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Das Programmheft zum 23. Stuttgarter

EinbettenHerunterladen
Am besten Südwesten
23. Stuttgarter
Kabarettfestival
Sehr geehrte Liebhaber
des intelligent gesprochenen Wortes,
soll das witzig sein?
6. März und 10. April,
jeweils um 23.30 Uhr im SWR Fernsehen
Tickets unter: www. reservix.de
facebook.com/StudioRichling
SWR.de/Richling
Am besten Südwesten
Nein, zum Lachen ist es nicht, eher zum Heulen. Unser Bildungssystem, das besserwisserische Deutschland-Syndrom oder die
Burnout-Falle. Auch nicht der Tabellenstand der Bundesliga,
eine Jugend in Kreuzberg oder ein Kabarettist ohne Publikum.
Noch weniger das unschöne Ende der Jugend oder gar Liebeskummer: das Leben ist halt kein scheiß Regenbogen.
Aber die Künstler des diesjährigen Kabarettfestes wissen,
dass man das grässlichste Problem mit Humor aus dem richtigen Blickwinkel lösen kann. Sie sind herzlich eingeladen,
zehn Tage lang von einer Bühne zur nächsten zu wandern
und sich mit intelligentem Witz, viel Musik und leiser Poesie
davon überzeugen zu lassen, dass es Hoffnung gibt. Für die
Gesellschaft, für die Jugend, für den Künstler, gegen Liebeskummer. Für den scheiß Regenbogen.
Ihre Erzeugergemeinschaft Stuttgarter Kabarett
13. März und 17. April,
jeweils um 23.30 Uhr im SWR Fernsehen
facebook.com/swrspaetschicht
SWR.de/Spaetschicht
Grußwort
Liebe Kabarett-Freunde,
hochkarätige Programme und großartige
Künstler bringt die Erzeugergemeinschaft
Stuttgarter Kabarett alljährlich in die Stadt
und schafft den Spagat, große Namen
der Szene ebenso zu platzieren wie junge
Talente, die nach oben streben. Es freut uns
besonders, dass im Stuttgarter Kabarettfestival immer auch Preisträger des von der Stadt Stuttgart
und dem Renitenztheater ausgerichteten Wettbewerbes
»Stuttgarter Besen« vertreten sind. Freuen Sie sich diesmal
auf René Sydow und Jens Neutag.
Jedes Jahr steht eine prominente Persönlichkeit der Kleinkunstszene der Jury beim Stuttgarter Besen vor. Diesmal hat
sich die aus einer Münchner Künstlerdynastie stammende Lisa
Fitz bereit erklärt, als Jury-Präsidentin zu fungieren. Moderiert wird der seit Monaten ausverkaufte Wettstreit übrigens
zum ersten Mal von Florian Schroeder, einst selbst Gewinner
des »Goldenen Stuttgarter Besens«. An seiner Künstlerbiografie ist schön zu sehen, wie sich solche Wettbewerbe und
die mit Ihnen verbundene Förderung auswirken können.
Einen wichtigen Beitrag dazu leistet auch die Aufzeichnung
der Veranstaltung durch SWR Fernsehen und SWR Hörfunk.
Freitag, 13. März, 20 Uhr
Theaterhaus T1 Eröffnungsgala
Stuttgarter Kabarettfestival 2015
Auf der Suche nach dem explosivsten Mix für die Stuttgarter
Kabarettfans wurde die Erzeugergemeinschaft Stuttgarter Kabarett mit ihren fünf Bühnen Theaterhaus, Rosenau,
Laboratorium, Merlin und Renitenztheater wieder quer durch
die deutsche Satire-Landschaft fündig. So wird das Stuttgarter Kabarettfestival diesmal eröffnet von der
Und auch bei der Eröffnungsgala im Stuttgarter Theaterhaus,
ausgerichtet von Theaterhaus, Rosenau, Merlin, Laboratorium
und Renitenztheater als Erzeugergemeinschaft Stuttgarter
Kabarett, wird mit Helmut Schleich ein ehemaliger »BesenGewinner« dabei sein. Freuen Sie sich auf zehn Tage Humor
der Güteklasse 1!
»Kanzlersouffleuse« Simone Solga,
vom Großmeister des Typen-Kabaretts, Helmut Schleich,
den Kabarett-Philosophen von theatre du pain,
dem Poeten unter den Kabarettisten, René Sydow
und dem tiefenentspannten Preisträger zahlreicher
Kabarettpreise, Jess Jochimsen.
Ich wünsche den Veranstaltern und Ihnen, liebes Publikum,
ein erfolgreiches und bereicherndes Festival.
Bunter könnte der Blumenstrauß kaum sein. Aber Vorsicht:
Er sticht auch!
Dr. Susanne Eisenmann
Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport
VVK: Kategorie 1: 27,40 Euro, Kategorie 2: 24,10 Euro
AK: Kategorie 1: 28 Euro, Kategorie 2: 26 Euro inkl. Gebühren
(5 Euro Ermäßigung für Schüler / Studenten an der AK)
Die Eintrittskarte gilt als VVS-Fahrschein
4 |
Mit freundlicher Unterstützung von
| 5
in der deutschsprachigen Kabarett-Landschaft. Dem Fernseh- und Radiopublikum
ist er als genialer Strauß-Imitator ans Herz
gewachsen sowie als regelmäßiger Gast
bei »Schlachthof«, »Mitternachtsspitzen«,
»Grünwald Freitagscomedy« und vor allem
als Gastgeber seiner eigenen Kabarettsendung »SchleichFernsehen« im Bayerischen
Fernsehen. Seine preisgekrönten SoloProgramme gelten als Meilensteine des
Typenkabaretts. Sein Programm »Nicht mit mir« wurde mit
dem Deutschen Kleinkunstpreis 2013 in der Sparte Kabarett
ausgezeichnet.
