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Das neue Ginkgoblatt ist da! - DIE LINKE. Kreisverband Apolda

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RedakteurInnen für unser „Ginkgoblatt“ gesucht. Wer ist mit dabei // 03643 202645
Das rote
Ginkgobla
Februar 2015
234. Ausgabe
Zeitung für Mitglieder
und SympathisantInnen des
Kreisverbandes Apolda-Weimar
Weimar gegen Rechts
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Neue Mitbewohner in der Marktstraße 17
Am 16. Dezember war es endlich soweit: Das Wahlkreisbüro des Genossen
Steffen Dittes öffnete offiziell und feier-
lich seine Pforten. Gut 40 Gäste fanden den Weg zur Eröffnungsfeier, unter ihnen auch, etwas später und fast
unbemerkt, Weimars Oberbürgermeister
Stefan
Wolf. Bei leckerem
kurdischem Buffet
und
Getränken
wurden angeregte
Gespräche geführt,
neue
Kontakte
geknüpft und alte
verstetigt. In den
letzten
Wochen
wurde das Büro
mit
tatkräftiger
Unterstützung von
Genossinnen und
Genossen neu gestaltet und eingerichtet. Der hintere Bereich dient
dem Kreisverband
als Büro, der vordere Bereich ist
Wahlkreisbüro.
Hier steht insbesondere Dorothea
Forch als Wahlkreismitarbeiterin
regelmäßig
als
Ansprechpartnerin
für Fragen, Anregungen und Kritik
zur
Verfügung.
Das Wahlkreisbüro soll Dreh- und
Angelpunkt
der
Verzahnung von
Landespolitik und
der Menschen vor Ort sein. Deswegen
haben wir ein offenes Ohr für skeptische, kritische und freudige Rückmeldungen zur Landespolitik. Die Verantwortung, welche die DIE LINKE hier in
Thüringen mit der Regierungsbeteiligung nun übernimmt, ist nur mit einem guten Kontakt zu den Menschen,
die in Thüringen leben, zu stemmen.
Das Wahlkreisbüro ist in der Regel
montags bis donnerstags zwischen 10
und 16 Uhr besetzt, Mittwochs bereits
ab 9 Uhr und montags und donnerstags bis 17:30 Uhr. Steffen Dittes ist in
der Regel montags nachmittags persönlich vor Ort.
.
Das Büro soll sich darüber hinaus zu
einem Ort der Vernetzung und der
politischen Bildung entwickeln. Dazu
dienst es einerseits als Versammlungsraum für politische Initiativen und als
Veranstaltungsort für Vorträge, Diskussionsrunden und Lesekreise. Zudem sollen die weißen Wände durch
regelmäßige Ausstellungen verschönert werden und zum Anziehungspunkt für Besucher und Besucherinnen werden. Für die erste Jahreshälfte
haben wir bereits drei AusstellerInnen
gewinnen können. Den Anfang macht
dabei der Ilmenauer Künstler Bodo
Busch, der bereits auf zahlreiche Ausstellungen in Thüringen zurück blicken kann. Unter anderem sind seine
Trilogie „Fernöstlicher Divan“ und
andere Werke, wie „Angie“ oder die
„Metamorphosen des Seins“, noch bis
Anfang Februar zu bewundern.
Dorothea Forch
)*.,(''&* // Herausgeber: Kreisverband Apolda-Weimar die linke., Marktstraße 17, 99423 Weimar // Erscheinungsweise: „Das rote Ginkgobla “ erscheint
monatlich // Auflage: 875 // RedakDon: Katja Seiler (V. i. S. d. P.), Steffen Vogel, Stanislav Sedlacik, Reiner von Zglinicki // Vertrieb: Hans-Jürgen Fuchs //
Namentlich gekennzeichnete ArDkel und Leserbriefe sDmmen nicht unbedingt mit der Meinung der RedakDon überein. Allein die AutorInnen tragen für ihre
jeweiligen Beiträge die Verantwortung // Gestaltung: Thomas SchneiderR/2S+RS // Kreisverband Apolda-Weimar die linke., Marktstraße 17, 99423 Weimar,
Telefon: (0 36 43) 20 26 45, Fax: (0 36 43) 20 26 13, E-Mail: die-linke-apoldaweimar@t-online.de, Internet: www.die-linke-apolda-weimar.de // GeschäXsstelle
Weimar: Montag–Donnerstag 10–16 Uhr, Freitag 10–13 Uhr // FrakDon im Stadtrat Weimar: Goetheplatz 9 b, 99423 Weimar, Telefon: (0 36 43) 20 26 46 //
Wahlkreisbüro MdB Kersten Steinke: Teichgasse 15/17, 99510 Apolda, Telefon: (0 36 44) 5 30 44 20, Montag und Donnerstag 10–14 Uhr, Dienstag 9–16.30
Uhr // Wahlkreisbüro MdL Sabine Berninger, Am Markt 4, 99438 Bad Berka; Mo, Di, Fr. 10– 16 Uhr ; Telefon 036458 493220; wkb-berninger@t-online.de
Beiträge und Spenden: Konto: 301 013 608, Bankleitzahl: 820 510 00, Sparkasse Mi elthüringen (bi e Zahlungsgrund angeben!)
Zeitung für Mitglieder und SympathisantInnen des Kreisverbandes Apolda-Weimar // Das rote Ginkgobla
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Protestbündnis plant Aktionen gegen den
Nazi-Aufmarsch am 7. Februar 2015 in Weimar
Am 25. Oktober 2014 hat sich im Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“ in Weimar ein breites Protestbündnis gegründet, welches für den kommenden 7. Februar verschiedene Aktionen gegen einen von Michel Fischer aus Tannroda angemeldeten sogenannten Trauermarsch organisieren möchte und dies bereits auch schon tut.
Seit Ende Oktober gab es weitere Vorbereitungstreffen, bei denen Ideen präzisiert und Details besprochen wurden. Verschiedene Arbeitskreise haben sich gefunden, die unterschiedliche Konzepte in ihrer Regie weiter verfolgen und organisieren werden.
Weitere Infos // Aktuelle Informationen des BgR Weimar findet ihr auch auf unserer Facebook-Seite , im Internet www.bgrweimar.de sowie auf Twitter unter dem Kürzel @bgr_weimar.
Weitersagen! Weitersagen! Weitersagen!
