällig) n Insgesamt eine steuerliche Entlastung
in der Höhe von rund 6 Milliarden.
Beispiel 1
KFZ-Techniker
42 Jahre, seit 18 Jahren im Unternehmen
monatlich: € 2.066,- brutto
€ 1.442,32 netto
AK/ÖGB-Modell € 1.537,50 netto
Er erspart sich
€ 1.142,16 Euro jährlich,
wenn die Regierung das
ÖGB/AK-Modell umsetzt.
Beispiel 1
Einzelhandelsangestellte
34 Jahre, seit 7 Jahren im Unternehmen
monatlich: € 1.638,- brutto
€ 1.277,11 netto
netto AK/ÖGB-Modell € 1.332,93
Sie erspart sich
€ 669,84 Euro jährlich,
wenn die Regierung das
ÖGB/AK-Modell umsetzt.
Her mit der Steuerreform!
AK-Präsident
Alfred Schreiner
Tel: 02682 740
E-Mail: akbgld@
akbgld.at
2 AK-Info
K
önnen wir uns eine Senkung
der Lohnsteuer leisten? Ja,
können wir. Österreich zählt zu
den reichsten Ländern der Welt.
Von der Krise waren wir dank
starkem Sozialstaat weit weniger
betroffen als der EU-Schnitt. Die
Wirtschaft hat sich erholt. Und
trotz Krise haben die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in
den letzten 20 Jahren eine Produktivitätssteigerung von 36 %
erarbeitet. Wir sind leistungsstärker denn je, können uns aber im-
mer weniger davon kaufen. Die
Löhne und Gehälter sind nicht im
gleichen Ausmaß mit der Produktivität gestiegen. Dafür sind Österreichs Millionäre so reich wie nie
zuvor. 2013 wuchs ihr Vermögen
um 7 Prozent auf unvorstellbare
262 Milliarden Euro an. Das ist die
Ausgangssituation. Und was machen wir daraus? Zurzeit ist Arbeit
in Österreich extrem hoch besteuert – Vermögen kaum. Die Arbeiterkammer hat daher gemeinsam
mit dem ÖGB ein Steuerkonzept
erarbeitet. Die Lohnsteuersenkung für Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer soll rund 6 Milliarden Euro betragen. Damit mehr
Netto vom Brutto am Monatsende
bleibt. Geld, das wir alle gut fürs
tägliche Leben brauchen. Unser
Konzept zeigt: Die Steuerreform
ist finanzierbar. Es ist nur eine
Frage des politischen Willens.
Die Bundesregierung tut gut daran endlich mit der Entlastung der
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu beginnen.
Aktuell
t allen mehr!
Vorgerechnet: Die Entlastung
Das bringt mir das
ÖGB/AK-Steuermodell
Brutto
monatlich
Die Steuerbelastung auf Arbeit
ist in Österreich viel zu hoch, für
Vermögen viel zu gering. Weltweit zählt Österreich zu den Ländern mit niedriger Steuerbelastung auf Vermögen. Das ist
ungerecht!
Da Hackler
www.gerikatur.at
Weniger Lohnsteuer blechn. Net
nur a paar Euro, sondern a paar
hundert! Des is was! Des is da
beste Vurschlag, den i seit vün
Jahrn ghört hab. Jetzt müssns
des in Wern nur beschliessn.
AK/ÖGB-Steuermodell
Die Gegenfinanzierung
Der Schwerpunkt des ÖGB/AKModells liegt auf der Entlastung
der ArbeitnehmerInnen. Die
Entlastung der arbeitenden
Menschen ist jedoch ohne Gegenfinanzierung nicht möglich.
Um aufzuzeigen, dass die AK/
ÖGB-Lohnsteuersenkung leistbar ist, ohne diese Budgetziele
zu gefährden, schlagen ÖGB
und AK vor, die Gegenfinanzierung in den nachfolgenden vier
Bereichen vorzunehmen.
n Zusätzlich zu 1 Milliarde aus der
Eigenfinanzierung durch Konsum
und Konjunkturbelebung:
n 1 Milliarde Euro mit wirksamen Maßnahmen gegen
Steuerbetrug.
n 2 Milliarden Euro mit mehr
Verteilungsgerechtigkeit: Große
Vermögen, Erbschaften, Schenkungen und Stiftungen etc.
besteuern.
n 2 Milliarden Euro durch
Reformen: Ausnahmen im
Steuersystem beseitigen
Effizienzsteigerungen, Kompetenzbereinigungen, Beteiligung
der Länder, Doppelförderungen
vermeiden.
1.000,00
1.200,00
1.400,00
1.500,00
1.800,00
2.000,00
2.200,00
2.400,00
2.600,00
2.800,00
3.000,00
3.200,00
3.400,00
3.600,00
3.800,00
4.000,00
4.400,00
4.800,00
5.000,00
5.500,00
6.000,00
6.500,00
7.000,00
7.500,00
8.000,00
10.000,00
Lohnsteuer gesamt
bisher
ÖGB
+ 110,00*
52,54
758,99
1.132,29
2.171,21
2.908,82
3.646,43
4.384,04
5.146,50
6.016,13
6.885,77
7.755,41
8.625,04
9.494,68
10.364,31
11.233,94
12.973,21
14.971,03
16.032,17
18.685,03
21.472,59
24.532,59
27.592,59
30.652,59
33.712,59
45.952,59
+ 450,00*
+ 391,27*
338,86
597,72
1.318,15
1.829,63
2.470,50
3.158,95
3.847,39
4.535,84
5.224,30
5.963,52
6.730,62
7.497,73
8.264,83
9.031,93
10.566,15
12.457,63
13.513,63
16.153,63
18.873,04
21.753,04
24.633,04
27.513,04
30.572,59
42.812,59
Entlastung Lohnsteuer
(jährlich) verringert
340,00
443,81
420,13
534,57
853,06
1.079,19
1.175,93
1.225,09
1.299,11
1.480,29
1.661,47
1.791,89
1.894,42
1.996,95
2.099,48
2.202,01
2.407,06
2.513,40
2.518,54
2.531,40
2.599,55
2.779,55
2.959,55
3.139,55
3.140,00
3.140,00
55,35 %
47,21 %
39,29 %
37,10 %
32,25 %
27,94 %
25,24 %
24,61 %
24,13 %
23,11 %
21,96 %
21,03 %
20,26 %
19,60 %
18,55 %
16,79 %
15,71 %
13,55 %
12,11 %
11,33 %
10,73 %
10,24 %
9,31 %
6,83 %
*Gutschrift (sog. Negativsteuer)
Rechnen Sie sich aus,was Ihnen unser
Steuermodell bringt:
mehrnetto.arbeiterkammer.at
Nr. 4 < Oktober 2014
3
Aktuell
Vermögenssteuer trifft
Mittelschicht nicht!
In Österreich ist Arbeit hoch, Vermögen kaum besteuert. 2012
trugen vermögensbezogene Steuern zum gesamten Steueraufkommen in Österreich nur 1,3 Prozent bei. Im internationalen Schnitt sind es 5,4 Prozent.
4 AK-Info
3
4
Die riesige Kluft
zwischen Arm und Reich
Quelle: OENB, AKOÖ
4.
Zehntel
5.
Zehntel
6.
Zehntel
7.
Zehntel
8.
