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Artikel: SVC UND RED HAT SORGEN FÜR SICHEREN BETRIEB

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BAD SCHUSSENRIED
Restaurant Schinderhannes
Regionale und internationale Küche
Robert-Bosch-Str. 4
88427 Bad Schussenried
0 75 83-32 95
www.restaurant-schinderhannes.de
Gasthaus Zur
dicken Hilde
SchWäbische Küche
-Sonntags Frühstück10-12 Uhr
Lufthütte - Ziegeleiweg 2
88427 Bad Schussenried
Tel. 0 75 83-92 76 70
www.dicke-hilde.de
30
BAD Waldsee
Ristorante Bella
Casa
Biberacher Str. 22
88339 Bad Waldsee
07524-9743287
La Bottega
Wurzacher Str. 88
88339 Bad Waldsee
0 75 24-9 74 39 09
Museumsrestaurant Caravano
Robert-Bosch-Str. 7/
Hymer Museum
88339 Bad Waldsee
0 75 24-97 66 76 55
Gasthof Dorfbrunnen
Eggmannsriederstr. 38/
Osterhofen
88339 Bad Waldsee
0 75 24-9 15 31 26
Gasthaus zum
Hirschen
Haupstr. 37
88339 Bad Waldsee
0 75 24-9 73 78 39
Golf & Vitalpark
Restaurant
Hopfenweiler 9
88339 Bad Waldsee
0 75 24-40 17-0
Hotel Landgasthof
Kreuz
Mattenhaus 3
88339 Bad Waldsee
0 75 24-9 75 70
Hofgut Elchenreute
Elchenreute 1
88339 Bad Waldsee
0 75 24-91 44 44
Gaststätte Zur
Versteigerungshalle
Hopfenweiler 12
88339 Bad Waldsee
0 75 24-79 26
Hotel-Gasthaus
Adler
Bundesstraße 11/15 Gaisbeuren
88339 Bad Waldsee
0 75 24-9 98-0
Hotel-Restaurant
Grüner Baum
Hauptstr. 34
88339 Bad Waldsee
0 75 24-97 90-0
Piazza-Griechisches Restaurant
Ravensburger Str. 8a
88339 Bad Waldsee
0 75 24-9 76 66 69
Die Möhre
Wurzacher Str. 12/Eingang Herrgottsgasse
88339 Bad Waldsee
0 75 24-7 01 41 60
INGOLDINGEN
IRMA‘s DORFCAfÉ im
Gasthaus Kreuz
Warme u. kalte
Küche, Kaffee
u. Kuchen, Eis,
Frühstück-Brunch
Salzstr. 12
88456 Ingoldingen
0 73 55-9 34 99 69
www.irmas-cafe.de
Weingarten
Hotel Altdorfer
Hof
Burachstr. 12
88250 Weingarten
07 51-50 09-0
Wolfegg
Gasthof zum
Bräuhaus
Feine regionale Küche - So. ab 17 Uhr
Vesperbuffet
Rossberg 1
88364 Wolfegg - Rossberg
0 75 27-45 44
www.braeuhaus-rossberg.de
Hotel-Gasthof Zur
Post
Rötenbacherstr. 5
88364 Wolfegg
0 75 27-9 61 40
ESSEN & TRINKEN
3 2 .
I n t er n a t i o n ale
S e p z iali t ä t e n w o c h e n
Kulinarische Globetrotter
BAD WALDSEE. Wir freuen uns, dass die Idee der Waldseer Wirte aus
dem Jahr 1983 sich so großer Beliebtheit erfreut. Gar so, dass die Aktion
in vielen anderen Städten Nachahmer gefunden hat. Wir bleiben auch in
diesem Jahr unserer Erfolgsaktion treu und entführen Sie nunmehr zum
32. Mal vom 8. bis 23. November auf eine kulinarische Entdeckungsreise
durch die internationalen Spezialitätenküchen.
Genießen Sie die herbstliche, heimelige
Atmosphäre in unseren Lokalen und gönnen
Sie sich etwas Gutes. Unsere ausgewählten
Köstlichkeiten aus ganz unterschiedlichen
Ländern werden Sie auch dieses Jahr begeistern.
Begleiten Sie uns auf einer genussvollen Reise
mit 15 Stationen – in und um Bad Waldsee
herum. Machen Sie auch dieses Jahr wieder bei
unserem Gewinnspiel mit. Es warten attraktive
Gewinne auf Sie! In diesem Sinne – seien Sie
unser Gast. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
 www.waldseer-wirte.de
Die Waldseer Wirte freuen sich auf zahlreiche Gäste, die sie auf eine kulinarische
Entdeckungsreise rund um den Globus schicken werden.
A uss t ellu n g
Ikonen der Gartenarchitektur
ILLERTISSEN. Den Blick über den Gartenzaun berühmter Freianlagen bietet die neue Ausstellung „Gartenwelten im
Museum der Gartenkultur“. Noch bis 4. Januar 2015 ist die an der
Hochschule Karlsruhe konzipierte Wanderausstellung „Ikonen der
Gartenarchitektur“ zu Gast. Neben der gartenarchitektonischen
Vielfalt im Modell gibt es auch „Botanische Kunst“ zu sehen. Die
Künstler Alfons Alt und Beate Sellin geben Einblicke in ihre ganz
unterschiedliche Sicht und Bearbeitung der Pflanzenwelt.
In der Geschichte der Gartenarchitektur gibt es zahlreiche Anlagen, die
sich aufgrund ihrer herausragenden Qualitäten und ihrer Vorbildwirkung
zu „Ikonen der Gartenarchitektur“ etabliert und im Denken der Gartenund Landschaftsarchitekten verankert haben. Günter Mader, Architekt,
Gartenplaner und Dozent an der Hochschule Karlsruhe hatte die Idee, diese
Ikonen im Modell zu bauen. Mehr als vierzig stilbildende Gartenanlagen
unterschiedlicher Epochen haben Studierende im Fach Freiraumplanung
mit Modellen und Abbildungen aufbereitet. Im Laufe von drei Semestern
entstand eine Sammlung, die den Bogen von der ägyptischen Antike über
Renaissance und Barock, Moderne und Postmoderne bis zu ganz aktuellen
Projekten spannt.
Ein weiterer Ausstellungsbereich widmet sich der „Botanischen Kunst“. Bilder
von Alfons Alt und Beate Sellin zeigen eine ganz unterschiedliche künstlerische Auseinandersetzung mit der Pflanzenwelt. Alfons Alt, geboren in
Illertissen, öffnet in der Ausstellung „Gartenwelten“ seinen „Hortus“.
