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Wirtschaftswissenschaftliche Universität
Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik
Das Gelbe Heft.
Hinweise zur Anfertigung
von schriftlichen Arbeiten im Rahmen
des wirtschaftspädagogischen Studiums
Stand: Oktober 2014
www.wipaed.uni-jena.de
INHALTSVERZEICHNIS
1
VORBEMERKUNG ................................................................................................. 1
2
HINWEISE ZU AUFBAU UND GESTALTUNG DER ARBEIT................................................... 2
2.1
2.2
2.3
2.4
3
Formale Gestaltung
Gliederung/Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Abkürzungen
2
2
4
5
ZITIERTECHNIK .................................................................................................... 5
3.1
3.2
3.3
3.4
Allgemeine Regeln
Wörtliche Zitate
Sinngemäße Zitate
Beleg in einer Fußnote
5
6
6
7
4
ANMERKUNGEN IN FUßNOTEN ................................................................................ 9
5
LITERATURARTEN ................................................................................................. 9
5.1
5.2
5.3
5.4
5.5
5.6
Monographien
Beiträge aus Sammelwerken
Zeitschriftenaufsätze
Gesetze
Internetquellen
Besonderheiten/Ausnahmefälle
9
10
11
11
11
12
6
SCHLUSSTEIL ..................................................................................................... 13
7
LITERATURVERZEICHNIS ....................................................................................... 13
8
ANHANG, ANLAGE, ABBILDUNGEN UND TABELLEN ..................................................... 14
9
SCHLUSSBEMERKUNG ......................................................................................... 15
10
LITERATUREMPFEHLUNGEN .................................................................................. 15
ANHANG: DECKBLATTMUSTER EINER SEMINARARBEIT ............................................................ 17
I
1
VORBEMERKUNG
Der studentische Alltag in den wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen ist neben
dem Besuch und dem Vor- und Nacharbeiten von Seminaren, Übungen und Vorlesungen gleichfalls durch die Ableistung unterschiedlicher Prüfungsanforderungen geprägt. Die Mittel und Wege zur Erreichung von Leistungsnachweisen sind vielfältig und
variieren u. a. je nach relevanter Prüfungsordnung, organisatorischen Möglichkeiten
und persönlichen Präferenzen der Lehrenden.
Dem vorliegenden Leitfaden liegt das Motiv zugrunde, den Studierenden, die zwar mit
dem Schreiben von Klausuren vertraut sind, nun aber vor der ersten schriftlichen
Hausarbeit oder Referatszusammenfassung stehen, eine Hilfestellung in Bezug auf die
Anfertigung dieser Arbeit anzubieten. Die Idee ist in wirtschaftspädagogischen Kreisen
freilich nicht neu: So ist Das Gelbe Heft das pointierte Ergebnis mehrerer berufs- und
wirtschaftspädagogischer Lehrstuhlgenerationen, wobei der Vorläufer der Jenaer Fassung 1995 von Frau Dipl-Oec. Elke van Deest vom Fachgebiet Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg erarbeitet wurde. Diese
wird am Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der
bis 2014 von Herrn Prof. Dr. Holger Reinisch geleitet wurde, für die Lehre kontinuierlich weiterentwickelt.
Das Gelbe Heft enthält wesentliche Regeln, die beim Erstellen eines wissenschaftlichen
Textes zu beachten sind. Wer diese Regeln kennt, hat erste Anhaltspunkte für das formale Gerüst einer solchen Arbeit. Natürlich sei damit auch auf die Lektüre weiterführender Quellen verwiesen (siehe Kapitel 10), da der Leitfaden eben auch nur als solcher zu betrachten ist. Es handelt sich hier nicht um ein abschließendes Regelwerk,
sondern um eine verbindliche Orientierung, die das gemeinsame Verständnis von Lehrenden und Studierenden im Rahmen wissenschaftlicher Arbeiten fördern helfen will.
Fragen zur Themenwahl, Literaturrecherche, Abgrenzung der Fragestellung u. ä. werden im Rahmen dieser Ausführung nicht behandelt; auch hier sei auf die weiterführende Literatur verwiesen und natürlich auf unsere jeweiligen Sprechstunden, in denen
wir gern für individuelle Beratungen zur Verfügung stehen.
Die Lehrenden des Lehrstuhls für Wirtschaftspädagogik
1
2
HINWEISE ZU AUFBAU UND GESTALTUNG DER ARBEIT
2.1
FORMALE GESTALTUNG
Wissenschaftliche Arbeiten sind unter Beachtung der neuen deutschen Rechtschreibung anzufertigen.
Der innere Seitenrand der Arbeit soll 3 cm, der äußere Seitenrand 2 cm, der obere Seitenrand 2,5 cm und der untere Seitenrad 2 cm betragen. Es wird die Schriftart Times
New Roman oder Arial mit einem Zeilenabstand 1,5 Zeilen und der Schriftgröße
12 Punkt verwendet.
Zur Information, welche Angaben auf dem Deckblatt von Referaten, Übungs-, Seminarund Hausarbeiten gemacht werden sollten, befindet sich im Anhang ein Muster. Die
Verwendung der Universitätsbildmarke ist nicht gestattet.
Die einzelnen Gliederungspunkte sollen sich deutlich vom Text abheben. So ist auf jeden Fall ein angemessener Zeilenabstand zu wahren (bspw. durch eine korrekte Formatierung der Überschriften). Zusätzlich können noch die Schriftgröße und -gestaltung
der Überschriften variieren.
