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Das besonder
anderer
lgruppe: Einw
Attraktive Zie
der Medienbranche
Ausgabe 108 / Februar 2015
Essay zum Internet-Journalismus. „Eines der größten Missverständnisse über den Onlinejournalismus ist, dass er flüchtig sei. Doch
kaum etwas ist nachhaltiger als ein Bericht im Netz, wo er – falls gewollt – für immer auffindbar ist.“ Mit der häufig unterstellten Schnelllebigkeit des Internets, dem angeblichen Niedergang der Recherche
und dem gern monierten Zwang zur Boulevardisierung im Digitalen
setzen sich ABZV-Dozentin ► Nea Matzen, Autorin des ► UVKBuchs zum Onlinejournalismus, und Arte-Journalist Olaf Rosenberg
in einem lesenswerten Essay über zwei Jahrzehnte Onlinemedien
auseinander.
Kritisch beurteilen sie die sozialen Medien, die „keineswegs im erhofften Maße zur Meinungspluralität bei kontrovers diskutierten Themen
beitragen“. Denn die „Trolle und der Trash, die mit viel Personal- und
Zeitaufwand moderiert werden müssen“ seien „die größte Enttäuschung in 20 Jahren Onlinejournalismus“.
Das Fazit ihrer Bestandsaufnahme: „Der Onlinejournalismus hat den
Journalismus fundamental verändert, in den Grundfesten jedoch –
mögen es zum Teil auch Ideale sein – bleiben die handwerklichen
und ethischen Regeln dieselben, egal auf welcher Plattform oder
über welche Medien die journalistischen Inhalte publiziert werden“.
Der ► evangelische Pressedienst epd medien veröffentlichte das Essay als Text, der ► Deutschlandfunk eine Radioversion.
SEO für Zeitungsredakteure. Ein heikles Thema der digitalen Transformation ist die Suchmaschinenoptimierung (SEO) mittels Keywords,
Links und Metadaten zu Bildern. ABZV-Dozent ► Bernhard Lill erlebt
in seinen Seminaren bei Lokalzeitungen häufig, dass Kollegen sich
um diese Notwendigkeit des Internet-Schreibens sorgen. Lill erklärt in
► einem Blog-Beitrag speziell für Redakteure fünf Maßnahmen, mit
denen die Sichtbarkeit von Texten im Internet steigt.
Zeitungen und Start-ups. Traditionsreiche Medienhäuser können
von Start-ups profitieren. Das ist ein Fazit des Reports „Inspiration,
Kooperation, neues Geschäft — Zeitungsverlage und Start-ups“, den
der ► Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e. V. (BDZV) und
die ► ZV Akademie veröffentlicht haben. Autoren des Reports sind –
► Meinolf Ellers, der als Geschäftsführer von ► dpa-infocom eine Art
► Trainingscamp für Medien-Startups betreibt, die Juristin ► Katja
Nettesheim, die Kommunikationsberaterin ► Barbara Geier und
► Marc Del Din, Geschäftsführer der ► Holding für Beteiligungen
der ► Nordwest-Zeitung. Der Report ► als PDF kostet 98 Euro.
Rat für Freie. ► Wolfgang Kiesel berät ABZV-Volontäre zu den
Chancen der Selbstständigkeit. Nun ist der zweite Teil seiner eBookReihe ► „START FREI“ erschienen. Für 4,61 Euro gibt er Tipps für
Fortgeschrittene, etwa zur korrekten Abrechnung einzelner Aufträge
und zur Sozialversicherung.
► weiter oder ► Inhalt
SEITE 1
ABZV
Nur einen Klick entfernt
Tipps und Themen
► Storytelling: Der Pädophile
► Videoreporter: Crossmedia-Volontärin
► Tipp: Leser testen Kochbücher
► Fälle vor dem Presserat
Marotte des Monats
► Kein einziges Wort zu viel
Werkzeugkasten
► Schreibblockaden überwinden
ABZV Comic
► Neulich in der Redaktion
Überleben im Büro
► Die Kraft der Wiedervorlage
Kampf dem Chaos
► Beruhigen Sie sich nicht!
Richtig rechtschreiben
► Anrede- und Possessivpronomen
Regularien
► Abo-Service + Archiv
► Seminartipps
► Service-Seiten, Video und Netzwerke
► Impressum
Impressum
ABZV – Akademie Berufliche Bildung
der deutschen Zeitungsverlage e. V.
