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Das aktuelle Hörspielprogramm in der Monatsübersicht

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Hörspiel
26
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HÖRSPIEL
Im Intensivlabyrinth
Martin Ganteföhr ist Teil des
Autorenteams des transmedialen HörSpiels „39“. Er ist nicht
verrückt.
Ein Werkstattbericht.
Bilder aus der interaktiven
App „39“
Fotos: Dear Reality UG 2014
Ich heiße Martin Ganteföhr und arbeite als Game Designer.
Im vergangenen Jahr hat mir jemand in den Kopf geschossen. Das
Projektil blieb in einem dieser zerebralen Lappen stecken, Stirn,
Schläfe, Scheitel, was weiß ich. Wir können nichts tun, sagten die
Ärzte im Krankenhaus, passen Sie auf sich auf.
Ich fuhr nach Hause. Niemand war da, meine Familie hatte
mich verlassen. Über dem Viertel kreisten Hubschrauber. Ein Telefon klingelte, und als ich abhob, legte jemand auf. Da wusste ich,
dass sie hinter mir her waren. Die Kugel ging mir nicht aus dem
Kopf, etwas war geschehen, etwas Albtraumhaftes, Unausdenkbares. Innere Stimmen gaben mir Instruktionen: Vergiss, was Du
siehst. Achte auf Geräusche. Schreib, was Du hörst, schreib alles auf.
Fortsetzung auf Seite 28
27
Hörspiel
Fortsetzung von Seite 27
Da schloss ich die Augen und begann zu arbeiten. Ich
belauschte intime Gedanken, suchte Chiffren auf der Mailbox,
horchte im Fernsehen nach Staatsgeheimnissen. Ich schrieb, tippte,
transkribierte. Die Resultate, fünfzehn Skriptseiten pro Woche,
schickte ich an sämtliche Ressorts des Westdeutschen Rundfunks
und in Kopie an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Immer montags.
Der WDR schrieb zurück. Man glaubte mir. Wir trafen uns
in einem anonymen Internetforum. Machen Sie weiter, sagten die
Redakteure, nur Mut, wir unterstützen Sie. Ich brannte jetzt. Das
ist normal. Wände und Fußboden meiner Wohnung waren bedeckt
mit Karten, Diagrammen, Skizzen, Notizen, Polaroids und PostIts. In meinem Flur türmte sich Müll. Ich trank zuviel und schlief
schlecht. Ich machte weiter.
Woche um Woche fieberte ich jeden Abend vor dem Schaufenster eines Elektronikdiscounters den Hauptnachrichten entgegen. Ich erwartete große Enthüllungen. Die Wahrheit sei wichtig,
erklärte ich den Passanten, gerade in diesen Zeiten, da jedermann
beziehungsweise sonstwer an der Weltgeschichte herumdoktore,
da x-beliebige Hirngespinste Anspruch auf Beurkundung erhöben, und überhaupt alles und jedes gültig sei, einschließlich des
Gegenteils, verstehen Sie! Mir perlte die Stirn. Meine Schläfen
pulsierten, eine Flüssigkeit rann mir in den Kragen.
Als in Kalenderwoche 39 ein Fremder mit der gestohlenen
Identität meines Nachbarn mich heimsuchte und vorgab, eine
Tasse Milch leihen zu wollen, verfeuerte ich in Panik hundert
Seiten Skript in der Toilette, verkeilte die Spülung mit einem Laserpointer und löschte alle Lichter. Der Rauchmelder schlug an. Die
Feuerwehr kam.
28
Zu dem Brandmeister, der an meiner Tür erschien und durch
den Qualm auf die Müllberge schaute, sagte ich: Ich weiß, was Sie
denken. Ich kann es hören, verstehen Sie, denn ich schreibe es ja.
Aber ich versichere Ihnen, dass ich a) mich selbst und b) meine
sämtlichen täglichen Verrichtungen, auch wenn diese Ihnen c)
unverständlich erscheinen, d) vollkommen unter Kontrolle habe.
Meine Arbeit ist von Bedeutung für die nationale Sicherheit.
Er rief einen Arzt.
