close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

FLyer VHS München 1 - Armenische Landsmannschaft in Bayern eV

EinbettenHerunterladen
Münchner Volkshochschule
Offene Akademie
Programm
1. März bis
11. Juli 2015
März
Inhalt
S. 8
1915 | 2015 Der Genozid an den Armeniern
Bosnien-Herzegowina: 20 Jahre nach Srebrenica und Dayton
S. 19
Donnerstags-Kolleg: Das Alter neu verstehen
S. 22
Politik der Woche mit Christian Ude
Leben 2.0
S. 24
Green Visions – Filmreihe
S. 28
Europa und der Nationalsozialismus
S. 32
Zwischen Kontinuität und Neubeginn
Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus nach 1945
S. 34
Neue Dimensionen des Rechtsextremismus S. 37
Religionen in der Moderne – Diagnosen und Beobachtungen
S. 38
Martin Buber im 50. Todesjahr
S. 40
Aufbruch in München – Drei Filmemacher Jahrgang 1945
S. 42
Damensalon – Frauen im Gespräch
S. 44
Der gute Soldat Švejk
S. 46
Alles Inklusive!
S. 47
Ausgewählt – Kunstkenner zeigen ihre Lieblingswerke
S. 49
MusikPodium
S. 52
S. 25
So. 1.3.
George Bizet:
Carmen
Film
Seite 53/54
Mo. 2.3.
Komponistenporträt:
Awet Terterjan
Markus Elsner
Seite 15
Di. 3.3.
Damensalon:
Luise Klemens
Gespräch
Seite 44
Mi. 4.3.
Politik der Woche
Christian Ude
Seite 24
So. 8.3.
Claude Debussy:
Pelléas et Mélisande
Film
Seite 53/54
Mo. 9.3.
Tod in der Wüste
Der Völkermord an
den Armeniern
Rolf Hosfeld
Seite 9
Mo. 9.3.
Musiktraditionen
der Welt
Christine Dettmann
Seite 56/57
Di. 10.3.
Armenisch zum
Verlieben
Lesung/Vortrag
Seite 16
Do. 12.3.
Der gute Soldat Švejk
Lesung
Seite 46
Do. 12.3.
Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 49 f-Moll
„La passione“
Konzert
Seite 52
Mo. 16.3.
Große Geiger:
Jascha Heifetz
Harald Eggebrecht
Seite 55
Di. 17.3.
terra arMEnia
Fotografien und
Videoporträts
von Erol Gurian
Ausstellungseröffnung
Seite 12
Di. 17.3.
Mein halbes Jahr
offline
Alex Rühle
Seite 25
Do. 19.3.
Neue Feindbilder
Rassismus im Wandel
Podiumsdiskussion
Seite 37
Sa. 21.3.
Europa und der NS
Geschichte und Gedächtnis der Städte
Tagung
Seite 32
So. 22.3.
Alban Berg: Lulu
Film
Seite 53/54
Mo. 23.3.
Die Brunnen von
Habap
Film/Gespräch
Seite 17
Mo. 23.3.
Irish & English Folk
Christine Dettmann
Seite 56/57
Mi. 25.3.
Politik der Woche
Christian Ude
Seite 24
Do. 26.3.
The Human Scale
Film
Seite 28
Di. 31.3.
Die Armenier-Frage
in der Türkei
Sibylle Thelen
Seite 10
April
Mi. 1.4.
Politik der Woche
Christian Ude
Seite 24
Mo. 13.4.
Angolas Musik
Christine Dettmann
Seite 56/57
Di. 14.4.
Digitalisierte
Gesundheit
Das vermessene Ich
Melanie Mühl
Florian Schumacher
Seite 26
Mi. 15.4.
Politik der Woche
Christian Ude
Seite 24
Do. 16.4.
Connected
Film
Seite 28
Do. 16.4.
Kunstkenner zeigen
ihre Lieblingswerke
C. Schulz-Hoffmann
Seite 49
Mo. 20.4.
Große Geiger:
Yehudi Menuhin
Harald Eggebrecht
Seite 55
Mi. 22.4.
Buch des Flüsterns
Varujan Vosganian,
Ernest Wichner
Lesung
Seite 18
Do. 23.4.
terra arMEnia
Fotografen sprechen
über ihre Arbeit
Erol Gurian
Seite 14
So. 26.4.
Franz Schubert
Sinfonie h-Moll, D 759
„Die Unvollendete“
Konzert
Seite 52
Mo. 27.4.
Japanisches Volkslied
min´yo
Christine Dettmann
Seite 56/57
Mi. 29.4.
Damensalon:
Barbara Gross
Gespräch
Seite 45
Mai
Fr. 1.5. – So. 3.5.
Drei Filmemacher
Jahrgang 45:
Anfänge in München
Filmreihe
Seite 42/43
Sa./So. 2./3.5.
Fotoworkshop mit
Erol Gurian
Seite 14
Do. 21.5.
Food Design
Film
Seite 30
Mo. 4.5.
Die dunkle Seite
der Nationalismen
Michael Schwartz
Seite 11
Fr. 22.5 – Mo. 25.5.
Drei Filmemacher
Jahrgang 45:
Bundesdeutsche
Gegenwarten
Filmreihe
Seite 42/43
Mo. 11.5.
Brasilianische
Volksmusik
Christine Dettmann
Seite 56/57
Mo. 18.5.
Große Geiger:
Jossef Hassid,
Michael Rabin
Harald Eggebrecht
Seite 55
Di. 19.5.
22½ Schritte zu
erfolgreichem
Crowdfunding
Dirk von Gehlen
Seite 27
Do. 21.5.
Alter(n) als kulturwissenschaftliches
Forschungsfeld
Irene Götz
Seite 22
Do. 21.5.
Kunstkenner zeigen
ihre Lieblingswerke
Klaus Reichold
Seite 50
Fr. 29.5. – So. 31.5.
Drei Filmemacher
Jahrgang 45:
Die Welt im Spiegel
Filmreihe
Seite 42/43
Juni
Mo. 8.6.
Das Konfliktpotenzial
religiöser Absolutheitsansprüche
Armin Kreiner
Seite 38
Di. 9.6.
Die SS in der
bundesdeutschen
Nachkriegserinnerung
Andreas Eichmüller
Seite 34
Do. 11.6.
Kunstkenner zeigen
ihre Lieblingswerke
Michael Buhrs
Seite 51
Sa. 13.6.
Religion und Gewalt
Mord als Gottesdienst?
Friedrich
Wilhelm Graf
Seite 39
So. 14.6.
Martin Buber
im 50. Todesjahr
Tagung
Seite 40/41
Mo. 15.6.
Die Last der Vergangenheit und die
Hoffnung auf Zukunft
Marie-Janine Calic
Seite 19
Do. 18.6.
Kunstkenner zeigen
ihre Lieblingswerke
Jochen Meister
Seite 51
Do. 18.6.
Altersbilder: Selbstund Fremdsichten
im Wandel
Irene Götz
Ester Gajek
Seite 23
Mo. 22.6.
Große Geiger:
David Oistrach
Harald Eggebrecht
Seite 55
Di. 23.6.
Konfessionskonflikte in BosnienHerzegowina
Klaus Buchenau
Seite 20
Di. 23.6.
Die mühevolle Rückeroberung historisch
kontaminierter
Räume
Siegfried Benker
Seite 35
Do. 25.6.
Seed Warriors
Film
Seite 30
Do. 25.6.
Arbeit im Alter:
Prekärer Ruhstand
Irene Götz
Ester Gajek
Seite 23
Di. 30.6.
Kriegsverbrechen in
Bosnien-Herzegowina
Ger Duijzings
Jacqueline Nießer
Seite 21
Juli
So. 5.7.
Johann S. Bach
Brandenburgisches
Konzert, Nr. 3 G-Dur,
BWV 1048
Hörakademie
Seite 52
Di. 7.7.
Der lange Weg zum
NS-Dokumentationszentrum
Winfried Nerdinger
Seite 36
Do. 9.7.
Watermark
Film
Seite 31
Fr. 10.7./Sa. 11.7.
Inklusion
und öffentliche
Erwachsenenbildung
Tagung
Seite 47
Sa. 11.7.
AbArt
Hommage à Laban
Theater
Seite 48
Liebe Freunde der Offenen Akademie,
im April 2015 jährt sich der Genozid an den Armeniern zum 100. Mal.
An diesem Tag wird weltweit an die Deportation armenischer
Intellektueller vom 24. April 1915 aus der osmanischen Hauptstadt
Istanbul erinnert, die den Auftakt zum Völkermord an den Armeniern
bildete.
Anlässlich dieses Gedenktages richtet die Münchner Volkshochschule
ihren Fokus im Frühjahr auf das Land Armenien und die „armenische
Diaspora“ in allen Teilen der Welt. In zahlreichen Veranstaltungen
werden die historischen Ereignisse der Jahre 1915/16 beleuchtet und
aktuelle politische Entwicklungen wie die „Armenierfrage“ in der
Türkei sowie Fragen zur armenischen Sprache, Identität und Kultur
in den Blick genommen.
Die Aspekte Galerie präsentiert in einer Ausstellung das MultimediaProjekt terra arMEnia von Erol Gurian. Der Münchner Fotograf
porträtiert Armenier, die fernab ihrer Heimat leben, und deren
Sehnsuchts- und Erinnerungsorte in Armenien.
Auch der Religionsphilosoph Martin Buber musste 1938 seine Heimat
verlassen und nach Jerusalem „einwandern“, wo er am 13. Juni 1965
starb. Zu seinem 50. Todestag erinnern wir mit dem Symposium
Der Mensch wird am Du zum Ich an ein großes moralisches Vorbild
des 20. Jahrhunderts, das zeit seines Lebens für die Verständigung
der Völker und Religionen eintrat.
Sie haben die Gelegenheit, einen zugleich tiefreligiösen wie aufgeklärten Philosophen kennenzulernen, der mit seinen Friedensimpulsen für den Nahen Osten auch angesichts der Entwicklungen
und bleibenden Herausforderungen in dieser Region den aktuellen
gesellschaftlichen Diskurs bereichern kann.