Beispiel
..., was Einstellungen im Sinne von „Attitüden" im Einzelfall bewirken.
2
2.1
Einstellungen als Forschungsobjekt
Darstellung des Einstellungsbegriffs
Das Schrifttum zeigt, dass der Terminus „Einstellung" unterschiedliche Bedeutungen...
Jede Arbeit ist zu paginieren (mit Seitenzahlen zu versehen). Das Deckblatt erhält keine Seitenzahl. Das Inhaltsverzeichnis beginnt auf der zweiten Seite und wird, wie ggf.
das Abbildungs-, Tabellen- und Abkürzungsverzeichnis, römisch nummeriert. Ab der
ersten Textseite der Arbeit wird diese arabisch, beginnend bei Seite 1, paginiert. Die
Arbeit ist in zusammenhängender Form in einfacher Ausfertigung (bspw. Heftstreifen
oder Schnellhefter) abzugeben sowie i. d. R. dem jeweiligen Betreuer in digitaler Form
(i. d. R. im pdf-Format) zuzusenden.
Bitte beachten Sie, dass beim Verfassen von Abschlussarbeiten gesonderte Regeln
gelten, die Sie unserer Homepage entnehmen können.
2.2
GLIEDERUNG/INHALTSVERZEICHNIS
Die Gliederung bzw. das Inhaltsverzeichnis hat ein einheitliches Strukturierungssystem
aufzuweisen (numerisch), welches den Argumentationsgang („Roter Faden“) zur Themenbearbeitung widerspiegelt. Die Überschriften sollen den darunter stehenden Text
treffend ankündigen und müssen mit Ausnahme der Einleitung und des Schlussteils
inhaltsbezogen sein. In der Gliederung muss der Bezug zum Thema deutlich werden, so
2
sollten sich die zentralen Begriffe der Themenstellung der Arbeit in der Gliederung
wieder finden. Es ist darauf zu achten, dass alle Überschriften gleicher Gliederungsebenen in einem einheitlichen Stil abgefasst werden. Unüblich ist es, ganze Sätze als
Überschriften zu verwenden (also z. B. nicht: „Einstellungen sind wichtige Forschungsobjekte“ oder „Einstellungen, die pädagogisch bedeutsam sind“). Alle Textüberschriften müssen mit denen in der Gliederung bzw. im Inhaltsverzeichnis genannten identisch sein.
Beim Aufbau der Gliederung muss jeweils entschieden werden, ob ein vorgesehener
Inhalt – bezogen auf das Thema – so wichtig ist, dass es sich lohnt, einen eigenen Gliederungspunkt dafür einzurichten. Als Faustregel kann gelten, dass ein Gliederungspunkt nicht kürzer als etwa eine Seite Text sein darf. Auf einen Unterpunkt (bspw. 2.1)
muss stets auch ein weiterer Unterpunkt (2.2) folgen.
Werden rechts neben den Gliederungspunkten auch die entsprechenden Seitennummern angegeben, so nennt man die gesamte Aufstellung nicht Gliederung, sondern
Inhaltsverzeichnis. Im Inhaltsverzeichnis wird jeweils die Seitenzahl ausgewiesen, auf
der der genannte Gliederungspunkt im Text steht.
Beispiel
Abbildungsverzeichnis*
Tabellenverzeichnis*
1 Einleitung
2 Konventionelle Strukturen des Unterrichts
2.1 Methodik der Lernanregungen
2.2 Lerntechniken
2.2.1 Das Veranschaulichen
2.2.1.1 Vorbemerkungen
2.2.1.2 Anschaulicher Unterricht als erkenntnistheoretisches Problem
2.2.1.3 Anschaulicher Unterricht als lernpsychologisches Problem
2.2.2 Das Problematisieren
3 Alternative Unterrichtsmethoden
...
Literaturverzeichnis
Anhang*
III
IV
1
3
3
6
6
10
12
15
20
30
37
* fakultativ
Eine wichtige Hilfe für die inhaltliche Ordnung beim Entwerfen des Textes kann die
folgende Regel sein: Zwischen einem Über- und dem zugehörigen Unterpunkt sollte
kein Text stehen. Der Kapitelanfang vom Punkt 2.2.1.1 (vgl. o. g. Bsp.) müsste demnach
im Text so beginnen, wie im Folgenden demonstriert.
Beispiel
2.2
2.2.1
2.2.1.1
Lerntechniken
Das Veranschaulichen
Vorbemerkungen
Wenn sich aus relativem Abstand dem Thema Veranschaulichen genähert wird,…
3
Zwischen 2.2 und 2.2.1 (bzw. 2.2.1 und 2.2.1.1) darf nach der obigen Regel kein Text
stehen, weil seine Zuordnung sonst unklar wäre.
Alle Formulierungen, die zu 2.2 (bzw. 2.2.1) gehören, müssen also in 2.2.1 oder 2.2.2
(bzw. 2.2.1.1 oder 2.2.1.2) enthalten sein. Richtet man sich nach dieser Regel, so wird
vermieden, Inhalte unter Überschriften einzuordnen, zu denen sie nicht gehören. Daraus ergibt sich, dass ein Oberpunkt immer mindestens zwei Unterpunkte enthalten
muss. Werden einleitende Sätze für ein Kapitel oder einen Abschnitt für erforderlich
gehalten, dann muss hierfür ein eigener Gliederungspunkt eingefügt werden (siehe das
obige Beispiel für die Gliederungspunkte 2.2.1 und 2.2.1.1).
