close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Erfahrungen im Bereich Flur- und Wildsch[...]

EinbettenHerunterladen
SPORT 17
SOLOTHURNER ZEITUNG
SAMSTAG, 18. OKTOBER 2014
Ein Smiley für den Vater
Volleyball In der heute beginnenden NLA- Saison gehört Passeur Leon Dervisaj erstmals fest
zum Kader der ersten Mannschaft
des TV Schönenwerd. Trainer des
Teams ist sein Vater Bujar – eine
nicht alltägliche Konstellation.
Sportagenda
SAMSTAG
EISHOCKEY
18.15 1. Liga. Zuchwil Regio - UnterseenInterlaken. Zuchwil, Sportzenturm Zuchwil.
VON FABIO BARANZINI
Auf der Facebook-Seite des TV Schönenwerd werden vor Saisonbeginn alle
NLA-Spieler mit Bild und Steckbrief
vorgestellt. Dabei müssen sie den Satz
«Ich bin stolz, bei Schöni zu spielen,
weil ...» vervollständigen. Der 18-jährige Leon Dervisaj beendete den Satz mit
«... weil es keinen besseren Coach
gibt.» Dahinter setzte er ein zwinkerndes Smiley. Dies deshalb, weil der angesprochene Trainer sein Vater Bujar
ist. Aber wie viel Augenzwinkern und
wie viel Wahrheit stecken denn nun
hinter dieser Aussage, und gibt es keine
Probleme, wenn der Vater gleichzeitig
auch Trainer ist?
«Ich habe die Antwort aus Spass
geschrieben, aber es ist schon etwas
STREETHOCKEY
14.00 NLA. Bettlach 1 - Grenchen-Limpachtal 1. Bettlach, Schulhaus Ischlag.
UNIHOCKEY
19.00 NLA. Gruppe 1. Wiler-Ersingen Chur. Kirchberg, Sportanlage Grossmatt.
VOLLEYBALL
17.00 NLA. Amriswil - Schönenwerd. Amriswil, Sporthalle Tellenfeld.
SONNTAG
BASKETBALL
15.00 1. Liga. Gruppe Ost. Biel-Solothurn Basket Massagno. Biel, Sporthalle Esplanade. – 18.00 NLB. Frauen. Biel-Solothurn Alte Kanti Aarau. Biel, Sporthalle Esplanade.
«Für mich ist mein Vater der
beste Trainer, da er es wie
kein Zweiter versteht, Emotionen ins Team zu bringen.»
Leon Dervisaj
Wahres dran. Für mich ist mein Vater
der beste Trainer, da er es wie kein
Zweiter versteht, Emotionen ins Team
zu bringen und enorm viel Erfahrung
hat», sagt Leon Dervisaj, der zurzeit die
3. Sportklasse an der Alten Kantonsschule in Aarau besucht. Und der
Gelobte gibt die Komplimente gleich
zurück. «Leon ist sehr fokussiert und
konzentriert. Nicht nur auf dem Platz,
sondern auch in der Schule.» Also sind
die Doppelrollen Vater/Trainer und
Sohn/Spieler keine Belastung für die
Beziehung, obwohl sie nicht weniger
als acht Mal pro Woche gemeinsam
trainieren und am Wochenende noch
die Matches anstehen?
Teilweise zu streng
«Nein, nein. Ganz problemlos ist es
schon nicht», so Leon Dervisaj. «Die
gemeinsamen Autofahrten vom Training nach Hause nutze ich zum Verarbeiten. Ich spreche dann jeweils gewisse Dinge aus dem Training an. In 95
Prozent der Fälle ist das Thema danach
SPORTSERVICE
FUSSBALL
1. Liga. Gruppe 2. Heute: Solothurn - Grenchen, Cham
- Black Stars (beide 16.00), Sursee, Concordia (16.30),
Kriens - Schötz (17.30), Bern - Luzern II (18.00). – Morgen: YB II - Wangen, Münsingen - Zug (beide 14.30). –
Rangliste: 1. Kriens 9/21 (38:7). 2. Zug 9/21 (29:12). 3.
