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NR. 04/15
01. Februar 2015
www.neu-sport.de
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Trotz
Olic-Rückkehr
der nächste
Rückschritt:
HSV 0:2
gegen Köln
Luftkampf zwischen dem Hamburger Ashton Götz (links) und dem Kölner Marcel Risse,
der im zweiten Durchgang zwei fast identische Tore erzielte. Foto: Eibner-Pressefoto
SeiTe 02
FuSSBall 1. BuNDeSliGa
Di Santos Doppelpack entscheidet
Bremen legt gegen Berlin einen
perfekten Start ins Jahr 2015 hin
SV Werder Bremen –
Hertha BSC Berlin 1:0 (1:0)
SV Werder Bremen: Wolf – Gebre Selassie, Galvez, Vestergaard, Sternberg – Bargfrede –
Bartels, Junuzovic – Öztunali
(66. Fritz) – di Santo, Selke.
Trainer: Viktor Skripnik
Hertha BSC Berlin: Kraft – Pekarik, Langkamp, Brooks, Schulz
(46. van den Bergh) – Niemeyer
(46. Ndjeng), Lustenberger –
Hegeler, Ronny (70. WagnerI,
Stocker – Schieber. Trainer: Jos
Luhukay
Schiedsrichter: Dr. Felix Brych
(SV Am Hart München)
Zuschauer: 40.000
Tore: 1:0 di Santo (43.), 2:0 di
Santo (69.)
Gelbe Karten: Selke (13.), Galvez (37.), Sternberg (54.) – Niemeyer (31.), Hegeler (39.), van
den Bergh (48.)
Das ist Fußball ... In sieben Bundesliga-Spielen und einem DFBPokal-Einsatz für den SV Werder Bremen war Nils Petersen
in der Hinrunde der Saison
2014/2015 kein einziges Tor gelungen. Weil der 26-Jährige, der
in den vorherigen beiden Spielzeiten zumeist Stammkraft war,
deshalb im Werder-Angriff hinter
Franco di Santo und Davie Selke
plötzlich nur noch Angreifer
Nummer drei war, wurde er in
der Winterpause für ein halbes
Jahr an den SC Freiburg verliehen. Und in seinem ersten SCF
steuerte Petersen am Sonnabend gleich einen lupenreinen
Hattrick zum 4:1-Sieg gegen
Eintracht Frankfurt bei. Wirklich
freuen konnten sich die Werder-
Anhänger, die vom Juli 2012 bis
zum Mai 2014 noch jedes der
insgesamt 18 Bundesliga-Tore,
die Petersen für Bremen erzielt
hatte, bejubelt hatten, über diesen Dreierpack nicht – denn
Freiburg ist ein direkter Konkurrent der Bremer im Kampf um
den Klassenerhalt und zog durch
den „Dreier“ gegen Frankfurt zunächst an Bremen vorbei, wodurch der SV Werder am Samstagabend auf den Relegationsrang 16 abrutschte.
Über die Entscheidung von Thomas Eichin, dem Geschäftsführer Sport des SV Werder, Petersen ausgerechnet nach Freiburg
zu verleihen, kann man also diskutieren. Gleiches gilt für das
Leihgeschäft, das die Bremer mit
dem VfL Wolfsburg in Bezug auf
Torwart Koen Casteels abschlossen: Der Belgier, der erst
am 21. Januar von der TSG1899
Hoffenheim nach Wolfsburg gewechselt war und dort bis zum
30. Juni 2018 unterschrieb,
wurde nur einen Tag später bis
zum 30. Juni 2015 an Bremen
verliehen. Gar nicht gut fand dies
Werders bisherige Nummer eins
Raphael Wolf: „“Es wurde während der Vorbereitung, in der
sich eine Mannschaft sportlich
weiterentwickeln soll, eine Tür
für eine Torwart-Diskussion geöffnet, die man nicht hätte öffnen
müssen“, wurde Wolf in der
„Sport-Bild“ zitiert.
Als die Bremer am Sonntagnachmittag zu ihrem ersten
Rückrunden-Spiel Hertha BSC
Berlin empfingen, stand Wolf
trotzdem in der Start-Elf. Dort
fand sich mit Innenverteidiger
Jannik Vestergaard auch einer
der insgesamt drei Winter-Neuzugänge wieder. Den Dänen hatten die Bremer vier Tage zuvor
für eine Ablösesumme von 2,5
Millionen Euro fest aus Hoffenheim fest verpflichtet und mit einem Vertrag bis zum 30. Juni
2018 ausgestattet. Angesichts
der Tatsache, dass Vestergaard
erst 22 Jahre al ist, aber bereits
über die Erfahrung von 70 Bundesliga-Einsätzen
verfügt,
scheint diese Summe gut investiert zu sein. Zuletzt war Vestergaard im Kraichgau allerdings
zumeist nur zweite Wahl (lediglich sechs Erstliga-Einsätze in
der Hinrunde dieser Saison). Assani Lukimya Mulongoti, der in
Berlin aufwuchs und von 2004
bis 2007 bei Hertha BSC Berlin
in der A-Jugend und in der Zweiten Herren-Mannschaft kickte,
musste für Vestergaard weichen
und saß gegen seinen Ex-Klub
nur auf der Bank. Mit Levin Öztunali stand auch der leihweise
vom TSV Bayer 04 Leverkusen
verpflichtete Offensivmann in der
Start-Elf: Der gebürtige Hamburger begann hinter den beiden
Spitzen di Santo und Selke.
Die Wichtigkeit der Partie gegen
die Berliner dürfte selbst dem
Letzten klargeworden sein,
wenn er vor dem Anpfiff einen
Blick auf den Tabellenkeller der
Ersten Bundesliga warf: Werder
Bremen war mit 17 Punkten
Drittletzter, Hertha BSC stand
zwei Plätze und einen Punkt
besser da. Wohl auch deshalb
tasteten sich die beiden Mannschaften in der Anfangsphase
nur gegenseitig ab. Erst nach
fünf Minuten gab es eine erste
Strafraumszene: Nach dem ers-
ten Bremer Eckstoß, den Fin
Bartels gegen Sebastian Langkamp herausgeholt hatte, fand
der wie gewohnt von Zlatko Junuzovic vor das Hertha-Tor geschlagene Ball aber keinen Mitspieler. Dann stellte sich Vestergaard mit einem Offensivakzent
an der Weser vor: Aus gut und
gerne 35 Metern zog der aufgerückte Abwehrmann ab und sein
Kracher zischte nur hauchdünn
über die Latte (6.).
Dieser Fernschuss war wie ein
Weckruf für die Hausherren, die
fortan nicht nur deutlich mehr
Ballbesitz hatten, sondern das
Geschehen auch bestimmten
und couragiert nach vorne spielten. In der neunten Minute resultierte daraus auch ihre erste
Torchance aus dem Spiel heraus: Weil die Gäste-Abwehr
nach einer Rechtsflanke nicht im
Bilde war, konnte Selke seinen
ersten Torschuss abgeben, mit
dem er Hertha-Torwart Thomas
Kraft aber vor keinerlei Probleme
stellte. Kurios: Als es nach einer
Viertelstunde die erste Gelegenheit der Gäste gab, resultierte
diese aus einem Bremer Freistoß heraus: Mit einer dieses
Mal von Junuzovic suboptimal
ausgeführten Flanke aus dem
Halbfeld lud der Österreicher die
Berliner zu einem Konter ein. Julian Schieber, die einzige echte
Hertha-Spitze, trieb den Ball
nach vorne und bediente Petar
Pekarik, der sich auf der rechten
Seite aber nicht entscheidend
durchsetzen konnte – Glück für
die Heim-Elf.
