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INFORMATION
zur Pressekonferenz
mit
Landeshauptmann-Stellvertreter Reinhold Entholzer
und
DI Sabine Kaulich (KFV)
am Mittwoch, 22. Oktober 2014
zum Thema
Sichere Mobilität bis ins hohe Alter –
Neue Workshopreihe des Landes Oberösterreich in Kooperation mit dem
Kuratorium für Verkehrssicherheit
LH-Stv. Reinhold Entholzer
Seite 1
Mobilität im Alter: Damit die Sicherheit immer
mitfährt!
"Es ist eine erfreuliche Entwicklung, dass die Oberösterreicher/innen auch im höheren
Alter immer aktiver sind," betont Landeshauptmann-Stv. Reinhold Entholzer. Diese
Entwicklung schlägt sich auch im Mobilitätsverhalten nieder. Tatsächlich hat sich der
Anteil der PKW-Besitzer/innen in der Altersgruppe 65+ in den vergangenen zehn
Jahren fast verdoppelt. "2001 besaßen rund 30 % der Senior/innen einen eigenen
PKW. Heute sind es 58 %. Analog dazu ist auch der Führerscheinbesitz in dieser
Gruppe seit 2001 von rund 42 % auf 75 % angestiegen", erläutert LandeshauptmannStv. Reinhold Entholzer die Situation in Oberösterreich. Was können wir tun, um auch
im Alter eine selbstbestimmte Mobilität möglich zu machen? Während in anderen EULändern verpflichtende Überprüfungen der Fahrtauglichkeit ab 50 oder 60 Jahren
bereits gesetzlich verankert sind, setzt man in Österreich auf Freiwilligkeit: Nicht
zusätzliche Hürden für ältere Lenkerinnen und Lenker sollen geschaffen werden,
sondern mehr Angebote auf dem Weg zu mehr Verkehrssicherheit. Aus diesem Grund
hat
das
Land
Verkehrssicherheit
Oberösterreich
(KFV)
das
in
Kooperation
Pilotprojekt
der
mit
dem
Kuratorium
"bewusst.sicher.werkstatt
für
–
Verkehrskompetenz für Senior/innen" ins Leben gerufen. In der Testphase können die
ersten zehn Gemeinden, die beim Projekt mitmachen, das Workshopangebot
kostenlos in Anspruch nehmen.
"Wir wissen aus unseren Unfallanalysen, dass ältere Verkehrsteilnehmer/innen einem
erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt sind. Körperliche Einschränkungen, die mit dem Alter
einhergehen, aber auch die oftmals fehlende Fahrpraxis können jedoch durch verstärkte
Schulungsangebote ausgeglichen werden. Schon jetzt bietet das Land Oberösterreich in
Zusammenarbeit mit der Verkehrspolizei Workshops für Vereine und Gemeinde an, die sich
speziell an ältere Verkehrsteilnehmer/innen richten. Gemeinsam mit dem KFV können wir
nun eine zweite Workshopreihe anbieten, um in Zukunft noch mehr Senior/innen erreichen
zu können", so Landeshauptmann-Stv. Reinhold Entholzer.
Schon bisher bietet das Land Oberösterreich in Kooperation mit der Verkehrspolizei des
Landes Oberösterreich spezielle Schulungen für die Altersgruppe 60+ an. "Die Schulungen
unter dem Titel 'Sicher und Fit' decken eine breite Palette an Verkehrsmittel, vom zu Fuß
gehen
über den
Rad- und
E-Bikeverkehr bis hin zum PKW ab und
Presseinformation, am 22. Oktober 2014
stehen
LH-Stv. Reinhold Entholzer
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Senior/innengruppen kostenlos zur Verfügung. Jedes Jahr erreichen wir auf diesem Weg
rund 3.000 Senior/innen in Oberösterreich", so Landeshauptmann-Stv. Reinhold Entholzer
zum bereits vorhandenen Angebot.