Hinter die letzte Ziffer eines Gliederungspunktes ist kein Punkt zu setzen.
Beispiel
richtig:
1.2
1.2.1
2.3
falsch:
1.2.
1.2.1.
EINLEITUNG
Jede schriftliche Ausarbeitung muss mit einer Einleitung, die aber nicht Einleitung heißen muss, beginnen. In ihr wird dargestellt,




um welches Thema es sich handelt,
welche Fragen im Thema enthalten sind,
warum und wofür bzw. für wen diese Fragen bedeutsam sind,
welche Fragen in der (zu schreibenden) Arbeit nicht behandelt werden und
warum,

welche Wege eingeschlagen werden sollen, um die Probleme darzulegen
und eventuell eine oder mehrere Lösungsmöglichkeiten zu finden und/oder

in welcher Reihenfolge die ausgewählten Fragen und Probleme behandelt
werden.
Die Einleitung ist die gedankliche Verbindung von Thema und Gliederung und soll einen Überblick über die Arbeit geben (nur aus Gründen der Übersichtlichkeit wird die
Gliederung später in der Reinschrift vor dem Einleitungstext eingeordnet). Angesichts
der unter jedem Thema möglichen großen Zahl von Bearbeitungsvarianten enthält die
Einleitung die Begründung für die stets zu treffenden Entscheidungen über Umfang,
Inhalt, Reihenfolge und ggf. angewandten Methoden. Zu einer Einleitung gehört deshalb auch die Erläuterung der eigenen Vorgehensweise.
Es ist oft nützlich, sich beim Schreiben des Einleitungstextes vorzustellen, es handele
sich um die Verteidigung der Gliederung gegenüber denkbaren Einwänden. Bei Hausarbeiten, die im Rahmen eines Seminars erstellt werden, muss ein Bezug des Themas
der Hausarbeit zum Thema des Seminars hergestellt werden. Zudem sollte die Arbeit
ausreichend legitimiert werden, d. h. die Problemstellung und die Relevanz des Themas sind zu erörtern. Hierzu gehört auch die Einordnung der Thematik in einen größ4
eren Zusammenhang und die Abgrenzung zu anderen Themen. Um die Arbeit von anderen abzugrenzen ist es hilfreich, sich selbst zu fragen, was die Arbeit leisten kann
und was nicht im Fokus steht. Wichtig ist dabei, noch keine inhaltlichen Punkte des
Hauptteils vorweg zu nehmen. In der Einleitung können wichtige Begriffe des Weiteren
bereits definiert werden.
Nach Fertigstellung der gesamten Arbeit sollte immer geprüft werden, ob das in der
Einleitung angekündigte Programm eingehalten wurde. Gegebenenfalls müssen entsprechende Änderungen am Text oder der Einleitung vorgenommen werden, wobei
die Themenstellung stets als Entscheidungs- und Argumentationsgrundlage heranzuziehen ist.
2.4
ABKÜRZUNGEN
Werden in einer Arbeit eher ungebräuchliche Abkürzungen (also solche, die nicht im
Duden stehen) verwendet, sind diese zu erläutern. Wird z. B. in einer Arbeit über das
Berufsschulwesen in Thüringen von den folgenden Schulformen berichtet, der Fachoberschule (FOS), der Berufsfachschule (BFS) und dem Wirtschaftsgymnasium (WG), so
sollten diese Abkürzungen einmal förmlich eingeführt werden, wie hier gezeigt. Zudem
ist ein gesondertes Abkürzungsverzeichnis anzufertigen, welches in der Arbeit nach
dem Inhaltsverzeichnis steht.
Prinzipiell gilt, dass das Textverständnis (auch Außenstehender) bei der Verwendung
von Abkürzungen nicht leiden darf.
3
ZITIERTECHNIK
3.1
ALLGEMEINE REGELN
Gedanken und sprachliche Wendungen aus der Literatur können für die eigene Arbeit
insofern verwendet werden, als dass sie wortwörtlich oder sinngemäß wiedergegeben
werden.
Zu beachten sind dabei folgende Grundsätze:


Zitate sind als solche immer zu kennzeichnen;
Zitate werden i. d. R. der Originalquelle entnommen.1
1 Vgl. RÜCKRIEM, Georg; STRARY, Joachim; FRANK, Norbert: Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens.
Eine praktische Anleitung. Paderborn u. a.: Schöningh, 7. Aufl., 1992 [UTB für Wissenschaft: UniTaschenbücher; 724], S. 170 f. Dort finden sich auch weitere Hinweise auf spezielle Regeln der
Zitation. Im Ausnahmefall kann auch aus einer Sekundärquelle zitiert werden. Dies ist durch den
Hinweis „… zitiert nach ...“ (Literaturangabe der Primärquelle zitiert nach genutzter Quelle) kenntlich
zu machen.
5
Das wissenschaftliche Arbeiten mit Zitaten ermöglicht somit die Unterscheidung und
Nachprüfbarkeit zwischen eigenen und fremden Gedanken bzw. Ideen.
