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JA
Sieben gute Gründe HEUTE beim
Bürgerentscheid für den Stadionneubau
am Wolfswinkel zu stimmen
Sieben gute Gründe HEUTE beim
Bürgerentscheid für den Stadionneubau
am Wolfswinkel zu stimmen
✓
✓
Das Schwarzwald-Stadion steht vor dem Aus
Der SC ist schon angezählt: Das alte Schwarzwald-Stadion verstößt gegen zahlreiche Auflagen, bereits jetzt erhält der Sport-Club die Spielgenehmigung dort
Jahr für Jahr nur noch unter Vorbehalt. Der endgültige Abpfiff mit dem Entzug
der Lizenz ist nur eine Frage der Zeit.
✓
Ein Umbau am jetzigen Standort ist keine Alternative
Der SC ist schon angezählt: Das alte Schwarzwald-Stadion verstößt gegen zahlreiche Auflagen, bereits jetzt erhält der Sport-Club die Spielgenehmigung dort
Jahr für Jahr nur noch unter Vorbehalt. Der endgültige Abpfiff mit dem Entzug
der Lizenz ist nur eine Frage der Zeit.
✓
Ein umfassender Umbau des Schwarzwald-Stadions hat keine Chance auf Genehmigung und wäre ökonomisch auch unsinnig, weil eine Erhöhung der Zuschauerkapazität rechtlich ausgeschlossen ist. Dazu kommt: Auch an der
schwierigen Verkehrssituation würde sich nichts ändern.
✓
Das neue Stadion sichert Freiburg Bundesligafußball
✓
Stadionneubau ist auch sozial und
✓ Der
bürgerschaftlich ein Gewinn
ist ein bedeutender
✓ Bundesligafußball
Wirtschaftsfaktor für die Stadt
Der Sport-Club ist viel mehr als ein gewinnorientierter Profifußballverein. Als
Vorbild und Förderer der Jugendarbeit, als Partner des Breitensports und mit
seinem vielfältigen sozialen Engagement insbesondere für Kinder und Jugendliche leistet er zahlreiche Beiträge für ein funktionierendes Gemeinwesen. Für
viele Menschen in der Stadt und der Region gehört der SC darüber hinaus zum
täglichen Leben und stiftet so Identität. All das kann nur mit dem Stadionneubau
auf Sicht gewährleistet und noch weiter entwickelt werden.
ist ein bedeutender
✓ Bundesligafußball
Wirtschaftsfaktor für die Stadt
Der Stadionneubau verhindert keine Schulsanierungen, keine Kinderbetreuungsplätze und keinen sozialen Wohnungsbau. Im Gegenteil: Statt Steuergelder zu
verspielen, werden sie mit einem neuen Stadion langfristig gesichert. Schon in
den letzten 10 Jahren hat der SC mehr als 100 Millionen Euro Steuern bezahlt.
Sein Werbewert für Freiburg wird aktuell auf 30 Millionen Euro pro Jahr beziffert.
Als direkter Auftraggeber und Impulsgeber sorgt er außerdem für eine regionale
Wertschöpfung von 62,2 Millionen Euro jährlich. Ein Stadionneubau stärkt diese
Rolle des SC als wichtiger Steuerzahler und bedeutender Faktor für die Wirtschaft Freiburgs und der Region.
Der Wolfswinkel ist auch ökologisch ein guter Standort
Der Stadionneubau verhindert keine Schulsanierungen, keine Kinderbetreuungsplätze und keinen sozialen Wohnungsbau. Im Gegenteil: Statt Steuergelder zu
verspielen, werden sie mit einem neuen Stadion langfristig gesichert. Schon in
den letzten 10 Jahren hat der SC mehr als 100 Millionen Euro Steuern bezahlt.
Sein Werbewert für Freiburg wird aktuell auf 30 Millionen Euro pro Jahr beziffert.
Als direkter Auftraggeber und Impulsgeber sorgt er außerdem für eine regionale
Wertschöpfung von 62,2 Millionen Euro jährlich. Ein Stadionneubau stärkt diese
Rolle des SC als wichtiger Steuerzahler und bedeutender Faktor für die Wirtschaft Freiburgs und der Region.
✓
Der SC Freiburg war in der Bundesliga mehr als einmal Vorbild für den schonenden
Umgang mit Ressourcen: Mit dem Mehrwegkonzept für Becher, mit kombinierten
ÖPNV-Tickets und mit dem ersten Stadion, das komplett mit selbst produzierten,
erneuerbaren Energien betrieben wurde. Auch mit dem Neubau wollen wir wieder
Zeichen setzen. Der Wolfswinkel bietet beste Voraussetzungen: Er liegt rad- und
fußnah bei der Stadt, hat Straßenbahn- und S-Bahn-Anschluss. Das heißt: Er ist
ökologischer als jeder Standort irgendwo draußen auf der grünen Wiese – und
damit auch ein Vorzeigeprojekt für die Green City Freiburg.
✓
Das neue Stadion sichert Freiburg Bundesligafußball
Seit 36 Jahren spielt der SC Profifußball und 16 der letzten 21 Jahre Erste Bundesliga. Mit klugem Wirtschaften und viel Kreativität hat er sich als kleiner Club
im großen Wettbewerb behauptet. Inzwischen aber drohen selbst die Konkurrenten auf Augenhöhe mit dem Aus- und Neubau ihrer Stadien wirtschaftlich davonzuziehen. Nur der Stadionneubau sichert dem SC dauerhaft seine
Wettbewerbsfähigkeit im Profifußball – und Freiburg seine Perspektive als Bundesliga-Standort.
Der Sport-Club ist viel mehr als ein gewinnorientierter Profifußballverein. Als
Vorbild und Förderer der Jugendarbeit, als Partner des Breitensports und mit
seinem vielfältigen sozialen Engagement insbesondere für Kinder und Jugendliche leistet er zahlreiche Beiträge für ein funktionierendes Gemeinwesen. Für
viele Menschen in der Stadt und der Region gehört der SC darüber hinaus zum
täglichen Leben und stiftet so Identität. All das kann nur mit dem Stadionneubau
auf Sicht gewährleistet und noch weiter entwickelt werden.
✓
Ein Umbau am jetzigen Standort ist keine Alternative
Ein umfassender Umbau des Schwarzwald-Stadions hat keine Chance auf Genehmigung und wäre ökonomisch auch unsinnig, weil eine Erhöhung der Zuschauerkapazität rechtlich ausgeschlossen ist. Dazu kommt: Auch an der
schwierigen Verkehrssituation würde sich nichts ändern.
Seit 36 Jahren spielt der SC Profifußball und 16 der letzten 21 Jahre Erste Bundesliga. Mit klugem Wirtschaften und viel Kreativität hat er sich als kleiner Club
im großen Wettbewerb behauptet. Inzwischen aber drohen selbst die Konkurrenten auf Augenhöhe mit dem Aus- und Neubau ihrer Stadien wirtschaftlich davonzuziehen. Nur der Stadionneubau sichert dem SC dauerhaft seine
Wettbewerbsfähigkeit im Profifußball – und Freiburg seine Perspektive als Bundesliga-Standort.
Stadionneubau ist auch sozial und
✓ Der
bürgerschaftlich ein Gewinn
Das Schwarzwald-Stadion steht vor dem Aus
Der SC Freiburg war in der Bundesliga mehr als einmal Vorbild für den schonenden
Umgang mit Ressourcen: Mit dem Mehrwegkonzept für Becher, mit kombinierten
ÖPNV-Tickets und mit dem ersten Stadion, das komplett mit selbst produzierten,
erneuerbaren Energien betrieben wurde. Auch mit dem Neubau wollen wir wieder
Zeichen setzen. Der Wolfswinkel bietet beste Voraussetzungen: Er liegt rad- und
fußnah bei der Stadt, hat Straßenbahn- und S-Bahn-Anschluss. Das heißt: Er ist
ökologischer als jeder Standort irgendwo draußen auf der grünen Wiese – und
damit auch ein Vorzeigeprojekt für die Green City Freiburg.
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Die Finanzierung ist fair und solide
Der Wolfswinkel ist auch ökologisch ein guter Standort
Die Finanzierung ist fair und solide
Die Weitsicht und Seriosität des SC Freiburg gilt als Vorbild im deutschen Profifußball. Mit seiner Einlage von 15 bis 20 Millionen Euro Eigenkapital in den Stadionneubau dokumentiert er wieder einmal, warum das so ist. Abgesehen von
einem Landeszuschuss wird er sein Stadion komplett selber bezahlen – ohne finanzielle Drahtseilakte, sondern verlässlich wie eh und je. Und die 38 Millionen
Euro, die die Stadt in die Infrastruktur investiert, kommen auch der Messe, der
Universität und dem gesamten Freiburger Westen zugute – an 365 Tagen im Jahr.
Die Weitsicht und Seriosität des SC Freiburg gilt als Vorbild im deutschen Profifußball. Mit seiner Einlage von 15 bis 20 Millionen Euro Eigenkapital in den Stadionneubau dokumentiert er wieder einmal, warum das so ist. Abgesehen von
einem Landeszuschuss wird er sein Stadion komplett selber bezahlen – ohne finanzielle Drahtseilakte, sondern verlässlich wie eh und je. Und die 38 Millionen
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Unterstützen Sie den Verein und die Stadt beim
Bürgerentscheid. Gehen Sie wählen.
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Der Sonntag
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1. Februar 2015
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erhalten Sie bis 06. 02. 2015:
4:1 gegen Frankfurt
Im Filbinger-Wahlkreis,wo Reinhold Pix 2011 das
Direktmandat errungen hatte,will Minister Alexander Bonde für die Grünen kandidieren. Was
als demokratischer Vorgang gelten kann, empfindet mancher als „hochbrisant“.
SEITE 4
Mit 4:1 gewann der SC Freiburg
gestern den Rückrundenauftakt
gegen Eintracht Frankfurt, Neuzugang Nils Petersen (Foto, Mitte) erzielte drei Treffer. SEITE 11
Bei zwei Lawinenabgängen auf
dem Feldberg sind am Freitag
zwei Menschen gestorben. Die
erste Lawine löste sich oberhalb
der „Zastlerhütte“ kurz vor 13.30
Uhr und verschüttete zwei Männer, von denen sich einer selbst
befreien konnte. Er alarmierte
die Rettungskräfte, die seinen
Begleiter nach zwei Stunden bergen konnten. Versuche, den 20
Jahre alten Mann aus Freiburg
wiederzubeleben, scheiterten.
Am Herzogenhorn wurde eine
Gruppe Skitourengeher von der
zweiten Lawine überrascht. Eine
58-jährige Frau aus dem Kreis
Waldshut wurde verschüttet. Als
sie eine Stunde später geborgen
wurde, kam jede Hilfe zu spät.
Insgesamt waren mehr als 100
Helfer, davon rund 50 von der
Bergwacht, im Einsatz und suchten auch mit speziell ausgebildeten Hunden nach den Verschütteten. Beide Einsatzorte lagen in
schwer zugänglichem Gelände.
Vom 07. 02. bis ca. 10. 02. 2015
wegen Wartungsarbeiten geschlossen
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Bonde als Konkurrent für Pix
e
Wir danken unseren
Kunden für das Vertrauen
und freuen uns auf
ein gemeinsames Jahr 2015
in Freiburg
DieHässindgeflickt,derNarrenbaum steht, das Fest kann beginnen: In Waldkirchwird heute der
150. Geburtstags der Narrenzunft Krakeelia gefeiert. SEITE 3
Zwei Tote auf
dem Feldberg
10,-
Der Sonntag
150 Jahre Krakeelia
LAWINENUNGLÜCK
Platin- 20,Wäsche nur
!
Dieser Platz
„Wir sollten großzügiger sein“
Nach der Abschiebung der Familie Ametovic ringt die grün-rote Koalition im Land um ein humanes BLEIBERECHT
Es knirscht in der grün-roten Koalition im Land. Anlass ist die Abschiebung der
Roma-Familie Ametovic
nach Serbien vor zwei Wochen. Freiburger Landtagsabgeordnete fordern von
ihrer Regierung großzügigere Einzelfallentscheidungen und Rückkehrhilfen für
abgelehnte Asylbewerber.
SIGRUN REHM
KLAUS RIEXINGER
„Ich bin verärgert und traurig
über die Abschiebung von Frau
Ametovic mit ihren sechs teils
kranken Kindern“, sagt die SPDLandtagsabgeordnete Gabi Rolland. Ihr grüner Kollege Reinhold Pix spricht von einer „brisanten Angelegenheit“ und davon, dass das Vertrauen der
Wähler auf dem Spiel stehe. Tatsächlich waren viele Bürger entsetzt: Wie kann es sein, dass die
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Familie trotz ihrer in vielerlei
Hinsicht prekären Lage zurück
muss nach Serbien?
Die Landesregierung verteidigte den Schritt mit Verweis auf
Für anspruchsvolle
die Gesetzeslage, der PetitionsImmobilien
ausschuss des Landtags hat den
Fall geprüft, ein Arzt hat den Familienmitgliedern Reisefähigkeit attestiert. Tatsächlich gibt es
Telefon 0761 211679-0
stauss-immobilien.de
rechtlich gesehen keinen Zweifel: „Die Abschiebung war rechtGrund für die Lawinenabgän- mäßig“, sagt auch Edith Sitzge Anz
waren
Schneefälle
in
der
rz SI-14-0052
Image - Der
Sonntag - 45x40 4c.indd
04.07.14
1 10:51mann, Fraktionsvorsitzende der
Nacht zuvor. Bis zu 30 Zentime- Grünen, die sich zusammen mit
ter Neuschnee fielen. Polizei und Rolland für die Duldung der FaFeldbergs Bürgermeister Micha- milie eingesetzt hatte.
el Wirbser weisen darauf hin,
Wie ihre Fraktionskollegen
dass weiterhin akute Lawinenge- und der Unterstützerkreis der
fahr am Feldberg und in den Hö- Ametovics wurde sie von der Abhenlagen des Südschwarzwaldes schiebung am vorvergangenen
besteht. Sie warnen , die markier- Dienstag überrascht. Sie hätten
DS geglaubt, dass es bis März einen
ten Pisten zu verlassen.
In ihren Herkunftsländern auf dem Balkan leben viele Roma in bitterer Armut, werden diskriminiert und
haben kaum Perspektiven.
FOTO: DPA
Abschiebestopp gibt, berichten
Sitzmann, Rolland und Pix. Etwas Schriftliches dazu gibt es allerdings nicht, niemand hat es
Innenminister Reinhold Gall
(SPD) sagen hören, und sein
Sprecher Andreas Schanz verneint eine solche Absprache
denn auch: „Dieses Gerücht wird
immer wieder aus bestimmten
Kreisen gezielt gestreut.“
Schon bevor Ministerpräsident Winfried Kretschmann
(Grüne) im Herbst mit seinem
auch in seiner Partei umstrittenen Ja im Bundesrat dem Asylkompromiss zur Mehrheit verhalf, hatten Migranten aus Serbien, Mazedonien und BosnienHerzegowina kaum Chancen auf
ein Bleiberecht in Deutschland.
Mehr als 90 Prozent ihrer Asylanträge wurden als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt.
Und doch stammen weiterhin
etwa 60 Prozent der hier ankommenden Asylbewerber aus die-
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sen drei Ländern, oft sind es Roma wie die Familie Ametovic. 61
der 134 Abschiebungen im Januar 2015 gingen laut Innenministerium in diese neuerdings „sicheren Herkunftsstaaten“.
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zum neuen Stadion!
Sagen 34 Mitglieder des
Freiburger Gemeinderats.
Stimmen auch Sie dafür:
HEUTE in Ihrem Wahllokal.
Mehr Infos: www.JA-zum-Stadion.de
Wie es den Roma dort ergeht,
wird unterschiedlich beurteilt.
Mitteilungen von Hilfsorganisationen und Presseberichte zeigen: Viele leben in bitterer Armut, werden diskriminiert, haben kaum Perspektiven. Die Lan-
%
%
desregierung hingegen hält
Abschiebungen etwa nach Belgrad für zumutbar. Gall habe
sich bei einem Besuch im Dezember davon überzeugt, dass
die abgeschobenen Flüchtlinge
vom serbischen Flüchtlingskommissariat, einer von der Regierung unabhängigen Organisation, in Empfang genommen
werden, erklärt Sprecher Schanz.
Klar ist allen Befragten: „Das
Asylrecht gilt für politisch Verfolgte“, wie Edith Sitzmann sagt.
Doch brauche es eben darum
Mittel, um die soziale Not derer
zu lindern, die nicht unter dieses
Gesetz fallen. Dabei setzt die
Grünen-Politikerin auf die Einzelfallprüfung abgelehnter Asylanträge: „Wir sind dabei, transparente Kriterien zu finden, nach
denen eine Abschiebung aus humanitären Gründen ausgesetzt
werden kann.“ Der Gesundheitszustand der Betroffenen sei dabei ebenso zu bedenken, wie ihre
%
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„Ich finde, wir sollten großzügiger sein“, sagt Sozialdemokratin
Rolland. Dass das den Asylkompromiss unterwandern würde,
ist ihr bewusst. Sie plädiert für
feste Kontingente von Armutsmigranten vom Balkan ähnlich
den jüdischen Zuwanderern aus
der ehemaligen Sowjetunion.
Daneben müsse aber auch die
Rückführung abgelehnter Asylbewerber aus den sicheren Herkunftsländern verbessert werden: „Wir sollten verstärkt die
Möglichkeiten der freiwilligen
Rückkehr aufzeigen“, sagt Sitzmann. Betroffene bekämen ein
Mitspracherecht beim Ausreisetermin, gemeinsam mit örtlichen Hilfsorganisationen könne
die Ankunft in der alten Heimat
vorbereitet werden, ergänzt Rolland. „Wir brauchen dringend ein
Einwanderungsgesetz“, sagt Pix.
Zunächst setzen die Abgeordneten ihre Hoffnung auf die neue
Bleiberechtregelung, die am
Freitag im Bundesrat verhandelt
wird und im April/Mai in Kraft
treten soll. Gut integrierte Personen ohne Aufenthaltsgenehmigung, die seit sechs beziehungsweise acht Jahren in Deutschland leben, sollen keine Abschiebung mehr fürchten müssen.
Die Familie Ametovic, die seit
Sommer 2013 in Freiburg lebte,
hätte all dies wohl nicht vor Abschiebung schützen können.
Gut stehen die Chancen hingegen für den zweiten derzeit in
der Region diskutierten Fall: Sabina Demirova aus Mazedonien,
die mit ihrer Familie seit zwei
Jahren in Bötzingen lebt. „Sie
spricht hervorragend Deutsch,
arbeitet, bezieht keine Transferleistungen.“ In Kürze werde die
Härtefallkommission entscheiden, sagt Rolland: „Ich sehe gute
Chancen, dass sie bleiben kann.“
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2 LOKALES
Der Sonntag · 1. Februar 2015
KURZ GEFASST
KULTUSMINISTERIUM
ben die von den Schulen vorgelegten Konzepte überzeugt.
Bärbl Mielich ist sicher, dass
sich das große Engagement der
Beteiligten für die ganze Region
Die Julius-Leber-Schule in Brei- auszahlen werde. „Die Gemeinsach darf zur Gemeinschaftsschaftsschule ist auch als Anschule werden. Das wird Kulgebot für den ländlichen Raum
tusminister Andreas Stoch
zu verstehen, trotz rückläufiger
(SPD) laut Informationen der
Schülerzahlen weiterhin alle
Landtagsabgeordneten ChrisSchulabschlüsse wohnortnah
toph Bayer (SPD) und Bärbl
anbieten zu können.“
Mielich (Grüne) morgen beDie Gemeinschaftsschule ist
kannt geben. Neben der Breieine von Grün-Rot eingeführte
sacher Grund- und WerkrealSchulform, an der alle Schüler
schule soll auch die Adolf-Blan- mindestens bis zur zehnten
kenhorn-Schule, eine Werkreal- Klasse gemeinsam unterrichtet
schule in Müllheim, unter den werden. Je nach Leistungsnineu genehmigten Gemeinveau können sie unterschiedschaftsschulen sein.
liche Abschlüsse erwerben. Der„Das ist ein Erfolg der engagier- zeit gibt es landesweit bereits
ten Lehrkräfte an den Schulen“, 209 öffentliche Gemeinfreut sich Bayer. Offenbar haschaftsschulen.
DS
Breisach bekommt
Gemeinschaftsschule
IHRINGEN
Bahnübergang soll gesperrt bleiben
Die Deutsche Bahn will die Sperrung des
Bahnübergangs Glänzerweg in Ihringen bis
zur Sanierung 2018 beibehalten. Nach einem
Zusammenstoß zwischen Zug und Lkw starben dort vergangenen September zwei Menschen. Seitdem ist der Bahnübergang geschlossen. Der Gemeinderat hat sich jedoch
dafür ausgesprochen, ihn wieder zu öffnen.
Bürgermeister Martin Obert möchte nun
das Gespräch mit der Bahn suchen.
DS
BEILAGEN
Teile dieser Ausgabe von Der Sonntag enthalten Beilagen
der Firmen real,-, ALDI Süd, Neukauf, Treff 3000, Thomas
Philipps, Dänisches Bettenlager, Rossmann, und Zipse Ausbau-Fachmärkte.
25 Jahre verheiratet: Die Herbergseltern Philippe Righini und Trudi Rothenbächer-Righini feiern parallel zu ihrer Jugendherberge auch ein
eigenes Jubiläum.
FOTO: DANIEL WEBER
„Mehr Berufung als Beruf“
25 Jahre: In Breisachs JUGENDHERBERGE wird Jubiläum gefeiert
Die Jugendherberge Breisach feiert in diesen Tagen
ihr 25-jähriges Jubiläum.
Dass auch das leitende Ehepaar Rothenbächer-Righini
in diesem Jahr seine Silberhochzeit feierte, hängt dabei direkt mit dem Beruf
des deutsch-fanzösischen
Paares zusammen: Herbergseltern.
DANIEL WEBER
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den zu ihrem Eheglück gezwungen. Man könnte auch sagen,
dass die Zeiten andere waren.
Schon wenige Jahre später war
eine Heirat für sogenannte Herbergseltern nicht mehr Voraussetzung. Und auch diesen Begriff
benutzt heutzutage so gut wie
niemand mehr. „Es heißt jetzt
Herbergsleiter“, erzählt Trudi Rothenbächer-Righini. Das Jugendherbergswesen habe sich über
die Jahre professionalisiert.
An der ideologischen Berufsauffassung hat sich indes nichts
geändert. „Es ist mehr Berufung
als Beruf, man muss Leidenschaft dafür mitbringen“, sagt
die Frau mit dem breiten Lächeln, während sie mit Handbewegungen versucht, weiter zu erklären, was für sie selbstverständlich ist. Die 54-Jährige sitzt
auch im Vorstand des badenwürttembergischen Landesverbandes im Deutschen Jugendherbergswerk. Nur aus innerer
Überzeugung könne man das so
lange machen. „Wenn man
abends zu Hause ist, der Kopf ist
dann immer auch noch hier“,
fügt Ehemann Philippe mit seinem französischen Akzent hin-
zu. Die sogenannte Dienstwohnung liegt passend dazu direkt
neben dem Areal an der Breisacher Rheinuferstraße. Seit zwanzig Jahren arbeitet das Ehepaar
nun als Herbergsleiter der
deutsch-französischen Schülerbegegnungsstätte.
–
33 000 Übernachtungen
pro Jahr
–
für die Gäste weitere Räume für
Sport (und Party) finden.
Gerade der Sport spielt eine
bedeutende Rolle. Regelmäßig
checken Gruppen von Sportvereinen ein, wie etwa Ruderer, die
direkt in der Nachbarschaft am
Landesleistungszentrum des baden-württembergischen Ruderverbandes trainieren. Zudem
bietet die Jugendherberge selbst
zahlreiche Sportmöglichkeiten
an, seit 2009 besitzt sie das sogenannte Sportprofil.
Rund 33 000 Übernachtungen sind in denvergangenen Jahren durchschnittlich gezählt
worden. Die Auslastung beträgt
etwa 60 Prozent. „Es geht hier
immer lebendig zu“, umschreibt
Philippe den Alltag zwischen
Schulkassen, Sportgruppen und
auch erwachsenen Touristen auf
Durchreise. „Wir lieben den Kontakt zu den jungen Leuten“, so
Trudi. Eigene Kinder hat das Paar
nicht. „Wir haben hier so viele
um uns rum.“ Man darf schon
noch Herbergseltern sagen.
Zwölf Festangestellte und eine
Handvoll Aushilfskräfte zählen
zum Team, das viel zu tun hat.
„Der Komfort für die Gäste hat
sich über die Jahre verändert“, erzählt Philippe. Das beste Beispiel
dafür sei das Frühstück. Wo es
früher für eine Stunde eine karge Auswahl gab, wartet jetzt ein
großes Büfett. 164 Betten verteilt
auf 38 Zimmer finden sich auf
den drei Stockwerken. Über jeder
Zimmertür steht jeweils eine
deutsche oder französische
Stadt entlang des Rheins. Ettenheim, Kehl, Rhinau, Markolsheim. Dazu kommen mehrere
Gemeinschaftsräume für die
einzelnen Gruppen sowie drei > TAG DER OFFENEN TÜR am
große Seminarräume und ein Sonntag, 8. Februar, von 14 bis 17
großes Kellergeschoss, wo sich Uhr. Breisach, Rheinuferstraße 12.
