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Sichere Kita
Treppenhaus
Impressum
Herausgeber
Unfallkasse Nordrhein-Westfalen
Sankt-Franziskus Straße 146
40470 Düsseldorf
Telefon 0211 / 2808-1200
Telefax
0211 /2808-1209
E-Mail
info@unfallkasse-nrw.de
Internet www.unfallkasse-nrw.de
Verantwortlich für den Inhalt
Gabriele Pappai
Redaktion
Regina Gerdon
Georg Nottelmann
Gestaltung, Umsetzung
rend Medien Service GmbH
www.rend.de
Ausgabe: Oktober 2014
www.sichere-kita.de
Weitere Informationen finden Sie unter www.sichere-kita.de/impressum
Sichere Kita | Treppenhaus
Inhaltsverzeichnis
Treppenhaus
Aufzüge
Treppen und Rampen
3
6
Sichere Kita | Treppenhaus
Aufzüge
01 | Informationen
Grundsätzlich sollte bei jeder Neubauplanung mit
mehreren Geschossen mindestens ein Personenaufzug eingeplant werden. Dabei sind die folgenden Aspekte zu berücksichtigen:
Vor den Aufzugstüren ist eine Bewegungs- und
Wartefläche von mindestens 1,5 m x 1,5 m
zu berücksichtigen.
Gegenüber von Aufzugstüren dürfen keine abwärtsführenden Treppen angeordnet sein.
Die lichten Fahrkorbabmessungen müssen in der
Breite > 1,1 m und Tiefe > 1,4 m betragen sowie eine
lichte Durchgangsbreite von > 90 cm haben.
Bei Fahrkörben von 1,1 m x 1,4 m muss die Zugangstür immer an der schmalen Seite liegen.
Bei kleinen Fahrkörben ist es sinnvoll, einen
Spiegel (aus Sicherheitsglas) an der Hinterwand
anzubringen: dies ermöglicht einem Rollstuhlfahrer, beim rückwärtigen Verlassen des Aufzuges
die Kontrolle und Übersicht zu behalten.
Das Bedienungstableau ist mit seitlichem Abstand von 50 cm zu den Wänden waagerecht
in 85 cm Höhe an einer Längswand des Fahrkorbs anzubringen.
Für Gehbehinderte ist ein Klappsitz vorzusehen.
Der Fahrkorb ist an den Längsseiten mit Handläufen in 85 cm Höhe auszustatten.
Es ist eine eindeutige und bedienerfreundliche
Alarmschaltung für den Notfall vorzusehen. Die
Alarmgebung sollte nach dem Zwei-Sinne-Prinzip
erfolgen, d. h., es müssen mindestens zwei der
drei Sinne „Hören, Sehen und Tasten“ angesprochen werden.
Die innen und außen angebrachten Bedienungstaster sollten eine erhabene und ertastbare große
Schrift aufweisen und optische und akustische
Ansagen vorsehen.
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Sichere Kita | Treppenhaus
Aufzüge
02 | weitere Hinweise
Im Brandfall ist die Nutzung von Standardaufzügen
verboten. Wird eine Evakuierung über Aufzüge vorgesehen, muss ein sogenannter Feuerwehraufzug
eingebaut werden. Für die Errichtung eines Feuerwehraufzuges ist u. a. ein eigener Brandabschnitt
im Gebäude notwendig. Die technische Ausrüstung
muss gewährleisten, dass eine sichere Funktion
auch im Brandfall gegeben ist. Die Nutzung von
Standardaufzügen ist im Brandfall verboten.
Speiseaufzüge müssen gegen unbefugtes Betreten
und Benutzen durch Kinder gesichert werden (z. B.
Schlüsselschalter).