Ich freue mich auf Ihren Besuch!
Ihre
Dr. Susanne May
Programmdirektorin der Münchner Volkshochschule
8
9
1915 | 2015
Der Genozid an den Armeniern
„Wir werden keine Armenier mehr irgendwo in Anatolien dulden“,
verkündete Talat Pascha, der Innenminister des Osmanischen Reiches
im August 1915. Zu dem Zeitpunkt hatten die Ermordung und Vertreibung der Armenier durch das jungtürkische Regime bereits begonnen.
Diesem Völkermord des 20. Jahrhunderts fielen mehr als eine Million
Menschen zum Opfer.
Die Ereignisse der Jahre 1915–16 sind ebenso Thema des Veranstaltungszyklus wie die „Armenierfrage“ in der Türkei sowie Identität
und Kultur der modernen armenischen Diaspora.
Tod in der Wüste
Der Völkermord an den Armeniern
Grabsteine im Charbakh-Friedhof im Westen von Eriwan, aus der Ausstellung terra arMEnia
Foto: © Erol Gurian; Ekko von Schwichow (rechts)
Dr. Rolf Hosfeld ist Kulturhistoriker und wissenschaftlicher Leiter des Lepsiushauses in Potsdam.
Unter den Augen der Weltöffentlichkeit werden
im Frühjahr und Sommer 1915 – mitten im Ersten
Weltkrieg – die im Osmanischen Reich lebenden
Armenier von der Regierung in einer Weise verfolgt,
die unübersehbar darauf abzielt, „die armenische
Rasse im türkischen Reiche zu vernichten“. So kabelt
es der deutsche Botschafter in Konstantinopel im
Juli 1915 nach Berlin. Aghet – Katastrophe – so
nennen die Armenier jenen ersten Genozid in der
Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Dr. Rolf Hosfeld schildert den Völkermord an den
Armeniern und analysiert die in einem radikalen
Nationalismus wurzelnden Motive der Täter.
Sein Buch „Tod in der Wüste“ erscheint im Verlag
C.H.Beck.
In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Stadtakademie München.
Vortrag
Mo. 9.3.
19 Uhr
Gasteig
Vortragssaal
der Bibliothek
Eintritt: 7.MVHS-Card
A110600
Dr. Rolf Hosfeld
10
1915 | 2015 Der Genozid an den Armeniern
11
Die dunkle Seite der Nationalismen
Ethnische „Säuberungen“ im 20. Jahrhundert
Die Armenierfrage in der Türkei
Die offizielle Geschichtsschreibung der Türkischen
Republik kennt keinen Völkermord an den Armeniern. Die „Umsiedlungen“ gelten als unschöne,
aber unabwendbare Folge des Ersten Weltkrieges.
Seit einigen Jahren ist Bewegung in die öffentliche
Diskussion gekommen. Die Generation der Enkel
beginnt von den Großeltern zu erzählen: Vom
Weiterleben nach dem Ende des Vielvölkerreiches,
von Leid, Schweigen und Verwüstung.
Sibylle Thelen
Prof. Dr. Michael Schwartz ist Wissenschaftler am
Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und
Autor der Studie „Ethnische Säuberungen in der
Moderne“.
1915: Vertreibung und Ermordung der Armenier
im Osmanischen Reich; 1995: Massaker an Muslimen im bosnischen Srebrenica – nationalistisch
und rassistisch motivierte Gewalt gegen ethnische
Bevölkerungsgruppen durchzieht das gesamte
20. Jahrhundert. „Für jeden dieser Gewaltakte gab
es Verantwortliche, namentlich in Politik, Verwaltung, Militär und Wissenschaft.“ Sie wollten
„durch vorübergehende Härten eine dauerhaft
bessere Welt“ schaffen.
Der Vortrag zeigt u.a. am Beispiel des Ersten
Weltkriegs, wie das Konzept der ethnischen
„Säuberungen“ in Europa populär wurde und
welche Motivationen den Gewaltakten zugrunde
lagen.
Vortrag
Mo. 4.5.
19 Uhr
Gasteig
Vortragssaal
der Bibliothek
Eintritt: 7.MVHS-Card
A110612
Prof. M. Schwartz
Foto: © privat
Sibylle Thelen geht der Tradition des Vergessens
und Verdrängens nach und erzählt vom Aufbruch
der Bürger in die Vergangenheit. Ihr Buch „Die
Armenierfrage in der Türkei“ ist bei Wagenbach
erschienen.
Fotos: © Erol Gurian, Khachen Gebirge, Berg Karabach, 2006, aus der Ausstellung terra arMEnia; privat (links)
Vortrag
Di. 31.3.
19 Uhr
Gasteig
Black Box
Eintritt: 7.MVHS-Card
A110608
Aspekte Galerie
13
terra arMEnia
Fotografien und Videoporträts
von Erol Gurian
Foto: © Erol Gurian, Odzun, 2014, aus der Ausstellung terra arMEnia
Eröffnung:
Dienstag, 17. März 2015, 19 Uhr, Foyer 2. OG
Ausstellungsdauer:
18. März bis 25. Mai 2015
Foto: © Erol Gurian, Odzun, 2014, aus der Ausstellung terra arMEnia
12
Heute leben drei Millionen Menschen in Armenien
und sieben Millionen Armenier in der Diaspora.
Viele von ihnen sehen sich in einem gemeinsamen
Erbe vereint, sei es die Sprache, die armenischorthodoxe Religion oder das Land ihrer Vorfahren.
Für sein Projekt terra arMEnia porträtiert der Fotograf Erol Gurian „Diaspora-Armenier“ weltweit an
ihren Wohnorten in Paris, Los Angeles, München,
Köln oder Beirut. Er befragt die Porträtierten nach
Erinnerungen an Lieblings- oder Sehnsuchtsorte in
Armenien und welche Geschichten sie mit diesen
Orten verbinden – kleine Anekdoten besonderer
Begegnungen und Ereignisse. Auf seinen Reisen
durch Armenien besucht Erol Gurian diese Orte
und fotografiert sie, geprägt durch den subjektiven
Blick der Narrative.
Die Ausstellung terra arMEnia zeigt die Bildpaare
der Menschen und ihrer Lieblingsorte in Armenien,
ergänzt durch persönliche Texte, die diese Orte
beschreiben. Erol Gurians Multimedia-Projekt
ist ein Work in Progress und wird in der Aspekte
Galerie erstmals als Ausstellung präsentiert. Der
Dokumentarfilmer Blake Lewis begleitet Gurian
seit Beginn des Projektes: sein „Making of terra
arMEnia“ wird ebenfalls zu sehen sein.
Mit freundlicher Unterstützung durch XENOSTOURS,
München, STEWIS Media, Saal Digital und der
National Competitiveness Foundation of Armenia.
Ausstellung
täglich
10 – 22 Uhr
Aspekte
Galerie
im Gasteig
2. OG
Eintritt frei
14
1915 | 2015 Der Genozid an den Armeniern
terra arMEnia
15
Begleitende Veranstaltungen
zur Ausstellung „terra arMEnia“
Vortrag
Do. 23.4.
20 Uhr
Gasteig
Raum 0.117
Eintritt: 7.MVHS-Card
A250150
Erol Gurian erzählt, wie es zu seinem Projekt
„terra arMEnia“ kam, von seinen Reisen nach Armenien, welche Probleme und Schwierigkeiten zu
meistern waren und wie ihn diese Arbeit persönlich verändert hat. Ergänzend wird er andere Projekte aus seinem vielfältigen Schaffen vorstellen.
Erol Gurian (*1964) hat an der San José State University im Silicon Valley Bildjournalismus studiert.
Er ist Dozent für Fotojournalismus an der Deutschen
Journalistenschule sowie an der Akademie der
Bayerischen Presse. Seine Arbeiten erscheinen
unter anderem in Magazinen wie TIME Magazine,
STERN, Focus, dem SZ-Magazin und mare. Gurian
lebt und arbeitet in München (www.gurian.de)
Awet Terterjan, 1988
Komponistenporträt
Awet Terterjan
Markus Elsner ist Dirigent und Kammermusiker.
Er leitet das Ensemble Zeitsprung in München und
die Tage der Neuen Musik Bamberg.
Erol Gurian
In seinen Projekten befasst sich Erol Gurian mit
den unterschiedlichsten Themen: vom Christentum
in Armenien bis zur Aufarbeitung des Genozids in
Ruanda. In seinem Workshop wird er ambitionierte
Fotografinnen und Fotografen unterstützen,
bereits begonnene Projekte effektiv fortzusetzen
oder erfolgreich zu beenden. Dies geschieht in
Form von ausgiebigen Bildbesprechungen im
Plenum.
Ein gemeinsamer Besuch der Ausstellung „terra
arMEnia“ ist vorgesehen.
Foto: © Erol Gurian
Fotoworkshop
Sa./So. 2./3.5.
10 – 17 Uhr
Gasteig
Raum 3.141
Preis: 97.A250200
Foto: © privat, Larissa Pedentschouk/Bolshoi Theater UdSSR (oben)
Von der Bildidee zur Präsentation
„Eine eigenartige Magie geht oft von dieser Musik
aus, etwas Fernes, Fremdes, Verlorenes, Schicksalhaftes“, so schrieb die FAZ nach der Uraufführung
von Awet Terterjans Oper „Das Beben“ im Jahr
2003 im Staatstheater am Gärtnerplatz. Der aus
Armenien stammende Komponist konnte den
überwältigen Erfolg seines Werkes nicht mehr
miterleben, er starb bereits 1994 im Alter von
65 Jahren.
Terterjans Musik, die auch Einflüsse der armenischen
Volksmusik integriert, wirkt in ihrer Reduktion
oftmals archaisch und beeindruckt so die Hörer
ganz unmittelbar.
Aus der Fülle seines Œuvres werden zwei Werke
exemplarisch vorgestellt: die Oper „Das Beben“
und die Symphonie Nr. 6. Der Vortrag mit zahlreichen Musikbeispielen beleuchtet auch Stationen
seines Lebenswegs.
