close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Handwerk attraktiv - Handwerkskammer Rheinhessen

EinbettenHerunterladen
Deutsche Übersetzung
der sorbischen Texte von Seite 2
Weltliteratur auf sorbischer Bühne
Gelungene Premiere von „Nur Kinder, Küche, Kirche“
Die obersorbische Premiere des Stückes „Nur Kinder, Küche, Kirche“ im gut besetzten Saal des Radiborer
Gasthauses „Meja“ hat genau so wie die folgende Vorstellung im Bautzener Burgtheater ein überwiegend
positives Echo hervorgerufen, wenngleich auch kontroverse Resonanzen nicht ausgeblieben sind.
Hauptsächlich behandelt das Stück die Emanzipation sowie die Selbstbestimmung der Frau – Themen das,
welche nicht zuletzt angesichts der Reaktionen der sorbischen Zuschauer noch immer relevant erscheinen:
Während ein Teil des Publikums durch Szenenapplaus inhaltliche Zustimmung signalisierte, wollten andere
die Handlung nach der Aufführung nicht kommentieren und vereinzelt verließen Zuschauer die Vorstellung
vorzeitig. Die Leistung der Schauspielerinnen betreffend war die Wertung jedoch beinahe einhellig, was sich
in der Meinung der Serbske Nowiny widerspiegelt: „Sie haben hervorragend gespielt. Dem Regisseur ist ein
zwar anstrengendes, glücklicherweise aber auch witziges, anspruchsvolles Werk voller Wahrheiten
gelungen“. Der Sorbische Rundfunk hob ebenfalls die Darstellerinnen hervor, welche „die Königsdisziplin des
Schauspielens – den Monolog – meisterten“, außerdem lobte er die Übersetzung Mirana Zuschkes und
empfahl „ein Stück Weltliteratur auf sorbischer Bühne“, welches „optimal zum Nachdenken wie zum Lachen“
sei.
Das DSVTh stellt das Stück im Herbst sowohl in Bautzen als auch unterwegs in der Oberlausitz vor, an
ausgewählten Terminen mit dem Zusatzangebot des Theaterkindergartens. Während sich die Eltern die
Inszenierung für Erwachsene ansehen, erwartet die Kinder ein unterhaltsamer Nachmittag, an dem sich
unter anderem das Puppenspiel „Der kleine Wassermann“ ansehen können.
Nach den erfolgreichen, gemeinsam mit dem Dresdener Verein Stup dale veranstalteten Vorstellungen für
sorbische und Sorbisch lernende Kinder in der sächsischen Landeshauptstadt erweitern wir dieses Jahr das
Angebot mit einer weiteren Premiere: Erstmals können sich auch Erwachsene im Dresdener Raum auf
sorbisches Schauspiel freuen, und dies am 8. November auf der Landesbühne Radebeul.
Regie: Nils Düwell a. G.
Ausstattung: Katharina Lorenz a. G.
Es spielen Anna-Maria Brankatschk, Lisa Jakscht und Petra-Maria Bulang-Wenzel
Weitere Vorstellungen:
4. November, 10 Uhr in Bautzen
8. November, 20 Uhr in Radebeul
9. November, 16 Uhr in Crostwitz
16. November, 16 Uhr in Cunnewitz + Theaterkindergarten
17. November, 10 Uhr in Bautzen
21. November, 16 Uhr in Räckelwitz + Theaterkindergarten
23. November, 16 Uhr in Dreikretscham + Theaterkindergarten
Augenblick mal!
Erfolgreiche Premiere des Jugendtheaters
Das Jugendtheater des Sorbischen Gymnasiums am DSVTh hat mit der Premiere von „Augenblick mal!“ – die
erste sorbische LIVE Improvisationsshow – Anerkennung und Respekt geerntet. Im gut gefüllten Saal des
Bautzener Burgtheaters überzeugten die jungen Darsteller der 7. bis 11. Klasse durch „Mut, Spontaneität und
guten Ideen. Mit lang anhaltendem Applaus dankte das Publikum für 70 Minuten des freien Spiels“, wie
Serbske Nowiny hervorhebend, dass sich „der Nachwuchs den Ball mit Fantasie zuspielte und die
intellektuelle Herausforderung meisterte“, zusammenfassten. Der Sorbische Rundfunk bestätigte
beipflichtend, dass das „Publikum offensichtlich seine Spaß hatte“ an einem Stück, welches „eine große
Überraschung“ wäre. Somit ist das Debüt Mirko Brankatschks als neuer Leiter der Gruppe geglückt.