Wir fuhren in einem Rettungswagen mit eingeschaltetem
Blaulicht. Der Arzt telefonierte. Ich hörte, was er seiner Phonotypistin diktierte: eine zertrümmerte, mutwillig fehlgedeutete Version
meiner Erkenntnisse, ein bösartiges Konstrukt aus verdrehten
Fakten und gefälschten Beweisen, ein monumentales Dokument
der Konspiration. Wie lautet der Vorwurf! brüllte ich in den Sirenenlärm. Wir fuhren in einen Tunnel. Ich hörte keinen Knall.
Ich erwachte im Intensivlabyrinth. Redakteure des Westdeutschen Rundfunks standen an meinem Bett. Ein Polizist blätterte
in meinem Skript. Was, fragte er, ist eigentlich los mit Ihnen. Er
schaltete das Radio ein und nahm ein Mobilgerät zur Hand.
Erfahren auch Sie in Ihrem Radio und auf Ihrem Mobilgerät,
was das Ergebnis von Martin Ganteföhrs Paranoia-Trip ist: „39“ – das
HörSpiel. Ein Mystery-Thriller als Hörspiel und als interaktive App.
Als CD erhältlich
Downloadmöglichkeit
Surround
Hörspiel
HörSpiel für mobile devices
39
Let’s play HörSpiel!
39 ist eine Kreuzung aus Hörspiel und Game: spielerisch, interaktiv,
dreidimensional. Und ein paranoider Thriller in zwei Fassungen –
als Radiohörspiel und als App für mobile devices.
Ein Mann erwacht im Krankenhaus aus dem Koma. Mit einer Kugel
im Kopf. Wer hat auf ihn geschossen? Und warum? Die Suche nach
Antworten führt in eine geheimnisvolle Welt zwischen Erinnerung
und bedrohlicher Realität. Sie wird zu einem Wettlauf um Leben
und Tod.
Im Radio folgt der Hörer einer mysteriösen Verschwörung. In der
App navigiert der Nutzer per Touch durch die Handlung, kann
neue Ebenen der Geschichte erschließen und weitere Puzzleteile
zusammenfügen. Zum Hören. Zum Spielen. Löse das Rätsel, das
der Geschichte zu Grunde liegt.
Gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW.
39 – das HörSpiel:
Als interaktive App für Android und iOS
Als lineares Hörspiel: hoerspiel.wdr.de
WDR 3
Teil 1: MO / 2. Februar / 23:05 – 24:00
Teil 2: MO / 9. Februar / 23:05 – 24:00
WDR 3 open: pop drei
1LIVE
Teil 1: DI / 3. Februar / 23:00 – 24:00
Teil 2: DI / 10. Februar / 23:00 – 24:00
1LIVE Soundstories
Von: Achim Fell, Martin Ganteföhr und Tim Staffel Regie: Martin
Zylka und Achim Fell Produktion: WDR 2015
29
Hörspiel
Dieter Kühn 80
Kunstflieger auf
wechselndem Kurs
Der Pilot Jan Kaczmarek ist über den Wolken unterwegs und denkt
über seinen merkwürdigen Auftrag nach. Zusammen mit Dr. MüllerBehring sammelt er Kunstwerke ein: Brunnenfiguren – oder Hitlerporträts.
Dazu gibt’s markige Verse: „Er stieg empor aus Urwelttiefen / und
wurde ragend wie ein Berg.“ Auch Bilder so genannter „entarteter“
Künstler gehören zur Fracht, von Ernst Ludwig Kirchner etwa, dem
Maler der Künstlergruppe Brücke. Dessen Bilder fänden in der nahen
Schweiz sicher großes Interesse, überlegt der Pilot. Und genug Sprit
wäre auch noch im Tank der JU 52.
Frau Gantner
Friederike und Markus sind ein Paar. Sie haben sich zufällig im
Schwimmbad kennengelernt. Das jedenfalls glaubte Friederike, bis
sie einige Merkwürdigkeiten in Markus’ Vergangenheit entdeckt.
Offenbar hat er früher bei einer Frau Gantner zur Untermiete
gewohnt, bei der auch Friederike mal ein Zimmer besichtigt hat.