Der SV Werder ließ sich von dieser Situation aber keinesfalls beirren, sondern legte anschlie-
FuSSBall 1. BuNDeSliGa
ßend wieder selbst den Vorwärtsgang ein. So kamen zwei
ansehnliche Torschüsse zustande: Der erste davon, abgegeben von Philipp Bargfrede aus
22 Metern, zischte nur knapp
links am Ziel vorbei (20.). Der
zweite, den Selke aus derselben
Entfernung abfeuerte, wäre im
Tor gelandet, wenn Kraft ihn
nicht zur Ecke gelenkt hätte
(23.). Diesen Eckstoß brachte
erneut Junuzovic in den HerthaStrafraum, wo ordentlich Verwirrung herrschte, ehe die Hauptstädter die Situation letztlich
doch bereinigen konnten. Hertha-Akteur Peter Niemeyer, der
vom Januar 2007 bis zum August 2010 noch für den SV Werder kickte (55 Pflichtspiele und
zwei Tore), zog sich früh eine
Kopfverletzung zu und musste
mit einem Turban-Verband wei-
terspielen. Dieser hinderte ihn
jedoch nicht daran, Bartels mit
einem Trikot-Vergehen unfair zu
stoppen, was von Schiedsrichter
Dr. Felix Brych aus München mit
einer Gelben Karte geahndet
wurde.
Öztunali setzte in Bremen ein
erstes Ausrufezeichen, als er
nach einem schönen Zusammenspiel über mehrere Positionen einen trockenen Schuss abfeuerte, der aber unverhofft früh
schon am Bein des blockenden
Gäste-Verteidigers Sebastian
Langkamp endete (36.). Nach einer etwas geruhsameren Viertelstunde hatten es die letzten
fünf Minuten der ersten Halbzeit
wieder so richtig in sich. Zunächst hatte Kraft Probleme mit
einer Freistoßflanke von Junuzovic, fing den Ball dann im
Nachfassen aber doch noch
SeiTe 03
(40.). Umso sicherer packte Kraft
eine Minute später bei einem
weiteren Fernschuss des agilen
Bargfrede zu. In der 42. Minute
hatten dann die Berliner ihre bis
dato beste Konter-Chance: Stocker wurde von Ronny steilgeschickt und tankte sich bis zur
Torlinie durch, von wo er den Ball
klug zurücklegte zum mitgelaufenen Schulz, der sich aber nicht
zu einem Direktschuss durchringen konnte und zulange zögerte
– großes Glück für die Bremer.(42.).
Und nur eine Minute später gingen stattdessen die Hausherren
in Führung, was aufgrund des
Verhältnisses an Torchancen
und Spielanteilen auch absolut
verdient war. Dabei war es für
die Bremer Gold wert, dass sich
Theodor Gebre Selassie einmal
mehr ins Offensivspiel einschal-
tete: Der Rechtsverteidiger fand
mit einem Steilpass zwischen
zwei Berlinern hindurch den startenden di Santo, der, anders als
zuvor Schulz in einer deutlich
besseren Position, nicht lange
fackelte, sondern von rechts aus
spitzem Winkel abzog. So mancher Werder-Anhänger wusste
nicht, wie es geschehen war –
aber der Ball zappelte tatsächlich zum 1:0 im linken, langen
Eck. Besser hätte die erste Halbzeit für die Bremer nicht enden
können – spät, aber nicht zu
spät bestraften sie die bis dahin
viel zu verhalten agierenden
Berliner.
Der zweite Durchgang begann
mit der ersten echten Prüfung
für Werder-Torwart Raphael
Wolf, die dieser aber bei einem
Freistoß des Brasilianers Ronny
locker bestand (50.). Zwei Minu-
SeiTe 04
Machte mit seinem Doppelpack den Unterschied aus: Werder-Stürmer Franco di Santo. Foto: BS (Archiv)
FuSSBall 1. BuNDeSliGa
ten später musste sich Wolfs
Gegenüber Kraft schon mehr
strecken, um einen 18-MeterSchuss von Junuzovic zu parieren. Es folgten einige unschöne
Aktionen und Fouls. Durchdachte Offensivaktionen waren
Fehlanzeige, was vor allem für
die Berliner ein Armutszeugnis
war – schließlich lagen sie im
Rückstand und mussten versuchen, diesen aufzuholen. Nach
18 ereignislosen Minuten gab es
für die Zuschauer in der 69. Minute endlich wieder eine aufregende Szene: Bargfrede versuchte es bereits zum dritten Mal
mit einem Fernschuss, der abermals sein eigentliches Ziel nur
knapp verfehlte.
Die nächste Szene brachte aber,
nicht einmal 50 Sekunden später, das 2:0 für Werder Bremen
mit sich. Selke behauptete sich
stark und eroberte den Ball, den
dann der frisch eingewechselte
Clemens Fritz von rechts in die
Mitte flankte. Dort nahm di Santo
den Ball mit vollem Risiko per
Seitfallzieher – sein Versuch
hätte in die Wolken gehen können, schlug aber aus zwölf Metern genau rechts im Eck ein. Ein
Traumtor, das angesichts der
Tatsachen, dass nur noch 20 Minuten zu spielen waren und die
Berliner bis dahin offensiv arg li-
FuSSBall 1. BuNDeSliGa
mitiert agierten, eine Art Vorentscheidung zu bedeuten schien.
Hertha-Coach Jos Luhukay reagierte, indem er mit Sandro
Wagner, der vom Januar 2010
bis zum Januar 2012 noch für
die Bremer stürmte (fünf Tore in
36 Pflichtspielen), einen zweiten
echten Stürmer einwechselte.
Doch auch mit Wagner gelang
es den Hauptstädtern nicht,
noch einmal ins Spiel zurückzufinden. Die beiden Mannschaften begegneten sich nun hauptsächlich zwischen den beiden
Strafräumen, was den Bremern
nur Recht sein konnte, lagen sie
doch in Führung. Sogar noch ein
3:0 wäre möglich gewesen, aber
Selke scheiterte aus spitzem
Winkel (87.). So gewannen die
Bremer daheim zum neunten
Mal in Folge gegen Hertha und
zogen auch im Klassement an
den Berlinern vorbei.
In nur drei Tagen steht für die
Bremer bereits das nächste
wichtige Spiel an: Im Rahmen
der „Englischen Woche“ in der
Ersten Liga gastieren die GrünWeißen am Mittwoch, 3- Januar
ab 20 Uhr bei der TSG 1899 Hoffenheim. Für Vestergaard und
Casteels kommt es dabei zum
schnellen Wiedersehen mit ih-
SeiTe 05
rem Ex-Verein und ihren bisherigen Mitspielern, die sie natürlich noch besser kennen als ihre
neuen Bremer Mitstreiter: Der
dänische Nationalspieler Vestergaard war vom Juli 2010 bis zum
Dezember 2014 in insgesamt
198 Pflichtspielen für die A-Jugend sowie die Zweite und Erste
Herren-Mannschaft der Hoffenheimer aktiv; Casteels hütete
vom August 2011 bis zum Dezember 2014 in 42 Pflichtspielen
das Tor der Kraichgauer. Im Gegenzug steht im Kader von TSGTrainer Markus Gisdol WerderCoach Viktor Skripnik wird auch
in der Wirsol-Rhein-NeckarArena noch auf Cedric Makiadi
verzichten müssen, der am
Sonnabend beim Afrika-Cup mit
der Nationalmannschaft der Demokratischen Republik Kongo
mit einem 4:2-Sieg gegen das
Nachbarland Kongo das Halbfinale erreichte.
Die Bremer können aber mit
breiter Brust die weite Reise
nach Baden-Württemberg antreten, denn die Hoffenheimer sind
ihr absoluter Lieblingsgegner.
Erst ein einziges von bisher 14
Pflichtspielen verlor der SVW gegen die TSG – und zwar am 21.