Zehntel
406.900 Euro
254.900 Euro
3.
Zehntel
174.700 Euro
2.
Zehntel
107.500 Euro
Ein „mittlerer“ österreichischer Haushalt verfügt
über ein NettoVermögen von durchschnittlich 52.300 Euro.
Die ärmsten 10 Prozent
sind pro Haushalt netto mit durchschnittlich
17.900 Euro
verschuldet!
ärmstes
Zehntel
Die reichsten
10 Prozent der österreichischen Haushalte besitzen durchschnittlich ein
Vermögen von mehr als
1,6 Millionen Euro!
9.
Zehntel
1.638.100 Euro
Vermögen österreichischer Haushalte
52.300 Euro
10.000.
000.000.
000
Euro
2
23.700 Euro
Österreich hat 33
Milliardäre. Das
Vermögen dieser
kleinen Gruppe
betrug 2013
rund 109 Milliarden Euro.
Trotz Wirtschaftskrise
schafften es
diese Supersuperreichen
ihr Vermögen
innerhalb eines
Jahres (!!!) bis heute um satte 9 Prozent
zu vergrößern (Quelle: „trend“-Ranking
2014). In Summe also sind die Milliardäre
nochmals um 10 Milliarden Euro (ausgeschrieben: 10.000.000.000.000,00 Euro)
reicher. Die 100 reichsten Österreicher
sitzen auf 160 Milliarden Euro. Dieser Wert
entspricht in etwa der Hälfte des jährlichen
Bruttoinlandsprodukts. Zum Vergleich: Die
Entlastung der ArbeitnehmerInnen nach
dem AK/ÖGB-Modell „kostet“ dem Staat
rund 6 Milliarden Euro vor (siehe Seiten 2
und 3).
Die Mittelschicht ist nicht vermögend! Sie hält bei Vermögen – im Gegensatz zum Einkommen – nur einen kleinen Teil des
Gesamtvermögens. Die untersten
50% besitzen weniger als 5% vom
privaten Vermögen. Nur 5% der
reichsten Haushalte sind Euro-Millionäre. Sie besitzen fast die Hälfte
des Gesamtvermögens von etwa
1.000 Milliarden Euro.
Die Schieflage in der Vermögensverteilung wird immer
noch unterschätzt. In den neuen
Daten der Österreichischen Nationalbank (OeNB), den besten verfügbaren Informationen zur Vermögensverteilung, wurden sehr
10.300 Euro
Was für eine Zahl!
1
3.300 Eruo
erden bei einem Freibetrag
von einer Million Euro netto
Steuersätze von 0,7 Prozent auf
Vermögen bis 2 Millionen, ein Prozent auf zwei bis 3 Millionen und
1,5 Prozent über 3 Millionen eingehoben, ist ein Steueraufkommen
von mehr als 5 Milliarden Euro pro
Jahr möglich, wie Berechnungen
der Uni Linz zeigen. Durch diese
niedrigen Steuersätze wird nicht
in die Vermögenssubstanz eingegriffen, sondern nur die Rendite,
die mit diesem Vermögen erwirtschaftet wird, gemindert.
Das sind die unbestreitbaren Fakten zur Vermögensverteilung in
Österreich:
- 17.900 Euro
W
vermögende Haushalte nicht zu
wenig in die Stichprobe einbezogen. So wurde etwa kein Stiftungsvermögen berücksichtigt. Da
die Konzentration gerade an der
Spitze der Vermögensverteilung
extrem steigt, ist die Ungleichverteilung stark unterschätzt.
Die Ungleichheit wird von 90%
der Menschen in Österreich als
zu hoch empfunden. Aus gutem
Grund: Eine gerechtere Verteilung
wirkt sich positiv auf wirtschaftliche Entwicklung und Stabilität,
auf Gesundheit, Zufriedenheit, das
Bildungsniveau, auf die Sicherheit
und den sozialen Frieden, sowie
auf demokratische Prozesse aus.
Vermögenssteuern sind ein
Beitrag von jenen, die es sich
leisten können, zur Finanzierung
der gemeinschaftlichen Aufgaben. Weil die Vermögen in Österreich so stark konzentriert sind,
würden Vermögenssteuern nur
einen sehr kleinen Kreis der Bevölkerung treffen, und dennoch substanzielle Einnahmen bringen. Sie
können auch effizient eingehoben
werden.
reichstes
Zehntel
Aktuell
Pendeln macht ärmer
Pendeln – vor allem mit dem Auto – ist enorm teuer. Berechnungen der Arbeiterkammer zeigen, wie sehr einkommensschwache Bevölkerungsgruppen dabei sprichwörtlich unter
die Räder kommen.
D
urchschnittlich kostet Erhaltung und Betrieb eines Auto
pro Monat rund 470 Euro, für
typische burgenländische Wienoder Graz-Pendler noch deutlich
höher. Eine Teilzeitbeschäftigte
etwa im Handel verdient in der
Regel deutlich unter 1.000 Euro.
Benötigt sie für die Fahrt zum Arbeitsplatz ein Auto, wird ein enorm
großer Teil des Einkommens von
den Autokosten verbraucht. Selbst
für Vollzeitbeschäftigte mit niedrigem Einkommen frisst allein das
Pendeln gut ein Drittel des Lohns
auf.
Diese Schere zwischen teurem
Pendeln und niedrigem Einkommen geht immer weiter auf. 40 Prozent der Haushalte mit niedrigem
Einkommen besitzen keinen Pkw,
in der Hälfte aller Haushalte ist nur
ein Auto verfügbar. Das Auto ist
kaum mehr leistbar, andererseits
ist der Arbeitsplatz ohne Auto
nicht erreichbar. Ein Ausweg aus
diesem Teufelskreis ist der Ausbau
des öffentlichen Verkehrs. Pendeln
mit Bus oder Bahn ist deutlich billiger als Autofahren. Allerdings
muss das Angebot stimmen. Die
AK Burgenland fordert darüber
hinaus eine deutliche Steuerentlastung für Pendler: Jeder gefahrene Kilometer muss steuerlich
berücksichtigt werden!
Arbeitsumfeld: Mexiko
besser als Österreich!
Im internationalen Vergleich schneidet Österreich bei der
Qualität des Arbeitsumfeldes ganz schlecht ab. Die Ursachen
sind hausgemacht.
I
m aktuellen OECD-Ranking liegt
Österreich puncto der Qualitiät
des Arbeitsumfeldes auf dem traurigen Platz 27 unter 32 Ländern.
Erstaunlich: Viele Länder, mit denen man bei uns nicht gerade gute
Beschäftigungsqualität verbindet,
liegen im OECD-Ranking klar vor
Österreich: Mexiko, Estland und
auch die USA. Nüchtern analysiert
die OECD die schlechte Situation
in Österreich: Lange Arbeitszeiten
und hoher Zeitdruck sind schuld
an dem schlechten Ergebnis.
Und: „Das Arbeitsumfeld muss in
Zukunft verbessert werden. Andernfalls drohen erhöhte BurnoutRaten, Depressionen und andere
stressbedingte physische und psychische Krankheiten.“
Österreichweit steigen die Krankenstandstage aufgrund psychischer Beschwerden und die damit
verbundenen Kosten für die Sozialversicherung. Vor allem bei den
Burnout-Erkrankungen liegt Österreich leider im Spitzenfeld. „Das
ArbeitnehmerInnenschutzgesetz
sagt ganz klar, dass Belastungen
durch Zeitdruck sowie sonstige
psychische Belastungen gering zu
halten sind. Die Verantwortlichen
in den Unternehmen haben gegenüber ihren Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern diese Fürsorge-
pflicht wahrzunehmen. BurnoutPrävention muss im Betrieb beginnen“, so Vizepräsident Michalitsch.