Das 1984 gegründete Bremer
theatre du pain ist ganz
und gar sein eigenes Genre.
Philosophischer Dada, Gleichzeitigkeit von Sentimentalität, Spießigkeit aufgelöst von
einem sich bahnbrechenden
Anarchismus macht die drei
TDP-Darsteller Mateng Poll6 |
Jess Jochimsen
versucht
mit »Für die Jahreszeit zu laut«
dem großen Geklapper zu entkommen und dabei Haltung
zu bewahren. Ein Misstrauensvotum gegen Lärmmacher aller
Art. Dabei begegnet er dem
krisensatten
Marktgeschrei
auf seine Weise. Zurückgelehnt und entschleunigt
dreht er den notorischen
Rechthabern und Ratgebern
den Ton ab und macht sich
auf die Suche nach den Geschichten, die im Radau untergehen. Für sein »wütendes Kabarett der leisen Töne« (taz) ist
Jochimsen vielfach ausgezeichnet worden, weil es poetisch,
genau und anrührend ist – und nicht zuletzt: sehr komisch.
© Albert J. Schmidt
Der Münchner Kabarettist Helmut
Schleich ist eine der markantesten Größen
kläsener, Hans König und Wolfgang Suchner zu exquisiten
Abbildern des verstörten Abendländers. Ihre Bühnen-Angriffe
sind auch für Narren, Geläuterte und Abgeklärte provokant,
denn das theatre du pain spielt grandios mit unseren Sehund Denkgewohnheiten und verbiegt mit staunenmachender
Leichtigkeit die Hilfslinien unseres Daseins zu dessen Fallstricken.
René Sydow ist der Poet
unter den Kabarettisten. Er
tritt in Erscheinung als »Stolperdraht für jeden hinkenden
Vergleich und Gegenlicht für
alle Blender«. Er seziert unsere
gesellschaftliche Wirklichkeit,
die Kulturszene, die Wirtschaft, die Parteienlandschaft
– seine Skalpelle sind das
Wortspiel und die literarische Anspielung. Dabei ist er nicht
nur Erzähler auf der Bühne, sondern tritt auch in den verschiedensten Rollen in Dialog mit den Menschen unserer Zeit:
Als übereifriger McKinsey-Unternehmensberater, als zynischer
Außendienst-Diplomat oder als einfache Frau von der Straße.
Silberner Stuttgarter Besen 2014!
© Hannes Caspar
»Im Auftrag Ihrer Kanzlerin« kommt
Simone Solga. In ihrer Eigenschaft
als Kanzlersouffleuse ist sie beauftragt,
Sie zu einem Abend einzuladen, der
entscheidend für Ihr Leben sein wird!
Die Politik will den Bürger künftig bei
drängenden Entscheidungen mehr mitnehmen, und wer wäre geeigneter, das
Bildungsbürgertum in den Kleinkunsttempeln mit einzubinden, als Simone
Solga? Sie kommt direkt aus Berlin, ausgestattet mit nordkoreanischer Machtfülle und russischem
Humor, um den Bürgern von Stuttgart eine Nachricht von
ganz oben zukommen zu lassen, die für manche ein gutes Geschäft sein könnte. Für die Meisten eher nicht. Seien Sie auf
alles gefasst, und behaupten Sie hinterher nicht, wir hätten
Sie nicht gewarnt!
| 7
Samstag, 14. März, 20 Uhr
Merlin
Fil
Pullern im Stehn
Die Geschichte meiner Jugend
Stuttgartpremiere
Fil ist Berliner, ein echter, aufgewachsen
im Märkischen Viertel, dem Nordberliner
Pendant zur Sozialhölle Gropiusstadt, und
Ex-Punk ist er auch. In seinen gefeierten
Bühnenshows setzt er sich mit dieser maßvoll rauen Herkunft schon seit längerem auseinander. Nun
schreibt er über sich als Kind in der Hochhaussiedlung, als
Erziehungsobjekt in einer raumschiffartigen Gesamtschule
der Siebziger, als Punk in feindlicher Umwelt, als Sklave in
der McDonald’s-Küche und als Heranwachsender, der nicht
weiß, wer ihm mehr Rätsel aufgibt: die Eltern, die Lehrer, die
Mädchen oder er sich selbst.
Eintritt: VVK 12 Euro zzgl. Gebühren / AK 15 Euro
Samstag, 14. März, 20 Uhr
Renitenztheater
Düsseldorfer
Kom(m)ödchen
Deutschland gucken
Stuttgartpremiere
Die drei Freunde Dieter, Bodo
und Lutz sehen sich seit Jahren gemeinsam alle Deutschland-Spiele im Fernsehen an.
Immer zu dritt, ein nie hinterfragtes Ritual, schätzungsweise
seit dem Paläozoikum. Das ändert sich schlagartig, als Bodo
eines Abends seine neue Freundin Solveig mitbringt. Solveig ist
Dokumentarfilmerin. Sie will dokumentieren, welche Auswirkungen der WM-Sieg auf die deutsche Psyche hat. Die drei
sollen sich filmen lassen, während sie Fußball gucken. Die
Freunde begehen einen folgenschweren Fehler: Sie sagen ja.
Plötzlich entwickelt der Abend eine ganz neue Dynamik, und
wo früher wortloses Einverständnis war, scheint plötzlich
alles in Frage gestellt.
8 |
Ein rasantes Stück Kabarett, das hinterrücks politisch wird –
mit musikalischen Einlagen und absurden Überraschungen!
Eintritt: VVK und AK 23,50 Euro,
ermäßigt 19,50 Euro inkl. Gebühren
Samstag, 14. März, 20 Uhr
Rosenau
Hans Gerzlich
So kann ich nicht arbeiten!