Konzeption und Regie: Mirko Brankatschk
Ausstattung: Friedmar Graf
Es spielen Mitglieder des Jugendtheaters des Sorbischen Gymnasiums am DSVTh
Weitere Vorstellungen: 12. November, 10 Uhr in Bautzen, 2. Dezember, 10 Uhr in Bautzen
Neugierig, spontan, kreativ
Die neue Elevin des Schauspielstudios Cecilija Sćapanec
Im Rahmen der Förderung des sorbischen Nachwuchses bietet das DSVTh jungen Talenten im
Schauspielstudio die Möglichkeit, sich unter professionellen Bedingungen auf einen Beruf rund um die oder
auf der Bühne vorzubereiten. Cecilija Sćapanec hat auf eher ungewöhnliche Weise den Weg auf die Bretter,
die die Welt bedeuten gefunden: „Ich bin ausgebildete Erzieherin und habe auch als solche gearbeitet. Aber
ich habe auch eine kreative Ader, so dass ich mich für ein Praktikum im Theater beworben habe. Madleńka
Šołćic hat mich daraufhin gefragt, ob ich mich nicht um einen Platz im Schauspielstudio bemühen möchte.
Nach kurzer Überlegung und einem längeren Gespräch mit dem Intendanten habe ich mich entschieden, das
Angebot wahrzunehmen und so wurde ich zur Elevin mit dem Schwerpunkt Ausstattung und
Theaterpädagogik“, sagt die 24jährige Kuckauerin. Die ersten Schritte hat sie bereits hinter sich gebracht: Mit
dem Stück „Der kleine Wassermann“, für das sie eigene Bilder einbeziehend für die Stückeinführung
verantwortlich zeichnet, ist sie derzeit in der Lausitz unterwegs. Aber auch als Schauspielerin werden wir sie
bald erleben, worauf sich Cecilija schon freut: „Lassen Sie sich genau wie ich mich überraschen!“
Der kleine Wassermann mit erfolgreicher Premiere
Die Premiere des Puppentheaterstückes „Der kleine Wassermann“ im Rahmen des Tages der offenen Tür fand
überaus guten Anklang. Die Zuschauer im bis auf den letzen Platz besetzten Saal des Bautzener Burgtheaters
belohnten das Spiel Annekatrin Webers mit lang anhaltendem Beifall. Serbske Nowiny wie auch der
Sorbische Rundfunk zeigten sich ebenso begeistert und hoben das Stück empfehlend die Leistung der
Schauspielerin hervor: „Das gefiel dem Publikum. Die Zuschauer waren fasziniert und schmunzelten der
Handlung konzentriert folgend, wenn sie nicht lauthals auflachten“, resümierte die Kinderseite der SN, die
außerdem bemerkten, „dass sich auch die deutschen Zuschauer nicht abschrecken ließen.“ Das Stück für
Kinder ab drei Jahren bieten wir erstmals auch im Rahmen des Theaterkindergartens zu Vorstellungen der
Inszenierung „Nur Kinder, Küche, Kirche“ an.
Regie: Markus Steiger a. G., Ausstattung: Marita Bachmaier a. G., Es spielt Annekatrin Weber
Weitere Vorstellungen:
16. November, 16 Uhr in Cunnewitz
21. November, 10 Uhr in Radibor
20. November, 10 Uhr in Rohne
23. November, 16 Uhr in Dreikretscham
Benno Schramm feiert 90. Geburtstag
Der bedeutende sorbische Schauspieler und Regisseur Benno Schramm fiert am 20. November seinen 90.
Geburtstag. Der Ćišinski-Preisträger, der von 1949 mit zwei kürzeren Unterbrechungen bis 1997 Mitglied
unseres Hauses war, gehört zu den profiliertesten Darstellern auf unserer Bühne, was er in den
verschiedensten Rollen in Stücken wie „Mannesjahre“ oder „Der Landvermesser“ unter Bewies stellte. Auch
seine Inszenierungen, darunter „Der Revisor“ und „Der zerbrochene Krug“, zeugen von seinem
außerordentlichen Talent. Über die Grenzen der Lausitz hinaus bekannt wurde er als Schauspieler des
Maxim-Gorki-Theaters zu Berlin sowie als Darsteller der DEFA.
Das Deutsch-Sorbische Volkstheater gratuliert Benno Schramm auf das Herzlichste und wünscht ihm
Gesundheit und viel Glück.
Gertrund Schneider verschieden
Das Deutsch-Sorbische Volkstheater trauert um seinlangjähriges Mitglied Gertrud Schneider, die am 7.
August 88jährig verstorben ist. Sie war die Anfänge des sorbischen Berufstheaters begleitend von 1959 bis zu
ihrem Gang in den Ruhestand Ende 1990 mehr als 30 Jahre lang eine insbesondere hinter den Kulissen
wirkende und im Hause sehr beleibte Mitarbeiterin, deren Aufgabengebiet das Soufflieren genauso umfasste
wie die bedeutsame, dem Publikum oftmals aber verborgene Tätigkeit als Inspizientin umfassten, letztere ein
Beruf, der einst so beschrieben wurde: Der Regisseur baut ein Flugzeug, und der Inspizient muss es steuern.
So trug sie über Jahrzehnte dem Gelingen nicht nur sorbischer Inszenierungen bei.
Das Deutsch-Sorbische Volkstheater dankt Gertrud Schneider und verabschiedet sich in stiller Trauer. Den
Angehörigen gebührt unsere herzliche Anteilnahme.
Document
Kategorie
Kunst und Fotos
Seitenansichten
3
Dateigröße
106 KB
Tags
1/--Seiten
melden