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01 Titelseite_29. Januar 2015_!Standard-Seite DZO

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AZA 8762 Schwanden
Jeden Donnerstag in allen Haushaltungen Abonnement ausserhalb der Region jährlich Fr. 65.– Einzelverkauf: Fr. 2.– Nr. 5 Donnerstag, 29. Januar 2015
MunggäRun
21
Amtsblatt
33 – 35
«Gaster aktuell»
37
Die Regionalzeitung mit Amtsblatt
im Wirtschaftsraum Glarus
Familie Zwald
Kreuzbühlstrasse 2
8754 Netstal Telefon 055 640 88 15
www.trattoria-lieblingsstueck.net
Auflage 31453 Expl.
WEMF/SW-beglaubigt
Fridolin Druck und Medien
Tel. 055 6474747, Fax 055 6474700
E-Mail: fridolin@fridolin.ch
www.fridolin.ch
Gegründet 1928 als Anzeiger vom Gross- und Kleintal
LE IT-SATZ
Notfalldienste
Hausärztlicher
Notfalldienst
Transparenz schaffen
Auch zwei Wochen nach dem
Wegfall des Euro-Mindestkurses
ist der Markt in Aufruhr. Preise
und Löhne runter, scheint das Rezept zu heissen! Panikartig werden
die Preise herabgesetzt, Autos,
Textilien und andere Konsumgüter gibt’s jetzt fast umsonst. «70%
Rabatt» schreit es aus dem Schaufenster eines Textilhändlers in der
City. Und wer jetzt ein neues Auto
kauft, dem lacht ein dicker Bonus.
Kleine Ursache, grosse Wirkung,
möchte man meinen. Wie ist es
möglich, dass ich einen Mantel,
der bis zum 15. Januar 400 Franken gekostet hat, für gerade mal
120 Franken erstehen kann?
Oder, dass ich für meinen Traumwagen, für den ich seit Monaten
spare, statt für 22 000 nur 18 000
Franken hinblättern muss? Über
Nacht hat sich der Markt massiv
verändert und die Konsumenten
haben Grund zum Jubeln. Aber
sie jubeln nicht, denn die Wirtschaft strebt Lohnsenkungen und
Kurzarbeit an – präventiv, sozusagen. Bundesrat Schneider-Ammann hat soeben sein Okay zur
Kurzarbeit gegeben. Diese Massnahme wiederum beeinflusst die
Kaufkraft der Konsumenten. Man
ist geneigt, von einem ständig
wachsenden Rattenschwanz oder
einem Dominospiel zu sprechen.
Was geschieht mit den bereits eingekauften Produkten und der produzierten Ware? In der Modebranche beispielsweise ist die
Frühlings- und Sommerware bereits im Haus. Teuer einkaufen
und billig verschleudern, kann
kaum die Maxime eines Warenhauses sein. Denn die Konsumenten können auch ohne Mathematikstudium rechnen und erkennen, dass eine Preisreduktion
von bis zu 70% mehr als eine Verzweiflungstat ist. Bleibt die Situation um den starken Franken und
den schwachen Euro weiterhin so
angespannt, wird der Konsumgüter-Handel nicht umhinkommen,
Transparenz zu schaffen. Die
Margen müssen offengelegt werden, will man dem Einkaufstourismus in die Nachbarländer
Deutschland und Österreich beikommen. Stoppen wird man ihn
nicht können, denn die vielen
Gastarbeiter aus den genannten
Ländern werden weiterhin in ihrer Heimat einkaufen und auch
dort Urlaub machen. Aber man
darf hoffen! Hoffen, dass die
Glarner Bevölkerung den Detaillisten, Gewerbetreibenden und
Produktionsfirmen des Kantons
treu bleibt und damit hilft, Arbeitsplätze und Kaufkraft zu erhalten. ●
zim.
Täglich 24 Stunden
EINWOHNER GLARUS SÜD:
0844 55 66 55 (Ärztefon)
EINWOHNER GLARUS:
0844 44 66 44
EINWOHNER GLARUS NORD:
0844 33 66 33
An Samstagen, Sonntagen und
allgemeinen Feiertagen werden
die Dienstkreise Glarus Süd
und Glarus (Mitte) zusammengeschlossen.
Zahnarzt
Samstag, 31. Januar
11.00 bis 12.00 Uhr
Sonntag, 1.Februar
11.00 bis 12.00 Uhr und
17.00 bis 18.00 Uhr
Der diensttuende Notfallzahnarzt
ist über Telefon 1811 zu erfragen.
Das Maximum an Leistung und Gastfreundschaft!
Chalethotel Ahorn, Braunwald, www.ahorn-braunwald.ch
(Fotos: zim.)
Zum Fall des Euro-Mindestkurses:
Starker Franken,
Sündenbock oder Chance?
Seit dem Fall des Euro-Mindestkurses ist im Schweizer Tourismus der Teufel, respektive Sündenbock los. Die Gäste
bleiben weg, weil der Schweizer Franken und die Schweiz überhaupt zu teuer sind. Doch war es nicht schon immer so?
Und ist es richtig, jetzt einen auf Panik zu machen und unserer Währung die Schuld in die Schuhe zu schieben? Seit
ich denken kann, gilt die Schweiz als Hochpreisland und ist genau deshalb ein begehrtes Ferienziel für Privilegierte.
