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28.01.15 - Gymnasium Köniz

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Region Bern / Freiburg
Mittwoch
28. Januar 2015
Eine Reise über den Röstigraben
7
In Kürze
OSTERMUNDIGEN
KÖNIZ Alle reden vom Englisch, doch bei diesen Jugendlichen ist Französisch Trumpf:
Zwei Klassen des Gymnasiums
Lerbermatt reisten gestern
nach Lausanne und halfen mit,
einen welschen Literaturpreis
zu verleihen.
«Quand vous êtes à Lausanne,
parlez en français!» Silvia Zryd
platziert ihre Botschaft gleich bei
der Abfahrt in Bern. Gemeinsam
mit ihrer Kollegin Dagmar Wieser sowie 36 Schülerinnen und
Schülern aus zwei Maturitätsklassen tritt die Französischlehrerin am Gymnasium Köniz-Lerbermatt an diesem Morgen eine
Reise über den Röstigraben an.
Sie tun dies in einer Zeit, in der
Englisch als Sprache der Wirtschaft, der Wissenschaft und der
Musik in aller Munde ist – und
schwimmen damit ein Stück weit
gegen den Trend.
Möglich gemacht hat es der Autorenwettbewerb «Le Roman des
Romands». Drei Monate lang haben sich die beiden Klassen vertieft mit zeitgenössischer Literatur aus der Westschweiz befasst.
Neun Romane standen zur Wahl,
jede und jeder las deren zwei –
am Schluss kürten die Jugendlichen zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen aus 27 weiteren Klassen aus der ganzen
Schweiz den Sieger.
Dieser soll nun am Abend verkündet werden. Silvia Zryd und
Dagmar Wieser nutzen die Gelegenheit und organisieren für ihre
Klassen vorgängig eine Begegnung mit Gleichaltrigen aus dem
Gymnase de la Cité in Lausanne.
Damit sie das, was sie im Unterricht gelernt haben, im praktischen Alltag auch anwenden.
Vor dem grossen Auftritt
Zunächst verhallt der Aufruf, an
diesem Tag doch möglichst Französisch zu reden, aber ungehört.
Im Zugabteil wird munter Berndeutsch geschwatzt, obwohl Silvia Zryd in einem Nachsatz be-
Open Air mit
Lo und Leduc
SCHMITTEN Die ersten
Headliner des Open Airs stehen fest: Das Rap-Duo Lo und
Leduc und die englische Rockband Dr. Feelgood.
Vom 18. bis 21. Juni wird das
Gwatt in Schmitten wiederum
zum Festivalgelände. Die Organisatoren haben nun zwei Bands
bekannt gegeben, die am Samstagabend, 20. Juni, auf der
Hauptbühne auftreten: das RapDuo Lo und Leduc sowie die Band
Dr. Feelgood. «Dr. Feelgood ist
ein absolutes Muss für jeden
R&B-Fan», heisst es in der Medienmitteilung. Die Pub-RockBand der 70er-Jahre ist bekannt
durch Hits wie «Down at the Doctors» oder «Milk & Alcohol». Die
Musiker Lo und Leduc stammen
aus der Schweiz. Sie singen
Mundartlieder zwischen Pop und
Rap, «die leichtfüssig klingen,
aber schwermütig sind».
Bereits am kommenden Samstag können sich am ersten Band
Contest gleichzeitig Bands aus
der Region einen Platz auf dem
Line-up des Festivals erspielen.
Im Bad Bonn in Düdingen treten
Freedom Bus (Flamatt/Bern),
Fusión (Steffisburg), Who Cares
(Alterswil) und No Valid Name
(Düdingen/Wünnewil) gegeneinander an.
ak/FN
Band Contest: Sa, 31. Januar, 19.30
Uhr; Bad Bonn, Düdingen.
Jetzt sind es
17 000 Einwohner
Die Gemeinde konnte am Montag ihre 17 000. Einwohnerin begrüssen. Es ist Frau Patricia
Keusch, die von Bern nach Ostermundigen gezogen ist. Sie
wurde von der Vizegemeindepräsidentin Aliki Panayides und
der Gemeindeschreiberin Barbara Steudler mit Blumen und
einem Ostermundigen-Buch
willkommen geheissen. pd
MURTEN
Howald ist Autor
Die Vorarbeiten für das Freilichtspektakel von 2016 laufen an.
Murten Productions GmbH teilt
mit, dass Daniel Howald als Autor
verpflichtet werden konnte. Er
führte unter anderem die Regie
bei «Lüthi und Blanc» beim
Schweizer Fernsehen SRF und
ist Autor und Regisseur zahlreicher Hörspiele und Filme. pd
MURTEN/GALMIZ
Neue Biogasanlage
Muntere Gruppe: Die Könizer Gymeler mit Tanja Krebs (links) und Céline Wick (Mitte) lernten gestern Lausanne und die Romandie kennen.
tont hat, dass Fehler explizit erlaubt sind. Dabei zeigen sich die
jungen Leute der zweiten Landessprache gegenüber sehr wohl
offen. Jene jedenfalls, die an der
Preisverleihung vor Publikum
reden werden: Céline Wick und
Tanja Krebs wollen einige Sätze
an eine Autorin richten. Natürlich auf Französisch.
