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LBBW RESEARCH
MÄRKTE IM BLICK 30.01.2015
11
Märkte im Blick
Analysen & Prognosen
für Ihre Anlageentscheidung
30.01.2015
tz
KONJUNKTUR
§ Ifo-Index legt das dritte Mal in Folge zu
§ BIP-Prognose 2015 unverändert bei 1,2 %
Das Ifo-Geschäftsklima ist im Januar auf 106,7 Punkte angestiegen. Besonders
die Lagekomponente ist hierfür verantwortlich. Sie verbesserte sich von 109,8
auf 111,7 Zähler. Die Erwartungskomponente legte von 101,3 auf 102,0 Punkte
zu. Dieser dritte Anstieg in Folge macht Hoffnung auf einen guten Start der
deutschen Wirtschaft ins Jahr 2015. Dass die Unternehmen vor allem ihre Lage
besser beurteilen als im Dezember, dürfte an den günstigen Startbedingungen
liegen: Der niedrige Ölpreis reduziert die Kosten der produzierenden Firmen
und der schwache Euro erhöht die Wettbewerbsfähigkeit der Exporteure außerhalb des Euroraums. Auch die Refinanzierungsbedingungen sind ausgezeichnet. Diese Faktoren sollten die Wirtschaftsschwäche im Euroraum und die sich
daraus ergebende schwache Nachfrage nach deutschen Produkten abfedern
können. Wir halten an unserer BIP-Prognose von 1,2 % für 2015 fest.
DEUTSCHLAND
116
116
114
114
112
112
110
110
108
108
106
106
104
104
102
102
100
100
98
2010
2011
ifo-Geschäftsklimaindex
2012
2013
2014
S o u r c e :
ZINSUMFELD
§ Inflationsrate auch in Deutschland unter Nullmarke
§ Bund-Rendite folgt Treasuries weiter abwärts
Die vorläufige Januar-Teuerungsrate ist in Deutschland von plus 0,2 % auf
minus 0,3 % - nach harmonisierter europäischer Rechnung sogar minus 0,5 % abgesackt und liegt damit erstmals seit dem schweren Krisenjahr 2009 im
negativen Territorium. Verantwortlich für den Rückgang ist der Einbruch bei
den Rohölnotierungen. Die Energiekosten lagen 9 % niedriger als vor Jahresfrist.
Auch die Nahrungsmittelpreise gingen zurück. Zusammen mit dem von der EZB
angekündigten 1,14 Bio. Euro schweren Wertpapierkaufprogramm und den
nachgebenden Renditen der langlaufen US-Staatsanleihen im Zuge eines behutsamen Fed-Normalisierungskurses hat der geringe Teuerungsdruck zu weiter
nachgebenden Bund-Renditen geführt. Diese erreichten mit zwischenzeitlich
gut 0,3 % einmal mehr ein neues Rekordtief.
T h o m
s o n
R e u t er s
Da t a st r e a m
DEUTSCHLAND
5
5
4
4
3
3
2
2
1
1
0
0
-1
-1
2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Deutschland Inflationsrate (% p.a.)
Bundesanleihen-Rendite (% p.a.)
S o u r c e :
30.01.2015 +++ 13:16 +++
98
2015
T h o m
so n
R e u t er s
Da t a st r e a m
BITTE BEACHTEN SIE DEN DISCLAIMER AUF DER LETZTEN SEITE
LBBW RESEARCH
AKTIENMÄRKTE
§ Ende der Rekordjagd
§ DAX tendiert seitwärts
In der vergangenen Börsenwoche tendierte das deutsche Leitbarometer per
saldo seitwärts. Während der Wahlsieg des Linkspolitikers Alexis Tsipras
zum neuen Ministerpräsidenten Griechenlands kaum für Verunsicherung
sorgte, veranlasste die nun auch in Europa in Fahrt gekommene Berichtssaison die Anleger zu Gewinnmitnahmen. Zwar profitierten die Konzerne von
einem spürbar nachlassenden Währungsdruck, die Ausblicke blieben jedoch
durch Konjunktursorgen belastet. Außerdem dämpften Spekulationen auf
eine baldige Zinserhöhung in den USA die Kauflaune der Investoren. Allerdings verhinderte die Aussicht auf eine weitere Geldschwemme durch die
EZB deutliche Kurseinbußen. Auch in den nächsten Wochen dürfte der Mittelzufluss in Aktien anhalten, von Sorglosigkeit oder Euphorie sind die Märkte
noch weit entfernt.