YB II 9/19 (18:11). 4. Solothurn 9/18 (23:7). 5. Wangen
9/18 (20:11). 6. Luzern II 9/16 (27:12). 7. Cham 9/16
(19:18). 8. Black Stars 9/14 (21:18). 9. Münsingen 9/13
(21:19). 10. Schötz 9/10 (14:15). 11. Grenchen 9/5
(4:49). 12. Sursee 9/4 (8:23). 13. Concordia 9/4 (7:30).
14. Bern 9/3 (7:24).
Wenn der Vater mit dem Sohne: Trainer Buja Dervisaj (links) und Leon starten heute gegen Amriswil in die NLA-Saison.
erledigt. Wenn nicht, kann es schon
mal vorkommen, dass wir uns einen
Tag lang aus dem Weg gehen. Aber
eigentlich weiss ich, dass er mich nur
weiterbringen will.» Bei dieser Antwort
klinkt sich auch Bujar Dervisaj wieder
ins Gespräch ein. «Diese Diskussionen
im Auto gehen immer von Leon aus.
Ich spreche nach dem Training bewusst nicht mehr über Volleyball und
versuche, die Vaterrolle anzunehmen. Ich erwische mich jedoch immer wieder dabei, dass ich von Leon
im Training zu viel fordere. Nicht
weil er mein Sohn ist, sondern weil
er viel Potenzial hat.» Leon stört sich
daran jedoch kaum. «Ich verlange
von mir selbst sowieso noch mehr als
mein Vater. Das ist kein Problem.»
Der 1,95 Meter grosse Passeur der
FBA
Schönenwerder hat in seiner ersten kompletten NLA-Saison einiges vor: Stammspieler möchte er werden. «Am Anfang
wird das sicher schwierig, aber ich möchte so viel Druck wie möglich ausüben
und vielleicht klappts dann in der zweiten Saisonhälfte», formuliert Leon Dervisaj seine Ziele. Eine erste Chance, sich zu
beweisen, bietet sich heute im ersten Saisonspiel gegen Amriswil.
2. Liga inter. Gruppe 3. Heute: Lerchenfeld - Moutier
(16.00). Gränichen - Konolfingen, Schöftland - Dulliken
(beide 18.00). – Morgen: Langenthal - Bassecourt
(14.30). Thun - Lenzburg (15.00). Olten - Dürrenast
(15.30). Porrentruy - Wohlen U23 (16.00) – Rangliste: 1.
Moutier 10/25. 2. Thun 10/21. 3. Wohlen U23 10/19. 4.
Langenthal 10/18. 5. Konolfingen 10/17. 6. Bassecourt
10/16. 7. Lenzburg 10/16. 8. Gränichen 10/13. 9. Dürrenast 10/11. 10. Lerchenfeld 10/11. 11. Olten 10/10. 12.
Porrentruy 10/8. 13. Schöftland 10/6. 14. Dulliken 10/5.
2. Liga. Solothurn. Heute: Blustavia - Fulenbach
(17.00). Subingen - Mümliswil, Biberist - Italgrenchen
(beide 18.00). Egerkingen - Iliria (18.30). – Morgen: Härkingen - Trimbach (14.30). – Rangliste (alle 7 Spiele): 1.
Subingen 15. 2. Mümliswil 15. 3. Härkingen 14. 4. Bellach
14. 5. Biberist 12. 6. Blustavia 12. 7. Fulenbach 10. 8. Trimbach 8. 9. Italgrenchen 6. 10. Iliria 5. 11. Egerkingen 4. 12.
Deitingen 3.
ANALYSE vor dem heutigen Derby zwischen dem FC Solothurn und dem FC Grenchen
Lernen vom ungeliebten Nachbarn
Promitipp
Johan Schönbeck (42), Zuchwil,
Trainer vom Schweizer Unihockey-Meister SV Wiler-Ersigen
YB - Basel 1:1
«Beide Teams haben mit Safari (Basel)
und Gerndt (YB) je einen Schweden in
ihren Reihen.»
Biel - Wil 1:3
«Wil hat die bessere Mannschaft. Den
Bielern fehlt nach dem verkorksten
Saisonstart das Selbstvertrauen.»
Solothurn - Grenchen 6:0
«Aufstiegsambitionen gegen Abstiegskandidat – die Vorzeichen könnten im
Derby nicht klarer sein. Grenchen ist mit
sechs Gegentoren noch gut bedient.»