Das rote Ginkgobla // Zeitung für Mitglieder und SympathisantInnen des Kreisverbandes Apolda-Weimar
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Erneuter Anschlag auf „Linkes“ Bürgerbüro M17
Erneut gab es einen Anschlag auf unsere Geschäftsstelle, in der seit
4 Wochen auch das Bürgerbüro von Steffen Dittes, unserem Landtagsabgeordneten und stellv.
Landesvorsitzenden,
beheimatet ist. In mühevoller Arbeit von vielen
Helfern ist es gelungen,
dem Büro einen neuen,
freundlicheren Charakter zu verleihen. Leider
wurde in der Nacht vom
13. auf den 14. Januar
die Schaufensterscheibe zerstört. Sie widerstand dem Angriff,
muss aber trotzdem ausgewechselt werden. Der Geschäftsbe-
trieb geht trotz alledem
weiter. Jede Genossin,
jeder Genosse und alle
Bürger sind uns und
Steffen herzlich willkommen. Vor allem dazu ist
das Büro täglich von
10.00 bis 16.00 Uhr besetzt. Aktuelle Tageszeitungen und andere Literatur liegen zur Benutzung bereit. Wir lassen
uns nicht einschüchtern
und freuen uns über
jeden
Interessenten.
Jeder Besuch stärkt uns
in unserem Bemühen um noch mehr Bürgerfreundlichkeit.
AG-Jugend Wir startet durch
Die AG-Jugend ist eine Arbeitsgruppe von und für Jugendliche und junge Erwachsen innerhalb der Linkspartei. Mit dieser Zielgruppe im Blick beabsichtigen wir unsere Themen in
die Partei zu tragen. Ebenso werden wir Vorschläge für die
Fraktion im Weimarer Stadtrat erarbeiten, um somit eine
inhaltlich-aktive Rolle einzunehmen. Darüber hinaus möchten wir durch Infoveranstaltungen und andere Aktionen jugendpolitische Themen und Inhalte vermitteln und voranbringen. Als AG sind wir Ansprechpartner für Jugendliche
und geben ihnen die Möglichkeit ihre politischen Interessen
zu formulieren. Auf Jugendgruppen anderer Parteien wollen
wir offen zugehen und uns mit diesen vernetzen und Kommunikationswege aufbauen. Hieraus soll die Grundlage einer
Kooperation entstehen, um gemeinsame Interessen umsetzen
zu können. Die AG-Jugend trifft sich regelmäßig am ersten
und dritten Freitag des Monats 18 Uhr in der M-17
(Marktstraße 17, Weimar)
-d-
Nachruf
Am 20. Januar ist unser Genosse Oswald W. Grube für immer eingeschlafen.
Er wird uns als Freund, Antifaschist, engagierter Genosse und fachlich kompetenter Berater fehlen.
Noch im letzten Jahr hat er zum Thema sozialen Wohnungsbau viel zu unserem Wahlprogramm beigetragen. Voller Tatendrang war er sehr enttäuscht, dass er nicht in den Stadtrat gewählt wurde.
Nicht nur bei der Arbeit zur Umsetzung dieses Zieles werden wir an Oswald denken.
KV Apolda-Weimar, Frak on DIE LINKE im Weimarer Stadtrat, BO M-17
Zeitung für Mitglieder und SympathisantInnen des Kreisverbandes Apolda-Weimar // Das rote Ginkgobla
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AUS DEM WEIMARER STADTRAT:
Neues Jahr –
alte Probleme
Liebe Weimarerinnen und Weimarer,
für das neu begonnene Jahr möchte ich
Ihnen im Namen der Fraktion alles Gute, viel Gesundheit und möglichst nur
Positives im Beruflichen bzw. Privaten
wünschen.
Wir möchten Sie auch für 2015 einladen, die Arbeit der Fraktion zu begleiten. Hinweise, Anregungen und kritische Anmerkungen wollen wir gern in
Für den Stadtrat am 28. Januar 2015
haben wir eine Anfrage eingereicht, die
sich mit der Umwidmung von Wohnraum beschäftigt.
Die Anfrage hat folgenden Wortlaut:
„Die Auswahl von bezahlbarem Wohnraum im Innenstadtbereich ist nicht
sehr groß. Erschwert wird diese Situation durch die Umwidmung von Wohnraum in Ferienwohnungen.
unsere Arbeit aufnehmen.
tungen auf mehr Schultern zu verteilen.
Ein „altes Problem“ aus 2014 beschäftigt uns auch im neuen Jahr – der Weimarer Haushalt für 2015. Inzwischen
liegt eine Änderungsdrucksache zum
Haushaltsentwurf vor. Dort sind Kürzungen im Bereich Soziales, Jugend und
Kultur vorgesehen. Wir sehen diese
Vorschläge kritisch. Für uns hat das
beitragsfreie Kita Jahr, das Sozialticket
und die Unterstützung verschiedener
sozialer und kultureller Vereine und
Initiativen durch die Stadt Bestand. Wir
werden nach Möglichkeiten suchen, die
Kürzungen auszugleichen. Auch für die
Einnahmeseite der Stadt werden wir
Vorschläge machen. Es gilt, die Belas-
Für die heiße Phase der Haushaltsdiskussion ist es nicht unwichtig, dass sich
die von den geplanten Kürzungen Betroffenen öffentlich wahrnehmbar zu
Wort melden. Wenn dies nicht geschieht, könnte der Eindruck entstehen,
dass die vorgesehenen Kürzungen verkraftbar sind.
Aktuelle Anfrage
Vor diesem Hintergrund fragt die Fraktion DIE LINKE den Oberbürgermeister:
1.
Wie viele Wohnungen in der
Stadt wurden in den vergangenen fünf Jahren in Ferienwohnungen umgewidmet? Bitte die
Angaben in Jahresscheiben und
Wohngebieten darstellen.
Für die Fraktion
Dirk Möller
Fraktionsvorsitzender
Beitrag der Fraktion DIE LINKE im Weimarer Stadtrat im Rathauskurier am 10.
Januar 2015
2.
3.
Wie bewertet die Stadtverwaltung diese Entwicklung vor dem
Hintergrund der Wohnungssituation in Weimar?
Welche Schlussfolgerungen zieht
die Stadtverwaltung aus dieser
Situation?“
So bald die Antwort vorliegt, werden
wir über das Ginkgo-Blatt und unsere
Internetseite informieren.
Fraktion Die LINKE. Im Weimarer Stadtrat
Sprechstundentermine der Abgeordneten
24.02.
Elke Heisler, Mitglied im Seniorenbeirat, 15 - 16 Uhr
24.02.
