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Ausgabe 1 I Januar I 2015
Baurundblick
Thema des Monats
Wirtschaftsminister Lies stellt
Schwerpunktthemen für 2015 vor
(brb).-Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Olaf Lies, hat
Anfang Januar die Arbeitsschwerpunkte
seines Hauses für das Jahr 2015 vorgestellt. Zu den Hauptaufgaben zählen eine
moderne und nachhaltige Industriepolitik,
die intelligente Industrieentwicklungen
wie die Industrie 4.0 unterstützt, die
konsequente Fortsetzung des Breitbandausbaus sowie der Erhalt und der Ausbau
der Infrastruktur. „In diesen drei Aufgabenfeldern liegt der Schlüssel, um die
Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand
am Standort Niedersachsen zu sichern“,
sagt Lies.
Von den 10,79 Mrd. Euro gemäß Haushalts-Soll 2015 entfallen:
• 5,058 Mrd. Euro auf die Bundesfern-
straßen (- 33 Mio. Euro zu 2014)
Wirtschaftsminister Lies stellt
Schwerpunktthemen für 2015 vor
Bundesverkehrshaushalt 2015
2
Kommentar:
Neugier und Bangigkeit
Unternehmerstimmen zum Baujahr 2015
Bundesverkehrshaushalt 2015
Für das Haushaltsjahr 2015 sind für die
Investitionen in die Verkehrswege insgesamt rund 10,79 Mrd. Euro vorgesehen.
Dies sind 332 Mio. Euro mehr als das
Haushalts-Soll des Jahres 2014. Bis 2018
steigen die Investitionen für Straße –
Schiene – Wasserstraße – Kombinierter
Verkehr auf 11,61 Mrd. Euro an.
Thema des Monats:
Fortsetzung auf Seite 4
(brb).- Der Deutsche Bundestag hat Ende
letzten Jahres mit breiter Mehrheit den
Haushalt 2015 und insofern auch den
Einzelplan 12, Haushalt des Bundesministeriums für Verkehr und digitale
Infrastruktur, beschlossen. Die Ergebnisse
sind verhalten optimistisch in Bezug
auf künftig höhere Investitionen in die
Verkehrsinfrastruktur. Die Verankerung
der überjährigen Mittelverwendung gibt
Anlass zur Hoffnung.
1
• 4,604 Mrd. Euro auf die Eisenbahnen des Bundes (+ 374 Mio. Euro zu 2014)
• 997 Mio. Euro auf die Bundeswasser-
straßen (- 8,4 Mio. Euro zu 2014)
• 131 Mio. Euro auf den Kombinierten Verkehr (- 0,6 Mio. Euro zu 2014)
3
Forum Nord:
Fortsetzung von Seite 2
Unternehmerstimmen zum Baujahr 2015
4
Trends und Märkte:
Fortsetzung von Seite 1
Wirtschaftsminister Lies stellt
Schwerpunktthemen für 2015 vor
Fortsetzung von Seite 1
Bundesverkehrshaushalt 2015
Impressum
Bei den Bundesfernstraßen steht der
Aufstockung der mautfinanzierten Investitionen von 19 Mio. Euro eine Kürzung
der haushaltsfinanzierten Investitionen
von 52 Mio. Euro gegenüber. Damit
stehen 2015 insgesamt 5,058 Mio. Euro
zur Verfügung, 33 Mio. Euro weniger als
noch im laufenden Jahr. Bis 2017 steigt
das Investitionsniveau auf rund 6,06 Mrd.
Euro, bevor es in 2018 wieder auf rund
5,26 Mrd. Euro abfällt. Der Rückgang
soll künftig durch die Einführung der
Infrastrukturabgabe (Pkw-Maut) sowie
Erweiterung der Lkw-Maut auf allen
Bundesstraßen aufgefangen werden.
