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Das Konzept der Kindertagesstätte “Miteinander”

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INHALTSÜBERSICHT 1. Geschichte und Entwicklung unserer Einrichtung 1.1 Begründung für die Erarbeitung einer Konzeption 2. Rahmenbedingungen 2.1 Träger der Kindertagesstätte 2.2 Grundkriterien der Kindertagesstätte 3. Struktur der Einrichtung 3.1 Gruppenstruktur 3.2 Die Altersmischung von zwei bis sechs Jahren 3.3 Die Öffnungszeiten 3.4 Schließungszeiten der Kindertagesstätte 4. Mittagszeit 4.1 Essen 4.2 Frühstück 4.3 Mittagsruhe 5. Wickeln 6. Elternarbeit 6.1 Erziehungspartnerschaft 6.2 Elternarbeit findet auf vielen Ebenen statt 7. Beschwerdemanagement 7.1 Beschwerdemanagement der Kinder 8. Qualitätssicherung 9. Bildungsbereiche 9.1 Bewegung 9.2 Sprache und Kommunikation 9.3 Mathematische Bildung 9.4 Naturwissenschaftliche Bildung 9.5 Kreativität 9.6 Musikalische Früherziehung 9.7 Partizipation 10. Religionspädagogik 11. Kita Miteinander und das Bundeskinderschutzgesetz 12. Ausblick/Weiterentwicklung der Kindertagesstätte Anhang Beschwerdedokumentation EV. KINDERTAGESSTÄTTE MITEINANDER FRIEDHOFSWEG 4, 50259 PULHEIM‐BRAUWEILER TELEFON 02234‐986069 1. GESCHICHTE UND ENTWICKLUNG UNSERER EINRICHTUNG Unsere Einrichtung ist 1969 entstanden. Zu Beginn war eine Kindergartengruppe mit 25 Kindern im Gemeindehaus untergebracht. 1974 begann die ev. Kirchengemeinde mit den Bauarbeiten unseres jetzigen Kindergartens. 1975 war es dann soweit und der ev. Kindergarten wurde neben dem Gemeindehaus eröffnet. Zu dieser Zeit waren wir die einzige Einrichtung mit Über‐Mittag‐Betreuung in Brauweiler und Umgebung. Der Andrang auf unsere 20 Tagesplätze war dementsprechend groß und es war schon zu diesem Zeitpunkt nicht immer möglich alle Kinder ab 3 Jahren aufzunehmen. Vor einigen Jahren wurde die Nachfrage an Betreuungsplätzen für schulpflichtige Kinder immer größer. Auch hier hat der Träger reagiert und ab 1997 haben wir erstmals 3 Hort‐
kinder aufgenommen. Im folgenden Jahr war unsere „große altersgemischte Gruppe“ mit 10 schulpflichtigen Kindern voll ausgeschöpft. Die „große altersgemischte Gruppe“ wurde in eine U3 Gruppe im Jahr 2008 umgewandelt. Die veränderten Lebensverhältnisse von Familien, wie zum Beispiel die wachsende Zahl von alleinerziehenden Eltern und das sich wandelnde Rollenverständnis lässt die Nachfrage nach Tagesbetreuung für unter drei jährige Kinder steigen. Die Kindergartengruppe wurde im Jahr 2010 in eine weitere U3 Gruppe umgewandelt. 1985 wurde in der „Kindertagesstätte Miteinander“ der Förderverein gegründet. Dieser unterstützt seit dieser Zeit das pädagogische Personal in materieller Weise sowie in den ideellen Werten. 2008 wurde entschieden, dass für den Sozialraum Brauweiler/Dans‐
weiler/Sinthern die Ev. Kindertagesstätte Miteinander mit den Kath. Kindertagesstätten „St. Nikolaus“, „Maria Königin des Friedens“ und „St. Martinus“ Familienzentrum im Verbund wird. Wir arbeiten im christlichen Sinne: Partnerschaftlich, uns gegenseitig unterstützend, im ständigen Dialog miteinander. Unser Ziel war zunächst der Aufbau eines Angebotes, welches den Wünschen und Bedürfnissen der Familien in den unterschiedlichen Lebens‐
phasen und Lebenslagen gerecht wird. Die Leiterinnen der vier Kindertageseinrichtungen und die Vertreter der katholischen und evangelischen Gemeinden arbeiten seitdem intensiv an der Weiterentwicklung des Familienzentrums. Dabei orientieren wir uns an ortsbezogenen Sozialraumanalysen. Im Frühjahr 2013 haben wir erfolgreich die Re‐
Zertifizierung des Familienzentrums geschafft. 1.1 Begründung für die Erarbeitung einer Konzeption Konzeption heißt, pädagogische Ziele in Alltagsstrukturen und in einem entsprechenden Organisationsrahmen umzusetzen. Sie muss mit den Bedürfnissen der Kinder, der Erzie‐
