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Neue Finanzierungsstrategien für Spitäler
Der Weg ihres Spitals zum Kapitalmarkt - Erfahrungen und Perspektiven, Tagesseminar 23. Oktober 2014
Infinag – Strukturierung massgeschneiderter Finanzierungslösungen für
öffentlich-rechtliche Spitäler
Unabhängiger Finanzierungsspezialist
• 
Infinag entwickelt für ausgewählte Spitäler individuelle, wirtschaftlich attraktive und
zukunftsfähige Finanzierungslösungen für Infrastrukturprojekte
• 
Wir verstehen die finanziellen Anliegen der Spitäler und haben einen guten Zugang zu
Investoren (Banken, Versicherungen, Pensionskassen)
• 
Infinag erkennt die Erwartungen und Bedürfnisse des Kapitalmarktes im Zusammenhang mit
Investitionsfinanzierungen
• 
Unser Spezialistenteam betreut die Spitäler und Investoren nach dem Zustandekommen
einer Finanzierung weiter
2
Finanzierungsströme ändern sich
• 
Neue Spitalfinanzierung unter Swiss DRG eingeführt
• 
Kapitalbedarf für Spitäler gross
• 
Finanzierung von Investitionsprojekten aus DRG-Vergütung kaum möglich
• 
Angedachter Preiswettbewerb durch unterschiedliche Interpretation der Kantone bei der
Spitalplanung eingeschränkt – weitgehende Bestätigung der bestehenden Strukturen
• 
Wettbewerb findet heute hauptsächlich in Infrastrukturbereich statt
Grosse Welle der Erneuerung von Spitalinfrastrukturen ausgebrochen
• 
Die finanziellen Mittel der Kantone/Gemeinden verknappen sich laufend – die Politik ist gefordert
• 
Neue Wege bei der Investitionsfinanzierung von Spitälern nehmen in der Bedeutung zu
Der Kapitalmarkt bietet dafür gute Chancen
• 
Kapitalmarkt-Lösungen für die Infrastrukturfinanzierung beginnen sich zu etablieren
Kapitalmarktfähigkeit wird wichtig
3
Kapitalmarktfähigkeit - Momentaufnahme
Die Spitäler verschaffen sich über den Kapitalmarkt mehr Spielraum für optimale
Finanzierungslösungen
Regionalspital
-­‐ Zentrumspital
Kapitalmarktfähigkeit / Rating
Universitätsspital
+ Öffentliche Anleihen
Anlagestiftung
Privatplatzierungen / Schuldscheindarlehen *
* vereinzelt werden Schuldscheindarlehen gezogen
4
Zugang zum Kapitalmarkt vergrössert den unternehmerischen
Spielraum für Spitäler"
Wie sichere ich mir den Zugang?
• 
Noch sprechen Investoren und Spitäler nicht die gleiche Sprache
• 
Die gegenseitigen Erwartungen und Interessendifferenzen sollten bekannt sein. Dies bedingt
Erfahrung und Vertrauen auf beiden Seiten
• 
Die Voraussetzungen für die Erfüllung der Kapitalmarktfähigkeit sind den Spitälern nur ungefähr
bekannt
• 
Welche Risiken sind bei der neuen Langzeitbindung aus Sicht des Spitals im Auge zu behalten?
Neuartige Finanzierungsstrategie notwendig
5
Grundlagen für Kapitalmarktfähigkeit"
• 
Masterplan/Businessplan/Investitionsplanung/EBITDA-Entwicklung
• 
Jahresplan nach SWISS GAAP FER (anerkannte Rechnungslegungsnorm)
• 
Bonitäts-Rating
- 
Marktstellung/Strategie/Versorgungsrelevanz
- 
Masterplan/Businessplan
- 
Finanzielle Tragbarkeit
- 
Sicherheiten/Garantien
• 
Zertifizierung nach REKOLE von Vorteil
• 
Vertrauenswürdiges Management
6
Finanzielle Tragbarkeit: Richtwerte für die wichtigsten Kennzahlen
EBITDA
> 10 %
Eigenkapitalquote
> 25 %
Verzinsliches Fremdkapital/EBITDA
Obergrenze: Faktor 5x -10x
(benötigte Anzahl Jahre, um das
Fremdkapital mit den generierten flüssigen
Mitteln zurückzuzahlen)
Zinsdeckungsgrad (EBITDA/Zinsen)
Ein Wert grösser als 1.0 weist darauf hin, dass
die generierten Erträge die Zinszahlungen
abdecken
Analyse der Finanzierbarkeit
Es resultiert daraus:
(Beurteilung der Finanzkennzahlen und
• 
Plausibilitätsprüfung des Business Case)
Investitions-Obergrenze
(Verschuldungskapazität)
• 
Das benötigte Fremdkapital
7
Finanzierungsformen
Aussenfinanzierung
Kapitalmarkt-Finanzierung
Kreditmarkt-Finanzierung
•  Kontokorrent-Kredit*
•  Schuldscheine*
•  Lombard-Kredit
•  Schuldverschreibungen
•  Hypothekar-Kredit*
•  Lieferanten-Kredit
•  Anleihen /
Privatplatzierungen*
•  Factoring-Kredit
•  Mezzanine
•  Aval-Kredite
•  Beteiligungsfinanzierung
•  etc.
•  Derivate*
* häufige Verbreitung in öffentlichen Spitälern
Andere Formen
SubventionsFinanzierung*
Finanzierung
durch
Anzahlung
Kapitalsubstitutive
Finanzierung (Leasing)*
8
Finanzierungsformen
Innenfinanzierung
GewinnThesaurierung
Finanzierung aus
Abschreibungen
Finanzierung aus
langfristigen
Rückstellungen
Finanzierung aus
Desinvestitionen
Finanzierung durch
Rationalisierung
und Working
Capital
Management
Finanzierung aus dem verfügbaren Cash-Flow
9
Vorgehen bei der Festlegung der Finanzstrategie"
Finanzbedarf klären
Finanzziele und
Grundlagen
festlegen
FinanzierungsMix festlegen
Realisierung und
Überwachung
Grundlagen und wichtige Aspekte
• 
• 
• 
• 
• 
• 
Masterplanung
Unternehmensstrategie
Businessplan
Investitionsplanung
Budgetplanung
Projektplanung
•  Gesetzliche
Rahmenbedingungen
•  Eigenfinanzierung vs.
Fremdfinanzierung
•  Kennzahlen-Raster
festlegen
•  Verschuldungskapazität klären
•  Finanzierungsspielraum
klären
•  Risikobereitschaft im
Umgang mit
Finanztransaktionen
•  Finanzierungsinstrumente beurteilen
•  Kapitalkosten
minimieren
•  Spielräume der
steuerlichen
Optimierung klären
•  Bonitätseinstufung
•  ÜberwachungsRichtlinien
•  Bonitäts-Management
•  Steuerung der
Kapitalkosten und
Fälligkeitsstrukturen
•  Management des
Umlaufvermögens
•  Investoren
Management
10
Finanzierungsstrategie"
Folgende Ziele beispielhaft
• 
Jederzeitige Gewährleistung der strategischen und operativen Handlungsfähigkeit
• 
Finanzielle Flexibilität sichern
• 
Aufrechterhaltung einer hohen Unternehmensbonität
• 
Optimierung der Kapitalkosten
• 
Sicherstellung einer angemessenen Liquiditätsausstattung
• 
Erhalt einer stabilen Kapitalstruktur
• 
Absicherung gegen externe Finanzrisiken
11
Finanzziele"
Wir steuern unsere Aussenfinanzierung über
• 
Eigenkapitalquote: 25-30%
• 
Nettoverschuldungsgrad (Nettoverbindlichkeiten/bereinigtes EBITDA): 2.0 - 2.5
• 
Bonitätseinstufung: mindestens A-
• 
Liquiditätsreserve deckt Fälligkeiten der nächsten 24 Monate
• 
Mittel- und langfristige Fremdkapitalfinanzierung beruht in erster Linie auf
Unternehmensanleihen und Schuldscheindarlehen
• 
Diversifikation der Investoren durch ausgewogenes Fälligkeitsprofil
• 
Steuerung der Nettokreditverschuldung
12
Finanzierungsmix"
Per 31. Dezember 2018
Schuldscheindarlehen, 32%
Andere
Anleihen und
Privatplatzierungen,
56%
andere Finanzverbindlichkeiten
5%
Syndizierte Kredite,
7%
Die Wahl des optimalen Mix richtet sich nach der Verschuldungskapazität, den
Kapitalkosten und den Refinanzierungsrisiken
13
Finanzplanung und Fälligkeitsprofil mittels Thesaurierung
Potentielle Gefahr einer Liquiditätsklemme und höhere Finanzierungskosten in Folge
suboptimaler Fremdkapitalbeschaffung
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14
Finanzplanung und Fälligkeitsprofil nach effektivem Kapitalbedarf
Eine optimale Finanzplanung kann die Risiken einer Liquiditätsklemme
vermeiden und die Kapitalkosten minimieren
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15
Die Bonitätseinstufung spiegelt die gute Zahlungsfähigkeit des
Unternehmens wider"
Bewertung der Ratingagenturen
Fedafin (Oktober 2014)
Andere (Oktober 2014)
Kurzfristig A
Kurzfristig A-
Langfristig A-B
Langfristig: Not prime
Ausblick: stabil
Ausblick: positiv
Stärken
Stärken
Schwächen
+  Hohe
Versorgungsrelevanz
- 
Hohe
Kapitalintensität
+ 
- 
Profitabilität
abhängig von
Tarifpolitik
+  Robustes
Geschäftsprofil
+  Hervorragende
Wettbewerbsposition
+  Starke Liquiditätsausstattung
+  Staatsgarantie
+  Erfahrenes
Management
- 
Hoher
Verschuldungsgrad
Gute Marktposition
+  Nachhaltiges
Geschäftsmodell
Schwächen
- 
Profitabilität tief und
abhängig von
externen Faktoren
- 
Begrenzte Flexibilität
bei der Erhöhung des
EK-Anteils
+  Führendes
Benchmark-Profil
16
Wertung der Finanzierungsinstrumente"
• 
Wie hoch ist die Risikokapazität für mein Spital?
(Delta des effektiven Fremdkapitalbedarfs zur max. Verschuldungskapazität)
• 
Wie hoch ist die Risikobereitschaft?
• 
Etappiere ich den Fremdkapitalbezug entlang des effektiven zeitlichen Bedarfs oder thesauriere
ich den Bezug im Hinblick auf Fälligkeitsrisiken und Minimierung der Kapitalkosten?
• 
Kann/soll ich die Zinsrisiken absichern?
