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Gegen Stromtrasse

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29. Januar 2015
Woche im Blick
Seite 13
Jubiläen
Kirchweihen
Feste
Schulterschluss gegen die Verschandelung der Landschaft: Ansbachs Landrat Jürgen
Ludwig (am Pult) bei der Großkundgebung am Oettinger Marktplatz mit den Mandatsträgern der Region, ganz rechts Bechhofens Bürgermeister Helmut Schnotz.
Gegen Stromtrasse
Regionsübergreifende Demo in Oettingen
Als „großartiges Solidaritätszeichen zum Schutz einer gesamten Region“ beschrieben Oettingens Bürgermeisterin Petra Wagner
und Stefan Rößle, Landrat
vom Donau-Ries (CSU), die
erste Großkundgebung von
rund 1.000 Bürgerinnen
und Bürgern gegen die
„Monsterstromtrasse“
durch das westliche Mittelfranken, Donau-Ries bis in
den Landkreis Dillingen.
Mit „nein, niemals“ solidarisierte sich auch Ansbachs Landrat Jürgen Ludwig (CSU) mit den Funktionsträgern und den Demonstranten für die Fränkische Region, denn der Bedarf für den Braunkohlestrom sei nicht erkennbar,
die
Planungen
würden
scheinbar willkürlich festgelegt und der Landkreis
Ansbach leiste mit 200 Biogasanlagen,
energetischer
Sanierung, Windkraft und
PV-Anlagen seinen Beitrag
zu einer ehrlichen Energiewende.
„Hände weg vom DonauRies“ und „Hände weg vom
Hesselberg“ war die Großkundgebung gegen die geplante „Monstertrasse“ mit
bis zu 75 Meter hohen
Strommasten im östlichen
Landkreis Ansbach durch
das Ries in den Landkreis
Dillingen überschrieben, zu
der rund 1.000 Menschen
auf den Marktplatz der Residenzstadt Oettingen erschienen waren. Ein farbenfrohes Bild mit verschiedensten Transparenten
und bunten Perücken bot
sich auf dem Marktplatz und
alle Teilnehmer waren sich
einig: die Monsterstromtrasse dürfe nicht gebaut
werden. Mit den benachbarten Landräten Stefan
Rößle und Jürgen Ludwig
waren auch zahlreiche Abgeordnete des Landtages
und Bundestages wie Manuel Westphal und Josef
Göppel (beide CSU) erschienen, dazu rund 20 Bürgermeister der Region Hesselberg mit Bechhofens Gemeindeoberhaupt Helmut
Schnotz als Vertreter des
Bayerischen Gemeindetages
an der Spitze.
Unter Federführung von
Schnotz sprachen sich 26
Bürgermeisterinnen
und
Bürgermeister gegen die aktuell vorliegenden Planungen der Gleichstrompassage
Süd-Ost durch den Netzbetreiber Amprion aus. Diese
„Monstertrasse“
wirke
kontraproduktiv
jeglichen
Bemühungen um regenerative Energien und damit
verbundener Energiewende,
wobei die Sinnhaftigkeit der
neuen Stromleitungen in
Frage gestellt sei. Für den
Landkreis Ansbach und die
unmittelbare
Hesselbergregion werden damit
die Bemühungen
um einen sanften Tourismus
zunichte
gemacht,
wurde
von Wassertrüdingens Bürgermeister Günther
Babel betont und
seine
Stellvertreterin Monika
Breit lenkte den
Blick auf verstärktes
Energiesparen. „Aufmerksamkeit“
für die BefürchBunter Protest gegen neue Stromtrassen durch die Region.
tungen der Re-
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Neu-Eröffnungen
Rund 1.000 Bürger, darunter zahlreiche politische Mandatsträger, haben sich am Sonntag in Oettingen an der Demonstration gegen Stromtrassen beteiligt. Fotos: Peter Tippl
gion und ein „Zeichen nach
München und Berlin“ sollte
mit der Großkundgebung
laut Bürgermeister Schnotz
erreicht werden. Kein Vertrauen habe man laut Landrat Ludwig in die Planungen,
die je nach Protest verschoben würden. Zudem wechselten die Angaben für die
Erdverkabelung der Stromleitung von einem zehnfachen Aufwand bis zu lediglich doppelten Kosten. Ferner wurde auf die hohe Ver-
sorgung durch regenerative
Energie verwiesen, die zwischen 90 Prozent und 120
Prozent betrugen.
Oettingens Bürgermeisterin Petra Wagner dankte wie
Josef Göppel für das beeindruckende Solidaritätszeichen der vielen Bürgerinnen
und Bürger, die vom Landkreis Ansbach bis aus Heilsbronn und Windsbach und
bis aus Dillingen anreisten.
Wulf-Dietrich Kavasch vom
Verein Rieser Kulturtage und
Werner Roßkopf für die
Bürgerinitiativen gegen die
Stromautobahn ermunterten zu Wachsamkeit bei den
Stromtrassenplänen
–
ebenso wie Josef Göppel.
Diese Demonstration werde
sicher nicht die letzte sein,
mutmaßte der Herriedener
Bundestagsabgeordnete,
denn der Ruf sei laut gewesen, jedoch für die Berliner
Abgeordneten bei einer Abstimmung noch nicht laut
genug.
Peter Tippl
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