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DER EDDING KONZERN EIN INTERVIEW MIT DEM VORSTANDSVORSITZENDEN PER

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FIRMENPORTRAITS
edding AG
Bookkoppel 7
22926 Ahrensburg
www.edding.com
BRANCHE
PBS (Papier, Büro, Schreibwaren)
BESCHÄFTIGTE
630 Mitarbeiter weltweit
DER EDDING KONZERN
edding ist ein international tätiges Unternehmen mit
Hauptsitz in Ahrensburg bei Hamburg. Der 1960
gegründete Konzern entwickelt, produziert und
vertreibt Markier- und Schreibgeräte unter der Marke
edding sowie Sortimente für Visualisierung, Präsentation und Konferenzen unter der Marke Legamaster.
ANSPRECHPARTNER
Patricia Siebel
Managementbeauftragte „Umwelt & Soziales“
Tel: +49 (0)4102 / 8 08 - 2 42
psiebel@edding.de
B.A.U.M.-MITGLIED SEIT 1995
Zum edding Konzern gehören drei deutsche und
neun Niederlassungen weltweit sowie diverse Vertriebspartner, die die Konzernmarken in mehr als 110
Ländern der Erde vertreiben. Der Einklang zwischen
unternehmerischem Handeln und ökologischer
Verantwortung ist von Anbeginn festgeschriebene
Firmenphilosophie.
EIN INTERVIEW MIT DEM VORSTANDSVORSITZENDEN PER LEDERMANN
Herr Ledermann, welchen Stellenwert hat CSR bei
edding und welche Schwerpunkte setzen Sie?
Corporate Social Responsibility ist für uns ein Thema
mit hoher Priorität. Die Schwerpunkte unserer CSRPolitik liegen in den Bereichen Umwelt, Personalpolitik
und Entwicklung der Region. Mitte 2014 haben wir
für die drei deutschen Standorte des edding Konzerns
eine CSR-Auditierung von einem unabhängigen
Institut durchführen lassen. Es wurden zahlreiche
Workshops veranstaltet sowie Expertengespräche
geführt und als Ergebnis fast 70 verbindliche Ziele
gemäß ISO 26000 identifiziert. Diese gilt es, in den
nächsten Jahren umzusetzen.
Wo sehen Sie beim Thema „Nachhaltigkeit in der
Lieferkette“ die größten Herausforderungen?
Das Thema ist komplex, zumal nahezu alle Bereiche
des Unternehmens betroffen sind. Einkauf und
Produktion sind ebenso involviert wie das Facility
Management, das Marketing sowie die Logistik in
Zusammenarbeit mit dem Vertrieb. Dazu kommt, dass
unsere Produkte aus vielen Komponenten bestehen
und wir mit vielen verschiedenen Lieferanten weltweit zusammenarbeiten. Für unsere Produkte gibt
es immer noch Technologiebereiche, in denen die
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japanischen Entwicklungen führend sind. Gerade in
Japan ist es schwer, an Informationen zu gelangen, da
das Thema Nachhaltigkeit noch nicht den Stellenwert
hat wie in Europa. Viele unserer japanischen Partner
teilen mittlerweile aber unsere Philosophie.
Mit welchen Maßnahmen begegnen Sie in Ihrem Unternehmen diesen Herausforderungen?
Wir legen besonderen Wert auf umfangreiche Information und Sensibilisierung unserer Mitarbeiter, aber
auch unserer Partner und Lieferanten für das Thema
Nachhaltigkeit. Unser Ziel ist es, ökonomische, ökologische und soziale Verantwortung zu praktizieren
und miteinander in Einklang zu bringen. Um auch
unsere Geschäftspartner in diese Prozesse zu integrieren und zu nachhaltigen Geschäftspraktiken zu
verpflichten, haben wir bereits vor Jahren unseren
Code of Conduct entwickelt. Langjährige Lieferantenbeziehungen sorgen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und sind uns daher sehr wichtig. Teilweise
bestehen diese Beziehungen schon seit mehreren
Generationen und sind die Basis für gemeinsame
Bemühungen, die Lieferkette in ökologischer Hinsicht
zu optimieren. Beispielsweise sind dadurch Entwicklungen bei der Verwendung von nachwachsenden
FIRMENPORTRAITS
Rohstoffen in unseren Produkten gemeinsam mit
Partnern entstanden, ebenso wie eine optimierte
Tourenplanung für die Logistik.