• 
Laufzeiten, Zinskosten und Nebenkosten, Organisationsaufwand
17
Die Finanzstrategie ist für das Spital eine nachhaltige Weichenstellung"
• 
Die langfristigen Risiken sind nie aus den Augen zu verlieren
• 
Bei der Fremdkapitalfinanzierung ist das Bonitäts-Management besonders wichtig
• 
Es gilt eine stetige Abwägung der Verschuldungskapazität mit der eigenen Risikobereitschaft im
Hinblick auf mögliche Tilgungsquoten und Refinanzierungsverpflichtungen sicherzustellen
• 
Fundierte Investitionsprojekte sind unerlässlich
• 
Mit den Investoren ist eine vertrauensbasierte Kommunikation zu pflegen
18
Dr. Wolfgang Bosshard
Dr. sc. natw. ETH Zürich Betriebswissenschafter ETH (Nachdiplom BWI)
Berufliche Erfahrung und Stationen
• 
30 Jahre Berufserfahrung
• 
Ciba Geigy Pharma/Ophtha : 5 Jahre, Product Manager, Head of Marketing and Sales
• 
Ernst & Young Zürich: 3 Jahre, Beratung, Stellvertretender Direktor
• 
BWT Aqua AG (früher Christ Reinstwasser und Chemie): 1 Jahr, CEO,Turnaround
• 
Klinik Im Park Zürich (Hirslanden) : 4 Jahre, Direktor
• 
Arthur D. Little AG: 3 Jahre, Beratung, Partner Health Care und Life Science
• 
Helbling Management Consulting: 4 Jahre, Managing Director und Partner
• 
Lichtwer Pharma GmbH Berlin, 2 Jahre CEO, 1 Jahr Präsident des Aufsichtsrates
• 
Klinik Lindberg AG Winterthur: 7 Jahre, CEO
• 
Seit 2011 Selbständiger Partner/Berater Gesundheitswesen/ M&A
• 
Seit 2012 Infinag, Geschäftsführer
19
Kontakt
Kontakt
Infinag
Baarerstrasse 12
Dr. Wolfgang Bosshard
CH – 6300 Zug
Tel +41 41 727 02 74
Geschäftsführer
+41 79 467 76 15
www.infinag.ch
bosshard@infinag.ch
20
kompetenz im gesundheitswesen
SCHRITTE ZUR
KAPITALMARKTFÄHIGKEIT
Zürich, 23. Oktober 2014
AGENDA
Kapitalmarkt
Kapitalmarktfähigkeit
Empfehlungen
Fazit
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
1
KAPITALMARKT
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
2
EINORDNUNG KAPITALMARKT
Marktplatz für Handel von Kapital mit Laufzeit > 1 Jahr
Finanzmarkt
Geldmarkt
Kapitalmarkt
Nicht organisierter
Kapitalmarkt
Privatplatzierungen
Private Equity
Kreditmarkt
Organisierter
Kapitalmarkt
Anleihenmarkt
Aktienmarkt
Schuldscheindarlehen
Angebot und Nachfrage bestimmen Preis am Kapitalmarkt
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
3
AUSPRÄGUNG KAPITALMARKT
Handel nur am organisierten Kapitalmarkt
Nicht organisierter Kapitalmarkt
•
Bilateraler Vertrag Kapitalnehmer
und Kapitalgeber
•
Enger Austausch zwischen beiden
Parteien vor und nach
Vertragsabschluss
Organisierter Kapitalmarkt
•
Bestehende Handesplätze mit
Regeln und vorgegebenem Mass
an Transparenz (Börsen)
•
Handelbares Wertpapier
•
Anonymes Verhältnis zwischen
Kapitalnehmer und Kapitalgeber
SIX Swiss Exchange AG (SSX)
BX Berne eXchange (BX)
Banken als Intermediäre und nicht als Kapitalgeber
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
4
INVESTOREN UND KAPITALMARKT
Investor sucht Sicherheit
Grundsätzlich
• Private Investoren
• Institutionelle Investoren
Regulierungen relevant für Investitionsentscheide
• Regulierungen FINMA für Banken und Versicherungen
• Regulierung Bundesamt für Sozialversicherungen (BVV2) für
Pensionskassen
Vorstellungen Investor
• Rendite
• Rückzahlung/ Sicherheit
• Laufzeit 6 – 10 Jahre
Spitalfinanzierung für Investoren Neuland
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
5
SPITÄLER UND KAPITALMARKT
Finanzierung als kritischer Erfolgsfaktor
Wunsch
• Neue Finanzierungspartner
• Attraktive, langlaufende Anlagen
Ausgangslage
• Nachholbedarf Investitionen der öffentlichen Spitäler
– 20 Mrd. Investitionsvolumen in Deutschschweiz bis 2024
• Operativer Cashflow Spitäler reicht nicht zur Finanzierung Investitionen
• EBITDA und Eigenkapitalquote vor 2012 bei öffentlichen Spitälern keine
Steuerungsgrössen
Kapitalmarkt für Spitäler Neuland
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
6
FINANZIERUNGSINSTRUMENTE KAPITALMARKT
Passenden Finanzierungsmix finden
Bilanz
Umlaufvermögen
Anlagevermögen
Kurzfristiges
Fremdkapital
Langfristiges
Fremdkapital
• Anleihen
• Schuldscheindarlehen
• Privatplatzierungen
Eigenkapital
• Aktien
• Private Equity
Aktienemission noch kein Thema für Spitäler?
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
7
KAPITALMARKTFÄHIGKEIT
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
8
WAS IST KAPITALMARKTFÄHIGKEIT?
Ausprägung Kapitalmarktfähigkeit korreliert mit Preis
Keine allgemeingültige Definition
Kein abschliessender Kriterienkatalog
Klar definierte, quantitative Kriterien
• Gesetzliche Anforderungen
• Regulatorische/ börsliche Anforderungen
Situations- bzw. unternehmensspezifische, qualitative Kriterien
• Anforderungen/ Präferenzen Kapitalgeber
Kapitalmarktfähig ist, wer am Kapitalmarkt Geld erhält
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
9
VORAUSSETZUNGEN KAPITALMARKTFÄHIGKEIT
Klar definierte,
quantitative Kriterien
•
•
•
•
•
•
•
Rechtsform
Rechnungslegung
Transparenz
Reporting/Kommunikation
Grösse
Gesetzliche Anforderungen
Rating
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
Spezifische,
qualitative Kriterien
•
•
•
•
•
•
•
Interne Organisation
Managementkompetenz
Grösse
Reporting/Kommunikation
Rating
Finanzkennzahlen
Bekanntheitsgrad
10
RECHTSFORM KAPITALNEHMER
Aufnahme Fremdkapital theoretisch mit jeder Rechtsform möglich
Mögliche
Rechtsform
Aktien
AG
x
Anleihen
Privatplazierung
Schuldscheindarlehen
x
x
x
Stiftung
x
x
x
Zweckverband
x
x
x
Vorgabe Kotierungsreglement Börse:
Gründung, Statuten, Gesellschaftsvertrag entsprechen nationalem Recht
Marktsicht:
Regelwerk Stiftung und Zweckverband zu wenig transparent
Investoren bevorzugen Aktiengesellschaften
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
11
GEFORDERTE RECHNUNGSLEGUNG
Umstellung rechtzeitig planen
Rechnungslegung
Aktien
Anleihen
Obligationenrecht
Privatplazierung
Schuldscheindarlehen
x
x
Swiss GAAP FER
x
x
x
x
IFRS
x
x
x
x
Für Börsenkotierung im Minimum Swiss GAAP FER
Für Anleihen zwei abgeschlossene Geschäftsjahre
Entspricht Rechnungslegung Ihres Spitals den Vorgaben?
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
12
REPORTING UND KOMMUNIKATION (I)
Vertrauen gegenüber Investoren aufbauen
Reporting
• Geforderte Kennzahlen kennen und zeitnah berechnen
Kommunikation mit Investoren
• Durchführen von Roadshows
• Gespräch mit Investoren
• Geschäftsbericht und Unternehmenspräsentationen
Publizitätspflichten
• Gesetzliche Angaben
• Vorschriften Börse
• Freiwillige Angaben
Aufwand abhängig vom Finanzierungsinstrument
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
13
REPORTING UND KOMMUNIKATION (II)
Publizitätsvorschriften müssen eingehalten werden
Beispiel Informations-/Dokumentationspflicht Anleihen
• Vor Emission
– Prospekterstellung
– Kotierungsgesuch
– Roadshows
o
o
Informationen müssen verfügbar sein
Gute Kommunikation
• Nach Emission
– Publizitätsvorschriften gemäss Kotierungsreglement einhalten
– Kaum Fragen durch Anleger während Laufzeit
Finanzierungsformen an Börse dokumentations- und kostenintensiver als Privatplatzierungen
Ist Ihr Reporting ausreichend?
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
14
WESENTLICHE PUNKTE KOTIERUNGSPROSPEKT
Kotierungsprospekt ist rechtlich bindend
Angaben über Emittenten
•
•
•
•
Allgemeine Angaben (Name, Adresse usw.)
Angaben über Verwaltungs-, Geschäftsleitungs- und Revisionsorgane
Geschäftstätigkeit, Kapital
Jahresabschlüsse
Angaben über Effekten (nicht abschliessend)
• Rechtsgrundlage
• Art der Emission
• Bedingungen der Effekten
–
–
–
–
Gesamtbetrag Anleihe, Währung
Nominalbetrag, Stückelung, Ausgabe-/Rücknahmepreis
Zins, Zinstermin, Laufzeit, Rückzahlung
Sicherstellung, Nachrangigkeit
Zeitlichen und fachlichen Aufwand nicht unterschätzen
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
15
INTERNE ORGANISATION UND MANAGEMENTKOMPETENZ
Klärung interner Verantwortlichkeiten nötig
Entscheidungsprozesse geregelt und dokumentiert?
Zusammensetzung/Kompetenzen Management
• Bisherige Erfahrung Spitalleitung mit Kapitalmarkttransaktionen?
• Verantwortliche Person für Thema Kapitalmarktfinanzierung?
• Know-How Management ausreichend oder Einbezug externer Partner?
Ressourcen Finanzabteilung
Ressourcen Unternehmenskommunikation
Sind Ihre personellen und strukturellen Ressourcen ausreichend?
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
16
BEKANNTHEITSGRAD UND ZEITPUNKT
Imagepflege als Erfolgskomponente
Reputation
Wahrnehmung
Verankerung in der Region
Hat Einfluss auf Nachfrage, Emissionspreis und Zins
Wahl richtiger Zeitpunkt
• Nicht gerade, bei schlechten Nachrichten
Welche Öffentlichkeitsarbeit betreibt Ihr Spital?
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
17
EMISSIONSVOLUMEN
Finanzierungsinstrument auf Volumen abstimmen
Anleihe
• Mindesteigenkapital
– Vorgabe SSX: CHF 25 Mio. (geringer möglich wenn Sicherungsgeber)
• Sinnvolles Volumen
– Vorgabe SSX: CHF 20 Mio.
– Sinnvolles Volumen: ≥ CHF 100 Mio.
o
o
Grösserer Investorenkreis durch Aufnahme in Swiss Bond Index
Besseres Kosten-/Nutzenverhältnis
Schuldscheindarlehen/Privatplatzierung
• Mindesteigenkapital
– Keine Vorgaben
• Sinnvolles Volumen ≥ CHF 10 Mio.
Ist Ihr Spital und Ihr Finanzierungsvolumen ausreichend gross?
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
18
RATING
Rating bestimmt Nachfrage und Preis
Zwei Varianten
• Bankinternes Rating durch z.B. Hausbank
– Ziel: Einschätzung Kreditrück- und Zinszahlungen sowie Sicherheiten
– Ausschlaggebend für Konditionen bei Kreditvergabe
• Externes Rating durch Ratingagenturen
–
–
–
–
Quantitatives und qualitatives Rating
Implizite und explizite Garantien werden berücksichtigt
Ziel: Einschätzung Erfüllung Rück- und Zinszahlungen
Ausschlaggebend für Zugang und Konditionen bei Kapitalaufnahme
Für Kapitalmarkt externes Rating quasi Bedingung
• Unterstützt Investoren bei Investitionsentscheidung
• Beeinflusst Investorenkreis
Kennen Sie Ihre Garantien von Seiten öffentlicher Hand?