Ausstellung noch bis 4. Januar 2015, Mittwoch bis Sonntag, 11 bis 17 Uhr,
Museum der Gartenkultur, Jungviehweide 1, 89257 Illertissen
 www.museum-der-gartenkultur.de
31
ESSEN & TRINKEN
B erg
B rauerei
Craft-Biere aus Berg
EHINGEN/BERG. In den letzten Monaten des Jahres, wenn die Abende
länger werden, man viel zu tun hat und kaum zur Ruhe kommt, sollte
man sich als Genießer auch einmal Zeit nehmen. Die Berg Brauerei,
bekannt für die traditionelle Brauweise der Zweitankreifung, bietet
mit dem St. Ulrichsbock ein Bockbier in limitierter Menge.
Die einzigartige, bernstein-goldene Farbe im
Glas ist das besondere Merkmal des Sankt UlrichsBock. Der Heilige Ulrich ist der Kirchenpatron der Kapelle in Berg. Seit 1911 wird am
Sonntag nach dem 4. Juli in Berg das Ulrichsfest
gefeiert. Aus dieser Tradition braut man in Berg,
in kleiner Menge und rechtzeitig zur kälteren
Feierlich eröffnet wird die Bockbier-Saison bei
der Veranstaltung „Martin und Ulrich“ am 7.
November 2014, ab 18.30 Uhr in der BrauereiWirtschaft in Berg. Hier lässt sich das erste Glas
Sankt UlrichsBock zusammen mit traditioneller
Martinsgans und zünftiger Musik in geselliger
Runde genießen.
Bei der feierlichen Eröffnungsveranstaltung der Bockbier-Saison wird die Gruppe „Hochzeitsmusig
Boirisch Viertel“ aus der Munderkinger Vorstadt für beste musikalische Unterhaltung sorgen.
Jahreszeit, ein kräftiges Ulrichsbier mit einem
Alkoholgehalt von 7,1 Prozent: Den Sankt UlrichsBock. Sein hoher Stammwürzegehalt von
17,6 Prozent gibt der Bierspezialität aus der Berg
Brauerei einen fruchtig würzigen Charakter. Der
Sankt UlrichsBock ist übrigens nur in den beiden
letzten Monaten des Jahres lieferbar.
32
Und wem der Sankt UlrichsBock besonders gut
schmeckt, der kann das kräftige Bockbier, das
bernstein golden im Glas liegt, gleich im Getränkemarkt der BrauereiWirtschaft mitnehmen
und dann zu Hause genießen.
Weitere Informationen unter:
www.bergbier.de
Mit seiner bernsteingoldenen Farbe ist
der Sankt UlrichsBock nicht nur ein
wahrer Genuss für
den Gaumen, sondern auch für das
Auge. Im Glas entfaltet es sein volles
Aroma und scheint
fast zu leuchten.
LANDZUNGE
HOT E L
A L T D O R F E R
HO F
Angenehm anders
WEINGARTEN. Herrliche Natur und entspannter Lebensstil - diese
Harmonie der Umgebung spiegelt sich im Hotel Altdorfer Hof in
Weingarten wieder. Der Altdorfer Hof, ein Urlaubs- und Kongresshotel
unweit der berühmten, barocken Basilika steht für ein Wohlfühlambiente
der besonderen Art und empfängt Gäste aus aller Welt.
Christian Unglert (Foto links) hat den Altdorfer
Hof 2010 von seinen Eltern Alfons und Gertrud
Unglert übernommen und führt das traditionsreiche Haus zusammen mit seiner Ehefrau Meike
nun bereits in 3. Generation. Die Geschichte
des Hauses reicht zurück bis ins Jahr 1958.
„Damals pachtete unsere Familie den Gasthof
„Neuburger Hof“ hier in Weingarten. Zu dieser Zeit waren vor allem Pilger und Busgruppen
zu Gast“, berichtet der junge Hotelier. Im Zuge
der enorm steigenden Nachfrage wurde vier
Jahre später das erste „Hotel garni“ der Region
eröffnet. Auch das später eingeführte warme
Speisenangebot wurde gut angenommen. So
kam es, dass Familie Unglert gegenüber ihrem
Garni-Betrieb ein Grundstück kaufte, um dort
das Haupthaus des heutigen Altdorfer Hofs zu
errichten.
1993 trafen noch die Eltern vom heutigen
Hotelchef die wegweisende Entscheidung
mit ihrem Vier-Sterne-Hotel der Kooperation
AKZENT beizutreten, umso das Haus als erste
Adresse in der Barockstadt zu festigen. Doch
der Altdorfer Hof zieht nicht nur wegen den
liebevoll gestalteten Zimmern, 56 an der Zahl,
Gäste aus nah und fern nach Weingarten, auch
die Küche lockt mit ihrem liebevoll zubereiteten
Spezialitäten ins hoteleigene Restaurant. Die
Speisekarte, basierend auf der bodenständigen
Schwäbischen Küche weist Traditionsgerichte
aus Oberschwaben auf wie Maultaschen und
Gaisburger Marsch, allerdings veredelt mit
saisonalen Zutaten wie im Frühjahr mit Spargel
oder Bärlauch. Leichte Gerichte mit frischem
Fisch aus dem nahen Bodensee beherrscht
der Küchenchef Marcus Köppl, ebenso wie
die beliebten herzhaften Eintöpfe aus dem
Allgäu. So ist es für Unglert selbstredend, und
er ist stolz darauf, bei dem ehrgeizigen Projekt
„LandZunge“ als ausgewiesener „plus Betrieb“
dabei zu sein und verarbeitet so überwiegend
regionale Produkte von hiesigen Anbietern
und Bauern.
Für Christian Unglert, gelernter Koch,
Hotelkaufmann und erfolgreicher Absolvent
der renommierten Hotelfachschule Heidelberg,
deckt sich das Konzept der LandZunge mit seiner eigenen Philosophie. So ist die Küche des
Hotels weithin bekannt für ihre authentisch
oberschwäbische Küche mit ihren regionalen Rezepten und ländliche Traditionen, diese
jedoch zeitgemäß interpretiert, verfeinert und
veredelt. Im jahreszeitlichen Kalender bietet
der Altdorfer Hof in Verbindung mit der Aktion
LandZunge spezielle Aktionen, wie Lamm zu
Ostern, Fisch im Sommer, Wild im Herbst,
traditionelle Schlachtfeste, die Lange Nacht
auf dem Land und vieles mehr an. So trifft
der Slogan des Hauses: „angenehm anders“ für
Hotel und Küche gleichermaßen zu.
Familie Unglert
Burachstraße 12
88250 Weingarten
T +49 (0)751 5009 0
F +49 (0)751 5009 70
M hotel@altdorfer-hof.de
 www.altdorfer-hof.de
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LANDZUNGE
„Das Beste aus der Region“
Der Regio-Schmecker 2014 - ein Garant für
Genuss und Qualität. Die besten Produkte von
Erzeugern zwischen Bodensee und Mindelheim
wurden durch eine Jury um Alt-Landrat Dr.
