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5 - Landratsamt Vogtlandkreis

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LESESTOFF: DETROIT – EINE GEISTERSTADT ERWACHT | ZEITGESCHEHEN
FreiePresse
OBERES VOGTLAND
Dienstag, 27. Januar 2015
Griechenland:
Machtwechsel
im Eiltempo
LOKALES
OELSNITZ
Kreis durch Pläne
unter Zeitdruck
Linksbündnis koaliert
mit Rechtspopulisten
Der Vogtlandkreis gerät beim geplanten Umzug der Lernförderschule innerhalb von Oelsnitz unter Druck. Grund sind die Pläne
der Volkssolidarität Plauen/Oelsnitz, eine Seniorenresidenz auf
dem bisherigen Sportplatz der
Schule zu bauen. Dies ist morgen
Thema im Stadtrat. Dezernent
Helmut Meißner glaubt, dass der
Umzug ins Berufsschulzentrum
ein halbes Jahr früher als geplant
klappt. Unterdessen drängen
Oelsnitzer Räte darauf, morgen
nicht über den Bebauungsplan
für das Altenheim abzustimmen.
Es seien noch zu viele Fragen
Seite 11: Bericht
offen. (hagr)
ATHEN/BRÜSSEL/BERLIN — Regierungswechsel im Eiltempo: Nur einen Tag nach der Parlamentswahl in
Griechenland ist der Machtwechsel
in Athen perfekt. Stunden nach seinem Wahlsieg schmiedete SyrizaChef Alexis Tsipras ein Regierungsbündnis mit den rechtspopulistischen Unabhängigen Griechen. Die
Linkspartei hatte die absolute Mehrheit im Parlament knapp verpasst
und ist deshalb auf einen Juniorpartner angewiesen. Bereits gestern wurde Tsipras als neuer Ministerpräsident vereidigt.
PLAUEN
Alexis Tsipras
Vier Todeszüge
im Vogtland
neuer griechischer
Ministerpräsident
Nicht nur ein Todeszug hat im Januar 1945 das Vogtland durchquert, sondern mindestens vier.
Das ist das Ergebnis von Recherchen des Heimatforschers Friedrich Machold. Seine Arbeit basiert
auf einem 2009 veröffentlichten
Beitrag des Heimatforschers Werner Pöllmann. Auch er legte vor
dem heutigen Tag des Gedenkens
an die Opfer des Nationalsozialismus eine neue Veröffentlichung
Seite 13: Das Thema
vor. (ur)
IN DIESER AUSGABE
Wirtschaft Durchgängige
Bahnverbindung nach Nürnberg bleibt Zukunftsmusik
Sport Deutsche Handballer
besiegen Ägypten klar und
stehen im WM-Viertelfinale
Kultur „Mutter Courage“
schlägt in Annaberg den
Bogen bis in die Gegenwart
Diamant in der Hauptrolle
Nächste Woche starten bei Sat.1
gleich drei US-Serien neu. Debra
Messing prägt die Krimiserie
„Laura Diamond“ als ermittelnde
Beamtin und alleinerziehende
Mutter.
WETTER VOR ORT
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Ausführliches Wetter: Ratgeber
20005
FOTO: MICHAEL KAPPELER/DPA
Mit einem Bürgerfest und prominenten Künstlern kämpfte Dresden gestern Abend gegen das Image als Pegida-Hochburg.
FOTO: FABRIZIO BENSCH/REUTERS
Bürgerfest für Weltoffenheit,
Koalitionskrach wegen Pegida
Vor dem Konzert für Weltoffenheit mit 22.000 Besuchern hat Sachsens Innenminister Ulbig die PegidaSpitze getroffen – und
damit Ärger beim Partner
SPD ausgelöst.
VON TINO MORITZ
DRESDEN — Der Umgang mit Pegida
hat Sachsens CDU/SPD-Bündnis nur
zwei Monate nach der Regierungsbildung den ersten Koalitionskrach
beschert. Auslöser war ein Geheimtreffen von Innenminister Markus
Ulbig (CDU) mit zwei Vertretern
von Pegida wenige Stunden vor dem
Bürgerfest für Weltoffenheit mit
Herbert Grönemeyer und anderen
bekannten Musikern vor der Frauenkirche. Nach Angaben von SPD-
Fraktionschef Dirk Panter hat Ulbig
mit seinem Gespräch sich der „klaren Linie der Staatsregierung“ widersetzt, nicht mit den Organisatoren zu sprechen.
Tatsächlich hatten zwar zuletzt
sowohl Ministerpräsident Stanislaw
Tillich (CDU) als auch sein Vize
Martin Dulig (SPD) hervorgehoben,
dass sich die Dialog-Angebote der
Regierung nicht an die Organisatoren, sondern an die Pegida-Teilnehmer richten. Allerdings hatte Ulbig
gleichzeitig aus seiner fortdauernden Gesprächsbereitschaft keinen
Hehl gemacht. An dieser Haltung
hielt Ulbig auch nach Bekanntwerden der fremdenfeindlichen Entgleisungen des inzwischen zurückgetretenen Pegida-Vereinschefs Lutz
Bachmann fest. Die Dresdner CDU
will den 50-jährigen Ulbig Anfang
Februar zu ihrem Oberbürgermeisterkandidaten küren. Gestern traf er
sich mit Pegida-Sprecherin Kathrin
Oertel und Pegida-Vorstandsmit-
Markus Ulbig
Innenminister in
Sachsen
FOTO: JAN WOITAS/DPA
glied Joachim Exner. Der 56-jährige
frühere Sicherheitschef von Dynamo Dresden ist auch Mitglied der
AfD. Die 37 Jahre alte Oertel hatte
bei der Kundgebung am Sonntagnachmittag über „Presselügner und
Politikversager“ geschimpft und
von „sogenannten Volksvertretern“
gesprochen.
„Der Dialog kann auf der Straße
beginnen, kann aber dort nicht als
verständiger Austausch von Meinungen und Argumenten geführt
werden“, ließ Ulbig nach dem Gespräch von seinem Ministerium erklären. Ziel sei, die Bürgerschaft bei
allen Meinungsverschiedenheiten
wieder aufeinander zuzubewegen.
Sachsens Grüne sprachen von einem „Kniefall vor Pegida“, der an Zynismus nicht zu überbieten sei.
Auch die Linke kritisierte das Treffen: „Der öffentlich zelebrierte
Schulterschluss des sächsischen Innenministers mit den Pegida-Köpfen ist ein Rechtsrutsch ohnegleichen“, so Parteichef Rico Gebhardt.
Am Abend fand in Dresden ein
großes Bürgerfest statt. Daran nahmen laut Polizei etwa 22.000, den
Veranstaltern zufolge 25.000 Menschen teil. Hauptstar Herbert Grönemeyer zeigte mit Blick auf Pegida
Verständnis für die Politikverdrossenheit, warnte aber davor, den Islam zum Feindbild zu erklären. „Ich
kann verstehen, dass Menschen sich
in der heutigen Zeit zum Teil von
der Politik nur noch verwaltet fühlen“, sagte er. „Wofür ich überhaupt
nicht zu haben bin, ist, dass man
sich als Zielscheibe und Projektion
für diese Ängste eine Religion ausSeiten 2/4: Berichte
sucht.“
Autozulieferer baut
Werk im Vogtland
Dauersitzen wird zum neuen Volksleiden der Deutschen
lich alle begünstigt werden, würde
man am liebsten gleich vom Bürostuhl auf das Laufband springen.
Doch nicht einmal das hilft so richtig. „Dauersitzen lässt sich durch
Sport nicht vollständig kompensie-
Das Büro – dort sitzen die Deutschen besonders oft.
FOTO: SOEREN STACHE/DPA
Seite 5: Das Thema/Kommentar
INVESTITION
Im Land der Sitzenbleiber
Am Schreibtisch, beim OnlineShoppen und vor allem vor dem
Fernseher: Die Deutschen verbringen sehr viel Zeit im Sitzen – im Mittel mehr als sieben Stunden an
Werktagen. Junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren kommen sogar auf neun Stunden. Das geht aus
dem Gesundheitsreport der Deutschen Krankenversicherung (DKV)
hervor. Dauersitzen gilt neben Bewegungsmangel als eigenständiges
Gesundheitsrisiko: Clemens Muth,
der Vorstand der privaten Krankenkasse, fand dafür gestern deutliche
Worte: Er nannte die Deutschen „ein
Volk der Sitzenbleiber“.
Wenn man liest, welche Krankheiten durch das Dauersitzen angeb-
Obwohl beide Parteien etwa in
der Migrationspolitik nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen, eint sie die Ablehnung der
Sparpolitik. Die Euro-Finanzminister lehnen einen neuen Schuldenschnitt für Griechenland allerdings
ab. Für einen Forderungsverzicht gegenüber Athen gebe es nicht viel
Unterstützung, sagte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem. Auch die
Bundesregierung bleibt bei ihrem
Nein zu einem weiteren Schuldenerlass. Berlin ist offen für eine nochmalige Verlängerung des laufenden
Hilfsprogramms – pocht jedoch darauf, dass Griechenland seine internationalen Verpflichtungen einhält.
Mit Athen will die EU offenbar
über eine Verlängerung des Ende Februar auslaufenden Rettungsprogramms sprechen. Ohne Programm
dürfte Griechenland vom 1. März an
schon bald Finanzierungsschwierigkeiten haben, warnen Experten.
Griechenland hat Staatsschulden in
Höhe von 320 Milliarden Euro.
Deutschland steht aktuell für gut 50
Milliarden Euro der Hilfen gerade.
In diesem Jahr wird der Schuldenberg Athens knapp 169 Prozent der
Wirtschaftsleistung ausmachen, erlaubt sind höchstens 60 Prozent.
Die Anleger an den Börsen reagierten entspannt. In Frankfurt
setzte der deutsche Aktienmarkt sogar seinen Rekordlauf fort. (dpa)
OELSNITZ — Im vogtländischen Oels-
ren“, sagt Professor Gerhard Huber
vom Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg. Nach seinen Worten steigt das
Gesundheitsrisiko ab acht Stunden
Sitzen pro Tag deutlich an – selbst
bei denjenigen, die Sport treiben.
Dass man den Fernsehabend
künftig eher stehend oder laufend
verbringt, ist dann doch unwahrscheinlich. In den eingefahrenen
Büroalltag lässt sich vielerorts aber
bestimmt etwas mehr Bewegung
bringen. Am einfachsten verwandelt man Sitzungen in „Stehungen“.
Das führt bei den Beteiligten nicht
nur zu einer aktiveren Beteiligung,
es verkürzt in aller Regel sogar die
Meetings.
Udo Lindner
nitz hat gestern offiziell der Bau eines neuen Presswerkes des Autozuliefers Allgaier begonnen. Die mittelständische Gruppe aus Uhingen
(Baden-Württemberg) investiert bis
zu 35 Millionen Euro in den sächsischen Standort. Das Werk soll bereits im Juni fertig sein. Bis Ende
2016 werden 100 Arbeitsplätze geschaffen. In der vogtländischen Niederlassung wird erstmals ein weltweit neues Verfahren zur Herstellung leichter Karosserieteile eingesetzt. Die Nähe zur Autobahn und
zu vielen Kunden sei mit ausschlaggebend für die Ansiedlung im Vogtland gewesen, sagte der Gesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzende
von Allgaier, der frühere Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt. (hagr)
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53. Jahrgang, Nr. 22, VERLAG UND REDAKTION:
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2 Freie Presse
NACHRICHTEN
SACHSEN
Dienstag, 27. Januar 2015
Gutachter:
Angeklagter
hat die Tat
verdrängt
Erzgebirgerin päppelt seltenes Karakal-Baby auf
FREMDENFEINDLIC HKEIT
Männer schlagen
Asylbewerber
DRESDEN — Ein libyscher Asylbewer-
ber ist am Sonntagabend in der
Dresdner Innenstadt von vier Männern zusammengeschlagen worden.
Wie die Polizei gestern mitteilte, ereignete sich der fremdenfeindliche
Angriff an einer Straßenbahnhaltestelle. Einer der Tatverdächtigen habe den Hitlergruß gezeigt und „Ausländer raus!“ sowie „Deutschland
den Deutschen!“ gebrüllt. Der Libyer
konnte schließlich vor den Angreifern flüchten. Das Operative Abwehrzentrum Sachsen der Polizei
hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung übernommen. (epd)
Im Gimmlitztal-Prozess
sagt jetzt der Psychiater
als Zeuge aus
VON ASTRID RING
DRESDEN — Nur einmal in den knapp
GESUNDHEITSPROBLEME
Autofahrer stirbt
bei tragischem Unfall
HARTHA — Ein 72-jähriger Autofahrer ist gestern Morgen bei einem tragischen Verkehrsunfall in Hartha
(Mittelsachsen) ums Leben gekommen. Der Mann kam der Polizei zufolge vermutlich aufgrund gesundheitlicher Probleme von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem
Baugerüst. Der Senior konnte nur
noch tot aus dem Fahrzeug geborgen werden. Unfallbedingte Verletzungen wurden nicht festgestellt.
Die Todesursache soll nun durch eine Sektion geklärt werden. Es entstand Sachschaden in Höhe von
2000 Euro. (fp)
GLAUCHAU
Polizei findet keine
Bombe in Schule
GLAUCHAU — Nach einer Bombendro-
hung am Georgius-Agricola-Gymnasium in Glauchau hat die Polizei
am Vormittag keinen verdächtigen
Fund gemacht. Die Einsatzkräfte
rückten am Vormittag wieder ab.
Die Drohung, dass sich im Schulgebäude eine Bombe befinden soll, war
kurz vor 7 Uhr eingegangen. Die
zum Unterricht erwarteten Schüler
wurden in der Turnhalle und dem
angrenzenden Ärztehaus untergebracht, bis sie von ihren Eltern abgeholt wurden. Gegen 10.45 Uhr wurde das Gebäude wieder freigegeben.
Die Ermittlungen zum Verfasser des
Drohbriefes laufen auf Hochtouren.
Bisher gibt es keine Hinweise auf Täter und Motiv. (sto/fp)
ERPRESSUNG
Chemnitzer muss
sechs Jahre in Haft
CHEMNITZ — Ein 38-jähriger Chemnitzer ist gestern im Landgericht
Chemnitz zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Dem geständigen
Kfz-Mechaniker waren drei schwere
Fälle der räuberischen Erpressung
und gefährlichen Körperverletzung
in Kunnersdorf, Ottendorf (beide
Mittelsachsen) und Euba (Chemnitz) zur Last gelegt. Er hatte über
ein Internetportal Pkw zum Verkauf
angeboten. Doch statt der Fahrzeuge
bekamen die Kunden eine Dosis
Reizgas und wurden beraubt. Neben
der Haftstrafe muss er Schadenersatz leisten und das gestohlene Geld,
rund 31.000 Euro, an die Geschädigten zurückzahlen. (tgo)
ERÖFFNUNG
3000 sehen Rundbild
zum Dresden-Angriff
DRESDEN — Rund 3000 Gäste haben
am Eröffnungswochenende das monumentale Rundbild „Dresden 1945
– Tragik und Hoffnung einer europäischen Stadt“ im Dresdner Panometer angesehen. Im Maßstab 1:1
zeigt das Riesenrundbild die Stadt
nach den Bombenangriffen Mitte
Februar 1945. Künstler Yadegar Asisi
wertete das Besucherfeedback als
„Zuspruch dafür, dass es ein Interesse an der Art meines Herangehens
gibt und dass das Panorama einen
Beitrag zur Erinnerungskultur in
Dresden leisten kann“. Das Rundbild
ist noch bis 31. Mai zu sehen. (fp)
Die kleine Cati ist gut drauf. Dies verdankt das
Karakal-Baby der Erzgebirgerin Sandra Esche
aus Jahnsdorf (Erzgebirgskreis). Kurz nachdem
die Katze im Auer Zoo der Minis zur Welt gekommen war, wurde sie von ihrer Mutter ver-
stoßen. Sandra Esche sprang ein. Sie züchtet
Bengalkatzen. Ihre Katze Tigres hatte gerade
einen Wurf. Es bestand Hoffnung, dass sie das
Karakal-Baby annimmt und säugt. Das einmalige Experiment gelang. FOTO: GEORG ULRICH DOSTMANN
EINE BILDERGALERIE zur Handaufzucht
des kleinen Karakals in Jahnsdorf können Sie
aufrufen, wenn Sie diesen Code mit Ihrem
Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/karakal
Dresden stemmt sich „offen
und bunt“ gegen Pegida-Image
Mit einem Fest und
Stars will die
Landeshauptstadt den
Islamkritikern den Wind
aus den Segeln nehmen.
VON SIMONA BLOCK
UND MARTIN FISCHER
DRESDEN — Trotz Überfüllung offen
– weltoffen. Zum Bürgerfest für Toleranz vor der Dresdner Frauenkirche platzt der Neumarkt aus allen
Nähten. Zehntausende sind gekommen, um Musiker wie Herbert Grönemeyer, Wolfgang Niedecken,
Gentleman, Silly und Keimzeit zu
hören. Alle wollen ein Zeichen setzten. „Liebe, Hoffnung, Humanismus,
Nächstenliebe“ – in bunten Farben
stehen die Worte von Lasern projiziert auf der Kuppel der Kirche.
Selbst Martin Luther, der in Bronze vor dem Gotteshaus steht, trägt
Warnweste – das Zeichen der Demonstranten, die seit Wochen im
Anschluss an die Demonstrationen
der Pegida die Stadt symbolisch mit
Besen von Intoleranz reinigen. In
den umliegenden Hotels und Häusern schauen die Menschen aus den
Fenstern. Unten wird getanzt: „Offen und bunt“ – wie das Motto ist das
Fest. Als der Neumarkt keine Men-
schen mehr fasst, werden die trotz
einsetzenden Regens weiter strömenden Besucher auf den nahe gelegenen Theaterplatz umgeleitet, wo
das Konzert auf eine Großleinwand
übertragen wird.
„Wir haben uns bemüht, dass es
warm wird, vor allem ums Herz“,
sagt Gerhard Ehninger vom Verein
„Dresden – Place to be“, der seit vergangenem Jahr Paten an ausländische Arbeitnehmer und Studenten
in der Stadt vermittelt und der das
Fest organisiert hat. Zwischen Idee
und Realisierung lagen nur vier Wochen. Mitstreiter fand der Verein im
Bündnis „Dresden für alle“ und der
Initiative der Kulturschaffenden für
ein „weltoffenes Dresden“.
Rund 500 Akteure – geborene
oder zugezogene Dresdner und der
Stadt verbundene Menschen – engagieren sich, damit nicht allein Pegida das Bild von Dresden in der Welt
prägt. Musiker, Künstler und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens
präsentieren ihre Stadt bunt, weltoffen, tolerant – auch als der Regen
einsetzt. Mehrere junge Frauen diskutieren in der Menge mit Demonstranten, die sich als Pegida-Anhänger
zu erkennen geben. Diese haben
Deutschland- und Sachsenfahnen
mitgebracht oder Plakate mit Aufschriften wie „Der Islam gehört
nicht zu Sachsen“. Die Stimmung
bleibt entspannt, zumal die Verständigung allein aufgrund der lauten
Herbert Grönemeyer (Mitte) und andere Künstler beim Bürgerfest in Dresden.
FOTO: SEBASTIAN KAHNERT/DPA
Musik schwerfällt. Die selbst ernannten Patriotischen Europäer hatten ihre Anhänger zum Konzertbesuch ermuntert und die eigene
Kundgebung auf den Sonntag vorverlegt. „Heute Abend schon was
vor?“, stand auf der Facebook-Seite
der Pegida-Organisatoren – daneben
ein zwinkernder Smiley. Diejenigen,
die diesem Aufruf gefolgt waren,
gingen in der Masse der Menschen
unter, die Papierfahnen verschiedener Länder hochhielten und die Aufrufe auf der Bühne zu Respekt und
Menschlichkeit beklatschten. Im
Regen hüpften sie mit Gentleman,
ließen für Adel Tawil die Handys
leuchten und schwenkten bei
„Mensch“ von Herbert Grönemeyer
die Hände über den Köpfen. Die Finanzierung des Festivals wird rein
privat gestemmt, daher werben die
Organisatoren um Spenden. Denn
„bunt und offen“ soll es in Dresden
weitergehen – bis Pegida Geschichte
ist.
In anderen Städten sahen sich
gestern Pegida-Anhänger mit größeren Gegenkundgebungen konfrontiert. In Frankfurt (Main) verhinderten etwa 3000 Demonstranten einen
Pegida-Marsch mit rund 70 Teilnehmern. In Berlin, Hannover und
Braunschweig verhinderte die Polizei ein Aufeinandertreffen der Lager.
Auch hier waren die Pegida-Gegner
deutlich in der Überzahl. (dpa)
20 Verhandlungstagen hat der wegen Mordes und Störung der Totenruhe angeklagte Detlev G. Gefühl
gezeigt: Als das Schwurgericht im
Dezember Videosequenzen abspielte, die der LKA-Beamte in der Tatnacht von sich selbst aufgenommen
hatte. Als sich G. ansehen musste,
wie er die Leiche eines Geschäftsmannes aus Hannover im Keller seiner Pension zerstückelte, schüttelten ihn Weinkrämpfe. Das Gesicht
in den Händen verborgen, saß er damals im Gerichtssaal. An allen anderen Prozesstagen aber beobachtete
der 56-Jährige das Geschehen oft lächelnd inmitten seiner Anwälte sitzend – so als sei nicht er es, dem die
grausige Tat angelastet wird.
Denn Detlev G. bleibt dabei: Er
hat den Geschäftsmann aus Hannover nicht getötet. Sein Versprechen,
ihn zu schlachten und zu zerstückeln, habe er gehalten. Nach Angaben des forensischen Psychiaters
Andreas Marneros, der gestern als
Zeuge aussagte, hat G. das Geschehen verdrängt. Er sei davon ausgegangen, dass der Geschäftsmann alle
Spuren zu ihm beseitigt hatte und
habe sich sicher gefühlt, schilderte
der Gutachter im Landgericht. „Er
sagte mir, dass er bis zu seiner Entdeckung nie daran dachte“, so Marneros. G. habe weder Albträume noch
Schuldgefühle gehabt.
Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat G. im November 2013
den Geschäftsmann im Keller seiner
Pension erhängt, die Leiche zersägt
und in Einzelteilen vergraben. Vermutet werden sexuelle Motive. Die
Überreste des Niedersachsen wurden erst nach vier Wochen geborgen. Bei der Festnahme hatte G. die
Tötung zugegeben, später widerrufen und auf Selbstmord verwiesen.
Die Männer verabredeten sich in einem „Kannibalen“-Chat.
Eine eindeutige Todesursache
des Mannes hatte die Obduktion
nicht ergeben. Er war erstickt oder
verblutet. G. gab auch gegenüber
Marneros an, dass sich der Niedersachse selbst tötete, weil er es doch
nicht konnte. Für die Zerstückelung
der Leiche habe G. rein medizinisches Interesse und „gar kein sexuelles“ als Grund genannt, sagte Marneros, dessen psychologisches Gutachten im Prozess noch vorgestellt
wird. G. habe angegeben, dass er
dem Mann seine Wünsche erfüllen
wollte. Allerdings sei er seinem Verlangen, gegessen zu werden, nicht
nachgekommen. Das kleinteilige
Zersägen der Leiche sollte die Verwesung beschleunigen. Zwei Nächte
brauchte G. dafür – tagsüber ging er
ins Büro. (mit dpa)
Risse im Rettungsschirm für IT-Dienstleister
Der Streit zwischen
sächsischen Kommunen
und der Kisa spitzt sich
zu. Voraussichtlich werden
Gerichte klären, ob sie in
der beschlossenen Höhe
für das ZweckverbandFiasko einstehen müssen.
VON JÜRGEN BECKER
CHEMNITZ — Durch
Misswirtschaft
soll die Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen (Kisa), die
Kommunen gegen Entgelt zum Beispiel PC-Programme für die Kämmerei zur Verfügung stellt, 7,5 Millio-
nen Euro Schulden angehäuft haben. Die Verbandsmehrheit will diese Last nun in den kommenden drei
Jahren zum Großteil durch eine neu
eingeführte Umlage, die alle 285
Mitglieder zahlen müssen, abtragen.
Rund 25 Kommunen, darunter
Mittweida, Plauen, Chemnitz, Thalheim, Neukirchen und Zwönitz,
wollen diese Verpflichtung durch einen Verbandsaustritt aber abwenden. Ihr Austrittsersuchen scheiterte allerdings in den vergangenen
Wochen mehrfach. Vor allem die
Mitglieder, die in der Vergangenheit
am meisten von den nicht Kosten
deckenden Preisen der Kisa profitiert hatten, legten ihr Veto ein. Die
Satzung bevorteilt sie dabei. Sie
weist den Mitgliedern mit den
höchsten Kisa-Umsätzen bei Abstimmungen die meisten Stimm-
rechte zu. Die Höhe der neuen Umlage richtet sich indes lediglich nach
der Einwohnerzahl der jeweiligen
Mitgliedskommune.
Matthias
Damm
Oberbürgermeister
in Mittweida
FOTO: FALK BERNHARDT/ARCHIV
Die austrittswilligen Kommunen
beklagen nun, dass sie durch die
Stimmrechtsverteilung benachteiligt werden und für Vorteile zahlen
sollen, die andere aus dem KisaMissmanagement gezogen hätten.
In Mittweida, das gar keine Dienstleistung des Verbands genutzt hat,
geht es zum Beispiel um 40.000 Eu-
ro, in Zwönitz um 28.000 Euro. Dabei hatte die Kisa bis vor Kurzem
noch mit einer kostenlosen Mitgliedschaft geworben.
Mittweidas Oberbürgermeister
Matthias Damm hat deshalb beim
Innenministerium Beschwerde eingelegt. Er zweifelt die Rechtmäßigkeit der in den vergangenen Sitzungen gefassten Beschlüsse an. Nach
Ansicht der Rechtsaufsicht sei aber
alles o.k., sagt Damm. „Deshalb werden wir jetzt, wenn die Umlagebescheide rausgegangen sind, dagegen
Widerspruch einlegen. Dann wird
das Gericht automatisch auch die
Satzung prüfen – und die fliegt der
Kisa dann um die Ohren.“
Damm ist überzeugt, dass die Satzung der Kisa gegen Paragraf 60 des
Sächsischen Gesetzes zur Kommunalen Zusammenarbeit verstößt.
Dort heißt es: „Die Maßstäbe für die
Umlagen für die einzelne Aufgabe
sollen so bestimmt werden, dass der
Aufwand entsprechend dem Nutzen
aus der Aufgabenerfüllung auf die
einzelnen Verbandsmitglieder verteilt wird.“
Kisa-Geschäftsführer Andreas
Bitter sagt indes, dass der festgeschriebene Umlagemaßstab den Anforderungen des Gesetzes entspreche. Der Verbandsführung sei zwar
bewusst, dass dies im Einzelfall als
unbefriedigend empfunden werden
könne. Die Verbandsversammlung
könne aber, wenn sie wolle, durch
eine Satzungsänderung einen anderen rechtskonformen Umlagemaßstab festsetzen. Daneben würden die
Kisa und er sich weiter konstruktiv
mit den Kritikern über Möglichkeiten einer Annäherung austauschen.
ZEITGESCHEHEN
Dienstag, 27. Januar 2015
Freie Presse
3
Eine Geisterstadt erwacht
Detroit war pleite. Doch
die einstige Hauptstadt
der US-Autoindustrie
versteht den Bankrott als
zweite Chance – und steigt
wie Phönix aus der Asche.
VON HUBERT KEMPER
DETROIT — Zeit ist Geld. Und diese
Stadt hat nichts zu verschenken. Also kommt der kleine Mann mit dem
großen Hut, den etwas zu kurzen
Hosen und der kräftigen Stimme
schnell zur Sache. „Wir sind die beste Stadt in der Welt“, tönt DetroitBotschafter Bruce Schwarz. Und bevor sich die Überraschung gesetzt
hat führt er den Besucher der einstigen Autometropole im US-Bundesstaat Michigan an das Fenster der
19. Etage und fragt mit Blick auf die
Häuserkulisse: „Ist das nicht großartig, was hier passiert ist?“
„Langsam, langsam!“, möchte
man Schwarz zurufen. Doch das
Temperamentsbündel hat unglaublich viel zu erzählen, und Schwarz
ist durchdrungen von der Vision seines Chefs. Denn mit dem Geschäftsmann Dan Gilbert (52) begann der
Wiederaufstieg einer Stadt, die viele
nach der Pleite 2013 schon aufgegeben hatten. 18 Milliarden Dollar
Schulden belasteten Detroit. Von
einstmals zwei Millionen Einwohnern sind nur 700.000 geblieben. 40
Prozent leben unter der Armutsgrenze, 80 Prozent sind schwarz.
Vor wenigen Jahren seien Journalisten nur gekommen, um zu zeigen,
wie schlecht es der Stadt gehe, erzählt Schwarz. Heute überwiege das
Interesse, über den Wandel zu berichten, erzählt der Detroit-Botschafter. Das sei Dan Gilbert zu verdanken. Mit einem Vermögen von
3,7 Milliarden Dollar gilt er als der
reichste Bewohner Detroits. Seine
Firma Quicken Loans ist der größte
Immobilien-Online-Finanzierer
Amerikas. Vor drei Jahren hat Gilbert die Unternehmenszentrale mit
12.000 Mitarbeitern aus der Vorstadt
nach Detroit Downtown verlegt.
Abendliche Spaziergänge durch
die verödeten Häuserschluchten
waren vor wenigen Jahren noch lebensgefährlich. Detroit hatte eine
der höchsten Mordraten der USA. In
manche Bezirke der Stadt wagte sich
die Polizei nicht mehr, oder der marode Fuhrpark ließ keine Fahrten
mehr zu. Das hat sich geändert. Gilbert finanzierte jeweils 100 neue
Kranken- und Polizeiwagen. In den
täglichen Erfolgsnachrichten der
Stadt ist nun zu lesen, dass sich die
durchschnittliche Reaktionszeit bei
einem Polizei-Notruf von einstmals
59 auf 19 Minuten verkürzt habe.
Geschäftsmann Dan Gilbert verlegte seine Konzernzentrale in die Innenstadt und kurbelte die Wirtschaft in Detroit wieder an.
Wie dieses Haus stehen rund 85.000 Gebäude in
Detroit für den Niedergang der Stadt.
„Wir sind die beste
Stadt in der Welt.“
Bruce Schwarz Detroit-Botschafter
Aus Gilberts Firmenzentrale schaut
man auf den zentralen CampusMartius-Park. Die früher hässliche,
verödete Kreuzung ließ der Unternehmer in eine Freizeitinsel verwandeln. Jetzt im Winter lädt der
Platz zum Eislaufen ein, im Sommer
finden Konzerte statt. Das ChaseHochhaus gegenüber stand 2011
weitgehend leer. Jetzt füllen die
2700 Online-Mitarbeiter von Quicken Loans neun Etagen. Ihr Durchschnittsalter beträgt 28 Jahre. Auch
Detroit-Botschafter Bruce Schwarz schwärmt vom
Wiederaufstieg seiner Stadt.
nebenan im Chrysler House, einem
Wolkenkratzer im neo-klassischen
Stil, bestimmen junge Designer das
Bild. Das ehemalige Gebäude der Dime-Savings-Bank bietet ein inspirierendes Klima. Über 40 Gebäude in
Downtown und Midtown Detroit
hat Dan Gilbert für rund 1,5 Milliarden Dollar erworben, darunter viele
historische Hochhäuser wie das
Greektown-Casino-Hotel. „Er macht
das aus Liebe zur Stadt“, versichert
Schwarz, bevor sein Chef erscheint:
Ähnlich kleine Statur und eine dynamische Ausstrahlung.
Der Bankrott am 19. Juli 2013 sei
ein Wendepunkt in der Geschichte
der Stadt gewesen, sagt Gilbert. Er
vergleicht die Zahlungsunfähigkeit
mit der Pleite von General Motors
FOTOS: AUTOR
Im Stadtteil Downtown pulsiert das Geschäftsleben wieder.
und Chrysler. Detroit habe dadurch
eine zweite Chance erhalten. Ein
Auslöser für sein Engagement sei
der Tag gewesen, an dem ihm seine
Eltern das Viertel zeigten, in dem er
in den 1970er-Jahren aufgewachsen
war. Die verlassenen, heruntergebrannten Häuser hätten einen
Schock ausgelöst.
84.641 leerstehende und abgebrannte Gebäude sind die Zeugen
des Niedergangs einer Stadt, deren
frühere Prachtstraße Woodward
Avenue die erste gepflasterte Straße
der USA war und Detroit den
schmeichelhaften Beinamen „Paris
des Mittleren Westens“ einbrachte.
Heute ist „Blight“, also Brand und
Verschandelung, die größte Herausforderung. „Ein Krebsgeschwür“,
sagt Gilbert. Um es zu bekämpfen,
hat er eine Arbeitsgruppe mit 300
Mitarbeitern gebildet. Ihre Aufgabe:
Die verlassenen Häuser in einer Datenbank zu erfassen. Anschließend
soll entschieden werden, welche gerettet oder abgerissen werden müssen.
Ein Problem Detroits ist die riesige Ausdehnung der Stadt. In ihrer
Fläche von 360 Quadratkilometern
könnten New York, San Francisco
und Boston Platz finden. Die Infrastruktur ist miserabel. Ein öffentliches Transportsystem fehlt. Mit
dem Exodus hunderttausender
Menschen infolge des Niedergangs
der Autoindustrie schlossen Geschäfte, Restaurants und Arztpraxen. Zwischen den verrammelten
und abgefackelten Häusern wuchert
das Unkraut, aber es gedeiht auch
bereits eine neue Öko-Szene. Dass
rund ein Drittel der Stadt plattgemacht und in Grünland umgewandelt werden muss, gilt als ausgemachte Sache.
Gilberts Vision vom Durchstarten der „Motorcity“ setzt in Downtown an. Günstige Mieten und niedrige Lebenshaltungskosten locken
viele junge Leute und Firmengründer aus dem ganzen Land an. Neben
Tüftlern aus der Hightech-Szene sorgen Klein-Unternehmer wie Justin
Craig (34) für Arbeitsplätze und Umsatz. Craig kommt aus Seattle und
eröffnete in Midtown ein Sportschuhgeschäft. Sein Haus mit 200
Quadratmetern Wohnfläche kostete
gerade einmal 160.000 Dollar. In Seattle hätte er 900.000 Dollar zahlen
müssen, meint Justin. Nun lebt er
unweit des Motown-Museums. Dort
gründete der frühere Ford-Arbeiter
und Komponist Berry Gordy den
Mowton-Konzern, der Detroit mit
Stars wie Stevie Wonder oder Diana
Ross auch als Mekka der Musik berühmt machte.
Auch Sandy Heaselgrave hat ein
wenig Abenteuerlust aus New York
zurück in ihre Heimatstadt gelockt.
Ihr Cafe „Red Hook“ liegt in einem
trendigen Viertel unweit des Stadtteils Boston Edinson. Riesige Villen
mit Türmchen, Erkern und Giebeln
zeugen vom Reichtum der ersten
Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts. Auch Henry Fords Geburtshaus steht hier. Nur wenige
Blocks entfernt schockt der Anblick
des Verfalls: In der einstmals von
deutschen Einwanderern bewohnten Heidelberg Street machte die
Zerstörungswut selbst vor Häusern
keinen Halt, die von dem Künstler
Tyree Guyton liebevoll bemalt worden waren.
Die Pleite habe in vielen Menschen wieder die Liebe zu ihrer Stadt
wachgerufen, meint Dan Gilbert. Er
schließt sich natürlich in diesen Lokalpatriotismus ein. Eine von ihm
mitfinanzierte Straßenbahn soll
Downtown und Midtown verbinden. Am Detroit River ist mit Blick
auf die kanadische Nachbarstadt
Windsor ein schöner Flanierweg
entstanden. Viele Appartementhäuser in trendigen Vierteln von Midtown sind längst ausgebucht.
„Die Wende ist eingeleitet, aber
die Wegstrecke noch lang“, sagt Dan
Gilbert. Gern spricht er von Barcelona und Toronto, Städte, die er mag
und die die Trendwende geschafft
haben. Bald wird er erstmals Berlin
besuchen. Dort studiert sein Sohn.
Auch Berlin sei nach der Wiedervereinigung „wie Phönix aus der Asche
aufgestiegen“, – so wie einst Detroit
nach dem verheerenden Brand von
1805, der die Stadt bis auf die Grundmauern zerstört hatte.
Die Überlebenden haben das Wort
Wenn heute in Auschwitz
der Befreiung aus dem
NS-Todeslager vor 70 Jahren gedacht wird, sollen
die Politiker schweigen.
VON EVA KRAFCZYK
AUSCHWITZ — Noah Klieger hat einen
Tiefpunkt der Menschheitsgeschichte erlebt – und überlebt:
Auschwitz-Birkenau, das größte der
NS-Vernichtungslager, den Todesmarsch, auf dem mindestens 9000
Häftlinge nur wenige Tage vor der
Befreiung von Auschwitz entlang
der Landstraße starben. Heute kehrt
Klieger nach Auschwitz zurück, zusammen mit etwa 300 anderen ehemaligen Häftlingen, als Leiter einer
Gruppe Überlebender aus Israel.
Es ist der 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, seit 2005 internationaler Gedenktag für die Opfer
des Nationalsozialismus. Als Soldaten der Roten Armee am 27. Januar
1945 Auschwitz befreiten, fanden
sie dort noch etwa 7000 Häftlinge,
darunter auch Kinder. Die SS-Wachen hatten diese kranken und völlig entkräfteten Häftlinge zurückgelassen, als sie gut eine Woche zuvor
mit etwa 56.000 Häftlingen aus
Auschwitz und den umliegenden
Nebenlagern Richtung Westen aufbrachen. Die Gaskammern und Krematorien waren zu diesem Zeitpunkt bereits zerstört – es sollten
keine Spuren der deutschen Verbrechen hinterlassen werden.
Doch die Befreier fanden nicht
nur die Überlebenden, die von der
Hölle berichten konnten, durch die
sie in den Jahren zuvor gegangen
waren, sie fanden die Leichen der
kurz vor dem Aufbruch der SS ermordeten Häftlinge, die Asche der
Ermordeten in den Ruinen, den Inhalt der Lagerhäuser mit der Habe
der Opfer: rund 350.000 Männeranzüge, mehr als 800.000 Frauenkleider, Zehntausende Paare von Schuhen. Ebenso wie die Listen der Lagerbürokratie mit den Nummern der
Häftlinge ließen die Kleider der To-
Noah Klieger (Mitte) hat das KZ Auschwitz überlebt.
ten eine Ahnung vom Ausmaß des
Massenmordes aufkommen.
Wie viele Menschen im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet wurden, lässt sich vielleicht
nie genau feststellen. Tausende waren von den Deportationszügen direkt in die Gaskammern geschickt
worden, ohne je mit einer Lagernummer registriert worden zu sein.
Fest steht, dass mindestens 1,1 Millionen Menschen in Auschwitz vergast, zu Tode geprügelt, erschossen
wurden, an Krankheiten und Hunger starben. Die Zahl der Opfer
FOTO: JACEK BEDNARCZYK/DPA
könnte noch deutlich höher sein.
Für die Überlebenden, für die jüdische Gemeinschaft ist Auschwitz
der größte jüdische Friedhof der
Welt, ein Friedhof ohne Gräber, wo
bis heute immer wieder Asche und
Knochenreste an die Oberfläche
kommen.
Für viele derjenigen, die das
Grauen überlebt hatten, war die Erfahrung des tausendfachen Todes
um sie herum eine Verpflichtung,
immer wieder an diejenigen zu erinnern, die den Tag der Befreiung
nicht erlebt hatten. Und auch
Auschwitz sollte, so forderten die
Überlebenden, nicht etwa abgerissen werden, sondern als Mahnmal
für künftige Generationen dienen.
Noah Klieger ist immer wieder
zurückgekommen, sprach mit Jugendlichen und Politikern über das
Erlebte. Vor einem Jahr, am 69. Jahrestag der Befreiung, sprach er vor
Abgeordneten der israelischen
Knesset in Auschwitz: „Wir alle waren wie Schatten, nicht länger lebende Wesen.“
Die Zahl der Überlebenden ist
klein geworden in den 70 Jahren seit
der Befreiung. Auf der Gedenkfeier
sollen sie im Mittelpunkt stehen,
sollen ihre Stimmen gehört werden.
Politische Ansprachen sind nicht
vorgesehen, anders als vor zehn Jahren, als offiziell lediglich die Präsidenten Polens, Russlands und Israels
das Wort hatten. Aus fast 40 Staaten
kommen dennoch Staats- oder Regierungschefs, Außenminister oder
Parlamentspräsidenten nach Polen,
um in Auschwitz der sechs Millionen ermordeten europäischen Juden, der ermordeten Roma und Sin-
ti, der politischen Häftlinge und anderen Opfer der Nationalsozialisten
zu gedenken.
Doch der höchste Repräsentant
des Landes der Befreier von Auschwitz fehlt: Russlands Präsident Wladimir Putin habe keine Einladung
erhalten und werde sich daher
durch seinen Botschafter in Polen
vertreten lassen, kündigte ein
Kreml-Sprecher an und löste damit
mediale Aufregung aus. Polen habe
Putin brüskiert, hieß es in einigen
Kommentaren. Dabei hatten zuvor
bereits sowohl die Polnische Botschaft in Moskau als auch die Gedenkstätte darauf hingewiesen, dass
die Gedenkfeier nicht von der Warschauer Regierung, sondern der Gedenkstätte organisiert werde und es
jedem freigestellt sei, zu kommen.