Vortrag
Mo. 2.3.
20 Uhr
Gasteig
Raum 0.117
Eintritt: 10.MVHS-Card
A270031
Markus Elsner
16
17
1915 | 2015 Der Genozid an den Armeniern
Hajeren
(Armenisch)
„Die Brunnen von Habap“
Die Geschichte einer Restaurierung
Vortrag
Lesung
Gespräch
Di. 10.3.
19 Uhr
Gasteig
Vortragssaal
der Bibliothek
Eintritt: 10.Schüler und
Studierende: 8.MVHS-Card
A558040
Zwei Drittel der armenischen Muttersprachler leben
in der Diaspora und sprechen Westarmenisch –
ursprünglich beheimatet in Anatolien und heute,
bedingt durch den Genozid an den Armeniern
von 1915, in der ganzen Welt zerstreut. In Armenien selbst ist das stark von russischen Einflüssen
geprägte Ostarmenisch Amtssprache.
Dr. Armenuhi Drost-Abgarjan, Professorin für
Armenologie an der Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg, gibt zunächst einen kurzen
Überblick über die historisch und geografisch bedingten Entwicklungen der armenischen Sprache.
Im Anschluss liest die armenische Autorin Diana
Hambardzumyan im Wechsel mit ihrer Übersetzerin
Gayane Ginoyan – auf Armenisch und Deutsch –
aus ihrem aktuellen Erzählband „Telegramm an
Fatima“. Seit 1995 veröffentlicht sie Erzählungen,
Romane und Theaterstücke. Für ihren Roman „Im
von Gott bewohnten Land“ (2009) erhielt sie den
Preis „Der beste unveröffentlichte Roman des
Jahres in Armenien“. Ihre Bücher wurden in zehn
Sprachen übersetzt.
In Kooperation mit dem Hay Media Verlag.
Foto: © upper fountain, Filmstill aus Habap Fountains
Armenisch zum Verlieben
Im Dorf Habap (armenisch: Havav) in der Provinz
Elazig im Osten der Türkei lebten über viele Jahrhunderte Armenier, bis 1915 ein Großteil des Ortes
zerstört und die armenische Bevölkerung vertrieben wurde. Der Dokumentarfilm „Die Brunnen
von Habap“ zeigt die Geschichte der Restaurierung
der beiden Dorfbrunnen durch die Bewohner von
Habap, unterstützt von freiwilligen armenischen,
kurdischen und türkischen Helferinnen und
Helfern, die für das Projekt aus unterschiedlichen
Gegenden der Türkei, aus Armenien und einigen
europäischen Ländern anreisten. In den vielen
Gesprächen während der gemeinsamen Restaurierungsarbeiten werden Erzählungen an Erinnerungen der Dorfgeschichte zu Bestandteilen des
Verstehens in der Gegenwart.
Einführung und anschließendes Filmgespräch mit
Zeynep Taskin, Leiterin des Projekts und Mitarbeiterin der Hrant Dink Stiftung
In Kooperation mit der Hrant Dink Stiftung, Istanbul.
Mit freundlicher Unterstützung des Kurt-EisnerVereins für politische Bildung e.V. / Rosa-LuxemburgStiftung Bayern.
Film
Mo. 23.3.
20 Uhr
Gasteig
Vortragssaal
der Bibliothek
Eintritt: 7.MVHS-Card
A210200
18
Bosnien-Herzegowina
20 Jahre nach Srebrenica und Dayton
1915 | 2015 Der Genozid an den Armeniern
19
Bosnien-Herzegowina
Die Last der Vergangenheit und die Hoffnung
auf Zukunft
Dr. Marie-Janine Calic ist Professorin für Geschichte
Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-MaximiliansUniversität München.
Am 11. Juli jährt sich das Massaker von Srebrenica
zum 20. Mal – es war der grausame Höhepunkt des
Bosnienkrieges. Wo steht das Land 20 Jahre nach
dem Ende des Krieges, der das multiethnische und
multireligiöse Zusammenleben beendete? Wie
gestaltet sich der Friedensprozess und welche Rolle
spielt dabei Europa? Nach einer Rückschau auf
die Ereignisse der 1990er Jahre zieht Marie-Janine
Calic Bilanz: Welche Zukunftsperspektiven hat
Bosnien-Herzegowina?
Varujan Vosganian
Buch des Flüsterns
Varujan Vosganian & Ernest Wichner
In Focşani, einer rumänischen Provinzstadt, scheinen die Fäden des aus seiner Heimat vertriebenen
armenischen Volkes zusammenzulaufen. Der Autor
berichtet von einem Jungen, der für einen Sack
Mehl an die Araber verkauft wurde, und von der
Deportation der Armenier nach Sibirien, als sie
der Kollaboration mit den Deutschen bezichtigt
wurden. Vosganian erzählt in seinem Roman
„Buch des Flüsterns“ den Genozid am armenischen
Volk so ergreifend, wie es seit Werfels berühmtem
Roman „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ niemand
mehr getan hat.
Srebrenica Potocari Memorial
Foto: © Wikimedia Commons
Ernest Wichner
Varujan Vosganian ist Politiker, Essayist und Lyriker
und Präsident der Vereinigung der Armenier in
Rumänien. Seine armenischen Vorfahren gehörten
zu den Überlebenden des osmanischen Völkermordes
an den Armeniern. Der Übersetzer des Buches,
Ernest Wichner, arbeitet als Autor, Literaturkritiker
und Übersetzer und leitet seit 2003 das Literaturhaus Berlin.
Foto: © Paul Zsolnay Verlag, Ingo Wilhelm (unten)
Lesung
Mi. 22.4.
20 Uhr
Gasteig
Black Box
Eintritt: 10.MVHS-Card
A245055
Vortrag
Mo. 15.6.
18.15 Uhr
Gasteig
Vortragssaal
der Bibliothek
Eintritt frei
A110208
20
Kriegsverbrechen in Bosnien-Herzegowina
Juristische Verfolgung und gesellschaftliche
Aufarbeitung
Bosnien-Herzegowina
Jacqueline Nießer M.A. ist Doktorandin der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien.
Prof. Dr. Ger Duijzings lehrt Sozialanthropologie
an der Universität Regensburg.
Nation oder Religion?
Konfessionskonflikte in Bosnien-Herzegowina
Prof. Dr. Klaus Buchenau lehrt am Institut für
Geschichte der Universität Regensburg. Er forscht
u.a. über die Religionsgeschichte Südosteuropas.
Mostar zum Beispiel: Der Ostteil der einst ethnisch
gemischten Stadt ist muslimisch, der Westteil
katholisch. Unübersehbar das weiße Kreuz über
der Stadt, irritierend der neu errichtete überhohe
Kirchturm, der das Minarett einer Moschee zu
persiflieren scheint. Welche Rolle spielten Religionskonflikte im Bosnienkrieg 1992–1995? Wie positionierten sich die katholische und wie die serbischorthodoxe Kirche – und welche Haltungen vertreten
sie heute?
Vortrag
Di. 30.6.
18.15 Uhr
LudwigMaximiliansUniversität
GeschwisterScholl-Platz 1
Eintritt frei
A110216
Jacqueline Nießer
In Zusammenarbeit mit der Graduiertenschule für
Ost- und Südosteuropastudien.
Prof. Ger Duijzings
Fotos: © Stefanie Hajak (links), privat
Prof. Klaus Buchenau
Mostar
Fotos: © privat (links), Stefanie Hajak (oben)
Vortrag
Di. 23.6.
18.15 Uhr
LudwigMaximiliansUniversität
GeschwisterScholl-Platz 1
Eintritt frei
A110212
„Was bleibt, wenn der letzte große flüchtige
Verbrecher des Jugoslawienkriegs der Justiz übergeben ist?“, fragte die Schriftstellerin Slavenka
Drakuli´c , als der General der bosnischen Serben,
Ratko Mladi´c , festgenommen wurde. Wie wird mit
Tätern und Opfern umgegangen? Wie gestaltet
sich Vergangenheitsaufarbeitung 20 Jahre nach
dem Massaker im ostbosnischen Srebrenica und
dem Friedensvertrag von Dayton? Der Vortrag
erörtert die juristische Aufarbeitung, insbesondere
durch den Internationalen Strafgerichtshof in
Den Haag. Auch die bleibende gesellschaftliche
Aufarbeitung der Kriegsverbrechen wird anhand
des zivilgesellschaftlichen Verbunds REKOM vorgestellt, welcher mittels einer Wahrheitskommission
Raum für die Geschichten der Opfer schaffen will.
21
Sarajevo
Tunnelmuseum
Donnerstags-Kolleg
Das Alter neu verstehen
Altersbilder im Wandel
Vortragsreihe
3 x do
11.15 Uhr
Gasteig
Vortragssaal
der Bibliothek
Eintritt: je 7.MVHS-Card
23
Altersbilder
Selbst- und Fremdsichten im Wandel
Wie haben sich die Bilder vom Alter durch die
Industrialisierung und Modernisierungsprozesse
verändert? Während Alter lange Zeit mit Siechtum
oder Rückzug verbunden wurde, sind gegenwärtig
neue Altersbilder auf dem Vormarsch. Die Medien
und Altenberichte werben für das „aktive Alter“
der „silver generation“. Der Ruhestand soll als Zeit
des Tätigseins und Lernens aktiv selbst gestaltet
werden. Wie sehen sich ältere Menschen selbst?
Wie werden sie in den Institutionen gesehen?
Eine neue Generation aktiver älterer Mitbürger
und -bürgerinnen irritiert zunehmend das überkommene Bild vom Alter(n) – auch in den Sozialund Kulturwissenschaften. Prof. Dr. Irene Götz von
der Ludwig-Maximilians-Universität München und
Dr. Esther Gajek von der Universität Regensburg
diskutieren zentrale Fragestellungen und gesellschaftliche Problemlagen kulturwissenschaftlicher
Alter(n)sforschung.
