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Dokument Inhalt Mediation
Ausbildungscurriculum - Lehrplanaufbau für den
Mediationslehrgang
A. Theoretischer Teil (200 Stunden)
1. Grundzüge und Entwicklung der Mediation, einschließlich deren
Grundannahmen und Leitbilder (12)
Einführung in die Mediationsrolle, Abgrenzung zu anderen psychosozialen
Wissenschaften,
Möglichkeiten und Grenzen der Mediation, Geschichtliche Entwicklung der Mediation,
Ziele der Mediation, Das Menschenbild der Logotherapie und Mediation, Grundlagen
der Psychologie
2. Verfahrensablauf, Methoden und Phasen der Mediation unter
besonderer Berücksichtigung verhandlungs- und lösungsorientierter
Ansätze (26)
Überblick über den Aufbau einer Mediation, die sechs Phasen eines
Mediationsverfahrens, Anwendungsfelder der Mediation Die Phasen der Mediation im
Einzelnen, (Phase1) Erstgespräch Rollenklärung, Mediationsvertrag, Konzipierung,
Vernetzung, Allparteilichkeit,
(Phase 2) Bestandaufnahme, Themensammlung, Information, Integration anderer
Parteien,
(Phase 3) Interessenklärung und Gewichtung der Interessen, Emotionale Blockaden
und Eskalationsstufen, Deeskalationsmethoden, Benennung der Bedürfnisse hinter den
Positionen. Die Phasen der Mediation im Einzelnen, (Phase 4) Finale Vorleistungen der
einzelnen Parteien, Ziele und Ideensammlung, Ressourcenarbeit, Sammeln von
Optionen und Möglichkeiten, (Phase 5) Lösungsansätze erarbeiten, Auswahl der
Optionen und Möglichkeiten, Bewertungsstrategien, Einbringung und Bewertungen der
Interessen der Parteien (Phase 6) Mediationsvertrag, Vereinbarung, Abschluss,
Akzeptanz und Umsetzung
3. Grundlagen der Kommunikation, insbesondere der Kommunikations-,
Frage- und Verhandlungstechniken, der Gesprächsführung und
Moderation unter besonderer Berücksichtigung von Konfliktsituationen
(32)
Kommunikationsmodelle und Moderationstechniken, Moderation im betrieblichen
Bereich, Moderation im Unterrichtswesen, Themen und Informationssammlung, Sachu. Beziehungsebene in der Kommunikation, Präsentationstechniken von Ideen und
themenspezifischen Aufgaben, Bedürfnis- u. Interessenklärung, Konfliktanalyse,
Grundsätze der Rhetorik, Praxisseminar zur Vertiefung der Grundlagen der
Kommunikations- und Fragetechniken mit Videoanalyse, Gestaltung und
Strukturierung eines Mediationsprozesses in der Praxis, Rollenspiele,
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4. Konfliktanalysen (15)
Umgang mit Konflikten, Wiederstände und Emotionen, Ich-Botschaften, Neutralität,
Deeskalationsmethoden, , Konfliktregelung und Konfliktlösungsorientierung,
Selbstwahrnehmung und eigenes Konfliktverhalten, Mediation und logotherapeutisches
Konfliktmanagement im Kontext von Gewalt und Strafrecht, Sonderfälle der Mediation,
Fallbeispiele,
5. Gestaltungen und Anwendungsbereiche der Mediation, z.B. Einzel-, Cooder
Teammediation
sowie
Großgruppenmediation;
Familien-,
Wirtschafts- und interkulturelle Mediation (20)
Teamentwicklung und Großgruppenmediation, Mediation im interkulturellen Kontext,
Integrationsprobleme,
Logotherapeutische
Konzepte
der
Umweltmediation,
Konfliktanalyse, Friedensarbeit, Selbstorganisation von Gruppen, Konfliktmanagement
in Betrieben und Organisationen, Mediation in der Wirtschaft, Betriebsstrukturen,
Mediation in der Arbeitswelt und Non Profit Organisationen, MitarbeiterInnen
Konflikte, Arbeitgeber und Arbeitnehmerkonflikte, der Betriebsrat,
Trennungs-u.