herinnen, des Trägers und der Elternschaft abgestimmt sein. Das bedeutet, sie ist nicht statisch, sondern ist die Grundlage für die pädagogische Arbeit in unserer Einrichtung. Sie ist Orientierungs‐ und Reflektionshilfe für alle pädagogischen Fachkräfte. Informationen und Transparenz bietet sie interessierten Eltern. Wir möchten durch klare und verständliche Beschreibungen und Formulierungen einen Eindruck in den Alltag der Kinder und uns Erzieherinnen geben. 2. RAHMENBEDINGUNGEN 2.1 Träger der Kindertagesstätte Träger der Kindertagesstätte ist die Evangelische Kirchengemeinde Weiden. Zu unserer Gemeinde gehören z.Zt. folgende Pfarrbezirke: Junkersdorf, Weiden/Lövenich, Widdersdorf, Geyen/Sinthern, Königsdorf und Brauweiler/Dansweiler. Die Gemeinde unterhält neben unserer zweigruppigen Tagesstätte noch eine viergruppige Tagesstätte in Junkersdorf und eine dreigruppige integrative Tagesstätte in Köln‐Weiden. Das Presbyterium der Gemeinde, genauer die von ihm bestimmten Trägervertreter, tragen die Gesamtverantwortung in sämtlichen Fragen rund um die Kita. Dabei steht jedoch eine partnerschaftliche Atmosphäre im Vordergrund, die immer die Meinung der Kitaleitung und des Kita‐Teams berücksichtigt. Um die Qualität unserer Arbeit stets qualitativ hoch zu halten, haben wir gemeinsam mit den beiden anderen Einrichtungen des Gemeindebezirks ein Qualitätsmanagement erar‐
beitet. Alle drei Kindertagesstätten wenden dieses Qualitätsmanagement an. Die religionspädagogische Arbeit hat in unserer Tagesstätte einen hohen Stellenwert. Alle Mitarbeiter besuchen regelmäßig religionspädagogische Fortbildungen. 2.2 Grundkriterien der Kindertagesstätte Mit fünf pädagogischen Vollzeitkräften betreuen wir die 40 Kinder der zweigruppigen Kindertagesstätte „Miteinander“ in zwei U3 Gruppen. Alle pädagogischen Mitarbeiterin‐
nen haben die Ausbildung zur Erzieherin. Das Mittagessen für unsere Block‐ und Tages‐
kinder wird von einer Köchin zubereitet. Die Köchin wird durch die Elternbeiträge fi‐
nanziert. Unsere pädagogische Arbeit und unsere Erziehungsziele orientieren sich an den partner‐
schaftlichen und demokratischen Grundwerten. Konzeptionell arbeiten wir nach dem situationsorientierten Ansatz. Unsere Pädagogik ist eingebunden in die Grundwerte unserer evangelischen Gemeinde. Die Kinder sollen durch verlässliche Beziehungen zu den Bezugspersonen und zu anderen Kindern Toleranz, Selbsteinschätzung, Kom‐
promissfähigkeit und Einfühlungsvermögen erlernen. Unsere Hauptziele sind die Förderung und Entwicklung der Selbständigkeit, der sozialen Kompetenz und die Entwicklung von geistigen und körperlichen Fähigkeiten. In unserer Kindertagesstätte bieten wir Bedingungen, die ein gelingendes Aufwachsen von Kindern schafft und Familien in ihrem Lebenslauf und Erziehungsaufgaben unterstützt. Uns ist es wichtig in einer empathischen und anregungsreichen Umgebung die Kinder und ihre Familien zu begleiten. Eine Grundvoraussetzung ist, eine Basis des Vertrauens zu schaffen. Hierbei nimmt die Eingewöhnungszeit der Zweijährigen einen wichtigen Raum ein. In dieser Phase soll es den Kindern ermöglicht werden, sich in angemessener Zeit von der Bezugsperson zu lösen und eine Beziehung zu der Bezugserzieherin aufzubauen. Die Zusammenarbeit mit den Eltern spielt dabei eine wichtige Rolle und wird im Erstgespräch den Eltern vermittelt. Die Eigenständigkeit unseres Bildungsauftrages im Elementarbereich ist ein aktiver Prozess der Selbstwerdung. Ziel ist es diese zu fördern und zu begleiten. Unseren Bildungs‐, Erziehungs‐ und Betreuungsauftrag nehmen wir sehr ernst, so ist der Blick auf das Kind immer ganzheitlich. Die Bildung von sensorischen, motorischen, emo‐
tionalen, ästhetischen, kognitiven, sprachlichen und mathematischen Entwicklungsbe‐
reichen zu fördern und herauszufordern ist ein kontinuierlicher Prozess in der Kinderta‐
gesstätte. Grundlage jedes Bildungsprozesses ist die Entwicklung von Selbstbewusstsein, Eigenstän‐
digkeit und Identität. Prozesse, die die zweijährigen Kinder in unserer Kindertagesstätte in vielen alltäglichen Situationen erfahren. Hierbei bekommt die Eigenaktivität der Kinder, eine große Bedeutung. Das angeborene Neugier‐ und Experimentierverhalten bringen die Kinder mit und es sorgt so für eine bestmögliche Ausgangssituation, die die Kinder in ihren Selbstbildungsprozess fördert. Erziehung wird als Entwicklungsbegleitung verstanden und das eigenständige Handeln und Entdecken wird durch Ermutigung bestärkt. Durch das Sprachverhalten der zweijährigen ist es förderlich, ihr Handeln oder ihr Tun durch Sprache zu begleiten und die Kommunikation zu unterstützen. Es werden in der Kindertagesstätte Räume angeboten, die auf die Kinder anregend wirken und das Experimentieren zulassen. In den Räumen gibt es Rückzugsmöglichkeiten um Ruhe, Entspannung und Kleingruppenspiel zu ermöglichen. Die Räume sind so eingerichtet, dass sie der Bewegungsentwicklung nicht entgegenstehen. Die Erzieherinnen stehen als Bindungsperson zur Verfügung und zeigen sich einfühlsam im Dialog mit den Kindern. Dabei wird dem Instrument der Beobachtung und Dokumentation eine wichtige Hilfe zugeschrieben. Es finden regelmäßige Elterngespräche über den Entwicklungsstand der Kinder statt. Förderlich für den Prozess ist ein Tagesablauf, der den älteren Kindern und den zweijährigen Kindern entspricht. Es sind uns folgende Grundkriterien in unserer täglichen Arbeit mit Ihrem Kind wichtig: 