Leben im Alter
Alter(n) als kulturwissenschaftliches
Forschungsfeld
Arbeit im Alter
Prekärer Ruhestand
War der „wohlverdiente Ruhestand“ zunächst ein
Privileg und dann eine Erwartung für viele, so ist
zunehmend Altersarmut ein Drohszenario, das in
Verbindung mit den flexibilisierten Arbeitsformen
bereits jetzt und vor allem auch für die nähere Zukunft eine besondere Brisanz erhält. Insbesondere
Frauen sind hier gefährdet; denn ihre Erwerbsbiografien sind vielfach geprägt von Teilzeitarbeit
oder sozial unabgesicherten Arbeitsformen. In diesem Vortrag werden aktuelle Forschungen vor dem
Hintergrund der einschlägigen gesellschafts- und
arbeitsmarktpolitischen Problemlagen diskutiert.
Ist Alter eine fixe und „besondere“ Lebensphase
oder ein kontinuierlicher Prozess? Welche Rolle
spielen ältere Menschen in der Gesellschaft und
wie wird sich diese in Bezug auf den demografischen Wandel verändern? Wieweit gibt es hier
milieuspezifische und kulturelle Unterschiede in
den Lebenswelten älterer Menschen? Was hat es
mit der Feminisierung und Singularisierung des
Alters auf sich?
Dr. Esther Gajek
Prof. Irene Götz
Fotos: © privat
21.5.
A173000
18.6.
A173010
In Kooperation mit dem Zentrum Seniorenstudium
der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Für Studierende des Zentrums Seniorenstudium
der LMU München sind die Veranstaltungen
gebührenfrei. Dazu ist die vorherige persönliche
oder telefonische Anmeldung erforderlich
(Telefon 0 89 / 72 10 06-26/27). Bitte bringen Sie
Ihre Anmeldekarte und Ihren Studierendenausweis
zu den Vorträgen mit.
25.6.
A173020
24
25
Politik der Woche mit Christian Ude
Leben 2.0
Alle Lebensbereiche sind inzwischen vom Internet durchdrungen:
Laptops, Tablets und Smartphones begleiten uns überall hin.
Die Münchner Volkshochschule widmet diesem Kulturwandel und
seinen vielfältigen Folgen für unser Leben eine Veranstaltungsreihe,
die nicht nur informieren, sondern zu kontroversen Diskussionen
anregen will.
Mit freundlicher Unterstützung der Münchner Stadtbibliothek.
Ohne Netz
Mein halbes Jahr offline
Alex Rühle ist Redakteur der Süddeutschen Zeitung
und Buchautor. Er hat Literaturwissenschaften
studiert und ist Mitbegründer der Goldgrund
Immobilien Organisation.
Politik der Woche mit Christian Ude
Welche Rolle spielt die Türkei in der Weltpolitik?
Scheitert die Energiewende? Ist Zuwanderung eine
Bereicherung oder Bedrohung?
„Politik der Woche“ ist eine Veranstaltungsreihe,
die Christian Ude bereits in den 1960er Jahren an
der Münchner Volkshochschule eingeführt hat und
die er jetzt wiederbelebt. An vier Kursabenden
werden aktuelle Themen intensiv behandelt: Nach
einem Einführungsvortrag des Alt-Oberbürgermeisters werden in einer halbstündigen Gruppenarbeit Fragen und Diskussionsbeiträge vorbereitet.
Daran schließt sich eine ausführliche Befragung
von Kontrahenten an, die ihre Positionen darlegen
und erläutern sollen.
Foto: © Bib Meißner
Veranstaltungsdaten:
4. und 25. März, 1. und 15. April
Foto: © Daniel Reiter
Vortragsreihe
4 x mi
19 Uhr
Gasteig
Vortragssaal
der Bibliothek
Eintritt: 20.Restkarten:
je 5.- an der
Abendkasse
MVHS-Card
A110014
Alex Rühle ist erfolgreicher Journalist und (nicht
nur beruflich) ständig online. Sein Entschluss, ein
halbes Jahr ohne Internet und E-Mail zu leben
und zu arbeiten, kam einem Entzug gleich, dessen
Nebenwirkungen er in einem höchst amüsanten
Buch beschrieben hat.
Die Schilderung der Zeit ohne Smartphone und
anderer unverzichtbarer (?) Geräte gibt einen
Einblick in die Dimension der digitalen Revolution,
in der wir uns gerade befinden: von der Auswirkung
der Beschleunigung in allen Lebensbereichen
über die Veränderung von Wahrnehmung und
Beziehungen bis zur Frage, wie Eltern ihre „Digital
Native“-Kinder noch erreichen können.
Lesung
Gespräch
Di. 17.3.
19 Uhr
Gasteig
Vortragssaal
der Bibliothek
Eintritt: 10.Schüler und
Studierende: 8.MVHS-Card
A146008
Alex Rühle
26
27
Leben 2.0
Digitalisierte Gesundheit
Das vermessene Ich
Sei bereit zu scheitern!
22½ Schritte zu erfolgreichem Crowdfunding
Vortrag
Di. 14.4.
19 Uhr
Gasteig
Vortragssaal
der Bibliothek
Eintritt: 10.Schüler und
Studierende: 8.MVHS-Card
A340010
Dirk von Gehlen ist Autor und Journalist.
Bei der Süddeutschen Zeitung leitet er die Abteilung
Social Media/Innovation. Er bloggt unter
digitale-notizen.de zum Thema Medienwandel
und zählt zu den Crowdfunding-Pionieren in
Deutschland. Im August 2014 veröffentlichte er
das eBook „22½ Schritte zu erfolgreichem Crowdfunding“.
Foto: © Daniel Hofer
Florian Schumacher
Die fortschreitende Digitalisierung hat längst auch
den Gesundheitsbereich erreicht. Tragbare „Gesundheitshelfer“, sogenannte „wearable devices“,
messen (In)Aktivität, Blutdruck oder Blutzuckerspiegel, können die Daten in die „Cloud“ übermitteln und schlagen darüber hinaus Fitnessziele vor.
Sind die smarten Begleiter für Gesundheit und
Fitness eher Fluch oder Segen? Kritiker befürchten
durch das Sammeln all dieser gesundheitsrelevanten
Daten eine Gesundheitsdiktatur, die letztlich den
Menschen anhand einzelner Parameter beurteilt
und die Optimierung des Körpers weiter vorantreibt.
Foto: © Frank Röth (oben), Emanuel Klempal (unten)
Melanie Mühl
Melanie Mühl, FAZ-Journalistin, und
Florian Schumacher, Gründer der „Quantified
Self Bewegung“, diskutieren über Sinnhaftigkeit,
Gefahren und Möglichkeiten digitaler Gesundheitsdaten.
Es mag widersinnig klingen, aber die Projektfinanzierung über Crowdfunding ist ein wenig so, als
ließe sich der Projektstarter von seinen Unterstützern auf ein Bier einladen. Ob es nun um die
Finanzierung eines Buches, eines Theaterprojekts
oder fair hergestellter Kleidung geht, in allen
Fällen bezahlen die Schwarminvestoren, bevor das
Investitionsziel überhaupt realisiert wurde bzw.
die Realisierung tatsächlich feststeht. Auch der
Journalist Dirk von Gehlen ist 2012 diesen Weg
gegangen. Mit fast 15000 Euro ermöglichten hunderte risikobereite Unterstützer sein Buchprojekt
„Eine neue Version ist verfügbar“. Das Experiment
ist gelungen, das Buch geschrieben und an die
Investoren verteilt. Für Dirk von Gehlen ist damit
der Beweis erbracht: Crowdfunding funktioniert
und kann klassische Finanzierungswege ersetzen,
zumindest aber ergänzen. Auf jeden Fall muss
es gut geplant sein, sonst ist das Scheitern vorprogrammiert.
Vortrag
Di. 19.5.
19 Uhr
Gasteig
Vortragssaal
der Bibliothek
Eintritt: 10.Schüler und
Studierende: 8.MVHS-Card
A488148
Dirk von Gehlen
Green Visions
Filmreihe
Die Reihe präsentiert Umweltdokumentationen aus der ganzen
Welt, gefolgt von Diskussionen mit Regisseuren und Umweltexperten.
In Kooperation mit dem Rachel Carson Center für Umwelt und
Gesellschaft und dem Deutschen Museum, gefördert von der
Deutschen Bundesstiftung Umwelt.
The Human Scale
Film
Do. 26.3.
20 Uhr
Gasteig
Vortragssaal
der Bibliothek
Eintritt frei
A249300
Regie: Andreas Dalsgaard
Dänemark 2012, 77 Minuten, OmU
Bereits die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in
Städten oder deren Einzugsgebieten. Bis 2050
werden es sogar 80 Prozent sein. Viele Megacities
bringen jedoch auch Probleme mit sich, sowohl
für die Umwelt, als auch für den Menschen selbst.
Der Architekt Jan Gehl und seine Kollegen haben
es sich zur Aufgabe gemacht, Innenstädte wieder
lebenswerter zu gestalten. Ihre Städteplanung
zielt auf die Lebensqualität ihrer Bewohner. Sie
wollen die Großstädte nachhaltiger und menschlicher gestalten.
Connected
Film
Do. 16.4.
20 Uhr
Gasteig
Vortragssaal
der Bibliothek
Eintritt frei
A249310
Regie: Tiffany Shlain
USA 2011, 80 Minuten, OF
Tiffany Shlain versucht in ihrem Film herausfinden,
was es heißt, im 21. Jahrhundert global vernetzt
zu sein. In einer Mischung aus Animation, Archivmaterial und selbstgedrehten Szenen erkundet sie
die Verbindung zwischen den Menschen, die sie
liebt, und dem Rest der Welt.
29
30
Green Visions
31
Food Design
Film
Do. 21.5.
20 Uhr
Gasteig
Vortragssaal
der Bibliothek
Eintritt frei
A249320
Regie: Martin Hablesreiter und Sonja Stummerer
Österreich/Niederlande 2008, 52 Minuten, OF
Eine bildermächtige Reise in die moderne Welt
des Food Design. Ausgehend vom vielfältigen und
bunten Spiel der Formen, Farben, Oberflächen und
Konsistenzen, mit denen sich unsere zeitgenössischen Nahrungsmittel verführerisch präsentieren
und unsere Lust an ihrem Verzehr stimulieren,
taucht der Film immer tiefer in die Fragestellung
ein, warum diese Produkte so aussehen, wie sie
aussehen.