August 2010 (im Kraichgau mit
1. Bundesliga
18. Spieltag:
VfL Wolfsburg - Bayern München
FC Schalke 04 - Hannover 96
1. FSV Mainz 05 - SC Paderborn 07
SC Freiburg - Eintracht Frankfurt
VfB Stuttgart - Bor. Mönchengladbach
Hamburger SV - 1. FC Köln
Bayer 04 Leverkusen - Borussia Dortmund
Werder Bremen - Hertha BSC
FC Augsburg - TSG Hoffenheim
Pl. Verein
Sp.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
18
18
18
18
18
18
18
18
18
18
18
18
18
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18
18
18
Bayern München
VfL Wolfsburg
Borussia M'gladbach
FC Schalke 04
FC Augsburg
Bayer 04 Leverkusen
1899 Hoffenheim
Hannover 96
Eintracht Frankfurt
1. FC Köln
1. FSV Mainz 05
Werder Bremen
SC Paderborn 07
SC Freiburg
Hertha BSC
Hamburger SV
VfB Stuttgart
Borussia Dortmund
19. Spieltag:
Di 03.02. 20:00
Di 03.02. 20:00
Di 03.02. 20:00
Di 03.02. 20:00
Mi 04.02. 20:00
Mi 04.02. 20:00
Mi 04.02. 20:00
Mi 04.02. 20:00
Mi 04.02. 20:00
S u N
14
11
8
9
10
7
7
7
6
6
4
5
4
3
5
4
4
4
4
1
5
4
0
0
0
2
3
Diff.
3 1 34
4 3 19
6 4 10
3 6
8
0 8
3
8 3
8
5 6
2
3 8
-6
5 7
-3
4 8
-4
9 5
1
5 8 -11
7 7 -10
9 6
-5
3 10 -13
5 9 -12
5 9 -13
4 10 -8
:
:
:
:
:
:
:
:
:
1
0
0
1
1
2
0
0
1
Tore
Pkt.
42:8
37:18
26:16
29:21
25:22
28:20
30:28
21:27
35:38
19:23
24:23
28:39
21:31
21:26
24:37
9:21
20:33
18:26
45
37
30
30
30
29
26
24
23
22
21
20
19
18
18
17
17
16
Bayern München - FC Schalke 04
Bor. Mönchengladbach - SC Freiburg
Hannover 96 - 1. FSV Mainz 05
Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg
Borussia Dortmund - FC Augsburg
TSG Hoffenheim - Werder Bremen
Hertha BSC - Bayer 04 Leverkusen
1. FC Köln - VfB Stuttgart
SC Paderborn 07 - Hamburger SV
1:4). Zudem gab es acht Werder-Siege (davon immerhin drei
auswärts) und fünf Unentschieden. Sowohl das Hinspiel dieser
Saison (1:1 am 30. August 2014)
als auch das bis dato letzte
Gastspiel der Bremer in Sinsheim (4:4 am 30. November
2013) endete mit einer Punkteteilung.
Am Sonntag, 8. Februar steht für
die Bremer bereits das nächste
Bundesliga-Heimspiel an. Zu
Gast im Weser-Stadion ist dann
ab 15.30 Uhr der TSV Bayer 04
Leverkusen, der die erneute
Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb (möglichst die
UEFA-Champions-League) anpeilt. Dann kommt es für den
dritten Bremer Winter-Neuzugang, nämlich für Levin Öztunali,
zum schnellen Wiedersehen mit
seinem Ex-Klub: In der Hinrunde
dieser Saison absolvierte der gebürtige Hamburger, der erst im
Juli 2014 vom Hamburger SV
zum Werksklub gewechselt war,
sechs Bundesliga-Einsätze für
die Leverkusener, die ihn nun für
anderthalb Jahre an die Weser
verliehen. Dort kickt auch Clemens Fritz, der ebenfalls eine
„Bayer-Vergangenheit“ hat: Der
heutige Werder-Kapitän war von
2003 bis 2006 für die Rheinlän-
der aktiv (43 Pflichtspiele, zwei
Tore), ehe er nach Bremen weiterzog.
Im Gegenzug war Bayer-Kapitän
Simon Rolfes, der in Ibbenbüren
das Licht der Welt erblickte, von
1999 bis 2004 für Werder aktiv,
schaffte aber nach seiner Jugend-Zeit nicht den Sprung aus
der Werder-Reserve (104 Einsätze) in die Erste Mannschaft,
für die er nur ein Pflichtspiel bestritt. Simon Boenisch stand von
2007 bis 2012 beim SV Werder
unter Vertrag (55 Pflichtspiele,
ein Tor) und Julian Brandt ist
zwar gebürtiger Bremer, ging
aber nach Stationen beim SC
Borgfeld und FC Oberneuland
nicht etwa zu Werder, sondern
zum VfL Wolfsburg. Zwischen
Bremen und Leverkusen gab es
bisher 80 Pflichtspiele. Die Gesamtbilanz spricht für den SV
Werder, der 29 Siege feuerte
(bei 30 Unentschieden und 20
Bayer-Siegen). An der Weser
gab es bisher 19 Bremer Heimsiege (so auch zuletzt am 21.
Dezember 2013 mit 1:0 durch
das goldene Tor von Santiago
Garcia), 17 Punkteteilungen und
nur drei Leverkusener Erfolge
(letztmals am 28. November
2012 mit 1:4).
BS
SeiTe 06
FuSSBall 1. BuNDeSliGa
De Bruyne macht den Deckel drauf
Ein Kracher: Konterstarke
„Wölfe“ beißen viermal gegen Bayern zu
Vfl Wolfsburg –
FC Bayern München 4:1 (2:0)
Vfl Wolfsburg: Benaglio – Vieirinha, Knoche, Naldo, Ricardo
Rodriguez – Luiz Gustavo, Arnold
– Caligiuri (86. Hunt), de Bruyne,
Perisic (81. Schäfer) – Dost (83.
Bendtner).
Trainer: Dieter Hecking
FC Bayern München: Neuer –
Rode (51. Weiser), Boateng,
Dante, Juan Bernat – Schweinsteiger, Xabi Alonso – Robben,
Müller (71. Götze), Alaba – Lewandowski (71. Pizarro).
Trainer: Josep Guardiola
Schiedsrichter: Tobias Welz
(SpVgg Nassau Wiesbaden)
Zuschauer: 30.000 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Dost (4.), 2:0 Dost (45.),
3:0 de Bruyne (53.), 3:1 Juan Bernat (55.), 4:1 de Bruyne (73.)
Gelbe Karten: Arnold (4. Gelbe
Karte), Luiz Gustavo (7.) – Xabi
Alonso (4. Gelbe Karte), Schweinsteiger (1.)
Mit einem echten „Kracher“ begann am Freitagabend die Rückrunde in der Ersten Bundesliga:
Der Tabellen-Zweite VfL Wolfsburg empfing den FC Bayern
München – und feierte am Ende
einen vor allem in dieser Höhe
sensationellen 4:1-Sieg, mit dem
die „Wölfe“ im Klassement ihren
Rückstand auf den Rekordmeister
auf acht Punkte verkürzten.
Als in der Volkswagen-Arena
exakt eine Minute gespielt war,
gab Arjen Robben bereits den ersten Torschuss ab, der aber abgeblockt wurde. Als auf der Uhr
exakt zwei Minuten heruntergelaufen waren, gab es den zweiten
Vorstoß der Gäste: VfL-Verteidiger
Naldo sprang an einem langen,
hohen Ball vorbei, woraufhin Vieirinha vor David Alaba klären
musste und dies mit einer riskanten Kopfball-Rückgabe tat – um
ein Haar wäre die Kugel an Diego
Benaglio vorbei geflogen, doch
dann fing der Torwart die Rückgabe soeben doch noch. Nach
dreieinhalb Minuten trugen die
„Wölfe“ überfallartig ihren ersten
Angriff vor, den sie gleich mit dem
Führungstreffer krönten: Bas Dost
spielte den Ball nach rechts zu
Daniel Caligiuri, der sich großer
Freiheit erfreute und mit einem
Steilpass Kevin de Bruyne suchte.
