close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

15 - Camberger Anzeiger

EinbettenHerunterladen
Moderne Heizung - ein Überblick über die Systeme
Der Heizungsmarkt wird gerne
in die Bereiche der „fossilen“ und
der „regenerativen“ Heiztechnik
unterteilt. „Fossil“ heißt, dass die
Befeuerung mit nicht-erneuerbaren Kohlenstoffverbindungen erfolgt. Darunter fallen Kohle, Öl
oder Gas. Zu den regenerativen
Systemen zählt man gemeinhin
die Wärmepumpe, Pelletheizungen und Solarthermieanlagen.
Diese Trennung ist allerdings
nicht so scharf, wie es erscheint.
Denn Brennstoffe wie zum Beispiel Erdgas können auch unter
Ausnutzung natürlicher oder
technischer Prozesse erzeugt werden (Stichwort „Bioerdgas“),
während es bei der Wärmepumpe
unter anderem darauf ankommt,
ob der Betriebsstrom regenerativ
erzeugt wurde (Wind- oder Solarstrom) oder in einem Braunkohlekraftwerk gestanden wurde.
DIE moderne Heizung gibt es
nicht, denn die Entwicklung
nicht Halt gemacht. Nur weil
eine Heizung fossil befeuert wird,
gehört sie nicht automatisch zum
alten Eisen.
Bereits in den siebziger Jahren
hat man als Reaktion auf die Ölkrise damit begonnen, die alten
Standardkessel aufzuwerten – der
Niedertemperaturkessel
entstand. Er arbeitete mit niedrigeren Temperaturen und konnte
diese auch gleitend und bedarfsorientiert anpassen. So verbrauchte er deutlich weniger
Energie als sein Vorgänger.
Der aktuelle Stand der Technik
ist die Brennwertheizung. Sie
arbeitet mit noch niedrigeren
Temperaturen und entzieht sogar
noch die Wärme aus den Verbrennungsabgasen, die ansonsten
ungenutzt durch den Schornstein
verloren gehen – ein deutlicher
Effizienzgewinn. Im Bereich der
Warmwasserheizung mit Ölbrennwert oder besonders Gasbrennwert ist die Brennwertheizung derzeit die moderne Heizung schlechthin und dementsprechend im Neubau bereits
Standard. Die Installation einer
Brennwertheizung im Altbau
wird allerdings durch das BAFA
nicht gefördert. Hier ist eine
Kombination mit einer Solarthermieanlage erforderlich (Kesseltauschbonus).
Eine alternative Heizung zu
den obigen Beispielen ist die Pelletheizung. In den achtziger Jahren bereits vor allem in den USA
und Schweden bekannt und damit nicht mehr ganz taufrisch,
hat sich das vollautomatische
Heizen mit Pellets dann in den
Neunzigern auch in Österreich
verbreitet und um die Jahrtausendwende auch in Deutschland
Einzug gehalten. Auch hier gibt
es verstärkt Brennwertgeräte auf
dem Markt. Die technische Entwicklung konzentriert sich vor allem auf die Erhöhung der Zuverlässigkeit der Komponenten
(Austragungssysteme etc) und
der einfacheren Wartung. Die
Pelletheizung ist insofern eine
moderne Heizung, da der Brennstoff nicht nur preiswert, sondern
auch nachwachsend ist und somit vergleichsweise geringe
CO2-Emissionen erzeugt. Deswegen wird sie durch öffentliche
Geldgeber wie das BAFA mit Zuschüssen gefördert.
Auch die Wärmepumpe ist ein
überraschend altes Konzept.
Während die Wärmepumpe in
den neunziger Jahren in
Deutschland ihren richtigen
Durchbruch erlebte, ist die Technik als solche bereits zur Hälfte
des 20. Jahrhunderts in den USA
und später in Schweden im Einsatz. Bereits im 19. Jahrhundert
gab es erste Prototypen, zum Beispiel in der Schweiz und in Österreich. Zwischen den Wärmepumpen von damals und heute
liegen allerdings Welten, was die
Effizienz angeht. Besonders die
Leistungszahl (COP), die das
Verhältnis zwischen Wärmeleistung und der erforderlichen
Energie angibt, ist in den letzten
Jahrzehnten beständig verbessert
worden. Ebenso wie die Pelletheizung wird die Wärmepumpe
als moderne Heizung mit öffentlichen Geldern gefördert. Eine
besonders erwähnenswerte Entwicklung ist, dass die Wärmepumpe zunehmend in Kombination mit Photovoltaikanlagen gefahren wird. So gewinnt man
einen Teil des Betriebsstroms der
Wärmepumpe umweltfreundlich
selbst und spart noch mehr
Stromkosten.
Die Solarthermie ist ein weiteres altbewährtes Konzept, das in
den vergangenen Jahrzehnten besondere Aufmerksamkeit erfahren hat. Eine Solarthermieanlage
gewinnt Wärme aus der Sonneneinstrahlung. Als alleiniges Heizsystem ist eine Solarthermieanlage nicht ausreichend. Sie ist aber
ein bewährtes Unterstützungssystem, das man mit anderen Heiztechniken kombinieren kann, solange man ein geeignetes Dach
und einen Pufferspeicher besitzt.