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Sichere Kita | Treppenhaus
Aufzüge
03 | Quellen
Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen –
Landesbauordnung NRW (BauO NRW), § 55
Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen –
Öffentlich zugängliche Gebäude, DIN 18040-1
Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen –
Wohnungen, DIN 18040-2
Sicherheitsregeln für die Konstruktion und den
Einbau von Aufzügen – Teil 1: Elektrisch betriebene
Personen- und Lastenaufzüge, DIN EN 81-1
Besondere Anforderungen für Personen- und Lastaufzüge – Teil 72: Feuerwehraufzüge, DIN EN 81-72
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Sichere Kita | Treppenhaus
Treppen und Rampen
01 | Informationen
Grundvoraussetzungen für ein sicheres Gehen auf
Treppen sind ausreichend große und rutschhemmende Trittflächen und gleichmäßige Treppensteigungen, die mit dem üblichen Schrittmaß übereinstimmen. Innerhalb von Gebäuden sollte die Auftrittsfläche mindestens eine Rutschhemmung der
Bewertungsgruppe R 9 aufweisen. In Kindertageseinrichtungen werden Treppen mit einer Steigung
von nicht mehr als 17 cm und einem Auftritt von nicht
weniger als 28 cm als sicher begehbar angesehen.
Öffnungen zwischen Treppenstufen sind mögliche
Kopffangstellen und können dazu führen, dass sich
Kinder irreversible Verletzungen zuziehen. Treppen
mit Setzstufen gewährleisten in dieser Hinsicht eine
sichere Benutzung. Die Öffnungsweite von Treppen
ohne Setzstufen darf maximal 11 cm betragen.
Werden Kinder unter drei Jahren betreut, darf der
Abstand maximal 8,9 cm betragen.
Nach höchstens 18 Stufen sollte ein Zwischenpodest
angeordnet sein.
Unmittelbar vor und hinter Türen muss ein Abstand von
mindestens 1 m zur Treppe eingehalten werden. Schlägt
die Tür in Richtung der Treppe auf, ist der Abstand auf
1,5 m zu erhöhen.
Bei außen liegenden Treppen können zum Schutz vor
witterungsbedingter Glätte durch Regen, Blätter, Eis
und Schnee zusätzliche Maßnahmen wie z. B. eine
ausreichend große Überdachung erforderlich sein.
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Sichere Kita | Treppenhaus
Treppen und Rampen
01 | Informationen
Für mehrgeschossige Kindertageseinrichtungen sollte
ein zweiter baulicher Flucht- und Rettungsweg vorgesehen werden. Dieser kann entweder ein zweites Treppenhaus oder eine Nottreppe sein. Wendel- und Spindeltreppen, die im Verlauf eines ersten Fluchtweges
nicht zulässig sind, können im Verlauf eines zweiten
Fluchtweges nur dann eingebaut werden, wenn die
Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung deren sichere Benutzung erwarten lassen. Eine sichere Benutzung von Wendel- und Spindeltreppen durch Kinder,
auch mit Unterstützung von Erwachsenen, kann im
Gefahrenfall grundsätzlich nicht erwartet werden.
Daher sind Treppen mit geraden Läufen vorzusehen.
Bei Anbringung von Gitterrosten z. B. im Verlauf von
Außentreppen oder -podesten hat sich eine Maschenweite von 30 x 10 mm bewährt. Gitterroste müssen in
Bereichen, in denen eine Absturzgefahr besteht, mindestens an ihren vier Eckpunkten formschlüssig befestigt sein. Die für den Außenbereich erforderliche
Rutschhemmung (R 10) ist zu beachten.
