close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Athen würgt Aufschwung ab - ePaper

EinbettenHerunterladen
Hier geht’s zur
neuen News-App:
http://kompakt.
welt.de
KOMPAKT
MONTAG, 2. FEBRUAR 2015 | 90 CENT
NRW | 22
Krächzende Ehrerbietung
Folk-Legende Bob Dylan singt zehn nostalgische
Balladen, die einst Frank Sinatra eingespielt hat Kultur, Seite 8
Freundliche Finanzbeamte:
In welchen Städten die
Deutschen ihren Fiskus
mögen Wirtschaft, Seite 23
DEUTSCHLAND
THEMA DES TAGES
Trauer um Richard
von Weizsäcker
Mit großer Betroffenheit haben Vertreter von Politik und Gesellschaft
auf den Tod des früheren Bundespräsidenten reagiert. Seiten 2/3
DEUTSCHLAND
AfD macht Lucke zu
ihrem starken Mann
Reform gebilligt: Die eurokritische
Partei wird vom kommenden Dezember an von nur einem Parteivorsitzenden geführt. Seite 4
AP/ EUGENE HOSHIKO
POLITIK
Ukraine: Friedensgespräche
scheitern an Separatisten
Statt über eine Waffenruhe zu
sprechen, fordern die prorussischen
Aufständischen eine Korrektur
bisheriger Vereinbarungen. Seite 7
SPORT
Heimmacht Werder
schlägt schwache Berliner
Die spielerisch überzeugenden
Hanseaten siegen 2:0 gegen Hertha.
Wolfsburg schlüpft in die alte BVBRolle. Alle Spiele, Seiten 10/13
IM INTERNET
Tweets des Tages
Congrats!!! @DjokerNole @AustralianOpen: Novak #Djokovic wins a
fifth Australian Open championship
Mario Götze
#ausopen
Maren Gilzer ist D_CHU_G__KÖ_IGI_!
Ich nehme das ERNSTL und möchte
lösen. #ibis #glücksrad Hans Sarpei
all glamour has come to an end...
#ibes #ibes2015 #Dschungelcamp
Micky Beisenherz
Treffpunkt für Fans
facebook.com/weltkompakt
Twittern, was uns bewegt
twitter.com/weltkompakt
E-Mail an die Redaktion
kompakt@weltn24.de
Abo & mehr
www.welt-kompakt.de/abo
News rund um die Uhr
www.weltn24.de
Digitale Angebote
Tel. 0800 / 95 15 00 0
digital@welt.de
Kundenservice: 0800 / 53 73 78 3
Land unter Schock
Die Nachricht von der Ermordung der
zweiten japanischen Geisel, dem Journalisten Kenji Goto, durch die Terrormiliz
IS löst weltweit Entsetzen aus. Mit ei-
nem Schlag wird vielen Japanern bewusst, dass ihr pazifistisch orientiertes
Land nun plötzlich auf dem Radar des internationalen Terrorismus steht. Pre-
mier Shinzo Abe will schon länger das
militärische Engagement verstärken. Vor
seinem Amtssitz in Tokio gab es Proteste
(Foto) dagegen. Seite 6
Tsipras geht nun auf Gläubiger zu
Griechischer Premier verspricht „zufriedenstellende Vereinbarung“ mit Partnern
N
ach dem spektakulären Rauswurf der
Troika hat sich der
neue griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras
bemüht, die Wogen im Schuldenstreit mit den europäischen
Geldgebern zu glätten. Er zeigt
sich vor Gesprächen mit den
Euro-Partnern deutlich gemäßigter als zuletzt. „Obwohl es
unterschiedliche Perspektiven
gibt, bin ich sehr zuversichtlich,
dass wir bald eine für beide Seiten zufriedenstellende Vereinbarung treffen können, für
Griechenland und für Europa“,
teilte Tsipras der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge in
einer E-Mail mit. „Wir brauchen
Zeit zum Atmen, um unser eigenes mittelfristiges Reformprogramm zu erarbeiten.“
Tsipras habe am Wochenende mit EZB-Präsident Mario
Draghi telefoniert, hieß es in
Athener Regierungskreisen. In
dem Gespräch „sei der Wille erklärt worden, eine für Griechenland und Europa gleicher-
maßen vorteilhafte Lösung zu
finden“. Offenbar rief Tsipras
auch
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und
Parlamentspräsident
Martin
Schulz an, um die harten Worte
seines Finanzministers Janis
Varoufakis zu relativieren. Dieser hatte der Troika, die bislang
für die Geldgeber Hilfen und
Auflagen mit dem hoch verschuldeten Land aushandelt,
am Freitag die Zusammenarbeit
aufgekündigt. Die von der linken Syriza geführte Regierung
in Athen lehnt die Sparauflagen
der Troika ab und will auch das
laufende Rettungsprogramm
nicht verlängern. Griechenland
wird seit 2010 von den EuroPartnern und dem IWF mit insgesamt 240 Milliarden vor der
Staatspleite bewahrt.
Varoufakis plant bald auch
Besuche in Berlin und Frankfurt am Main. Er würde dort
gerne bald Gespräche führen,
um die Haltung seines Landes
zu erklären, sagte er nach einem Treffen mit dem französi-
© Alle Rechte vorbehalten - Axel Springer SE, Berlin - Jede Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.as-infopool.de/lizenzierung
schen Kollegen Michel Sapin in
Paris. Ein solcher Besuch sei
„essentiell“, schon wegen der
US-BERATER FÜR
SCHULDENSCHNITT
Athen hat zur Vorbereitung
eines weiteren Schuldenschnitts eine Investmentbank
als Berater engagiert. Dabei
handelt es sich um das
amerikanische Geldhaus
Lazard, das auch eine große
Dependance in Frankreich
unterhält. Es ist die gleiche
Bank, die Griechenland beim
ersten Schuldenschnitt für
private Gläubiger 2012 beraten hatte. Damals wurden
Griechenlands Schulden um
mehr als 100 Milliarden Euro
reduziert. Die neue Regierung strebt einen weiteren
Schuldenschnitt an, um mehr
finanziellen Spielraum für das
Land zu schaffen.
DIE WELT KOMPAKT BUNDESAUSGABE-2015-02-02-swonl-96 5d60c0430dbd3ff0583231773827a32d
Bedeutung Deutschlands in
Europa. Er äußerte zudem die
Hoffnung, dass eine internationale Übereinkunft zur Lösung
der Schuldenkrise „bis Ende
Mai“ getroffen werden könne.
EU-Kommissionspräsident
Juncker plant offenbar, die
Troika abzuschaffen. Das Gremium aus Vertretern der Europäischen Zentralbank, des Internationalen Währungsfonds
und der EU-Kommission solle
nicht mehr nach Athen reisen,
berichtet das „Handelsblatt“.
Zu einer Reform der Troika sei
im Prinzip auch die Bundesregierung bereit. Tsipras will sich
in den kommenden Tagen mit
Juncker treffen und plant außerdem Antrittsbesuche in Zypern, Rom und Paris. Die Gespräche dürften auch auf den
geplanten EU-Gipfel und das
nächste Treffen der Euro-Finanzminister Mitte Februar
zielen. Ein Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel in Berlin
steht dagegen bisher nicht auf
dem Plan. Seite 19
Autor
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
4
Dateigröße
400 KB
Tags
1/--Seiten
melden