Scheidungsmediation,
Beziehungsdynamik,
Logotherapeutisches
Konfliktmanagement, finale Konfliktlösungsansätze, Beziehungsmodelle, Umgang mit
Gewalt, Schulmediation, logotherapeutische Erziehungsmodelle, sinn-u. wertorientierte
Erziehung, Verhaltensänderungen bei Tätern und Opfern, Strategien von
Schulmediationen, Konfliktmanagement zwischen Eltern, Schüler und Lehrer,
Präsentation der Abschlussarbeit in der Mediation, Fallpräsentation und Evaluierungen,
6. Einführung in die Persönlichkeitstheorien, insbesondere Persönlichkeitstrukturen, Grundlagen der Gruppenpsychologie und psychosoziale
Interventionsformen sowie Genderthematiken (20)
Anthropologische, psychologische und logotherapeutische Grundlagen der
Persönlichkeit, Existenzanalytische Persönlichkeitstheorie und Interaktionstheorien,
Logotherapeutischer Ansatz, Gender und Diversitiy, Männerspezifische Mediation,
Frauenspezifische Mediation,
Anwendungsfelder der sinnzentrierten Mediation,
Gruppendynamische
Prozesse,
Kommunikation
in
der
Gruppe
und
gruppenpsychologische Grundsätze, Schul- und Jugendmediation: Grundlagen der
jugendlichen Persönlichkeitsentwicklung, Psychologische Grundlagen der Pubertät,
Existenzanalytische Aspekte bei Reifungskrisen,
7. Ethische Fragen der Mediation, insbesondere Rollenverständnis und
Haltung der Mediatoren, Selbstbild und Menschenbild in der Mediation
(15)
Soziopolitische Konflikte in der Mediatoion, Ethisch-religiöse Konflikte, Die Haltung
des/der MediatorInn, Vertraulichkeit, Empathisches zuhören, Empowerment,
Eigenverantwortung, Freiwilligkeit und Autonomie, Selbsterfahrung und Selbstbild
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des/der MediatorIn, Ethik und Verhaltensstandards
Wertschätzung und Allparteiliche Haltung,
des/der
MediatiorIn,
8. Grundzüge rechtlicher Bestimmungen (40)
Gesetzliche Bestimmungen der Mediation und die österreichische Rechtsprechung,
Strafrecht, Familienrecht, Jugendwohlfahrtsgesetz,
Obsorge und Besuchsrecht,
Steuerrecht, Obsorgeregelungen, Elternpflichten, Betreuungseinrichtungen und soziale
Vernetzung, Integrationsgesetz, Gender und Diversity,
9. Grundzüge ökonomischer Zusammenhänge (20)Betriebswirtschaftliche
Aspekte des Gewerbes im psychosozialen Umfeld, Marketing und PR Aspekte eines
Betriebes, Homepageauftritt und Präsentation eines Betriebes, Ökonomische
Grundlagen, Sozialversicherung und Sozialleistungen im Bereich des selbstständigen
Gewerbes, Buchhaltungsführung,
B. Anwendungsorientierter Teil (165 Stunden)
Zusätzlich zum theoretischen Teil hat zur Erlangung des Mediators auch ein
Anwendungsorientierter Teil zu erfolgen der sich aus folgender Stundenzahl
zusammensetzt:
1. Einzel- und Gruppenselbsterfahrung (40)
2. Praxisseminare zur Übung in Techniken der Mediation unter Anwendung von
Rollenspielen, Simulation und Reflexion (58)
3. Peergruppenarbeit (24)
4. Fallarbeit (17)
5. begleitende Teilnahme an der Praxissupervision im Bereich der Mediation (davon 3
Einheiten Einzelsupervisionen) (26)
C. Dauer der Ausbildung
Sie gliedert sich in einen theoretischen Teil und einen Anwendungsorientierten Teil. Die
Ausbildung umfasst insgesamt 18 Lehrmodule auf drei Semester aufgeteilt, sowie Elearning Elemente. Bei entsprechenden Vorkenntnissen kann die Dauer
verhältnismäßig kürzer ausfallen. Es besteht die Möglichkeit durch weitere Aufbau- und
Zusatzmodule noch Aufzustocken zum diplomierten Psychosozialen Berater. Unter
gewissen Voraussetzungen kann man auch nach sechs Semestern mit einem Master in
Psychologie und Logotherapie abschließen.
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D. Offenlegung der gelehrten Methode
Die gelehrte Methode ist Logotherapie und Existenzanalyse nach Viktor Frankl. Das
Ausbildungscurriculum deckt die gesetzlich, geforderten Bestandteile einer
Mediationsausbildung zur Gänze ab und richtet sich nach der Zivilrechts-MediationsAusbildungsverordnung. Dabei wird jedoch darauf geachtet, dass keine Fokussierung
auf bestimmte Lehrfächer gelegt wird. Insbesondere werden keine esoterischen Inhalte
vermittelt werden.
Die gesamte Ausbildung wird begleitet durch ausreichende Fallbeispiele und
Gruppensupervisionen. Zusätzlich werden Rollenspiele, Kommunikations –u.
Moderationstechniken, sowie das Erlernen einer Eigenreflexion, in den Unterricht
eingebaut. Ergänzend werden drei eigene Falldokumentationen durchgeführt und
supervidiert.
E. Didaktische Kriterien
Das Ausbildungsteam, wie auch das Ausbildungscurriculum, weist einen
interdisziplinären Charakter auf. Alle Lehrpersonen sind auch in anderen
Erwachsenenbildungseinrichtungen tätig. Sie weisen jahrelange Lehrtätigkeiten zum
Teil an Universitäten nach.
Die Lerngruppen werden einmal pro Monat berufsbegleitend an einem Wochenende in
der Methode der Mediation unterwiesen. Die Supervision findet durch eingetragene
Lehrtherapeuten und Supervisor, mit jahrelanger Erfahrung in eigener
Supervisionspraxis statt. Die Didaktischen Kriterien richten sich nach dem allgemeinen
Didaktikmodellen, wobei im Wesentlichen eine curriculare Didaktik verwendet wird.
Die Methodik ist am modernsten Stand der elektronischen Medientechnik. Zusätzlich
werden Viedoanalysen und diverse Moderationsmethoden angewandt. Der Unterricht
findet in Gruppenarbeiten, Frontalunterricht, Seminaren, Workshops und E-learning
statt.
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