- Bildungswerk der Zeitungen Beate Füth, V. i. S. d. P. ,
Geschäftsführung und fachliche Leitung
Hilde Schwarz und Monika Weyer,
Assistentinnen der Geschäftsführung
Tim Farin, Text
Andy Artmann, Gestaltung
Johannes-Albers-Allee 3
D-53639 Königswinter
T 022 23 – 90 62 500
F 022 23 – 90 62 501
newsletter@abzv.de
► www.abzv.de
Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger
inhaltlicher Kontrolle übernehmen
wir keine Haftung für die Inhalte
externer Links. Für den Inhalt der
verlinkten Seiten sind ausschließlich
deren Betreiber verantwortlich.
ABZV aktuell
Ausgabe 108 / Februar 2015
Thementipp: Leser testen Kochbücher. Bereits seit einigen Jahren veröffentlicht der Münchner Merkur freitags
eine Kochseite. „In regelmäßigen Abständen verändern wir das Konzept, damit das Thema spannend bleibt“, sagt
Gastro-Redakteurin Stephanie Ebner. Wichtig sei, dass immer ein Mensch im Mittelpunkt stehe. So entstand die
Idee, Leser Kochbücher testen zu lassen und sie in ihrer Küche zu porträtieren. Die Redaktion veröffentlichte dazu
einen Aufruf, in dem Leser aufgefordert wurden, sich als Tester zu bewerben.
Im Vorgespräch wird ein passendes Kochbuch ausgesucht. „Es sollte einen Bezug zum Leser haben, damit sich
zum eigentlichen Ereignis auch ein Leserporträt erstellen lässt“, sagt Ebner. Eine Vegetarierin testet beispielsweise
ein Gemüsebuch, eine Mutter ein Backbuch für Kinder. „Bei der Auswahl der Kochthemen ist uns Abwechslung
sehr wichtig: Sterneküche soll genauso berücksichtigt werden wie einfache Küche“, betont Ebner.
Die Themen passen jeweils zur Jahreszeit, an Weihnachten oder Ostern kochen Prominente. Für Vorrecherche
und Koch-Event plant die Redakteurin einen ganzen Tag ein, in der Regel ist sie drei bis vier Stunden beim Leser.
Mehr dazu unter ► www.drehscheibe.org
Fälle vor dem Presserat: Was darf Satire? Unter der Überschrift „Kirche heute“ zeigt das Satiremagazin „Titanic“
im Jahr 2010 auf seiner Titelseite das Bild eines katholischen Geistlichen, der vor einem Kruzifix kniet – in Schritthöhe von Jesus Christus. Die Hände des Geistlichen sind ebenfalls auf Schritthöhe des am Kreuz hängenden
Jesus zu sehen, dessen lächelndes Gesicht dunkelrot angelaufen ist.
Beim Deutschen Presserat gehen 198 Beschwerden über diese Darstellung ein. Vor allem werden darin die Verhöhnung des christlichen Glaubens, katholischer Würdenträger und Jesus Christus sowie vielfach die Verletzung
der eigenen religiösen Gefühle kritisiert. Einige Beschwerdeführer sehen den Rahmen der Satire bei weitem überschritten. Andere sind der Auffassung, Jesus Christus werde durch die Darstellung entehrt. Insgesamt überwiegt
der Vorwurf der Schmähung einer Religion im Sinne von ► Ziffer 10 des Pressekodex.
Wie würden Sie entscheiden? Lesen Sie ► hier, wie der Presserat reagiert hat.
► Inhalt
Marotte des Monats
Diesmal: Kein einziges Wort zu viel
Ein guter Autor schreibt kein einziges Wort zu viel. Diese Losung sollten wir nie vergessen: Verzichte auf unnötige
Worte!
Doch bin ich oben selbst in die Falle getappt, nicht wahr?
Ein Autor der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schrieb folgenden Satz: „Während Eltern etwa in Sachsenhausen
ihre Kinder auf eines von drei Gymnasien schicken können, finden sie im gesamten Westen der Stadt keine einzige
Schule, die von der fünften Klasse bis zum Abitur führt.“ Ähnlich negativ sieht es beim Thema Carsharing aus, über
das ein Kollege der Wirtschaftswoche schrieb: „Noch gibt es keine einzige Studie, die den ökologischen und volkswirtschaftlichen Nutzen belegt.“
Sehen Sie noch immer kein einziges Wort, auf das sich verzichten ließe?