Offizielle Einladungen habe Polen
an niemanden verschickt. (dpa)
DIE BAUPLÄNE des KZ
Auschwitz können Sie ansehen, wenn Sie diesen Code mit
dem Smartphone scannen:
» www.freiepresse.de/auschwitz
KOMMENTAR & HINTERGRUND
Dienstag, 27. Januar 2015
LEITARTIKEL
IM FOKUS
Kleinmut im
Gedenken
Vorwürfe gegen
Netanjahus Ehefrau
ALESSANDRO PEDUTO
ÜBER DIE FEIERLICHKEITEN
ZUR AUSCHWITZ-BEFREIUNG
Israels Regierungschef hat im Wahlkampf
Ärger mit früheren Hausangestellten
FOTO: AVI OHAYON/ISRAELI GOVERNMENT/DPA
4 Freie Presse
alessandro.peduto@freiepresse.de
E
s ist ein Gedenken, an dem
die Weltöffentlichkeit teilhaben wird: Auf den Tag genau
70 Jahre ist es her, dass das einstige
NS-Vernichtungslager Auschwitz
von der Roten Armee befreit wurde,
jener Ort, der zum Inbegriff eines politisch motivierten und industriell
organisierten Massenmords wurde,
wie ihn die Welt bislang nicht ein
zweites Mal erlebt hat.
Mehr als eine Million Menschen
haben die Nationalsozialisten allein
in Auschwitz im Gas erstickt und in
riesigen Öfen verbrannt. Die allermeisten waren Juden. Der abgrundtiefe Hass der Nazis richtete sich
aber auch gegen Sinti und Roma,
Homosexuelle, Geistliche, Behinderte und politisch Andersdenkende.
Erst das Eintreffen der Roten Armee
am 27. Januar 1945 bereitete dem
Morden ein Ende. Die Sowjets waren
die Befreier von Auschwitz.
Daran erinnert die heutige Gedenkfeier in dem ehemaligen Todeslager. Zahlreiche Staatsoberhäupter
und Regierungschefs werden dabei
sein, um der Opfer des Holocausts zu
gedenken. Aus Deutschland nimmt
Bundespräsident Joachim Gauck
teil. Er ist Vertreter jenes Landes, von
dessen Boden aus sich der Tod über
Europa ausbreitete.
Nur von den Befreiern selbst wird
in Auschwitz niemand Namhaftes
zugegen sein. Wegen der UkraineKrise findet das Gedenken ohne
Russlands Präsidenten Wladimir
Putin statt. Dass es so weit kommen
konnte, ist ein Affront des Heute gegenüber der Vergangenheit. Der
Kleinmut der Tagespolitik hat über
die Bedeutung der Geschichte gesiegt. Das ist eine verpasste Chance
für die Gegenwart. Denn in Polen
hätten sich der Westen, Russland
und die Ukraine in historischem Bewusstsein begegnen können.
Wenn Putin eingeschnappt beklagt, er sei nicht persönlich eingeladen worden, ist das zwar vorgeschoben und protokollarische Erbsenzählerei. Denn auch keiner der anderen Staats- und Regierungschefs erhielt eine solche Einladung.
Dennoch hätten die Veranstalter
über den Dingen stehen und Putin
notfalls doch persönlich einladen
müssen. Auch die übrigen Staaten
hätten Putin zeigen sollen, dass sie
ihn dabeihaben wollen. Denn was
bringt die Feier der Befreiung, wenn
die Befreier fehlen? Zu Letzteren
zählen übrigens Russen und Ukrainer gleichermaßen. Auch das wäre
eine wichtige Botschaft gewesen.
IMPRESSUM
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Schnittstelle.
KARIKATUR: TOMICEK
Israels Ministerpräsident Benjamin
Netanjahu reagiert empört auf Vorwürfe früherer Angestellter gegen
seine Frau. „Die Hetze gegen meine
Ehefrau Sara ist ein neuer Tiefpunkt
im Benehmen der Medien, die versuchen, mich zu treffen“, hieß es gestern in einer Stellungnahme.
Israelische Medien hatten zuvor
ausführlich über Beschwerden ehemaliger Mitarbeiter im Hause Netanjahu berichtet. Einer der Angestellten gab an, die First Lady habe
ihre Untergebenen mit Wutausbrüchen und übertriebenen Wünschen
tyrannisiert. Besonders unter Alkoholeinfluss sei ihr Verhalten unerträglich gewesen.
Netanjahu erklärte dazu, das einzige Ziel der Vorwürfe sei es, seine
Regierung bei den Wahlen am 17.
März zu stürzen. Sachliche Kritik an
seiner Politik sei willkommen, aber:
„Lassen Sie meine Familie in Ruhe.“
Ein ehemaliger Hausmeister hat
Klage gegen seine früheren Arbeitgeber eingereicht. Es gab schon früher ähnliche Klagen von Angestellten gegen Sara Netanjahu. Die stets
adrett gekleidete Psychologin und
Ex-Stewardess ist in Israel nicht sehr
beliebt. Bereits während Netanjahus
erster Amtszeit vor 15 Jahren berichtete eine Angestellte, dessen Frau habe sie bei einem Wutanfall mit einem Schuh beworfen. (dpa)
Phantomdebatte mit Nebenwirkungen
„Der Islam gehört nicht zu
Sachsen“, stellt Stanislaw
Tillich mitten in der Auseinandersetzung um Pegida
fest. Bei wem bringt ihm
das Sympathiepunkte ein?
plauderte, wonach der Islam nicht
zu Deutschland gehöre. Im Interview mit der „Welt am Sonntag“ bekannte sich Tillich dann auch selbst
dazu, dass er die Auffassung von
Frau Merkel nicht teile: „Muslime
sind in Deutschland willkommen
und können ihre Religion ausüben.
Das bedeutet aber nicht, dass der Islam zu Sachsen gehört.“
VON TINO MORITZ
Distanz zu Merkels Satz
Mit dieser merkwürdigen Unterscheidung zwischen einer religiösen
Gruppe und ihrer Konfession steht
Tillich zwar nicht allein – fast zeitgleich äußerte sich Unionsfraktionschef Volker Kauder ganz ähnlich, so wie auch schon vor einer
Woche die meisten der von der „Freien Presse“ angefragten sächsischen
CDU-Politiker auf Distanz zu Mer-
DRESDEN — Öffentlicher
Widerspruch zur Bundeskanzlerin gehört
nicht unbedingt zu den Spezialdisziplinen von Stanislaw Tillich. Wenn
Sachsens Ministerpräsident es doch
tut und sich mit seiner Meinung offen gegen seine Parteichefin Angela
Merkel stellt, muss es brenzlig sein.
Und das ist die Sache mit Pegida für
den CDU-Mann gerade zweifellos.
Merkel hatte vor wenigen Tagen
den von Altbundespräsident Christian Wulff erstmals am Einheitsfeiertag 2010 geprägten Spruch wiederholt, wonach der Islam zu
Deutschland gehöre. Wie damals,
als das Land gerade munter über
Thilo Sarrazins Buch „Deutschland
schafft sich ab“ debattierte, bleibt
auch in den Pegida-Wochen eine
Grundsatzdebatte nicht aus.
Von Tillich war zumindest öffentlich zur Islam-Debatte vier Jahre
lang so gut wie nichts zu hören. Das
änderte sich erst jetzt. Tillich kam
während des Dialogforums „Miteinander in Sachsen“ mit Pegida-Anhängern ins Gespräch. Einer von ihnen war es dann auch, der die Übereinkunft der Tischgesellschaft aus-
kels Islam-Satz gingen. Aber Tillich
ist zu lange dabei, um die besondere
Wirkung seiner Worte als Ministerpräsident des Bundeslandes mit den
größten Pegida-Protesten zu unterschätzen – und zwar nach allen
Richtungen. Teilen der sächsischen
CDU-Basis spricht Tillich damit genauso aus der Seele wie zugleich diejenigen Demonstranten an, die aus
Sorge vor einer „Islamisierung des
Abendlandes“ seit Wochen auf die
Straße gehen.
Nicht wenigen davon liefert Tillich im Interview übrigens noch eine nachträgliche Begründung für ihren Protest frei Haus, indem er sagt:
„Die Menschen haben Angst vor
dem Islam, weil Terrorakte im Namen des Islams verübt werden.“ Versäumnisse sieht er bei den muslimischen Verbänden: Sie könnten „die
Ängste in diesem Land“ reduzieren,
wenn sie „klar formulierten, dass es
sich um einen Missbrauch ihrer Religion handelt“.
Kaum praktische Folgen
Als Kollateralschäden dürfte Tillich
Verstimmungen bei eben jenen
muslimischen Verbänden oder der
Opposition von Linken und Grünen
einkalkuliert haben – sowie auch
beim Koalitionspartner SPD. VizeRegierungschef Martin Dulig hatte
sich schon Sonntagmittag per Twitter positioniert: „Angela Merkel hat
recht. Der Islam gehört zu Deutschland. Das gilt auch für Sachsen.“
Aber wenn es allein bei dieser
Meinungsverschiedenheit bleibt,
wird Schwarz-Rot das schon allein
deshalb verkraften, weil sie nur semantischer Natur ist: Praktische Fol-
Legida verschiebt Aufmarsch
Bei einer Visite in Abu Dhabi 2010 besuchte Sachsens Ministerpräsident StaFOTO: ARNO BURGI/DPA/ARCHIV
nislaw Tillich auch die Große Moschee.
Das islamkritische Bündnis Legida
hat seinen geplanten Aufzug in Leipzig von Mittwoch auf Freitag verlegt.
Das bestätigte gestern ein Sprecher
der Stadt. Der Mittwoch-Termin sei
von Legida abgesagt worden, stattdessen wurden bis Jahresende Kundgebungen freitags angemeldet. Die
Gegenaktionen von Nolegida sollen
nun ebenfalls auf den Freitag verlegt
werden. Legida, der Leipziger Ableger
des Dresdner Pegida-Vereins, hat bislang zweimal demonstriert. Am vorigen Mittwoch hatten die Demo und
die zahlreichen Gegenaktionen Leipzig in einem Ausnahmezustand versetzt. Die Polizei bot mehr als 4000
Einsatzkräfte auf. (dpa)
gen wird Tillichs Satz nicht haben.
Dabei wäre für Tillich und seine
CDU zumindest ein inhaltliches Zugeständnis an Pegida gar nicht so
schwer. Er ist auch selbst davon
überzeugt, dass es den Demonstranten nur am Rand um „Islamisierungsängste“ geht: „Die meisten haben sich von der Politik abgewandt.“
Dafür zu sorgen, dass sich die
Sachsen „mehr als bisher an politischen Entscheidungen beteiligen“,
das haben CDU und SPD erst im
Herbst in ihrem Koalitionsvertrag
festgeschrieben. Wörtlich heißt es:
„Wir werden prüfen, ob wir mehr
Möglichkeiten der direkten Demokratie schaffen können, um die Partizipation der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen.“ Mehr direkte Demokratie, das ist in Sachsen bisher
nur an einer Partei gescheitert – der
seit 24 Jahren regierenden Union.
Auch im neuen Landtag gelten
Linke, Grüne, SPD und AfD gleichermaßen als Anhänger der Idee, die
Hürden für landesweite Volksentscheide abzusenken – auch wenn es
im Detail dazu unterschiedliche Ansätze gibt und eine Verfassungsänderung erforderlich wäre. Pegida fordert zwar gleich „Volksabstimmungen über Bundespolitik“, die der
Landtag nun mal nicht beschließen
kann. Aber auch in Bundestag und
Bundesrat steht dem bislang nur die
Union entgegen. „Seit Jahren wollen
SPD und Grüne Volksabstimmungen ins Grundgesetz aufnehmen.
Dafür brauchte es nicht Pegida“, sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel jetzt der
„Leipziger Volkszeitung“. Ob Tillich
hierbei zum CDU-Vorkämpfer wird?
„Westen muss sich in Nigeria stärker einbringen“
Der Chemnitzer Bundestagsabgeordnete Frank Heinrich plädiert für Unterstützung im Kampf gegen die Islamisten von Boko Haram
CHEMNITZ — Der Chemnitzer CDUBundestagsabgeordnete
Frank
Heinrich war vor wenigen Wochen im Auftrag seiner Fraktion in
dem vom Terror gepeinigten Nigeria. Alessandro Peduto hat mit ihm
über seine Eindrücke gesprochen.
Freie Presse: Haben Sie nach
Ihrer Reise den Eindruck, dass
Nigeria durch die Gewalt der islamistischen Terrormiliz Boko
Haram im Chaos versinkt?
Frank Heinrich: Es ist ein Riesenland und daher ist die Sicherheitslage in den einzelnen Regionen unterschiedlich. Im Norden muss man
durch das Wüten der Terrormiliz Boko Haram von Chaos sprechen. Insgesamt ist der Alltag des Landes von
Gewalt durchdrungen: Es gibt Geiselnahmen, Entführungen, Erpressung, Korruption. Auch Folter gehört dazu. Es gibt Konflikte zwischen den Religionen, zwischen verschiedenen Ethnien und um harte
materielle Interessen durch ökono-
mische Ungleichheit.
Um was für einen Kampf handelt
es sich im Norden Nigerias?
Die Terrorgruppe Boko Haram richtet ihre religiös geprägte Ideologie
äußerst brutal gegen die eigene Bevölkerung. Ich spreche bewusst
nicht von Religion, denn viele Muslime verurteilen Boko Haram.
Wegen seiner Ölvorkommen ist
Nigeria
das
wirtschaftlich
stärkste Land Afrikas. Trotzdem
scheinen Militär und Polizei die
Lage nicht unter Kontrolle zu
bringen. Warum?
Auch in diesen Organisationen gibt
es sehr viel Korruption. Die Struktur
der Sicherheitskräfte ist zum Teil äußerst labil. Das zeigt sich derzeit im
Kampf gegen Boko Haram.
Im Irak und in Afghanistan hilft
der Westen, Islamisten zu bekämpfen. In Nigeria tut der Westen dagegen so, als ginge ihn der
Terror nichts an.
Das ist für mich in der Tat nicht verständlich. Das regt mich sogar rich-
tig auf. Es scheint so, als schalte sich
der Westen erst dann ein, wenn es zu
einer unmittelbaren Bedrohung für
ihn kommt. Bislang ist das aus Richtung Nigeria zwar nicht der Fall.
Aber ich frage mich schon: Muss der
Westen erst Tote beklagen, bevor
Frank Heinrich
CDU-Abgeordneter im
Bundestag
FOTO: CDU/ARCHIV
wir uns politisch mit den dortigen
Problemen auseinandersetzen und
etwas unternehmen? Das ist schizophren.
Was könnte Deutschland tun?
In einem ersten Schritt könnten wir
darauf hinwirken, dass die afrikanischen Staaten sich untereinander
organisieren und an einer afrikanischen Lösung arbeiten, beispielsweise unter Leitung der westafrika-
nischen Wirtschaftsgemeinschaft
Ecowas. Dafür kann sich Deutschland diplomatisch einsetzen. Wir
müssen nicht gleich dorthin fliegen
oder dieselbe Hilfe leisten wie im
Irak. Wenn sich die Lage in Nigeria
zuspitzt, könnte sich der Westen
auch vor Ort stärker einbringen.
Wie beispielsweise?
Durch militärische Ausbildungsangebote etwa, ähnlich wie im Irak,
durch Schulung der Sicherheitskräfte, Aufklärungsgerät, logistische Unterstützung. Da gibt es einige Möglichkeiten.
Was ist mit Nigerias Regierung?
Während im Norden eine ganze
Stadt verwüstet wird und Hunderte Menschen sterben, macht
Staatspräsident Goodluck Jonathan fröhlich Wahlkampf. Ist
ihm der Terror gleichgültig?
Nein, sicher nicht. Afrikaner haben
andere Reflexe, um Trauer und Mitleid auszudrücken. Es spielen sicher
kulturelle Gepflogenheiten eine
Rolle. Aber es ist zweifellos zu kriti-
sieren, dass sich der Präsident
schmallippig oder gar nicht zu den
Geschehnissen äußert, nur weil
Wahlkampf ist. Das dürfte der
Grund sein, warum er die Sache
überspielt.
Vor rund einem Jahr wurden
mehr als 200 junge Mädchen von
den Milizen entführt. Was weiß
man von deren Schicksal?
Die meisten von ihnen sind inzwischen zwangsverheiratet, verkauft
und versklavt. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass diese Mädchen wieder freikommen. Diese Hoffnung
hat kaum mehr jemand in Nigeria.
Frank Heinrich
Der Chemnitzer CDU-Bundestagsabgeordnete ist Obmann der Union im
Ausschuss für Menschenrechte und
humanitäre Hilfe. Der 51-jährige
Theologe und Sozialpädagoge ist seit
2009 Abgeordneter. Zuvor leitete der
gebürtige Siegener mit seiner Frau
die Heilsarmee in Chemnitz. (ape)
POLITIK
Dienstag, 27. Januar 2015
DAS THEMA: NACH DER WAHL IN GRIECHENLAND
NACHRICHTEN
UNGLÜCK
Kampfflugzeug in
Spanien abgestürzt
MADRID — Beim Absturz eines grie-
chischen Kampfflugzeugs auf einem Luftwaffenstützpunkt in Spanien sind gestern mindestens zehn
Menschen ums Leben gekommen.
Wie das spanische Verteidigungsministerium mitteilte, wurden bei dem
Unglück nahe Albacete im Südosten
Spaniens 13 weitere Menschen verletzt. Das Flugzeug vom Typ F-16
hatte auf dem Stützpunkt zusammen mit drei weiteren griechischen
Maschinen an einem Ausbildungsprogramm der Nato teilgenommen.
Es stürzte auf eine Fläche, auf der andere Maschinen abgestellt worden
waren. Mehrere Flugzeuge gingen
danach in Flammen auf. Nach Informationen der Online-Zeitung „Elpais.com“ stammten die Toten und
Verletzten aus sechs oder sieben verschiedenen Nato-Ländern. Aus Militärkreisen verlautete, dass die beiden Piloten des griechischen Flugzeugs unter den Toten waren. (dpa)
FLÜCHTLINGE
153 Angriffe auf
Heime registriert
BERLIN — In Deutschland finden –
statistisch gesehen – jede Woche
drei Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte statt. Jeden Monat werden
zudem mehr als sechs Übergriffe auf
Flüchtlinge verübt. Das geht aus einer gestern veröffentlichten Analyse von Pro Asyl und der Amadeu-Antonio-Stiftung hervor. Demnach
wurden im Jahr 2014 bundesweit
77 Übergriffe auf Flüchtlinge gezählt sowie 153 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte. Dazu zählten den
Angaben zufolge 35 Brandanschläge
und 118 Sachbeschädigungen an
Unterkünften. In Sachsen gab es
demnach mit Abstand die meisten
rassistisch motivierten Körperverletzungen gegen Flüchtlinge. Für die
Dokumentation seien Medienberichte, Auskünfte von lokalen Initiativen und von Rassismus Betroffenen, Zahlen des Bundeskriminalamtes, Mitteilungen von Polizei und
Staatsanwaltschaften sowie Ergebnisse parlamentarischer Anfragen
ausgewertet worden, hieß es. (epd)
» www.mut-gegen-rechte-gewalt.de
RÜSTUNGSINDUSTRIE
Werft baut Boote
für Saudi-Arabien
WOLGAST — Auf der zur Lürssen-
Gruppe gehörenden Peene-Werft
Wolgast haben die ersten Arbeiten
an dem Großauftrag über Boote für
Saudi-Arabiens Küstenwache begonnen. „Wir halten an unserem
Fahrplan fest“, sagte gestern ein
Lürssen-Sprecher. Medienberichten
zufolge hat die Bundesregierung alle
Waffenexporte nach Saudi-Arabien
vorerst gestoppt. Von der LürssenGruppe hieß es dazu, es lägen bislang keine Informationen vor. Der
Auftrag für den Bau von rund 100
Küstenschutzbooten soll einen
Wert von mehr als einer Milliarde
Euro haben. (dpa)
KLINIKKEIME
Gröhe will schärfere
Meldepflicht
BERLIN — Im Kampf gegen multire-
sistente Krankenhauskeime will
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) die Meldepflichten verschärfen. Künftig müssten
derartige Erreger nicht erst bei einem Krankheitsausbruch, sondern
bereits beim ersten Nachweis gemeldet werden, sagte Gröhe gestern.
Der Entwurf für eine entsprechende
Verordnung sei bereits in der Ressortabstimmung. Sie solle im kommenden Sommer in Kraft treten.
„Damit gewinnen die Gesundheitsämter wertvolle Zeit, um zielgerichtet vorgehen zu können“, betonte
Gröhe. Hintergrund sind Fälle am
Universitätsklinikum in Kiel, bei denen sich mehrere Patienten mit einem gegen gängige Antibiotika resistenten Keim infiziert hatten und
daran gestorben waren. (epd)
Freie Presse
Linksruck mit Rechtsdrall
Diese Koalition dürfte viele Syriza-Wähler vor den Kopf stoßen. Das griechische Linksbündnis
will nach der Wahl mit Rechtspopulisten zusammenarbeiten. Wer sind die Partner?
VON TAKIS TSAFOS UND
ALKIMOS SARTOROS
KOMMENTAR
ATHEN — Dieses Bündnis ist europa-
Schräges
Paar
weit einzigartig. Der strahlende Sieger der Parlamentswahl in Griechenland, Alexis Tsipras, geht eine
Koalition mit einem historischen
Erzfeind ein. Sein radikales Linksbündnis Syriza arbeitet künftig mit
den rechtspopulistischen Unabhängigen Griechen (Anexartitoi Ellines)
zusammen. Im Kampf gegen die
Vorgaben der internationalen Geldgeber ignoriert er offenbar bereitwillig viele ideologische Gräben. Innenund außenpolitisch drohen allerdings Konflikte.
Im Wahlkampf setzte Tsipras auf
Kompromisslosigkeit. Koalitionen
schloss er aus. Doch das Wahlergebnis ließ ihm wenige Möglichkeiten.
Die beiden bislang regierenden Parteien der Konservativen und der Sozialisten hatte er wiederholt hart angegriffen. Sie seien Lakaien der internationalen Geldgeber und an der
Verelendung im Lande schuld, sagte
Tsipras.
Auch auf der anderen Seite des
politischen Spektrums hat sich Tsipras keine Freunde gemacht. Die
kommunistischen Hardliner der
KKE verweigerten dem Politiker
schon im Wahlkampf jede Unterstützung. Für sie ist auch er ein Repräsentant des kapitalistischen Systems.
Damit blieb Tsipras wenig übrig:
Eine Annäherung an die rassistische
und rechtsradikale Goldene Morgenröte war selbst für den wandlungsfähigen Politstar undenkbar.
Die Parteiführung der nun drittstärksten Kraft in Griechenland hatte ihren Wahlkampf aus dem Gefängnis heraus geführt. Zahlreiche
Funktionäre sitzen wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung in Untersuchungshaft.
Am wahrscheinlichsten war
noch am Wahlabend eine Koalition
mit der proeuropäischen Partei der
politischen Mitte, To Potami (Der
Fluss), erschienen. Deren einzige Bedingung für eine Zusammenarbeit
war der Verbleib des Landes in der
Eurozone. „Wir und wohl auch Tausende Syriza-Wähler fragen sich
nun, wie diese neue Koalition funktionieren soll“, sagte der sichtlich
enttäuschte Potami-Chef Stavros
Theodorakis.
„Die Menschen sollten nicht viele Erwartungen an diese Regierung
haben“, sagte Wirtschaftswissenschaftler Panagiotis Petrakis von der
Universität Athen. Wegen der finanziellen Zwangslage des Landes, aber
auch wegen der großen politischen
Differenzen habe diese Koalition
von Anfang an wenig Handlungsspielraum, sagte er.
Offenkundige Einigkeit herrscht
im Prinzip nur in einem Punkt: Das
Sparprogramm im Land soll sofort
beendet werden, mit den internationalen Geldgebern soll ein Schuldenschnitt ausgehandelt werden. Griechenland hat Verbindlichkeiten von
rund 320 Milliarden Euro. Andere
Themen dürften vor diesem Hinter-
VON JÜRGEN BECKER
juergen.becker@freiepresse.de
W
Syriza-Chef Alexis Tsipras feiert vor der Universität in Athen mit seinen AnFOTO: ORESTIS PANAGIOTOU/DPA
hängern seinen Wahlsieg.
er möchte, kann aus den
beiden sich politisch gegenüberliegenden Enden des Links-rechts-Bündnisses in
Griechenland leicht eine Querfront
stricken, die alle ideologischen
Grenzen überwunden hat. Doch das
ist mitnichten so. Denn wer genau
hinschaut, entdeckt in dieser Allianz erhebliche Differenzen. Besonders tief ist der Graben in der Migrationspolitik. Die rechtspopulistischen Unabhängigen Griechen lehnen Multikulti ab. Syriza will, dass
Einwanderer sogar nicht nur im
EU-Land ihrer Einreise Asyl beantragen können. Auch bei der Einstellung zur Kirche, in der Steuerpolitik
und im Umgang mit den Wirtschaftseliten scheiden sich die Geister. Allein in der Europapolitik eint
beide Lager der Wille, der Troika aus
Europäischer Zentralbank, Weltwährungsfonds und EU-Kommission die Stirn zu bieten und einen
selbst gewählten Reformweg zu gehen. Doch Hellas-Gewinner Tsipras
hat seinen kleinen Partner mit Bedacht gewählt: Er und der Chef der
Unabhängigen Griechen, Panos
Kammenos, sollen sich trotz ihrer
vielen Unterschiede bestens verstehen. Beide sehen im Schuldenschnitt das vordringlichste Problem.
Und auch Tsipras weiß, dass er
längst nicht mit allen Vorhaben die
Mehrheit der Griechen hinter sich
hat. Der Widerstand der konservativen Griechen könnte ihm auch ein
Alibi geben, unpopulärere Vorhaben wie die Lockerung der Einwanderungsgesetze oder die Trennung
von Kirche und Staat aufzugeben.
Das griechische Dilemma
Die Bevölkerung in Griechenland
musste in den vergangenen fünf Jahren in Friedenszeiten nie dagewesene
Entbehrungen verkraften. Einige Zahlen und Fakten im Überblick:
Arbeitslosigkeit: Die Erwerbslosenquote liegt bei 25,5 Prozent. Bei den
unter 25-Jährigen ist sogar fast jeder
Zweite ohne Job: Nach jüngsten Erhebungen liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei 48,4 Prozent.
ber 2014). Das sind fast 180 Prozent
des Bruttoinlandsprodukts. Die EU
und der Internationale Währungsfonds haben dem Land mit Darlehen
in Höhe von rund 240 Milliarden Euro
unter die Arme gegriffen.
Staatsschulden: Griechenland hat
insgesamt Schulden in Höhe von rund
320 Milliarden Euro (Stand Septem-
Einkommen: Nach übereinstimmenden Angaben von Regierung und Gewerkschaften mussten die Menschen
in Griechenland seit 2009 im Durchschnitt Einkommenseinbußen von 30
Prozent hinnehmen. Im öffentlichen
Dienst wurden Urlaubs- und Weihnachtsgeld gestrichen. Auch Renten
wurden massiv gekürzt.
grund zunächst an den Rand gedrängt werden.
Im Wahlkampf hatten die Unabhängigen Griechen gefordert, Migranten auszuweisen, die sich illegal
im Land aufhalten. Syriza ist dagegen für Integration. Im Streit mit der
Türkei um Hoheitsrechte in der Ägäis fordern die Unabhängigen Grie-
chen eine harte Linie. Hier könnte
sich Tsipras zu Zugeständnissen gegenüber dem Koalitionspartner bereit zeigen, um sein größtes Wahlversprechen einlösen zu können:
bessere Lebensbedingungen für die
Menschen im Land.
Zu konkreten Plänen und Initiativen äußerten sich die Neu-Koaliti-
Öffentlicher Dienst: Nach jüngsten
Zahlen arbeiten derzeit 675.000 Menschen im öffentlichen Dienst. Das sind
rund 277.000 weniger als noch 2009.
Allein im Jahr 2014 wurden 9500
Staatsbedienstete entlassen. Zudem
wurden viele Stellen nach altersbedingtem Ausscheiden von Angestellten nicht nachbesetzt.
Wirtschaftswachstum: Erstmals
nach vielen Rezessionsjahren wuchs
die Wirtschaft 2014 nach vorläufigen
Zahlen um 0,7 Prozent. Für 2015 werden zwischen 1,5 Prozent und 2,9 Prozent Plus erwartet. (dpa)
onäre zunächst nicht. „Diese Koalition wird auf Sicht fahren“, zeigte sich
Wissenschaftler Petrakis überzeugt.
Am Nachmittag wurde Syriza-Chef
Tsipras als Ministerpräsident vereidigt. Bei der Zeremonie am Sitz des
Staatspräsidenten in Athen versprach er, die Interessen des griechischen Volkes zu wahren. (dpa)
Koalition mit dem „Klassenfeind“
Panos Kammenos ist Vorsitzender der rechtspopulistischen Unabhängigen Griechen – und ein Produkt der Krise
ATHEN — Er ist Freund guter Küche,
spricht fließend Französisch und
kreuzt im Sommer gern mit der
Yacht durch die Ägäis. Berühmt sind
seine emotional geladenen Reden
im Parlament. Mit rotem Kopf und
hervortretenden Augen fordert der
studierte Ökonom Panos Kammenos ein Ende der Sparmaßnahmen.
Athen solle nichts an seine Gläubiger zahlen, Berlin Reparationen für
die deutsche Besatzung Griechenlands im Krieg leisten, fordert der
Chef der rechtspopulistischen Partei
der Unabhängigen Griechen (Anexartitoi Ellines) immer wieder.
Kammenos ist ein Produkt der
schweren Finanzkrise, die Griechenland seit mehr als fünf Jahren heimsucht. Der 49-Jährige hat es sich als
Ziel gesetzt, sein Land von den „Besatzern“ – wie er die Kontrolleure
der internationalen Geldgeber
nennt – zu befreien. Um das zu erreichen, zögert er auch nicht, als Juniorpartner in einer Koalition die Regierung des eigentlichen „Klassenfeindes“, des Linken Alexis Tsipras,
zu stützen.
Kammenos startete seine politische Karriere als Mitglied der Parteijugend der konservativen Nea Di-
mokratia (ND). Er stieg schnell auf
und wurde mehrfach ins Parlament
gewählt. 2011, als die Finanzkrise in
Griechenland ihren Höhepunkt erreichte und die Konservativen ein
hartes Sparpaket verabschiedeten,
verweigerte er seiner Partei die Stimme und wurde aus der ND ausgeschlossen. 2012 gründete er eine eigene Partei – die Unabhängigen
Griechen. Sie steht im politischen
Spektrum rechts von der ND. Der
Sohn einer reichen Athener Händlerfamilie, der enge Beziehungen
zur Orthodoxen Kirche pflegt, ist
verheiratet, hat vier Kinder. (dpa)
Panos Kammenos (vorn) ist der Spitzenmann der griechischen Rechtspopulisten. FOTO: ALKIS KONSTANTINIDIS/REUTERS
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Kurdische
Kämpfer
befreien
Kobane
Terrormiliz IS verliert
Kontrolle über umkämpfte
Stadt im Norden Syriens
KOBANE — Nach monatelangen Gefechten haben kurdische Kämpfer
die nordsyrische Stadt Kobane vollständig von der IS-Terrormiliz befreit. Damit endete nach rund vier
Monaten vorerst eine der erbittertsten Schlachten im syrischen Bürgerkrieg. Die Extremisten des Islamischen Staats (IS) erlitten eine ihrer
schwersten Niederlagen seit Ausbruch des Konflikts. Die Kurden hoffen nun, die Extremisten auch in anderen Kampfgebieten zurückdrängen zu können.
Die Kurden brachten gestern im
Osten Kobanes die letzten Viertel
unter ihre Kontrolle, wie einer ihrer
Sprecher bestätigte.
Der IS hatte im September seinen
Vormarsch auf die vor allem von
Kurden bewohnte Stadt an der Grenze zur Türkei begonnen. Zunächst
überrannten IS-Kämpfer die Dörfer
im Umland und trieben Zehntausende Menschen in die Flucht. Von
Kobane selbst konnten die Extremisten zeitweise mehr als die Hälfte
unter Kontrolle bringen.
Mit Unterstützung von Luftangriffen der USA und ihrer arabischen Verbündeten gelang es den
Kurden jedoch, die Extremisten
nach und nach zurückzudrängen.
Sie erhielten dafür auch Unterstützung von Kurden aus dem Irak, die
schwere Waffen heranschafften.
„Dies ist ein Sieg für alle Kurden“,
sagte Kurden-Sprecher Idriss Nassan. Ihm zufolge planen die Verteidiger für heute eine Feier. Der Verteidigungsminister von Kobane, Ismet
Hassan, erklärte, die Kurden wollten
ihren Feldzug fortsetzen und auch
das Umland zurückerobern. Dörfer
im Umkreis von etwa 40 Kilometern
stünden noch unter Kontrolle des IS.
Auch dort wohnen vor allem Kurden. „Wir appellieren an die internationale Gemeinschaft, einen humanitären Korridor zu öffnen, um Kobane zu helfen“, sagte Hassan.
Auch im Irak meldeten die Sicherheitskräfte laut Berichten Erfolge gegen den IS. Die Extremisten seien aus der kompletten Provinz Dijala nördlich von Bagdad vertrieben
worden, zitierte der Nachrichtensender El Arabija einen Polizeioffizier. Der IS kontrolliert auch nach
dem Verlust Kobanes noch immer
rund ein Drittel Syriens. Auch im
Irak beherrscht er riesige Flächen.
Mit wenig Hoffnung auf eine Verhandlungslösung begannen unterdessen in Moskau neue Friedensgespräche über ein Ende des syrischen
Bürgerkriegs. Zu dem Treffen reisten
Vertreter der syrischen Regierung
und der Opposition an. (dpa)
INTERNET
Brandenburg bremst
Google Analytics aus
KLEINMACHNOW — Die Datenschutzbeauftragte des Bundeslandes Brandenburg hat den Einsatz des Webanalysedienstes Google Analytics
auf den Webseiten von 40 Kommunen gestoppt. Jede Fünfte von 200
Kommunen in Brandenburg habe
die Bewegungen der Nutzer auf ihren Webseiten mit diesem GoogleDienst ausgewertet, teilte die Behörde gestern in Kleinmachnow mit.
Diese Erfassung sei auf Intervention
der Landesdatenschutzbeauftragten
Dagmar Hartge unterbunden worden. Google Analytics ist das populärste Tool im Netz, um die Reichweite einer Webseite in Echtzeit zu
messen. Mit dem Dienst können
aber auch Informationen über den
Anwender, etwa der ungefähre
Standort des PCs oder zuvor besuchte Webseiten, angezeigt werden. Die
Nutzer der Webseiten von Kommunen müssten darauf vertrauen können, dass ihre persönlichen Daten sicher seien, sagte Hartge. (dpa)
6 Freie Presse
WIRTSCHAFT & BÖRSE
NACHRICHTEN
EINS ENERGIE
Wechsel an
Unternehmensspitze
FOTO: EINS ENERGIE
CHEMNITZ — Roland Warner wird
neuer Chef von Eins. Das hat der
Aufsichtsrat des Unternehmens gestern entschieden. Derzeit ist Roland
Warner Vorstand für Technik und
Personal bei den
Stadtwerken Kaiserslautern. Er wird
seinen Dienst voraussichtlich
zur
Jahresmitte antreten. Vor seiner Vorstandstätigkeit war
Roland Warner als
Geschäftsführer
der Stadtwerke Lindau tätig. Von
1998 bis 2003 war er Geschäftsgebietsleiter der Stadtwerke und wirkte zuvor bei der Gas-, Elektrizitätsund Wasserwerke AG in Köln sowie
dem Anlagenbau Leipzig. Warner ist
Diplomingenieur sowie Diplomkaufmann. Der 51-Jährige ist verheiratet und hat vier Kinder. Er tritt die
Nachfolge von Reiner Gebhardt an,
der altersbedingt ausscheidet. (hüb)
MINDESTLOHN
CSU besteht
auf Korrekturen
MÜNCHEN — Die CSU besteht auf Korrekturen bei den Bürokratieregeln
für den seit Jahresanfang geltenden
Mindestlohn. Der Mindestlohn stehe im Gesetz und sei richtig, es gehe
aber um den bürokratischen Aufwand, sagte CSU-Chef Horst Seehofer gestern vor einer Sitzung des Parteivorstands in München. UnionsBundestagsfraktionsvize Hans-Peter
Friedrich rief die SPD auf, ihren Widerstand aufzugeben: „Die SPD
muss sich bewegen.“ (dpa)
ZINSEN
Londoner Bank
sieht Anstieg
LONDON — Die Zinswende in Groß-
britannien kommt nach Ansicht der
Notenbankerin Kristin Forbes womöglich früher als erwartet. Die
Preise könnten mittelfristig stärker
anziehen als gedacht und damit eine
frühere Straffung der Geldpolitik
notwendig machen, sagte Forbes
dem „Wall Street Journal“. Die Bank
von England hält den Leitzins seit
rund sechs Jahren auf dem Niveau
von 0,5 Prozent. (rtr)
Roboter-Autos
sollen auf der
A9 rollen
Dienstag, 27. Januar 2015
Güterumschlag verdoppelt
Sparverträge dürfen nicht
mit Hinweis auf zu hohe
Zinsen gekündigt werden
Bund will autonomes Fahren in Bayern testen
BERLIN — Die Autoindustrie arbeitet seit Jahren an Autos, die auch
ohne Hilfe ihres Fahrers von A
nach B kommen. Technisch ist das
längst keine Zukunftsmusik mehr.
Von der Serienreife sind komplett
selbstfahrende Autos trotzdem
noch ein ganzes Stück entfernt.
Denn es gibt auch bürokratische
Hürden. Der Bund will nun eine
erste digitale Teststrecke auf der
A9 in Bayern einrichten. Die Industrie freut’s.
Was ist autonomes Fahren?
Autopiloten sind in Flugzeugen
Standard. Auch in Schiffen übernimmt zumindest außerhalb der
Häfen oft der Computer das Ruder.
Am Ende geht es auch beim autonomen Fahren um einen Autopiloten,
der das Fahrzeug steuert. Doch der
Autoverkehr ist komplex. Auf der
Autobahn können die Prototypen
der Industrie bereits ohne größere
Probleme ohne Eingriffe des Fahrers
unterwegs sein. Im Stadtverkehr
wird es schon schwieriger. Halbautomatische Funktionen sind allerdings inzwischen Alltag. Ob Tempomaten, Einparkhilfen, Stauassistenten oder Abstandsregler - viele Funktionen entlasten den Fahrer bereits.
Auch etwa Mähdrescher können
längst eigenständig über das Feld
fahren.
Was sind die Vorteile?
Eins der wichtigsten Argumente ist
die Sicherheit. Die meisten Unfälle
gehen auf Fahrfehler zurück. Weit
oben in der Statistik: zu hohe Geschwindigkeit, zu geringer Abstand
oder Abbiegefehler. Automatisch gesteuerte Autos würden solche Fehler
minimieren. Denn Risikofreude,
Spaß an der Geschwindigkeit und
Selbstüberschätzung kennt ein
Computer nicht. Er bremst, wenn
der Abstand zu gering wird und
nimmt nicht aus Unachtsamkeit anderen die Vorfahrt.
Wie weit ist die Technik?
Die Entwicklung ist recht weit fortgeschritten. BMW etwa testet seit
Gericht gibt
Kunden der
Sparkasse
recht
Jahren automatisch fahrende Autos,
auch auf deutschen Autobahnen.
Die Fahrzeuge können auch eigenständig überholen. Solche Tests
müssen sich die Hersteller aber von
Behörden genehmigen lassen. Audi
ließ jüngst zur US-Technikmesse
CES einen Wagen „autonom“ rund
900 Kilometer aus dem Silicon Valley nach Las Vegas fahren. Auch
Daimler präsentierte auf der CES seine Vision für ein selbstfahrendes
Auto der Zukunft. Zumindest für die
Autobahn können sich manche Hersteller pilotiertes Fahren bereits in
fünf bis sieben Jahren vorstellen.
VON ANDREAS KRÖNER
FRANKFURT (MAIN) — Die Sparkasse
Wer trägt die Verantwortung
für so ein Auto?
Hier beginnen die Schwierigkeiten
jenseits der Technik. Die erste Hürde
ist das „Wiener Übereinkommen für
den Straßenverkehr“ von 1968, das
die Basis für die meisten Verkehrsregelungen ist. Darin gibt es zwar Hinweise zu Zugtieren, aber von selbstfahrenden Autos ist nicht die Rede.
Dafür aber davon, dass jedes Auto einen Fahrer braucht, der am Ende
verantwortlich ist. Noch fehlen dafür aber Regeln und Gesetze.
Was heißt das für Versicherer?
Europas größter Versicherer, die Allianz, würde auch selbstfahrende
Autos versichern. Allerdings würde
sich die Risikoeinschätzung ändern,
denn das Risiko verlagere sich vom
menschlichen Fehler des Fahrers
zum Entwickler der Autopiloten. Allerdings glauben die Versicherer
nicht daran, dass es vollständig
selbstfahrende Auto geben wird. Ein
Fahrer werde auch künftig einen
Führerschein brauchen, und das Gefährt im Notfall oder in Situationen
wo es nötig ist, kontrollieren zu können.
