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05-2015-Kein Spielraum-NORDOSTCHEMIE

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5/2015
Kein Spielraum
Ohne Einigung endete heute in Berlin die regionale Wirtschaftsdebatte
für die rund 44.000 Chemiebeschäftigten der Ostchemie. Die
Sozialpartner verständigten sich darauf, die Gespräche am 24. Februar
auf Bundesebene fortzusetzen.
Berlin, 29. Januar – „Es ist wie in jedem Haushalt: man kann auf Dauer nicht
mehr ausgeben, als zur Verfügung steht. Für uns gilt der tarifpolitische
Grundsatz, dass der Produktivitätsfortschritt plus ein Inflationsausgleich für
Lohnerhöhungen zur Diskussion stehen. Zu dieser Richtschnur müssen wir
wieder zurückfinden“, betont der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite,
Thomas Naujoks. Zwischen der wirtschaftlichen Realität der Unternehmen
und der Forderung der Gewerkschaft liegen Welten.
Heute weiß Naujoks: „In den vergangenen Jahren fielen die Abschlüsse für
die Chemieunternehmen zu hoch aus. Es war ein Fehler, wiederholt auf
Zukunftsprognosen zu setzen und den tarifpolitischen Grundsatz außer Acht
zu lassen.“ Gerade die Ostchemie ist hierdurch besonders belastet gewesen,
da der Verteilungsraum insbesondere wegen rückläufiger
Produktivitätsentwicklung deutlich geringer war. Zudem sind die Löhne und
Zusatzleistungen der Ostchemie stärker gestiegen als in anderen
Tarifgebieten.
Eine Umkehr bei der Produktivitätsentwicklung ist nicht absehbar. Die
Investitionen in Ostdeutschland sind seit Jahren rückläufig, viel Geld fließt jetzt
ins Ausland. Für die Zukunft des Standortes ist dies ein schlechtes Zeichen,
denn andernorts entstehen wettbewerbsfähigere Chemieanlagen, die unter
günstigeren Rahmenbedingungen produzieren. „Krisen in Europa gemeinsam
mit zunehmender Konkurrenz sind eine gefährliche Mischung,“ findet Naujoks.
Ein ganz wesentlicher Teil der Herausforderung im Osten ist, dass die Folgen
der demographischen Entwicklung die Unternehmen schon jetzt härter treffen,
als den Rest der Republik. Verstärkt wird dieser Effekt noch durch die Rente
mit 63. Als unmittelbare Folge müssen die Unternehmen sich immer intensiver
um das Personal kümmern. Bis 2030 fehlen im Osten bis zu 30% der
Erwerbspersonen.
Deshalb sind die Chemie-Arbeitgeber überzeugt, dass es in der ostdeutschen
Tarifpolitik unkonventionelle und intelligente Lösungen braucht, um die
spezifischen Herausforderungen der Demographie in den neuen
Bundesländern zu meistern und eine Trendwende bei der
Produktivitätsentwicklung herbeizuführen.
Die Tarifgespräche werden am 24. Februar 2015 in Kassel auf Bundesebene
fortgesetzt.
Freundliche Grüße
NORDOSTCHEMIE
Torsten Kiesner
Pressesprecher
Leiter Verbandskommunikation
Arbeitgeberverband Nordostchemie e.V.
Torsten Kiesner (Dipl.-Volkswirt)
Hallerstraße 6, 10587 Berlin
Tel.: +49 30 343816-30
Mobil: +49 173 5298140
Fax: +49 30 343819-28
E-Mail: kiesner@nordostchemie.de
www.nordostchemie.de
www.twitter.com/nordostchemie
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Informationen über NORDOSTCHEMIE
Die Chemie- und Pharmabranche in Ostdeutschland hat über 58.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter.
Die
NORDOSTCHEMIE
ist
die
wirtschaftsund
sozialpolitische
Interessenvertretung der über 300 Mitgliedsunternehmen. Zur NORDOSTCHEMIE gehören der
Arbeitgeberverband Nordostchemie e.V. (AGV Nordostchemie), der Verband der Chemischen
Industrie e.V. – Landesverband Nordost – (VCI LV Nordost) und seine Fachverbände. Hauptsitz
ist Berlin, weitere Geschäftsstellen sind in Dresden und Halle.
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