Seed Warriors
Film
Do. 25.6.
20 Uhr
Gasteig
Vortragssaal
der Bibliothek
Eintritt frei
A249340
Regie: Mirjam von Arx und Katharina von Flotow
Schweiz 2009, 86 Minuten, engl. Fassung mit dt.U.
In Norwegen sollen, im angeblich sichersten Gebäude der Welt, gefeit gegen Naturkatastrophen,
Klimaveränderungen und selbst Nuklearkriege,
viereinhalb Millionen in Folie gewickelte Samenproben aus aller Welt lagern und das Weiterbestehen
der pflanzlichen Artenvielfalt gewährleisten. „Seed
Warriors“ zeigt, was hinter dem sichersten SaatgutTresor der Welt steckt und warum er gebaut wurde.
Watermark
Regie: Edward Burtynsky und Jennifer Baichwal
Kanada 2013, 87 Minuten, OmU
Wasser hat die Oberfläche des Planeten geschaffen
und formt sie unablässig weiter. Wasser ist die
Voraussetzung jeder Existenz; ohne Wasser zerfällt
alles zu Staub. In spektakulären Bildern zeigt der
Film, wie Menschen mit Wasser umgehen und damit
die Welt verändern. Die Regisseure Burtynsky und
Baichwal dokumentieren, wie sich die Erde durch
menschliche Aktivität verändert – als Chronisten
des ökokatastrophalen Zeitalters.
Film
Do. 9.7.
20 Uhr
Gasteig
Vortragssaal
der Bibliothek
Eintritt frei
A249350
Vilnius
32
Stalingrad
heute:
Wolgograd
Berlin
33
Grodno
Auschwitz
Gurs
Europa und der Nationalsozialismus
Geschichte und Gedächtnis der Städte
Sa. 21.3.
10 – 19.30 Uhr
Gasteig
Vortragssaal
der Bibliothek
Eintritt frei
A110700
Vom nördlichen Norwegen bis nach Griechenland,
vom Atlantik bis weit hinein in die Sowjetunion:
Die Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten
hinterließ Spuren in ganz Europa. Ausbeuterische
Besatzungspolitik, rassistische und politische Verfolgung, Zwangsarbeit und Holocaust, Zerstörung
und Krieg, aber auch Kollaboration und Widerstand sind Erfahrungen, die das Leben von Millionen
Menschen prägten und die sich gleichsam in das
Gedächtnis der Städte einschrieben.
Berlin und Rom, Stalingrad, Vilnius und Donezk,
Gurs im französisch-spanischen Grenzgebiet,
und Auschwitz stehen in dieser Perspektive für
unterschiedliche Ausprägungen der nationalsozialistischen Herrschaft, für die unterschiedlichen
Voraussetzungen, auf die die nationalsozialistische
Eroberungs- und Besatzungspolitik traf, und für
ganz verschiedenartige Wege der Memorialisierung
nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.
Es wird deutlich, welche Gedächtnisräume in Europa
entstanden sind, welche Erinnerungsschichten und
Deutungsmuster die Auseinandersetzung mit dieser
Zeit prägen und wie mit Geschichte (Identitäts-)
Politik gemacht wird.
Illustration: © Jonas Distel
Tagung
Rom
Als Referentinnen und Referenten sind eingeladen:
Dr. h.c. Barbara Distel
Dr. Peter Jahn
Dr. Christoph Kreutzmüller
Ekaterina Makhotina M.A.
Prof. Dr. Tanja Penter
PD Dr. Thomas Schlemmer
Prof. Dr. Sibylle Steinbacher
Dr. Jürgen Zarusky
Das detaillierte Tagungsprogramm senden wir
Ihnen gerne zu. Sie finden es auch unter
www.mvhs.de/montagsforum.
Stalino
heute:
Donezk
34
35
Zwischen Kontinuität und Neubeginn
Auseinandersetzung mit dem
Nationalsozialismus nach 1945
Ort und Verdrängung
Von der mühevollen Rückeroberung historisch
kontaminierter Räume
Andreas Eichmüller
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lebten
in der Bundesrepublik etwa 500000 bis 700000
ehemalige Angehörige der nationalsozialistischen
Schutzstaffel (SS). Die SS hatte die Kerntruppe
der NS-Diktatur gebildet, ihre Mitglieder waren
maßgeblich an allen Massenverbrechen des Dritten
Reichs beteiligt. Im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess wurde die SS deshalb als verbrecherische Organisation verurteilt. Der Vortrag
geht der Frage nach, wie die bundesdeutsche
Gesellschaft mit der SS als solcher und den ehemaligen SS-Angehörigen umging. Vor allem anhand öffentlicher Debatten werden dabei Ausmaß
und Grenzen der Reintegration sowie die in der
Öffentlichkeit vorherrschenden Geschichtsbilder
diskutiert.
Foto: © Münchenstift (unten)
Vortrag
Di. 9.6.
19 Uhr
NS-Dokumentationszentrum
München
Brienner Str. 34
Eintritt frei
A110708
Foto: © Gras-Ober, Wikipedia/Wikimedia Commons, privat (links)
Tragödie oder Alibi einer Nation
Die SS in der bundesdeutschen
Nachkriegserinnerung
Die Landeshauptstadt München hat nach dem
Zweiten Weltkrieg ihre Innenstadt weitgehend
wieder aufgebaut. Damit wurde der Zivilisationsbruch, dessen Folgen sich konkret in einer stark
zerstörten Innenstadt zeigten, aus dem architektonischen Gedächtnis der Stadt entfernt. An die
Rolle der ehemaligen „Hauptstadt der Bewegung“
in der NS-Zeit wurde nur verschämt erinnert und
diese gerne verdrängt. Dies hat sich erst mit der
Diskussion um das NS-Dokumentationszentrum
und „neue Formen des Erinnerns und Gedenkens“
sowie mit der Neugestaltung des Platzes der Opfer
des Nationalsozialismus geändert. Der Vortrag
stellt Beispiele vor, die den Umgang Münchens mit
seiner Geschichte im Nationalsozialismus und den
allmählichen Wandel zu einer aktiveren Erinnerungskultur nachzeichnen.
Vortrag
Di. 23.6.
19 Uhr
Gasteig
NS-Dokumentationszentrum
München
Eintritt frei
A110712
Siegfried Benker
36
Neue Dimensionen
des Rechtsextremismus
Zwischen Kontinuität und Neubeginn
37
Der lange Weg zum
NS-Dokumentationszentrum München
Vortrag
Di. 7.7.
19 Uhr
NS-Dokumentationszentrum
München
Brienner Str. 34
Eintritt frei
A110716
Winfried Nerdinger
Jahrzehntelang hat sich die Landeshauptstadt
München schwer getan, sich mit ihrer ehemaligen
Rolle als „Hauptstadt der Bewegung“ auseinanderzusetzen. Zahlreiche Initiativen und anhaltendes
bürgerschaftliches Engagement haben wesentlich
dazu beigetragen, dass mit der Eröffnung des NSDokumentationszentrums im April 2015 nun auch
in München ein zentraler Lern- und Erinnerungsort
existiert, der zur kritischen Auseinandersetzung
mit der Geschichte und den Nachwirkungen des
Nationalsozialismus einlädt.
Der Vortrag zeichnet den langen Weg zur Realisierung des NS-Dokumentationszentrums nach und
gibt an diesem Beispiel einen Einblick in eine für
München zentrale erinnerungspolitische Debatte.
Das Konzept der Dauerausstellung und die Schwerpunkte des Bildungsangebots im neuen Haus
werden vorgestellt.
In Zusammenarbeit mit dem NS-Dokumentationszentrum München.
Foto: © Gras-Ober, Wikipedia/Wikimedia Commons, NS-Dokumentationszentrum / Orla Connolly (unten)
Neue Feindbilder
Rassismus im Wandel
Die Zustimmung zu rechtsextremen Aussagen
sinkt. Soweit das positive Ergebnis der neuen
Leipziger Studie über rechtsextreme Einstellungen
in Deutschland. Dies gilt jedoch nicht für die Haltung zu Asylsuchenden, zu Muslimen, zu Sinti und
Roma: Islamfeindschaft und Antiziganismus wachsen deutlich an. Warum richtet sich die Ablehnung
gerade auf diese Gruppen? Welche Diskriminierungsmuster und -diskurse lassen sich erkennen?
Auf dem Podium:
Prof. em. Dr. Klaus Bade, Historiker, Politikberater
und Migrationsexperte, Universität Osnabrück
Alexander Häusler, FH Düsseldorf, Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus
Esra Kücük, Geschäftsführerin der Jungen Islam
Konferenz
Podiumsdiskussion
Do. 19.3.
19 Uhr
Neues Rathaus
Marienplatz 8
Großer
Sitzungssaal
Eintritt frei
A110712
In Zusammenarbeit mit dem BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung,
der Evangelischen Stadtakademie München und der Fachstelle gegen
Rechtsextremismus der LH München.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen
Rassismus.
38
39
Religionen in der Moderne
Beobachtungen und Diagnosen
Spätestens seit dem 11. September 2001 sind wir für die politische
Dimension der Religionen neu aufmerksam geworden. Zwei grundsätzliche Fragen stellen sich dem Beobachter: Wie gehen wir in einer
freiheitlichen und pluralistischen Welt mit den jeweiligen Wahrheitsansprüchen der Religionen um und wie bewältigen wir das Gewaltpotenzial religiöser Gruppen, die aufgrund ihres Wahrheitsanspruchs
die Welt missionieren wollen? Zwei bekannte Münchner Theologen
nehmen zu dieser aktuellen Problematik Stellung.
Vortrag
Prof. Dr. Armin Kreiner hat den Lehrstuhl für
Fundamentaltheologie der Katholisch-Theologischen Fakultät an der Ludwig-MaximiliansUniversität inne.
Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich Wilhelm Graf ist Emeritus
des Lehrstuhls für Systematische Theologie der
Evangelisch-Theologischen Fakultät der LudwigMaximilians-Universität.
Religionen verstehen sich in der Regel als Wege
zum Heil. Dieser Anspruch erweist sich jedoch als
eine Quelle vielfältigen Unheils. Er erschwert bis
heute eine friedliche Koexistenz und einen Dialog
auf Augenhöhe. Können Religionen auf ihre traditionellen Absolutheitsansprüche verzichten und
einander als gleichwertig anerkennen, ohne ihre
Identität preiszugeben?
Prof. Dr. Armin Kreiner versucht in einer vergleichenden Übersicht die Positionen der Religionen
zu klären.
Mehr und mehr sind die Menschen in aufgeklärten
Gesellschaften irritiert, dass fromme Menschen
sich manchmal dazu legitimiert sehen, aus religiöser Überzeugung zu den Waffen zu greifen.
Gewaltbereitschaft entspringt scheinbar dem
Zentrum des jeweiligen Glaubens. Kann man das
verallgemeinern und den Religionen, zumindest in
ihren fundamentalistischen Varianten, einen Hang
zur gewaltsamen Missionierung zusprechen? Ist
vielleicht Religion als solche nicht gut?
Prof. Friedrich Wilhelm Graf bezieht zu dieser Frage
aus philosophischer und politischer Perspektive
Stellung.
Mo. 8.6.
18 Uhr
Gasteig
Raum 0.115
Eintritt: 10.MVHS-Card
A137120
Prof. Armin Kreiner
Foto: © privat (unten) / Illustration: © Jonas Distel
Religion und Gewalt
Mord als Gottesdienst?
Foto: © privat
Das Konfliktpotenzial religiöser
Absolutheitsansprüche
Vortrag
Sa. 13.6.
18 Uhr
Gasteig
Vortragssaal
der Bibliothek
Eintritt: 10.MVHS-Card
A137130
Prof. F. W. Graf
40
Der Mensch wird am Du zum Ich
Martin Buber im 50. Todesjahr
Symposium
So. 14.6.
11 – 18.30 Uhr
Gasteig
Vortragssaal
der Bibliothek
Eintritt: je 10.Gesamt: 25.A137500
Martin Buber, dessen 50. Todestag wir am 13. Juni
2015 gedenken, gehört neben Mahatma Gandhi,
Albert Schweitzer, Nelson Mandela und Martin
Luther King zu den großen moralischen Vorbildern
des 20. Jahrhunderts.
Dem europäischen Judentum entstammend, wuchs
er in seiner Kindheit und Jugend im Umfeld des
osteuropäischen chassidischen Judentums auf,
entdeckte während seines Studiums den Reichtum
der deutschen Philosophie und engagierte sich in
der zionistischen Bewegung Theodor Herzls.
Zeit seines Lebens stand er für die Verständigung
der Völker und Religionen ein. Dieses Ziel versuchte er durch eine Vielzahl pädagogischer und
vor allem erwachsenenpädagogischer Initiativen
zu unterstützen. Zu seinen herausragenden
literarischen Leistungen gehört die Übersetzung
der Heiligen Schrift, des Tanach zusammen mit
Franz Rosenzweig (1886-1929), die Sammlung und
Übersetzung der chassidischen Erzählungen und
die Begründung der Dialogphilosophie, in der er
aufzeigte, dass der Mensch am Du zum Ich wächst.
Nach seiner Emigration 1938 fand er in Palästina/
Israel eine neue Heimat. Insbesondere die Hebräische Universität Jerusalem bot ihm eine neue
Wirkungs- und Begegnungsstätte, in der er u.a.
mit Hannah Arendt und Gershom Scholem forschte.
Weltweit geehrt starb er 1965, im Alter von
87 Jahren, in Jerusalem.
Eine Kooperation mit dem Kulturzentrum der
Israelitischen Kultusgemeinde München und der
Evangelischen Stadtakademie München.
Martin Buber – Leben und Werk
Prof. Dr. Christian Wiese
Vortrag
11 – 13 Uhr
A137451
Martin Bubers Philosophie:
Vom „Ich und Du“ zur „Gottesfinsternis“
PD Dr. Thomas Meyer
Seminar
15 – 16.30 Uhr
A137452
Bildung und Menschenbild bei Martin Buber
Prof. Dr. Martha Friedenthal-Haase
Seminar
15 – 16.30 Uhr
A137453
Seminar
15 – 16.30 Uhr
A137454
50 Jahre Martin Buber Bibel
Prof. Dr. Dr. h.c. Daniel Krochmalnik
Frieden für den Nahen Osten?
Martin Bubers Impuls
Richard Chaim Schneider
Vortrag
17 – 18.30 Uhr
A137455
Die Erzählungen der Chassidim
von Martin Buber
Von Martin Buber gesammelt und für die Nachwelt
aufbereitet, beschreiben die Texte das Leben und
Wirken der geistigen Führer der chassidischen jüdischen Gemeinden. In kleinen Geschichten werden
Wunder, Begebenheiten und Lebensweisheiten
überliefert.
Vorgestellt von:
Prof. Dr. Michael Brocke
Gelesen von:
Marion Hartmann und Armand Presser
So. 17. 5.
18 Uhr
Jüdisches
Gemeindezentrum
St.-JakobsPlatz 18
Eintritt: 7.ermäßigt: 5.Karten nur
unter (0 89)
20 24 00 491
oder Karten@
ikg-m.de
42
43
Werner Schroeter
Rainer Werner Fassbinder
Wim Wenders
Aufbruch in München
Drei Filmemacher Jahrgang 45
Mai 2015
Filmmuseum
München
St.-JakobsPlatz 1
Der Aufbruch des Neuen Deutschen Films ging von
München aus. Hier kreuzten sich auch die Wege
von Rainer Werner Fassbinder († 1982), Werner
Schroeter († 2010) und Wim Wenders. Drei Galionsfiguren des Aufbruchs, deren 70. Geburtstage im
Jahr 2015 Anlass zu Erinnerung und Würdigung
sein sollen.
1.–3. Mai: Anfänge in München
Das kleine Chaos, Katzelmacher, Argila, Eika
Katappa, Alabama: 2000 Light Years, Die Angst
des Tormanns beim Elfmeter u.a.
22.–25. Mai: Bundesdeutsche Gegenwarten
Die Ehe der Maria Braun, Der Bomberpilot, Palermo
oder Wolfsburg, Falsche Bewegung, Die dritte
Generation, Im Lauf der Zeit u.a.
Die Jahre von 1966 bis zu Fassbinders Tod 1982
waren die hohe Zeit der deutschen „Neuen Welle“.
An drei thematisch fokussierten Wochenenden
zeigt die Filmreihe exemplarische Arbeiten der
drei Filmemacher aus diesen Jahren.
Die detaillierten Anfangszeiten sowie die Ticketpreise entnehmen Sie bitte ab März 2015 dem
Programm des Filmmuseum München oder unter
www.muenchner-stadtmuseum.de/film bzw.
www.mvhs.de/offene-akademie.
29.–31. Mai: Die Welt im Spiegel
Warnung vor der Heiligen Nutte, Querelle,
Hammett, Reverse Angle: NYC March ´82, Willow
Springs, Weiße Reise u.a.
Illustration: © Jonas Distel
Filmreihe
In alle Filmveranstaltungen führt jeweils
Stefan Drößler, Leiter des Filmmuseums, oder
Rainer Gansera, Filmkritiker der Süddeutschen
Zeitung, ein.
In Zusammenarbeit mit dem Filmmuseum München.
45
Damensalon
Damensalon
Frauen im Gespräch
Herausragende Frauen sprechen über ihre Lebens- und Berufswege,
über ihre Vorbilder und Leidenschaften und über Weichenstellungen
auf ihrem Weg. Sie geben Einblicke in spannende Arbeitsgebiete
und diskutieren, welche Bedeutung die Frauenbewegung und Frauenpolitik für sie hatte und hat.
Moderation: Birgit Erbe, FAM, und Irmengard Matschunas, MVHS
Barbara Gross
Künstlerinnen einen Raum geben
Luise Klemens
Dies ist ein zentrales Anliegen von Luise Klemens,
Landesbezirksleiterin der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in Bayern. Seit 2010 steht sie
an der Spitze der zweitgrößten bayerischen Einzelgewerkschaft. In dieser Funktion vertritt sie fast
eine Viertelmillion Mitglieder in der Tarifpolitik.
Mit ihr sprechen wir über ihre Erfahrungen und
Strategien zum Thema Frauen in Führungspositionen, Entgeltgleichheit und Gute Arbeit.
Foto: © ver.di
Gespräch
Di. 3.3.
19 Uhr
Gasteig
Black Box
Eintritt: 10.Schüler und
Studierende: 8.MVHS-Card
A146010
Foto: © Alessandra Schellnegger, 2010, Courtesy: Barbara Gross Galerie
Luise Klemens
„Menschen Mut machen,
für ihre Interessen einzutreten“
Seit 1988 führt Barbara Gross in München eine
international renommierte Galerie, deren Künstlerund Künstlerinnenliste als Walhalla der Kunstgeschichte der letzten 25 Jahre bezeichnet wurde.
Barbara Gross studierte an der Kunstakademie,
bevor sie sich entschloss, mit ihrer Galeriearbeit
Künstlerinnen wie Nancy Spero, Louise Bourgeois
oder Maria Lassnig und Kiki Smith auszustellen, die
damals trotz hoher Werkqualität weder in Museen
noch bei Sammlern gefragt waren. Wir sprechen
mit Barbara Gross über die feministische Linie ihrer
Galeriearbeit, über Positionen der Künstlerinnen,
Geschlechterdifferenz und über den aktuellen
Kunstmarkt.
Gespräch
Mi. 29.4.
19 Uhr
Gasteig
Black Box
Eintritt: 10.Schüler und
Studierende: 8.MVHS-Card
A146012
In Kooperation mit der FAM, Frauenakademie
München e.V. und der Gleichstellungsstelle der
Landeshauptstadt München.