Die Eisenbahnen des Bundes erhalten im
nächsten Jahr eine deutliche Aufstockung
Fortsetzung auf Seite 4
1
Ausgabe 1 I Januar I 2015
Nachrichten und Kommentar:
Neugier und
Bangigkeit
(brb).- Auch diesmal wieder stellt sich jedermann mit einer Gefühlsmischung aus
Neugier und Bangigkeit die ewig gleiche
Frage: Was wird das neue Jahr wohl bringen? Wird es ein gutes Jahr werden oder
ein schlechtes Jahr? Sind Veränderungen
zu befürchten, oder wird alles wie gewohnt weitergehen? Eine Antwort, die
verlässlicher ist als bloße Hoffnungen
oder reine Befürchtungen, hat freilich niemand je zu geben vermocht.
Schon der Rückblick auf das alte Jahr ist
nicht einfach und ergibt zumeist ein Bild
mit hellen und mit weniger fröhlichen
Farbe. Im Urteil über 2014 sind sich die
Leute vom Bau beispielsweise einig über
die nach wie vor kaum auskömmlichen
Preise, die wenig befriedigende Ertragslage der Unternehmen, und den mörderischen Wettbewerb. Sie verweisen auf die
mangels anderer Anlageformen und dank
günstiger Finanzierungsbedingungen
ordentliche Konjunktur im Wohnungsbau,
sorgen sich um den Wirtschaftsbau, dem
die internationalen Krisen zu schaffen
machen, und beklagen die Stagnation im
Tiefbau, weil die öffentlichen Hände einfach zu wenig investieren. Dennoch ist in der Bauwirtschaft hierzulande keinerlei Resignation zu spüren,
ganz im Gegenteil. Wer sich umhört bei
den Unternehmern, dem wird hier gesagt,
„wir schauen mit gesunden Optimismus
nach vorn“, und der vernimmt dort, „wir
gehen mit verhaltener Zuversicht in das
neue Jahr.“ In dieser Grundstimmung
steckt allerdings auch die Erwartung,
dass Vater Staat endlich wesentlich mehr
Geld bereitstellt, um den riesigen Investitionsstau bei den Vorhaben der kaum
noch zukunftsfähigen Infrastruktur zu
mildern und schließlich zu beseitigen.
Eine „Schwarze Null“ ist eben auch nur
eine Null.
2
Unternehmerstimmen zum
Baujahr 2015
Bauass. Prof. Dr.-Ing. Rolf
Warmbold, Präsident des
Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen
(brb).- Das Jahr 2014 schloss branchenspezifisch und regional mit unterschiedlichen
Ergebnissen ab. Der Hochbau war weiterhin
durch die günstigen Finanzierungsmöglichkeiten und durch die staatlichen Fördermaßnahmen positiv stimuliert und brachte
im Allgemeinen ein gutes Jahresergebnis.
Beim Wirtschaftsbau führten die internationalen Finanz- und Handelskrisen in Europa
und mit Russland zu einer zurückhaltenden
Investitionsbereitschaft, insbesondere in der
Logistikbranche. Das Jahresergebnis kann
dennoch im Durchschnitt als zufriedenstellend bezeichnet werden.
In einem Jahr, in dem ausnahmsweise keine
zusätzlichen Kosten aus neuen energetischen Anforderungen anstehen, sind aber
negative Auswirkungen durch die Mietpreisbreme nicht auszuschließen. Die anhaltende
Nachfrage nach Wohnungen wird trotzdem weiter Motor bleiben, wobei bereits
erste Fachleute vor einer Überhitzung des
Grundstücksmarktes warnen. Der Anteil der
Grundstückkosten in den Gesamtkosten für
die Wohnfläche ist inzwischen tatsächlich
beachtlich hoch.
Große Teile der stationären Industrie, ins-besondere der Maschinen- und Anlagen-bau,
müssen aufgrund der Sanktionen gegen
Russland ihre Umsatzerwartungen erheblich
zurücknehmen und werden das Thema Bau
sehr restriktiv behandeln. In der Ausweitung
der Krise stecken somit auch für die Baunachfrage des Industriebaus große Risiken.