Ob da der Puls nicht automatisch höher geht? Die beiden geben sich gelassen. «Uns kennt ja
in Lausanne niemand», lachen
sie und fügen an, dass ihnen die
Sprache und die Kultur der Romandie so fremd gar mehr nicht
sind. Beide haben sich seinerzeit
für den obligatorischen zweiwöchigen Sprachaufenthalt für die
Westschweiz entschieden. Nicht
«Quand vous êtes à
Lausanne, parlez en
français!»
Silvia Zryd, Lehrerin
zuletzt, «weil sie so nah ist», wie
Tanja Krebs sagt – Céline Wick
erzählt derweil, dass sie die
Pflicht gleich mit dem Nützlichen verband: «Ich war im Landdienst und konnte mir so noch
ein Sackgeld verdienen.»
Das Eis schmilzt
Auch nach der Ankunft in Lausanne dominiert in den Gesprächen vorerst der Dialekt. Inzwischen sind die welschen Gymeler
mit ihrem Lehrer dazugestossen,
doch auf einem ersten Spaziergang an den See bleiben die beiden Gruppen lieber für sich. Das
ändert sich erst, als die Gastgeber
nach dem Mittagessen zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten
führen. Und die Erklärungen nur
auf Französisch abgeben.
In den kleinen Gruppen, die
nun durch die Altstadt streifen,
kommen sich beide Seiten näher.
Die Jugendlichen aus Köniz loben das einfache, gut verständliche Französisch, um das sich die
Kolleginnen und Kollegen aus
Lausanne bemüht hätten. Worauf diese mit dem ebenso wohlwollenden Satz reagieren: «Sie
reden wirklich gut Französisch.»
Das Eis ist gebrochen, in der Pau-
Matthias Käser
se sitzt Deutsch und Welsch
plötzlich am gleichen Tisch.
Und nun der Sieger
So vorbereitet, geht es am Abend
zur Preisverleihung – eben, auch
sie samt und sonders in französischer Sprache. Nach etlichen Reden ist die Reihe an den zwei jungen Könizerinnen, Céline Wick
und Tanja Krebs gelingt ein sicherer Auftritt – dann ist es so
weit: Zum Sieger ausgerufen und
entsprechend mit 15 000 Franken belohnt wird Roland Buti.
Dieser hat, in umgekehrter Richtung, den Sprung über den Röstigraben ebenfalls hinter sich: Erst
letzten Sommer ist einer seiner
Romane in deutscher Übersetzung erschienen. Stephan Künzi
Weg für Murtner Landi ist frei
MURTEN Der VCS Freiburg
hat sich mit der Landi Seeland
geeinigt. Damit ist die VCSEinsprache gegen das 10-Millionen-Projekt der Landi
Seeland vom Tisch. Nun liegt
der Ball beim Oberamt des
Seebezirks für die Baubewilligung.
Die Landi Seeland kann vorwärtsmachen mit ihrem Projekt
in Murten beim Champ-OlivierKreisel: Ein Abkommen zwischen dem VCS Sektion Freiburg
und der Landi Seeland macht den
Weg frei für das geplante Einkaufszentrum samt Verkaufsladen, Tankstelle und Waschanlage. Der Neubau soll die heutige
Landi in der Nähe des Bahnhofs
Murten ersetzen und kostet rund
zehn Millionen Franken. Die Einsprache des VCS Freiburg zur
zweiten öffentlichen Auflage des
Projekts ist damit abgehakt.
Damit die Bagger auffahren
können, muss nun noch das
Oberamt des Seebezirks die definitive Baubewilligung erteilen.
Das Vorprojekt des Einkaufszentrums lag Anfang 2010 öffentlich
auf. «Wir hoffen, dass die Baubewilligung nun rasch erfolgt und
wir loslegen können», sagt Martin Bieri, Geschäftsführer der
Landi Seeland. Oberamtmann
Daniel Lehmann konnte gestern
dazu noch keine Stellung nehmen und verwies auf das laufende
Verfahren.
Grund für die VCS-Einsprache
vom Oktober 2012 war die Anordnung der Parkplätze. Landi
Seeland und VCS Freiburg haben
sich nun daraufhin geeinigt, dass
nur ein geringer Teil der Parkplätze rund um die Gebäude angeordnet ist. Die meisten Parkfelder sind unter einem der LandiNeubauten geplant, wie der VCS
Sektion Freiburg gestern in einer
Medienmitteilung schrieb.