Stuttgartpremiere
Diplom-Ökonom Hans Gerzlich hat sich
in der Büro-Arena unter jene Gladiatoren
gemischt, die ihren überfüllten Terminkalender mit einem erfüllten Leben verwechseln und deren
Freizeit Rufbereitschaft heißt. Staubtrocken und bleistiftspitz
knöpft sich der Kabarett-Seiteneinsteiger das brandaktuelle
Thema Nr. 1 unserer schönen neuen Arbeitswelt vor: Burnout!
Dazu nimmt der Gelsenkirchener Schreibtischtäter Platz im
Wartezimmer seines Therapeuten. Man kommt ins Gespräch
– auch wenn nur einer spricht. Dabei präsentiert uns Gerzlich den geistig-moralischen Kontostand unserer Schicksalsgemeinschaft. Er plaudert aus, was Ihnen auf Zeitmanagementseminaren verschwiegen wird, wie Sie sterbenslangweilige Meetings lebendig überstehen und warum Sie Stellenanzeigen wie Reiseprospekte lesen sollten.
Eintritt: VVK 18 Euro, ermäßigt 15 Euro zzgl. Gebühren
AK 22,50 Euro, ermäßigt 17,50 Euro inkl. Gebühren
Samstag, 14. März, 20.30 Uhr
Laboratorium
Kabbaratz
Klassenkampf: Lehrer Lämpel schlägt zurück
Stuttgartpremiere
Erleben Sie Evelyn Wendler beim Power-Point-Tiefschlag
und Peter Hoffmann als angezählten PoWi-Lehrer. Oder die
beiden in unzensierten Lehrerträumen. Oder als Monstereltern. In seinem 25. Programm fordert Kabbaratz für die
| 9
Sonntag, 15. März, 19 Uhr
Rosenau
Pädagoginnen und Pädagogen ein Artenschutzabkommen. Bei der Klassenfahrt
in die Hölle ist die Unterrichtsvorbereitung das Fegefeuer.
Hans Gerzlich
So kann ich nicht
arbeiten!
Falls Sie schulpflichtige Kinder haben,
Max und Moritz mögen, Lehramt studieren, noch zur Schule gehen müssen oder
dafür bezahlt werden, seien Sie gewarnt:
Lehrer Lämpel schlägt zurück. Und wenn
Kabbaratz im Klassenkampf gegen Tigermutti, Super-Papa &
Co. das Ansehen der Lehrerinnen und Lehrer retten will, muss
man mit satirischen Kollateralschäden rechnen.
Diplom-Ökonom Hans Gerzlich hat sich in der Büro-Arena
unter jene Gladiatoren gemischt, die ihren überfüllten Terminkalender mit einem erfüllten Leben verwechseln und
deren Freizeit Rufbereitschaft heißt. Staubtrocken und
bleistiftspitz knöpft sich der Kabarett-Seiteneinsteiger das
brandaktuelle Thema Nr. 1 unserer schönen neuen Arbeitswelt vor: Burnout!
Eintritt: VVK und AK 11 Euro, ermäßigt 9 Euro, zzgl. Gebühren
Dazu nimmt der Gelsenkirchener Schreibtischtäter Platz im
Wartezimmer seines Therapeuten. Man kommt ins Gespräch
– auch wenn nur einer spricht. Dabei präsentiert uns Gerzlich den geistig-moralischen Kontostand unserer Schicksalsgemeinschaft. Er plaudert aus, was Ihnen auf Zeitmanagementseminaren verschwiegen wird, wie Sie sterbenslangweilige Meetings lebendig überstehen und warum Sie Stellenanzeigen wie Reiseprospekte lesen sollten.
Sonntag, 15. März, 19 Uhr
Renitenztheater
Sascha Korf
Wer zuerst lacht,
lacht am längsten
So echauffiert sich der Meister der »Stegreif-Gute-Laune«
herrlich über aktuelles Politik-Geschehen und über Fragen der
Zeit. Er geht aber auch dorthin, wo es weh tut – zumindest
ihm selbst: an die ungeliebten Speckröllchen etwa und an
seinen ungelenken Körper. Freuen Sie sich auf Sascha Korf!
Und einen wundervoll komischen Abend ohne Netz und doppelten Boden.
Eintritt: VVK und AK 20,50 Euro,
ermäßigt 16,50 Euro inkl. Gebühren
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Eintritt: VVK 16 Euro, ermäßigt 13 Euro zzgl. Gebühren
AK 20,50 Euro, ermäßigt 17,50 Euro inkl. Gebühren
© Simin Kianmehr
Stuttgartpremiere
In seinem erfolgreichen Bühnen-Programm
»Wer zuletzt lacht, denkt zu langsam« zeigte
Sascha Korf bereits, dass er ein Spontaneitäts-Experte im besten Sinne ist. In seinem
nun neuen Solo »Wer zuerst lacht, lacht am längsten« setzt
der Wahl-Kölner noch einen drauf: Er beweist, dass »ein Fremder kein Fremder bleiben muss!« Gewohnt charmant, gewohnt
schlagfertig macht Sascha Korf den ganzen Saal zur Bühne und
nimmt die Zuschauer (tatsächlich) an die Hand, um sie in seine
Welten zu entführen.
Sonntag, 15. März, 19.30 Uhr
Theaterhaus T2
Jürgen Becker
Der Künstler ist anwesend
Stuttgartpremiere
Die Kleinkunst hat gegenüber der bildenden Kunst einen Nachteil: Kabarettisten kann man nicht übers Sofa
hängen. Dennoch kann auch Kleinkunst
bildende Kunst sein: »Der Künstler
ist anwesend« ist der Titel eines Programms, das bildende Kunst und Kleinkunst genussreich vereint. Hier können
Sie auf das Angenehmste ihre wenigen Wissenslücken
schließen und sind am Ende selbst Künstler. Ein Bild kann man
malen. Wenn es niemand erwerben möchte, hängt man es
halt in die Diele.