Inhaltlich hat das Belegen mit Zitaten die Funktion,



den eigenen Gedankengang zu ergänzen oder weiterzuführen,
gebräuchliche Begriffsdefinitionen anzuführen,
eine Auseinandersetzung mit abweichenden Auffassungen einzuleiten oder
nur anzudeuten,
die eigene Meinung, das eigene Urteil, die eigenen Schlussfolgerungen noch
hervorzuheben oder zu bestärken,
wissenschaftliche Thesen durch anerkannte Autoritäten oder Arbeiten der
Wissenschaft bestätigt zu wissen.2


3.2
WÖRTLICHE ZITATE
Wörtliche Zitate werden mit Ein- und Ausführungszeichen kenntlich gemacht und sind
identisch mit dem Original, d. h. auch mögliche Schreibfehler oder andere Schreibweisen als heutzutage üblich, werden genau wiedergegeben. In der Literatur findet
man die Belegstellen entweder in Fußnoten oder im Fließtext in Klammern angeführt.
Längere wörtliche Zitate sind in Grenzen zu halten und sollten, wenn möglich, förmlich
eingeführt werden.
Beispiele
Arnold definiert Betriebspädagogik als „...“.
Wie der Autor betont „...".
Montessoris Gedanken zu diesem Thema sind: „...".
Zudem ist es möglich, Wörter oder Satzteile des Originalzitats durch Auslassungspunkte und runde Klammern (...) zu ersetzen.
Beispiel
„Berufliche Selbstbilder (…) sind heutzutage unbeständig geworden. Ein in der Jugend
erlernter Beruf wird meist nicht mehr bis zur Pensionierung ausgeübt. (…) Aber nicht
nur äußere Umstände ,zwingen' Menschen zu beruflichen Veränderungen.“3
3.3
SINNGEMÄßE ZITATE
Sinngemäße Zitate übernehmen Gedanken anderer Autoren in freier Übertragung, sie
sind daher nicht, wie wörtliche Zitate, in Anführungszeichen zu setzen. Sinngemäße
2 Vgl. ebd., S. 169.
3 SCHACHINGER, Helga: Das Selbst, die Selbsterkenntnis und das Gefühl für den eigenen Wert:
Einführung und Überblick. Bern: Verlag Hans Huber, 2002, S. 214 f.
6
Zitate sind so zu gestalten, dass der ursprüngliche Sinn erhalten bleibt. Sie werden
i. d. R. wesentlich häufiger gebraucht als wörtliche Zitate. Letztgenannte werden bspw.
verwendet, wenn sich ein Gegenstand nicht mehr besser beschreiben lässt oder wenn
die Aussage eines bestimmten Autors besonders hervorgehoben werden soll.
Anstelle eines langen, z. B. halbseitigen wörtlichen Zitats, macht es oftmals mehr Sinn,
die Kernaussage herauszuarbeiten und mit eigenen Worten sinngemäß zu zitieren. Der
zur Kennzeichnung eines sinngemäßen Zitats dienende Quellenverweis beginnt stets
mit vgl. für vergleiche.
Die Quelle wird demnach folgendermaßen belegt:
Beispiele
_________________
3
Vgl. SIEMSEN, Anna: Beruf und Erziehung. Berlin: 1926, S. 18.
4
Vgl. DAMM-RÜGER, S.: Gleichgebildet – und auch gleichgestellt? In: Berufsbildung in
Wissenschaft und Praxis, 20 (1991) 1, S. 14.
3.4
BELEG IN EINER FUßNOTE
Am Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik ist ausschließlich der Beleg in Fußnoten erlaubt.
Fußnoten sollten in etwa so gestaltet werden, wie im Folgenden Beispiel gezeigt:
Beispiel
„Im Laufe seiner Universitätsjahre unternimmt er keinerlei nachweisbare Anstrengungen, etwa
durch Angebot eines entsprechenden Seminars, sich mit den Studenten in wissenschaftliche
Gespräche und Diskussionen einzulassen."4
4
WALDER, Fernande: Georg Kerschensteiner als Hochschullehrer und Bildungstheoretiker. Bad Heilbrunn/Obb.:
Klinkhardt 1992, S. 175.
Die Fußnotenziffer im Text wird hochgesetzt und sollte einen kleineren Schriftgrad als
der Text haben, damit der Lesefluss möglichst ungestört bleibt.
Die Ziffer steht genau am Ende des Zitats, d. h. nach dem letzten Ausführungszeichen;
demzufolge kann z. B. die Fußnotenziffer entweder vor (nur Verweis auf den vorigen
Satzteil) oder nach dem Punkt, der für das Satzende steht, erscheinen. Sofern die Ziffer
am Ende eines Absatzes steht, bezieht sich die Fußnote auf den vorherigen Absatz.
Der Fußnotentext ist mit einzeiligem Zeilenabstand in einer kleineren Schriftgröße zu
drucken (ca. 8 – 10 Punkt), damit er zwar gut lesbar ist, aber nicht – im Verhältnis zum
Text – zu viel Raum auf dem Blatt Papier einnimmt.
7
Der Fußnotentext enthält bei der ersten Nennung die gleichen Angaben wie im Literaturverzeichnis. Aber der zweiten Nennung sind aber auch gegenüber dem Literaturverzeichnis reduzierte Angaben möglich. So z. B. bei einer Monographie:
NR.
NACHNAME, (evtl. gekürzter) Vorname: Sachtitel. Ort Jahr, Seite.
Beispiele für Fußnotenangaben bei einer Monographie, einem Beitrag und einem
Aufsatz
____________
1
SIEMSEN, Anna: Beruf und Erziehung. Berlin: 1926, S. 16.
2
STRATMANN, K.: Historische Pädagogik als Mittel der Entmythologisierung und Entideologisierung – dargestellt am Beispiel des Berufsbegriffs. In: BLAß, J. L. (Hrsg.): Bildungstradition und moderne Gesellschaft. Hannover: 1975, S. 307 f.