Sarah Fuchs und Jana Körber, Mitglieder im Jugendhilfeausschuss, 19 - 20 Uhr
02.03.
Steffen Vogel, Mitglied im Kulturausschuss, Wirtschafts- und Tourismusauschuss,
18 – 19 Uhr
Unsere Sprechstunden finden im Fraktionsbüro am Goetheplatz 9b statt.
Sprechzeiten des Fraktionsbüros:
Montags: 15:00-18:00
Dienstags: 15:00-18:00
Das rote Ginkgobla // Zeitung für Mitglieder und SympathisantInnen des Kreisverbandes Apolda-Weimar
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Anfragen und Anträge der Fraktion an den Stadtrat
von September bis Dezember 2014
Finanzierung Bauhausmuseum
Am 24. September stellte die Fraktion
eine Anfrage nach der Finanzierung des
Neuen Bauhausmuseums und der Umfeldgestaltung.
Wir wollten wissen, ob es nur für einen
Neubau Fördermittel vom Bund gibt und
welche Kosten auf die Stadt zukommen.
Bei der Beantwortung verwies die Stadtverwaltung auf einen Beschluss des Deutschen Bundestages zum Nachtragshaushalt aus dem Jahre 2007. Dort ist die Errichtung genannt, und es ist von einem
Neubau die Rede. Auf diesen Beschluss ist
sodann zwischen Bund und Land das
„Sonderfinanzierungsabkom-men über die
gemeinsame Finanzierung eines Sonderinvestitionsprogramms der Klassik Stiftung
Weimar von 2008 – 2017“ geschlossen
worden. Die Stadt ist bei diesem Maßnahmenpaket nicht beteiligt.
Der Anteil der Stadt bei den Kosten für
die Umfeldgestaltung des Neuen Bauhausmuseums belaufen sich auf 8 Millionen €.
Hiervon wird es durch Fördermittelgeber
Einnahmen in Höhe von 2,4 Millionen €
geben.
Für die Unterhaltung der Flächen ist der
jeweilige Eigentümer selbst verantwortlich. Über die Höhe der anfallenden Kosten kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt
noch keine Auskunft erteilt werden.
Eine finanzielle Obergrenze für die Stadt
ist bei der Freiflächengestaltung in Höhe
von 2 Millionen € festgelegt.
Kommunen und TTIP
Am 5. November fragten wir die Stadtverwaltung nach ihrer Sicht auf die Konsequenzen für Kommunen durch das Freihandelsabkommen (TTIP).
Sie antwortete: „… Die Befürchtungen,
dass dieses Handelsabkommen Umweltstandards und demokratische Rechte zu
Gunsten multinationaler Konzerne
schwächt, scheinen nicht grundlos zu
sein. Die nicht transparenten Verhandlungen hinter geschlossenen Türen und die
fehlende Beteiligung gesellschaftlich relevanter Gruppierungen an den Verhandlungen betrachtet die Stadt Weimar mit
Sorge. Grund dieser Sorge sind u.a. die
möglichen Auswirkungen des Freihandelsabkommens bis in die kommunalen Bereiche. …
Städte und Gemeinden schaffen die für
die wirtschaftliche, soziale und kulturelle
Betreuung ihrer Einwohner erforderlichen
öffentlichen Einrichtungen. Hierzu sind
auswärtige Investoren oder Konzerne
keine Alternative. …“
Diese Antwort nahmen wir zum Anlass,
am 3. Dezember den Antrag zur Positionierung des Stadtrates zu den Verhandlungen zu den Freihandelsabkommen TTIP,
CETA, TiSA einzubringen.
Der Stadtrat Weimar soll TTIP, CETA und
TiSA in der derzeit bekannten Form ablehnen.
Weiterhin werden der Oberbürgermeister
und die Vorsitzende des Stadtrates aufgefordert,
• diese ablehnende Haltung gegenüber
dem Deutschen Städtetag bzw. dem Deutschen Städte- und Gemeindebund auszudrücken,
• den Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern im Europäischen Parlament,
im Bund und im Land bekannt zu geben
und sie aufzufordern, den Abkommen in
der derzeit bekannten Form nicht zuzustimmen,
• der Bundeskanzlerin und dem Bundeswirtschaftsministerium gegenüber zum
Ausdruck zu bringen und
• die Öffentlichkeit davon in Kenntnis
zu setzen.
Der Antrag wurde in den Haupt – und
Personalausschuss zur weiteren Behandlung verwiesen.
Zöllner-Stiftung
Seit geraumer Zeit ist die Zöllner-Stiftung
immer wieder Gegenstand der Zeitungsberichterstattung. Wir sind der Auffassung,
dass hier die größte mögliche Transparenz
notwendig ist, um wirtschaftlichen Schaden von dieser Stiftung abzuwenden. Aus
diesem Grund stellten wir in der Stadtratssitzung am 3. Dezember zwei Anträge.
Der erste Antrag fordert einen Zwischenbericht zur wirtschaftlichen Situation der
Zöllner-Stiftung ein. Die Drucksache wurde von der Verwaltung übernommen.
Ein weiterer Antrag widmete sich der
Verbesserung der Transparenz in der Arbeit der Zöllner-Stiftung. Der Oberbürgermeister wird aufgefordert, an die Mitglieder des Stiftungsrates der Zöllner-Stiftung
die Bitte zu richten, die Geschäftsordnung
zu ändern:
Die Sitzungen des Stiftungsrates
und deren Sitzungsprotokolle sind
öffentlich, wobei die entsprechenden gesetzlichen Regelungen für
den Datenschutz zu beachten sind.
Der Jahresbericht der Stiftung
wird in geeigneter Form veröffentlicht.
Der Antrag wurde mehrheitlich durch den
Stadtrat bestätigt.
Städtefreundschaft mit Shiraz
Seit fünf Jahren existiert eine offene Städtefreundschaft zwischen den beiden UNESCO - Kulturstädten Shiraz im Iran und
Weimar in Thüringen. Vor diesem Hintergrund wollte die Fraktion am 3. Dezember
vom Oberbürgermeister wissen, wie der
momentane Stand der Städtefreundschaft
ist und welche Perspektive diese Städtefreundschaft hat.
In Weimar sind aus der Unternehmerschaft heraus zwei private Initiativen in
der Städtefreundschaft Shiraz–Weimar
aktiv, das West-Östlicher-Diwan - Festival
Weimar sowie das Iranhaus Weimar. Beide Initiativen organisieren Kulturaustausch und Kulturfestivals bzw. den Dialog der Kulturen zu dieser Städtefreundschaft.