Barbara Gross
Alles Inklusive!
46
47
Ins Spiel kommen
Inklusion und öffentlich verantwortete
Erwachsenenbildung
Jeder Mensch hat ein Recht auf Bildung. Das „Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte
von Menschen mit Behinderung“ hat dieses Recht
auch für erwachsene Menschen mit Behinderung in
Artikel 24 ausdrücklich festgestellt und bestätigt.
Diese als „UN-Behindertenrechtskonvention“ bezeichnete Vereinbarung trat in Deutschland 2009
in Kraft. Seitdem findet eine intensive bildungspolitische Diskussion zur Umsetzung von Inklusion
im Bereich der schulischen Bildung statt. Der Bereich der Erwachsenenbildung bleibt dabei jedoch
bislang weitgehend ausgeblendet. Gleichwohl sind
inzwischen in der Praxis unterschiedliche Projekte
und Modelle entstanden.
Der gute Soldat Švejk
Jaroslav Hašek
und sein Jahrhundertwerk
Die „Abenteuer des braven Soldaten Švejk im
Weltkrieg“ wurden in den Jahren 1921–1923 von
Jaroslav Hašek, einem Prager Anarchisten und
Freigeist, wie in einem Rausch geschrieben. Bis
heute wurde das Buch in 58 Sprachen übersetzt,
vielfach verfilmt und auf der Bühne aufgeführt.
Der Švejk wurde zu einem Symbol des Widerstands
der einfachen Menschen gegen blinden Gehorsam
und unsinnige Hierarchien. „Ein witzigeres, respektloseres, schwärzeres, subversiveres Buch über den
Ersten Weltkrieg gibt es sicher nicht,“ schreibt
Christoph Bartmann (SZ) über den Roman. Seit
kurzem liegt nun eine fulminante Neuübersetzung
dieses Schlüsselwerks des 20. Jahrhunderts im
Reclam-Verlag vor.
Lesung und Werkstattgespräch mit dem Übersetzer
Antonín Brousek und dem Hašek-Spezialisten
Dr. Kenneth Hanshew, Universität Regensburg
Moderation: Dr. Zuzana Jürgens
In Zusammenarbeit mit dem Tschechischen Zentrum
München.
Es diskutieren u.a.:
Prof. Dr. Karl-Ernst Ackermann, Präsident der Gesellschaft Erwachsenenbildung und Behinderung e.V.
Prof. Dr. Dr. h.c. Heiner Bielefeldt,
Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. Reinhard Markowetz, LMU München
Barbara Stamm, Präsidentin des Bayer. Landtags
Oswald Utz, Stadtrat und Behindertenbeauftragter
der LH München
Illustration © Josef Lada - heirs, c/o DILIA
Lesung
Do. 12.3.
19 Uhr
Gasteig
Black Box
Eintritt: 10.MVHS-Card
A245050
Am Freitagabend, den 10.7. werden zwei Autoren
der Gruppe Ohrenkuss, die auch als Tagungsjournalisten tätig sind, aus ihren Texte lesen.
Ohrenkuss – das sind Autoren mit Down-Syndrom,
die gemeinsam eine Zeitung mit dem gleichnamigen
Titel machen und veröffentlichen.
In Kooperation mit der Gesellschaft Erwachsenenbildung und Behinderung e.V., der LudwigMaximilians-Universität München und dem
Bayerischen Volkshochschulverband e.V.
Tagung
Fr. 10.7.
12.30 – 18 Uhr
Sa. 11.7.
9 – 15.30 Uhr
Gasteig
Raum 0.131
Eintritt: 50.A160050
48
49
Alles Inklusive!
Ausgewählt
Kunstkenner zeigen ihre Lieblingswerke
Prof. Dr. Carla Schulz-Hoffmann:
„Frau im schwarzen Mantel“ von George Grosz
Dieses lebensgroße Bildnis von 1927 aus der
Pinakothek der Moderne berührt mich in seiner
selbstverständlichen, bescheidenen Würde. Im
Gegensatz zu seiner beißenden Gesellschaftskritik
und der die Missstände der Weimarer Republik
anprangernden Kunst geht es Grosz (1893–1959)
hier um eine ebenso nüchterne wie empathische
Darstellung des einfachen Durchschnittsmenschen,
der in seinem unspektakulären Leben ernst
genommen wird. In einer an Manet erinnernden,
subtilen Malerei gelingt dem Künstler eine Balance
zwischen Schönheit und Einfachheit.
AbArt ist eine inklusive Künstlergruppe aus
München. In ihrem neuen Stück interpretiert
die Gruppe mit ungewöhnlichen Körper- und
Bewegungsformen die Lehre von Laban. Rudolf
Laban (1879–1958) war einer der Begründer des
Ausdruckstanzes, der im frühen 20. Jahrhundert
als Gegenbewegung zum klassischen Gesellschaftstanz die individuelle künstlerische Darstellung
seelischer Zustände auf die Bühne brachte. Daraus
entwickelte sich später der moderne freie Tanz mit
seiner expressiven und dynamischen Formensprache.
Foto: © AbArt
Theater
Sa. 11.7.
19 Uhr
Gasteig
Black Box
Eintritt: 10.Schüler und
Studierende: 5.MVHS-Card
A160247
Foto: © Haydar Koyupinar
AbArt – Hommage à Laban
Ein neues Theaterstück
Vortrag
Do. 16.4.
20 Uhr
Gasteig
Raum 0.117
Eintritt: 7.MVHS-Card
A218420
Prof. Schulz-Hoffmann
50
51
Kunstkenner zeigen ihre Lieblingswerke
Klaus Reichold:
Henry Raeburns „Reverend Robert Walker
beim Schlittschuhlaufen“
Vortrag
Do. 21.5.
20 Uhr
Gasteig
Raum 0.117
Eintritt: 7.MVHS-Card
A218422
Michael Buhrs:
Joseph Beuys und die soziale Plastik
Zwei zentrale Werke von Beuys (1921–1986)
befinden sich in München: „Zeige deine Wunde“
von 1974/75 im Lenbachhaus und „Das Ende
des XX. Jahrhunderts“ aus dem Jahr 1983 in
der Pinakothek der Moderne. Beuys‘ Konzept
der Sozialen Plastik wurde stets im Sinne eines
Heilsversprechens für die Gemeinschaft rezipiert,
dabei ging seine Stellung als einer der wichtigsten
und innovativsten Künstler des 20. Jahrhunderts
etwas unter. Mich faszinieren der Künstler und der
Mensch Beuys gleichermaßen, wie auch seine bis
heute reichende Relevanz für das aktuelle Kunstgeschehen.
„Den Tag lobe, wenn es Abend ist, die Frau, wenn
sie verbrannt ... und auf dem Eise laufe Schlittschuh“, empfiehlt ein nordisches Sprichwort. Robert
Walker, Vater von fünf Kindern und Seelsorger der
Edinburgher Canongate Kirk, beherzigte zumindest
den letzten Absatz dieses Ratschlags: Als Mitglied
des ältesten Eislaufclubs im Lande drehte er seine
Runden auf dem zugefrorenen Duddingston Loch.
Das Bild des offenbar gut trainierten Gottesmannes
schlägt 1784 die Brücke zwischen Religion, Sport
und Malerei – und gehört für mich zu den Ikonen
schottischer Identität.
Vortrag
Do. 11.6.
20 Uhr
Gasteig
Raum 0.117
Eintritt: 7.MVHS-Card
A218424
Henry Raeburn: „Reverend Robert Walker
beim Schlittschuhlaufen“
Jacopo de' Barbari: „Stillleben mit Rebhuhn,
Eisenhandschuhen und Armbrustbolzen“
Abbildungen: Quelle: commons.wikipedia.org
Jochen Meister:
Jacopo de' Barbaris „Stillleben mit Rebhuhn,
Eisenhandschuhen und Armbrustbolzen“
Kann man ein 500 Jahre altes Rätsel lösen? Dieses
fast quadratische Gemälde hat mich schon immer
fasziniert. Vielleicht ist es die Magie der abgebildeten Dinge, die nicht mehr in unsere Lebenswelt
gehören. Sicher ist es die einfache Frage: Wie kann
ich diese drei Dinge logisch miteinander verbinden,
so wie sie der Maler an einen einzigen Nagel hing?
Das Bild führt uns in eine humanistische Welt, die
Geschichten und Botschaften versteckt, obwohl es
sich doch „nur“ um ein Stillleben handelt ...
Vortrag
Do. 18.6.
20 Uhr
Gasteig
Raum 0.117
Eintritt: 7.MVHS-Card
A218426
52
53
MusikPodium
Femme fatale – Femme fragile
Opernfilmreihe mit Klaus Kalchschmid
Klaus Kalchschmid ist Buchautor und Musikjournalist
u.a. für die Süddeutsche Zeitung, Die Welt, Die
Deutsche Bühne, verschiedene Festival-Magazine
und den Bayerischen Rundfunk. Er beschäftigt sich
seit vielen Jahren mit dem Thema „Oper und Film“.
Werk und Inszenierung stellt er jeweils vor und
steht nach dem Film für eine kurze Diskussion zur
Verfügung.
die taschenphilharmonie
Konzertreihe
3x
20 Uhr
Gasteig
Kleiner
Konzertsaal
Eintritt: je 17.-
Klingende Werkbetrachtung mit der taschenphilharmonie, dem „kleinsten Sinfonieorchester
der Welt“. Zunächst erklärt und demonstriert Peter
Stangel zusammen mit seinen Musikern musikalische Besonderheiten, dann erklingt das Werk als
Ganzes.
Do. 12.3.
A270011
Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 49 f-Moll, „La passione“
So. 26.4.
A270013
Franz Schubert
Sinfonie h-Moll, D 759, „Die Unvollendete“
So. 5.7.
A270015
Johann Sebastian Bach
Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur, BWV 1048
Mit freundlicher Unterstützung der Hochschule für Musik und Theater,
des Kulturreferats der Landeshauptstadt München und der Kulturstiftung der Stadtsparkasse München.