Treppenstufen müssen gut erkennbar und dürfen nicht
scharfkantig sein. Für die Wahrnehmung von Treppen
und besonders die Erkennbarkeit der Stufen ist eine
gute Allgemeinbeleuchtung, die die Treppenstufen
räumlich hervorhebt, erforderlich. Um Stolpern, Abrutschen und Umknicken an der Kante zu vermeiden,
haben sich folgende Maßnahmen bewährt:
farblich unterschiedliche Gestaltung von Tritt- und
Setzstufe
Stufenkanten, die sich kontrastreich vom übrigen
Stufenbelag absetzen
grober Oberflächenschliff der Kante bei Natur- und
Betonwerksteinstufen
profilierte Formfliesen als Kante bei Fliesenbelägen
farblich abgesetzte Kantenprofile bei elastischen
Bodenbelägen
Treppenstufen müssen zur Vermeidung von Verletzungsgefahren an scharfen Kanten durch einen Abrundungsradius von mindestens 2 mm oder durch gefaste
Kanten gesichert sein.
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Sichere Kita | Treppenhaus
Treppen und Rampen
01 | Informationen
An Treppen und Rampen sind auf beiden Seiten Handläufe anzubringen, die den Kindern im gesamten Verlauf sicheren Halt bieten. Sie müssen so beschaffen
sein, dass niemand sich darin verfangen oder daran
hängen bleiben kann. Dies garantieren Handläufe,
wenn sie
für den jeweiligen Benutzerkreis gut erreichbar
sind (für Kinder über drei Jahren und Erwachsene in 80 cm Höhe),
von Kindern und Erwachsenen leicht umfasst
werden können (Durchmesser zwischen 16 mm
und maximal 45 mm),
keine frei vorstehenden Enden haben,
über Treppenabsätze fortlaufend innen geführt
werden,
nicht zum Überklettern und Rutschen verleiten.
Für Kinder unter drei Jahren sind an Treppen zusätzlich gut erreichbare Handläufe in mindestens
60 cm Höhe anzubringen. In der Praxis hat sich das
Anbringen von beidseitigen Handläufen in Höhen
von 70 cm sowie 90 cm Höhe bewährt.
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Sichere Kita | Treppenhaus
Treppen und Rampen
02 | weitere Hinweise
Offen zugängliche Flächen unter Treppenläufen und
-podesten müssen so beschaffen sein, dass Verletzungsgefahren durch unbeabsichtigtes Unterlaufen
vermieden werden. Das Unterlaufen solcher offenen
Bereiche bis zu einer Höhe von 2 m lässt sich verhindern mittels
Absperrung durch Geländer und
Absicherung durch Aufstellen von
Ausstattungsgegenständen
(z. B. Schränke, Regale, Pflanztröge).
Treppen in Aufenthaltsbereichen von Krippenkindern sind besonders zu sichern. Dies kann erfolgen
durch Türchen oder Kinderschutzgitter, die von Kindern nicht leicht geöffnet werden können. Hierfür
ist eine Mindesthöhe von 65 cm vorzusehen. Die
Öffnungsweite soll zwischen 4,5 cm und 6,5 cm
betragen
Rampen zur Überwindung von Steigungen in Fluren
oder Eingangsbereichen sind mit einer Neigung von
höchstens 6 % auszuführen.
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Sichere Kita | Treppenhaus
Treppen und Rampen
03 | Quellen
Kindertageseinrichtungen, DGUV Vorschrift 82
(bisher: GUV-V S2)
Kindertageseinrichtungen, DGUV Regel 102-002
(bisher: BG/GUV-SR S2)
Treppen, DGUV Information 208-005
(bisher: BGI/GUV-I 561)
Roste – Auswahl und Betrieb, DGUV Information
208-007 (bisher: BGI/GUV-I 588-1)
Sicher bilden und betreuen – Gestaltung von
Bewegungs- und Bildungsräumen, Prävention in
NRW, Band 40
Die sichere Kindertageseinrichtung, Eine Arbeitshilfe
zur Planung und Gestaltung, Prävention in NRW,
Band 51
Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen
– Landesbauordnung – (BauO NRW)
Artikel für Säuglinge und Kleinkinder –
Kinderschutzgitter – Sicherheitstechnische
Anforderungen und Prüfverfahren, DIN EN 1930
Spielplatzgeräte, DIN EN 1176
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