Dass wir „keine einzige“ Chance, „keinen einzigen“ Euro, „keinen einzigen“ Freund mehr haben, das sagen wir in
der mündlichen Rede gern daher, um die negative Aussage zu betonen. Man gewinnt aber den Eindruck, diese
fragwürdige Dopplung ist auch aus der Schriftsprache kaum mehr zu tilgen.
Es gibt sie sogar in gesteigerter Form: „Die Stadt Hilden macht überhaupt keine PPP-Projekte, sondern bediente
sich in der Vergangenheit ihrer eigenen Gesellschaften“, so schreibt es die Rheinische Post. Noch dramatischer
steigert das Nichts der Branchendienst meedia zum Thema Fernsehquoten: „Überhaupt keine Chance hatte hingegen die Bestseller-Verfilmung “Die Vermessung der Welt” im Ersten.“
An Karneval singen wir in Köln eine beliebte Liedzeile: „Dreimal null ist null bleibt null.“ Keine ist keine, nicht „eine
einzige“ mehr und schon gar nicht weniger. Keine ist nicht steigerbar. Ein guter Autor schreibt kein Wort zu viel.
Liebe Leserinnen und Leser, stoßen auch Sie immer wieder auf die gleichen sprachlichen Marotten? Welche nervt
oder erheitert Sie besonders? Schicken Sie uns Beispiele! ►newsletter@abzv.de
► Inhalt
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Ausgabe 108 / Februar 2015
Werkzeugkasten
Schreibblockaden überwinden
Manchmal geht nichts. Der weiße Bildschirm löst Panik aus, und wir sehen vor lauter Druck
schwarz. Die Zeit läuft, aber noch steht kein Buchstabe. Was lässt sich tun, um eine Schreibblockade zu überwinden?
Schreiben Sie, wie Sie erzählen: unkompliziert!
Verwerfen Sie den Plan, einen preiswürdigen Einstieg zu formulieren. Stellen Sie sich lieber vor, Sie würden die
Geschichte einer Freundin beim Kaffee erzählen. Schreiben Sie es genauso auf. Sie können den Text später noch
ändern. Wenn Sie simpel schreiben, kommen Sie eher in Gang.
Schreiben Sie, was Ihnen am leichtesten fällt!
Beginnen Sie eine Geschichte nicht zwanghaft mit dem ersten Absatz. Oft haben wir nach der Recherche ganz andere Stellen klar vor Augen. Schreiben Sie sich an diesen Stellen warm und überlegen Sie später, wie ein reizvoller
Einstieg dazukommen könnte. Auf diese Weise kommen Sie eher voran als im Grübeln zu verharren.
Hacken Sie drauflos!
Eliminieren Sie Zweifel, die Sie beim Schreiben bremsen. Denken Sie an Brainstormings, in denen Kritik tabu ist.
Zweifeln Sie nicht. Schreiben Sie los so schnell Sie können und was Ihnen gerade einfällt. Setzen Sie sich ein Ziel,
etwa: 100 Zeilen in zehn Minuten. Das ist Material, mit dem Sie später arbeiten können.
Weg vom Bildschirm!
Haben Sie die Zeit für einen Spaziergang oder einen Kaffee, so stehen Sie auf und gehen Sie raus. Doch auch am
Schreibtisch können Sie den Tatort wechseln. Nehmen Sie statt der Tastatur einen Stift und ein leeres Blatt zur
Hand, skizzieren Sie, malen Sie, kritzeln Sie! Ein Wechsel des Mediums lockert auf.
Es hat doch immer geklappt!
Sofern Sie schon mindestens eine Geschichte erfolgreich publiziert haben, lassen Sie sich von einem Grundsatz
aus Köln leiten: „Et hät noch immer jot jejange!“ Bisher ging’s doch auch! Sie haben journalistische Erfahrung, Sie
wissen, wie’s geht, wie man schreibt. Spenden Sie sich damit Mut!