Schon damals war ihr die alte Frau mit ihren spiritistischen Sitzungen unheimlich. Und sie wird es umso mehr, als Friederike
immer weitere Verbindungen zwischen Frau Gantner und Markus
bemerkt. Was hat ihr Freund mit dieser alten Hexe zu schaffen? Sie
übt offensichtlich Einfluss auf ihr gemeinsames Leben aus, davon
ist Friederike überzeugt. Bis sie erfährt, dass Frau Gantner schon
vor Jahren gewaltsam zu Tode kam – lange bevor Friederike bei ihr
das Zimmer besichtigt hat …
Von: Dieter Kühn Regie: Hein Bruehl Produktion: WDR 2001
Von: Guy Helminger Regie: Jörg Schlüter Produktion: WDR 2010
WDR 5
DI / 3. Februar / 20:05 – 21:00
WDR 5 Das Hörspiel am Dienstag
30
1LIVE
DO / 5. Februar / 23:00 – 24:00
1LIVE Krimi
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Surround
Hörspiel
Winter in Maine
Kannibalenherz
„Blutdurchsiebt. Geplattert. Erloschen.“ Ein einsamer Mann begibt
sich auf einen Rachefeldzug. Im Gepäck ein Scharfschützengewehr
aus dem ersten Weltkrieg und das Vokabular William Shakespeares.
Julius lebt zurückgezogen in den einsamen Wäldern Neuenglands.
Als ein Unbekannter seinen Hund erschießt, wird der introvertierte
Eigenbrötler von bisher unbekannten Gefühlen überwältigt – Einsamkeit, Verzweiflung und Rache. Mit dem Gewehr seines Großvaters zieht Julius durch die winterlichen Wälder und erschießt Jäger,
die mutmaßlichen Mörder seines Hundes.
Während er immer tiefer in seinen Rachegefühlen versinkt, tritt
zugleich eine Sprache von archaischer Wucht an die Oberfläche:
Julius entlehnt seine Wörter aus der Sprache Shakespeares, die ihm
sein belesener Vater beibrachte.
Was gibt es Schöneres als Ferien im sonnigen Kalifornien? So jedenfalls hatten Evelyn, Mark und ihre Tochter Jessie es sich gedacht.
Doch schon bald flüstert Jessies Freundin Luisa von einem Mann,
der auf mysteriöse Weise umgekommen ist. Als Mrs. Wakefield, die
undurchsichtige Besitzerin des gemieteten Hauses, eintrifft, wird
es turbulent. Was für ein Geheimnis verbirgt diese Frau? Mark setzt
alles daran, die Wahrheit herauszubekommen.
Von: Gerard Donovan Bearbeitung und Regie: Thomas Blockhaus
Produktion: WDR 2012
Von: Margaret Millar Bearbeitung: Valerie Stiegele Regie: Bernd Lau
Produktion: NDR 1989
WDR 5
SA / 7. Februar / 17:05 – 18:00
SA / 7. Februar / 23:05 – 24:00
WDR 5 Krimi am Samstag
WDR 3
SA / 7. Februar / 15:05 – 16:00
SA / 7. Februar / 23:05 – 24:00
WDR 3 Hörspiel
31
Hörspiel
Die Entbehrlichen
Dorrit Wegner gehört zu den „Entbehrlichen“, weil sie keine Kinder
hat. Und so wird sie an ihrem 50. Geburtstag in das Luxussanatorium
„Einheit“ eingewiesen.
Dort müssen sich die Bewohner für psychologische Tests und
Organentnahmen zur Verfügung stellen – bis hin zur so genannten
„Endspende“ für „Benötigte“, die zum sicheren Tod des Spenders
führt. Überraschend schnell gewöhnt sich die eigentlich freiheitsliebende Dorrit in die „Einheit“ ein – bis sie in dem Mitbewohner
Johannes die erste große Liebe ihres Lebens findet.
Von: Ninni Homqvist Bearbeitung: Cornelia Walter
Regie: Uwe Schareck Produktion: WDR 2009
WDR 5
DI / 10. Februar / 20:05 – 21:00
WDR 5 Das Hörspiel am Dienstag
Parallele Ausstrahlung in 5.1 Surround Sound
Vom Fehlen des Meeres
auf dem Lande
Sie war in der Karibik oder am Pazifik, in Thailand oder in Kambodscha, in Indonesien, Australien oder auf Kuba. Aber immer wenn
es Frühling wird, kommt sie wieder zurück – ins tiefste Binnenland,
ein Dorf in Niederösterreich.