„Psychische Erkrankungen haben
meist nicht nur einen Grund. Oft
wirken private Probleme und belastende Arbeitssituationen zusammen. Fakt ist jedoch, dass die
Menschen viel Zeit in der Arbeit
verbringen“, so Michalitsch. „Und
obwohl Burnout und psychische
Krankheiten für viele nach wie vor
ein Tabuthema sind, wissen wir
aus Erfahrung, dass Betriebsrätinnen und Betriebsräte oft erste
Ansprechperson für gefährdete
Kolleginnen und Kollegen sind.“
Nr. 4 < Oktober 2014
5
Aktuell
Jugendliche sollten sich
möglichst früh mit ihren
Interessen und Fähigkeiten
beschäftigen, die bei der
Berufswahl so wichtig sind.
Deshalb gibt die AK Burgenland seit 2012 Berufsorientierungsmappen für
Schulen aus.
Auch in der NMS Siegendorf wird das AK-Angebot
genutzt. In den 3. und 4
Klassen finden Berufsorientierungsstunden statt.
AK Direktorstellvertreter
Rainer Porics und AKJugendreferent Martin
Giefing übergaben
BO-Lehrer Manfred Fasching, Direktorin Hedwig
Polt und SchülerInnen die
Mappen.
Dramatische Lage für
ältere Arbeitnehmer
Schon vor einem Jahr hat die AK Burgenland auf die hohe
Arbeitslosigkeit bei Menschen über 50 Jahren hingewiesen.
Innerhalb eines Jahres sind diese Zahl nochmals um 10 Prozent gestiegen.
T
AK-Vizepräsident
Gerhard Michalitsch
6 AK-Info
rotz guter Arbeitsmarktlage in den Sommermonaten
steigt auch im August die Arbeitslosigkeit im Burgenland.
Besonders hart trifft es wieder
einmal die Generation über 50:
Plus 10,5 Prozent zeichnen ein
trauriges Bild.
AK-Vizepräsident
Gerhard
Michalitsch: „Mittlerweile sollte
jedem klar sein, dass das BonusMalus-System längst überfällig
ist. Unternehmen, die überdurchschnittlich viele Ältere
beschäftigen, sollen belohnt
werden. Wer ältere ArbeitnehmerInnen
hinausdrängt,
soll eine Abgabe leisten.“
Auch wenn der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Burgenland unter dem Österreichschnitt liegt, ist
das für die Betroffenen kein Trost.
„Es herrscht historische Rekordarbeitslosigkeit, darüber können die im internationalen Vergleich - noch - günstigen Daten
nicht länger hinwegtäuschen“,
so Michalitsch. „Wir brauchen
wirksame Maßnahmen – Lippenbekenntnisse über das unverzichtbare Wissen und die Erfahrung Älterer reichen nicht mehr.“
Aus vielen Gesprächen weiß
Michalitsch, wie frustrierend
die Arbeitssuche vor allem für
Ältere sein kann: „Trotz guter
Ausbildung und jahrelanger Berufserfahrung erhalten ältere Arbeitslose auf ihre Bewerbungen
nicht selten die Antwort, sie
seien zu alt. Wir machen mittlerweile sogar die Erfahrung,
dass nicht einmal mehr die Eingliederungsbeihilfe als Argument für die Einstellung eines
älteren Arbeitnehmers greift.
Positive finanzielle Anreize reichen offensichtlich nicht aus. Es
braucht einen spürbaren Malus.“
Im Burgenland ebenfalls überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen sind ausländische ArbeitnehmerInnen
– mit einem Plus von 15,8 %.
Besonders gefährdet sind nach
wie vor auch Menschen mit Behinderung. Bei letzteren beträgt
der Anstieg der Arbeitslosigkeit
9,4 %. „Die Lockerung des Kündigungsschutzes sollte hier zurück
genommen werden. Darüber
hinaus ist es an der Zeit die Ausgleichstaxe deutlich zu erhöhen“,
erklärt Michaltisch.
Aktuell
Aufträge nur für die,
die Gesetze einhalten!
Wenn mit Steuergeldern Straßen und Gebäude errichtet
werden, dann sollen sich die beauftragten Unternehmen auch
an lohn- und sozialrechtliche Standards halten. EIne burgenländische Initiative macht österreichweit Schule.
I
m November lädt die Bundesregierung zu einer Enquete über
ein faires Vergaberecht im öffentlichen Bereich ins Parlament.
„Damit wird eine Initiative, die im
Burgenland ihren Ausgang hatte,
endlich auch in der Bundespolitik
ein Thema“, freut sich AK-Direktor
Mag. Thomas Lehner. „Die AK
Burgenland setzt sich seit Jahren
intensiv damit auseinander, wie
Unternehmen, die Lohn- und Sozialdumping betreiben, von öffentlichen Aufträgen ausgeschlossen
werden können. Hier muss es zu
einer Neuregelung des Vergaberechts kommen.“
für angebotene Leistungen. Der
Wettbewerb wird verzerrt. Darunter leiden jene Unternehmen,
die ihre MitarbeiterInnen fair
entlohnen. Die Arbeiterkammer
unterstützt daher seit langem
Initiativen, die sich für eine Neuregelung des Vergaberechts einsetzen. Für gute Arbeitsplätze
und zur Entlastung des Arbeitsmarktes braucht es faire Wettbewerbsbedingungen bei der Ver-
Wer arbeits- und sozialrechtliche Mindeststandards nicht
einhält, drückt dadurch den Preis
AK-Direktor Mag. Thomas Lehner
gabe von öffentlichen Aufträgen.
Lehner: „Das Lohn- und Sozialdumpingbekämpfungsgesetz gibt
den Behörden zwar Instrumente
zur Bekämpfung dieser Missstände in die Hand. Diese Maßnahmen
greifen aber wegen zu geringer
Strafen und Personalknappheit zu
wenig.“
Die Forderung der AK Burgenland
zusammengefasst: n Personelle
Aufstockung der Finanzpolizei, der
Gebietskrankenkassen, der BUAK
und der Bezirksverwaltungsbehörden für den Vollzug des Lohnund
Sozialdumpingbekämpfungsgesetzes. n Höhere Strafen!
Sie müssen deutlich höher sein
als der wirtschaftliche Vorteil, den
eine unseriöses Unternehmen daraus ziehen kann, wenn es Gesetze
nicht einhält. n Eine Neuregelung
des Vergaberechts – nicht nur auf
Gemeinde- und Landesebene,
sondern auch für den Bund, wie
die Initiative „Bau auf Burgenland.“
n Unternehmen, die gegen arbeits- und sozialrechtliche Mindeststandards verstoßen, müssen
von öffentlichen Aufträgen und
öffentlichen Förderungen (EU,
Bund, Land, Gemeinde, AMS etc.)
ausgeschlossen werden.