Die deutschen Seehäfen (im Foto
der Containerhafen Hamburg) haben ihren Güterumschlag in den
vergangenen 20 Jahren auf ungefähr 300 Millionen Tonnen verdoppelt. Maßgeblich für diese Entwicklung war vor allem das Umschlagwachstum der beiden deutschen Containerhäfen Hamburg
und Bremerhaven, geht aus einer
Langfrist-Analyse der Seeschifffahrt und der Häfen in Norddeutschland hervor, die am Montag vom Statistik-Amt Nord in
Warum treiben Autohersteller
das Thema voran?
Sicherlich auch, um Kunden mit immer ausgereifteren Extras zu locken.
Doch daneben spielt auch die mögliche Konkurrenz durch andere Spieler eine Rolle. (dpa)
Hamburg verbreitet wurde. Danach hat sich zwischen 1995 und
2013 der Güterumschlag in Bremerhaven um 261 Prozent und im
Hamburger Hafen um 83 Prozent
erhöht. Wachstumstreiber war der
Warenaustausch speziell mit AsiFOTO: MARCUS BRANDT/DPA
en.
EIN VIDEO über den Hamburger Hafen können Sie sehen, wenn Sie den Code mit
dem Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/hafen
Ulm muss hohe Zinsversprechen an
ihre Kunden einhalten. Das Institut
dürfe hochverzinste Sparverträge,
die es zwischen 1993 und 2005 vertrieben hat, nicht kündigen, entschied das Ulmer Landgericht gestern. Die Sparverträge haben eine
Laufzeit von 25 Jahren und gewähren den Kunden Bonuszinsen von
bis zu 3,5 Prozent. Für Sparer ist das
im aktuellen Niedrigzinsumfeld
sehr attraktiv, für die Sparkasse ein
schmerzhaftes Verlustgeschäft.
Der Fall hat bundesweit für Aufsehen gesorgt. Er zeige, dass an dem
bodenständigen und ehrlichen
Image, das die Sparkassen gerne kultivierten, nicht viel dran sei, kritisierten Verbraucherschützer. Auch
beim deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) war man nicht
glücklich über die Entwicklung in
Ulm, schließlich gehört Vertragstreue aus Sicht des DSGV „zum Markenkern der Sparkassen“. Die Sparkasse Ulm werde das erstinstanzliche Urteil prüfen und dann entscheiden, ob und wie sie weiter vorgehe, sagte ein Sprecher des Geldhauses. Die Sparkasse hat rund
21.000 Scala-Verträge abgeschlossen, bei denen die Zinsen stufenweise ansteigen. Nach 20 Jahren bekommen die Kunden zusätzlich zum aktuellen Zinsniveau, das derzeit nahe
null liegt, einen Aufschlag von 3,5
Prozent.
2013 zog die Sparkasse die Notbremse und erklärte, sie könne das
Angebot in dieser Form nicht mehr
verantworten. Ihren Kunden bot sie
an, in andere Verträge zu wechseln,
worauf sich viele einließen. Im Zentrum des Streits stehen noch rund
4000 Scala-Verträge. Bisher hat die
Sparkasse keinen davon gekündigt.
Sie ist jedoch der Ansicht, dass sie
dazu berechtigt wäre. Dagegen hatte
ein Kläger eine Feststellungsklage
eingereicht, der das Landgericht
nun in vollem Umfang stattAz. 4 O 273/13
gab. (rtr)
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WIRTSCHAFT
Dienstag, 27. Januar 2015
Freie Presse
7
Potsdamer entwickeln virtuelle Stadtpläne
NACHRICHTEN
MASCHINENBAU
Starrag steigert
Umsatz 2014 leicht
RORSCHACHERBERG — Die börsenno-
tierte Schweizer Starrag Group, zu
der auch der Chemnitzer Maschinenbauer Heckert gehört, hat ihren
Umsatz im Geschäftsjahr 2014 währungsbereinigt leicht um 1,5 Prozent auf 393 Millionen Schweizer
Franken (397,5 Millionen Euro) gesteigert. Der Auftragsbestand konnte weiter erhöht werden und betrug
zum Ende des Berichtsjahres rund
288 Millionen Schweizer Franken
(291 Millionen Euro). Das entspreche einem Plus von 4,8 Prozent gegenüber Ende 2013, teilte die Starrag
Group Holding AG gestern mit. Die
Unternehmensgruppe ist ein weltweit agierender Hersteller von Präzisionsmaschinen und Werkzeugmaschinen zum Fräsen, Drehen, Bohren und Schleifen von Werkstücken
aus Metall, Verbundwerkstoffen
und Keramik. (cul)
NANOTECHNOLOGIE
Sächsische Firmen
auf Tokioter Messe
DRESDEN — Auf der weltgrößten Na-
notechnologie-Fachmesse „nanotech“ in Tokio (28. bis 30. Januar) ist
Sachsen mit acht Ausstellern vertreten. Unternehmen und Forschungseinrichtungen präsentieren ihre
Produkte und Technologien auf einem Gemeinschaftsstand, wie die
Wirtschaftsförderung Sachsen gestern mitteilte. Mit seinen 200 Nanotechnologie-Akteuren gehöre Sachsen zu den „Top 5 der Nanotechnologie-Standorte in Deutschland“, erklärte Wirtschaftsminister Martin
Dulig (SPD). Die Branchenschwerpunkte liegen im Bereich der Elektronik sowie im Maschinen- und Anlagenbau. „Doch auch für andere
wichtige Industriebranchen, insbesondere für den Automobilbau, hat
die Erschließung des Nanokosmos
Auswirkungen auf unsere Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Dulig. (dpa)
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Arcor
Tele2
Forscher der Fachhochschule Potsdam (im Fo-
den Datensammlungen entwickeln. In dem
gestern eröffneten „Urban Complexity Lab“
sollen digitale Karten erstellt werden, auf denen alle frei verfügbaren Informationen zu
to Professor Boris Müller vor einer Projektion) wollen gemeinsam mit einem Kartenhersteller virtuelle Stadtpläne mit umfassen-
Stadtvierteln und anderen Gebieten sichtbar
werden. Dazu gehören etwa die Verkehrsströme, die Daten der Luftverschmutzung,
aber auch Informationen zu den sozialen
und kulturellen Beziehungen der Bewohner
in einem Kiez. Beispielsweise könnte auch
das Müllaufkommen für ein Stadtgebiet viFOTO: RALF HIRSCHBERGER/DPA
sualisiert werden.
Warten auf den Anschluss
Seit Ende 2014 gibt es
keine durchgehende Bahnverbindung mehr zwischen
Dresden und Nürnberg.
Die Elektrozüge enden in
Hof, weil dort der Fahrdraht aufhört. Franken
kämpft darum, dass weiter
elektrifiziert wird.
Dresden
14
9
Weimar
4
Gera
Jena
Freiberg
4
Chemnitz
Rudolstadt
Zwickau
Aue
72
Saalfeld
Teplice
(Teplitz)
AnnabergBuchholz
9
Most
(Brüx)
Plauen
Sachsen-FrankenMagistrale
Karlovy Vary
(Karlsbad)
Hof
Richtung
Prag
VON JAN-DIRK FRANKE
MARKTREDWITZ — Es gab Zeiten, da
konnte man per Schnellzug von
Karlsruhe nach Dresden fahren –
ohne umzusteigen. Das war in den
1990er-Jahren, als auf der knapp 700
Kilometer langen Strecke Interregiozüge rollten – über Chemnitz,
Hof und Nürnberg. Fast neun Stunden dauerte die Fahrt. Heute geht
das etwas schneller, durchgehende
Fernzüge jedoch gibt es schon lange
nicht mehr. Nicht einmal bis Nürnberg. Ende 2006 fuhr der letzte echte
Intercity über die Sachsen-FrankenMagistrale nach Nürnberg. Danach
gab es noch Direktverbindungen
mit Nahverkehrszügen. Seit Mitte
Dezember ist es auch damit vorbei –
für die E-Lok-bespannten Züge aus
Sachsen ist in Hof Schluss.
Franken kämpft seit Jahren um
die Elektrifizierung, doch voran
geht es nicht. Für den Abschnitt
Hof–Marktredwitz laufen zwar die
Vorplanungen und für Marktredwitz–Nürnberg sollen sie bald beginnen. Doch wie es dann weitergehen soll, ist ungewiss. „Bis heute
fehlt ein klarer Zeitplan für die Elektrifizierung“, sagt Bayreuths Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe.
Und für Harald Leupold, Sprecher
des Forums Verkehr der Metropolre-
Kulmbach
Cheb
(Eger)
Bayreuth
70
Marktredwitz
Tachov
(Tachau)
93
TSCHECHIEN
Plzen
(Pilsen)
Schnabelwaid
Interesse hat die Bahn dagegen
am Ausbau des Abschnitts von Hof
nach Marktredwitz, der für den Konzern Teil des sogenannten Ostkorridors ist, über den in Zukunft einmal
Güterzüge aus Hamburg via Regensburg in den Süden rollen sollen.
Beim Personenfernverkehr setzt die
Bahn indes auf die Neubaustrecke
durch den Thüringer Wald. Für Reisende aus Dresden werde es bald attraktiver sein, über die Achse Leipzig/Erfurt nach Nürnberg zu reisen.
„Bis heute fehlt
ein klarer Zeitplan
für die Elektrifizierung.“
Brigitte Merk-Erbe OB Bayreuth
Erlangen
9
Amberg
Nürnberg
Richtung
Stuttgart, Karlsruhe
6
Richtung
Regensburg
Tilo Steiner
gion Nürnberg, ist klar: „Wir müssen
gemeinsam weiterkämpfen.“
Mehr als 100 Vertreter aus Politik,
Firmen und Verbänden haben darüber jetzt in Marktredwitz diskutiert,
unter ihnen auch Teilnehmer aus
Sachsen und Tschechien. Auch für
Letztere kann es nicht schnell genug
gehen mit dem Ausbau. Jan Illik
vom Verkehrsministerium in Prag
moniert, dass es bis heute keine direkte Bahnanbindung Richtung
Westen gibt, obwohl seit 20 Jahren
ein Staatsvertrag zwischen Bayern
und Tschechien zur Elektrifizierung
der Strecke Nürnberg–Prag existiert.
Bislang müsse der gesamte Verkehr
über Bad Schandau laufen. Jiri Samek, Chef der Prager Logistikfirma
Metrans, findet ebenfalls, „dass hier
etwas nicht stimmt“. Tschechien habe die Strecke bis Eger elektrifiziert,
derzeit werde der letzte Abschnitt
zur Grenze ausgebaut. „Man hat den
Eindruck, Europa endet am Bayerischen Wald“, sagt er. Samek sieht Potenzial für die Strecke: Mit 100 Güterzügen, 20 Fern- und 10 Nahverkehrszügen pro Tag sei zu rechnen.
Deutsche-Bahn-Vorstand Volker
Kefer ist anderer Meinung. Er hält
den Güterverkehr für überschaubar
und das Passagieraufkommen für
gering. Der Ausbau der Linie von
Nürnberg über Marktredwitz bis an
die Grenze sei allerdings „extrem
teuer“. Schätzungen gehen von 450
Millionen Euro aus, etliche Tunnel
müssen aufgeweitet werden, um
Oberleitungen verlegen zu können.
Alle Strecken sind für den nächsten
Bundesverkehrwegeplan angemeldet, der bis Ende 2016 auf den Weg
gebracht werden soll – die Voraussetzung, damit der Bund Geld gibt.
Derzeit werden laut Veit Steinle
vom Bundesverkehrsministerium
aus bundesweit 1000 eingereichten
Vorschlägen im Schienenbereich
rund 400 Projekte ausgesucht. Diese
würden dann einer Kosten-NutzenAnalyse unterzogen. Wie die Chancen stehen, konnte Steinle freilich
nicht sagen. Er stellte aber klar, dass
der Bund nur Fernverkehrsprojekte
finanziert, der Nahverkehr sei allein
Ländersache. Für den Grünen-Bundestagsabgeordneten Stephan Kühn
ist der Lückenschluss bei der Elektrifizierung jedoch ein Muss. „Es rechnet sich, wenn ich durchgängig
elektrisch fahren kann.“ Und da
man in Sachsen Millionen investiert
habe, wäre es eine Verschwendung
von Steuergeldern, es nicht zu tun.
Manager von
Teldafax
vor Gericht
Staatsanwaltschaft
wirft Betrug vor
BONN — Drei ehemalige Manager des
insolventen Energie-Discounters
Teldafax stehen seit gestern in Bonn
vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft
wirft ihnen gewerbsmäßigen Betrug, Insolvenzverschleppung und
Bankrotthandlungen vor. Sie sollen
unter anderem Hunderttausende
Kunden geschädigt haben, weil diese Teldafax Vorauszahlungen für die
Lieferung des vermeintlich günstigen Stroms geleistet hatten. Nach
dem Verlesen der Anklageschrift
kündigten zwei der Manager an,
sich in dem Prozess nicht zu den
Vorwürfen der Staatsanwaltschaft
zu äußern. Einer ist dagegen bereit
auszusagen. Das Gericht hatte in
Vorgesprächen mit der Staatsanwaltschaft und Verteidigung einem
Ex-Teldafax-Vorstand gegen ein
glaubhaftes Geständnis eine Bewährungsstrafe in Aussicht gestellt. Zu
Beginn des Verfahrens legten Staatsanwaltschaft und Verteidigung eine
Fülle von Anträgen vor. Die Verteidigung verlangte die Einstellung des
Verfahrens. Die Mängel eines ersten
Prozesses, bei dem sich die Kammer
vor einem Jahr für nicht zuständig
erklärt hatte, seien nicht beseitigt
worden, erklärte einer der Verteidiger. Folgt das Gericht dieser Argumentation, müsste die Staatsanwaltschaft eine neue Anklage erheben.
Mitte 2011 hatte Teldafax Insolvenz
angemeldet. Nach Erkenntnissen
der Ankläger war das zu spät, weil
das Unternehmen schon zwei Jahre
zuvor übergeschuldet gewesen sei.
Zum Zeitpunkt der Zahlungsunfähigkeit hatte Teldafax mehr als
700.000 Kunden. Der Insolvenzverwalter ermittelte einen Schaden von
500 Millionen Euro. (dpa)
Sonnabend, Sonntag, Feiertag
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Minutentakt wurden nicht berücksichtigt. Bei einigen Anbietern kann es wegen Kapazitätsengpässen zu Einwahlproblemen kommen. teltarif-Hotline (Montag bis Freitag 9
bis 18 Uhr): 0900 1 330100 (1,86 Euro/Minute von T-Com).
teltarif.de bietet im Internet auch eine Abfrage der Auslandstarife an. Stand: xx.xx.2014, 11 Uhr. Kurzfristige Änderungen möglich. Quelle: www.teltarif.de – alle Anbieter
mit Tarifansage. Alle Angaben ohne Gewähr.
Deutsche Wirtschaft tankt Zuversicht
Billiges Öl und schwacher
Euro helfen den Unternehmen in Deutschland, ihre
Skepsis abzulegen. Krisen
und Kriege werden
ignoriert.
VON RENE WAGNER, JENS HACK
UND GERNOT HELLER
MÜNCHEN/BERLIN — Das
Doping
durch den billigeren Euro und sinkende Ölpreise beschert der deutschen Wirtschaft einen starken
Start ins neue Jahr. Die Stimmung in
den Chefetagen der Unternehmen
hellte sich im Januar bereits den
dritten Monat in Folge auf, was als
zuverlässiger Hinweis für eine konjunkturelle Wende zum Besseren
gilt. Das Barometer für das Geschäftsklima stieg überraschend
kräftig um 1,2 auf 106,7 Punkte und
damit auf den höchsten Wert seit einem halben Jahr, wie das Münchner
Ifo-Institut gestern mitteilte. „Die
Weichen für eine positive wirtschaftliche Entwicklung sind gestellt“, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe zu der Umfrage unter 7000 Managern. Die Bundesregierung blickt
ebenfalls optimistischer nach vorn.
Sie dürfte ihre Wachstumsprognose
für 2015 von 1,3 auf rund 1,5 Prozent
anheben, sagte eine mit den Beratungen zum Jahreswirtschaftsbericht vertraute Person. Auch 2016
dürfte es ein Plus in dieser Größen-
Hans-Werner
Sinn
Ifo-Präsident
FOTO: HANNIBAL HANSCHKE/DPA
ordnung geben. In diesem Tempo
war Europas größte Volkswirtschaft
bereits 2014 gewachsen. Deutschland zeigt sich derzeit immun gegen
die Turbulenzen in Europa – etwa
den sich wieder zuspitzenden Ukrai-
ne-Konflikt. „Die Unternehmen haben sich daran gewöhnt“, sagte
Wohlrabe. Die Firmenchefs beurteilten sowohl ihre Lage als auch ihre Geschäftsaussichten optimistischer. Besonders positiv gestimmt
zeigte sich die Industrie. „Aufgrund
des sinkenden Euro-Wechselkurses
werden stärkere Impulse vom Export erwartet“, erklärte Ifo-Präsident
Hans-Werner Sinn. Durch die Abwertung können Waren auf vielen
wichtigen Absatzmärkten günstiger
angeboten werde, darunter in den
USA und in China. Wie ein Konjunkturpaket wirkt auch das billigere Benzin. Es lässt den Verbrauchern
mehr Geld in den Taschen für andere Einkäufe. Dadurch blicken Groß-
und Einzelhandel positiv nach vorn.
Bei den Dienstleistern und im Baugewerbe trübte sich die Stimmung
hingegen ein. Bei Erstgenannten
sorgt vor allem der geltende Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde für
schlechte Laune. Darauf wollen die
Firmen verstärkt mit Preiserhöhungen reagieren, sagte Sinn. Das wiederum kann die Nachfrage drücken.
Ökonomen sehen die Wirtschaft
unter dem Strich in guter Form. „Die
Konjunktur in Deutschland beschleunigt sich“, sagte Ökonom Holger Sandte von der Bank Nordea. Die
unklare Situation in Griechenland
nach der Parlamentswahl könne das
Klima in den nächsten Monaten
aber belasten. (rtr)
8 Freie Presse
Dienstag, 27. Januar 2015
Latinas bevorzugt – Sächsin verpasst Miss-Universe-Finale
MÖWENATTACKE
Papst lässt Ballons
statt Tauben fliegen
ROM — Der Papst lässt Luftballons
statt Friedenstauben fliegen. Ein
Jahr nachdem zwei Tauben von einer Möwe und einer Krähe auf dem
Petersplatz attackiert wurden, hat
der Vatikan eine jahrelange Tradition beendet. Beim traditionellen Angelusgebet von Papst Franziskus ließen Kinder der italienischen Katholischen Aktion am Sonntag am Petersplatz in Rom Luftballons in den
Himmel steigen. „Diese Ballons drücken Frieden aus“, sagte der 78-jährige Papst nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa. Bisher hatten
Kinder, die neben dem Papst am
Fenster seines Arbeitszimmers des
Apostolischen Palastes standen, regelmäßig am letzten Januarsonntag
zwei weiße Tauben als Symbol für
den Frieden fliegen lassen. Nach der
Möwenattacke hatten Tierschützer
diese Tradition kritisiert. (dpa)
Urteil gegen den Kapitän
der Costa Concordia
Anfang Februar erwartet
VON MIRIAM SCHMIDT
Weiterer Patient mit
Keimen gestorben
KIEL — Im Universitätsklinikum Kiel
DIEBSTAHL
Jugendliche klaut
wertvolle Kette
HONGKONG — Es war ein raffinierter
Diebstahl einer rund vier Millionen
Euro teuren Halskette – jetzt sucht
die Polizei in Hongkong nach einer
sehr jungen Täterin. Das 12 bis 14
Jahre alte Mädchen soll am Samstag
in einem Juweliergeschäft einen
Schlüssel geklaut und eine Vitrine
geöffnet haben, in der sich das mit
über 30 Diamanten besetzte
Schmuckstück befand, wie die
„South China Morning Post“ berichtete. Die Polizei bestätigte den Fall
gestern. Die Jugendliche steckte die
Kette ein und verließ den Laden, wie
Überwachungsaufnahmen zeigen.
Drei offenbar als reiche Kunden getarnte Erwachsene hätten das Personal des Juweliers abgelenkt. (dpa)
GEWONNEN?
Gewinnzahlen
Keno
Ziehung vom 26. Januar: 7, 10, 13, 15,
18, 20, 27, 30, 32, 33, 40, 41, 43, 51, 52,
55, 59, 60, 64, 69,
Zusatzlotterie Plus 5: 79986
Auswahlwette
2, 7, 12, 16, 25, 34, Zusatzspiel: 36
Ergebniswette
1, 0, 2, 1, 1, 2, 0, 1, 1, 0, 0, 0, 1
Gewinnquoten
Lotto am Samstag
Kl. 1: 1.500.772 ¤, Kl. 2: 161.204,10 ¤,
Kl. 3: 1636,30 ¤, Kl. 4: 574,70 ¤, Kl. 5:
99,00 ¤, Kl. 6: 23,40 ¤, Kl. 7: 17,50 ¤,
Kl. 8: 9,60 ¤, Kl. 9: 5,00 ¤
Ergebniswette
Kl. 1: unbesetzt, Kl. 2: 10.597,30 ¤,
Kl. 3: 694,90 ¤, Kl. 4: 100,10 ¤
Auswahlwette
Kl. 1: unbesetzt, Kl. 2: 8.982,10 ¤, Kl. 3:
152,80 ¤, Kl. 4: 12,10 ¤, Kl. 5: 11,50 ¤,
Kl. 6: 1,90 ¤
Alle Angaben ohne Gewähr
Die Oschatzerin Josefin Donat (Fotos rechts) hat
beim Schönheitswettbewerb „Miss Universe“
das Finale verpasst. Die blonde 20-Jährige kam
am Sonntag in Miami (Ortszeit) nicht in die
Runde der letzten 15 Kandidatinnen. Die Krankenschwester sorgte dennoch für Aufsehen –
mit ihrem bunten Kostüm, das passend zum 25.
Jahrestag des Mauerfalls mit den Graffiti an der
Berliner Mauer spielte. Den Wettbewerb gewann die 22 Jahre alte Kolumbianerin Paulina
Vega. Die Studentin löste damit eine andere Lateinamerikanerin ab: Im Vorjahr gewann Gabriela Isler aus Venezuela, die Vega nun traditionsgemäß die Krone aufsetzte. Der Wettbewerb
wird von der Miss Universe Organization ausgerichtet, einem Projekt des Senders „NBC Univer-
sal“ und des US-Milliardärs Donald Trump.
FOTOS: MISS UNIVERSE ORGANIZATION(2)/RHONA WISE/DPA
EIN VIDEO mit der Gewinnerin der „Miss
Universe“-Wahl Paulina Vega aus Kolumbien können Sie sich anschauen, wenn Sie diesen Code mit Ihrem Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/vega
USA erwarten Rekord-Blizzard
New Yorks Bürgermeister
warnt vor dem „größten
Schneesturm“ der Stadtgeschichte. 29 Millionen
Menschen an der Ostküste
könnten betroffen sein.
VON CHRISTIAN FAHRENBACH
NEW YORK — Bei keinem Thema wird
in den USA so schnell und routiniert
Alarm geschlagen wie beim Wetter–
doch dieses Mal könnte es ernst werden: „Dies könnte der größte
Schneesturm in der Geschichte von
New York City werden“, sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Sonntag. Auf rund 400 Kilometern entlang der US-Nordostküste werde es
laut Nationalem Wetterdienst von
Philadelphia über New York bis
nach Boston zu massiven Schneefällen und zu einem Blizzard in sieben
Bundesstaaten kommen.
60 Zentimeter Schneefall in New
York, bis zu 80 Zentimeter in Boston,
sagt der Fernsehsender „Weather
Channel“ für den „Juno“ genannten
Sturm voraus. Bis zu 115 Stundenki-
lometer Windgeschwindigkeit an
der US-Ostküste und Schneeverwehungen erwartet der Nationale Wetterdienst. 29 Millionen Menschen
seien betroffen. Verantwortlich dafür ist eine Großwetterlage, die Meteorologe Dylan Dreyer „Bombogenesis“ nannte: Im Sturminneren
sinkt der Druck um rund 24 Millibar
in 24 Stunden, der Wind legt zu,
massiver Schneefall setzt ein.
3500 Flüge gestrichen
Bei solchen Aussichten springt in
den USA die Vorsichtsmaschinerie
an. Bereits gestern Morgen (Ortszeit)
hatten laut „USA Today“ die Flugge-
sellschaften noch vor der ersten
Schneeflocke rund 3500 Flüge abgesagt. Laut „New York Times“ hat
United Airlines auch bereits für heute alle Flüge an den New Yorker
Flughäfen, in Philadelphia und in
Boston abgesagt.
Schulkinder in New Jersey wurden gestern ab dem Mittag früher
nach Hause geschickt und können
heute (Ortszeit) ganz zu Hause bleiben. Das gilt auch für viele Büros –
ein Grund dafür ist oft auch das USamerikanische Arbeitsrecht: Das
Gehalt wird an solchen Tagen vielerorts nicht gezahlt und die Arbeitgeber sparen Geld. Doch die New Yor-
Schon Anfang Januar sorgte ein Schneesturm für glatte Fußwege im New Yorker Stadtteil Brooklyn.
FOTO: JUSTIN LANE/DPA/ARCHIV
ker geben sich bei solchen Gelegenheiten auch gerne betont cool. Während „Nemo“ im Jahr 2013 schnallten sich Dutzende ihre Langlaufskier unter die Füße und fuhren über
die Bürgersteige am Times Square
und durch die Parks.
Heißer Kakao im Central Park
Berichte im Blog „The Gothamist“
erinnern daran, wie 2008 die ParkAufsicht im Central Park heißen Kakao an die im Schnee spielenden Bewohner der Stadt ausgab. „Wir sind
zu oft vorgewarnt worden, und
dann war es gar nicht schlimm“, sagte eine Passantin dem „Weather
Channel“ gestern Morgen.
Also warteten die Bürger der
Stadt eher gelassen auf Schnee,
Sturm und neue Rekorde – und das,
obwohl am Sonntag Bürgermeister
de Blasio während seiner Pressekonferenz eine Liste mit den schneereichsten Tagen der Stadtgeschichte
einblendete und darauf verwies,
dass diese Werte wohl übertroffen
werden würden. 2006 entstand der
Rekord mit 26,9 Inches (68 Zentimeter) Schnee in einem einzigen
Sturm, gefolgt von einem Blizzard
1947 mit 26 Inches und 1888 mit 21
Inches Neuschnee. (dpa)
GROSSETO — Costa-Concordia-Kapitän Francesco Schettino soll nach
dem Willen der Staatsanwaltschaft
für 26 Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Die Anklage beantragte
zum Abschluss ihres Plädoyers gestern zudem, den 54-Jährigen wegen
Fluchtgefahr in Untersuchungshaft
zu nehmen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Schettino
verdiene keine Anerkennung strafmildernder Umstände, sagte Staatsanwältin Maria Navarro. Er sei der
einzige Verantwortliche und habe
das Kreuzfahrtschiff mit mehr als
4200 Menschen aus „nichtigen
Gründen“ zu nah an die Insel gesteuert.
Die Costa Concordia war im Januar 2012 vor der Mittelmeer-Insel
Giglio auf einen Felsen gefahren
und gekentert, 32 Menschen starben. Schettino muss sich seit Juli
2013 unter anderem wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung und Körperverletzung, Havarie und dem
Verlassen des Schiffs vor dem Gericht im toskanischen Grosseto verantworten. Ein Urteil wird frühestens am 9. Februar erwartet.
Die Anklage beantragte zudem
ein fünfeinhalbjähriges Berufsverbot für Schettino, auch öffentliche
Ämter soll er in dieser Zeit nicht
übernehmen dürfen. „Gott habe
Gnade mit Schettino, weil wir keine
mit ihm haben können“, sagte
Staatsanwalt Stefano Pizza. Man
dürfe nicht vernachlässigen, dass
Schettino aus persönlichen Gründen, um seine eigene Position zu retten, nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffs verspätet den Alarm
ausgelöst habe. (dpa)
LEUTE HEUTE
Helene Fischer (30), Schlagersängerin, soll dem ZDF Traumquoten
bescheren. An diesem Mittwoch
und im Juli sind die Zusammenschnitte
zweier
Konzerte im Programm. Das teilte
der Mainzer Sender
gestern mit. Außerdem sei eine „Helene-Fischer-Show“
zum Jahresende geplant. „Ich freue
mich riesig auf meine beiden Konzerte im ZDF“, so Fischer. (dpa)
FOTO: JÖRG CARSTENSEN/DPA/ARCHIV
KRANKENHAUS
ist ein weiterer Patient gestorben,
der den gefährlichen multiresistenten Erreger hatte. Damit erhöhte
sich die Zahl der gestorbenen Patienten, die zusätzlich zu ihren teils
schweren Erkrankungen auch das
Bakterium Acinetobacter baumannii trugen, auf zwölf. Insgesamt
wurden an der Klinik nun 31 Patienten positiv auf das gegen fast alle Antibiotika resistente Bakterium getestet, sagte der Vorstandsvorsitzende
des Klinikums, Jens Scholz, gestern
in Kiel. Ein Expertenteam aus Frankfurt am Main nahm gestern zudem
die Arbeit in Kiel auf. Am Wochenende war bekanntgeworden, dass elf
verstorbene Patienten in Kiel den
Keim in sich trugen. (dpa)
Staatsanwalt
fordert
26 Jahre Haft
für Schettino
Prinz Philip (93), Ehemann der
Queen, wird demnächst die australische Ritterwürde zuteil. Das teilte
Premierminister
Tony Abbot gestern
mit. In Australien
stieß die Entscheidung auf Kritik. Regierungsmitglieder
sagten, Abbott habe die Entscheidung nicht mit
dem Kabinett abgesprochen. (dpa)
FOTO: CAROLINE SEIDEL/DPA/ARCHIV
NACHRICHTEN
AUS ALLER WELT
Chef-Drogenfahnder gibt Kokainbesitz zu
Ein Kripo-Beamter aus
Bayern hatte 1,8 Kilogramm Kokain versteckt.
Die Angriffe auf seine Frau
räumt er nur teilweise ein.
KEMPTEN — Schneller
als erwartet
könnte der Prozess gegen den ehemaligen Leiter der Drogenfahndung
in Kempten im Allgäu ein Ende finden. Der 53-Jährige legte zum Auftakt des Prozesses ein Geständnis ab.
Er habe die bei ihm gefundenen 1,8
Kilogramm Kokain für sich verwenden wollen, gab der Kriminalbeamte gestern vor dem Landgericht
Kempten zu Protokoll. „Die waren
für den privaten Gebrauch bestimmt.“ Das in seinem Dienstschrank entdeckte Rauschgift sei
ihm zu dienstlichen Zwecken überlassen worden – „insbesondere für
Schulungszwecke“.
Zur Herkunft des Kokains machte der Angeklagte keine Angaben.
Sein Erinnerungsvermögen sei
durch den Konsum von Drogen, Medikamenten und Alkohol beeinträchtigt. Sicher sei aber: Alle aufge-
fundenen Drogen seien vor mehreren Jahren ihm beziehungsweise der
Kriminalpolizei überlassen worden.
Er wisse, dass er ein Suchtproblem
habe, und sehe die Schwere seiner
Fehler ein, sagte er. „Mir ist bewusst,
dass ich dem Ruf der Polizei geschadet habe.“ Dafür entschuldige er
sich.
Der Beamte muss sich wegen
Drogenbesitzes, aber auch wegen gefährlicher Körperverletzung und
Vergewaltigung seiner Ehefrau verantworten. Die Angriffe auf seine
Frau räumte er zumindest teilweise
ein. Allerdings gab er an, sich wegen
seines Drogenkonsums nicht an Details erinnern zu können. Er entschuldigte sich jedoch bei seiner
Frau, die Nebenklägerin ist, den Prozessauftakt aber nicht verfolgte. „Es
hätte nie zu diesen Übergriffen kommen dürfen.“
Nach der Verlesung der Anklage
stimmten die Verfahrensbeteiligten
einer Absprache zu. Dabei wurde für
den Fall eines Geständnisses ein
Strafkorridor von sechseinhalb bis
sieben Jahren festgelegt. Die Strafkammer geht davon aus, dass es
durch die Verständigung bereits am
dritten Verhandlungstag, der auf
den 9. Februar angesetzt ist, zum Urteil kommen könnte.
Laut Anklage soll der Kriminalbeamte in der Nacht zum 15. Februar 2014 seine Frau im gemeinsamen
Haus gewürgt und vergewaltigt haben. Noch in der Nacht war er von
Polizeibeamten in seinem Auto gestoppt und festgenommen worden.
Dabei soll er erheblich alkoholisiert
gewesen sein und unter Drogeneinfluss gestanden haben. Als die Ermittler die Diensträume des leitenden Beamten in Kempten durchsuchten, entdeckten sie die 1,8 Kilo
Kokain. (dpa)
OBERES VOGTLAND
Freie Presse
Dienstag, 27. Januar 2015
Heute von 10 - 12 Uhr
für Sie am Telefon:
UWE SELBMANN
037421 560-15440
red.ovl@freiepresse.de
Seite 9
Skiwelt:
Angebot für
Bahn-Fahrer
MOMENT MAL
Benachteiligung
Wir Männer werden von Amts we-
gen benachteiligt. Ich denke da nur
an meine Frau. Auf Grund einer geringfügigen Geschwindigkeitsüberschreitung flatterte ihr kürzlich Behördenpost ins Haus. In dem Schreiben bot man ihr ein Verwarngeld
von 15 Euro an. Das ist schon ein
heftiger Schlag gegen die Gleichberechtigung. Während meine Gute
für ihr Vergehen sogar noch Geld angeboten bekam, zeigten sich die Behörden bei mir weniger freigiebig.
Denn als ich selbst vor einiger Zeit in
eine Radarfalle tappte, war das nicht
mit einem netten Angebot verbunden. Stattdessen forderte man mich
zur Zahlung von 15 Euro auf. (awo)
Unternehmen schließen
Vereinbarung ab
NACHRICHTEN
UNFALL
Betrunken gegen
Baum gefahren
ERLBACH — Ein 27-jähriger Fahrer eines Kleintransporters verlor am
Sonntagmorgen auf der Erlbacher
Straße die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen einen Baum.
Dabei wurde er leicht verletzt. Ein
am Unfallort durchgeführter Alkoholtest ergab nach Angaben der Polizei 1,7 Promille. Der Führerscheine
wurde eingezogen. Der Transporter
war nach dem Unfall nicht mehr
fahrbereit und musste abgeschleppt
werden. Es entstand ein Schaden
von 1500 Euro. (gsi)
WETTBEWE RB
Als Maurer ans Werk gingen gestern Allgaier-Gesellschafter Dieter Hundt (2. von rechts) und Helmar Aßfalg (2. von links), Vorsitzender der Geschäftsführung
FOTO: ELLEN LIEBNER
des Autozulieferers. Assistiert wurden sie vom Oelsnitzer Oberbürgermeister Mario Horn (links) und Landrat Tassilo Lenk (beide CDU).
Autozulieferer Allgaier baut mit
an der Zukunft des Vogtlandes
Oberland erfolgreich Die Sachsen sind wie die
bei Jugend musiziert Schwaben, lobte gestern
MARKNEUKIRCHEN/TALTITZ — Fünf
erste Preise haben junge Musikerinnen aus dem Vogtland am Wochenende in der ersten Runde des Regionalwettbewerbs Jugend musiziert
abgeräumt. Mit je 24 Punkten qualifizierten sich die Gitarristinnen Nele
Kubicek (Markneukirchen), Christine Rudolph (Schöneck) und Anika
Seidel (Markneukirchen) für das
Landesfinale im März in Stollberg
und Thum. Erste Preise gab es auch
für Laura Zirnstein (Taltitz, Zither,
23 Punkte) und Lena Scholz (Bad
Elster, Gitarre, 22 Punkte). (hagr)
KINDERFREUNDLICHKEIT
Tirpersdorf will Geld
für Babys zahlen
TIRPERSDORF — Die Gemeinde Tir-
persdorf will rückwirkend ab 1. Juni
2014 für jedes in der Gemeinde geborene Kind 50 Euro Begrüßungsgeld zahlen. Dieser Vorschlag von
Bürgermeister Reiner Körner (parteilos) stieß jetzt im Gemeinderat
auf einhellige Zustimmung. Er soll
zur nächsten Ratssitzung beschlossen werden. Zuletzt kamen in der
Gemeinde im Jahresdurchschnitt elf
Kinder zur Welt. (hagr)
Ex-Arbeitgeberpräsident
Dieter Hundt am derzeit
entstehenden Presswerk
in Oelsnitz – und erntete
prompt einen Zwischenruf.
VON RONNY HAGER
OELSNITZ — So sind sie halt, die Vogtländer – nicht nur fix, sondern alles
andere als auf den Mund gefallen.
Diese Erfahrung hat Ex-Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt gestern gemacht. Da hatte er als Gesellschafter
und Aufsichtsrats-Chef der Allgaier-Gruppe zur offiziellen Grundsteinlegung des neuen Presswerkes
viel gelobt. Dass die Sachsen gar
nicht lange gefackelt haben, sich
diesen dicken Fisch (Investition von
30 bis 35 Millionen Euro) auch an
Land zu ziehen. Da hielt‘s den Oelsnitzer Oberbürgermeister Mario
Horn (CDU) nicht mehr. Sachsen?
Vogtländer, rief er in Hundts Rede.
Zwischenrufe mag kein Redner.
Doch selbst Landrat Tassilo Lenk
(CDU) ließ Milde mit Horn walten.
„Er hat ja recht. Er hat oft recht.“
Hundt, Lenk, Horn und Helmar
Aßfalg, der Vorsitzende der Allgaier-Geschäftsführung, schwangen
anschließend die Maurerkelle. Auf
die Betonhülle für die Zeitkapsel mit
Dokumenten setzten sie mit viel
Spaß eine Mörtelschicht. Sieht doch
für Stahlbauer gut aus, lobte Dieter
Hundt das gemeinsame Werk.
Werk wächst seit drei Monaten
Ohne gemeinsames Anpacken wären dem Vogtland Millionen-Investition und bis zu 200 Arbeitsplätze
durch die Hände geflutscht. Als sich
die Ansiedlung im Gewerbegebiet
Neuensalz zerschlug – „nach dem
vermeidbaren Crash in Plauen“, wie
Lenk grollte – ging alles blitzschnell,
und der Umzug ins Industriegebiet
Neue Welt Taltitz war in trockenen
Tüchern. Ergebnis einer heftig wirbelnden Arbeitsgruppe aus Stadt
und Kreis. Des Landrats Lob ereilte
die Oelsnitzer Bauamtsleiterin Karin Schuberth und ihre Mitarbeiter,
Dezernent Lars Beck und die Wirtschaftsförderin Marion Päßler. Lenk:
„Ohne Euch wär’s nicht gegangen.“
Da staunten auch die Schwaben.
„Wir haben uns angeschaut und gesagt: So kennen wir das gar nicht.
Dass Verwaltungen so arbeiten können, das war sensationell gut“, meinte Aßfalg. Deshalb – und weil die Firma Goldbeck Gewehr bei Fuß stand
– liegt der Bau jetzt vor dem Plan,
wird seit drei Monaten am Standort
gearbeitet. Erdbau, Fundamente,
Stahlbau sind weit vorangeschritten. Das Zeit-Korsett ist eng, doch
Horn ist nicht bang. „Der 1. Juni wird
gehalten“, versprach er. Muss er
auch, denn die erste Presse kommt
im Sommer. Kann die nicht laufen,
rollen keine BMW vom Band, weil
Teile fehlen. Froh ist Hundt über die
Firma Bang Kranbau nebenan. „Sie
haben uns nicht als störende Nachbarn abgelehnt, sondern akzeptiert.“
Die Super-Presse kommt 2016
Die Nähe zur Autobahn und zu den
Kunden waren wichtige Gründe für
Allgaier, sich für das Vogtland zu
entscheiden, sagt Hundt. Das Werk
sieht er als Signal gegen die Zurück-
haltung, die wegen unsicherer Lage
viele Firmen lähme. „Das ist unser
Beitrag zum Erhalt und zur Fortführung des Investitions- und Produktionsstandort Deutschland.“ Ein Beitrag mit Weltneuheit: Derzeit wird
eine Presse gebaut, die ab 2016 läuft.
Sie wird das bei Allgaier entwickelte
neue Umformverfahren für leichtere Karosserieteile in Oelsnitz umsetzen. Aufträge gibt es bereits. Bis Ende der ersten Ausbaustufe 2016 sollen 100 Arbeitsplätze entstehen, im
Vollausbau – zeitlich nicht festgelegt – 200. Wer sich da nicht freut,
dem ist nicht zu helfen, machte
Lenk klar. „Wir laufen manchmal
viel zu verbissen und zu introvertiert durch die Lande. Es geht uns im
Vogtland doch gar nicht schlecht.“
SCHÖNECK — Die Vogtlandbahn und
die Skiwelt Schöneck haben ein Kooperations-Angebot vereinbart, das
ab sofort in Anspruch genommen
werden kann: Fahrgäste, die mit einem Vogtlandbahn-Tourenticket
oder einer VVV-Tageskarte anreisen,
erhalten an der Skiwelt-Kasse
20 Prozent Rabatt auf einen TagesSkipass, informierte VogtlandbahnPressesprecherin Christine Hecht.
Die Skiwelt in Schöneck erreichen
Bahnreisende in nur wenigen Minuten Gehweg vom Haltepunkt
Schöneck-Ferienpark aus. Dort befindet sich auch das Wander- und
Loipenhaus mit einem Aufenthaltsraum, Toiletten, Duschen und
Schließfächern zur Aufbewahrung
von Kleidung oder Skiern. Egal ob
zum Winterwandern, zum Skifahren oder zum Rodeln – im oberen
Vogtland ist dies nach dem Schneefall am Wochenende möglich. Grünbach erreicht man ebenfalls gut mit
der Vogtlandbahn. Bei den angegebenen Ticketarten sind zudem
Nachlässe bei mehreren Mitreisenden möglich. (gsi)
WEITERE INFORMATIONEN unter Ruf
037600 777642.