Im Treppenhaus stimmt was
nicht. „Da hat sich jemand einen
Streich erlaubt“, sagt Trudi Rothenbächer-Righini beim Rundgang und deutet auf die Bilder
an den Wänden. Die hängen allesamt auf den Kopf gedreht da.
„So was kommt schon mal vor“,
sagt ihr Ehemann Philippe entspannt. Man befinde sich eben in
einer Jugendherberge, Teenager
machen naturgemäß den Großteil der Gäste aus. Ihrer Gäste.
Im Teenageralter befand sich
die aus dem Taunus stammende
Trudi damals zwar nicht mehr,
dennoch checkte sie Anfang der
Achtziger in eine Jugendherberge in der französischen Normandie ein. Dort in seiner Heimat arbeitete Philippe Righini gerade
in eben jener Herberge. Es war
der Anfang einer Liebesgeschichte, für die der mystische
Ort, den viele Menschen mit Erinnerungen an die eigene Jugendzeit verbinden, bis heute eine große Rolle spielt.
1989 war es, als sich das Paar
entschied, solch eine Herberge
in Deutschland zusammen leiten zu wollen. Der (vermeintliche) Haken damals: In den Statuten des Jugendherbergswerk war
festgeschrieben, dass Herbergseltern verheiratet sein müssen.
So folgte die Hochzeit, und das
frischgetraute Ehepaar übernahm zunächst die Leitung der
Jugendherberge in Forbach im
nördlichen Schwarzwald.
Fünf Jahre später folgte der
Wechsel nach Breisach. Man
könnte sagen, die beiden wur- So sieht es im Sommer aus, wenn Hauptsaison ist.
FOTO: ZVG
DIE DRITTE SEITE 3
Der Sonntag · 1. Februar 2015
Heiter bis schaurig
Die Narrenzunft KRAKEELIA feiert heute 150. Geburtstag
H
Kippt er? Beim Aufstellen des Narrenbaums zeigten die Wilden Männer gestern, dass sie große Aufgaben
meistern können.
FOTO: HAB
eute ziehen die Narren
von 24 Zünften durch
Waldkirch. Gefeiert wird
der 150. Geburtstag der Narrenzunft Krakeelia. Der Narrenbaum für das Landschaftstreffen
wurde gestern aufgestellt.
„Hemmer ebber, wo e Trommelwirbel mache kann?“, ruft
Zunftmeister Michael Behringer
alias Vogt Michael I. Er steht mit
Mikrofon und Oberbürgermeister Richard Leibinger neben dem
Marktbrunnen und wartet drauf,
dass seine Wilden Männer endlich in die Pötte kommen. Die
Musiker, die Kandelhexen mit
ihrem Teufel, die Bajasse und die
Alten Jungfern sind schon am
Vogt vorbeigezogen. Nach etwas
närrischem Zinnober haben sie
den Marktplatz freigemacht.
Jetzt sind die Wilden Männer
dran. Umsäumt von Zuschauern
und kläppernden Hemdglunkern müssen die recht zünftig
wirkenden Wilden den 24 Meter
langen Baumstamm in die Vertikale bekommen.
Die Stadtmusik spielt, und die
Narrenschar singt. Dann beginnt
der Kraftakt. Der Zunftmeister
warnt die Zuschauer. Der Narrenbaum könnte in irgendeine
Richtung umfallen. Dann sollten
sie rennen. Aber wohin? Alle stehen eng gedrängt. Besser wär’s
sowieso, sie würden den Narrenbaum auffangen, scherzt Vogt
Michael. Irgendwie ist man sich
nicht ganz klar, wie lang der Narrenbaum ist. Früher sei er schon
einmal länger gewesen, heißt es.
Ein flotter Spruch von Michael I.
beendet das Rätselraten.
Grad für Grad steigt der Baum.
Bei etwa 15 Grad ist erst einmal
Schluss. Michael I. meint, seine
Männer hätten eine Stärkung
verdient. Es gibt für die Wilden
Männer und die Hoheiten ein
ganz kleines Glas „Wasser“. Dazu
reichen die Bajass-Frauen Wurst.
Dazwischen posieren die närrischen Muskeljungs vor Fotografen und Kamerateams. Die kleinen Hemdglunker üben sich im
Kleppern, manche Kandelhexe
treibt ihren Schabernack, das
Meer von Bajassen wartet gespannt, und die Alten Jungfern
haben vieles zu beschwatzen.
Das Narrenbaumstellen steht
ein wenig für die Kraftanstren-
gung, die so ein Jubiläum und
das heutige Narrentreffen für
die Krakeelia und ihre befreundeten Zünfte und Vereine bedeutet. Heute werden einige Tausend Hästräger durch die Stadt
ziehen, viele Tausend Zuschauer
werden die Straßen säumen und
das Narrendorf bevölkern. Die
Organisation dieses närrischen
Treibens fordert die ganze Waldkircher Narren- und Vereinswelt.
Das geht von der Verkehrslenkung bis zum Ausschank.
Am Narrenbaum zeigen die
Zünfte, dass sie große Aufgaben
meistern. Während der Vogt
Sprüche klopft und die Narrenschar singt, drücken die Wilden
Männer den Stamm in die Höhe.
Einige von ihnen schauen immer besorgt nach unten und
oben, ob etwas kippt. Mit Seilen
und Stützen wird justiert. Je steiler der Narrenbaum steht, desto
lauter ist der Applaus und das
Kläppern. Und dann ist es geschafft. Ausgelassen können die
Narren nun trinken, scherzen
und schunkeln, bis es für viele
von ihnen mit harter Arbeit für
das Jubiläum weitergeht. HAB
„Das springt ins Auge“
Bajass, Kandelhexe und Alte Jungfer: die typischen FASNACHTSFIGUREN der Waldkircher Narrenzunft Krakeelia
A
Die 20er-Jahre waren überhaupt eine ereignisreiche Zeit
für die Narren in Waldkirch und
ganz Baden. Die Bürokraten aus
der Kaiserzeit fanden das närrische Treiben nämlich gar nicht
lustig, das nach dem Ersten Weltkrieg erlassene Vermummungsverbot galt auch für Fasnachtsfiguren. Um der humorlosen Obrigkeit gemeinsam entgegenzutreten, taten sich 1924 dreizehn
Narrenzünfte in Villingen zur
Vereinigung
Schwäbisch-Alemannischer
Narrenzünfte
(VSAN) zusammen. Die VSAN
sollte später zum Vorbild aller
möglichen Narrenvereinigungen werden, die in der Bundesrepublik zuhauf gegründet wurden. Die Narren hatten Erfolg:
Tatsächlich fiel in den 20ern das
Vermummungsverbot für die
Hästräger. 1933, im Jahr der nationalsozialistischen
Machtübernahme, trat auch die Krakeelia den Schwäbisch-Alemannischen bei. Im gleichen Jahr
wurde das blau-gelbe Flecklehäs
mit der Holzpritsche („Dätscher“) eingeführt.
Das Kläpperle gehört auch
DER BAJASS
Das Alter der Zunft sagt nichts beim Bajass zum Auftritt. Zur
über das der Figuren. Den ausge- Wirkung des Flecklehäs, das spälassenen Mummenschanz vor ter noch verändert wurde, sagt
der Fastenzeit gibt es auch in
Waldkirch bereits seit JahrhunFAKTEN
derten. Der Bajass, das Wahrzeichen der Krakeelia, hat seine
Wurzeln wohl in Norditalien. Es
HEUTE beginnt das närrische
könnten einige Savoyarden geTreiben in Waldkirch um 11
wesen sein, die im 17. JahrhunUhr mit dem Zunftmeisterdert diese Art des Harlekins nach
empfang im Katholischen
Waldkirch gebracht haben. Der
Gemeindezentrum St. MarBajazzo der Commedia dell’arte
garethen. Gegen 12 Uhr sind
und die italienische Ausgelasauf dem Marktplatz Brauchsenheit haben dabei wohl Pate
vorführungen zu sehen. Um
gestanden. Hinter Masken und
14.11 Uhr startet der Festummit Narrenkappe trieben sie
zug. Eintritt: 4 Euro.
hüpfend ihren Unfug. Wie die
Schellen und Zotteln angebracht
DIE ANREISE ist am einfachswaren, dürfte lange Zeit uneinten mit der Elztalbahn zu
heitlich gewesen sein, die Kostübewältigen. Die Züge fahren
me wurden aus alten Kleidern
ab Freiburg im Stundentakt,
zusammengeflickt. „Auf den Fodie Innenstadt erreicht man
tografien aus den 1890er-Jahren
in wenigen Minuten zu Fuß.
sehen wir viele Kinderbajasse“,
Wer mit dem Auto kommt,
sagt der Narrenvogt zur damalimuss auf der B 294 die Ausgen Präsenz dieser Fasnachtsfifahrt West nach Waldkirch
gur in Waldkirch. Erst in den
nehmen und wird dann auf
1920er-Jahren begann man, ein
der Freiburger Straße auf die
einheitliches Fasnachtshäs mit
Parkplätze verwiesen. HAB
hölzerner Larve zu entwerfen.
rchaisch, schaurig, ungezügelt kommt sie daher,
die Fasnet der Krakeelia.
Doch als sie vor 150 Jahren entstand, ging es sittsam zu. Die Bilder von damals passen gar nicht
dazu, wie sich die schwäbischalemannischen Fasnacht heute
in Waldkirch präsentiert. Vor wenigen Wochen haben die
Zunftmitglieder die Geburt der
Krakeelia nachempfunden: In
Frack und Zylinder sollen die
gutbürgerlichen Herren damals
die Gründung zelebriert haben.
Eine andere Fasnacht als die der
1861 gegründeten Narrhalla
wollten sie auf die Beine stellen.
„Das kann man mit der heutigen
Fasnachtskultur nicht vergleichen“, sagt Zunftmeister Michael
Behringer alias Vogt Michael I.
Die Narrhalla organisierte Maskenbälle. „Damals standen die
Umzüge unter einem Motto,
und entsprechend hat man sich
verkleidet“, erklärt der Zunftmeister. Doch gekläppert hat
auch die damalige ehrenwerte
Gesellschaft schon.
Zunftmeister Michael Behringer: „Das freundliche Schelmengesicht und das Blau-Gelb wirken. Wir kommen mit bis zu 300
Bajass’ zu den Umzügen. Das
springt ins Auge.“
DIE ALTE JUNGFER
Mit der Alten Jungfer hat die Krakeelia 1957 eine Randerscheinung zur festen Figur gemacht.
„Die Frauen sind schon immer
Schnurren gegangen“, sagt der
Zunftmeister. Sie zogen durch
die Stadt und das Stadtgeschehen in Reimen durch den Kakao.
Wohl schon im 17. Jahrhundert
hielten sie am Aschermittwoch
ihre Lästerrunden. Doch mit
dem Wiedererstarken des Katholizismus im Land stellte sich die
Frage, ob der Aschermittwoch Der Bajass mit blau-gelbem Flecklehäs ist die älteste Figur der Waldkircher Fasnacht. Kandelhexe und Alte
FOTOS: STI/HAB (2)
als erster Tag der Fastenzeit Jungfer entstanden erst nach 1945.
nicht besser fürs Beten reserviert sein sollte. Jedenfalls hat
sich die Alte Jungfer im Fasnachtsgeschehen erhalten. „Die
Frauen der Narrenräte haben
früher die Brautkleider ihrer
Mütter zu Fasnacht angezogen“,
erklärt Behringer. Heute sind die
Kostüme der Mode des Biedermeier entlehnt.
Kilos verlieren Gewicht halten!
DIE KANDELHEXE
Auch Waldkirch hat seine Hexe,
schließlich kommt kaum ein Ort
ohne eine solche Fasnachtsfigur
aus. In der Stadt unter dem Kandel ist es die Kandelhexe, die
1974 nach einigen Jahren Vorlauf
aus der Taufe gehoben und 1976
von den Schwäbisch-Alemannischen Zünften abgesegnet wurde. „Es war schlicht die Frage, wie
man mehr Männer in die aktive
Fasnacht bekommt“, nennt der
Zunftmeister den Grund für die
Erfindung der Hexe. „Der Bajass
war mehr ein Frauen- und Kindergewand“, fügt er an. Um die
hakennasige Märchenfigur wurde ein ganzes Szenario kreiert.
Inzwischen lockt der Hexensabbat Jahr für Jahr mehrere Tausend Zuschauer auf den Marktplatz: Der Teufel weiht unbescholtene Männer zu Hexen, die
schaurige Schar nimmt die neuen Mitglieder auf. Der Marktplatz im Fackelschein bilden die
Kulisse für den Hexentanz.
MICHAEL HABERER
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4 LOKALES
Der Sonntag · 1. Februar 2015
GESICHT DER WOCHE
CARSTEN SPENGEMANN, EX-VERKÄUFER IN BUGGINGEN
Potenzpillen stattTechnik
V
ielleicht hätte Carsten
vom Teleprompter abgelesen
Spengemann lieber den hat und ob er der SendungsreTisch-Dönergrill für
gie unter- oder übergeordnet
49,90 Euro angepriesen oder
war. Die Arbeitsrichterin hatte
die an James-Bond-Zubehör er- sichtlich Freude an dem nicht
innernde Kugelganz alltäglichen
schreiber-Kamera
Fall und schlug vor,
für 19,90 Euro.
dass man sich so
Doch der frühere
eine Sendung ja
Soap-Darsteller
mal anschauen
(„Verbotene Liebe“)
könnte. Doch dazu
und Fernsehmokam es nicht. Proderator („Deutschduktionsfirma und
land sucht den
Moderator einigSuperstar“) aus
ten sich auf eine
Hamburg musste
Honorarnachzahwährend seines
lung von 7 500 Euneunmonatigen
ro. Das entspräche
Engagements
zehn Tagesgagen.
beim Bugginger
Gleichzeitig verShoppingkanal
einbarten die
Pearl TV noch ganz Carsten Spengemann
Streitparteien Stillandere Produkte
schweigen über die
zog gegen den Shopan den Mann brin- ping-Sender „Pearl TV“ Gründe für das Engen. Zum Beispiel vor Gericht. FOTO: DPA de der Zusammendie Man-Powerarbeit. Der Bild-ZeiKapseln, die „Manneskraft aus tung sagte Spengemann allerPflanzensaft“ versprechen. Da- dings vor dem Gerichtstermin,
mit ist inzwischen Schluss,
ihm habe es bei Pearl TV geSpengemann steht seit Oktober reicht. „In Vorgesprächen hieß
nicht mehr für Pearl TV vor der es, ich soll dort Technik verkauKamera. Die Details der Trenfen – und plötzlich ging es um
nung wurden allerdings erst
Potenzpillen und Prostata-Kapdiese Woche geregelt – vor dem seln.“ Der SendergeschäftsfühArbeitsgericht Freiburg. Braun rer sagte hingegen, man habe
gebrannt und mit gepflegtem
sichvon Spengemann getrennt,
Fünftagebart erschien der 42weil er bei Umfragen „konstant
Jährige dort am Donnerstagund mit großem Abstand der
nachmittag. Sein Anwalt und
unbeliebteste Moderator“ gejener der Produktionsfirma aus wesen sei. Erfolglos blieb auch
Buggingen stritten darüber, ob Spengemanns Bewerbung
Carsten Spengemann Angebeim ZDF. 2011 schlug er sich
stellter oder freischaffender
dort für die Nachfolge Thomas
Auftragnehmer war. Es ging
Gottschalks bei „Wetten dass·...“
darum, wie viel der Moderator vor.
DANIEL GRÄBER
Allgemeine Hausführung
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Zwei, die sich nicht grün sind
Minister Alexander Bonde will den WAHLKREIS , in dem Reinhold Pix das Direktmandat hat
Es gibt Grüne, die es für
einen „historischen Sieg“
halten, dass Reinhold Pix
2011 das Direktmandat im
sogenannten FilbingerWahlkreis eroberte. 2016
will dort Minister Alexander Bonde für die Grünen
kandidieren. Ein normaler
demokratischer Vorgang
– sagen die einen, andere
in der Partei empfinden
dies als „hochbrisant“.
KLAUS RIEXINGER
TONI NACHBAR
Am vergangenen Montag klingelte beim Grünen-Landtagsabgeordneten Reinhold Pix in Ihringen gegen 16.30 Uhr das Telefon. Am Apparat: Alexander
Bonde, Landesumweltminister,
der, wie Pix das Grünenparteibuch hat. Von Parteifreund sollte
man aber nicht sprechen. Um es
vorsichtig auszudrücken: Die
beiden können nicht gut miteinander. Bonde teilte Pix mit, dass
er am 26. März gegen ihn um die
Kandidatur im Wahlkreis Freiburg-Ost für die Landtagswahl
2016 antreten werde. Pix berichtet, dass es das erste Mal überhaupt gewesen sei, dass Bonde
sich bei ihm privat gemeldet
hätte. Es sei ein kurzes Telefonat
gewesen. Zeitgleich habe Bonde
seine Pressemitteilung zu seiner
Kandidatur verschickt, mutmaßt der Ihringer.
Pix sagt, er sei nicht sonderlich überrascht gewesen über die
Nachricht. Er habe damit gerechnet. Schon länger sei in der Grünenfraktion gemunkelt worden,
wo Bonde wohl antrete. Um Minister in Stuttgart zu werden, hat
Bonde 2011 sein Bundestagsmandat niedergelegt. Läuft es
schlecht für die Grünen und
Bonde bei der Landtagswahl im
kommenden Jahr stünde er ohne Regierungsamt und Mandat
da. Deshalb sollen sich einige
Fraktionsmitglieder schon länger gefragt haben, wo Bonde
wohl zur Wahl antreten wolle.
Bei dem einen oder anderen soll
es ein gewisses Unwohlsein des-
Bilder, die Reinhold Pix (hinten) und Alexander Bonde gemeinsam zeigen, haben Seltenheitswert. Dieses Foto vom Grünen-Kreisvorstand entstand 2008.
FOTO: SPECKNER
wegen gegeben haben. „Macht
euch da keinen Kopf. Der tritt bei
mir im Freiburger Osten an“, verkündete Pix – und sollte Recht
behalten. Getroffen hat es ihn
dennoch. Auch weil ihm 2011 das
Kunststück gelang, den als uneinnehmbar geltenden Filbingerwahlkreis, der sich von Freiburg Ost bis in den Hochschwarzwald erstreckt, von der
CDU zu gewinnen. Und darauf
ist Pix noch immer stolz.
In einem Gespräch mit Der
Sonntag legte Minister Bonde
Wert auf die Feststellung, dass er
nicht „gegen jemand“ kandidiere, sondern dafür eintrete, den
Wahlkreis künftig vertreten zu
dürfen: „Ich mache unseren Mitgliedern in Freiburg Ost und im
Hochschwarzwald ein Angebot.
Sie aber werden auf der Aufstellungsversammlung
entscheiden, wen sie für den geeigneten
Kandidaten halten.“ Der 40-jährige Minister, der aus Freiburg
stammt, fühlt sich in diesem
Wahlkreis am besten vernetzt.
Hier, so sagt es Bonde, könne er
beträchtliche politische Leistungen vorweisen und nennt als gewichtiges Beispiel seinen Einsatz
für das Biosphärengebiet Südschwarzwald von Freiburg bis in
den Kreis Lörrach.
–
Bauchpolitiker versus
Machtpolitiker
–
Zu Reinhold Pix verliert Bonde
kein Wort. Der Minister gibt lediglich zu verstehen, dass es im
Wahlkreis Grüne gibt, die ihn zu
einer Kandidatur ermuntert haben. Wer sich an der Basis umhört, kann tatsächlich von dem
einen oder anderen zu hören bekommen, derviel zu streitlustige
Pix vertrete die Partei nicht so
angemessen, wie es der „pragmatische“ Bonde tun könnte. Dass
aber Bonde als Favorit in die parteiinterne Abstimmung ginge,
vermutet beispielsweise der Vorsitzende des Freiburger Kreisverbandes, Jochen Hefer, keineswegs: „Ich halte dies für ein abso-
lut offenes Rennen.“ Zudem ist
es ein hochriskantes für beide
Grünen: Der Verlierer wird vorerst von der politischen Bühne
verschwinden.
Der „Bauchpolitiker“ Pix und
der „Machtpolitiker“ Bonde – so
charakterisiert sie ein Landtagsabgeordneter – waren sich von
Anfang an nicht grün. Das habe
nichts damit zu tun, dass 2011
Bonde statt ihm Landwirtschaftsminister geworden sei,
versichert Pix. „Wir haben sehr
starke Probleme mit der jeweiligen Art des anderen.“ In seinen
Worten: hier der Netzwerker ohne berufliche Verankerung außerhalb der Politik, dort der Winzer, der keinem Flügel angehören will und sein eigenes Ding
macht. Seine Chancen gegen den
prominenten Herausforderer
sieht Pix bei 30 Prozent. Kämpfen aber will er. Letztendlich entscheide die Tagesform, so Pix –
wenn sich beide Kandidaten am
26. März den Grünen-Mitgliedern präsentieren.
In der Stuttgarter Landtagsfraktion der Grünen provozierte
Bondes Ankündigung unterschiedliche Reaktionen: Während Ministerpräsident Winfried Kretschmann sie kommentar- und emotionslos zur Kenntis nahm, bewerteten sie die
einen als „normalen demokratischen Vorgang“. Andere wiederum sollen entsetzt gewesen sein.
Die Abgeordnete der Grünen im
Wahlkreis
Breisgau-Hochschwarzwald,
Bärbl-Mielich,
störte sich schon an der Art und
Weise, wie Pix ob eines Gegenkandidaten Bonde in Kenntnis
gesetzt wurde: „Die Kommunikation war nicht in Ordnung.“
Zudem befürchtet sie eine fatale
Außenwirkung des Vorganges:
„Alexander Bonde hätte sich einen anderen Wahlkreis suchen
können, wo es keinen grünen Abgeordneten gibt, und den gewinnen. Den Wahlkreis, wo Pix einen
großen Sieg errungen hat, sollte
er verteidigen. Das hätte das
Selbstbewusstsein der Grünen
dokumentiert, die nächste Wahl
gewinnen zu wollen und zu können. Kehl oder Waldshut hätten
sich am bestens für Bonde geeignet.“
Heute wird die Stadionfrage gestellt
Tag der Abstimmung: Fakten und Hinweise zum BÜRGERENTSCHEID in Freiburg
Showdown in Freiburg: Heute
wird sich zeigen, wie viel Unterstützung es in der Bürgerschaft
für den Bau eines neuen Stadions auf dem Wolfswinkel-Areal
gibt und wie viele Gegner das
Projekt hat. Oder wird sich herausstellen, dass die vieldiskutierte Frage in der Stadt immer
noch so vielen Menschen egal
ist, dass kein klares Votum entsteht? Rund 170 000 Wahlberechtigte sind dazu aufgerufen,
im Bürgerentscheid über das
Konzept des Stadionneubaus im
Freiburger Westen abzustimmen. Die lange Frage auf dem
Wahlzettel lautet: „Sind Sie dafür, dass die Stadt Freiburg den
SC Freiburg bei der Realisierung
eines Fußballstadions im Wolfswinkel auf Grundlage des vom
Gemeinderat befürworteten Organisations-, Investitions- und
Finanzierungskonzepts (Anlage
3 zur Drucksache G-14/183) unterstützt?“
Mitwählen dürfen alle Bürger,
die auch zur Kommunalwahl berechtigt sind, also über 16-jähri- „Ja“, „Nein“ oder gar „mir egal“?
ge Deutsche und EU-Ausländer, Was werden die Freiburger heute
die seit mindestens drei Mona- zum Stadionbau sagen? FOTO: DPA
ten ihren Hauptwohnsitz in Frei- gesordnung der regulären Geburg haben. Ins Wahllokal mit- meinderatssitzung, in der die
bringen sollte man die Wahlbe- Stadträte das weitere Vorgehen
nachrichtigung sowie Ausweis, nach dem Entscheid beraten
Reisepass oder Führerschein.
werden. Eine erneute GemeindeWie bei anderen Wahlen wer- ratsentscheidung über den Staden die Urnen auch beim Bür- dionbau wird verlangt, wenn der
gerentscheid um 18 Uhr zuge- Bürgerentscheid nicht rechtsmacht. Danach zählen die Mitar- kräftig geworden ist, weil zu webeiter der zustännige
Freiburger
digen Ämter sowie
zur Wahl geganMindestens
25
rund 1200 Wahlgen sind.
helfer aus. DasvorDenn damit der
Prozent der
läufige EndergebEntscheid
gilt,
Wahlberechtigten
nis soll nach Bemüssen sich minmüssen sich auf
rechnung
des
destens 25 Prozent
eine Seite schlagen der WahlberechtigWahlamtes zwischen 19.30 und 20
ten auf eine Seite
Uhr feststehen und im Netz un- geschlagen haben – in Freiburg
ter www.freiburg.de/wahlen ab- rund 42 300 Abstimmende –,
rufbar sein. Die Badische Zei- um zu gewinnen, braucht man
tung will online per Live-Ticker dann noch die Mehrheit der abüber die Ereignisse rund um den gegebenen Stimmen. Wie die
Entscheid berichten und Ergeb- Fraktionen und Gruppen im Genisse und Stimmen dazu liefern. meinderat abstimmen werden,
Das berühmte „amtliche End- falls der Bürgerentscheid nichtig
ergebnis“ soll dann am Dienstag ist, stand bisher nicht fest (Der
um 14 Uhr feststehen und in der Sonntag berichtete), nur die UnAula des Rathauses offiziell ver- abhängigen Listen haben bereits
kündet werden. Schon zwei angekündigt, sich nach einem
Stunden später steht das Thema eindeutigen Votum des EntJKI
Stadion dann wieder auf der Ta- scheides zu richten.
