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Annahmerichtlinien Unfall

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Annahmerichtlinien
für die Unfallversicherung
Allgemeine Richtlinien
Tarifierung
Versichert sind Berufs- und Freizeitunfälle – weltweit – unter der Voraussetzung, dass die versicherte(n) Person(en) in Österreich der gesetzlichen Sozialversicherung unterliegen und sozialversichert sind. Der Tarif sieht grundsätzlich die Einteilung nach Gefahrenklassen vor. Der Prämiensatz
wird nach dem im Antrag deklarierten Beruf der zu versichernden Person bestimmt. Für die Bewertung und Zuordnung der Prämienzuschläge, ist die vom Versicherten tatsächlich ausgeübte Berufstätigkeit maßgeblich, in der der Versicherte tätig ist. Bei zwei oder mehreren Berufen (Nebenberuf) richtet sich die Tarifierung nach dem Beruf, in dem der Versicherte einem erhöhten Unfallrisiko (höhere
Gefahr) ausgesetzt ist.
 Sportler ohne sonstigen Beruf sind Berufssportler, diese werden nicht gezeichnet.
Das gleiche gilt auch für Personen, die neben dem Beruf entgeltlich einen Sport ausüben. Entgeltlichkeit liegt vor, wenn der Versicherte mehr als einen bloßen Ersatz der Spesen erhält.
 Pensionisten, die einer entgeltlichen Erwerbstätigkeit nachgehen, werden nach der Art der Beschäftigung tarifiert.
Annahmerichtlinien
Einreichung der Anträge
Der Versicherungsbeginn darf maximal 6 Monate in der Zukunft liegen.
Risikoangaben / Vorläufige Deckung
Für die umfassende Risikobeurteilung muss neben dem Deckungsumfang die Deckungsaufgabe folgende Angaben enthalten:
 Antragsteller mit genauer Anschrift
 Versicherte Personen mit genauem Geburtsdatum
 Berufstätigkeit
 Angaben über den Gesundheitszustand, vorhandene Gebrechen oder Krankheiten
 Angaben über frühere Unfälle, Sehschwächen über 10 Dioptrien oder sonstige Verletzungen und
chronische Erkrankungen
 Angaben über Vorversicherungen und weitere bestehende Versicherungen, Gesellschaft, Polizzennummer, Versicherungssummen, noch aufrecht oder gekündigt, mit Angabe des Kündigungsgrundes
 Unterschriften der versicherten Personen, wenn nicht mit dem Antragsteller identisch. Bei minderjährigen versicherten Personen oder Antragstellern, die Unterschrift des Erziehungsberechtigten.
Zeitlicher Geltungsbereich
Versichert sind Unfälle, die während der Wirksamkeit des Versicherungsvertrages eingetreten sind.
Der Versicherungsschutz wird mit der Einlösung der Polizze (innerhalb von 14 Tagen nach dem Abschluss des Versicherungsvertrages und Zugang der Polizze sowie nach der Aufforderung zur Prämienzahlung) jedoch nicht vor dem vereinbarten Versicherungsbeginn wirksam.
Soll der Versicherungsschutz schon vor Einlösung der Polizze beginnen (vorläufige Deckung), gewähren wir diese vorläufige Deckung im Rahmen des „Normgeschäftes“. Für anfragepflichtiges Geschäft ist unsere ausdrückliche Zusage der vorläufigen Deckung erforderlich.
Anfragepflichtiges Geschäft
(Zeichnung ausschließlich über Produktmanagement!):
Personen, die sich Verletzungen an Bändern, Sehnen und Kapseln an den unteren Gliedmaßen zugezogen haben.
VAV Versicherungs-AG / Unfall Annahmerichtlinien 12-2012 / 1 von 3
Nicht gezeichnet wird/werden
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kurzfristige Unfallversicherungen für Reisen und Veranstaltungen
(siehe VAV-Reiseversicherung)
Personen, die den 75. Geburtstag erreicht haben
Personen, die den 15. Geburtstag noch nicht erreicht haben
(Ausnahme: im Rahmen der Familien- und Alleinerzieherunfall)
Personen, die dauernd vollständig arbeitsunfähig sind
Personen, die dauernd pflegebedürftig sind
Personen, die von schwerem Nervenleiden befallen sind
sowie Geisteskranke
Personen, mit über 12 Dioptrien Kurzsichtigkeit
Personen mit folgenden Erkrankungen:
Personen mit Erkrankungen des Herzens und der Gefäße, der Nerven und des Gehirns, Psychotischen Störungen, Tourette-Syndrom, Autismus, Diabetes, Epilepsie, Krebs, Multiple Sklerose,
Hämophilie (Bluterkrankheit), schwere Erkrankungen oder Behinderungen des Bewegungsapparates (Rheuma, Arthrosen, Gelenksprothesen), Parkinson‘sche Krankheit, TBC, Alkohol-, Medikamenten- oder Drogen-Abhängigkeit, Schwerhörigkeit.
Personen mit folgenden Gebrechen:
Personen, die sich 2 oder mehrere Verletzungen an Bändern, Sehnen und Kapseln an den unteren Gliedmaßen zugezogen haben sowie Personen, die sich Verletzungen im Schultergelenksbereich zugezogen haben, insbesondere nach schon stattgefundenen Schulterluxationen.