FESTIVAL
14.000 Besucher
bei Winterträumen
BAD ELSTER — Mit einer Operettengala des Chursächsischen Salonorchesters im König-Albert-Theater
Bad Elster endeten am Sonntag die
14. Chursächsischen Winterträume
in Bad Elster und Bad Brambach. Insgesamt konnten vom 1. Advent bis
25. Januar bei über 70 Veranstaltungen der unterschiedlichsten Genres
rund 14.000 Besucher in den beiden
Heilbädern begrüßt werden, teilte
gestern die Chursächsische Veranstaltungsgesellschaft mit. Damit
übertraf die 14. Auflage des Winterkulturfestivals leicht die Rekordbesucherzahl des Vorjahres. Die
15. Winterträume finden vom 28.
November 2015 bis zum 31. Januar
2016 statt. (gsi)
Landrat Lenk ernennt „die lieben Allgaiers“ zu Vogtländern
INVESTITION
„Gar nicht so weit entfernt“, ist
Oelsnitz vom Allgaier-Sitz Uhingen,
meinte Dieter Hundt – in gerade Mal
zweieinhalb Stunden ließ er sich am
Sonntag mit Ehefrau Christina die 335
Kilometer ins Vogtland kutschieren.
Für Hundt war es eine Zwischenstation: Heute fiebert der 76-Jährige,
selbst Skifahrer, beim Nachtslalom
im österreichischen Schladming mit.
Überlaufbecken in
Taltitz genehmigt
Viele Gemeinsamkeiten erkannte
Hundt zwischen Schwaben und Sach-
sen: Tüftler, Erfinder, hervorragende
Handwerker, fleißig, kostenbewusst.
Und für einen gerade erfolgreichen
Uhinger, Biathlet Simon Schempp,
fand Hundt auch gleich das passende
sächsische Pendant – Eric Frenzel.
„Unser Schempp ist euer Frenzel.“
Eingemeindet hatte der freudenselige Landrat Lenk die Schwaben im
Handumdrehen. „Danke, liebe Allgaiers, dass wir sie haben. Herzlich willkommen! Sie sind jetzt Vogtländer.“
OELSNITZ — Im Industriegebiet Taltitz Neue Welt ist die wasserrechtliche Genehmigung für ein neues Regenüberlaufbecken erteilt worden.
Der Baubeginn für das Becken, das
wegen der Neuansiedlung und Erweiterung von Firmen benötigt
wird, ist laut Stadtbaumeisterin
Karin Schuberth am 7. April. (hagr)
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3589750-10-1
10 Freie Presse
OBERES VOGTLAND
Dienstag, 27. Januar 2015
Neues Auto
für Kameraden
in Gunzen
RAT & HILFE
NOTRUF
Polizei 110,
Feuerwehr und Rettungsdienst 112,
Giftnotruf 0361 730730
Freude herrschte am Samstag bei
ALLGEMEINMEDIZIN
Adorf, Bad Brambach, Bad Elster,
Markneukirchen, Klingenthal, Oelsnitz, Schöneck, Muldenhammer:
19 - 7 Uhr, Bereitschaft, 116117,
03741 457222
den Kameraden der Freiwilligen
Feuerwehr in Gunzen. Sie erhielten
einen neuen Mannschaftstransportwagen. Das Fahrzeug hat 45.000 Euro gekostet – laut Bürgermeisterin
Isa Suplie „eine notwendige und
wichtige Investition trotz klammer
Haushaltskasse“ – und wurde mit
21.000 Euro durch den Vogtlandkreis gefördert. „Im Vergleich zu
früher sind wir wieder auf einem
guten Weg“, sagte Wehrleiter Jan
Wolf. Die Gunzener Wehr zählt 13
aktive Mitglieder, fünf Ehrenmitglieder, sieben Jugendliche und
zwei Frauen. Für das Leben im Ort
ist sie ein Motor. Das neue Auto
stärkt nicht nur die Einsatzbereitschaft der Wehr, es kommt vor
allem den Bürgern im Falle eines
Brandes oder Unfalls zugute. Noch
in diesem Jahr erhält die Schönecker Wehr ein neues LöschfahrFOTO: ECKHARD SOMMER
zeug. (eso)
AUGENARZT
Oberes Vogtland, Plauen,
Auerbach:
19 - 7 Uhr, nur nach telefonischer Vereinbarung, Dr. Monika Schwarzbach,
Falkenstein, 03741 457222,
0172 3468939, 03745 72700
KINDERARZT
Oberes Vogtland:
19 - 22 Uhr, Sprechstunde 19 - 22 Uhr,
Dr. Peter Quick, Seminarstraße 7,
Plauen, 03741 132175, 0162 9708211,
03741 457222
APOTHEKEN
Klingenthal, Schöneck, Tannenbergsthal:
8 - 8 Uhr, Bären-Apotheke, Klingenthaler Straße 25, Tannenbergsthal,
037465 2277
Oelsnitz und Oberland:
8 - 8 Uhr, Löwen-Apotheke, Hohe
Straße 1, Adorf, 037423 2318
Plauen:
8 - 8 Uhr, Marien-Apotheke, Neundorfer Straße 18, Plauen,
03741 228222
TIERARZT
Adorf/Klingenthal: TA Matthias
Schneider, nur Kleintiere,
037467 25927, 037423 2298
Kottengrün: Dr. Bernd Scheinert,
0172 8470657
Auerbach: Kleintierklinik Vogtland Dr.
Roland Zeißler, Kaiserstraße 66,
03744 212471
VERANSTALTUNGEN
Oelsnitz:
Café Sonne, Rudolf-BreitscheidPlatz 1, Treffen der Gruppe Vital, vogtländische Intitiative für Teilhabe und
aktives Leben, 16 Uhr
Zoephelsches Haus, Grabenstraße 31,
Treffen der IG Bandscheibe, 14 Uhr
Auerbach:
Diakonie Geschäftsstelle, Herrenwiese 9 a, Treffen der Selbsthilfegruppe
Multiple Sklerose Oelsnitz, Auerbach
und Umgebung, Thema: Organisatorisches, 14-17 Uhr, 03744 831212
Plauen:
Begegnungszentrum der Volkssolidarität, Karlstraße 14, Zusammenkunft
der Kontinenz-Selbsthilfegruppe Plauen, 15 Uhr
Feuerwehrverein hat Vorstand gewählt
nach wie vor prekär und erfordere
auch in Zukunft große Anstrengungen, machte Neudel aufmerksam.
„Durch die vier Kameraden im
öffentlichen Dienst der Stadt ist eine
gewisse Entspannung bei der Tageseinsatzbereitschaft eingetreten, was
aber nicht heißen soll, das nun alles
bestens ist“, sagte der Kommandant.
Die Freiwillige Feuerwehr
Adorf hat 2014 ausgewertet. Trotz weniger Einsätze
bleibt das Problem
Personalbestand prekär.
VON STEFFEN ADLER
ADORF — Über 43 Einsätze, bei denen
die Kameraden zu 7 Bränden, 18
Technischen Hilfeleistungen und
Verkehrsunfällen sowie zu 18 Fehlalarmen ausrücken mussten, informierte Kommandant Steffen Neudel
zur Jahreshauptversammlung über
ein verhältnismäßig ruhiges Jahr.
Darüber hinaus absolvierten die Kameraden 42 Einsätze zu Pflicht- und
Übungsdiensten sowie sonstigen
Veranstaltungen und Festen.
Zwei schwere Verkehrsunfälle
Die Anzahl der Brände hat abgenommen, von 13 in 2013 auf sieben
im vergangenen Jahr. Es waren ausschließlich Klein- und Mittelbränden, darunter einer im Küchenbereich einer Kurklinik. Auch die Anzahl der technischen Hilfeleistun-
Der neue Vereinsvorstand der Freiwilligen Feuerwehr Adorf (von links): Uwe
Strobelt (Kassenwart), Willy Schubert (Stellvertreter), Christin Strobelt
(Schriftführer), Steffen Neudel (Stellvertreter), Martin Geipel (Vorsitzender)
FOTO: STEFFEN ADLER
und Manfred Hofmann (Stellvertreter).
gen und Verkehrsunfälle ist mit 18
Einsätzen im vergangenen Jahr gegenüber 2013 mit 38 Einsätzen stark
gesunken. „Neben Verkehrsunfällen
mit Aufräumarbeiten und Abbinden von Betriebsflüssigkeiten hatten wir es mit Sturm- und Wasserschäden, Ölspuren und Türöffnungen zu tun. Zwei schwere Verkehrsunfälle mit je einem Toten gab es im
März und Juli“, sagte Neudel.
Die Freiwillige Feuerwehr Adorf
zählt gegenwärtig 63 Mitglieder.
Von den elf Kameradinnen und
52 Kameraden sind 34 im aktiven
Feuerwehrdienst tätig. Außerdem
zählen zur Wehr 18 Alterskameraden über 65 Jahre. Mit je einer Neuaufnahme und einem Austritt ist der
Personalbestand der Wehr gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben.
Dennoch sei das Personalproblem
In Technik investiert
Ein positiver Trend ist im Bereich
der Jugendarbeit zu verzeichnen. Sie
zählt zurzeit 16 Mitglieder. „Eine gute Zahl, um zukünftig Nachwuchs
für unsere Wehr zu bekommen“,
sagte Neudel.
Im Bereich Ausrüstung und
Technik wurden auch 2014 einige
Investitionen getätigt. Unterstützt
durch zwei Fördermittelzusagen
konnten so vier neue Chemikalienschutzanzüge und ein Satz neue Hebekissen im Gesamtwert von 15.927
Euro beschafft werden. Der Eigenmittelanteil der Stadt betrug 4177
Euro. Für die Atemschutzwerkstatt
wurde ein Maskentrockenschrank
im Wert von 4160 Euro gekauft. „Die
größte Investition 2014 war die Ersatzbeschaffung unseres Einsatzleitwagens im Wert von 19.500 Euro,
die eigentlich eine ungeplante Maßnahme war und zu gleichen Teilen
vom Verein und von der Stadt getragen wurde“, berichtete der Kommandant. Auch in den Ortsteilen
wurde kräftig investiert. So wurden
3180 Euro für die Sanierung des
Schulungsraumes der Freiberger
Wehr und 19987 Euro ohne Fördermittel für die Beschaffung eines gebrauchten Tragkraftspritzenfahrzeugs für die Feuerwehr Gettengrün
ausgegeben.
Auszeichnungen
Ehrungen:
Ralf Zimmermann (50 Jahre Dienst in
der Feuerwehr), Uwe Strobelt (25
Jahre), Mirko Dietz (10 Jahre)
Beförderungen:
Feuerwehrmann: Lars Hermersdorfer,
Willy Schubert; Oberfeuerwehrmann:
Christian Newald; Löschmeister:
Manuel Schanz, Florian Fischer,
Karsten Wichmann; Oberbrandmeister: Uwe Strobelt; Neuaufnahme
Feuerwehranwärter: Marcel Stutzke,
Peter Bonesky; Ehrenmitglieder: Günter Lindner, Horst Hiller; Förderndes
Mitglied: Gerd Lamprecht. (stadl)
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Adorf: Elfriede Fischer 93 Jahre,
Elfriede Fransky 73 Jahre, Hilde
Hattendorf 81 Jahre, Sigrid Mai
74 Jahre, Wolfgang Müller 72 Jahre,
Helga Raschke 70 Jahre, Bad Elster:
Gertraude Effenberger 86 Jahre, Gisela Nagel 84 Jahre, Klingenthal: Anita
Grohmann 84 Jahre, Karl Heinz
Reichelt 84 Jahre, Brigitte Weidlich
74 Jahre, Markneukirchen: Elisabeth
Berndt 77 Jahre, Ingeburg Hoyer
85 Jahre, Irmgard Paeschke 79 Jahre,
Horst Scheibe 78 Jahre, Martha Wohlrab 92 Jahre, Oelsnitz: Harald Arzberger 77, Erika Bäß 87, Selma Dölling
89, Waltraut Gnatowski 81, Ingeborg
Günther 89 Jahre, Karl Hertel 85 Jahre, Gitta Schlatter 76 Jahre, Dietrich
Schuschies 75 Jahre, Schöneck: Siglinde Braun 79 Jahre, Jutta Kluge
90 Jahre, Dr. Heidemarie Oelschlägel
74 Jahre, Ruth Römer 89 Jahre, Christa Tuchscherer 87 Jahre, Arnoldsgrün: Gerlinde Ficker 79 Jahre, Bad
Brambach: Elfi-Gudrun Krasselt
70 Jahre, Erlbach: Hermann Glas
79 Jahre, Juchhöh: Irmgard Brandies
72 Jahre, Mühlhausen: Heidemarie
Kunze 74 Jahre, Obertriebel: Klaus
Hennig 72 Jahre, Tannenbergsthal:
Christa Mehl 76 Jahre, Wohlbach:
Helga Buhle 71 Jahre.
FREIE PRESSE OBERES VOGTLAND
Vogtland
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OBERES VOGTLAND
Dienstag, 27. Januar 2015
NACHRICHTEN
SITZUNG
Stadtrat berät über
Spenden-Annahme
Freie Presse
Seniorenheim: Stadträte sehen
viele Fragen in Oelsnitz ungeklärt
KLINGENTHAL — Über die Annahme
und Verwendung von Spenden für
Adventsveranstaltungen 2014 und
für das Musik- und Wintersportmuseum berät morgen Abend der Stadtrat in Klingenthal. Außerdem geht
es um überplanmäßige Ausgaben
der Gewerbesteuerumlage und Personalaufwendungen. Die öffentliche Ratssitzung beginnt 18.30 Uhr
mit einer Bürgerfragestunde im Sitzungssaal des Rathauses. (gsi)
Viele Abgeordnete haben
Bauchschmerzen, morgen
bereits über die Pläne der
Volkssolidarität abzustimmen. Keine Probleme sieht
dagegen der Vogtlandkreis.
VON RONNY HAGER
HERRENBAD
Vergabe von
Planungsarbeiten
BAD ELSTER — Für das Naturbad in
Bad Elster vergibt der Stadtrat morgen Abend Planungsleistungen. Es
geht um das Herrenbad-Gebäude.
Weiterhin wird zum Sachstand der
Straßenbaubeitragssatzung informiert, die Verfahrensweise beim Erwerb von Grundstücken besprochen und die verkaufsoffenen Sonntage in diesem Jahr festgelegt. Die öffentliche Sitzung beginnt 19 Uhr im
Ratssaal der Stadtverwaltung. (gsi)
KURZ GEMELDET
Konzert an der Quelle
BAD ELSTER — Ein Brunnenkonzert
gibt das Konzertmeisterquartett der
Chursächsischen
Philharmonie
morgen an der Marienquelle (Badeplatz). Der „Quellenzauber“ beginnt
15 Uhr, der Eintritt ist frei. (hagr)
Klöppelzirkel trifft sich
OELSNITZ — Der Klöppelzirkel Oels-
nitz unter Leitung von Christa Richter trifft sich morgen, 13 bis 16 Uhr
in der Stadtbibliothek im Zoephelschen Haus, Grabenstraße 31. Neue
Mitstreiter sind willkommen. (hagr)
Sammler tauschen sich aus
OELSNITZ — Der
Briefmarkenverein
Oelsnitz trifft sich am Donnerstag
zum ersten Mal 2015. Beginn ist
19.30 Uhr in der Gaststätte Zur Pforte, August-Bebel-Straße 32. (hagr)
Tour mit Nachtwächter
SCHÖNECK — Nachtwächter Ralf Ed-
ler lädt am Samstag zum Rundgang
durch Schöneck ein. Beginn ist 19.30
Uhr am Ifa-Ferienpark, die Tour dauert mindestens zwei Stunden. (gsi)
OELSNITZ — Die Pläne der Volkssoli-
darität Plauen/Oelsnitz für den Bau
eines Seniorenheims in Oelsnitz setzen den Vogtlandkreis unter Zeitdruck. Denn entstehen soll die Residenz für Ältere auf dem Sportplatz
der Lernförderschule im Stadtteil
Voigtsberg. Vorher muss die Schule
erstmal umziehen – ins kreiseigene
Berufliche Schulzentrum am WillyBrandt-Ring, wo viel leer steht. Kein
Problem, beruhigt Helmut Meißner,
Dezernent in der Kreisverwaltung.
„Etwa ein halbes Jahr früher als ohnehin geplant muss nun umgezogen werden“, so Meißner, ohne sich
zeitlich festzulegen. Experten gehen
inzwischen davon aus, dass der früheste Termin Mitte dieses Jahres ist.
Räte fordern: Beschluss absetzen
Unterdessen schlagen die Baupläne
in der Stadt hohe Wellen. Mehrere
Stadtratsfraktionen haben gestern
getagt. Stimmen wurden laut, morgen nicht über den vorhabenbezogenen Bebauungsplan für die Seniorenresidenz abzustimmen, weil viele Fragen noch zu klären seien. Dazu
gehören die Details des Umzugs. Am
9. und 16. Februar soll dies Thema in
Kreistags-Ausschüssen sein, am 26.
Februar im Kreistag dazu ein Beschluss fallen. Dazu wurde gestern
die Frage nach der Ableitung des
Oberflächenwassers aufgeworfen.
Nach „Freie Presse“-Informationen
soll alles der Gerberbach aufnehmen. Das kleine Gewässer war
genau in der Angelegenheit mehrfach Anlass von Debatten, zuletzt
beim derzeit entstehenden Rewe/
Injoy an der Alten Bahnhofstraße.
Entweder das Thema Seniorenresidenz ganz absetzen oder es nicht
beschließen, fordert DSU-Fraktionsvorsitzender Ulrich Lupart, zweiter
stellvertretender Oelsnitzer Bürgermeister. Lupart will auch die Frage
geklärt wissen, wie ernsthaft die Be-
Auf dem Sportplatz der Lernförderschule im Oelsnitzer Stadtteil Voigtsberg soll eine Seniorenresidenz mit 80 Plätzen
entstehen. Im Hintergrund die Schulturnhalle. Morgen ist der Bebauungsplan Thema im Stadtrat. FOTO: HELMUT SCHNEIDER
mühungen waren, mit dem Besitzer
des alten Krankenhauses über einen
Verkauf der Immobilie für ein künftiges Seniorenheim zu verhandeln.
KOMMENTAR
Widersprüche an Rathaus-Spitze
Unterdessen ist offiziell unklar, was
der Stadtrat morgen nach Vorstellung des Altenheim-Projekts tut. In
der gestern an die Presse versandten
Einladung ist von dem Wort Aufstellungsbeschluss beim vorhabenbezogenen Bebauungsplan keine Rede.
Die Vorlage zum Bauvorhaben erhält die Presse erst morgen direkt
vor der Sitzung – die Ratssekretärin
ist erkrankt, die Dokumente nicht
erreichbar, hieß es gestern zur Begründung. Oberbürgermeister Mario Horn (CDU), der auf „Freie Presse“-Anfrage keinerlei Details nennen wollte, wird inzwischen in anderen Zeitungen mit neuen Aussagen zitiert. Danach wolle die Volkssolidarität noch 2015 bauen, und
Horn hoffe, dass die Volkssolidarität
auch den Schul-Altbau übernimmt.
VON RONNY HAGER
red.ovl@freiepresse.de
Für Beschluss ist es zu früh
F
ür Oelsnitz ist das auf jeden
Fall eine gute Nachricht: Es
soll ein Seniorenheim entstehen. Wer die Wartelisten der bestehenden Häuser kennt, von den oft
weiten Wegen für die Betreuung alter Menschen weiß, der kann dies
nur begrüßen. Zumal wenn mit der
Volkssolidarität ein Träger Bauherr
ist, der in Oelsnitz anerkannt gute
Arbeit leistet. So weit das Positive.
Denn die Art und Weise, wie Oberbürgermeister Mario Horn gegenüber der Öffentlichkeit mit diesem
Projekt umgeht, ist alles andere als
positiv. Deutlich sind die Anzeichen, dass viele Fragen offen sind –
Details zum Auszug der Lernförder-
schule, die Beseitigung des Oberflächenwassers sind nur zwei davon. Es
besteht die Gefahr, dass das wichtige
Vorhaben Seniorenheim Schaden
erleidet, weil längst nicht alles
geklärt ist. Ohne die nötigen Antworten wäre es fatal, morgen einen
Beschluss zu fassen. Selbst wenn der
Bau schnell über die Bühne soll – die
erste öffentliche Vorstellung des
Projekts gleich mit einem Beschluss
zu verbinden, sieht arg nach Durchpeitschen aus. Nein, es geht nicht
ohne sachlich geführte Debatte!
Wie sagte Herr Horn neulich so
schön? „Wir müssen die Menschen
mitnehmen.“ Wie wär‘s denn, es einfach zu tun, als nur drüber zu reden?
11
Toter
Flüchtling:
Heute Prozess
Wachmann angeklagt,
weil er keinen Arzt rief
PLAUEN — Der Fall des Flüchtlings,
der vor knapp einem Jahr im Plauener Asylheim starb, kommt heute
vor Gericht. Angeklagt ist ein Wachmann wegen unterlassener Hilfeleistung. Das Bestreben der Witwe,
als Nebenklägerin aufzutreten, wurde bislang abgelehnt. Die Beschwerde dazu liegt noch im Landgericht.
Eine Nebenklage sei bei unterlassener Hilfeleistung nicht zulässig, begründet indes ein Sprecher des
Amtsgerichts Plauen. Robert Kusche, Geschäftsführer der Sächsischen Beratungsstellen für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt
des RAA, spricht von einem mangelnden Aufklärungswillen.
Für den Prozess hat das Amtsgericht Plauen Verwaltungsmitarbeiter als Zeugen geladen. Sie sollen die
Frage beantworten, ob es eine
Dienstanweisung für den Wachmann gegeben hat. Der 44-Jährige
hatte sich in der Todesnacht geweigert, einen Notarzt für den kranken
Libyer zu rufen. Das Verfahren gegen den Mitarbeiter einer privaten
Sicherheitsfirma sollte bereits im
Herbst beendet werden. Damals hatte das Amtsgericht einen Strafbefehl
über 2400 Euro erlassen. Der Wachmann erhob Einspruch. (manu)
VERBRAUCHERZENTRALE
Lesung nimmt
Abzocker aufs Korn
PLAUEN/OELSNITZ — Märchenhafte
Versprechen von Finanzberatern,
unverständliche Beipackzettel zu
Versicherungen und unglaubliche
Gewinnversprechen sind für Verbraucher wenig erquickend. Sie liefern aber Steilvorlagen und Stilblüten. Die Verbraucherzentrale hat die
besten Texte gesammelt. Präsentiert
werden sie morgen, 17 Uhr in der
Plauener Vogtlandbibliothek an der
Neundorfer Straße vom Team der
Verbraucherzentrale Plauen. Außerdem kommen die Zuhörer noch in
den Genuss einer nicht ganz ernst
gemeinten Fortbildung. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten unter Ruf 03741
224743 oder 0341 6962929 oder per
E-Mail an vzs.pl@vzs.de. (bju)
A N ZE I G E
Experte: Wolf
längst auf Tour
Naturschützer Michael
Thoß lud zu einer Tierspurenwanderung ein. Er informierte auch über ständige Bewohner des Vogtlandes – und über durchziehende Gäste.
VON SYLVIA DIENEL
OBERLAUTERBACH — Beim
Suchen
zwischen den Fichten ist Vorsicht
geboten. In unregelmäßigen Abständen tauchen stattliche Löcher
im Waldboden auf: Ein- und Ausgänge eines geschätzten 100 Quadratmeter großen Höhlensystems.
Hier leben Fuchs und Dachs seit
Jahrzehnten in einer Art Wohngemeinschaft, erklärt Naturschützer
Michael Thoß zur Tierspurenwanderung bei Oberlauterbach seinem
staunenden Gefolge.
Fast auf Schritt und Tritt trifft die
zehnköpfige Gruppe während ihrer
gut anderthalbstündigen Tour
durch den Fronbergwald auf tierische Hinterlassenschaften. Meist
sind es kleine Entdeckungen: Fußabdrücke von Mäusen, Vögeln,
Füchsen und Mardern. Gelegentlich
haben Rehe und Wildschweine
Fährten auf der dünnen Schneedecke hinterlassen.
Beim Anblick von Hundespuren
kommt Michael Thoß auf das Thema Wolf zu sprechen. Beide Trittsiegel haben dem Fachmann zufolge
eine längliche Form, die Krallenabdrücke seien deutlich zu erkennen. Vor etwa zwei Jahren stieß
Thoß im Wald bei Hammerbrücke
auf eine Fährte, die er einem Wolf
zuordnet. „Der Wolf ist einen Kilometer wie an einer Schnur gelaufen“, schildert er. „Das machen Hunde auch, aber irgendwann brechen
sie aus.“ Auch die Schrittlänge ließ
keine Zweifel aufkommen. Thoß
gibt sie mit über 1,45 Metern an und
geht von einem durchziehenden
Wolf aus.
Seit mehr als zehn Jahren bietet
das Oberlauterbacher Natur- und
Umweltzentrum Vogtland (NUZ)
Tierspurenwanderungen an. Schnee
muss dafür nicht fallen. „Man kann
zu jeder Jahreszeit in der Natur viel
entdecken, weil es nicht nur um
Tierspuren geht, sondern auch um
Fährten.
Anhand der Wanderungen will
Michael Thoß die Sinne für Vorgänge in der Natur schärfen. Kinder sollten damit möglichst früh sensibilisiert werden. » www.nuz-vogtland.de
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3581261-10-1
12 Freie Presse
Grafikerin kehrt zu ihren Wurzeln zurück
Jo Schütt-Hendel stammt
aus Oelsnitz, lebt aber seit
einem halben Jahrhundert
in Schleswig-Holstein.
Nun stellt sie Kalligrafie in
ihrer Heimatstadt aus.
VON RONNY HAGER
FOTO: PETER AWTUKOWITSCH
PUPPENTHEATER
Moby Dick auf
Plauener Bühne
PLAUEN — Lange war er in den sie-
ben Weltmeeren unterwegs, doch
nun kommt der wohl berühmteste
Wal der Weltliteratur zurück auf
die Kleine Bühne in Plauen: In insgesamt vier Vorstellungen wird die
Jagd nach Moby Dick am Donnerstag, Freitag und Samstag wieder
aufgenommen. Das Puppentheater nach dem Roman von Herman
Melville ist in der Inszenierung
von Matthias Thieme für alle Seebären und Leichtmatrosen ab
8 Jahren geeignet.
Hermann Melvilles Roman gilt
als einer der bekanntesten Klassiker der Abenteuerliteratur und ist
inspiriert von den wahren Begebenheiten um den Pottwal „Mocha
Dick“, der im 19. Jahrhundert Dutzende Fangboote zerstörte. Die
mehrfach preisgekrönte Theaterfassung lässt hautnah Einblick in
die gefährliche Arbeit der Walfänger und den Alltag auf See gewinnen.
Es spielen Gundula Hoffmann,
Bernd Häußler und Detlef Plath.
Puppen, Bühnenbild und Kostüme
stammen von Martin Gobsch, für
die Musik ist Andres Böhmer verantwortlich. (ike)
DIE VORSTELLUNGEN finden am Donnerstag, 9.30 Uhr und 14 Uhr, am Freitag
um 9.30 Uhr sowie am Samstag um 15 Uhr
auf der Kleinen Bühne in Plauen statt.
BÜHNE
Plauen: Festhalle, Äußere Reichenbacher
Straße, One Night in Vegas - Elvis The Show,
mit The Tennessee Orchestra & The Vegas
Choir, 19.30 Uhr
Hof: Theater, Kulmbacher Str. 5, Das Tagebuch der Anne Frank, Oper nach den Texten
aus dem Tagebuch der Anne Frank von Grigori
Frid, 10.30 Uhr; Öffentliche Probe: Richard
O’brian’s The Rocky Horror Show, 18 Uhr,
09281 70700
MUSIK
Bad Brambach: Sante Royale Hotel- und
Gesundheitsresort, Badstraße 45, Barocke
Tafelmusiken, mit dem Trio Divertimento der
Chursächsischen Philharmonie, 20 Uhr
Bad Elster: Kurhaus, Badstraße 25, Nachmittagskonzert mit dem Trio Divertimento, der
Chursächsischen Philharmonie, 15 Uhr
Hof: Freiheitshalle, Kulmbacher Straße 4,
The International Magic Tenors, 19.30 Uhr
Pausa: Rathaus, Neumarkt 1, Seniorennachmittag, 14.30 Uhr
KINDER UND FAMILIE
Plauen: Jugendzentrum Oase, Dr.-KarlGelbke-Straße 1, Jugendliche für Senioren,
14 Uhr; Oase-Keller, Werkstattzeit, 15-20 Uhr
Kinder- und Jugendhaus eSeF, Seminarstr. 4,
Kinderzentrum, Kreativ: Schal für den Winter,
13-19 Uhr; Jugendzentrum, Quiztime, 14-20 Uhr
Kinderklub Fünfte, Anton-Kraus-Straße 31,
Kochküche, 13-15 Uhr; Kinder Schwarzlicht Theater Black Magic, „Hans Röckle und der Teufel“, 15-18 Uhr
Mehrgenerationenhaus, Am Albertplatz 12,
Kreativer Kindertanz (ab 3 Jahre), 15.30 Uhr;
Kreativer Kindertanz (ab 6 Jahre), 16.15 Uhr
Treff „Quartier 30“, Bahnhofstraße 30, Keramikwerkstatt 1, 17-18.30 Uhr
Vogtlandbibliothek, Neundorfer Straße 8,
Vorlesezeit in der Kinderbibliothek, fröhliche
und spannende Geschichten, 16 Uhr
Ausstellung in
Oelsnitz hat es in sich: Zum einen,
weil „Erzählende Buchstaben“ nicht
einfach Bild an Bild reiht, sondern
die Schönheit der Schrift preist.
Zum anderen, weil in den 34 Werken zugleich die Lebensgeschichte
ihrer Schöpferin verwoben ist. Die
Grafikerin Jo Schütt-Hendel ist die
ersten elf Jahre ihres Lebens in Oelsnitz aufgewachsen, als Nachfahrin
des Korsettfabrikanten Moritz Hendel. Im Dezember 1949 ging die Familie in die Bundesrepublik. Heute
lebt sie in Oldendorf bei Itzehoe.
Das grafische Handwerk hat die
vor 76 Jahren in Meerane geborene
Künstlerin von der Pike auf gelernt:
Ihre Ausbildung absolvierte sie an
der Werkkunstschule Krefeld. Nach
dem Abschluss als staatlich geprüfte
Grafikerin arbeitete sie in einem
Werbestudio und in einer Agentur,
weilte für einen Malaufenthalt in
Frankreich und machte sich als Grafikerin selbstständig. Nach der Heirat – ihren Mann, einen Bauingenieur lernte sie in Stuttgart kennen –
zog die Familie – in den Norden. Es
folgte eine lange Familienpause,
drei Kinder kamen zur Welt. Nach
zweiter Ausbildung als Hauswirtschaftsmeisterin machte sie sich
1987 erneut als Grafikerin selbstständig, 1998 zeigte sie ihre Werke
erstmals in einer Einzel-Ausstellung. Nun, zwei Jahre nach ihrer Anfrage bei Birgit Thümmler von der
Touristinformation Oelsnitz, klappt
es mit der Schau in der Heimatstadt.
„Für mich schließt sich jetzt ein
Kreis“, freut sich Jo Schütt-Hendel.
OELSNITZ — Diese
Kapitän Ahab verfolgt den Wal Moby Dick über alle Weltmeere.
Dienstag, 27. Januar 2015
„Für mich schließt
sich jetzt ein Kreis.“
Jo Schütt-Hendel Grafikerin
Das schöne Schreiben von Hand,
mit Pinsel oder Federkiel formt bei
Jo Schütt-Hendel in Bildern oder langen Bahnen die Schrift aus den eigenen Gedanken, aber auch aus den
Versen namhafter Autoren wie Bertolt Brecht, Heinrich Heine, Günter
Kunert, Sarah Kirsch. Die Affinität
zu Klängen scheint in den Werken
durch – bei Schütts wird Hausmusik
gepflegt. Es sind auch biblische Motive, die Jo Schütt-Hendel umsetzt,
ohne sich selbst als besonders religiösen Menschen zu bezeichnen. Es
bot sich die Schöpfungsgeschichte
für sieben lange Rollen an. Formationen, Landschaften, Farben gehen
mit den tanzenden Buchstaben eine
Symbiose ein. Als Mittsiebzigerin
muss Jo Schütt-Hendel nicht mehr
jeden Auftrag annehmen, sondern
kann sich auf das konzentrieren,
wofür sie ein Faible hat. „Es macht
mir mehr Spaß als Kochen oder Wäsche“, meint die Künstlerin. „Aber
sie kocht gut“, ruft ihr Ehemann.
In Oelsnitz ist Jo Schütt-Hendel
regelmäßig. Sie hat das Holzhaus des
Opas an der Forststraße zusammen
mit der Familie ihrer Schwester wieder gekauft. Vor 65 Jahren war ihr
nicht klar, dass es für die Familie –
Eltern, drei Geschwister – ein Abschied aus Oelsnitz für immer werden soll. Der Vater, Leiter der Firma
Mohesa, war nach zwei Verhören
durch die sowjetische Geheimpolizei GPU gewarnt worden, ein drittes
Mal dorthin zu gehen. „Es hat sehr
lange gedauert, dass ich mich daran
gewöhnt habe, wo wir dann gelebt
haben und dass ich nicht mehr ins
Vogtland kann“, sagt Jo Schütt-Hendel, die auf den von ihr nicht geliebten Namen Johanne Maria getauft
wurde. An eine Rückkehr nach Oelsnitz glaubte sie nach vielen Jahren
nicht mehr, gibt sie zu. „Doch als ich
wieder da war, waren viele Sachen
wieder präsent“, erinnert sie sich,
wie ihr der Name Grabenstraße einfiel, als sie ihrem Mann die richtige
Fahrtroute durch die Stadt wies.
DIE AUSSTELLUNG „ Erzählende Buchstaben“ ist bis zum Freitag, 6. März in der Kulturund Tourismusinformation im Zoephelschen
Haus Oelsnitz zu sehen. Sämtliche Werke können käuflich erworben werden, ebenfalls von
Jo Schütt-Hendel gestaltete Karten zum Preis
von 1,50 Euro. Geöffnet ist die Schau wochentags von 9 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Die Grafikerin Jo Schütt-Hendel stellt im Zoephelschen Haus in Oelsnitz bis
Anfang März kalligrafische Kunst aus.
FOTO: HELMUT SCHNEIDER
FOLKLORE
KUNSTBETRACHTUNG
KONZERT
FILM
Blasmusik in der
Kunstwandelhalle
Schwedische
Landschaftsmalerei
Show mit Musik
von Elvis Presley
Das heimliche Leben Uralte Technik für
der Schlafmäuse
filigrane Dekoration
BAD ELSTER — Stammgäste in Bad
Elster sind morgen in der Kunstwandelhalle zu erleben. Ab 19.30 Uhr
gastieren die Dreiländereck-Musikanten aus Markneukirchen mit
Blasmusik aus Bayern, Böhmen und
dem sächsischen Vogtland. Das Ensemble, das dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert, bietet ein zweistündiges Programm. Karten gibt es
für 8 Euro unter Ruf 037437 53900
oder an der Abendkasse. (hagr)
PLAUEN — Schwedische Landschafts-
PLAUEN — Rio, der Superstar unter
OBERLAUTERBACH — Im Natur- und
malerei um 1900 wird morgen um
18.30 Uhr in der Galerie im Malzhaus thematisiert. Während seiner
Kunstbetrachtung präsentiert Wolfgang Rudloff Bilder, die von romantischer Empfindsamkeit, Nationalbewusstsein und symbolischer Naturmystik zeugen. Zu den Künstlern
zählen Carl Fredrik Hill, Ernst Josephson und August Strindberg
mit„Seelenbildern“ in Öl. (sasch)
den
Elvis-Presley-Interpreten,
kommt heute mit der eigens gecasteten Bigband The Tennessee Orchestra, mit dem Vegas Choir und einem Tanzensemble in die Plauener
Festhalle. Die Show soll in die Welt
von Las Vegas entführen. Beginn ist
19.30 Uhr. Auf der Tour werden unter anderem Hits wie „In The Ghetto“, „Heartbreak Hotel“ oder „Love
Me Tender“ erklingen. (bju)
Umweltzentrum Oberlauterbach ist
morgen um 19 Uhr im kleinen Saal
der Film „Die Nacht der Kobolde –
Das heimliche Leben der Bilche“
von Reinhard Weidlich zu sehen.