Für ppp ist unter den derzeitig vorherrschenden politischen Randbedingungen
keine Belebung zu erwarten, wodurch trotz
günstiger Entwicklung in einigen öffentlichen Haushalten der erforderliche Bedarf
im öffentlichen Bau nicht ausreichend
fi-nanziert und damit abgerufen werden
Trotz politischer Bekenntnisse, die Investiti- kann. Allein im Verkehrsinfrastrukturbau
onen im öffentlichen Tiefbau zu verstärken, sind die hohen Bedarfe für den Einzelnen
zwischenzeitlich so spürbar geworden, dass
sind die erforderlichen Haushaltsmittel
entsprechend hoher politischer Druck entimmer noch unzureichend. Das Jahr 2014
war für die Firmen des öffentlichen Tiefbaus stehen dürfte.
ein Jahr der Stagnation bei einem niedrigen Das neue Mindestlohngesetz schafft auch
Preisniveau. Bem Jahr 2015 sehen die Firfür unsere Branche zusätzlichen bürokratimen aller Bausparten mit verhaltener Zuschen Aufwand, obwohl die Bauwirtschaft
versicht entgegen. Steigende Investitionen hinsichtlich der Mindestlohnhöhe nicht einim öffentlichen Tiefbau, niedrige Zinsen und mal betroffen ist.
der niedrige Ölpreis sowie der schwache
Euro werden der Wirtschaft Impulse geben.
Wenn die Volkswirtschaften und die politischen Verhältnisse stabil bleiben, wird diese Zuversicht sicherlich nicht enttäuscht.
In diesem Sinne wünsche ich allen Baufirmen ein erfolgreiches Jahr 2015
Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing.
Frank Siebrecht, Geschäftsführer Wilhelm Wallbrecht
GmbH & Co. KG, Hannover,
Vizepräsident des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen
Dipl.-Ing. Holger Muhle, Techn. Geschäftsführer
Kathmann Bauunternehmung GmbH & Co. KG,
Bremen
(brb).- Wenn das Jahr 2013 geprägt wurde
durch einen langen und harten Winter, gilt
für das Jahr 2014 das genaue Gegenteil.
Beflügelt von den positiven Witterungseinflüssen und der sehr guten Konjunktur im
Wohnungsbau waren 2014 für den Hochbau nur die steigenden Nachunternehmer(brb).- Wir dürfen für 2015 eine erneute
moderate Ausweitung der Bauinvestitionen preise, verbunden mit deren nicht ausreichend zufriedenstellender Qualifikation
erwarten, wobei der Wohnungsbau aufgrund der weiterhin günstigen Randbedin- und die nicht ausreichenden Kapazitäten
gungen den größten Anteil ausmachen wird. zunehmend hinderlich.
Ausgabe 1 I Januar I 2015
Forum Nord
Dieser Zustand wird sich auch in den betriebswirtschaftlichen Zahlen widerspiegeln
und das Baujahr 2015 noch mit beeinflussen. Deshalb ist es für die Baubetriebe umso
notwendiger, in allen Ebenen und Bereichen
kooperativ zusammenzuarbeiten.
Dipl.-Ing. Johannes van der
Linde, Geschäftsführer Ludwig
Freytag GmbH & Co. KG, Oldenburg, Vizepräsident des
Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen
(brb).- Auch wenn die Unsicherheiten aus
internationalen Krisenherden zunehmen
und sich die gesamtkonjunkturellen Randbedingungen verschlechtert haben, begegnen wir dem neuen Jahr mit gesunden Optimismus. Die Arbeitsmarktlage bleibt weiterhin stabil, die Finanzierungsbedingungen
bleiben günstig und die niedrigen Renditen alternativer Anlagen sorgen für Investitionen in Baumaßnahmen. Der Baubedarf bei
uns in Deutschland bleibt immens, gerade
im Bereich der Verkehrsinfrastruktur oder
der Energieversorgung. Unbefriedigend
bleibt nach wie vor die Ertragssituation in
einem von niedrigsten Markteintrittshindernissen und daraus resultierenden katastrophalen Wettbewerb geprägten Baumarkt.