Hermann Haisch von der Stiftung LandZunge
im September premiert.
Mehr als 70 Produkte von rund 50 Erzeugern
waren eingereicht worden. Fast 40 davon wurden
Mitte September mit dem Zertifikat in Silber
ausgezeichnet und 13 Produkte wurden mit dem
begehrten Gold-Zertifikat ausgeschmückt. Dies
bedeutet: Herkunft aus der Region, handwerklich
mit großer Sorgfalt hergestellt, der Geschmack
von einer hochkarätigen Jury für „Gut“ oder
„Sehr gut“ befunden. Mit dem verliehenen Siegel
Regio-Schmecker 2014 sollen die Genießer schnell
die Qualitätsprodukte der regionalen Erzeuger
erkennen, ob sie nun im Supermarkt, im Hofladen
oder auf dem Markt angeboten werden. Gottfried
Härle von der LandZunge GbR, dem Träger des
von Leader geförderten Projekts betont zudem,
dass auch die Gastwirte der Aktion LandZunge
mehr auf diese guten Produkte aus der Nähe bis
hin zu den Geheimtipps aufmerksam gemacht
werden sollen. Damit auf den Speisekarten neben
einem besonderen Bier aus Rettenberg auch ein
Holunderblüten-Sirup direkt vom Bauernhof stehen kann. Ganz nach dem Motto „Das Beste aus
der Region für die Gourmets der Region!“
LANDZUNGE EVENTS
Lindau
Strandhaus Lindau
ab 23.11. täglich „Christmas Barbecue“ aus
unseren holzbefeuerten Öfen (Smokern)
Reservierung erforderlich. Alle belegten und noch
freien Termine gibt es auf www.strandhaus.li
unter dem Menüpunkt „Weihnachtsfeiern“.
T: 08382-2737992, post@strandhaus.li
Bad Waldsee/ Mattenhaus
Hotel Landgasthof Kreuz
8.11. bis 23.11. Spezialitäten aus Mexiko und
Brasilien
T: 07524 – 40170, info@waldsee-golf.de
Baienfurt
Hoftheater
16.11., ab 18.00 Uhr Der kulinarische Abend
„Deftiges Elsass“
13.11., 19.00 Uhr Der Kleine Speisemeister;
Kleinkunst & Kulinarik, Petra Schnierle mit dem
Kniggedinner, Reservierung erforderlich
T: 0751 – 56150632
speisemeisterei@hoftheater.org
Bad Waldsee/ Gaisbeuren
Hotel Landgasthaus Adler
09.11.2014-23.11.14 Spezialitätenwochen:
Der Weg zum Pokal – Die Gegner der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2014
28.11. bis 30.11. „Oma-Wochenende“ Gerichte
aus Urgroßmutters Kochbuch
T: 07524 – 9980, www.hotel-landgasthaus-adler.de
LANDZUNGE PHILOSOPHIE
Futtern wie bei Muttern - Wo die Region auf
der Zunge zergeht
Die LandZunge will nicht weniger als das Beste
der Region auf den Tisch bringen. Damit die
besten Gäste so richtig genießen können. Nur
für sie legen sich die Wirte der Aktion ordentlich ins Zeug: Sie setzen auf regionale Zutaten
und verstehen sich auf beste traditionelle
Rezepte – die sie ganz locker auch mal zeitgemäß interpretieren. Hinter ihnen steht ein
starkes Netzwerk von Erzeugern, Lieferanten
und Fachleuten aus den verschiedensten Ecken,
die allesamt an einem Strang ziehen, um die
Stärken und Eigenheiten der Region bekannt
und begehrt zu machen.
REZEPT DES MONATS
© Yantra - Fotolia.com
SCHLEGELS SCHLEMMERECKE
Fit-Rezept
Gerade am Anfang der kalten Jahreszeit haben
Erkältungen Hochkonjunktur, jedoch mit der
richtigen Ernährung kann es so einfach sein,
seinem Immunsystem etwas Gutes zu tun und
es zu stärken. Aus diesem Grund empfehle ich
hier ein Fit-in-den-Winter-Rezept von mir, was
vielmehr eine Empfehlung der bewussten und
vitaminreichen Ernährung ist.
Vorbereitend für die kalte und dunkle Jahreszeit
hat die Natur bereits für uns vorgesorgt und
hält für uns, der Saison entsprechend, beim
Genuss von Kohlsorten wie beispielsweise Wirsing
und Rosenkohl, besonders viel Vitamin C parat.
Auch Rote Bete verfügt über viele entzündungshemmende Inhaltsstoffe, die einen wirksamen Schutz gegen Erkältungen bieten. Ist
jedoch bereits eine Erkältung eingefangen, empfehle ich aus der lukullischen Hausapotheke
seit jeher die Zwiebel in allen Variationen
sowie mein absoluter Star und Klassiker meiner
Medizinkulinarik den Soulfood-Hit Hühnersuppe
(selbstredend aus einem frischen Suppenhuhn
vom Markt oder Bauern mit viel Gemüse und
Kräutern gezogen). Als Gewürz im Essen oder
im Tee ist zudem Ingwer oder Zitronengras
ein leckerer und wirksamer Virenkiller. Für weiterhin starke Abwehrkräfte empfiehlt sich im
altbewährten Menü der gesunden Ernährung
die Holunderbeere als Dessertvariante, beispielsweise als Holunderbeerengelee, im Duett mit
einem feinen luftigen Quarkmousse ein absoluter
Gaumenschmaus und spendet so, ganz nebenbei,
ebenfalls wertvolles Vitamin C und stärkt unsere
Abwehrkräfte auf süße Art und Weise.
35
WILD & WEIN
david
s c h legel
Wild auf Partnersuche
Die Jagdsaison ist eröffnet. Und schon fragen sich viele ambitionierte Hobbyköche und Genießer, welchen Tropfen sie denn zum zarten
Rehrücken oder zum delikat kräftigen Wildschweinbraten servieren sollen. Glücklicherweise wartet in den Kellern der regionalen Weinmacher
so mancher passende Wild-Partner.