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
19
AUSGEWÄHLTE FINANZKENNZAHLEN
Eigenkapitalquote mittelfristig > 30 %
Eigenkapitalquote
%
Eigenfinanzierung steigert grundsätzlich Sicherheit
• Puffer für schlechte Jahre
• Höhere Attraktivität Fremdkapitalgeber
Höhere Verschuldung verschlechtert
• Liquidität
– Zinszahlungen und Rückzahlungsverpflichtungen
• Bonität und Unabhängigkeit von Kredit-/Kapitalgebern
– Finanzielle Flexibilität geht verloren
– Schlechtere Konditionen
Ist Ihre Eigenkapitalquote ausreichend hoch?
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
20
AUSGEWÄHLTE FINANZKENNZAHLEN
Anlagedeckungsgrad > 100 %
Anlagedeckungsgrad 2 =
.
ö
%
Goldene Bilanzregel
• langfristiges Vermögen soll langfristig finanziert sein
Goldene Finanzierungsregel
• Dauer Gebundenheit Vermögen soll Dauer Verfügbarkeit Kapital
entsprechen (FRISTENKONGRUENZ)
Halten Sie die goldene Bilanz- und Finanzierungsregel ein?
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
21
AUSGEWÄHLTE FINANZKENNZAHLEN
Cash Flow mittel-/langfristig > Zins und Schulden
Cashflow = aus der Geschäftstätigkeit erarbeitete Liquidität
Cashflow/Investitions-Verhältnis =
%
Gibt an, inwieweit Spital Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen aus
dem Umsatz finanzieren kann
• Entspricht Free Cashflow in %
• Wert > 100 % heisst, alles kann aus dem Umsatz finanziert werden
Verschuldungsfaktor =
Gibt an, wievielmal letzter Cashflow erarbeitet werden müsste, um
Effektivverschuldung abzuzahlen
• Je tiefer Wert, desto mehr Sicherheit für Gläubiger
Haben Sie die Amortisation auf Ihren Cashflow abgestimmt?
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
22
AUSGEWÄHLTE FINANZKENNZAHLEN
EBIT-Marge mittelfristig 6 %
EBIT-Marge =
!"#
$
%
%
Vorlaufender Indikator für wirtschaftliche Entwicklung
Betriebsertrag
./. Personalaufwand
./. Sachaufwand
= EBITDA
./. Abschreibungen
= EBIT
./. Zinsen
./. Steuern
= Gewinn
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
1. Teil Erfolgsrechnung zeigt
Wertschöpfung
EBIT: Ergebnis operativer Tätigkeit
2. Teil Erfolgsrechnung zeigt Verteilung EBIT an
• Fremdkapitalgeber (Zinsen)
• Staat (Steuern)
• Eigentümer (Gewinn)
23
AUSGEWÄHLTE FINANZKENNZAHLEN
EBITDA-Marge mittelfristig 12%
EBITDA-Marge =
!"#&
$
%
%
Operative Leistungsfähigkeit vor Investitionen und Finanzierung
Näherungswert für operativen Cash-Flow
• Schätzung der Verschuldungskapazität
• Wenn zu tiefer EBITDA, dann kann das Spital im Extremfall FK nicht
mehr amortisieren oder verzinsen
Ist EBITDA-Marge Zielsetzung für Ihre Geschäftsleitung?
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
24
KAPITALMARKTFÄHIGKEIT INVESTITION
Fundierte Planung unabdingbar
Langfristiger Masterplan mit plausiblem Businessplan
• Stabiles Geschäftsmodell
• Grundlage für Geschäftsmodell muss stimmen
• Möglichst wenig Schwankungen
Prüfung Effektivität Investitionen
• Welchen Nutzen, Marktvorteil und EBITDA erwirtschaftet Spital nach
getätigter Investition
Gute Zukunftsaussichten
• Wachstum/ Gewinn
Ist Ihre Investition nicht nur finanzier- sondern auch refinanzierbar?
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
25
INTERNE PRÜFUNG KAPITALMARKTFÄHIGKEIT
Fünf Schritte zum Kapitalmarkt
Wo steht Ihr Spital heute? Wo soll es in den nächsten Jahren stehen?
1.
1.
2.
3.
4.
5.
2.
3.
4.
5.
Evaluieren Sie Vor- und Nachteile der Finanzierungsinstrumente?
Gleichen Sie Voraussetzungen mit Ist-Situation Ihres Spitals ab
Stellen Sie Handlungsbedarf fest
Entscheiden Sie sich für/gegen Finanzierungsinstrument
Legen Sie nächste Schritte fest und terminieren Sie diese
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
26
EMPFEHLUNGEN
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
27
EMPFEHLUNGEN (I)
Frühzeitig mit Thema «Kapitalmarktfinanzierung» befassen
• Abbau Schwellenängste
• Spätere Entlastung im Prozess
• Voraussetzung für richtiges Timing
Denken in Szenarien
Regeln kennen und geeignete Finanzierungsform finden
Transparenz verschaffen über Alternativen
• Diversifikation Finanzierungsquellen und Fristigkeiten
Spielraum vergrössern bezüglich Finanzierungsformen
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
28
EMPFEHLUNGEN (II)
Strategischer Fit
• Finanzierungsinstrument muss zum Spital passen
• Spital muss Anforderungen erfüllen können
Verlässlichen Kapitalmarktpartner finden
• Verständnis für Spitalwelt
Optimierung Kreditwürdigkeit
• Kreditwürdigkeit ausschlaggebend für Preis
• Stabilität und Flexibilität für finanzielles Fundament
Erarbeitung professioneller Finanzierungsprozess
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
29
FAZIT
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
30
FAZIT
Wettbewerb um Finanzierung zentrales Thema
Die fünf wichtigsten Punkte im Überblick
1. Richten Sie Ihre interne Organisation und Ihre
Managementkompetenzen entsprechend aus
2. Richten Sie Ihre Rechnungslegung entsprechend aus
3. Erstellen Sie einen Masterplan
4. Stellen Sie sicher, dass Ihre Investitionen effektiv und tragbar sind
5. Arbeiten Sie an Ihrer Bonität
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
31
KONTAKT
Angela Escher-Greiter
Consultant
H Services AG
Lindenstrasse 16
CH-6340 Baar
Tel
Mobil
Fax
Mail
Web
+41 41 767 05 10
+41 79 319 62 20
+41 41 767 05 06
angela.escher@hservices.ch
www.hservices.ch
Kapitalmarkt 1 2014 10 23
32
Beurteilung und Prüfung der Kapitalmarktfähigkeit
Dario Laterza, Kapitalmarktberater, Zürcher Kantonalbank
Zürich, 23. Oktober 2014
Agenda
 Aktuelles Umfeld auf dem Schweizer Kapitalmarkt
 Unterschiede zwischen Kredit- und Kapitalmarkt
 Rating als Grundstein des Kapitalmarktzugangs
 Beurteilung der Kapitalmarktfähigkeit
 Wichtige Aspekte einer Anleihensemission
 Fazit
Q&A
2
Aktuelles Umfeld auf dem Schweizer
Kapitalmarkt
3
CHF-Kapitalmarkt – Anhaltender Boom im Inlandsegment
Entwicklung In- und Auslandsegment
600
550
in Mrd. CHF
500
450
400
350
300
250
200
150
2000
2001
2002
2003
2004
2005
Inland
2006
Ausland
2007
2008
Total
2009
2010
2011
2012
2013
2014
Linear (Total)

Durchschnittliches Wachstum von +2.8% seit 2000. Der aktuelle Bestand liegt bei CHF 552 Mrd.

Seit 2010 wurden im Inlandsegment deutlich mehr Anleihen emittiert als zurückbezahlt.

Boom im Inlandsegment umso bemerkenswerter, als die Eidgenossenschaft stetig weniger Anleihen ausgegeben hat.

Anleihensvolumen im Auslandsegment abnehmend. Finanzmarktkrise und ungünstige Währungsswaps als Auslöser
4
Quelle: SIX Swiss Exchange / Zürcher Kantonalbank
CHF-Kapitalmarkt – Bonitäts- und Branchensegmente
Bonitätssegmente nach Emissionsvolumen*
Branchenaufteilung nach Emissionsvolumen*
7%
28%
17%
29%
AAA
AA
A
15%
Eidgenossen
18%
Eidgenossen
Kantone
Städte
17%
Pfandbriefe
6%
BBB und tiefer
33%
3%
Financials
Corporates
27%

Das Inlandsegment wird dominiert von Emittenten mit Top-Ratings.

Das Tiefzinsumfeld ermöglicht vermehrt Emissionen aus dem Sub-Investment Grade Bereich (BB+ und tiefer).

Kantone und Städte machen «nur» rund 10% des CHF Kapitalmarkts aus – Tendenz steigend.

Spitalanleihen sind Teil des Corporate-Segments.
* CHF Inlandsegment
5
Quelle: SIX Swiss Exchange / Zürcher Kantonalbank, Stand Juni 2014
Emittentenfreundliches Kapitalmarktumfeld
Entwicklung CHF Swapsätze

3,5 %
3,0 %
2,5 %

2,0 %
1,5 %
1,0 %

0,5 %
0,0 %
Okt Mrz Aug Jan
09 10 10 11
Swap 5 J.
Jun Nov Apr Sep Feb
11 11 12 12 13
Swap 7 J.
Jul
13
Swap 10 J.
Nach rekordtiefen Zinssätzen im Dezember 2012
stiegen die Zinssätze bis Herbst 2013 je nach Laufzeit
zwischen stolzen 30 bis 90 Basispunkten an.
Seit Anfang 2014 verzeichneten wir einen markanten
Zinsrückgang von über 50 Basispunkten.
Damit bewegen sich die Swapsätze in der Schweiz
auf ihrem Allzeittief.
Dez Mai Okt
13 14 14
Swap 15 J.
Renditespreads gegenüber CHF Swap 4 Jahre*

300 BP
250 BP
Die Credit Spreads aller Bonitätsklassen verharren
ebenfalls auf historisch tiefen Levels und tendieren
seit Sommer 2013 grösstenteils seitwärts.
200 BP
150 BP
100 BP
50 BP
0 BP
-50 BP
Okt Mrz Aug Jan
09 10 10 11
AAA zu Swap
Jun Nov Apr Sep Feb
11 11 12 12 13
AA zu Swap
Jul
13
A zu Swap
Dez Mai Okt
13 14 14
BBB zu Swap
* 4-jähriger Durchschnitt aller Bonds in den jeweiligen Ratingkategorien auf
Basis des SBI® Total Index über dem 4-jährigen CHF Swapsatz.
6
Quelle: Zürcher Kantonalbank/Bloomberg/SIX; Stand 20.10.2014
Das attraktive Marktumfeld hat einige
Spitäler bereits dazu bewogen,
den Kapitalmarkt zu nutzen.