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Eingewöhnung auf Grundlage des Berliner Modells, Zugewandte Aufmerksamkeit, Sprachliche Stimulation und Unterstützung der kindlichen Kommunikation, altersgemäße Entwicklungsanregung, Freiraum für selbstbestimmte Handlungen, respektvoller Umgang mit den kindlichen Zielvorstellungen, selbstinitiiertes Lernen, Schutz vor Über‐ und Unterforderung, eine anregende Umgebung. 3. STRUKTUR DER EINRICHTUNG 3.1 Gruppenstruktur Unsere Tagesstätte besteht aus zwei Gruppen. Bärengruppe:  Gruppentyp I für Kinder im Alter von zwei Jahren bis sechs Jahren,  je zwanzig Kinder,  zwei ausgebildete Erzieherinnen. Hummelgruppe:  Gruppentyp I für Kinder im Alter von zwei Jahren bis sechs Jahren,  je zwanzig Kinder,  zwei ausgebildete Erzieherinnen. Neue Gruppe im Untergeschoss (die neuen Kinder planen den Gruppennamen) ‐ Gruppentyp III für Kinder im Alter von drei Jahren , ‐ je zehn Kinder ‐ eine ausgebildete Erzieherin ‐ eine Kinderpflegerin 3.2 Die Altersmischung von zwei bis sechs Jahren Die Kleinen lernen von den Großen, die Großen von den Kleinen! Den Mitarbeiter/innen und dem Presbyterium war und ist es immer wichtig, auf den Be‐
treuungsbedarf im Umfeld zu achten. Durch ein großes Zuzugsgebiet von jungen Familien aus dem Ballungsraum Köln ist der Bedarf an Tagesstättenplätzen angestiegen. Durch die Aufnahme von zweijährigen Kindern entsteht eine Altersmischung, in der fünf Jahrgänge in einer Gruppe betreut werden. Die Kleinen lernen von den Großen, die Großen von den Kleinen, und zwar nicht nur Wissen und Fertigkeiten. Es wird eine wechselseitige Stimulierung von Lernbereitschaft, Lernfreude, Förderung von sozialen Kompetenzen und der Fähigkeit zur Selbststeuerung beobachtet. Alle Kinder egal welches Alter brauchen: 
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individuelle Zuwendung, Kontinuität und Stabilität der Beziehungen zu vertrauten Bezugspersonen, Rückzug und Offenheit, Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Entsprechende Rahmenbedingungen im Hinblick auf Personal, Räume, Material und Gruppengröße ist notwendig um den unterschiedlichen Bedürfnissen und Erziehungsan‐
sprüchen der Kinder gerecht zu werden. In den Gruppenräumen sind Spielnischen geschaffen worden, in denen die Kinder unge‐
stört spielen können. Raum ‐, Material‐, und Spielangebote orientieren sich an den kind‐
lichen Bedürfnissen und fördern die Fähigkeit zur selbständigen Bewältigung des Lebens‐
alltags. Für jede Altersstufe werden Spielmaterialien angeboten. 3.3 Öffnungszeiten Es werden z.Zt. drei verschiedene Buchungszeiten in unserer Kindertagesstätte angeboten. Diese Buchungszeiten lassen sich nur zu Beginn eines jeden Kindergartenjahres (August) ändern. Bei einer Betreuungszeit von 35 Stunden: Blockzeit: 07.00 Uhr ‐ 14.00 Uhr mit Mittagessen, 07.00 Uhr ‐ 12.30 Uhr und 14.00 Uhr ‐ 16.00 Uhr ohne Mittagessen Bei einer Betreuungszeit von 45 Stunden: 07:00 Uhr ‐ 16:00 Uhr Nach Rücksprache können die Bring‐ und Abholzeiten individuell vereinbart werden. Wichtig ist uns aber, dass sich die Eltern möglichst an die Bring‐ und Abholzeiten halten. Nur so ist ein reibungsloser Tagesablauf zu gewährleisten, der den Kindern Sicherheit bietet. Bitte kalkulieren Sie immer etwas Zeit mit ein. Die Kinder benötigen Zeit um sich von Ihnen bzw. von der Gruppe zu verabschieden. 3.4 Schließungszeiten der Kindertagesstätte  Drei Wochen Betriebsferien in den Sommerferien (rotierend die ersten oder die letzten drei Wochen)  Betriebsferien zwischen Weihnachten und Neujahr  Drei pädagogische Fortbildungstage Die Termine der Schließungstage werden immer am Anfang eines jeden Kindergartenjahres in der Einrichtung per Aushang bekannt gegeben. 4. MITTAGSZEIT 4.1 Essen Zusammen essen ist schön! Gesunde Ernährung gewinnt immer mehr an Bedeutung. In jedem Gruppenraum gibt es feste Plätze, an denen die Mahlzeiten (Früh‐
stück/Mittagessen/Zwischenmahlzeit am Nachmittag) in einer ruhigen, gemütlichen Atmosphäre eingenommen werden können. Rituale wie z. B. ein Tischspruch oder Gebet signalisieren die Mahlzeiten. Jedes Kind kann seinem Entwicklungsstand entsprechend selbst sein Essen aus den be‐