LOKALES 5
Der Sonntag · 1. Februar 2015
Musik sucht Platz
Landrätin unter Druck
Nach KINDSTOD in Lenzkirch wird die Arbeit des Kreisjugendamtes überprüft
Die Initiative Popfrequenz will für PROBERÄUME demonstrieren
Kommenden Donnerstag
will die Initiative Popfrequenz vor dem Freiburger
Rathaus Flagge zeigen. Ihr
Thema: Fehlende Proberäume für Bands. Ein Gespräch
mit Vereinsvorstand Christian Pertschy.
Herr Pertschy, der Verein Popfrequenz will Bürger und Kulturausschuss über Nöte von Freiburger Bands informieren. Um
wa s geht es genau?
Wir wollen auf die Proberaum-Misere
in
Freiburg aufmerksam
machen. Wir haben einen Container geordert, der symbolisch
für den fehlenden
Platz für Bands in Freiburg stehen soll – und
natürlich wird darin auch eine
Band auftreten.
Mit dem Abriss der alten Güterbahnhofshallen fielen in
Freiburg gleich Dutzende Proberäume weg. Die verbliebenen sind oft kaum bezalbar, kritistiert Christian Pertschy
(kleines Bild links).
FOTO: SCHRAMM/FOTOLIA
vom hiesigen Wohnungsmarkt.
Aber es geht auch hier um Proberäume.
Die Suche nach Proberäumen
gehört zu jeder Bandbiografie.
Aber warum sollte es eine städtische Aufgabe sein, sich daran
zu beteiligen?
Wir haben von solchen Beispielen vor allem in Gesprächen mit
Aktiven der Musiker-Initiative
Multicore erfahren. Stellen Sie
sich vor: 400 Euro für einen ProMit dem Abriss der alten Hallen beraum – das kann sich keine
auf dem Güterbahnhof Nord Schülerband leisten.
sind in Freiburg zahlreiche Proberäume auf einen Schlag wegEin popmusikalischer Notstand
gefallen. Das hat ein großes Loch
droht Freiburg aber nicht, oder?
gerissen. Und wenn die Stadt da
Es gibt jede Menge Bands.
helfen könnte, wäre das toll.
Natürlich gibt es noch viele
Wie denn?
Bands, wir brauchen allerdings
auf Dauer eine breite Basis, daSie könnte uns beispielsweise mit an der Spitze Interessantes
helfen, Leute anzusprechen oder ankommt. Wer keine Gelegenselbst als Ansprechpartner für heit hat, Musik zu machen, der
Immobilienbesitzer auftreten macht eben etwas anderes. Und
um Seriosität und Sicherheit zu gerade, was junge Menschen um
unterstreichen. Aber natürlich die 20 Jahre herum tun, sorgt ja
kann sich die Stadt auch mit Zu- für Dynamik. Die spielen nicht
schüssen beteiligen, um zum alten Bluesrock, weil sie gute MuBeispiel Kosten für Räumlichkei- siker sind, die wollen was Neues
ten niedrig zu halten.
machen. Und ohne Avantgarde
heute gibt es auch keinen MainIn Ihrer Pressemitteilung schrie- stream morgen.
ben Sie von „abenteuerlichen
Bedingungen und horrenden
In ihrem Aufruf heißt es, man
Preisen“. Klingt, als redeten Sie
möchte die Freiburger Popmusik
aus dem Schatten der dominierenden klassischen Musik herausholen. Finden Sie tatsächlich,
dass die Rockmusik dort steht?
In der öffentlichen Wahrnehmung vielleicht nicht. Aber
wenn man sich die Zahlen im
Haushalt mal anschaut...
...sie meinen, aufseiten der Klassik-Sparte liegt das meiste Geld.
Genau. Das soll hier jetzt nicht
als Neid rüberkommen und
selbstverständlich stehen auch
dahinter ja Künstler mit hervorragenden Leistungen. Aber es ist
so schade, dass die Jungen nicht
mal Proberäume haben ...
Der gewaltsame Tod des dreijährigen Alessio aus Lenzkirch hat
politische Folgen. Sowohl der
Kreistag als auch das Landessozialministerium drängen auf Aufklärung. Das Jugendamt des
Kreises Breisgau-Hochschwarzwald steht in der Kritik, da es den
Jungen trotz eindringlicher Warnungen behandelnder Kinderärzte nicht aus der Familie herausgenommen hat. Landrätin
Dorothea Störr-Ritter steht deshalb unter Druck. Bei einer
nichtöffentlichen Sitzung des
Kreistags bot sie dessen Mitgliedern am Montag umfassende
Akteneinsicht an. Außerdem soll
eine Expertenkommission eingerichtet werden, die über mögliche Konsequenzen aus dem
Fall berät.
Ob auch Vertreter der Uniklinik Freiburg der Kommission
angehören werden, ist noch unklar. „Bisher ist keine Anfrage
diesbezüglich bei der Uniklinik
eingegangen“, schrieb deren
Pressesprecher am Freitag. Die
Klinik hatte die Debatte über die
Rolle des Jugendamts ins Rollen
gebracht, als deren Kinderärzte
nach dem Tod Alessios mit ihrer
Einschätzung des Falls an die Öffentlichkeit gingen.
Kreistagsmitglieder, die Einsicht in die Akten des Jugendamts nehmen möchten, sollen
dazu am Samstag, 7. Februar, Gelegenheit bekommen. Gleichzeitig können sie den Bericht lesen,
den die Kreisbehörde an das
übergeordnete Regierungspräsi-
dium Freiburg geschickt hat.
Den Bericht hat das Regierungspräsidium auch im Auftrag des
Sozialministeriums
angefordert. Geprüft werde nun, „ob die
Verfahrenstandards des Kreisjugendamts bei Meldungen zur
Kindeswohlgefährdung
den
Empfehlungen des KVJS (Kommunalverband Jugend und Soziales) entsprechen“, heißt es aus
der Pressestelle des Präsidiums.
Und „ob diese Verfahrensschritte tatsächlich eingehalten worden sind“.
–
„Ihr Rücktritt wäre
ein großer Verlust“
–
Während in der Badischen Zeitung diese Woche Rücktrittsforderungen gegenüber der Landrätin geäußert wurden, nimmt
der Kreistag die CDU-Politikerin
fraktionsübergreifend in Schutz.
„Es wäre ein großer Verlust für
den Landkreis, gerade im sozialen Bereich, wenn Frau Störr-Ritter zurücktreten würde“, sagt die
Bötzinger SPD-Kreisrätin und
Sozialpolitikerin Ellen Brinkmann. „Es müssen Fehler gemacht worden sein, sonst wäre
der Junge nicht gestorben“, sagt
sie. „Doch dabei handelt es sich
vermutlich um Fehler der zuständigen Jugendamtsmitarbeiter, nicht der Behördenleitung.“
Der 32-jährige Stiefvater des
Opfers sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt ihn, den Jungen getötet
zu haben. Er hatte den schwer-
Der Kreistag nimmt Landrätin
Störr-Ritter (CDU) fraktionsübergreifend in Schutz. FOTO: FRIETSCH
verletzten Dreijährigen am 16.
Januar zu einem Arzt gebracht
und behauptet, das Kind sei die
Treppe heruntergefallen. Wiederbelebungsmaßnahmen halfen nicht. Die Obduktion am folgenden Tag bestätigte laut
Staatsanwaltschaft, dass Alessio
„infolge vorangegangener massiver Gewalteinwirkung zu Tode“
kam.
DANIEL GRÄBER
… und die anderen ein ganzes
Konzerthaus.
Überspitzt gesagt. Aber natürlich geht es uns gar nicht um ein
Konzerthaus, sondern um kleine
Dinge, mit denen man die lokale
Popmusik einwenigwertschätzt.
DAS GESPRÄCH FÜHRTE
JENS KITZLER
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Gut hören – aber schlecht verstehen
Z
ahlreiche Menschen hören zwar noch
gut, aber das klare und deutliche
Verstehen in Gesellschaft fällt ihnen
schwer. Besonders in Situationen mit lauten
Hintergrundgeräuschen oder wenn mehrere
Menschen durcheinander reden, wird das
Verstehen schwierig. Den meisten Betroffenen fehlt es beim Verstehen eher an Deutlichkeit als an Lautstärke. Häufig ist man
unsicher, ob es am eigenen Gehör liegt oder
der Gesprächspartner undeutlich spricht. Ein
neuer Hörchip kann helfen dies auszugleichen. Für die neue Technologie können
sich Praxistester anmelden.
Was sind die Ursachen?
Kaum jemand spricht darüber, wenn in bestimmten Situationen das Verstehen schwieriger wird. Dabei ist es ganz natürlich, dass
unser Gehör nachlässt. Schon mit dem
20. Lebensjahr nimmt die Wahrnehmung bestimmter Frequenzen ab. Daneben spielen Faktoren wie Lärm und Veranlagung eine Rolle.
Wenn die Verstärkerzellen schwächeln
Verantwortlich für gutes Hören sind feine
Haarsinneszellen im Innenohr. Man kann sie
High-Tech auf kleinstem Raum
Torsten Stahr, Hörgeräteakustikmeister, sucht
Praxistester für das neue Phonak Audéo V
sich wie Verstärker vorstellen. Nimmt ihre
Empfind lichkeit ab, werden bestimmte Töne
leiser über tragen. Das betrifft vor allem die
hohen Frequenzen, die für ein klares und
deutliches Sprachverstehen nötig sind. Das
Paradoxe daran: Weil die tiefen Töne weiterhin gut verstärkt werden, entsteht der Eindruck, dass man zwar noch gut hört, aber
nicht mehr alles versteht. Was können Betroffene tun, um in Gesellschaft wieder entspannt mitreden zu können? Eine gute Hilfe
bieten die Hörsysteme, die mittels moderner
Hör technologie leise Sprache verstärken und
laute Nebengeräusche dämpfen können.
Exzellentes Sprachverstehen und ein natürliches Klangerlebnis verspricht das neue
Hörsystem Phonak Audéo V. Im Oktober
2014 wurde es erstmals auf dem internationalen Akustiker-Kongress EUHA vorgestellt. Nebengeräusche wie Stimmengewirr
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6 LOKALES
Der Sonntag · 1. Februar 2015
„Zum Abschuss frei“
Der Denzlinger Bürgermeister MARKUS HOLLEMANN sieht sich als Opfer
Wasserbecken als Wärmespeicher, Fischdung als Salatdünger: Franz
FOTO: GRÄBER
Schreier in seinem „Aquaponic Solar Greenhouse“.
Zander aus dem
Gewächshaus
FISCHZUCHT
und Pflanzenanbau unter einem Dach
Die Zukunft der Lebensmittelproduktion beginnt in
Neuenburg am Rhein. Davon ist
zumindest Franz Schreier überzeugt. Der Erfinder aus Heppenheim hat dort ein Hightech-Gewächshaus gebaut – für Salat
und Fisch.
Eigentlich sei die Idee uralt,
sagt Franz Schreier. „Schon vor
2000 Jahren hielten die Chinesen Fische auf ihren Reisfeldern.“ Die Fische, meist Karpfen,
gedeihten prächtig. Und ihre
Ausscheidungen wirkten wie
Dünger für die Reispflanzen.
Dasselbe Prinzip will sich Schreier zunutze machen. Dem Physiker aus dem südhessischen Heppenheim schwebt die Revolution der Lebensmittelproduktion
in Europa vor. Als deren Ausgangspunkt hat er Neuenburg
auserkoren.
Franz Schreier steht am Donnerstagvormittag in seinem unscheinbarer Holzbau zwischen
Autobahn und Rhein und erklärt
den Journalisten, wie viel ausgefeilte Technik in dem Gewächshaus stecke. Vertreter des regionalen Energieversorgers Badenova sind mit dabei, denn dessen
Innovationsfonds
für
Klimaschutz unterstützte das
Projekt mit rund 168 000 Euro.
In einem Becken schwimmen
Störe, das Wasser dient zum einen als Sonnenenergiespeicher,
zum anderen wird es zu den Salatsetzlingen gepumpt, die daraus Nährstoffe ziehen. Ob der Salat dann nicht nach Fisch
schmecke, fragt ein älterer Kollege. Schreier zupft ein Blatt ab
und gibt es ihm zum Probieren.
„Schmeckt wie Salat“, sagt der.
Das Fischwasser werde durch
Würmer und Biofilter aufbereitet, erklärt der Erfinder. Dann redet er über selbst entwickelte Folienklemmprofile für die lichtdurchlässige Seite des Gewächshauses, die passivhausmäßig
gedämmte andere Seite, eine
:
Motto r,
ie
Bockb &
en
Bütt tt
Balle
sensationelle Schwefel-PlasmaLampe, die richtiges Sonnenlicht
erzeuge, aber wenig Energie verbrauche, innenliegende Sonnenkollektoren,
Wärmepumpen,
Sensortechnik und, und, und.
Der Trick mit den Fischen, so
viel wird allen Zuhörern klar, ist
nur einer von vielen. Schreiers
„Aquaponic Solar Greenhouse“
steckt voller Innovationen, die
dafür sorgen sollen, dass frische
Lebensmittel dezentral und ohne fossile Energiequellen erzeugt werden können. Das ganze
Jahr über.
–
Unabhängig
vom Erdöl werden
–
In Heppenheim hat Schreier eine kleine Energieberatungsfirma gegründet. Sein Geld verdient er durch Aufträge aus der
Industrie. „Mir ist bewusst geworden, wie viel Erdöl für unsere
herkömmliche Art der Lebensmittelproduktion
verbraucht
wird“, sagt er. „Dagegen wollte
ich etwas tun.“ Ein erstes, kleineres Fischzucht-Gewächshaus hat
er bereits in der Nähe von Heppenheim gebaut. Die Anlage in
Neuenburg ist eine Weiterentwicklung und soll dazu dienen,
die Idee bekannt zu machen.
Über Rudolf Eisl kam der Kontakt zu Badenova zustande, auch
bei der Standortsuche half Eisl.
Zwischen Lörrach und Freiburg
habe der Ingenieur aus Steinen
im Wiesental nach geeigneten
Flächen gesucht. Der Bürgermeister von Neuenburg sei sofort interessiert gewesen. Auch
weil 2022 dort die Landesgartenschau stattfindet, das Gewächshausprojekt soll in die Ausstellung integriert werden.Bis dahin
werden die Störe wahrscheinlich
durch Zander ersetzt. Denn der
ist als Speisefisch beliebter. Serviert werden soll er in der Gaststätte direkt neben dem Hightech-Holzbau. DANIEL GRÄBER
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In Siegerpose präsentierte
sich Denzlingens Bürgermeister Markus Hollemann
am Montag vor dem
Münchner Rathaus. Am
Donnerstag, zurück an seinem Amtssitz, ist das Strahlen einem traurigen und
müden Ausdruck gewichen.
Der 42-Jährige ist sichtlich
gezeichnet. Was ist passiert,
und wie geht es weiter?
MARKUS ZIMMERMANN
Triumphierend wollte der gebürtige Münchner in die bayrische Hauptstadt zurückkehren,
nachdem er durch die „für mich
selbst überraschende“ Nominierung der CSU sicher war, auf dem
Stuhl des Referenten für Gesundheit und Umwelt Platz nehmen zu können. „Ich bin davon
ausgegangen, dass das in der rotschwarzen Koalition läuft“, sagt
der ÖDPler, der sich schon einmal um den Chefsessel im Rathaus am Marienplatz beworben
hatte. Als Kenner der Verhältnisse, die er im Nachhinein treffend
beschreibt, hätte er ahnen müssen, dass er mit diesem Parteibuch, nachdem Grün-Grün-Rot
gescheitert war, niemals zum
Zuge kommt.
So fand er sich unvermittelt,
ganz dem bayrischen Wappentier entsprechend, in der Löwengrube wieder. Von Medien, die
auf seiner Homepage nach Informationen zur Person gesucht
hatten, der Opposition zum Fraß
vorgeworfen, sieht er sich: „Ich
war zum Abschuss frei gegeben.“
Auf seiner Selbstdarstellung im
Netz fand sich unter den von
ihm unterstützten Gruppierungen – eine Auflistung, die er am
Donnerstag gegen Mittag komplett löschte – auch die Aktion
Lebensrecht für Alle (ALfA). Ein
Verein, der sich gegen Abtreibung positioniert. Eine Verein-
Der Höhenflug dauerte nur kurz, dann kam der Absturz: Markus Hollemann hat seine Bewerbung für en
Posten des Münchner Gesundheitsreferenten zurückgezogen.
FOTO: KLAUS HAAG/MÜNCHNER MERKUR
barkeit von ALfA-Nähe und der
Aufgabe des Gesundheitsreferenten, dem auch Beratungsstellen im Schwangerschaftskonflikt unterstehen, war so für die
Mehrheit des Münchner Stadtrats nicht vereinbar.
Für Hollemann, in die Defensive gedrängt, wurde dies zum
Anlass, die verbale Keule zu
schwingen. Sich auf andere berufend, spricht er auf seiner
Homepage von einer besorgniserregenden „Entwicklung der
Meinungs- und Religionsfreiheit
in unserem Land“, wenn „ein
Bürger mit einem christlich geprägten Menschenbild aufgrund seiner persönlichen moralischen Einstellung zum Lebensschutz trotz moderater politischer Positionen heute für
bestimmte Ämter nicht mehr infrage zu kommen scheint“.
Hollemann als Märtyrer? Der
freien Meinungsäußerung, die
sich ja auch im Abstimmungsverhalten des Stadtrats in München widerspiegelt, will er sich
nicht mehr stellen. Zur auf den 5.
März vertagten Wahl steht er
nicht mehr zur Verfügung.
Geliefert hat Markus Hollemann die Steilvorlage selbst. Seine Selbstdarstellungen im Netz
kommen einem unbedachten
Umgang mit diesem Medium
sehr nah. „Ich habe die Seite seit
sechs Jahren nur noch geringfügig aktualisiert“, erklärt er. Wie er
sich dann um Erklärungen wand,
zeugte auch nicht gerade von
Souveränität. Heute sagt er, er
hätte besser geschwiegen.
Was heißt das nun für Denzlingen? Hollemann wegen seiner
Geheimhaltung der Bewerbung
Vertrauensbruch vorzuwerfen,
ist nicht gerechtfertigt. Hollemann hätte keineswegs auf garantierte Verschwiegenheit bauen können, was zeigt, dass das
Verhältnis zwischen ihm und
Teilen des Gemeinderats längst
beschädigt ist. Auch wenn dies
nicht von allen so wahrgenommen wird. „Wir erleben eine gute
und konstruktive Zusammenarbeit mit unserem Bürgermeister
und freuen uns, diese jetzt fort-
setzen zu können“, erklärt Christine Höldin für die UB/ÖDP. Es
spreche für seine Qualifikation,
wenn ihm dieser „Quasi-Ministerposten“ angetragen wurde.
Barbara Nübling (Freie Wähler) freut sich, dass „er Denzlingen erhalten bleibt“ und spricht
von „einer Chance für einen
Neuanfang“, der sich der Rat
nicht verschließen dürfe. Es
muss sich also was bewegen, und
da erwartet der Gemeinderatsälteste Jochen Himpele (SPD) von
Hollemann „glaubhafte, vertrauensbildende Maßnahmen
und eine Erklärung, ob er die
Wahlperiode noch sauber abschließen will oder darüber hinaus plant“. Hollemann sagt, er
wolle sich weiterhin, „auf die mir
eigene Art und Weise, mit aller
Kraft einbringen“. Dass er bei den
Bürgern mehr durch sein Agieren als durch die Münchner Bewerbung, verloren hat, ist unüberhörbar. Die Zahl derjenigen
wächst, die erklären, ihn gewählt
zu haben und dies 2017 nicht
wiederholen zu wollen.
Ein Fall für den Notstandsparagrafen?
Am Freiburger Landgericht hat der Prozess gegen mutmaßliche SCHLEUSER syrischer Flüchtlinge begonnen
Arne Wiemann, der Vorsitzende
Richter, konnte gar nicht anders,
als empört zu reagieren. Als er
nach einer Verhandlungspause
wieder an seinen Tisch trat, fand
er dort Flugblätter, auf denen ein
Freispruch für die drei im Saal
des Freiburger Landgerichts sitzenden Angeklagten gefordert
wurde. „Wer hat dies hierhergelegt?“, fragte er, um dann die Sache um die richterliche Provokation mit dem Ausspruch „Wir
sind hier immer noch in einer
Gerichtsverhandlung“ zu belassen.
Seit Freitag beschäftigt sich
die von ihm präsidierte Strafkammer mit einer mutmaßlichen „Schleuserbande“. Den drei
Angeklagten wird vorgeworfen,
Einbrüche in Rathäuser der Region in Auftrag gegeben und mit
den dabei gestohlenen Blankodokumenten Flüchtlingen aus
dem syrischen Bürgerkriegsgebiet die illegale Einreise nach
Deutschland ermöglicht zu haben.
Die rund ein Dutzend starke
Gruppe junger Leute, die sich als
Jurastudenten ausgaben und
dem Arbeitskreis kritischer Juristen (akj) angehören, verteilten
ihre Flugblätter aber nicht nur
an die Mitglieder der Strafkammer sondern an jede Person, die
am Freitagmorgen den Saal IV
des Landgerichts betreten hatte.
Eine Reisepass, der zur Einreise nach Deutschland berechtigt, ist für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge oft von großem Wert.
FOTO: GRABHERR
Für die „kritischen Juristen“
steht fest, dass nur die Anwendung des rechtfertigenden Notstandes nach Paragraf 34 Strafgesetzbuch zu einer rechtlich
korrekten Bewertung des Falles
führt: „Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren
Gefahr für Leben, Leib, Freiheit,
Ehre, Eigentum oder ein anderes
Rechtsgut eine Tat begeht, um
die Gefahr von sich oder einem
anderen abzuwenden, handelt
nicht rechtswidrig, wenn bei Abwägung derwiderstreitenden Interessen, namentlich der betroffenen Rechtsgüter und des
Grades der ihnen drohenden Gefahren, das geschützte Interesse
das beeinträchtigte wesentlich
überwiegt.“ Ihre Botschaft einfa-
cher formuliert: Angesichts der
großen Not, in der sich syrische
Kriegsflüchtlinge befinden, wäre
zu ihrer Rettung die eine oder
andere Straftat gerechtfertigt.
Ob sich eine solche Argumentation auch die Verteidiger der Angeklagten aneignen, wird der
Prozessverlauf zeigen.
–
Angaben nur zur Person
–
Fast 40 Minuten brauchte hingegen die Staatsanwaltschaft am
Freitag, um zu verlesen, was sie
den Angeklagten vorwirft: gewerbe- und bandenmäßiges
Schleusen von Menschen nach
Deutschland. Dabei hätte der
Angeklagte H. Diebe beauftragt,
in den vergangenen Jahren in die
Rathäuser
von
Bahlingen,
Schliengen, Ihringen oder Vörstetten einzubrechen und von
dort Blankodokumente zu entwenden. Der aus Polen stammende H. hätte diese dem Angeklagten M. verkauft, für 150 bis
900 Euro das Dokument. Der
Iraker M. soll zusammen mit anderen mutmaßlichen den Ermittlern nicht bekannten Bandenmitgliedern die gestohlenen
Dokumente für gefälschte Ausweise und Pässe verwendet und
diese syrischen Flüchtlingen
verkauft haben. Laut ermittelnden Landes- und Bundespolizeibeamten seien dabei Erlöse bis
zu 8 000 Euro pro gefälschtem
Ausweis erzielt worden.
Der Angeklagte M. will vor Gericht schweigen, der Angeklagte
H. nur Angaben zu seiner Person
machen. Letzteres gilt auch für
den dritten Angeklagten P., der
lediglich als Bindeglied zwischen den beiden anderen Angeklagten fungierte. So berichteten
H. und P, ehe der erste Verhandlungstag bereits am Mittag zu
Ende ging, über ihren bisherigen
Lebenslauf.
Abgebrochene
Schul- und Studienabschlüsse
prägten ihre Biografien wie erheblicher Drogenkonsum. Vor
allem H. plagen Schulden, die
aus Immobilienkäufen und
nicht immer erfolgreichen Firmengründungen resultieren. TN
LOKALES 7
Der Sonntag · 1. Februar 2015
Auf Lösungssuche
Eine Stiftung lässt
sich überraschen
LITERATURHAUS : Studentische Theatergruppen fürchten um ihre Proben und Premieren
Ab Anfang 2016 soll im Gebäude der Alten Universität
das neue Freiburger Literaturhaus beheimatet sein.
Die studentischen Theatergruppen, die den dortigen
Saal bespielen, fürchten
dann um Auftritts- und Probemöglichkeiten.
OTTO SCHNEKENBURGER
Begeistert hatten sich Stadt, Universität und Literaturbüro gezeigt, als man vor einem halben
Jahr verkündete, dass man auf
der Suche nach einem Literaturhaus-Standort nun mit der Alten
Universität statt mit der Werthmannstraße 4–6 plane. Von den
studentischen Theatergruppen
solle der Theatersaal der Alten
Universität weiter mitgenutzt
werden können, hieß es damals.
Der Umfang, in dem dies nun
noch geschehen kann, ist denen
jedoch zu wenig.