Foto: © Astrid Ackermann
die taschenphilharmonie
Leitung: Peter Stangel
Fotos: © Martin Roth (rechts), Bernd Uhlig, Staatsoper Berlin (unten)
Die Hörakademie
Femme fatale – Femme fragile: Zwischen diesen
Gegensätzen sind viele weibliche Charaktere in
Schauspiel und Oper angesiedelt. Während Dalila
oder Carmen zur Kategorie der selbstbestimmten
Frauen zählen, die den Männern auf vielfältige
Weise gefährlich werden können, sind manche
Figuren Schnitzlers oder Horváths, aber auch die
Melisande in Debussys Maeterlinck-Vertonung
„zerbrechliche Frauen“; Berg/Wedekinds Kindfrau
Lulu changiert schillernd dazwischen.
In Zusammenarbeit mit UNITEL CLASSICA und der
Münchner Stadtbibliothek.
Filmreihe mit
anschließender
Diskussion
3 x so
Einführung:
18.15 Uhr
Filmbeginn:
19 Uhr
Gasteig
Vortragssaal
der Bibliothek
Eintritt: je 12.-
Klaus Kalchschmid
1.3. 156 Min.
A270023
Georges Bizet: Carmen
Dirigent: Marc Piollet
Inszenierung: Calixto Bieito
Solisten: Beatrice Uria-Monzon, Roberto Alagna,
Erwin Schrott, Marina Poplavskaya
Chor und Orchester des Grand Teatre
del Liceu Barcelona
8.3. 180 Min.
A270025
Claude Debussy: Pelléas et Mélisande
Dirigent: Philippe Jordan
Inszenierung: Robert Wilson
Solisten: Elena Tsallagova, Stéphane Degout,
Vincent le Texier, Anne Sofie von Otter,
Franz-Josef Selig
Chor und Orchester der Opéra National de Paris
22.3. 160 Min.
A270027
Alban Berg: Lulu
Dirigent: Daniel Barenboim
Inszenierung: Andrea Breth
Solisten: Mojca Erdmann, Michael Volle,
Stephan Rügamer, Thomas Piffka
Staatskapelle Berlin
Pelléas et Mélisande
55
Mit den Engeln und Teufeln im Bunde
Große Geiger
Harald Eggebrecht ist Buchautor und freier Musikkritiker u.a. bei der Süddeutschen Zeitung.
Foto: © Uta Süße-Krause, Wikimedia Commons (oben)
MusikPodium
Foto: © Charles Duprat
54
Einst lief Joseph Joachim, weltbekannter Violinprofessor, auf einer Wiener Eisbahn Schlittschuh.
Irgendwann stolperte er und fiel hin. Der Eiswärter
half Joachim auf, dem zum Glück nichts Ernstliches
passiert war, und sagte begütigend zu dem berühmten Mann: „Gell, Herr Professor, dös ist halt
viel schwerer als a bisserl Viggelin spielen!“
Es gibt kaum eine Anekdote, die viele irrige Vorstellungen und Meinungen über das Geigenspiel
besser charakterisiert. Für Außenstehende und
Ahnungslose wirkt es, vorausgesetzt es spielt ein
Könner, leicht, elegant, mühelos – und doch gilt
die Violine bei Musikern, Kennern und Fachleuten
als eines der schwierigsten Instrumente überhaupt.
So strahlt die Geige den Zauber und die Attraktivität einer schönen Widerspenstigen aus, die es zu
zähmen gilt. Wem das gelingt, der kann Unerhörtes
vollbringen. Die Protagonisten der vier Vorträge
haben das unnachahmlich und unverwechselbar
bewiesen.
Vortragsreihe
4 x mo
20 Uhr
Gasteig
Raum 0.117
Eintritt: je 10.MVHS-Card
Harald Eggebrecht
Jascha Heifetz
Im Banne der Vollkommenheit
16.3.
A270033
Yehudi Menuhin
Von Größe und Leiden des Geigens
20.4.
A270035
Josef Hassid und Michael Rabin
Tragisch-genialische Talente
18.5.
A270037
David Oistrach
Der vollkommene Augenblick
22.6.
A270039
56
MusikPodium
Katana Mbale mit Mundbogen, Südwesten Angolas
Volksmusik im Wandel
Christine Dettmann
Dr. Christine Dettmann ist Professorin für Musikethnologie an der Hochschule für Musik und
Theater München.
Immer schon hat es Volksmusik gegeben. Jedoch
hat sie die wissenschaftliche wie auch künstlerische
Beachtung erst in den letzten zwei Jahrhunderten
erfahren. Die „Streifzüge“ geben nun ein Bild von
Volksmusik auf verschiedenen Kontinenten und
Regionen. Dabei wird immer wieder deutlich: je
mehr man sich der Volksmusik nähert, desto mehr
Überraschungen hält sie bereit. Traditionen entpuppen sich als nicht so sehr in Stein gemeißelt
wie angenommen, interessante Formen und Konzepte der Weitergabe erscheinen. Schließlich gelangt man selbst immer wieder zur Frage nach dem
eigenen Umgang und Verständnis von Volksmusik.
Vorträge mit zahlreichen Ton- und Bildbeispielen.
Gelegentlich wird das Publikum auch eingeladen,
musikalische Elemente selbst auszuprobieren oder
mitzusingen.
Christine Dettmann stellt ihre eigene Forschung
sowie die von Kollegen vor, so dass immer auch die
neuesten Entwicklungen von Volksmusik berücksichtigt werden.
Foto: © privat (unten), Angolan Roots of Capoeira (oben)
Vortragsreihe
5 x mo
20 Uhr
Gasteig
Raum 0.117
Eintritt: je 7.MVHS-Card
57
Die Vielfalt der Musiktraditionen der Welt
9.3.
A270051
Der Folk von den Inseln (Irish & English Folk)
23.3.
A270053
Angolas Musik zwischen Stadt und Land
13.4.
A270055
Japanisches Volkslied min’yo
27.4.
A270057
Gibt es brasilianische Volksmusik?
11.5.
A270059
Gutschein
Für diesen Gutschein erhalten Sie bei vielen Münchner
Buch-­und Zeitschriftenhändlern ab 2.2.2015 ein
Gesamtprogramm der Münchner Volkshochschule,
Ausgabe Frühjahr/Sommer 2015.
Oder Sie kommen in unseren Häusern, den Münchner
Stadtbibliotheken bzw. der Stadtinformation im Rathaus
vorbei und holen sich Ihr neues Programm kostenfrei.
Solange der Vorrat reicht!
Eine Barerstattung ist nicht möglich.
Impressum
Herausgeber
Münchner Volkshochschule GmbH
Kellerstr. 6
81667 München
Homepage
www.mvhs.de
Programm-Koordination/
Redaktion
Madeleine Willing
Telefon (0 89) 4 80 06-61 74
E-Mail: madeleine.willing@mvhs.de
Design
Kunst oder Reklame, München
Druck
FIBO Druck- und Verlags-GmbH
Fichtenstr. 8, 82061 Neuried
Programmplanung
Klaus Blanc, Andrea Faragó,
Petra Gerschner, Stefanie Hajak,
Kirsten Kleie, Dinah Köhler,
Gabriel Laszlo, Irmengard
Matschunas, Dr. Susanne May,
Marianne Müller-Brandeck,
Klaus Schlaier, Dr. Hermann
Schlüter, Michael Widl-Stüber,
Madeleine Willing
V.i.S.d.P.
Dr. Susanne May,
Programmdirektorin
Titelbild © Erol Gurian
Änderungen vorbehalten
Anmelden und Teilnehmen
Ab 2. Februar 2015
Vorherige Anmeldung unter
der jeweiligen Kursnummer
ist möglich.
Online-Anmeldung
www.mvhs.de
Telefonische Anmeldung
unter (0 89) 4 80 06-62 39
montags und dienstags
9.00 bis 13.00 Uhr
mittwochs und donnerstags 14.00 bis 19.00 Uhr
Persönliche Anmeldung
montags und dienstags 9.00 bis 13.00 Uhr
mittwochs und donnerstags
14.00 bis 19.00 Uhr
samstags (nur im Gasteig)
11.00 bis 16.00 Uhr
Händlerstempel:
Hinweis für Händler:
Der Gutschein wird im vollen Wert der Schutzgebühr von H 1.50 verrechnet. Reichen Sie ihn bei Ihrem Grossisten oder, falls Sie direkt von
uns Programme beziehen, bei der Münchner Volkshochschule ein.
In der Zentrale Gasteig,
Rosenheimer Straße 5, 1. OG,
sowie in allen anderen
Anmeldestellen der MVHS.
59
Bitte beachten Sie
Vom 3. bis 12. April und
vom 22. Mai bis 7. Juni 2015
ist die Anmeldung nur online
und schriftlich möglich.
Ermäßigte Karten
für Schüler und Studierende
nur an der Abendkasse
Aktuelle Informationen
finden Sie auch unter
www.mvhs.de
Allgemeine Auskünfte
Infothek im Gasteig, 1. OG
Telefon (0 89) 4 80 06-62 20
Haupt-Veranstaltungsort
Gasteig
Rosenheimer Straße 5
Mit der MVHS-Card haben Sie für nur 55 Euro freien Zutritt zu über 800 Veranstaltungen der Münchner Volkshochschule. Das Angebot umfasst Vorträge,
Podiumsgespräche, Filme, Theater, Konzerte, Führungen, Exkursionen u.a.m.
Zudem erhalten Sie Einladungen zu unseren Ausstellungen und aktuelle
Informationen.
Gültigkeit: eine Programmlaufzeit, aktuell von 2/2015 bis 9/2015. Die Karte
ist nicht übertragbar. Sie gilt für alle Veranstaltungen mit dem Hinweis
„MVHS-Card“ in den Kursinformationen. Keine Platzgarantie.
Information und Buchung in allen Anmeldestellen der MVHS, unter
Telefon (0 89) 4 80 06-62 39 und im Internet unter www.mvhs.de/mvhs-card.
Autor
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
6
Dateigröße
3 654 KB
Tags
1/--Seiten
melden