Wir stellen uns gern den zukünftigen Herausforderungen.
Dipl.-Ing. Thomas Echterhoff,
Geschäftsführender
­Gesellschafter Bauunter-
nehmung Gebr. Echterhoff
GmbH & Co. KG, Westerkappeln
(brb).- Die baukonjunkturelle Entwicklung
im Jahr 2014 war sehr unterschiedlich, der
Wohnungsbau zeigte noch eine weitere
leichte Steigerung, der Wirtschaftsbau
stagnierte und der Infrastrukturbau war
weiter rückläufig. Für das Jahr 2015 sind
verstärkte Ausgaben für die angeschlagene
Infrastruktur angekündigt, die Politik wird
sich an ihren Ankündigungen messen lassen müssen, die Erfahrungen der letzten
Jahre hinsichtlich Planungsvorlauf und personeller Ausstattung der Bauverwaltungen
lassen die Hoffnung nicht zu groß werden.
Anders sieht es im Wirtschaftsbau aus,
abhängig von der gesamtwirtschaftlichen
Lage kann zumindest von einer gleichbleibenden Bauleistung ausgegangen werden.
Der Wohnungsbau wird eine weitere leichte
Steigerung der Investitionen sehen, allerdings getrieben durch die niedrigen Zinsen
und die Flucht aus den immer unattraktiver
werdenden Finanzanlagen. Die Gefahr einer
leichten Blasenbildung in Ballungsräumen
könnte gegeben sein. Die Auswirkungen
des EEG haben bereits 2014 negativ auf die
Auftragsentwicklung im regenerative Bereich durchgeschlagen, trotz der politischen
Ankündigungen zur Energiewende kommt
der Ausbau der Stromnetze nicht vom Fleck
und die Gesetzgebungen der vergangenen
Jahrzehnte behindern die Entwicklung massiv. Die Bauwirtschaft insgesamt wird auch
in den nächsten Jahren von einer Änderung
der Personalstrukturen hin zu Billigkräften
aus den osteuropäischen Ländern und weg
von den (durch Sozialabgaben belasteten)
deutschen Arbeitskräften vollziehen. Dies
wird durch den zu erwartenden Nachwuchsmangel im gewerblichen Bereich noch
unterstützt. Die Belastung der Firmen durch
die gesetzgeberischen Maßnahmen und Regulierungen wird vor allem kleinere Betriebe
überproportional treffen, hier ist die Politik
aufgerufen endlich Maßnahmen zur Entbürokratisierung zu treffen.
Dipl.-Ing. Per Carsten Meyer,
Geschäftsführer WILLI MEYER
Bauunternehmen GmbH,
Uelzen
(brb).- Das Jahr 2014 gestaltete sich erheblich länger, als wir es in der Baubranche
üblicherweise erwarten. Es waren nahezu
12 Monate offenes Bauwetter, womit jedoch gerade zu Beginn des Jahres auch die
Auftraggeber nicht rechnen konnten und
es somit vielerorts zu Umsatzrückgängen
zeitverschoben im Frühjahr gekommen ist.
Insgesamt hat sich jedoch eine positive
Entwicklung über das Jahr fortgesetzt für
unsere Branche.
Für das Jahr 2015 sehen wir einen positiven
Verlauf. Wie auch in 2014 wird eine rege
Bautätigkeit beim Hochbau zu erwarten
sein, die wir im Wohnungsbau weiterhin
erwarten können, aber auch im industriellen Bau durch die auf niedrigem Niveau
stagnierenden Zinsen, die zur Investitionstätigkeit anregen. Diese Baunachfrage
wird durch eine hohe Auslastung von einigen Gewerken zu Engpässen führen und
damit für Generalunternehmen weiterhin
ein wirtschaftlich schwieriges Umfeld
darstellen.