Kraftvoll oder lieber delikat? Den passenden
Wein zum Wild zu finden ist eigentlich gar nicht
so schwer, beachtet man einige Regeln. Wild
bringt generell viel Eigengeschmack mit, der die
feinen und filigranen Aromen im Wein leicht
überlagert. Daher passen zu Wildgerichten vor
Delikater Wildgeschmack, wie beispielsweise beim Reh, dem zartesten Fleisch unter den
Wildarten, sucht einen aromatisch filigranen
Partner für eine harmonische und feine Verbindung. Einer der perfekten Gefährten ist meiner
Meinung nach immer ein eleganter Spätbur-
Kraftvoll oder lieber delikat? Mit ein paar Regeln findet sich ein köstlicher Begleiter für das Wildmenü in den Kellern unserer regionalen Weinmacher. © stokkete - Fotolia.com
allem kräftige und körperreiche Weine, die viel
Charakter mitbringen. Gewächse, die mit ihren
eigenen Aromen dem Wildgeschmack standhalten, begleiten bei Tisch das Wild gebührend
ohne dass der besondere Tropfen geschmacklich
auf verlorenem Posten steht.
gunder, der mit seiner schönen, feinen Frucht
anmutend an schwarze Johannesbeere , samtig
und vollmundig die zarten Aromen des Rehs
umschmeichelt und hervorhebt. Der intensive
Wildgeschmack von Hirsch, Hase, Rebhuhn und
Fasan dagegen braucht auch als Weinbegleiter
einen deutlich ausdrucksstärkeren Partner. Ein
kräftiger Rotwein, wie beispielsweise ein Lemberger, der nachhaltig und körperreich mit einem Bukett von Brombeer-Aromen und Noten
von der Sauerkirsche, gepaart mit dezentem
Gerbstoff, oft etwas pfeffrig, würzig ausgestattet ist, begleitet den Hirsch oder Hasen harmonisch und hält den intensiven Geschmacksnuancen des Fleisches stand. Bereitet man die Sauce
mit dunklen Beerenfrüchten zu, ist dunkelroter
duftig fruchtiger Dornfelder mit Aromen von
Holunder und Pflaume ein Idealpartner. Diesen
empfehle ich auch ganz besonders zu Wildschwein, da dieses meist sehr intensive und sehr
„eigene“ Wildaromen mitbringt. Ein Wildbraten
aus dem Ofen entwickelt bei behutsamen Garen nachhaltige und intensive Röstaromen, die
bei Tisch kräftige Partner bevorzugen. Gewächse
ausgestattet mit intensivem Aroma und welche
dann ebenso behutsam im Barrique ausgebaut
wurden. Oft stellt sich auch die Frage – passt
Weißwein zu Wild? Und wenn ja, welcher? Ohne
Frage, es kann eine glückliche Verbindung zwischen Wild und Weißwein entstehen. Sehr gut
passen kraftvolle und intensive Weine. Stark gewürzte Gerichte, vor allem, wenn Fenchel und
Ingwer verwendet werden, verbinden sich glücklich mit aromatischem Gewürztraminer. Wo Pilze mit ihrem zarten Aroma die geschmackliche
Fülle des Gerichts ergänzen, sind köperreicher
Grauburgunder und Chardonnay willkommen.
Auch zu hellem Wildgeflügel und einer fruchtigen Beilage wie einem Obstkompott gehen mit
diesen Weinen eine spannende und harmonischsüße Verbindung ein.
Sie sehen, so vielseitiga das hiesige Wildbrett in
der Art und in der Zubereitungsweise ist, ebenso facettenreich ist die Auswahl des passenden
Weins zu Ihrem Gericht. Aber gerade das ist ja
das Schöne und Spannende am Kochen und Probieren, am Kreieren und Servieren, der lukullische
Reichtum unserer Region ermöglicht für Köche,
Gastgeber und Genießer immer wieder den kreativen Freiraum mit neuen geschmacklichen Variationen auszuprobieren und zu genießen.
wei n h o p f
Das passende Tröpfchen zu Wild
BIBERACH. Da Wildfleisch zu den fettärmsten Fleischsorten gehört,
feinfasrig und gut durchblutet, ist es ein „harter Brocken“ für unseren
Magen. Wein erleichtert hier die Verdauung.
Dunkles Wildfleisch schmeckt intensiv und streng, deshalb sind kräftige
Rotweine die erste Wahl. Klassische Empfehlungen sind ein Côtes de Rhône,
Pinot Noir aus dem Burgund, aber auch ein kräftiger Spätburgunder aus
Baden, oder der Württemberger Lemberger sowie sein roter, österreichischer Bruder, der Blaufränkische. Der besondere Tipp ist ein Tawny Port. Mit
seiner Aromenvielfalt passt er perfekt zu kräftigen Wildgerichten.
Zu Wildgeflügel oder Kaninchen passt ein aromatischer Weißwein, der auch
etwas Restsüsse haben darf, wie der Gewürztraminer. Auch Viognier oder
Chardonnay aus der Barrique passen dazu. www.weinhopf.de
36
WILD & WEIN
waldseer
wei n mark t
Geschmacksvielfalt erleben
BAD WALDSEE. In den Angeboten des Waldseer Weinmarktes finden
sich nur ausgesuchte Spezialitäten, sei es bei den Weinen, den verschiedenen Sekt-Sorten, Spirituosen, Whiskys oder Feinkost-Spezialitäten.
Die Auswahl der Weine reicht von internationalen Rebensäften, aus
Europa und Übersee, über heimische Weine bis hin zu Bio-Weinen. Doch
auch beim Whisky sowie den Spirituosen wurde eine erlesene Selektion
zusammengestellt. Antialkoholisches sowie Biere sind ebenfalls erhältlich.
Sämtliche Artikel des Sortiments sind auf Kommission erhältlich und selbst
angebrochene Kisten können wieder zurückgegeben werden. Festzubehör
wie Biergarnituren, Kühlschränke, Gläser und vieles mehr kann der Kunde
beim Waldseer Weinmarkt ausleihen. Das Angebot beinhaltet auch einen
Lieferservice für Bad Waldsee und Umgebung, der nach Vereinbarung
den edlen Tropfen direkt vor die Türe bringt. Das fach- und sachkunBei einer geführten Wein-Degustation lernt man die Geschmacksvielfalt
des Rebensaftes am besten kennen.
dige Personal steht bei der Auswahl gerne helfend zur Seite. Wer nach
einem besonderen Erlebnis sucht, kann bei einer geführten Weinprobe
in die Geschmacksvielfalt des Rebensaftes eintauchen. Hochwertige
Präsentideen runden das Angebot von Erwin Klingele, Geschäftsführer der
Waldseer Weinmarkt GmbH, ab.
Seit 1860 - der Eröffnung der Weinstube zum Hasen in Bad Waldsee - fühlt
sich die Familie Klingele der Welt der Weine und Getränke verpflichtet,
was die kleine Familien-Chronik auf der Homepage zeigt. Hier gibt es auch
aktuelle Angebote und Veranstaltungen, einen Online-Shop, Wissenswertes
zum Thema Wein und vieles mehr. www.waldseer-weinmarkt.de
37
HÄRLE ZEIT
Ausgabe November 2014
IN DIESER AUSGABE
Unsere neue Bierrarität:
Härkules – ein Leutkircher Original
Nachhaltigkeit erlebbar machen
Ein ungewöhnlicher Schultag
in der Brauerei Härle
Einer von uns:
Otto Scheerer – seit über 45 Jahren
im Außendienst
43
HÄRLE ZEIT – AUSGABE NOVEMBER 2014
UNSERE NEUE BIERRARITÄT:
LIEBE LESERIN, LIEBER LESER,
es ist noch gar nicht lange her, da
galten Unternehmen dann als
fortschrittlich, wenn sie möglichst
viele junge Menschen beschäftigten.