Aus der AK-Beratungspraxis
Bis zum Oberlandesgericht
E
in ungewöhnlicher Fall aus der AK-Beratungspraxis mit einem Happy End für den
betroffenen Arbeitnehmer. Dieser hatte als
technischer Angestellter gearbeitet und war
nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit von
seinem Arbeitgeber gekündigt worden. Nun
ging es um die Berechnung der Abfertigung.
Der Mann hatte nach der Schule direkt bei
dem Unternehmen zu arbeiten begonnen
und nach sechs Monaten Tätigkeit seinen
Präsenzdienst angetreten. Nun behauptete
plötzlich der Arbeitgeber, dass beim Eintritt
ins Unternehmen nur ein befristetes Arbeitsverhältnis bis zu Beginn des Präsenzdienstes geschlossen worden sei und daher
der Zeichner keine Abfertigung für 20 Jahre
beanspruchen könne, da er sein Arbeitsverhältnis vor dem Präsenzdienst beendet
habe. Die „Ersparnis“ für den Arbeitgeber:
rund 12.000 weniger an Abfertigung. Der Mann wandte
sich an die AK Burgenland,
da vor dem Präsenzdienst
nie ein befristeter Vertrag
abgeschlossen wurde. Die
AK klagte das Unternehmen
auf Zahlung. Und gewann in
erster Instanz, dann auch
in zweiter Instanz vor dem
Oberlandesgericht in Wien.
Der Zeichner erhält nun die
gesamte Abfertigung für 20
Dienstjahre.
Nr. 4 < Oktober 2014
7
Aktuell
Bildschirmbrille:
Wenn Augen
Hilfe brauchen
AK-Tipps:
Vermeiden Sie
längeres Lesen
elektronisch erfasster Texte direkt
am Bildschirmgerät. Wegschauen,
Pausen machen!
Mit der Zeit
erschlafft die
Augenmuskulatur
und beeinträchtigt
das Sehvermögen.
Abhilfe schafft
auch das Ausdrucken und das
Lesen auf dem
Papier. Auch der
Einsatz von großen
Flachbildschirmen
helfen die Augenbelastung zu
reduzieren.
Immer mehr Menschen arbeiten an Bildschirmen, immer länger, immer belastend. Was wenig bekannt ist: Die Sorge um die
eigene Sehkraft ist keine reine Privatangelegenheit. Auch der
Arbeitgeber muss seiner Verantwortung nachkommen!
G
leich vorweg: Nur ein Augenfacharzt kann beurteilen,
ob eine spezielle Sehhilfe (Bildschirmarbeitsbrille) erforderlich
ist. Eine Bildschirmarbeitsbrille
ist eine Sehhilfe für die atypische
Sehdistanz von etwa 60 bis 90 cm
zwischen Augen und Bildschirmgerät (bzw Beleghaltern). In der
Bildschirmarbeitsverordnung ist
genau geregelt, welche Voraussetzungen für eine Verwendung einer
Bildschirmarbeitsbrille notwendig
sind. Beispielsweise müssen die
Brillengläser entspiegelt sein. Sie
dürfen jedoch nicht getönt sein.
Getönte, lichtabsorbierende Gläser sind ungeeignet, weil sie die
Leuchtdichte verringern und dadurch die Lesbarkeit erschweren.
Der richtige Weg zur Bildschirmarbeitsbrille:
n augenärztliche Untersuchung:
bei dieser wird festgestellt, ob eine
Bildschirmarbeitsbrille notwendig
ist
n Ausfolgeschein des Augenarztes auf dem genau definiert
ist, welche Bildschirmarbeitsbrille
notwendig ist
n den Dienstgeber vor Kauf einer
8 AK-Info
Bildschirmarbeitsbrille verständigen
n Bildschirmbrille anfertigen lassen und bezahlen
n die Rechnung dem Dienstgeber
übergeben.
Die Kosten für Sehhilfen, die
ausschließlich durch den notwendigen Schutz bei Bildschirmarbeit
entstehen, sind von den Arbeitgebern zu tragen.
Schon vor der Aufnahme der
Bildschirmtätigkeit sollte eine angemessene Untersuchung der
Augen vorgenommen werden.
Arbeitgeber sind verpflichtet diese Untersuchung der Augen und
des Sehvermögens anzubieten.
Anschließend sind regelmäßige
Kontrolluntersuchungen in Abständen von maximal drei Jahren
anzubieten. Bei Auftreten von
Sehbeschwerden wird empfohlen,
jedenfalls eine augenärztliche Untersuchung vornehmen zu lassen.
Schließlich hat der Augenfacharzt
zu beurteilen, ob eine spezielle
Sehhilfe (Bildschirmarbeitsbrille)
erforderlich ist. Zur Durchführung
der Untersuchung der Augen und
des Sehvermögens (Überprüfung
der Sehschärfe und Untersuchung
des sonstigen Sehvermögens)
sind Fachärzte für Augenheilkunde und Optometrie berechtigt. Neben den Augenfachärzten können
auch Fachärzte für Arbeits- und
Betriebsmedizin sowie Ärzte mit
arbeitsmedizinischer Ausbildung
konsultiert werden.
Die Kosten der Untersuchung
hat der Arbeitgeber zu tragen.
Bereits nach dem ArbeitnehmerInnenschutzgesetz
haben
Arbeitnehmer das Recht auf eine
Untersuchung der Augen und
des Sehvermögens. Anspruch auf
solche Untersuchungen haben
ArbeitnehmerInnen allerdings nur
dann, wenn sie „bei einem nicht
unwesentlichen Teil ihrer normalen Arbeit ein Bildschirmgerät benutzen“.
Laut Bildschirmarbeitsverordnung
trifft dies zu, wenn ArbeitnehmerInnen:
n durchschnittlich ununterbrochen mehr als zwei Stunden ihrer
Tagesarbeitszeit oder
n durchschnittlich mehr als drei
Stunden ihrer Tagesarbeitszeit mit
Bildschirmarbeit beschäftigt werden.
Wichtig:
Bildschirmarbeitende
dürfen laut Gesetz nach 50 Minuten Bildschirmarbeit 10 Minuten
Pause machen!
Aktuell
Skrupelloses Spiel mit
Arbeitssuchenden
Kellnerin für einen Tag, Küchenhilfe für wenige Stunden: Wie
Arbeitssuchende angelockt, dann doch weder genommen noch
korrekt entlohnt werden.
M
it mehreren Fällen aus dem
gleichen Gastronomie-Betrieb war die AK-Rechtsberatung
in den vergangenen Tagen konfrontiert. „Über Anzeigen werden
Arbeitslose geholt, die dann aber
nur einen Tag als Kellnerin oder
Küchenhilfe arbeiten“, erklärt AKExperte Mag. Martin Sugetich.
„Am Ende des ersten Tages wird
den ArbeitnehmerInnen mitgeteilt, dass sie gar nicht mehr
kommen brauchen. Es erfolgt
weder die verpflichtete Meldung
bei der Krankenkasse, noch wird
der ihnen zustehende Mindest-
AK-Arbeitsrechtsexperte Mag.
Martin Sugetich
lohn ausbezahlt.“ Die Betroffenen
wandten sich an die AK Burgenland. Sugetich: „Den ArbeitnehmerInnen steht in jedem Fall auch
für einen Tag der im Kollektivvertrag festgelegte Lohn zu.“ Auch
wenn eine Probezeit vereinbart
wurde innerhalb der das Arbeitsverhältnis jederzeit gekündigt
werden kann, muss der Arbeitgeber für die geleisteten Stunden
Lohn, Sozialversicherungsbeiträge und Steuern zahlen.