Der Oberbürgermeister unterstützt die
Einladungen von Künstlern, Künstlerinnen und Vertretern aus der Politik sowie
des Stadtrates von Shiraz und den kulturellen Austausch.
Zur Zukunft der Beziehungen hieß es, dass
die Stadtverwaltung Weimar die Städtefreundschaft mit Shiraz allein schon aus
der Hafez-Goethe-Verbindung als fortführenswert erachtet. Folglich wurden bei
dem letzten Besuch der Delegation aus
Shiraz in Weimar anlässlich der Interkulturellen Wochen 2014 Kontakte zu Weimarer Kultureinrichtungen hergestellt.
Vor einem weiteren Besuch einer Delegation aus Shiraz in Weimar soll versucht
werden, diese Kontakte auf wirtschaftliche und politische Kontakte auszudehnen.
Zeitung für Mitglieder und SympathisantInnen des Kreisverbandes Apolda-Weimar // Das rote Ginkgobla
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Herzlichen Dank,
lieber Dieter!
Das langjährige Mitglied im Apoldaer
Stadtrat, Dr. Dieter Block, wird seine
aktive kommunalpolitische Arbeit als
Abgeordneter zum 28. Februar dieses
Jahres beenden.
Dieter Block war ununterbrochen seit
1990 Mitglied im Apoldaer Stadtrat und
zeitweilig auch Kreistagsmitglied. Als
parteiübergreifend geachteter Abgeordneter im Kommunalparlament der Kreisstadt trug er wesentlich dazu bei, dass
die Fraktionen der PDS und der Linkspartei eine so prägende und nachhaltige
Arbeit im Stadtrat leisten konnten.
Viele Bürgerinnen und Bürger kennen
Dieter Block vor allem als beliebten Kinderarzt, der die Apoldaer Kinderklinik
bis 1990 leitete und später als niedergelassener Arzt die Kinder mehrerer Generationen betreute. So trat er mehrfach
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als Spitzenkandidat unserer
Partei zu Stadtratswahlen an
und konnte eine
große Anzahl an
Stimmen gewinnen.
Bei Wahlkämpfen gehörte er
stets zu denen,
die nie auf die
Uhr schauten
und denen kein
Weg zu weit
Foto (Steffen Vogel) aus dem letzten LT-Wahlkampf (Dieter ganz
war.
rechts mit Helm bei der Radtour mit Halt in Eberstedt)
Dieter
Block
krönte seine kommunalpolitische Arbeit, zieht, darum braucht uns nicht bange zu
indem er in den beiden letzten Legislatu- sein. Natürlich wird uns Dieter weiter
ren als ehrenamtlicher Beigeordneter unterstützen – und darauf freuen wir
repräsentativ für die Stadt Apolda unter- uns!
Fraktion DIE LINKE
wegs war.
im Stadtrat Apolda
Dass er sich nun aufs „Altenteil“ zurück-
Politischer Frühschoppen in Schöndorf – Umgang mit Asylsuchenden
Nach der Ehrung von Rosa Luxemburg
nutzte ein Großteil der Teilnehmer,
Genossen und Sympathisanten, die Gelegenheit den traditionellen politischen
Frühschoppen der LINKEN Weimar/
Apolda in der Gaststätte „Waldfrieda“
in Weimar- Schöndorf zu besuchen.
„Wie geht die Stadt Weimar mit ihrer
Verantwortung gegenüber Asylsuchenden um?“ War das Thema des Frühschoppens. Gäste waren unser Landtagsabgeordneter Steffen Dittes und die
bis Ende des Jahres amtierende Auslän-
derbeauftragte Katrin Christ- Eisenwinder. Sie berichteten über die Aufgaben
des Landes und die zu bewältigenden
Probleme der Stadt Weimar. Steffen gab
einen Überblick über die Situation in
Thüringen und erläuterte einen der
ersten Beschlüsse der neuen Regierung,
die Abschiebung zumindest im Winter
aufzuhalten. Die Stadt Weimar beherbergt, wie Katrin erläuterte, bisher 250
Flüchtlinge, die meisten als Familien
mit Kindern. Angestrebt ist eine dezentrale Unterbringung mit der Möglichkeit
zu
sozialen
Kontakten mit
der Weimarer
Bevölkerung.
Als
kleine
neue Herausforderung
erfuhren die
Anwesenden,
dass nochmal
250 entwurzelte
Menschen auf der
Das rote Ginkgobla // Zeitung für Mitglieder und SympathisantInnen des Kreisverbandes Apolda-Weimar
Suche nach Asyl in Weimar eintreffen
werden. Auch das werden wieder vorwiegend Familien mit Kindern sein.
Den Teilnehmern wurde im Gespräch
klar, dass diese 500 Flüchtlinge weniger als 1% der Einwohner darstellen.
Diese Menschen muss Niemand fürchten. Sie bedürfen unserer Hilfe und
Solidarität.
Deutschland, als riesiger Rüstungsexporteur sollte sich der Verantwortung
stellen, das das verkaufte Kriegsgerät
in der Welt Leid und Elend anrichtet.
Das bedeutet, Menschen verlassen aus
Angst um ihr Leben ihre Heimat und
suchen in Europa und eben auch in
Deutschland Asyl.
Die Beteiligten des Frühschoppens waren sich einig, dass es nur durch Offenheit und Kommunikation möglich ist,
den Bewohnern der Städte, die für Asylsuchende versuchen eine zweite Heimat zu werden, ihre Vorurteile und
Ängste zu nehmen.
Dr. Gert Eisenwinder / Jürgen Fuchs
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Weimarer Runder Tisch der sozialen Verantwortung
Am Donnerstag, den 15. Januar 2015
trafen sich 26 Bürgerinnen und Bürger
zum Runden Tisch der sozialen Verantwortung im mon ami und folgten somit
der Einladung von SozialTransFair und
attac Weimar.
Die Runde verständigte sich über die
Auswirkungen der geplanten Kürzungen
im Weimarer Stadthaushalt 2015.
Zur Sprache kamen die Probleme, die auf
alle Beteiligten zukommen, wenn das
beitragsfreie KITA-Jahr gestrichen werden sollte ( z. B. Klagewelle).
Der Thüringer Arbeitslosenverband e.V.
kann den Beratungsbedarf nicht nur
ehrenamtlich abdecken und somit träfe
es wieder die Bedürftigsten der Stadt.