Siebenschläfer, Gartenschläfer und
Haselmaus sind einheimische Bilche. Die Nagetiere sind dämmerungs- und nachtaktiv und sehr
scheu. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. (ike)
Auerbach/V: Awo Jugendzentrum High
life, Eisenbahnstraße 49, HL kreativ: DIY Bilderrahmen-Einzigartig, 17-19 Uhr
Jugendhaus City-Treff, Breitscheidstraße 33, Billardtischbau, 14-20 Uhr,
03744 308686
Falkenstein: Verein Kirche im Laden,
Gartenstraße 19, Mutti-Kind-Kreis: Gott schuf
den Himmel und die Vögel, 9-11 Uhr,
03745 751475
Jößnitz: Grundschule, Gerhart-Hauptmann-Straße 6, Keramikkurs, 12-17 Uhr
Klingenthal: Café B., Auerbacher Straße 19,
Kindernachmittag, 15.30-17 Uhr
Leubnitz: Fahrbibliothek, Schloss, 15-16 Uhr
Mehltheuer: Alte Feuerwache, Spielpunkt,
Freizeitangebot des Kinderlandes Plauen,
15-18 Uhr
Fahrbibliothek, Grundschule, 8.15-12.30 Uhr
Netzschkau: Oberschule „Felix Mauersberger“, Schulstraße, Tag der offenen Tür, interessante Stationen warten auf Schüler der
4. Klassen, um sich über künftige Unterrichtsfächer zu informieren, 16-19.30 Uhr
Oelsnitz: Jugendzentrum „Halle“, Alte Reichenbacher Str. 27, Breitensportangebot,
15.30-19 Uhr; Trampolinnachmittag, 16.3018 Uhr
Kinderzentrum „Goldene Sonne“, RudolfBreitscheid-Platz 1, Backstube - Cupcakes,
14 Uhr
Reichenbach: Jürgen-Fuchs-Bibliothek,
Markt 1, Reihe „Dabei ab Drei“, Rotschwänzchen was machst du hier im Schnee?, ist der Titel der Geschichte von Anne Möller, der die Kinder lauschen können, zus. kann die Geschichte
im Bilderbuchkino verfolgt werden, 16 Uhr,
03765 524-4141
Schönberg: Fahrbibliothek, Bahnhof,
13.30-14.15 Uhr
Galerie im Malzhaus, Alter Teich 7 - 9, Tanz
des Lebens, Malerei, Grafik und Plastik von Ines
Falcke, 13-18 Uhr, 03741 15320
Spitzenmuseum, im Alten Rathaus, Kostbarkeiten aus Plauener Spitze, 10-17 Uhr
Vogtlandmuseum, Nobelstraße 9 - 13, Napoleonzimmer/vogtländische Malerei, 11-17 Uhr
Auerbach: Museum, Schlossstraße 11, Dauerausstellung Flucht, Vertreibung, Neubeginn,
sowie zur Stadtgeschichte; Schneemann,
Schneemann, weißer Mann ..., ein kulturgeschichtlicher Streifzug in einer traumhaften
Museums-Winterlandschaft mit der Sammlung
Grätz & Gajek, 10-12, 13-17 Uhr, 03744 835513
Klingenthal: Musik- und Wintersportmuseum, Schloßstraße 3, Geschichte des vogtländischen Musikinstrumentenbaus und des Klingenthaler Skisports, 10-16 Uhr
Lengenfeld: Heimatmuseum, Hauptstr. 57,
Die Geschichte des Tuchfärberhauses; Parade
der Qualmguschen, 10-16 Uhr, 037606 32178
Leubnitz: Schloss, Am Park 1, Natur- und
Jagdausstellung, zu sehen sind u. a. Bildtafeln
heimischer Bäume, Spuren, Fährten, eine Duftorgel und vieles mehr; Bäume in Öl und Aquarell, von Matthias Kiesel; Wildkatzensprung Rückkehr auf Leisen Pfoten, Einblicke in die
heimliche Welt der Wildkatzen, 13-16 Uhr
Markneukirchen: Catgut, Gewerbepark 18,
Skisport im oberen Vogtland, zusammengestellt von Thorald Meisel, 8-16 Uhr
Framus Museum, Adorfer Straße 25, 200 Instrumente, Produktion der Framus-Werke von
1946 bis Ende der 70er-Jahre, 10-17 Uhr
Gerber-Hans-Haus, Trobitzschen 16, Stadtgeschichte, 10-16 Uhr
Historisches Sägewerk, Trobitzschen 14,
Der 1. Weltkrieg vor 100 Jahren, 10-16 Uhr
Hüttels Musikwerkausstellung Wohlhausen, Hauptstraße 10, Mechanische Musikinstrumente, von der Singvogelspieldose bis zur
großen Karussellorgel, 9.30-16 Uhr
Musikinstrumentenmuseum, Bienengarten 2, Geschichte des Instrumentenbaus, 3200
Musikinstrumente aus aller Welt, 10-16 Uhr
Morgenröthe-Rautenkranz: Raumfahrtmuseum, Bahnhofstraße 4, Deutsche Raumfahrtausstellung, 10-17 Uhr, 037465 2538
Mylau: Museum Burg Mylau, Reformationsgeschichte, 11-17 Uhr, 03765 3822352
Oberlauterbach: Natur- und Umweltzentrum, Treuener Straße 2, Wildkatzensprung Rückkehr auf leisen Pfoten, Eintritt frei,
9-15.30 Uhr, 03745 751050
Oelsnitz: Schloss Voigtsberg, Schlossstr. 32,
Mineraliengewölbe Oelsnitz, vogtländische Mineralien, vogtländischer Bergbau und deren
Geschichte; Illusorium, Dauerausstellung zum
Lebenswerk von Buchillustratorin Regine Heinecke; Winterausstellung Engel - himmlische
Botschaften, 11-17 Uhr
Teppichmuseum, Schloss Voigtsberg, Schlossstraße 32, Maschinen aus alten Tagen, 11-17 Uhr
Zoephelsches Haus, Grabenstraße 31, Erzählende Buchstaben, Malerei und Schriftbilder
von Jo Schütt, 9-16 Uhr
Reichenbach: Neuberin-Museum, Johannisplatz 3, „Mach auf die Tür ...“ Zur Geschichte
der Adventskalender, 10-16 Uhr, 03765 21131
Neuberinhaus, Weinholdstr. 7, „Gute Geister“,
Malerei/Grafik von Ines Falcke (Plauen); Nah
und Fern, Gemälde von Viola Unger-Bauer und
Fotos von Jonas Klemm, 10-18 Uhr, 03765 12188
Rodewisch: Museum Göltzsch, Schlossinsel, Große Spielzeugschau, Spielzeug zum Anfassen, 10-12, 13-16.30 Uhr
Schneckenstein: Vogtländisch-böhmisches Mineralienzentrum, Zum Schneckenstein 44, Mineralien und Gesteine, 10-17 Uhr
Schöneck: Zigarren- & Heimatmuseum,
Bauhofstraße 1, Heimatgeschichte; Lieber guter Weihnachtsmann ..., 101 Weihnachtsmänner in Szene gesetzt, 14-17 Uhr
Töpen: Deutsch-Deutsches Museum,
Mödlareuth 13, „Umweg Prag - Die Prager Botschaftsflüchtlinge im Herbst ’89“; Geschichte
der deutschen Teilung, 9-17 Uhr
Zwota: Harmonikamuseum, Kirchstraße 2,
Zungeninstrumentensammlung, 10-16 Uhr
Mundart- und Erlebnisraum, Kirchstraße 2,
Weihnacht - und mehr ..., Weihnachtsausstellung, 10-16 Uhr
Baymax - Riesiges Robowabohu 3D, ab 6 J,
14.15, 17, 20 Uhr; Bibi und Tina - Voll verhext,
14 Uhr; Der kleine Drache Kokosnuss, 14 Uhr;
Die Entdeckung der Unendlichkeit, 17 Uhr; Frau
Müller muss weg!, ab 6 J, 16, 18, 20.15 Uhr; Honig im Kopf, ab 6 J, 14, 16.30, 19.45 Uhr; Let’s be
Cops - Die Partybullen, ab 12 J, 20.15 Uhr; Mortdecai - Der Teilzeitgauner, ab 6 J, 17, 20.15 Uhr;
Nachts im Museum - Das geheimnisvolle Grabmal, ab 6 J, 14.30 Uhr; Ouija - Spiel nicht mit
dem Teufel, 20 Uhr; Paddington, 14.30 Uhr; The
Best of Me - Mein Weg zu Dir, ab 12 J, 14.30 Uhr;
The Gambler, ab 12 J, 17 Uhr; Unbroken, ab 12 J,
17 Uhr
Auerbach: Rekordlichtspiele, Göltzschtalstr. 35, 03744 217272; Baymax - Riesiges Robowabohu 3D, ab 6 J, 17.15, 20 Uhr; Honig im Kopf,
ab 6 J, 17.15, 20.15 Uhr; Mortdecai - Der Teilzeitgauner, ab 6 J, 17.30, 20 Uhr
AUSSTELLUNGEN
Plauen: Erich-Ohser-Haus - Galerie
e.o.plauen und Archiv, Nobelstraße 7,
„Bewegende Bilder - Bewegung im Bild“,
Ausstellung zum Schaffen des bekannten
Plauener Zeichners Erich Ohser (1903-1944),
11-17 Uhr
KINO
Plauen: Capitol Filmtheater, Bahnhofstr. 33,
03741 1469050; 3 Türken und ein Baby, 17.15,
20.15 Uhr; 96 Hours - Taken 3, ab 16 J, 20 Uhr;
Annie, 14.15 Uhr;
WORKSHOP
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VORSCHAU
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3582104-10-1
NEUENSALZ — Ein
Workshop für
Quilling findet am Donnerstag in
der Kapelle Neuensalz statt. Quilling
ist eine uralte Technik, zurück in der
Renaissance haben Mönche und
Nonnen die Technik erfunden, hierbei hat man die Streifen, die aus dem
Zuschneiden von Büchern als Reste
entstanden, für filigrane Dekorationen auf Büchern und Bildern verwendet. Der Workshop beginnt um
16 Uhr. (ike)
Greiz: UT 99, Thomasstr. 6, 03661 629111;
96 Hours - Taken 3, ab 16 J, 20.15 Uhr; Baymax Riesiges Robowabohu 3D, ab 6 J, 14.30, 17.15,
20.15 Uhr; Der kleine Drache Kokosnuss,
14.30 Uhr; Honig im Kopf, ab 6 J, 17, 19.45 Uhr;
Mortdecai - Der Teilzeitgauner, ab 6 J, 14.45,
17.15, 20 Uhr; Nachts im Museum - Das geheimnisvolle Grabmal, ab 6 J, 14.45, 17 Uhr
SONSTIGES
Plauen: Agentur für Arbeit, Neundorfer
Straße 70, Berufsinformationszentrum,
Arbeitgeber Bundeswehr - Karriere in Uniform und Zivil, Informationsveranstaltung,
8 Uhr
Mehrgenerationenhaus, Am Albertplatz 12,
Reisebericht über Schottland mit Michaela und
Falk Schilb, 18.30 Uhr
Räume des Malteser Hospizdienstes, Thomas-Mann-Straße 12, Themenabend: Ernährung am Lebensende, 19.30 Uhr
Auerbach: Café Nebenan, Goethestr. 7,
Tanztee, 15.30 Uhr
Bad Elster: Kurhaus, Badstraße 25, Einfach
los ... Mein Küstenweg, Erlebnisbericht einer
Pilgerwanderung auf dem Jakobsweg,
19.30 Uhr
Klingenthal: Seniorenverein, Kirchstr. 14,
Jahresrückblick mit Musik von Willy Schubert,
14 Uhr
Reichenbach: Begegnungsstätte, Nordhorner Platz 3, Begegnung/Vortrag am Dienstag: Evangelische Allianz, 14 Uhr, 03765 69327
WINTERSPORT
Erlbach: Loipen, Loipen befahrbar, noch
nicht gespurt, Schneetelefon 037422 6125 oder
www.kegelberg.de; Mühlleithen: Loipen,
Kammloipe, Kielloipe befahrbar, noch nicht
präpariert, Schneetelefon: 037467 22494; Skilift, Schneetelefon: 037467 22494, 13-21 Uhr;
Schwaderbach (Bublava): Skilifte,
Schneetelefon 00420 352696830, 9-20 Uhr;
Schöneck: Skiwelt, Lifte, Schneetelefon
037464 82000 oder www.schoeneck.eu,
9-18 Uhr; Zauberteppich, 9-17 Uhr
OBERES VOGTLAND
Dienstag, 27. Januar 2015
Freie Presse
13
DAS THEMA: GEDENKTAG FÜR DIE NS-OPFER
Vier Todeszüge durchquerten das Vogtland
Der heutige 27. Januar ist offizieller Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Vor 70 Jahren wurde das Vernichtungslager
Auschwitz befreit. Der Lengenfelder Heimatforscher Friedrich Machold arbeitet mit Gleichgesinnten die schrecklichen Ereignisse regional auf.
VON FRIEDRICH MACHOLD
In einem Polizeibericht aus dem
Jahr 1945 heißt es zu den im Nordvogtland gefundenen Leichen: „Bekleidet waren die Toten mit blau-weißer Gefängniskleidung. Obwohl es zu
der Transportzeit sehr kalt war und
starker Schneefall herrschte, wurden
die KZ-Häftlinge in offenen Güterwagen transportiert. Auffallend war,
dass diese [Toten] kein Schuhwerk
und Fußbekleidung trugen. Einige davon trugen keine Hose, noch Unterhose oder Hemd, sie waren nur in Lumpen gehüllt… Die Todesursache konnte nicht einwandfrei festgestellt werden. Vermutlich sind diese infolge
Aushungerung und körperlicher
Schwäche während des Transportes
erfroren und aus den Güterwagen abgeworfen worden. Es war weiterhin
noch auffallend, dass die Leichen am
Kopf und auf dem Rücken sehr viel
blaue Stellen zeigten… Schusswunden
wurden nicht vorgefunden. Die Leichen waren zur Zeit der Untersuchung sehr stark gefroren.“
Gefrorene Leichen als Sitzbänke
So wurde die Todesfahrt fortgesetzt.
Über Regensburg, Nürnberg, Plauen,
Chemnitz, Leipzig und Weimar erreichte der Zug schließlich am 4. Februar Nordhausen. Es muss ein Inferno gewesen sein. Die Wirkung
des Frostes um minus 20 Grad wurde durch den Fahrtwind noch verstärkt. Die Notdurft konnte nur
durch die Kleidung verrichtet werden. Hunger und Durst taten ein Übriges. Während der Fahrt gab es weder Verpflegung noch Trinkwasser.
Die Häftlinge versuchten verzweifelt, mit Schnüren Schnee zu sammeln. Tote wurden kurzerhand hinausgeworfen. Oder man schichtete
hartgefrorene Leichen entlang der
Waggonwand auf, um sie als Sitzbänke zu nutzen. Im KZ MittelbauDora kamen noch 1849 Häftlinge
an, darunter 464 Tote. Ein Überlebender berichtete: „Wenn wir die Toten anfassten, so blieben uns öfter
Arme, Beine oder Köpfe in den Händen, da die Leichen gefroren waren.“
An jenem 27. Januar, gegen 7 Uhr,
passierte dieser Häftlingszug am
Bahnhof Gutenfürst die bayrischsächsische Grenze und erreichte den
heutigen Vogtlandkreis. Bei Grobau
und Mißlareuth wurden bereits die
ersten beiden Toten am Bahndamm
gefunden und kamen zunächst auf
den Friedhof in Mißlareuth. Sie wurden im Herbst 1945 exhumiert und
auf dem Hauptfriedhof in Plauen
Wachturm und Sicherungsanlagen des Konzentrationslagers Auschwitz II-Birkenau im Januar 2015. 70 Jahre nach dem Ende der systematischen Vernichtung
der Juden erinnert die Gedenkstätte an das dunkelste Kapitel der jüngeren Geschichte.
FOTO: JACEK BEDNARCZYK/DPA
Ankunft des Zuges habe man „das
Wimmern dieser Menschen gehört“.
Jedoch auch: „Der Zug fuhr in Richtung Reichenbach“ oder „eindeutig
in Richtung Plauen“ oder „mehrfach
durch Ruppertsgrün“, womöglich
über Falkenstein und zurück. Sie alle haben offenbar recht. Es war nicht
ein Todeszug, der durchs Vogtland
fuhr, sondern mindestens vier.
Der Friedhof in Limbach: Nummern
dokumentieren den Tod unbekannter Häftlinge.
FOTO: F. MACHOLD
Ungarische Zwangsarbeiterinnen in
Auschwitz. Viele von ihnen kamen im
KZ um.
FOTO: YAD VASHEM/DPA/ ARCHIV
mit weiteren Opfern von Todesmärschen beigesetzt.
Auf den Friedhöfen in Jößnitz befindet sich die Grabstätte für drei tote KZ-Häftlinge dieses Eisenbahntransportes, in Ruppertsgrün (Pöhl)
die Grabstätte für neun Tote dieses
Zuges. Zwischen Liebau und Ruppertsgrün, zwischen Gleis und Straße sind sie aufgefunden worden.
pertsgrün. Ihre Grabstätte befindet
sich auf dem Friedhof Limbach. Zwischen Göltzschtalbrücke und Reichenbach wurden vier tote KZ-Häftlinge aufgefunden und in Mylau bestattet. Kurz vor 13 Uhr passierte der
Todeszug den Bahnhof Neumark. In
Schönbach wurden drei Opfer gefunden, drei weitere bei Neumark.,
wo sie sechs KZ-Häftlinge bestattet
wurden. Neun steif gefrorene Leichen wurden entlang der weiteren
Route dieses Todeszuges aufgefunden: bei Römersgrün, Beiersdorf,
Ruppertsgrün (nahe Werdau) und
im Bogendreieck.
Zeitzeugen aus Ruppertsgrün
(Pöhl) erinnern sich: Schon vor der
Tote entlang der Bahngleise
„Um 11 Uhr, als der Zug Limbach
passiert hatte, wurden vier tote KZHäftlinge am Bahnkörper gefunden“, heißt es in einem Bericht. Weitere drei Tote lagen am Bahnkörper
an der Flurgrenze Herlasgrün - Rup-
„Ohne Formalität verscharrt“
Bereits am Abend des 25. Januar
1945 traf auf dem Bahnhof in Adorf
ein Transportzug ein. Nach der Weiterfahrt in Richtung Plauen wurden
auf dem Adorfer Bahnhofsgelände
die Leichen zweier jüdischer KZHäftlinge gefunden. Auf Anordnung
der Gestapo Plauen hat man sie am
nächsten Tag „ohne jede Formalität
verscharrt“.
Ein dritter Transportzug um dieses Datum fuhr am 26. Januar ebenfalls aus dem KZ Auschwitz vermutlich zum KZ Flossenbürg oder Dachau von Nord nach Süd durchs Vogtland. Am Block Römertal versuchten zwei Gefangene zu fliehen. Sie
wurden gestellt, der eine dem Transport wieder zugeführt, der zweite
wurde von einem Kommandotrupp
der NSKK-Unterführerschule Römersgrün (NSKK: Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps) „umgelegt“.
Dokumentieren lässt sich ein
vierter Häftlingszug am 12. Februar
1945. „Der Sonderzug kam vom Os-
ten (wahrscheinlich KZ Groß-Rosen
in Schlesien) und hatte als Zielstation Weiden/Oberpfalz“, das KZ Flossenbürg. Ein schwerverletzter KZHäftling wurde an der Bahnstrecke
Neumark-Reichenbach aufgefunden und nach seinem Tod zwei Tage
später in Neumark beerdigt. Das
Sammelgrab ist mit sechs KZ-Häftlingen vom 27. Januar letzte Ruhestätte für sieben Opfer des nationalsozialistischen Terrors geworden.
Der jüdische KZ-Häftling, der auf
dem Friedhof in Cunsdorf (Reichenbach) beerdigt liegt, lässt sich keinem der vier Todeszüge klar zuordnen. Er soll vom Bahnwagen aus mit
einer Konservenbüchse Schnee gesammelt haben. Dabei sei er vom
Wagen heruntergestiegen und von
einem Posten erschossen worden.
Die letzte wieder herstellbare
Würde dieser Opfer wäre der Name.
Wer namentlich tot ist, wird nicht
weiter gesucht, erlöst die Angehörigen von ihrer Ungewissheit. Einige
der auf vogtländischen Friedhöfen
Ruhenden lassen sich anhand der
Häftlingsnummern identifizieren.
Die sterblichen Überreste des französischen Deportierten Raymond
Marcus (Häftlings-Nr. F 174 968) auf
dem Friedhof in Mylau wurden sogar 1952 exhumiert und in die Heimat überführt. Die meisten Toten jedoch verbleiben in der Anonymität
unbekannter Opfer der nationalsozialistischen Willkürherrschaft.
Zitat
„Es geht nicht darum, Vergangenheit zu bewältigen. Sie lässt sich ja
nicht nachträglich ändern oder ungeschehen machen.
Wer aber vor der
Vergangenheit die
Augen verschließt,
wird blind für die
Gegenwart.“
FOTO: JAN WOITAS/DPA
PLAUEN/LENGENFELD — Entlang
Richard von Weizsäcker, früherer
Bundespräsident, in
seiner Ansprache zum 40. Jahrestag
der Beendigung des Krieges in Europa
und der NS-Gewaltherrschaft, 8. Mai
1985 vor dem Deutschen Bundestag.
Autoren
Friedrich Machold (71) ist Heimatforscher und ein bisschen auch Ortschronist in Lengenfeld. Gemeinsam mit
Gleichgesinnten hat
er auf Grundlage eines 2009 von Werner Pöllmann veröffentlichten Beitrages weiter recherchiert und festgestellt: Nicht ein Todeszug durchquerte 1945 das Vogtland, sondern mindestens vier.
FOTO: FRANKO MARTIN
der
Eisenbahnstrecke von Plauen bis
zum Bogendreieck bei Werdau finden sich auf den Friedhöfen Gräber,
die an schreckliches Geschehen vor
70 Jahren erinnern, als die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz befreite. Bereits am 19. Januar
1945 war das Außenlager Fürstengrube des KZ Auschwitz evakuiert
worden. Tags darauf erreichte die
Marschkolonne das Nebenlager
Gleiwitz II. Ein großer Eisenbahntransport wurde zusammengestellt,
die Häftlinge in offene Kohlenwaggons gepfercht, Körper an Körper,
ohne dass sich jemand setzen, hocken oder gar legen konnte. Vermutlich lag dem Zielort des Transportes
ein verhängnisvoller Hörfehler zugrunde, statt KZ Mittelbau-Dora bei
Nordhausen, wo die V-Waffen produziert wurden, ist wahrscheinlich
telefonisch KZ Mauthausen verstanden worden. So führte die Fahrtroute von Gleiwitz/Gliwice über Mährisch-Ostrau/Ostrava, Zlin (von 1949
bis 1990: Gottwaldov), Lundenberg/
Beclav und Wien nach Mauthausen
bei Linz. Doch das KZ lehnte die Aufnahme der Häftlinge ab.
Dokumentierte Qualen
Werner Pöllmann (61) ist Gymnasiallehrer. Der Heimatforscher und Buchautor lebt in Markneukirchen. (ur)
Die Herzfelds: Aus Treuen vertrieben und der Heimat treu
1939 gab es keine Juden
mehr in Treuen: Einige
Auschwitz-Häftlinge sind
dennoch in der Stadt bestattet worden.
VON WERNER PÖLLMANN
TREUEN — Baruch Herzfeld (1855 in
Dollna/Oberschlesien)
geboren,
kam im Februar 1906 mit seiner
Frau und sechs Kindern nach
Treuen und übernahm Paul Lewins
Textilgeschäft im Eckhaus Markt/
Kirchgasse 1 (heute Merkur-Bank).
Herzfelds Söhne Martin (1889 in
Aue) und Julius (1887 in Aue) handelten nach dem Krieg mit Häuten
und Fellen in Plauen bzw. Berlin. Baruch Herzfeld starb 1917 mit 62 Jahren, die Nachkommen der verzweigten jüdischen Familie lebten weiter
in Treuen und Plauen. Bis in der Pogromnacht 1938 der SA-Mob Herz-
felds Schaufenster in Treuen zertrümmerte und das Ende der Herzfelds eingeläutet wurde.
Juden in „Schutzhaft“
Siegbert kam ins Gefängnis. Man
hat Juden „in Schutzhaft genommen, um sie vor erregten Volksmassen zu schützen“, meldete damals
die NS-Presse. Vermutlich bewahrten ihn seine Kriegsauszeichnungen
vor dem KZ. Die Familie wurde aus
Treuen ausgewiesen und lebte bis
zur Deportation in Plauen. Die 13jährige Tochter Marianne gelangte
im Juli 1939 mit einem Kindertransport nach England, sie lebt heute
mit Familie in einem Kibbuz in Galiläa. Siegbert Herzfeld und sein Bruder Martin wurden am 8. September
1942 von Plauen nach Theresienstadt deportiert, wo beide wenig später starben. Ihre Ehefrauen wurden
1944 in Auschwitz vergast.
Herzfelds Treuener Immobilie
hat der Polizeiobermeister a. D. Paul
Heinig aus der Moltkestraße verwal-
tet. Er genoss das Vertrauen von Julius Herzfeld und versuchte vergeblich, einen Besitzerwechsel zu verhindern. Die Stadtsparkasse kündigte die Hypothek wegen (erfundener)
Baufälligkeit und „weil der bisherige
Eigentümer Nichtarier ist“. Julius
Herzfeld erklärte den notariellen
Verzicht, um die Papiere zur Emigration nach Chile zu bekommen. Am
16. Januar 1940 wurde sein Treuener
Haus zwangsversteigert. Ein Malermeister erhielt den Zuschlag; er
zahlte die Hälfte des realen Wertes.
Kontakte leben bis heute fort
Im Sommer 1946 wurde das Treuener Haus an Julius Herzfeld, der in
Valdivia (Chile) lebte, zurückübertragen. Die Verhandlungen führte
sein Plauener Bruder Manfred, der
die Immobilie bis zu seiner Übersiedlung in die BRD 1954 verwaltete.
Helmuth Herzfeld in Santiago de
Chile erbte das Haus 1948. Als „ausländisches Eigentum“ verwaltete die
Stadt Treuen das Eckhaus, bis es
1992 die Merkur-Bank in München
von Helmuth Herzfeld erwarb.
Mit ihrer vogtländischen Heimatstadt blieb Marianne Schechter,
geborene Herzfeld, bis heute verbunden. Sie stand mit ihrer Freundin Rosemarie Hochmuth bis zu deren Tod 2007 in Kontakt und besuchte Treuen im September 1995,
um ihren vier Kindern ihre „Wurzeln“ zu zeigen. Hanni und Rosel waren als Mädchen unzertrennlich.
Wenn ihre Eltern zur Messe in Leipzig waren, schlief die Jüdin Hanni
bei der christlichen Familie Hochmuth, die ein Pelzgeschäft betrieb.
Im Februar 1939 war Treuen „judenfrei“, und im März war es auch
das Treuener Grundbuch. Aber im
Sommer 1945 kamen wieder Juden
in die Stadt und blieben für immer.
Ihre Namen sind nicht bekannt, und
gesehen haben sie von der Stadt
auch nichts. Sie wurden als Tote aus
Weißensand überführt und ruhen
in einem Sammelgrab auf dem
kirchlichen Friedhof. Für gläubige
Juden sind Grab und Name für das
Jenseits wichtig. Die Treuener, die in
Theresienstadt bzw. Auschwitz gestorben sind, haben aber kein Grab.
Die Wege kreuzen sich
Ein Häftlingstross, der auch in Büchern beschrieben wurde, durchquerte das Vogtland zu Fuß. Etwa
1300 Frauen wurden auf einen 800
Kilometer langen Todesmarsch von
einem Auschwitz-Nebenlager über
Bautzen, Dresden, Chemnitz, Zwickau und das Vogtland in zwei Lager
des KZ Flossenbürg, nach Helmbrechts und Zwodau bei Falkenau
an der Eger getrieben. Der Tod war
ständiger Begleiter dieser Jüdinnen,
wie Gerda Weissmann in ihrem
Buch „Nichts als das nackte Leben“
(Gerda W. Klein, Rohwolt-Taschenbuch 22926, Reinbeck bei Hamburg
2001) eindrucksvoll und tief ergreifend beschrieb.
Am 25. Februar traf der auf 848
Menschen dezimierte Elendszug,
auf der Reichsautobahn kommend,
im vogtländischen Weißensand ein.
Als Notquartier diente die Rittergutsscheune. Auguste Lazar schrieb
in ihrem Buch „Die Brücke von Weißensand“, dass 30 kranke Frauen
und einige Tote auf drei Pferdefuhrwerken gefahren wurden. Als sich
der Konvoi am 27. Februar wieder in
Marsch setzte, blieben sechs Frauen
kurzzeitig zurück, um unter Bewachung zehn Tote am Waldrand im
Vogelwinkel zu vergraben. Durch
den mutigen Einsatz des französischen Kriegsgefangenen André Boley und der Bäuerin Margarete
Blechschmidt konnten zwei Häftlinge, Sonja Bulaty aus Lodz und Bella
Finkelstein aus Prag, in Weißensand
versteckt werden. Beide überlebten.
Seit 7. Mai 2005 erinnert eine Gedenktafel an diese mutige Tat. Die
Weißensander Toten hat man nach
Kriegsende in die südwestliche Ecke
des Treuener Friedhofs umgebettet.
Dort wird ihnen alljährlich mit einer Kranzniederlegung am Holocaust-Gedenktag gedacht.
14 Freie Presse
NACHRICHTEN
MALTESER
Neue Trauergruppe
für Kinder startet
OBERES VOGTLAND
Dienstag, 27. Januar 2015
Verein bietet Unterkunft für
Flüchtlinge in Reichenbach an
PLAUEN — Der Malteser Hospizdienst
in Plauen bietet ab Ende März bis
Anfang Juli eine Kindertrauergruppe an. Diese richtet sich an Kinder
im Alter von sechs bis zwölf Jahren,
die einen Elternteil, ein Geschwisterkind oder einen anderen für
sie wichtigen Menschen verloren
haben. Die Treffen des Malteser Hospizdienstes finden achtmal in einem
14-tägigen Rhythmus am Freitagnachmittag statt. (bju)
BETROFFENE melden sich bitte unter Telefon: 03741 146865, Mobil: 0171 3036454 oder
per E-Mail: hospiz@malteser-plauen.de.
JUBILÄUM
Die Fabrik CVJM ist
bereit, 50 Asylbewerber
unterzubringen. Die
Verhandlungen mit dem
Vogtlandkreis laufen.
Das dafür vorgesehene
Gebäude ist allerdings
zurzeit für jede Nutzung
gesperrt.
VON GERD BETKA
Gehörlosenverein
besteht 120 Jahre
PLAUEN — Der Vogtländische Gehör-
losenverein Plauen wird in diesem
Jahr 120 Jahre alt. Das Jubiläum soll
am 20. Juni im Plauener Malzhaus
gefeiert werden. An der Spitze des
Gehörlosenvereins steht seit März
des vergangenen Jahres Ramona
Stöhr aus Weischlitz. Unterstützt
wird sie von dem Plauener Gunter
Kunze als Stellvertreter. Kunze
engagiert sich bereits seit 45 Jahren
im Gehörlosenverein, war von
1969 bis 2014 sein 1. Vorsitzender.
Als Anerkennung für seine ehrenamtliche Arbeit wurde ihm im Jahr
2012 die Plauener Stadtplakette verliehen. (fsch)
KURZ GEMELDET
Spende für Krebshilfe
FALKENSTEIN — Die Stiftung „Hilfe
für krebskranke Kinder im Sächsischen Vogtland“ erhält eine Spende
in Höhe von 650 Euro. Das Geld wurde im Wahlkreisbüro des Falkensteiner Landtagsabgeordneten Sören Voigt (CDU) gesammelt, der anlässlich der Eröffnung seines Büros
um Spenden für die Stiftung gebeten hatte. (fp)
Treffen bei der Diakonie
REICHENBACH — Beim Bürgerstammtisch zum Thema Pegida, zu dem
CDU-Landtagsmitglied
Stephan
Hösl vorige Woche eingeladen hatte, wollte ein Bürger von 50 Asylbewerbern gehört haben, die nach Reichenbach kommen sollen. „Freie
Presse“ erfuhr beim Vogtlandkreis,
dass diese Absicht in der Tat besteht.
„Derzeit laufen erste Verhandlungen mit dem CVJM Reichenbach
zur Unterbringung von zirka 50
Asylbewerbern in einem Gebäude,
welches dem Verein gehört. Der Verein würde die Immobilie vermieten
und der Vogtlandkreis wäre der Betreiber, so wie er auch der Betreiber
der jetzigen beiden Heime ist“, erklärte Landkreissprecherin Kerstin
Büttner. Friedrich Strobel, Vorsitzender des Vereins Die Fabrik CVJM, bestätigte, dass es Gespräche dazu gibt.
„Angesichts der Not der Menschen,
die aus Syrien oder Nigeria fliehen,
war unser Ansatz zu helfen. Wir haben hier Gebäude, die besser geeignet sind als eine Turnhalle“, sagte er
auf Anfrage. Konkret geht es um das
bisherige Kinder- und Jugendgästehaus des Vereins im ehemaligen Fabrikgelände an der Dr.-Külz-Straße.
Oberbürgermeister Dieter Kießling (CDU) findet: „Wir sollten offen
sein für Flüchtlinge. Bislang haben
wir nicht so viele in Reichenbach.
Wir schauen uns das genau an. Aber
Die Räume des Vereins Die Fabrik CVJM an der Dr.-Külz-Straße sind nahezu verwaist. Wegen unerfüllter BrandschutzFOTOS: FRANKO MARTIN
auflagen hat die Stadt die Nutzung untersagt. Kommen hier künftig Asylbewerber unter?
ich denke, die Bereitschaft zum Helfen ist da.“ Als Stadt werde man als
Baubehörde Einfluss nehmen und
darauf achten, dass die Bürger informiert und mitgenommen werden.
„Das Gebäude ist augenscheinlich geeignet. Die Gespräche sind in
die Richtung geführt worden, dass
eine Unterbringung ab September
2015 erfolgen könnte. Bislang gibt es
aber nur die Absicht. Vertragliche
Vereinbarungen liegen noch nicht
vor“, sagte Kerstin Büttner. Weder eine Planung noch ein Bauantrag gibt
es bis jetzt. Deshalb bewege man
sich noch im Bereich des Spekulativen. Ab März sollen sich der Technische Ausschuss der Stadt und der
Kreisausschuss mit dem Themas befassen. Um etwas mit der Öffentlichkeit zu besprechen zu haben, müsse
das Ganze konkreter werden. „Über
ungelegte Eier kann man sich nicht
unterhalten“, so Büttner.
Das für die Asylbewerber angebotene Kinder- und Jugendgästehaus
der Fabrik CVJM ist indes bereits seit
Oktober 2014 gesperrt. Wegen nicht
Asylbewerber im Vogtlandkreis
Im Jahr 2014 hat der Vogtlandkreis
444 Asylbewerber neu aufgenommen. Für 2015 ist noch keine Quote
bekannt, erklärt die Kreisverwaltung.
Die Asylbewerber werden in Gemeinschaftsunterkünften und Gemeinschaftswohnungen untergebracht oder beziehen privat angemieteten Wohnraum. Die Mehrzahl der
Asylbewerber lebt in Plauen.
Ende 2014 gab es insgesamt 769
Asylbewerber im Vogtland. 301 davon
waren in Wohnheimen, 199 in Gemeinschaftswohnungen und 269 in
privat angemieteten Wohnungen untergebracht.
In Reichenbach wohnen derzeit 16
Asylbewerber in Gemeinschaftswohnungen und 34 in privat angemieteten Wohnungen. (gb)
erfüllter Brandschutzauflagen zu
Blitzschutz und Rauchabzug hat die
Stadt Reichenbach ein komplettes
Nutzungsverbot ausgesprochen. Für
die Arbeit des Vereins sei das „echt
schwierig“, erklärte Friedrich Strobel. Man weiche in andere Räume
der Gemeinschaft und der Israelfreunde aus. Im Internet sind weder
auf der Vereinshomepage noch auf
Facebook neue Aktivitäten der Fabrik zu finden. Wie soll es weitergehen? „Wir sind am Bauen. Die Gräben für die Blitzschutzanlage sind
schon gezogen. Und für die Rauchabzugsanlage hat sich ein Spender
gefunden“, sagt der Vereinschef.
An der angestammten Vereinsarbeit soll sich mit der Asylunterkunft
nichts ändern. Für die missionarische Kinder- und Jugendarbeit mit
Kreativangeboten, Freizeiten und
vielem mehr wolle man andere Räume nutzen und dabei Richtung Neubaugebiet gehen. Eine Option sei
laut Strobel das Blaue Haus, wo der
Verein bereits mit dem „Lebendigen
Adventskalender“ präsent war.
Werbung für
Studium in
Textilbranche
Gemeinsame Internetseite
von Hochschulen
REICHENBACH — Mit einem neuen
Internetauftritt werben die Technischen Universität (TU) Chemnitz
und die Westsächsische Hochschule
Zwickau (WHZ) gemeinsam für ihr
neues Ausbildungskonzept. Die Seite erhielt den allgemeinen Namen
www.studium-textil.com und weist
nur zurückhaltend auf die beiden
Hochschulen hin. Reichenbach
spielt dabei nur eine Nebenrolle –
schließlich ist geplant, die künftige
Bachelor-Ausbildung nach Zwickau
zu verlagern. Wer den Abschluss geschafft hat und einen Master anstrebt, soll den in Chemnitz absolvieren können.
Die Homepage spricht die
Studieninteressenten inhaltlich an,
vermittelt das Bild einer innovativen Branche mit erstklassigen
Chancen. Die Kerninhalte werden
komprimiert und übersichtlich präsentiert und bieten so rasch den
Überblick. Industrievertreter laden
Abiturienten ein, sich auf Textil einzulassen.
Der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie hat sich bei der Internet-Werbung ebenfalls eingebracht. Geschäftsführer Peter Werkstätter erklärt, dass die oft familiengeführten
Unternehmen Bachelor- und Master-Absolventen „interessante Entwicklungsmöglichkeiten sowie ein
gesundes Betriebsklima bieten“.
Für Silke Heßberg, die Leiterin
des Institutes für Textil- und Ledertechnik in Reichenbach, ist diese
Werbung ein Schritt in die richtige
Richtung. Die Zusammenarbeit
zwischen der Hochschule und der
Universität entwickelt sich, sagt sie.
Die Abstimmung zwischen beiden
Hochschulen sei wichtig, um die Inhalte des Grundstudiums abzugleichen. Dies sei mühsamer und langwierig. Zumindest vorerst werde die
praktische Ausbildung in Reichenbach bleiben. (ur)
» www.studium-textil.com
AUERBACH/OELSNITZ — Die Selbsthil-
fegruppe Multiple Sklerose für
Auerbach, Oelsnitz und Umgebung
hat heute, 14 Uhr ein Treffen. Bei
der Zusammenkunft in den Räumen
der Diakonie Auerbach an der Herrenwiese geht es um Organisatorisches. (fp)
FALSCH & RICHTIG
Schüler musizieren mit Profis.
Die Klarinettistinnen heißen Domenica Seifert und Nadine Steinmüller.
Im gestrigen Beitrag wurden die
Namen der beiden Oberschülerinnen falsch geschrieben.
Mit fast 80 Jahren Vereinsmeister. Der Züchter aus Bad Elster heißt
Karl Schönecker. Im Beitrag gestern
wurde sein Name falsch geschrieben. Wir bitten die Fehler zu entschuldigen.
Gospelklänge
in voller Kirche
Sehr gut besucht ist am Samstagabend das Konzert der Gospelnight
Dresden in der Nicolaikirche Markneukirchen gewesen. Der Chor unter der musikalischen Leitung von
Michael Blessing vereinte etwa 80
Sänger, die ein Programm sowohl
aus traditionellen Gospels und Spirituals als auch modernen Stücken
aus Skandinavien und den USA bot.
Die Gospelnight Dresden tourt seit
dem Jahr 2002 regelmäßig durch
Sachsen. Die Einnahmen aus dem
Konzert kommen neben der eigenen Arbeit diesmal vor allem einem
Projekt für Straßenjungen in UganFOTO: HANS-JOACHIM HARBIG
da zu Gute.
OB-Wahl: CDU
verzichtet auf Kandidat
AUERBACH — Es zeichnet sich immer
mehr ab, dass Manfred Deckert
bei der Bürgermeisterwahl am 7. Juni in Auerbach der einzige Kandidat
sein wird. Die CDU hatte gestern angekündigt, auf einen eigenen Kandidaten zu verzichten, teilte der Stadtverband in einer Pressemitteilung
mit.
„Zu 90 Prozent“ wird auch der
Ortsverband Göltzschtal der Partei
Die Linke keinen Kandidaten aufstellen, sagte Fraktionschef Volker
Mieth auf Nachfrage. Endgültig
wird das Vorgehen erst bei der Mitgliederversammlung am 24. Februar
beschlossen. Sowohl Die Linke als
auch die Christdemokraten begründen ihr Vorgehen damit, dass der
52-jährige Amtsinhaber als Einzelkandidat antritt. Die CDU-Fraktion
habe nach eigenen Angaben „mit
der Stadtverwaltung und dem Oberbürgermeister Manfred Deckert
konstruktiv und förderlich zusammengearbeitet“. Anstelle einer Kandidatur möchte sich die Partei weiter auf ihre Stadtratsarbeit konzentrieren.
Die Linke hatte Deckert bereits
bei der Oberbürgermeisterwahl von
2008 unterstützt. (lh)
A N ZE IG E N
! 3591095-20-1
OBERES VOGTLAND
Dienstag, 27. Januar 2015
Freie Presse
Eisdisco sorgt für volles Haus
NACHRICHT
VERMARKTUNG
Käbisch
stellt neues
Buch vor
Idee: Für Dalí-Schau Das Kunsteisstadion in
soll Touri-Paket her Schönheide lockt auch
PLAUEN — Anlässlich der Dalí-Aus-
stellung im Malzhaus Ende des Jahres soll ein Touristen-Paket her. Das
wurde im Kulturausschuss der Stadt
Plauen, vorgeschlagen. „Man könnte ein Event-Paket zum Thema
Weihnachten in Plauen schnüren –
andere Kommunen sind da schon
viel weiter“, so Stefan Fraas. Als Beispiel nannte er ein Kombi-Ticket,
welches Malzhaus und Vogtlandmuseum verbindet. „Man sollte die
zu erwartenden Besucherströme
vom Malzhaus auch ins Museum
lotsen“, so Fraas. (nd)
KALENDERBLATT
Vor 10 Jahren
KLAUS HELBIG WIRD 65 — Der Plaue-
ner Designer und Intendant der
Sommerakademie im Weisbachschen Haus, Klaus Helbig, wird 65
Jahre alt. Aus diesem Anlass zeigt er
in der Akademiegalerie die Schau
„Geburtstagsstrukturen“.
Helbig
spricht vom Angebot der Uni Pilsen,
gemeinsam mit den Plauenern eine
höhere Bildungseinrichtung in Sachen Kunst ins Leben zu rufen.
Vor 50 Jahren
ZU VIELE KRANKE — Der Kreis Oelsnitz hat den für das Jahr 1964 angenommenen Krankenstand mit 6300
Ausfallstunden überschritten. Die
meisten Ausfälle hat es in den Monaten Januar bis April gegeben.
Grund dafür waren zahlreich aufgetretene
Erkältungskrankheiten.
Oelsnitz steht damit im schlechten
Licht. Denn republikweit ging der
Krankenstand zurück. Ins Gespräch
gebracht werden daher auch Schonarbeitsplätze, die bei verminderter
Arbeitsfähigkeit oder zur Vorbeugung beansprucht werden könnten.
Pfarrer schreibt über
Widerstand in der DDR
viele Vogtländer an.
Besonders gefragt ist
Tanz auf dem Eis.
ZWICKAU/TREUEN — Global
denken,
lokal handeln, lautete die Maxime
der Zwickauer (und anderer) Bürgerrechtler, die im Konziliaren Prozess
die Wende mit herbeigeführt haben.
Der 71-jährige Ex-Dompfarrer und
Bürgerrechtler Edmund Käbisch
handelt immer noch danach. Jetzt
ließ er Schüler über die Frage abstimmen, ob man Muslime abschieben sollte oder nicht. „Die Hälfte war
dafür“, sagt er. Wo bei anderen an
diesem Punkt der Dialog aufhört, ist
der ehemalige Pfarrer erst am Ausgangspunkt. „Die Schüler müssen
selbst zu ihren Erkenntnissen kommen, über Emotionen und Mitgefühl“, sagt Käbisch, „man kann Denken nicht verordnen.“
VON EBERHARD MÄDLER
SCHÖNHEIDE — Eine junge Peruane-
rin konnte als bisher weit gereistester Gast bei einer Eisdisco in Schönheide begrüßt werden. Gemeinsam
mit etwa 200 anderen Schlittschuhläufern drehte sie drei Stunden lang
im Kunsteisstadion an der Neuheider Straße ihre Runden.
„Das ist ja noch viel schöner als
Inliner fahren“, gestand Andrea
Duran (Foto), die mit ihren Klassenkameraden aus einem Limaer Gymnasium zum Schüleraustausch in
Schneeberg weilt. Dabei stand die
15-Jährige erstmals in ihrem Leben
Edmund
Käbisch
Andrea Duran
Austauschschülerin
Pfarrer und
Bürgerrechtler
Eisdisco im Kunsteisstadion von Schönheide: DJ Sascha Ertl (links) und Mitorganisator René Lenk hatten sichtlich
FOTO: EBERHARD MÄDLER
Spaß bei der Auswahl der Musik aus den 90er-Jahren.