CHF Emissionen aus dem Schweizer Spitalsektor
Luzerner
Kantonsspital
Universitätsspital Zürich
Spital
Limmattal
Regionalspital
Emmental
GZO Spital
Wetzikon
Psychiatrische
Dienste Aargau
Geschäftsform
Selbständige
Anstalt des
öffentl. Rechts
Selbständige
Anstalt des
öffentl. Rechts
Zweckverband
AG
Gemeinnützige
AG
Gemeinnützige
AG
KapitalmarktProdukt
Privatplatzierung
Privatplatzierung
Öffentliche
Anleihe
Öffentliche
Anleihe
Öffentliche
Anleihe
Öffentliche
Anleihe
-
ZKB: AA-
fedafin: A+
CS: A
fedafin: A
ZKB: AA
fedafin: Aa
CHF 25m
CHF 40m
CHF 100m
CHF 75m
CHF 170m
CHF 60m
LancierungsDatum
18.02.2013
25.06.2013
31.10.2013
27.03.2014
21.05.2014
23.10.2014
Investoren
Spread über
Swap Mitte
Ca. + 35 BP
+ 20 BP
+ 45 BP
+ 50 BP
+ 73 BP
+ 18 BP
20 Jahre
5 Jahre
10 Jahre
9 Jahre
10 Jahre
8 Jahre
Rating
Volumen
Laufzeit
7
Quelle: Zürcher Kantonalbank; Stand 20.10.2014
Performance der ausstehenden Spital-Anleihen
 Die Spreadentwicklung zeigt die Performance der bereits lancierten Spital-Anleihen:
80 BP
70 BP
60 BP
50 BP
Spital Limmattal 1 ⅞ % 2013-23
40 BP
Regionalspital Emmental 1 ⅝ % 2014-23
30 BP
GZO Spital Wetzikon 1 ⅞ % 2014-24
20 BP
PDAG ¾ % 2014-22
10 BP
0 BP
Nov
13
Dez
13
Jan
14
Feb
14
Mrz
14
Apr
14
Mai
14
Jun
14
Jul
14
Aug
14
Sep
14
Okt
14
Die positive Entwicklung der ausstehenden Spital-Anleihen
bilden eine gute Ausgangslage für weitere Emissionen aus dem Spitalsektor.
8
Quelle: Zürcher Kantonalbank/Bloomberg, Stand: 20.10.2014
Unterschiede zwischen Kredit- und Kapitalmarkt
9
Unterschiede zwischen Kredit- und Kapitalmarkt
 Grundsätzlich lassen sich folgende Unterschiede zwischen dem Kredit- und dem Kapitalmarkt feststellen:
Kreditmarkt
Kapitalmarkt
Flexibilität hinsichtlich
Beanspruchung
hoch
(Auszahlung in Teilbeträgen,
Amortisationsstrukturen,
vorzeitige Rückzahlung und
Rückzahlung in Raten möglich)
tief
(Bullet Struktur)
Öffentlichkeitswirkung
limitiert
hoch
beschränkt auf kreditgebende Banken
hoch
hoch
abhängig von Marktbedingungen
Financial Covenants
(EK-Quote, Net Debt zu EBITDA,
Zinsdeckungsgrad etc.)
geringe Financial Covenants
in der Regel bis 5 Jahre
kurze bis sehr lange Laufzeiten je nach
Marktbedingungen und Rating möglich
Verhandlung mit Bank(en)
abhängig von Marktverhältnissen
Diversifikation der
Finanzierungsquelle
Finanzierungssicherheit
Zusicherungen
Laufzeitspektrum
Konditionen
10
Möglicher Fremdkapitalmix
 Eine öffentliche Anleihe ist ein ideales Instrument zur Beschaffung einer Sockelfinanzierung.
 Ergänzend können Bankkredite zur flexiblen Finanzierung von Liquiditätsschwankungen dienen.
Kapitalbedarf
in Mio. CHF
2014
2015
2016
2017
2018
2019
500
450
400
350
300
Anleihe 3
250
200
Anleihe 2
150
100
50
Anleihe 1
0
Anleihen
11
Bankkredit
2020
Jahr
Rating als Grundstein des Kapitalmarktzugangs
12
Ratingmethodologie der Zürcher Kantonalbank
am Beispiel der Psychiatrische Dienste Aargau AG (PDAG)
Ausgangslage
1.
Die PDAG ist der zweitgrösste Leistungserbringer im Bereich Psychiatrie in der Schweiz nach der Psychiatrischen
Universitätsklinik Zürich und ist zudem ein akademisches Lehrspital der Universität Zürich.
2.
Die PDAG befindet sich zu 100% im Besitz des Kanton Aargau.
3.
Gemäss Spitalgesetz ist eine Mindestbeteiligung des Kantons von 70% vorgegeben.
4.
Die Eigenkapitalquote lag per Ende 2013 bei soliden 86%. Nach Ausfinanzierung des Bauvorhabens sollte die
EK-Quote laut Businessplan nicht unter 50% fallen.
5.
Der Kanton Aargau führt die Beteiligung im Verwaltungsvermögen, eine Verschiebung ins Finanzvermögen und
somit Veräusserung ist nicht ohne weiteres möglich.
Fazit
Auch die Kreditwürdigkeit des Kantons Aargau und dessen Rolle in der finanziellen Sicherung der PDAG spielen eine
zentrale Rolle in der Bonitätsbeurteilung der PDAG.
13
Ratingmethodologie der Zürcher Kantonalbank
am Beispiel PDAG
Die Bonität der PDAG setzt sich aus drei Faktoren zusammen:
1.
Stand-alone-Rating der PDAG
2.
Rating des Kantons Aargau
3.
Einschätzung der Wahrscheinlichkeit einer ausserordentlichen Finanzhilfe durch den Kanton Aargau
14
Ratingmethodologie am Beispiel PDAG
Stand-alone-Rating
Darstellung Finanzrisiko-Profil
2013
Rentabilität
EBIT-Marge (in %)
EBITDA-Marge (in %)
ROA (EBIT/GK, in %)
ROE (Reingewinn/EK, in %)
Cashflow-Kraft
Freier Cashflow (in Mio)
Funds from Operations (in Mio)
3,0%
7,3%
0,3%
5,1%
5,1
10,8
2012
0,5%
5,0%
0,5%
1,7%
5,1
7,4
2011
20%
b
b
bbbb-
40%
bb-
40%
aaaaaa
a
a+
aa
-0,8
-0,9
245%
86%
-0,1
-1,4
395
221%
87%
-0,2
-1,3
193
189%
46%
-0,4
n.m.
n.m.
Weitere Kennzahlen
Betriebsertrag (in Mio)
Reingewinn (in Mio)
Nettoverschuldung (in Mio)
124
4,9
-12,3
115
1,6
-7,5
114
0,0
-4,4
15
Rating
-0,4%
0,0%
-2,1%
-0,5%
Kapitalstruktur / Flexibilität
Current Ratio (in %)
EK-Quote (in %)
Gearing
Net Debt/EBITDA
Zinsdeckung (EBITDA/ZA)
Total Finanzrisiko
Gewicht
bb
Ratingmethodologie am Beispiel PDAG
Ratingmatrix in Anlehnung an Standard & Poor’s
Kantonsrating
Stand-alone-Rating
AAA
AA+
AA
AA-
A+
A
A-
BBB+
BBB
BBB-
BB
BB-
aaa
AAA
aa+
AAA
AA+
aa
AAA
AA+
AA
aa-
AAA
AA+
AA
AA-
a+
AA+
AA
AA
AA-
A+
a
AA+
AA
AA-
AA-
A+
A
a-
AA+
AA
AA-
A+
A
A
A-
bbb+
AA+
AA
AA-
A+
A
A-
A-
BBB+
bbb
AA+
AA
AA-
A+
A
A-
BBB+
BBB+
BBB
bbb-
AA+
AA
AA-
A+
A
A-
BBB+
BBB
BBB
BBB-
bb+
AA+
AA
AA-
A+
A
A-
BBB+
BBB
BBB-
BBB-
BB+
bb
AA
AA-
A+
A+
A
A-
BBB+
BBB
BBB-
BB+
BB
BB
bb-
AA
AA-
A+
A+
A
A-
BBB+
BBB
BBB-
BB+
BB
BB-
BB-
b+
AA
AA-
A
A
BBB+
BBB+
BBB
BBB-
BB+
BB
BB
BB-
BB-
b
AA-
A+
A
A
BBB+
BBB+
BBB
BBB-
BB+
BB
BB
BB-
BB-
 Die (sehr wahrscheinliche) Unterstützung der öffentlichen Hand verbessert das Rating.
 Ein höheres Stand-alone Rating würde das offizielle Langfristrating erhöhen.
16
BB+
Öffentlich-zugängliches Rating der ZKB
bei Emission einer öffentlichen Anleihe
 Das Credit Research der Zürcher Kantonalbank deckt alle
Emittenten von Straight Anleihen im Schweizer
Kapitalmarkt ab und veröffentlicht regelmässige
Publikationen (Swiss Rating Guide, Anlagen Schweiz
Obligationen u.v.m.).
 Im Rahmen der Erstemission einer öffentlichen Anleihe
erstellt das Research-Team der Zürcher Kantonalbank einen
umfassenden Ratingbericht.
 Für Privatplatzierung wird ein weniger umfangreicher
Ratingbericht erstellt, der nur den effektiven Investoren der
Privatplatzierung zugänglich gemacht wird.
17
Quelle: Illustrationsbeispiel - Auszug aus dem Ratingbericht für die PDAG vom September 2014
Beurteilung der Kapitalmarktfähigkeit
18
Erstellung der Emissionsbereitschaft aus Sicht
Kotierungsreglement SIX Swiss Exchange
Anforderung für eine Kotierung an der SIX Swiss Exchange
 Die Gesellschaft besteht seit mindestens drei Jahren.
 Rechnungslegung nach IFRS oder Swiss GAAP FER.
 Das ausgewiesene Eigenkapital beträgt mind. CHF 25 Mio. (konsolidiert).
 Der Emittent bezeichnet eine Zahlstelle (Bank oder Effektenhändler).
 Ein anerkannter Vertreter der Gesellschaft reicht bei der SIX Swiss Exchange ein Kotierungsgesuch ein.
 Die Gesellschaft veröffentlicht einen Kotierungsprospekt (Schema E). Dieser enthält u.a. Angaben
 zur Gesellschaft (Ort, Geschäftstätigkeit, Kapitalstruktur etc.) und zu deren Organen
 zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Emittenten (u.a. die geprüften Jahresabschlüsse (inkl. Bericht des Revisionsorgans)
der letzten beiden Jahre)
 Zum jüngsten Geschäftsgang und allfälligen Veränderungen seit dem letzten Geschäftsabschluss
Anforderung für die Aufrechterhaltung einer Kotierung
 Die Gesellschaft veröffentlicht einen geprüften Geschäftsbericht sowie den zugehörigen Bericht des Revisionsorgans
innerhalb von vier Monaten nach Abschlussdatum.
 Potentiell kursrelevante Tatsachen (Ad hoc-Publizität) werden dem Markt mitgeteilt.
19
Kapitalmarktfähigkeit aus Investorensicht (I/II)
Unternehmensspezifische Aspekte
 Positionierung im Marktgebiet / regionale Verankerung
 Klare Strategie / Mittelfristplanung
 Zusammenstellung und Erfahrungsausweis der Führungscrew
 Corporate Governance
Mittelverwendung
 Klare Definition der Mittelverwendung.
Möglichst keine strukturelle Nachrangigkeit für Bondholder
 Anleihensgläubiger sollten im Vergleich zu anderen Gläubigern weder bei bereits bestehenden wie künftigen
Schuldverhältnissen eine strukturelle Nachrangigkeit erfahren.
 Gewisse Ausnahmen sind aufgrund spezifischer Finanzierungsformen möglich, z.B. bei Immobilienfinanzierungen.
 Bei einer Erstemission gilt es, die übrigen Kreditverhältnisse auf diesen Aspekt hin zu prüfen und allenfalls neu zu
strukturieren.