„Es handelt sich leider um keine Einzelfälle. Oft entsteht sogar
der Eindruck, dass Unternehmen
mit System ein solches skrupelloses Spiel mit Arbeitssuchenden
spielen,“ so Sugetich. Die AK rät
allen Betroffenen, sich sofort in
der AK zu melden und die Ansprüche nachzufordern. Hilfreich
sind genaue Aufzeichnungen:
ArbeitnehmerInnen sollten genau notieren, wie viele Stunden
sie gearbeitet und welche Tätigkeiten sie dabei verrichtet haben.
Keine Seltenheit: Tageweise „Schwarzarbeit“ in der Gastronmie
1924: Die erste Geburtsstunde der AK Burgenland
E
s war eine der Geburtsstunden
der Arbeiterkammer Burgenland. Vor 90 Jahren, genau am 19.
Juli 1924, beschloss die Bundesregierung einen „Beirat mit dem
Wirkungsbereich einer Kammer für
Arbeiter und Angestellte“ im Burgenland einzurichten. Damit wurde
ein Kompromiss für das Burgenland
getroffen, der für diese Zeit typisch
war. Das Burgenland war erst seit
drei Jahren bei Österreichs, noch
immer war die Rechtslage nicht
komplett angepasst, die Infrastruktur (wie etwa Straßenverbindungen)
war in einem katastrophalem Zustand. Daher wurde für das Burgenland keine eigene Arbeiterkammer
gegründet, sondern ein Beirat mit
den gleichen Aufgaben, der formell
der Arbeiterkammer Wien unterstellt war. 25 Mitglieder hatte dieser Beirat, der erste Amtssitz war
in Sauerbrunn, dem damaligen Sitz
der Landesregierung. Der erste Beirat wurde nicht gewählt, sondern
vom Landeshauptmann vorgeschlagen. 20 Mitglieder wurden von den
freien, fünf von den christlichen
Gewerkschaften gestellt. Präsident
wurde der Obmann des
Bauarbeiterverbandes,
Theodor Meissner, Vizepräsidenten wurden der
Direktor der Landeskrankenkasse,
Adolf Berczeller, und Johann Koppensteiner vom Rechtsschutzverein
der Eisenbahner. Die konstituierende Sitzung fand 1925 schon in Eisenstadt im Sitzungssaal des Landtages im Schloss Esterhazy statt.
Erst 1948 wurde eine nun eigenständige Kammer für Arbeiter und
Angestellte für das Burgenland gegründet - die zweite Geburtsstunde.
Die Verlautbarung
im Amtsblatt: 1924
wurde per Verordnung ein AK-„Beirat“
für das Burgenland
geschaffen.
Nr. 4 < Oktober 2014
9
Aktuell
Unwetter-Schäden: Fotos und
Rechnungen aufheben!
Hochwasser in
Jennersdorf im September: Die Schäden
gehen nach dem
Unwetter-Sommer
im Burgenland in die
Millionenhöhe.
Schlimme Unwetter haben im Sommer im Burgenland schwere
Schäden angerichtet. Die Kosten für Aufräumarbeiten und
Sanierungen können steuerlich abgesetzt werden.
N
ach den verheerenden Unwettern im Burgenland sind
die Schäden groß. „Wichtig ist es,
schon jetzt an den Steuerausgleich für dieses Jahr zu denken
und Rechnungen aufzuheben
und alle Schäden gut zu dokumentieren. Denn die Kosten
für die Aufräumarbeiten und
die Wiederbeschaffungskosten
können unter bestimmten Voraussetzungen von der Steuer
abgeschrieben werden“, rät AK
Steuerexperte Reinhold Haring.
Welche Schäden können berücksichtigt werden? Nach den
katastrophalen Unwettern insbesondere Hochwasser-, Erdrutsch-,
Vermurungs-, sowie Sturmschäden. Abzugsfähig sind die Kosten
der Aufräumungsarbeiten und
die Wiederbeschaffungskosten
der zerstörten notwendigen
Wirtschaftsgüter, soweit diese
Schäden nicht durch eine Versicherung oder aus öffentlichen
Mitteln (Katastrophenfonds) gedeckt sind.
erung des Verputzes, Ausmalen,
Reparatur von Zäunen, Reparatur von beschädigten Autos.
Kosten für die Ersatzbeschaffung
zerstörter Gegenstände, z. B.
Neuerrichtung von Gebäudeteilen.
Die Kosten werden in voller
Höhe, also ohne Selbstbehalt,
bei der Arbeitnehmerveranlagung für 2014 angerechnet.
Welche Kosten können geltend
gemacht werden? Kosten für
die Beseitigung von unmittelbaren Katastrophenschäden: z.
B. Beseitigung von Wasser- und
Schlammresten,
Beseitigung
von Sperrmüll, Raumtrocknung,
Anschaffung/Miete von Trocknungs- und Reinigungsgeräten.
Kosten für Reparatur und Sanierung beschädigter Gegenstände:
z. B. Ersatz des Fußbodens, Erneu-
AK-Tipps für Dokumentation
der Schäden. Folgende Unterlagen dienen als Nachweis der
Schäden und sollten gesammelt
werden:
n Fotos, die den Schaden dokumentieren
n Niederschrift der Gemeindekommission (falls vorhanden)
n Eigene Aufzeichnungen über
Schäden.
n Rechnungen, Belege zu allen
Kosten
Unternehmen mit solchen Privilegien auszustatten. Sehen wir uns
die Realität an: Die Unternehmen
schließen mit ihren hunderttausenden Kunden Verträge ab, wobei
der Preis, mehrseitige Geschäftsbedingungen sowie oft auch eine
Mindestvertragsdauer bis zu 24
Monate diktiert werden. Man
könnte glauben, die Übermacht
wäre ausreichend. Doch der Gesetzgeber war der Meinung, dass
die Unternehmer nicht einmal
während der Mindestvertragsdau-
er mit dem vereinbarten Entgelt
das Auslangen finden müssen. Zunächst wurde diese Bestimmung
zur Einführung sogenannter Service-Pauschalen genutzt. Also zu
einer Preiserhöhung unter einem
anderen Namen. Mittlerweile sind
Hemmungen völlig gefallen und
es werden Tarife in die Höhe geschraubt. Und da die drei Unternehmen am Markt die Preise in
trauter Einigkeit erhöhen, ist für
die Betroffenen der Anbieterwechsel meist keine sinnvolle Option.
Lizenz zum Abkassieren
Mag. Christian
Koisser
AK-Konsumentenberatung
Tel: 02682 740
E-Mail: akbgld@
akbgld.at
10 AK-Info
I
m Telekommunikationsgesetz
findet sich eine Stelle, die immer schon zu lautstarker Ablehnung geführt hat. Während sonst
der Grundsatz gilt, dass Verträge
einzuhalten sind und nur einvernehmlich abgeändert werden
können, erlaubt diese Gesetzesstelle den Telekommunikationsunternehmen, Vereinbarungen unter bestimmten Voraussetzungen
einseitig abzuändern. Nun sollte
man davon ausgehen, dass der
Gesetzgeber gute Gründe hat,
Aktuell
Screenshots schon bei
der Reisebuchung!