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Kabarettwettbewerb
Die Kleinkunst jedoch findet ohne Sie als Zuschauer erst gar
nicht statt. Wenn keiner kommt, fällt es aus. Josef Beuys forderte einst die soziale Plastik – hier entsteht sie endlich in der
Fett-Ecke des rheinischen Humors.
Stuttgarter Besen
und
Wenn am Ende des Abends alle beim Freibier zusammenstehen und sich das Eintrittsgeld wieder heraustrinken, heißt
die lebende Skulptur »Die Künstler sind anwesend«.
Sonntag, 15. März, 20 Uhr
Keller-Klub
Stuttgarter Poetry Slam im Keller-Klub
Conférencier und Moderator Thomas Geyer
Seit mehr als fünfzehn Jahren treten in der Rosenau Monat
für Monat die besten Bühnendichter aus Deutschland, aber
auch aus dem restlichen Europa und anglo-amerikanischen
Raum, gegen Lokalmatadoren und Feierabendpoeten zum
literarischen Duell gegeneinander an. Der Stuttgarter Poetry
Slam hat sich in der deutschsprachigen Slam-Szene längst als
feste Größe und Anlaufpunkt etabliert, auch der Zuschauerzuspruch ist ungebrochen.
© Thomas Geyer
Da meist schon kurz nach
Einlassbeginn das »Ausverkauft«-Schild an der Rosenau
hängt, bieten wir den slamhungrigen Ohren seit drei
Jahren eine Alternative: Zusätzlich zum Poetry Slam in
der Rosenau heißt es auch im
Keller-Klub: Slam it, Baby! Bei
der Dichterschlacht in Clubatmosphäre treten angereiste »Profi-Slammer« gegen lokale
Slampoeten der offenen Liste an.
Veranstalter: Rosenau e.V.
Eintritt: 8 Euro, nur Abendkasse
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Dienstag, 17. März, 19 Uhr
Renitenztheater
Öffentliche Fernsehaufzeichnung
Ein Highlight des Kabarettfestivals stellt sicherlich die Verleihung des »Stuttgarter Besens« dar. Zum mittlerweile 18. Mal
stellen sich auch in diesem Jahr wieder acht KabarettistInnen
diesem Wettbewerb. Ermittelt werden die Sieger des goldenen,
silbernen und hölzernen Besens. Zudem entscheiden die Zuschauer live vor Ort über den Gewinner des Publikumspreises.
Florian Schroeder wird in diesem Jahr zum
ersten Mal als Gastgeber durch den Abend
führen. Vielen Kabarettfreunden ist er als
Moderator der SWR-Fernsehsendung »Spätschicht« bekannt. Schroeder stammt aus
Lörrach und hat trotz seines jungen Alters
nahezu alle Bühnen Deutschlands bespielt.
Seit mehr als zehn Jahren steht er mit eigenen Solo-Programmen auf der Bühne. Mittlerweile hat sich der mehrfach
preisgekrönte 35-Jährige zu einem der führenden politischen
Kabarettisten des Landes entwickelt.
© SWR
VVK 16,50 Euro, ermäßigt 13,50 Euro
AK 18 Euro, ermäßigt 14 Euro inkl. Gebühren
Die Kabarettistin Lisa Fitz nimmt zum ersten Mal den Juryvorsitz ein. Gemeinsam mit Petra Bail (Esslinger Zeitung),
Petra Hallmayer (Süddeutsche Zeitung), Ruprecht Skasa-Weiß
(Stuttgarter Zeitung), Rüdiger Meyke (Kulturamt), Sebastian
Weingarten (Renitenztheater) und Jürgen Stark (SWR Fernsehen) werden noch am Abend die Preisträger ermittelt.
Für den richtigen Ton sorgt wie im vergangenen Jahr der DJ
und Musiker Andrew Zbik alias Zbikbeat.
Eintritt: AK 28,50 Euro, ermäßigt 24,50 Euro inkl. Gebühren
Die Veranstaltung ist ausverkauft.
Die Preise werden gestiftet von
| 13
Stuttgarter Besen
Kabarettwettbewerb Der Stuttgarter Besen im SWR
Dienstag, 7. April, 23 Uhr im SWR Fernsehen
Wettbewerb um den Stuttgarter Besen 2015
Freitag, 19. Juni, 23.30 Uhr im SWR Fernsehen
Best of Besen (1)
Freitag, 26. Juni, 23.30 Uhr im SWR Fernsehen
Best of Besen (2)
Samstag, 9. Mai , 23.03 Uhr, SWR 2 Hörfunk
Stuttgarter Besen – Die Gewinner
Samstag, 16. Mai, 23.03 Uhr, SWR 2 Hörfunk
Stuttgarter Besen – Die Teilnehmer
Chris Tall
Pennäler mit Anspruch
Chris Tall hat in seinen jungen
Jahren schon einiges an Erfahrung auf dem Buckel. Die
Schlimmste davon scheint die
Schulzeit gewesen zu sein.
Doch ohne sie hätte es der
Comedian mit dem Drei-JahreBart wohl nicht auf die Bühne
geschafft. Die dadurch erlittenen Traumata verarbeitete der
Hamburger erfolgreich auf seiner ersten Solo-Tour. »RTLComedy-Grand-Prix«-Gewinn inklusive. Doch im neuen Programm wartet schon das nächste Problem: Eltern.