reitgestellten Schüsseln nehmen. Der zeitliche Rahmen der Mittagmahlzeit ist so geregelt, dass die Kinder ausreichend Zeit haben, um in ihrem individuellen Tempo zu essen. Die Kinder werden ermutigt, sich an den Entscheidungen und durch praktisches Handeln an der Essensversorgung in der Kita zu beteiligen. (Einkaufen, Marktbesuch). Die Mitwir‐
kung und Mitsprache der Kinder am Speiseplan unterstützt die Kinder dabei, sich für ihre eigenen Belange und die der anderen Kinder einzusetzen. Das wöchentliche Wunschessen der Kinder ist fester Bestandteil des Essensplans. Die Kinder werden regelmäßig beim Tischdecken beteiligt. Um bei den Kindern ein nach‐
haltiges Essverhalten aufzubauen, ist es wichtig, dass es eine konstruktive Zusammenarbeit und vertrauensvolle Kommunikation mit den Eltern gibt.  Welche Ess‐ und Trinkgewohnheiten hat das Kind im Elternhaus,  hat es besondere Vorlieben oder Abneigungen,  benötigt es aus religiösen, medizinischen oder kulturellen Gründen eine andere Ernährung. Selbstverständlich achten wir bei der Herstellung des Essens auf Lebensmittelunverträg‐
lichkeiten, Allergien und auf Essgewohnheiten anderer Kulturen. Es wird in unserem Haus jeden Tag frisch gekocht. Bei der Erstellung des Speiseplans wird auf eine abwechslungs‐
reiche Ernährung geachtet. In den Gruppenräumen gibt es einen Standort, an dem Getränke (Wasser/Tee) und Trinkgefäße sichtbar und erreichbar den ganzen Tag über angeboten werden. 4.2 Frühstück Die Kinder sollen ein gesundes und abwechslungsreiches Frühstück von zu Hause mitbringen. Von montags bis freitags findet in den Gruppen ein gleitendes Frühstück statt. Das heißt, in einem großzügig vorgegebenen Zeitrahmen (07.00 Uhr – 10.30 Uhr) können die Kinder selbst bestimmen wann sie frühstücken wollen. Sie suchen sich den Tischge‐
fährten selber aus und bestimmen je nach Lust und Appetit auch die Dauer der Mahlzeit. Danach kehren sie wieder zu ihrem Spiel zurück. Freitags findet ein Frühstücks‐Büfett statt. Gemeinsam mit den Erziehern bereiten die Kinder dieses vor. Die Eltern beteiligen sich an der Bereitstellung der Frühstückszutaten. 4.3 Mittagsruhe Zur Ruhe kommen, ausruhen und sich erholen! Der Kindergartentag stellt zahlreiche Anforderungen an ihr Kind (Auseinandersetzung mit anderen Kindern und den Mitarbeitern, Geräuschpegel, Reizvielfalt ...). Die Ruhephase bietet allen Kindern die Möglichkeit Erlebtes zu verarbeiten, neue Energien zu sammeln oder einfach mal abzuschalten. Besonders unsere zweijährigen Kinder haben ein ganz anderes Schlafbedürfnis als die Älteren. Oftmals sind unsere Jüngsten schon am Vormittag so müde, dass sie schlafen möchten. Aus diesem Grunde haben wir für unsere U3 Kinder einen separaten Schlafraum eingerichtet. Er befindet sich auf der gleichen Ebene wie die Gruppenräume. Die dreijährigen Kinder schlafen gruppenübergreifend in einem anderen Schlafraum. Nicht jedes Kind hat das gleiche Bedürfnis einen Mittagsschlaf zu halten. In unserer Kindertagesstätte halten alle Tageskinder eine Mittagsruhe ein, müssen aber keinen Mittagsschlaf machen. In der Vorbereitungsphase der Mittagsruhe wird eine Geschichte vorgelesen, eine CD oder Entspannungsmusik gehört. Die Erzieherinnen nehmen Rücksicht auf die Schlafgewohnheiten der Kinder und beachten individuelle Besonderheiten, wenn es z.B. Nuckel, Kuscheltier oder ein Tuch zum Ein‐
schlafen benötigt wird. Mit dem Älterwerden der Kinder ergeben sich in der Gruppe immer wieder Veränderungen, auf die die Mitarbeiter reagieren. Kinder, die eine halbe Stunde geruht haben und nicht schlafen möchten, dürfen zurück in die Gruppenräume gehen. 5. WICKELN Zum Wickeln der jüngeren Kinder nehmen wir uns viel Zeit. Es entsteht zwischen Kind und Erziehern eine Interaktion. In dieser Situation ist es uns wichtig, die Kinder in einer vertrauensvollen, ruhigen und intimen Atmosphäre zu wickeln. Die ungeteilte Aufmerk‐
samkeit bei der Körperpflege ist für die Stärkung und der Festigung der gegenseitigen Beziehung wichtig. Bei der Sauberkeitserziehung wird von Seiten der Kita kein Druck ausgeübt. Mit den Eltern als Erziehungspartner wird abgesprochen, wie zu Hause und in der Kindertagesstätte die Sauberkeitserziehung weitergeführt wird. Die Kinder suchen meist selbständig die Toilette auf. Gerade im Alter von zwei bis drei Jahren ist der Nachahmungseffekt bei den Kindern in dieser Phase von Vorteil und wird in der Kindertagesstätte unterstützt. 6. ELTERNARBEIT 6.1 Erziehungspartnerschaft Die Eltern sehen wir als „Experten für ihr Kind“. Denn den Eltern sind die Bedürfnisse, Interessen, Stärken und Schwächen ihres Kindes bestens bekannt. Die Beteiligung der Eltern ist uns sehr wichtig und daher stehen wir in enger Zusammenarbeit mit ihnen. Dabei steht das Wohlbefinden des Kindes im Mittelpunkt. Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist geprägt von gegenseitiger Akzeptanz. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit fördert die positive pädagogische Arbeit in den Gruppen und die Zufriedenheit der Eltern und Erzieherinnen. So ist uns der Aspekt der Elternbegleitung, um sie bei ihren Erziehungsaufgaben zu unterstützen, von großer Bedeutung. Die Aufnahmegespräche, Erstgespräche, Entwick‐