Sechs Premieren, zu deren
Vorstellungen rund 3000 Besucher kommen, feiern die studentischen Theatergruppen in einem Semester, erzählt Mark
Kessler von den maniACTs, eine
von derzeit acht studentischen
Theatergruppen, die den Theatersaal nutzen. Aus diesem Theatersaal soll der Veranstaltungsraum des künftigen Literaturhauses werden. Weil man diesen
aber auch nicht an allen Tagen
im Jahr braucht und bei der Miete, die die Stadt für das Literaturhaus an die Universität zahlen
Künftig kein Theater-Saal mehr? Mitglieder der Theatergruppe „Schall
und Rauch“, die dort heute noch Sartres „Die Fliegen" aufführen, fürchten um ihre Spiel- und Probestätte.
FOTO:ZVG
muss, ein Entgegenkommen
will, kam jetzt der Vorschlag einer 60:40-Nutzung des Saales
vonseiten des Literaturbüros.
Von Samstag bis Montag, an Tagen, an denen für das Literaturhaus in der Regel nicht mit dem
Saal geplant wird, sollen die studentischen
Theatergruppen
künftig proben oder spielen können. Zudem brauche das Literaturhaus aufgrund seiner Sommerpause den Saal den ganzen
August nicht, so Freiburgs Kulturamtsleiter Achim Könneke.
Allerdings werde die Einrichtung, etwa für Matineen oder bei
Festivals des Öfteren den Theatersaal auch an Wochenenden
brauchen können, betont Martin Bruch, derzeit Leiter des Literaturbüros und künftig Leiter
des Literaturhauses. Bruch sieht
durch die derzeitige Diskussion
die Flexibilität für das künftige
Haus angetastet. Und die brau-
che die Einrichtung, zumal geplant ist, sie um ein „Junges Literaturhaus“ für Kinder und Jugendliche zu erweitern und die
ohnehin schon hohe Veranstaltungszahl von 100 Terminen im
Jahr weiter auszubauen.
Achim Könneke sieht eine
mögliche Lösung darin, dass
man zwei festgesetzte Stichtage
im Jahr bestimme, zu denen das
Literaturhaus Wochenendtage,
die es benötige, blocken könne,
was umgekehrt den Studenten
Planungssicherheit gebe. Dabei
müsse bei aller Diskussion um
Räume klar sein, dass das Literaturhaus Priorität habe, betont er.
Hier gehe es um eine Kulturinstitution auf Jahrzehnte hinaus,
auf der anderen Seite stünden in
ihrem Personal auch starken
Schwankungen
unterlegene
Gruppen, die bislang eine Spielund Probensituation hatten, von
der viele freie Freiburger Thea-
tergruppen derzeit nur träumen
können.
Die studentischen Theatergruppen haben aber Existenzängste. „Wir könnten dann nur
noch drei statt bisher sechs Premieren spielen“, sagt Mark Kessler. Viele Gruppen gingen dann
leer aus. Man suche und prüfe
derzeit Alternativspielstätten,
die noch für die Studentengruppen infrage kämen, heißt es vonseiten der Universität. Und man
sei stolz auf die rege Szene der
Theatergruppen, denen es auch
künftig gut gehen solle.
Mark Kessler listet ein paar der
Alternativspielstätten auf, die
schon ins Blickfeld rückten. Den
Peterhofkeller, eine Mehrzweckhalle unter der Mikrosystemtechnik oder den Theatersaal der
Lutherkirche etwa. Und zählt im
gleichen Atemzug aber auch die
Probleme, die von fehlender
technischer Ausrüstung über eine Bühnenfläche mit Gefälle bis
zu brandschutzrechtlichen Fragen reichen, auf, die die diversen
Alternativen mit sich bringen.
Kessler ist es wichtig, dass
auch die Theatergruppen das Literaturhaus generell begrüßen,
nur eben um die eigenen Möglichkeiten fürchten. Angesichts
der schwierigen Debatte um die
gemeinsame Nutzung könne ein
neuer Ort für die Theatergruppen ja auch an anderer Stelle liegen. Auf jeden Fall sieht er bei
dem Zeitbudget, das den Studenten im Theatersaal wohl gewährt werden wird, den Bedarf
für eine zweite, in ähnlichem
Umfang nutzbare Stätte.
100 000 Euro plux X für die Freiburger PHARMAZIE
Wenn der Plan des ehemaligen
Pharmazieprofessors Kurt Bauer
aufgeht, dann werden bedürftige Studierende der Universität
Freiburg – und auch bedürftige
Bereiche der Universität selbst –,
künftig mit Geld unterstützt, das
eine Erfindung abwirft, die der
jetzt 85-Jährige vor über 10 Jahren gemacht hat. Ob das klappt
und ob da Millionen hereinkommen oder nur ganz wenig Geld?
Bauer weiß es auch noch nicht sicher. Eine ungewöhnliche Konstellation.
Ins Leben gerufen wurde die
„Kurt H. Bauer Pharma-Technologie-Stiftung“ diesen Donnerstag, versehen mit einem von
Bauer gespendeten Grundstock
von 100 000 Euro. Speisen soll
sie sich künftig aus Verzinsung,
vor allem aber aus den Einkünften aus einem Patent für die Gefriertrocknung von Substanzen,
mit der die Herstellung von Tabletten wirtschaftlicher werden
konnte. Bauer hat das Patent
Rektor Hans-Jochen Schiewer, Stifter Kurt Bauer und Karl Ullrich vom
Verband der Freunde der Universität.
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vom heutigen Verwerter des Patents, der Schweizer Tochter eines US-Pharma-Konzerns zehn
Prozent der Umsätze – je nachdem, wie groß die künftig eben
sind. Derzeit zweifele er etwas an
der Strategie des Unternehmens, deutete Kurt Bauer auf einer Pressekonferenz am Donnerstag an. Aber er werde beim
Mutterkonzern noch mal initiativ werden. Dem quirligen Emeritus, der die Vergütung seines
Patents gegen die Industrie gerichtlich erstritten hat, mag man
derlei Einfluss abnehmen.
„Das ist ein bisschen wie im
Lotto“, sagte Universitätsrektor
auf einer Pressekonferenz am
Donnerstag, „aber wir können
dabei eigentlich nur gewinnen“.
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8 LOKALES
Der Sonntag · 1. Februar 2015
„Irgendwas kann jeder“
Ingrid Engelhart sieht ZEITBANKEN als wertvolle Förderung der Nachbarschaftshilfe
Sich im Rahmen seiner
Möglichkeiten zu engagieren und dafür Hilfe zurückzubekommen, wenn man
sie braucht: Das ist die
Grundidee der Zeitbanken.
Die Freiburgerin Ingrid Engelhart koordiniert solche
Banken landesweit und
sagt: Mit einer Zeitbank ist
es für viele Menschen leichter, Hilfe anzunehmen.
Der Neue und sein langjähriger Vorgänger: In der March folgt Helmut
Mursa (links) auf Josef Hügele.
FOTOS: ZVG
Gewerbe ansiedeln,
Raststätte verhindern
Was MARCHS neuer Bürgermeister Helmut Mursa will
Für die Ansiedelung von Gewerbe und gegen eine Tank- und
Rastanlage in der Nähe des Ortsteils Holzhausen will Helmut
Mursa kämpfen. Zugleich will er
die für ihn bereits gute Position
der March in Bezug auf Kinderbetreuung und Bildung weiter
ausbauen. Vor einer Woche wurde der 34 Jahre alte Rechtsanwalt
zum neuen Bürgermeister der
9000-Einwohner-Gemeinde
nordwestlich von Freiburg gewählt. Nach einem eindeutigen
Wahlsieg – Mursa erzielte bereits
im ersten Wahlgang mehr als 62
Prozent der Stimmen – tritt er
Ende März die Nachfolge des
amtierenden Bürgermeisters Josef Hügele an, der die Geschicke
der March über mehr als drei
Jahrzehnte gelenkt hat.
Ein Wunsch, der sich während
seines Jurastudiums bei ihm gebildet hatte, gehe in Erfüllung,
sagt Helmut Mursa. Schon der
Vater und der Opa seien Gemeinderäte gewesen, bereits am Jurastudium hätten ihn verwaltungsrechtliche Themen interessiert. An der March reize ihn
die Nähe zur Natur, den zweifachen Familienvater hat zudem
die Infrastruktur der Gemeinde
bei der Kinderbetreuung imponiert. Hier sieht er zugleich auch
Aufgaben, etwa die angestrebte
Umwandlung der Werkrealschule in eine Gemeinschaftsschule
oder die Baumaßnahmen an der
Grundschule in Neuershausen.
Die Tank- und Rastanlage, die in
der Nähe des Ortsteils Holzhausen geplant ist, will der neue
Mann nach Möglichkeit verhindern. Wenn dies nicht gelingt,
will er sich bemühen, die Belastungen auf ein Mindestmaß zu
reduzieren.
Nicht ausreichend sind für
Mursa die Gewerbesteuerein-
nahmen, die in der March generiert werden. „Das ist ein dringliches Thema“, sagt er. Es gebe freie
Flächen, die seien aber in privater Hand und derzeit nicht verfügbar. Der Aufbau eines kommunalen Bestands an Wohnungen steht für Mursa hingegen
nicht auf der Prioritätenliste.
Dieses Thema hatte Mursas härtester Konkurrent, der 49-jährige Fachbereichsleiter Uwe Ehrhardt, der es auf 35 Prozent der
Stimmen gebracht hatte, im
Wahlkampf betont. Kurzfristig
sieht Mursa da aber keine Möglichkeit, dem steigenden Preisdruck auf den Wohnungsmarkt
im Freiburger Umland entgegenzuwirken. „March 2030“ hat
Helmut Mursa ein Konzept genannt, das zeigen soll,wo sich die
Gemeinde in 15 Jahren sieht. Er
will damit die Bürgerschaft auffordern, in Zukunftswerkstätten
mitzureden, welche Richtung ihre Gemeinde bei diversen kommunalpolitischen Themen einschlagen soll.
„Er hat es nun in mehreren
Fällen mit Planfeststellungsverfahren zu tun, dievon oben kommen“, blickt Mursas Vorgänger
Josef Hügele in dessen Zukunft.
Das betreffe die Tank- und Rastanlage, aber auch den optimalen
Lärmschutz der Gemeinde in Bezug auf das dritte und vierte
Gleis der Rheintalbahn sowie diverse Maßnahmen, für die die
March sich im Zuge des Ausbaus
der Breisgau-S-Bahn einsetzen
müsse. Hügele räumt ein, dass
die Gemeinde Nachholbedarf in
Sachen Gewerbeansiedelung habe, sieht sie aber zum Ende seiner Amtszeit gut aufgestellt.
„Die Infrastruktur ist hervorragend und im Lauf der Zeit ist die
March immer mehr zu einer Einheitsgemeinde geworden.“ OSC
KURZ GEFASST
GASTRONOMIE
Die Osteria macht zu
Das Restaurant Osteria neben der Freiburger Markthalle hat
geschlossen. Das zuletzt verfolgte Konzept des Betriebes sei
von den Gästen nicht ausreichend angenommen worden,
so der Betreiber und Immobilienbesitzer, die Firma Poppen
und Ortmann. Nun werde das Sporthaus Bohny die Räume
übernehmen, der hintere Teil der Osteria werde als kleine Bar
und als Bistro allerdings weiter geöffnet sein.
JKI
Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Bank kann ich bei der
Zeitbank kein Geld, sondern
Stunden sparen.Wie funktioniert
das?
Wenn ich in der Zeitbank Mitglied bin kann ich angeben, welche Leistungen und Tätigkeiten
ich anbiete und wo ich selber Hilfe brauche. Wenn ich zum Beispiel gerne Rasen mähe, dann
können mich die anderen Mitglieder fragen, ob ich ihnen den
Rasen mähe. Fürs Mähen bekomme ich einen Scheck – zum
Beispiel für zwei Stunden –, den
ich bei der Verwaltungsperson
des Zeitbank-Vereins einreiche.
Die trägt die Stunden in das Zeitbank-Programm ein. Sie werden
bei mir draufgebucht und beim
anderen abgebucht – wie beim
Girokonto.
Und für diese zwei Stunden Rasenmähen kann ich mir dann
zwei Stunden jemanden zum
Bügeln holen?
Ja, zum Beispiel. Im Unterschied
zu manchen Tauschbörsen ist jede Tätigkeit gleich viel wert. Egal,
ob Rasenmähen oder ob jemand
einen Vortrag für die Zeitbankmitglieder hält. Oder sich einfach Zeit nimmt, um mit jemand
spazieren zu gehen. Es werden
immer ganze Stunden verrechnet.
In der Zeitbank soll man auch
langfristig Zeit anlegen können
– um zum Beispiel Hilfe im Alter
zu bekommen. Das funktioniert
aber nur, wenn es den Verein
oder die Zeitbank noch gibt.
Eine Stunde wird auch in 30 Jahren noch eine Stunde sein. Im
Gegensatz zum Euro gibt es keine Inflation. Das Einfachste ist
es, wenn es den Verein vor Ort
noch gibt. Da aber alle Zeitbankvereine in Deutschland, Österreich und Tschechien die gleiche
Datenbank benutzen, die gleichen Prinzipien und die gleichen
Vereinsregeln haben, können die
Stunden auch irgendwo anders
eingelöst werden. Ich kann sie
zum Beispiel auch mitnehmen
und einlösen, wenn ich in Österreich im Urlaub bin.
Aber in erster Linie ist die Zeitbank schon als Modell für einen
engeren Raum, also in einer Gemeinde oder einem Stadtteil
angelegt, oder?
Sie ist gedacht für den alltäglichen Lebensraum der Menschen. Die räumliche Nähe ist
wichtig, weil es oft auch kleine
Tätigkeiten sind, die angefragt
Auch, wenn jemand schon älter und vielleicht nicht mehr ganz fit ist: Sich Zeit nehmen für andere kann
man immer. Auch Vorlesen wird in der Zeitbank angerechnet.
FOTO: SIEBERTS
werden. Da macht es keinen
Sinn, kilometerweit zu fahren.
Und in der Zeitbank geht es nicht
nur um Hilfe. Genauso wichtig
ist es, dass Beziehungen aufgebaut werden, dass ein Vertrauensnetzwerk entsteht. Es geht
darum, dass Menschen nicht
vereinsamen, sondern eingebunden sind und sich auch treffen können.
Wie viele Zeitbankvereine gibt
es denn schon?
In Deutschland gibt es
13. In Österreich bereits
30 und in Tschechien
gibt es derzeit drei. Die
ersten wurden 2006 in
Molln und in Inzersdorf in Österreich gegründet. In BadenWürttemberg wurde
die erste in Achkarren
am Kaiserstuhl im November
2009 gegründet.
Wie groß sollte eine Zeitbankgruppe sinnvollerweise sein?
Es gibt die Empfehlung, dass es
nicht mehr als hundert Mitglieder pro Verein sein sollten. Wenn
es mehr sind, dann empfehlen
wir eine Art Schwesterverein zu
gründen. Innerhalb einer Stadt
kann das auch mit einem Dachverein mit einzelnen Gruppen
organisiert werden. Wenn es zu
viele Mitglieder sind, kennen
sich die Einzelnen untereinander nicht mehr so gut.
Und was ist die Mindestgröße?
Es sollten ja schon einige Teilnehmer sein, um ein breites Angebot zu bekommen.
Man braucht weniger, als man
glaubt. Das hat mich selbst überrascht. In Österreich gab es einen
Verein, der hatte jahrelang nur
neun Mitglieder. Sie hätten sich
zwar gewünscht mehr Leute zu
sein, sagten aber, dass das, was
sie sich gegenseitig helfen konnten schon so viel wert war, dass
auch eine Kleingruppe Sinn
macht und für die Menschen unheimlich wertvoll sein kann.
Ich kann mir aber auch Zeit kaufen. Wie verhindern Sie, dass
Leute auf diese Weise zum Beispiel an eine billige Putzhilfe
kommen?
Man bekommt schon beim Ein-
tritt fünf Stunden geschenkt, damit man von Anfang an Hilfe in
Anspruch nehmen kann. Eine
Stunde einzukaufen kostet 3,60
Euro, das ist vor allem gedacht
für Leute, die in eine Notlage
kommen oder Menschen, die
viel mehr an Hilfe brauchen, als
sie selber geben können. Man
kann aber maximal 50 Stunden
pro Jahr kaufen. Und das Geld
fließt in die Vereinskasse. Die Tätigkeit ist immer ehrenamtlich.
Man kann aber auch Stunden für
Die Zeitbank ist eine sehr institutionalisierte Form der Nachbarschaftshilfe. Worin liegt der
Vorteil einer Organisation wie
einem Verein?
Die unorganisierte Nachbarschaftshilfe gibt es ja Gott sei
Dank noch immer. Die soll durch
eine Zeitbankinitiative in keiner
Weise behindert werden. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass
sie sogar eher gestärkt wird. Der
Vorteil einer Zeitbank ist, dass
Menschen sich eher
trauen, Hilfe in Anspruch zu nehmen, weil
„Es geht darum, dass
sie mit der Zeitbank
Menschen eingebunden
„nichts schuldig bleisind und sich auch
ben“ sondern mit Zeitstunden
„bezahlen“
treffen können.“
können. Die Zeitbank
Ingrid Engelhart
regt dazu an, überhaupt
wieder tätig zu werden.
Und oft braucht es diese
jemand anderen kaufen. In man- Plattform, damit man sich überchen Gemeinden in Österreich haupt wieder trifft. Der Verein
dürfen zum Beispiel Altersjubi- als Rechtsform ist zudem hilflare, die in der Zeitbank sind, reich, damit die Ehrenamtlichen
wählen, ob ihnen der Bürger- versichert sind. Die Mitglieder
meister zum 80. Geburtstag ei- sind unfall-, rechtsschutz und
nen Geschenkkorb oder Zeit haftpflichtversichert.
schenken soll.
Was ist der Zins bei einer Zeitbank?
Andererseits wollen Sie vor allem
ältere Menschen ermutigen, die
Für die Stunden gibt es keine
Zeit nicht nur in Anspruch zu
Zinsen. Der Mehrwert ist es, in
nehmen.
das Netzwerk eingebunden zu
Viele ältere Menschen denken, sein. Vergangenes Jahr wurden
sie könnten nichts mehr, sie sei- für eine Studie alle Mitglieder
en schwach. Aber irgendwas der Zeitbanken befragt. Dabei
kann fast jeder noch. Und wenn kam heraus, dass die Zeitbank
es nur ist, jemand anderem von für viele eine Sicherheit ist, dass
früher zu erzählen oder Zeit mit sie dann Hilfe bekommen, wenn
ihm zu verbringen. Ein ganz sie sie brauchen. Dass sie sich auf
wichtiger Punkt bei der Zeitbank die Menschen in der Zeitbank
ist, dass die Menschen auch die verlassen können. Und dass sie
Erfahrung machen können, dass eingebunden sind in ein soziales
sie gebraucht werden und sich Netz, das trägt.
DAS GESPRÄCH FÜHRTE
einbringen können. Sie bekomKATHRIN GANTER
men Anerkennung.
FAKTEN
Ingrid Engelhart
barschaftshilfe, Konzepte im
Blick auf den demografischen
ist Projektleiterin für Zeitbank- Wandel, Initiativen für die
Initiativen in Baden-Württem- Stärkung regionaler Wirtberg sowie Vorsitzende des
schaftskreisläufe sowie weiFreiburger Vereins SPES Zutere Zukunftsmodelle zu entkunftsmodelle (Studiengesell- wickeln. Der Verein unterschaft für Projekte zur Erneue- stützt Gemeinden und Regiorung der Strukturen). Ziel des
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LOKALES · EXTRA 9
Der Sonntag · 1. Februar 2015
System vor dem Kollaps
EINKAUFSTOURISMUS
RHEINTALBAHN
außer Rand und Band – Bei Steigerungen von 30 Prozent beklagt der Zoll Überlastung und Betrug
Die Zollgewerkschaft fordert dringend eine Bagatellgrenze und die Automatisierung für die Warenausfuhr in die Schweiz: Angesichts der Überlastung
seien Kontrollen kaum
mehr möglich. Das nutzen
auch Betrüger aus.
RENÉ ZIPPERLEN
Überfüllte Geschäfte und Straßenbahnen, lange Staus vor der
Grenze und Kamerateams, die
begeistert Schlangen vor den
Zollhäuschen filmen: Der hohe
Frankenkurs sorgt für eine ungekannte Schwemme von Schweizer Einkäufern im Grenzgebiet.
Nun meldet sich erstmals der
Zoll mit einem dramatischen
Appell: „Aufwand und Belastungen sind nicht mehr zu verantworten!“, so der Ortsverband Bodensee-Hochrhein der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft BDZ in einer Erklärung,
die dem Sonntag vorliegt.
Während die Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr
Nordwestschweiz fordert, „umgehend“ doppelt so viele Trams
von Basel nach Weil am Rhein zu
schicken, um der Massen Herr zu
werden, die günstig in Deutschland einkaufen wollen, kann der
Zoll seine Aufgabe, den Warenverkehr zu kontrollieren, kaum
mehr wahrnehmen. Er ist faktisch zum Dienstleister für
Schnäppchenjäger geworden.
Mit den vom Zoll gestempelten
Der hohe Frankenkurs macht das Einkaufen auch für Schweizer aus grenzfernen Kantonen interessant, am
vergangenen Samstag sind die Einkäuferzahlen nochmals in die Höhe geschossen.
FOTO: LAUBER
Ausfuhrbescheinigungen erhalten Schweizer die deutsche
Mehrwertsteuer erstattet.
Am vergangenen Samstag ist
der Einkaufstourismus förmlich
explodiert. Wolfgang Kailer, Vorsitzender der regionalen BDZ,
schätzt den Anstieg auf 30 Prozent. Am Zollübergang Waldshut
wurden 8000 Ausfuhrbescheinigungen gestempelt – zuvor lag
der Rekord bei 6000. In Weil am
Rhein-Friedlingen waren es
7500, in Konstanz gar 20 000 –
an einem Tag. Das ist kaum
mehr zu bewältigen.
Dabei seien schon jetzt 150 Beamte zwischen Weil am Rhein
und Konstanz „ausschließlich“
mit der Stempelei beschäftigt, so
Kailer. Jährlich kommen am
Hochrhein mehr als 14 Millionen
Ausfuhrbescheinigungen
zusammen, das Hauptzollamt Lörrach hat 2014 die Fünf-Millionen-Marke wohl erstmals geknackt. Die Gewerkschaft spricht
von „einer fast unerträglichen
Belastung“, von Beleidigungen
und Anfeindungen von Schweizer Kunden, verweist aber auch
darauf, dass zugunsten des Handels auf Steuern verzichtet wird.
Die Zollbeschäftigten fordern
deswegen nun vehement eine
Bagatellgrenze: Ausfuhrbescheinigungen sollen erst ab einem
Warenwert von 100 Euro erteilt
werden. Das soll die Abfertigungszahlen halbieren. Selbst
vor der Rückerstattung von 10Cent-Beträgen schrecken manche derzeit nicht zurück.
–
Nur Deutschland
hat keine Bagatellgrenze
–
Einen solchen Mindestwert gibt
es in fast ganz Europa. Selbst bei
den anderen Schweiznachbarn
Frankreich (175 Euro), Österreich
(75,01 Euro) und Italien (154,95
Euro). Nur Deutschland weigert
sich in Gestalt des Bundesfi-
nanzministeriums, eine solche
Grenze einzuführen.
Die Akkordstempelei hat weitere Konsequenzen: „Die tatsächliche Ausfuhr kann aufgrund des enormen Aufkommens nur in Einzelfällen überwacht werden“, so die BDZ. In
Spitzenzeiten werde alle neun
Sekunden eine Bescheinigung
erteilt. Das wird ausgenutzt, und
dem Zoll sind die Hände gebunden. So tauchen auf den Bescheinigungen Waren auf, die gar nie
ausgeführt werden, sondern für
Deutsche gekauft wurden – denen dann 19 Prozent Mehrwertsteuer-Rabatt mit ein wenig Hilfe von Schweizer Freunden
winkt. Der Zoll muss sich einem
Urteil des Oberlandesgerichts
Karlsruhe die Hände beugen:
Wenn nicht alle angegebenen
Waren sofort über die Grenze gebracht werden, hat das keine
Sanktionen zur Folge. Der Zoll
kann nur die Ausstellung der Be-
scheinigung verweigern. Dafür
muss er den Betrug aber erst einmal bemerken – wofür meist die
Zeit fehlt. Und die Einkäufer versuchen sowieso am nächsten
Übergang ihr Glück erneut.
Ein anderer Trick wurde zum
Beispiel in einem Geschäft in
Weil am Rhein bemerkt, wo vier
Ausfuhrbescheinigungen mit
auffallend identischen Zollstempeln vorgelegt wurden. Die grünen Scheine wurden eingescannt, bearbeitet und vervielfältigt – mit dem Ziel, die Steuer
gleich mehrfach zurückzuholen.
Die Staatsanwaltschaft Lörrach
bestätigt entsprechende Ermittlungen wegen „Verdachts auf
Straftaten der Fälschung beweiserheblicher Daten und des Betruges“. Im Januar gingen mehrere Anzeigen ein. Die Taten konnten den Beschuldigten nicht
nachgewiesen werden.
Die Zollgewerkschaft schlägt
außerdem vor, die Bescheinigungen vom Handel vornehmen
zu lassen. Der Schweizer Ansturm überlastet ihn aber schon
jetzt. Die Supermarktkette Hieber hat diese Woche dringend
Aushilfspersonal für Freitag und
Samstag gesucht. Daher ist sich
Inhaber Dieter Hieber mit der
Zollgewerkschaft in einer weiteren Forderung einig: Das Verfahren für Ausfuhr und Rückerstattung müsse dringend automatisiert werden. Ein System dafür
wird derzeit in Konstanz getestet. Ob, wann und zu welchem
Preis es zum Einsatz kommen
könnte, ist noch offen. Also muss
weiter gestempelt werden.
