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Gedanken - st-marien

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Anbetung
Eine der sieben Gaben des Hl. Geistes ist die Furcht, das heißt die Ehrfurcht vor Gott und
Göttlichem. Diese scheint uns heutzutage innerhalb und außerhalb der Kirche einfach zu
fehlen, als ob der Hl. Geist in uns nicht am Wirken wäre. Der moderne, aufgeklärte Mensch
weiß nun kaum mehr von der Erhabenheit, Majestät und Heiligkeit Gottes. Für ihn scheint
Gott wie eine Funktion seiner Wohlstandbedürfnisse. Anbetung Gottes, demütige
Unterwerfung unter die Pläne seiner Vorsehung sind ihm leider fremd geworden. Der
Relativismus und die religiöse Gleichgültigkeit sind eine besondere Form der
Ehrfurchtlosigkeit unserer Tage.
Ein Ausdruck der Ehrfurcht vor Gott ist die Anbetung Gottes. Gemeint ist die innere Beugung
des Herzens, die sich auch in der äußeren Form zeigt. Mose zieht z.B. seine Schuhe aus und
verhüllt aus Ehrfurcht sein Angesicht während der Gotteserscheinung im brennenden
Dornbusch. Auch der Prophet Elia tut es ähnlich und gibt damit dem Allmächtigen die
geschuldete Ehre (Ex 3,2-6; 1Kön 19,13).
Das Verhüllen des Angesichtes hat seine Grundlage in der himmlischen Liturgie: „Im
Todesjahr des Königs Usija sah ich den Herrn. Er saß auf einem hohen und erhabenen
Thron. Der Saum seines Gewandes füllte den Tempel aus. Serafim standen über ihm. Jeder
hatte sechs Flügel: Mit zwei Flügeln bedeckten sie ihr Gesicht, mit zwei bedeckten sie ihre
Füße, und mit zwei flogen sie. Sie riefen einander zu: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der
Heere. Von seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt“ (Jes 6,1-3).
Auch im Neuen Testament nimmt Jesus immer wieder Bezug auf die alttestamentliche Praxis
der Anbetung: „Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein
dienen“ (Mt 4,10b - Dt 6,13).
Damit die Christen zu dieser von Jesus geforderten Anbetung im Geist und in der Wahrheit
(Joh 4,23) befähigt werden, bedarf es der Bitte um den Hl. Geist, den die Apostel, geschart
um Maria im Abendmahlsaal, vor der Herabkunft desselben an Pfingsten im gemeinsamen
Gebet erflehten (Apg 1,14). Denn der Geist tritt für die Gläubigen ein, auch im Gebet, wie der
hl. Paulus lehrt (Röm 8,26f). Somit sind die Gläubigen dann in der Lage, Gott zu
verherrlichen und ihre Sorgen und Erschwernisse (Jak 5,13) durch Gebet ohne Unterlass vor
Ihn zu tragen (Lk 18,1). Damit erfüllen sie wesentliche Ziele der Anbetung, die alle in der
Eucharistie und deren Verehrung verwirklicht werden (KKK 2634).
Bei der Anbetung Gottes überliefert das Neue Testament die demütige Haltung des Kniens:
„Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder
und huldigten ihm“ (Mt 2,11). Diesen Gestus nahm auch Jesus als Vorbild im Garten
Getsemani während seines Gebetes zum Vater ein (Lk 22,41). Vor dem Auferstandenen fielen
die Frauen nieder, als er ihnen erschien (Mt 28,9).
Die Wichtigkeit der Anbetung des lebendigen Gottes wird von Anfang an im Leben der
Kirche deutlich. Seitdem die reale Anwesenheit des Sohnes Gottes in Brot und Wein uns
hinterlassen wurde, hat man schon in der apostolischen Zeit und der Antike das
Eucharistische Vermächtnis des Herrn ehrfürchtig begangen und den Kranken den Leib
Christi als Viaticum gereicht. Somit wurde die Eucharistie seit dem Altertum auch aufbewahrt
und durch verschiedene Frömmigkeitsformen angebetet und verehrt, da dort Christus in
Seiner Menschheit und Gottheit wirklich gegenwärtig ist unter den Gestalten von Brot und
Wein. Nach Augustinus (+430) darf die heilige Kommunion nicht ohne Anbetung empfangen
werden.
Mit kirchlicher Billigung und Förderung entwickelten sich immer reichere Formen des
Eucharistischen Kultes, u.a. auch die sog. Ewige Anbetung. Hier wird Christus ohne
Unterbrechung unter der Gestalt des Brotes angebetet. Dieser Kult wird immer noch an
manchen Orten Tag und Nacht gepflegt. Die Tatsache ist, dass sich die eucharistische
Anbetung für das religiöse Leben der Gläubigen in den entsprechenden Pfarreien und deren
Umgebung als sehr fruchtbar erweist. Denn man kann viele Sitzungen absolvieren und
dutzende Vorschläge machen zur "Verbesserung" des Gemeindelebens, die Anbetung scheint
aber viel wichtiger in einer Pfarrei zu sein als keimendes Senfkorn des Reiches Gottes. Sie
bringt die Gläubigen weiter auf ihrem Weg zu Jesus Christus ihrem Erlöser, erfüllt ihre
Herzen mit Gottesliebe und lehrt Respekt vor Gott und Menschen.
In Christo et Maria, grüßt alle Gemeindemitglieder
Pfr. Thomas Arthur Dawidowski
Jesus Christus, Gottes Sohn,
Du sitzt auf des Vaters Thron hast den Tröster uns gesandt;
voll Liebe aus des Vaters Hand.
Heiliger Geist, Du bist die Kraft,
die mitten im Tod das Leben schafft.
Aus Gott geboren vor aller Zeit,
bist Du das Leben in Ewigkeit.
Vater unser, unendlicher Gott Du erbarmst Dich in Jesus unserer Not.
Hast uns zu Deinen Kindern gemacht liebst uns ohn' Ende - Tag und Nacht.
Wir danken Dir Vater, Sohn, Heiliger Geist,
für alles, was uns Dein Wort verheißt.
Deine Liebe rettet aus aller Not wir jubeln und danken
und preisen Dich Gott!
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Seele and Geist
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