lungsgespräche sind in unserer Arbeit fest verankert. 6.2 Elternarbeit findet auf vielen Ebenen statt Tür und Angelgespräche Informationsaustausch zwischen Eltern und Erziehern finden täglich statt. Elterngespräche Informationsaustausch zwischen Eltern und Erziehern, die mehr Raum benötigen als ein Tür und Angelgespräch. Entwicklungsgespräche innerhalb unserer Bildungsdokumentation. Elternabende oder Elternnachmittage Regelmäßig bieten wir Elternabende oder Nachmittage an. Diese dienen zur Information der Eltern, was die Arbeit der Kita betrifft oder auch zu unterschiedlichen pädagogischen Themen. Gelegentlich werden dazu externe Referenten eingeladen. Veranstaltungen mit Eltern und Kindern Veranstaltungen für alle Familienmitglieder. So z.B. Sommerfest, Gemeindefest, Advents‐
nachmittage, Oma‐/Opatag. Hospitationen/Hausbesuche Viele Aspekte unserer Arbeit mit den Kindern und des damit verbundenen Tagesablaufs können auch durch regelmäßige Gespräche oder Fotos nicht ausreichend dargestellt werden. Deswegen sind alle Eltern herzlich eingeladen in der Einrichtung zu hospitieren. Da die Kindergartenkinder ihren Freunden und den Bezugserziehern gerne ihr Zuhause zeigen möchten, bieten wir jedes Jahr an die Schulkinder zu Hause mit der Gruppe zu be‐
suchen. Einladungen nehmen wir gerne an. Mitwirkung der Eltern in der Kita Stehen Feste oder größere Aktionen im Kindergarten an, bitten wir die Elternschaft um Mithilfe in vielfältiger Form. Begleitpersonen bei Ausflügen, Besorgungen erledigen, Kuchenspenden …. Das Mitwirken der Eltern ermöglicht so erst viele solcher Aktionen. Gemeinsame Gottesdienste In regelmäßigen Abständen gestalten wir gemeinsam mit den Kindern einen Familien‐
gottesdienst. Wir freuen uns immer über Unterstützung und Ideen aus der Elternschaft. Regelmäßige Erfassung der Elternzufriedenheit Ziel der Befragung ist es, dass die Kindertagesstätte direkt Informationen über die Zufriedenheit ihrer Arbeit und Verbesserungsvorschläge hinsichtlich Organisation sowie inhaltlicher Gestaltung erhalten. Ein „Elternbriefkasten“ für Mitteilungen zu Kritik, Lob und sonstigen Wünschen hängt im Flur. 7. Beschwerdemanagement In unserer Einrichtung arbeiten wir nach dem Q‐M‐Ordner Bundesrahmenhandbuch für EV. Kindertagesstätten (Bundesvereinigung Ev. Kindertagesstätten für Kinder e.V. Diakonisches Institut für Qualitätsentwicklung und Forschung gGmbH Hrsg.2002) Eltern und Sorgeberechtigte können in unserer Kindertagesstätte eine Beschwerde (mündlich oder schriftlich) über die pädagogische Arbeit oder die Rahmenbedingungen einreichen. Jede Beschwerde nehmen wir ernst und behandeln sie vertraulich. Jedes Mitglied des pädagogischen Personals nimmt Beschwerden entgegen und versucht diese zu klären oder weiterzuleiten um eine baldige Klärung zu erreichen. Wird keine kurzfristige oder direkte Lösung des Problems gefunden, werden übergeordnete Verantwortliche mit einbezogen (Leitung, Trägervertreter, Elternrat). Im Rahmen der Bearbeitung von Beschwerden gibt es folgende Vorgehensweisen:  sofortige, direkte Gespräche zwischen Eltern und Mitarbeitern,  ausführliche Gespräche zwischen Eltern und Mitarbeitern mit Terminabsprache und Vermerk,  kollegiale Beratung im Team,  Beratung und Begleitung durch die Leitung der Kindertagesstätte,  Beratung und Begleitung durch die Trägervertretung,  Beratung und Begleitung durch die Fachberatung des Trägers. Verfahren und Ziele des systemischen Umgangs mit Beschwerden werden den Eltern am ersten Elternabend in jedem neuen Kindergartenjahr erklärt. Die Eltern/Sorgebe‐
rechtigten haben die Möglichkeit ihre Beschwerde in einer Beschwerdedokumentation nieder zu schreiben. Die ihnen von der Kindertagesstätte zur Verfügung gestellt wird (siehe Anhang). Neben direkter persönlicher Beschwerde haben alle Eltern/Sorgeberechtigten die Möglich‐
keit eine anonyme Beschwerde in unseren Vorschlags‐, Ideen‐, Beschwerde‐ und Kummer‐