Tunnel erst
in 20 Jahren
Die Bahn will die Untertunnelung von Offenburg erst in zwanzig Jahren – 2035 – abgeschlossen haben. Diese Mitteilung
stieß in dieser Woche auf starke
Kritik. Bislang war man davon
ausgegangen, dass der Tunnel
für den Ausbau der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und
Basel 2029 fertig wird.
Regierungspräsidentin Bärbel
Schäfer sieht aber weiter Chancen auf eine schnellere Fertigstellung. Dafür müsse Berlin
aber die Mittel für die Tunnelplanung freigeben. Auch der Tunnelexperte des Regierungspräsidiums, Werner Hoffmann, hält
das Datum 2035 für stark umstritten. Eine Beschleunigung sei
möglich, sagte Hoffmann in dieser Woche. Der Projektbeirat, der
die Entscheidung im Bundestag
vorbereiten soll, hat sich im vergangenen Jahr auf eine ZweiRöhren-Lösung für Offenburg
festgelegt. Der Bundestagsbeschluss dazu steht noch aus.
Die Bürgerinitiative Bahntrasse in Offenburg sprichtvon einer
Kriegserklärung an die Bevölkerung. Die Zahl der Güterzüge
steigt mit dem Ausbau der
Rheintalstrecke, womit Offenburg einer zunehmenden Lärmbelästigung ausgesetzt ist. Die
Bahn hat daher als Interimslösung bis zur Tunnelfertigstellung einen freiwilligen Lärmschutz angeboten. Die GrünenPolitiker Kerstin Andreae und
Thomas Marwein wiesen dies als
„vergiftetes Geschenk“ zurück.
Es bestehe die Gefahr, dass daraus eine Dauerlösung werde. RIX
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Spezialisten der Gesundheitsförderung
Universitäres, berufsbegleitendes Weiterbildungskonzept startet im Frühjahr 2015
D
ie Gesellschaft wird älter,
das
Gesundheitssystem
hinkt oft hinterher und der
Fachkräftemangel steigt: Dank berufsbegleitendem Weiterbildungsangebot rund um die Gesundheitsförderung wollen die Universität
Freiburg und die Hochschule Furtwangen dieser Entwicklung gegensteuern.
Angesprochen sind berufstätige
Dienstleister in den Arbeitsfeldern
Prävention, Gesundheitsförderung
und Rehabilitation. So können sich
beispielsweise Physiotherapeuten,
Sport- und Ernährungswissenschaftler weiterbilden, sowie all
jene, die Heil- und Hilfsberufe ausüben oder in den Bereichen Medizin
und Gesundheitsmanagement tätig
sind.
„Interdisziplinäre Gesundheitsförderung“ heißt das modular aufgebaute, flexible Weiterbildungsangebot, das stufenweise entwickelt
wird. Dabei hat sich ein Expertenteam um Prof. Dr. Gollhofer, Leiter
des Instituts für Sport- und Sportwissenschaft der Universität Freiburg und der Fakultät Gesundheit,
Sicherheit, Gesellschaft der Hochschule Furtwangen, dort Prof. Dr.
Kai Röcker, gebildet. Mit ins Boot geholt haben sie mit Prof. Dr. Daniel
König einen Sport- und Ernährungsmediziner.
Im ersten Schritt können sechs
Module zu momentan drei Zertifikaten, den „Certificate of Advanced
Studies“ (CAS), kombiniert werden.
Das Experten-Team bietet CAS zu
den Themen „Angewandte Ernährungswissenschaften“, „Neuromuskuläre Funktion – Bewegungsanalyse und Training“ sowie „Diagnostik
& Management in der Gesundheits-
Volle Kraft voraus für flexible Weiterbildung
förderung“ an. Die ersten beiden
CAS starten bereits im Frühjahr
2015, im Herbst folgt „Diagnostik &
Management in der Gesundheitsförderung“. Darauf aufbauend können 2016 die ersten „Diploma of Advanced Studies“ (DAS) belegt werden. Der weitere Ausbau zum Masterstudiengang ist für 2017 geplant.
Zwar gibt es im Bereich rund um
Ernährung und Neuromuskuläre
Funktion viele Angebote. „Ein großer Pluspunkt unseres Weiterbildungsangebots ist es, dass akademisches, evidenzbasiertes Wissen
von renommierten Wissenschaftlern vermittelt wird“, erklärt Projektkoordinatorin Amelie Hofmeier.
FOTO: ALEX KOCH
gehensweise eingebübt, so dass
sich künftig alle problemlos im virtuellen Klassenzimmer bewegen
können.
Das erste Modul startet bereits
am 20. Februar. „Es hat das Ziel, die
Grundlagen in den Ernährungswissenschaften zu vermitteln, im zweiten werden dann die Sporternährung und Leistungsfähigkeit
gelehrt“, erklärt Prof. Dr. Ulrich
Massing aus dem Expertenteam die
Vorgehensweise. Das CAS „Neuromuskuläre Funktion – Bewegungsanalyse im Training“ beginnt ab dem
17. April. „Wir werden uns mit Verfahren der Bewegungsanalyse und
evidenzbasierten Effekten aktueller
Trainingsmethoden auseinandersetzen“, fasst Patrick Fürst aus dem
Gollhofer-Team die wichtigsten Inhalte zusammen – und nimmt Ängste, was die Online-Phase betrifft:
„Es wird eine sehr enge, intensive
Betreuung, auch mit Tutoren, geben, so dass sich auch niemand
beim Selbststudium alleine gelassen fühlt.“
Das Weiterbildungsangebot ist
teilnehmerbeschränkt, doch noch
sind Plätze frei. Teilnehmen können
Interessierte mit abgeschlossener
Berufsausbildung sowie einem Jahr
Berufserfahrung oder mit abgeschlossenem Hochschulstudium.
Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Für das Jahr 2015 ist ein Einführungsrabatt von 25 Prozent garantiert, so dass Teilnehmer 1835 Euro
zahlen. Das Projekt im Rahmen des
Programms „Master 2016“ vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert.
ANFE
Ein weiterer Vorteil ist, dass auch
Berufstätige durch flexible Zeiteinteilung ihre Lerneinheiten selbst
steuern können. „Wir haben die Module so konzipiert, dass ein Großteil
Online abläuft“, führt Hofmeier aus.
Auf einer Lernplattform finden
die Teilnehmer Materialien, Foren,
E-Lectures und ein virtuelles Klassenzimmer. Abgerundet wird das
Konzept von zwei Präsenzwochenenden pro Modul, in welche die Praxiseinheiten integriert sind. Dort
können sich die Teilnehmer austauschen. Während des ersten Wochenendes, das am Anfang des Moduls steht, werden die technischen > Weitere Infos und Anmeldung
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Gesundheitsförderung –
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Länger als andere hat sich die SolarFabrik in der Krise behauptet. Doch
jetzt steht sievor der Insolvenz. Morgenwill sie die Eröffnung des VerfahSEITE 17
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1.Februar2015
Grandioses Petersen-Debüt
STANDPUNKT
SC FREIBURG
Wie aus der Hölle
in den Himmel
Dank dreier Tore des Neuzugangs besiegt der SC FREIBURG mit 4:1 Eintracht Frankfurt
Der SC Freiburg hat rechtzeitig vor dem Bürgerentscheid ums neue Stadion
vorgelegt: Mit 4:1 (0:1) wurde am Samstag Eintracht
Frankfurt besiegt. Neuzugang Nils Petersen erzielte
dabei drei Treffer.
M
an fühlte
Hoffnung auf eine
sich gestern
positive Wende. Die
an einen
drohende Heimniebestimmten Samsderlage und das
tag im Januar 2012
schwere Programm
erinnert. Damals lag
während der nächsder Sportclub Freiten Wochen verhieburg am Tabellenenßen das AllerTONI NACHBAR
de der Fußball-Bunschlimmste. Ausgedesliga und schien
rechnet vor dem
aussichtslos im Kampf um den Sonntag mit dem BürgerentKlassenerhalt in die Rückrun- scheid in der Stadionfrage.
de zu starten. Doch unter dem Was Streich in der Halbzeitneuen Trainer Christian
pause seinen Spielern gesagt
Streich und dank eines Treffers haben mag, wird man wohl
des Bundesliga-Debütanten
nie erfahren. Offensichtlich
Matthias Ginter begannen die entschloss er sich, die beiden
Freiburger mit einem Sieg eine Routiniers Sascha Riether und
furiose Aufholjagd, die mit der Julian Schuster auszuwechRettung endete.
seln. Was folgte, war ein BeSehr düster schien auch gesfreiungsschlag, der seine
tern um 16.30 Uhr die sportGründe aber auch eine Unerliche Perspektive des Vereins,
klärlichkeit hat.
als sich die SC-Profis anschick- Aus der Hölle in den Himmel
ten, die zweite Halbzeit gegen gesprungen wäre dafür vielEintracht Frankfurt zu beginleicht zu viel gesagt. Aber nun
nen. 0:1 lagen sie zurück, und
ist die Hoffnung groß, dass der
ihre Darbietung während der
gestrige Sieg den SC noch weit
ersten Halbzeit bot kaum
trägt.
MICHAEL DÖRFLER
Da vieltausendfache „Ja“ kam
einer Aufforderung gleich: Die
von den Fans des SC Freiburg auf
den Weg gebrachte Choreografie
sollte die Zuschauer daran erinnern, beim heutigen Bürgerentscheid zum projektiertern neuen Stadion im Wolfswinkel das
aus SC-Sicht richtige Kästchen
anzukreuzen. Dass sich die Willensbekundung auch die Mannschaft von Eintracht Frankfurt
zu Herzen nahm, war vor Anpfiff
nicht unbedingt zu erwarten.
Doch kaum hatte der Sekundenanzeiger eine Runde absolviert,
stand es schon 1:0 für die Gäste
vom Main. Marco Russ hatte
nach einem Freistoß von Marc
Stendera getroffen, völlig unbedrängt und alleingelassen von
Immanuel Höhn.
Ein Tiefschlag, der Folgen zeitigte. Der Sportclub war völlig
von der Rolle. Ohne Konzeption,
ohne Struktur und Dynamik
agierte die Mannschaft von Trainer Christian Streich. Die Verunsicherung nach dem frühen Genickschlag war bis hinauf auf die
obersten Ränge spürbar. Die
Frankfurter nutzen das zu einem
ebenso gefälligen wie laufaufwendigen Kombinationsspiel,
mit dem sie der Defensive der
Gastgeber immer wieder Rätsel
aufgaben. Insbesondere das Deckungszentrum des SC wirkte
extrem labil. Das Fehlen von
gleich vier Innenverteidigern
(Mitrovic, Jullien, Krmas und
Kempf) machte sich deutlich bemerkbar. Das Aufbauspiel, die
Spieleröffnung, in den ersten 25
Minuten waren davon nicht einmal Fragmente auszumachen.
Erst in der letzten Viertelstunde des ersten Durchgangs konnte der Sportclub das Spiel offener
gestalten. Mike Frantz kam in eine aussichtsreiche Schussposition, Admir Mehmedi dazu. Doch
zwingend war das alles nicht.
Christian Streich war in der
Pause zum Handeln gezwungen.
Für Sascha Riether kam Oliver
Nach seinem Debüt mit drei Treffern hat Neuzugang Nils Petersen sich gerne für den Ball als Andenken
interessiert.
FOTO: KELLER
Sorg ins Team, für Julian Schuster der von Werder Bremen ausgeliehene Nils Petersen. Frantz
rückte dafür neben Vladimir Darida aus die Sechserposition, was
dem Spiel der Freiburger mehr
Aggressivität und Schwung verlieh. Und prompt hatte Jonathan
Schmid (47.) eine gute Torchance
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- doch sein Ball streich knapp
am, Tor vorbei. Aber es sollte
noch besser kommen.
Der SC fand über den Kampf
ins Spiel, plötzlich drehte sich
das Bild und die Frankfurter
rannten jetzt den Freiburgern
hinterher. Und nicht immer bedienten sie sich dabei regelgerechten Mitteln. Als Stefan Aigner im Strafraum dann dem aufgerückten Christian Günter in
die Parade fuhr, zögerter
Schiedsrichter Felix Zweyer
nicht: er pfiff Elfmeter. Darida
(61.) ließ sich die Chance vom
Punkt nicht entgehen und glich
aus.
Es folgte: Die große Auftritt
des Nils Petersen. Der Ex-Bremer, der Angreifer, der in der
Vorbereitung nicht gerade zu
den Glücklichsten gezählt hatte,
erzielte bei seinem ersten Auftritt vor heimischen Publikum
drei Tore. Drei hintereinander
und in einer Hälfte: ein lupenreiner Hattrick. Der erste Treffer fiel
nach einem schönen Spielzug
über Darida und Schmid (63.),
der zweite nach einem energischen Auftritt und einer ebenso
schönen und zielgenauen Flanke
des glänzend disponierten
Frantz (70.), das vierte nach Vorarbeit von Schmid (88.). Danach
gab's für die Fans kein Halten
mehr: „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ sang die Galerie, Fahnen wurden geschwenkt
und die Endresultate aus Stuttgart (0:1 gegen Freiburgs nächsten Gegner Mönchengladbach)
und aus Hamburg (0:2 gegen
Köln) entsprechend bejubelt.
Während SC-Chef Fritz Keller
inständig hoffte, „dass unsere
Fans vor lauter Jubeln das Abstimmen nicht vergessen“, mein-
te Trainer Streich, dass seine
Mannschaft „50 Minuten keinen
guten Fußball geboten“, dann
aber das Geschehen „mit einem
Quäntchen Glück“ zu ihrem Vorteil umgebogen habe. Ein öffentliches Lob, selten bei Streich, bekam dabei Mike Frantz ab, der
auf gleich zwei Positionen sehr
wirkungsvoll aufgetreten sei.
SC FREIBURG: Bürki - Riether
(46. Sorg), Torrejón, Höhn, Günter - Klaus, Schuster (46. Petersen), Darida, Schmid - Frantz,
Mehmedi (66. Philipp)
EINTRACHT
FRANKFURT:
Trapp - Chandler, Russ, Anderson, Oczipka - Aigner (76. Kittel),
Hasebe (83. Madlung), Stendera,
Inui (76. Piazón) - Seferovic, Meier
SCHIEDSRICHTER:
Zwayer
(Berlin)
ZUSCHAUER: 24 000 (ausverkauft) Tore: 0:1 Russ (1.), 1:1 Darida (61./Foulelfmeter), 2:1 Petersen (63.), 3:1 Petersen (69.), 4:1 Petersen (88.)
GELBE KARTEN: Günter (3),
Mehmedi (3), Philipp (1) / Anderson (4), Chandler (5), Trapp (1)
Maria Sharapova hatte keine Chance
TENNIS
Serena Williams gewinnt zum sechsten Mal die Australian Open
Auf ihrer Ehrenrunde mit dem
silbernen Daphne Akhurst Memorial Cup schreckte Serena Williams auch vor einer innigen
Umarmung mit einem verkleideten fremden Fan nicht zurück.
Der Mann mit grüner Perücke
und Tennisbällen im Dekolleté
drückte der ältesten AustralianOpen-Siegerin in der Geschichte
des Profi-Tennis nach ihrem Erfolg gegen Maria Sharapova einen dicken Kuss auf die Wange.
Zum sechsten Mal nach 2003, Jubel über 19. Grand-Slam-Sieg:
2005, 2007, 2009 und 2010 tri- Serena Williams.
FOTO: AFP
umphierte die 33 Jahre und 127
Tage alte Amerikanerin Down
Under und hat mit nun 19
Grand-Slam-Titeln die legendären Martina Navratilova und
Chris Evert hinter sich gelassen.
„Hier zu stehen mit 19 GrandSlam-Siegen ist etwas, womit ich
niemals gerechnet hätte“, sagte
Williams in ihrer „wohl längsten
Ansprache, die ich jemals gehalten habe“.
Eine Stunde und 51 Minuten
brauchte die WeltranglistenErste in ihrem 23. Endspiel bei ei-
nem der vier wichtigsten Turniere für den 6:3, 7:6 (7:5)-Sieg gegen die bedauernswerte Sharapova. Die 27 Jahre alte Russin
verlor auch das 16. Match in Serie
gegen ihre Dauerkontrahentin
und hat von insgesamt 19 Partien nur zwei gewonnen - zuletzt
2004 bei der damaligen WTAWM in Los Angeles.
„Es hat heute nicht gereicht, aber
ich bin stolz auf die Leistung“,
sagte die Australian-Open-Siegerin von 2008 und erwies sich als
faire Verlierin.
DPA
KURZ GEFASST
FUSSBALL
DFL plante Fastenverbot
Die Deutsche Fußball Liga plante ein Fastenverbot für Profis.
Dies geht aus dem 29 Seiten umfassenden Entwurf eines
Mustervertrags hervor, den die DFL 2014 formuliert hat und
der dem Nachrichtenmagazin Spiegel vorliegt. Unter der
Überschrift „Gesundheit und Krankheit“ heißt es, dass ein
Spieler einen „Konflikt zwischen der Befolgung religiöser Regeln
und seiner Fitness „zugunsten der Sicherung der körperlichen
und geistigen Leistungsfähigkeit auflösen“ werde. Nach Protesten
vieler Klubs hat die DFL die Passage Ende vergangenen Jahres
DPA
aus dem Vertragsentwurf gestrichen.
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12 SPORT
Der Sonntag · 1. Februar 2015
FUSSBALL
1. Bundesliga – 18. Spieltag
VfL Wolfsburg - Bayern München
4:1
(2:0)
Tore: 1:0 Dost (4.), 2:0 Dost (45.+2), 3:0 De Bruyne (53.), 3:1 Bernat (55.), 4:1
De Bruyne (73.) – Zuschauer: 30 000 (ausv.)
FC Schalke 04 - Hannover 96
1:0
(1:0)
Tor: 1:0 Höger (32.) – Rote Karte: Huntelaar (85.) – Zuschauer: 61 646
FSV Mainz 05 - SC Paderborn
5:0
(1:0)
Tore: 1:0 Malli (6.), 2:0 Malli (46.), 3:0 De Blasis (69.), 4:0 Allagui (82.), 5:0 Geis
(87., FE) – Zuschauer: 27 114
SC Freiburg - Eintr. Frankfurt
4:1
(0:1)
Tore: 0:1 Russ (1.), 1:1 Darida (61., FE), 2:1 Petersen (64.), 3:1 Petersen (70.),
4:1 Petersen (88.) – Zuschauer: 24 000 (ausv.)
VfB Stuttgart - Mönchengladbach
0:1
(0:0)
0:2
(0:0)
Ein Zeichen in Mainz
FUSSBALL-BUNDESLIGA
Hamburg und Stuttgart verlieren ihre Heimspiele
Der FSV Mainz und der FC
Köln sind – neben Freiburg
– die Gewinner im Abstiegskampf der Bundesliga zum
Rückrundenauftakt. Sorgen
machen muss man sich derweil immer mehr in Stuttgart und Hamburg.
Tor: 0:1 Herrmann (71.) – Zuschauer: 54 000
Hamburger SV - 1. FC Köln
Tore: 0:1 Risse (62.), 0:2 Risse (78.) – Zuschauer: 56 053
Bayer Leverkusen - Bor. Dortmund
Sa. 18.30 Uhr
Werder Bremen - Hertha BSC Berlin
So. 15.30 Uhr
FC Augsburg - 1899 Hoffenheim
So. 17.30 Uhr
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Bayern München
VfL Wolfsburg
Mönchengladbach
FC Schalke 04
Bayer Leverkusen
FC Augsburg
1899 Hoffenheim
Hannover 96
Eintr. Frankfurt
1. FC Köln
FSV Mainz 05
SC Paderborn
SC Freiburg
Hertha BSC Berlin
Hamburger SV
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42:8
37:18
26:16
29:21
28:20
22:21
29:25
21:27
35:38
19:23
24:23
21:31
21:26
24:35
9:21
26:39
20:33
18:26
Spielplan/1. Liga
Spielplan/2. Liga
DIENSTAG, 3. FEBRUAR
FREITAG, 6. FEBRUAR
Bayern München – FC Schalke 04
Mönchengladbach – SC Freiburg
Hannover 96 – FSV Mainz 05
Eintr. Frankfurt – VfL Wolfsburg
MITTWOCH, 4. FEBRUAR
Bor. Dortmund – FC Augsburg
1899 Hoffenheim – Werder Bremen
Hertha BSC Berlin – Bayer Leverkusen
1. FC Köln – VfB Stuttgart
SC Paderborn – Hamburger SV
45
37
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30
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18
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17
17
15
Greuther Fürth – FC Ingolstadt
VfR Aalen – Darmstadt 98
Erzgebirge Aue – RB Leipzig
SAMSTAG, 7. FEBRUAR
Union Berlin – VfL Bochum
SV Sandhausen – FC St. Pauli
SONNTAG, 8. FEBRUAR
Braunschweig – FC Kaiserslautern
Karlsruher SC – Fort. Düsseldorf
FSV Frankfurt – 1. FC Nürnberg
MONTAG, 9. FEBRUAR
TSV 1860 München – FC Heidenheim
KURZ GEFASST
ITALIEN
AC Mailand plant neues Stadion
Der italienische Erstligist AC Mailand hat seine Pläne für den
Bau eines neuen Stadions offiziell vorgestellt. Der Traditionsclub
will im Mailänder Stadtteil Portello nach eigenen Angaben
„eines der innovativsten Stadien der Welt“ bauen lassen. Die
Arena soll an sieben Tagen in der Woche geöffnet sein und
48 000 Zuschauern Platz bieten, wie „Milan“ mitteilte. In den
kommenden Monaten sollen nun die Angebote für die Nutzung
der Fläche im Nordwesten der Stadt bewertet werden. Für das
Projekt arbeitet der 18-malige italienische Meister mit dem
Ingenieurbüro Arup zusammen, das auch am Bau der Allianz
Arena in München beteiligt war. Das Stadion soll in einem
modernen Komplex entstehen, der unter anderem ein Hotel,
Restaurants, Spielplätze und Parks beherbergt.
DPA
TRANSFERMARKT
„Löwen“ leihen Bandowski aus
Der TSV 1860 München hat Jannik Bandowski von Borussia
Dortmund II ausgeliehen. Wie der Zweitligist bekanntgab,
unterschrieb der 19-Jährige einen Vertrag bis Juni 2016. Der
Außenverteidiger spielte für die 2. Mannschaft des BVB zuletzt
in der 3. Liga, erhielt dabei aber kaum Einsatzzeiten. TSV-Geschäftsführer Gerhard Poschner lobte den Neuzugang für
die linke Seite als „großes Talent mit viel Entwicklungspotenzial“.
Bandowski bestritt bislang ein Spiel für die deutsche U20Auswahl.
DPA
1. FC KÖLN
Hosiner-Transfer offenbar geplatzt
Bundesligist 1. FC Köln hat von einer Verpflichtung des Österreichers Philipp Hosiner von Stade Rennes Abstand genommen. Der 25 Jahre alte Stürmer fiel am Freitag wegen einer
Verletzung durch den Medizincheck in der Domstadt.
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Der FSV Mainz 05 hat gleich zum
Rückrundenstart in der FußballBundesliga ein Zeichen im
Kampf um den Klassenverbleib
gesetzt. Mit dem 5:0 (1:0) gegen
den Aufsteiger SC Paderborn gelang den Rheinhessen der höchste Saisonsieg und der erste Erfolg
nach neun Ligaspielen. Vor 27 114
Zuschauern war Yunus Malli mit
seinen Treffern in der 6. und 46.
Minute der spielentscheidende
Mann. Die weiteren Tore steuerten der starke Pablo De Blasis
(69.), der eingewechselte Sami
Allagui (82.) und Johannes Geis
(87., Foulelfmeter) bei.
Während die Rheinhessen
erstmals seit dem 18. Oktober
2014 (2:1 gegen Augsburg)wieder
einen Dreier bejubeln durften,
verlängerten die Paderborner ihre Sieglos-Reihe auf acht Begegnungen. Mit nun 21 Punkten zogen die Mainzer an Paderborn
(19 Punkte) vorbei und fahren
mit neuem Selbstvertrauen zum
Auswärtsspiel am Dienstag bei
Hannover 96. Paderborn erwartet am Mittwoch den Hamburger SV.
Auch mit dem neuen Hoffnungsträger Ivica Olic hat unterdessen der Hamburger SV einen
Fehlstart in die Rückrunde der
Fußball-Bundesliga nicht verhindern können. Trotz eines ordentlichen Debüts des erst am
Freitag verpflichteten kroatischen Stürmers mussten die
Hamburger sich am Samstag
Aufsteiger 1. FC Köln 0:2 (0:0) geschlagen geben. Vor 56 053 Zu-
Applaus, Applaus: Gleich mit 5:0 starteten die Mainzer in die Rückrunde.
schauern in der nicht ganz ausverkauften HSV-Arena sorgte
Marcel Risse (62./77. Minute) für
den verdienten fünften Auswärtssieg der starken Kölner, die
sich in das gesicherte TabellenMittelfeld verbesserten. Dagegen steckt der mit großen Hoffnungen ins neue Jahr gestartete
HSV tief in der Gefahrenzone.
Mit nur einem Heimsieg in
der Fußball-Bundesliga verharrt
auch der VfB Stuttgart, der gegen
Borussia
Mönchengladbach
fahrlässig mit seinen Chancen
umging, nach dem dürftigen 0:1
(0:0) weiter im Tabellenkeller.