Wie ist die Reaktion Ihrer Lieferanten und Kunden
darauf?
Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstes Handeln sind Themen, denen auch bei vielen unserer
Partner hohe Priorität eingeräumt wird. Von daher
reagieren unsere Lieferanten und Kunden auf Fragen
unsererseits in der Regel positiv, zumal es deutlich
macht, dass wir das Thema aktiv bearbeiten. Außerdem sind unsere Partner oft selbst daran interessiert,
Informationen zu bekommen, um ihr eigenes Wirtschaften im Sinne der Nachhaltigkeit zu überdenken
und zu entwickeln.
Welche Chancen sehen Sie für Unternehmen, die über
die gesetzlichen Vorgaben hinaus auf Nachhaltigkeit
in der Lieferkette achten?
Unternehmen, die in besonderem Maße auf die
Nachhaltigkeit in der Lieferkette achten, entwickeln
langfristig durch die enge Zusammenarbeit mit allen
Beteiligten ein sehr positives Verhältnis zu Mitarbeitern, Partnern und Lieferanten. Transparenz und
Offenheit hilft den Verbrauchern, eine bewusste
und nachhaltige Kaufentscheidung zu treffen. Wir
rechnen damit, dass die Möglichkeit der Endkonsumenten, sich umfassend und objektiv zu informieren,
in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird. Wir
merken auch, dass es mehr und mehr ein Entscheidungskriterium für Bewerber bei der Auswahl des
zukünftigen Arbeitgebers wird.
Wie lässt sich erreichen, dass nicht nur einzelne Vorreiter, sondern die Wirtschaft als Ganzes Nachhaltig-
keitskriterien beim Supply Chain Management stärker
berücksichtigt?
Sehr wichtig ist hierbei die Information und Einbeziehung aller Beteiligten, von den Mitarbeitern bis zu
den Kunden. Überall dort, wo Unternehmen zusammenkommen, ob auf Messen, Branchentreffen oder
Konferenzen, sollte über nachhaltiges Supply Chain
Management informiert und diskutiert werden.
Dabei ist es auch sehr hilfreich, vorbildliche Projekte
vorzustellen.
Sehr wichtig ist, dass entsprechende Maßnahmen
und Managementsysteme kostenseitig im Rahmen
bleiben, denn wenn ökonomisches Wirtschaften nicht
mehr gewährleistet ist, sind CSR und ökologische
Maßnahmen schwieriger umzusetzen – schließlich
sind die Unternehmen vor allem den finanziellen
Zielen der Eigentümer verpflichtet.
Der größte Hebel ist jedoch die Macht der Kunden.
Dort, wo Konsumenten ihre Anbieterwahl bewusster
ausüben, zum Beispiel die Produkte bevorzugen, die
nachhaltig und im Sinne von CSR produziert wurden,
entsteht der höchste Anreiz für die gesamte Lieferkette. Dieses kann weiter unterstützt werden durch die
Schaffung objektiver Gütesiegel, wie beispielsweise
ISO Zertifizierungen, die Greenwashing verhindern.
Wie kommunizieren Sie Ihre Supply Chain Transparenz?
Im Rahmen unserer CSR-Auditierung haben wir uns
fast 70 Ziele gesetzt und verschiedene Topthemen definiert. Dabei wurden für jede einzelne Abteilung konkrete Ziele erarbeitet. Die Öffentlichkeit informieren
wir laufend über unsere Umwelt- und CSR-Aktivitäten
auf unserer Internetseite und über Presseinformationen. Im Rahmen einer Dozententätigkeit hält unsere
Umwelt- und CSR-Beauftragte fachspezifische Vorträge und präsentiert unsere Aktivitäten.
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