Die Kofinanzierung durch die Stadt Weimar ist unverzichtbar.
Der Jugendclub „Café Conti“ bietet für
Kinder und Jugendliche im Alter von
zehn bis 21 Jahren nicht nur Freizeitgestaltung und sinnvolle Beschäftigung
innerhalb verschiedener Projekte an,
sondern er fungiert wesentlich als wichtiger Auffangort mit kontinuierlichen
Bezugspersonen. Diese wertvollen Funktionen werden durch die Kürzung gefährdet.
Die zu befürchtende Kürzung beim
Kunstfest kann eine Reduzierung der
Landesförderung nach sich ziehen, da
die Förderungen aneinander gekoppelt
ist. Außerdem führt eine Reduzierung
des Programms zu weniger Einnahmen
und gleichzeitig zu weniger Möglichkeiten Drittmittel zu akquirieren (z. B. Bundesmittel). Kürzungen würden zudem
vor allem die kostenlosen und partizipativen Programmteile treffen. Darüber
hinaus verbleibt ein Großteil der Fördermittel in der Stadt, da das Kunstfest verstärkt mit lokalen Partnern arbeitet.
Viele Kürzungen im sozialen Bereich in
Weimar West sind nicht hinnehmbar.
Das Sozialticket wird angesprochen. Un-
verständnis dafür, dass die Stadträte hier
für die Ärmsten der Stadt keine dauerhafte Lösung findet. Wäre es nicht sinnvoll eine Stelle zu haben für Sozialticket
und Weimarpass?
Am Tag der Haushaltsberatung des
Stadtrates, am 28.Januar 2015 wird zum
Protest aufgerufen.
Hier wird der Runde Tisch aktiv werden
und eine bereits angemeldete Demo,
16:30 Uhr vom Theaterplatz aus, unterstützen und eigene Ideen entwickeln.
Wir suchen auch die Öffentlichkeit und
werden mit einem eigenen Flugblatt die
Bürgerinnen und Bürger mobilisieren,
dass sie mit ihrer aktiven Teilnahme ihre
Forderungen an die Politik artikulieren.
Es wurde vereinbart, den Weimarer Runden Tisch der sozialen Verantwortung
auch nach dem Haushaltsbeschluss fortbestehen zu lassen, als Dialog- und Beteiligungsforum.
Heidrun Sedlacik
Steffen Dittes unterstützte Mindestlohn-Aktion des DGB-Kreisverbandes
Seit dem 1. Januar 2015 gilt in Deutschland der Mindestlohn. Um die Öffentlichkeit über diese Neuerung zu informieren,
führte der DGB am 12.Januar bundesweit
eine Pendleraktion durch. Auch die Kolleg_innen aus Weimar waren dabei – mit
prominenter Unterstützung durch Steffen
Dittes. Bereits um fünf Uhr stand er mit
am Weimarer Hauptbahnhof und verteilte
Flyer an die Weimarerinnen und Weimarer, die auf dem Weg zur Arbeit waren.
Der Flyer informierte nicht nur über die
gesetzlichen Neuerungen, sondern auch
über die Informationshotline des DGB
zum Mindestlohn.
Unter der Nummer
0391/4088003 können sich Menschen,
die bisher weniger
als 8,50 € verdient
haben, über ihren
Anspruch auf den
Mindestlohn informieren.
Nach Angaben des
DGB-Thüringen
profitieren knapp
18% der Vollzeitbeschäftigten in ThüBild: Julia Langhammer, DGB v.l. Steffen Dittes MdL, Torsten Lerche,
ringen vom MinVorsitzender des DGB -Kreisverbandes Weimar/Weimarer Land, sein
destlohn,
ihnen
Stellvertreter Bernd Unbescheid
steht also seit Jah-
resbeginn mehr Lohn zu. Bei den Teilzeitbeschäftigten ist die Quote vermutlich
wesentlich höher. Der größte Teil derer,
die vom Mindestlohn profitieren sind
zudem Frauen.
Für die Thüringer Koalition ist damit das
Koalitionsversprechen „die flächendeckende Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes“ erst einmal erfüllt. Natürlich
gilt es, die Ausnahmen, wie sie für Praktikant_innen und Langzeitarbeitslose gelten, zu beseitigen und vor allen Dingen
den von der LINKEN angestrebten Mindestlohn in Höhe von 10 Euro umzusetzen. Auch für die Koalition ist das Thema
damit nicht erledigt. Im Koalitionsvertrag
heißt es weiter: dass “die Durchsetzung
von Bedingungen Guter Arbeit durch
Erhöhung der Prüfdichte und weitere
geeignete Maßnahmen bei Land und
Bund, [unterstützt werden muss].“
Dorothea Forch
Zeitung für Mitglieder und SympathisantInnen des Kreisverbandes Apolda-Weimar // Das rote Ginkgobla
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AUS DEM KREIS:
Aus der Kreistagsfraktion
Weimarer Land
Linksfraktion beantragt digitalisierten Sitzungsdienst
wieften“, bei der die Apoldaer Jüdin
Elfriede Fleischmann und ihr Sohn u.a.
die lokale Naziszene der dreißiger und
vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderts düpierten.
Der Inhalt ist jugendgerecht aufbereitet
Wald in Elgersburg treffen. Dabei sollen
ein langfristiger Aktionsplan für die
aktuelle Legislatur bis 2019 sowie aktuelle kommunale Initiativen für die
nächsten 12 Monate auf den Weg gebracht werden.
und soll nach Drucklegung in Apoldaer
Schulen im Rahmen des Deutsch- und
Geschichtsunterrichtes Verwendung fin
-den.
Als zweitstärkste Fraktion und Oppositionsführerin im Kreistag will die Fraktion die sich daraus ergebenden neuen
Herausforderungen mit konkreten Projekten und Anträgen erlebbar untersetzen und damit der aktuellen Koalition
von CDU und SPD deutlich „auf den
Zahn“ fühlen.
Die Fraktion DIE LINKE im Kreistag
Weimarer Land beantragte die Einführung eines digitalen Sitzungsdienstes
für den Kreistag. Dabei sollen die guten
Erfahrungen eines solchen Dienstes im
Rahmen der Arbeit des Stadtrates
Apolda einfließen. Dort gibt es den digitalen Sitzungsdienst seit 5 Jahren.
Apoldas Bürgermeister Eisenbrand bestätigte auf Anfrage, dass sich durch
einen solchen Dienst deutliche Einsparungen eingestellt haben.