Geschäftsgang verschiedener Gewerke und Industriebetriebe in der
Stadt Adorf hat durch den Krieg
fühlbare Stockungen durchzumachen. Der Musikinstrumentenbau
liegt darnieder. Auch die Schiffchenmaschinenarbeit ruht völlig. Die
Monogrammstickerei ist mäßig beschäftigt. In der Perlmutterbranche
gehen die Aufträge stoßweise ein, so
dass ganztägiger Betrieb unmöglich
ist. Die Baumwollspinnerei hat dagegen eine unerwartete Belebung erfahren. (pa)
FOTO: FRANKO MARTIN/ARCHIV
FOTO: EBERHARD MÄDLER
auf den schmalen Kufen. Die Südamerikanerin: „Bei uns zuhause gibt
es kaum Wintersport. Deshalb ist
das tatsächlich ein völlig anderes Lebensgefühl. Es fühlt sich so ähnlich
wie fliegen an!“ Sie wolle nun all ihre Mitschüler während des einmonatigen Aufenthalts im Erzgebirge
nach Schönheide holen. Von der Gemeinde Schönheide, als Betreiber
des Freizeitzentrums, gab’s dafür
gleich einige Freikarten mit auf den
Weg.
1997 war die Anlage auf dem
Gelände des ehemaligen Freibades
in Betrieb gegangen, das in früheren
Zeiten im Winter bereits als Natureisstadion genutzt wurde. Zunächst
als Freiluftarena konzipiert, wurde
bis 2004 schrittweise eine Halle um
die Eisfläche gebaut. Sie ist auch
Heimstatt des Eishockey-Vereins
(EHV) Schönheide.
„Das Kunsteisstadion ist unser
sportliches wie auch kulturelles Angebot für jedermann“, erklärt Schönheides Kämmerin Silke Wappler,
„deshalb wird es auch durch die
Kommune bezuschusst!“ Mit bis zu
70.000 Euro jährlich hält die Gemeinde den Eissport am Leben. Abgesichert wird damit nicht nur der
tägliche Freilauf zwischen Oktober
und März, sondern auch die komplett kostenlose Trainings- und
Spielzeit für alle Nachwuchs-Puckjäger sowie eine vergünstigte Hallenmiete für die „Wölfe“.
Das Angebot der Eisdiscos erfreut
sich in dieser Saison steigender Beliebtheit. „Jede Party steht unter einem anderen Thema“, erklärt René
Lenk vom EHV Schönheide, der die
Events mitorganisiert. Am Mischpult steht mit Sascha Ertl ein DJ aus
Kirchberg, der diesmal Hit’s aus den
90er-Jahren auflegte. „Da ist für jedes
Alter was dabei“, freute sich Nadin
Schimmelschmidt aus dem vogtländischen Jägersgrün. Lokalmatador
Stefan Kleiner zeigte sich vom regen
Besuch überrascht, sieht aber die
Lautsprecheranlage sanierungsbedürftig. Anna Löscher aus Schönheide wünscht sich: „Mehr Lichteffekte
über der ganze Eisfläche!“ Der Einheimische Chris Partenfelder ergänzt: „Es kann ruhig noch ein, zwei
Stunden länger gehen!“
DIE NÄCHSTE EISDISCO in Schönheide
steigt am 7. Februar. Das (Faschings-)Motto:
„Bad Taste - mit Preis für das schlimmste Outfit“. Wochentags ist jeweils 14 bis 17 Uhr sowie
an den Wochenende zu variierenden Zeiten
geöffnet. Infos: Ruf 037755/669915
» www.gemeinde-schoenheide.de
Vor 100 Jahren
ADORFER WIRTSCHAFT STOCKT — Der
15
Lindenfest findet erst wieder nächstes Jahr statt
Rätselraten um die Zeit nach 2016 – Veranstaltung eng mit Ortschef Lupart verbunden
REUTH — Wer in den Reuther Veranstaltungskalender für 2015 schaut,
sucht das traditionelle Lindenfest
vergeblich. Erst 2016 wird es wieder
stattfinden – gut möglich, dass dann
sogar die letzte derartige Veranstaltung stattfindet, ließ Bürgermeister
Ulrich Lupart (DSU) jetzt im Gemeinderat durchblicken. Er hatte
das Bürgerfest 2004 aus der Taufe
gehoben. Und zwar in Anlehnung
an das Wahrzeichen der Gemeinde –
die auf einer Anhöhe am Ortsrand
stehende Reuther Linde. Das Fest
fand zunächst jährlich statt, zuletzt
im zweijährigen Rhythmus.
Luparts Amtszeit als Bürgermeister endet im Spätsommer kommenden Jahres. Ob er sich noch einmal
zur Wahl stellen wird, ist ungewiss.
„Um darüber nachzudenken, ist ja
noch etwas Zeit“, so der 63-Jährige
auf Nachfrage. Er sagt aber auch:
„Ich will ganz sicher nicht mit
70 oder 80 Jahren noch in einer Führungsposition sein.“
Ulrich Lupart hat das Lindenfest
nicht nur begründet, es ist auch
eng mit seinem Namen verknüpft.
Vor allem durch seine enge Freund-
schaft mit Volksmusikstar Eberhard
Hertel aus Oelsnitz gelang es dem
Bürgermeister immer wieder, viele
bekannte Künstler auf die Bühne
des Reuther Festzeltes zu holen.
2009 fand dort auch der Vogtlandtag
statt. Und für das Jahr 2016 verspricht Lupart erneut eine Überraschung: „Die verrate ich aber noch
nicht.“ (ts)
Am 4. Februar stellt er die dritte,
aktualisierte Ausgabe seines Buches
„Menschen auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ vor. Es ist vor allem für den Schulunterricht gedacht. Seit Jahren ist er damit auch
im Vogtland unterwegs, wo die Materialiensammlung über einige
wichtige regionale Akteure des politischen Umbruchs in vielen Oberschulen und Gymnasien inzwischen fester Bestandteil des Lehrplans geworden ist. „Die Beschäftigung damit hilft, sowohl auf Gegenwart als auch Vergangenheit ein
Licht zu werfen“, so Käbisch.
Die dritte Auflage stellt er in einem Chemnitzer Gymnasium vor.
Sie wird anschließend als Klassensatz an 98 Schulen in Chemnitz,
dem Erzgebirgs- und dem Muldentalkreis verteilt. Käbisch, der wegen
Unterstützung subversiver Gruppen selbst von der Stasi verfolgt wurde, recherchierte jahrelang in den
Archiven. Dort fanden sich auch
Martin Böttgers Akten wieder, der
nach der Wende selbst die Zweigstelle der Behörde in Chemnitz leitete. Böttger hat ein Geleitwort zur
neuen Auflage geschrieben: Es geht
um Pegida und den Umgang mit
Flüchtlingen und Asylsuchenden.
Auch Sachsens Ministerpräsident
hat einen Beitrag geschrieben.
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BEKANNTMACHUNGEN
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16 Freie Presse
LOKALSPORT
Dienstag, 27. Januar 2015
Schützengilde will mit vier Mannschaften nach München
NACHRICHTEN
SKISPORT
Tim Kopp Achter bei
der Jugendolympiade
TSCHAGGUNS — Auf dem achten Platz
hat der Nordisch Kombinierte Tim
Kopp (Foto) vom
VSC Klingenthal
gestern seinen ersten Einsatz beim
Europäischen Jugendolympiafestival im österreichischen Tschagguns
beendet. Der aus
Breitenfeld stammende 15-Jährige hatte zunächst auf
der Schanze den zwölften Rang von
44 Teilnehmern erzielt und konnte
sich in der Loipe nochmal um vier
Plätze verbessern. Den Sieg sicherte
sich Willi Hengelhaupt vom SC Motor Zella-Mehlis. Für die Kombinierer geht es am Mittwoch im Sprint
und am Freitag im Team-Wettbewerb um weitere Medaillen. (tyg)
FOTO: HARALD SULSKI
Sparkasse Vogtland richtet
Laufveranstaltung aus –
Bis zu 3000 Teilnehmer
VON ANIKA HEBER
PLAUEN — Noch bleibt für alle laufbe-
geisterten Plauener genügend Zeit
zum Trainieren, bis die Stadt im September 2016 ihren ersten Marathon
erlebt. Gestern gab es den offiziellen
Startschuss für das Vorhaben, das
von der Sparkasse Vogtland auf die
Beine gestellt wird. Erstmals hat sich
diese um die Ausrichtung des Sparkassen-Marathons beworben.
LEICHTATHLETIK
Schönbrunnerin
holt Staffel-Silber
CHEMNITZ — Bei den Landeshallen-
meisterschaften der Leichtathleten
in Chemnitz hat die Staffel des
SV Theuma über dreimal 800 Meter
in der Altersklasse U 14 der Mädchen des zweiten Platz belegt. Zur
Theumaer Staffel gehörten MarieLuise Schlott, die in Schönbrunn zu
Hause ist, sowie Josephine-Joy Glathe und Anna Hertel. Der Titel ging
an die Staffel aus Freiberg und Frankenberg. (pj)
JUDO
Bronzemedaille
zweimal verpasst
JENA — Jeweils bis in den Kampf um
Platz 3 schafften es Amelie Krause
und John Vincent Haller vom ASV
Oelsnitz am Samstag beim 20. Turnier um den Sparkassenpokal in
Jena. Der Wettkampf mit 380 Judoka
aus neun Bundesländern sowie
Tschechien, davon 242 in der Altersklasse U 15, stand auf einem sehr
hohen Niveau. Während Amelie
Krause ihre erste Niederlage im
Kampf um den Einzug ins Finale
bezog und damit direkt um Platz 3
kämpfen konnte, musste John Vincent Haller nach ebenfalls nur einer
Niederlage durch die Hoffnungsrunde, wo er dreimal gewann. Beide
dominierten ihre Kämpfe und lagen
mit einer ganzen Reihe von Wertungen vorn. Doch beide waren in den
letzten fünf Sekunden zu unkonzentriert, mussten die schon sicher
geglaubte Medaille doch noch hergeben und wurden Fünfte. (volr)
TENNIS
Hallenrunde mit
Sieg abgeschlossen
MARKNEUKIRCHEN — Im letzten Spiel
der Hallenrunde haben die Spieler
des TC Markneukirchen in der
Kreisklasse gegen den TC Plauen II
einen unerwartet klaren 8:4-Sieg
eingefahren. Nach den vier Einzeln
stand es nach Siegen von Oliver
Möhwald und Jens-Uwe Affeldt, der
damit all seine sechs Spiele in der
Hallensaison gewann, und Niederlagen von Holger Krauß und Doris
Pötsch 4:4. Somit mussten die Doppel die Entscheidung bringen.
Krauß/Möhwald siegten sicher und
ungefährdet 13:2. Pötsch/Affeldt
wuchsen über sich hinaus und
gewannen ungefährdet und in dieser Höhe unerwartet klar 10:3. (fp)
KEGELN
Zwotaer feiern den
ersten Auswärtssieg
ZWOTA — Der SKK Zwota II hat bei
der TSG Rodewisch II mit 1932:1887
den ersten Auswärtssieg in der
Kreisklasse Göltzschtal erreicht.
Bester Zwotaer und zugleich Tagesbester war Robby Kittelmann mit
420 Holz. Die erste Zwotaer Mannschaft verlor in der Kreisliga gegen
die erste Rodewischer Vertretung
2379:2430. (kiby)
Plauen erlebt
2016 seine
Premiere im
Marathon
Die Ehrennadel des Sächsischen Schützenbundes
in Silber bekam Thomas Eßbach (links) am
Samstag auf der Jahreshauptversammlung der
1. Bürgerliche Schützengilde Oelsnitz für seine
Verdienste um den Schießsport verliehen. Die
Ehrenplakette in Bronze gab es für Sponsor
Michael Nobst (2. von links), die Ehrennadel in
Bronze erhielten Marcel Jahnsmüller (2. von
rechts) und Marcel Jüngel (rechts). Eßbach ist
seit Gründung des Vereins Jugendleiter, Jahnsmüller und Jüngel gehören dem Vorstand an.
Der Nachwuchsarbeit will der Verein, der dabei
mit der Privilegierten Schützengesellschaft
Markneukirchen zusammenarbeitet, auch
künftig großes Augenmerk beimessen. Aber
auch im Leistungssport setzt er sich große Ziele:
Laut dem sportlichen Leiter Aron Fläschenträger wollen die Oelsnitz dieses Jahr alle vier
Mannschaftstitel im Schießen mit Großkaliberwaffen bei den Sachsenmeisterschaften holen
und sich damit erstmals mit vier Mannschaften
für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren, die auf der ehemaligen Olympiaanlage in
München ausgetragen werden. FOTO: HARALD SULSKI
Oelsnitz geht in Burgstädt unter
Nichts zu holen gab es am
Wochenende für die obervogtländischen Mannschaften in den HandballBezirksklassen.
1. Bezirksklasse Männer: Burgstädter HC – TSV Oelsnitz 37:23
(14:13). Mit einer heftigen Klatsche
mussten die Sperken am Samstagabend die Heimreise vom Punktspiel in Burgstädt antreten. Sie hatten sich deutlich mehr erhofft, doch
von einem Bruch im Spiel in der
zweiten Hälfte erholten sie sich
nicht mehr. Dabei sah es zu Beginn
noch gut aus. Die Oelsnitzer lagen
nach einigen Minuten 4:2 vorn.
Doch das sollte die letzte Führung
im Spiel bleiben. Die Heimmannschaft kam langsam ins Rollen. Die
Oelsnitzer schafften es nicht, an die
gute Defensivleistung aus den vorangegangenen Spielen anzuknüpfen. Immer wieder kamen die Burgstädter ohne große Gegenwehr frei
zum Wurf. Das Oelsnitzer Angriffsspiel lief dagegen gut. Durch gute
Kombinationen schaffte sich der
TSV Wurfchancen. Doch resultierten in der ersten Hälfte nur 13 Tore
daraus. Zu viele Chancen ließen die
Gäste liegen. Das Spiel war bis zur
Pause völlig offen. Doch nach dem
Seitenwechsel lief bei den Sperken
nichts mehr zusammen. So sehr sich
die Mannschaft auch mühte, es gab
immer wieder kleine Rückschläge.
Leichte Ballverluste und Pech beim
Abschluss (sechs Pfostentreffer)
führten zu nur noch zehn Toren.
Oelsnitz versuchte, mit verschiedenen Abwehrsystemen die gegnerischen Angreifer zu stoppen. Doch
die spielten sich in einen Rausch. So
gut wie jeder Wurf war ein Treffer.
Für die Oelsnitzer zählt jetzt nur, das
Spiel so schnell wie möglich abzuhaken. (ixs)
OELSNITZ: Seidel – Lehmann (1), Heyne (1),
P. Bechler (6/1), F. Schmidt (1), Stache (2),
F. Bechler (4/2), B. Schmidt (2), Görnitz (1),
Rauh (5). Schiedsrichter: Riedel/Krämer (Penig). Strafwürfe: Burgstädt 4/3 verwandelt,
Oelsnitz 4/3. Strafzeiten: Burgstädt 8 Minuten, Oelsnitz 6.
2. Bezirksklasse Männer: HV 90
Klingenthal - HSG Sachsenring
Hohenstein-Ernstthal/Oberlungwitzer SV/HV Grüna II 26:28
(14:12). Klingenthal zeigte im Vergleich zum 26:41 verlorenen Auswärtsspiel in der Vorwoche in
Chemnitz gegen den Tabellenzweiten eine deutlich bessere Leistung.
Doch reichte es nicht zu einem
Erfolg, da die Gäste cleverer waren
und die Fehler des HV 90 zu nutzen
wussten. Das Spiel begann ausgeglichen. Mitte der ersten Hälfte schlugen die Gäste mehr Kapital aus den
Unzulänglichkeiten und gingen mit
zwei Treffern in Führung. Doch
Klingenthal blieb dran, setzte entscheidend nach und setzt sich mit
fünf Treffern am Stück auf 14:11
(28. Minute) ab. Beim 14:12 ging es
in die Pause. Nachdem Seitenwechsel erwischte der HV 90 einen
schlechten Start, die Gäste glichen
zum 15:15 (35.) aus. Mit drei Toren
am Stück zog Klingenthal wieder
davon (18:15, 40.), setzte aber auch
in dieser Phase nicht entscheidend
nach. Die HSG kam wieder heran.
Anstatt aus den sich bietenden
Chancen eine klare Führung zu
machen, musste der HV 90 beim
20:20 den Ausgleichstreffer hinnehmen. Von da an legte immer die HSG
vor, da zu allen Überfluss auch noch
die Abwehr des HV 90 nachließ. Das
machten sich die cleveren Gäste zunutze, um einen glücklichen, aber
nicht unverdienten Auswärtserfolg
einzufahren. (hvk)
KLINGENTHAL: Joost, Hözel – Illner, Glaß (1),
Schöfberger (3), Ludwig (12/1), Reißmann (3),
Hammer (2), Pöhland, Lehmann (1), Grohmannn (4), Körner, Hening, Arndt.
Nachwuchs: Die männliche Jugend A der NSG Oelsnitz/Oberlosa
war am Sonntag in der Sachsenliga
beim bisher sieglosen Tabellenletzten HSV Mölkau zu Gast. Nach diesen Spiel sollte es bei null Punkten
für den Gastgeber bleiben. Souverän
setzte sich die Kombination aus
Oelsnitz und Oberlosa 38:30 durch.
In der Sachsenliga der männlichen
Jugend B gastierte die NSG Oelsnitz/
Oberlosa beim Tabellenvorletzten
Radebeuler HV. Die Vogtländer wur-
den ihrer Favoritenstellung gerecht
und entführten nach einem klaren
39:22-Auswärtssieg beide Punkte,
was zurzeit den 7. Tabellenplatz
bedeutet. In der Sachsenliga der
männlichen Jugend C musste die
NSG Oelsnitz/Oberlosa nach der
21:27-Heimniederlage im Rückspiel
gegen die zweite Mannschaft der
NSG EHV/Nickelhütte Aue eine
23:38-Auswärtsniederlage einstecken. Beim letzten Punktspielturnier der Bezirksliga der männlichen
Jugend D waren in Plauen die beiden
sehr starken Auer Mannschaften die
Gegner der NSG Oelsnitz/Oberlosa.
Erwartungsgemäß hatten die jungen Vogtländer gegen die erste
Mannschaft der Auer keine Chance.
9:26 hieß es am Ende. Gegen die
zweite Vertretung aus Aue hatte sich
die NSG mehr ausgerechnet. Trotz
guten Spiels musste sie mit 21:27
den Sieg der Auer Mannschaft überlassen. Die D-Jugend des HV 90 Klingenthal trat zu einem Turnier der
Vogtlandrunde in Lengenfeld an. Im
ersten Spiel gegen die Mädchen und
Jungen aus Ellefeld gewann Klingenthal nach anfänglichen Schwierigkeiten 7:3. Gegen die Lengenfelder konnte der HV 90 nicht überzeugen. Die Lengenfelder nutzten
unzählige Fehlwürfe zu schnellen
Kontern und siegten 7:3. Das dritte
Spiel gegen Reudnitz war von vielen
Fehlern geprägt. Mit einem 5:2-Sieg
und Platz 2 in der Tageswertung
wurden die Klingenthaler jedoch
für ihren Kampf belohnt. (khfr/hvk)
Strecke durch das Elstertal
Bereits vor einigen Monaten habe
man den Zuschlag erhalten und seitdem erste Vorbereitungen getroffen,
wie Anja Stein bei der Präsentation
vor Vertretern von Stadt, Landkreis,
Sport- und Tourismusverband sagte:
„Wir haben etwa für die Streckenführung verschiedene Szenarien
durchgespielt. Uns ist es wichtig,
den Marathon in die Stadt zu holen.“
So sollen die Läufer am 25. September 2016 auf dem Altmarkt starten.
Über die Syra- und Hofwiesenstraße
geht es dann durchs Elstertal bis
nach Kürbitz. Von dort führt die
Strecke zurück über Straßberg sowie die Schurigstraße zum Stadtpark und zurück auf den Altmarkt.
Hier ist die Halbmarathon-Distanz
geschafft. Neben den beiden Langstrecken wird es außerdem eine
10-Kilometer-Runde geben.
Besondere Herausforderung bei
der Streckensuche waren laut Stein
die Höhenunterschiede im Vogtland. Rund 560 Höhenmeter warten
zum Beispiel auf die Marathonläufer. „In Coesfeld, wo die Veranstaltung in diesem Jahr stattfindet, sind
es nur zwei Höhenmeter – an einer
Bahnüberführung“, sorgte Stein bei
der Präsentation für ein Schmunzeln. Reiner Milek, Vorsitzender des
Leichtathletik-Kreisverbandes, sieht
darin keine Probleme: „Es ist ja kein
Marathon, wo es um Bestzeiten
geht. Die Strecke vom Göltzschtalmarathon in Lengenfeld ist zwar
nicht so schwer, aber das Umfeld
wäre für diese Veranstaltung nicht
geeignet.“
Unterstützung durch Vereine
Die Organisatoren rechnen mit bis
zu 3500 Teilnehmern. Ein Großteil
davon werden Sparkassenmitarbeiter sein. Seit 40 Jahren richtet das
Geldinstitut den Marathon aus, anfangs als reine Betriebssportveranstaltung. Mittlerweile gibt es auch
eine offene Wertung für alle interessierten Läufer. „Das ist für uns als
Sparkasse nicht allein zu stemmen.
Für die Streckenbetreuung, die Verpflegung, das Rahmenprogramm
und viele andere Punkte sind wir auf
die Unterstützung der Vereine in der
Region angewiesen“, betont Stein.
Die Männer-Titel gehen durch die Bank an Adorf
Die Kreiseinzelmeister im
Kegeln sind am Wochenende im oberen Vogtland
ermittelt worden. Besonders eng ging es bei den
Männern zu.
ADORF/BAD BRAMBACH/MARKNEUKIRCHEN/OELSNITZ — Die Keglerinnen
und Kegler der SG Neptun Markneukirchen und des KC Gut Holz Adorf
haben die Endrunden im Kreisverband klar dominiert. Je vier Titel gingen an diese beiden Vereine. Diese
Dominanz konnte nur Elke Maul
vom TSV Oelsnitz als Meisterin bei
den über 50-jährigen Frauen durchbrechen – allerdings war sie dort
auch die einzige Keglerin . Das größte Starterfeld gab es traditionell bei
den Männern. 22 Kegler trugen am
Samstag zunächst in Oelsnitz ihren
Vorlauf aus und am Sonntag in
Adorf das Finale, das an Spannung
nichts zu wünschen übrig ließ. Rico
Piesendel und Stefan Wolf vom Bezirksklasse-Team des KC Gut Holz
Adorf lieferten sich einen packenden Zweikampf, den Piesendel letztlich mit 897 Kegeln vor Wolf (893)
gewann. Insgesamt platzierten sich
sieben Adorfer unter den besten
Zehn. Bei den Frauen dominierten
wenig überraschend die Bezirksliga-Frauen aus Markneukirchen.
Bei den Frauen und den unter
23-Jährigen war die Titelvergabe
Familiensache: Ina Stark ist neue
Frauen-Meisterin, Tochter Sandra
gewann bei den unter 23-Jährigen.
ERGEBNISSE: Männer: 1. Rico Piesendel
897 Holz, 2. Stefan Wolf 893, 3. Maik Schwarz
(alle KC Gut Holz Adorf) 885. Männer U 23:
1. Maximilian Wappler (KC Gut Holz Adorf)
781, 2. Toni Möckel (SG Neptun Markneukirchen) 713. Männer Ü 50: 1. Frank Eschenbach
(SG Neptun Markneukirchen) 486, 2. Andreas
Rudisch (SSV Oelsnitz) 469, 3. Jens Martin (KC
Gut Holz Adorf) 460. Männer Ü 60: 1. Volkmar Scholz (KC Gut Holz Adorf) 423, 2. Peter
Palm 404, 3. Reiner Käberlein (beide SSV
Oelsnitz) 378. Männer Ü 70: 1. Günter Breuer
(KC Gut Holz Adorf) 386, 2. Siegfried Götz (SSV
Oelsnitz) 353, 3. Bernd Glas (SG Neptun Markneukirchen) 342.
Frauen: 1. Ina Stark (SG Neptun Markneukirchen) 445, 2. Marion Reither (SG Medizin Bad
Elster) 426, 3. Heike Degen (TSV Oelsnitz) 414.
Frauen U 23: 1. Sandra Stark (SG Neptun
Markneukirchen) 416, 2. Desiree Schilbach
406, 3. Jenny Koroll (beide SG Medizin Bad
Elster) 320. Frauen Ü 50: 1. Elke Maul (TSV
Oelsnitz) 404. Frauen Ü 60: 1. Karin Camphausen (SG Neptun Markneukirchen) 347.
Die vier ältesten Teilnehmer an den Kreismeisterschaften ermittelten in
Adorf den Titelträger in der Altersklasse Ü 70. Neuer Kreismeister ist Günter
Breuer vom KC Gut Holz Adorf (links) vor Siegfried Götz vom SSV Oelsnitz
(2. von rechts), Bernd Glas (2. von links) von Neptun Markneukirchen und
Hans Schneider (rechts) vom KC Erlbach. Schneider war mit 79 Jahren der
älteste Meisterschaftsteilnehmer überhaupt.
FOTO: HARALD SULSKI
SPORT
Dienstag, 27. Januar 2015
NACHRICHTEN
HANDBALL
Bundesliga
SKISPORT
Kombinierer bei der
Universiade Zweiter
FOTO: HARALD SULSKI
STRBSKE PLESO — David Welde vom
SC Sohland hat gestern für den ersten deutschen Medaillengewinn bei
der Winter-Universiade gesorgt.
Der Kombinierer
vom Bundesstützpunkt Klingenthal holte in
Strbske Pleso Silber im Einzel. Der
20-Jährige musste
sich im Zielsprint
dem Polen Adam Cieslar nur hauchdünn nach Foto-Finish geschlagen
geben. Dennoch überwog beim
Sachsen, der an der Hochschule
Mittweida studiert, die Freude über
Silber. Zum einen hatte er nach Platz
13 im Skispringen den 10-km-Langlauf mit 1:30 min Rückstand auf den
Führenden in Angriff genommen.
Zum anderen lief Welde, der in den
beiden Vorjahren schon zu Weltcup-Einsätzen kam, in dieser Saison
bisher seinen eigenen Ansprüchen
hinterher. (tyg)
MOTORSPORT
Frauen: Buxtehude - Trier 36:18 (19:13),
Blomberg-L. - Celle 36:18 (18:8), Thüringer
HC - Göppingen 37:22 (19:14), Koblenz/W. HC Leipzig 23:25 (11:14), Bietigheim - Füchse
Berlin 23:32 (13:18), Oldenburg - Metzingen
31:28 (15:13), Leverkusen - Bad Wildungen
34:25 (16:13).
1. Thüringer HC
413:302 23: 3
2. HC Leipzig
414:357 21: 7
3. Buxtehuder SV
376:309 20: 4
4. VfL Oldenburg
380:334 17: 7
5. TuS Metzingen
358:313 17: 9
6. Bayer Leverkusen
344:334 15: 9
7. HSG Blomberg-Lippe 339:331 12:12
8. Füchse Berlin
327:322 10:14
9. HSG Bad Wildungen
291:345 9:15
10. SVG Celle
285:356 8:16
11. Frisch Auf Göppingen 310:336 6:18
12. SG BBM Bietigheim
286:328 5:19
13. VL Koblenz/Weibern 290:334 5:19
14. DJK/MJC Trier
276:3 88
4:20
2. Bundesliga
Frauen: Travemünde - Rödertal 15:29 (6:17),
Sachsen Zwickau - Herrenberg 26:28 (15:14),
Bensheim/A. - Rosengarten-B. 26:30 (11:17),
Neckarsulm - Nellingen 27:20 (11:10), Beyeröhde - Halle-Neustadt 27:37 (12:22), Mainz Allensbach 33:28 (17:14), Dortmund - Haunstetten 29:14 (9:7).
1. Borussia Dortmund
441:352 25: 5
2. SGH Rosengarten-B. 445:377 25: 5
3. SU Neckarsulm
476:421 23: 9
4. Sachsen Zwickau
397:383 22: 8
5. HSG Bensheim/A.
386:377 19:11
6. TV Nellingen
403:388 18:12
7. Union Halle-Neustadt 417:408 18:12
8. SG Herrenberg
371:373 12:18
9. FSV Mainz
402:416 11:19
10. TV Beyeröhde
412:434 11:19
11. TSV Haunstetten
348:394 11:19
12. HC Rödertal
371:394 10:20
13. SV Allensbach
368:444 4:26
14. TSV Travemünde
345: 421 3:29
3. Liga Ost
ADAC ehrt
erfolgreiche Sachsen
ZWICKAU — Der sächsische ADAC hat
die besten Motorsportler der Saison
2014 geehrt. Als Sportler des Jahres
erhielt das Lichtensteiner Ehepaar
Ruben und Petra Zeltner als deutsche Rallye-Meister und Gewinner
der ADAC-Rallye-Masters die höchste Auszeichnung. Im Motorrad-Bereich wurde der 14-jährige Chemnitzer Motocrosser Jeremy Sydow
(2. Platz ADAC MX Junior Cup) geehrt. Rallye-Pilot Sepp Wiegand
(Zwönitz) nahm als Vizeeuropameister den Pokal als Bester im
Automobilrennsport entgegen. In
der Mannschaftswertung standen
die Endurofahrer (Markus Kehr,
Marco Neubert, Derrick Görner,
Nick Emmrich, Edward Hübner,
Bruno Wächtler), die bei der WM
(Six Days) Platz vier belegten, an der
Spitze der Wertung. Insgesamt wurden 110 Motorsportler geehrt. (ww)
HANDBALL
Aufsteiger zurück
in der Erfolgsspur
HAHLEN — Die Handballerinnen des
HSV Marienberg sind in der 3. Liga
Ost mit einem 34:23 (15:7)-Auswärtssieg beim abstiegsbedrohten
TSV Hahlen in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Obwohl sich der Favorit in Nordrhein-Westfalen schon
zur Halbzeit deutlich abgesetzt hatte, haderte Trainer Robert Flämmich
mit seinem Team: „Wir haben es versäumt, einen völlig überforderten
Gegner noch deutlicher an die
Wand zu spielen.“ Vor allem bei der
Chancenverwertung erkannte er
Nachlässigkeiten. Allerdings war
auch der Coach erleichtert, dass im
neuen Jahr der erste Sieg gelang.
Denn vor der Niederlage gegen Tabellenführer SG Kirchhof (20:26)
hatten sich der Aufsteiger, derzeit
Tabellendritter, auch in Bayreuth geschlagen geben müssen. (anr)
KURZ GEMELDET
TV Monheim rückt nach
MONHEIM — Der TSV Monheim wird
in der kommenden Saison den Platz
des Mitteldeutschen Turnteams
(MTT) in der Turn-Bundesliga einnehmen. Das MTT Chemnitz-Halle
hatte sich aus finanziellen Gründen
zurückgezogen. (fp)
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Frauen: Bayreuth - Salzland 24:22 (14:13),
Hahlen - Marienberg 23:34 (7:15), Hannover-West - Minden-Nord 35:25 (15:13), Blomberg-Lippe II - Rohrsen 33:24 (15:14), HC
Leipzig II - Union Halle 31:29 (17:14), Fritzlar
- Osterode-Harz 41:18 (17:10).
1. SG Kirchhof
437:344 28: 2
2. Germania Fritzlar
420:344 25: 7
3. HSV Marienberg
484:407 25: 9
4. HC Salzland
395:372 19:13
5. HaSpo Bayreuth
404:391 19:13
6. HSG Blomberg-Lippe II 447:436 17:15
7. SC Bad Salzuflen
382:406 15:15
8. HC Leipzig II
445:435 15:17
9. HSG Union Halle
396:392 13:19
10. HSG Osterode-Harz
418:479 12:20
11. HSG Hannover-West
451:478 10:22
12. MTV Rohrsen
379:442 9:23
13. TSV Hahlen
386:471 8:24
14. HSV Minden-Nord
382:429 7:23
Mitteldeutsche Oberliga
Männer: Hermsdorf - Plauen 23:34, Glauchau/Meerane - Grubenlampe 33:32, Freiberg
- Hornets 39:36, Aschersleben - Werratal
44:27, Radis - Halle 36:31, Spergau - SV Oebisfelde 33:28, Burgenland - Staßfurt 31:31.
1. HC Glauchau/Meerane 472: 445 24: 6
2. HC Plauen
446: 390 22: 8
3. USV Halle
499: 461 20:10
4. TuS Radis
455: 428 17:13
5. SV Hermsdorf
456: 444 17:13
6. HSG Freiberg
670: 634 16:14
7. HC Burgenland
513: 492 16:14
8. Rot-Weiß Staßfurt
498: 482 16:14
9. HSG GoGo Hornets
448: 445 15:15
10. Zwickauer HC
437: 426 13:17
11. HC Aschersleben
452: 463 13:17
12. HSG Werratal
455: 545 9:21
13. SG Spergau
466: 530 7:23
14. SV Oebisfelde
469: 551 5:25
Frauen: SC Markranstädt - HC Sachsen Neustadt 43:16, SG HV Chemnitz - SC Hoyerswerda 26:26, TSV Niederndodeleben - HC Rödertal II 30:24, BSV Magdeburg - Görlitz 36:31.
1. SC Markranstädt
356: 280 20: 2
2. SG HV Chemnitz
300: 266 17: 5
3. HC Burgenland
283: 259 14: 6
4. TSV Niederndodeleben 272: 266 13: 7
5. BSV Magdeburg-O.
318: 313 13: 9
6. Thüringer HC II
273: 270 8:12
7. SV Koweg Görlitz
295: 292 8:14
8. HC Rödertal II
310: 327 6:16
9. SC Hoyerswerda
291: 331 5:17
10. HC Neustadt-Sebnitz 190: 284 2:18
Sachsenliga
Männer: TSV Radeburg - SG Leipzig/Zwenkau
27:27, LHV Hoyerswerda - HV Oberlausitz Cunewalde 29:23, NHV Concordia Delitzsch HSV Weinböhla 32:25, HSV Lok Pirna Dresden
II - SG LVB Leipzig II 24:23, SV Koweg Görlitz SV Plauen-Oberlosa 24:21, HSG Neudorf/Döbeln - HVH Kamenz 24:27.
1. SV Plauen-Oberlosa
385: 295 24: 2
2. LHV Hoyerswerda
399: 318 19: 7
3. NHV Delitzsch
374: 329 18: 8
4. TSV Radeburg
366: 350 17: 9
5. SV Koweg Görlitz
367: 360 15:11
6. SG LVB Leipzig II
368: 360 14:12
7. HVH Kamenz
364: 379 12:14
8. SG Leipzig/Zwenkau 315: 332 11:15
9. HSG Neudorf/Döbeln 319: 358 8:16
10. HSV Pirna Dresden II 347: 413 6:20
11. HV Cunewalde
305: 345 5:19
12. HSV Weinböhla
340: 410 5:21
Frauen: BSV Sachsen Zwickau II - USV TU
Dresden 30:17, HSG Riesa/Oschatz - SV Chemie Zwickau 30:20, SG HV Chemnitz II - SV
Schneeberg 28:27, SG Pirna/Heidenau - SV
Plauen-Oberlosa 27:32, HSG Neudorf/Döbeln
- HC Leipzig III 21:19, HSV Mölkau - VfL Waldheim 20:25.
1. Sachsen Zwickau II
2. SV Plauen-Oberlosa
3. VfL Waldheim
4. HSG Neudorf/Döbeln
5. HSG Riesa/Oschatz
6. SV Schneeberg
7. SG Pirna/Heidenau
8. USV TU Dresden
9. HC Leipzig III
10. SV Chemie Zwickau
11. SG HV Chemnitz II
12. HSV Mölkau
445: 289
403: 332
343: 330
351: 347
344: 322
333: 337
369: 346
286: 344
278: 318
351: 397
364: 426
229: 308
26: 0
21: 5
16:10
16:10
15:11
14:12
12:14
10:16
8:16
8:18
6:20
2:22
Verbandsliga
Männer, West: Annaberg-B. - Glauchau/Meerane II 26:28, Chemnitzer HC - Leipzig-Mitte
26:22, Rückmarsdorf - Böhlen 27:21, Leipzig/Zwenkau II - Plauen-O. II 23:22, Mölkau Aue II 21:29, HC Plauen II - Zwönitz 25:31.
1. Zwönitzer HSV
422: 339 24: 2
2. Glauchau/Meerane II 400: 340 22: 4
3. EHV Aue II
438: 342 20: 6
4. SG Leipzig/Zwenkau II 351: 304 18: 8
5. HSG Rückmarsdorf
377: 350 17: 9
6. SV Plauen-Oberlosa II 346: 323 13:13
7. SV Lok Leipzig-Mitte 365: 379 13:13
8. Chemnitzer HC
339: 366 8:18
9. HC Plauen II
349: 428 7:19
10. HV Böhlen
341: 413 6:20
11. HC Annaberg-Buchholz 331: 399 4:22
12. HSV Mölkau
344: 420 4:22
Männer, Staffel Ost: HSV Pulsnitz - VfL Waldheim 31:27, HC Elbflorenz II - Radebeuler HV
31:18, HSG Riesa/Oschatz - HF Hoyerswerda
34:30, HSG Freiberg II - ESV Dresden 33:31,
TBSV Neugersdorf - SG Zabeltitz/Großenhain
27:29, Koweg Görlitz II - SV Niederau 21:21.
1. HC Elbflorenz II
441: 312 26: 0
2. HSG Riesa/Oschatz
425: 365 23: 3
3. HSV Pulsnitz
390: 359 17: 9
4. TBSV Neugersdorf
347: 352 13:13
5. HSG Freiberg II
433: 427 12:14
6. Zabeltitz/Großenhain 374: 407 12:14
7. SV Koweg Görlitz II
364: 372 11:15
8. ESV Dresden
370: 370 10:16
9. Radebeuler HV
332: 345 10:16
10. VfL Waldheim
350: 370 10:16
11. HF Hoyerswerda
342: 413 8:18
12. SV Niederau
338: 414 4:22
Frauen, Staffel West: SC Markranstädt II - HC
Glauchau/Meerane 26:31, Rückmarsdorf Schkeuditz 24:19, Naunhof - Raschau-Beierfeld 29:22, DHfK Leipzig - Leipziger SV Südwest 29:21, Burgstädter HC - Wurzen 18:20,
Turbine Leipzig - Limbach-Oberfrohna 18:18.
1. HSG Rückmarsdorf
352: 255 26: 0
2. SC DHfK Leipzig
329: 307 22: 4
3. TSG Schkeuditz
336: 282 20: 6
4. SC Markranstädt II
374: 338 16:10
5. Leipziger SV Südwest 321: 310 14:12
6. SG Lok Wurzen
293: 306 12:14
7. HC Glauchau/Meerane 316: 323 10:16
8. Turbine Leipzig
279: 304 9:17
9. Burgstädter HC
260: 280 8:18
10. BSV Limbach-O.
200: 233 7:17
11. SG Raschau-Beierfeld 280: 346 7:19
12. BSC Naunhof
240: 296 3:21
Frauen, Staffel Ost: TBSV Neugersdorf - SV
Weißenborn 21:30, SG Klotzsche - HSV Weinböhla 17:22, VfL Meißen - Radeberger SV
23:25, SV Dresden Mitte - Radebeuler HV
21:16, VfB Bischofswerda - Görlitz II 29:21.
1. Radeberger SV
355: 278 21: 3
2. VfB Bischofswerda
271: 211 20: 4
3. TSV Dresden
221: 222 14: 8
4. SV Weißenborn
322: 289 14:10
5. HSV Weinböhla
247: 230 14:10
6. VfL Meißen
241: 234 11:13
7. SV Dresden Mitte
212: 225 10:12
8. SV Koweg Görlitz II
250: 280 10:14
9. SG Klotzsche
207: 241 8:16
10. TBSV Neugersdorf
221: 254 6:18
11. Radebeuler HV
196: 279 2:22
Bezirksliga
Männer: TSV Mittweida - SSV Chemnitz-Rottluff 24:23, HC Fraureuth - EHV Aue III 19:21,
VfB Flöha - SV Rotation Weißenborn 20:25,
HV Oederan - Zwönitzer HSV II 28:28, VfB
Lengenfeld - SV Schneeberg 29:33, Rodewisch
- HC Glauchau/Meerane III 36:31.
1. SV Schneeberg
401: 333 21: 3
2. TSV Mittweida
363: 321 18: 6
3. EHV Aue III
352: 346 18: 6
4. Zwönitzer HSV II
320: 288 16: 8
5. VfB Lengenfeld
377: 373 13:11
6. Rodewisch
394: 392 13:11
7. HV Oederan
342: 339 12:12
8. SV Weißenborn
306: 291 10:14
9. HC Fraureuth
301: 304 10:14
10. SSV Chemnitz-Rottluff 344: 363 7:17
11. Glauchau/Meerane III 304: 335 4:20
12. VfB Flöha
316: 435 2:22
Frauen: HC Fraureuth - SG Nickelhütte Aue
20:14, SSV Lichtenstein - SV Plauen-Oberlosa
II 30:8, HV Oederan - Zwönitzer HSV 27:26,
HC Annaberg-Buchholz - USG Chemnitz 25:17,
SG HV Chemnitz III - HSG Langenhessen/Crimmitschau 37:27, SV Chemie Zwickau II - HSV
Marienberg II 24:36.