Traum...
Die AK berät bei Reisebeschwerden. Die Beratungsbilanz für
diesen Sommer fällt nüchtern aus. Ärger beim Buchen und
Stornieren, Verspätungen beim Flug waren häufig.
F
ür viele burgenländische Konsumenten waren Urlaubsreisen
auch im Jahr 2014 von Unannehmlichkeiten begleitet. Insgesamt
erreichten die Konsumentenberatung der AK Burgenland bis Ende
August 352 Anfragen und damit
fast um 18 Prozent mehr als im
Jahr davor. Im Mittelpunkt standen
wieder Ärgernisse beim Buchen,
Stornos und Probleme beim Flug.
Anlassfall für viele Beschwerden
waren Flugverspätungen oder
Flugannullierungen. Für den europäischen Flugraum existiert
eine so genannte Fluggastrechteverordnung, die für bestimmte
Fälle vorsieht, dass die Fluglinie an
betroffene Reisende Ausgleichszahlungen zu leisten hat, sofern
die Probleme auf ein Organisationsverschulden der Fluglinien
zurückzuführen ist. Anspruch
auf eine Ausgleichszahlung hatte auch der Reisende, der zwar
rechtzeitig eingecheckt hatte,
es aber nicht mehr rechtzeitig
zum Flugzeug schaffte, weil zu
wenige
Fluglinienmitarbeiter
mit der Entgegennahme von
Gepäckstücken betraut waren.
Nicht alle Schwierigkeiten auf Reisen können verhindert werden,
aber eine gute Vorbereitung und
das richtige Verhalten bei Problemen helfen. Die AK rät:
Vor dem Urlaub: n Bei Buchung
im Internet: möglichst genau über
den Reiseveranstalter informieren; die Geschäftsbedingungen
durchlesen; jeden Buchungsschritt durch Screenshots oder
Ausdrucke dokumentieren, um
im Streitfall nachweisen zu können, was wirklich vereinbart war.
n Sollten Sie den Abschluss einer
Reiseversicherung in Erwägung
ziehen: überprüfen, ob Ihre Bedürfnisse nicht bereits ausreichend versichert sind (zB über die
Kreditkarte); die Versicherungsbedingungen ansehen, um erkennen zu können, ob jene Risiken,
gegen die Sie abgesichert sein
wollen, überhaupt erfasst sind.
Während des Urlaubs: n Sollten
Mängel auftreten: diese vor Ort
...und Albtraum
.
reklamieren und sich dies bestätigen lassen; Mängel dokumentieren (Fotos, Videos, Zeugen).
n
Bei Schäden mit anderen Betroffenen Kontakt aufnehmen, um später eventuell eine
bessere Beweislage zu haben.
Nach dem Urlaub: n Ansprüche
sofort beim Veranstalter schriftlich
geltend machen. Ansprüche aus
Flugverspätungen oder Flugannullierungen sind bei der ausführenden Fluggesellschaft einzufordern.
n Eine Orientierung für die
Höhe der wegen Reisemängeln zustehenden Preisminderung bietet die Frankfurter Tabelle (siehe Link rechts).
Link zur Frankfurter
Liste auf der Homepage der AK Burgenland:
bgld.arbeiterkammer.at
Pflegende Eltern können sich Pensionsversicherungszeiten holen
S
eit dem Vorjahr können sich
pflegende Angehörige von behinderten Kindern bis zu zehn Jahre rückwirkend Pensionsversicherungszeiten holen. Das ist eine ganz
wichtige Maßnahmen für die soziale Absicherung von pflegenden
Eltern. Die Selbstversicherung bei
Pflege eines behinderten Kindes ist
eine freiwillige Versicherung in der
Pensionsversicherung. Bisher konnte die Selbstversicherung nur bis
maximal zwölf Monate vor der Antragstellung abgeschlossen werden.
Durch eine Gesetzesänderung ist
nun unter diesen Voraussetzungen
die Selbstversicherung für Zeiten
der Pflege eines behinderten Kindes
bis zu 10 Jahre rückwirkend möglich (rückwirkend bis 1988, aber
maximal 10 Jahre): n Die Selbstversicherung kann bis längstens zur
Vollendung des 40. Lebensjahres
des Kindes auf Antrag bei der PVA
in Anspruch genommen werden. n
Der Antragsteller muss sich einem
im gemeinsamen Haushalt lebenden behinderten Kind widmen bzw.
gewidmet haben, n für das die erhöhte Familienbeihilfe gewährt
wird (wurde) und n deren Arbeitskraft aus diesem Grund gänzlich
beansprucht wird (wurde).
Mag.a
Brigitte Ohr
Tel: 02682 740
e-Mail: akbgld
@akbgld.at
Eltern, Groß-, Wahl-, Stief- oder
Pflegeeltern des Kindes können
sich auf Antrag in der Pensionsversicherung selbst versichern. Zur
Selbstversicherung bei Pflege eines
behinderten Kindes ist für denselben Zeitraum immer nur eine Person berechtigt.
Nr. 4 < Oktober 2014
11
BFI Burgenland
Chancenreiche Fachkräfte
Kürzlich absolvierten die
Landschaftsgärtner ihre
BFI-FacharbeiterInnenIntensivausbildung.
Das BFI Burgenland führt seit mittlerweile 23 Jahren „FacharbeiterInnen-Intensivausbildungen“ durch, in denen interessierte Männer und Frauen in eineinhalb bis zwei Jahren zum
Lehrabschluss mit Facharbeiterprüfung geführt werden.
D
ie Kosten dafür übernimmt
zur Gänze der Auftraggeber
für diese Projekte - entweder das
AMS oder das Land Burgenland
sowie die EU. Die Auszubilden-
den erhalten in dieser Zeit auch
eine finanzielle Entschädigung
und werden anschließend, zur
Findung des richtigen Arbeitsplatzes, gecoacht. BFI-Landesge-
Das BFI-Powerteam
SozialökonomiScher
BetrieB
POWERTEAM
GarTenPFleGe und inSTanDhalTUnGSarBeiTen
n
Rasen mähen
n
Hecken pflegen
n
Laub rechen
n
Unkraut jäten
n
Entsorgung von Grünschnitt
n
Pflege von Gemüsegärten usw.
n
k
leinere Instandhaltungsarbeiten an
Haus und Garten
n
W
interdienste, z.B. Schneeräumungen,
Enteisen von Hauseinfahrten, usw.
Unser Service ist buchbar in
privaten Haushalten im Bezirk
Eisenstadt und Oberwart zu
einem Preis von € 9,80 pro
Stunde.
Rufen Sie uns an. Reservieren
Sie Ihren Termin.
-80045845
Eisenstadt: 0664
-80045800
OBERWART: 0664
reiniGUnGS- und haUShalTShilFe
n
Reinigungsarbeiten
(inklusive biologische Reinigungsmittel)
n
h
aushaltsnahe Dienstleistungen,
z.B. bügeln, einkaufen,
aufräumen, etc.
Unser Service ist buchbar in privaten
Haushalten im Bezirk Oberwart zu
einem Preis von € 9,80 pro Stunde.
Rufen Sie uns an.
Reservieren Sie Ihren Termin.
