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"Börsen Zeitung" Nr. 58 vom 25.03.2015 Seite: 5 EU

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Jagoutz/KK
GMS
Links: ,,Dienstzettler‘‘ verfügen
über befristete Verträge. Oben:
Herwig Rettenbacher. Er ärgert
sich auch über die Streichung
des 5,9-Euro-Telefonkostenzuschusses für die Bereitschaftsleute im Straßenwinterdienst.
Verwaltung
lokal@ktz.at
Heftiges Tauziehen
um die ,,Dienstzettler‘‘
Bevorstehende Personalvertretungswahl der 4300 Landesbediensteten
treibt bereits seltsame Blüten. PV-Obmann Herwig Rettenbacher spricht
von Problemen der AUF bei der Kandidatensuche. Diese dementiert.
KLAGENFURT. Der Wahlkampf – diesmal für die Personalvertretung der Landesbediensteten am 6. und 7.
November – scheint bereits
seltsame Blüten zu treiben.
Dr. Herwig Rettenbacher,
Obmann der Zentralpersonalvertretung, ist überzeugt:
,,Die orange Aktionsgemeinschaft Unabhängiger und
Freiheitlicher scheint massive Probleme zu haben, AUFKandidaten zu finden. Jetzt
versprechen sie 300 so genannten Dienstzettlern das
Blaue und Orange vom Himmel. Also endlich fixe Jobs
durch PV-Listenplätze ...‘‘
Bei diesen ,,Dienstzettlern‘‘
Warum Dienstzettler
keine normale Arbeitsverhältnisse erhalten?
So braucht man sie
nicht zu objektivieren!
PV-Obmann Herwig Rettenbacher
handelt es sich um 300 Mitarbeiter ohne Planstellen, die
nicht aus dem Personal-, sondern dem Sachaufwandbudget bezahlt werden. Sie gelten
mit befristeten, durchaus gut
dotierten Verträgen nicht als
,,reine‘‘ Bedienstete. Dazu
kommen 400 ,,Dienstzettler‘‘
mit Gelegenheitsarbeiten, et-
wa Pegelstandablesen.
Allein im Straßenbereich, so
Rettenbacher, würde die
AUF mit Zuckerln nach
Kandidaten fischen. Zwei
Bauämter samt Unterabteilungsleiter wären ohne Objektivierung von Haider besetzt worden. Rettenbacher:
,,Wir haben uns dafür eingesetzt, dass Dienstzettler
erstmals zur Wahl dürfen ...‘‘
Dr. Andreas Skorianz von
der AUF kontert: ,,Lächerlich! Wir haben so viele
Kandidaten, dass wir nicht
alle unterbringen. Wir präsentieren heute eine Überraschung – einen waschechten
Dienstzettler!‘‘
H. Raffer
IM ZEITRAFFER
Für treue ,,Orange‘‘
W
ie ungerecht ist doch die
Welt: Da wurden der
ewige ,,Kleine-Leute-Vertreter‘‘ LH Haider und seine
damalige Vizekanzlerin
Riess-Passer von der Alt-FPÖ
als Millionen-Spesenritter
angepatzt. Für treue ,,Orange‘‘
gibt es dafür ein Ausgedinge –
das Bürgerbüro. Da brennen
Steuerzahler eine Top-Gage
für einen Ex-Minister und
jämmerlich gescheiterten
BZÖ-Kandidaten sowie Konsulentenverträge für einen
Ex-Abgeordneten und einen
Ex-Pressesprecher. Unterschlupf fanden ein ,,halber‘‘
Stadtrat, der Sohn eines FPGeschäftsführes und ein
Seen-Bürgermeister. Ein
bestens dotierter Ex-Sektionschef taucht in der Schulabteilung auf. Ministerin Gastinger hat sich jetzt wohl alle
Chancen auf den angeblich
auch von der Schulratspräsidentin angepeilten St. Veiter
BH-Job verspielt. So viel zum
Thema ,,Jobverteilung‘‘. -raf
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Seele and Geist
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