Die Detailanalyse des Unfallgeschehens aus den vergangenen Jahren belegt das erhöhte
Unfallrisiko älterer Verkehrsteilnehmer/innen eindeutig. Im Jahr 2013 kamen 36 Personen
aus der Altersgruppe 64+ zu Tode - das sind mehr als ein Drittel aller im Jahr 2013 tödlich
verunglückten Personen (Gesamt 2013: 99 Personen). Die Analyse nach Fahrzeugarten
zeigt, dass ein großer Teil der tödlich verunfallten Senior/innen das Unfallfahrzeug selbst
gelenkt hat.
Abbildung 1: Entwicklung der tödlichen Verkehrsunfälle in Oberösterreich nach Altersgruppen; Daten: Land OÖ
1. Die "bewusst.sicher.werkstatt"
Die Statistik zeigt ganz klar: Erfreulicherweise werden wir immer älter und damit steigt auch
der Anteil älterer Verkehrsteilnehmer/innen. Aber nur weil wir älter werden, werden wir nicht
schlechter – wir werden anders. Das Plus an Erfahrung kann das Minus an körperlichen
Fähigkeiten ausgleichen. Wichtig ist, sich dabei ehrlich und richtig einzuschätzen. Mit der
„bewusst.sicher.werkstatt – Verkehrskompetenz für Senioren“ gibt es einen altersgerechten
Workshop, in dem sich ältere Autofahrer/innen mit den Veränderungen im Alter auseinander
setzen und Lösungen und Strategien für eine möglichst lange, selbstbestimmte Mobilität
erarbeiten. Sie lernen, wie sie ihre Stärken fördern und Schwächen ausbalancieren können –
natürlich ohne Prüfung.
Presseinformation, am 22. Oktober 2014
LH-Stv. Reinhold Entholzer
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1.2 Die Inhalte des Workshopangebotes im Detail
„Ich freue mich ganz besonders, dass wir durch die Förderung des Landes OÖ viele dieser
Workshops in Oberösterreich anbieten können“, erklärt DI Sabine Kaulich vom KFV. „Wir
haben damit schon sehr gute Erfahrungen gemacht und wissen, dass die aktive
Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken aber auch Schwächen die Sicherheit und
Handlungskompetenz im Straßenverkehr nachhaltig fördert“. In Gruppen von 6 – 12
Teilnehmer/innen werden in ca. 3 Stunden selbstreflektierende sowie praxisnahe Themen
rund um „Autofahren im Alter“ bearbeitet. „Die Möglichkeit der aktiven Mitarbeit und des
Erfahrungsaustausches unter Gleichgesinnten ergänzen das lehrreiche und unterhaltsame
Programm - samt Tipps und Tricks zum sicheren Autofahren“, so Kaulich.
Durch abwechslungsreiche Gestaltung (Gespräche in Kleingruppen, Einzelarbeit, interaktive
Videoanalyse) werden die Teilnehmer/innen motiviert, sich aktiv einzubringen. Der Aufbau
der Workshop gliedert sich in fünf Teile:
Veränderungen wahrnehmen
Die persönlichen Veränderungen im Zeitverlauf werden bewusst gemacht und reflektiert.
Risikokompetenz fördern
Spezielle
Übungen
zur
Förderung
der
Wahrnehmungs-,
Beurteilungs-
und
Entscheidungskompetenz werden durchgeführt.
Kompensationsstrategie erlernen
Bisherige Kompensationsstrategien werden gefestigt und neue aufgezeigt.
Gefahren einschätzen
Mit speziell dafür entwickelten Videoausschnitten werden klassische Gefahrenquellen
analysiert.
Ressourcen nutzen
Allgemeine
Empfehlungen
werden
gemacht
und
Teilnehmer/innen
werden
zur
Selbstreflexion motiviert.
Die ersten zehn Gemeinden bekommen die Möglichkeit, die „bewusst.sicher.werkstatt –
Verkehrskompetenz für SeniorInnen“ kostenlos in Ihrer Gemeinde anzubieten. Interessierte
Presseinformation, am 22. Oktober 2014
LH-Stv. Reinhold Entholzer
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Gemeinden können sich direkt beim KFV telefonisch unter 05 77077-1950 oder per E-Mail
senioren@kfv.at melden, um die Veranstaltung in ihrer Gemeinde zu organisieren.
Presseinformation, am 22. Oktober 2014
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Bildung
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