kasten zu werfen. Dieser hängt zentral im Flurbereich. 7.1 Beschwerdemanagement / Beteiligung der Kinder Kinder und Fische haben keine Stimme ( Janusz Korczak) ‐ bei uns schon ‐ Kinder verbringen einen großen Teil des Tages in der Kindertagesstätte. Uns ist es wichtig den Alltag und das Zusammenleben gemeinsam mit den Kindern zu gestalten. Wir sehen Kinder als kleine kompetente Menschen, die in der Lage sind ihren Alltag eigenständig zu planen und zu reflektieren. Wir trauen Kindern etwas zu, nehmen ihre Bedürfnisse ernst und begegnen ihnen mit Achtung, Respekt und Wertschätzung. Wir ermöglichen den Kindern, dass sie ihre Meinung frei äußern können und dass ihre Meinung wichtig ist. In unserer Kindertagesstätte wählen die Kinder im November eines jeden Jahres eine „Kummerkastennerzieherin „. Wir wählen den Monat November bewusst aus, weil dann die neuen Kinder des neuen Jahrgangs sich gut eingelebt haben und auch mitwählen können. Jedes Kind hat die Möglichkeit sich bei dieser Erzieherin zu beschweren. Einmal wöchentlich nimmt die Erzieherin an Gruppengesprächen in jeder Gruppe teil. Über Handpuppen sogenannten „ Sorgenfresser „ können die Kinder in den wöchentlichen Gesprächsrunden ihre Probleme darstellen. Fragestellungen sind z.B. was hat euch in der letzten Woche nicht so gut gefallen,‐ was war schön,‐ welche Wünsche habt ihr. Die Sorgenpuppen haben einen Reisverschluss am Mund, in den kleine Zettel der Beschwerde hineingesteckt werden können. Die Beschwerden der Kinder werden in die Kinderkonferenz eingebracht. Die Kinderkonferenz setzt sich aus einem Elternvertreter jeder Gruppe, zwei Kindern jeder Gruppe, der Kummerkastenerzieherin und der Leitung der Kita zusammen. Einmal monatlich trifft man sich. 8. Qualitätssicherung Unsere pädagogische Arbeit wird regelmäßig reflektiert und überprüft. Ein Instrument zur Überprüfung sind die jährlichen Fragebögen an die Eltern, mit denen der derzeitige Leistungsstand und die Zufriedenheit der Eltern/Sorgeberechtigten erhoben werden kann. Das Ergebnis dieser Fragebögen dient der Evaluation und Weiterentwicklung der Einrichtungsangebote. Für die Bereiche, dessen Umsetzung als nicht zufriedenstellend eingestuft wird, erarbeitet man Verbesserungsmaßnahmen. Wenn aus eigener Anstrengung keine Veränderung er‐
reicht werden kann, wird der Träger bzw. die Fachberatung hinzugezogen. Ein Trägervertreter verfolgt regelmäßig den Verlauf der Qualitätsarbeit. So finden regel‐
mäßig wöchentliche Dienstbesprechungen für das gesamte Team und auf Gruppenebene Dienstbesprechungen mit Träger und Trägervertreter, Vorbereitungs‐ und Nachberei‐
tungszeiten sowie regelmäßige Treffen mit dem Elternrat statt. Die Qualitätsarbeit ist gültig für alle am pädagogischen Alltag teilnehmenden Personen. Der Einrichtungsträger bewilligt im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten fachlich und konzeptionell gerechtfertigte Fortbildungen. Regelmäßige Fortbildung und Weiterbildung ist ein zentraler Bestandpunkt unserer Personalentwicklung. Jährlich finden vier Konzep‐
tions‐/Teamfortbildungstage statt. Der Fortbildungsbedarf leitet sich in erster Linie aus der pädagogischen Arbeit und den Ergebnissen, die im Rahmen der Qualitätszirkelarbeit in der Einrichtung gewonnen wurde, ab. Außerdem kann sich Fortbildungsbedarf aus geplanten konzeptionellen Veränderungen der Arbeit ergeben oder Veränderungen der Rahmenbedingungen. Der Träger verfolgt die Qualitätssicherung durch jährlich stattfinde Planungs‐ und Bewer‐
tungsgespräche mit der Leitung der Kindertagesstätte (Jahresreview). 9. BILDUNGSBEREICHE Unsere Kindertagesstätte erfüllt den vom Land Nordrhein‐Westfalen festgelegten Bildungsauftrag. Mit dem Gelsenkirchener Entwicklungsbogen wird der Entwicklungsstand von Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren in den Bereichen Sprache, kognitive Entwicklung, soziale Kompetenz sowie Grob‐ und Feinmotorik überprüft und dokumentiert. 9.1 Bewegung Bewegung ist der Motor des Lernens Wir befinden uns auf dem Weg zum Bewegungskinder‐
garten. Alle Mitarbeiter absolvieren beim Kreissportbund Rhein Erft ab Mai 2013 eine halbjährige Fortbildung. Ziel ist, zertifizierter Bewegungskindergarten mit Pluspunkt Ernährung zu werden. Wir greifen die Bewegungsfreunde der Kinder nicht nur auf, sondern regen im Alltag die Kinder immer wieder zur Bewegung an. Lernen ist ohne Bewegung, ohne Verknüpfung der Wahrnehmung und der Motorik nicht denkbar. Bewegung und Spiel sind die dem Kind angemessenen Formen, sich mit der personalen und materialen Umwelt auseinander zu setzen, auf sie einzuwirken und die Welt zu be greifen. Die Kinder sollen im Alltag Gelegenheit haben Angebote wahrzunehmen, die darauf abgestimmt sind: 