Nach einer, insbesondere von Landrat
Münchberg, abschlägig geführten Debatte, rang sich der Kreistag doch zu
einer Prüfung des Ansinnens der Linksfraktion durch.
Man darf gespannt sein, schließlich
benötigt der Landkreis jeden Euro.
Geschichtswissenschaftliche Arbeit
des Prager-Haus-Vereins wird mit
300 Euro gefördert
Die Linksfraktion im Kreistag fördert
den Druck einer Publikation des PragerHaus-Vereins e.V. Apolda aus der Reihe
„Jüdische Geschichten aus Apolda“ in
Höhe von 300 €.
Dabei geht es um eine vom Geschäftsführer des Vereins, Peter Franz, verfasste Geschichte mit dem Titel „Die Ge-
Gelungener Jahresabschluss in der Basisgruppe Apolda
Es ist in unserer Basisgruppe Apolda
schon zur Tradition geworden, am Ende
des Jahres eine Zusammenkunft durchzuführen, auf der wir unsere Veranstaltungen und Höhepunkte des ablaufenden Jahres noch einmal zusammenfassen
und
so
einen
JahresGesamtüberblick erhalten. Dabei stel-
Kreistagsfraktion DIE LINKE geht in
Klausur
Die Linksfraktion im Kreistag Weimarer
Land wird sich in der Zeit vom 18. bis
19. April zu einer Klausur im Hotel am
len wir immer wieder fest, dass es doch
eine stattliche Anzahl von Aktivitäten
gegeben hat. Viele GenossInnen und
SympathisantInnen waren darin eingebunden. Ihnen wurde ein herzliches
Dankeschön ausgesprochen. Auf einer
Leinwand wurden Dias aus dem Wahlkampf gezeigt.
Bei vorweihnachtlicher Stimmung mit
Plätzchen, Stollen, Kaffee und einem
kleinen Imbiss kam es zu einem regen
Gedankenaustausch der immerhin anwesenden 31 GenossInnen und SympathisantInnen. Als Vertreter des Kreisvorstandes waren Dirk Möller und Mi-
Das rote Ginkgobla // Zeitung für Mitglieder und SympathisantInnen des Kreisverbandes Apolda-Weimar
Michael Schade
chael Schade anwesend. Auch Gäste
aus dem Asylbewerberheim Apolda
wurden sehr herzlich begrüßt.
Wir sind optimistisch, dass wir auch im
neuen Jahr wieder aktive Unterstützer
unserer Politik haben werden. Neue
Aufgaben stehen an und da wird jeder
gebraucht. Unser Ziel ist es, die Parteiarbeit in Apolda immer wieder öffentlich zu machen, damit man uns verstärkt wahrnimmt und so vielleicht
auch neue Mitglieder gewonnen werden können.
Doris Hüttenrauch
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Profitorientierte Wirtschaft als transatlantische Leitkultur mit eigener Gerichtsbarkeit. So oder ähnlich kann TTIP
zusammengefasst werden. Die Verhandlungen der europäischen und amerikanischen Vertragsunterhändler sind unter
Ausschluss der Öffentlichkeit im vollen
Gang. Verhandlungen zu einem europäisch – kanadischen Vertragswerk mit
ähnlich zu vermutenden Zielen sollen
bereits abgeschlossen sein. Ein drittes
Abkommen mit dem Namen TISA mit
insgesamt 50 Ländern ist geplant. Alle
Verträge haben eines gemeinsam: Nur
wenige sind eingeweiht, wenige kennen
die Inhalte, und demokratisch legitimiert durch die nationalen Parlamente
oder Volksabstimmungen wird keines.
Aufgeschreckt wurden viele Bürger
durch Chlorhühnchen oder genmanipu-
europäische Konzerne ist auch nicht
möglich. Allerdings wird die öffentliche
Diskussion breiter. Der Diskurs verlässt
die Insiderkreise und wird nun auch auf
die europäischen Straßen getragen. Ob
dies eher Widerstand oder eine erfolgreiche Kommunikationskampagne derer
wird, die von diesem Abkommen profitieren, liegt an den betroffenen Menschen selbst. Demokratische Rechte
mussten immer erstritten werden. Dabei
müssen wir als Konsumenten und Bevölkerung zwei Entscheidungsfragen beantworten: Sind unendliches Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch
erstrebenswert und wie verändert sich
eine Demokratie, in der sich Konzerne
ein unkontrollierbares Parallelrecht
schaffen?
Informationen zu den Themen CETA,
TTIP und TISA kann sich jede und jeder
selbst suchen. Viele thematische Internet-, Druck- oder Fernsehbeiträge entstehen derzeit. Vorträge und Informationsbroschüren versuchen Aufklärung zu
betreiben in einem Feld, wo nur wenig
lierte Rohstoffe für Lebensmittel. Dass
Protektionismus und Gerichte außerhalb
der Judikative schon seit langem Gang
und Gäbe sind und gerade auch der
deutschen Wirtschaft nutzt wissen dann
schon weniger. So schottet sich Europa
schon seit Jahrzehnten von afrikanischen Produkten erfolgreich ab und
Klagen im südlichen Kontinent gegen
öffentlich und vieles geheim ist.
Als Ausdruck der bürgerschaftlichen
Willensbildung haben Initiativen ein
europäisches Bürgerbegehren angestrebt. Dieses Ansinnen wurde auf gerichtlicher Ebene verworfen. Nichtsdestotrotz haben interessierte Gruppen eine
Unterschriftenaktion gegen das geplante
TTIP-Abkommen gestartet. In wenigen
Bürger in
Bewegung
Monaten kamen mehr als 1 Million Unterschriften zusammen.
Diese sollten am 19. Dezember während
einer Europaratssitzung in Brüssel übergeben werden. Eine kleine Gruppe Weimarer ATTAC- und Linksparteimitglieder brachen auf, die Kundgebung und
Demonstration vor dem Europaparlament zu unterstützen.
