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Sektorenübergreifendes Hygienemanagement
Pressemitteilung
von:
Datum:
Rubrik:
Co:Train - Service & Solution UG (haftungsbeschränkt)
27.01.2015 - 17:38 Uhr
Consulting
(fair-NEWS) - Nosokomiale Ausbrüche stellen Situationen dar in denen oft unter hohem Zeitdruck
eine epidemiologische Risikobewertung erfolgen muss. Insbesondere Ausbrüche in
Krankenhäusern müssen schnell unter Kontrolle gebracht werden, um eine Gefährdung von
weiteren Patienten abzuwenden. Bei der Untersuchung von Ausbrüchen sollte man daher immer
den wissenschaftlichen Erkenntnisdrang gegen die Dringlichkeit einer Intervention, und damit
gegen den Zeitaufwand abwägen. Das wichtigste Ziel einer Ausbruchsuntersuchung ist es, den
Ausbruch zu stoppen und die Ursache zu entdecken und abzustellen. (Quelle: RKI 2010)
Ausbruch ist definiert als gehäuftes Auftreten von Infektionen mit wahrscheinlichem oder
vermutetem epidemischen Zusammenhang. (Quelle: RKI 2010)
Zweck des Ausbruchsmanagements
Gemäß § 6 Abs. 3 IfSG ist ein Ausbruch als das gehäufte Auftreten nosokomialer Infektionen,bei
denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird, definiert. Das
gehäufte Auftreten nosokomialer Infektionen kann zum einen durch die vorgeschriebene
Surveillance nosokomialer Infektionen (§ 23 Abs 1 IfSG) festgestellt werden, wenn im Rahmen
dieser Erfassung eine statistisch signifikante Erhöhung von Infektionsraten beobachtet wird.
(Quelle: Bundesgesundheitsministerium)
Hinweise und Informationen zu Infektionskrankheiten veröffentlicht das Robert Koch-Institut auf
seiner Internetseite www.rki.de . Die meisten Ausbrüche werden durch die folgenden
ansteckenden Erkrankungen verursacht:
- virale Durchfallerkrankung (Noroviren, Rotaviren)
- bakterielle Durchfallerkrankung (Campylobacter, Salmonellen)
- Grippe (Influenzavirus)
Infektionen in Pflegeeinrichtungen können sich in kürzester Zeit verbreiten und zu einer hohen Zahl
von Betroffenen führen. Hier darf die Intensität der Erkrankung nicht unterschätzt werden.
Insbesondere bei älteren oder immungeschwächten Personen kann z. B. im Fall einer infektiösen
Durchfallerkrankung der Wasser- und Mineralsalzverlust schnell ein lebensbedrohliches Ausmaß
annehmen. Ebenfalls zu berücksichtigen ist, dass es auch zu Erkrankungen des Personals
kommen kann, wodurch der Betriebsablauf immens gestört wird. Um in solch einer
Ausnahmesituation adäquat und schnell handeln zu können, ist die Vorbereitung auf einen
Ausbruch notwendig.
Sektoren- oder einrichtungsübergreifendes Hygienemanagement
Jede zehnte Klinik weist Mängel auf, sei es bei der Behandlung oder der Versorgung von Patienten
und im Hygienemanagement. Hier ist die Politik und die Selbstverwaltung gefragt, Hygienemängel
offensiv durch eine Steigerung der Strukturqualität bei Pflegepersonal und Hygienefachkräften zu
erzeugen.
Die Dunkelziffer der nosokomialen Infektionen in den Einrichtungen der Altenpflege ist so hoch,
dass inzwischen von grober Fahrlässigkeit in Bezug auf die Infektionsprävention gesprochen
werden kann. Nicht gut ausgebildetes und überwachtes Hygienepersonal führt zur Verschleierung
von Qualitätsfehlern und schafft unerwartete Risiken für die Patienten. Es ist Aufgabe des
Managements hier sowohl die Aus- als auch die Weiterbildung stärker zu überwachen und
Standards einrichtungsübergreifend weiterzuentwickeln.
Ein großes Risiko besteht in den Versorgungsübergängen zwischen dem stationären Bereichen
nach SGB V und den stationären Einrichtungen der Altenpflege nach SGB XI.
Es kann in der organisatorischen und fachlichen Funktion des Case - und Qualitätsmanagements
liegen, sektorenübergreifend Hygienestandards zu verfolgen und Verstöße neutral zu bewerten.
Die Kosten für eine sektorenübergreifende Hygieneüberwachung sind durch den monetären Erfolg
in der Risikoprävention und der Einsparung im kurativen Sektor durch Entlastung der
Hygieneorganisation zu amortisieren.
Der Aufbau einer MDK geführten überregionalen Qualitäts- und Hygienemanagementstruktur ist
eine Aufgabe für alle dem Gesundheitswesen verpflichteten Fachkreise und darf nicht allein Sache
Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen sein. Sektorenübergreifende regionale Netzwerke
schaffen weitere Systemlücken und Informationsverluste für alle Beteiligten.
· Homepage: www.co-train.de
· Kontakt
Co:Train - Service & Solution UG (haftungsbeschränkt)
Postfach 30 37
55395 Bingen am Rhein
Deutschland
Telefon: 0163-1625019
· Pressekontakt
Thomas G. Montag
Dipl.-Kfm.(FH)
Co:Train - Service & Solution UG (haftungsbeschränkt)
Beratung in Management & Betriebswirtschaft im Gesundheitswesen
Postfach 30 37
55395 Bingen am Rhein
Handelsregister am Amtsgericht Bad Kreuznach
HRB 21570
· Unternehmensinfo
Wir bieten seit vielen Jahren zielgruppengerechte Trainings und Schulungen an Hochschulen,
Akademien, Weiterbildungszentren der Kranken- und Altenpflege und für Betriebe im
Gesundheitswesen an.
Dazu werden unsere Consultingleistungen und Projektangebote von Unternehmen im
Gesundheitswesen sowie der Medizintechnikindustrie nachgefragt.
Besondere Schwerpunkte liegen in den Themen Marketingkonzeption, Controlling und Qualitätsund Risikomanagement.
Ein Fachthemenportfolio findet sich auf unserer Homepage: www.co-train.de
In der betrieblichen Ausbildung dürfen wir nach IHK die nachfolgenden Berufe ausbilden:
- Kaufleute im Gesundheitswesen,
- Fachwirte im Gesundheits- und Sozialwesen,
- Pflegemanager/ PDL,
- Medizinische Dokumentare und Kodierfachpersonal,
- Alten- und Krankenpflegemersonal,
- kaufmännischen Gesundheitsberufe.
Der Link zu dieser Meldung: http://www.fair-news.de/pressemitteilung-973032.html
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Gesundheitswesen
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