Seminartipp: Schreiben unter Druck – Wie man schnell einen guten Text produziert, am 22. und 23. April 2015,
in Königswinter ► Infos
Weitere Tipps aus dem Werkzeugkasten finden Sie in den bisher erschienenen Newslettern im ► Archiv
ABZV Comic
►Inhalt
NEULICH IN DER REDAKTION
►Inhalt
© Zeichnung: Philipp Schäfer / Plot: Beate Füth
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Ausgabe 108 / Februar 2015
das besondere Seminar
» Mit jeder Sprache, die du erlernst, befreist du einen bis daher in dir gebundenen Geist «
Friedrich Rückert, Dichter
(Schweinfurt – Neuses, 1788 – 1866)
Attraktive Zielgruppe: Einwanderer
Einwanderer der zweiten und dritten Generation arbeiten vielfach in qualifizierten Berufen, studieren, gründen
Unternehmen, engagieren sich in der Lokalpolitik und in Ehrenämtern. Kurz: Sie sind die idealen Zeitungsleser.
Aber in den Blättern selbst sind sie eher unterrepräsentiert, sowohl als Macher wie als Nutzer.
In diesem Seminar lernen Sie, auf welche Hürden Menschen mit Migrationshintergrund bei der Zeitungslektüre
treffen können, welche Erfahrungen sie mit Redaktionen machen – und was Lokalredaktionen tun können, um
(mehr) Migranten als Leser zu gewinnen. Sie entwickeln Ideen und Konzepte, um Zuwanderer an die Zeitung zu
binden.
Termin und Ort: 16. und 17. April 2015 in Königswinter
mehr Informationen und Online-Anmeldung auf der ► Seminarseite im Web
T 022 23 – 90 62 500 oder info@abzv.de
► Inhalt
Seminare für Schnellbucher: nur noch wenige Plätze frei!
24. Februar 2015, Berlin: Konferenz „Junge Zielgruppen“ – What’s hot? What’s new?
03. März 2015, Bonn: IQ-Ausbildungskonferenz: Die Besten gewinnen: Markt und Möglichkeiten
21. und 22. April 2015, Königswinter: Die Kunst der Einstiege – Titel, Teaser, erste Absätze
22. und 23. April 2015, Königswinter: Schreiben unter Druck – Wie man schnell einen guten Text produziert
23. und 24. April 2015, Hannover: Gestaltung aus der zweiten Reihe – Der Stellvertreter
27. und 28. April 2015, Königswinter: Mobile Videoproduktion mit dem iPhone
29. und 30. April 2015, Königswinter: Crossmediales Denken und Arbeiten für Einsteiger
04. Mai 2015, Stuttgart: Gehirngerechtes Schreiben. Was Journalisten von der Hirnforschung lernen
► Infos
► Infos
► Infos
► Infos
► Infos
► Infos
► Infos
► Infos
T 022 23 – 90 62 500 und info@abzv.de (Seminare in Königswinter und Hannover)
T 0711 – 18 56 71 82 und haupt@vszv.de (Seminare in Stuttgart und Blaubeuren)
► Inhalt
Seminartipps für die nächsten Monate
Symposium Investigativer Journalismus: 06. Mai 2015, Stuttgart
Storytelling: Schreiben für Herz und Hirn: 07. und 08. Mai 2015, Königswinter
Moderationstraining für Printjournalisten: 12. und 13. Mai 2015, Königswinter
Interviewstrategien für den journalistischen Alltag: 01. und 02. Juni 2015, Königswinter
Social Media für Journalisten: 15. und 16. Juni 2015, Königswinter
Von Mikro- bis Makroblogs: 18. und 19. Juni 2015, Königswinter
Datenjournalismus: 22. und 23. Juni 2015, Königswinter
Modulreihe: Redaktionen leiten – praxisnahes Coaching für Newcomer und alte Hasen, Hannover
M1: 23. und 24. Juni 2015; M2: 15. und 16. September 2015; M3: 17. und 18. November 2015
T 022 23 – 90 62 500 und info@abzv.de (Seminare in Königswinter und Hannover)
T 0711 – 18 56 71 82 und haupt@vszv.de (Seminare in Stuttgart und Blaubeuren)
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► Inhalt
Abo-Service + Archiv
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Alle bisher in ABZV aktuell erschienenen Beiträge finden Sie im ► Online-Archiv.
Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie an newsletter@abzv.de
Wenn Sie ABZV aktuell nicht mehr beziehen möchten, können Sie ihn ► hier abbestellen. Sollte die Mail, unter der
Sie den Newsletter bekommen haben, dort nicht zu finden sein, prüfen Sie bitte, ob Sie eine ältere Mailadresse auf
ihre aktuell genutzte Mail umgeleitet haben.