Die Ich-Erzählerin in Magda Woitzucks Hörspiel taucht in allen
Meeren dieser Welt nach Schnecken und Muscheln. Zu Hause in
ihrem österreichischen Heimatdorf tauscht sie ihre Trophäen gegen
Naturalien. Exotische Funde aus fernen Ozeanen gegen ein paar Bier,
fünf Schnitzel samt Beilagen und eine Stange Zigaretten. Denn die
Wirtin des Dorfgasthauses, von Fernweh geplagt und gleichzeitig
ans Land gekettet, ist verrückt nach diesen versteinerten Formen
des Meeres. Und ihre Sehnsucht scheint unstillbar.
Von: Magda Woitzuck Regie: Peter Kaizar Produktion: ORF 2013
WDR 3
SA / 14. Februar / 15:05 – 16:00
SA / 14. Februar / 23:05 – 24:00
WDR 3 Hörspiel
32
Als CD erhältlich
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Surround
Hörspiel
ARD Radio Tatort
Schenja
Die Landschaft
Auf dem Lohner-Hof wird die junge Bäuerin tot aufgefunden. Obduktion und Spurensicherung lassen bald keinen Zweifel mehr zu, dass
sie durch einen Stromschlag zu Tode gekommen ist. Zunächst sieht
alles nach einem bedauernswerten Unfall aus.
Lange sah es danach aus, als habe der Lohner-Hof keine Zukunft
mehr. Trotzdem hatten nicht alle in der Familie die Ehe des Hoferben
mit einer Osteuropäerin begrüßt. Den seit einiger Zeit gesundheitlich angeschlagenen Ehemann trifft das Unglück schwer, täglich
scheint er mehr und mehr zu verfallen. Zwar erwägt die Kripo auch
ein Fremdverschulden, tut sich jedoch schwer, dafür eindeutige
Beweise zu finden. Doch dann erinnert man sich auf der Polizeiinspektion von Bruck am Inn daran, dass vor einiger Zeit eine Schlägerei
geschlichtet werden musste, an der der Schwager der Getöteten und
ein junger Osteuropäer beteiligt gewesen waren.
Die absurde Parallelwelt des „Meisters des grotesken Humors“ Eugen
Egner wird um einen weiteren Ort bereichert: Eine menschenfeindliche Landschaft setzt sich mit drastischen Mitteln gegen jegliche
Eingriffe in ihr Erscheinungsbild zur Wehr.
Ausgerechnet an diesem ungemütlichen Ort soll der Behörden-Beauftragte Gilbert wegen eines Schadens ermitteln, den die örtlichen
Flugschüler am Himmel verursacht haben. Dabei gerät er nicht nur
zwischen die Fronten verfeindeter Parteien, auch die Landschaft selbst
behindert ihn massiv bei der Arbeit. Militante Maler versuchen zudem,
die gesamte Landschaft in ein gigantisches Gemälde zu verwandeln,
und ein männermordender Vamp treibt schamlos sein Unwesen. Zu
allem Überfluss macht sich Gilberts altes Nervenleiden wieder bemerkbar – ein sicheres Indiz dafür, dass hinter allem, selbst hinter der Infamie
der Landschaft, der Komponist Johannes Brahms stecken muss.
Von: Robert Hültner Komposition: zeitblom Regie: Ulrich Lampen
Produktion: BR 2015
Von: Eugen Egner Regie: Thom Kubli Produktion: WDR 2015
WDR 5
SA / 14. Februar / 17:05 – 18:00
SA / 14. Februar / 23:05 – 24:00
WDR 5 Krimi am Samstag
WDR 3
MO / 16. Februar / 23:05 – 24:00
WDR 3 open: pop drei
1LIVE
DI / 17. Februar / 23:00 – 24:00
1LIVE Soundstories
33
Hörspiel
Die russische Front
Bel Ami
Der Ich-Erzähler, ein Candide aus der Provinz, berichtet schonungslos von seinem gescheiterten Lebenstraum einer Diplomatenkarriere. Nur gut, dass er sich in selbst verordneter Bescheidenheit schon
auf den langen Weg durch die Institutionen eingestellt hat.