Ältere Mitarbeiter wurden in den
Vorruhestand verabschiedet oder
aus dem Unternehmen gemobbt. Wir
haben uns von dieser zeitgeistigen Personalpolitik nie anstecken
lassen. Das Durchschnittsalter unserer Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter liegt bei 45 Jahren. Und die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei über zwei Jahrzehnten. Das heißt nicht, dass
junge Menschen bei uns keine Chance hätten: Seit vielen Jahren
bilden wir junge Männer und Frauen zu Brauern und Brauerinnen
aus, und Anfang September begann Michaela Schmid bei uns im
Kontor ihre Ausbildung zur Bürokauffrau. Gleichzeitig gibt es
zahlreiche Mitarbeiter, die fast ihr ganzes Arbeitsleben bei uns
verbracht haben und selbst über das Rentenalter hinaus bei uns
tätig sind. Einen davon stellen wir Ihnen vor: Otto Scheerer. Er ist
sozusagen ein Urgestein bei uns im Außendienst und trägt mit
seinem unermüdlichen Engagement, seiner Einsatzfreude und
nicht zuletzt mit seinem Humor enorm zum Erfolg unserer Braue-
HÄRKULES – EIN
LEUTKIRCHER
ORIGINAL
Jährlich eine neue Biersorte,
gebraut mit Doldenhopfen aus
dem Hopfengarten unserer
Brauerei: Diese schöne Idee
haben wir 2014 nun bereits
zum dritten Mal realisiert.
Dieses Jahr ist unser Bier aber
nicht nur aus Leutkircher
Hopfen gebraut. Erstmals
stammen auch die Gerste, das
Wasser und die Hefe für die
neue Bierrarität aus unserem
Allgäu-Städtchen. Mehr Leutkirch im Bier geht nicht!
rei bei – bis zum heutigen Tag.
Heute würde man eine solch altersmäßig ausgewogene
Mittlerweile gibt es schon Sammler, die
Belegschaft wohl als „nachhaltig“ bezeichnen. Bei uns steht auf
keine einzige unserer jährlichen Raritä-
jeden Fall bereits seit Jahrzehnten fest: Wenn sich der Tatendrang
ten verpassen wollen und folglich nach
und die Schaffenskraft der Jüngeren mit dem Erfahrungsschatz
dem SchwarzSud (2012) und dem
und der Arbeitsfreude der Älteren verbindet, ist dies das beste
Fundament für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung – und
für ein gutes Betriebsklima.
Ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit stand bei uns auch der
14. Juli: An diesem Tag strömten über 100 Grundschüler in unsere
Brauerei, um hautnah zu erleben, was dieser Begriff in der alltäglichen Praxis bedeutet. Und alle waren sie begeistert vom außergewöhnlichen Schultag und gingen zufrieden mit ihrem selbst
dekorierten SeeZüngle-Fläschchen nach Hause.
Apropos zufrieden: Wenn auch der Juli und der August uns
Brauern kein Sommermärchen bescherten, dürfte dies seit
Blonden Engel (2013) sehr gespannt
waren, welche neue Kreation unser
Braumeister Bernhard Walberer wohl
2014 präsentiert. Zwischenzeitlich ist
das Geheimnis gelüftet: Härkules – ein
Leutkircher Original!
Benannt ist das Härkules-Bier
nach der Hopfensorte, aus der es gebraut wurde – und
mit seinem starken Charakter wird es seinem markanten Namen
gerecht. Dass es – völlig ungewöhnlich für ein Bier – rötlich schim-
Langem wieder das erste Jahr werden, in dem der Bierausstoß in
mert, ist auf die spezielle Malzkomposition zurückzuführen. Der
Deutschland steigt. Natürlich spielte dabei die Fußball-Weltmeis-
frische, herbe, leicht vegetale Geruch wird von den Hopfenaromen
terschaft eine Rolle, aber gleichzeitig gibt es Anzeichen, dass die
geprägt. Und der Geschmack? Trocken und schlank – und das trotz
Deutschen ihr Nationalgetränk wieder mehr schätzen. Wohl nicht
eines relativ hohen Malz- und damit Alkoholgehalts von 7,5 Prozent.
zuletzt dank der zunehmenden Zahl an echten Bierspezialitäten,
zu der wir mit unserem neuen „Härkules“ auch beitragen – übrigens dem ersten Bier seit wohl vielen Jahrzehnten, das aus Leutkircher Braugerste, Leutkircher Hopfen und Leutkircher Wasser
gebraut wurde. Probieren Sie’s doch mal.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Im Antrunk treten die feinen, leicht fruchtigen Malzaromen in den
Vordergrund; im Nachtrunk dominieren zarte Hopfennoten.
Klingt gut, finden Sie? Dann probieren Sie eins! Härkules wird
seit Ende Oktober als Fassbier in ausgewählten Gastronomiebetrieben angeboten. Daneben gibt es im Getränkehandel eine limitierte
Sonderabfüllung in großen braunen Bügelflaschen. Warten Sie nicht
zu lange! In den letzten Jahren war unsere Bierrarität immer schnell
ausverkauft. Wir brauen nämlich nur einen einzigen Sud – das sind
rund 5.000 Liter. Warum nur so wenig? Weil wir sie, wie jedes Jahr,
Gottfried Härle
aus dem Hopfen brauen, den wir Anfang September in unserem
brauereieigenen Hopfengarten geerntet haben – für mehr als 5.000
Liter sehr gutes Bier reicht er einfach nicht.
2
44
HÄRLE ZEIT – AUSGABE NOVEMBER 2014
BRAUGERSTE AUS ALLMISHOFEN –
chanisch durch Striegeln bekämpft; hier
EIN SCHÜLERPROJEK T
waren die Schülerinnen und Schüler wieder
Die Sommergerste für den Härkules wur-
im Einsatz. Der Striegel wird an den Traktor
de im März von Schülern der landwirtschaft-
angehängt; seine Zinken lockern den Boden
lichen Abteilung der Geschwister-Scholl-
auf, und dabei wird das Unkraut abgerissen
Schule in Leutkirch auf einem Acker des
oder flach auf den Boden gezogen. Eigent-
Biobauern Hans Peter Maier bei Allmishofen
lich sollten die Schüler auch beim Dreschen
ausgesät. Lehrer Joachim Schwarz wollte die
dabei sein, doch leider spielte das Wetter
Braugerste in den Fokus seines Unterrichts
nicht mit. Wegen der wechselhaften Wit-
stellen. „Der Anbau dieser Kulturpflanze
terung musste der Druschzeitpunkt immer
geht in Süddeutschland stark zurück, und
wieder verschoben werden – erst Anfang
in unserer Region ist Ackerbau insgesamt
August war es soweit. Doch da waren sie in
eher exotisch. Gerade deshalb sollten sich
ihren Ausbildungsbetrieben unentbehrlich.
angehende Landwirte damit auskennen.