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ihr Bewegungsrepertoire zu erweitern, den Aufbau eines positiven Selbstkonzeptes zu erfahren, die Gelegenheit für soziales Lernen bieten, die sie mit Regeln des Zusammenlebens und der gegenseitigen Achtung vertraut machen,  Bewegung und Spracherwerb liegen ganz dicht beieinander. 9.2 Sprache und Kommunikation Sprache ist der Schlüssel zur Welt Die Sprachförderung erfolgt in unserer Einrichtung ganz‐
heitlich, d.h. wir sehen das ganze Kind mit all seinen Sinnen, seinem Bewegungsdrang, seiner Neugier, seinen Stärken und Schwächen. Sprachförderung ist in den Tagesablauf eingebunden und kann sowohl beim Singen, Turnen, Basteln, Experimentieren ebenso stattfinden wie beim Betrachten von Bilderbüchern, beim Gespräch mit dem einzelnen Kind, in der Kleingruppe oder Gesamtgruppe. Ziel der Sprachförderung ist, dass möglichst alle Kinder bis zum Schuleintritt in der Lage sind, mit einem altersgemäßen Vokabular zu kommunizieren und grammatikalisch richtig und verständlich zu sprechen. Kinder mit Sprachförderbedarf werden unabhängig von ihrem Einschulungstermin in Kleingruppen, die sich durch einen möglichst homogenen Sprachstand auszeichnen, zu‐
sammengefasst und gefördert. Die Förderung wird von den Erzieherinnen in Anlehnung an evaluierte Programme durchgeführt. In unserer Kindertagesstätte arbeiten wir nach dem Würzburger Sprachprogramm und Wuppis Reise zur phonologischen Bewusstheit. Für die Kinder, die nach Delfin 4 ermittelten Förderbedarf haben, kommt eine Logopädin ins Haus. 9.3 Mathematische Bildung Mathematik ist die Sprache für Muster und Problemlösungen In unserer Kindertagesstätte werden die Grundzüge der Mathematik vermittelt. Hierbei ist uns wichtig, dass die Kinder nicht lernen zu rechnen, sondern die Mathematik eher ganzheitlich erleben. Wir möchten, dass ihr Interesse an Zahlen geweckt wird und sie Mathe mit allen Sinnen und dem ganzen Körper begreifen. Die Kinder sollen Zahlen und Formen kennen lernen. Unsere Vorschulkinder begeben sich auf eine spielerische Entdeckungsreise in die Welt der Mathematik. Mit dem Konzept „Komm mit ins Zahlenland“ werden die Kinder durch Zahlengeschichten und die passen‐
den Zahlenlieder in die Welt der Mathematik eingeführt. 9.4 Naturwissenschaftliche Bildung Wirklichkeit oder Zauberei? Mit all seinen Sinnen erschließt das Kind sich die Natur und baut darauf erste naturwissenschaftliche Erfahrungen und Fragestellungen auf. Regelmäßig fahren wir mit unseren Kindern in den Wald. Waldtage ermöglichen Kindern intensive Naturerlebnisse. Einmal die Woche treffen sich alle interessierten Kinder im Forscherclub. Dort erfahren die Kinder naturwissenschaftliche Zusammenhänge anhand der Durchführung von Expe‐
rimenten. Bei den Experimenten sollen den Kindern naturwissenschaftliche Hintergründe vermittelt werden, um den Eindruck von „Zauberei“ zu vermeiden. Die Kinder sammeln dadurch Erfahrungen und lernen naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen. 9.5 Kreativität  Wir fördern Kinder darin, für alle Fragen und Probleme selbst Lösungen zu suchen,  Wir fördern Kinder darin, sich beim Malen, Bewegen, Musizieren mit ihren Empfindungen und Gefühlen auszudrücken. Kreativität ist für uns nicht ausschließlich auf eine künstlerische Entwicklung bezogen, sondern betrifft alle Lebensbereiche von Kindern. So verstehen wir die Entfaltung der Kreativität als einen ganzheitlichen Prozess, indem Kinder unterstützt werden, sich aus‐
zuprobieren, eigene Lösungen zu finden und eigene Wege zu gehen. Um Kinder bei der Entfaltung ihrer Kreativität zu unterstützen, gestalten wir den Lebens‐
raum Kindertagesstätte, indem die Kinder entsprechend ihren Bedürfnissen vielfältige Angebote und Materialien zum freien Experimentieren und Gestalten erhalten. 9.6 Musikalische Früherziehung Mit Musik geht alles besser Ein weiteres besonderes Angebot unserer Einrichtung ist die musikalische Frühförderung durch unsere Musikpädagogin der ev. Kirchengemeinde. Im Fokus steht hier die frühkindliche Stimmbildung, erste Instrumentenkunde sowie das Erlernen von Rhythmusgefühl. In den Kindergartengruppen vermittelt die Musik eine Atmosphäre des Wohlbefindens. Bei uns in der Kita wird jeder Tag mit Musik begrüßt ‐ sei es im Morgenkreis, beim Freispiel, beim Turnen ... Passend zu den Gruppenthemen suchen wir Lieder, Singspiele, Klanggeschichten und rhythmische Verse aus. 9.7 Partizipation Partizipation heißt Teilhabe, Beteiligung, und Teilnahme an Abläufen. Weiter kann Parti‐