Der Pass kam perfekt, doch der
Belgier spürte im Rücken Jerome
Boatengs Atem und spielte deshalb weiter nach links, wo Dost
nach vorne geeilt war und freistehend eiskalt flach ins lange, rechte
Eck einschoss. Ein Traumstart für
den VfL!
Erst in der neunten Minute gab es
den nächsten Bayern-Torschuss:
Bastian Schweinsteigers 20-Meter-Freistoß konnte Benaglio aber
mühelos fangen. Die Münchener
agierten auch danach immer wieder mit langen Diagonalbällen, mit
denen sie aber nicht zum Erfolg
kamen. Und als Benaglio einmal
an einer Rechtsflanke vorbei flog,
kam Schweinsteiger zum Kopfball,
den Vieirinha aber in letzter Se-
kunde kurz vor der eigenen Torlinie klären konnte (14.). Zwei Minuten später trauten sich dann
auch die „Wölfe“ wieder einmal
nach vorne: Über Maximilian Arnold und Caligiuri kam der Ball erneut zu Dost, dessen Versuch
aber zu ungenau war. Und als de
Bruyne auf der linken Seite Sebastian Rode nassgemacht und
Neuer die Hereingabe des Belgiers passieren lassen hatte, kam
Arnold am langen Pfosten nur einen Schritt zu spät (26.). Drei Minuten später war Benaglio wieder
gefordert, als er Alabas 20-MeterVolleyschuss, der noch zweimal
aufsetzte, im Nachfassen sicher
hatte. Gegen Ende der ersten
Halbzeit wurde die Partie etwas
ruppiger: Schweinsteiger rempelte
Luiz Gustavo um (37.), dann foulte
Arnold den beweglichen Alaba
und wurde dafür von Xabi Alonso
umgeschubst (42.). Die Bayern
hatten zwar weiterhin mehr Ballbesitz, aber gute Chancen gab es
weiterhin auch für die Heim-Elf.
Als de Bruyne im Stile von Robben von links nach innen zog, ging
sein schöner Schuss nur knapp
über das lange Eck (30.). Und als
Caligiuri von rechts aus den Ball
genial in hohem Bogen zu Dost
gepasst hatte, ging dessen Lupfer
zwar am herausstürzenden FCBKeeper Manuel Neuer, aber auch
rechts am Ziel vorbei (41.). In der
Nachspielzeit der ersten Hälfte
bauten die „Wölfe“ ihre Führung
aber aus: Nach einer Freistoßflanke von Ricardo Rodriguez aus
dem rechten Halbfeld wehrte Robert Lewandowski den Ball per
Hinterkopf in die Mitte nach vorne
ab; dort nahm Dost den Ball mit
vollem Risiko direkt und sein herr-
licher Schuss zappelte oben
rechts genau im Winkel– ein
Traumtor!
Gleich nach dem Seitenwechsel
hätten die Wolfsburger das dritte
Tor nachlegen können: Ivan Perisic ließ Boateng locker stehen und
flankte in die Mitte, wo Dost knapp
verpasste und Caligiuris Schuss
im rechten Außennetz zappelte
(48.). Fünf Minuten später war es
aber tatsächlich soweit: Nach einem Pass von Arnold startete de
Bruyne aus der eigenen Spielfeldhälfte, aber vor drei Bayern-Verteidigern. Diesen Vorsprung ließ
sich der schnelle Belgier natürlich
nicht nehmen und schoss freistehend vor Neuer flach links zum
3:0 ein. Die Bayern fanden die
schnelle Antwort, als Juan Bernat
links von Lewandowski bedient
wurde und dann zunächst davon
profitierte, dass Vieirinha zögerte
und der Ball von Naldo wieder zu
ihm zurückprallte – so konnte der
Spanier zum 3:1 verkürzen.
Nun waren es „nur“ noch zwei
Tore, die der FC Bayern aufholen
musste. Und der Meister kam. Die
„Wölfe“ blieben bei ihren Kontern
jedoch jederzeit gefährlich und als
Arnold eine Perisic-Linksflanke
am langen Pfosten per Kopf erreichte und in die Mitte zurücklegte, kam Dost aus fünf Metern
zum Abschluss, jagte den Ball
aber deutlich über die Latte (57.).
Auf der Gegenseite musste Benaglio mehrmals zupacken. Seine
größte Tat vollbrachte er in der 71.
Minute: Nach einem von Schweinsteiger angetippten Freistoß zog
Robben aus 20 Metern wuchtig
ab, Benaglio lenkte den Ball aber
prächtig noch über die Latte (71.).
Im direkten Gegenzug machte de
Bruyne den Deckel drauf: Abermals nach einem langen Pass von
Arnold nahm der Belgier Tempo
auf, spielte Dante schwindelig und
profitierte dann noch davon, dass
der Brasilianer seinen Torschuss,
abgegeben von halbrechts aufs
kurze Eck, noch entscheidend abfälschte, so dass Neuer zum vierten Mal an diesem Abend geschlagen war (so viele Gegentore hatte
Bayern in der gesamten Hinrunde
kassiert).
BS
FuSSBall 1. BuNDeSliGa
SeiTe 07
Zweimal Risse in der HSV-abwehr
Olic ist zurückgekehrt,
die Torgefährlichkeit (noch?) nicht
Hamburger SV –
1. FC Köln 0:2 (0:0)
Hamburger SV: Drobny – Götz,
Rajkovic, Djourou, Jansen – Westermann – Jiracek (72. Lasogga),
van der Vaart – N. Müller (58. Stieber), Gouaida (77. Beister) – Olic.
Trainer: Joe Zinnbauer
1. FC Köln: Horn – Olkowski, Maroh, Wimmer, Hector – Lehmann,
Voigt – Peszko (67. Svento), Halfar, Risse (79. Gerhardt) – Ujah.
Trainer: Peter Stöger
Schiedsrichter: Wolfgang Stark
(DJK Altdorf)
Zuschauer: 56.053
Tore: 0:1 Risse (62.), 0:2 Risse
(78.)
Gelbe Karten: van der Vaart (6.
Gelbe Karte), Rajkovic (1.), Djourou (2.) – Peszko (2. Gelbe Karte)
Gut fünfeinhalb Jahre, nachdem er
den Hamburger SV gen FC Bayern
München verließ, kehrte Ivica Olic
am 30. Januar 2015 zum HSV zurück. Nur einen Tag, nachdem sein
Transfer vom VfL Wolfsburg an die
Elbe besiegelt worden war, stand
der Kroate beim Rückrunden-Auftakt gegen den VfL Wolfsburg bereits in der Start-Elf der „Rothosen“. Und als die Partie gegen den
1. FC Köln gerade einmal gute drei
Minuten alt war, da gab Olic bereits
den ersten Torschuss ab: Von links
von Marcell Jansen in Szene gesetzt, landete Olics Volleyabnahme
aus spitzem Winkel aber „nur“ im
Außennetz.
Auch an den beiden nächsten torgefährlichen Hamburger Szenen
war Olic beteiligt: Nach Nicolai Müllers Rechtsflanke verpasste Olic
den Ball per Hechtsprung aber
haarscharf, weil FC-Verteidiger Dominic Maroh die Kugel zuvor noch
minimal abgefälscht hatte (7.). Und
auch die nächsten beiden guten
HSV-Chancen brachten nicht den
Führungstreffer mit sich, der der
verdienter Lohn für eine gute Anfangsphase gewesen wäre: Nach
Rafael van der Vaarts Freistoßflanke aus dem rechten Halbfeld
scheiterte Heiko Westermann per
Kopf am stark reagierenden FCKeeper Timo Horn (9.), eine Minute
später wurde van der Vaarts 16Meter-Schuss noch von einem Kölner abgeblockt. Anschließend nahmen auch die Kölner am Spiel teil:
Ein Abpraller wäre beinahe vor Anthony Ujahs Füßen gelandet (15.),
doch in dieser Szene klärte Slobodan Rajkovic ebenso wie fünf Minuten später nach einer Linksflanke. Nachdem Olic es erneut nur
knapp verpasst hatte, seinen Wiedereinstand mit einem Tor zu krönen (eine Rechtsflanke lenkte er
per Direktabnahme mit viel Gefühl
nur knapp über die Latte/21.), hatte
Ujah für die Gäste die bis dato
beste Gelegenheit des Tages:
Nachdem sich HSV-Verteidiger Johan Djourou kapital verschätzt
hatte, schoss Ujah allerdings nur
Torwart Jaroslav Drobny an (24.).
