close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Jahres Zeiten Gottesdienst Winter 2015

EinbettenHerunterladen
JahresZeitenGottesdienst – Winter:
Gottes Wort schmilzt das Eis
Raumgestaltung/Vorbereitungen:
- Kerzen im Glas im Mittelgang; weiße Fußspuren werden im Mittelgang bis zum Altarraum
ausgelegt,
- in der Mitte des Altarraumes im Hockerkreis: die Bibel auf weißem Tuch/Trockeneis,
Knisterfolie, daneben die Osterkerze.
-um die gestaltete Mitte:
Sammlungsorte:
1. Totes Holz – Beschreibung auf Blatt daneben: Welche Worte lassen uns verdorren?
2. Matsch – Beschreibung: Welche Worte erschweren den Weg?
3. Steine – Welche Worte verletzen?
4. Eis – Welche Worte lassen uns erstarren?
5. Verblühte, erfrorene Blumen: Welche Worte verhindern das Wachstum?
Jeder Teilnehmer erhält bei der Zeichenliturgie ein Plastiktütchen mit einem Eiswürfel. Darin
eingefroren der Bibelvers aus Psalm 147:
Wer kann in dieser Kälte überleben? Doch auf sein Wort hin schmilzt alles wieder. (Ps
147,5)
Dieser Spruch wird auch in groß am Altar befestigt.
Einstimmung: Instrumentalmusik Winter
L: Kreuzzeichen
L: Liturgischer Gruß
L: Der Herr ist in unserer Mitte. A: Er ist wirklich unter uns.
L: Einführung: Wir begrüßen alle zu unserem JahresZeitenGottesdienst im Winter. Winter:
Wir schauen in die Natur: Eis und Schnee, Kälte, Frost, sich warm anziehen, Dunkelheit: all
dieses fällt uns schnell ein, wenn wir in dieser Jahreszeit sind. Oft ist diese Zeit mit mehr
negativen wie positiven Gefühlen besetzt. Die äußere Erstarrung wird mit einer innerlichen
Erstarrung verglichen.
Eröffnungsgebet:
L: Gott, uns zugewandt mit deinem heiligen Geist. Du bist der Atem, der Erstarrung löst, du
wärmst, was erkaltet ist. Du hast jedem von uns einen Funken deines göttlichen Lebens
gegeben.
Lass uns erfahren, wie die Begegnung mit dir unser Herz weit macht, unsere Hoffnung
stärkt, unseren Glauben belebt.
A: Amen.
Lied:
L: Hier im Altarraum sehen Sie verschiedene Orte mit Materialien, die wir in der Natur jetzt
im Winter sehen. Suchen sie sich den Ort aus, dem Sie vielleicht heute begegnet sind.
Sammlungsorte:
Totes Holz – Blatt: Welche Worte lassen uns verdorren?
Matsch – Welche Worte erschweren den Weg?
Steine – Welche Worte verletzen?
Eis – Welche Worte lassen uns erstarren?
Verblühte, erfrorene Blumen: Welche Worte verhindern das Wachstum?
(Die Teilnehmer betrachten die Orte und ordnen sich zu- Kleingruppengespräch 5 min)
Verweilen Sie kurz in Stille, dann können Sie sich über ihre Gedanken austauschen.
Lesung:
L: Über Gott sagt die Bibel:
“Er zählt die Sterne und nennt jeden einzelnen beim Namen.” “Er bedeckt den Himmel mit
Wolken und spendet der Erde Regen. Er lässt auf Bergen grünes Gras sprießen. Er ernährt
die wilden Tiere und die jungen Raben, die nach Nahrung schreien. Er erlässt seine Befehle
über die ganze Erde – schnell verbreitet sich sein Wort! Er schickt Schnee wie weiße Wolle
und streut auf den Boden Reif wie Asche aus. Er schleudert Hagel wie Steine. Wer kann in
dieser Kälte überleben? Doch auf sein Wort hin schmilzt alles wieder. Er schickt seine
Winde, und das Eis taut.” (Psalm 147)
L: Was Gott uns in diesem biblischen Gebet uns sagen möchte, wird noch einmal unsere
Musik aufgreifen:
Instrumental: freie Einspielung der gehörten Begriffe wie: Regen, Wachsen des Grases,
Rieseln des Schnees….
L: Draußen in der Natur, wie in unserem Herzen können wir verhärten, erstarren, vereisen.
Viele solcher Worte können unseren inneren Zustand beschreiben. Doch
wir möchten Sie einladen, sich links oder rechts, zu zweit, zu dritt auszutauschen über die
Frage:
Welche Worte helfen Erstarrung zu lösen?
(Murmelgruppen, ca. 5 Minuten)
Wir möchten Sie einladen noch einmal in Stille das Gehörte zu überdenken.
