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Einladung zur gemeinsamen Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Anja

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Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften
Institut für Psychologie
Einladung zur gemeinsamen Antrittsvorlesung von
Prof. Dr. Anja Strobel und Prof. Dr. Bertolt Meyer
Diversität und Denkfreude als Erfolgsfaktoren
in Schule und Beruf: Betrachtungen auf Gruppen- und Individualebene
03.02.2015, 17:15 Uhr
Institut für Psychologie
Wilhelm-Raabe-Str. 43, Raum 201
09120 Chemnitz
03.02.2015 | 17:15 Uhr
Prof. Dr. Bertolt Meyer
Prof. Dr. Anja Strobel
Der demographische Wandel verändert die Altersstrukturen, internationale Mobilität
und Migration bringen Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen, eine
zunehmende Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht es mehr Frauen,
eine Erwerbsarbeit aufzunehmen und die Diversifizierung am Ausbildungsmarkt
führt zu einer Vielzahl an neuen Abschlüssen. Dazu kommen Unterschiede
bezüglich Behinderung, sexueller Orientierung, Religion und Wertehaltungen: Die
Belegschaften von Organisationen werden immer heterogener. Die Chance der
Vielfalt liegt darin, dass unterschiedliche Köpfe unterschiedliche Perspektiven
mitbringen, wovon die Gruppe als ganzes profitieren kann. Gleichzeitig steigt
mit zunehmender Vielfalt die Wahrscheinlichkeit für Konflikte. Der Vortrag gibt
einen Überblick über die Thematik und verknüpft dabei die eigenen Befunde
der letzten Jahre. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Auswirkungen von Vielfalt
auf Gruppenprozesse komplex sind und den Einbezug vieler Kontext- und
Mehrebeneneffekte erfordern. Trotzdem gibt es Gestaltungsmöglichkeiten, mit
denen man darauf hinwirken kann, dass die Chancen von Vielfalt die mit ihr
einhergehenden Risiken überwiegen.
Vielfalt in Gruppen entsteht darüber hinaus auch durch individuelle Unterschiede
in relevanten Persönlichkeitsmerkmalen. Ein Merkmal, welches in Schule und
Beruf eine wesentliche Rolle spielen könnte, ist die kognitive Motivation. Need
for cognition (NFC) als Dimension interindividueller Unterschiede in kognitiver
Motivation umfasst die stabile, individuelle Disposition einer Person zum Streben
nach und der Freude an anspruchsvoller geistiger Betätigung. Personen mit
hohem NFC zeichnen sich durch Freude am Denken aus, erleben intellektuell
herausfordernde Aufgaben als interessant und suchen und reflektieren aktiv
Informationen, um Probleme zu lösen oder die Welt zu verstehen. Inwiefern diese
Denkfreude förderlich im schulischen und beruflichen Kontext sein kann, wurde
bisher noch wenig systematisch untersucht. Im Vortrag soll zunächst ein Überblick
über das Merkmal sowie seine Erfassung gegeben werden. Im zweiten Teil des
Vortrages wird anhand eigener Arbeiten und einem Überblick über den Stand der
Forschung NFC als viel versprechender Prädiktor in Schule und Beruf eingeführt.
Die bisherige Befundlage verdeutlicht die wesentliche Rolle von NFC sowohl in der
Vorhersage akademischer Leistungen als auch im Zusammenhang mit schulischem
Wohlbefinden.
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