1. HSV Marienberg II
404: 253 24: 0
2. SG HV Chemnitz III
359: 275 18: 6
3. SSV Lichtenstein
280: 244 17: 7
4. HC Annaberg-Buchholz 293: 274 13:11
5. HSG Langenhessen/C. 298: 299 13:11
6. SV Chemie Zwickau II 277: 286 13:11
7. HV Oederan
251: 279 13:11
8. HC Fraureuth
229: 255 11:13
9. Zwönitzer HSV
271: 312 7:17
10. SV Plauen-Oberlosa II 202: 261 7:17
11. SG Nickelhütte Aue
272: 316 6:18
12. USG Chemnitz
220: 302 2:22
Bezirksklasse
Männer: HSG Freiberg III - SV Schneeberg II
34:31, SV Niederwiesa - SV Beierfeld 23:21,
SV Sachsen Werdau - HSG Sachsenring 27:25,
Burgstädter HC - TSV Oelsnitz 37:23.
Frauen: Penig - Niederfrohna 23:20, Claußnitz - Thalheim 11:19, Mittweida - Oberlungwitz 25:20, VTB Chemnitz - Glauchau/Meerane II 13:14, HV Chemnitz IV - CPSV/Stahl
Chemnitz 31:18, Flöha - Raschau-B. II 29:16.
BASKETBALL
VOLLEYBALL
EISHOCKEY
2. Bundesliga Pro A
2. Bundesliga
DEL
Herren, 19. Spieltag: Cuxhaven - Gießen
55:85 (27:51), Gotha - Essen 63:52 (20:22),
Würzburg - Jena 91:87 (54:47), Baunach - Leverkusen 77:71 (30:35), Paderborn - Hamburg Towers 72:75 (34:34), Kirchheim - Vechta 85:72 (46:34), Nürnberg - BV Chemnitz
94:70 (46:33), Heidelberg - Ehingen 86:81
(44:40).
1. Würzburg Baskets 19 1639:1354 34
2. Gießen
19 1463:1300 28
3. BIG Gotha
19 1429:1306 26
4. Nürnberger BC
19 1609:1411 26
5. USC Heidelberg
19 1507:1495 26
6. Hamburg Towers 19 1472:1495 22
7. ETB Baskets Essen 19 1437:1399 22
8. Science City Jena 19 1567:1549 18
9. SC Rasta Vechta
19 1443:1467 18
10. VfL Kirchheim
19 1578:1624 18
11. FC Baunach
19 1571:1527 16
12. BV Chemnitz
19 1373:1497 14
13. Giants Leverkusen 19 1368:1441 12
14. Paderborn
19 1380:1482 12
15. Erdgas Ehingen
19 1312:1484 6
16. Cuxhaven
19 1261:1578 6
Frauen: Chemnitz - VCO Dresden 3:2, Sonthofen - Engelsdorf 3:1, Erfurt - Vilsbiburg II 0:3,
Offenburg - Stuttgart II 3:1, Holz - Straubing
0:3, VCO Dresden - Vilsbiburg II 3:2, Lohhof Bad Soden 3:2, Grimma - Chemnitz 1:3.
1. FTSV Straubing
15
45: 6 44
2. Sonthofen
15
42:17 37
3. Vilsbiburg II
16
36:26 31
4. SV Lohhof
14
32:20 28
5. VCO Dresden
15
29:28 23
6. VV Grimma
15
30:29 22
7. MTV Stuttgart II
15
25:30 20
8. SWE Erfurt
15
26:31 19
9. TV Holz
14
21:28 18
10. TG Bad Soden
15
25:34 16
11. Lok Engelsdorf
16
20:42 13
12. VC Offenburg
15
20:38 12
13. Volleys Chemnitz
16
21:43 11
42. Spieltag: Nürnberg Ice Tigers - Straubing
Tigers 3:2 n. P. (0:1, 1:1, 1:0), ERC Ingolstadt
- EHC München 3:2 (1:0, 1:0, 1:2).
1. Adler Mannheim
42 149: 98 91
2. EHC München
42 140: 97 81
3. ERC Ingolstadt
42 145:127 77
4. Hamburg Freezers
43 143:128 74
5. Eisbären Berlin
42 129:104 69
6. Iserlohn Roosters
42 140:122 67
7. Wolfsburg
42 127:118 64
8. Nürnberg Ice Tigers 44 136:128 64
9. Düsseldorfer EG
42 122:128 64
10. Kölner Haie
42 99:120 60
11. Krefeld Pinguine
41 121:131 59
12. Augsburger Panther 44 119:154 47
13. Straubing Tigers
42 85:143 37
14. Schwenningen
42 88:145 34
3. Liga Ost
2. Regionalliga
Regionalliga Ost
41. Spieltag: Bietigheim Steelers - Pinguins
Bremerhaven 4:2 (2:1, 1:1, 1:0), Eispiraten
Crimmitschau - Lausitzer Füchse 8:3 (2:1, 2:1,
4:1), Dresdner Eislöwen - Rote Teufel Bad
Nauheim 2:7 (1:2, 1:4, 0:1), SC Riessersee EV Landshut 2:5 (0:2, 1:2, 1:1), Löwen Frankfurt - Kassel Huskies 0:1 (0:1, 0:0, 0:0), Heilbronner Falken - Ravensburg Towerstars 4:3
n. P. (2:0, 1:0, 0:3), ESV Kaufbeuren - Starbulls Rosenheim 1:7 (0:2, 0:1, 1:4).
1. Bietigheim Steelers 41 177:108 95
2. Kassel Huskies
41 151:102 79
3. Ravensburg
41 145:136 71
4. Löwen Frankfurt
40 158:122 67
5. Bremerhaven
38 126:115 65
6. Rosenheim
41 123:114 65
7. Dresdner Eislöwen
41 142:146 65
8. Bad Nauheim
41 133:139 61
9. EV Landshut
41 130:136 61
10. SC Riessersee
41 123:108 60
11. Lausitzer Füchse
39 145:145 60
12. Crimmitschau
41 138:151 49
13. Heilbronner Falken 41 98:172 30
14. ESV Kaufbeuren
41 97:192 24
Männer: TG Würzburg II - BBC Coburg 62:81
(37:41), BV Chemnitz II - BC Zwickau 55:100
(32:51), SV Stauf - Jena II 88:70 (49:38),
Dresden Titans II - Gotha II 99:62 (44:38),
Leipzig Eagles - TTL Bamberg 56:77 (28:46),
Rattelsdorf - Regnitztal 61:80 (32:41).
Oberliga
Männer: USC Leipzig II - BBC Ottendorf-Okrilla
108:76, Turbine Zittau - SG Adelsberg 84:78,
BC Dresden - BV Leipzig II 86:64, SVA Leipzig Wurzen 87:74, Plauen Homesquad - ATSV
Freiberg 59:48.
Frauen: Leipzig Lakers - Chem-Cats II 79:29,
Chem-Cats III - BC Dresden 64:46.
Landesliga
Männer: HSG Mittweida - SSV Chemnitz
59:73, SG Adelsberg II - BC Dresden III 61:53,
Leipzig Lakers - BV Chemnitz III 74:67, BC
Dresden II - Dresden Titans III 65:72.
Frauen: TSG Markkleeberg - BC Dresden II
53:48, ATSV Freiberg - Turbine Zittau 51:49,
Leipzig Lakers - Plauen Homesquad 62:9,
Markkleeberg - Zittau 59:48.
Bezirksliga: Männer: SSV Lichtenstein - BV
Lichtenstein 68:57, Zwickau - SSV Chemnitz
46:86.
Rollstuhlbasketball
Bundesliga: Jena - Frankfurt (Main) 40:73,
Trier - St. Vith 55:59, Zwickau - Hamburg
60:70, Kaiserslautern - Köln 67:49, RSB Team
Thüringen - Lahn-Dill 63:61
1. RSV Lahn-Dill
1041: 636 24: 4
2. Team Thüringen
1070: 692 24: 4
3. BSC Rollers Zwickau 950: 773 20: 8
4. BG Baskets Hamburg 973: 814 18:10
5. Dolphins Trier
951: 833 18:10
6. Kaiserslautern
819: 890 12:16
7. Frankfurt (Main)
780: 905 12:16
8. RBC Köln 99ers
720: 932 6:22
9. Roller Bulls St. Vith 775: 1056 6:22
10. Jena Caputs
510: 1058 0:28
GEWICHTHEBEN
Bundesliga
Staffel B: Chemnitzer AC - SSV Samswegen
727,8:650.0 (3:0); KG Görlitz-Zittau - AC Atlas
Plauen 603,0:629,2 (0:3); Berliner TSC - KG
Schwedt-Stralsund 653,8:666,2 (0:3).
1. Chemnitzer AC
3664,8
15: 0
2. Berliner TSC
3122,0
7: 8
3. SSV Samswegen
2592,0
6: 6
4. Schwedt-Stralsund 2493,6
6: 6
5. AC Atlas Plauen
2361,8
6: 6
6. AC Meißen
2051,4
3: 9
7. KG Görlitz-Zittau
2344,0
2:10
TISCHTENNIS
3. Bundesliga
Damen: TTF Frankenthal - VfL Sindelfingen
6:2, TV Hofstetten - VfL Sindelfingen 3:6.
Regionalliga Süd
Herren: SpVgg Thalkirchen - TB Regenstauf
9:6, TSV Schwabhausen - SSV Schlotheim 9:4,
TTC Holzhausen - Döbelner SV 9:3, TB Regenstauf - SSV Schlotheim 8:8.
Damen: TSV Schwabhausen III - SV DresdenMitte 8:2, Kolbermoor II - Dresden-Mitte 8:0.
Sachsenliga
Herren: SG Lückersdorf-Gelenau - TSV Radeburg 7:9, BSC Freiberg - SV Dresden-Mitte II
12:3, TTV Burgstädt - SV Dresden-Mitte II
14:1, MSV Bautzen - TSV Radeburg 6:9, ABS
Aue - Elbe Dresden 8:8.
Damen: Motor Wilsdruff - Lok Zwickau II 4:8,
Unikl. Dresden - Lok Zwickau II 4:8, TTC Neukirch - Döbelner SV 8:5.
Landesliga
Herren: Leutzscher Füchse IV - Fortuna Grumbach 15:0.
Damen: TTV Hohndorf II - HSG Mittweida 7:7,
Leutzscher Füchse III - TSG Markkleeberg 8:0
1. Bezirksliga
Herren/Chemnitz: SV Muldenhammer - TTV
Hohndorf 12:3, SR Hohenstein-E. III - SG Vielau 12:3. Dresden: Motor Wilsdruff - TSV Falkenau 5:10, SV Lommatzsch - TTV Burgstädt II
6:9.
Bezirksliga Damen: TTV Hohndorf III - Rapid
Chemnitz IV 5:9, SV Adorf - Handwerk Tannenberg 4:10, Tanne Thalheim II - TTV Amtsberg 3:11, TTC Annaberg - Thalheim 1:13.
2. Bezirksliga
HOCKEY
BILLARD KARAMBOLE
Regionalliga Ost
Oberliga
Herren: CHC Köthen – Berliner SV 7:2 , SSC
Jena – Berliner SV 2:10.
SG Meerane - SV Dresden 8:8, SV Pirna - TSV
Leipzig 2:14, SC Reichenbach - Meerane II
6:10, SG Meerane III- Chemnitzer BC 4:12.
Mitteldeutsche Oberliga
Damen: Staffel A: Jena – Dresden 1:6, Chemnitz – Köthen 6:0, Jena – Freiberg 0:5, Dresden – Köthen 7:1, Freiberg – Chemnitz 4:0
Staffel B: HCLG Leipzig II – Meerane 2:2,
Dresden II – Leuna 1:4, Osternienburg II –
Meerane 3:1, Leipziger SC – HCLG Leipzig II
3:1, Dresden II – Osternienburg II 0:7, Leipziger SC – Leuna 0:3.
Herren: Leipziger SC – Dresden 2:6, Freiberg –
Osternienburg II 2:9, Chemnitz – HCLG Leipzig
4:5, Torgau – Magdeburg 1:4, HCLG Leipzig –
Dresden 1:4, Freiberg – Torgau 2:8, Osternienburg II – Leipziger SC 5:4, Magdeburg – Chemnitz 8:3.
FUSSBALL
Hallenlandesmeisterschaft
C-Junioren, Endrunde:
Halbfinale: RB Leipzig – VfB Chemnitz 2:1; FC
Eilenburg – Dynamo Dresden 0:1; Spiel um
Platz 7: Erzgebirge Aue – SSV Königshain-Wiederau 4:1; Platz 5: Borea Dresden – Eintracht
Niesky 4:3; Spiel um Platz 3: VfB Chemnitz –
FC Eilenburg 3:1; Finale: RB Leipzig – Dynamo
Dresden 3:1.
Freie Presse
Herren/Chemnitz, Staffel Ost: TTV Amtsberg - TTV Marienberg 6:9, TTV Marienberg TTV Stollberg 2:13, Germania Chemnitz - TTC
Grünstädtel 8:8, Elektronik Gornsdorf II - Geyersdorfer SV 11:4, Post Chemnitz - TTV
Amtsberg 11:4, Elektronik Gornsdorf II - TTV
Amtsberg 9:6. Staffel West: Post Plauen - RW
Treuen 9:7, SV Schnarrtanne - TV Ellefeld
5:10, SV Remse - BW Gersdorf 11:4. Dresden,
Staffel 1: SV Eppendorf - SV Dresden-Mitte V
6:9, Motor Trachenberge - SV Mulda 8:8, SV
Mulda - SV Eppendorf 9:6. Staffel 2: Dresden-Löbtau - HSG Mittweida 11:4, SV Dresden-Mitte IV - Turbine Frankenberg 11:4.
Mitteldeutsche Einzelmeisterschaft
Jugend, männl.: 2. Koschmieder (SR Hohenstein-E.) 9:1; weibl.: 3. Scherber (Rapid
Chemnitz) 8:3.
Schüler A: 4. Schubert (Handwerk Tannenberg) 6:4. Schülerinnen A: 1. Neubert (Rapid
Chemnitz) 10:0, 3. Scheibe (Rapid Chemnitz)
7:3.
Männer: ASV Neumarkt - VC Gotha 2:3, TSV
Zschopau - MTV München 3:2, SC Freising VGF Marktredwitz 1:3, TSV Friedberg - TSV
Niederviehbach 0:3, VCO Kempfenhausen TSV Mühldorf 3:1.
Männer: SV Reudnitz - L.E. Volleys II 3:1, VSV
Oelsnitz - Markkleeberg 3:1, VSV Jena - Ohrdrufer SV 3:2, VC Dresden II - VC Altenburg
3:1, TU Dresden - SV Chemnitz-Harthau 3:0.
Frauen: SWE Volley Team II - TSV Leipzig 3:0,
VC Olympia Dresden II - L.E. Volleys 0:3,
Dresdner SC II - Chemnitzer PSV II 0:3, VV
Meiningen - HSV Weimar 3:0, Fortschritt Lichtenstein - VC Gotha 3:1, Volley Juniors Thüringen - SV Einheit Borna 3:2.
Sachsenpokal
Männer: Einheit Borna - TSV Leipzig 1:3,
GSVE Delitzsch II - Einheit Borna 1:3, - TSV
Leipzig 1:3, SV Plauen-Oberlosa - SV Schneeberg 0:3, SSV St. Egidien - SV Plauen-Oberlosa
3:1, - SV Schneeberg 1:3.
Frauen: Zschopau - Dresdner SSV II 0:3, L.E.
Volleys II - Zschopau 3:2, - Dresdner SSV II
1:3, Dresdner SSV III - Volkmarsdorf 1:3, Engelsdorf II - Dresdner SSV III 3:1, - Volkmarsdorf 3:1.
Sachsenliga
Frauen: Limbach-Oberfrohna, - Mickten 1:3, Dippoldiswalde 0:3.
Bezirksliga
Männer: BSV Limbach-Oberfrohna - SG Mauersberg 3:2, - SSV Chemnitz 3:1, Fortschritt
Lichtenstein - Hennersdorfer SV 2:3, - SV
Chemnitz-Harthau III 3:1.
Frauen: VV Freiberg - SV Chemnitz-Harthau
3:0, - Tanne Thalheim 3:0, Fortuna Göltzschtal
- ESV Nassau 3:0, - Plauen-Oberlosa 3:0.
DEL2
WASSERBALL
Bundesliga
Plauen - Wedding 7:7, Neustadt - Weiden
15:6, Krefeld - Laatzen 14:4.
1. SC Neustadt
88:47 13: 1
2. OSC Potsdam
99:68
11 3
3. SVV Plauen
86:63 11: 5
4. SV Krefeld
82:57
9: 5
5. SC Wedding Berlin
70:74
6:10
6. SV Weiden
69:74
4:10
7. Spvg. Laatzen
63:111 4:12
8. SGW Leimen/Mannheim 35:98
0:12
LEICHTATHLETIK
BADMINTON
Landes-Hallenmeisterschaft
Regionalliga
in Chemnitz: Männliche Jugend: U 20: 200
m: 1. Schlegel (LAC Chemnitz) 22,14. 800 m:
2. Nötzold (Vorwärts Zwickau) 1:58,37. 60 m
H.: 1. Elger (LAC) 7,93. Stab: 1. Hösel (Freiberg) 3,20. Weit: 1. Kleeberg (LV Erzgebirge)
6,80, 2. Weber 6,62. Drei: 1. Heß 16,34, 2.
Bauer (beide LAC) 14,45. Kugel: 1. Zeuke
17,90. WJ: 60 m: 1. Grünert (beide LV Erzgebirge) 7,82. 60 m Hürden: 1. Weigold 8,90.
Hoch: 1. Anschütz (beide Mittweida) 1,69.
Weit: 1. Göpfert (LV Erzgebirge) 5,53. Drei:
2. Klette (LAC) 11,00. Kugel: 1. Schmidt (LV
Erzgebirge) 14,33.
Männlich: AK 15: 300 m: 1. Uhlig (LV Erzgebirge) 39,89. AK 14: 800 m: 1. Uhlig 2:14,69,
2. Stollhoff (LAC) 2:17,11. Hoch, Weit: 1.
Kuhn (Vorwärts Zwickau) 1,60 und 5,42.
Kugel: 1. Kempe (Oederan) 12,40.
Weiblich: AK 15: 60 m, Weit: 1. Klik 7,95 und
5,59, 2. Rennert (beide LAC) 8,04 und 6,27.
800 m: 2. Rebentrost (Oederan) 2:27,78.
60 m H.: 1. Rennert (LAC) 8,94. 4x 200 m: 1.
LAC 1:44,48. Hoch: 1. Halang (Freiberg)
1,62, 2. Schumann (LG Vogtland) 1,62. Stab:
1. Halang 2,50. Kugel: 1. Uhlig (Mittweida)
12,81, 2. Morgenstern (LAC) 11,52. AK 14:
60 m: 1. Jänsch (Mittweida) 7,97. 60 m H.:
1. Tomoski (LAC) 9,42. Weit: 2. Jänsch 5,15.
Senioren, M 30: 60 m, 200 m 400 m 60 m
H., Stab, Weit, Kugel, Diskus: 1. Herrmann
(Vorwärts Frankenberg.) 7,33, 23,14, 52,12,
9,34, 3,80, 6,64, 11,70 und 34,20. 1500 m,
3000 m: 1. Haß (Vorwärts Zwickau) 4:19,32
und 9:24,03.
M 35: Kugel, Diskus, Speer: 1. Lewin (WSG
Schwarzenberg.-Wildenau) 13,79, 41,49;
52,80. M 40: 200 m: 1. Barz (Limbach)
26,60. 400 m: 1. Schmiedel (LAC) 58,50.
1500 m: 1. Friedrich (Chemnitzer PSV)
4:22,76. 3000 m: 1. Barthel (Vorwärts Zwickau) 9:25,49.
M 45: 400 m, 800 m, 1500 m: 1. Weidner
(Freiberg)
58,72,
2:11,61;
4:29,09.
M 50: 60 m, 200 m: 1. Seifert (Vo. Zwickau)
8,09 und 26,16. Diskus: 1. Brukhardt (LG
Vogtland) 31,69.
M 55: 200 m: 1. Zimmermann (Gornsdorf)
27,98. M 60: 200 m, 400 m, 800 m: 1. Thate
(Chemnitzer PSV) 27,41, 60,37; 2:27,04.
1500 m und 3000 m: 1. Schlenzig (Vorwärts
Zwickau) 5:20,37; 11:40,13. Weit: 1. Hüller
(Gornsdorf) 4,13. Speer: 1. Uhlemann (Mühlbach) 37,88.
M 65: Drei: 1. Götze (Glauchau) 8,55. M 70:
400 m: 1. Götze 81,34. 800 m, 1500 m und
3000 m: 1. May (Pobershau) 2:57,87,
6:04,59; 13:28,30. Hoch; Speer: 1. Graupner
(LAC) 1,34 und 27,71.
M 75: 400 m, 800 m, 1500 m und 3000 m:
1. Knorr (Vorwärts Zwickau) 82,70, 3:02,45,
6:12,60 und 12:46,46. Kugel: 1. Vogelsang
(SV Mühlbach) 10,65.
M 80: 60 m, Weit und Kugel: 1. Richter (Lichtenstein) 10,62, 3,29 und 10,53. 1500 m;
3000 m: 1. Lange (Post Chemnitz) 7:14,90;
15:46,74.
Seniorinnen, W 30: Stab, Kugel, Diskus und
Speer: 1. Herrmann (Vorwärts Frankenberg)
3,30, 11,00, 26,33 und 30,62. W 35: 60 m;
Weit: 1. Beyer (Freiberg) 9,25; 4,20. 1500 m:
1. Never (SG Adelsberg) 5:55,50. Hoch, Kugel und Diskus: 1. Beck (Großolbersdorf)
1,35, 10,18 und 31,45.
W 40: 60 m: 1. Martin (Treuen) 8,15. 400 m:
1. Kruppa (Gornsdorf) 72,25. 800 m; 3000
m: 1. Stein (Gornsdorf) 2:53,06; 12:29,56.
Weit; Speer: 1. Schleck (Freiberg) 4,23 und
19,95. Kugel: 1. Kruppa (Gornsdorf) 8,99.
Diskus: 1. Mendes (Mittweida) 19,39.
W 45: 200 m, 400 m und 800 m: 1. Lauterbach (Schwarzenberg.-Wildenau 30,07, 66,20
und 2:28,16. 3000 m: 1. Göbel (Vorwärts
Zwickau) 12:27,34. W 50: Kugel: 1. Rogge
(Vorwärts Frankenberg) 10,77. Diskus und
Speer: 1. Lange (Treuen) 22,05 und 26,38.
W 55: 200 m, 400 m; 800 m: 1. Scheffler
(Chemnitzer LV Megware) 32,29, 73,65;
2:50,65. Diskus: 1. Meuer (Mittweida) 31,48.
BV Marienberg - DHfK Leipzig 2:6; - BV Zwenkau 6:2, BV Bamberg - BV Zwenkau 4:4; DHfK Leipzig 6:2, Marktheidenfeld - TSV Dresden 4:4; - SG Gittersee 5:3, ESV Flügelrad
Nürnberg - Gittersee 6:2; - TSV Dresden 5:3.
Sachsenliga
DHfK Leipzig II - Robur Zittau II 3:5; - BV Niedersedlitz 6:2, BSV Markranstädt - BV Niedersedlitz 6:2; - Robur Zittau II 4:4, SG Meerane Tauchaer SV 1:7; - Röhrsdorf 3:5, TSV Dresden II - Röhrsdorf 5:3; - Tauchaer SV 4:4.
Sachsenklasse
Ost: ATSV Freiberg - Radebeuler BV 2:6; Meißner SV 4:4. West: SG Bräunsdorf - TSV
Niederwürschnitz 0:8, TSV Markkleeberg Tauchaer SV II 7:1; - BC Stollberg-Niederdorf
6:2, BSV Markranstädt II - BC Stollberg-Niederdorf 2:6; - Tauchaer SV II 6:2, Röhrsdorf II
- TSV Niederwürschnitz 0:8.
Bezirksliga
SG Meerane II - BV Annaberg-Buchholz 4:4; BC Stollberg-Niederdorf II 4:4, TSV Niederwürschnitz II - SV Empor-West Zwickau 8:0; BV Annaberg-Buchholz 8:0, BV Marienberg II BC Stollberg-Niederdorf II 4:4, BC StollbergNiederdorf III - Empor-West Zwickau 3:5.
Dresden: Radebeuler BV II - ATSV Freiberg II
7:1, SV Mickten Dresden - ATSV Freiberg II
2:6.
BOXEN
2. Bundesliga
Wismar - Chemnitz 12:11.
53 kg: Achmed Al Jabar - Ronny Beblick. 57
kg: Nadir Achverdiev - Dieter Geier. 61 kg:
Nowid Soleman Asefi - Wladislaw Baryshnik.
65 kg: Noori Ahmadulah - Chris Förster. 70
kg: Bujar Murseli - Marcel Orsinger. 76 kg:
Meriton Rexhepi - Philipp Freund. 82 kg:
Amar Abduljabbar - Melvin Perry. + 81 kg:
Florian Schulz - Frank Leib.
Schwedt - Berlin/Cottbus 12:10.
1. Hanse Wismar
6: 2 49:45
2. BC Chemnitz
6: 4 60:56
3. Hertha BSC/Cottbus
4: 4 45:46
4. UBV Schwedt
2: 8 55:62
SCHACH
Bundesliga
Frauen, 5. Rd.: Schwäbisch Hall - Friedberg
4:2, Hamburg - Lehrte 3,5:2,5, Halle - Großlehna 3:3, Baden-Baden - Deizisau 5:1, SG
Leipzig - Allianz Leipzig 4:2, Rodewisch - Bad
Königshofen 2:4. 6. Rd.: Rodewisch - SG Leipzig 4:2, Bad Königshofen - Allianz Leipzig 4:2,
Friedberg - Deizisau 3,5:2,5, Schwäbisch Hall
- Baden-Baden 2:4, Lehrte - Großlehna 1:5,
Hamburg - Halle 3:3. 7. Rd.: Allianz Leipzig Rodewisch 2:4, SG Leipzig - Bad Königshofen
0:6, Baden-Baden - Friedberg 5,5:0,5, Deizisau - Schwäbisch Hall 0:6, Halle - Lehrte
5,5:0,5, Großlehna - Hamburg 3,5:2,5. Stand:
1. Baden-Baden 14/33, 2. Bad Königshofen
12/30,5, 3. Schwäbisch Hall 12/29, 4. Halle
10/28, 5. Großlehna 10/27, 6. Rodewisch
7/23, 7. Hamburg 7/21,5, 8. Friedberg 5/18,
9. Deizisau 4/13,5, 10. SG Leipzig 2/8,5, 11.
Lehrte 1/9,5, 12. Allianz Leipzig 0/10,5.
Regionalliga
Frauen, Gruppe Südost: 4. Rd.: Rodewisch II
- SG Leipzig II 2,5:1,5, Merseburg - Aufbau
Chemnitz 2:2. Stand: 1. SG Leipzig II 4:2/7,5,
2. Rodewisch II 4:2/6,5, 3. Merseburg 4:4/8,
4. Aufbau Chemnitz 3:3/6, 5. USG Chemnitz
1:5/7.
SPORT
Freie Presse
NACHRICHTEN
2. FUSSBALL-BUNDESLIGA
Lautern verleiht
Mugosa nach Aue
Dienstag, 27. Januar 2015
Lichtlein ebnet Deutschland mit
Weltklasseleistung Weg zum Sieg
KAISERSLAUTERN — Der FCE ist bei
der Stürmersuche fündig geworden.
Angreifer Stefan Mugosa (22) vom
Fußball-Zweitliga-Fünften 1. FC Kaiserslautern wechselt auf Leihbasis
bis Saisonende zum Tabellenschlusslicht nach Aue ins Erzgebirge. Der montenegrinische U21-Nationalspieler soll Spielpraxis bei den
Veilchen sammeln. Der talentierte
Mugosa kam im Sommer von Mladost Podgorica und besitzt beim FCK
einen bis 2017 gültigen Vertrag. Er
kam bisher in der 2. Liga aber nur
zu einem 13-Minuten-Einsatz und
spielte im Pokal eine knappe halbe
Stunde. (osp/huzl)
Fußball-Regionalliga:
Verband überrascht mit
Präsidiums-Beschluss
VON KARSTEN REPERT
UND MONTY GRÄßLER
FORMEL 1
Erster Vettel-Ferrari
heißt offiziell SF15-T
MARANELLO — Der erste Formel-1-Fer-
rari von Sebastian Vettel wird den
offiziellen Namen SF15-T tragen.
Das gab die Scuderia gestern bekannt. Vier Tage vor der Online-Präsentation des neuen Autos für Vettel
und dessen finnischen Kollegen
Kimi Räikkönen erklärte Ferrari,
dass die 15 für das Jahr 2015 stehe,
das T für Turbo. SF ist die Abkürzung für Scuderia Ferrari. Mit dem
SF15-T will der italienische Traditionsrennstall seinen Neustart einleiten. Die Testpremiere feiert der neue
Wagen an diesem Sonntag zum Auftakt der Probefahrten im spanischen
Jerez de la Frontera. (dpa)
Carsten Lichtlein jubelt nach einem gehaltenen Ball. Reihenweise scheiterten die Ägypter am deutschen Torhüter.
FOTO: ROBERT GHEMENT/DPA
SCHWIMMEN
Olympiasieger Park
positiv getestet
SEOUL — Der Schwimmsport steht
vor einem prominenten Dopingfall.
Südkoreas Olympiasieger Park TaeHwan sei bei einem Test der WeltAnti-Doping-Agentur Wada positiv
gewesen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap
gestern und bezog sich auf eine Mitteilung von dessen Management
GMP. Demnach soll der Olympiasieger von 2008 und Weltmeister von
2011 über 400 m Freistil von einem
koreanischen Arzt eine Spritze mit
einer nicht näher bekannten verbotenen Substanz erhalten haben. Das
Management betonte, Park habe
sich mehrfach bei dem Arzt erkundigt, damit dieser ihm keine verbotenen Substanzen verabreiche. (dpa)
FUSSBALL
Niederländer fordert
Blatter heraus
NYON — Der Niederländer Michael
van Praag (67) fordert Amtsinhaber
Joseph Blatter bei der Wahl des FifaPräsidenten in vier Monaten heraus.
Er werde dem Fußball-Weltverband
heute die benötigten Unterstützungsschreiben von fünf Verbänden
schicken, teilte der Präsident des niederländischen Verbands KNVB gestern mit. „Es ist allgemein bekannt,
dass ich mir große Sorgen um die
Fifa mache“, sagte van Praag, der als
Blatter-Kritiker gilt. Potenzielle Anwärter auf das Amt des Weltverbandschefs müssen bis Donnerstag
die Unterstützung von fünf Verbänden nachweisen, um zur Wahl am
29. Mai zugelassen zu werden. (dpa)
TENNIS
Deutsches Doppel
schafft Überraschung
MELBOURNE — Julia Görges und An-
na-Lena Grönefeld haben bei den
Australian Open für eine Überraschung gesorgt und das Viertelfinale
im Doppel erreicht. Das Fed-CupDuo setzte sich gestern gegen die
topgesetzten Titelverteidigerinnen
Sara Errani und Roberta Vinci aus
Italien mit 6:3, 4:6, 7:5 durch. Nach
dem Sieg gegen die fünfmaligen
Grand-Slam-Siegerinnen stehen die
Deutschen zum zweiten Mal nach
Wimbledon 2014 gemeinsam im
Viertelfinale bei einem der vier
wichtigsten Tennisturniere. (dpa)
Insolventer
VFC Plauen
spielt weiter
um Punkte
Die deutschen Handballer
schwimmen weiter auf der
Erfolgswelle. Im Achtelfinale der WM bezwingen
sie Ägypten und sind nur
noch einen Erfolg von der
Medaillenrunde entfernt.
VON MARTIN KLOTH
DOHA — Auf der Tribüne stand AltBundestrainer Heiner Brand und applaudierte dem Sieggaranten Carsten Lichtlein. „Jedes gute Spiel von
ihm freut mich. Er musste sich so oft
hinten anstellen“, sagte der Weltmeister-Coach. Mit einer Weltklasseleistung im Tor hatte Lichtlein
den deutschen Handballern gestern
in Doha in den Weg ins Viertelfinale
der WM in Katar geebnet. Beim
23:16 (12:8)-Sieg im Achtelfinale gegen Ägypten parierte der 34-Jährige
mehr als die Hälfte aller gegnerischen Würfe und wurde als „Man of
the Match“ ausgezeichnet. „Es gibt
solche Spiele, wo alles klappt. Das
war auf jeden Fall ein Spiel in den
Top Fünf von mir“, sagte Lichtlein.
Während der Gummersbacher
zwischen den Pfosten glänzte, war
Uwe Gensheimer mit sechs Toren
bester Werfer. „Es war ein echtes
Lichtlein-Spiel. Er hat eine fantastische Leistung gebracht“, adelte
DHB-Präsident Bernhard Bauer den
Keeper. „Unsere Abwehr und die
Torhüterleistung waren sehr, sehr
stark. Carsten Lichtlein ist in der Lage, solche Dinger zu machen“, lobte
Bundestrainer Dagur Sigurdsson seinen Schlussmann und fügte hinzu:
„Wir haben diese Coolness gezeigt –
von Anfang an.“
„Es gibt solche
Spiele, wo alles
klappt.“
Carsten Lichtlein deutscher Torhüter
„Viertelfinale, Viertelfinale“, sang
Lichtlein, als er durch die Hallengänge marschierte. Nach dem fünften Sieg im sechsten Spiel ist die
Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) nur noch einen Erfolg
von der Medaillenrunde entfernt.
Auf dem Weg dorthin trifft der
WM-Nachrücker morgen auf Gastgeber Katar. „Darauf werden wir uns
genauso akribisch vorbereiten wie
auf Ägypten“, kündigte Lichtlein an,
der mit stoischer Ruhe reihenweise
die Bälle parierte.
Auf dem Spiel stand auch eine
gute Ausgangsposition für die
Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Die ersten sieben der WM nehmen an Qualifikationsturnieren
teil, der Weltmeister ist direkt dabei.
Bei einer Niederlage wäre das Turnier für den WM-Fünften beendet
gewesen. Nun konnte DHB-Chef
Bauer zufrieden resümieren: „Wir
stehen verdient im Viertelfinale.“
Die DHB-Mannschaft startete vor
10.000 Zuschauern hochkonzentriert. Gegen die vor allem wegen ihrer Härte gefürchteten Ägypter erspielte sich das DHB-Team nach einer fünfminütigen torlosen Phase
mit zahlreichen Fehlern auf beiden
Seiten unerwartet schnell einen 4:1Vorsprung (9.), den jeweils der agile
Patrick Groetzki auf 7:3 (15.) und 9:4
(19.) hochschraubte.
Die variable und aufmerksame
Abwehr war erneut das Prunkstück.
Dahinter glänzte Team-Senior Lichtlein, der in der ersten Halbzeit die
Weltklasse-Quote von 60 Prozent
gehaltener Bälle aufwies. Höhepunkte des 34-jährigen Weltmeisters von 2007 waren drei parierte
Siebenmeter. Mit ihm als Rückhalt
behauptete das Sigurdsson-Team
zur Pause eine 12:8-Führung. Zu
Beginn der zweiten 30 Minuten
demonstrierte das deutsche Team
Selbstbewusstsein. Binnen sieben
Minuten zogen Groetzki und Co. auf
17:8 (37.) davon. Zu keinem Zeitpunkt ließen sich die deutschen
Spieler von der Aggressivität der
Kontrahenten beeindrucken, wenngleich nach dem 21:11 (50.) vorübergehend etwas die Konzentration
schwand. Ägyptens Ibrahim El Masry sah in der 48. Spielminute nach
drei Zeitstrafen die Rote Karte.
WEITERE ERGEBNISSE: Achtelfinale: Polen - Schweden 24:20 (10:11), Island - Dänemark 25:30 (10:16), Frankreich - Argentinien
33:20 (16:6); Viertelfinale: Katar - Deutschland, Kroatien - Polen, Dänemark - Spanien,
Slowenien - Frankreich.
EIN VIDEO mit den Höhepunkten des Achtelfinales
sehen Sie, wenn sie den Code
mit dem Smartphone scannen. » www.freiepresse.de/achtelfinale
PLAUEN/BERLIN — Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) sorgt
mit seiner gestrigen Entscheidung
zum VFC Plauen für Gesprächsstoff.
Die Vogtländer stehen nach dem zu
Jahresbeginn eröffneten Insolvenzverfahren als Regionalliga-Absteiger
fest. Nach Beschluss des NOFV-Präsidiums kann der VFC in der Rückrunde aber überraschend weiter
Punktspiele austragen. Wie die Plauener informierten, haben sich Verband und Verein auf einen Vergleich
geeinigt. Der beinhaltet neben der
Weiterführung des Spielbetriebs in
dieser Saison die Einstufung ab der
kommenden Saison in die Oberliga
Süd, wenn der VFC die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen kann.
Die meisten Vereine in der Liga
und viele Experten waren anhand
der Spielordnung und verschiedener Beispiele aus der Vergangenheit
davon ausgegangen, dass die bisherigen Spiele mit Plauener Beteiligung
annulliert werden. Es kursierten bereits „bereinigte“ Tabellen ohne die
Plauener. Die gestrige Wendung erklärte NOFV-Präsident Rainer Milkoreit gegenüber dem MDR so: „Wir
haben für den Fußball im Nordosten
entschieden und ich bin froh, dass es
in Plauen mit dem Fußball weitergehen kann. Es war eine Entscheidung
im Interesse des Fußballs.“
Beim VFC Plauen, der im Dezember 2014 aufgrund von Verbindlichkeiten in Höhe von 980.000 Euro die
Notbremse zog, wurde die Entscheidung begrüßt. „Damit haben wir ein
Problem weniger und endlich einmal Positives zu vermelden. Aber die
nächsten Wochen werden für uns
knallhart“, sagte Präsidentin Dagmar Baumgärtel. Der VFC muss binnen der nächsten fünf Monate
138.000 Euro erwirtschaften. Das ist
nach Aussage der Vereinsspitze „unglaublich viel Geld, aber nicht unmöglich“. Sportlich hat die gestrige
Entscheidung die Lage etwas entspannt. Dem Vernehmen nach stehen jetzt neun verbliebene Spieler
(Thönelt, Erbek, Hodzic, Zimmermann, Schindler, Färber, Wolf, Moraes und Häsen/verletzt) aus dem Regionalliga-Kader weiter zur Verfügung. Sie sollen das Gerüst für die
Oberliga bilden. Die Lücken werden
mit Spielern der zweiten Mannschaft, A-Jugend und preiswerten
Neuzugängen geschlossen. Ein neuer Trainer soll in den nächsten Tagen vorgestellt werden.
Olympiasiegerin erstmals als Trainerin dabei
Bei der Eiskunstlauf-EM,
die morgen in Stockholm
beginnt, ist die Chemnitzerin Anett Pötzsch erstmals als Trainerin dabei.
VON MARTINA MARTIN
CHEMNITZ — Achtmal startete Anett
Pötzsch bis 1980 bei Europameisterschaften als Aktive, gewann dabei
vier Titel sowie je einmal Silber und
Bronze. Mehrfach kam sie seither als
Preisrichterin oder als technischer
Spezialist bei kontinentalen Championaten zum Einsatz. Nun erlebt
sie ihre erste EM als Trainerin, womit sich für sie ein Traum erfüllt. Ihr
Schützling Franz Streubel, den sie in
in Dresden betreut, erkämpfte sich
als Sieger der nationalen Meisterschaften das Ticket. Damals verzichtete allerdings Peter Liebers, der aktuell stärkste Deutsche (OlympiaAchter, EM-Sechster 2014), nach lan-
ger Verletzungspause noch auf die
Kür. Doch zwei Plätze stehen den
Männern zur Verfügung.
Franz Streubel startet bereits zum
zweiten Mal nach 2014 (15. Platz)
bei einer EM, doch erstmals unter
Anleitung der Chemnitzerin. „Wir
waren total happy, als Franz es geschafft hatte. Und jetzt bin ich freudig aufgeregt und hoffe, dass ich ihn
in die entsprechende positive kämpferische Stimmung bringen kann“,
blickte die einstige Weltklasseläuferin auf ihre Premiere voraus. Ein
Platz unter den besten zehn hat sich
das Duo als Ziel gestellt, wobei die
Fachfrau schon Nervosität bei ihrem
Schützling spürt. „Ich kann ja gut
nachvollziehen, wie man sich in dieser Situation fühlt. Aber mit den
letzten beiden Wettkämpfen war
ich total zufrieden, sodass wir optimistisch sein können“, fügte die
Olympiasiegerin von 1980 hinzu.
Im Vergleich zur Meisterschaft
möchte Franz Streubel neben dem
dreifachen Axel als weitere Höchstschwierigkeit dabei auch den vierfa-
Anett Pötzsch
Eiskunstlauf-Trainerin
FOTO: KRISTIN SCHMIDT
chen Toeloop zeigen. Der gebürtige
Berliner, der für den EC Oberstdorf
startet, kam im Vorjahr auf Anett
Pötzsch mit der Bitte um Unterstützung zu. Er selbst wollte sich nach
bereits mehreren Trainerwechseln
wieder einmal verändern. „Ich war
schon überrascht. Aber Franz meinte, dass er den Wunsch, mit mir zu
arbeiten, schon einige Zeit hat. Ich
überlegte kurz, dann probierten wir
es“, berichtet Anett Pötzsch. Nachdem Franz Streubel erst noch eine
Knieoperation über sich ergehen
lassen und deshalb im Sommer 2014
länger pausieren musste, begann
das gemeinsame Üben mit etwas
Verspätung dann im September.