Acht Tonnen Biobraugerste konnten
Zudem haben die meisten Schüler gegen ein
schlussendlich aufgeladen und zur Mälzerei
gutes Bier nichts einzuwenden“, erläutert
nach Baustetten bei Laupheim gebracht
Joachim Schwarz mit einem Augenzwinkern,
werden. Biobauer Hans Peter Maier war’s
weshalb er es sinnvoll fand, sich dieses Jahr
zufrieden – und Gottfried Härle auch. Denn
mit Braugerste zu beschäftigen. „Ich hab
für den Härkules braucht er nur eine Tonne.
Gottfried Härle angesprochen, ob er dabei
Bleibt also noch Leutkircher Biomalz fürs
ist. Er fand die Idee sofort prima.“
Fidelio und LandZüngle.
Inmitten angrenzenden Grünlands wuchs
die Gerste ohne Einsatz von Mineraldünger
und Pflanzenschutzmitteln heran – nur
Gülle hat Biolandwirt Maier auf dem Acker
ausgebracht. Das Unkraut wurde me-
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Schülerinnen und Schüler der landwirtschaftlichen Abteilung der GeschwisterScholl-Schule bauten die Biogerste für das
Härkules-Bier an.
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HÄRLE ZEIT – AUSGABE NOVEMBER 2014
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SCHULE UNTERWEGS
Nachhaltig leben: Dafür braucht
es ein Bewusstsein. Je früher man
es entwickelt, umso mehr verinnerlicht man es – und setzt es im
Alltag um. Deshalb hat die Brauerei Härle anlässlich des Nachhaltigkeitstags der baden-württembergischen Landesregierung
im Juli Leutkircher Viertklässler
eingeladen, um ihnen auf spielerische Art Informationen und
Anregungen zum Nachdenken
über das Thema Nachhaltigkeit zu
vermitteln.
SCHAUEN, MITMACHEN UND
del. Blumen reinigen die Luft, das wussten
BEGREIFEN
viele Kinder schon. „Den ganz Cleveren habe
„Wir haben uns überlegt, wie man für die
ich auch noch den Treibhauseffekt erklärt“,
Kinder das Thema Nachhaltigkeit erlebbar
schmunzelt Esther Straub. Und das Soziale?
machen kann“, berichtet Esther Straub,
Jeder Mitarbeiter wird in der Brauerei wert-
die den Nachhaltigkeitstag für die Kinder
geschätzt, so unser Leitsatz. Wir von der
zusammen mit Schülerinnen und Schülern
Brauerei Härle haben aber auch ein Herz für
des Hans-Multscher-Gymnasiums vorberei-
Kinder. Esther Straub ist sich sicher, dass die
tet hat. In der Flaschenfüllerei konnten sie
Kleinen das gespürt haben.
mit eigenen Augen sehen, was „Mehrweg“
bedeutet und dass man Flaschen zigmal
wiederbefüllen kann – künftig achten sie
hoffentlich beim Getränkekaufen auf das
Pfandzeichen. Zum Thema Mobilität durften
sie mit einem Elektroauto mitfahren – und
Gemeinsam Zeichen setzen, war das Motto
haben bei dieser Gelegenheit erfahren, dass
des Nachhaltigkeitstags. Privatpersonen,
man viel für die Umwelt tun kann, wenn
Vereine, Stiftungen, Schulen, Verbände,
man Produkte aus der Region kauft, die
Kommunen und Unternehmen waren auf-
nicht mit dem Flugzeug um die halbe Welt
gefordert, mitzumachen. Die Brauerei Härle
transportiert werden müssen. Die brauerei-
hat sich gerne daran beteiligt – schon zum
eigene Holzhackschnitzelanlage bot dann
zweiten Mal.
noch einen Einstieg in die hochaktuellen
Das Thema Bier spielte an diesem Tag
keine Rolle. Stattdessen ging es um die drei
Auf große Begeisterung bei den Kindern
Säulen der Nachhaltigkeit, die der Braue-
stieß das Angebot, ein eigenes SeeZüngle-
rei wichtig sind: Wirtschaft, Umwelt und
Etikett zu gestalten und mit nach Hause zu
Soziales. Über 100 Kinder setzten sich an
nehmen – selbstverständlich angebracht
verschiedenen Stationen mit der Thematik
auf einer Flasche SeeZüngle. Beim Blumen-
auseinander und erlebten die Brauerei auf
topfbemalen und -bepflanzen entstanden
eine ganz besondere Weise.
spannende Gespräche über den Klimawan-
4
46
Themen Energieerzeugung und -verbrauch.
WOHER KOMMT DER BEGRIFF
„NACHHALTIGKEIT“?
Er wird oft inflationär gebraucht,
und dennoch weiß kaum jemand,
was eigentlich damit gemeint ist.
Dabei wurde der Begriff „Nachhaltigkeit“ schon 1713 geprägt, um
das in der Forstwirtschaft geltende
Prinzip „Schlage nur so viel Holz,
wie der Wald verkraften kann“ zu
beschreiben. Heute geht es beim
nachhaltigen Handeln darum, nicht
auf Kosten der Menschen in anderen Weltregionen oder künftiger
Generationen zu leben. Umwelt,
Wirtschaft und Gesellschaft bilden
dabei einen Dreiklang, der sich
gegenseitig beeinflusst.
HÄRLE ZEIT – AUSGABE NOVEMBER 2014
WIN-Charta unterzeichnet
Als erste und einzige Brauerei hat die
Härle dabei ist. „Wir zählen zu den Pionieren
Brauerei Härle am 20. Mai die WIN-Charta
nachhaltigen Wirtschaftens. Entsprechend
unterzeichnet. Von der Wirtschaftsinitiative
viele Erfahrungen haben wir in den letzten
Nachhaltigkeit (WIN) des baden-württem-
Jahren und Jahrzehnten gesammelt und
bergischen Umweltministeriums entwickelt,
geben sie gerne weiter.” Umweltminister
besteht die Charta aus zwölf Leitsätzen zu
Franz Untersteller betonte bei der feierlichen
wirtschaftlichen, ökologischen und sozia-
Unterzeichnung der Charta, dass soziale Ver-
len Grundwerten, zu deren Einhaltung sich
antwortung, Ökonomie und Ökologie keine
die Unternehmen verpflichten. Ziel ist es,
Gegensätze seien. Vielmehr könnten Unter-
das Wissen engagierter Unternehmen zu
nehmen nur dann erfolgreich sein, wenn sie
bündeln und anderen zugänglich zu ma-
diese Aspekte als Chance und Notwendigkeit
chen. „Es ist mir schon immer ein Anliegen,
begriffen. Diese Sicht teilen wir. Dass wir
nachhaltiges Wirtschaften voranzubringen“,
damit richtig liegen, zeigt unsere positive
erläutert Gottfried Härle, warum die Brauerei
Entwicklung in den letzten Jahren.