► Inhalt
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Ausgabe 108 / Februar 2015
Überleben im Büro
Die Kraft der Wiedervorlage
Journalisten brauchen neue Themen; gute Journalisten haben aber auch alte Geschichten, an
denen sie dranbleiben. Möchten Sie dank Ihres langen Atems punkten? Mit einfachen Routinen
schaffen Sie ein System.
Stellen Sie sich vor: Sie haben ein Thema bearbeitet, Schlagzeilen gemacht, mit Lesern diskutiert. Sie hatten tagelang eine heiße Geschichte. Dem guten Vorsatz zum Trotz haben Sie die Sache aus dem Blick verloren. Plötzlich
bringt ein anderes Medium ein akribisch recherchiertes Update mit neuen Wendungen der Story. Und Sie sehen
neidisch zu. Kennen Sie das? Wie lässt sich das verhindern?
Führen Sie Listen!
Verabschieden Sie sich vom Vertrauen auf die Merkkraft Ihres Gehirns. Legen Sie lieber Listen an für Aktionen und
Themen, die Sie planen. Es ist egal, ob das eine Liste auf Papier ist oder ein seitenlanges Word-Dokument. Immer
mehr Menschen nutzen auch plattformunabhängige Computerprogramme wie etwa ► Wunderlist. Idealerweise
ordnen Sie Ihre Listen inhaltlich, etwa: „Haushalt, Finanzen, Einkäufe, Korrespondenz“. Gliedern Sie auch Ihre
Listen zu journalistischen Themen, bei denen Sie dranbleiben möchten, etwa: „Doping-Thema; Steuerflucht; Vorstandsärger Gesangsverein“. Tragen Sie Ansprechpartner, Links oder Ideen für den neuen Dreh ein.
Nutzen Sie Bookmarks!
Auch im Internet sollten Sie auf Bewährtes setzen: Speichern Sie Lesezeichen (Bookmarks) für jene Seiten, die
Sie immer wieder besuchen möchten oder die Ihnen spontan erinnernswert erscheinen. Wenn Sie mal zwanglos im
Netz recherchieren, finden Sie diese Bookmarks immer wieder und damit automatisch aktuelle Informationen zu
Themen, mit denen Sie sich in der Vergangenheit beschäftigt haben.
Machen Sie frühzeitig Termine!
Nutzen Sie Ihren Terminkalender für Erinnerungen an Themen, beispielsweise: Freitag, 21. Februar, 18–20 Uhr:
„Recherche Gesangsverein-Vorstand nachhaken“. Haben Sie Themen, die Sie auch für die Zukunft als spannend
erachten, so legen Sie sich direkt einen Termin an. Achtung: Formulieren Sie den Termin so, dass Sie den Zweck in
zwei Monaten noch verstehen. Zwingen Sie sich, an Themen dranzubleiben, indem Sie frühzeitig Termine mit Informanten vereinbaren.
Führen Sie Themenordner!
Heften Sie eigene Texte oder Beiträge anderer Medien ab. So entsteht blätterbare Inspiration mit allen Vorgängen,
die später relevant bleiben könnten. Was ist eigentlich aus dem Gesangsverein geworden? Wenn bei Ihnen Flaute
herrscht oder Sie sich hartnäckig zeigen wollen, helfen solche Ordner.
Nutzen Sie Ihr Action-Postfach!
Nutzen Sie einen „Action“-Ordner in Ihrem E-Mail-Programm: Hier schieben Sie alle noch zu bearbeitenden Mails
hin. Wenn Sie diesen Ordner öffnen, finden Sie alle Mails, an denen noch etwas offen bleibt. Stellen Sie sicher,
dass dieser Ordner nicht vermüllt. Haken Sie die alten Mails ab! Wenn Sie beim Datum weit nach unten stöbern,
werden Sie manchen Gesprächspartner mit Ihrem vermeintlich unfehlbaren Gedächtnis beeindrucken.
► Inhalt
Kampf dem Chaos
Beruhigen Sie sich nicht!
Ein einfacher Trick hilft, wenn Sie bei Vorträgen und Präsentationen nervös sind. Freuen Sie sich
über ihre Erregung und nutzen Sie diese Energie für einen spannungsvollen Auftritt.
Immer wieder gibt es Situationen, in denen wir vor Lampenfieber fast die Nerven verlieren. „Beruhige dich“, lautet
ein klassischer Ratschlag. Doch klüger, meinen Psychologen, wäre etwas anderes: Wir sollten unseren aufgewühlten körperlichen Zustand akzeptieren, ihn aber umdeuten („Re-Framing“).