DEVISEN
§ Australischer Dollar dürfte abwerten
§ Fairer Kurs des Euro bei 1,65 AUD
In den letzten Wochen zeigte sich der Australische Dollar (AUD) gegenüber
dem Euro fest. Dieser Trend dürfte sich allerdings unseres Erachtens nicht
fortsetzen. Vielmehr halten wir den AUD für überbewertet und prognostizieren, dass der Kurs des Euro von aktuell 1,43 AUD auf 1,50 AUD per Jahresende 2015 klettern wird. Für eine Abwertung des AUD gegenüber dem Euro
spricht zum einen der anhaltende Rückgang der Rohstoffpreise. Zum
anderen haben die zuletzt schwächer ausgefallenen chinesischen Konjunkturdaten die Sorgen vor einem Abbruch des gesamtwirtschaftlichen Expansionstempos im Reich der Mitte – dem wichtigsten Absatzmarkt für die
australische Exportwirtschaft – wiederaufflammen lassen. Darüber hinaus
schwebt über Wirtschaft und Währung in Down Under weiterhin das Risiko
des Platzens einer Blase am Wohnimmobilienmarkt.
ROHSTOFFE
MÄRKTE IM BLICK 30.01.2015
DAX
11
11
10.50
10.50
10
10
9.50
9.50
9
9
8.50
8.50
8
8
7.50
7.50
7
F M A M J
J
A S O N D
J F M A M
J
7
J A S O N D J
DAX-Index in Punkten (in Tsd.)
S o u r c e :
Datum
Kurs
Veränderung zur Vorwoche in %
30.01.2015
10 738
2,90
T h o m
s o n
R e ut e r s
D at a s t r e a m
AUSTRALISCHER DOLLAR
1.58
1.58
1.56
1.56
1.54
1.54
1.52
1.52
1.50
1.50
1.48
1.48
1.46
1.46
1.44
1.44
1.42
1.42
1.40
1.40
1.38
1.38
1.36
F
M
A
M
J
J
A
S
O
N
D
1.36
J
Australischer Dollar je Euro
S o u r c e :
Datum
Kurs
Veränderung zur Vorwoche in %
30.01.2015
1,44
3,4
T h o m
s o n
R eu t
e r s
D at
a s t
r e a m
CHINA BIP-WACHSTUM UND LME-INDEX
§ Basismetalle zwar leicht erholt
§ Mangels Impulsen dürfte Preisdruck hoch bleiben
China ist mit einem Anteil von über 40 % der mit Abstand größte weltweite
Nachfrager von Industriemetallen. Kommen Befürchtungen einer stärkeren
Abkühlung der Wirtschaft im Reich der Mitte auf, geraten die Basismetallmärkte daher unmittelbar unter Druck und vice versa. Die zuletzt publizierten
chinesischen Konjunkturzahlen sind jedoch mit Erleichterung aufgenommen
worden. Zwar weist das Reich der Mitte mit plus 7,4 % für das Jahr 2014 den
schwächsten BIP-Zuwachs seit 24 Jahren aus. Das Schlussquartal fiel mit einem
Wachstum von 7,3 % jedoch etwas besser aus als erwartet. In den nächsten
Wochen rechnen wir nicht mit weiteren wesentlichen Impulsen. Vielmehr sollte
die Nachfrage erst nach dem chinesischen Neujahrsfest Mitte Februar wieder
anziehen. Deshalb dürften sich die Basismetallpreise bis dahin bestenfalls
seitwärts oder gar nach unten entwickeln.
