close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

DOWNLOAD des PDF-Dokuments - Dachdeckermeister Christian

EinbettenHerunterladen
Aus der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 14.10.2014
Diskussion über Tälesbahn
Nürtinger Zeitung von Heinz Böhler
Gemeinderat diskutierte über Nahverkehr – Planung für „Mühlwiesen“ wird
überarbeitet
Der Frickenhäuser Gemeinderat setzte sich mit dem Nahverkehr auseinander.
Außerdem stellte das Gremium in seiner Sitzung weitere Weichen für die Bebauung
der „Mühlwiesen“.
Fährt sie nun weiter oder nicht? Einmütig entscheiden konnte sich Frickenhausens
Gemeinderat zu den sonntäglichen Einsätzen der Tälesbahn in seiner
Oktobersitzung zwar nicht. Immerhin fand sich dann doch eine Mehrheit, die eine
vorläufige Fortsetzung des Bahnbetriebs auch an Sonntagen einem erweiterten
Busverkehr auf der Straße vorzog und Bürgermeister Simon Blessing damit ein
Mandat erteilten, am der Sitzung folgenden Mittwoch in der Sitzung des
Zweckverbandes ÖPNV in diesem Sinne sein Votum zu erteilen. Bei zwei
Enthaltungen hatten sich vier der Räte gegen den sonntäglichen Betrieb des
Zügleins ausgesprochen, weil sie der geringeren Lärmbelastung und der besseren
Auslastung eines Omnibusbetriebes den Vorzug gegeben hätten, zumal es dem
einen oder anderen Ratsmitglied nicht ganz geheuer war, dass mehr als die Hälfte
der Betriebskosten des Bähnleins für deren Infrastruktur aufgebracht werden müsste.
Dazu erklärte sich Bürgermeister Blessing bereit, zu ergründen, wie viel davon
(immerhin mehr als jährlich 60 000 Euro) für die Nutzung der letzten hundert Meter
Gleisweg in Nürtingen an die Deutsche Bahn abgeführt werden müsse. Darüber
hinaus, versprach Blessing, werde er sich dafür einsetzen, das die Tälesbahn Mittel
und Wege finden muss, mehr als zwei Fahrräder pro Wagen befördern zu können.
Nicht geneigt zeigte sich das Gremium, und da zeigte man sich mehrheitlich einig mit
der Verwaltung, die seit einem Jahr mit dem Einsatz von an die Wendlinger S-BahnEndstation anschließende Nachttaxis verbundene Heimfahrt von Nachtschwärmern
weiter mitzufinanzieren. „Wer meint, sich bis in die späte Nacht auf Stuttgarts
Partymeile herumtreiben zu müssen, kann nicht erwarten, dass die Allgemeinheit
dafür die Kosten trägt“, war zu hören, denn diese Kosten betragen pro Klient für die
Gemeinde etwa 17 Euro. Verständlich, dass da auch der Bürgermeister der Ansicht
ist, dass diesbezüglich eine andere Lösung anzustreben sei.
Dabei ist man auch in Frickenhausen grundsätzlich einverstanden mit den
Leistungen des öffentlichen Personennahverkehrsbetriebs. Selbst mit der Existenz
der Tälesbahn, die an Werktagen vor allem während der heißen Phasen des
Berufsverkehrs die Straßen merklich entlastet. Allerdings wolle man, so Blessing,
auch auf den Verlauf der weiteren Planung und eines Ausbaus hinsichtlich der
Platzierung von Bushaltestellen und der Einrichtung einer neuen Buslinie, die eine
Verbindung zwischen Raidwangen und Beuren schaffen soll, Einfluss nehmen.
Geänderte Planung
Bei der Erstellung eines Bebauungsplans für die „Mühlwiesen“ wolle man im
Einverständnis mit dem beauftragten Planungsbüro zunächst auf eine Verbindung
der Unteren Straße mit der Hölderlinstraße verzichten und die Erschließung des
Geländes zunächst auf den südöstlich gelegenen Teil beschränken. Weiter scheint
man mit der Planung des Ganter-Areals in Tischardt zu sein, wo der Gemeinderat
einer Bebauungsvariante den Vorzug gab, die möglichst sparsam mit der zu
bebauenden Fläche umzugehen versprach.
Bevor man die Pläne, das Areal der alten Ziegelei zum Baugebiet freizugeben, in die
Tat umzusetzen beginnt, soll dort der Untergrund auf eventuelle Altlasten und
Verschmutzungen untersucht werden. Die dazu erforderlichen Leistungen soll nach
dem am Dienstag gefassten Ratsbeschluss von einer bereits bekannten Kirchheimer
Unternehmung zum Preis von 22 300 Euro erbracht werden.
Einer Änderung des Flächennutzungsplanes der Verwaltungsgemeinschaft Nürtingen
für den Bereich der Oberboihinger Stattmannstraße stimmte der Rat einstimmig zu.
Beschlossen wurde außerdem, allerdings eher in Form eines, wie es SPDGemeinderätin Carla Bregenzer ausdrückte, sogenannten „Vorratsbeschlusses“,
künftig möglichen Steuerpflichten für Gewinne des Eigenbetriebes
Wasserversorgung mit dessen Verpflichtung zu einer Konzessionsabgabe
entgegenzutreten. Dies solle, wie der in der Sitzung anwesende Steuerberater
Christoph Herzog von Württemberg ausführte, erstens die zu versteuernden
Einkünfte des betroffenen Eigenbetriebs mindern und zweitens den nicht der
Steuerpflicht unterliegenden Konzessionsbetrag dem allgemeinen Haushalt
zuführen.
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
1
Dateigröße
10 KB
Tags
1/--Seiten
melden