Die Nominierten im Überblick
Bademeister Schaluppke
Sozialarbeiter am Beckenrand
der Gesellschaft
Christof Spörk
Steirischer Tausendsassa
Christof Spörk singt von Kreisverkehren und fährt mit Eckdaten der Weltgeschichte im
Kreis. Das passt. Künstlerisch
wie biografisch. Selten war
etwas in seinem Leben, so
scheint es, geplant, geschweige
denn eindimensional. Er palavert panisch Steirisch und
Bayrisch-Spanisch. Der 42-Jährige hämmert schon mal sein
Klavier oder foltert seine Harmonika. Sein neuestes Programm »Ebenholz« widmet er
nun ganz seiner großen Liebe – der Klarinette. Selten ergeben
Musik und Wort in ihrer Vieldeutigkeit eine derart passende
Einheit.
14 |
Bademeister Schaluppke ist bereits seit
zehn Jahren im Einsatz einer Kölner Badeanstalt, in der der soziale Punkt am
Brennen ist. Arbeitsalltag: Katastrophen
abwenden. Oder auch einfach nur mal
Dampf ablassen. Beides funktioniert
seit Jahren reibungslos. Er ist gleichzeitig
Innen- und Außenbeckenminister und
betreut ein buntes Badeklientel: krakeelende Kinder, meckernde Muttis, renitente Rentner und pöbelnde Pubertiere.
Eine verbale Arschbombe jagt die nächste.
Olivier Sanrey
Belgier mit
Wissensdurst
Olivier Sanrey ist in gewissem
Sinne ein Exot, sind belgische
Kabarettisten in Deutschland
doch eher selten anzutreffen.
Genau genommen ist er der
erste und bislang letzte. Des| 15
Stuttgarter Besen
Kabarettwettbewerb halb darf er sich und uns auch ungeniert fragen: Wie sieht
eigentlich der Terminkalender einer Eintagsfliege aus? Sanrey selbst ist zumindest keine: er ist scharfsinniger als Hercule
Poirot, verführerischer als eine Pralinenschachtel und schlagkräftiger als Jean-Claude Van Damme.
Katie Freudenschuss
Frau mit Witz und Herz
© Marco Sensche
Katie Freudenschuss – ja
sie heißt wirklich so – ist
»Sängerin, Musikerin und
Sachensagerin« aus Hamburg. Soweit zur Realität.
Am liebsten träumt sie sich
jedoch nach Hollywood.
Aber Vorsicht – gerade
wenn man von ihrer warmen Stimme und ihren
schönen Songs auf ein
poetisches Wölkchen geführt wurde und es sich an diesem
flauschigen Ort gemütlich machen will, kommt der unerwartete Wolkenbruch. Und süße Melancholie wird plötzlich zu
scharfer Ironie.
Marcus Barth
Comedy mit Tiefgang
Marcus Barth will die Welt
zu einem besseren Ort machen. Die Einsicht kam ihm,
als er eines Morgens bemerkte: »In meinem Alter war
Jesus schon auferstanden.
Ich bin noch nicht mal tot. Da
läuft doch was schief!« Aber
nicht nur seitdem besticht
Barth mit kunstvoll ehrlicher Bühnenlogik übers Schaffen und
Scheitern. Oder lassen wir Volker Pispers sprechen: »Markus
Barth ist auf dem besten Weg, sich einen Namen für intelligente Unterhaltung zu machen«.
16 |
Dave Davis
Klomann war gestern
Dave Davis kennen viele nur
als Motombo Umbokko –
sein Alter Ego mit weißer
Plastikhaube auf dem Kopf.
Derjenige, der ausgiebig die
Toiletten putzt. Und dann
noch ausgiebiger darüber
redet. Deutschland scheint
nun in dem Bereich aber sauber genug zu sein. Es ist an
der Zeit, um als Dave Davis
die wirklich dreckigen Wahrheiten ans Licht zu bringen. Und zwar »Live & in Farbe«. Ganz
nach Davis’ Devise: keine Angst vorm schwarzen Mann.
Thomas Schreckenberger
Politik mal anders
Thomas
Schreckenberger
kennt das Gefühl nur zu
gut: Man wacht mittags auf
und könnte schon wieder
vor allem davonlaufen! Ist
nicht das ganze Leben ein
einziger Fluchtversuch vor
dem Wahnsinn? Irgendwo
zwischen zuverlässig gebrochenen Versprechungen
und allseits akzeptiertem
Unverständnis? Die Politik
hat ein über Jahre gepflegtes
Denk- und Argumentationsmodell entworfen. Schreckenberger denkt mit und argumentiert dagegen.
| 17
Angelika Beier
Zwischen Sex und 60
Stuttgartpremiere
Befällt Sie abends um 10 gelegentlich eine merkwürdige
Bettschwere? Klingt die neueste Band für Sie wie ein mittelschwerer Verkehrsunfall? Müssen
Sie abends nicht mehr zuhause vorglühen, um Geld zu sparen oder bleiben Sie lieber gleich zuhause und trinken einen
guten Roten? Kommt es inzwischen häufiger vor, dass Sie
um 6 aufstehen anstatt um 6 nach Hause zu kommen? Lösen
Sie im Bett lieber Sudokus, anstatt Kamasutra-Stellungen
auszuprobieren? Wenn Sie mindestens eine dieser Fragen mit
ja beantworten können, dann sind Sie reif für Angelika Beiers
neues Programm.
Die bekannte Münchner Vollblutkabarettistin wirbelt virtuos
über die Bühne. Singend und tanzend nimmt sie Sie mit auf
eine Zeitreise und erzählt äußerst charmant von den Wechselfällen des Lebens und der Liebe, und dem unvermeidlichen
Ende der Jugend.