YB II - Wangen b. Olten 2:1
«Die Berner gewinnen dank dem Heimvorteil, Wangen verliert vorerst den
Anschluss an die Spitze.»
Z
wischen dem FC Solothurn
und dem FC Grenchen gibt es
genügend Reibungspunkte.
Das bringt allein die nachbarschaftliche Rivalität mit sich. Wo Reibung entsteht, gibt es auch Berührungspunkte. In der wechselhaften Geschichte
erlebten beide Klubs Höhenflüge und
blieben auch von Tiefschlägen nicht verschont. Während der FC Solothurn nach
überstandener Krise scheinbar die Wende in eine erfolgreichere Zukunft geschafft hat, schlittern die Grenchner ungebremst von einer Krise in die nächste.
Wer momentan in Grenchen
das Sagen hat, ist unklar
Wer sich einen Überblick über den aktuellen Stand beim FCG verschaffen will,
benötigt Durchhaltewillen. Man wird von
einer Person zur nächsten weitergereicht.
Wer effektiv das Sagen hat, ist unklar. Am
Ende der Informationskette steht derzeit
der Medienchef, seit der letzten ausserordentlichen Generalversammlung im
August zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Handfeste Auskünfte, wie es um
den Verein steht, sind auch von ihm indes nicht zu erfahren. Halten wir uns daher an die vorhandenen Fakten: Die ge-
wählte Vorstandsvorsitzende Nadia Aubry hatte vor drei Wochen ihr Amt nach
internen Unstimmigkeiten niedergelegt.
Verblieben sind Lilo Dellsperger, Rolf
Janz und Beat Schwab. Neu dazu gekommen sind Trainer Patrick Bösch und der
neue Sportchef Renato Brun. Da das Führungsgremium in dieser Zusammensetzung nicht gewählt ist, nennt es sich vorübergehend Management.
konfrontiert. Sportlich und personell befand sich der Klub ebenfalls auf einer rasanten Talfahrt. Der Ligaerhalt wurde auf
den letzten Drücker sichergestellt. Daneben leistete sich die Chefetage einen öffentlich ausgetragenen Machtkampf, der
mit einem Shitstorm begann und in einer
Soap endete.
Ob dieses Vorgehen den Vereinsstatuten
entspricht, ist unwahrscheinlich. In der
ganzen Misere ist es bestenfalls eine
Randnotiz. Am 26. November steht die
nächste Generalversammlung an, eine
ausserordentliche versteht sich. Es ist die
vierte innerhalb eines Jahres und der
nächste Anlauf auf der Suche nach einem neuen, starken Präsidenten. Es wäre nach Rolf Bieri, Gerd Frera, Paul Kocher und Nadia Aubry der fünfte Wechsel an der Spitze innerhalb weniger Monate. Der Spielraum für die neue Person
ist eng bemessen: Sie muss in der Lage
sein, endlich Ruhe in den Verein zu bringen.
Inzwischen haben sich die Wogen geglättet. Eine Aufbruchstimmung ist spürbar.
Die Mannschaft, die mit der Vorgabe Ligaerhalt in die Saison gestartet war, mischt
an der Spitze kräftig mit. Im September
hat eine neue Führung das Zepter übernommen, die breit abgestützt ist und daran arbeitet, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Davon ist der FC
Grenchen in der jetzigen Verfassung meilenweit entfernt.
Mit vergleichbaren Problemen sah sich
bis vor kurzem auch der FC Solothurn
In Solothurn ist man daran,
Vertrauen zurückzugewinnen
Daniel
Weissenbrunner
«Einen Rat, wie
man zurück zur
Stabilität findet,
könnten die
Grenchner ausgerechnet beim ungeliebten Nachbarn aus Solothurn einholen.»
Einen Rat, wie man zurück zur Stabilität
findet, könnten die Grenchner ausgerechnet beim ungeliebten Nachbarn aus Solothurn einholen. Gelegenheit für einen
Austausch böte sich heute, wenn die beiden Mannschaften aufeinandertreffen.
@ daniel.weissenbrunner@azmedien.ch
Document
Kategorie
Sport
Seitenansichten
9
Dateigröße
173 KB
Tags
1/--Seiten
melden