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Jahresrückblick 2012 – Jahresausblick 2013

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Jahresrückblick
–
Jahresrückblick
20122014
–
Jahresausblick
2015
Jahresausblick
2013
Bezirksamt
Harburg
Inhaltsverzeichnis
1 Wohnen in Harburg ........................................................................................................................... 3
1.1 Vertrag für Hamburg .................................................................................................... 3
1.2 Vogelkamp Neugraben ................................................................................................ 4
1.3 Fischbeker Heidbrook .................................................................................................. 5
2 Innenstadtentwicklung ...................................................................................................................... 5
2.1 Innenstadtdialog – Harburg neu denken ...................................................................... 5
2.2 Spielplatz Lüneburger Tor ............................................................................................ 7
2.3 Harburgs zweiter Pop-Up-Store ................................................................................... 8
3 Harburger Binnenhafen .................................................................................................................... 8
3.1 Bauprojekte.................................................................................................................. 8
3.1.1 Quartier am Park ............................................................................................................... 8
3.1.2 Brückenschlag auf die Harburger Schloßinsel......................................................... 9
3.1.3 Maritimes Wohnen am Kaufhauskanal ....................................................................... 9
3.1.4 Harburger Brücken......................................................................................................... 10
3.1.4.1 Wohnen am Hafencampus ........................................................................................ 10
3.1.4.2 Phoenix-Höfe ................................................................................................................ 10
3.1.4.3 Wohnen am Schellerdamm ....................................................................................... 10
3.1.4.4 Brückenquartier ........................................................................................................... 11
3.1.5 Drehbrücke über den Lotsekanal ............................................................................... 12
3.2 Becker Marine Systems ..............................................................................................12
4 Bildung und Soziales ...................................................................................................................... 13
4.1 Bildung im Stadtteil – Förderung durch die Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) .....13
4.2 Stadtentwicklung Neugraben ......................................................................................14
4.2.1 Skulpturenpark Neugraben ......................................................................................15
4.2.2 Wohnumfeldgestaltung Petershofsiedlung ...............................................................16
4.2.3 Süderelbe Einkaufszentrum (SEZ) ...........................................................................17
4.2.4 Umgestaltung der Marktfläche Neugraben ...............................................................17
4.3 Hans-Fitze-Haus .........................................................................................................18
4.3. 6. Harburg Empfang ...................................................................................................19
4.4 Neubürgerempfang .....................................................................................................21
4.5 Integrationskonferenz und -rat ....................................................................................22
1
4.6 1. Harburger Jugendkulturpreis ...................................................................................23
4.7 Flüchtlinge ..................................................................................................................24
4.8 Bundesverdienstkreuz.................................................................................................26
4.9 Har-Bürger Kochbuch .................................................................................................26
5 Politik ................................................................................................................................................. 27
5.1 Wahl zur Bezirksversammlung Harburg ......................................................................27
5.2 Europawahl .................................................................................................................28
5.3 Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft .......................................................................28
6 Schöne und grüne Stadt................................................................................................................. 30
6.1 Schautag zu „100 Jahre Stadtgrün“.............................................................................30
6.2 Führungen im Stadtpark ..............................................................................................31
6.3 Eröffnung der Freilichtbühne .......................................................................................31
6.4 Zweiter Harburger Nachhaltigkeitspreis ......................................................................32
7 Wirtschaft und Verkehr ................................................................................................................... 34
7.1 Technologieparks........................................................................................................34
7.2 StadtRAD im Bezirk Harburg.......................................................................................34
7.3 Straßen im Bezirk Harburg ..........................................................................................35
7.3.1 Straßenbauprogramm im Bezirk Harburg .................................................................35
7.3.2 Planfeststellungsverfahren A 26 ...............................................................................36
7.3.3 Fertigstellung der Kreuzung Friedhofstraße/ Bremer Straße ....................................37
7.4 HVV-Fahrplanänderungen ..........................................................................................38
8 Kultur ................................................................................................................................................. 38
8.1 Harburger Theater ......................................................................................................38
8.2 100. Rathauskonzert ...................................................................................................39
8.3 NDR-Sommertour in Neugraben-Fischbek ..................................................................39
9 Sport .................................................................................................................................................. 40
9.1 Beachvolleyballturnier .................................................................................................40
10 Moderne Verwaltung..................................................................................................................... 41
10.1 Neubau Kundenzentrum (KUZ) .................................................................................41
10.2 Umsetzung des Hamburgischen Transparenzgesetzes ............................................41
10.3 Kooperation zwischen dem Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) und den
Kindertagesstätten ............................................................................................................42
11 Harburg in Zahlen ......................................................................................................................... 43
12 Veranstaltungen 2015 .................................................................................................................. 44
2
1 Wohnen in Harburg
Hamburg – eine wachsende Stadt, deren Wachstum sich auch im Bezirk Harburg bemerkbar
macht. Seit vielen Jahren steigt die Einwohnerzahl stetig an. Während vor etwa einem
Jahrzehnt, am 1. Januar 2003, insgesamt 150.187 Menschen im Bezirk Harburg angemeldet
waren, wobei die Einwohner des Stadtteils Wilhelmsburg bei der Berechnung nicht
berücksichtigt wurden, lebten am 31. Dezember 2013 bereits 154.631 Menschen im
Bezirksamtsbereich. Dies bedeutet einen Zuwachs von rund 4.500 Menschen, für die
Wohnungen gebraucht werden.
1.1 Vertrag für Hamburg
Nach dem Stand vom 31. Mai 2013 existieren in Harburg insgesamt 75.309 Wohnungen;
davon 21.431 Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern. Bedingt durch den Zuwachs der
Bevölkerung, werden auch diese Zahlen weiter ansteigen müssen, um sich dem
Bevölkerungswachstum anzupassen.
Mit dem im Juli 2011 geschlossenen Vertrag für Hamburg ist zwischen dem Senat und den
Bezirksämtern eine verbindliche Vereinbarung getroffen worden, um dem Problem des in
Hamburg existierenden Wohnungsnotstands entgegenzuwirken. Das Ziel ist die Schaffung
von ausreichendem und bezahlbarem Wohnraum. In dem Vertrag sind der Senat und die
Bezirksämter verpflichtet, jährlich 6.000 Wohneinheiten zu errichten. Davon entfallen pro
Jahr 700 Wohnungen auf den Bezirk Harburg. In Projekten mit Mietwohnungsneubau soll ein
Anteil von 30 % öffentlich geförderten Wohnungen für Haushalte mit mittlerem und geringem
Einkommen erreicht werden.
Im Jahr 2013 wurden in Harburg insgesamt 759 Wohneinheiten genehmigt. Im Jahr zuvor
waren es 744. Nach dem Stand von Dezember 2014, wurden im Jahr 2014 917
Wohneinheiten bewilligt. Die Planungen für die Baugebiete zeigen bereits, dass auch in den
nächsten Jahren mehr als 700 Wohneinheiten genehmigt werden können und das Ziel aus
dem Vertrag für Hamburg somit erreicht wird.
Fertiggestellt wurden im Jahr 2012 482 Wohneinheiten. 2013 waren es 272 und 39 im Jahr
2014. Die Zahl für das Jahr 2014 klingt zunächst niedrig. Zu Bedenken ist jedoch, dass sich
75,7 % der Wohneinheiten im Bau befinden.
3
Die zweite Wohnungsbaukonferenz hat im September 2013 stattgefunden. Im Rahmen der
Konferenz wird die jährliche Fortschreibung des Wohnungsbauprogramms im Bezirk Harburg
festgelegt. Demnach wird es einen auf den Bezirk Harburg bezogenen leichten Überhang an
neuen Wohneinheiten gegenüber dem angestrebten Ziel geben. Dies zeigt sich bereits in der
Planung für die Baugebiete Vogelkamp Neugraben als zweitem Bauabschnitt des
Elbmosaiks und Fischbeker Heidbrook (ehemalige Röttiger Kaserne) - die zurzeit größten
Wohnungsbauprojekte in Harburg. Allein hier sollen bis Ende 2015 etwa 2.300
Wohneinheiten entstehen. Dies entspricht im Mittel 1.150 Wohnungen pro Jahr. Weitere
Bauvorhaben sollen in der Wilstorfer Straße 80 mit 140 Wohneinheiten, Bleicherweg/
Helmsweg mit 175 Wohnungen und Denickestraße/ Thörlweg/ Thörlstraße mit 326
Wohneinheiten durchgeführt werden.
Vorrangig ist es von großem Interesse, den Standort Harburg für Familien interessant zu
machen. Der Bezirk soll als Standort für bezahlbares Wohnen erhalten bleiben.
1.2 Vogelkamp Neugraben
Im Bezirk Harburg entstehen neue Wohnquartiere. Unter anderem handelt es sich dabei um
die Bauvorhaben Vogelkamp Neugraben, dem zweiten Bauabschnitt des Elbmosaik und
Fischbeker Heidbrook. Die IBA Hamburg GmbH wurde im Frühjahr 2013 von der Behörde für
Stadtentwicklung und Umwelt damit beauftragt, die Entwicklung und Vermarktung dieser
beiden Großprojekte durchzuführen. Der erste Bauabschnitt des Bauprojekts Elbmosaik
wurde bereits erfolgreich vermarktet. Ab April 2014 konnten 135 Grundstücke des zweiten
Bauabschnitts im Rahmen einer Architekturbörse erworben werden.
Das Grundstück umfasst ein Plangebiet von insgesamt 142 ha, wobei das eigentliche
Baugebiet 68 ha beträgt. Die restliche Fläche soll dem naturschutzfachlichen Ausgleich
sowie der Landwirtschaft dienen. Mit der im Jahre 2019 geplanten Fertigstellung des
Projekts sollen etwa 1.500 Wohneinheiten entstanden sein.
Im
Gegensatz
zum
Fischbeker
Heidbrook
ist
das
Projekt
Elbmosaik
mit
der
Bauplankennzeichnung NF 65 schon weiter vorangeschritten. Die Flächen sind städtebaulich
verbindlich überplant. Außerdem gibt es auch schon eine genaue Vorstellung wie die Häuser
aussehen sollen. Es werden weiße Gebäude mit Flachdachbauten sein, die ein freundliches
und modernes Ambiente gewährleisten sollen. Insgesamt sollen es über 1.000 Gebäude
werden, bestehend aus 313 Einzel-, 62 Doppel- und 625 Reihenhäusern. 250
4
Wohneinheiten werden im Vogelkamp Neugraben in Form von Geschossbauten errichtet.
Zum Jahresende 2013 wurden bereits 130 Häuser fertiggestellt.
Die Wohnungen befinden sich in fußläufiger Nähe zum Neugrabener Ortszentrum sowie dem
S-Bahnhof. Durch die Anbindung an die S-Bahn, die Fertigstellung der öffentlichen
Infrastruktur und die Erschließung von allen notwendigen Versorgungswegen wie Strom und
Wasser, sind die Grundlagen für ein attraktives Wohnen gegeben. Aufgewertet wird dies
durch das in der Nähe gelegene Bildungs- und Gemeinschaftszentrum (BGZ) Neugraben
inklusive
Sporthalle,
Stadtteilschule,
Kindertagesstätte
und
weiteren
Sport-
und
Freizeitangeboten für alle Altersklassen.
1.3 Fischbeker Heidbrook
Am 25. November 2014 hat die Bezirksversammlung Harburg die Feststellung des
Bebauungsplans beschlossen. Anfang 2015 soll mit dem Straßenbau begonnen werden.
Parallel dazu startet dann die Grundstücksvermarktung. Die Grundstücke können mit
Einfamilien-, Doppel-, Reihen- und kleinteiligen Mehrfamilienhäusern bebaut werden. Das
Plangebiet Röttiger Kaserne, welches im Jahr 2004 von der Bundeswehr aufgegeben wurde,
trägt die Bauplankennzeichnung NF 66 und umfasst rund 53 ha. Davon sollen 22 ha als
allgemeines Wohngebiet dienen. Die Fertigstellung ist bis zum Jahr 2019 mit bis zu 690
Wohneinheiten geplant.
2 Innenstadtentwicklung
Die Entwicklung der Harburger Innenstadt ist nach wie vor ein wichtiges Thema im Bezirk.
Ziel ist es, das Image der Innenstadt durch ein neues und nachhaltiges Modell zu verbessern,
ökonomische und kulturelle Aspekte in Einklang zu bringen und für mehr Wohnraum in der
Innenstadt zu sorgen.
2.1 Innenstadtdialog – Harburg neu denken
Im
Jahr
2012
wurde
„Innenstadtentwicklung
von
der
Harburg“
Bezirksversammlung
beschlossen.
Das
Harburg
ein
dialogische
Antrag
zur
Planverfahren
„Innenstadtdialog Harburg“ wurde 2014 abgeschlossen.
5
Der Innenstadtdialog hat sich mit fünf Handlungsfeldern beschäftigt:

Wohnort Innenstadt

Öffentlicher Raum

Mobilität und Verkehr

Kultur, Shoppen & Co.
In Arbeitsgruppen wurden unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger die eingereichten
Vorstellungen zu den vier Themenbereichen auf Praxistauglichkeit geprüft.
Vor Ort und im Internet unter www.harburgneudenken.de haben 1.133 Harburgerinnen und
Harburger vom 15. bis zum 25. März 2014 abgestimmt, welche Ideen sie für besonders
wichtig halten.
Folgende Ideen sind die fünf Top-Ideen mit den meisten Stimmen geworden:
1. Beachclub im Harburger Binnenhafen (259 Stimmen)
Hier ist ein endgültiger attraktiver Standort für einen Beachclub im Binnenhafen sowie deren
baldmögliche Realisierung gewünscht. Bis zu diesem Zeitpunkt soll der kontinuierliche
Betrieb eines Beachclubs im Hafen gewährleistet werden.
2. Harburg Center nicht vergessen (171 Stimmen)
Für die zukünftige Nutzung und Gestaltung soll ein offener Bürgerideenwettbewerb ins
Leben zu gerufen werden.
3. Zwischennutzungsagentur des Leerstandsmanagements (111 Stimmen)
Mit dieser Idee wird das Ziel verfolgt eine Zwischennutzungsagentur ins Leben zu rufen, um
leerstehende Ladenlokale zukünftig auch für kurze Zeit mit Zwischennutzungen mit dem Titel
„Pop-Up-Stores“ (Läden für vorübergehend auftauchende Nutzungen) belegen zu können.
Auf diese Weise könnte der Leerstand reduziert werden und die Interessierten die
Gelegenheit gegeben werden sich auszuprobieren.
Die Vermeidung von Leerständen sowie die Verbesserung des Branchenmix sind
wesentliche Aspekte einer langfristigen Attraktivitätssteigerung der Fußgängerzone um die
Lüneburger Straße.
6
4. Fahrradfreundliches Harburg (101 Stimmen)
Unter diesem Titel verbirgt sich der Plan für den schnellen Ausbau und die qualitative
Aufwertung des bezirklichen Radroutennetzes und die Einbeziehung der Bürgerinnen und
Bürger in die Planung im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsverfahrens.
5. Wohnen in der Innenstadt fördern (70 Stimmen)
Dieses Projekt hat zum Ziel die Nutzungsmischung der Harburger Innenstadt durch einen
höheren Anteil an Wohnungen zu verbessern. Durch die Nutzung als Einzelhandels- und
Gewerbestandort geht das öffentliche Leben nach Ladenschluss stark zurück. Die Folge sind
Straßen und Plätze, die ab 20:00 Uhr nicht mehr von Passanten frequentiert werden, was
zur Einschränkung des Sicherheitsgefühls führt. Die zusätzliche Wohnbevölkerung in der
Innenstadt würde auch nach den Ladenöffnungszeiten die öffentlichen Räume beleben und
die Innenstadt attraktiver machen.
Im Moment werden zahlreiche Wohnprojekte als Neubauvorhaben innerhalb und im direkten
Umfeld der Harburger Innenstadt realisiert. Weiterhin werden verstärkt, sofern es planungsund bauordnungsrechtlich umsetzbar ist, anderweitig genutzte Flächen in Wohnungen
umgewandelt.
Finanziert wurde der Innenstadtdialog aus Mitteln des Bezirks Harburg in Höhe von 35.000
Euro und aus Mitteln der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt/ Stadtwerkstatt in Höhe
von 40.000 Euro.
2.2 Spielplatz Lüneburger Tor
Am 1. Oktober 2014 hat die Einweihung des modernisierten Spielplatzes am Lüneburger Tor
stattgefunden. Die Initiative zu der Umgestaltung des Platzes ging vom Business
Improvement District (BID) Lüneburger Straße II und dem Bezirksamt Harburg aus, welches
die Arbeiten umgesetzt hat.
Die Spielgeräte wurden zum Teil erneuert und neu vor der Hamburger Volksbank
angeordnet. Zudem hat man den Platz neu gepflastert und eine Stromversorgung verlegt,
damit bei Veranstaltungen Licht- und Tontechnik installiert werden können. So besteht die
Möglichkeit
künftig
auf
dem
Platz
kleinere
Veranstaltungen
durchzuführen.
Die
Straßenleuchte hat man an den Rand des Platzes verlegt. Passend zum Namen Lüneburger
Tor wurden heidetypische Holzschafe als Spielgeräte aufgebaut. Hinzu kommt ein kleines
7
Schafskarussell. Als Sitzgelegenheiten dienen lange Bänke und Drehstühle. Damit gewinnt
die ganze Lüneburger Straße weiter an Attraktivität.
2.3 Harburgs zweiter Pop-Up-Store
Nach dem ersten Pop-Up-Store "Plattenverkostung" in der Bremer Straße 3, in dem es zehn
Tage lang "Heiße Scheiben und kühle Drinks" gab, ist Ende September 2014 der Laden
"neunzig tage" in das Geschäft in der Bremer Straße 3 gezogen. Das Geschäft wird nur drei
Monate geöffnet sein – also etwa neunzig Tage.
Die Idee dahinter ist, dem Leerstand in Harburg entgegenzuwirken und die Innenstadt weiter
zu
beleben.
Dabei
soll
der
„Pop-up-Laden“
allerdings
nicht
als
ein
perfektes
Einzelhandelsgeschäft verstanden werden, sondern vielmehr als ein provisorisches, aber gut
durchdachtes Kleinunternehmen, mit dem zwölf Frauen versuchen wollen, frischen Wind in
die Harburger Einkaufswelt zu bringen. In dem Geschäft wird eine bunte Mischung aus
verschiedenen künstlerisch und handwerklich gestalteten Unikaten angeboten. Erhältlich
sind in dem Geschäft unter anderem Taschen, Dekoartikel, Lunchboxen sowie Artikel für
Kinder, afrikanische Kunst und Seidenschals.
3 Harburger Binnenhafen
3.1 Bauprojekte
Im Harburger Binnenhafen – einem der Hauptmotoren in der Entwicklung des Harburger
Kerngebietes – befinden sich viele spannende Wohnprojekte in der Planung und im Bau. Die
Projekte erfahren eine große positive Resonanz, da Wohnen direkt am Wasser, der Charme
der historischen Gebäude im Binnenhafen sowie die moderne Architektur der Bauvorhaben
immer mehr Bewohner und Gäste begeistern.
3.1.1 Quartier am Park
Quartier am Park umfasst zwei Projekte, „Inselleben“ und „Boathouse“, die ein
anspruchsvolles Leben und Wohnen auf der Harburger Schloßinsel ermöglichen.
Das „Inselleben“ bietet auf 2.260 qm Platz für insgesamt 25 Wohnungen, von denen 15
öffentlich gefördert sind. Diese sind zwischen 50 und 90 qm groß und verteilen sich auf fünf
Etagen. Neben 75 Plätzen in einer neuen Kindertagesstätte, die 2013 realisiert wurde,
werden auch Gartenanlagen sowie verfügbarer Stauraum für Kinderwagen und Fahrräder
vorhanden sein. Betreiber der Kindertagesstätte ist der Kreisverband Hamburg-Harburg e.V.
8
des Deutschen Roten Kreuzes. Die Projektkosten des „Insellebens“ betragen 5,9 Millionen
Euro. Es ist ein Partnerprojekt der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU), dem
Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG), dem Bezirksamt Harburg
und dem Investor Holger Cassens.
Das zweite Gebäude mit dem Namen „Boathouse“ bietet ein Extra, welches kaum ein
Hamburger sein eigen nennen kann. Zu den 20 Eigentumswohnungen gibt es eine
Tiefgarage, die neben Autos auch Boote beherbergen kann. Gerade für Liebhaber des
aktiven Wassersportes ergeben sich hierbei neue Möglichkeiten, das Hobby im nahen
privaten Umfeld auszuleben. Die einzigartige und inspirierende Art des Wohnens im
„Boathouse“ ist zudem mit einer neu gestalteten Grünfläche, Balkonen und Dachterrassen
sowie großzügigem Wohnraum zwischen 65 und 130 qm ausgestattet.
Das Grundstück des „Boathouse“ hat eine Gesamtfläche von 2.600 qm und bietet 2.095 qm
Wohnfläche. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf ca. 7,5 Millionen Euro. Die Projektpartnerschaft besteht aus der „Boathouse mbH“ und wie beim Projekt „Inselleben“
Behörde
für
Stadtentwicklung
und
Umwelt
(BSU),
dem
der
Landesbetrieb
Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) und dem Bezirksamt Harburg.
2013 wurden für das Quartier am Park im Jahr 2013 bereits 45 Wohneinheiten realisiert.
3.1.2 Brückenschlag auf die Harburger Schloßinsel
Der Kanalplatz im Binnenhafen wurde zu einem vielfältig nutzbaren Platz gestaltet, der
außerdem eine direkte Nähe zum Wasser bietet. Auch der Lotsekai wurde als öffentliche
Uferkante neu gestaltet. Als weiterer Zugang zur Schloßinsel und Verbindung zwischen
Kanalplatz und Lotsekai wird eine Fußgängerbrücke gebaut – die Drehbrücke über den
Lotsekanal.
3.1.3 Maritimes Wohnen am Kaufhauskanal
Der erste Bauabschnitt des Projekts Maritimes Wohnen am Kaufhauskanal wird mit 64
Wohneinheiten realisiert. Der zweite Bauabschnitt befindet sich in Planung. Insgesamt sollen
mit Abschluss des Projekts rund 160 Wohneinheiten entstanden sein.
Eine weitere Flächenumnutzung geschieht mit dem „Maritimen Wohnen am Kaufhauskanal“.
Auf der ehemaligen Gewerbefläche, die etwa 4.340 qm groß ist, sollen zehn Gebäude mit
einer besonderen Architektur errichtet werden. Alle Gebäude sollen einen diagonal über die
Gebäudegrundfläche verlaufenden First haben. Die Dachflächen richten sich dabei zur
Sonne aus, was maximale Energiegewinne erzielen lässt. Die hohen Kanten des Gebäudes
9
richten sich wiederum zu den lärmbelasteten Seiten hin und bieten so maximalen
Lärmschutz. Dach und Fassade sollen mit einem einheitlichen Material verkleidet werden.
Um die an der Harburger Schloßstraße erhaltenswerten und zum Teil denkmalgeschützten
Gebäude in das Quartier mit einzubeziehen, wird die Schachbrettstruktur über die gesamte
Baufläche gelegt. Hier verbindet sich die Geschichte Harburgs mit der Gegenwart und
schafft ein attraktives Wohnquartier in innenstadtnaher Lage. Auch hier wird das autofreie
Konzept aufgegriffen. Die künftigen Bewohner können ihre Fahrzeuge in einer Tiefgarage
abstellen. Investor des Projekts ist Behrendt Wohnungsbau.
3.1.4 Harburger Brücken
Das Projekt Harburger Brücken ist teilweise schon realisiert worden. Mit Abschluss des
Projekts sollen etwa 120 bis 500 Wohneinheiten entstanden sein.
3.1.4.1 Wohnen am Hafencampus
„Harburger Brücken“ beinhaltet auch das Bauvorhaben Wohnen am Hafencampus. Wohnen
am Hafencampus ist ein Wohnungsbauprojekt nahe dem Studentischen Wohnen am
Schellerdamm. Es findet sich auf dem Gelände des alten Harburger Bahnhofes wieder. Das
2.500 qm große Grundstück beinhaltet 63 Wohnungen, die von viel Grün umgeben sind.
Ähnlich wie beim Schellerdamm soll auch hier eine Klinkerbauweise genutzt werden, die
einen historischen Bezug aufweist. Während es Wohnungen gibt, die zwischen 45 und 120
qm Wohnfläche haben können, wird es im Erdgeschoss der Planstraße noch eine
Gewerbefläche von 280 m²qm geben. Die Fertigstellung erfolgt im Frühjahr 2014. Der
Bauherr ist die Wohnen am Hafencampus GmbH & Co. KG. Das Investitionsvolumen beträgt
rund 12 Millionen Euro.