Patrick Herrmann (71.) bescherte
in Stuttgart mit seinem vierten
Saisontor der Mannschaft von
Trainer Lucien Favre einen optimalen Start ins Jahr 2015, es war
vor 46 200 Zuschauern für die
Borussia zugleich der erste Auswärtserfolg seit dem 3:0 am 8.
Spieltag gegen Hannover 96.
Auch ohne Raffael, der vorerst
auf der Ersatzbank blieb, bekamen die Gäste die Partie schnell
unter Kontrolle. Taktisch clever
und mit einer feinen Spielverla-
gerung hatte die Borussia das
Gastspiel am Neckar im Griff.
Die Schwaben kamen erst in der
zweiten Hälfte des ersten Durchgangs besser zur Geltung. Die
Passungenauigkeit in der Offensive war beim VfB eklatant, die
Borussia sorgte mit ihren Standards immer wieder für Gefahr.
Stuttgarts neuer Sportvorstand
Robin Dutt, der auf der Trainerbank Platz nahm, musste auch
nach dem Seitenwechsel die fehlende Konsequenz seines abstiegsbedrohten Teams bemängeln. Mit der Einwechslung von
Ibisevic (69.) wollte VfB-Trainer
Huub Stevens ein Zeichen setzen
– doch stattdessen schloss kurz
darauf Herrmann einen rasanten Konter über Hrgota zielsicher ab.
Der FC Schalke 04 ist derweil
gut aus der Winterpause der
Fußball-Bundesliga gekommen
und hat mit einem 1:0-Heimsieg
gegen Hannover 96 wichtige
Punkte im Kampf um die vorderen Plätze gesammelt. Den Treffer für die Königsblauen erzielte
Marco Höger in der 32. Minute.
FOTO: DPA
Schalke tankte damit Selbstbewusstsein vor dem Topspiel am
Dienstag beim Spitzenreiter
Bayern München. Dort wird allerdings Top-Stürmer Klaas-Jan
Huntelaar fehlen, der in der 85.
nach einem groben Foul an Manuel Schmiedebach die Rote Karte sah.
Schalke startete vor 61 646 Zuschauern in der Arena in der erwarteten Aufstellung. Dabei erhielt der erst am Donnerstag
vom Afrika-Cup zurückgekehrte
Eric Maxim Choupo-Moting den
Vorzug vor Kevin-Prince Boateng. Neuzugang Matija Nastasic
verteidigte links in der AbwehrDreierkette und machte eine
sehr solide Partie. Insgesamt
musste Trainer Roberto Di Matteo noch auf acht verletzte Spieler verzichten. Das Tor hütete
erstmals in einem Pflichtspiel
Fabian Giefer für Ralf Fährmann.
Weniger dramatisch war die Personalsituation beim 96-Team
von Tayfun Korkut, das ohne
Neuzugang antrat und nur Leon
Andreasen und André HoffDPA
mann ersetzen musste.
„Das ist keine Katastrophe“
Die 1:4-Niederlage zum Rückrundenstart in Wolfsburg sorgt bei BAYERN MÜNCHEN aber für Nachdenklichkeit
Die Mienen der Spieler und
Funktionäre des FC Bayern München sprachen Bände. Clubchef
Karl-Heinz Rummenigge und
Sportvorstand Matthias Sammer stapften missmutig nach
der Fußball-Lehrstunde zum
Bundesliga-Rückrundenauftakt
an den wartenden Journalisten
vorbei. Sie wollten lieber nichts
sagen nach der ersten Saisonpleite des immer noch souveränen Tabellenführers. Nachdenklich versuchten dagegen die Profis die 1:4-Klatsche am Freitagabend beim neuen Rivalen VfL
Wolfsburg zu erklären.
„Das ist keine Katastrophe“,
sagte Torhüter Manuel Neuer,
fügte jedoch hinzu: „aber wir haben nochviel zu tun“. Die Art und
Weise der Pleite und die deutliche Unterlegenheit beim aufstrebenden Volkswagen-Club gaben den Profis zu denken, auch
wenn der Vorsprung der Bayern
auf Wolfsburg noch immer acht
Punkte beträgt. „Das war ein
Weckruf. Wir wollen diese Saison
viel erreichen, nicht nur in der
Bundesliga. Deshalb müssen wir
uns steigern“, forderte etwa Arjen Robben:„Man kann mal ein
Spiel verlieren, aber 1:4 ist natürlich schon ein kleiner Schock“.
Gleich vier Gegentore kassierten die Bayern - in einem Spiel so
viele wie in der gesamten Hinserie. Es hätten noch einige mehr
werden können. Immer wieder
wurde es nach Ballverlusten der
„Das war mit dem 0:4 gegen Real Madrid in der Champions League
FOTO: DPA
nicht vergleichbar“: Bayern-Trainer Pep Guardiola.
weit aufgerückten Münchner gefährlich, Wolfsburg hatte zahlreiche Konterchancen. „Oft war
es so, dass er alleine auf mich zulief“, beklagte sich Neuer. Mit
„er“ war Kevin De Bruyne gemeint. „Für ihn gibt es nur ein
Prädikat:Weltklasse“, fand nicht
nur Wolfsburgs Sportchef Klaus
Allofs. Nicht nur wegen seiner
beiden Tore (53. Minute/73.) war
der Belgier der überragende
Mann.
„Gegen solche Spieler wie Kevin De Bruyne muss man das
besser
machen“,
kritisierte
Schweinsteiger und forderte angesichts der riskanten Spielweise
der auf viel Ballbesitz in der gegnerischen Hälfte ausgerichteten
Bayern:„Wir müssen einfach
kompakter werden“.
Was gegen ein Großteil der
Bundesliga-Clubs gut geht, stößt
gegen Top-Teams wie Wolfsburg
oder in der Champions League
möglicherweise an Grenzen.
Noch sind die Erinnerungen an
die 0:4-Schmach im HalbfinalRückspiel der vergangenen Saison gegen Real Madrid frisch.
„Das war komplett anders“, beschwichtigte Bayern-Coach Pep
Guardiola zwar, „das war das
Halbfinale der Champions
League“. Doch seine Spieler
machten sich darüber schon
mehr Gedanken. „Vielleicht ist es
ganz gut, dass es heute passiert
ist, damit wir wach werden. So
ein Spiel darf uns nicht nochmal
passieren“, meinte Jérome Boateng.
Nachdenklich stimmte die
Bayern indes auch die herbe Pleite ausgerechnet in Wolfsburg.
Denn nicht nur das Spiel und vor
allem das Ergebnis machten
deutlich, dass der VfL die bislang
von Borussia Dortmund ausgefüllte Rolle als ärgster Bayern-Rivale künftig beanspruchen will.
Mit welcher Macht und welchem
Willen der VW-Club das anstrebt,
verdeutlicht auch der bevorstehende Wechsel von André
Schürrle zu den Niedersachsen,
die für den Weltmeister angeblich rund 30 Millionen Euro an
Ablöse an den FC Chelsea zahlen
wollen. „Für die Bundesliga ist
das natürlich super. Man merkt
schon, dass hier etwas entsteht“,
sagte Bayern-Kapitän Schweinsteiger: „Wolfsburg hat gute Voraussetzungen dafür, dass sie länger oben mitspielen.“
DPA
SPORT 13
Der Sonntag · 1. Februar 2015
Alles bereit für den Weltcup
FUSSBALL
In der Rekordzeit von sechs Wochen hat sich TITISEE-NEUSTADT auf die Weltelite der Skispringer vorbereitet
Schon zum siebten Mal ist
die Weltelite der Skispringer
in Titisee-Neustadt zu Gast.
Mindestens 10 000 Fans
werden nächstes Wochenende erwartet, das ZDF
überträgt den Doppel-Weltcup live.
ANDREAS STREPENICK
Es grenzt an ein Wunder, wie sie
das wieder geschafft haben, die
Hochschwarzwälder. Erst am Tag
vor Weihnachten erfuhren sie,
dass sie für Liberec einspringen
dürfen. Die Tschechen brachten
das Geld für das Weltcup-Wochenende vom 6. bis 8. Februar
nicht zusammen, und TitiseeNeustadt signalisierte dem Internationalen Ski-Verband (FIS)
und dem Deutschen Ski-Verband (DSV) sofort: Wir übernehmen. Tag und Nacht bereitet sich
das Organisationsteam um Joachim Häfker und Bürgermeister
Armin Hinterseh seither auf das
weltweit beachtete Sportspektakel vor. Es wird das wichtigste
Event des Schwarzwalds in diesem Winter sein.
„Wir liegen gut im Zeitplan“,
sagt OK-Chef Häfker. Er koordiniert bis zu 800 zumeist ehrenamtliche Helfer, und seine Nächte sind sehr kurz geworden, seit
FIS und DSV am 23. Dezember
grünes Licht für den Schwarzwald gaben. Bereits an diesem
Montag reisen die Japaner um
ihren Altmeister Noriaki Kasai in
Titisee-Neustadt an. Am Dienstag soll der Aufsprunghügel der
Hochfirstschanze fix und fertig
präpariert sein. Längst haben die
Winter. Nicht nur der schon 42
Jahre alte Noriaki Kasai wird die
Skisprung-Fans bei der Qualifikation am Freitag (15.45 Uhr),
beim ersten Springen am Samstag (16.30 Uhr) und beim zweiten
Wettkampf am Sonntag (15.30
Uhr) mit seinen nach wie vor
weiten Flügen begeistern. Alles,
was in der Welt des Sprungsports
Rang und Namen hat, will sich
die Generalprobe eine Woche
vor der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft im schwedischen
Falun nicht entgehen lassen. Der
finnische Altmeister Janne Ahonen hat gemeldet, Österreichs
Top-Springer Andreas Kofler,
Vierschanzentournee-Gewinner
Stefan Kraft, Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer, Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch
aus Polen: Sie alle kämpfen in Titisee-Neustadt um Prämien und
Weltcup-Punkte.
Auch der deutsche Verband
entsendet sein komplettes Spitzenteam: Skiflug-Weltmeister
Severin Freund, Innsbruck-Sieger Richard Freitag, Team-Olympiasieger Marinus Kraus, Michael Neumayer, Markus Eisenbichler – und last not least Stephan
Leyhe, der in Breitnau lebt und
in Hinterzarten trainiert.
Es wird viel zu sehen sein an
den drei Tagen, und Frank Krämer, der Finanz-Chef im Organisationsteam, richtet einen flammenden Appell an alle SkiSkispringer im Anflug auf Titisee-Neustadt: Nächstes Wochenende ist es wieder so weit. FOTO: PATRICK SEEGER sprung-Fans im Schwarzwald
und in der Rheinebene, nächstes
Neustädter genügend Kunst- gelegen. „Es wird jetzt nicht erst im Dezember 2013 war die Wochenende Titisee-Neustadt
schnee geschossen, und der Win- leichter, Container und Anlagen Elite der Skispringer im Hoch- zu besuchen. „Kommt zu uns,
tereinbruch mit bis zu 40 Zenti- aufzubauen und alles zu instal- schwarzwald zu Gast – und jetzt zeigt Flagge“, sagt Krämer.
metern Neuschnee in der Nacht lieren“, sagt Häfker. Doch die wird eben wieder alles genau so
auf Freitag kam ihnen eher un- Helfer sind Weltcup-erprobt, organisiert wie im vergangenen > www.weltcupskispringen.com
Schwarzwälder Spitzen-Duo
NORDISCHE KOMBINATION
Kein Titel für
Stielike
Trainer Uli Stielike hat mit Südkorea den Titelgewinn beim Asien-Cupverpasst. Die Taeguk Warriors verloren das Finale gestern
in Sydney gegen Australiens
Fußball-Auswahl mit 1:2 (1:1, 0:1)
nach Verlängerung. James Troisi
(105. Minute) erzielte den entscheidenden Treffer zum erstmaligen Triumph des Gastgebers. Nach dem Rückstand durch
Massimo Luongo (45. Minute)
hatte Bayer Leverkusens HeungMin Son (90.+1) Südkorea zunächst noch in die Verlängerung
gerettet. Bei Australien standen
Robbie Kruse von Leverkusen
und Ingolstadts Mathew Leckie
in der Startformation, Kruse
wurde in der 71. Minute verletzt
ausgewechselt.
Der zweimalige Asien-CupChampion Südkorea kassierte
mit Hoffenheims Jin-Su Kim
und Joo-Ho Park vom FSV Mainz
05 in der Anfangsaufstellung
seine ersten Gegentore des Turniers. Für Stielike wäre der CupGewinn der größte Erfolg seiner
Trainerlaufbahn gewesen. DPA
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Fabian Rießle und Manuel Faißt Zweite in Val di Fiemme
Die Schwarzwälder Kombinierer
Fabian Rießle und Manuel Faißt
sind beim letzten Teamsprint
vor der Weltmeisterschaft auf
Platz zwei gelaufen. Rießle lebt
in St. Märgen, Faißt in Freiburg.
Einmal mehr war aber gegen den
Norweger Jörgen Graabak im
Kampf Mann gegen Mann kein
Kraut gewachsen.
Beste Freunde werden Fabian
Rießle und Jörgen Graabak ganz
sicher nicht mehr. Beim Weltcup
der Nordischen Kombinierer in
Val di Fiemme zockte der Norweger im Zielspurt des TeamSprints den 24-Jährigen von der
Skizunft Breitnau schon wieder
ab und sicherte Norwegen – mit
Jan Schmid – den Sieg. „Der Tag
der Abrechnung kommt irgendwann, ich schwör’s“, sagte Rießle
nach der knappen Niederlage.
Am Ende fehlten lediglich 0,9
Sekunden.
Für Rießle, der zusammen mit
Manuel Faißt vom SV Baiersbronn lief, war es ein Déjà-vu:
Denn schon bei den Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi hatte sich Schlussläufer Rießle seinem Rivalen
Graabak im Foto-Finish geschlagen geben müssen. Das war ihm
auch beim Weltcup imvergangenen Dezember in Ramsau passiert.
Rießle war damals wie heute
von vorn gelaufen und wurde
vom norwegischen DoppelOlympiasieger noch überholt.
„Mein Plan war, dass ich nicht als
Erster in die Abfahrt gehe. Es hat
sich rausgestellt, dass der, der als
Dritter in die Abfahrt geht, die
höchsten Geschwindigkeitsreserven hat. Das hat Graabak heute wieder in die Karten gespielt“,
analysierte Rießle in der ARD sei-
Fabian Rießle
Manuel Faißt
FOTO: DPA
FOTO: J. BACHMANN
nen nicht aufgegangenen Plan.
Beim letzten Weltcup-Teamsprint vor der Nordischen SkiWeltmeisterschaft vom 18. Februar bis zum 1. März im schwedischen Falun ließ das einzige
deutsche Duo nach dem Springen von der Großschanze und
dem anschließenden Lauf über
2×7,5 Kilometer aber zumindest
die beiden österreichischen
Sprungsieger Bernhard Gruber
und Sepp Schneider (+ 1,6 Sekunden) hinter sich. „Ich bin sehr zufrieden, denn wir haben nicht
unser stärkstes Team aufgestellt
und trotzdem um den Sieg gekämpft“, sagte Bundestrainer
Hermann Weinbuch.
Nicht am Start war Olympiasieger Eric Frenzel. Er wurde mit
Blick auf die Weltmeisterschaft
geschont. „Eric ist topfit, aber wir
wollen kein Risiko eingehen. Er
hat zuletzt so viele Wettkämpfe
absolviert, da ist es gefährlich,
dass man die Form verliert und
krank wird. Deshalb haben wir
ihn geschont“, erklärte Weinbuch.
Bei strahlendem Sonnenschein und besten Bedingungen
hielt der Vorsprung des SpitzenDuos gegenüber den Verfolgern
nicht lange. Bereits in der dritten
von zehn Runden hatte sich eine
Gruppe von sieben Läufern zusammengeschlossen. In der vorletzten Runde zogen Faißt und
Österreich I und II sowie Norwegen I das Tempo an und rissen
ein Loch. Im finalen Durchgang
sprangen kurz vor Schluss Rießle, Graabak sowie Gruber weg
und sprinteten um den Sieg.
„Wir haben eigentlich alles
perfekt gemacht. Aber man
muss ein bisschen später in die
Abfahrt hinein, dann entsteht
ein Sogeffekt und das hat der
Graabak wieder perfekt gemacht. Da hatten wir keine
Chance. Das habenwir eigentlich
gewusst und nicht ganz optimal
umgesetzt“, sagte Weinbuch und
übte einzig an diesem taktischen
Verhalten seines Top-Athleten
Kritik.
STR/DPA
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14 SPORT · EXTRA
Der Sonntag · 1. Februar 2015
Doch noch ein Sieg
Die deutschen HANDBALLER schlagen bei der Weltmeisterschaft in Katar Slowenien
Dank einer Energieleistung
fliegen die deutschen
Handballer mit einem Sieg
von der WM in Katar nach
Hause. Im letzten Platzierungsspiel besiegte das
DHB-Team Slowenien.
Riesenjubel bei den deutschen
Handballern um den überragenden Kapitän Uwe Gensheimer:
Mit einem letzten Kraftakt hat
sich das DHB-Team bei der WM
in Katar Platz sieben und damit
die Teilnahme an einem Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele gesichert. Im abschließenden Platzierungsspiel
bezwang die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB)
gestern in Doha Slowenien mit
30:27 (16:14). Nach zwei Niederla-
gen in Serie feierte die Mannschaft um den 13-fachen Torschützen Gensheimer und den
starken Torwart Silvio Heinevetter mit dem sechsten Turniersieg einen versöhnlichen Abschluss. Heute geht es zurück
nach Hause.
DHB-Präsident Bernhard Bauer zog bereits ein positives Fazit:
„Das war eine wunderbare Weltmeisterschaft. Ich glaube, die
Mannschaft hat eine große Zukunft“, sagte Bauer. Der gelungene Abschluss hatte den Verbandschef beeindruckt: „Hut ab,
die Mannschaft hat Charakter“,
sagte der DHB-Präsident nach
dem Sieg. Der zum besten Spieler der Partie gekürte Gensheimer unterstrich, dass er mit seinen Kollegen trotz des Kräfteverschleißes unbedingt ein Olympia-Qualifikationsturnier für Rio
2016 erreichen wollte. „Man geht
schon auf dem Zahnfleisch, aber
wir haben es geschafft, uns als
Mannschaft dagegen aufzubäumen und wurden belohnt für eine gute Weltmeisterschaft“, sagte er. Bundestrainer Dagur Sigurdsson stellte zufrieden fest:
„Wenn man auf die Mannschaften guckt, die hinter uns sind,
muss man sagen: Das ist ein gutes Turnier für uns.“
Am Tag nach dem kraftlosen
Auftritt beim 23:28 gegen Kroatien sorgte Sigurdsson mit dem
letzten möglichen Spielerwechsel noch einmal für frischen
Wind in seinem Team. Für Linksaußen Matthias Musche kehrte
Rückraumspieler Fabian Böhm
in den Kader zurück. Der Balinger sollte vor allem den erst 19
Jahre alten Paul Drux entlasten,
der in den sieben Spielen bis zur
Partie gegen Kroatien an die
Leistungsgrenze gegangen war.
Zudem lief im rechten Rückraum Steffen Weinhold wieder
auf, der sich trotz einer Adduktorenzerrung wieder einsatzfähig
gemeldet hatte. Gegen Kroatien
hatte der Kieler ausgesetzt.
Das Spiel der deutschen
Mannschaft war von der ersten
Minute an vom Kampf geprägt –
gegen die eigene Müdigkeit und
gegen einen motivierten Kontrahenten. „Ich denke, das war nicht
einfach auch für den Kopf. Aber
wir hatten ein Ziel, und wir wussten, was wir machen müssen.
Riesenkompliment an alle“, erklärte Schlussmann Heinevetter.
Einen 0:2-Rückstand (30.) glich
das Team von Sigurdsson beim
3:3 (8.) aus und egalisierte beim
7:7 (14.) auch den vorherigen 4:7- Freude und Erleichterung bei Trainer Dagur Sigurdsson (rechts) und
Nachteil (12.).
DPA Uwe Gensheimer
FOTO: DPA
EXTRA: ENERGIE SPAREN
Wenn die Natur beim Heizen hilft
WÄRMEPUMPEN
Lange galt der Stromverbrauch
von Wärmepumpen als deren
Achillesferse. Doch mit dem gewachsenen Ökostromanteil hat
sich die CO2-Bilanz des deutschen Strommixes und damit
die von Wärmepumpen verbessert. Mit einer Jahresarbeitszahl
über 2,15 schneiden die Heizanlagen zudem in puncto Primärenergieverbrauch besser ab als
ein Gaskessel mit 90 Prozent
Jahreswirkungsgrad.
Etwa jedes dritte neu errichtete Wohnhaus wird heute mit einer Wärmepumpe beheizt. Aber
auch im Altbau können Wärmepumpen eine Alternative zu Öl,
Gas oder Holz sein. „Eine Wärmepumpe kann im Altbau wirtschaftlich arbeiten, vorausgesetzt sie passt zum Gebäude und
Grundstück“, sagt Peter Kafke,
Energieexperte beim Bundesverband der Verbraucherzentralen. Zu Beginn der Planung sollte
ein unabhängiger Energiebera-
nutzen die Umgebungswärme und können auch im Altbau effizient arbeiten
ter prüfen, unter welchen Voraussetzungen eine Wärmepumpe effizient arbeitet.
„Fällt die Entscheidung pro
Wärmepumpe aus, haben Sanierer von Altbauten meist die Wahl
zwischen einer Luft-Wasseroder einer Sole-Wasser-Wärmepumpe“, sagt Matthias Wagnitz
vom Zentralverband Sanitär,
Heizung, Klima. Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe, die Energie
aus dem Erdreich nutzt, verfüge
wegen der konstanten Temperaturen im Erdreich über hohe Effizienz. Manchmal gebe es aber
Erschließungsprobleme.
Bei
sehr enger Bebauung beispielsweise fehle es an Flächen und Zugängen für den Einbau der notwendigen Kollektoren oder Erdsonden.
Eine Alternative mit geringerem Erschließungsaufwand sind
Luft-Wasser-Wärmepumpen.
„Deren Effizienz hat in den vergangenen Jahren deutlich aufge-
Energie liegt in der Luft.
holt“, sagt Marek Miara, Leiter
der Forschungsgruppe Wärmepumpe am Fraunhofer-Institut
für Solare Energiesysteme (ISE)
in Freiburg. Er rät Käufern, auf
eine hohe Leistungszahl (COP)
zu achten, doch entscheide vor
allem die Güte der Installation
über die Effizienz der Anlage:
FOTO: DPA
„Seit 2005 beobachten wir im
Rahmen unserer Langzeittests,
dass eine korrekte Planung und
Installation sowie der ordnungsgemäße Betrieb von Wärmepumpenanlagen ein enormes
Optimierungspotenzial bieten.“
Eine Wärmepumpe ist umso
effizienter, je geringer die Diffe-
renz zwischen der Temperatur
des genutzten Umweltmediums
(Luft, Boden oder Wasser) und
der erforderlichen Vorlauftemperatur des Heizungskreislaufs
ist. In der Praxis bedeutet dies: Je
niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die
Wärmepumpe. Miara rät des-
halb nur dann zur Installation einer Wärmepumpe, wenn laut
Berechnung eine Vorlauftemperatur von 50 bis 55 Grad nicht
überschritten wird. Anzustreben
seien Vorlauftemperaturen von
35 bis 45 Grad.
Die Vorlauftemperaturen in
Bestandsgebäuden lassen sich
durch eine nachträgliche Dämmung des Gebäudes oder eine
Vergrößerung der Heizflächen
senken. Letzteres ist mit einer
niedertemperaturfähigen Heizungsverteilung geeignet. Eine
Fußbodenheizung etwa benötigt dank ihrer großen Fläche
nur niedrige Vorlauftemperaturen, um eine ausreichend große
Heizleistung im Raum zu erzielen.
„Fehlt eine Fußbodenheizung,
bedeutet dies nicht bereits das
Aus für eine Wärmepumpe im
Altbau“, so Sven Kersten von der
Energieagentur
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Westfalen.
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SPORT 15
Der Sonntag · 1. Februar 2015
Der Druck ist enorm
Bei der alpinen SKI-WELTMEISTERSCHAFT in den USA müssen sich die Gastgeber beweisen
Bei der alpinen Ski-Weltmeisterschaft in Colorado
zählt für das Gastgeberland
nur eins: Erfolg. Im Mittelpunkt des US-Teams steht
Lindsey Vonn.
mals Medaillen alles andere
überstrahlen sollen. Die Gastgeber versuchen gar nicht erst, ihre
Mitfavoritenrollen in mehreren
Disziplinen kleinzureden, sie gehen aufs Ganze, sie wollen abräumen. Vonn in Super-G und
Abfahrt, Shiffrin in Torlauf und
Kunststück, gleich dreimal Gold
zu gewinnen: im Super-G, im
Riesenslalom und in der SuperKombination. „Es ist fantastisch,
die WM in den USA zu haben. Das
ist etwas, was ich noch nie zuvor
erlebt habe“, sagte Ligety, der im
Weltcup zuletzt aber schwäche-
Medaillen bei der Heim-WM
sind für die US-Skistars um Vonn
und Mikaela Shiffrin Pflicht –
das weiß auch ihr Chef. „Wir haben ein unglaublich starkes
Team, viele waren dieses Jahr
schon im Weltcup auf dem Podest“, kommentierte US-Alpindirekor Patrick Riml vor dem Start
der alpinen Titelkämpfe in Vail
und Beaver Creek an diesem
Montag.