Die Aufstockung der öffentlichen Haushaltsmittel für den Erhalt und Instandsetzung der Verkehrsinfrastruktur ist ein
Schritt in die richtige Richtung, jedoch
werden im Gegenzug die Mittel für
entsprechende Neubauten von Straßen
fehlen. Durch die Verschiebung der Mittel
wird sich das bestehende angespannte
Preisniveau voraussichtlich nicht verbessern. Ferner sind bereits personelle Engpässe bei den öffentlichen Auftraggebern
zu sehen, die eine zügige Umsetzung
der vorgesehenen Mittel nicht erwarten
lassen. Hier erwarten wir erst zum Ende
des Jahres 2015 bzw. ab 2016 die entscheidenden Effekte, damit die zur Verfügung
stehen Mittel auch ausgeschrieben und
umgesetzt werden.
Insgesamt wird sehen wir für die gesamte
Baubranche ein arbeitsreiches Jahr auf einem positiven Niveau.
Dipl.-Ing. Florian Kroker,
Geschäftsführer Max
Kroker Bauunternehmung
GmbH & Co., Braunschweig
(brb).- Die stabile Lage des Jahres 2014
wird sich auch im neuen Jahr fortsetzen.
Die Aussichten der Bauindustrie können
als vorsichtig optimistisch eingeschätzt
werden. Dabei wird es in den einzelnen
Sparten erhebliche Unterschiede geben.
Für die beste Auslastung wird, wie bereits
in den letzten Jahren, der Wohnungsbau
wegen des niedrigen Zinsniveaus sorgen.
Der Wirtschaftsbau wird sich auf dem Vorjahresniveau einpendeln. Probleme stellt,
wie bereits im Jahr 2014 der öffentliche
Bau dar. Es ist zu befürchten, daß die öffentliche Hand zu Lasten von Investitionen
ihr Budget in Ordnung bringt. Hier muß
dringend eine Erhöhung in die Investition
der Infrastruktur erfolgen.
3
Ausgabe 1 I Januar I 2015
Trends und Märkte
Land finanziert Bau von 19 Radwegen an Landesstraßen
(brb).-Das niedersächsische Radwegenetz
an Landstraßen wird 2015 um weitere 50
Kilometer ausgebaut. Insgesamt werden
men der 19 Projekte 11,4 Millionen Euro.
Bei der Auswahl der Radwege wurde, so
vorbereitet, dass der Bau in diesem Jahr
beginnen kann.
das Wirtschaftsministerium, eng mit den
Alle Maßnahmen sind im Radwegekon-
Landkreisen zusammengearbeitet. Ein be-
zept des Landes enthalten. Diese dient als
Millionen Euro bereit. 2016 sollen für die-
sonderes Augenmerk lag auf den Kriterien
Steuerungsinstrument und wurde bei der
se Projekte weitere 4,4 Millionen aus Lan-
Radfahrerpotenzial, Schulwegsicherung
letzten Fortschreibung 2012 zusammen
desmitteln fließen. Durch die finanzielle
sowie Tourismus, Machbarkeit und Ko-
mit den Landkreisen entwickelt. Derzeit
Beteiligung der Landkreise und Kommu-
stenrelevanz. Aus diesem „vordringlichen
verfügt bereits mehr als die Hälfte der
nen beträgt das Gesamtinvestitionsvolu-
Bedarf“ sind jetzt 19 Radwege soweit
8.000 km Landesstraßen über Radwege.
Fortsetzung von Seite 1
Bundesverkehrshaushalt 2015
Fortsetzung von Seite 1
Wirtschaftsminister Lies stellt Schwerpunktthemen für 2015 vor
in diesem Jahr 19 Einzelprojekte begonnen. Dafür stellt das Land für 2015 fünf
von rund 374 Mio. Euro auf 4,604 Mrd. Euro. Bis 2018 erfolgt der sukzessive Anstieg
der Investitionen auf rund 5,21 Mrd. Euro.
Sollte die DB aufgrund von zu geringen
Planungskapazitäten die Mittel nicht verausgaben können, erfolgt eine Umschichtung auf die Verkehrsträger Bundesfernstraße und Bundeswasserstraße.