5
DAMM-RÜGER, S.: Gleichgebildet – und auch gleichgestellt? In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, 20 (1991) 1, S. 12.
Wird ein Titel häufiger als einmal in der Arbeit zitiert, kann die Titelangabe ab der zweiten Nennung weiter reduziert werden, z. B.
Nr.
NACHNAME Jahr, Seite(n).
Beispiel
_____________
6
STRATMANN, K.: Historische Pädagogik als Mittel der Entmythologisierung und Entideologisierung – dargestellt am Beispiel des Berufsbegriffs. In: BLAß, J. L. (Hrsg.): Bildungstradition und moderne Gesellschaft. Hannover: 1975, S. 307 f.
7
STRATMANN 1975, S. 312.
Auch kann bei wiederholtem Verweis auf dieselbe Quelle „ebd.“ (= ebenda) in Verbindung mit der Seitenzahl genutzt werden.
Beispiel
______________
6
STRATMANN 1975, S. 310.
7
Ebd., S. 312.
Wenn mehrfach, aber nicht hintereinander die gleiche Quelle zitiert wird nutzt man
„a. a. O.“ (= am angegeben Ort):
NR.
NACHNAME, a. a. O., Seite(n).
8
Beispiel
_______________
8
DAMM-RÜGER, a. a. O., S. 15.
Werden zwei oder mehr Neuveröffentlichungen eines Autors, die im gleichen Jahr erschienen sind, zitiert, dann wird zwischen den Veröffentlichungen durch das Hinzufügen eines kleinen Buchstabens nach der Jahreszahl in Literaturverzeichnis und Fußnote
unterschieden.
Beispiel
________________
9
MEYER, Hilbert: Leitfaden zur Unterrichtsplanung. Oldenburg: 1979a.
10
MEYER, Hilbert: Trainingsprogramm zur Lernzielanalyse. Königstein: 1979b.
Wird erneuert aus diesen Veröffentlichungen zitiert, dann werden die Angaben in der
reduzierten Fußnote übernommen.
4
ANMERKUNGEN IN FUßNOTEN
Anmerkungen sollten übersichtshalber auf der Textseite stehen, auf der es etwas anzumerken gibt, d. h. sie werden im Prinzip wie eine Fußnote unterhalb des Textes in
einer kleineren Schrift gedruckt und erhalten die gleiche Bezifferung. Anmerkungen
können die Funktion von Ergänzungen, Erläuterungen oder Querverweisen haben.4
Ergänzungen sind bspw. Hinweise auf weiterführende Literatur, Standpunkte, Diskussionen in der Literatur, den empirischen Forschungsstand etc. Erläuterungen dienen der Erklärung bestimmter Begriffe oder weisen auf nebensächliche Aspekte oder
Einschränkungen hin. Querverweise sind inhaltliche Hinweise auf bestimmte Teile der
eigenen Arbeit, z. B. kann auf Tabellen, Graphiken, inhaltliche Ausführungen verwiesen
werden.
5
LITERATURARTEN
5.1
MONOGRAPHIEN
Monographien sind wissenschaftliche Darstellungen, die einem einzelnen Gegenstand
bzw. Thema gewidmet sind.
4 Vgl. RÜCKRIEM, u. a. 1992, S. 182 f.
9
Zu einer Monographie gehören folgende Angaben:
NACHNAME(n), Vorname(n): Sachtitel. Untertitel. Ort: Verlag, Aufl., Erscheinungsjahr [Serienoder Reihentitel; Band- oder Heftangabe].
Beispiele
BLANKERTZ, Herwig: Die Geschichte der Pädagogik. Von der Aufklärung bis zur Gegenwart.
Wetzlar: Büchse der Pandora, 2. Aufl., 1989.
TENORTH, Heinz-Elmar: Geschichte der Erziehung. Einführung in die Grundzüge ihrer neuzeitlichen Entwicklung. Weinheim u. a.: Juventa, 2. Aufl., 1992 [Grundlagentexte Pädagogik].
TULODZIECKI, Gerhard; u. a.: Konzepte für das berufliche Lehren und Lernen. Naturwissenschaftliche Grundlagen, technische Systeme, neue Technologien und komplexe Arbeitsaufgaben im Unterricht. Bad Heilbrunn und Hamburg: Klinkhardt, 3. überarb. und erw.
Aufl., 1992.
5.2
BEITRÄGE AUS SAMMELWERKEN
In einem Sammelwerk werden zu einem Rahmenthema verschiedene Aufsätze bzw.
Einzelthemen zusammengestellt. Einzelne Personen zeigen sich somit verantwortlich
für einen bestimmten Aspekt des Rahmenthemas, welches wiederum von anderen
Personen herausgegeben wird. Entsprechend wird, wenn nur ein bestimmter Aufsatz
eines Sammelwerks für die eigene Arbeit herangezogen wurde, auch nur dieser im
Literaturverzeichnis genannt.
Folgende Angaben sind zu machen:
NACHNAME, Vorname: Titel. In: NACHNAME, Vorname (Hrsg.): Titel des Sammelwerks. Untertitel. Ort: Verlag, Aufl., Jahr [Reihe; Band], S. x – y.
Beispiele
GEIßLER, Karlheinz A.: „Aller Anfang ist schwer – in Bildungsveranstaltungen sollte man den
Anfang am besten abschaffen“ – Über soziale Probleme zu Beginn der Veranstaltungen.