3.1.4.2 Phoenix-Höfe
Auch das Projekt Phoenix-Höfe ist ein Bauvorhaben von Harburger Brücken. Es befindet
sich momentan in Realisierung und soll 2015 mit ca. 140 Wohneinheiten abgeschlossen
werden. Die Mietwohnungen sollen mit großzügigen Balkonen und Terrassen verteilt auf fünf
Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss ausgestattet werden. Das Projektgrundstück liegt nur
400 Meter von Harburgs Innenstadt entfernt.
3.1.4.3 Wohnen am Schellerdamm
Wohnen am Schellerdamm gehört zum Projekt Harburger Brücken und ist mit rund 140
Wohneinheiten in Planung.
10
Hamburg ist eine Stadt, die ein vielfältiges Angebot an Studiengängen bietet und ist weit
über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Denn allein durch die Universität Hamburg,
die HafenCity Universität, die Technische Universität Hamburg-Harburg, die HelmutSchmidt-Universität der Bundeswehr sowie die Hochschule für angewandte Wissenschaften
Hamburg zieht es jährlich tausende von jungen Menschen in die Metropolregion. Dies führt
dazu, dass die ohnehin vorhandene Wohnungsproblematik sich weiter verschärft und viele
Studierende sich sehr flexibel in der Wahl ihrer Unterkunft zeigen müssen. Neben dem
Wohnungsbauprogramm für die allgemeine Wohnungslage in Hamburg soll Wohnen am
Schellerdamm im Besonderen den Studierenden zugutekommen.
An der Ecke Schellerdamm und Veritaskai sollen künftig 197 Studierende die Möglichkeit
haben, in einer angenehmen und stadtnahen Lage wohnen zu können. Hierbei wird auf
moderne Akzente gesetzt. Das bis zu achtgeschossige Gebäude gliedert sich in fünf
unterschiedlich
hohe
Abschnitte.
Vier
Innenhöfe,
die
auf
den
Dachflächen
des
Erdgeschosses angelegt sind, werden durch die Studentenwohnungen umgrenzt. Obwohl
eine moderne Glasbauweise im Bereich der Treppenhäuser genutzt wird, soll eine
altmodisch anmutende Fassade durch schwarz-rot-bunte Klinker den historischen Bezug der
unmittelbaren Umgebung aufnehmen. Das Spektrum der Modernität erstreckt sich aber nicht
nur auf das äußere Erscheinungsbild. So wird das Gebäude den geltenden Richtlinien des
WK Effizienzhaus 70 entsprechen. Auch die Raumnutzung erweist sich nicht als starr.
Innerhalb einer Wohngemeinschaft kann sich der Grundriss einer Wohnung den
Bedürfnissen der Bewohner anpassen. Zusätzlich sollen in dem Gebäude unter anderem
auch Geschäfte, Gastronomie, Clubräume, Gemeinschaftsflächen und ein Waschsalon
integriert werden.
Die gesamte Wohnfläche ist ungefähr 5.060 qm groß und soll 61 Wohneinheiten umfassen.
Dabei variieren die Größen der Wohnungen zwischen 17 und 122 qm. Das derzeitig
geplante Investitionsvolumen beträgt rund 22,5 Millionen Euro.
Im Jahr 2013 haben die bauvorbereitenden Maßnahmen wie die Kampfmittelsondierung
begonnen. Die Fertigstellung des Projektes ist für das Jahr 2015 vorgesehen.
3.1.4.4 Brückenquartier
Auch das Projekt Brückenquartier mit der Bauplankennzeichnung Harburg 70 ist ein Teil von
„Harburger Brücken“. Am östlichen Bahnhofskanal sollen etwa 60 Wohneinheiten realisiert
werden. Es soll ein vier- bis sechsgeschossiges rot geklinkertes Gebäude entstehen, das
neben Raum für Wohn- und Büronutzung auch Flächen für Einzelhandel vorsieht.
Projektentwickler ist die Lorenz + Partner GmbH.
11
3.1.5 Drehbrücke über den Lotsekanal
Ende September 2014 hat der Bau der Drehbrücke über den Lotsekanal begonnen. Diese
soll im Jahr 2015 als Hamburgs einzige Drehbrücke in Betrieb gehen. Die neue Brücke wird
eine alte Verbindung wieder herstellen, wo vor rund 300 Jahren eine Zugbrücke gestanden
hatte. Sie war damals auf Wunsch der Harburger Kaufleute abgerissen worden, weil sie den
Schiffsverkehr zu sehr behinderte.
Unter anderem müssen Arbeiten zur Herstellung der wasserseitigen Auflagerpunkte und der
Schutzdalben sowie das Einspülen von Kabelleerrohren erfolgen. Da diese Arbeiten nicht
unterbrochen werden können, werden ein- oder zweitägige Sperrungen des Schiffverkehrs
erforderlich. Neben diesen Arbeiten werden Kran- und Taucherarbeiten zu weiteren
Einschränkungen auf dem Lotsekanal führen. Daher sind die möglichen Durchfahrtszeiten
jeweils mit dem aktuellen Fortschritt der Bauarbeiten zu koordinieren. Im weiteren Verlauf
der Bauarbeiten muss die Brücke nach dem Einheben, voraussichtlich am Ende des zweiten
Quartals 2015, jeweils sieben Tage im geschlossenen und sieben Tage im geöffneten
Zustand auf dem Drehpfeiler gelagert werden. In diesem Zeitraum sind Drehbewegungen
der Brücke ausgeschlossen. Die Bautätigkeiten werden zu Einschränkungen oder
Sperrungen für den Schiffsverkehr auf dem Lotsekanal in Höhe Kanalplatz, Lotsekai/-stieg
führen, so dass der Lotsekanal in Abstimmung mit dem Baustellenbetrieb nur zeitweise oder
eingeschränkt befahren werden kann.
3.2 Becker Marine Systems
Die Ingenieurgesellschaft Becker Marine Systems, deren Head Office Germany sich im
Harburger Binnenhafen befindet, hat sich auf die Entwicklung von Schiffbauteilen,
insbesondere Ruderanlagen, spezialisiert. Geschäftsführende Gesellschafter sind Dirk
Lehmann und Henning Kuhlmann. Für den neuen Sitz der Gesellschaft wurde ein etwa zwölf
Millionen Euro teurer Neubau errichtet. Grundstück und Gebäude sind Firmeneigentum. In
dem roten Klinkerbau lässt sich von der Blohmstraße aus optisch die Form eines am Kai
liegenden Schiffs ausmachen. Die Rückseite des Neubaus grenzt an den Ziegelwiesenkanal.
Das 1946 in der Nähe von Köln gegründete Unternehmen Becker Marine Systems hatte
1960 seinen Firmensitz nach Hamburg verlegt. 2003 kam der Umzug in einen Neubau am
Neuländer Kamp in Harburg. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen in Planungsbüros
und Werkstatt an der Blohmstraße bereits 105 Mitarbeiter. Und Dirk Lehmann,
12
geschäftsführender Gesellschafter, kündigte an, dass das Unternehmen in den kommenden
fünf Jahren weiter expandieren werde. Noch 2014 soll die Zahl der Mitarbeiter in Harburg um
etwa 20 Personen anwachsen und in fünf Jahren werden es voraussichtlich 150 Beschäftigte
sein. Der Neubau bietet räumlich die notwendigen Reserven.
4 Bildung und Soziales
4.1 Bildung im Stadtteil – Förderung durch die Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)
Mit dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) setzt der Senat die
hamburgische Tradition der Stadterneuerung und Stadtteilentwicklung fort und verbessert die
Grundlagen für die soziale und materielle Stabilisierung in Stadtteilen, wo besonderer
Handlungsbedarf besteht.
Zu den wichtigsten Zielen gehören die Verbesserung der Lebensbedingungen, der
Entwicklungsperspektiven für die Menschen in den Bereichen Bildung, Beschäftigung,
Wirtschaft und Integration, die Stärkung der Mitwirkungsmöglichkeiten und der Eigenaktivität
der Bürgerinnen und Bürger sowie der Abbau bzw. die Beseitigung städtebaulicher Defizite
wie
Schwächen
bei
der
technischen
und
sozialen
Infrastruktur,
den
privaten
Gebäudenutzungen und im öffentlichen Raum.
Besonders Bildung ist eine wichtige Bedingung für ein selbstbestimmtes, gelungenes Leben.
Die
zentrale
Bedeutung,
Stadtteilentwicklung
die
zukommt,
Bildungsthemen
soll
mit
dem
im
Rahmenprogramm
Schwerpunktthema
Integrierte
„Bildung
im
Stadtteil“ veranschaulicht werden.
Die Bezirke Harburg und Wandsbek gestalten gemeinsam das Projekt „heimspiel. Für
Bildung“. Darin wird Bildung als Gemeinschaftsaufgabe angesehen. Das Projekt „heimspiel.
Für Bildung“ will mit lokalen Partnern die Zahl der Schulabbrecher senken. Der Fokus im
Bezirk Harburg liegt aktuell auf den Stadtteilen Neuwiedenthal und Neugraben als
Fördergebiete
der
Stadtteilentwicklung.
In
Wandsbek
wird
Hohenhorst
besondere
Aufmerksamkeit geschenkt.
Seit 2012 unterstützen die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und die Joachim Herz Stiftung die
regionale Bildungsentwicklung in den RISE-Fördergebieten Neuwiedenthal/Hausbruch und
Hohenhorst. Um Bildung in diesen Stadtteilen nachhaltig zu fördern, bringt das Projekt im
Einzugsgebiet von 20.000 Einwohnern Entscheidungsträger sowie Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter aus den Bereichen Bildung und Erziehung an einen Tisch.
13
Zurzeit verlassen etwa fünf Prozent der Schülerinnen und Schüler in Neuwiedenthal. Künftig
sollen Jugendliche aber bestmöglich auf ihrem Bildungsweg begleitet und auf einen
erfolgreichen Schulabschluss vorbereitet werden. Diese Förderung ist auf zehn Jahre
angelegt. Das Konzept wird allerdings nur aufgehen, wenn Lehrkräfte, Eltern und
Ehrenamtliche
„heimspiel.
Für
Bildung“
als
Gemeinschaftsaufgabe
verstehen
und
„zusammenspielen“. Denn an welchen Stellen die Zusammenarbeit verbessert werden muss,
wissen die Akteure vor Ort am besten. Dabei knüpft „das Projekt an vorhandene Netzwerke
an
und
stimmt
die
Stoßrichtung
des
Projektes
regelmäßig
in
den
Regionalen
Bildungskonferenzen ab.
Um defizitäre Bildungsbereiche zu identifizieren, haben die Verantwortlichen zu Beginn des
Jahres eine Studie bei der Universität Hamburg in Auftrag gegeben. Prof. Joachim
Schroeder und Angela Grother analysieren darin die Hindernisse und Fallstricke auf dem
Bildungsweg von Kindern und Jugendlichen aus Hohenhorst und Neuwiedenthal. Auf Basis
dieser Arbeitsergebnisse wurden folgende Themenschwerpunkte für die nächsten vier Jahre
erarbeitet:
1) Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Bereichen
„Lernen“ und „sozialemotionale Entwicklung“ unterstützen
2) Mehrsprachigkeit als Gewinn für den weiteren Bildungsweg etablieren
3) Bildungsübergänge von der Kita in die Grundschule optimieren
4) Elternkompetenzen mit Blick auf die Erziehung und Bildung ihrer Kinder stärken
Zu diesen Themenfeldern macht „heimspiel. Für Bildung“ – oft mit Partnern vor Ort. konkrete
Angebote
wie
Fortbildungen für
Pädagogen,
Informationsabende
für
Eltern
oder
Arbeitstreffen.
Seit April 2014 untersucht Prof. Thomas Olk von der Martin-Luther-Universität in HalleWittenberg die Wirkung dieser Maßnahmen. Von den bald vorliegenden Ergebnissen
versprechen sich die Beteiligten zentrale Erkenntnisse für den Projektverlauf in den nächsten
Jahren.
4.2 Stadtentwicklung Neugraben
Das Entwicklungsquartier wird von drei strukturell unterschiedlichen Teilbereichen geprägt:

die Bahnhofssiedlung mit nördlichem Zentrumsteil und Bildungs- und
Gemeinschaftszentrum (BGZ)
14

das Zentrum Neugraben rund um die Marktpassage

die Petershofsiedlung
Gebietsentwickler für das Fördergebiet Neugraben ist die Stadterneuerungs- und
Stadtentwicklungsgesellschaft Hamburg mbH (steg Hamburg), die unter breiter Mitwirkung
der Öffentlichkeit ein Entwicklungskonzept erstellt und viele Maßnahmen und Ziele bereits
umgesetzt hat.
Die Gebietsentwicklung befasst sich ferner mit Aufgaben des Citymanagements. Sie
unterstützt den Förderverein Neugraben e.V. bei der Durchführung von Stadtteil-aktionen wie
dem Musikfest „Neugraben goes music“ oder Weihnachtsverlosungen. Auf große Resonanz
stießen auch die Oldtimer-Ausstellung vom Oktober mit zahlreichen „Tempo“-Fahrzeugen,
die Veröffentlichung des Einkaufsführers und des Stadtteilplans sowie die Entwicklung einer
Neugrabener Einkaufstasche.
Aber auch Kunst im öffentlichen Raum „Skulpturenpark“ oder der Umbau des
Eingangsbereiches am Wohnhochhaus Süderelbering 3 mit einem Stadtteil- und Mietertreff
sind Themen der steg Hamburg.
4.2.1 Skulpturenpark Neugraben
Als Projekt
der Integrierten Stadtteilentwicklung
Zentrum
Neugraben belegte der
Skulpturenpark mit seinen derzeit 15 bemalten Heidschnucken den 1. Platz bei der
Verleihung des Hamburger Stadtmarketingpreises 2014.
Die Auszeichnung ist mit 3.000 Euro dotiert, die wieder dem Projekt zu Gute kommen.
Von der Projektidee bis zum Aufstellen der ersten bemalten Heidschnucken war es ein
langer und teilweise etwas beschwerlicher Weg. Als Idee im Stadtteilbüro Neugraben
geboren, konnte gleich zu Beginn das Gymnasium Süderelbe mit ins Boot geholt werden.
Der Schulverein erklärte sich bereit, das Abrechungsprocedere zu übernehmen, während die
Schulleitung die Aufnahme des Projektes in den Kunstunterricht ermöglichte.
Bevor es soweit war, musste jedoch erst einmal die Gussform der Heidschnucke gestaltet
und hergestellt werden, denn es handelt sich bei der Neugrabener Schnucke um ein Unikat.
Die Projektleitung liegt beim Stadtteilbüro Neugraben, hier fließen alle Fäden zusammen. Die
technische Betreuung übernimmt die Nachbarschaftswerkstatt während der Förderverein die
Aufgaben des Schulvereins vor einigen Monaten übernommen hat.
15
Finanzielle Unterstützung wurde seitens einiger Mitglieder des Fördervereins, weitere
Sponsoren,
der
Jugendförderung
Süderelbe,
der
Bezirksversammlung
und
dem
Verfügungsfonds des Stadtteilbeirates bereitgestellt.
4.2.2 Wohnumfeldgestaltung Petershofsiedlung
In den letzten Jahren wurde neben der energetischen Sanierung der Wohngebäude auch
das Wohnumfeld der Petershofsiedlung Schritt für Schritt umgestaltet und aufgewertet,
wodurch die Wohnqualität erheblich gesteigert werden konnte.
Im Jahr 2015 folgt nun als übergreifendes Projekt die Umgestaltung und Aufwertung der
Wegeverbindung im nördlichen Bereich. Nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner der
Petershofsiedlung nutzen die zwei prägenden Fußwegeverbindungen sondern auch Schüler,
Bewohner der Seniorenresidenz und viele Personen mehr.
Der eine Weg führt von der Neugrabener Bahnhofstraße durch die Siedlung Richtung Osten
bis zum Haferacker und der Straße An der Falkenbek, der andere schließt sich südlich der
Kita An der Falkbek an und führt direkt zur Straße Petershof.
Das Landschaftsbüro outside hat im Auftrag der SAGA GWG und mit Unterstützung von
ProQuartier und dem Stadtteilbüro Neugraben diverse Beteiligungsaktionen durchgeführt
und die Ideen der Anwohnerinnen und Anwohner sowie Nutzerinnen und Nutzer in die
jetzige Planung eingearbeitet.
So wird der Weg neu gepflastert und erhält eine Breite von 2,20 mit einem Fahrstreifen für
Fahrradfahrer. Neue Aufenthalts– und Bewegungsangebote für alle Altersgruppen reihen
sich entlang der Wege. Die Flächen werden mit neuem Betonpflaster, wassergebundener
Wegedecke und im Spielbereich mit Fallschutzgummiflächen befestigt. Die barrierefreie
Erreichbarkeit der anliegenden Hauseingänge wird hergestellt.
Wegekreuzungen werden übersichtlicher gestaltet und stark dominierende Gehölzflächen
reduziert. Nutzungsmöglichkeiten, wie z. B. ruhige Sitzecken mit Bänken, die zum Verweilen
einladen, eine Bolzplatzfläche / Kleinspielfeld aus farbigem Sportgummi und Minitoren sowie
eine besondere Bepflanzung mit Mischstaudenflächen gehen auf die in mehreren
Anwohnerbeteiligungen gesammelten Wünsche ein. Die vorhandene Beleuchtung wird
erweitert bzw. ergänzt.
Ziel ist es, das Sicherheitsempfinden besonders in der dunklen Jahreszeit zu erhöhen.
Zusätzlich
befinden
sich
rechts
und
links
neben
den
Wegen
verschiedene
16
Bewegungsmöglichkeiten, wie Balancierbalken, Dehn- und Stretchmöglichkeiten, ein
Bouleplatz und Geschicklichkeitstrainer. Die Maßnahmen sind Bestandteil der Integrierten
Stadtteilentwicklung und werden durch Städtebaufördermittel und durch die SAGA GWG
finanziert. Die Fertigstellung ist für den Herbst 2015 vorgesehen.
4.2.3 Süderelbe Einkaufszentrum (SEZ)
Die Eigentümer des SEZ und das Bezirksamt Harburg hatten sich Anfang 2014 auf ein
Modernisierungsprogramm verständigt, das zur Hälfte aus öffentlichen Fördermitteln der
Stadtteilentwicklung finanziert wird.
Bis 2017 werden in vier Bauabschnitten – einer pro Jahr – insgesamt rund 1,25 Mio. Euro
investiert, um die wetterfeste Wegeverbindung in Verlängerung der Marktpassage über die
Cuxhavener Straße zum Bahnhof an aktuelle Standards anzupassen.
Das Bezirksamt Harburg hat sich für diesen Weg bereits mit dem Bau des SEZ Anfang der
80er Jahre eine Art „öffentliches Wegerecht“ einräumen lassen.
Nun soll mit den Maßnahmen mehr Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit und Sicherheit
geschaffen werden. Die notwendigen Planungen, Ausschreibungen und Prüfungen sind
nunmehr abgeschlossen, so dass der Abbruch der verbliebenden Rolltreppe Mitte
September 2014 erfolgte. Danach erfolgte der Einbau der zwei neuen Rolltreppen. Diese
sind wie immer Sonderanfertigungen und werden bei der Firma ThyssenKrupp in Billbrook
angefertigt.
Im Jahr 2015 kann mit der Erneuerung des Geländers, der Handläufe sowie des
Eingangsbereichs
begonnen
werden.
Dort
wurden
bereits
neue
automatische
Schiebetürelemente eingesetzt, die die alten festen Anschlagtüren ersetzen. Neben der
Erneuerung der Treppenanlage und des Centereingangs werden auch die Freiflächen vor
dem Gebäude modernisiert. Dazu zählen eine neue Pflasterung, angepasste Rampen oder
auch ein neues Vordach. Diese Arbeiten sind wetterabhängig und werden voraussichtlich im
1. Halbjahr 2015 begonnen.
4.2.4 Umgestaltung der Marktfläche Neugraben
Ende 2013 sind zwei Büros aus der Freiraum- und der Verkehrsplanung vom Bezirksamt
Harburg mit der Neugestaltung der Marktfläche und der Straße Neugrabener Markt
beauftragt worden.
17
Neben der Einmessung und der Arbeit an Karten und Plänen gehörten zum Auftakt auch
etliche Gespräche mit den Marktbeschickern, den Anliegern, der Polizei und Feuerwehr
sowie die Auswertung der Kundenwünsche, die die steg an einem Beteiligungsstand vor Ort
abgefragt hatte.
Es hat sich gezeigt, dass die jetzige Verkehrsführung allen anderen Varianten wie Einbahnoder Stichstraßen gegenüber überlegen ist. Umsetzbar ist hingegen eine kompaktere
Aufstellung der Marktwagen und –stände, so dass im Westen des Platzes Fläche
hinzugewonnen würde.
Die Straße Neugrabener Markt wird gleichfalls erneuert, die Zahl der Parkplätze bleibt dabei
nahezu unverändert. Möglich wird laut Vorentwurf auch eine Ausrichtung der Platzoberfläche
an der Waagerechten, um das große Gefälle zu reduzieren, was nicht nur zu
Unbehaglichkeit führt, sondern auch andere Nutzungen erschwert.
Sowohl der Stadtteilbeirat als auch die Bezirksversammlung Harburg haben im Januar 2014
den Vorentwurf in den Grundzügen bestätigt.
Zugleich haben die Fachplaner zahlreiche Aspekte für den kommenden Entwurf
aufgenommen. Dazu zählt der Wunsch, dass auf der Fläche auch an marktfreien Tagen
mehr Leben stattfindet, dass die Aufenthaltsqualität für Kinder und Familien steigt und dass
Lösungen für exzessiven Alkoholkonsum gefunden werden. Selbstverständlich müssen die
Interessen des Wochenmarktes berücksichtigt werden, damit auch weiterhin der Aufbau und
der Betrieb der Stände ungehindert und so komfortabel wie möglich stattfinden kann.
Sollte es zu keinen Verzögerungen kommen, ist mit der Umsetzung ab Herbst 2015 zu
rechnen.
4.3 Hans-Fitze-Haus
Im
September
2014
hat
die
Eröffnung
des
Zentrums
zur
sozialen
Integration
suchtgefährdeter Menschen im Hans-Fitze-Haus stattgefunden. Das Hans-Fitze-Haus
befindet sich in der Hans-Fitze-Straße 1 im Bezirk Harburg.
Das Hans-Fitze-Haus als Zentrum zur sozialen Integration suchtgefährdeter Menschen ist
ein Projekt der passage gGmbH. Die passage gGmbH ist eine gemeinnützige Gesellschaft
für Arbeit und Integration. Das Hans-Fitze-Haus ist nach Hans Fitze benannt, der von 1956
bis 1994 in diesem Haus lebte. Zwischenzeitlich ist das Gebäude als Musikschule genutzt
worden. Das Haus wird als Eigentum der Stadt von der Sprinkenhof AG verwaltet. Es stand
drei Jahre leer und wird nun wieder im Rahmen des Projekts genutzt.
18
An vielen Plätzen in Harburg (Orte sind z.B. das Projekt für Freizeitgestaltung Knoopstraße,
der Rathausplatz, der Seeveplatz) finden tägliche Treffen zum gemeinsamen Alkoholkonsum
statt. Arbeitslosigkeit und durch Drogenmissbrauch verursachte Krankheiten stellen die
Konstanten einer vielschichtigen sozialen Problemlage dar. In Harburg wurde schon oft die
Forderung gestellt, alkoholkonsumierende Gruppen von den öffentlichen Plätzen zu
verbannen. Der Abbau von Sitzmöglichkeiten, Alkoholverbote und Platzverweise sind häufig
besprochene Maßnahmen, doch ist umstritten, ob diese juristisch und ethisch vertretbar sind.
Mit der Eröffnung des Hans-Fitze-Hauses wurde das Ziel verfolgt den bisherigen Treffpunkt
der Szene in der Knoopstraße 11 stillzulegen. Das Projekt für Freizeitgestaltung hatte dort 17
Jahre lang seinen Standort und in seinen drei gespendeten Baucontainern ein ähnliches
Programm geboten, welches nun im Hans-Fitze-Haus angeboten wird.
Im Bezirk Harburg soll durch dieses Konzept hohe Akzeptanz erlangt werden. Es bietet nicht
nur einen niedrigschwelligen Einstieg in eine Hilfekette, sondern kann auch eine
Verbesserung der sozialen Kontakte der Zielgruppe bewirken.
Die Angebote im Hans-Fitze-Haus verfolgen einen integrativen Ansatz. Nicht nur Alkoholsondern auch Drogenkonsumierende Menschen erhalten eine Chance zur sozialen
Integration.
Ein
Angebot
des
Hans-Fitze-Hauses
ist
die
aufsuchende
Arbeit
in
Harburg.
Projektmitarbeiter suchen die Orte auf, an denen sich drogenkonsumierende Menschen
öffentlich treffen und leiten bei Bedarf und nach Möglichkeit schon Vorort helfende
Maßnahmen ein. Auch bietet das Hans-Fitze-Haus eine Sozialberatung, eine Sozialberatung
für Osteuropäer sowie eine kostenlose Rechtsberatung an. Zudem haben Aufsuchende des
Hans-Fitze-Hauses die Möglichkeit eine lebensnahe Beratung in Form von Gesundheits- und
Sozialberatung zu erhalten. Eine Tagesjobbörse zur tageweisen Beschäftigung von
Langzeitarbeitslosen wird ebenso angeboten. Zu guter Letzt ist das Hans-Fitze-Haus ein
Freizeittreff für Menschen mit Suchthintergrund.
Finanzielle Unterstützung für das Projekt Hans-Fitze-Haus gibt es durch den Europäischen
Sozialfond (ESF), der das Projekt für zunächst drei Jahre mit 430.000 Euro fördert.
Außerdem trägt die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) 334.000
Euro für die notwendige Ko-Finanzierung über die angesetzte Laufzeit bei und der Bezirk
Harburg steuert 96.000 Euro als Finanzierungshilfe dazu.
4.3. 6. Harburg Empfang
Der Harburg Empfang dient zur Ehrung und Würdigung wichtiger Akteure in der Integrationsund Ehrenamtsarbeit. Die Verleihung des Integrations- und Ehrenamtspreises sowie des
19
Harburg Tellers fand am 7. November 2014 zum sechsten Mal statt. Wie im Vorjahr war der
Veranstaltungsort der Feuervogel – Bürgerzentrum Phoenix.
Es waren ca. 300 Gäste anwesend, die sich aus Vertretern und Vertreterinnen der sozialen
Einrichtungen, Kirchen, Kultur- und Sportvereinen, Wohlfahrtsverbänden, Hilfsorganisationen
sowie Verwaltung, Wirtschaft und Politik zusammensetzten. Die Veranstaltung fand zum
dritten Mal im Bürgerzentrum statt.
Für die Verleihung des Integrations- und Ehrenamtspreises wurden insgesamt 10.000 Euro
zur Verfügung gestellt. Davon sind jeweils 2.000 Euro, also insgesamt 4.000 Euro, als
Preisgeld vergeben worden, die restlichen 6.000 Euro dienten zur Kostendeckung der
Veranstaltung. Kostenträger sind die Sparkasse Harburg-Buxtehude als Kooperations- und
Veranstaltungspartner mit 2.500 Euro zuzüglich Sachleistungen und die Harburger
Bezirksversammlung sowie das Bezirksamt Harburg gewesen.
Manfred Schulz, Vorsitzender der Bezirksversammlung, Bezirksamtsleiter Thomas Völsch
und Jury-Mitglied Heinz Lüers, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Harburg-Buxtehude,
nahmen gemeinsam die Preisverleihungen und Ehrung der Preisträgerinnen und Preisträger
vor. Als besonderer Ehrengast und Festredner war Prof. Dr. Dr. h.c. Garabed Antranikian,
Präsident der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH), anwesend.
Zum fünften Mal wurde der Harburger Ehrenamtspreis für besonderes bürgerschaftliches
Engagement in Harburg verliehen. Das Motto in diesem Jahr lautete: "Harburg engagiert sich
– Ehrenamt im Stadtteil". Der Preis soll Harburgerinnen und Harburger sowie Einrichtungen
im Bezirk ermutigen sich freiwillig zu engagieren und neue Ehrenamtsprojekte zu initiieren.
Hierdurch soll das Zusammenleben in den Harburger Stadtteilen verbessert und die
Identifikation der Bewohnerinnen und Bewohner mit diesen gestärkt werden. Dieser Preis ist
mit 2.000 Euro dotiert und darf ausschließlich für gemeinwohlfördernde Projekte eingesetzt
werden. Für den Harburger Ehrenamtspreis 2014 wurden im Bezirksamt Harburg 15
Bewerbungen eingereicht.
Den ersten Preis hat das Projekt „Erste Berufs- und Ausbildungsmesse Süderelbe
2014“ erlangt und der zweite Preis ging an „wellcome Harburg“.
20
Der Harburger Integrationspreis wurde 2007 einstimmig von der Bezirksversammlung
Harburg ins Leben gerufen, um Maßnahmen und Projekten, die die Integration von
Menschen mit Migrationshintergrund vor Ort fördern angemessen zu würdigen. Ziel ist es,
die Schranken und Hemmnisse im Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher
Herkunft in Harburg abzubauen. Die diesjährige Ausschreibung unter dem Motto „Vielfalt in
Harburg“ des Preises war ebenfalls mit 2.000 Euro dotiert. Bis zum Bewerbungsschluss am