Theorie und Praxis
Was will die Schreiberin vom Fridolin damit sagen, werden Sie sich
fragen. Sie will sagen, dass es Jahr
für Jahr andere Gründe sind, die
von den Tourismusfachleuten für
das Ausbleiben der Gäste verantwortlich gemacht werden. Einmal
ist es der verregnete Sommer, einmal der fehlende Schnee und oft
auch die fehlende Angebotsvielfalt.
In Elm strebt man nach der Hängebrücke, in Braunwald nach
Zumthors Klanghotel. Wunderbare
Pläne und Theorien, wenn nur das
liebe Geld nicht fehlen würde. Die
im Norden wollen kein Industriekanton sein (Quelle Glarner Woche
Nord v. 21. Januar, Seite 6), in der
Mitte und im Süden wird als touristischer Mehrwert «Industriespionage» angepriesen. Das kommt
wohl daher, dass sich immer mehr
Hobby-Touristiker in die Vermarktung unseres so attraktiven Kantons
einmischen und vor lauter Bäumen
den Wald nicht mehr sehen. Wie
sollen künftige Gäste unser Angebot wahrnehmen, wenn wir uns
selbst nicht einig sind? Wäre es nicht
schon tragisch genug, dürfte man
sagen: Der Wegfall des Euro-Mindestkurses ist eine Chance, die Ursache für das Fernbleiben der Gäste
zu erforschen und am gleichen
Strick zu ziehen.
Sündenbock als Chance
Wenn nicht ein Wunder geschieht,
bleibt der starke Franken der Sündenbock. Aber ist es wirklich so
schlimm, wenn ein starkes Land
eine starke Währung hat? Dürfen
wir nicht sogar stolz sein auf eine gesunde Wirtschaft und ein friedliches,
sauberes Land? Diesen Standard zu
halten, kostet Kraft und Geld, viel
Geld sogar. Wir selbst haben einen
hohen Qualitätsanspruch, vorab
auch deshalb, weil unsere Kaufkraft
im Vergleich mit unseren Nachbarländern noch immer extrem hoch
ist. Konsumenten, die lieber nach
Deutschland oder nach Vorarlberg
fahren, um einzukaufen, gab es
schon immer, das kann man ihnen
auch nicht verwehren. Feriengäste,
die Österreich und dem Südtirol als
Wintersportdestination den Vorzug
geben, sollte man einfach einmal fragen, weshalb sie dies tun und nicht
dem Franken per se die Schuld geben. Die Antwort kann man sich
auch selbst geben. Herzlichkeit, gelebte Gastfreundschaft, kreative Angebote und saubere Anlagen sind
die meistgenannten Gründe. Auch,
dass man in der eigenen Sprache sei-
nen Kaffee bestellen kann, schätzen
Gäste ausdrücklich; genauso wie
professionelle Dienstleistung rund
um die Uhr.
Leistung ausbauen
Warum passen wir die Leistung
nicht einfach dem starken Franken
an? Herzlichkeit, gelebte Gastfreundschaft kosten (fast) nichts
und saisonale Frischprodukte auf
dem Teller, anstelle von Convenience-Food (Halbfabrikate), sind
nicht nur gesünder, sondern auch
preiswerter. Einziger Wermutstropfen bleiben die Löhne, die den Hoteliers auf den Lebensnerv drücken
- angeblich. So meinte ein Hotelier
im Berner Oberland vor laufender
Kamera: «Jetzt müssen wir die
Löhne senken». Damit hat er sich,
ohne sich dessen bewusst zu sein,
ins Abseits geschossen. Sicher ist,
dass gut bezahlte und wertgeschätzte Mitarbeitende einem Beherbergungsbetrieb weit mehr bringen, als solche mit Mindestlöhnen
und spartanischen Unterkünften.
Denn wenn das Portemonnaie
lacht, lacht auch die Crew und mit
ihr die zufriedenen Gäste.
Dabei spielt es doch gar keine Rolle,
ob die Währung starker Franken
oder schwacher Euro heisst. ● zim.
Augenarzt
Samstag/Sonntag, 31. Jan./1. Feb.
Dr.med. Sylvia Link,
Bahnhofstrasse 5, Wädenswil
Telefon 044 780 84 44
Wochenend-Notfalldienst:
jeweils ab Freitag, 12.00 Uhr,
bis Montag, 08.00 Uhr.
Schweizerisches
Toxikologisches
Zentrum
Telefon 145, Zürich
Tierarzt
Samstag/Sonntag, 31. Jan./1. Feb.
Tierärztliche Notfallklinik
Glarnerland und Umgebung
Tierklinik am Kreis
Zaunweg 11, Netstal
Telefon 055 646 86 86
Permanenter Notfalldienst
für alle Tierarten
Notfallring Näfels – Glarus:
Dieses Wochenende hat Dienst:
Kleintierpraxis Buchholz
Buchholzstrasse 48, Glarus
Telefon 055 640 26 40
Grosstierpraxis Landerer
Bahnhofstrasse 31a, Näfels
Telefon 055 622 22 66
Wochenend-Notfalldienst:
jeweils ab Samstag, 12.00 Uhr,
bis Montag, 07.30 Uhr.
055 640 0135
remax-glarnerland.ch
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