30.01.2015 +++ 13:16 +++
2/4
LBBW RESEARCH
MÄRKTE IM BLICK 30.01.2015
Marktüberblick Prognosemonitor
AKTIEN
DAX
Euro Stoxx 50
Dow Jones
Nikkei 225
30.01.2015
10738
3372
17417
17674
31.03.2015
10800
3400
18000
18000
30.06.2015
11200
3400
18000
18500
31.12.2015
11500
3500
18500
19000
ZINSEN
EZB Leitzins
Euro 3-Monatsgeld
Bund 2 Jahre
Bund 5 Jahre
Bund 10 Jahre
Fed Funds
US-Dollar 3-Monatsgeld
Treasury 10 Jahre
30.01.2015
0,05
0,06
-0,16
-0,07
0,32
0,25
0,25
1,75
31.03.2015
0,05
0,10
-0,10
0,05
0,60
0,25
0,35
2,20
30.06.2015
0,05
0,10
-0,05
0,10
0,80
0,50
0,80
2,60
31.12.2015
0,05
0,10
0,00
0,20
1,00
1,00
1,30
2,90
WECHSELKURSE
US-Dollar je Euro
Yen je Euro
Franken je Euro
Pfund je Euro
30.01.2015
1,13
134
1,04
0,75
31.03.2015
1,20
138
1,00
0,78
30.06.2015
1,18
142
1,04
0,78
31.12.2015
1,15
150
1,08
0,77
ROHSTOFFE
Gold (USD/Feinunze)
Öl (Brent - USD/Barrel)
Quelle: Thomson Reuters, LBBW Research
30.01.2015
1265
47
31.03.2015
1275
50
30.06.2015
1300
55
31.12.2015
1400
65
2013
0,2
1,5
-0,4
1,4
1,7
2,6
2,2
1,5
1,6
0,4
7,7
2,6
3,0
3,8
2014e
1,5
0,9
0,8
0,4
2,6
1,4
2,5
1,6
0,9
3,0
7,3
2,0
3,5
3,3
2015e
1,2
0,6
0,8
0,2
2,6
0,6
3,2
0,6
1,1
1,2
7,0
1,6
3,6
2,8
KONJUNKTUR
Deutschland
0
Euroland
0
Großbritannien
0
USA
0
Japan
0
China
0
Welt
0
30.01.2015 +++ 13:16 +++
BIP
Inflation
BIP
Inflation
BIP
Inflation
BIP
Inflation
BIP
Inflation
BIP
Inflation
BIP
Inflation
3/4
LBBW RESEARCH
MÄRKTE IM BLICK 30.01.2015
Kalender / Disclaimer
300
LAND
INDIKATOR
PERIODE
MONTAG, 02.02.2015
UNTERNEHMEN: BANKIA, EXXON MOBIL, RYANAIR
USA
Pers. Konsum Kernrate
Dez
USA
Persönliche Einkommen
Dez
USA
Persönliche Ausgaben
Dez
USA
Bauausgaben
Dez
USA
ISM Verarbeitendes Gewerbe
Jan
LBBW-PROGNOSE
KONSENS-PROGNOSE
LETZTER WERT
1,3
0,2
0,0
53,5
1,3
0,2
-0,2
0,8
54,8
1,4
0,4
0,6
-0,3
55,1
-1,5
-2,0
-0,7
DIENSTAG,03.02.2015
UNTERNEHMEN: BP, LVMH, SANTANDER, UPS, WALT DISNEY
USA
Auftragseingänge Industrie
Dez
MITTWOCH, 04.02.2015
UNTERNEHMEN: BBVA, GEA; GENERAL MOTORS; GLAXOSMITHKLINE; HANNOVER RÜCK, MERCK & CO, OSRAM, TOYOTA
USA
ADP Beschäftigungsveränderung
Jan
-
220
241
USA
ISM Dienstleistungen
Jan
55,0
56,5
56,5
DONNERSTAG, 05.02.2015
UNTERNEHMEN: ABB, ASTRA-ZENECA, BNP PARIBAS, DAIMLER, ENEL, MUNICH RE, SANOFI, VOLVO
DE
Auftragseingänge Industrie
Dez
1,3
1,0
UK
BoE Zinsentscheid
0,50
0,50
UK
Zielwert Anleihekaufprogr. (in Mrd.GBP)
375
375
USA
Handelsbilanz (in Mrd. USD)
Dez
-42,0
-38,0
-2,4
0,50
375
-39,0
FREITAG, 06.02.2015
UNTERNEHMEN: AIR BERLIN, KKR
DE
Industrieproduktion
Dez
0,7
0,3
-0,1
USA
Beschäftigungsver. ex Agrar (in Tsd.)
Jan
190
231
252
USA
Arbeitslosenquote
Jan
5,6
5,6
5,6
USA
Durchschnittliche Stundenlöhne
Jan
0,4
0,3
-0,2
Hinweis
Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Postfach 16 03 19, 60066 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Postfach 1253, 53002 Bonn /
Postfach 50 01 54, 60391 Frankfurt.
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Das Aktien-Research der Landesbank Baden-Württemberg teilt die Unternehmen des Beobachtungsuniversums in zwei Produkt- und Analysezirkel. Nähere Erklärungen finden Sie unter https://www.lbbwresearch.de/publicdisclaimer. Aktuelle Angaben gemäß §5 Abs. 4 Nr. 3 FinAV finden Sie unter http//www.LBBW.de/finanzanalyseverordnung.
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Quellen Grafiken: Thomson Reuters, LBBW Research
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Landesbank Baden-Württemberg
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70173 Stuttgart
30.01.2015 +++ 13:16 +++
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