12. September 2014 waren im Bezirksamt Harburg sieben Bewerbungen eingegangen.
Die Preisträger 2014 sind mit dem ersten Preis das Projekt „FußballFREUNDE im Harburger
Turnerbund von 1865 e.V. und mit dem zweiten Preis das „Schreibprojekt zwischen den
Welten“ von Lesli Omohundro-Bronczkowski von der Goethe-Schule-Harburg.
Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger für den Harburger Integrations- und den
Ehrenamtspreis erfolgte am 22. Oktober 2014 durch eine 14-köpfige Jury unter Leitung von
Manfred Schulz, Vorsitzender der Bezirksversammlung Harburg. Dem Auswahlgremium
gehörten
neben
politischen
Vertreterinnen
und
Vertretern
aus
den
Bereichen
Bildung, Kultur, Soziales, Sport und Wohnen zwei Vertreter der Sparkasse HarburgBuxtehude an.
Der bereits zum sechsten Mal von der Bezirksversammlung Harburg und dem Bezirksamt
Harburg gestiftete Ehrenpreis für besonderes bürgerschaftliches Engagement, der Harburg
Teller,
wurde
in
diesem
Jahr
an
den
langjährigen
Moderator
des
Ständigen
Gesprächskreises Moorburg, Karl-Heinz-Schultz, vergeben.
Das musikalische Rahmenprogramm wurde gestaltet durch Gospel Train, dem international
zusammengesetzten Gospelchor der Goethe-Schule-Harburg. Durch das Programm führte in
diesem Jahr die Moderatorin Karin Robben.
4.4 Neubürgerempfang
Am 4. November 2014 fand der Neubürgerempfang im Harburger Rathaus statt. Alle
Neubürger
waren
eingeladen,
den
Bezirksamtsleiter
Thomas
Völsch
persönlich
kennenzulernen und sich über die Vielfalt Ihres Bezirks zu informieren.
Der Neubürgerempfang geht auf einen Beschluss der Bezirksversammlung Harburg zurück
und wurde von der Harburger Verwaltung organisiert. Da durchschnittlich 16.000 Neubürger
nach Harburg kommen, sollten diese Neubürger nicht automatisch zu einem Empfang
21
eingeladen werden, sondern haben bei ihrer Ummeldung ein Gutscheinheft enthalten, das
einen „Gutschein“ für den Neubürgerempfang enthalten hat. Der Neubürgerempfang wurde
dann für diejenigen ausgerichtet, die sich zum Empfang angemeldet haben.
4.5 Integrationskonferenz und -rat
Im Bezirk Harburg leben ca. 59.000 Menschen mit Migrationshintergrund, was rund 38 % der
Bevölkerung Harburgs ausmacht und ca. 25.500 Ausländerinnen und Ausländer, was 16,5%
der Bevölkerung sind. Aus diesem Grund spielt die Thematik Integration eine besonders
wichtige Rolle.
So wurde bereits im Jahr 2012 das Integrationskonzept verabschiedet. Ziele der
Integrationspolitik sind unter anderem die Menschen in ihrer Vielfalt und Verschiedenheit zu
akzeptieren und ihnen die gleichen Rechte auf Teilhabe und Mitbestimmung zu gewähren.
Unter dem Motto „Vielfalt in Harburg – Interkulturelle Begegnung“ fanden in Harburg schon
drei Integrationskonferenzen statt, an der jeweils mehr als 90 Menschen teilgenommen
haben.
Die letzte Integrationskonferenz fand im September 2014 statt. Auf der Konferenz wurde
unter anderem das Projekt bzw. die Projektgruppe MigraNet – Vielfalt in Harburg vorgestellt.
Außerdem wurden Chancen und Herausforderungen des Hamburger Integrationsrates
diskutiert. Auch gab es Informationen zur Aufstellung der Kandidatinnen und Kandidaten und
zur Wahl des Integrationsrates, da im Rahmen der Konferenz die Wahl eines Harburger
Integrationsrates vorbereitet werden sollte. Dieser wurde am 5. Dezember 2014 bei der 4.
Harburger Integrationskonferenz gewählt. Er besteht aus neun Mitgliedern und neun
Vertreterinnen bzw. Vertreter.
Mitglieder sind Dr. Ferdaouss Adda, Lena Çoban, Mürüvet Coste, Theodoros Bozoudis, Ebru
Durmaz, Ali Eken, Waldemar Heffel, Kaya Ilker, Ana Lucia Pazmiño.
Die Vertreterinnen und Vertreter lauten Ali Chakour, Fernand Kantati, Behiye Linda Kilic,
Martin Leimbach, Theophile Mian, Mariola Scharfenberg, Wladimir Schneider, Prof. Dr.
Wolfgang Stein sowie Doris Wache.
Dieser
Integrationsbeirat
erhält
Empfehlungen
und
Eingaben
aus
den
Integrationskonferenzen und artikuliert diese gegenüber der Harburger Bezirksversammlung
und der Harburger Bezirksverwaltung. Er hat außerdem das Recht, in den Ausschüssen der
22
Bezirksversammlung bei Themen mitzusprechen, die in einem besonderen Maße Menschen
mit Migrationshintergrund betreffen. Der Integrationsbeirat hat die Aufgabe, die Behörde für
Arbeit,
Soziales,
Familie
und
Integration
und
den
Hamburger
Senat
zu
integrationspolitischen Fragen konstruktiv und kritisch zu beraten. Darüber hinaus greift der
Beirat
aktuelle
Themen
aus
dem
Bereich
der
Integration
auf.
Er
kann
zu
integrationsbezogenen Themen und Vorhaben Stellungnahmen abgeben und Vorschläge für
die
Besetzung
von
Migrationshintergrund
Gremien
der
machen.
Hamburger
Der
Verwaltung
Integrationsbeirat
mit
wirkt
Personen
mit
zudem
als
„Integrationsmultiplikator“ umsetzungsorientiert in alle Bereiche der Gesellschaft hinein,
indem
die
Mitglieder
in
ihren
jeweiligen
Verantwortungsbereichen
aktiv
zur
Integrationsförderung beitragen. Der Integrationsrat soll alle Kulturen und Nationen in
Harburg vertreten. Der Rat sollte sich selber finden. Um das zu tun, wurde das Projekt
MigraNet eingerichtet. Kandidieren für den Integrationsrat konnte jeder, der im Bezirk
Harburg lebt oder arbeitet, in der Projektgruppe mitgearbeitet hat oder auf einer
Integrationskonferenz war. Damit der Rat möglichst viele Nationen vertritt, gibt es einen
Länderschlüssel, welcher festgelegt hat, wie viele Mitglieder aus welchen Herkunftsländern
kommen dürfen. Insgesamt hat der Rat neun feste Mitglieder und neun Stellvertreter.
4.6 1. Harburger Jugendkulturpreis
Die
Bezirksversammlung
Harburg
vergibt
2014
zum
ersten
Mal
den
Harburger
Jugendkulturpreis zur Auszeichnung der künstlerischen Arbeiten von Kindern und
Jugendlichen im Bezirk Harburg.
Die Einwohnerinnen und Einwohner des Bezirks sind vielschichtig und haben viele
unterschiedliche kulturelle Wurzeln, was sich nicht zuletzt in kreativen und künstlerischen
Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen zeigt. Um dies öffentlich zu würdigen, beschloss
die Harburger Bezirksversammlung im März 2013, einen jährlichen Kulturpreis für Kinder und
Jugendliche auszuschreiben und damit die künstlerischen Arbeiten von Kindern und
Jugendlichen öffentlich anzuerkennen und mit einem Preis zu ehren.
Der erste Harburger Jugendkulturpreis steht unter dem Motto "Verborgenes sichtbar
machen". In unserem Stadtteil, in unserer Nachbarschaft, in unseren Freundeskreisen und
sogar in uns selber gibt es viel, was kaum wahrgenommen wird: Häuser, besondere Ecken
und Menschen oder auch besondere Erlebnisse. Sie darzustellen ist eine künstlerische
23
Herausforderung. Teilnehmen konnten Kinder der Grundschulklassen und gleichaltriger
Kindergruppen. Es durften Gruppenarbeiten sowie Einzelarbeiten eingereicht werden.
Die Ausschreibung des Preises ist direkt nach den Sommerferien 2014 erfolgt.
Einsendeschluss war der 10. Oktober 2014. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist hat eine Jury
bestehend aus Künstlern unter den acht eingegangenen Bewerbungen über die Gewinner
des Preises entschieden. Bei der Entscheidungsfindung werden außerdem unabhängige
Kinder und Jugendliche beteiligt. Die Gesamtsumme in Höhe von 1.000 Euro wird unter den
Gewinnern aufgeteilt, wenn gleich gute Arbeiten eingereicht werden. Kriterien der
Jurybeurteilung
waren
neben
den
Zugangsbedingungen
(Harburg
Bezug
und
Altersbegrenzung) Kreativität, Originalität, Eigenständigkeit, Umsetzung des Themas,
Gesamteindruck/ Präsentation.
Die Verleihung des Preises fand Dezember 2014, im Stellwerk Harburger Bahnhof, unter
Koordination und Organisation von Alles wird schön e.V. statt.
Die beiden ersten Preise, die mit jeweils 180 Euro dotiert waren, gingen an die Klasse 4b der
Schule Ohrnsweg sowie an die Klassen 1 und 2 der Schule Grumbrechtstraße.
Der zweite Preis und damit verbundene 170 Euro wurden an das Kinderatelier vom Atelier
Malrausch vergeben. Die Klasse 3b der Schule Kerschensteinerstraße freute sich über den 3.
Preis und 150 Euro.
4.7 Flüchtlinge
Aufgrund der politischen Lage in Krisenländern flüchten immer mehr Menschen in sichere
Länder und so auch nach Deutschland.
Von Januar bis Juli 2014 haben insgesamt 97.093 Personen in Deutschland Asyl beantragt,
was einer Erhöhung um 62,3 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Juli 2014 wurden
beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) insgesamt 19.431 Asylanträge
gestellt worden. Das sind 75,6 % mehr als im Juli 2013. Die Hauptherkunftsländer im Juli
2014 aus dem die Asylantragsteller gekommen sind, waren der Reihenfolge nach Syrien,
Serbien und Eritrea. Im Juli 2014 wurden für den Bereich Hamburg insgesamt 658
Asylanträge beim BAMF gestellt. Die Hauptherkunftsländer im Juli 2014 der Antragsteller
waren der Reihenfolge nach Syrien, Afghanistan und Serbien.
24
Nach einem Stand von 19. Dezember 2014 befinden sind über 1.500 Flüchtlingsplätze im
Bezirk Harburg.
Bestehende Standorte (Stand 19. Dezember 2014)
Strasse
Plätze Wohnart
Lewenwerder
110
Modulbauten
Wetternstraße
190
Pavillons, Festes Gebäude (Gemeinschaftsunterkünfte)
Winsener Strasse
271
Wohnanlage mit abgeschlossenen
Wohnungen
Stader Straße
30
Haus mit abgeschlossenen Wohnungen
Sinstorfer Weg
26
Haus mit abgeschlossenen Wohnungen
Osterbaum
12
Haus mit abgeschlossenen Wohnungen
Zentrale
Erstaufnahme
(ZEA) 250
Erstaufnahme / Gemeinschaftsunterbringung
642
Erstaufnahme / Gemeinschaftsunterbringung
Harburger Poststraße
ZEA Schwarzenbergfestplatz
(befristet bis März 2015)
Geplant ist auch eine Flüchtlingsunterkunft im Harburger Binnenhafen in Form eines
Wohnschiffes.
In der ZEA Harburger Poststraße und Schwarzenbergfestzelt gibt es rund 750 Plätze (Stand:
20. November 2014/ Erstaufnahme und Gemeinschaftsunterbringung teilweise bis März
2015 befristet) für Flüchtlinge. Dort werden von f&w fördern und wohnen AöR 24 Stunden
am Tag Flüchtlinge, die neu nach Hamburg kommen, aufgenommen, untergebracht und
verpflegt. Auftraggeber für den Betrieb ist die Behörde für Inneres und Sport (BIS).
Flüchtlinge sollen bis maximal drei Monate in der ZEA wohnen. In dieser Zeit entscheidet
das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über den Asylantrag. Anschließend sollen sie in
eine Wohnunterkunft der BASFI im Hamburger Stadtgebiet ziehen.
Hamburg hat in Harburg außerdem zwei Erstversorgungsunterkünfte für minderjährige
Asylbewerber,
sogenannte
minderjährige
unbegleitete
Flüchtlinge,
die
ohne
Erziehungsberechtigte nach Deutschland gekommen sind, geschaffen: in der Nöldekestraße
und in der Cuxhavener Straße. Voraussichtlich im Frühjahr 2015 soll die Unterkunft
25
Nöldekestraße 17 in Betrieb gehen. Auch auf dem städtischen Gelände Cuxhavener Straße
186-188 sollen minderjährige Flüchtlinge Platz finden. Die Unterkunft soll ebenfalls im
Frühjahr 2015 in Betrieb genommen werden. In den Unterkünften zur Erstversorgung halten
sich die jungen Flüchtlinge in der Regel drei bis fünf Monate auf. Anschließend kommen sie
in sogenannten Folgeunterkünften unter, meist bis sie eine Schulausbildung oder eine
Ausbildung abgeschlossen haben.
4.8 Bundesverdienstkreuz
Im Jahr 2014 wurde eine Harburger Bürgerin mit dem Bundesverdienstkreuz am
Bande ausgezeichnet.
Elisabeth Can-Sinkewitz wurde für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement gewürdigt.
Das Bundestverdienstkreuz am Bande wurde ihr am 6. Oktober 2014 im Rahmen der
Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit vom Bundespräsidenten Joachim Gauck
persönlich verliehen. Durch ihr Engagement trägt Frau Can-Sinkewitz aktiv zu einem
gesellschaftlichen und kulturellen Miteinander bei und dies seit bereits mehr als zehn Jahren
als Vorstandsvorsitzende des Vereins „Migranten Elternbund Hamburg und Umgebung e.V.“.
Sie bietet dort Nachhilfeunterricht an und unterstützt die Familien bei Behördengängen und
in Schulangelegenheiten. Darüber hinaus wirkt sie in verschiedenen Arbeitskreisen zum
Thema Integration sowie im Pilotprojekt „Zukunftslotsen“ mit. Dieses Engagement ist nicht
selbstverständlich, denn es kostet Zeit, Kraft und viel guten Willen.
4.9 Har-Bürger Kochbuch
Das Har-Bürger Kochbuch 2014 ist ein Projekt des Gesundheitsamtes Harburg zur
Gesundheitsförderung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 1986 die Ottawa-Charta
zur Gesundheitsförderung verabschiedet. "Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess,
allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu
ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen." Dieser Leitgedanke
war Grundlage für die Projektidee.
Zum Ziel wurde sich gesetzt, ein vegetarisches Kochbuch für Harburger von Harburgern zu
erstellen. Es soll die kulinarische Vielfalt der vielen im Bezirk Harburg vertretenen Kulturen
widerspiegeln und das Miteinander der Kulturen fördern. Die bis zum 15. November 2014
zugesandten vegetarischen Lieblings-, alten Familien- oder traditionellen Rezepte werden
um Wissenswertes wie Herkunft und Erntezeit der Zutaten und vor allem um Informationen
zu ernährungsphysiologischen Aspekten ergänzt. Dadurch wird auch der Aspekt der
Nachhaltigkeit bedacht. Mitmachen bei dem Projekt konnte jeder Interessierte, Schulen,
26
Kitas, Migrantenorganisationen, Vereine, soziale Einrichtungen oder Krankenkassen. Mit
seiner Aufmachung ist das Kochbuch besonders auf die Gesundheitsförderung von Kindern
und Jugendlichen ausgerichtet.
Das Buch wird durch Sponsoring und öffentliche Zuschüsse finanziert. Alle Mitwirkenden
werden auf Wunsch mit Namen, Logo, Einrichtung usw. in dem Kochbuch veröffentlicht. Die
Verteilung des Buches an Einrichtungen und Kooperationspartner übernimmt das
Gesundheitsamt übernomme. Verkauft wird das Kochbuch nicht. Es ist gegen eine
Schutzgebühr im Gesundheitsamt Harburg erhältlich. Mit dieser Schutzgebühr werden kleine
gemeinnützige Projekte im Bezirk Harburg finanziert.
5 Politik
5.1 Wahl zur Bezirksversammlung Harburg
Die Wahl zur Bezirksversammlung Harburg hat am 25. Mai 2014 stattgefunden und wird seit
2014 alle fünf Jahre gewählt. Wahlberechtigt zur Bezirksversammlung ist, wer am Wahltag
die deutsche Staatsbürgerschaft innehat, mindestens 16 Jahre alt ist, seit mindestens drei
Monaten in Hamburg wohnt und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen ist. Außerdem ist
wahlberechtigt,
wer
an
Stelle
der
deutschen
die
Staatsangehörigkeit
eines
der
Mitgliedstaaten der Europäischen Union besitzt.
Die Wahlbeteiligung im Bezirk Harburg lag bei 36,4 % und hat im Gegensatz zu der Wahl in
2011 um 12,6 % Prozentpunkte abgenommen.
Das Ergebnis der Bezirksversammlungswahl 2014 lautet wie folgt:

SPD - 38,6 %

CDU - 26,6 %

GRÜNE - 13,5 %

DIE LINKE - 8,9 %

AfD - 6 %

FDP - 4,4 %

Übrige Parteien - 2,1 %
27
Ende 2014 fanden mehrere Parteiaustritte von Mitgliedern der Bezirksversammlung Harburg
statt. Diese wechselten zur Partei Neue Liberale. Da die Mandate als Bezirksabgeordnete
behalten wurden, stellt sie eine neue Fraktion der Bezirksversammlung Harburg dar.
Die Sitze der Parteien in der Harburger Bezirksversammlung sind nach einem Stand vom 19.
Dezember 2014 wie folgt verteilt: 18 Sitze für die SPD, 14 für die CDU, fünf für die Grünen,
fünf für die Linke, drei für die AfD, Neue Liberale Fraktion Harburg vier Sitze und zwei
Mitglieder der FDP sind fraktionslos.
5.2 Europawahl
Am 25. Mai 2014 fand neben der Wahl zur Bezirksversammlung Harburg auch die Wahl zum
8. Europäischen Parlament, die sogenannte Europawah,l statt.
Das endgültige Wahlergebnis sieht folgendermaßen aus:

CDU – 24,6 %

SPD – 33,8 %

GRÜNE – 17,2 %

FDP – 3,7 %

DIE LINKE – 8,6 %

AfD – 6 %

Sonstige – 6,1 %
Die Wahlbeteiligung lag bei 43,6 % und somit über den Ergebnissen aus 2004 (34,9 %) und
2009 (34,7 %).
5.3 Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft
Die Wahl zur 21. Hamburgischen Bürgerschaft findet am 15. Februar 2015 statt und wird ab
2015 alle fünf Jahre gewählt. Auch bei der Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft ist
wahlberechtigt, wer mindestens 16 Jahre alt ist.
2015 wird die Bürgerschaft erstmals nicht gleichzeitig mit der Bezirksversammlung gewählt,
da diese Wahl bereits am 25. Mai 2014 zusammen mit der Europawahl stattgefunden hat.
28
Insgesamt sind auf den beiden Stimmzetteln (Landesliste und Wahlkreisliste) 13 Parteien,
zwei Wählervereinigungen und vier Einzelkandidierende mit ihrem Wahlvorschlag vertreten.
Damit stellen sich insgesamt 887 Personen zur Wahl.
Auf der Landesliste für ganz Hamburg stehen zwölf Parteien und eine Wählervereinigung mit
insgesamt 397 Kandidierenden.
Auf den Wahlkreislisten stehen elf Parteien und eine Wählervereinigung sowie vier
Einzelkandidierende, insgesamt 679 Kandidierende.
Wer für eine Partei oder Wählervereinigung kandidiert, kann auf der Landesliste und in
einem Wahlkreis antreten, Einzelkandidierende können sich nur in einem Wahlkreis zur Wahl
stellen.
Die
Parteien
„Neue
Liberale“
und
„RENTNER
Partei
Deutschland“
sowie
die
Wählervereinigung „Hamburger Bürger-Liste“ kandidieren nur auf der Landesliste, die Partei
„HUMANWIRTSCHAFTSPARTEI“
und
die
Wählervereinigung
„Hamborg
raus
aus
Altøna“ nur in einem Wahlkreis.
Seit 2009 gilt ein neues Wahlrecht. Gewählt wird über Landeslisten und in 17 Wahlkreisen.
Dabei kommt das Prinzip des Kumulierens oder Panaschierens zur Anwendung. Insgesamt
kann jeder Wähler oder jede Wählerin fünf Stimmen für Bewerber auf Landeslisten sowie
fünf Stimmen für Bewerber auf Wahlkreislisten vergeben.
Grundsätzlich gelten bei allen Wahlen fünf Prinzipien. Wahlen müssen allgemein sein, das
heißt jeder Staatsbürger hat mit Vollendung des 18. Lebensjahres das Recht zu wählen.
Auch
sind
Wahlen
unmittelbar,
was
bedeutet,
dass
die
Kandidaten
ohne
die
Zwischenschaltung von Wahlmännern gewählt werden. Ein weiterer Grundsatz ist, dass
Wahlen frei sind. Auf die Wählerinnen und Wähler darf kein Druck ausgeübt werden. Der
vierte Wahlgrundsatz besagt, dass Wahlen gleich sollen, also, dass keine Stimme mehr
Gewicht als eine andere Stimme haben darf. Zu guter Letzt müssen Wahlen geheim bleiben.
Niemand darf wissen, wer wie gewählt hat, es sei denn, die Wählenden geben dies selbst
bekannt.
29
6 Schöne und grüne Stadt
Im Jahr 2014 wird in ganz Hamburg und so auch im Bezirk Harburg das Jubiläum „100 Jahre
Stadtgrün“ gefeiert. Bereits vor 100 Jahren erkannten die Harburger Stadtväter die Relevanz
von Parks und Grünflächen für die Bürgerinnen und Bürger.
Der Bezirk Harburg hat einiges zu bieten. Zum einen gibt es die beiden Naturschutzgebiete
Fischbeker Heide und Moorgürtel. Dazu kommen die Forstreviere Eißendorfer Forst und
Forst Hausbruch. Zu den Parkanlagen in Harburg zählen unter anderem der Harburger
Stadtpark, der Schwarzenbergpark, Alter Friedhof und Meyers Park. Zusammen belegen
diese vier Parkanlagen nahezu ein Viertel der Fläche Harburgs. Nicht unerwähnt soll der
neue „Gebrüder-Cohen-Park“ im Harburger Binnenhafen bleiben. Er wurde im Rahmen der
Internationalen Bauausstellung (IBA) Hamburg angelegt.
Grünflächen sind wichtig, da sie zur Stärkung der Lebensqualität beitragen. Es wird auf
ihnen nicht nur Sport getrieben, sich entspannt, sondern es kann auch einfach die Natur
genossen werden. Grün in der Stadt vermeidet außerdem Verkehr, reduziert den
Energieverbrauch und trägt zum Klimaschutz bei.
Im
Jubiläumsjahr
2014
wurden
unter
Leitung
der
Abteilung
Stadtgrün
gartendenkmalrelevante Strukturen und Elemente teilweise wieder freigelegt und erlebbar
gemacht. In diesem Zusammenhang hat man auch die Freilichtbühne saniert, wobei
Stützmauern, Treppenanlagen und Bepflanzung unter gartendenkmalpflegerischen Aspekten
erneuert wurden. Eine weitere Maßnahme ist die Freistellung der 'Ovalen Kuppe'
einschließlich der Herstellung der Sichtachsen in Richtung Schulgarten in Anlehnung an das
historische Vorbild. Auch die gestalterische Überarbeitung einiger Zugänge an der Westseite
soll die Aufmerksamkeit auf den Stadtpark lenken und seine Bedeutung für Harburg
unterstreichen.
6.1 Schautag zu „100 Jahre Stadtgrün“
Im Juli 2014 hat anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Stadtgrün ein Schautag auf dem
Harburger
Rathausplatz
zur
Präsentation
der
Grünverwaltung
stattgefunden.
Den
Bürgerinnen und Bürgern wurden anlässlich des Jubiläumsjahres 2014 Einblicke in die Arbeit
der Abteilung Stadtgrün und des bezirklichen Bauhofes vermittelt.
30
Aus diesem Grunde wurden auf dem Harburger Rathausplatz typische Fahrzeuge und
Geräte aus dem täglichen Einsatzbereich der Grünpflege präsentiert – von der
Hubarbeitsbühne, über Schlepper mit Buschhacker bis zum Großflächenrasenmäher. Pläne
und Fotos, die gezeigt wurden, haben die Vielfalt der öffentlichen Freizeitanlagen
verdeutlicht und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Harburger Grünverwaltung standen den
ganzen Tag als Ansprechpartner zur Verfügung.
Für Kinder gab es Aktionsstände zum Basteln kleiner Gewächshäuser und zum Entdecken
von
Bodentieren
unter
der
Lupe
oder
dem
Mikroskop.
Zusätzlich
standen
Bewegungsangebote zum Springen, Hüpfen und Schaukeln bereit. Zwischendurch konnten
sich die kleinen Gärtner mit frischem Obst oder bei einem Safttest mit verbundenen Augen
erfrischen.
6.2 Führungen im Stadtpark
Der Freiraumplaner und Gartenhistoriker Dr. Joachim Schnitter hat anlässlich des Jubiläums
zu 100 Jahre Stadtgrün in Hamburg im Frühjahr und Sommer 2014, drei fachkundige,
gartenhistorische Führungen durch den Harburger Stadtpark angeboten.
Obwohl der Harburger Stadtpark als einer der drei großen Hamburger Volksparkanlagen
neben den Stadtparks in Winterhude und in Altona erst 88 Jahre alt wird, wurde die
Gelegenheit genutzt, den Blick auf diesen besonderen Park mit seiner Lage am historischen
Außenmühlenteich und seinem hügeligen Gelände zu richten.
Der Stadtpark wurde in den 1920er Jahren am Westufer des Außenmühlenteichs von StadtObergärtner Georg Hölscher angelegt und in mehreren Phasen systematisch bis in die
1980er Jahre vergrößert. Heute ist der Stadtpark nicht nur eine der wichtigsten Grünanlagen
des Bezirks mit einer hohen Bedeutung für die Naherholung der städtischen Bevölkerung,
sondern stellt auch ein Denkmal der Gartenkultur dar.
6.3 Eröffnung der Freilichtbühne
Im Oktober 2014 fand die Eröffnung der Freilichtbühne im Harburger Stadtpark statt, bei der
unter anderem Harburgs Bezirksamtsleiter Thomas Völsch und die Senatorin für
Stadtentwicklung und Umwelt Jutta Blankau anwesend waren. Der Baubeginn für die
Sanierung der Freilichtbühne erfolgte am 11. April 2014 und wurde am 19. Juni 2014
fertiggestellt.
31
Die Sanierung der Freilichtbühne, die es seit 1926 gibt, fand in Abstimmung mit der Behörde
für Stadtentwicklung und Umwelt und der Denkmalpflege, die ein Gutachten zur Sanierung
erstellen ließ. Im Rahmen der Sanierung wurden zur Wiederherstellung der ehemaligen
Sichtbeziehung zur Freilichtbühne notwendige gärtnerische Maßnahmen vollzogen. Das alte
Mauerwerk wurde zum Teil erneuert und alle Seitenmauern sind seit der Sanierung neu
verputzt. Die Treppenstufen zum Bühnenaufgang wurden neu gerichtet und die fehlenden
Abdeckplatten der Mauern, der Plattenbelag der Bühne und die Hecken an den
Seitenmauern hat man erneuert.
Im Rahmen des Jubiläums von 100 Jahre Stadtgrün bekam der Bezirk aus dem
Sanierungsfond Hamburg 2020 300.000 Euro für die Sanierung der Harburger Freilichtbühne
bzw. für den Stadtpark. Die Sanierung der Freilichtbühne hat etwa 110.000 Euro gekostet.
6.4 Zweiter Harburger Nachhaltigkeitspreis
Zum zweiten Mal fand in Harburg die Verleihung des Harburger Nachhaltigkeitspreises statt.
Der Begriff „Nachhaltige Entwicklung“ wurde im Jahre 1987 in der Weltkommission für
Umwelt und Entwicklung, der sogenannten „Brundtland-Kommission“, verwendet. Er steht für
eine zukunftsfähige, nachhaltige Entwicklung der Menschheit und verfolgt die Idee, Ökologie,
Ökonomie und soziale Ziele in Einklang zu bringen. Die Bedürfnisse der heutigen Generation
sollen nicht auf Kosten der Bedürfnisse künftiger Generationen erfüllt werden. Ein zentrales
Leitbild ist hierzu 1992 in Rio de Janeiro in Form der „Agenda 21“ entwickelt worden, welche
178 Staaten unterzeichneten. Dieses Aktionsprogramm dient der zukunftsfähigen und
nachhaltigen Gestaltung im 21. Jahrhundert. Mit der Aalborg-Charta wird die kommunale
Umsetzung der Agenda21 angestrebt. Diese Charta ist von der Freien und Hansestadt
Hamburg am 16. Januar 1996 unterzeichnet worden. Das Programm findet sich seit 1996 im
Bezirk Harburg im Projekt Harburg21 wieder.
So
schrieb
auch
dieses
Jahr
die
Bezirksversammlung
Harburg
den
Harburger
Nachhaltigkeitspreis in Höhe von 1.500 Euro aus. Wie im Vorjahr ist Harburg21, das die
Lokale Agenda 21 und das NachhaltigkeitsNetzwerk im Raum Harburg darstellt, der
Kooperationspartner.
Jeder, das heißt alle Harburger Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Bildungseinrichtungen,
Organisationen, Stadtteilprojekte und Firmen, die in ehrenamtlicher oder hauptamtlicher
Tätigkeit an einem Projekt arbeitet, mit dem er sich in Harburg für eine grüne und faire
32
Zukunft engagieren möchte, konnte sich für den Nachhaltigkeitspreis bewerben. Bei dem
Projekt sollten möglichst Aspekte einer umwelt- und sozialverträglichen Wirtschaft und
Lebensweise Berücksichtigung finden. Das beste Projekt hat eine unabhängige Jury aus
Mitgliedern der Politik, der Verwaltung und Harburg21 sowie namhaften Bürgerinnen und
Bürger aus dem Nachhaltigkeitssektor ausgewählt.
Der drei Preisträger des Harburger Nachhaltigkeitspreises 2014 wurden im November geehrt.
Die Preisverleihung erfolgte am 26. November im Haus der Kirche in Harburg durch
Bezirksamtsleiter Thomas Völsch und den Vorsitzenden der Bezirksversammlung Harburg,
Manfred Schulz.
Der erste Preis in Höhe von 1.000 Euro ging an das Stadtteilmarketing Neuwiedenthal c/o
ProQuartier Hamburg, das in seinem Projekt „Neuwiedenthaler Apfelschule“ SchulungsEinheiten zu heimischen Obst und Vernetzungen zu verschiedenen Einrichtungen anbietet.
Den zweiten Preis in Höhe von 600 Euro erhielt Stephan Matussek, Lehrer an der