OBERWART: 0664
-80045800
informieren Sie sich auf unserer Website: www.bfi-burgenland.at/powerteam/
gefördert aus Mitteln des AMS
S oz i a l ö ko n o m i s c h e r B etr i e b
12 AK-Info
schäftsführer Peter Maier: „Man
kann über den FacharbeiterMangel raunzen oder ganz einfach mit innovativen Projekten
versuchen, Menschen, die keinen
Beruf erlernt haben, mit diesen
Intensivausbildungen einen adäquaten Arbeitsplatz zu vermitteln, wo man als Fachkraft entsprechend verdienen kann und
nicht in andere Bundesländer
auspendeln oder gar abwandern
muss. Noch wichtiger ist das nun,
wenn der Arbeitsmarkt europaweit geöffnet ist. Höher qualifizierte Personen haben bessere
Chancen am heimischen, aber
auch am internationalen Arbeitsmarkt.“ Im BFI-Holzausbildungszentrum Güssing werden die
Berufe Tischler, Zimmerer und
Landschaftsgärtner mit Greenkeeper für Golfplätze gelehrt und
zusätzlich auch Fertigteilhausbau, Trockener Innenausbau und
Verkaufstraining angeboten.
N
atürlich kann man sich drüber wundern, oder auch
ärgern, dass es so viele arbeitsuchende Menschen
über 50 Jahre in unserem Land gibt – man kann aber auch
etwas dagegen tun“, stellt BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier fest. „Wir sind vom AMS beauftragt worden zwei
sogenannte Sozialökonomische Betriebe zu gründen, wo
ausschließlich über 50-Jährige beschäftigt werden.“
Das Wesen eines derartigen Betriebes ist, dass arbeitsferne Personen einen auf 12 Monate befristeten Vertrag
bekommen, in dieser Zeit unter wirtschaftsnahen Bedingungen arbeiten und danach in den ersten Arbeitsmarkt rückgeführt werden. Im BFI- „Powerteam“ finden
diese Transitarbeitskräfte einen geregelten Arbeitsalltag vor und lernen Verantwortung zu übernehmen und
entwickeln Eigeninitiative sowie Kreativität. Ganz wichtig ist, dass es eine sozialpädagogische Betreuung gibt,
wo persönliche, arbeitshemmende Probleme erkannt
und gemeinsam mit den entsprechenden Stellen, wie
Schuldnerberatung, Frauenberatung, oder Psychosozialer
Dienst geklärt und gelöst werden. Im Gegensatz zu den
bekannten BFI-Qualifikationen müssen mindestens 20%
der Kosten selbst erwirtschaftet werden. Und dazu müssen wir auch etwas verkaufen. Maier: „Deshalb haben wir
uns entschlossen, das BFI in Oberwart mit einer Kantine,
sowie Haus- und Gartenservice und in Eisenstadt mit Gartenservice zu beauftragen. Insgesamt werden gleichzeitig
bis zu 20 Personen beschäftigt und so wieder ins Arbeitsleben zurückgeführt.“
Jugend
Aktuell
Edu-Card im zweiten Jahr. Seit 2013 stellt die AK Burgenland den Lehrlingsausweis „edu.card“ aus und sichert damit
jungen Burgenländern die Lehrlingsfreifahrt. Ab sofort erinnert ein SMS-Service, wenn die alte „edu.card“ zu verlängern
ist. Die von der AK ausgestellte „edu.card“ ist der einzige anerkannte Lehrlingsausweis, mit dem die Freifahrt im VOR in
Anspruch genommen werden kann. Am Foto: Martin Giefing und Sandra Schmidt vom AK-Jugendreferat mit den
Lehrlingen Nico Milalkovits und Pia Kedl.
Viel Frust mit Ferialjob und Praktikum
Im Sommer arbeiteten viele burgenländische Schüler als Praktikanten oder im Ferialjob. Bleiben werden leider auch viele
schlechte Erfahrungen mit der Berufswelt.
F
ür viele Schüler war diesen
Sommer der erste Kontakt
mit der Arbeitswelt bitter, da sie
sich unfair behandelt und ausgebeutet fühlten. Das zeigt die
Bilanz, die das AK-Jugendreferat nach dem heurigen Sommer zieht. Hunderte Anfragen
und Beschwerden gingen ein.
Das waren die Hauptprobleme:
P
roblem Entlohnung. Es wird
vielen Jugendlichen nicht
der zustehende kollektivvertragliche Lohn ausbezahlt, obwohl
sie die gleichen Leistungen erbringen müssen. Der Lohn wird
nicht am Ende des Ferialjobs
oder des Praktikums ausbezahlt,
sondern oft Wochen später.
Beispiele: n Eine Praktikantin in
einem Gourmetlokal muss sechs
Wochen nach Ende des Praktikums auf ihren Lohn warten.
n Gastgewerbe: Praktikanten
wird zu wenig bezahlt, es wird
ihnen für Quartier/ Verpflegung
zu viel vom Lohn abgezogen
n Jugendliche müssen die gleiche Leistung wie ArbeitnehmerInnen erbringen (arbeiten
z.B. im Lager als Arbeiter), bekommen dann aber den niedrigeren
Pflichtpraktikanten-Lohn bezahlt,
obwohl ihnen der normale Angestellten-Lohn zustehen würde
n Es wird alles nur mündlich vereinbart, später kann sich der Arbeitgeber nur mehr zu Ungunsten des Jugendlichen an den
vereinbarten Lohn „erinnern“.
Problem:
keine Versicherung. n Jugendliche werden
„schwarz“ beschäftigt, oft nur
vage mündliche Vereinbarungen
n sie werden nicht bei der
Krankenkasse
gemeldet,
sind
nicht
unfallversichert
n klassisches Beispiel: „Aushilfe“
beim Heurigen
Problem Arbeitszeit, Überstunden. n Unter 18-Jährige dürfen
nicht mehr als 40 Stunden pro
Woche arbeiten (nur von 6 bis
20 Uhr – Ausnahme Gastgewerbe) – auch Arbeit an Sonn- und
Feiertagen ist bis auf einige Ausnahmen verboten: Diese Regeln
werden oft nicht eingehalten!
n Überstunden: Jugendliche
müssen Überstunden leisten,
obwohl sie es nicht dürfen!
n fehlende Arbeitszeitaufzeichnungen.
Vertraut niemanden, der „schnelles Geld“ verspricht!
D
er
Energydrink-Vertrieb
„Vemma“ ist auch vielen burgenländischen Jugendlichen (leider) ein Begriff. Dahinter steckt
ein ausgeklügeltes Pyramidensystem, dass in anderen Ländern bereits verboten wurde. Jugendliche
sollen den Energydrink „Verve!“
unter Gleichaltrige bringen. Sie
zahlen 471 Euro für einige Dosen.
Diese können sie verkaufen oder
verschenken. Versprochen wird,
dass Geld „automatisch“ innerhalb kurzer Zeit wieder zurück-
fließt, sobalt auch Freunde in das
System einsteigen. Dazu kommen
sektenähnliche Methoden: Der
Vertrieb wird als „Bewegung“, gar
als „Young People Revolution“
bezeichnet, der ein „tolles Einkommen“ ohne viel Aufwand sichere.