In: MÜLLER, Kurt R. (Hrsg.): Kurs- und Seminargestaltung: ein Handbuch für Mitarbeiter/-innen im Bereich von Training und Kursleitung. Weinheim u. a.: Beltz, 4. überarb. u.
erg. Aufl., 1992 [Beltz-Weiterbildung], S. 14 - 23.
SCHIERSMANN, Christiane: Veränderte Lebensbedingungen und Lebensentwürfe von Frauen.
In: WITTWER, Wolfgang (Hrsg.): Annäherung an die Zukunft. Zur Entwicklung von Arbeit,
Beruf und Bildung. Weinheim u. a.: Beltz 1990, S. 87 – 118.
WENDEHORST, Alfred: Wer konnte im Mittelalter lesen und schreiben? In: FRIED, Johannes
(Hrsg.): Schulen und Studium im sozialen Wandel des hohen und späten Mittelalters.
Sigmaringen: Thorbecke 1986 [Vorträge und Forschungen hrsg. v. KONSTANZER ARBEITSKREIS FÜR MITTELALTERLICHE GESCHICHTE, Bd. 30], S. 9 – 33.
10
5.3
ZEITSCHRIFTENAUFSÄTZE
Aufsätze aus Zeitschriften werden nach dem gleichen Prinzip wie Sammelwerke behandelt. Am Anfang steht der Inhalt, auf den konkret Bezug genommen wird, danach
folgt die Angabe, wo genau dieser Inhalt zu finden ist.
Angaben zu Zeitschriftenaufsätzen:
NAME, Vorname: Titel. Evtl. Untertitel. In: Name der Zeitschrift, Nummer des Jahrgangs (Jahr)
Heft/Band/Nummer, S. x – y.
Auf die Heftangabe kann verzichtet werden, wenn der Jahrgang der Zeitschrift fortlaufend paginiert ist, also vom ersten bis zum letzten Heft des Jahrgangs fortlaufende Seitenangaben enthält.
Zu beachten ist, dass bei dem Zitieren in der Fußnote nur die zitierten Seiten angegeben werden. Im Literaturverzeichnis hingegen werden alle Seiten des Aufsatzes angegeben.
Beispiele Zeitschriftenaufsätze
KUTSCHA, Günter: ,Entberuflichung‘ und ,Neue Beruflichkeit‘ – Thesen und Aspekte zur Modernisierung der Berufsbildung und ihrer Theorie. In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 88 (1992), S. 535 – 548.
MAYER, Christine: „... und dass die staatsbürgerliche Erziehung des Mädchens mit der Erziehung zum Weibe zusammenfällt." Kerschensteiners Konzept einer Mädchenerziehung.
In: Zeitschrift für Pädagogik, 38 (1992), S. 771 – 791 (Sonderheft).
ULRICH, Gerd: Zur gegenwärtigen Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt. Lehrstellensituation
1998. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, 27 (1998) 5, S. 3 – 4.
5.4
GESETZE
Bei Gesetzestexten werden anstelle von Seitenangaben die zitierten Paragraphen angegeben.
Als Fußnote
1
Vgl. § 13 und § 14 Abs. 2 Berufsbildungsförderungsgesetz (BerBiFG) in der Fassung vom
12.01.1994. Zuletzt geändert am 09.07.2001.
Im Literaturverzeichnis
BUNDESMINISTERIUM DER JUSTIZ: Berufsbildungsförderungsgesetz (BerBiFG). In der Fassung vom 12.01.1994. Zuletzt geändert am 09.07.2001.
5.5
INTERNETQUELLEN
Es ist heute üblich geworden, wissenschaftliche Abhandlungen zunächst oder auch
ausschließlich im Internet zu veröffentlichen. Auch diese Publikationsform kann für
11
wissenschaftliche Arbeiten herangezogen werden. Oftmals werden Beiträge (z. B. der
Zeitschrift BWP – Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis) sowohl gedruckt als auch
digital veröffentlicht. Es gelten die allgemeinen Zitierregeln. Zusätzlich sind die Internetadresse und das Abrufdatum der Seite bzw. das Datum der Veröffentlichung (falls
angegeben) anzuführen.
Für die wissenschaftliche Nutzung von Informationen ist es wichtig, die zuverlässigsten
Quellen zu finden und zu nutzen. Dementsprechend sollten bei Statistiken betreffend
Deutschland bspw. als Quelle das Statistische Bundesamt Deutschland zitiert werden.
NAME, Vorname (ggf. Erstellungsdatum in tt.mm.jjjj): Titel. ggf. Erscheinungsort [Internetadresse; Abrufdatum].
Beispiel
BMBF: Berufsbildungsbericht 2010 [http://www.bmbf.de/de/berufsbildungsbericht.php;
03.11.10].
BMBF (2008): Entwicklung eines Leistungspunktesystems in der beruflichen Bildung. Dokumentation der Auftaktveranstaltung der BMBF-Pilotinitiative, 19. – 20. Februar 2008 in Berlin
[www.bmbf.de/pub/dokumentation_decvet.pdf; 17.01.11].
EBBINGHAUS, Margit; Loter, Katarzzyna (18.10.2010): Besetzung von Ausbildungsstellen:
Welche Betriebe finden die Wunschkandidaten – welche machen Abstriche bei der Bewerberqualifikation – Bei welchen bleiben Ausbildungsplätze unbesetzt?
[http://www.bibb.de/de/55671.htm#jump1; 03.11.10].