Katholischen Schule Harburg, für sein Projekt „LAB in a DROP“. Hier können Schülerinnen
und Schüler im naturwissenschaftlichen Unterricht Ressourcen- und Budget-schonende
Experimente kennenlernen und Lerneffekte auch für andere Bereiche mitnehmen.
Über den dritten Preis in Höhe von 400 Euro konnte sich das Repair Café Hamburg-Harburg
freuen. Es praktiziert in den Räumen der Freikirche Vineyard-Harburg nachhaltigen Konsum
durch Reparieren und ist in diesem Sinne eine Alternative zur Wegwerfgesellschaft.
2013 wurden ebenfalls drei Gewinner geehrt. Zum einen erhielt die Blue Engineering AG der
TUHH, eine Gruppe Studierender und Doktoranden, für ihr Projekt „Workshops und Vorträge
zur
ökologischen
und
sozialen
Verantwortung
im
Ingenieursberuf“
einen
Preis.
Die Katholische Schule Harburg bekam den Nachhaltigkeitspreis für das Projekt
Wasserlabor KSH2O. Seit 2009 erforschen Hauptschülerinnen und -schüler im Wasserlabor
die
Gewässer
ihrer
Umgebung
und
übernehmen
Verantwortung
für
diese.
Auch das Projekt der H10 Harburg „Ein RUcK geht durch die H10!“ wurde als Preisträger
gekürt. RUcK steht für gelebten Ressourcen-, Umwelt- und Klimaschutz in Unterricht und
Schulleben. Die H10 entwickelte mit allen Beteiligten ein längerfristig ausgerichtetes und
zahlreiche Einzelaktivitäten umfassendes Schulprogramm zum Schutz von ökologischen
Ressourcen, der natürlichen Umwelt und des globalen Klimas. Hierbei geht es insbesondere
darum, nachhaltiges Handeln im Schulleben bei den Lernenden, Lehrkräften und der
Verwaltung/Technik zu verankern.
33
7 Wirtschaft und Verkehr
7.1 Technologieparks
Harburg war und ist ein wichtiger Industriestandort innerhalb Hamburgs. Im Hamburger
Süden wird aber nicht nur erfolgreich produziert, sondern mindestens ebenso erfolgreich
geforscht und entwickelt. Der Bezirk kann mit der Technischen Universität Hamburg-Harburg
(TUHH) und seinen hier bereits ansässigen Unternehmer außerdem wichtiger Motor für die
Entwicklung der gesamten Stadt sein.
Im Bezirk Harburg befindet sich zurzeit ein Technologiepark, der hit-Technopark.
Nachdem die bisherigen Gebäude des hit-Technoparks bereits zu 98 % vermietet sind, soll
jetzt für 4,5 Millionen Euro ein weiteres Bürogebäude auf dem weitläufigen Gelände in
Harburg gebaut werden. Es wird über rund 2.200 qm Bürofläche verfügen, die sich auf drei
Etagen verteilen. Im Hinblick auf die steigenden Energiekosten will sich hit mit einem
Blockheizkraftwerk komplett mit Wärme versorgen. Dafür investiert Wolfram Birkel, der
Geschäftsführer, 2014 und im im Jahr 2015 jeweils 500.000 Euro. Unter anderem sollen die
Thermostate ausgetauscht werden durch solche, mit denen automatisch die Heizung
ausgeht, wenn es warm genug ist. Für die Beleuchtung werden LED-Lampen eingesetzt. In
den nächsten drei bis fünf Jahren will der Technologiepark CO2-neutral werden.
7.2 StadtRAD im Bezirk Harburg
Im Juli 2009 startete das Fahrradleihsystem StadtRAD Hamburg. 2015 soll es auch im
Bezirk Harburg installiert werden.
Es sind 10-13 Stationen geplant, deren Standorte derzeit geprüft und konkretisiert werden.
Hierzu sind Abstimmungsgespräche zwischen der Deutschen Bahn, der Behörde für
Wirtschaft, Verkehr und Innovation sowie der Bezirksverwaltung notwendig.
Ein vom Bezirksamt Harburg ausgearbeitetes Konzept sieht folgende Standorte vor:
Denickestraße (Asklepios Klinik Harburg), S-Bahn Heimfeld, Uni Campus Denickestraße
(verkehrsberuhigter Bereich), Knoopstraße (Helms-Museum), Harburger Ring (Agentur für
Arbeit), Harburger Ring Ecke Wilstorfer Straße (Gloria-Tunnel), Baererstraße Ecke
Maretstraße, Außenmühle (MidSommerland), Bahnhof Harburg, Harburger Schloßstraße
34
(TuTech-Gebäude), Kanalplatz, Schellerdamm (neues Studentenwohnheim) und Neuländer
Straße Ecke Veritaskai (geplantes Neuländer Quaree).
Die Kosten pro Station betragen etwa 50.000 Euro.
Im StadtRAD-System kann man zurzeit an 131 Station 1.650 Fahrräder ausleihen. Seit 2009
haben sich 268.000 Kunden registriert und 2,2 Millionen Mal ein Fahrrad ausgeliehen.
Zuständig für den Betrieb des Fahrradleihsystems in Hamburg ist die Deutsche Bahn. Mit
dem System wurde eine Verdoppelung des Radverkehrsanteils von 9% auf 18 %, die
Stärkung des Umweltverbundes sowie des Stellenwertes des Fahrrads im Verkehrssystem
verfolgt. Darüber hinaus verbessert es die Nahmobilität.
2015 sind in Hamburg 40 neue Leihstationen und 500 neue Fahrräder geplant. Die
Erweiterung des Netzes erfolgt schwerpunktmäßig im Bezirk Harburg und den Stadtteilen
Bahrenfeld und Barmbek-Nord.
7.3 Straßen im Bezirk Harburg
Im Bezirk Harburg befinden sich etwa 410 km Straße. Davon sind etwa 330 km
Bezirksstraßen und 80 km Hauptverkehrsstraßen, bei denen der Landesbetrieb Straßen,
Brücken und Gewässer (LSBG) für größere Instandsetzungsmaßnahmen zuständig ist.
7.3.1 Straßenbauprogramm im Bezirk Harburg
Schlechte Witterungsverhältnisse, aber auch die zahlreichen Fahrzeuge, die täglich
Harburgs Straßen befahren, wirken sich negativ auf die Zustände der Straßen aus und so
werden Sanierungen oder Grundinstandsetzungen nötig. Aber auch durch sich änderndes
Verkehrsverhalten oder die Zunahme des Verkehrs ist der Neu-, Um- oder Ausbau einer
Straße notwendig.
Um die Maßnahmen zu koordinieren, wird jedes Jahr ein Straßenbauprogramm erstellt und
von der Bezirksversammlung Harburg beschlossen.
Im Jahr 2014 standen insgesamt 2, 57 Millionen Euro (Zuweisung 2014 – 1, 57 Millionen
Euro, Reste aus 2013 –1 Million Euro) für Grundinstandsetzungsarbeiten und den Neu-, Umund Ausbau von Harburgs Straßen zur Verfügung.
35
In vielen Straßen wurden Deckensanierungen geplant bzw. schon abgeschlossen, wie zum
Beispiel im Scheideholzhang und in der Scheideholzkehre sowie in der Straße Zum Dubben.
Es wurden auch einige Gehwege, wie zum Beispiel die Südheide oder der Lürader Weg,
instand gesetzt.
7.3.2 Planfeststellungsverfahren A 26
Die vierspurige Hafenquerspange soll die Bundesautobahnen A7 und A 1 verbinden sowie
in west-östlicher Richtung durch den Hamburger Hafen und den Stadtteil Wilhelmsburg
verlaufen. Sie ergänzt somit das Autobahnnetz im Raum südlich der Norderelbe.
Mit dem Bau wird das Ziel verfolgt die Erreichbarkeit des Hamburger Hafens zu
gewährleisten, den Ost-West-Verkehr sowie den Hafenverkehr zu bündeln und eine Lücke
im überregionalen Fernstraßennetz zu schließen. Darüber hinaus führt die Hafenquerspange
zu einer Reduzierung des Lärms, der Schadstoffbelastung sowie des Durchgangsverkehr in
innerstädtischen Quartieren.
Im März 2011 hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS)
für die Hafenquerspange die Bezeichnung „A26“ und die Linienführung festgelegt. Die
Linienfeststellung war Voraussetzung für die nächsten Planungsschritte, die mit der
Entwurfsplanung weiter konkretisiert wurden. Daraus ging die Genehmigungsplanung hervor,
die Grundlage für das Planfeststellungsverfahren ist. In diesem Zusammenhang wurden die
Unterlagen für jeden Bauabschnitt öffentlich ausgelegt, so dass Bürgerinnen und Bürger
Einsicht nehmen und Einwendungen vorbringen konnten.
Die in Hamburg zuständige Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI)
favorisiert
einen
Trassenverlauf
im
Süden
der
Elbinseln,
die
als
„Süd-
Hauptvariante“ bezeichnet wird.
Im Februar 2013 hat die BWVI den vierstreifigen Neubau der A 26 zwischen A 7 und A1 für
den Bundesverkehrswegeplan 2015 angemeldet. Dieser Rahmenplan enthält Aus- und
Neubedarfe für die Entwicklung der Bundesverkehrswege für den Zeitraum 2015 bis 2030.
36
Für das 2. Quartal 2015 ist ein Erörterungstermin geplant. Dieser hatte sich durch
Verhandlungen mit den Naturschutzverbänden und Grundeigentümern verzögert. Das Ziel ist
aber eine Vereinbarung mit beiden Personengruppen zum Ende des Jahres 2014 zu erzielen.
Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Planfeststellungsbeschluss im Jahr 2016
getroffen. Außerdem wird die Bauzeit auf 6 Jahre geschätzt.
7.3.3 Fertigstellung der Kreuzung Friedhofstraße/ Bremer Straße
Aus verschiedenen Gründen wie Beschwerden der Anwohnerinnen und Anwohner sowie
Unfällen oder Staubildungen befasste sich die Bezirksversammlung Harburg in der
Vergangenheit öfter mit dem Knoten.
Am 26. Februar 2008 wurde die Kreuzung als Unfallhäufungsstelle in der Sitzung der
Unfallkommission vorgestellt.
Eine Verbesserung des Verkehrsflusses und die Erhöhung der Verkehrssicherheit kann nur
durch einen Umbau erfolgen und nicht durch Ampeln und deren entsprechende Schaltung.
Der geplante Umbau wurde am 15. Juli 2008 der Unfallkommission vorgestellt und beinhaltet
an jedem Teilknoten eine verkehrsabhängige Ampelschaltung und damit eine deutlich
verbesserte und leistungsstarke Verkehrsabwicklung.
Darüber hinaus soll die Fahrbahn der Bremer Straße in dem Abschnitt von drei auf vier
Fahrstreifen ausgebaut werden. Über eine neue Nebenfahrbahn werden die Linksabbieger
von der Friedhofstraße und auch der Verkehrsstrom zur Straße Am Großen Dahlen geführt.
Die Zu- und Ausfahrt des Friedhofes wird aus dem Knotenbereich heraus weiter nach
Westen verschoben.
Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit ist die Grundinstandsetzung aller von der Planung
betroffenen Fahrbahnteile vorgesehen.
Die umfangreichen Baumaßnahmen am Verkehrsknoten Bremer Straße/ Friedhofstraße/ Am
Großen Dahlen und Ernst-Bergeest-Weg sollen am 15. März 2015 beginnen.
37
7.4 HVV-Fahrplanänderungen
Die Hochbahn erweitert das Angebot für ihre Kunden. Mit dem Winterfahrplan werden einige
Buslinien im Bezirk Harburg verstärkt und ausgebaut. Ab dem kommendem Winterfahrplan,
der im Dezember in Kraft tritt, wird das Bus-Angebot im Bezirk Harburg verdichtet. Unter
anderem wird es Verstärkerfahrten auf der Linie 141 nach der frühen Hauptverkehrszeit
geben. Die Takte der Stadtbuslinien 142, 143 und 443 werden künftig samstags bis 19:30
Uhr im Abschnitt Heimfeld/ Eißendorf, Bahnhof Harburg und Sinstorf verlängert. Ab
Dezember werden auch auf den Linien 143 und 443 zwischen Eißendorf und Meckelfeld
Gelenkbusse eingesetzt. Im Abschnitt zwischen Marmstorf und dem Harburger Bahnhof, hier
fahren die beiden Buslinien 145 und 245, wird der Takt nach der frühen Hauptverkehrszeit
von etwa 8 Uhr bis 9:30 Uhr verdichtet. Zwischen dem Nachtigallenweg und dem Seevetaler
Ortsteil Emmelndorf wird ab Dezember die neue Linie 543 eingesetzt, um eine
Grundversorgung im Stundentakt herzustellen. Für die Linie S 3 sollen zukünftig mehr
Wagen zwischen Harburg und Neugraben fahren. Mit dem neuen Dezember-Fahrplan richtet
die Hamburger Hochbahn zusätzlich einen durchgehenden Nachtverkehr an den
Wochenenden zwischen dem Bahnhof Neugraben, Neuenfelde und dem Alten Fährweg ein.
8 Kultur
8.1 Harburger Theater
Im Frühjahr 2014 haben die Arbeiten für die Neugestaltung und den Ausbau des HelmsSaals im Harburger-Theater begonnen. Dafür wurden etwa 2,15 Millionen Euro aus dem
„Sanierungsfonds Hamburg 2020“ zur Verfügung gestellt. Der hohe Stellenwert dieser
Institution – das Harburger Theater hat rund 1.400 Abonnenten - wurde von der Stadt
unterstützt.
Um den Theaterstandort Harburg noch attraktiver zu machen, sind die Erweiterung der
Bühne und die Sanierung der Technik notwendig gewesen, da beides seit 1955 fast
unverändert geblieben ist. Die Bühne wurde durch Seitenbühnen ergänzt, so dass es
möglich ist ein Stück abzubauen, auf der Seitenbühne zu lagern und ein anderes auf der
Bühne zu spielen. Dadurch kann der Saal auch anderweitig genutzt werden. Außerdem
wurde eine zeitgemäße Licht- und Tontechnik installiert, um dem Anspruch der einzelnen