Wer sich beruhigen möchte, konzentriert die Aufmerksamkeit auf Nervosität und Ängste. Wer hingegen die Aufregung als Zutat für einen lebhaften Auftritt deutet, kann mit diesem Gefühl sein Publikum gewinnen. Unterdrücken
Sie nicht mehr Ihre Bühnenangst, sondern versuchen Sie, das Kribbeln als positives Zeichen zu deuten. Da steckt
Energie in Ihnen, mit der Sie Ihre Mitmenschen anstecken können. Probieren Sie es mal aus!
► Inhalt
SEITE 5
ABZV aktuell
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richtig rechtschreiben
Groß- und Kleinschreibung der Anrede- und Possessivpronomen
Eine Frage, die in Seminaren häufig gestellt wird, gilt der Groß- und Kleinschreibung der Anredepronomen du und
ihr sowie ihrer zugehörigen Possessivpronomen dein und euer in der vertrauten Anrede (a) sowie des Anredepronomens Sie und des zugehörigen Possessivpronomens Ihr in der höflichen Anrede (b), wenn sie außerhalb von
Briefen vorkommen.
(a) Ein Bundestagsabgeordneter sagt zu seinem Fraktionskollegen, den er duzt: „Ich begrüße es, dass du dich um
dieses Amt bewirbst, und unterstütze deine Kandidatur. Ich gebe dir meine Stimme.“
Wird dieses Zitat in einer Tageszeitung wiedergegeben, müssen alle Pronomen kleingeschrieben werden.
(b) Ein Bundestagsabgeordneter sagt zu seinem Fraktionskollegen, den er siezt: „Ich begrüße es, dass Sie sich um
dieses Amt bewerben, und unterstütze Ihre Kandidatur. Ich gebe Ihnen meine Stimme.“
Wird dieses Zitat in einer Tageszeitung wiedergegeben, gilt für die Pronomen die Großschreibung.
Es scheint der Aufmerksamkeit vieler Schreibender entgangen zu sein, dass in der vertrauten Anrede die Anredepronomen du und ihr sowie ihre Possessivpronomen dein und euer (samt ihrer Flexionsformen und Ableitungen)
kleingeschrieben werden müssen, und zwar auch in Fragebogen, schriftlichen Aufgaben und dergleichen.
In der höflichen Anrede werden das Anredepronomen Sie und das zugehörige Possessivpronomen Ihr (samt ihrer
Flexionsformen und Ableitungen) großgeschrieben.
Lisa Walgenbach, Sprachwissenschaftlerin und Dozentin, Worms
► Inhalt
Besuchen Sie unseren Onlinedienst ► Rechtschreibung: Zweifelsfälle, Variantenschreibung und Regeln
Und so hat der Presserat entschieden
Der Deutsche Presserat weist die Beschwerden als unbegründet zurück. Das Satire-Magazin habe mit dem Bild
die damalige Missbrauchsdebatte in der katholischen Kirche aufgegriffen. Die Karikatur sei die zugespitzte Darstellung eines gesellschaftlichen Missstandes in der Institution Kirche und nicht die Schmähung einer Religion. Nicht
der christliche Glaube werde verhöhnt, sondern das Verhalten einiger christlicher Würdenträger kritisiert.
Es sei die Aufgabe von Satire, Diskussionen in einer Gesellschaft aufzugreifen – gegebenenfalls auch zugespitzt
und Grenzen überschreitend. Die damals aktuelle Debatte über den sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen
in der Kirche werde mit der Darstellung visualisiert. Sie provoziere, und genau deshalb rüttele sie auf und veranlasse Leser, über die Missstände in der Kirche nachzudenken.
► zurück zur Fallbeschreibung auf Seite 2
► Inhalt
ABZV Onlinedienste
► Datawrapper: Visualisierungssoftware für Datenjournalisten
► Gesprächsführung: Tipps für Interviews und Redaktionskommunikation
► Kiosk: Wissen zum Mitnehmen und für die kleine Weiterbildung zwischendurch
► Rechtschreibung: Zweifelsfälle, Variantenschreibung und Regeln
► Storytelling: Online-Training rund um die Textdramaturgie
► Universalcode: Crossmediales Handwerk und Medienzukunft
► Videoreporter: Bewegte Bilder vom journalistischen Alltag im Wandel
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