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Information zur Kapitalertragsteuer und Kirchensteuer
901€ Zinserträge – 2€ für die Kirche
(Jörg Sichelstiel; Dekan)
Briefe von der Bank über Kirchensteuer und Kapitalertragsteuer lösen
Fragen aus. Die Banken schreiben, weil es ein neues Verfahren gibt.
Die Steuer selbst gibt es in dieser Form seit 2009.
Kapitalerträge werden wie Einkommen aus Arbeit versteuert. Wer
angestellt ist, zahlt Lohnsteuer, und wer Zinserträge hat, zahlt
Kapitalertragsteuer. Sie bekommt der Staat. Von dieser Steuer wird
die Kirchensteuer berechnet. Steuern werden aber erst fällig, wenn
das Einkommen bestimmte Freibeträge übersteigt. Das Vermögen selbst
bleibt von der Kapitalertragsteuer unberührt.
Ein Beispiel (ohne Berücksichtigung pauschaler Sonderausgabenabzug
und Solidaritätszuschlag):
Zinserträge aus Kapital: 901€
Er oder sie ist verheiratet und zahlt dafür weder
Kapitalertragsteuer noch Kirchensteuer, weil der Freibetrag bei
1602€ liegt.
Er oder sie ist ledig. Nach Abzug des Freibetrags von 801€
bleiben 100€ zum Versteuern:
25% Kapitalertragsteuer:
25€
Davon 8% Kirchensteuer:
2€
Ein Lediger unterstützt also von 901€ Zinserträgen mit 2€ seine
Kirche. Wer verheiratet ist und 10.000€ an Zinserträgen hat, gibt
167,96€ für kirchliche Aufgaben.
Die Banken schreiben, weil sie ab 2015
automatisch einbehalten und sie darauf
gegen den dafür notwendigen Datenabruf
ändert aber an der Besteuerung nichts,
nur komplizierter.
auch die Kirchensteuer
hinweisen müssen, dass man
Einspruch einlegen kann. Das
sondern macht das Verfahren
Briefe von der Bank zur Kapitalertragsteuer kann man also getrost
weglegen. Es geht nur um das Verfahren. Und mit der Kirchensteuer
macht Kirche viel Gutes.
Weitere Informationen zum Thema Kirche und Geld unter
www.kircheundgeld.de
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Seele and Geist
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