Personen, die nachfolgende besonders gefährliche Berufe ausüben:
Artisten und Akrobaten, Bergsteiger, Bergführer, Mitarbeiter der Bergrettung, Bergleute und sonstige unter Tage tätige Personen, Dachdecker, Feuerwerker, Flugpersonal, Forschungs- und Expeditionsreisende, Personen in der Forst- und Landwirtschaft, Gärtner, Personen in Holzver- oder
bearbeitenden Betrieben, Höhlenforscher, Jockeys und Bereiter, Kunstreiter, Kletterer, Rauchfangkehrer, Mitarbeiter von Spezialeinheiten, Moto-Cross-Fahrer, Munitions-, Such- und Räumungstrupps, Sprengmeister und Gehilfen, Pyrotechniker, Rennfahrer, Radrennfahrer, Stuntmen,
Taucher, Testfahrer, Tierbändiger, Tunnelbauer, Zimmermann.
Berufssportler*) und Personen die Vereins- und wettbewerbsmäßig Sport ausüben, bei dem Sie
in der jeweils höchsten Spielklasse eines Bundeslandes oder höher spielen.
Personen, die nachfolgende besonders gefährliche Sportarten bzw. Hobbys ausüben:
Paragleiten, Drachenfliegen, Fallschirmspringen, Bungee Jumping und sonstige Luftsportarten,
Bobfahren, Skeleton, Eiskanalrodeln, Rafting, Wildwasserfahren, Canyoning, HighRopes, HydroSpeed, Heli Bungee, Höhlentrekking, Kite-Surfen, Base-Jumping, House-Running, Scad-Diving,
Moto-Cross, American Football, Gewichtheben, Polo.
*) Berufssportler:
Berufs-, Lizenz- und Vertragssportler und Personen, die neben dem Beruf entgeltlich Sport ausüben, für den sie mehr als bloßen Spesenersatz erhalten.
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Gruppen-Unfallversicherungen für:
Kinder und Jugendliche in Schulen, Kindergärten, Tagesheimstätten und Kinderhorte, Studierende an Fachschulen und Universitäten, Gewählte ehrenamtliche Gemeindefunktionäre, Mitglieder
Berufs- und freiwilliger Feuer- und Wasserwehren sowie Sanitätskolonnen und Vereine.
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Höchsthaftungssumme je versicherte Person
Nachfolgende Höchstversicherungssummen gelten je versicherter Person und dürfen auf keinen Fall
überschritten werden:
Versicherungssumme (VS) für den Todesfall:
Max. 50 % der gewählten VS für Dauerfolgen bzw. max. EUR 75.000,00
Dauerfolgen mit 300 % oder 500 % Progression
max. EUR 150.000,00
Taggeld ab 8.Tag der Arbeitsunfähigkeit pro Person
max. EUR 50,00 je Tag
max. EUR 50,00 je Tag
Spitalgeld:
max. EUR 20.000,00
Unfallkosten:
Unfallkosten
Voraussetzung für den Einschluss der Unfallkosten ist das Vorhandensein einer Versicherungssumme für dauernde Invalidität in Höhe von mindestens EUR 50.000,00.
Sie umfassen Heil-, Bergungs- und Rückholkosten inkl. Hubschrauberrettungskosten sowie die
Kosten kosmetischer Operationen bis zur Höhe der jeweils hierfür vereinbarten Versicherungssummen.
Sie werden von uns ersetzt, sofern sie innerhalb von 2 Jahren ab dem Unfalltag an entstanden sind
und nicht von einem Sozialversicherungsträger oder sonstigen Leistungsträger ersetzt werden.
Spitalgeld
Spitalgeld wird für jeden Kalendertag, an dem sich die versicherte Person nach einem Unfall in medizinisch notwendiger stationärer Heilbehandlung befindet, für längstens 365 Tage
innerhalb 4 Jahren ab dem Unfalltag bezahlt.
Genesungsgeld
Das Genesungsgeld kann nur in Verbindung mit dem Spitalgeld abgeschlossen werden.
Das Genesungsgeld verdoppelt die Leistung des Spitalgeldes ab dem 14.Tag der stationären Heilbehandlung und wird für längstens 365 Tage innerhalb 4 Jahren ab dem Unfalltag bezahlt.
Taggeld
Taggeld kann nur im Individualschutz für den Versicherungsnehmer und in den Produkten Partnerunfall und Familienunfall auch für den berufstätigen Ehepartner/in bzw. Lebensgefährte/in abgeschlossen werden.
Taggeld kann nicht angeboten werden für:
 Paketprogramm
 Personen ohne Beruf (z.B. Kinder, Studenten, Pensionisten, Arbeitslose etc.)
 Hausfrauen / Hausmänner
 Berufssportler
 selbstständig Tätige
Taggeld wird ab dem 8. Tag pro Tag aufgrund der Arbeitsunfähigkeit im Beruf oder in der Beschäftigung der versicherten Person nach einem Unfall für längstens 365 Tage innerhalb
von 4 Jahren ab dem Unfalltag bezahlt.
VAV Versicherungs-AG / Unfall Annahmerichtlinie 12-2012 / 3 von 3
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