Auch im Burgenland war „Vemma“ aktiv und fand Abnehmer. Es
wurden auch Lehrlinge gezielt angesprochen. Erschreckend ist, wie
skrupellos mit den Träumen und
der Unerfahrenheit der Jugendlichen gespielt wird. Die Chancen,
die Investitionen von 471 Euro
wieder zurück zu bekommen sind
gering. Dann wird man gedrängt,
weiter zu investieren. Rasch wird
jener Punkt erreicht, wo Existenzen bedroht sind. Hier werden bewusst junge Menschen abgezockt,
die leicht zu manipulieren sind.
Unser Appell an die Jugendlichen:
Vertraut niemanden, der euch ein
„schnelles Geld „verspricht! Und
meldet uns Fälle wie jenen von
„Vemma“, damit wir rasch nachfragen und warnen können.
Martin
Giefing
AK-Jugend
Tel: 02682 740
e-Mail: akbgld
@akbgld.at
Nr. 4 < Oktober 2014
13
Service
Buchstart-Tasche
Buchstart-Tasche in der AK
AK-Büchereileiter Mag. Roman Huditsch (r.) übergibt in
der AK-Bücherei in Eisenstadt eine Buchstart-Tasche.
EISENSTADT. „Buchstart Burgenland: mit Büchern wachsen“ ist eine landesweite
Initiative zur frühkindlichen
Leseförderung des Familienreferats Burgenland sowie der
Öffentlichen Bibliotheken, deren Ziel es ist, alle seit 1. Jänner
2014 geborenen Kinder mit einer ersten, völlig kostenlosen
Buchstart-Tasche auszustatten. „Natürlich beteiligen sich
auch die AK-Büchereien Burgenland sehr gerne an diesem
tollen Projekt,“ sagt der Leiter
der AK-Bücherei, Mag. (FH)
Roman Huditsch. „Ab sofort
können sich Jungfamilien mit
ihren Babys ihre persönliche
und kostenlose Buchstart-Tasche bei uns abholen.“
Die Taschen sind mit dem Buchstart-Bilderbuch „Das bin ich.
Ich zeig es Dir“ vom burgenländischen Autor Heinz Janisch und
der Wiener Illustratorin Birgit Antoni befüllt. Weiters finden Sie darin Informationsbroschüren und
eine Leselatte, die das Wachstum
Ihres Kindes begleitet. Huditsch:
„Je früher Kinder mit Büchern in
Kontakt kommen, desto leichter
fällt ihnen später der Einstieg ins
Lesen und Schreiben. Der Grundstein zum lustvollen Lesen kann
dabei bereits sehr früh in der Familie gelegt werden.“
AK und PVA informierten über die I-Pension
Experten der AK und der PV
informierten über die Invaliditätspension Neu: Mag. Christian Schmall (AK Burgenland
Sozialrecht), Mag.a Claudia
Kreiner-Ebinger (AK Burgenland Bildung), Dr. Helmut Ivansits (AK Wien), Mag.a Brigitte
Ohr (AK Burgenland Sozialrecht), Dr. Gerald Bernhart
und Mag. Hannes Puhr (beide
PVA Landesstelle Burgenland)
sowie AK-Vorstand Christian
Dvorak.
EISENSTADT. In der Arbeiterkammer in Eisenstadt fand
die Info-Veranstaltung „Invaliditätspension und Berufsunfähigkeitspension“ statt. AKSozialrechtsexperte Dr. Helmut
Ivansits und PVA-Jurist Dr. Gerald Bernhart referierten vor zahlreichen BetriebsrätInnen, FunktionärInnen und Interessierten.
Im Anschluss an die Vorträge
berieten die Experten auch in
14 AK-Info
persönlichen Gesprächen.
Der Abend war der Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe, mit der
die AK Burgenland in Zusammenarbeit mit der Pensionsversicherungsanstalt Landesstelle
Burgenland in den nächsten
Wochen durch alle Bezirke tourt,
um über Neuerungen im Pensionsrecht zu informieren.
„Unser oberstes Ziel muss sein,
dass die Menschen gesund in
ihre verdiente Pension gehen“,
sagt AK-Vorstand Christian Dvorak bei der Auftaktsveranstaltung. „Nicht alle Änderungen
rund um die Invaliditätspension
sehen wir unkritisch. Und nichts
davon ist in Stein gemeißelt,
weshalb wir als Arbeiterkammer
zum Beispiel auch die Rücknahme der erhöhten Abschläge bei
der Korridorpension fordern.“
Service
Gewinnspiel
Franz Machatschek liest
in der AK-Bücherei
20. Oktober 2014, 19 Uhr, Eisenstadt
Die AK Bücherei Eisenstadt freut sich,
Dich im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Österreich liest.
Treffpunkt Bibliothek“ wieder zu einer
ganz speziellen Abendlesung einladen zu dürfen.
Der bekannte Wiener „Liederat“
Franz Machatschek wird für einen
musikalisch und literarisch interessanten und abwechslungsreichen
Abend in der AK Eisenstadt sorgen.
„Der Machatschek ist Liederat. Er
singt, liest und erzählt aus seinem
Maurerleben. Dazu begleitet ihn
Franz Löchinger am Maurerkübel.
Sie werden es lieben und lachen!“
„Eine Mischung aus Wolf Haas, Quentin Tarantino und Helmut Qualtinger.“
Termin: Montag, 20. Oktober
2014, 19:00 Uhr, Festsaal der Arbeiterkammer Eisenstadt
AK-Rechner
Der nächste Urlaub
kommt bestimmt: Planen Sie Ihren Urlaub
und hole aus möglichst
wenigen Urlaubstagen
das Maximum an freien Tagen
heraus!
http://
www.akurlaubsplaner.at
Bücherei
Vorwissenschaftliche
Arbeiten schreiben aber wie?
Schüler aufgepasst! Gar nicht
so leicht, ein Thema für eine
vorwissenschaftliche Arbeit
für Schule oder Studium zu
recherchieren und aufzubereiten. Welche Quellen taugen
überhaupt? Wie zitiere ich
richtig? Wie lässt sich die Arbeit gliedern? In der digitalen
Bibliothek der AK Burgenland findet man jede Menge
Lesestoff, der wirklich weiterhilft. So geht‘s: Über die
Homepage der AK Burgenland
(bgld.arbeiterkammer.at) und
den Bereich der
Bücherei
oder direkt
mit diesem
QR-Code:
Nr. 4 < Oktober 2014
15
Impressum
Medieninhaber: Kammer für Arbeiter und
Angestellte für das Burgenland • 7000 Eisenstadt, Wiener Straße 7 | Telefon: 02682
740-0 | home: bgld.arbeiterkammer.at |
E-mail: ak-presse@akbgld.at || Redaktion:
Bernhard Ozlsberger | Roman Felder
|| Druck: Leykam Let‘s print, Neudörfl ||
Offenlegung
gem §25 Mediengesetz: Kammer für
Arbeiter und Angestellte für das Burgenland, 7000 Eisenstadt, Wiener Straße 7,
Präsident: Alfred Schreiner. Aufgabenstellung: Interessensvertretung der ArbeitnehmerInnen. Die Blattlinie entspricht jenen
Grundsätzen, die im Arbeiterkammergesetz 1992 BGBl. Nr. 626/1991 idgF festgehalten sind.
AK Info
P.B.B. Verlagspostamt
7000 Eisenstadt
GZ: 02Z032813M
Document
Kategorie
Seele and Geist
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