Verdichtet bauen
«Dies entspricht der kantonalen
Gesetzgebung», erklärt Pius
Odermatt, Vorstandsmitglied des
VCS Freiburg. Dabei gehe es um
den haushälterischen Umgang
mit Land: Statt Boden einzig für
Parkplätze zu nutzen, werden
diese nun in einen Neubau integriert.
«Der VCS hatte den Eindruck,
dass sich die Landi zu wenig um
ein anderes Konzept als um ein
einstöckiges Gebäude mit Parkplätzen rundherum bemühte»,
schreibt der VCS in seiner Mitteilung. Das ursprüngliche Projekt
sei wenig schmeichelhaft für die
Landi, weil diese ja den Bauern
gehört und sich deshalb auf die
Fahne geschrieben haben sollte,
«Wir hoffen, dass
die Baubewilligung
nun rasch erfolgt.»
Martin Bieri, Landi Seeland
Bald schon fahren hier wohl die Bagger auf, denn der Streit um den
künftigen Standort der Parkplätze ist beigelegt.
Corinne Aeberhard/FN
sorgfältig mit wertvollem Land
umzugehen.
Die Tiefgarage liegt künftig jedoch nicht unter dem LandiShop: «Am Standort des Shops
hätten wir mit einer Tiefgarage
Probleme mit Abwasserleitungen von Gurwolf», erklärt Bieri.
Deshalb hätten sie anfänglich
keine unterirdischen Parkplätze
geplant, trotz gesetzlichen Vorschriften . Nun baut die Landi ein
zusätzliches Gebäude: «Geplant
ist ein mehrstöckiges Gebäude
über der Tiefgarage, dessen Verwendung noch offen ist.» Sie seien offen für Ideen betreffend
Nutzung der Stockwerke, sagt
Bieri. Mit dieser Baute erfüllten
sie jedoch den Anspruch des verdichteten Bauens.
In der Vereinbarung haben
sich die beiden Parteien auf eine
Frist für den Bau der oberen
Stockwerke einigen können:
«Die Landi Seeland stockt das
halb unterirdische Parkhaus innert fünf Jahren mit mindestens
drei Etagen auf», schreibt der
VCS. Da das Gelände abfallend
ist, bleibt die Ein- und Ausfahrt
für die Fahrzeuge ebenerdig, der
hintere Teil des Parkhauses ist
unter dem Boden. Dies ist aus den
Plänen ersichtlich.
Die zweite Einsprache, die auf
die zweite öffentliche Auflage des
Projekts 2012 erfolgte und Lärm
zum Thema hatte, ist laut Bieri
bereits seit eineinhalb Jahren
vom Tisch.
emu/FN
In der Kompostieranlage Seeland
AG auf Gemeindegebiet Galmiz,
wird eine Biogasanlage gebaut.
Wie Verwaltungsratspräsident
Christian Haldimann (Murten)
mitteilt, sind die Arbeiten bereits
im Gang. Im Februar nimmt die
Biogasanlage den Betrieb auf, um
Strom und Fernwärme zu produzieren. Das restliche Gärgut
will Haldimann zu Kompostprodukten verarbeiten. pd
Wir gratulieren
NIEDERSCHERLI
Heute feiert Rudolf SchmockerStucki an der Haltenstrasse 136
seinen 90. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich und wünschen
dem Jubilar alles Gute. pd
Bären soll
verkauft
werden
RÜTI BEI RIGGISBERG Wieder ein Wechsel im ehemaligen Restaurant Bären Dürrbach: Die Liegenschaft soll verkauft werden.
Auf Immoscout24 ist der ehemalige Bären Dürrbach zum Verkauf ausgeschrieben, nicht als
Restaurationsbetrieb, sondern
als «Mehrfamilienhaus mit drei
Wohnungen,
Gewerbeanteil,
Pferdestallungen mit Weiden
und Wald, bewilligt zur Haltung
von zehn Pferden». Zudem ist
vermerkt, dass das Objekt zum
grössten Teil vermietet sei und
die jährlichen Mietzinseinnahmen sich auf über 100 000 Franken belaufen würden. Der Verkaufspreis wird mit 1,92 Millionen beziffert.
Besitzer der Liegenschaft ist
Tom Heimberg mit seiner Dream
Horse GmbH. Er wird in der Ausschreibung als Kontaktperson
angegeben. Heimberg wollte vor
gut zwei Jahren im Dürrbach einen Pferdebetrieb einrichten. Er
züchtet in Sardinien Pferde, die
er in der Schweiz verkauft. Vor
einigen Monaten ist Heimberg
nach Sardinien gezogen, wie er
am Telefon bestätigte. Gemäss
Handelsregister ist er nun aus
der Dream Horse GmbH ausgeschieden. Neuer Geschäftsführer
ist Daniel Gerber.
lfc
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