Nachdem Slawomir Peszko eine
Rechtsflanke von Ujah über die
Latte geköpft hatte (27.), verflachte
die Partie und spielte sich bis zur
Pause vornehmlich im Mittelfeld
ab.
Den zweiten Durchgang eröffnete
erneut Peszko mit einem Flachschuss, bei dem Drobny aber sicher zupackte (47.). Zwei Minuten
später hätte eine schöne Freistoßvariante beinahe die HSV-Führung
gebracht: Van der Vaart flankte den
Ball gefühlvoll zu Westermann, der
per Kopf ablegte für Ashton Götz,
dessen Direktabnahme von halb-
rechts aus aber hauchdünn über
die Latte strich. Dann schlug das
Pendel zugunsten der Domstädter
aus. Zunächst war Drobny noch
zweimal im Glück: Als er einen
Schuss von Daniel Halfar nicht
festhalten konnte, schoss Peszko
beim Nachsetzen nämlich nur den
Keeper an (53.). Und als Drobny
eine Rückgabe über den Fuß
sprang, hoppelte der Ball ins TorAus und nicht ins Netz (59.). Die
einfachen Ballverluste häuften sich
in dieser Phase bei den Hausherren und nach einer guten Stunde
wurde ein solcher von Westermann bitter bestraft: Peszko
schickte Marcel Risse auf die
Reise, der über rechts schneller
als van der Vaart war und Drobny
aus spitzem Winkel zum 0:1 tunnelte – da sah der Torwart gar nicht
gut aus. Im Bemühen, eine passende Antwort zu finden, brachte
HSV-Coach Joe Zinnbauer mit
Pierre-Michel Lasogga und dem
wiedergenesenen Maximilian Beister zwei frische Offensivkräfte. Lasogga hatte auch gleich eine gute
Chance, kam von links aus aber
nicht am heraus stürzenden Horn
vorbei (74.). Zwei Minuten später
strich van der Vaarts Direktabnahme ein gutes Stück über die
Latte. In der 78. Minute machten
die Rheinländer dann den Sack zu:
Ujah schickte Risse steil, der sich
erneut über seine rechte Seite behauptete und flach zum 0:2 einschoss – Drobny sah hierbei erneut nicht gut, aber auch nicht
ganz so schlecht wie beim 0:1 aus.
Zweimal Risse in der HSV-Abwehr
sorgte(n) dafür, dass die Euphorie,
die aufgrund der Olic-Rückkehr
und der im Sommer anstehenden
Rückkehr zum alten Traditionsnamen „Volkspark-Stadion“ zuletzt an
der Elbe herrschten, schnell einer
großen Ernüchterung wichen und
der HSV einen weiteren Rückschlag verkraften musste.
BS
SeiTe 08
FuSSBall ReGioNalliGa NoRD
VfR hat noch Sand im Getriebe
Neumünsteraner Offensive zu abhängig
von Christopher Kramer
Regionalliga Nord
20. Spieltag:
BV Cloppenburg - BSV SW Rehden
Eintracht Braunschweig II - FT Braunschweig
ETSV Weiche Flensburg - Hamburger SV II
VfL Wolfsburg II - VfR Neumünster
Lüneburger SK Hansa - Hannover 96 II
Eintracht Norderstedt - TSV Havelse
Werder Bremen II - FC St. Pauli II
Goslarer SC 08 - VfB Lübeck
VfB Oldenburg - SV Meppen
Pl. Verein
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Hamburger SV II
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VfL Wolfsburg II
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SV Meppen
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ETSV Weiche
20
TSV Havelse
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FC St. Pauli II
20
Eintracht Norderstedt
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Eintracht Braunschweig II 20
VfB Lübeck
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Hannover 96 II
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VfB Oldenburg
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Lüneburger SK Hansa
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BV Cloppenburg
20
Goslarer SC 08
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VfR Neumünster
20
BSV Schwarz-Weiß Rehden 20
FT Braunschweig
20
21. Spieltag:
Sa 14.02. 14:00
Sa 14.02. 14:00
Sa 14.02. 14:00
Sa 14.02. 14:00
So 15.02. 14:00
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25:27
25:29
43:35
25:24
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27:32
24:34
27:41
23:40
23:40
21:35
17:55
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Hannover 96 II - Werder Bremen II
Hamburger SV II - VfL Wolfsburg II
VfB Lübeck - Eintracht Norderstedt
FC St. Pauli II - BV Cloppenburg
FT Braunschweig - Goslarer SC 08
VfR Neumünster - Lüneburger SK Hansa
TSV Havelse - VfB Oldenburg
SV Meppen - ETSV Weiche Flensburg
BSV SW Rehden - Eintracht Braunschweig II
Der VfR Neumünster befindet
sich 2015 weiter in der Findungsphase. Nachdem der Regionalligist ein ein schweres
Fußballjahr 2014 hinter sich
hat, suchten die „Veilchen“
auch im ersten Monat des
neuen Kalenderjahres nach ihrer Form. Vvor allem die
schwache Offensive ist schuld
daran, dass die Schwalestädter
in der Regionalliga Nord um
den Klassenerhalt bangen
müssen. Wenn der VfR das
Spiel machen muss, tut er sich
sehr schwer. Zwar hat Trainer
Uwe Erkenbrecher fünf nominelle Angreifer in seinem Kader, doch nur Center-Stürmer
Christopher Kramer weist
nachhaltig das Nivau in der
vierthöchsten
Spielklasse
nach. Doch dieser ist zu oft auf
sich allein gestellt und so ist
der VfR Angriff vor allem an der
heimischen Geertsstraße ein
„laues Lüftchen“. Und so gestalten sich auch die ersten
Auftritte der Neumünsteraner
sehr nachdenklich. Beim Hallenmasters in Kiel, am zweiten
Januar-Wochenende, zeigten
die Veilchen gute Leitungen,
verpassten nach einem 1:1 Remis gegen den späteren Sieger
TuS Hartenholm aber das
Halbfinale. Dabei ließ der VfR
auch auf dem „Hallenrasen“ zu
viele Chancen liegen. Bei den
ersten Tests „Draußen“, machten es die Rasensportler aber
auch nicht besser. Trotz starker
Leistung gegen die U 23 des
ehemaligen Bundesligisten FC
Hansa Rostock, setzte es eine
Niederlage. Dass 0:1 Endresultat sagt schon alles über das
Dilemma der Schwalestädter
aus. Symptomatisch war dann
auch eine Szene nach gerade
einmal fünf Spielminuten, als
Angreifer Abdel Abou-Khalil
eine schöne Flanke von Kevin
Ingreso nur an die Querlatte
des Rostocker Gehäuses
köpfte. Gegen die U 23 des
Landesrivalen KSV Holstein
Kiel, die sogenannten Jungstörche, setzte es ebenfalls
eine Niederlage. Dass 2:4 sagt
noch nicht einmal alles über
den schwachen Leistungsstand des VfR Neumünster
aus, der bereits sechs Minuten
nach Beginn der zweiten Halbzeit aussichtslos mit 0:4 zurücklag und seine Torerfolge
durch Abou-Khalil und Jakob
Olthoff erst in der Schlussphase gegen nachlassende
Kieler erzielte. So hat der VfR
zwei intensive Wochen vor
sich, denn die Restrunde beginnt mit einem sogenannten
Sechs Punkte Spiel am Sonntag, 15. Februar (14 Uhr), mit
der Heimpartie gegen den Tabellendreizehnten Lüneburger
SK. Dann soll der Bann des
„Heimfluchs“ endlich gebrochen werden und nach der Partie beim SV Werder Bremen II
(Sonntag, 22. Februar,14 Uhr),
am Sonntag, 1. März (14 Uhr),
der vor dem VfR Neumünster
auf dem rettenden Platz 14 liegende BV Cloppenburg ebenfalls an der heimischen Geerdtsstraße bezwungen werden.