Auch bei der Kraft-WärmeKopplung hat sich viel getan.
Während größere Blockheizkraftwerke (BHKW) bis im Megawattbereich schon lange gleichzeitig Strom und Wärme gestehen, ist die Technik inzwischen
auch für größere Mehrfamilienhäuser oder Gewerbeimmobilien
attraktiv
geworden
(MiniBHKW). Es werden auch Lösungen angeboten, die sich für Einfamilienhäuser und kleine Objekte
eignen sollen, dann als MikroBHKW oder „Stromerzeugende
Heizung“ bekannt. Eine weitere
Entwicklung betrifft den Brennstoff: BHKW können ein breites
Spektrum an Brennstoffen nutzen. Während Öl- oder GasBHKW lange im Einsatz sind,
treten zunehmend Varianten auf,
die zum Beispiel Pellets verwenden.
Auch BHKW mit Brennstoffzelle befinden sich bereits als alternative Heizung in Feldtests.
Da die kombinierte Strom- und
Wärmebereitstellung gegenüber
der getrennten Erzeugung Energieverschwendung
vermeidet,
qualifiziert sich die Kraft-Wärme-Kopplung als moderne Heizung und wird über das KWKGesetz entsprechend gefördert.
Für jedes Wohngebäude in
Deutschland gilt inzwischen eine
Ausweispflicht. Wie sparsam
oder verschwenderisch die jeweilige Immobilie mit Heizenergie
umgeht, kann man auf einen
Blick im Energieausweis nachlesen. Auf Basis von Energieeffizienzklassen und einer Farbskala
von Grün bis Rot ist es auch
Laien möglich, auf einen Blick
eine realistische Einschätzung
vorzunehmen. Der Nachweis hat
mit der neuesten Fassung der
Energieeinsparverordnung
(EnEV) nochmals deutlich an
Bedeutung gewonnen. Denn
beim Verkauf oder der Vermietung eines Gebäudes muss der
Energieausweis dem Käufer oder
Wohlfühlklima im Eigenheim..
Mieter ausgehändigt werden-
Schön &
effizient
Messerabatte
vom 24. Januar
07. Februar 2015
Sanierungskonfigurator
Der Sanierungskonfigurator
unterstützt Sie bei der Bewertung
der energetischen Qualität Ihres
Hauses oder Wohnung und hilft
Ihnen bei der Planung, welche
Sanierungsmaßnahmen sich für
Sie rechnen würden: www.sanierungskonfigurator.de.
Solaranlagen, Wärmepumpen,
erneuerbare Energien
Gas- und Wasserinstallation
Heizung, Badplanung und Spenglerei
Feuerhaus Konrad
Kaminöfen & Schornsteine
An den Drei Hasen 19
61440 Oberursel· Tel. 06171 631330
www.feuerhaus-konrad.de
Sechs Schritte zum energieeffizienten Haus
Schritt 1: Ermitteln Sie Ihren Bedarf
Schritt 2: Planen Sie Ihre Maßnahmen mit einem Energieberater
Schritt 3: Wählen Sie die passende Förderung
Schritt 4: Beantragen Sie Ihre
Förderung
Schritt 5: Starten Sie mit der Sanierung
Schritt 6: Nach Abschluss der Sanierung: Bestätigung nicht vergessen!
61276 Weilrod • Weilstraße 7
Telefon 0 60 83/91 01 53 • Fax 0 60 83/91 01 54
info@heizung-stiebeling.de
Heizen mit Holz
Doppelt sparen mit der KfW
Schauen Sie sich Ihr Haus oder
Ihre Wohnung einmal durch die
Brille des Energiesparers an. Wie
alt sind die Fenster, wann wurde
die Heizung eingebaut? Ist die
Außenfassade gedämmt, zieht es
durch die Eingangs- oder Kellertür? Und: Sind Sie der Meinung,
dass Ihre Heizkostenrechnung
niedriger sein könnte? Mit einem
KfW-Förderkredit sparen Sie
doppelt!
Als Haus- und Wohnungseigentümer profitieren Sie nicht
nur von den besonders günstigen
Konditionen der KfW-Förderprodukte. Mit einer dauerhaften
Energieeinsparung belohnen Sie
sich dauerhaft selbst: Allein die
Dämmung der Fassade verringert
den Energiebedarf um bis zu 21
Prozent, die des Hausdachs um
bis zu 14 Prozent.
Sechs Schritte zur energieeffizienten Immobilie:
Foto: djd/IVH
Ingenieurbetrieb
Telefon 0 60 86 - 96 92 15
Mail: info@langer-galabau.de
Web: www.langer-galabau.de
hase.de
Öl, Kohle, Gas und die
Alternativen der Zukunft
Ausweispflicht
fürs Eigenheim
Köppeler Weg 2 · 61279 Grävenwiesbach - Naunstadt
Autor
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
25
Dateigröße
551 KB
Tags
1/--Seiten
melden