Dem 23-Jährigen gelangen dennoch
sichtliche Fortschritte, sodass er
nach seinem nationalen Titelgewinn ins Schwärmen geriet: „Zwischen Frau Pötzsch und mir stimmt
die Chemie. Ich bin froh, dass es so
funktioniert.“
Ein bisschen schade für Anett
Pötzsch ist dabei, dass zur gleichen
Zeit die Europäischen Jugendspiele
in Österreich und Liechtenstein
stattfinden, für die sich mit der erst
14-jährigen Leah Johanna Dastich
ein weiterer Schützling von ihr qualifiziert hat. Doch wenn sich ihre
beiden Meisterschüler weiterhin so
positiv entwickeln, geht es in absehbarer Zeit sicher auch als Trio zu den
internationalen Höhepunkten.
Bei der aktuellen EM ruhen in der
Ära nach dem Erfolgspaar Aljona
Savchenko und Robin Szolkowy die
deutschen Hoffnungen vor allem
auf den Eistänzern Nelli Zhiganschina und Alexander Gazsi. Die Moskauerin und der Chemnitzer wollen
sich nach vier Plätzen unter den besten zehn in Folge weiter an das begehrte Podest heranpirschen.
Service zur EM
Deutsches Team: Nathalie Weinzierl
(Mannheim); Nicole Schott (Essen);
Peter Liebers (Berlin), Franz Streubel
(Oberstdorf); Paare: Mari Vartmann/Aaron van Cleave (Düsseldorf);
Fabienne Hase/Nolan Seegert (Berlin); Eistanzen: Nelli Zhiganschina/Alexander Gazsi; Jennifer Urban/Sevan Lerche (alle Oberstdorf).
Zeitplan: Mittwoch: 11 Uhr: Kurzprogramm (Herren); 18 Uhr: Kurztanz
(Eistanz); Donnerstag: 11 Uhr: Kurzprogramm (Damen); 18.30: Kür (Eistanz); Freitag: 14 Uhr: Kurzprogramm(Paare); 18 Uhr: Kür (H); Sonnabend: 12 Uhr: Kür (D); Sonntag:
10.30: Kür (Paare).
Fernsehen: Eurosport 2: Mittwoch:
14.15 Uhr; 21 Uhr; Donnerstag: 15 Uhr;
20.30 Uhr; Freitag: 15 Uhr; 19.45;
Sonnabend: 17.45; Sonntag, 11.15;
15 Uhr: Schaulaufen.
Eurosport: 2. 2.: 12.30 bis 14.30 Uhr:
Zusammenfassung.
KULTUR & SERVICE
Freie Presse
Dienstag, 27. Januar 2015
Fernsehen
Valerie Niehaus
lässt sich von
einem gutaussehenden Roboter
doubeln. S. A3
Seite A1
Von der Unbelehrbarkeit
NACHRICHTEN
AUSZEICHNUNG
Marcel Beyer für
„Graphit geehrt
BREMEN — Für seinen Gedichtband
„Graphit“ (Suhrkamp Verlag) hat
der in Dresden lebende Schriftsteller
Marcel Beyer gestern den mit 20.000
Euro dotierten Bremer Literaturpreis 2015 erhalten. Die Jury hatte
ihre Wahl damit begründet, dass der
Band des 49-Jährigen eine von
„Rhythmusgefühl geprägte Erkundung innerer und äußerer Landschaften der Geschichte“ biete. Im
vergangenen Jahr erhielt der Leipziger Autor Clemens Meyer den Bremer Literaturpreis. (dpa)
DEMIS ROUSS OS
Sänger mit 68 Jahren
gestorben
FOTO: PETER KOLLANYI/DPA
ATHEN — Der griechische Sänger Demis Roussos ist tot. Er starb bereits
am Samstag im Alter von 68 Jahren
in Athen, wie gestern bekannt wurde. Über die Todesursache wurde zunächst nichts mitgeteilt. In den 70er
Jahren war der in
Ägypten geborene
Sänger auch in
Deutschland erfolgreich und landete mit „Goodbye, My Love, Goodbye“
einen großen Hit. Mit dem griechischen Komponisten Vangelis hatte
Roussos 1968 die Rockgruppe
Aphrodite’s Child („Rain And Tears“) gegründet. (dpa)
„BIRDMAN“
Preis für
Mediensatire
LOS ANGELES — Nach dem Preis der
Produzenten hat die Mediensatire
„Birdman“ nun auch den der amerikanischen
Schauspielergewerkschaft gewonnen. Der Film des mexikanischen Regisseurs Alejandro
González Iñárritu bekam am Sonntag (Ortszeit) in Los Angeles den
Preis der Screen Actors Guild. In
dem Film spielt Michael Keaton
(„Batman“) einen Schauspieler, der
nicht mehr zwischen Rolle und
wirklichem Leben unterscheiden
kann. Der Film, der in dieser Woche
in die deutschen Kinos kommt, ist
neunmal für den Oscar nominiert–
mehr als jeder andere. (dpa)
DEN OFFIZIELLEN TRAILER
zum Film können Sie aufrufen, wenn Sie diesen Code mit
dem Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/birdman
Lyriker und
Begründer
des
Poesiealbums
Die Inszenierung von
„Mutter Courage und ihre
Kinder“ in Annaberg
schlägt im Brechtschen
Stück über den Dreißigjährigen Krieg den Bogen
hin zu den Grausamkeiten
der Gegenwart.
Der in Plauen geborene
Bernd Jentzsch wird
heute 75 Jahre alt
VON ULF HEISE
PLAUEN — Wächter
VON SARAH HOFMANN
ANNABERG-BUCHHOLZ — Es wäre utopisch zu glauben, dass sich Kriege allein zwischen Heeren abspielen,
dass sie auf einem Schlachtfeld ausgehandelt werden, und dann gehen
alle nach Hause. Nein, Kriege treffen
immer auch die Zivilbevölkerung.
Diese kann das entweder hinnehmen, oder sie krempelt die Ärmel
hoch und nimmt das Schicksal
selbst in die Hand. Mutter Courage
entscheidet sich für den zweiten
Weg. Mit allerhand Plunder und
Handelswaren beladen, zieht sie mit
ihren drei Kindern durchs Kriegsgebiet und bietet die Waren feil. Bekannt ist sie, die „Mutter Courage“,
in Annaberg-Buchholz gespielt von
Tamara Korber, die zwar den Schrecken und die Gefräßigkeit des Krieges kennt, aber dennoch mit Pragmatismus weiterzieht, um Gewinne
zu erwirtschaften.
In der Inszenierung von Karl Georg Kayser, die am Sonntagabend im
Eduard-von-Winterstein-Theater
Premiere feierte, wird die Courage
als moderne Frau gezeigt, unter deren Stärke und praktischem Sinn
aber auch Zerbrechlichkeit und
Sturheit lauern. Sie trägt bunte, wild
zusammengewürfelte Kleidungsstücke und ein Stirnband, auf dem
„Courage“ steht, damit sie auch jeder
erkennt. Die Frau stellt damit gleichsam die Uniform für ihre ganz eigene Armee, ihr Kampf ist das Gewerbe. Sie und ihre Kinder schleppen
große robuste Plastiktaschen herum, wie man sie auch oft auf Bildern
von Flüchtlingszügen auf der ganzen Welt sieht. Eine Welt verpackt
in Tragetaschen.
Die Familie schrumpft zusehends, erst wird ihr Sohn Eilif Soldat
und später ihr Sohn Schweizerkas
Zahlmeister. Doch treffen die Courage und die vom Krieg stumme Tochter Kattrin auf bekannte Gestalten.
Ein ehemaliger Priester schließt sich
der Gruppe an, und ein Pfeife rauchender Koch, über den üble Geschichten erzählt werden, kreuzt
immer wieder den Weg der Courage.
So auch die gutmütige Hure Yvette
FOTO: DIRK RÜCKSCHLOSS/THEATER
Tamara Korber als Mutter Courage im Theater Annaberg-Buchholz.
Pottier – gespielt von Marie-Louise
von Gottberg mit beeindruckend
rauchiger Stimme –, die selbst zu
Reichtum kommt und immer wieder Hilfsbereitschaft zeigt. Auch die
Courage versucht ihre Kinder anständig zu halten und ihnen Werte
zu vermitteln.
Doch die Versuchungen des Krieges sind verlockend, nach und nach
fallen sie ihnen zum Opfer, zumeist
aus Einfältigkeit, aber auch weil sie
Werte hochhalten, die alle anderen
vergessen haben. Zusammen singen
die Protagonisten das Lied der Mut-
ter Courage und schreiten voran. Begleitet werden die Lieder von drei
Musikern unter der musikalischen
Leitung von Peggy Einfeld. Teils mit
typisch Brechtschen, teils mit atonalen Einheiten unterstützen sie den
Gesang auf der Bühne. Leider befinden sich die Musiker nicht im Sichtfeld der Zuschauer, sodass die Töne
relativ unbestimmt aus der Kulisse
dringen. Überhaupt hat es die Musik
nicht einfach. Mutter Courage ist im
Gesang teils schlecht zu verstehen,
und von den anderen Sängern trifft
nicht jeder den Ton.
Das Stück
Die Mutter Courage treibt als Marketenderin Handel an sämtlichen
Kriegsfronten. Ihr Sohn Schweizerkas
wird gefoltert und stirbt, weil Spione
ihm die Regimentskasse entwenden
wollen, die ihm als Zahlmeister anvertraut wurde. Der andere Sohn Eilif
wird gerichtet, weil er mit dem Plündern nicht aufhört, als es eine kurze
Friedenszeit gibt. Und Kattrin, das
verstörte Mädchen, das der Krieg
schon als Kind verstummen ließ,
stirbt als Märtyrerin und rettet Unschuldige. Die Courage selbst überlebt und läuft weiter und treibt ihren
Handel, auch wenn sie dabei alles
verliert. Eine Parabel über die Unbelehrbarkeit der Menschen und der immer wieder aktuellen Grausamkeit
des Krieges.
Nächste Aufführung morgen,
19 Uhr statt. Kartentelefon: 03733/
1407131 » www.winterstein-theater.de
Gelungen ist die Kulisse (Ausstattung Annabel von Berlichingen). Alle Schauspieler befinden sich stets
auf der Bühne, treten vor, wenn gespielt wird, und sitzen ansonsten am
hinteren Bühnenrand, von wo aus
sie die Titel der vom Autor im Stück
angelegten Bilder im Chor vortragen. In der Mitte der Drehbühne
wird eine Barrikade aus Autoreifen
errichtet, gekrönt von wechselnden
Fahnen. In dieser Barrikade richtet
die Courage später ihr Warenlager
ein. In den wechselnden Bildern
wird der Aufbau zwar stets bespielt,
aber kaum verändert: Die Kriegsschauplätze dieser Welt ähneln sich,
sind austauschbar.
Der Bezug zu gegenwärtigen
Konflikten wird im gesamten Stück
deutlich – zur Sinnlosigkeit von
Glaubenskriegen und zum Mechanismus von Ideologien. Aber dennoch hätte es an vielen Stellen etwas
konkreter werden können, denn
Brechts starke, oft zynische Weisheiten sind zwar immer gültig, doch
der Annaberger Inszenierung wäre
etwas mehr Mut zum direkten Vergleich zu wünschen gewesen.
Der Zeitgeist und die einsamen Herzen
Love! Love! Love! Nichts
geht über die Liebe. Oder
doch? Das Chemnitzer
Figurentheater ist mit viel
Effekt dem großen Gefühl
auf der Spur – und dem
fiesen Zeitgeist.
VON UTA TRINKS
CHEMNITZ — Sieben Minuten haben
die Kandidaten – dann sollte es gefunkt haben. Zeit ist schließlich
Geld. Und bei Mr. Love, der zum
Speeddating geladen hat, stimmt die
Erfolgsquote für gewöhnlich. Deshalb schlagen die Wogen bei den
vielen einsamen Herzen hoch, als es
heißt: „Mr. Love is in Town!“. Zur Uraufführung des Stücks von Roscha
A. Säidow am Samstagabend auf der
kleinen Bühne im Ostflügel des
Chemnitzer Schauspielhauses jedenfalls verursacht diese Nachricht
mächtigen Wirbel bei den Liebes-
hungrigen, und die Show, die Mr.
Love dann abzieht, ist fürwahr nicht
ohne. Mit Pomp und Trara setzt er einen Reigen in Gang, in dessen Folge
der Zuschauer den skurrilsten Figuren begegnet. Dafür haben die Spieler des Figurentheaters ihr Archiv
geplündert, und so darf die eine oder
andere Puppe aus vergangenen Inszenierungen noch mal ins Rampenlicht – aus „Tintenherz“ zum Beispiel, „Pension Schöller“...
Roscha A. Säidow, die für ihr
Stück selbst die Regie übernommen
hat, nutzt so allerlei für diesen
Abend, der für Zuschauer ab 14 Jahren gedacht ist. Hier werden die Formen munter gemixt: Revue, Puppenspiel, Livemusik von Andres
Böhmer, Gesang, Videoprojektion,
Schauspiel. In der Ausstattung von
Julia Plickat fehlen weder Showtreppe noch ein Luftballon-Regen. Sophie Bartels, Kotti Yun, Gerlinde
Tschersich, Arne van Dorsten und
Mathias Becker sind mal selbst die
Akteure, mal hauchen sie den Puppen-Charakteren Leben ein – ob sie
nun schlank, dick, schüchtern, pol-
ternd, arrogant, verzweifelt, kapriziös, dreist oder noch anders sind. Sie
alle haben bezahlt und pochen auf
den Erfolg. Klischees geht man dabei nicht aus dem Weg, sondern
führt sie genüsslich vor, wie die beiden Typen, die mit Handy und Tablet verwachsen zu sein scheinen,
den Menschen neben sich aber
kaum wahrnehmen. Nun, in dieser
Welt grassiert die Kühle, was der Vision von Mr. Love einen gewissen
Anspruch verleiht. Der Clou aber ist
eine ziemlich ramponierte Kasperpuppe, die sich als kaltschnäuziger
Zeitgeist-Widerpart des Liebes-Gu-
rus aufspielt und jenen in eine Wette verwickelt: (falsche) Romantik gegen knallharten Realitätssinn. Auch
wenn die Kapitalismuskritik zuweilen etwas aufgetragen daherkommt
– gelacht werden kann an dem
Abend reichlich. Das Premierenpublikum geizte nicht mit Beifall.
Das Stück
Als ein Speeddating-Experte in der
Stadt auftaucht, weckt er im Heer der
Einsamen Hoffnung auf die große Liebe. Die verschiedensten Typen treffen
aufeinander und versuchen ihr Glück
– den Partner fürs Leben zu finden.
Doch obwohl Mr. Love bislang eine
große Erfolgsquote vorzuweisen hat,
kommt ihm ein Gegenspieler in die
Quere, der als Verfechter des unverbindlichen Zeitgeistes das romantische Gefühl in Frage stellt. Zwischen
beiden kommt es zu einer Wette.
Sie alle und noch mehr Figuren sollen von Mr. Love verkuppelt werden – Szene mit der Puppenspielerin Sophie Bartels.
FOTO: DIETER WUSCHANSKI/THEATER
Nächste Aufführungen am 15. und
22. Februar, jeweils 20 Uhr im Ostflügel. Kartentelefon: 0371/4000430.
» www.theater-chemnitz.de
der sozialistischer Ideologie beschimpften Bernd
Jentzsch bereits wegen seiner ersten,
im Jahr des Mauerbaus publizierten
Verse. In der Zeitschrift „Einheit“
hieß es, er bewege sich damit „jenseits der Grenzen des Realismus“,
und das „Neue Deutschland“ verlautbarte: „So etwas schlucken wir
nicht!“ Auch später biss der Abtrünnige bei den Kulturbürokraten auf
Granit.
Für Tumult sorgte er mit dem
Brief, den er nach der Ausbürgerung
Wolf Biermanns an Parteichef Honecker richtete. Darin verwies er auf
„Haussuchungen bei Schriftstellern“, „stundenlange Verhöre durch
Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes“, die „Beschlagnahmung
von Aufzeichnungen“ und „Berufsverbote“. Die Reaktion der Apparatschiks auf diese Kritik an den Tscheka-Methoden ließ nicht auf sich
warten. Man drohte dem Verfasser
mit einer Haftstrafe.
Angesichts solcher Aussichten
entschloss Jentzsch sich im Januar
1977 während einer Westreise spontan dazu, „Zürich Bautzen vorzuziehen“. Der heute vor 75 Jahren im
vogtländischen Plauen geborene
Künstler konnte dank glücklicher
Bernd Jentzsch
Dichter
FOTO: ARCHIV
Umstände in der Schweiz Fuß fassen. Der „Weggehetzte“ wohnte wie
einst Thomas Mann in Küsnacht
und gab als Lektor des Walter-Verlages u. a. eine „Bibliothek der Vergessenen“ heraus. Gemeinsam mit Helmut Heißenbüttel betreute er die
Zeitschrift „Hermannstraße 14“ und
mit Jürgen Seuss edierte er die Bücherei „Der Rüsselspringer“. Dabei
profitierte er von Erfahrungen, die
er in der DDR mit der legendären
Reihe „Poesiealbum“ sammelte. 122
Nummern kamen ab 1967 in einer
Auflagenhöhe von 9000 Exemplaren zum Stückpreis von 90 Pfennig
unter seiner Obhut heraus.
Auf den Abdruck seiner eigenen
Strophen in einer der begehrten Broschüren verzichtete Jentzsch aus Bescheidenheit. 1991 gab es dann überraschend doch noch ein Heft für den
Urheber. Es ehrte nicht nur den Initiator, sondern erinnerte endlich
einmal auch an den lakonischen Lyriker, der über allem Engagement
für andere zunehmend ins Hintertreffen geriet. Dass Jentzsch bis jetzt
weniger als Poet, sondern vor allem
als Literaturförderer wahrgenommen wird, hängt mit seinem schmalen Opus zusammen. Von Einzelveröffentlichungen abgesehen, fußt es
auf den Bänden „Alphabet des Morgens“, „Quartiermachen“ und „Erotisches Meer“, die in sehr großen zeitlichen Abständen erschienen.
1991 ernannte ihn Sachsens
Staatsminister Hans Joachim Meyer
zum Gründungsdirektor des Deutschen Literaturinstitutes in Leipzig,
das man der Universität angliederte.
Acht Jahre später hatte ihn die Arbeit psychisch und physisch ausgelaugt. Krankheitsbedingt quittierte
er den Job. Danach schwieg er eine
Weile als Autor. Inzwischen fasste er
wieder Tritt. Seit 2006 brachte er
drei neue Bücher heraus, darunter
den Memoirenband „Welt-Echo“.
Heute ist Bernd Jentzsch im westfälischen Euskirchen zu Hause.
A2 Freie Presse
ROMAN & RÄTSEL
I
st die Veranstaltung öffentlich,
und wird die Presse eingeladen?“ Gilles packte ein Notebook aus und schaltete es ein.
„Ja und nochmal ja“, antwortete
Bruno. „Wie kommen Sie an Ihre Informationen?“
„Über Twitter und Internetrecherchen.“
„Erzählen Sie mir von Hollywood.“
„Gleich“, erwiderte Gilles und
tippte auf der winzigen Tastatur herum. „Besorgen Sie sich doch inzwischen einen Kaffee. Wollen wir zusammen Mittag essen?“
Bruno schüttelte den Kopf und
dachte an sein Versprechen gegenüber Junot. „Die Pflicht ruft“, sagte er
und ging an die Theke. Gilles tippte
immer noch auf die Tasten, sprach
aber gleichzeitig in das Mikro eines
kleinen Headsets am Ohr. Schließlich klappte er das Notebook zu, legte das Headset ab und winkte Bruno
zu sich.
„Ich schlage einen Deal vor“, sagte er. „Ich nenne Ihnen den Namen
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© 2013 by Diogenes Verlag AG Zürich – Folge 90
unter der Bedingung, dass kein Dritter davon erfährt, bis ich meine Story veröffentlicht habe. Wahrscheinlich noch heute Abend. Einverstanden?“
Bruno nickte.
„Setzen Sie sich neben mich und
stecken Sie den Knopf ins Ohr.“ Gilles räumte seine Sachen von der
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Bank, um Bruno Platz zu machen,
und rief dann ein Video auf.
„Ist sie das?“
Auf dem Bildschirm war eine attraktive Blondine mit nacktem
Oberkörper zu sehen. Sie hatte die
Augen geschlossen, schaukelte auf
und ab und stöhnte. Zwei Männerhände griffen von unten an ihre
Brüste. Sie öffnete die Augen und
starrte gierig in die Kamera, hob eine
der Hände an ihren Mund und
lutschte an den Fingern.
„Mon Dieu“, murmelte Bruno.
„Sie ist es. In einem Pornofilm.“
„Softporno aus den neunziger
Jahren. Keine Schamhaare, keine
Genitalien, keine Penetration. Alles
halb so wild. Im Vorspann wird ihr
Name mit Athénaïs de Bourbon angegeben, was wahrscheinlich ein
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Junot konnte nicht stillsitzen. Er
hockte neben Bruno in dessen
Transporter und knabberte an seinen Fingernägeln. Mit den Füßen
schien er immer wieder auf imaginäre Gas- oder Bremspedale zu treten. Dabei redete er unablässig, stellte Fragen und wollte sich dies und
jenes bestätigen lassen.
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einmal ab und hielt ihn in einem
Moment an, in dem die Darstellerin
mit geöffneten Augen und geschlossenem Mund relativ normal aussah.
Dann vergrößerte er den Ausschnitt
des Gesichts. Bruno starrte fasziniert
auf den Monitor.
„Ich habe herausgefunden, wer
ihr damaliger Agent war, aber der ist
inzwischen ebenfalls gestorben. Ein
Kollege von ihm, mit dem ich gesprochen habe, sagte, er habe sie seit
Jahren nicht gesehen. Er will aber
am Morgen, kalifornische Zeit, also
in ein paar Stunden, ins Büro gehen
und in den Personalakten nachschauen. Darin müsste ihr tatsächlicher Name registriert sein, unter
dem sie gemeldet war.“
„Wenn Sie eine Green Card hatte,
ist auch ein Fingerabdruck von ihr
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Künstlername ist. Hier ist sie wieder.“
Er lud ein anderes Video hoch.
Bruno hörte amerikanische Dialoge,
sehr schnell gesprochen, und dann
war ein komfortabel eingerichtetes
Wohnzimmer zu sehen, in dem drei
teuer gekleidete Frauen an einem
Couchtisch saßen und Martini tranken. Eine von ihnen war die Frau aus
dem Pornofilm.
„Sie hatte eine kleine Rolle als
Französischlehrerin in einer Seifenoper, die einmal sehr populär war.
Verwechslung ausgeschlossen, denn
sie führte denselben Künstlernamen. Ich nehme an, mit ihrer Schauspielerei ging es nicht mehr weiter,
und sie musste Pornos drehen, um
ihre Rechnungen zu bezahlen.“
Gilles spielte den Streifen noch
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darauf abgebildet. Sorgen Sie bitte
dafür, dass eine Kopie davon an diese Nummer gefaxt wird.“
Bruno reichte ihm seine Karte.
„Und vielleicht lässt sich auch herausfinden, bei welchem Zahnarzt sie
in Behandlung war. Von dem brauchen wir ihre Patientenakte.“
Martin Walker (aus dem Englischen von Michael Windgassen)
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Dienstag, 27. Januar 2015
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FERNSEHEN & RADIO
Dienstag, 27. Januar 2015
IM RADIO
FEATURE
Die ungewollte
Nation
DLF 19.15 UHR
Nach dem Gaza-Krieg
sind der gegenseitige Hass und das
Misstrauen größer denn je. Seit 48
Jahren hält Israel die palästinensischen Gebiete besetzt, seit 23 Jahren
wird über Lösungen verhandelt. Auf
beiden Seiten wollen Mehrheiten eine Teilung des Gebiets in zwei Staaten. Doch ist das noch realistisch?
Der Frage geht Daniel Cil Brecher in
einem Feature nach. (fp)
Freie Presse
Verdoppelung per Mausklick
Valerie Niehaus riskiert
den Vergleich: In der Familienkomödie lässt sie
sich von einem gutaussehenden Roboter doubeln.
A3
Schicksal von
Menschen
in Auschwitz
Szenische Dokumentation
erinnert an die Opfer
Hilfe, Mutti ist wirklich ein Roboter: Man kann es der emsig sich abrackernden Über-Mama, die als Designerin sehr wesentlich zum Familien-Unterhalt beiträgt und „Ich
krieg’ das schon irgendwie hin“ als
ihr Mantra auf den Lippen trägt,
nicht verdenken, dass sie eines Tages
beinahe durchdreht. Als Ehegatte
Jan (Oliver Mommsen) ihr mitteilt,
dass seine Firma pleite ist, weiß Katrin nicht mehr weiter.
Umso verständlicher, dass sie
schnell neugierig wird, als sie im Internet die vielversprechende Annonce für einen Haushalts-Roboter
liest. „Fühlen Sie sich manchmal
ausgebrannt und überfordert“, steht
dort. Klar, dass Katrin anbeißen
wird. Zwei Mausklicks weiter hat sie
auch schon ein Foto eingescannt, eine Stimmprobe hinterlassen – und
eine High-Tech-Maschinerie in
Gang gesetzt. Wenn der Fortschritt
doch nur immer so einfach wäre:
Die prompt angelieferte MenschMaschine Kate („made in Korea“)
sieht gar nicht so schlecht aus. Sie ist
nicht nur physisch gut drauf, sondern auch nervenstark – und
kommt mit der Familie bestens klar.
Fürs Erste.
Herauskommt viel Technik-Klamauk – und auch ein wenig Rührendes. „Da läuft Flüssigkeit aus deinem
Kopf heraus“, bemerkt die vielseiti-
ge Roboterfrau, als Katrin mal wieder weinen muss. Kate kann vieles,
doch Gefühle muss sie erst lernen.
Dumm nur, dass dies schnell geht –
und sie sich bald schon in Jans Ehebett wiederfindet.
Dank der bestens aufgelegten
Darsteller, die den Film eben nur genau so ernst nehmen, wie es die
überdrehte Hauruck-Logik erlaubt,
driftet die Handlung nicht vollständig ins Groteske ab.
Und die wunderbare Valerie Niehaus hat sichtlich Freude dabei, ihre
eigene Spielweise einmal ungeniert
in einer mechanisch-plumpen
Zweitrolle auf die Schippe zu nehmen. (tsch)
ZDF 22.15 UHR Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Truppen das Vernichtungslager Auschwitz. Der Vormarsch der Alliierten brachte die
grausamsten Verbrechen HitlerDeutschlands ans Licht. In „Mit dem
Mut der Verzweiflung“ kommen
Überlebende von Auschwitz und deren Verwandte aus Anlass des 70.
Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers zu Wort. Die Sendung schildert mit aufwändigen
Spielszenen das Schicksal von Menschen, die trotz ständiger Todesangst in der Hölle der Mordfabrik ihre Menschlichkeit bewahrten und
sich für andere opferten.
Witold Pilecki, ein Offizier der
polnischen Untergrundarmee, lässt
sich 1940 freiwillig von den Deutschen festnehmen, um in der Todesfabrik den polnischen Widerstand
zu organisieren, Fredy Hirsch aus
Aachen wird in Theresienstadt und
Auschwitz zum Hoffnungsbringer
für viele Kinder. Der Moderator Hugo Egon Balder, dessen Großvater in
Auschwitz starb und dessen Mutter
mit dem Halbbruder nur durch
glückliche Umstände dem Konzentrationslager entkam, kommentiert
die persönlichen Geschichten und
schließt daran eigene Reflexionen
an. (tsch)
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VON RUPERT SOMMER
SAT1 20.15 UHR
Berlin 1934. Die Frau
des Dichters Erich Mühsam betritt
das Café Adler am Wittenbergplatz.
Sie ist im Begriff, Deutschland zu
verlassen, nachdem die Nazis ihren
Mann im KZ Oranienburg ermordet
haben. In dieser Abschiedsstunde
kommt sie mit der jungen Kellnerin
ins Gespräch, die Erich Mühsam gut
kannte. Irina Liebmann erzählt in
ihrem Hörspiel „Sie müssen jetzt gehen, Frau Mühsam“ von zwei unterschiedlichen Lebens- und Verhaltensweisen: Die Kellnerin hat sich
mit den Verhältnissen abgefunden,
weil man ja doch nichts machen
kann, und Kreszentia Mühsam wird
trotz ihres persönlichen Schicksals
weiterhin Widerstand leisten, nun
allerdings vom Ausland aus. (fp)
Katrin Schreiber (Valerie Niehaus) ist nicht zu beneiden.
Noch während sie sich aus dem Autositz ihrer Familienkutsche schält,
klingelt schon wieder ihr Handy.
Voll bepackt mit den Einkäufen,
drängt es sie nach dem Büro-Job
gleich an Herd und Waschmaschine. Die Kinder durchkreuzen den
übervollen Terminplan mit kreativem Chaos. Und für den Beischlaf ist
jeweils donnerstags ein knapp bemessenes Zeitfenster reserviert.
Kein Wunder, dass die Romantik in
der pfiffigen Sat1-Komödienwiederholung „Mich gibt’s nur zweimal“
(2012, Regie: Oliver Dommenget,
Buch: Dagmar Rehbinder) erst einmal auf der Strecke bleibt. Umso
größer ist die Erleichterung, als
plötzlich ein Paket mit „Kate“ angeliefert wird. Die Neuanschaffung, eine zupackende, geduldige und leider sehr lernfähige Haushalts-Androidin, schafft zunächst viel Arbeit
weg und hält Katrin im FamilienJob-Alltag den Rücken frei. Doch
dann entwickelt Kate ein doch allzu
privates Eigenleben ...
,!
HÖRSPIEL
Sich abfinden oder
Widerstand leisten
DLF 20.10 UHR
Wer ist nun der Androide? Jan Schreiber (Oliver Mommsen) erkennt seine Ehefrau Katrin (Valerie Niehaus) nur mit
Mühen wieder.
FOTO: MARC MEYERBROEKER/SAT1
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A4 Freie Presse
RATGEBER
Dienstag, 27. Januar 2015
Fleck weg
RATGEBER IM TV
Hilfe bei Warzen
19.00 Uhr BR: Gesundheit! Hartnäckig hält sich der Glaube an magische Mittel gegen Warzen. Die Rede
ist von Vollmond, Kröten, Schneckenschleim. Doch welche ist aus
Sicht der Experten die beste Methode gegen Warzen?
Außerdem: 13.00 Uhr WDR:
Servicezeit. Snacks to go; 18.35 Uhr
n-tv: Ratgeber Steuern und Recht.
Die Tricks der Diebesbanden.
(Programmänderungen möglich)
DIE KOCHFÜCHSIN
Gesund
würzen
Für saubere Teppiche
reicht Saugen oft nicht.
Doch auch Hausmittel
funktionieren nicht immer,
sagen Reinigungsprofis.
MARLIES FUCHS
ÜBER EIN GEMISCH
AUS GEMÜSE
expertentipp@redaktion-nutzwerk.de
VON KATJA FISCHER
Man tritt auf ihnen herum, Krümel
und verschüttete Flüssigkeiten setzten ihnen zu. „Vieles, was den Teppich verschmutzt, ist auf den ersten
Blick nicht erkennbar“, erklärt Siegfried Lange vom Deutschen Textilreinigungs-Verband in Bonn. Staub
und Schadstoffe aus der Luft reichern sich im Gewebe an. Daher verschmutzen in der Nähe von Baustellen oder von stark befahrenen Straßen die Teppiche auch schneller
und stärker.
Saugen ist die Standardprozedur,
um Teppiche zu reinigen. Lange
empfiehlt dafür einen Bürstensauger. Durch die mechanisch angetriebene Bürste wird der Teppich etwas
geklopft, und der Schmutz kann
sich besser lösen als beim Saugen
mit der normalen Teppichdüse.
NACHRICHTEN
VERKEHR
Schweiz-Vignette bis
Monatsende billiger
Die Jahresvignette für die Schweizer
Autobahnen wird in Deutschland
noch bis Ende Januar zum alten
Kurs für 33 Euro angeboten. Darauf
weist der ADAC hin. Ab dem 1. Februar wird sie an Verkaufsstellen und
bei den Automobilklubs außerhalb
der Schweiz 40 Euro kosten. Der
Grund liegt im neuen Wechselkurs,
nachdem die Schweizer Notenbank
die Kopplung des Franken an den
Euro aufgegeben hat. (dpa)
URTEIL
Früher legte man
seine Teppiche im
Winter in den
Schnee. „Das ist
auch heute keine
schlechte Idee.“
Richter begrenzen
Tierarztkosten
Wer durch einen Unfall ein Tier verletzt, muss nicht unbegrenzt für dessen Behandlungskosten aufkommen. Das berichtet die „Monatsschrift für Deutsches Recht“
(23/2014) unter Berufung auf das
Oberlandesgericht Schleswig. Nach
dessen Auffassung ist auch der finanzielle Wert des Tieres zu beachten. So seien Behandlungskosten
von mehr als 5000 Euro für einen
Hund, der einen Wert von 200 Euro
habe, unverhältnismäßig. (dpa)
Siegfried Lange
Deutscher Textilreinigungs-Verband
Doch das Staubsaugen kann dem Belag schaden, wenn sich darin Sand
und Staub abgesetzt haben. Sie wirken wie Schmirgelpapier, sagt Lange. „Wenn man mit dem Staubsauger darüber geht, rasieren die kleinen Körnchen sozusagen die Haare
des Teppichs ab.“ Sammeln sich besonders viele Flusen im Staubbeutel
ist das ein Indiz. Dann sollte man
über eine professionelle Reinigung
nachdenken.
Regelmäßiges Staubsaugen hilft
auch gegen Schädlingsbefall. „Auf
Naturteppichen und Fellen legen
Kleidermotten gerne ihre Eier
ab“, erklärt Mario Heising vom
Deutschen SchädlingsbekämpferVerband. „Fliegen mehr als 10 bis
20 Motten im Haus umher, besteht
Handlungsbedarf.“ Findet sich dann
Az.: 4 W 19/14
TELEKOMMUNIKATION
Twitter übersetzt
aus 40 Sprachen
Fremdsprachige Beiträge im Kurznachrichtendienst Twitter können
nun mit einem Klick in die eigene
Sprache übersetzt werden. Dazu arbeitet Twitter mit dem Übersetzungsdienst von Microsofts Suchmaschine Bing zusammen. 40
Sprachpaare werden zum Start unterstützt, darunter Englisch, Türkisch, Russisch – und für Star-TrekFans auch Klingonisch. (dpa)
K
Mut zur Farbe: Die neuen Teppichtrends auf der Leitmesse in Hannover.
FOTO: JULIAN STRATENSCHULTE/DPA
Der Perserteppich ist zurück
Traditionelle Teppiche mit antiken
Mustern müssen sich nicht mehr verstecken. Auf der weltweit führenden
Teppichmesse Domotex in Hannover
zeigten sie sich im aktuellen Design.
pichknüpfkunst von Hand gefertigt
und bestehen nach Angaben des Unternehmens aus bis zu einer Million
Knoten pro Quadratmeter.
wie Gelb und Rot wird das traditionelle Design neu interpretiert.
Ein Beispiel hierfür sind die Teppiche von Hossein Rezvani. Der Hamburger verfremdet am Computer die
klassischen Muster. Die Produkte werden nach der Tradition iranischer Tep-
Das US-amerikanische Unternehmen Art Resources setzt ebenfalls
auf traditionelle Muster. Der Teppich
orientiert sich am Stil des 16. Jahrhunderts mit floralen Mustern und
Tiermotiven. Durch kräftige Farben
Klassisch-moderne Teppichkreationen im sogenannten Used Look gibt
es schon seit einiger Zeit. Der Teppichproduzent Jan Kath etwa bearbeitet die Teppiche nach dem Knüpfen
mit Feuer und Wasser. Das Resultat
ist ein Teppich in gebrauchter Optik,
jeder ist ein Unikat. (dpa)
Mottenfraß am Teppich, wird zumindest der Läufer am besten zur
Reinigung oder zum Schädlingsbekämpfer gebracht. „Die beseitigen
die Schädlinge und ihre Eier mit Hilfe einer Kälte- oder Wärmebehandlung.“ Großflächige Auslegware lasse sich vor Ort bearbeiten.
Flecken auf dem Teppich sollten
möglichst entfernt werden, wenn
sie noch frisch sind. Es gibt aber kein
Allzweckmittel. Jeder Fleck und jedes Gewebe ist anders. Auch viele
Haushaltsmittel helfen nichts, sagt
Heising. Am besten sei es, ein dickes
Handtuch auf den frischen Fleck zu
legen und klares Wasser durchlaufen zu lassen. Die Flüssigkeit des
Flecks ziehe dann ins Handtuch.
„Und bitte höchstens tupfen, bloß
nicht reiben und rubbeln“, warnt
Lange. Wird Seife verwendet, muss
sie wieder herausgewaschen werden, sonst bleibt der Schmutz künftig besonders hartnäckig hängen.
Völlig falsch sei es, den Flecken
mit heißer Luft aus Dampfgeräten
zu Leibe zu rücken. „Durch die hohen Temperaturen würden die Flecken nur fest in das Gewebe eingebrannt“, sagt Lange. „Dann bekommt man sie nie wieder heraus,
auch nicht mit Profitechnik.“
Teppiche aus Naturstoffen sollten noch schonender behandelt
werden als synthetische Materialien. „Sie vertragen nur Wasser, eine
milde Seife und gegebenenfalls
Wollwaschmittel“, erklärt Heike
Scheuer vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft. Vor
der Behandlung muss die Farbechtheit überprüft werden. Sonst können sich Farben auswaschen und
verschwimmen. „Am besten ist es,
erst einmal an einer unauffälligen
Stelle zu probieren, wie sich das Material verhält.“
Früher, als die Haushalte noch
nicht flächendeckend mit Staubsaugern ausgerüstet waren, klopfte
man seine Teppiche im Freien aus.
Und im Winter legte man sie mit der
Florseite auf die geschlossene
Schneedecke. „Das ist auch heute
keine schlechte Idee“, meint Lange.
Ähnlich wie bei der professionellen
Teppichreinigung wird der Flor dabei mit Wasser gespült. Allerdings
wird im Schnee der Teppichboden
nicht besonders nass und kann noch
gut bewegt werden. Die gewerblichen Teppichreiniger bürsten die
Teppiche mit so viel Wasser aus,
dass sie völlig durchnässt und dreibis viermal schwerer werden. So lassen sie sich ohne Maschinen nicht
mehr transportieren.
Mit einem Extraktionsgerät können auch Laien ihren Teppich selbst
gründlich reinigen. Dabei wird eine
Reinigungslösung aufgesprüht und
gleich wieder abgesaugt. „Der
Schmutz wird mit Hilfe eines Vakuums herausgelöst“, erklärt Lange.
Die Geräte können sich Verbraucher
in Fachgeschäften ausleihen. Da der
Teppich dabei feucht wird, sollte die
Prozedur bei ausreichender Lüftung
und möglichst warmem Wetter erfolgen. (dpa)
leine Geschenke erhalten
die Freundschaft, und das
ist keine Frage des Geldes,
sondern eher der Ideen. Besonders
wertvoll sind Dinge, in die man die
eigene Liebe und das Wohlwollen
für andere reingepackt. Sehr gut
geht das natürlich mit Vielerlei, was
in der Küche gezaubert wird.
Eine Neuentdeckung des letzten
Jahres ist ein kulinarisches Geschenk meiner Mutter. Sie hat sie
Suppenpaste genannt, inzwischen
habe ich die unter dem Namen Gemüsegrundstock auch in Kochbüchern gefunden. Ich nehme ihn sowohl zum Würzen von Suppen und
Soßen als auch an Nudelgerichte –
oder wenn irgendein Gericht noch
nicht so ganz rund schmeckt.
Man kann bei der Zubereitung
variieren und das, was grade zu viel
im Garten wächst, großzügig verwenden: das Grün vom Sellerie, viel
oder wenig Liebstöckel, Knoblauch
oder auch Bärlauch. Ein kleines
Stück rote Paprika ist gut für die
Farbmischung, aber Vorsicht, die
Schote schmeckt aber stark durch.
Wichtig ist immer, das richtige Mengenverhältnis von Gemüse und Salz
zu beachten, es sollte nicht unter 1:7
sein.
Mein Lieblingsrezept
Zutaten: 600 g gemischtes Gemüse
(zum Beispiel Möhre, Lauch, Knollensellerie, Pastinake, Petersilienwurzel,
Kohlrabi, Gemüsezwiebel, Stangensellerie, wenig rote Paprikaschote),
100 g frische Kräuter (beispielsweise
Liebstöckel, Lauchzwiebeln, Kresse,
eventuell auch Koriander und Bärlauch), 100 g grobes Meersalz.
Gemüse und Kräuter werden fein
gerieben, oder man zerkleinert alles
mit dem Pürierstab. In das Gemenge
wird anschließend das grobe Meersalz gut untergemischt.
In gut verschlossenen Gläsern kühl
aufbewahren. Das Suppengewürz hält
sich mindestens ein Jahr.
Marlies Fuchs ist Hobbyköchin aus
Dresden. Ihre Erfahrungen zum Thema Kochen und Genuss gibt sie als
Autorin und in Workshops weiter.
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