20
Kapitalmarktfähigkeit aus Investorensicht (II/II)
Rating
 Das Vorliegen eines Banken- oder eines fedafin-Ratings ist unerlässlich, um eine öffentliche Anleihe aus dem
Spitalsektor platzieren zu können.
Investorenpräsentation/Roadshow
 Insbesondere bei der Erstemission einer Straight Anleihe kommt einer Präsentation für Bond-Investoren eine zentrale
Bedeutung zu. Die erfolgreiche Vorstellung des Spitals (inkl. Strategie und Business Plan) sowie des konkreten
Investitionsvorhabens kann einen entscheidenden Einfluss auf den Platzierungsprozess haben.
Indexfähigkeit & Repofähigkeit der Anleihe (wird tendenziell wichtiger)
 Ab einem Volumen von CHF 100 Mio. und bei Vorliegen von zwei Ratings* (Banken- und/oder fedafin-Rating)
qualifiziert die Anleihe für den Swiss Bond Index der SIX wie auch für den Repo-Basket der SNB.
 Die Index- wie auch die Repofähigkeit einer Anleihe verbreitert die Investorenbasis, erleichtert dadurch die
Platzierbarkeit der Anleihe und ermöglicht unter Umständen eine Optimierung der Konditionen.
* min. BBB für Bond-Index der SIX, min. AA für Repo-Basket der SNB
21
Typische Verpflichtungen im Anleihenmarkt
Bei öffentlichen CHF-Anleihen kommen im wesentlichen Standardklauseln zur Anwendung:
Pari passu Klausel
 Gleichrangigkeit der Anleiheforderungen mit allen nicht besicherten Verpflichtungen.
Negativ Klausel
 Keine oder eingeschränkte Besicherung von anderen gleichrangigen Verpflichtungen.
Default Klauseln (Kündigungsrecht zugunsten Anleihensgläubiger)
 Fälligkeiten aus Anleihe oder anderen Verbindlichkeiten nicht rechtzeitig bezahlt (Cross Default)
 Verletzung von vertraglichen Bedingungen der Anleihe oder einer anderen Verbindlichkeit (Cross Default)
 Zahlungsunfähigkeit (Nachlass, Konkurs, Eintreten in ein Stillhalteabkommen)
 Umstrukturierung (Änderung Gesellschaftszweck, Fusion, Abspaltung, Liquidation u.a.)
 Verbleib auf Spitalliste des jeweiligen Kantons
Change of Control Klausel
 Kündigungsrecht zugunsten Anleihensgläubiger bei einer wesentlichen Veränderung der Besitzverhältnisse.
Im Schweizer Kapitalmarkt kommen bislang nur geringe Financial Covenants
zur Anwendung (im Gegensatz zum Kreditmarkt).
22
Wichtige Aspekte einer Anleihensemission
23
Anforderungen an die Dokumentation und
potentielles Emissionsfenster
 Gemäss OR darf der letzte verfügbare Abschluss nicht älter als neun Monate sein.
 Die Richtlinien betreffend Rechnungslegung des Kotierungsreglements der SIX sehen bezüglich Publikation der
Jahreszahlen vor, dass der Geschäftsbericht innert vier Monaten nach dem Abschlussstichtag des Jahresabschlusses
zu veröffentlichen ist.
 Der Jahresabschluss muss von einer Revisionsgesellschaft geprüft sein.
 Ein Zwischenbericht bedarf keiner externen Prüfung.
 Sofern ein Halbjahresabschluss vorliegt, verfügt der Emittent grundsätzlich über das folgende Emissionsfenster:
Publikation
Abschlüsse
Abschluss
-stichtag
31.12.
Januar
Emissionsfenster
24
Publikation
Jahresergebnis
Februar
März
April
Spätestmögliche
Publikation
Jahresergebnis
Mai
Juni
Halbjahresabschluss
30.6.
Juli
Publikation
Halbjahresergebnis
August
September
Spätestmögliche
Publikation
Halbjahresergebnis
Oktober
November
Dezember
Investorensegmente
 Aktuell werden von den Investoren folgende Laufzeiten präferiert:
Bevorzugte Laufzeiten (Jahre)
Privatinvestoren
Institutionelle
Investoren
Investoren
1–3
3–5
5–7
7–10
10–15
15+
Asset Manager
Pensionskassen
Versicherer
Banken
Obligationenfonds
Geldmarktfonds
Retail Banking
Private Banking
 Aufgrund der aktuellen Marktlage gehen wir davon aus, dass derzeit grundsätzlich die grösste Investorennachfrage mit
Laufzeiten zwischen 8 bis 12 Jahren abgeschöpft werden kann. Bei längeren Laufzeiten nimmt die Breite der Nachfrage
deutlich ab.
25
VERTRAULICH
Illustrativer Zeitplan für die Emission einer
öffentlichen Anleihe
 Die Emission einer Straight Anleihe bedarf inkl. Vorbereitung der Dokumentation drei bis vier Wochen. Der
nachfolgende Zeitplan fasst die wesentlichen Schritte des Emissionsprozesses zusammen.
 Grundsätzlich empfehlen wir, Kapitalmarkttransaktionen möglichst rasch nach der Publikation der
Unternehmenszahlen durchzuführen, um den Investoren die höchstmögliche Transparenz zu gewähren.
x-15
x-10
x-5
x
x+5
Vorbereitung & Erstellung
Dokumentation
Vorbereitung
x+10
x+15
x+20
Finaler Prospekt
Ratingeinschätzung &
Studie Credit Research
Vorbereitung & Durchführung
Roadshow
Due Diligence
Durchführung
Handel
Launch, Bookbuilding & Pricing
Liberierung
Primärmarkt
Handel
Lancierungstag
26
SIX
Fazit
27
Fazit
 Der Schweizer Kapitalmarkt bietet den Spitälern eine attraktive Finanzierungsquelle
 Die Kapitalmarktfähigkeit muss im Einzelfall geprüft werden
 Ein Investment Grade Rating erachten wir als Grundvoraussetzung
 Im Vergleich zum Kreditmarkt, ist der Kapitalmarkt zusätzlichen Einflussfaktoren ausgesetzt
 Zur Erstellung der effektiven Emissionsbereitschaft ist ein Zeitraum von rund drei bis vier
Wochen vorzusehen
 Es empfiehlt sich, frühzeitig den Austausch mit möglichen Emissionsbanken zu suchen
28
Kontakt
Dario Laterza
Kapitalmarktberater
Zürcher Kantonalbank
Josefstrasse 222
8005 Zürich
Telefon
044 293 67 61
E-Mail
dario.laterza@zkb.ch
Internet
www.zkb.ch
29
fedafin AG
Unabhängige Schweizer Ratingagentur
FEDAFIN
RATINGS
SPITALRATING
Profil
Universum
Ratingverteilung
Geschäftsmodell
Ratingskala
Spezifika
Compliance
Ratingmodule
Beispieldokus
KONTAKT
FINMA- und IOSCO-anerkannt
Unternehmensprofil
FEDAFIN
Profil
Geschäftsmodell
Compliance
Meilensteine
2002 Gründung fedafin AG
2007 FINMA-Anerkennung als Ratingagentur für das Marktsegment „Public Sector Entities“
2009 Anerkennung als eine von weltweit sieben Ratingagenturen mit IOSCO-Standard
2011 Aufnahme als Ratingprovider für den SIX Swiss Bond Index
2013 Erweiterung Geschäftsmodell; Begleitung von Kapitalmarktanleihen
2014 Erlangung SNB-Repofähigkeit (Merkblatt 5) für das Marktsegment „Public Sector Entities“ per 1.1.2015
Unternehmenspolitik
Bereitstellung ökonomisch fundierter und strikt unabhängiger Ratings
Wahrnehmung Verantwortung als führende Schweizer Ratingagentur gegenüber Schweizer Finanzplatz
Konstante Gewährleistung eines umfassenden und laufend erweiterten Ratinguniversums
Einhaltung höchster Anforderungen an Unabhängigkeit, Compliance und Ratingqualität
Kunden
Emittenten & Intermediäre
Banken/Kantonalbanken
Versicherungen
Pensionskassen
SIX Swiss Exchange
FINMA- und IOSCO-anerkannt
Geschäftsmodell
Compliance
Issuer Pays Model
RATINGTYP
Profil
Investor Pays Model
Issue Rating
Private Sector
MARKTSEGMENT
FEDAFIN
PAY MODEL
Geschäftsmodell
Intermediary Pays Model
Issuer Rating
Public Sector
Private Sector Corporation
Local & Regional Governments
Public Sector Corporations
• SIX listed
• Private Equity
• Cantons
• Cities & Municipalities
•
•
•
•
•
Sector Energy
Sector Transportation
Sector Banks & Issuing agencies
Sector Health
Sector Basic services & Infrastruct.
Compliance
FEDAFIN
Profil
Geschäftsmodell
Compliance
Akkreditierung als Ratingagentur durch die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA
• Anerkennung für das Marktsegment „Public Sector Entities“
• Ratings qualifizieren für die regulatorische Eigenmittelunterlegung (Schweizer und internationaler Standardansatz)
• FINMA überwacht anerkannte Ratingagenturen
• Compliance mit strengen regulatorischen Anforderungskriterien
Compliance mit IOSCO Code of Conduct (International Organization of Securities Commissions)
• Qualität des Ratingprozesses
• Monitoring und Updates
• Integrität des Ratingprozesses
• Unabhängigkeit
• Vermeidung von Interessenskonflikten
• Transparenz und Aktualität der Ratingvergabe
• Gewährleistung von Vertraulichkeit und Datenschutz
Interner Verhaltenskodex fedafin
• Qualität und Integrität des Ratingprozesses
• Unabhängigkeit und Vermeidung von Interessenskonflikten
• Verantwortlichkeit gegenüber Investoren und Emittenten
• Durchsetzung und Offenlegung des Verhaltenskodex
FINMA- und IOSCO-anerkannt
Ratinguniversum
RATINGS
Universum
Ratingskala
Ratingmodule
~100 Private Unternehmen – Private Sector Corporations
Private Unternehmen sind privatrechtlich organisierte Unternehmen ohne Leistungsauftrag der öffentlichen Hand.
Der Fokus bei den Schweizer Emittenten liegt auf den an der SIX Swiss Exchange mit Anleihen kotierten Gesellschaften.
~200 Staatsnahe Unternehmen – Public Sector Corporations
Staatsnahe Unternehmen sind privatrechtlich oder öffentlich-rechtlich organisierte Unternehmen, die einen konstitutionell
oder gesetzlich verankerten Leistungsauftrag der öffentlichen Hand zur Sicherstellung von Produkten und Dienstleistungen
der öffentlichen Grundversorgung sowie Infrastruktur erfüllen. Staatsnahe Unternehmen weisen ausser diesem Leistungsauftrag eine strategische Beteiligung durch die öffentliche Hand von mindestens einem Drittel und/oder eine umfassende
Staatsgarantie (Defizit-, Finanzierungs- oder Haftungsgarantien) auf. Der Fokus bei den Schweizer Emittenten liegt in den
Sektoren Energie und Transport, bei Banken & Emissionszentralen sowie der übrigen Grundversorgung & Infrastruktur.
~2’400 Lokale Gebietskörperschaften – Local & Regional Governments
Lokale Gebietskörperschaften sind öffentlich-rechtliche Körperschaften der mittleren und unteren Staatsebene
mit autonomer Steuererhebungskompetenz. Der Fokus bei den Schweizer Emittenten liegt auf Kantonen und
politischen Gemeinden.