Minister Franz Untersteller und Esther
Straub von der Brauerei Härle bei der
Unterzeichnung der WIN-Charta
Clemens – hellblond,
goldig und sehr süß!
Das Leben hält immer wieder Überraschungen bereit. So zum Beispiel in Form
eines Briefes, den Familie Mann uns im Juni
geschickt hat. Hochschwanger war Frau
Mann mit ihrer Familie im Sommer 2013
im Urlaub am Illmensee. Die Geburt stand
kurz bevor. Wie das Kind aber heißen sollte,
darauf hatten sich die Eheleute noch nicht
geeinigt – bis zu dem Morgen, als sie bei
Sonnenaufgang zum Schwimmen gingen.
Was dann geschah, lassen wir Frau Mann am
besten selbst berichten. Hier ein Auszug aus
ihrem Brief:
„Das Wasser am See war ganz klar, da
sahen wir im knietiefen Wasser auf dem
Grund etwas liegen und hielten es für eine
Glasscherbe. Mein Mann tauchte und als
er wieder auftauchte, klebte er mir ein
Bieretikett auf den dicken Bauch.
‚Clemens-Bier‘ stand darauf! Und somit
war die Namensfindung für unseren Sohn
beendet. ‚Clemens‘ musste es werden.
Wieder zu Hause recherchierten wir im
Internet, wo das Bier herkommt, und waren
ganz sprachlos. [...] Meine Mutter ist in
Luise mit ihrem Bruder Clemens,
geboren am 26. August 2013
Leutkirch geboren und aufgewachsen.“
Wir danken Familie Mann ganz herzlich für
diesen schönen Brief und wünschen ihr
weiterhin viel Freude mit Clemens.
5
47
HÄRLE ZEIT – AUSGABE NOVEMBER 2014
EINER VON UNS
OTTO SCHEERER – EIN AUSSENDIENSTLER,
DER ZUHÖREN KANN
Sagenhafte 46 Jahre lang ist Otto Scheerer
darauf aufmerksam, dass die Brauerei einen
Fremder eingestellt werden – Großonkel
schon bei der Brauerei Härle beschäftigt –
Außendienstler sucht. Bis dato war der Kun-
Hugo Härle, der bisher für den Außendienst
nach Ansicht unserer Bundesregierung
denkontakt ausschließlich der Familie Härle
hauptsächlich zuständig war, schaffte es
reicht ein derart langes Berufsleben, um ab-
vorbehalten. Nun sollte zum ersten Mal ein
aufgrund seines hohen Alters einfach nicht
schlagsfrei in den Vorruhestand zu gehen.
mehr, die Wirte regelmäßig zu besuchen.
Darüber kann Otto Scheerer nur lachen.
Otto Scheerer leitete zu der Zeit eine Filiale
Schließlich hat er vor seiner Zeit bei der
des Schuhhauses Werdich in Ulm, wohnte
Brauerei Härle schon eine kaufmännische
aber in Gebrazhofen; ein Arbeitsplatz in
Ausbildung absolviert und es bis zum Filial-
Leutkirch bot also den Vorteil, dass sich die
leiter eines Schuhhauses gebracht. Er kann
tägliche Pendelei erübrigte. Die Bewerbung
also locker auf weit über 50 Berufsjahre zu-
war schnell eingereicht – doch eine Reak-
rückblicken, und somit lässt sich leicht aus-
tion blieb lange aus. Die Härles wollten mit
rechnen, dass er schon viele Jahre Anrecht
ihrer Entscheidung ganz sichergehen und
auf den ganz regulären Ruhestand hätte.
nicht auf den Falschen setzen. Also wurde
Doch warum in Rente gehen, wenn man
ein Graphologe mit der Begutachtung Otto
jeden Tag Freude an seiner Arbeit hat? Vor
Scheerers Handschrift beauftragt – damals
allem aber: wenn man weiterhin sehr er-
war das allerdings nicht ganz so ungewöhn-
folgreich ist. Und das ist Otto Scheerer.
lich, wie es heute klingt. Otto Scheerer be-
Doch beginnen wir am Anfang. Wie kam
schleunigen, und setzte seinem potenziel-
Scheerers frisch gebackene Ehefrau arbei-
len neuen Arbeitgeber eine Frist. Das hätte
tete damals dort im Büro. Sie machte ihn
schiefgehen können, ging es aber nicht.
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schloss schließlich, das Verfahren zu be-
er überhaupt zur Brauerei Härle? Otto
HÄRLE ZEIT – AUSGABE NOVEMBER 2014
Unser Bier auf
Weltreise
Zum Glück für beide Seiten, lässt sich heute
konstatieren.
Er wurde also eingestellt und gründlich
eingearbeitet. Man führte ihn bei den Wirten ein, und so entwickelte sich schnell ein
„Made in Germany“ ist weltweit ein
Vertrauensverhältnis zwischen den Familien
Gütesiegel für Qualität, „Handmade in
Härle und ihrem neuen Mitarbeiter – dem
Germany“ dessen Steigerung – sozusagen
ersten Außendienstler in der langen Ge-
das Siegel in Gold. Gefördert vom
schichte der Brauerei, der nicht Härle mit
Auswärtigen Amt wandert seit dem
Nachnamen heißt.
Herbst eine Ausstellung unter dem Titel
„Handmade in Germany“ mit Produkten
WAS MACHT EINEN GUTEN
und Objekten von hundert Luxusmarken,
AUSSENDIENSTLER AUS?
Designern und Manufakturen um die Welt
Vertrauen: Das ist für Otto Scheerer ein
– darunter eine Holzkiste mit unserem
wichtiges Stichwort auf die Frage, worauf
Fidelio.
es ankommt, will man im Außendienst er-
St. Petersburg, New York, Toronto,
folgreich sein. Er besucht seine Wirte im
Schnitt drei- bis viermal im Jahr. Viele der
Gaststätten, die er bei seinen täglichen
Touren ansteuert, schon seit mehr als 40
Baku, Schanghai, Hongkong, Taipeh, Tokio,
Morgens am Schreibtisch werden telefonisch Termine vereinbart. Nachmittags
besucht Otto Scheerer dann seine Wirte.