jös
FuSSBall SCHleSWiG HolSTeiN liGa / MV-VeRBaNDSliGa
SeiTe 09
Nöhren hört im Sommer auf
PSV sucht neuen Trainer
Die Schleswig-Holstein Liga befindet sich noch in der Winterpause. So auch der Polizei Sport
Verein Neumünster, der in der
höchsten Landesspielklasse mit
27 Punkten auf Rang elf der Tabelle steht. Mit nur sechs Zählern
Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz 15, steht in der Rückrunde zunächst einmal das Sichern des Klassenerhalts auf
dem Programm. Vor allem für
Trainer Patrick Nöhren. Denn die-
ser beendet nach Saisonende
seine Tätigkeit bei den „Ordnungshütern“. Grund sind die
demnächst auf ihn zukommenden beruflichen Strapazen. In den
kommenden zwölf Monaten stehen für den 39-jährigen mehrere
dienstliche Reisen nach Potsdam
und Landshut auf dem „Spielplan“. PSV-Manager Volker Bernaschek muss so einen Nachfolger suchen. „Wir hätten gerne mit
Patrick weiter gemacht, aber die
beruflichen Gründe muss man
bei unserem Amateurstatus natürlich akzeptieren“, so Bernaschek, der zudem auch einen
neuen Co-Trainer braucht. Denn
Bernd Siedschlag wird beim PSV
Neumünster ebenfalls den Platz
an der Seitenlinie, beziehungsweise auf der Bank räumen, dem
Verein aber in anderer Position
erhalten bleiben. Doch zunächst
gilt beim PSV die Konzentration
der Rückrunde. Bevor es am
Sonnabend, 28. Januar (14 Uhr),
beim auf Rang 14 stehenden Traditionsverein Flensburg 08 weitergeht, stehen zunächst noch
Testpartien gegen den FC Kilia
Kiel, beim Nachbarn TSV Gadeland, gegen den SVE Comet Kiel,
sowie beim VfR Horst auf dem
Programm. Dass Spiel gegen
den FC Kilia Kiel, steigt am kommenden Sonnabend, 7. Februar,
um 14 Uhr an der heimischen
Stettiner Straße.
jös
Pieckenhagen vorerst auch Trainer
FCM mit drei Winter-Neuzugängen
Am 7. Dezember 2014 hatte der
FC Mecklenburg Schwerin mit
einem 1:0-Sieg gegen den Torgelower FC Greif nach einer
schwachen Hinrunde einen versöhnlichen Abschluss geschafft.
Indem die Schweriner dem Spitzenreiter die erste Saisonniederlage beibrachten und ihren
Rückstand auf zehn Zähler verkürzten, wahrten sie zudem ihre
Minimalchance, noch einmal
ganz oben angreifen. Dies wird
allerdings nicht mehr mit Ronny
Stamer auf der Trainerbank ge-
schehen: Schon vor dem Spiel
gegen Torgelow hatten die FCMVerantwortlichen beschlossen,
dass Stamer zum Jahresende
als Chefcoach abgelöst wird und
auch seine Co-Trainer Jano
Klempkow und Marek Leppin
gehen müssen. Als NachfolgeKandidaten wurden einige große
Namen, unter anderem die ExBundesliga-Profis Timo Lange
und Dietmar Hirsch, gehandelt.
Das Ende vom Lied: Der ehemalige Zweit- und Drittliga-Stürmer Enrico Neitzel (37), zuletzt
Chefcoach beim FSV Bentwisch
vor dessen Verbandsliga-Rückzug, kehrte in die Landeshauptstadt zurück, wo er bis 1995 bereits für den 1. FSV Schwerin
kickte, und ist neuer Co-Trainer.
Interimsweise als Chefcoach
fungiert nun der bisherige Sportliche Leiter Martin Pieckenhagen, ehemaliger Bundesliga-Torwart des Hamburger SV und FC
Hansa Rostock. Stamer gehört
dem Trainerstab weiterhin an.
Mit Mittelfeldmann Christopher
Kaminski (30, zuletzt Bent-
wisch), Verteidiger Dmitrijs Halvitovs (28, vom FC Jurmala aus
Lettland) und Abwehrmann Mathias Wenger (24, Rückkehr aus
den USA, wo er für die Nyack
Warriors kickte) stehen den Landeshauptstädtern ab sofort drei
Neuzugänge zur Verfügung.
Nicht mehr dabei sind in der
Rückrunde Theo Schütze (zum
Verbandsliga-Rivalen FC Förderkader René Schneider) sowie Marcin Dymek, Steven
Flemming und Carl-Friedrich
Scharlau.
BS
SeiTe 10
HaNDBall eHF-CHaMioNS-leaGue
Die Winterpause ist beendet
Der Titelträger startet mit einem
Heimspiel gegen Besiktas Mogaz
Sechs Wochen dauerte die
Pflichtspielpause für die Mannschaft der SG Flensburg-Handewitt. Der Dezember des abgelaufenen Jahres sorgte mit
acht Spielen für einen kräfteraubenden, aber auch erfolgreichen Abschluss eines ereignisreichen Jahres. Absoluter Höhepunkt war dabei sicherlich
der historische Gewinn der EHF
Champions League. Die europäische Krone setzten sich die
vom schwedischen Handballlehrer Ljubomir Vranjes nach
zwei sensationellen Erfolgen
über den FC Barcelona im
Halbfinale sowie dem Endspielsieg über den Erzrivalen THW
Kiel auf! Nach einem personellen Aderlass waren die Ambitionen in der nördlichsten Bundesligastadt eher zurückhaltend;
die laufende Saison sollte als
Zwischenstation auf dem Weg
zu neuen Erfolgen genutzt werden. Inzwischen erweist sich
aber auch die neu formierte
Mannschaft als durchaus erfolgreich, so dass die Ziele neu definiert wurden. Die Mannschaft
ist noch in allen Wettbewerben
vertreten; in der „stärksten
Handballliga der Welt“ belegen
die Fördestädter momentan hinter den Zebras aus der Landeshauptstadt und den Rhein Neckar-Löwen, mit gerade einmal
zwei Punkten Rückstand den
dritten Tabellenplatz. Im DHBPokal ist die Truppe mit einem
Bein zum wiederholten Mal im
FINAL FOUR vertreten. Noch
muss allerdings im Viertelfinale
die Partie beim VfL Gummersbach gewonnen werden. Und
schließlich ist die SG als Champions League-Titelverteidiger
schon vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert. Ob es letztlich
Handball EHF-Champions-League
Gruppe a ansetzungen
Sonnabend, 14. Februar 2015, 18 uhr:
HC Provo plinarsko drustvo Zagreb – Naturhouse La Rioja
Sonntag, 15. Februar 2015, 17 uhr:
Paris Saint-Germain Handball – HC Meshkov Brest
Sonntag, 15. Februar 2015, 19.30 uhr:
THW Kiel – HC Metalurg Skopje
Gruppe B ansetzungen
Mittwoch, 11. Februar 2015, 19.30 uhr:
SG Flensburg-Handewitt – Besiktas Istanbul MOGAZ HT
Sonntag, 15. Februar 2015, 13.30 uhr:
Alingsas HK – Orlen Wisla Plock
Sonntag, 15. Februar 2015, 19 uhr:
FC Barcelona – KIF Kolding Kopenhagen
der dritte oder vierte Platz in der
Gruppe B sein wird, entscheidet
sich in den verbleibenden Partien gegen den türkischen Vertreter Besiktas Mogaz HT, den
die SG am Mittwoch den 11.