Empfangen wurden wir am Vorabend
von Vertretern der belgischen Initiative,
die sowohl Unterschriftensammlung als
auch Demonstration organisierten. Der
Demonstrationsbeginn war auf 7 Uhr
angesetzt. Geplant war, die nationalen
Regierungspräsidenten schon auf dem
Weg in den Rat über den Bürgerwillen
in Kenntnis zu setzen. Dem entzogen
sich die Repräsentanten, in dem sie bereits am Vorabend die Ratssitzung beendeten und den Heimweg antraten. So
zogen zirka 6000 bis 7000 Demonstranten im strömenden Regen nicht an den
politisch Mächtigen aber an schwer bewaffneten Polizisten vorbei. Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Auf der
sich anschließenden Kundgebung
war das Wetter
schon
besser
und in Reden
schien man sich
über das Ziel
einig. Da wir
Weimarer
sowohl Flämisch
als auch Wallonisch nicht verstanden haben,
waren wir über
jeden Redebeitrag in englischer
Sprache
dankbar. In diesen Beiträgen wurde eines klar: Es wird
ein langer Kampf gegen kapitalistische
und imperialistische Interessen, den wir
nur gewinnen können, wenn wir als
Europäer und Demokraten zusammenstehen.
Esswiese
Zeitung für Mitglieder und SympathisantInnen des Kreisverbandes Apolda-Weimar // Das rote Ginkgobla
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Gedenkens an Rosa und Karl und Charlie Hebdo
Auszüge aus der Rede von Steffen Di)es (DIE LINKE, MdL) am 11. Januar in Weimar
Warum gedenken an diesem Wochenende
in der gesamten Bundesrepublik Linke der
Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl
Liebknecht? 96 Jahre nachdem die Gründer
der kommunistischen Partei Deutschlands
von konterevolutionären Offizieren hinterrücks ermordet (…).
Für viele gelten Luxemburg und Liebknecht
als Feinde der Demokratie, weil sie sich
gegen diejenigen stellten, die nur acht Monate nach deren Ermordung hier in Weimar
die erste deutsche parlamentarische Demokratie ins Leben riefen.
Aber es waren auch die Begründer der Weimarer Republik, die nach der erfolgreichen
Novemberrevolution 1918 die ehemals kaiserlichen Eliten einbinden, sich mit ihnen
versöhnen wollten und einem Pakt mit der
Obersten Heeresleitung eingingen, um den
die Novemberrevolution fortsetzenden Spartakusaufstand mit Hilfe rechtsgerichteter
Freikorpstruppen niederzuschlagen. (…).
Wir gedenken zweier Politiker, die beispielhaft sowohl für die theoretische Auseinandersetzung als auch für den praktischen
Widerstand gegen Krieg und Ausbeutung
standen.
Karl Liebknecht wurde 1912 als Abgeordneter in den Reichstag gewählt. Er war einer
der ersten, der die Kriegskredite kritisierte
und dann später – nachdem er sich bei der
ersten Abstimmung der Fraktionsdisziplin
noch unterwarf - im Reichstag gegen sie
stimmte.
Beide machten ihre antimilitaristische Weltanschauung nie zum Geheimnis, sondern
zur Grundlage ihrer politischen Auftritte.
Sie kritisierten scharf die Hinwendung der
SPD zum neuen kriegsbefürwortenden Patri-
otismus und deren Hinwendung zur sogenannten Burgfriedenspolitik mit dem deutschen Kaiserreich.
Rosa Luxemburg war drei Jahre und vier
Monate zwischen 1915 und 1918 im Gefängnis. Zunächst verurteilt wegen Aufruf zur
Kriegsdienst- und Befehlsverweigerung
wurde sie später nach dem Schutzhaftgesetz
inhaftiert. Karl Liebknecht wurde im August 1916 wegen Hochverrats zu einer
Zuchthausstrafe von mehr als vier Jahren
verurteilt, die er bis zum Erlass einer Amnestie im Oktober 1918 verbüßte.
Die Erinnerung an Rosa Luxemburg und
Karl Liebknecht ist nicht nur eine des Gedenkens, sondern ein aktueller Aufruf an
uns, sich politisch einzumischen und sich zu
widersetzen, wenn militärische Gewalt wieder zum Mittel der Politik erhoben wird,
wenn Ausbeutungsmechanismen des Neoliberalismus in internationalen Verträgen
fixiert werden, wenn Andersdenkende und
Andersgläubige zum Ziel von Gewalttaten
und rassistischen Übergriffen werden und
wenn wir uns satt und zufrieden mit dem
politisch erreichten zurück lehnen, aber die
Welt um uns herum keine andere als die
bisherige ist.
...
Heute gedenken in Frankreich hunderttausende Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen und politischer Weltanschauungen den in Paris ermordeten Karikaturisten, Journalisten, Polizisten und den
getöteten Jüdinnen und Juden. Unsere Anteilnahme gilt den Opfern dieses schrecklichen Verbrechens und deren Angehörigen.
… Der Mord an den Redakteuren der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ war eine Tat
religiöser Fanatiker gegen Menschen, die
die unveräußerliche Freiheit in Anspruch
nahmen, mit dem Mittel der Satire Religion
zu kritisieren. Sie ist durch nichts zu begründen, auch nicht durch den Glauben, der
Grundlage für die Fanatisierung der Täter
gewesen ist. In vielen vorwiegend islamisch
geprägten Ländern kämpfen und streiten
Muslime gemeinsam mit Anders- und Nichtgläubigen für die Freiheit des Denkens, der
Meinungen und des Glaubens.
Das grausame Verbrechen von Paris darf
nicht instrumentalisiert werden, weder für
eine neuerliche Debatte darüber, ob der
Islam zu uns passen würde, noch für Bestrebungen zu einer Einschränkung von Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik oder gar
zu einem tiefgehenden Eingriff in die
Schutzrechte des Einzelnen gegenüber dem
Staat durch neue Überwachungsgesetze. (…)
Religiöser - und auch politischer - Fanatismus wird nicht durch die Beschränkung
von Freiheit für Menschen bekämpft, sondern durch die Stärkung individueller Freiheit in einer solidarischen Gesellschaft.
...
Luxemburg kritisierte zu Recht, dass es eine
Utopie sei, auf die automatische gerechte
Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums
zu warten. Das heißt aber nicht, dass Machbare zur Verbesserung von Lebensbedingungen auch durch die Übernahme durch Regierungsverantwortung und damit konkrete
und praktische Politik nicht zu versuchen.
Wer aber beim Streit um das Machbare, auf
welcher Ebene auch immer, das eigentliche
Ziel aus den Augen verliert, der missachtet
das politische Erbe von Rosa Luxemburg,
der wir heute gedenken.
Gegen das Vergessen. Lesung der
Gefängnisbriefe Rosa Luxemburgs
und Gedanken aus den Jahren ihrer Gefängnisaufenthalts von 1916 bis 1918, der aus
ihrem öffentlichen Protest gegen den Weltkrieg resultierte. Im Besonderen stellt Ihre
freundschaftliche Beziehung zu Sophia Liebknecht einen Gegenstand der Briefe dar.