Jahren. Man kennt sich also oft bereits sehr
Kiew, Miami, Boston, Istanbul, Chicago,
Abu Dhabi, Maskat, Dubai und Rom sind
die Stationen, auf denen unser Bier
während seiner zwei Jahre dauernden
lange, sieht sich regelmäßig und hat sich im
„Die klassische, durchgängig geöffnete
Weltreise Halt macht. Produkte von Graf
Laufe der Zeit schätzen gelernt. Wichtig ist,
Dorfgaststätte gibt es kaum noch“, weiß
von Faber-Castell, Kaldewei, Mont Blanc,
dass Zusagen eingehalten werden. „Die
Otto Scheerer. „Heute haben viele Lokale
Nomos Glashütte, Nymphenburg,
Wirte müssen sich auf mein Wort verlassen
nachmittags geschlossen, und das wirkt sich
Rosenthal und vielen anderen renommier-
können“, betont Otto Scheerer. „Entspre-
ganz konkret auf meine Arbeitszeit aus. Sie
ten Herstellern sind seine illustre
chend muss ich mich darauf verlassen kön-
zieht sich immer öfter bis in den Abend.
Reisebegleitung.
nen, dass im Kontor der Brauerei umgesetzt
Wichtiger ist aber, dass sich auch die inhalt-
wird, was ich den Wirten draußen verspro-
liche Zusammenarbeit mit den Wirten geän-
deutsche Produkte und kulinarische
chen habe. Und, ganz wichtig, man muss als
dert hat. Früher wurde ein Brauereivertrag
Spezialitäten international sichtbarer zu
Außendienstler zuhören können.“ Wenn
geschlossen und die Gaststube mit Tischen
machen. Gerade in Zeiten der Massenpro-
sich das doch nur rumsprechen würde,
und Stühlen der Brauerei ausgestattet.
duktion soll gezeigt werden, dass Qualität,
wünscht man sich, wenn man sich an den
Heute ist die Gastronomie vielfältiger – vom
Handwerkskunst und guter Geschmack
einen oder anderen Besuch von Versiche-
Bistro über die Pizzeria oder den Chinesen
einen Namen haben. Wir freuen uns sehr,
rungsmaklern bei sich zu Hause erinnert!
bis zum gehobenen Speiselokal sind alle
dass wir eingeladen wurden, uns in einem
ganz unterschiedlich und sehr individuell
derart würdigen Kreis weltweit zu präsen-
Gaststätten – zu Beginn seiner Laufbahn
eingerichtet. Junge Gastronomen investie-
tieren. Mehr dazu unter
bei der Brauerei Härle waren es nur halb
ren oft viel. Wir unterstützen sie dabei
www.handmade-worldtour.com
so viele. Man sieht: Ihm geht es nicht nur
gerne mit Rat und Tat.“
Heute betreut Otto Scheerer rund 280
um den Kundenbestand. Auch die Akquise
Ein Arbeitstag, der morgens im Büro mit
hat für ihn große Bedeutung – sehr große
Schreibarbeiten und Telefonaten beginnt
sogar. Rund ein Drittel seiner Zeit bringt er
und abends mit dem letzten von mindes-
dafür auf, sich um Neukunden zu bemühen.
tens fünf Besuchen bei einem Wirt endet?
Mit Erfolg. Dabei ist es keine einfache
Das klingt ganz schön anstrengend. Lockt
Entscheidung für einen Wirt, die Brauerei
nicht doch das geruhsame Leben eines
zu wechseln, schließlich muss viel ausge-
Ruheständlers? Wie lange will Otto Scheerer
tauscht werden – von der Außenwerbung
noch weitermachen? „Solange ich erfolg-
über die Zapfanlage und die Kühleinrich-
reich bin. Und solange mir meine Arbeit
tung bis zu den Gläsern. Oft gelingt der
Freude macht“, antwortet er, ohne zu zö-
Einstieg zunächst mit einer ersten Bier-
gern! Wir wünschen ihm weiterhin viel Kraft
sorte.
und Gesundheit.
Wie hat sich die Gastronomie verändert?
Was ist heute anders als vor 40 Jahren?
Zweck der Schau ist es, hochwertige
Unser Fidelio – jetzt mit dem Duft der
weiten Welt
7
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Das gib wie
er –
nur hi Bier!
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WER WEISS ES?
WIE IMMER GIBT’S AUCH IN DIESER HÄRLE ZEIT UNSER
WAS WAR GESUCHT, WER HAT GEWONNEN?
HEIMATRÄTSEL. KNOBELN SIE MIT! UNTER ALLEN, DIE
Im letzten Heft haben wir nach dem höchsten Punkt
der Radrunde Allgäu gefragt. Der Rundweg ist 446,3
Kilometer lang, führt quer durch das gesamte Allgäu –
und hinauf auf 1.149 Meter. Detaillierte Infos über die
Radtour finden Sie unter www.fuessen.de/rad/
radrunde-allgaeu.html
UNS PER POST ODER E-MAIL – STICHWORT „HEIMATRÄTSEL“ – DIE RICHTIGE ANTWORT AUF DIE RÄTSELFRAGE MITTEILEN, VERLOSEN WIR FÜNF GUTSCHEINE
IM WERT VON JEWEILS 50 EURO FÜR EINEN BESUCH IN
EINEM HÄRLE-WIRTSHAUS.
MARTINSMÄRKTE ...
… gibt es um den 11. November herum seit Jahrhunderten im gesamten deutschen Sprachraum. Doch wie
kommt es, dass man ausgerechnet am Festtag des
heiligen Martin ein derartiges Volksfest veranstaltet?
Schreiben Sie es uns – ein treffendes Stichwort oder
ein kurzer Satz genügt uns völlig!
Schicken Sie die Antwort unter dem Stichwort
„HeimatRätsel“ per Postkarte oder E-Mail bitte an:
Brauerei Clemens Härle | Am Hopfengarten 5
88299 Leutkirch im Allgäu | raetsel@haerle.de
DE R 31 . MÄ RZ 20 15.
EIN SE ND ES CH LU SS IST
Impressum // Herausgeber: Brauerei Clemens Härle, Am Hopfengarten 5,
88299 Leutkirch im Allgäu, www.haerle.de. Konzeption, Text und
Gestaltung: freelance project GmbH, Silberburgstraße 112, 70176 Stuttgart,
www.freelance-project.de. Bilder: dpa, Härle-Archiv, Joachim Schwarz,
Markus Leser, © Africa Studio - Fotolia.com, © Tamara Kulikova - Fotolia.com
50
Einen Gutschein über 50 Euro für einen Besuch in
einem Härle-Wirtshaus gewonnen haben Edgar Kienzle
aus Baienfurt, Gabriele Peternek aus Tettnang, Dieter
Schwab aus Mittelbiberach, Manfred Vater aus Bodolz
und Peter Füssinger aus Bad Waldsee. Gratulation!
Herzlichen Dank auch den vielen anderen, die mitgemacht haben. Sind Sie wieder dabei? Neue Chance,
neues Glück!
Übrigens, neue Nachrichten aus unserer
Brauerei finden Sie auch in Facebook.
Deutscher
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2009
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