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Montag, 20. Oktober 2014
DEGGENDORF UND UMGEBUNG
Die zahlreichen Ehrengäste nahmen zwischen den Werkbänken Platz.
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Die Kinder erzählten selbst von ihren eigenen Technikprojekten.
Kinder können eigene Projekte realisieren
„Technikhaus für Kinder“ eingeweiht – Auf Gelände der Firma Streicher in Schwaigerbreite
Deggendorf.
(rs)
„Großer
Bahnhof“ auf dem Streicher-Firmengelände in der Schwaigerbreite
am Freitagnachmittag: In einer ehemaligen Betriebswerkstatt ist ein
modernes „Technikhaus für Kinder“ entstanden. „Es ist bereits das
zweite Kinder-Technikhaus in Niederbayern – das erste steht in Straubing – und das erste, also quasi die
Premiere, im Landkreis Deggendorf“, sagte Oberbürgermeister Dr.
Moser in seinem Grußwort.
OB Christian Moser habe den
Kontakt zwischen dem Träger des
neuen Hauses, dem Verein „Technik
für Kinder“ (TfK), und der Firma
Streicher gleichsam „angebahnt“
und so eine sichere Basis und eine
dauerhafte Heimstatt für das Projekt geschaffen, betonte VereinsGeschäftsführerin Heidi Heigl in
ihrer Begrüßungsrede.
Die frisch renovierte, helle Werkstatthalle war am Freitag mit vielen
Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft
und Gesellschaft bevölkert. „Fußball lernt man im Fußballverein,
Musik in der Musikschule – aber wo
lernt ein Kind Technik?“ Diese Frage warf der Initiator des Projekts
und Vereinsvorstand Diplom-Ingenieur (FH) Heinz Iglhaut auf. Die
TfK-Technikhäuser sind Werkstätten, die Kinder einladen, nachmittags eigene Projekte aus verschiedenen Handwerksbereichen zu realisieren. Mädchen und Jungen zwi-
Freude herrschte auch beim kirchlichen Segen für das Technikhaus: Kaplan Josef Hausner und Pfarrer Hans Greulich zelebrierten gemeinsam.
(Fotos: Schernikau)
schen zehn und siebzehn Jahren arbeiten mit Holz, Metall und Elektrik oder Elektronik und bauen zum
Beispiel ein Vogelhaus, ein Windspiel oder im Team eine Seifenkiste.
Auch die ersten Kinder, die das neue
Angebot
seit
dem
Sommer
bereits im „Probebetrieb“ angenommen haben, kamen im
Verlauf der Einweihung
zu
Wort. Sie erzählten von den Ergebnissen ihrer
handwerklichen
oder ingenieurtechnischen Arbeiten. Als Experten
stehen
den
Kindern
und
Jugendlichen dabei Mentoren zur Seite,
meist
pensionierte Techniker,
TfK-Vorstand Heinz Iglhaut zeigt ein „Luftkissenboot“ aus die ihren WisPlastikflaschen mit viel Elektrik.
sensschatz
an
Auch die meist bereits pensionierten ehrenamtlichen Mentoren schilderten bei der feierlichen Einweihung ihre Motive.
die junge Generation weitergeben
wollen. Die Resonanz auf das
Technikprojekt, das aus Mitteln des
Europäischen
Sozialfonds
kofinanziert ist, war durchgehend
positiv. Getragen wird das Projekt
zur Förderung des technischen
Nachwuchses in erster Linie von
Unternehmen, die in ihre eigene
Zukunft investieren.
| „Glänzende Kinderaugen“
Dazu gehört auch ganz besonders
die Unternehmensgruppe Streicher.
Rainer Leneis von der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe
betonte die Wichtigkeit eigener Anstrengungen der regionalen Wirtschaft beim Thema „Fachkräftemangel“. Landrat Christian Bernreiter zeigte sich angesichts des Bedarfs nach jungen technikbegeisterten Fachkräften optimistisch, dass
auch nach Auslaufen des regulären
EU-Förderzeitraums Möglichkeiten
zur Anschlussfinanzierung gefunden werden. „Glänzende Kinderaugen wird das neue Technikhaus produzieren und den Stolz auf die eige-
ne Leistung“, freute sich Staatssekretär Bernd Sibler mit den zukünftigen Hauptnutzern in seiner Festrede. Er ordnete das Projekt umfassend in die pädagogische und naturwissenschaftliche Gesamtstrategie
der Bayerischen Staatsregierung
ein. Im Zusammenspiel mit der sogenannten „MINT“-Offensive, für
die Dr. Ellen Walther-Klaus ein besonderes Grußwort sprach, werde
die mathematisch-technische Nachwuchsförderung sicherlich erfolgreich gelingen.
Ganz am Schluss der Veranstaltung spendeten Kaplan Josef Hausner und Pfarrer Hans Greulich den
kirchlichen Segen. Bis zu sechs Tagen in der Woche sollen die Tore des
neuen Technikhauses nachmittags
für Kinder aus den Schulklassen
vier bis sechs geöffnet sein. Der Verein „Technik für Kinder“ kooperiert
nach eigenen Angaben derzeit bereits mit 26 Schulen im Landkreis.
Zu den Aktivitäten gehören auch
besondere „Technikferien“, der
„Junge-Elektronik-ComputerClub“ und das Projekt „SET –
Schüler entdecken Technik“.
Wirtschaft und Politik in der ersten Reihe: (v.l.) Streicher-Geschäftsführer Rainer Leneis, OB Dr. Moser, Landrat Bernreiter und Staatssekretär Sibler mit der TfK-Geschäftsführerin Heidi Heigl.
Quelle: Donau Anzeiger, 20.10.2014
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