Der Aufstieg auf der Karriereleiter gestaltet sich mühsam, zumal
er an die so genannte „russische Front“ versetzt wird, zur Sektion
der neu entstehenden Staaten in Ost-Europa und Sibirien, weg vom
Außenministerium am Quai d’Orsay hin zum unbeliebten Ableger
hinter dem Gare d’Austerlitz. Eine bitterkomische Realsatire auf
Bürokratie im Allgemeinen und die Binnenstruktur des Diplomatischen Dienstes im Besonderen.
Georges Durois kommt aus der Provinz nach Paris, um dort sein
Glück zu versuchen. Er ist zunächst einer von vielen ohne Geld,
Kontakt und Beruf. Doch dann bahnt sich die außergewöhnliche
Geschichte seines Aufstiegs an.
Durois begegnet seinem ehemaligen Regimentskameraden Forestier.
Der führt ihn in die Schaltzentren von Macht, Prestige und Öffentlichkeit des Paris der Jahrhundertwende ein. Den als Journalisten
schnell erfolgreichen Durois zeichnet dabei kaum ein besonderes,
berufliches Talent aus. Was ihn auszeichnet, ist neben seinem konsequenten Ehrgeiz lediglich die Begabung, Frauen zu verführen und
sie für seine Zwecke einzusetzen.
Von: Jean-Claude Lalumière Bearbeitung: Ursula Schregel
Regie: Jörg Schlüter Produktion: WDR 2012
Von: Guy de Maupassant Regie: Claudia Johanna Leist
Produktion: WDR 2000
WDR 5
DI / 17. Februar / 20:05 – 21:00
WDR 5 Das Hörspiel am Dienstag
WDR 3
Teil 1
SA / 21. Februar / 15:05 – 16:00
SA / 21. Februar / 23:05 – 24:00
Teil 2
SA / 28. Februar / 15:05 – 16:00
SA / 28. Februar / 23:05 – 24:00
Teil 3
SA / 7. März / 15:05 – 16:00
SA / 7. März / 23:05 – 24:00
WDR 3 Hörspiel
Der Zug
Wer auch immer
Ein Zug geistert durch Europas Backpacker-Szene. Es heißt, an
Bord sei Party für immer. Es heißt, der Zug bringt dich ans Ziel,
und niemand sei je von dort zurückgekommen. Alles nur Legende
und Mythos?
Der Zug entzieht dem Netz nachweisbar Strom, aber keiner kann
ihn finden. Jeder kennt nur jemanden, der jemanden kennt, der
den Zug gesehen haben will. Doch dann treffen Tycho und Lin die
verwirrte Lou, die behauptet, selbst in dem mysteriösen Zug gewesen zu sein. Und sie will zurück. Mit Tycho und Lin. Warum nicht?
Einen Versuch ist es wert.
Jakob König lebt in einer Hütte am Waldrand. Alles an ihm ist
unheimlich, vor allem seine hohe Leidensfähigkeit. Vier Jugendliche, zwei Jungen und zwei Mädchen, versuchen, ihn zu provozieren.
Wie extrem muss eine Situation sein, in der sich dieser Duckmäuser
endlich wehrt? Die vier bereuen ihren Fehler schnell und beschließen, Jakob König zu helfen. Sie besuchen ihn in seiner Hütte, wollen
ihn näher kennenlernen und seine Armut lindern – Königs einzige
Einnahmequelle sind Pfandflaschen, die er in einem Handwagen
sammelt, mit dem er durch die Dorfstraßen zieht. Eines der Mädchen
besucht ihn später allein und kommt nicht mehr zurück. Man findet
ihre verkohlte Leiche unweit der Hütte. Der stumme Mann wird
festgenommen und verhört – aber ist er der Mörder?
Von: Martin Heindel Produktion: WDR 2015
Von: Markus Orths Regie: Angeli Backhausen Produktion: WDR 2015
1LIVE
Teil 1
DO / 19. Februar / 23:00 – 24:00
Teil 2
DO / 26. Februar / 23:00 – 24:00
1LIVE Krimi
34
WDR 5
SA / 21. Februar / 17:05 – 18:00
SA / 21. Februar / 23:05 – 24:00
WDR 5 Krimi am Samstag
Als CD erhältlich
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Surround
Hörspiel
Künstler
Sale
Um 1889 bildet sich in Worpswede eine Künstlergemeinschaft, die
nach neuen Lebens- und Arbeitsformen strebt. Neben Heinrich
Vogeler wohnen dort u. a. Paula Modersohn-Becker, Otto Modersohn, Fritz Mackensen, Fritz Overbeck und Hans am Ende.