Bei den Bundeswasserstraßen liegen das
Investitionsniveau in den Haushaltsjahren
2015 bis 2018 unverändert bei rund 1
Mrd. Euro. Ebenso liegen die Investitionsmittel für den Kombinierten Verkehr in
den Haushaltsjahren 2015 bis 2018 unverändert bei rund 131 Mio. Euro.
Der tatsächliche jährliche Bedarf nur für
die Verpflichtungen des Bundes liegt bei
ca. 15 Milliarden Euro für die Bundesverkehrswege.
Die Bauindustrie bemängelt, dass die
Investitionen weiterhin das als bedarfsgerecht angesehene Niveau von 14 Mrd.
Euro deutlich verfehlen.
Die Aufstockung der Investitionen um
3,2 Prozent gegenüber 2014 begünstigt
letztlich nur die Schienenwege. Bei den
Bundesfernstraßen wird die Unterdeckung
sogar noch größer. Es sei daher umso
wichtiger, dass die geplante Pkw-Maut
sowie die Ausweitung der Mautpflicht auf
Lkw ab 7,5 t und weitere 1000 Kilometer
Bundesstraßen die Mittel für den Bau und
Erhalt von Bundesfernstraßen verstärken.
4
Das Ministerium werde hart daran arbeiten, für das Land wichtige Infrastrukturprojekte wie z.B. die Hinterlandanbindung der norddeutschen Seehäfen
voranzubringen, betonte Lies. Weiter
nannte er beispielhaft die Planungen zur
A 39, A 20, A 33 und der E 233. Aber auch
eine ganze Reihe von dringend notwendigen Bundesstraßenprojekten gerade
zur Erschließung der ländlichen Räume
stehe im Fokus. Ein Flächenland wie Niedersachsen brauche eine gut ausgebaute
Infrastruktur, um auch für zukünftige
Generationen die notwendige Mobilität
zu ermöglichen und neue Impulse für
wirtschaftliches Wachstum zu schaffen,
sagte Lies. Dafür müsse der Investitionsstau bei Infrastrukturmaßnahmen endlich aufgehoben werden und genügende
Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.
Land und Bund seien in konstruktiven
Gesprächen.
Bei der Planung von Infrastrukturprojekten gehe das Land neue Wege. Sowohl
bei großen Straßenbauprojekten als auch
beim Bau von neuen Schienentrassen,
wie der Schienenachse Hannover–Hamburg–Bremen sorge das Land für maximale Transparenz und Bürgerbeteiligung.
„Ob beim jetzt im Februar startenden
Dialogforum Schiene-Nord oder bei
der Erstellung der niedersächsischen
Prioritätenliste für den Bundesverkehrswegeplan – Teil Straße – hier beschreiten
wir in Niedersachsen Neuland. Erstmals
werden Bürgerinnen und Bürger vorab
eng in die Planungen miteinbezogen und
haben die Möglichkeit, aktiv mitzureden.
Dies ist ein Novum und einzigartig für
Deutschland“.
Abschließend sagte Lies: „Es muss und
wird uns gelingen, die Weichen für innovationsorientiertes und nachhaltiges
Wachstum zu stellen. Die Umsetzung
des Leitbildes der „Guten Arbeit“ zählt
für mich ebenso dazu wie das Anpacken
notwendiger Infrastrukturmaßnahmen
und weiterer strukturpolitischer Maß-
nahmen. Weiter müssen wir die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass der
Fachkräftebedarf der Wirtschaft in den
nächsten Jahren gedeckt werden kann.
Deshalb bedarf es einer gemeinsamen
Anstrengung von Wirtschaft und Politik,
um den Verlust an Erwerbspersonen
durch die Alterung der Gesellschaft weiterzumachen.“ So werde die rot-grüne
Landesregierung weiter die im Sommer
2014 begonnene Fachkräfteinitiative
weiter vorantreiben.
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Zeißstraße 63
30519 Hannover
Telefon 05 11 70086-0
Telefax 05 11 70086-86
Verantwortlich: Dr. Hans-Peter Sattler
Nachdruck, auch auszugsweise gestattet. Quellenangabe und Beleg­exemplare erbeten.
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