REINISCH, Holger; GÖTZL, Mathias: Berufsgruppenbildung im Bereich kaufmännischbetriebswirtschaftlicher Berufe aus historischer Sicht. In: BWP – Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, 42 (2013) 3, S. 20 – 23
[www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/publication/download/id/7071; 16.10.2014].
STATISTISCHES BUNDESAMT (01.12.2010): Bildungsfinanzbericht 2010 – Ausgaben für Bildung – Tabellenteil, Wiesbaden [https://wwwec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,vollanzeige.csp
&ID=1026509; 17.01.11].
5.6
BESONDERHEITEN/AUSNAHMEFÄLLE
Sofern es sich um die erste Auflage handelt, kann die Angabe der Auflage entfallen.
Dabei ist zu beachten, dass zwischen dem Verlag und dem Erscheinungsjahr kein
Komma steht. Die Angabe des Verlages ist zudem nicht zwingend.
Gibt es mehrere Verfasser/innen, so werden bis zu drei Namen hintereinander aufgeführt. Bei mehr als drei Namen wird nur der Erste genannt, die anderen werden durch
u. a. (und andere) oder et. al. (et alii bzw. et aliae) repräsentiert. Das gleiche gilt für die
Erscheinungsorte eines Titels.
Fehlen Angaben wie der Autor, Jahr oder der Ort, schreibt man stattdessen o. N. (ohne
Namen), o. J. (ohne Jahr) bzw. o. O. (ohne Ortsangabe), dies gilt für alle zitierbaren
Quellen.
12
Wenn ein Werk im Auftrag des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) oder des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erschienen ist und dies als Verfasser gilt, kann die Nennung des Verlages entfallen, wenn es sich um die gleiche Institution handelt.
Bei Angabe der Seitenzahlen wird der Bindestrich (kurzer Strich) verwendet. Dies gilt
ebenfalls für Begriffsreihungen, wie bspw. Sozial- und Fachkompetenz.
Bei Abkürzungen am Satzende folgt kein zusätzlicher Punkt.
Auslassungen werden mit runden Klammern (…) und eingefügte Zeichen und Wörter
mit eckigen Klammern in Zitaten gekennzeichnet. Soll ein Teil des Satzanfanges oder
ein Teil des Endes ausgelassen werden, kann dieser einfach weg gelassen werden.
6
SCHLUSSTEIL
Der Inhalt des Schlussteils wird von den Ausführungen im Hauptteil der Arbeit bestimmt und kann den Charakter einer Schlussbetrachtung, eines Ausblicks und/oder
einer Kritik haben.
Abhängig davon gibt es folgende Möglichkeiten der Vorgehensweise im Schlussteil:



die Ergebnisse werden zusammengefasst, interpretiert und bewertet,
eingangs aufgeworfene Fragen werden beantwortet,
ungeklärte Probleme werden benannt; auf weitergehenden Forschungsbedarf wird verwiesen (offen gebliebene Fragen),

persönliche Schlussfolgerungen werden gezogen (Fazit).
Selbstverständlich kommen auch mehrere dieser Komponenten für einen Schlussteil in
Frage. Als Grundprinzip gilt, dass Einleitung und Schlussteil zusammen einen so aufeinander abgestimmten Rahmen für die Arbeit bilden sollten, dass es auf diese Weise
möglich ist, den inhaltlichen Kern schlüssig nachzuvollziehen. Die in der Einleitung formulierten Leitfragen werden im Schlussteil noch einmal aufgegriffen. Beantwortet
wurden diese Fragen jedoch bereits im Hauptteil der Arbeit. Alle wichtigen Aussagen
und Ergebnisse werden kurz und prägnant zusammengefasst.
7
LITERATURVERZEICHNIS
Im Literaturverzeichnis werden sämtliche Titel aufgeführt, die in der Arbeit zitiert werden und nur diese. Die Auflistung der Titel erfolgt in alphabetischer Reihenfolge des
Nachnamens der Autorinnen und Autoren und – als zweites Sortierkriterium – chronologisch nach dem Zeitpunkt des Erscheinens.
Um sich schnell einen Überblick über die verarbeitete Literatur zu verschaffen, ist es
günstig, wenn die Nachnamen mit einem Texteinzug herausgehoben werden.
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Im Literaturverzeichnis wird der vollständige Titel angegeben, wobei je nach Form der
Quelle unterschiedliche Informationen wichtig sind, um ggf. genau das entsprechende
Buch oder den entsprechenden Aufsatz bibliographieren zu können. Zu achten ist hierbei nicht nur auf die Vollständigkeit der Angaben, sondern auch auf eine eindeutige
und einheitliche Zeichensetzung zwischen denselben.5
Die Form der Angaben unterscheidet sich u. a. nach Monographien, Sammelwerken,
Zeitschriftenaufsätzen und Internetquellen (vgl. Kapitel 5).6
8
ANHANG, ANLAGE, ABBILDUNGEN UND TABELLEN
In den Anhang gehören nur wichtige Zusatzinformationen, die für das Verständnis des
Textes nicht direkt nötig sind.
Eine Abbildung oder eine Tabelle, die im Text dargestellte Zusammenhänge verdeutlicht, gehört daher auch an die entsprechende Stelle im Text. Als Grundregel gilt, dass
Tabellen und Abbildungen selbsterklärend sein sollten, also auch losgelöst vom Text
verstehbar sein müssen.
Die einzelnen Blätter werden mit arabischen Zahlen durchnumeriert, sodass ein eindeutiger Verweis im Text möglich ist.
Beispiel Abbildung:
Abbildung 1: Titel
Quelle: X.
