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Greening zu Streifenarten - Arbeitsgemeinschaft für Landberatung e.V.

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Landberatung Springe e.V.
Greening zu Streifenarten
Das Thema Greening und AUM-Maßnahmen wird uns im Frühjahr noch mehrfach vor
Fragen stellen. Im Folgenden ist der Unterschied zwischen Brache, Feldrandstreifen,
Pufferstreifen und Waldrandstreifen aufgeführt. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand
wird versucht, die Unterschiede zu erläutern.
Mit der neuen Agrarreform sind ab 2015 mit den Bestimmungen des Greenings 5 % der
Ackerfläche als ökologische Vorrangfläche vorzuhalten, wenn mehr als 15 ha Ackerfläche
bewirtschaftet werden und der Betrieb die „Greeningprämie“ von allen bewirtschafteten
Flächen des Betriebes erhalten will.
Die ökologische Vorrangfläche kann u.a. mit Brache, Feldrandstreifen, Pufferstreifen
oder Waldrandstreifen erbracht werden. Die Frage ist, wie sich diese Maßnahmen
unterscheiden und was beachtet werden muss?
AnrechnungsArt
Größe
Besonderheiten
Nutzung
faktor
Brache
1
unbegrenzt
keine
Feldrandstreifen
1,5
1-20 m
keine
Pufferstreifen
1,5
1-20 m
nur an Gewässern
Schnittnutzung oder
Beweidung möglich
Waldrandstreifen
1,5
1-10 m
nur an Waldrändern
Schnittnutzung oder
Beweidung möglich
Alle drei „Streifenarten“ zählen zur Brache und besitzen einen Anrechnungsfaktor von 1,5
und müssen eine Mindestbreite von einem Meter aufweisen. Es gibt dennoch weitere
Unterschiede.
Der Feldrandstreifen darf maximal 20 m breit sein. Es handelt sich um schmale Schläge
(Streifen) entlang der landwirtschaftlichen Kultur innerhalb eines Feldblocks. Genutzt werden
darf der Aufwuchs nicht.
Die Pufferstreifen dürfen ebenfalls maximal 20 m breit sein und müssen parallel zum
Wasserlauf auf der
Ackerfläche angelegt werden. Eine Schnittnutzung oder eine Beweidung ist möglich. Eine
Besonderheit ist, dass die maximale Breite dieses Streifens einschließlich des nicht
landwirtschaftlich genutzten Ufervegetationsstreifens ermittelt wird. Dieser
Vegetationsstreifen beginnt ab der Böschungsoberkante an dem Gewässer und erstreckt sich
bis zur Grenze zur landwirtschaftlichen Ackerfläche.
Die Waldrandstreifen dürfen nur 10 m breit sein und liegen an Waldrändern. Eine
Schnittnutzung oder eine Beweidung ist möglich.
Die Auflagen zur Brache müssen alle drei „Streifenarten“ erfüllen. Dazu gehört, dass das
Mähen oder Zerkleinern des Aufwuchses im Zeitraum vom 01.04. bis zum 30.06. nicht
erlaubt ist. Einmal im Jahr ist die Fläche zu pflegen, entweder durch Mahd und Abfuhr des
Mähgutes oder durch Zerkleinerung und der ganzflächigen Verteilung des Aufwuchses auf
der Fläche.
Im gesamten Antragsjahr dürfen keine Pflanzenschutz- oder Düngemittel aufgebracht werden
(auch keine organischen Düngemittel). Eine aktive Begrünung der Fläche oder die
Selbstbegrünung sind zulässig. Die früheste Beseitigung der Brache ist mit dem letzten Tag im
Antragsjahres (31.12) festgelegt. Dennoch ist es möglich, sofern eine Kultur angebaut werden
soll, die erst im Folgejahr zur Ernte führt, die Fläche ab dem 01. August zu bestellen.
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