–
Eine 26-köpfige
Riesenmannschaft
–
Ohne jede Bescheidenheit formulierte er die großen Ziele: „Wir
erwarten von unseren Athleten,
dass sie vor unseren eigenen Zuschauern um die Medaillen mitfahren.“ Im US-Team hat die
Spannung längst olympische Dimensionen erreicht. „Irrsinnig“
freue sie sich auf die WM in ihrem Heimatort, bekannte Ausnahmeathletin Vonn, SlalomOlympiasiegerin Shiffrin sprach
im Vorfeld gar von „einer Art Mini-Olympia“. Dass der Druck riesig sein wird, zeichnet sich schon
seit Monaten ab. „Die Weltmeisterschaften werden als großes
Erlebnis in unsere Erinnerungen
eingehen“, prognostizierte die
erst 19 Jahre alte Shiffrin.
Mit einer 26-köpfigen Riesenmannschaft starten die Amerikaner in zwei Wochen, in denen
Medaillen, Medaillen und noch-
Bode Miller braucht wieder Sicherheit.
Riesenslalom sowie der zweifache Olympiasieger Ted Ligety
mindestens im Riesentorlauf
sind die größten Gold-Anwärter
im US-Team.
Der 30-Jährige aus Salt Lake City schaffte vor zwei Jahren bei
der WM in Schladming das
FOTO: DPA
lte. Nur dreimal schaffte er es
aufs Podest, fuhr stattdessen oft
deutlich hinterher. Immerhin zu
einem Riesenslalom-Sieg reichte
es: Anfang Dezember in Beaver
Creek.
Von einem Spitzenresultat
war Bode Miller diese Saison weit
entfernt – schlichtweg deshalb,
weil er wegen einer hartnäckigen
Rückenverletzung kein einziges
Weltcuprennen bestreiten konnte. In Wengen und Kitzbühel war
der 37-jährige Altstar zuletzt in
den Abfahrtstrainings zumindest auf der Strecke. „Jeder Tag ist
ein wichtiger Tag für Bode, um
wieder Sicherheit auf den Skiern
zu bekommen, um sich wieder
an die Piste zu gewöhnen“, sagte
Alpindirektor Riml und beteuerte Millers Bedeutung fürs USTeam: „Es ist fantastisch, ihn in
der Mannschaft dabeizuhaben.“
Im Mittelpunkt wird aber natürlich Lindsey Vonn stehen –
und zwar unabhängig davon, ob
sie gut oder schlecht fährt. Die
30-Jährige hat es selbst im nicht
gerade für seine Alpin-Affinität
bekannten Amerika inzwischen
zu großem Ruhm gebracht. Sie
ist national wie international das
Gesicht der WM und der Liebling
eines Großteils der US-Zuschauer, ob an der Strecke oder am
Fernseher. „Dass Lindsey wieder
da ist, nimmt auch Druck von
mir“, bekannte Shiffrin.
Zwei Kreuzbandrisse ließen
Vonn mit der WM 2013 und
Olympia 2014 die zwei jüngsten
Großereignisse verpassen und
jede Menge Tränen vergießen –
jetzt möchte die Weltcup-Rekordhalterin ihre WM-Medaillensammlung
aufhübschen.
Gold gewann sie bisher erst zweimal: 2009 in Val d’Isère in der
Abfahrt und im Super-G – zwei
Disziplinen, die sie auch in den
vergangenen Wochen im Weltcup in eindrucksvoller Manier
dominierte. „Ich habe viel Selbstvertrauen. Es könnte nicht besser sein, als jetzt in die WM zu
starten“, sagte sie.
DPA Lindsey Vonn steht natürlich im Mittelpunkt.
TigerWoods sucht seine Form
KURZ GEFASST
EISKUNSTLAUF
Der US-amerikanische PROFI-GOLFER spielt die schlechteste Runde seiner Karriere
Nach der schlechtesten Golfrunde seiner Profi-Karriere hat Tiger
Wood den geplanten Besuch
beim Super Bowl kurzerhand gestrichen. Die ehemalige Nummer eins der Welt setzte sich
stattdessen in den Flieger nach
Hause. Training, Training, Training heißt es für den wie ein Anfänger spielenden Woods vor
dem nächsten Turnier schon in
der kommenden Woche.
Wenigstens hatte der zuletzt
wegen seiner Rückenprobleme
pausierende 14-malige MajorSieger nach der katastrophalen
Vorstellung bei der Rückkehr auf
die PGA-Tour seinen Humor
nicht verloren. „Die zweiten
neun Löcher waren etwas besser,
aber ich habe eine Menge Arbeit
vor mir“, sagte er.
Der Name Woods zierte nach
zwei Tagen bei dem Golf-Turnier
in Scottsdale das Ende des Leaderboards. Der US-Star verpasste
den Halbzeit-Cut um zwölf
Schläge. Woods spielte mit 155
Schlägen das höchste Ergebnis
in 322 offiziellen Turnieren. Die
Führung des Schotten Martin
Laird mit nur 132 Versuchen bei
dem mit 6,3 Millionen Dollar dotierten Turnier war da nur eine
Randnotiz.
Geradezu erschütternd waren
die missratenen kurzen Annäherungen ans Grün. Ein ums andere Mal stellte er sich im TPC
Scottsdale wie ein Anfänger an
und verwirrte dadurch sogar
Mitspieler Jordan Spieth. Woods
machte eine Schwungumstellung bei seinem neuen Coach
Chris Como für die Probleme
verantwortlich: „Das Vertrauen
FOTO: DPA
Schott läuft bei der EM auf Rang neun
Die zweimalige deutsche Meisterin Nicole Schott ist bei ihrer
Premiere bei Eiskunstlauf-Europameisterschaften auf den
neunten Platz gelaufen. Der 18 Jahre alten Essenerin gelang
gestern in der Globe-Arena von Stockholm vor 9 000 Zuschauern
eine gute Kür zu „Romeo und Julia“, sie wird als einzige Deutsche
zur WM im März nach Shanghai fahren. Die Mannheimerin
Nathalie Weinzierl kam nach einem Sturz beim Lutz auf Rang
zwölf. Der Titel ging an die 18-jährige Elisaweta Tuktamyschewa
vor ihren russischen Kolleginnen Jelena Radionowa und Anna
Pogorilaja.
DPA
BOBSPORT
Friedrich gewinnt die EM-Wertung
Weltmeister Francesco Friedrich darf sich nun auch Europameister im Zweierbob nennen. Mit dem zweiten Weltcup-Sieg
in diesem Winter gewann der Oberbärenburger in La Plagne
zugleich die parallel ausgetragene EM-Wertung. Mit Anschieber
Martin Grothkopp hatte er vier Hundertstelsekunden Vorsprung
vor dem Letten Oskars Melbardis aus Lettland. Dritter wurde
der Schweizer Rico Peter, dessen Landsmann Beat Hefti als
Titelverteidiger nur Fünfter wurde. EM-Debütant Nico Walther
aus Riesa kam mit Marko Hübenbecker auf Rang sieben, was
DPA
in der EM-Wertung Rang sechs bedeutete.
RODELN
Ja, wo geht er nur wieder hin? Tiger Woods träumt wehmütig von alten Glanzzeiten.
in die neue Bewegung ist noch
nicht da.“ Es scheint sogar, als habe er jegliches Zutrauen in jahrelang Erlerntes verloren.
Mit der 82 am Freitag benötigte Woods noch einen Schlag
mehr als 2002 bei Wind und Regen auf der dritten Runde der
British Open. Diesmal nieselte es
im US-Bundesstaat Arizona nur
leicht. „Wir alle haben solche Ta-
ge. Leider passierte meiner vor
den Augen der Öffentlichkeit“,
sagte der enttäuschte Kalifornier, der sich über Twitter bei den
vielen Fans für die Unterstützung bedankte.
Nächste Woche stehen die Farmers Insurance Open in Torrey
Pines an. Dort triumphierte
Woods vor knapp sieben Jahren
und gewann trotz gerissenem
FOTO: AFP
Kreuzband den vorerst letzten
seiner 14 Major-Titel. Auch der
Kalifornier Phil Mickelson jettete nach einer indiskutablen 76,
die er zuletzt vor sechs Jahren
spielte, in die Heimat. Zuletzt
hatten beide Stars 2012 gleichzeitig den Cut verpasst. „Hoffentlich packen wir es nächste Woche“, sagte der 44 Jahre alte PubliDPA
kumsliebling Mickelson.
Geisenberger und Co. verpassen Sieg
Die deutschen Rodlerinnen um Olympiasiegerin Natalie
Geisenberger haben beim Weltcup in Lillehammer zum zweiten
Mal in dieser Saison einen Sieg verpasst. Beim Erfolg der Russin
Tatjana Iwanowa vor Alex Gough aus Kanada wurde Dajana
Eitberger aus Thüringen Dritte. Geisenberger landete auf Rang
fünf und fuhr damit erstmals seit langem am Podium vorbei.
Im Gesamtklassement bleibt die 26-Jährige dennoch in Führung.
Anke Wischnewski wurde auf der Olympia-Bahn von 1994
Sechste, einen Platz dahinter landete Tatjana Hüfner.
DPA
SKISPRINGEN
CarinaVogt wieder auf dem Podest
Skisprung-Olympiasiegerin Carina Vogt ist als Zweite beim
Weltcup in Hinzenbach zum fünften Mal in Serie auf das Podest
gesprungen. Die 22-Jährige musste nur der Österreicherin
Daniela Iraschko-Stolz den Vortritt lassen. Nach Sprüngen
auf 89 und 88 Meter hatte Vogt 5,8 Punkte Rückstand auf die
Weltcup-Führende, die auf 93 und 91,5 Meter kam. Katharina
Althaus verpasste als Vierte hauchdünn den ersten Podiumsplatz
ihrer Karriere. Mit 87 und 86 Metern lag sie nur um 0,3 Punkte
hinter der Japanerin Sara Takanashi.
DPA
16 EXTRA: JUGEND & BERUF
Der Sonntag · 1. Februar 2015
Die Botschafter mit dem Einblick
Azubis, die als Ausbildungsbotschafter unterwegs sind, geben Schülern ein realistisches Bild der ARBEITSWELT
„Auf Schule hatte ich nie Bock,
den Hauptschulabschluss habe
ich dann auch mit einer glatten
Vier abgeschlossen“, erzählt
Egzon Tutaj ohne Hemmungen
– und steht dabei vor einer neunten Realschulklasse der Freiburger Angell-Schule. Sein verschmitzter Blick durch die Schülerreihen lässt erkennen, dass
die Sache dennoch gut für ihn
ausgegangen ist.
Den Realschulabschluss hat er
mit einem Durchschnitt von
zwei gemacht. Aber da wusste er
ja auch, wofür. Zusammen mit
zwei anderen Auszubildenden
ist der 19-Jährige als Ausbildungsbotschafter in der Realschule und stellt den Beruf vor,
in dem er seine Ausbildung
macht. Nach Praktika im Einzelhandel, Sanitärbereich, Gastronomie und Gartenbau stand für
ihn fest: Mechatroniker will er
werden. „Eine Bewerbung habe
ich geschrieben – und wurde angenommen“, kann er sein Glück
bis heute kaum fassen.
Die Begeisterung für seinen
Beruf ist ihm mit jedem Satz anzumerken. Er beschreibt seinen
Luca Schätzle, Aileen Schönberger und Egzon Tutaj (von links) waren als Ausbildungsbotschafter unterwegs
und stellten Neuntklässern ihren Lehrberuf vor.
FOTO: ULRIKE STRÄTER
Arbeitstag, erzählt, was er verdient und fragt nicht ohne Stolz
in die Runde: „Kennt ihr einen
AMG? Nein? Das sind die Sportwagen von Mercedes, die ab 300
PS. Tja, und ich habe so einen
schon mal gefahren.“
Seit 2011 gibt es Auszubildende, die als Ausbildungsbotschafter Schulklassen besuchen, um
ihren Beruf vorzustellen. Das
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79098 Freiburg . Telefon (07 61) 319 16-0 . fsj@caritas-freiburg.de
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Projekt, vom baden-württembergischen Ministerium für
Wirtschaft und Finanzen gefördert, wird von der Fördergesellschaft der Handwerkskammer
Freiburg angeboten. Rund 250
Ausbildungsbotschafter hatten
etwa 370 Einsätze an Schulen im
Kammerbezirk Freiburg und erreichten so rund 7000 Schüler,
wie es in einer Pressemitteilung
Die kaiserlichen
Ausbildungsberufe…
Bäckereifachverkäufer/-in
Bäcker/in
Konditor/-in
BA-Student/in Handel
Kauffrau/-mann für
Büromanagement
der Handwerkskammer Freiburg zu lesen ist.
Aileen Schönberger stellt ihre
Arbeit ebenfalls der Schulklasse
vor. Die 18-Jährige ist im ersten
Lehrjahr zur Spedition- und Logistikkauffrau. Das Gymnasium
hat sie nach der elften Klasse abgebrochen: „Das war nichts für
mich. Büroarbeit, Computer und
der Kontakt zu Kunden – da war
“Ready to ask
more from
chemistry
with us?”
ich mir sicher, dass mir das liegt.
Und so bot sich diese Ausbildung
für mich an.“ Zudem spricht Aileen neben Englisch auch perfekt Französisch. Zusammen mit
sechs anderen Auszubildenden
hat sie in der ersten Woche ihrer
Lehre die verschiedenen Abteilungen kennengelernt: Nah- und
Fernverkehr, Service, Abfertigung, Abrechnung und Verkauf.
Und klar, wenn das Telefon klingelte, wollte sie anfangs gar nicht
so gerne abheben. Aber das hat
sich nach einer Schulung schnell
gelegt. „Ruhig bleiben ist da die
erste Regel. Auch, wenn der Kunde völlig genervt anruft, weil seine Ware nicht pünktlich geliefert
wurde“, nennt die junge Frau ein
Beispiel. Aileen Schönberger
sieht es als große Herausforderung, wenn sie eine Lieferung
auf große Fahrt schickt, nachdem sie die Ware zuvor genau
abgemessen hat, um dann den
passenden Transporter anzufragen, die Ware eventuell umladen
oder zwischenlagern muss, bevor sie ihr Ziel erreicht: „Da gibt
es eine Menge, an das man denken muss.“
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So auch Luca Schätzle, der eine
Ausbildung zum Packmitteltechnologen macht. Er kann sich
noch genau an sein Vorstellungsgespräch erinnern: „Da saß ich
16-jähriger Pimpf vor drei Chefs.
Das war schon nicht ohne. Aber
geklappt hat es trotzdem.“ Nun
stellt der 18-Jährige Faltschachteln für die Pharmaindustrie
her, lernt in den Abteilungen
Entwicklung, Stanzen, Kleben.
Luca Schätzle erklärt den Schülern seinen Schichtdienst: „Mit
der Zeit gewöhnt man sich dran.
Ausbildung ist etwas anderes als
Schule. Anfangs dachte ich auch,
ich schaffe es nie, acht Stunden
zu stehen. Aber jetzt macht es
mir gar nichts mehr aus.“
Christian Mühleis, Lehrer an
der Realschule und Beauftragter
für die Berufsorientierung ist begeistert von den Ausbildungsbotschaftern: „Wir machen im
dritten Jahr mit. Die Auszubildenden geben einen authentischen Einblick ins Berufsleben
und begegnen den Schülern allein durch ihre Sprache auf Augenhöhe. Das kann ich als Lehrer
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usw.
– dreijährige,
praxisintegrierte
– triale Ausbildungsmethode:
– triale
Theorie
Ausbildungsmethode:
– Praxis – KunstTheorie
Theorie –– Praxis
– triale
Ausbildungsmethode:
Praxis––Kunst
Kunst
– Ausbildungsvergütung
– und
Ausbildungsvergütung
Sonderleistungen und
wie
undz.B.
Sonderleistungen
Übernahme wie
– Ausbildungsvergütung
Sonderleistungen
wiez.B.
z.B.Übernahme
Übernahme
des Schulgeldes, Fahrtkostenzuschüsse,
des Schulgeldes, usw.
Fahrtkostenzuschüsse, usw.
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- 91 51 10
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Müllheim
Freiburg
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Müllheim
Werksiedlung Kandern
Müllheim
Werksiedlung Niederweiler
Werksiedlung Kandern
Lörrach
Steinen
Lörrach
Basel
Basel
Werksiedlung
Steinen Niederweiler
Werksiedlung
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Werksiedlung
Kandern
Lörrach Lörrach
Basel
Basel
Steinen
Steinen
MENSCHEN UND MÄRKTE 17
Der Sonntag · 1. Februar 2015
Eine Branche im Taumeln
beantragt morgen die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens
Energiedienst 1
Kofax
Änderung
(in Prozent)
52-Wochen
Hoch
52-Wochen
Tief
26,90
26,87
0,11%
27,83
23,07
6,00
6,12
-1,96%
6,80
4,43
5,42
5,53
-1,99%
6,71
4,65
0,03
0,03
0,00%
0,68
0,02
3
Freiburg
Micronas
Freiburg
SAG
Freiburg
Solar-Fabrik
2,14
0,30
130,00
0,30
126,00
0,62 -51,61%
3,17%
156,15
117,05
90,15
85,50
5,44%
99,75
70,15
Freiburg
Sto AG
Stühlingen
Novartis 2
Basel
Peugeot S. A.
12,85
12,59
2,07%
13,00
8,32
248,60
249,00
-0,16%
295,80
238,80
299,20
287,20
4,18%
350,30
273,20
Mulhouse
BERNWARD JANZING
Roche GS 2
Basel
Syngenta 2
Basel
1
2
3
Alle Werte Xetra. Ausnahmen: Berlin, Zürich (in CHF), Frankfurt − Stand KW 5
SOLAR-FABRIK
Länger als andere behauptete sich die Solar-Fabrik in der Krise. Jetzt steht sie vor der Insolvenz.
–
Noch keine Entscheidung
über Personalabbau
–
Ziel der Eigenverwaltung sei es,
die Solar-Fabrik AG und die Solar-Fabrik Wismar GmbH, eine
Tochter der AG, zu restrukturieren, heißt es im Freiburger Unternehmen. Die übrigen Tochtergesellschaften der AG seien von
dem Antrag nicht betroffen. In
welchem Maße sich im Insolvenzverfahren ein Personalab-
bau als nötig erweisen sollte,
könne noch nicht gesagt werden,
sagte Vorstand Weinberger auf
Anfrage. Aktuell beschäftigt die
Solar-Fabrik in Freiburg 220 Mitarbeiter.
Das Unternehmen hatte in
den neunziger Jahren als Pionier
der deutschen Solarwirtschaft
bundesweit für Aufsehen gesorgt. Denn kaum hatten in den
Jahren 1994 und 1995 die bislang
im Solarsektor tätigen Konzerne
wie Siemens und RWE ihre Solarfabriken in Deutschland dichtgemacht, kündigte der Unternehmer Georg Salvamoser im
Februar 1996 in Freiburg an, eine
neue Solarfabrik zu gründen.
Womit er ein gutes Gespür bewies: Kurz vor der Bundestagswahl 1998, die Deutschlands
erste rot-grüne Bundesregierung ins Amt brachte, konnte
der Unternehmer im Freiburger
Gewerbegebiet auf der Haid
Richtfest feiern. Fortan florier-
ten die Geschäfte, 2002 ging das
Unternehmen an die Börse.
Dem Niedergang der deutKURZ GEFASST
schen Solarbranche, der nach
2010 begann, hielt die Solar-Fabrik länger stand als viele andere
TESTO Verspätete Produkte drücken aufs Ergebnis
Unternehmen: Firmen mit einst
großen Namen wie Solon, ConerMesstechnikhersteller Testo mit Sitz in
gy oder Q-Cells mussten in den
Lenzkirch und Titisee-Neustadt ist mit einem
vergangenen Jahren Insolvenz
weltweiten Wachstum von etwa einem
anmelden. Auch kleinere Firmen
Prozent auf 237 Millionen Euro 2014 unter
in Südbaden gerieten in den Abden Erwartungen geblieben. Laut Einschätwärtsstrudel: Die Solarstrom AG
zung des Vorstandsvorsitzenden Burkart
musste Insolvenz anmelden und
Knospe lag dies hauptsächlich an einem
wurde schließlich an einen chivorübergehenden Innovationsstau und
nesischen Investor verkauft,
Sondereffekten in einzelnen Ländern. „Einige
während die Zukunft der Freider für 2013 und 2014 geplanten Produktinnovationen sind
burger Soitec-Solar unklar ist,
nicht rechtzeitig gekommen“, so Knospe. Der Vorstand von
nachdem der Mutterkonzern
Testo ist aber überzeugt, 2015 und 2016 wieder an frühere
das Interesse an der Solartechnik
Wachstumszahlen anknüpfen zu können.
DS
verloren hat. Selbst der größte
Konzern der Branche in
Deutschland, die Solarworld AG,
ARBEITSMARKT IM JANUAR
konnte 2013 nur durch erhebliche Zugeständnisse seiner InArbeitslosenquote und
ihre Veränderung gegenvestorenvor der Insolvenz geretDeutlich mehr Arbeitslose
über dem Vormonat
tet werden.
Der Wirtschaftsverband WVIB blickt optimistisch ins Jahr 2015 – wäre da nicht die Sorge um den Nachwuchs
Die Wirtschaft in Südbaden wächst, die Investitionen steigen. FOTO: DPA
ler Endress + Hauser. Vor der
Ukraine-Krise verdienten die
Schweizer noch „kräftig“, heute
liegt der Russlandanteil am Gesamtgeschäft bei mageren vier
Prozent – Tendenz fallend. Der
Freiburger Medizintechnikhersteller Bert Sutter hat den Rückgang seines Russland-Geschäfts
unmittelbar nach den Olympischen Winterspielen von Sotschi
festgestellt. „Die Spiele waren für
Russland sehr teuer“, kommentiert Sutter. Groß im Geschäft
war er aber ohnehin nicht. Von
dem Wenigen ist kaum etwas geblieben.
Der Wirtschaftsverband, der
sich auch Schwarzwald AG
nennt, sorgt sich mehr um seinen Nachwuchs. Auf dem Ausbildungsmarkt sieht es bekanntlich mau aus für immer mehr
ausbildende Unternehmen. Mitverantwortlich dafür macht der
WVIB die verfehlte Bildungspolitik im Land. Dem Gymnasium
werde zu viel Aufmerksamkeit in
der Öffentlichkeit geschenkt –
zulasten von Real- und Hauptschule. Eine Folge davon sei, dass
immer mehr Eltern ihre Kinder
aufs Gymnasium schicken, obwohl sie womöglich auf anderen
Schulen besser untergebracht
wären, lässt sich die Kritik zusammenfassen. Die Folge: Die
Schulabsolventen drängen an
Der Kurs ist eingebrochen
Der Kurs der Solar-Fabrik ist in Folge des angekündigten
Insolvenzverfahrens um mehr als 50 Prozent eingebrochen.
Im Frühjahr 2007 hatte der Kurs noch bei über 22 Euro notiert,
am Freitagabend lag er gerade noch bei rund 30 Cent – ein
herber Verlust für Investoren der Solar-Fabrik.
BJA
die Universitäten statt auf den
Ausbildungsmarkt. Für September hat Münzer eine „große Allianz“ gegen die Bildungspolitik
angekündigt.
Kopfzerbrechen bereitet zumindest den Schweizer Unternehmen im Wirtschaftsverband
der Höhenflug des Franken.
WVIB-Präsident Klaus Endress
berichtet von sinkenden Gewinnen, Kurzarbeit und Entlassungen. Bei Endress + Hauser stellt
sich die Situation aufgrund einer früh eingeleiteten Internationalisierung anders dar. Von den
weltweit 13 000 Beschäftigten
arbeiten nur 1 500 in der
Schweiz. Unternehmen, bei denen nun alle Kosten in der
Schweiz anfallen, hätten „gepennt“, sagt der Seniorchef. „Der
größte Feind der Schweiz ist der
Schweizer Franken“, sagt Endress. Viele Unternehmen hätten
sich darauf eingestellt, und er erinnert daran, dass der Franken
2011 schon einmal so stark war
wie der Euro. Endress schätzt die
Zahl der Schweizer Unternehmen mit Niederlassungen in
Südbaden auf rund 30. Damit
haben sie sich ein Stück weit unabhängig von der eigenen Währung gemacht. Längere Arbeitszeiten und Lohnverzicht hält
Endress hingegen für kein probates Mittel gegen steigende
Kosten.
KLAUS RIEXINGER
Zum Jahresanfang ist die
Arbeitslosigkeit im Bezirk der
Agentur für Arbeit Freiburg deutlich
gestiegen. Ende Januar waren 15337
Menschen arbeitslos gemeldet –
1589 mehr als im Vormonat. Die
Quote stieg um 0,5 auf 4,5 Prozent.
Landkreis
Emmendingen
3,6%
+ 0,5
6,1%
Landkreis
BreisgauHochschw.
+ 0,4
Stadt
Freiburg
3,7%
+0,4
BZ-Grafik
die die erweiterten Möglichkeiten der Eigenverwaltung genutzt
werden sollen“, heißt es in der
Börsenmitteilung des Unternehmens. Die Solar-Fabrik hat nun
den Vorstand erweitert, neu hinzu tritt der Rechtsanwalt Thomas Oberle. Er gilt als erfahrener
Insolvenzverwalter und Sanierungsberater. Er soll das Insolvenzverfahren betreiben und in
den kommenden drei Monaten
abschließen.