~670 Emissionsratings – CHF-Bonds SWX
FINMA- und IOSCO-anerkannt
Ratingskala & Konkordanztabelle
RATINGS
Universum
Ratingskala
Ratingmodule
Long Term Mappings
(as of 25 April 2007)
Standard
& Poors
Moody‘s
Fitch
fedafin
1&2
AAA – AA-
AAA – AA-
AAA – AA-
AAA – AA-
3
A+ – A-
A+ – A-
A+ – A-
A+ – A-
4
BBB+ – BBB-
BBB+ – BBB-
BBB+ – BBB-
BBB+ – BBB-
5
BB+ – BB-
BB+ – BB-
BB+ – BB-
BB+ – BB-
6
B+ – B-
B+ – B-
B+ – B-
B+ – B-
7
CCC+ – C
CCC+ – C
CCC+ – C
CCC+ – C
Konkordanztabelle der Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA
Mapping externer Emittentenratings zur regulatorischen Eigenmittelunterlegung von Banken und Privatversicherungen
Banken: Schweizer Standardansatz (SA-CH) und internationaler Standardansatz (SA-BIZ)
Privatversicherungen: Schweizer Solvenztest (SST) bzw. Solvency II
Ratingarchitektur & Ratingmodule
EX POST
EX ANTE
RATINGS
Universum
Systematische
Risikofaktoren
Systematische
Erfolgsfaktoren
Systematische
institutionelle
Rahmenbedingungen
SCORE I
SCORE II
INDEXPARAMETER
Systematische
Supportfaktoren
Ratingskala
Basisrating (stand-alone)
Ratingmodule
Ermittentenrating
SUPPORT
PARAMETER
Aktuelle Verteilung Ratings nach Segment (Auswahl)
Städte & Gemeinden
SPITALRATING
Ratingverteilung
Aaa
Aa+
Aa
Aa-
A+
A
A-
Baa+
Baa
Baa-
Ba+
Ba
Ba-
B
Aa-
A+
A
A-
Baa+
Baa
Baa-
Ba+
Ba
Ba-
B
Staatsnahe & private Unternehmen
Spezifika
Beispieldokus
Aaa
Aa+
Aa
C
Ratingspezifika öffentliche Spitäler
SPITALRATING
Ratingverteilung
Diverse spezifische Eigenschaften der Bonitätsanalyse öffentlicher Spitäler
• Unterscheidung Basisrating – Stand-alone Rating – Emittentenrating
• Besondere Wichtigkeit der Support-/Garantenstellung durch die öffentliche Hand
• Staatsnahe Unternehmen mit Grundversorgungscharakter allgemein mit signifikant schlechteren Finanzkennzahlen
(Nullgewinnbedingung usw.)
• Problematik der stillen Reserven in Immobilien – alternativer Verwendungszweck von Immobilien
• Problematik expliziter Haftungs-, Defizit- und Finanzierungsgarantien durch ausgewählte Kantone
• ...
Spezifika
Beispieldokus
FINMA- und IOSCO-anerkannt
Ratingspezifika öffentliche Spitäler
SPITALRATING
Ratingverteilung
Spezifika
Beispieldokus
Ganzheitliche Analyse der bonitätsrelevanten Faktoren
Qualitative Risiko- und Erfolgsfaktoren
• Institutionelle Rahmenbedingungen (Marktstrukturen & Wettbewerbsschranken, gesetzliches Abgeltungs und Finanzierungsregime, strategisches Risikoprofil usw.)
• Unternehmensstruktur und -strategie (Komplexität, Nachhaltigkeit, Wirksamkeit Corporate Governance usw.)
• Rechnungslegung und Informationsgehalt
• Wettbewerbsposition und Marktumfeld (Standort, geogr. Einzugsgebiet Patienten, Konkurrenzsituation, Infrastruktur ausstattung und Investitionsplanung, Bettenbelegung, Fallzahlen, Patientenwachstum, Verhältnis privat/oblig. Versicherte, Zusatzangebote und Diversifikation, Ausgestaltung Strategie, QM, Reputation usw.)
Quantitative Risikofaktoren
• Beurteilung Kapitalstruktur und Verschuldung (Schuldenlast, -deckung, Nettozinsbelastung,
Fremdfin’struktur und -potential, Anlagedeckungsgrade, Beurteilung bzw. Bewertung Haftungssubstrat usw.)
• Beurteilung Ertragskraft und Rentabilität (EBITDA-Marge, Cash-Flow Rentabilität, Gesamtkapitalrentabilität,
Abschreibungsquoten usw.)
• Beurteilung Cash-Flow Potential (operativer und freier Cash-Flow, Cash-Flow Margen usw.)
Ratingdokumentation Kapitalmarkt (Auszug)
SPITALRATING
Ratingverteilung
Spezifika
Beispieldokus
FINMA- und IOSCO-anerkannt
Ratingdokumentation Kapitalmarkt (Auszug)
SPITALRATING
Ratingverteilung
Spezifika
Beispieldokus
FINMA- und IOSCO-anerkannt
Ratingdokumentation Kapitalmarkt (Auszug)
SPITALRATING
Ratingverteilung
Spezifika
Beispieldokus
FINMA- und IOSCO-anerkannt
Ratingdokumentation Kreditmarkt
SPITALRATING
Ratingverteilung
Spezifika
Beispieldokus
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Dr. Adrian Oberlin, Geschäftsführer
adrian.oberlin@fedafin.ch
Dr. Marco Daldoss, Regulatorische Compliance
marco.daldoss@fedafin.ch
fedafin AG
Galerieweg 8
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Thomas Hasler, Bereichsleiter Public Sector Governments
thomas.hasler@fedafin.ch David Lässer, Bereichsleiter Public Sector Corporations
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tobias.kuster@fedafin.ch
Dr. Evelyn Ribi, Bereichsleiterin Private & Public Financial Corporations
evelyn.ribi@fedafin.ch
FINMA- und IOSCO-anerkannt
kompetenz im gesundheitswesen
SO BLEIBEN SIE
KAPITALMARKTFÄHIG
Zürich, 23. Oktober 2014
AGENDA
Aufrechterhaltung Kotierung
Finanzierung und Refinanzierung
Masterplan
Performance und Bonität
Ausblick und Fazit
Kapitalmarkt 2 2014 10 23
1
AUFRECHTERHALTUNG
KOTIERUNG
Kapitalmarkt 2 2014 10 23
2
AUFRECHTERHALTUNG KOTIERUNG (I)
Einhaltung Meldepflichten als Bedingung
Veröffentlichung von Geschäftsberichten
• Geprüfter Jahresabschluss nach Swiss GAAP FER mit Testat
Ad-hoc-Publizität
• Potenziell kursrelevante, nicht öffentlich bekannte Tatsachen eines
börsenkotierten Unternehmens
• Nur qualifizierte Ereignisse bekanntgabepflichtig
• Beispiele
–
–
–
–
–
–
Finanzzahlen
Personelle Wechsel in Verwaltungsrat und Geschäftsleitung
Fusionen/ Übernahmen/ Abspaltungen
Restrukturierungen/ Sanierungen
Kapitalveränderungen
Wesentliche Gewinnveränderungen, Gewinneinbruch, Gewinnwarnung
Kapitalmarkt 2 2014 10 23
3
AUFRECHTERHALTUNG KOTIERUNG (II)
Meldepflichten von der Börse vorgegeben
Diverse Meldepflichten (exemplarisch)
•
•
•
•
•
Namensänderung Emittent
Adressänderung des Hauptsitzes
Änderung des Revisionsorgans
Änderung des Rechnungslegungsstandards
Link zu den veröffentlichten Jahresabschlüssen
Stellen Sie Verantwortlichkeit für Meldepflichten sicher
Kapitalmarkt 2 2014 10 23
4
FINANZIERUNG UND
REFINANZIERUNG
Kapitalmarkt 2 2014 10 23
5
FINANZIERUNG UND REFINANZIERUNG
Suboptimale Fremdkapitalbeschaffung ist teuer
Langer Betrachtungszeitraum für Finanzierung wählen
• Kapitalaufnahme in strukturierte, langfristige Planung einbetten
Finanzierung betragsgerecht strukturieren
• Kleinere Tranchen mit unterschiedlicher Fälligkeit
• Unterschiedliche Finanzierungsformen wählen
Finanzierung zeitgerecht strukturieren
• Unnötige Fremdkapitalkosten vermeiden, Fremdkapitalaufnahme
möglichst zeitnah zu Bedarf
Operativer Cashflow muss massgeblich zur Amortisation beitragen
Vermeiden Sie Liquiditätsklemme durch realistische Planung
Kapitalmarkt 2 2014 10 23
6
FRISTENKONGRUENZ
Stimmen Sie Ihre Fristen ab
Strategie
Mittelfristplanung
Businessplan
Masterplan
Investitionsplan
!
Amortisation Immobilien
!
Fristen Kapitalgeber
!
Amortisationsziel Kapital Spital
0
3
6
9
12
15
18
21
24
27
30
33
Jahre
Laufzeit Fremdkapital kürzer als Amortisationsziel Spital
Kapitalmarkt 2 2014 10 23
7
MASTERPLAN
Kapitalmarkt 2 2014 10 23
8
MASTERPLAN
normativ
Übergeordneter Plan für (bauliche) Weiterentwicklung Spital
Mission, Werte, Vision
strategisch
Ziele
Strategien
Masterplan
operativ
Investitionen, Projekte
Instrumente und Massnahmen
Masterplan ist «grosser Wurf» für die nächsten 20 Jahre
Kapitalmarkt 2 2014 10 23
9
FRAGEN MASTERPLAN (I)
Mittel- und langfristige Funktion?
Wie ist Funktion Akutspitäler mittel- und langfristig?
• Generell und auf das eigene Spital bezogen
Wie sieht unsere erforderliche Klinikstruktur aus?
• Sinnvolle Spezialisierung/ Aufgabenteilung berücksichtigen
Sind zukünftige Anforderungen in unsere Bauplanung integriert?
• Informatik
• Medizintechnik
Denken und planen Sie mit Szenarien
Kapitalmarkt 2 2014 10 23
10
FRAGEN MASTERPLAN (II)
Kapazitäten und Standorte?
Wie entwickelt sich unsere Versorgungsregion?
• Zu berücksichtigen
– Prognosemodelle Versorgungsregion
– Zukünftige Versorgungsdichte
Wie können wir flexibel planen um Überkapazitäten zu vermeiden?
• Standardisierung Raumtypen
• Modul- und Leichtbauweise
Ist unser Immobilienportfolio ideal?
• Abbau nicht erforderlicher Objekte
Sind wir am idealen Standort? Zusammenlegung Standorte?
Überkapazitäten durch Neubauten nicht finanzierbar
Kapitalmarkt 2 2014 10 23
11
FRAGEN MASTERPLAN (III)
Effektivität und Finanzierbarkeit?
Wie verbessert Um- /Neubau Betriebsprozesse und senkt Kosten?
• Interne Prozesse detailliert planen
• Transportwege und –zeiten optimieren
• Flächenproduktivität berücksichtigen
Stärkt Investition Versorgungslage Patienten, medizinische
Weiterentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit?
Einfluss zukünftiger Investitionen auf Bilanz und Erfolgsrechnung?
• Welchen EBIT, EBITDA erwirtschaftet Spital durch Investition?
• Einfluss auf Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad?
Welche Szenarien sind finanzier- und refinanzierbar?