Donnerstag, 19. März, 20 Uhr
Rosenau
Werner Brix
LUST – Lasst uns leben
© chakkboom.com
VVK 18,50 Euro inkl. Gebühren
Stuttgartpremiere
Das neue Programm von Werner Brix
ist ein leidenschaftlicher Appell an uns
selbst, das Leben mehr zu genießen und
nicht ständig wegen jedem Fliegenschiss
in Depressionen zu verfallen. Um diese Bewusstseinsänderung zu schaffen,
müssen wir uns vor Augen führen: Der Mensch ist von hinten
bis vorne triebgesteuert. Und es ist nicht immer einfach, sich
im Griff zu haben. Darum haben wir ja auch die Kultiviertheit
erfunden. Und das Fernsehen.
18 |
Der recht simple Terminkalender des Neandertalers – jagen,
vögeln, Feuer machen – würde heute nicht mehr funktionieren. Um in der heutigen Gesellschaft unsere Triebe unter
Kontrolle halten zu können, brauchen wir mentale ABS, EPS,
Front- und Seitenairbags und eine wirklich gute Versicherung.
Oder Tabletten.
Es wird Zeit, darauf zu verzichten. Lasset uns blödeln!
Eintritt: VVK 16 Euro, ermäßigt 13 Euro zzgl. Gebühren
AK 20,50 Euro, ermäßigt 17,50 Euro inkl. Gebühren
Freitag, 20. März, 20 Uhr
Rosenau
Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie
Paradiesseits
Diesseits von Eden und Jenseits
aller Genregrenzen hat das
Duo seine Nische in den Weiten der Kleinkunst gefunden.
Federleichter Witz und unterhaltsamer Tiefsinn, Musik
und Poesie, absurd-komische
Dialoge und verstörend-schöne
bis schön-verstörende Lieder.
© Anna Schrettenbrunner
Mittwoch, 18. März, 20.15 Uhr
Theaterhaus T4
Im neuen Programm »Paradiesseits« nehmen die Zwei –
übrigens direkte Nachfahren von Adam und Eva – endlich
wieder auf ihrer Fensterbank Platz und suchen das Paradies
auf Erden. Wenn nicht gar den Weg zurück nach Eden.
Ihre Kunst ist jung und ungewöhnlich, dabei immer der Kabarett-Tradition verpflichtet. Sie sind durchaus politisch – aber
allergisch gegen Politikernamen. Sie kehren lieber vor ihrer
eigenen Tür. Vorzugsweise das hinübergewehte Laub vom
Baum der Erkenntnis.
Eintritt: VVK 17 Euro, ermäßigt 14 Euro zzgl. Gebühren
AK 21,50 Euro, ermäßigt 18,50 Euro inkl. Gebühren
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Freitag, 20. März, 20.15 Uhr
Theaterhaus T4
Philipp Möller
Isch hab Geisterblitz
Stuttgartpremiere
In seinem neuen Buch »Isch hab Geisterblitz« wagt sich Philipp Möller erneut in
den Bildungsdschungel. Weil der Schulabschluss des 16-jährigen Khalim auf
der Kippe steht, wird Philipp als Nachhilfelehrer engagiert. Keine leichte Aufgabe, denn zwischen den beiden gibt es
immer wieder diverse Verständigungsprobleme. Wenn der Junge sich mit »’sch’eiße Khalim« vorstellt
oder er meint, »Na, du Hure, ’s los!« wäre eine freundliche Begrüßung für seine Mitschülerin, kommt Philipp Möller ins
Grübeln: Sprechen wir eigentlich noch dieselbe Sprache –
oder schon längst aneinander vorbei?
Philipp Möller wird auf diese und viele weitere Fragen Antworten finden. Mit seiner Leseshow tourt er in seiner Mission des »Erziehers – immer im Einsatz!« durch die Republik
– Ein Crashkurs zu Bildungsmisere, Kiez-Slang und Sprachverrohung inklusive!
Und einer darf natürlich nicht fehlen: Der Welt größter Schleimer und Kriecher – Ronald Pofalla! Breiings Lieblingsfeind
steht bei seinem Versuch, jetzt auch der Deutschen Bahn aus
der Misere zu helfen, unter liebevoller Beobachtung.
Andreas Breiing, Frontmann der »Buschtrommel«, des meistprämierten Kabaretts im deutschsprachigen Raum, zeigt sein
Soloprogramm lediglich bei ausgesuchten Lieblingsveranstaltern.
Eintritt: VVK und AK 11 Euro, ermäßigt 9 Euro, zzgl. Gebühren
Samstag, 21. März, 20 Uhr
Merlin
theatre du pain
Brot & Spiele
Stuttgartpremiere
Diese Gala-Show wird zur Kur für die vermeintlich Satten; für
alle, denen die Infantilität des Comedy und Biederkeit des
Kabaretts und die manchmal artifizielle Intellektualität des
Theaters nicht mehr genügt.
VVK 19,60 Euro / AK 20 Euro inkl. Gebühren
Freitag, 20. März, 20.30 Uhr
Laboratorium
Andreas Breiing
Buschtrommel solo
Stuttgartpremiere
In rasanter Geschwindigkeit – so, wie
die CSU ihre Meinung – wechselt Breiing
die Bühnencharaktere. Ob als renitenter
Rentner, der für die Dritte Welt sammelt,
als Engel Adolf, als lustiger Hase Hans
oder als Kultfigur Rüdiger, Breiing gibt
jeder seiner Figuren einen ganz eigenen
Charakter.
Das geschieht mit einer perfekt getimten Mischung von skurril instrumentierter und fein arrangierter Popmusik, irrwitzigen Trialogen, die klingen, als hätten sich die Monty Pythons,
David Lynch und Immanuel Kant zum Frühstück getroffen,
sowie spektakulären Stunts und Action auf der Bühne und im
Publikum. Es finden sich berühmt-berüchtigte Szenen über
die Kritik der Urteilskraft, unvergessliche Urlaubserlebnisse
und die Lichtgeschwindigkeit.