Abbildung 2: Titel
Quelle: Y.
Selbstverständlich sind eigene Darstellungen in Anlehnung an die Ursprungsquelle
erlaubt. Dementsprechend wird bei der Quelle: „Eigene Darstellung in Anlehnung
an: …“ geschrieben.
5 Die im Folgenden verwendete Zeichensetzung ist ein Vorschlag, auch andere Verfahren sind
denkbar.
6 An dieser Stelle werden nur die gebräuchlichsten Quellen vorgestellt; wie z. B. aus Zeitungen oder
Nachschlagewerken zitiert wird, ist u. a. nachzulesen bei RÜCKRIEM, Georg; STARY, Joachim;
FRANCK, Norbert: Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens. Eine praktische Anleitung. Paderborn
u. a.: Schöningh, 7. Aufl., 1992 [UTB für Wissenschaft: Uni-Taschenbücher; 724].
14
9
SCHLUSSBEMERKUNG
Die vorliegenden Hinweise und Ausführungen haben möglicherweise den Eindruck
eines übertriebenen Formalismus entstehen lassen. Dieser Eindruck ist sicherlich bis zu
einem gewissen Grade gerechtfertigt. Sie müssen aber bedenken, dass es einerseits
von zentraler Bedeutung ist, bei der Literaturrecherche auf korrekte Zitate und Quellenangaben zu stoßen, es andererseits für diejenigen, die vor der Aufgabe stehen, eine
schriftliche Arbeit zu bewerten und zu benoten, ebenso wichtig ist, in dieser Arbeit
korrekte Belege von Zitaten und Quellen vorzufinden.
Die vorgestellten Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens sind also nicht Selbstzweck, sondern unumgängliche Standards.
Wir hoffen daher darauf, dass unsere Ausführungen als sinnvolle und nützliche Hilfestellung eingeschätzt werden und wünschen Ihnen viel Erfolg, Neugier und Spaß bei der
Anfertigung Ihrer nächsten Hausarbeit.
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LITERATUREMPFEHLUNGEN
Diese Hinweise zur Anfertigung schriftlicher Arbeiten sind als Orientierungshilfe gedacht. Selbstverständlich können damit nicht alle Fragen und Probleme umfassend
erörtert werden. Zum Weiterlesen empfiehlt sich daher die Vielzahl an Publikationen,
die zu diesem Thema auf dem Buchmarkt erhältlich sind. Hier sei nur eine kleine Auswahl genannt:
BECKER, Fred G.: Zitat und Manuskript. Eine praktische Arbeitshilfe zur Erstellung von
wirtschaftswissenschaftlichen Arbeiten. Stuttgart: Schäffer-Poeschel 2007.
BOHL, Thorsten: Wissenschaftliches Arbeiten im Studium der Pädagogik. Weinheim
und Basel: Beltz, 3. Aufl., 2008.
ECO, Umberto: Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt. Doktor-, Diplom- und Magisterarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Wien: Facultas Univ.-Verlag, 13. Aufl., 2010.
GUDJONS, Herbert: Leitfaden zur Erstellung von Referaten, Klausuren, Examens- und
Diplomarbeiten. In: BASTIAN, Johannes; GUDJONS, Herbert: Das PädagogikStudium, Weinheim und Basel: Beltz, 1993, S. 31 – 45.
JACOB, Rüdiger: Wissenschaftliches Arbeiten: eine praxisorientierte Einführung für
Studierende der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Opladen: Westdt. Verl.
1997.
KRÄMER, Walter: Wie schreibe ich eine Seminar-, Examens- und Diplomarbeit. Stuttgart u. a.: G. Fischer, 4. Aufl., 1995.
15
KRUSE, Otto: Keine Angst vor dem leeren Blatt: ohne Schreibblockaden durchs Studium. Frankfurt/Main u. a.: Campus , 12. Aufl., 2007.
NIEDERHAUSER, Jürg: Duden – die schriftliche Arbeit. Mannheim: Duden, 3. Aufl.,
2000.
ROST, Friedrich: Lern- und Arbeitstechniken für pädagogische Studiengänge: mit zahlreichen Abbildungen sowie Informationen zu Auskunftsmitteln und (Internet)
Adressen. Opladen: Leske + Budrich, 2. Aufl., 1999.
RÜCKRIEM, Georg; STARY, Joachim; FRANCK, Norbert: Die Technik wissenschaftlichen
Arbeitens. Eine praktische Anleitung. Paderborn u. a.: Schöningh, 15. Aufl., 2009.
SESINK, Werner: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten – ohne und mit PC.
München u. a.: Oldenbourg, 5. Aufl., 2000.
STICKEL-WOLF, Christine; WOLF, Joachim: Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken: erfolgreich studieren – gewusst wie! Wiesbaden: Gabler u. a., 2001.
THEISEN, Manuel Rene: Wissenschaftliches Arbeiten. München: Vahlen, 14. Aufl.,
2008.
WAGNER, Wolf: Uni-Angst und Uni-Bluff. Wie studieren und sich nicht verlieren. Berlin:
Rotbuch, 2. Aufl., 2007.
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ANHANG: DECKBLATTMUSTER EINER SEMINARARBEIT
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik
Name des/der Veranstaltungsleiters/in
Titel der Übung oder des Seminars
SS/WS 20..
Titel der Arbeit
Abgabedatum: tt.mm.jjjj
Vorname Name
Studienrichtung/Semesterzahl/Matrikelnummer
Semesteranschrift
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Bildung
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