Gleichermaßen finden sich Darstellungen
des Gefängnislebens, die oftmals in einer
literarischen Sprache geschildert werden,
die Rosa Luxemburgs Kritik am tobenden
Weltkrieg zum Ausdruck bringen. Darüber
hinaus zeigen ihre Briefe in jeder Zeile, dass
sie als empfindsame und kämpferische Frau
auftritt, die ihren Optimismus trotz ihrer
Trennung von Genossen und Freunden nicht
verliert und an andere vermittelt.
Zum Gedenken an die Ermordung Rosa
Luxemburgs und Karl Liebknechts fand am
14. Januar Im Wahlkreisbüro von Steffen
Dittes eine Lesung der Gefängnisbriefe Rosa
Luxemburgs statt. Auszüge aus den Briefen
wurden vorgetragen und kommentiert
durch den Historiker und (ehrenamtlichen)
Sekretär der Rosa-Luxemburg-Stiftung Ottokar Luban (geb. 1937).
Die vorgelesenen Auszüge dokumentieren
Rosa Luxemburgs Eindrücke, Empfindungen
Das rote Ginkgobla // Zeitung für Mitglieder und SympathisantInnen des Kreisverbandes Apolda-Weimar
Die sich an den Vortrag anschließende Diskussion nahm Bezug auf die geschichtlichen
Hintergründe der Gefängnisbriefe Rosa
Luxemburgs und verband darüber hinaus
Gegenwart und Vergangenheit miteinander.
Politische Themen wie das Bewusstsein und
die Bereitschaft der deutschen Bevölkerung
in den Krieg zu ziehen, damals wie heute,
waren dabei Thema der Diskussion.
Michael Tuscher
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In eigener Sache:
Danke für 2014 – Herausforderungen 2015
Am 31. Januar 2015 endet die Legislatur des Kreisvorstandes
unter meiner Führung.
Wir haben sehr anstrengende Monate der Wahlkämpfe hinter
uns gebracht und deshalb will ich jedem Einzelnen Danke sagen, besonders meinen Mitstreitern im Kreisvorstand und allen
aktiven Genossinnen und Genossen, ohne die unsere Arbeit
nicht möglich gewesen wäre.
Unser Dank gilt aber auch den Wählerinnen und Wählern, die
uns mit ihrer Stimme das Vertrauen ausgesprochen haben.
Im Jahr 2015 wird es an uns sein, gemeinsam das entgegengebrachte Vertrauen mit einer Politik für die Menschen zu bestätigen. Dafür haben wir mit den Wahlkreisbüros der Landtagsabgeordneten Steffen Dittes und Sabine Berninger beste Voraussetzungen. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.
Auch unser Kreisverband steht vor neuen Aufgaben. Am 31.
Januar soll ein neuer Kreisvorstand gewählt werden, der mit
einem von der Gesamtmitgliederversammlung verabschiedeten
Arbeitsplan starten wird. Jedes Mitglied ist aufgerufen, sich in
die Diskussion über die Arbeitsweise und Ziele einzubringen.
Das Rote Ginkgo-Blatt startet mit neuer Besetzung. Thomas
Schneider wird das Layout gestalten. Er übernimmt von Uwe
Adler eine sehr anspruchsvolles „Erbe“. Recht Herzlichen Dank
an Uwe für seine hervorragende Arbeit. Das Rote Ginkgo-Blatt
wird gemeinsam mit der aktuellen Führung und Gestaltung
unserer Internetseite dazu beitragen, die Öffentlichkeitsarbeit
zu verbessern.
Es braucht aber auch Diejenigen, die über die vielen guten Dinge reden, welche wir täglich in den Gemeinde- und Stadträten
als Partei oder im Kreis- und Landtag für unser Thüringen
schaffen. Denn besonders das politische Gespräch mit den
Nachbarn, Freunden und Arbeitskollegen kann überzeugen
und dazu beitragen unsere politischen Ziele nach außen zu tragen und unsere Mitmenschen dafür zu begeistern.
Dazu möchte ich einladen und verbleibe mit kämpferischen
Grüßen
Katja Seiler
Stadträtin der Stadt Weimar
Einladung zum Erfahrungsaustausch
Den Thüringer Schwung setzt der DIE LINKE Basisgruppe
Apolda im Erfahrungsaustausch zum Thema Flüchtlingspolitik
fort. Genossin Sabine Berninger, Migrations- und integrationspolitische Sprecherin und Sprecherin für Justizpolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Mitglied im Innenausschuss und Vorsitzende im Justiz- und Verfassungsausschuss
ist Gast der Basisgruppe.
Montag, 2. Februar, 18 Uhr,
„Alma Liebscher-Seniorenclub“
Apolda, Niederroßlaer Straße 1
Alles Gute zum Geburtstag:
2. Februar
O o Reh (Kranichfeld) 79
Hans-Jürgen Kirchner (Bad Sulza) 65
Frank Scherkus (Weimar) 49
4. Februar
Dieter Drüsedau (Apolda) 82
Friedrich Widmer (Apolda) 80
Anne e Rudolph (Apolda) 59
7. Februar
Gudrun Ki el (Apolda) 57
10. Februar
Elke Heisler (Weimar) 72
11. Februar
Ralph Wengermeier (Weimar) 62
12. Februar
Malte Waag (Weimar) 18
17. Februar
Elke Kellermann (Weimar) 72
Marina Willeke (Nohra)
61
18. Februar
Ute Probst (Weimar) 62
19. Februar
Eva-Maria Lehmann (Weimar) 75
21. Februar
Anna Heichler (Blankenhain) 87
Heinz Weinhold (Weimar) 85
Frank Lange (Weimar) 46
22. Februar
Richard Haesler (Weimar) 60
23. Februar
Michael Ruderisch (Weimar) 20
24. Februar
Guido Müller (Vippachedelhausen) 72
Daniel Appelbaum (Weimar) 22
25. Februar
Edelbert Richter (Weimar) 72
Constanze Kubitz (Ilmtal-Weinstraße) 38
26. Februar
Gertraud Wolff (Weimar) 88
Monika Fuchs (Weimar) 72
28. Februar
Ronald Barth (Weimar) 49
Gabriele Trost (Weimar) 41
Zeitung für Mitglieder und SympathisantInnen des Kreisverbandes Apolda-Weimar // Das rote Ginkgobla
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