Eintritt: VVK 12 Euro zzgl. Gebühr / AK 16 Euro
20 |
| 21
Samstag, 21. März, 20 Uhr
Renitenztheater
Thomas Freitag
Der kaltwütige Herr Schüttlöffel
Thomas Freitag begibt sich auf eine packende Reise über die Höhenwege und in die
Täler der deutschen Kultur und Politik. In einem rasanten und aktuellen politischen Programm lässt er die Überväter unserer Kultur und ihre kleinen Enkel auferstehen. Von
Gottfried Leibniz zu Jogi Löw, von Gutenberg zu Guttenberg, von Marx zu Merkel. Er
schlüpft in zahlreiche Rollen der Helden und Kasper unserer
Kultur, wandert durch Bücher, Bilder und den Bundestag. Und
er zeigt: So doof, wie wir manchmal scheinen, sind wir eigentlich gar nicht. Oder vielleicht doch?
Eintritt: VVK und AK 23,50 Euro,
ermäßigt 19,50 Euro inkl. Gebühren
Samstag, 21. März, 20 Uhr
Rosenau
Frank Grischek
unerhört
Stuttgartpremiere
So richtig begeistern kann
Grischek sich für den Job
des Akkordeonisten nicht.
Mit schlechter Laune macht
er uns klar, dass wir unsere Sicht auf Akkordeonisten gründlich überdenken müssen. Missmutig erläutert er, wie auf
ständige Bedrohung einzugehen ist, wie es sich anfühlt, neidvoll betrachtet zu werden, oder wie man am besten auf die
Frage: »Akkordeon? Und was machen Sie beruflich?« reagiert.
Grischek regt sich auf, leidet, schweigt. Und entlockt seinem
Instrument einzigartig wuchtige, aber auch feinste Klänge.
Seine Passion ist das Akkordeon. Das beweist er eindrucksvoll
mit wunderschöner Musik. Hochemotional und meisterlich
spielt er alles – vom süffigen Tango über eine hinreißende
22 |
Musette, von der klassischen Fuge bis zum virtuosen Irish
Tune. Ein Abend zwischen Konzert und Kabarett – ein Abend
für alle Sinne und fürs Hirn.
Eintritt: VVK 14 Euro, ermäßigt 11 Euro zzgl. Gebühren
AK 18 Euro, ermäßigt 15 Euro inkl. Gebühren
Samstag, 21. März, 20.15 Uhr
Theaterhaus T4
Margie Kinsky
Ich bin so wild nach Deinem Erdbeerpudding!
– Kinsky legt nach!
Stuttgartpremiere
Mit »Kinsky legt los!«, ihrem ersten Soloprogramm, hat sich Margie Kinsky zum
weiblichen Shooting-Star der Comedyszene gemausert. Und das ganz bodenständig und natürlich, ohne schrilles
Dekolleté, Permanent-Make-up und
pinke Plüschklamotten. Aber mit jeder
Menge »Mutterwitz« – im wahrsten Sinne
des Wortes.
Jetzt legt Kinsky nach! Denn der Wahnsinn geht weiter. Ob Liebeswirren der
besten Freundinnen, Survivaltipps fürs
Wellness-Wochenende, Sprechstörungen am Frühstückstisch oder schräge
Kleiderschrankgeheimnisse …
Wer könnte besser davon erzählen als Margie, die in Beruf
und Familie mit Verve ihre Frau steht. Sie hat das Herz auf
dem rechten Fleck – also meistens auf der Zunge! Sie setzt auf
jeden Pott einen Deckel und lebt nach der Devise »Glück muss
man können«.
VVK 20,70 Euro / AK 22 Euro inkl. Gebühren
| 23
Jens Neutag
Das Deutschland-Syndrom
Stuttgartpremiere
Der Deutsche neigt zu skurrilen Verhaltensweisen. Von der
Kanzlerin hat er die Schnauze voll, wählt sie aber fleißig
wieder. Er wundert sich über
das Aussterben der Innenstädte, fährt aber regelmäßig mit
seinem SUV ins Outlet-Center
nach Venlo. Er träumt heimlich
von Anarchie, weiß aber nicht,
bei welchem Amt man dafür
einen Antrag stellen muss. Und wenn er mal leidenschaftlich
wird, dann sind die Benzinpreise zu hoch, ist die Bahn zu spät
oder die Fernsehtalkshow zu überflüssig. Ganz so, als hätte
das Heim-TV keinen Ausknopf. Und natürlich geht er mit seinem Unmut nicht auf die Straße. Er protestiert bequem vom
Sofa, per Online-Petition. Kurzum, der Deutsche leidet eben
gerne, und Jens Neutag weiß auch, an was: am DeutschlandSyndrom.
Eintritt: VVK und AK 20,50 Euro,
ermäßigt 16,50 Euro inkl. Gebühren
Sonntag, 22. März, 19 Uhr
Rosenau
© Mathias Becker
Moritz Neumeier
Kein scheiß Regenbogen
24 |
Stuttgartpremiere
Gedichte, Geschichten, Lieder und Erzählungen, schwarzer Humor und böseste Satire mischen sich zu einem
Gesamtkonzept, in dessen Mitte der
Mensch Moritz Neumeier steht. Moritz
ist ein energiegeladener Entertainer,
den das Publikum besonders für seine
zynisch-sarkastische Art liebt. In seinen fein beobachteten
Alltagserzählungen verknüpft er leise Poesie und knallharte
Gesellschaftskritik, zieht den Zuschauer in seinen Bann und
provoziert nicht selten durch seine Spitzen jenseits jeder politischen Korrektheit. Überraschend, laut und trotzdem super
sympathisch, weil er auch nur ein Mensch ist, der manchmal
daran verzweifelt, »dass das Leben eben kein scheiß Regenbogen ist«.