Theaterstücke gerecht werden zu können.
38
Im November 2014 hat das Harburger Theater nach der Renovierung mit dem Theaterstück
„Die Reifeprüfung“ mit der Schauspielerin Helen Schneider die Spielzeit 2014/ 2015 eröffnet.
8.2 100. Rathauskonzert
Im
Februar
2014
fand
das
Jubiläumskonzert
anlässlich
des
100.
Harburger
Rathauskonzertes im Harburger Rathaus statt. Das Konzert ist Teil der Konzertreihe „Stars
von Morgen“, die seit 1997 im Harburger Rathaus stattfindet.
Bereits seit 2011 werden die Rathauskonzerte vom Verein zur Förderung der Jugend, Kulturund Sozialarbeit im Bezirk Harburg e.V. veranstaltet, mit Unterstützung des Bezirksamtes
Harburg und in Zusammenarbeit mit der Musikgemeinde Harburg sowie der Hochschule für
Musik und Theater Hamburg. Darüber hinaus wird die Konzertreihe von der Sparkasse
Harburg-Buxtehude und seit 2013 auch von der Franz-Wirth-Gedächtnis-Stiftung finanziell
unterstützt.
Professorinnen und Professoren der Hochschule für Musik und Theater Hamburg
präsentierten auf dem Konzert ihre besten Studierenden, die ihr Können unter Beweis stellen
konnten. Mit dem besonders vielfältigen Programm von hervorragenden Klavier- und HarfenInterpretationen bis hin zu überraschenden Schlagzeugkünsten wurde den Gästen ein
breites Spektrum musikalischer Klänge geboten.
Ein Abonnement für das Programm kostet 70 Euro. Schüler und Studierende zahlen 35 Euro.
Eine Einzelkarte kostet zwölf, für Schüler und Studenten nur sieben Euro.
8.3 NDR-Sommertour in Neugraben-Fischbek
Am 26. Juli 2014 waren der NDR 90,3 und das Hamburg Journal mit der Sommertour zu
Gast in Neugraben-Fischbek. Mit einem Programm aus nationalen und internationalen
Künstlern und einer spektakulären Bühnenshow mit sämtlicher LED-, Hörfunk- und
Fernsehübertragungstechnik waren NDR 90,3 und das Hamburg Journal an drei
Wochenende im Juli und August in verschiedenen Hamburger Stadtteilen unterwegs.
Am 26. Juli 2014 waren sie mit The Baseballs und der Saragossa Band auch in NeugrabenFischbek vor Ort.
Präsentiert wurde die Veranstaltung von Hamburg Journal Moderatorin Anke Harnack und
ihrem
NDR
90,3
Kollegen
Christian
Buhk.
Neben
der
Bühnenshow
stand
die
39
„Hamburgwette“ im Vordergrund: Besucherinnen und Besucher wurden vor Ort von Ihren
NDR Moderatoren mit einer kniffligen Aufgabe und einer großen Portion Spaß
herausgefordert. Die Moderatoren hatten gewettet, dass die Neugrabener es am 26. Juli
2014 nicht schaffen eine mindestens 100 Quadratmeter große Menschenmenge zu bilden,
die das Lied „What a wonderful world“ singt. Diese Wette haben Sie verloren.
Dadurch erhält der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Seniorentreff Neugraben eine Vitrine für einen
vierstelligen Betrag.
Das großartige Programm verfolgten ca. 10.000 Menschen vor Ort.
9 Sport
9.1 Beachvolleyballturnier
Vom 30. Mai bis zum 1. Juni 2014 gastierte die „smart beach tour“, die bestdotierte
Beachvolleyball-Tour Deutschlands, zum zweiten Mal in Hamburgs Süden. Mit einem Schiff
hatten die Gäste die Möglichkeit von den Landungsbrücken über die Elbe zur Harburger
Schloßinsel im Binnenhafen zu fahren, wo sich die Leibniz-Arena direkt am Lotsekai befindet.
Das Turnier hat genau wie letztes Jahr parallel zum Harburger Binnenhafenfest
stattgefunden. Die Fläche im Harburger Binnenhafen bietet sich aufgrund ihrer Größe und
Lage zum Wasser an. Darüber hinaus verleihen die zahlreichen neuen und innovativen
Projekte ein zeitgemäßes Ambiente für einen modernen Sport.
Der erforderliche Sand wurde auf ungefähr 60 Kipplasterladungen, was etwa 1.500 Tonnen
entspricht, auf der Fläche verteilt. Neben dem Centercourt wurden drei Nebenfelder gebaut.
Den interessierten Besucherinnen und Besuchern standen 1.600 Sitzplätze auf den
errichteten Tribünen zur Verfügung. Insgesamt verfolgten ca. 26.000 Zuschauerinnen und
Zuschauer die spannenden Begegnungen des Turniers.
Vermarkter der „smart beach tour“, die seit 2006 vom Deutschen Volleyball-Verband e.V.
jährlich durchgeführt wird, ist Sky Media Network. Der Wettkampf findet dabei an
verschiedenen Standorten in Deutschland statt, wobei das Finale stets am Timmendorfer
Strand ausgetragen wird. Auch Hamburg ist bereits des Öfteren Austragungsort von
Turnierspielen gewesen. Bisher haben diese auf dem Hamburger Rathausmarkt oder in der
Hafen City stattgefunden.
40
10 Moderne Verwaltung
10.1 Neubau Kundenzentrum (KUZ)
Das Rathausforum wird mit dem Bau des neuen Kundenzentrums komplettiert. Von
September 2014 bis Ende 2014 lief das Baugenehmigungsverfahren. Der Baubeginn ist für
Oktober 2015 vorgesehen und die Fertigstellung des Gebäudes ist bis Juni 2017 geplant,
sodass dann die Einrichtung, der Umzug und die Eröffnung im September 2017 folgen
können. Das Neubauprojekt ist durch einen zwischen der Sprinkenhof GmbH und dem
Bezirksamt Harburg geschlossenen Mietvertrag abgesichert.
Im Neubau des Kundenzentrums werden die Bereiche aus dem Dezernat Bürgerservice wie
Einwohnerwesen
inklusive
zentrale
Meldeangelegenheiten
und
Einwohnerregister,
Ausländerangelegenheiten und das Standesamt untergebracht. Die geplante Mietfläche soll
3.063 qm betragen und es werden ca. 100 Arbeitsplätze eingerichtet.
Die Baukosten belaufen sich auf ca. 10,5 Millionen Euro. Auf Seiten des Bezirksamtes
Harburg werden die einmaligen Kosten für die Ausstattung und der Sicherheitseinrichtungen,
Foyer- und Wartebereiche, umgestaltete Arbeitsplätze, platzeffiziente Rollregalanlagen für
Archivflächen
sowie
für
Verkabelung,
Umzüge
der
Dienststellen,
sonstige
Gebäudeausstattungsgegenstände und die Umbaumaßnahmen und Rückbauverpflichtungen
in den Bestandsgebäuden insgesamt auf ca. 1,3 Millionen Euro geschätzt.
10.2 Umsetzung des Hamburgischen Transparenzgesetzes
Am 6. Oktober 2012 ist das Hamburgische Transparenzgesetz (HmbTG) in Kraft getreten mit
dem Ziel die Informationsrechte der Bürgerinnen und Bürger weiter zu stärken. Für die nach
Auskunftsrecht angefragten Informationen werden, je nach Verwaltungsaufwand, Gebühren
erhoben. Der Antrag kann beim zuständigen Fachamt des zuständigen Bezirksamts gestellt
werden.
Neben dem Auskunftsrecht ist seit Oktober 2014 eine Vielzahl von Dokumenten in einem
elektronischen Register kostenlos im Internet zugänglich. Gemäß § 2 Absatz 6 HmbTG ist
das "Informationsregister
ein zentral zu führendes, elektronisches und allgemein
zugängliches Register...". Dieses Register stellt das Kernstück des neu geschaffenen
"Transparenzportals Hamburg“ dar, das alle nach dem HmbTG zu veröffentlichenden
41
Informationen enthält. Seit dem 1. Oktober 2014 steht es online zur Verfügung. Die
Bearbeitung der Einzelanfragen von Bürgerinnen und Bürgern sowie die Bereitstellung von
Dokumenten für das Informationsregister werden verbindlich für alle Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter des Bezirksamtes.
Mit Hilfe einer komfortablen Suchfunktion lassen sich im Transparenzportal Daten und
Dokumente der Hamburgischen Verwaltung sowie vieler öffentlicher Unternehmen
recherchieren. Unter anderem sind folgende Kategorien für die Bürgerinnen und Bürger
einzusehen: Senatsbeschlüsse, Beschlüsse öffentlicher Sitzungen, Statistiken, Geodaten,
öffentliche Pläne, Baugenehmigungen etc..
10.3 Kooperation zwischen dem Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) und den
Kindertagesstätten
Im September 2014 hat ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss (PUA) zur
Aufklärung der Vernachlässigung der Kindeswohlsicherung im Fall Yagmur stattgefunden.
Ziel des Untersuchungsausschusses war es, umfassend aufzuklären, wie es trotz klarer
gesetzlicher Vorgaben und der hohen Sensibilität durch wiederholte Todesfälle von Kindern
in Hamburg zum erneuten Versagen der staatlichen Schutz- und Wächterpflicht kommen
konnte. Der Ausschuss sollte zudem konkrete Empfehlungen erarbeiten, wie der
Kinderschutz in Hamburg verbessert werden kann.
In diesem Ausschuss hat sich der Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands
Hamburg, Martin Peters, negativ über die Zusammenarbeit zwischen den bezirklichen
Jugendämtern und den im Paritätischen Wohlfahrtsverband organisierten Kita-Trägern
geäußert, da die Kommunikation insbesondere in Kinderschutzfragen unzureichend sei. Als
Ausnahme wurde das Jugendamt des Bezirksamtes Harburg benannt.
Bereits seit mehreren Jahren existiert in Harburg eine Kooperationsvereinbarung zwischen
dem Allgemeinen Sozialen Dienst und den Kindertagesstätten in Harburg, die zu einer guten
Praxis geführt hat. Weiterhin hat ein regelmäßiger Austausch zwischen dem Bezirksamt
(Jugendamt und Soziales Dienstleistungszentrum) und den Leitungen der Kindertagesstätten
wesentlich
zum
beiderseitigen Verständnis in
Bezug
auf
den Kinderschutz und
verwaltungstechnische Fragen beigetragen.
42
11 Harburg in Zahlen
Daten zum Bezirk Harburg
Fläche in Quadratkilometern
125,3
Arbeitssuchend (Stand: September 2014)
5.979 (absolut)
Geburten (Stand: Oktober 2014)
1.896
Eheschließungen (Stand: Oktober 2014 )
472
Lebenspartnerschaften (Stand: Oktober
2014 )
11
Todesfälle (Stand: Oktober 2014)
1.457
Sportplätze
14
Sportvereine
88
Spielplätze
68
Grundschulen
17
Weiterführende Schulen
16
Berufsbildende Schulen
2
Hochschule
1
Bevölkerungsdaten
Bevölkerung absolut
154.631
Über 65-jährige
19,5 % (30.172 absolut)
Unter 18-jährige
16,9 % (26.167 absolut)
Personen mit Migrationshintergrund
38,2 % (59.085 absolut)
Ausländerinnen und Ausländer
16,5 % (25.564 absolut)
Quellen: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig Holstein, Standesamt Harburg
Sofern nicht anders angegeben, ist der Stand der 31. Dezember 2013
Die Daten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sind ohne Gewähr!
43
12 Veranstaltungen 2015
Harburger Veranstaltungstermine 2015 (Stand: Oktober 2014)
Veranstaltung
Gedenktage
Neujahrsempfang
Heimfeld
Zeitraum
08.01. - 06.02.2015,
15.10. - 14.11.2015
Ort
Bemerkung
Bücherhalle Harburg
Ausstellungen
18.01.2015
Friedrich-Ebert-Halle
18.02.2015
CinemaxX Harburg
20.02.2015
Harburger Rathaus
Harburger
Sportlerehrung der
Kinder und
Jugendlichen
Harburger
Sportlerehrung der
Erwachsenen
Lange Nacht der
Museen
Discomove
18.04.2015
23.05.2015
Harburger Rathausfest
Beteiligte Museen und
Ausstellungshäuser
Harburger Binnenhafen
Harburger Rathausplatz
Süderelbe Empfang
Alleinerziehendenbörse
Harburger
Binnenhafenfest
Harburger
Vogelschießen
Außenmühlenfest
16.09.2015
Soziales Dienstleistungszentrum (SDZ)
06.06. - 07.06.2015
18.06.2015
Außenmühle
Kulturfest „Neugraben
erleben“
Neuwiedenthaler
Dorffest
44
Tag des offenen
Denkmals
Nacht der Kirchen
13.09.2015
12.09.2015
Harburger Kulturtag
Harburg Empfang
20.11.2015
Harburger
Weihnachtsmarkt
04.01.2015
Verkaufsoffene
29.03.2015
Sonntage
27.09.2015
08.11.2015
Die Termine erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sind ohne Gewähr!
Herausgeber
Freie und Hansestadt Hamburg
Bezirksamt Harburg
Harburger Rathausplatz 1, 21073 Hamburg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bettina Maak / Julia Leski
Tel.: +49 40 428 71 – 40 10
Fax: +49 40 427 90 – 77 77
E-Mail: pressestelle@harburg.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/harburg
Fotos: Harburger Rathaus © Bezirksamt Harburg
Unterführung zum Binnenhafen © Bezirksamt Harburg; Künstler: INTO
Fischbeker Heide © Peter Bobeck
Tunnel S-Bahn Neugraben © Lawaetz-Stiftung; Künstler: Mammad Oghatian
Stand: 27.01.2015
45
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