Doch das Leben in der Gruppe ist nicht frei von Konflikten. Vogeler
meint, seinen Traum von einer sozialen und gerechteren Welt nur
in der UdSSR verwirklichen zu können. Seine Arbeiten fügen sich
nicht mehr in den von der Gruppe vorgegebenen Kontext. Er bricht
mit den Freunden, wird aber in seiner Wahlheimat mit neuen, „parteilichen“ Interessen konfrontiert.
Deutschland ist pleite. Ein internationales Bankenkonsortium übernimmt das Land und verkauft die Deutschen an solvente Investoren.
Eine neue Form der Kapitalanlage.
Auch die Neumanns werden verkauft, dabei ist diese Familie wohl
kaum eine lohnende Investition. Das sehen die Neumanns selbst
auch so: „Unsere Familie ist das Letzte, was ich kaufen würde“,
schreibt die pubertierende Tochter Lisa mit Magneten an die Tür
des kaputten Kühlschranks. Das ist ihre Art, mit ihren Eltern – dem
arbeitslosen Hans und der Supermarktverkäuferin Christina – zu
kommunizieren. Dennoch: In Zeiten wie diesen findet sich im kinderlosen Ehepaar Marie und Robert ein Käufer für die Neumanns,
obwohl Marie viel lieber einen Hund bekommen hätte.
Heinrich
Paula
Kurt
Fritz
Otto
Rainer
Martha
Hans
Roselius
Ingo Hülsmann
Martina Gedeck
Maximilian von Pufendorf
Robert Gallinowski
Bernhard Schütz
Michael Rotschopf
Angela Schanelec
Falk Rockstroh
Traugott Buhre
Von: Georg Heinzen Regie: Martin Zylka Produktion: WDR 2015
WDR 5
DI / 24. Februar / 20:05 – 21:00
WDR 5 Das Hörspiel am Dienstag
Von: Tankred Dorst Regie: Jörg Jannings
Produktion: DKULTUR/RB 2007
WDR 3
SO / 22. Februar / 20:05 – 21:30
WDR 3 Bühne: Radio
Motel Life
Der Bericht des Polizisten
Das Glück hat Frank und Jerry Lee Flannigan längst verlassen. Die Mutter tot, der Vater ein versoffener Spieler, halten sie sich mit miesen Jobs
über Wasser. Dann überfährt Jerry Lee betrunken einen kleinen Jungen.
Im tobenden Schneesturm verlassen die beiden Reno in Richtung
Montana, im Gepäck eine Kiste Bier, eine Flasche Jim Beam und
weniger als 400 Dollar. „Die nächste Karte, die du aufnimmst,
könnte das Unglück sein“, sagt Frank. Und es folgt ihnen auf Schritt
und Tritt, auf ihrer Flucht vor dem Gesetz.
Nach einer stürmischen Nacht liegt ein Unbekannter bewusstlos
und verletzt auf der Straße vor dem Hof der reichen Bauernfamilie
Roy. Er scheint vom Fahrrad gestürzt zu sein. Aber war es tatsächlich ein Unfall?
In der Tasche des Verletzten findet sich ein Zettel mit der Adresse der
Roys. Bäuerin Joséphine hat nichts Eiligeres zu tun, als ihn heimlich
verschwinden zu lassen. Doch dabei wird sie von ihrem eifersüchtigen Ehemann und Wachtmeister Liberge ertappt. Liberge, der mit
dem Fall beauftragt wurde, beginnt Joséphines Vergangenheit zu
durchforsten und stößt in der hermetisch abgeschlossenen bäuerlichen Welt auf eine dunkle Familiengeschichte.
Von: Willy Vlautin Bearbeitung: Annette Berger Regie: Martin Zylka
Produktion: WDR 2012
WDR 3
MO / 23. Februar / 23:05 – 24:00
WDR 3 open: pop drei
1LIVE
DI / 24. Februar / 23:00 – 24:00
1LIVE Soundstories
Von: Georges Simenon Bearbeitung und Regie: Uwe Schareck
Produktion: WDR 2012
WDR 5
SA / 28. Februar / 17:05 – 18:00
SA / 28. Februar / 23:05 – 24:00
WDR 5 Krimi am Samstag
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