Eintritt: VVK 12 Euro, ermäßigt 9 Euro zzgl. Gebühren
AK 16 Euro, ermäßigt 13 Euro inkl. Gebühren
Sonntag, 22. März, 19 Uhr
Theaterhaus T4
Jess Jochimsen
Für die Jahreszeit zu laut
Texte, Dias, Lieder zur allgemeinen Lage
Die Welt könnte schön sein. Wäre da nicht
der Mitmensch. Der in einer Tour herumfuhrwerkt und seine Ansichten unangenehm und ohne Unterlass in seine Umgebung krakeelt. Oder, wenn diese längst
geflohen ist, in irgendein Gerät.
© Albert J. Schmidt
Sonntag, 22. März, 19 Uhr
Renitenztheater
Egal ob in Politik, Medien oder Nachbarschaft, wohin man
sich auch wendet, die Bescheidwisser und Tonangeber warten schon und hausmeistern einen an. Jochimsen begegnet
dem krisensatten Marktgeschrei auf seine Weise. Zurückgelehnt und entschleunigt dreht er den notorischen Rechthabern und Ratgebern den Ton ab und macht sich auf die
Suche nach den Geschichten, die im Radau untergehen. Er
singt Lieder über den ganzjährigen November, zeigt hanebüchene Dias aus deutschen Vorstädten und erzählt. Von
daheim und unterwegs. Von dem, was anliegt. Von der trotzigen Würde der Kellerbewohner, zum Beispiel, aber auch von
der schönsten Liebeserklärung aller Zeiten.
VVK 18,80 Euro, ermäßigt 16,30 Euro
AK 19 Euro, ermäßigt 17 Euro inkl. Gebühren
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Alle Termine im Überblick
Freitag, 13. März
Theaterhaus T1, 20 Uhr
Samstag, 14. März
Eröffnungsgala
23. Stuttgarter Kabarettfestival
Merlin, 20 Uhr
Fil Pullern im Stehn
Stuttgartpremiere
Rosenau, 20 Uhr
Hans Gerzlich
So kann ich nicht arbeiten!
Stuttgartpremiere
Renitenztheater, 20 Uhr
Laboratorium, 20.30 Uhr
Sonntag, 15. März
Renitenztheater, 19 Uhr
Rosenau, 20 Uhr
Düsseldorfer Kom(m)ödchen
Deutschland gucken
Stuttgartpremiere
Kabbaratz Klassenkampf:
Lehrer Lämpel schlägt zurück
Stuttgartpremiere
Sascha Korf
Wer zuerst lacht, lacht am längsten
Stuttgartpremiere
Dienstag, 17. März
Renitenztheater, 19 Uhr
Mittwoch, 18. März
Theaterhaus T4, 20.15 Uhr
Donnerstag, 19. März
Rosenau, 20 Uhr
Freitag, 20. März
Stuttgarter Poetry Slam im Keller-Klub
Kabarett-Wettbewerb 2015
»Stuttgarter Besen«
Angelika Beier Zwischen Sex und 60
Werner Brix LUST – Lasst uns leben
Stuttgartpemiere
Rosenau, 20 Uhr
Das Geld liegt auf der Fensterbank,
Marie Paradiesseits
Laboratorium, 20.30 Uhr
Andreas Breiing Buschtrommel solo
Stuttgartpemiere
Theaterhaus T4, 20.15 Uhr
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Merlin, 20 Uhr
theatre du pain Brot & Spiele
Stuttgartpremiere
Rosenau, 20 Uhr
Frank Grischek unerhört
Stuttgartpremiere
Renitenztheater, 20 Uhr
Theaterhaus T4, 20.15 Uhr
Sonntag, 22. März
Thomas Freitag
Der kaltwütige Herr Schüttlöffel
Margie Kinsky
Ich bin so wild nach Deinem
Erdbeerpudding! – Kinsky legt nach!
Renitenztheater, 19 Uhr
Jens Neutag Das Deutschland-Syndrom
Stuttgartpremiere
Theaterhaus T4, 19 Uhr
Jess Jochimsen Für die Jahreszeit zu laut
Rosenau, 19 Uhr
Moritz Neumeier
Kein scheiß Regenbogen
Stuttgartpremiere
Die Spielorte
Hans Gerzlich
So kann ich nicht arbeiten!
Theaterhaus T2, 19.30 Uhr Jürgen Becker
Der Künstler ist anwesend
Keller-Klub, 20 Uhr
Samstag, 21. März
Philipp Möller Isch hab Geisterblitz
Laboratorium
Wagenburgstraße 147
70186 Stuttgart
Kartentelefon:07 11 / 6 49 39 26
info @ laboratorium-stuttgart.de
www.laboratorium-stuttgart.de
Kulturzentrum Merlin
Augustenstraße 72
70178 Stuttgart
Kartentelefon:07 11 / 61 85 49
karten @ merlinstuttgart.de
www.merlinstuttgart.de
Rosenau – Lokalität & Bühne
Rotebühlstraße 109 b
70178 Stuttgart
Kartentelefon:0 18 05/700 733
(0,14 Euro pro Minute)
info @ rosenau-stuttgart.de
www.rosenau-stuttgart.de
Renitenztheater
Büchsenstraße 26
70174 Stuttgart
Kartenreservierung:
07 11 / 29 70 75
kasse @ renitenztheater.de
www.renitenztheater.de
Theaterhaus
Siemensstraße 11
70469 Stuttgart
Kartenreservierung:
07 11 / 40 207 - 20, - 21, - 22, - 23
th @theaterhaus.com
www.theaterhaus.com
Impressum
Herausgeber: Erzeugergemeinschaft
Stuttgarter Kabarett GbR
Redaktion: Anette Battenberg
www.stuttgarterkabarettfestival.de
Fotos: Veranstalter
Gestaltung: www.hemmerich.de
Druck: www.wir-machen-druck.de
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Ein Girokonto.
Möglichkeiten,
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