Kapitalmarkt 2 2014 10 23
12
PERFORMANCE UND BONITÄT
Kapitalmarkt 2 2014 10 23
13
BONITÄT UND PERFORMANCE
Relevante Grössen für Zinskonditionen
Auswirkungen Absinken Bonität je nach Finanzierungsinstrument
•
•
•
•
Sofortige Auswirkungen auf Zinskosten
Spätestens aber bei nächster Finanzierung
Einschränkung Investorenkreis
Schaden für Reputation
Steuerung mit relevanten Kennzahlen unabdingbar
• EBIT
• EBITDA
• Eigenkapitalquote
Prüfung von Investitionen auf Nutzen, Marktvorteil und Einfluss auf
Kennzahlen
Interne Zielgrössen für Kennzahlen bestimmen und zeitnah verfolgen
Kapitalmarkt 2 2014 10 23
14
ZAHLENBEISPIEL EBITDA-MARGE
Hohe Auswirkung durch scheinbar geringfügige Veränderungen
Spital X
2013
+/-
2014
Szen. 1
+/-
2014
Szen. 2
Betriebsertrag
100
+5%
105
+2%
102
./. Personalaufwand
70
+2%
71
+5%
74
./. Sachaufwand
20
+2%
20
+5%
21
= EBITDA
10
13
8
10.0%
12.6%
7.4%
./. Abschreibung
6
7
7
= EBIT
4
6
1
4.0%
5.9%
0.5%
EBITDA-Marge
EBIT-Marge
Mögliches Beispiel für Szenario 2:
Folgekosten Investition höher und Ertrag tiefer als geplant
Kapitalmarkt 2 2014 10 23
15
INVESTITIONEN UND PERFORMANCE
Tragbarkeit kritisch hinterfragen
Geldmittel für Amortisation müssen im Cashflow enthalten sein
Kapitalmarkt 2 2014 10 23
16
AUSBLICK UND FAZIT
Kapitalmarkt 2 2014 10 23
17
AUSBLICK
Wettbewerb um Kapital
Temporärer Nachfrageüberhang aufgrund hohen Investitionsbedarfs
Verfügbares Kapital reicht nicht für alle Bauprojekte
Kapitalengpass in 10 Jahren
• Zinsniveau dann wahrscheinlich wesentlich höher
Wettbewerbsfähigkeit Spital wird sich an Finanzierung zeigen
• Problem für Spitäler mit tiefen Gewinnen und knappen Eigenmitteln
• Sanierungsmassnahmen, um Anforderungen Investoren zu erfüllen
Kapitalmarkt 2 2014 10 23
18
FAZIT
Die fünf wichtigsten Punkte im Überblick
1.
2.
3.
4.
5.
Stellen Sie Verantwortlichkeit für Meldepflicht sicher
Erstellen Sie einen Masterplan mit Szenarien
Stimmen Sie Finanzierungsbedarf und Tragbarkeit ab
Arbeiten Sie an Ihrer Bonität und Performance
Planen Sie die Refinanzierung frühzeitig
Kapitalmarkt 2 2014 10 23
19
KONTAKT
Richard Seunig
Consultant
H Services AG
Lindenstrasse 16
CH-6340 Baar
Tel
Mobil
Fax
Mail
Web
+41 41 767 05 10
+41 78 771 46 59
+41 41 767 05 06
richard.seunig@hservices.ch
www.hservices.ch
Kapitalmarkt 2 2014 10 23
20
Kapitalmarktfinanzierung Folgen für die Finanzabteilung Ihres Spitals
Jürg Frick
|
I.
Kapitalmarktfinanzierung
Allgemein
23. Oktober 2014 |
2
I.
Kapitalmarktfinanzierung
Kapitalmarkt
— Begriff:
— Markt für mittel- und langfristige Geldaufnahme bzw. Anlage (≠ Geldmarkt)
— Ziel:
— Allokations-, Informations- und Preisbildungseffizienz
— Segmente:
—
—
—
—
Primär- vs. Sekundärmarkt
Kassa- vs. Terminmarkt
organisierter vs. nicht-organisierter Kapitalmarkt
regulierter vs. nicht regulierter Kapitalmarkt
— Teilnehmer:
— kapitalsuchende Unternehmen, Anleger, Finanzintermediäre
— Börsenbegriff gem. BEHG:
— Einrichtungen des Effektenhandels, die den gleichzeitigen Austausch von Angeboten
unter mehreren Effektenhändlern sowie den Vertragsabschluss bezwecken (Bsp: SIX
Swiss Exchange AG)
23. Oktober 2014 |
3
I.
Kapitalmarktfinanzierung
Finanzierungsinstrumente
— Anleihen:
— in Teilbeträge aufgeteiltes Grossdarlehen auf einheitlicher Rechtsgrundlage:
— Anleihensobligation (Straight Bonds)
— Obligationen mit variablem Zinssatz (Floating Rate Bonds)
— Nullprozenter (Zerobonds)
— Wandelanleihen (Convertible Bonds)
— Optionsanleihen (Option Bonds | Warrant Bearing Bonds)
— Risikoanleihen (High Yield Bonds)
— besichert vs. unbesichert (secured | unsecured)
— vorrangig vs. nachrangig, inkl. strukturelle Subordination (junior | senior)
— Asset-Backed Securities:
— Schuldverschreibungen deren Rückzahlung und Zinsdienst aus Cash-Flow der
besichernden Aktiven
23. Oktober 2014 |
4
I.
Kapitalmarktfinanzierung
Beispiele
— Anleihen:
— Regionalspital Emmental AG: CHF 75m 1.625% 2023
— Spitalverband Limmattal: CHF 100m 1.875% 2013
— Aevis Holding AG:
— CHF 80m 4.25% 2016
— CHF 100m 3.5% 2018
— CHF 125m 2.75% 2019
— vs. Bankfinanzierung:
— La Tour Réseau de Soins SA: CHF 215m Facilities Agreement (LIBOR plus Marge)
23. Oktober 2014 |
5
I.
Kapitalmarktfinanzierung
Kapitalmarktrecht
— Kapitalmarktrecht i.w.S:
— Normen betr. Organisation des Kapitalmarkts und Verhalten der Teilnehmer
— Kapitalmarktrecht i.e.S:
— Recht des börslichen oder ausserbörslichen Effektenhandels
— Öff. Interesse:
— Anleger-, Funktions- und Reputationsschutz
— (Aufsichts-)Recht (Auswahl):
— Aktienrecht und Rechnungslegungsrecht (Recht der Publikumsgesellschaft)
— FINMAG
— BG über die Börsen und den Effektenhandel (BEHG)
— FINMA Rundschreiben
— SIX-Regularien: Kotierungsreglement, Zusatzreglement Anleihen, etc.
— Reformprojekte:
— FIDLEG, FINIG, FinfraG
23. Oktober 2014 |
6
I.
Kapitalmarktfinanzierung
Erlasse | Bestimmungen (Auswahl)
Regelungsgegenstand
Rechtsquelle | Regularien
Emissionsprospekt bei öffentlichem Angebot
OR 1156 I i.V. 652a
SIX Kotierungsvoraussetzungen
Art. 9 ff. Kotierungsreglement (KR)
Zusatzreglement Kotierung Anleihen (ZRA)
Kotierungsverfahren
KR | ZRA
Kotierungsprospekt
KR | ZRA | Schema E
SIX-Regularien: Richtlinien und Mitteilungen vom
Regulatory Board
RL Verfahren Forderungsrechte
RL Ausgestaltung von Effekten
RL Rechnungslegung
RL Track Record
RL Sicherungsversprechen
RL Ad hoc-Publizität
Insiderrecht
BEHG 40 (Ausnützen von Insiderinformationen)
BEHG 40a (Kursmanipulation
Regulierung Vergütung (Minder Initiative)?
Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei
börsenkotierten Aktiengesellschaften (VegüV)
Corporate Governance?
economiesuisse - Swiss Code of Best Practice for
Corporate Governance
23. Oktober 2014 |
7
II.
Finanzierung über Anleihen
Emissionsstruktur und Parteien
Closing: Zahlung Net proceeds
Rückzahlung K
Zinszahlungen
Übernahmevertrag
Zahlstellenvertrag
Emissionshaus
Einkauf Primärmarkt
Wertpapiere | -rechte
Emittent
Prospekt
Anleihebedingungen
Zahlstelle
Anleihensgläubiger
SIX
SIS
23. Oktober 2014 |
8
II.
Finanzierung über Anleihen
Prospektpflicht und Prospekthaftung
— Prospektpflicht
— Öffentliches Angebot: Emissionsprospekt gem. OR 1156 i.V. 652a
— Kotierung: Kotierungsprospekt gem. KR 7 | ZRA 13 f. | Schema E
— Inhalt, u.a.:
— Angaben über Emittent und Effekten
— geprüfte Jahresabschlüsse der letzten vollen zwei Geschäftsjahre
— Revisionsbericht des letzten geprüften Jahresabschlusses
— Prospekthaftung OR 752
"Sind bei der Gründung einer Gesellschaft oder bei der Ausgabe von Aktien, Obligationen oder
anderen Titeln in Emissionsprospekten oder ähnlichen Mitteilungen unrichtige, irreführende oder
den gesetzlichen Anforderungen nicht entsprechende Angaben gemacht oder verbreitet worden, so
haftet jeder, der absichtlich oder fahrlässig dabei mitgewirkt hat, den Erwerbern der Titel für den
dadurch verursachten Schaden."
23. Oktober 2014 |
9
II.
Finanzierung über Anleihen
Anleihebedingungen
— Negativklausel (Negative Pledge)
— Keine Besicherung anderer kapitalmarktmässig begebener Finanzierungsinstrumente
— Verzugsfälle (Default)
—
—
—
—
Zahlungsverzug nach Ablauf einer Heilungsfrist (Grace Period, bspw. 5 Tage)
Verletzung einer Anleihebedingung nach Ablauf einer Heilungsfrist (bspw. 30 Tage)
Zahlungsverzug unter anderem Finanzierungsinstrument (Cross Default)
Stillhalteabkommen mit Gläubigern, Zahlungsunfähigkeit, drohender Konkurs,
Konkursaufschub, Nachlass
— Eigentümerwechsel (Change of Control)
— Wesentliche negative Verschlechterung (MAC)
— "Leistungsauftrag im Bereich Akutsomatik gemäss Zürcher Spitalliste verringert sich um mehr
als die Hälfte" (Limmattal)
— Verzugsfolgen
— Meldepflicht
— Vorzeitige Fälligkeit (Acceleration)
23. Oktober 2014 | 10
II.
Finanzierung über Anleihen
Ablauf und Zeitplan
Quelle: http://www.six-exchange-regulation.com
23. Oktober 2014 | 11
II.
Finanzierung über Anleihen
Zulassungs- und Aufrechterhaltungskriterien
Quelle: http://www.six-exchange-regulation.com
23. Oktober 2014 | 12
III. Publizitätspflichten
Regelmeldepflichten
— Grundlage: SIX-Richtlinie betreffend Rechnungslegung vom 20. Juni 2012:
— Jahresbericht
— Konsolidierter Abschluss nach anerkanntem Rechnungslegungsstandard
(IFRS, sofern ausschliesslich Forderungsrechte kotiert: Swiss GAAP FER)
— Handelsrechtlicher Abschluss
— Revisionsbericht
— Veröffentlichung:
— Innert vier Monaten nach Abschlussstichtag des Jahresabschlusses
Publikation auf Website
— Elektronische Veröffentlichung (Website) während fünf Jahren
23. Oktober 2014 | 13
III. Publizitätspflichten
Regelmeldepflichten
— Halbjahresbericht:
— Gemäss anwendbarem Recht und Rechnungslegungsstandard
— Weder Audit noch Review (prüfende Durchsicht) notwendig
— Veröffentlichung innert drei Monaten nach Abschlussstichtag des
Zwischenabschlusses
— Elektronische Veröffentlichung (Website) während fünf Jahren
— Quartalsbericht
— Nicht erforderlich; bei Erstellung bzw. Veröffentlichung gelten die Prinzipien
für Halbjahresberichterstattung
— Übrige Regelmeldepflichten gem. Rundschreiben Nr. 1
— Bspw: Namensänderung, Wechsel Revisor oder Zahlstelle, Änderung
Rechnungslegungsstandards, Vorzeitige Rückzahlung, Aufstockung, etc.