Februar empfängt und der Auswärtsbegegnung beim polnischen Meister Wisla Plock, die
am 22. Februar stattfindet. Das
Hinspiel beim türkischen Meister Besiktas Mogaz HT fand
nicht in der ursprünglichen Austragungshalle der Türken statt,
vielmehr wurde die Partie kurzfristig von der Halle in Istanbul
ins rund 100 Kilometer entfernte
Izmit verlegt. Nachdem die
Mannschaft im europäischen
Teil der Stadt Istanbul gelandet
war, ging es von einer Polizeieskorte geleitet, nach Vorderasien. Auch die 3500 einheimischen Fans wurden so per
Busse „umgeleitet“. Das Endergebnis von 27:20 zugunsten
des CL-Siegers gibt nicht den
wahren Verlauf wieder. Nach einem Blitzstart lag die SG
schnell mit 7:2 in Front und
schien einem ungefährdeten
Sieg entgegen zu steuern.
Doch nachlassende Konzentration, ein sich steigernder türkischer Torhüter und von der Kulisse beeindruckte Schiedsrichter sorgten bei einem Halbzeitstand von 11:11 dafür, dass die
Gastgeber auf eine Sensation
hoffen durften. In der zweiten
Halbzeit kehrten die VranjesSchützlinge wieder auf die Erfolgsspur zurück und kamen
schließlich zu einem standesgemäßen 27:20 Erfolg. Erfolgreichster Torschütze der sieg-
reichen Mannschaft war mit sieben Treffern Linkshänder Holger Glandorf, der im Rückspiel
in der „Flens-Arena“ schmerzhaft vermisst wird. Der erfolgreichste Feldtorschütze der SG
hatte sich im Dezember beim
glanzvollen Sieg über den THW
Kiel einen Riss der Achillessehne zugezogen und wird in
dieser Serie nicht wieder spielen können. Auch auf den Einsatz von Jim Gottfridsson wird
Trainer Vranjes weiterhin verzichten müssen. Obwohl die
Genesung positiv verläuft, wird
der junge Schwede nach seinem zweiten Fußbruch noch einige Zeit benötigen, bis er wieder auf dem Leistungsstand ist
wie vor der Verletzung. Die
ebenfalls schmerzlich vermissten Jacob Heinl und Johan Jakobsson dürften hingegen zum
Start in das neue Handballjahr
wieder dabei sein. Beide haben
die Vorbereitung im vollen Umfang mitmachen können. Inwieweit die bei der Weltmeisterschaft in Katar im Einsatz gewesenen Akteure fit sind, wird
erst eine „Bestandsaufnahme“
ergeben. Torhüter Mattias Andersson und Abwehrchef Tobias
Karlsson schieden mit dem
schwedischen Team im Achtelfinale gegen Polen aus und die
dänische Flügelzange Anders
Eggert und Lasse Svan mussten sich im Viertelfinale dem
noch amtierenden Titelverteidiger Spanien geschlagen geben.
Im Gegensatz zu den vorherigen Welt-oder Europameisterschaften wird kein SG-Spieler
mit Medaille zurückkehren. aB
HaNDBall 1. BuNDeSliaG
SeiTe 11
Hoch motiviert in die Rückserie
Der Tanz auf drei Hochzeiten soll
zählbare Ergebnisse bringen
Acht Pflichtspiele mussten
die Spieler der SG Flensburg-Handewitt im Dezember
des letzten Jahres absolvieren. Erst nach dem Bundesligaspiel am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen HBW
Balingen-Weilstetten, das mit
32:18 gewonnen wurde,
konnten einige Aktive eine
dringend benötigte Auszeit
nehmen. Für die schwedi-
schen Nationalspieler Mattias
Andersson, Tobias Karlsson
und Johan Jakobsson war
die Erholungsphase aber
ebenso kurz wie für die der
dänischen Auswahlspieler
Anders Eggert und Lasse
Svan. Diese fünf starteten in
die Vorbereitung ihrer für die
Weltmeisterschaft qualifizierten Nationalmannschaften.
Johan Jakobsson wurde auf
Handball 1. Bundesliga
20. Spieltag:
HBW Balingen-Weilstetten - SG BBM Bietigheim
THW Kiel - HSG Wetzlar
Bergischer HC - HC Erlangen
VfL Gummersbach - Füchse Berlin
TBV Lemgo - MT Melsungen
Frisch Auf Göppingen - SC Magdeburg
HSV Hamburg - Rhein-Neckar Löwen
TSV Hannover-Burgdorf - TSG Friesenheim
TSV GWD Minden - SG BBM Bietigheim
SG Flensburg-Handewitt - TuS N-Lübbecke
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THW Kiel
21
18 0 3 111 613:502 36:6
Rhein-Neckar Löwen
20
17 0 3 109 597:488 34:6
SG Flensburg-Handewitt 20
15 2 3 104 598:494 32:8
SC Magdeburg
21
15 1 5 59 620:561 31:11
FA Göppingen
21
11 2 8
9
577:568 24:18
MT Melsungen
21
10 3 8 39 619:580 23:19
VfL Gummersbach
21
10 2 9
-6 579:585 22:20
TSV Hannover-Burgdorf 21
9 3 9
2
588:586 21:21
HSG Wetzlar
21
8 4 9
1
542:541 20:22
Füchse Berlin
21
9 2 10 -18 563:581 20:22
HSV Hamburg
22
9 2 11
9
601:592 20:24
Bergischer HC
21
9 1 11 -49 562:611 19:23
TuS N-Lübbecke
20
7 3 10 0
569:569 17:23
HBW Balingen-Weilstetten20
8 1 11 -44 487:531 17:23
GWD Minden
21
7 0 14 -51 556:607 14:28
TSG Friesenheim
21
7 0 14 -89 522:611 14:28
HC Erlangen
21
5 3 13 -69 512:581 13:29
TBV Lemgo
21
5 2 14 -18 605:623 12:30
SG BBM Bietigheim
21
3 1 17 -99 543:642 7:35
Spieltag:
11.02. 18:00 HBW Balingen-Weilstetten - TSV Hannover-Burgdorf
14.02. 18:00 Rhein-Neckar Löwen - Bergischer HC
14.02. 18:00 Füchse Berlin - TSV GWD Minden
14.02. 18:00 MT Melsungen - THW Kiel
14.02. 18:00 SC Magdeburg - VfL Gummersbach
14.02. 18:00 TuS N-Lübbecke - TSV Hannover-Burgdorf
14.02. 18:00 HSG Wetzlar - HSV Hamburg
14.02. 18:00 TSG Friesenheim - SG Flensburg-Handewitt
14.02. 18:00 HC Erlangen - Frisch Auf Göppingen
15.02. 17:15 SG BBM Bietigheim - TBV Lemgo
Grund einer Wadenverletzung von der Reise in die
Wüste „befreit“ und „durfte“
seine Verletzung in heimischen Gefilden auskurieren.
Mattias Andersson und Tobias Karlsson sowie Anders
Eggert und Lasse Svan starteten optimistisch in das
Abenteuer Weltmeisterschaft.
Die Schweden erreichten wie
die Dänen als Gruppenzweite
das Achtelfinale, wo für Andersson und Karlsson gegen
Polen Endstation war. Die
Hoffnungen auf ein ähnlich
erfolgreiches Abschneiden
wie bei der Olympiade in London, wo die Schweden die
Silbermedaille erringen konnten, waren damit beendet.
