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Interview mit Arnulf Thiemel/ technischer Berater

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30. Januar 2015
Interview mit Arnulf Thiemel/ technischer Berater ADAC
Was hat der ADAC aktuell zum Thema IT-Sicherheit von Autos untersucht?
Der ADAC hat bei Fahrzeugen von BMW mit ConnectedDrive System eine
Sicherheitslücke festgestellt: Dadurch können betroffene Autos unter anderem per
Mobilfunk in Minutenschnelle von außen geöffnet werden. Spuren hinterlässt das
nicht.
Was ist eigentlich ConnectedDrive?
Fahrzeuge mit ConnectedDrive können via Mobilfunk mit dem Hersteller Daten
austauschen. Je nach Modell sind das u.a. Wartungsfälligkeit, Batterie-Zustand und
Staudaten. Außerdem kann der Besitzer dem Auto via Smartphone-App Befehle wie
z.B. „Fahrertür öffnen“, „Hupe aktivieren“ etc. senden.
Wie viele Autos sind betroffen?
Laut BMW sind davon weltweit 2,2 Millionen Fahrzeuge zahlreicher Modellreihen
der Marken BMW, Mini und Rolls Royce betroffen. Das Problem soll laut BMW bis
zum 31. Januar 2015 durch Einschalten einer Verschlüsselung der Kommunikation
mit dem Fahrzeug behoben sein.
Was sollen betroffene Fahrzeugbesitzer nun tun?
Laut Hersteller ist kein Werkstatt-Besuch erforderlich und es werden auch keine
Teile getauscht. Vielmehr wird das Problem von BMW per Mobilfunk-Befehl, der
direkt an die betroffenen Fahrzeuge geht, behoben. Die Fahrzeugbesitzer können
nicht selbst erkennen, ob ihr Fahrzeug abgearbeitet wurde. Wer hierüber Gewissheit
erlangen will, sollte die BMW-Hotline (+49 89 1250 160 10) anrufen. Dies wird
insbesondere bei Fahrzeugen empfohlen, die in den vergangenen Monaten in
Tiefgaragen ohne Mobilfunkempfang gestanden haben oder bei denen die
Starterbatterie zeitweise abgeklemmt war. Denn: Diese Autos sind unter Umständen
von BMW nicht erreicht worden. Wer die Verschlüsselung in seinem Fahrzeug selbst
anschalten will, kann im Menü „Dienste aktualisieren“ wählen. Wie der ADAC
Experte den Sicherheitslücken auf die Spur kam sowie alle ausführlichen technischen
Details zum Problem und zur Lösung sind in der am 30. Januar 2015 erschienenen
Februar-Ausgabe der Clubzeitschrift „Motorwelt“ nachzulesen sowie auf
www.adac.de/sicherheitsluecken (mit Liste aller betroffenen Modellreihen sowie
Fotos und Video).
ADAC Pressestelle
Hansastraße 19
80686 München
Tel.: (089) 7676-0
presse@adac.de
www.presse.adac.de
Leitung Pressestelle
Christian Garrels
Was fordert der ADAC?
Der ADAC fordert, dass Computertechnik im Auto zeitgemäß gegen Manipulation
oder andere illegale Zugriffe geschützt wird. Dieser Schutz muss nach Standards
erfolgen, wie sie in anderen Branchen (z. B. IT-Industrie) längst üblich sind.
Außerdem muss dieser Schutz von neutraler Stelle bestätigt werden, etwa per
Common-Criteria-Zertifizierung des Bundesamtes für Sicherheit in der
Informationstechnik (BSI) in Bonn. Der ADAC legt auf die Feststellung Wert, dass
der Club keine vollständige Sicherheitsüberprüfung von BMW-Fahrzeugen oder
unternehmensinterner Prozesse durchgeführt hat. Diese Aufgabe obliegt alleine dem
Hersteller.
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Technik
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