zipation mit demokratischen Prinzipien und Erziehungsstilen, Handlungsfähigkeit, Selb‐
ständigkeit, Reflexivität, Verantwortungsfähigkeit beschrieben werden. Partizipation von Kindern ist die verbindliche Einflussnahme von Kindern auf Planungs‐ und Entscheidungsprozesse von denen sie mittel‐ oder unmittelbar betroffen sind. Wobei Formen und Methoden der Partizipation dem jeweiligen Alter und Entwicklungsstand der Kinder anzupassen sind. Wir möchten unseren Kindern ein gewisses Mitsprache‐, Mitgestaltungs‐, und Mitent‐
scheidungsrecht ermöglichen. Im Alltag sieht es so aus, dass die Kinder die Möglichkeit haben ihre Interessen, Wünsche zu benennen und umzusetzen. Die Kinder werden aktiv beteiligt an:  Essensplan mitgestalten,  Geburtstag (Gäste aussuchen, die mit am Tisch sitzen – Spiele und Lieder auswählen),  in die Spielplatzgestaltung mit einbinden,  Gestaltung des Gruppenraumes bzw. Spielraumplanung,  Zeit haben für die Belange und Sorgen der Kinder,  Morgenkreise – Zeit haben für einen regelmäßigen Austausch um die Interessen der Kinder wahrzunehmen. Somit entwickeln sich Projekte und Ausflüge.  regelmäßige Abstimmungsvorgänge, z.B. welches Gruppenthema wollen wir. Was lernen die Kinder, wenn sie mitbestimmen? 
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Die Kinder lernen ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche kennen. Die Kinder lernen Wünsche und Bedürfnisse zu verbalisieren. Sie stellen Fragen. Sie lernen Gesprächsregeln kennen. Sie setzen sich aktiv mit ihrem Lebensraum auseinander und gestalten mit.  Sie setzten sich mit unterschiedlichen Standpunkten auseinander, lernen sie zu verstehen und akzeptieren die Meinung eines Anderen.  Kinder treffen Entscheidungen.  Sie handeln Konflikte aus.
10. RELIGIONSPÄDAGOGIK Eigentlich braucht jedes Kind drei Dinge: 1. Es braucht Aufgaben, an denen es wachsen kann. 2. Es braucht Vorbilder, an denen es sich orientieren kann. 3. Es braucht Gemeinschaften, in denen es sich aufgehoben fühlt. Auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes verpflichten wir uns, die uns anver‐
trauten Kinder respektvoll zu behandeln und für eine Atmosphäre der Wertschätzung zu sorgen. Wir nehmen die Unterschiede im Hinblick auf Kultur, Religion und Herkunft wahr, akzeptieren und respektieren sie. Unsere Religionspädagogik ist Bestandteil der ganzheitlichen Arbeit im Kindergarten. Für uns bedeutet religionspädagogisches Arbeiten nicht nur Beten und Feiern christlicher Feste, sondern auch der ehrliche und freundliche Umgang miteinander und die Achtung der Persönlichkeit eines jeden Kindes. In der Religionspädagogik vermitteln wir nicht nur zu christlichen Festen, sondern das ganze Jahr über Inhalte christlichen Glaubens in altersgerechter Form. Dies geschieht durch Gebete, Lieder, Gottesdienste und biblische Geschichten. 11. KITA MITEINANDER UND DAS BUNDESKINDERSCHUTZGESETZ Mit dem Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes veränderten sich die Rechtslage bzw. die Forderungen des Gesetzgebers gegenüber den Einrichtungen im Hinblick auf das Klärungsverfahren in Verdachtsfällen der Kindeswohlgefährdung. Die Leitung und zwei Mitarbeiterinnen der Einrichtung haben bei dem Institut ISA an einer Fortbildung zum Bundeskinderschutzgesetz teilgenommen. Eng arbeiten wir mit der Koordinierungsstelle „Netzwerk Frühe Förderung“ der Stadt Pulheim zusammen. Ein Mitarbeiter der Kita besucht regelmäßig Fortbildungen zum Thema Kinderschutz. Dadurch ermöglichen wir Ihnen als Eltern, schnelle unbürokratische Hilfestellungen bei allen Fragestellungen. Im Rahmen der Beratung zu allen Themen im Bereich Kinderschutz werden Ihre Anliegen vertraulich behandelt. 12. AUSBLICK/WEITERENTWICKLUNG DER KINDERTAGESSTÄTTE In keinem anderen Lebensalter spielt Bewegung eine so große Rolle wie in der Kindheit und zu keiner Zeit war Bewegungserziehung auf Grund der veränderten Lebensgewohnheiten von Kindern so wichtig wie heute. Wir befinden uns auf dem Weg zum Bewegungskindergarten. Da die Qualifikation der Erzieher eine wichtige Voraussetzung zur Umsetzung des Konzeptes eines Bewegungskindergartens ist, besuchen z.Zt. alle Mit‐
arbeiterinnen einen Qualifizierungskurs beim Landessportbund Rhein/Erft. 
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