23. Oktober 2014 | 14
III. Publizitätspflichten
Ad hoc-Publizität
— KR 53:
Art. 53
Informationspflicht bei
potentiell
kursrelevanten
Tatsachen (Ad-hocPublizität)
1Der
Emittent informiert den Markt über kursrelevante Tatsachen,
welche in seinem Tätigkeitsbereich eingetreten sind. Als
kursrelevant gelten Tatsachen, die geeignet sind, zu einer
erheblichen Änderung der Kurse zu führen.
2Der
Emittent informiert, sobald er von der Tatsache in ihren
wesentlichen Punkten Kenntnis hat.
3Die
Bekanntmachung ist so vorzunehmen, dass die Gleichbehandlung der Marktteilnehmer gewährleistet ist.
— SIX-Richtlinie betreffend Ad-hoc-Publizität (Okt. 2008)
— SIX-Kommentar zur Richtlinie (2005)
23. Oktober 2014 | 15
III. Publizitätspflichten
Ad hoc-Publizität
Liegt eine Tatsache vor?
Ja
Stammt die Tatsache aus dem
Tätigkeitsbereich des
Emittenten?
Ja
Hat die Tatsache das Potenzial,
den Kurs erheblich zu
beeinflussen?
Ja
Hat der Emittent von der Tatsache
in ihren wesentlichen Punkten
Kenntnis?
Ja
Nein
Nein
Keine Bekanntgabepflicht
Nein
Nein
Bekanntgabepflicht
23. Oktober 2014 | 16
III. Publizitätspflichten
Ad hoc-Publizität – Bekanntgabepflicht
— Beispiele von SIX-Website:
—
—
—
—
—
Personelle Wechsel im VR oder in Geschäftsleitung
Fusion | Übernahme | Abspaltungen
Kapitalveränderungen
Restrukturierungen
wesentliche Gewinnveränderungen, Gewinnwarnung
— Tatsachen Ja-Nein:
— Nein:
— Gerüchte, Gewinnschätzungen Dritter, Ideen, Planungsvarianten
— Prognosen basierend auf Erwartungen oder Hoffnungen
— Ja:
— Geschäftsleitungsbeschluss zur Umsetzung einer best. Strategie
— Prognosen basierend auf anderen Tatsachen
23. Oktober 2014 | 17
III. Publizitätspflichten
Ad hoc-Publizität – Bekanntgabepflicht
— Nur Tatsachen innerhalb des Tätigkeitbereichs des Emittenten
— Tatsachen im Tätigkeitsbereich Dritter grundsätzlich nicht ad hoc-pflichtig
— Ausnahme:
— Tatsachen ausserhalb des Tätigkeitsbereichs des Emittenten mit direkter
Innenwirkung
— Bsp:
— Entscheidungen von Gerichten | Behörden
— Konkurs eines wichtigen Vertragspartners
— Wesentliche Änderung des Spitalplanungs- und Spitalfinanzierungsgesetzes
— Wechsel in der Eigentümerstruktur
23. Oktober 2014 | 18
III. Publizitätspflichten
Ad hoc-Publizität – Bekanntgabepflicht
— Potentiell erhebliche Kursrelevanz:
—
—
—
—
—
nur qualifizierte Ereignisse
kein quantitativer Massstab
Einzelfallentscheid
ex ante-Beurteilung, d.h. nachfolgende wesentliche Kursänderung nicht nötig
"[…] ein das übliche Mass der Schwankungen deutlich übersteigende Kursänderung [ist] zu
erwarten."
— "[…] Ereignis von erheblicher Kursrelevanz und damit geeignet […], den durchschnittlichen
Marktteilnehmer in seinem Anlageentscheid zu beeinflussen."
— Kenntnis eines VR- | GL-Mitglieds reicht aus
— Mehrstufige Kommunikation bei komplexen Ereignissen
— Zunächst: "We have a problem."
— Später: "We have a problem and know its magnitude."
23. Oktober 2014 | 19
III. Publizitätspflichten
Ad hoc-Publizität – Bekanntgabepflicht
Prinzip: Gleichbehandlung der Marktteilnehmer
Form:
− Wenn möglich bis 90 Min. vor
Handelsbeginn (09:30 im Segment für
Anleihen) oder nach Handelsschluss
(17:00)
− Bekanntgabe an SIX 90 Min. im Voraus,
falls während Handelszeit
− Mindestens zwei elektronische
Informationssysteme (Bloomberg,
Reuters usw.)
− Mindestens zwei bedeutende CHZeitungen
− Jedem interessierten Anleger auf Anfrage
(Push-System)
− Archivierung auf Website während zwei
Jahren (Pull-System)
Substanz:
− Verbot selektiver Information von
Marktteilnehmern
− Einzelne Zeitungen
− Mitarbeiter
− Analysten
− GV
− Inhalt muss von durchschnittlichen
Markteilnehmern bezüglich Kursrelevanz
richtig eingeschätzt werden können
23. Oktober 2014 | 20
III. Publizitätspflichten
Ad hoc-Publizität – Bekanntgabeaufschub
Liegt eine potenziell kursrelevante Tatsache aus dem Tätigkeitsbereich des
Emittenten vor?
Ja
Beruht die Tatsache auf einem Plan
oder Entschluss des Emittenten?
Nein
Aufschub unzulässig
Ja
Ist die Verbreitung geeignet, die
berechtigten Interessen des
Emittenten zu beeinträchtigen?
Nein
Ja
Ist die umfassende Vertraulichkeit
der Tatsache gewährleistet?
Nein
Ja
Aufschub der Bekanntgabe zulässig
23. Oktober 2014 | 21
III. Publizitätspflichten
Ad hoc-Publizität – Bekanntgabeaufschub
— Plan oder Entschluss des Emittenten:
— Ereignisse, die Emittent selbst beeinflussen kann
— Geplante Kapitalerhöhung
— Geplante Übernahme
— Geplante Entlassung
— Gegenbeispiele
— Prozess als beklagte Partei (evtl. mehrstufige Information)
— Kündigung durch Mitarbeiter
— Gewinnwarnung | -einbruch
23. Oktober 2014 | 22
III. Publizitätspflichten
Ad hoc-Publizität – Bekanntgabeaufschub
— Gewährleistung umfassender Vertraulichkeit
— Kreis der Geheimnisträger bestimmt (Insiderliste)
— Gesetzliche | vertragliche Geheimhaltungspflichten
— Pflicht zur unverzüglichen Bekanntgabe bei Lecks (nicht bei blossen Gerüchten)
23. Oktober 2014 | 23
III. Publizitätspflichten
Ad hoc-Publizität – Sanktionen KR 61
1Gegen
Emittenten, Sicherheitsgeber und anerkannte Vertreter können folgende Sanktionen –
gegebenenfalls auch kumulativ – ausgesprochen werden:
1. Verweis;
2. Busse bis zu CHF 1 Mio. (bei Fahrlässigkeit) bzw. CHF 10 Mio. (bei Vorsatz);
3. Sistierung des Handels;
4. Dekotierung oder Umteilung unter einen anderen regulatorischen Standard;
5. Ausschluss von weiteren Kotierungen;
6. Entzug der Anerkennung.
2Das
zuständige Organ zieht bei der Festsetzung der Sanktion namentlich die Schwere des
Verstosses und des Verschuldens in Betracht. Bei der Festsetzung der Bussenhöhe berücksichtigt
das zuständige Organ zusätzlich auch die Sanktionsempfindlichkeit des Betroffenen.
23. Oktober 2014 | 24
IV.
Insiderstrafrecht
BEHG 40
1Mit
Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer als Organ oder Mitglied
eines Leitungs- oder Aufsichtsorgans eines Emittenten oder einer den Emittenten beherrschenden
oder von ihm beherrschten Gesellschaft oder als eine Person, die aufgrund ihrer Beteiligung oder
aufgrund ihrer Tätigkeit bestimmungsgemäss Zugang zu Insiderinformationen hat, sich oder einem
anderen einen Vermögensvorteil verschafft, indem er eine Insiderinformation:
a. dazu ausnutzt, Effekten, die an einer Börse oder einer börsenähnlichen Einrichtung in der
Schweiz zum Handel zugelassen sind, zu erwerben, zu veräussern oder daraus abgeleitete
Finanzinstrumente einzusetzen;
b. einem anderen mitteilt;
c. dazu ausnützt, einem anderen eine Empfehlung zum Erwerb oder zur Veräusserung von
Effekten, die an einer Börse oder einer börsenähnlichen Einrichtung in der Schweiz zum
Handel zugelassen sind, oder zum Einsatz von daraus abgeleiteten Finanzinstrumenten
abzugeben.
2Mit
Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer durch eine Handlung nach
Absatz 1 einen Vermögensvorteil von mehr als einer Million Franken erzielt.
23. Oktober 2014 | 25
IV.
Insiderstrafrecht
BEHG 40
3Mit
Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe wird bestraft, wer sich oder einem anderen
einen Vermögensvorteil verschafft, indem er eine Insiderinformation, die ihm von einer Person
nach Absatz 1 mitgeteilt wurde oder die er sich durch ein Verbrechen oder Vergehen verschafft hat,
dazu ausnützt, Effekten, die an einer Börse oder einer börsenähnlichen Einrichtung in der Schweiz
zum Handel zugelassen sind, zu erwerben oder zu veräussern oder daraus abgeleitete
Finanzinstrumente einzusetzen.
4Mit
Busse wird bestraft, wer nicht zu den Personen nach den Absätzen 1-3 gehört und sich oder
einem anderen einen Vermögensvorteil verschafft, indem er eine Insiderinformation dazu ausnützt,
Effekten, die an einer Börse oder einer börsenähnlichen Einrichtung in der Schweiz zum Handel
zugelassen sind, zu erwerben, zu veräussern oder daraus abgeleitete Finanzinstrumente
einzusetzen.
23. Oktober 2014 | 26
V.
Kursmanipulationsverbot
BEHG 40a
1Mit
Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer in der Absicht, den Kurs
von Effekten, die an einer Börse oder einer börsenähnlichen Einrichtung in der Schweiz zum
Handel zugelassen sind, erheblich zu beeinflussen, um daraus für sich oder für einen anderen einen
Vermögensvorteil zu erzielen:
a. wider besseren Wissens falsche oder irreführende Informationen verbreitet;
b. Käufe und Verkäufe von solchen Effekten tätigt, die beidseitig direkt oder indirekt auf
Rechnung derselben Person oder zu diesem Zweck verbundener Personen erfolgen.
2Mit
Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer durch eine Handlung nach
Absatz 1 einen Vermögensvorteil von mehr als einer Million Franken erzielt.
23. Oktober 2014 | 27
Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
Jürg Frick
juerg.frick@homburger.ch
T +41 43 222 15 16
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