Besser lief es für die dänischen Nachbarn, die hinter
dem deutschen Team als
Gruppenzweite das Achtelfinale erreichten und dort auf
Island trafen. Eggert und Co.
Machten kurzen Prozess mit
den Isländern und zogen mit
einem 30:25 Erfolg in das
Viertelfinale ein. Hier wartete
mit Spanien eine hohe
Hürde, die letztlich wieder
einmal für die Dänen unüberwindbar blieb. Nach der unmittelbar vor Spielende herbeigeführten Entscheidung
zum 24:25 waren die Medaillenträume
ausgeträumt.
Während Spanien im Halbfinale den Franzosen unterlag
und am heutigen Sonntag gegen Polen um den dritten
Platz spielt, besiegte Gastgeber Katar, nach dem Viertelfinalsieg über Deutschland,
auch Polen und steht als
erste
Nichteuropäische
Mannschaft im Endspiel einer
Weltmeisterschaft! In den
Spielen um die Plätze fünf bis
acht gewannen unsere Nachbarn gegen Slowenien mit
36:33 und danach auch gegen Kroatien mit 28:24 und
belegten damit den fünften
Platz bei dieser WM. Genau
wie die Deutsche Auswahl,
die 7. wurde, haben die Dänen damit die Chance bei einem Qualifizierungsturnier
die Startberechtigung für die
nächsten
Olympischen
Spiele zu erlangen.
aB
SeiTe 12
HaNDBall SCHleSWiG-HolSTeiN liGa
Wölfe gewinnen Verfolgerduell
HSG Tarp-Wanderup feiert 24:21
Heimsieg über Marne/Brunsbüttel
HSG Tarp-Wanderup HSG Marne/Brunsbüttel 31:25
HSG Tarp-Wanderup: Schäfer,
Döhring, Berg - Ilper (2), Timon
Schmidt (2), Ritter, Worm (6), Otto
(2), Friedel (4/2), Hansen (6), Cordes (3), Boelk (4), Ericksen (2).
HSG Marne/Brunsbüttelt: Bastian
Burchert, Brandt - Engel (3/2), Rill,
Tschritter (8/1), Hosch, Waller (2),
Heller, Friedrichs (7/2), AndrittsWitt (1), Pohlmann, Riemann (4/1).
Die HSG Tarp-Wanderup bleibt im
Aufstiegrennen der Schleswig-Holstein Liga oben dran. Denn die
Treenehandballer stecken die
26:30 Pleite gegen den Spitzenreiter TuS Lübeck 93 mit Bravour
weg. Die Mannschaft von Matthias
„Matze„ Hinrichsen, gewann nämlich das zweite Verfolgerduell hintereinander und feierte nach dem
24:21 Auswärtssieg beim letztjährigen Oberligisten TSV Alt-Duvenstedt, einen 31:25 (13:12) Heimsieg über den Handballtradition-
sclub HSG Marne/Brunsbüttel.
Durch den Sechs Tore Erfolg gegen den Aufsteiger, machten die
„Wölfe“ die 33:34 Hinspielniederlage mehr als wett und hätten in
der Endabrechnung der Tabelle,
bei eventueller Punktgleichheit,
aufgrund des besseren direkten
Vergleichs gegüber den Dithmarschern die Nase vorn. „Wir wollen
auf jeden Fall Vizemeister werden“,
ließ Matze Hinrichsen dann auch
die Zielsetzung mit seinem Team
verlaufen. Denn diese Platzierung
würde eine Aufstiegsrelegation in
die Oberliga Hamburg/SchleswigHolstein bedeuten. Dementsprechend ging die HSG in der heimischen Treenehalle zu Werke. Die
Deckung stand sehr kompakt, mit
einem ganz starken Daniel Schäfer
dahinter. So steckte das Wolfsrudel
den 2:3 Rückstand nach sieben Minuten auch gut weg. Da der Angriff
noch einige Probleme hatte, in der
ebenfalls starken Gästedeckung
Lücken zu finden, blieb es zunächst ausgeglichen. So stand es
Mitte der ersten Halbzeit 6:6. Doch
dann fand das Hinrichsen-Team
auch in der Offensive seinen
Rhythmus. Drei Tore binnen drei
Minuten, bedeuteten einen 9:6 Vorsprung, vom dem die Tarp-Wanderuper zunächst bis zum 11:8 (22.)
zehrten. Doch auch die HSG
Marne/Brunsbüttel, die als Aufsteiger eine tolle Saison spielen und
vor der Partie vor den Gastgebern
auf Rang drei standen, wollten dieses SH-Liga Topspiel gewinnen.
So verkürzten sie drei Minuten
später auf 11:10 und waren beim
13:12 zum Halbzeitpfiff weiter auf
diesen einen Treffer dran. Nach
Wiederbeginn, lief das Wolfsrudel
den Gästen dann aber zunächst
auf und davon. Nach dem 14:13
(32.), erzielte die HSG Tarp-Wanderup fünf Tore in Folge und erhöhte auf 19:13. Marnes Trainer
Stephan Burchert nahm eine Auszeit, die auch fruchtete. Denn der
heimische HSG-Motor geriet ins
Stocken. Denn die Hausherren
vergaben klarste Chancen gegen
Gästekeeper Stefan Brandt, zum
Teil aus völlig freien Positionen.
Dadurch kamen die Dithmarscher
wieder ins Spiel und zeigten zunächst vor allem Durchschlagskraft
im Rückraum. So stand es durch
einfache Tore von Marne/Brunsbüttel in der 42. Minute nur noch
19:16. Durch den ebenfalls stark
haltenden Daniel Schäfer, schienen die Treenehandballer beim
22:18, Mitte des zweiten Durchgangs aber wieder die Kurve zu
kriegen. Doch Chancenwucher vor
dem gegnerischen Tor und einige
technische Fehler sorgten dafür,
dass die Gäste beim 23:21, zwölf
Minuten vor dem Abpfiff, bedrohlich
nahe an die HSG Tarp-Wanderup
herangekommen waren. Coach
Hinrichsen nahm eine Auszeit und
schwor seine Mannschaft noch
einmal ein. Wie schon in Alt-Duvenstedt brachte er für den keinesfalls enttäuschenden Keeper Schäfer Routinier Alwin Berg. Der ehemalige Zweitligatorhüter Baujahr
1972, sorgte mit seiner Präsenz
dann auch für Respekt bei den
Gästeschützen, die sich zudem gegen die bewegliche TaWa-Deckung schwer taten. Zudem
drückte Tarps Spielmacher Lasse
Worm der Partie jetzt seinen Stempel auf. Er erzielte das 24:21 und
leitete den Tempogegenstoß zum
25:22 ein, bei dem der starke Niels
Uwe Hansen sicher vollendete.
Beim Stand von 27:24 nahmen die
Gastgeber in Unterzahl (!) die Marner Deckung durch einen Doppelpass ganz einfach auseinander
und Lasse Worm vollendete zum
28:24. Dass war der Brustlöser,
denn Alwin Berg parierte in einer
Eins gegen eins Situation glänzend
vom Kreis. Die HSG Tarp-Wanderup legte das 29:24, zwei Minuten
vor dem Abpfiff, nach und war damit endgültig auf der Siegerstraße.
Am Ende stand ein hochverdienter
31:25 Heimsieg, über den sich
Coach Matze Hinrichsen sehr
freute. „Wir haben in der zweiten
Halbzeit nur kurz unseren Rhythmus verloren. Schön, dass der
Schachzug mit Daniel Schäfer und
Alwin Berg wieder geklappt hat.
Die Mannschaft hat einen tollen
Charakter. Sie hat nach der Lübeck-Niederlage jetzt das zweite
Topspiel in Folge gewonnen. So ist
die Vizemeisterschaft unser ganz
klares Ziel.“
jös
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