FOTO: ZVG
IndustriesiehtsichaufWachstumskurs
Die Sanktionen gegen Russland
sind beim Wirtschaftsverband
Industrieller Unternehmen Baden (WVIB) kein großes Thema
mehr. Wer nicht vom russischen
Markt abhängig ist, hat ohnehin
keinen Grund zur Klage: Die
Konjunktur
im
Südwesten
Deutschlands läuft rund. Die
meisten Unternehmer sind auch
für 2015 optimistisch.
Die aktuelle Konjunkturumfrage des WVIB mit rund 1 000
Mitgliedsunternehmen bietet
wenig Anlass zum Klagen. Das
durchschnittliche Umsatzplus
lag 2014 bei 5,1 Prozent, 87 Prozent der befragten Unternehmen rechnen in den kommenden Monaten mit weiter steigenden oder gleichbleibenden Umsätzen, und fast zwei Drittel der
Unternehmen will zusätzliches
Personal einstellen. „Ordentlich“,
nennt
das
WVIB-Hauptgeschäftsführer Christoph Münzer. Südbadens Wirtschaft hatte
schon größere Sorgen.
Selbst die Sanktionen gegen
Russland sind nur noch ein
Randthema. Nochvor einem halben Jahr hat der Wirtschaftsverband die Sanktionen kritisiert
und stattdessen Verhandlungen
mit Moskau gefordert. Jetzt ist
das schrumpfende Russland-Geschäft eingepreist. „Schade“,
nennt das Klaus Endress vom
Schweizer Messtechnikherstel-
Vorwoche
(EUR)
Laufenburg
Jetzt hat es auch den einstigen Solarpionier erwischt:
Die Freiburger Solar-Fabrik
steht vor einem Insolvenzverfahren. Wie das börsennotierte Unternehmen am
Donnerstagabend mitteilte,
wird es den Insolvenzantrag
voraussichtlich am morgigen Montag beim Amtsgericht Freiburg einreichen.
„Wir kommen mit dem Antrag
einer drohenden Insolvenz zuvor“, sagte Vorstand Günter
Weinberger am Freitag. Derzeit
sei die Solar-Fabrik AG weder
überschuldet noch zahlungsunfähig, sie komme bislang allen
Forderungen nach. Allerdings
drohe bei einem weiteren Rückgang der liquiden Mittel eine
Zahlungsunfähigkeit im nächsten Quartal.
Seit Herbst leidet die Solar-Fabrik unter einem massiven Einbruch der Nachfrage und dem
damit einhergehenden Preisverfall. Seit November befindet sie
sich in Kurzarbeit. Die Freiburger Modulfabrik spiegelt damit
den weitgehend zusammengebrochenen Photovoltaikmarkt
in Deutschland wider: Im November 2014 – die Dezemberzahlen liegen noch nicht vor –
wurden in Deutschland lediglich
Anlagen mit insgesamt 106
Megawatt installiert, der Vergleichswert des Vorjahres lag immerhin noch doppelt so hoch.
Auch 2013 war schon von einem
heftigen Einbruch geprägt: Im
November 2012 hatte der Zubau
noch bei 435 Megawatt gelegen,
2011 sogar bei 659 Megawatt.
Nach Einschätzung der SolarFabrik wird sich der Markttrend
in Europa in den nächsten Monaten fortsetzen. „Daraus ergibt
sich ein erheblicher Druck zur
weiteren Kostenreduktion, für
Kurs heute
(EUR)
Quelle: Agentur für Arbeit, Freiburg
SOLAR-FABRIK
BÖRSE REGIONAL
20 000
Arbeitslose
15 337
6000
offene Stellen
4000
15 000
3784
2000
10 000
FM A M J J A S O ND J
HANDWERKSKAMMER
Robuste
Binnennachfrage
Eine robuste Binnennachfrage
sorgt im südbadischen Handwerk für positive Aussichten. Für
die kommenden Monate geht jedes fünfte Handwerksunternehmen davon aus, dass sich seine
Umsätze positiv entwickeln. Dagegen fürchtet knapp jeder vierte Betrieb, ein Umsatzminus einzufahren. Das Handwerk knüpft
damit an den Aufwärtstrend
vom vierten Quartal 2014 an.
Nach einem eher verhaltenen
dritten Quartal hatten die Handwerker im Kammerbezirk Freiburg einen Aufwärtstrend für
sich verbuchen können. Das
geht aus der vierteljährlichen
Konjunkturumfrage der HandDS
werkskammer hervor.
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18 NACHRICHTEN
Der Sonntag · 1. Februar 2015
„Ein ganz Großer“
KURZ GEFASST
Lucke setzt sich mit seiner Reform durch
Die Alternative für Deutschland will ihre
Führungsstruktur straffen. Die Mitglieder
stimmten beim Bundesparteitag in Bremen
mit großer Mehrheit dafür, nach einer
Übergangsphase einen Vorsitzenden an
Stelle der aktuell drei gleichberechtigten
Sprecher zu wählen. Zuvor hatte es eine
strittige Debatte darüber gegeben. Parteivorstand Bernd Lucke (Foto: AFP) hatte für
die neue Führungsstruktur geworben. Er sagte vor den mehr
als 1700 Mitgliedern, die Partei müsse künftig professioneller
DPA
geführt werden.
IRAK
Kurden erobern Ölfeld zurück
Kurdische Peschmerga-Kämpfer haben ein von der Terrormiliz
Islamischer Staat erobertes Ölfeld im Nordirak wieder unter
ihre Kontrolle gebracht. Das westlich von der Großstadt Kirkuk
gelegene Ölfeld sei vollständig zurückerobert worden, sagte
ein irakischer Sicherheitsbeamter. Dabei seien 40 IS-Kämpfer
getötet worden. Die Dschihadisten hatten das Feld am Vorabend
eingenommen, nachdem sie zuvor mit einem Angriff auf
die Stadt Kirkuk gescheitert waren.
DPA
RENTE MIT 63
Vor allem Männer profitieren
© REUTERS
Die abschlagsfreie Rente mit 63 kommt vor allem Männern
zugute. Unter denjenigen, die von der Regelung profitieren,
dürften nach Einschätzung der Bundesregierung „rund ein
Viertel Frauen und rund drei Viertel Männer sein“, heißt es
in Angaben des Bundesarbeitsministeriums für die Grünen,
aus denen die Passauer Neue Presse zitierte.
DPA
Nothilfe Nordirak - Jetzt spenden!
Über 1,4 Mio. Menschen flüchten im Irak vor der Terrormiliz Islamischer
Staat (IS). Trotz der prekären Sicherheitslage sind unsere Hilfsorganisationen
vor Ort, um den Flüchtlingen Nothilfe zu leisten. Mit Nahrungsmitteln,
Trinkwasser und medizinischer Hilfe. Bitte helfen auch Sie - mit Ihrer Spende!
Spendenkonto (IBAN): DE62 3702 0500 0000 1020 30, Stichwort: Nordirak
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Notdienste aus Freiburg
THW Freiburg: erreichbar über Feuerwehrleitstelle Freiburg 112
DRK-Staffel „Freiburger Rettungshunde“:
19222
Pannendienst:
ADAC-Service (rund um die Uhr).
01802/22 22 22
Elektro-Innung: 0761/806806
Innung Sanitär-Heizung-Klima:
0761/790921-0
Bergwacht: 0761/493333
Bestattungsinstitute:
Stadt Freiburg, Friedhofstraße 8, 273044
K. B. Müller, Tennenbacher Straße 46,
282930
L. Schneider, Tennenbacher Straße 51,
273344
Horizonte, Haierweg 23 a, 4014896
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4014898
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Vertrauliche Geburt: 0800/4 04 00 20,
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„Wir verlieren einen großartigen
Menschen und ein herausragendes Staatsoberhaupt“, schrieb
Bundespräsident
Joachim
Gauck in einem Kondolenzschreiben an die Witwe Marianne Freifrau von Weizsäcker. Er
würdigte seinen Vorgänger als
„moralische Instanz“. „Die Erinnerung zu bewahren und hieraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, waren ihm wichtige Anliegen, gerade auch im Hinblick auf
die junge Generation“, betonte
Gauck.
Politiker aller Bundestagsparteien sprachen von einem großen Verlust, Kanzlerin Angela
Merkel (CDU) wollte sich erst am
späten Nachmittag äußern. Der
CDU-Politiker war von 1984 bis
1994 sechster Bundespräsident –
er beeinflusste mit wegweisenden, visionären Reden das politische Klima in Deutschland und
scheute nicht vor Konflikten mit
Kanzler Helmut Kohl (CDU) zurück. Gemeinsam feierten sie
am 3. Oktober 1990 die deutsche
Einheit im wiedervereinigten
Berlin.
Vor der Bundespräsidentenzeit war der 1920 in Stuttgart geborene von Weizsäcker unter anderem Regierender Bürgermeister von Berlin (1981 bis 1984). Von
1969 bis 1981 war der promovierte Jurist Mitglied des Deutschen
Bundestages. Zudem war er
zweimal Präsident des Evangelischen Kirchentages (1964 bis
1970 und 1979 bis 1981).
Nach seinem Amtsantritt hatte er versprochen, „Präsident aller Bürger“ sein zu wollen. Als ein
wichtiger Markstein gilt die Rede
vom 8. Mai 1985 zum 40. Jahrestag des Kriegsendes, in der er
sich ohne Beschönigung mit den
Verbrechen der Nazi-Zeit auseinandersetzte.
„Der 8. Mai 1945 ist ein Tag der
Befreiung. Er hat uns alle befreit
von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“, sagte
er damals vor dem Deutschen
Bundestag.
Das Diktum, dass der 8. Mai
nicht vom 30. Januar 1933 – der
Machtübernahme Adolf Hitlers
– zu trennen sei, „ist eine nicht
revidierbare Grundlage für unser Selbstverständnis und unser
Handeln geworden“, sagte Gauck
am Samstag. Aus der Erfahrung
von Krieg und Gewaltherrschaft
sei sein Engagement für ein
friedliches und vereintes Europa
erfolgt. Von Weizsäcker habe die
Freundschaft mit den Partnern
im Westen vertieft und die Verständigung mit den Völkern im
Osten gesucht. „Schon früh sah
er in der Überwindung der Spaltung Europas die einzige Möglichkeit zur Überwindung der
Spaltung Deutschlands“, würdigte Gauck. Die Spitzen der Politik
würdigten von Weizsäcker als
Wegweiser in wichtiger Zeit.
SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel betonte: „Richard
von Weizsäcker hatte die Gabe
und den Intellekt, den Menschen
Orientierung zu geben und
Deutschland in der Welt würdig
zu vertreten.“ Seine Einordnung
des 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung „hat das Geschichtsver-
ständnis der Deutschen nachhaltig beeinflusst“. CSU-Chef
Horst Seehofer sagte: „Als Bundespräsident war es Richard von
Weizsäcker ein großes Anliegen,,Präsident aller Bürger‘ zu
sein, und genau das war er. Er war
eigenständig und überparteilich
und prägte damit das Bild eines
idealen
Staatsoberhaupts.“
Deutschland verliere „einen der
ganz großen Deutschen der
Nachkriegsgeschichte“. UnionsFraktionschef Volker Kauder
(CDU) sagte, von Weizsäcker habe „die Versöhnung und Aussöhnung mit unseren Nachbarn in
Europa und mit Israel als eine
besondere Verpflichtung und
Aufgabe empfunden und gelebt“. Linken-Fraktionschef Gregor Gysi sagte: „Er war ein Mann
der hohen politischen Kultur,
die wir auch heute noch dringend benötigen.“ Die Grünen
sprachen vom „großen Staatsmann und Intellektuellen“. „Seine moralische Integrität wird
uns allen fehlen“, teilten die Fraktionsvorsitzenden Anton Hofreiter und Katrin Göring-Eckardt
mit.
Merkel sieht
Athen am Zug
ATHEN (AFP). Bundeskanzlerin
Angela Merkel (CDU) hat Griechenland zur Fortsetzung der
Reformpolitik aufgerufen. Europa werde weiter Solidarität zeigen, wenn Athen „eigene Reform- und Sparanstrengungen“
unternehme, sagte Merkel dem
Hamburger Abendblatt. Einen
Schuldenschnitt lehnte sie ab.
„Es gab schon einen freiwilligen Verzicht der privaten Gläubiger, Griechenland wurden von
den Banken bereits Milliarden
erlassen. Einen weiteren Schuldenschnitt sehe ich nicht“, bekräftigte Merkel die Haltung der
Bundesregierung. Ähnlich äußerte sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).
„Wenn ich ein verantwortlicher
griechischer Politiker wäre, würde ich keine Debatten über einen
Schuldenschnitt führen“, sagte
er der Welt. „Wer die Finanzierung der griechischen Schulden
kennt, weiß, dass es bis zum Jahr
2020 kein Problem gibt“, sagte
Schäuble. Der Internationale
Währungsfonds (IWF) erwarte,
dass dank der guten Entwicklung in Griechenland die Schuldenquote bis 2020 auf 112 Prozent sinken werde. „Das wäre
deutlich unter dem heutigen Niveau Italiens. Ich sehe da keinen
Anlass, über einen Schuldenschnitt zu spekulieren“, sagte
Schäuble.
Das Bundesfinanzministerium wies derweil einen Bericht
des Spiegel zurück, wonach die
Regierung zu einem weiteren
Hilfsprogramm für Griechenland bereit sei. „Das trifft nicht
zu“, sagte ein Ministeriumssprecher. Zunächst müsse das laufende zweite Hilfsprogramm für
das Land abgeschlossen werden.
Die neue Regierung unter
dem Linkspolitiker Alexis Tsipras will die bisherige Sparpolitik beenden. Stattdessen setzt sie
sich für eine Ankurbelung des
Wachstums und einen Erlass eines Großteils der griechischen
Schulden ein. Finanzminister Giannis Varoufakis kündigte zudem am Freitag die Zusammenarbeit mit der in seinem Land
ungeliebten Gläubiger-Troika
aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und IWF auf.
Tsipras und Varoufakis wollen
nun nach Italien, Frankreich und
Zypern reisen, um bei den dortigen Regierungen um Verständnis für ihre Politik zu werben.
DA S W E T T E R
Ettenheim
3°
-2°
Notdienste aus Emmendingen
Polizei: 110
Feuerwehr/Notarzt/Rettungsdienst: 112
DRK-Rettungsdienste: 19222
Örtlicher Notfalldienst und Zahnärzte:
01805/19292 320
Notruf-Fax:
Rettungs- und Feuerwehrleitstelle:
07641/460177
THW Emmendingen: 07641/2181
Apotheken-Notdienst-Infotelefon:
Festnetz: 0800/00 22 8 33 (kostenfrei);
Mobilfunk: 22833 (max. 0,69 €/Minute);
Im Internet: mehr.bz/apotheken
Tierärzte-Notdienst:
Nummer lag bei Redaktionsschluss noch
nicht vor.
Kreiskrankenhaus Emmendingen:
Gartenstr. 44, 07641/4540
Rettungshundestaffel Breisgau-Ortenau
(BRH): 07641/19222
Am 8. Mai 1985 hielt von Weizsäcker die entscheidende Rede seiner
Amtszeit. Sie sollte sein Bild nachhaltig prägen.
FOTO: DPA
3°
-2° Lahr
Emmendingen
Breisach a. Rh.
4°
-3°
isam
Dre
Polizei Notruf: 110
Feuerwehr: 112
Freiburger Notfallpraxis:
(Erwachsene) durchgehend geöffnet,
Hugstetter Straße 55, 0761/8 09 98 00
für Kinder von 9 bis 6 Uhr,
Sautierstr. 1, 0761/80 99 80 99
Notarzt/Rettungsdienst: 1 92 22
Faxnotruf für Hörgeschädigte:
Freiburg: 0761/88 50 88 78
Informationszentrale für Vergiftungen:
Mathildenstraße 1, 0761/1 92 40
Zahnärzte:
Notfalldienst Praxis-Sprechstunden 10 bis 11
und 17 bis 18 Uhr: 0761/8 85 08-2 31
Zahnärztlicher Notdienst:
Freiburg-Stadt: 01 80/3 222 555 - 42
Freiburg-Land: 01 80/3 222 555 - 41
Augen-Notfallpraxis:
Universitäts-Augenklinik, Killianstr. 5
0761 / 270 400 10
Apotheken-Notdienst-Infotelefon:
Festnetz: 0800/00 22 8 33 (kostenfrei);
Mobilfunk: 22833 (max. 0,69 €/Minute);
Im Internet: mehr.bz/apotheken
Badenova: 0 18 02/767767
Privatärztl. Notdienst: 01 80/3 83 00 00
Privater Orthopädischer Notdienst:
0 18 03/26 36 36
Frauenhorizonte – gegen sexuelle Gewalt:
durchgehend erreichbar; Basler Straße 8,
0761/2 85 85 85
Frauen- und Kinderschutzhaus:
0761/3 10 72
Rechtsanwalt Notdienst:
Bereitschaftsdienst täglich von 18 bis 8 Uhr,
am Wochenende und an Feiertagen rund
um die Uhr, 01 72/745 19 40
Bundeswehr Standortarzt:
Müllheim, 0 76 31/90 17 15
Tierärztlicher Bereitschaftsdienst:
0761/7 22 66
Bereitschaftsdienst der Tierschutzvereine:
Tierschutzverein Freiburg, 0761/8 44 44
Tierbestattungen:
Tierfriedhof Eschaton Frbg., 0172/7416002
Alt-Bundespräsident VON WEIZSÄCKER ist mit 94 Jahren gestorben
Berlin (dpa). Einer der bedeutendsten deutschen Politiker der Nachkriegszeit
ist tot: Der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker ist im Alter von 94
Jahren gestorben.
Rhe
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Oft bewölkt und immer wieder Schnee- oder Regenschauer. Dazwischen auch trockene und teils
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3°
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6 12 18 0
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Freiburg
1°
-2°
3°
-2° München
NACHRICHTEN 19
Der Sonntag · 1. Februar 2015
Erneute Friedensgespräche
Ruhiger Mann mit
klarer Haltung
US-Botschafter in der UKRAINE droht mit weiteren Strafmaßnahmen gegen Russland
SERGIO MATTARELLA
Minsk (AFP). Unter dem Eindruck heftiger Kämpfe in
der Ostukraine haben am
Samstag im weißrussischen
Minsk neue Friedensgespräche zwischen der ukrainischen Regierung und Vertretern der prorussischen
Separatisten sowie Russlands begonnen.
Ziel ist nach Angaben der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)
der Abschluss eines „bindenden
Dokuments“ über eine Waffenruhe und einen Rückzug schwerer Waffen hinter eine Pufferzone. An den Gesprächen nahmen
neben der OSZE-Beauftragten
Heidi Tagliavini und dem ukrainischen Ex-Präsidenten Leonid
Kutschma die Rebellen-Unterhändler Denis Puschilin und
Wladislaw Deinego sowie der
russische Botschafter Michail
Subarow teil. Auch der PutinVertraute Viktor Medwedtschuk
traf in Minsk ein.
Ein ursprünglich für Freitag
geplantes Treffen der sogenannten Kontaktgruppe aus Vertretern der Ukraine, der Separatisten, Russlands und der OSZE war
zuvor geplatzt. In der Ostukraine
gilt seit Anfang September formal eine Waffenruhe, die jedoch
immer wieder gebrochen wird.
Zuletzt verschärfte sich die Lage wieder. Bei den Kämpfen geraten zunehmend auch Zivilisten unter Beschuss. International für Empörung sorgte der Raketenbeschuss der Hafenstadt
Mariupol vor einer Woche, durch
den mindestens 30 Menschen
getötet wurden. Am Freitag wurden nach Angaben beider Konfliktparteien mindestens fünf
Soldaten und 19 Zivilisten getötet, am Samstag berichtete das
ukrainische Militär von 15 getöteten Soldaten. Besonders be-
Ein Panzer der Separatisten in Donezk.
drohlich ist die Situation in Debalzewe. Erstmals räumte der
ukrainische Verteidigungsminister Stepan Poltorak ein, dass
die an der Eisenbahnverbindung
zwischen den Separatistenhochburgen Donezk und Lugansk liegende Stadt zum Teil unter Kontrolle der Rebellen stehe – allerdings nahm sein Ministerium
die Darstellung später zurück.
Die ukrainische Armee berichtete zudem von heftigen Kämpfen um die Ortschaft Wuglegirsk.
Sollten die Separatisten den Ort
einnehmen, wären die rund
8 000 Soldaten in Debalzewe
von den Rebellen komplett eingekesselt.
Die Bewohner der beiden umkämpften Orte befinden sich
nach Angaben von Polizeichef
FOTO: AFP
Wjatscheslaw Abroskin in einer
verzweifelten Lage. Es gebe „kein
Wasser, keinen Strom, keine Heizung und auch keine Telefonverbindungen mehr“, freiwillige
Helfer brächten in aller Eile „ganze Familien in Sicherheit“, berichtete er. Angesichts der zunehmenden Gewalt werden die
Rufe nach einem Ende des Konflikts immer drängender. US-Außenminister John Kerry wird
nach Angaben seines Ministeriums am kommenden Donnerstag zu einem Treffen mit dem
ukrainischen Präsidenten Petro
Poroschenko, Ministerpräsident
Arsenij Jazenjuk und Außenminister Pawlo Klimkin nach Kiew
reisen. Abschließend wird Kerry
demnach am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz seinen
russischen Kollegen Sergej Lawrow sprechen.
Die USA und die EU werfen
Russland vor, die Separatisten in
der Ostukraine massiv zu unterstützen. Moskau weist dies von
sich und stellt sich selbst als Vermittler in dem Konflikt dar. Der
US-Botschafter in der Ukraine,
Geoffrey Pyatt, sagte der Wochenzeitung Dserkalo Tydschna,
sein Land habe „noch nicht alle
Mittel ausgeschöpft, um Russland den Preis für seine Rolle im
Ukraine-Konflikt“ zahlen zu lassen. Am späten Donnerstag hatten die EU-Außenminister bereits beschlossen, wegen des
Konflikts verhängte Sanktionen
gegen Verantwortliche in der
Ostukraine und in Russland bis
September zu verlängern.
ist Italiens neuer Präsident
ROM (AFP). Italiens neuer Präsident ist ein ruhiger Mann mit
klaren Prinzipien. Der 73-jährige
Verfassungsrechtler Sergio Mattarella tritt wie ein gutmütiger
Professor auf – doch in der Politik hat der Mann mit den weißen
Haaren stets Farbe bekannt. Die
25-jährige politische Laufbahn
des Sizilianers war geprägt von
seiner Feindschaft zum langjährigen Regierungschef Silvio Berlusconi. Mattarellas Wahl ins
höchste Staatsamt konnte der
Ex-Ministerpräsident nicht verhindern: Im vierten Wahlgang
am Samstag erhielt der Kandidat
von Regierungschef Matteo Renzi eine klare Mehrheit.
Der Sohn eines der einflussreichsten Politiker der konservativen Christdemokraten (DC)
verbrachte seine Jugend zwischen einem ehrwürdigen katholischen Gymnasium in Rom
und katholischen Jugendlagern
in Assisi – sein Ziel: eine Laufbahn als Juraprofessor.
In die Politik ging Mattarella
nach der Ermordung seines älteren Bruders Piersanti: Der damalige Regionalpräsident von Sizilien wurde im Januar 1980 von der
Cosa Nostra, der sizilianischen
Mafia, getötet – er zahlte den
Preis für seinen Kampf gegen
das organisierte Verbrechen auf
der Mittelmeerinsel. Mattarella
hielt seinen blutüberströmten
Bruder in den Armen, als dieser
auf dem Weg ins Krankenhaus
starb. Drei Jahre später zog er für
die DC ins Parlament ein.
Gegen den immer mächtiger
werdenden Berlusconi setzte
Mattarella 1990 ein klares Zeichen: Er trat als Bildungsminister in der Regierung von Giulio
Andreotti zurück. Er protestierte
damit gegen ein Mediengesetz,
das Berlusconi, der damals noch
nicht in der Politik war, praktisch
ein Monopol für seine privaten
Fernsehsender ermöglichte. Der
damalige Amtsverzicht verleite-
Ein Gegner Berlusconis wird neuer
Präsident: Mattarella. FOTO: DPA
te Renzi kürzlich zu der Aussage,
Mattarella sei „einer der wenigen
Christdemokraten, die zurückgetreten sind“. Für Renzi ist Mattarella aber „vor allem ein Mann
des Gesetzes“.
Für die Nachfolgeparteien der
aufgelösten DC lehnte Mattarella, der stets zum linken Flügel
der Christdemokraten gehörte,
einen Annäherungskurs an Berlusconis
1994
gegründete
rechtsgerichtete Forza Italia ab –
vergebens. Der Ärger über den
Kurs der DC-Nachfolgepartei PP
trieb ihn ins Mitte-links-Lager
um den ehemaligen EU-Kommissionspräsidenten Romano
Prodi. In der Regierung von
Massimo D’Alema wurde Mattarella 1998 Minister.
Der Name des dreifachen Vaters und sechsfachen Großvaters, der seit mehr als einem Jahr
verwitwet ist, wird in der Öffentlichkeit vor allem mit zwei Gesetzen in Verbindung gebracht:
einerseits mit der Wahlrechtsreform, die Mattarella als Abgeordneter ausarbeitete. Das „Mattarellum“ genannte Gesetz sollte
dem politischen System Italiens
zu mehr Stabilität verhelfen.
2008 schied Mattarella aus dem
Parlament aus, nach 25 Jahren
kehrte er der Politik den Rücken.
Drei Jahre später wurde er zum
Verfassungsrichter gewählt.
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