(Zwei Minuten Stille)
Lied:
L: Meditation mit einem Eiswürfel: (L hat Eiswürfel in der Hand)
Im Sommer hat die Kälte, das Eis, für uns eine andere Bedeutung. Es ist erfrischend, kühlt
uns. Dieser Eiswürfel schmilzt zwischen den Fingern. Wir können ihn nicht festhalten! Da
hilft es auch nichts, wenn wir eine Faust machen: Es tropft zwischen den Fingern hindurch…
Unsere Glaubenserfahrungen haben häufig etwas von so einem Eiswürfel in der Hand: wir
spüren deutlich den Moment: Ja, da war Gott mir nahe. Da hat er mir geholfen,
da war ein Schutzengel im Spiel,
da hat er mein Leben korrigiert, mich auf die rechte Bahn zurückgebracht
da hat er mir eine wunderbare Begegnung geschenkt.
Da war ein Gottesdienst, ein Andacht, die hat mich tief bewegt, so als wäre sie nur für mich
gewesen. Da war ein biblisches Wort, dass meine Lebenssituation beschreibt und ich fühle
mich verstanden und aufgehoben.
Gott war mir nah, das hat mich berührt, das hat in mir das Bewusstsein gestärkt, dass er da
ist, dass mein Glauben keine Illusion ist.
Aber das Leben geht weiter, Erinnerungen an diese Momente gehen nicht verloren, aber
werden blasser, müssen sich einreihen neben die vielen anderen Erfahrungen und
Begegnungen meines Lebens.
Der Eiswürfel schmilzt. Aber Festhalten … das ist vergebliche Mühe. Aber immerhin: Die
Hände sind wieder frei für neue Erfahrungen und Begegnungen, für einen neuen
erfrischenden Würfel der Nähe und Liebe Gottes.
Der Eiswürfel sagt uns: Wir können Gotteserfahrungen, wichtige Momente des Glaubens
nicht aufbewahren, sondern, müssen sie immer wieder machen.
Dabei hilft uns das Wort Gottes, die Bibel. Sie erzählt uns die Geschichte mit Gott, die
Menschen vor uns mit ihm erlebt haben. Gott wendet sich dem Menschen durch das Wort
zu. Er ruft ihn, er berichtigt ihn, er beauftragt ihn, er tröstet ihn. Die Psalmen sind ein starkes
Beispiel, wie sich der Mensch Gott zuwendet und Gott seiner Schöpfung und dem
Menschen.
Wir wollen nun das Wort Gottes wie ein schützendes, bergendes Dach erfahren und sein
lebendiges, wärmendes Wort in Empfang nehmen.
Zeichenhandlung
mit dem Lied: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht
Das Evangeliar wird zu zweit geöffnet wie ein Tor gehalten.
Alle Mitfeiernden sind eingeladen, zeichenhaft durch dieses Tor des Gotteswortes zu
gehen; dann Übergabe des Schriftwortes (Eiswürfel im Plastikbeutel) mit Vers: Wer kann in
dieser Kälte überleben? Doch auf sein Wort hin schmilzt alles wieder. (Ps 147,5)
Gemeinsames Gebet:
Neues Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott, die Kraft,
die uns wie am ersten Schöpfungstag
ins Leben ruft.
Und an Jesus Christus, das Gotteskind,
von Maria zur Welt gebracht.
Das gottbegabte Menschenkind
hat mit Brüdern und Schwestern gelebt,
sie geheilt und aufgerichtet,
doch gelitten unter den Menschen,
die an das Gesetz des Todes glaubten.
Ist hineingegangen in die Mitte des Todes,
wurde von Menschen in ein Grab getragen,
von Gott neu ins Leben gerufen.
Er sitzt an der Seite der Ohnmächtigen,
denen Gott Macht verleiht.
Von dort kommt die Botschaft zum Leben
an die Lebenden und die Toten.
Ich glaube, dass Gottes wärmender Geist lebendig macht,
zur Liebe befähigt, zur Vergebung ruft,
zur Wachsamkeit drängt
und zum Leben auffordert ewig. Amen.
-StilleVater Unser
L: Segensgebet
Gottes Wort berührt und fordert heraus.
Gottes Wort ist Stärkung auf unserem Weg.
Gottes Wort ist Geist und Leben.
Gottes Wort ist uns Nahrung für Geist und Seele.
Gottes Wort lässt vertrauen.
Gottes Wort befähigt zu glauben, zu hoffen und zu lieben.
Wort Gottes – Gottes Wort
So bitten wir dich, Gott: Bewahre uns in deiner Liebe und öffne unsere Herzen für deine
Botschaft.
Es segne uns der gute Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen
Dank an alle Beteiligten, Info: nächster Gottesdienst
Lied
(Anneliese Heymann, Lisa Hilgen, Annette Geers)
Autor
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
2
Dateigröße
25 KB
Tags
1/--Seiten
melden